[Inhaltsverzeichnis von Engels]

1) Rota, Storia delle Banche. 1874. S. 1–2, 4–5. 12–28, 32–36 Heft I.

2) Perrot, Dèmosthène & [le banquier]   #e* [le banquier] °] Die obere Hälfte des Inhaltsverzeichnisses von Friedrich Engels ist stark beschädigt; die untere Hälfte ist nicht mehr vorhanden. Es folgt eine Rekonstruktion im Interesse der Übersicht.
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Phormion. – Le commerce [de l’argent et le cr]édit à Athénes. S. 2–3 & [9–11]

3) Ciccone, Principii [di economia politica] S. 6–8 [& 11–12].

[4) Ricca-Salerno, Sulla teoria del Capitale. 1877. S. 29.]

[5) Hüllmann, Deutsche Finanzgeschichte des Mittelalters. 1805. S. 31.] |

[0]

[Bibliographische Notizen und Nachtrag zu Rota]

Begonnen 8 October 1878.

Aus:
Antonio Ciccone: Principj di Economia Politica. 2. Ed. Vol. 1. Napoli 1874. S. 277.
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Sieh: Lurieu e Romand:   #e0Lurieu BIS agricole.°] Jules Joseph Gabriel de Lurieu, H[ippolyte François Marie] Romand: Études sur les colonies agricoles de mendiants, jeunes détenus, orphelins et enfants trouvés. Hollande, Suisse, Belgique, France. Paris 1851.
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Studj sulle colonie agricole.

(Dareste: Histoire de France. Picot: les états généraux)

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874. S. 48.
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Giuseppe Canale: Nuova istoria della Repubblica di Genova. Firenze 1860.

(Fedele Lampertico: Economia dei Popoli e degli Stati. Introduzione. Milano 1874.Pressmark. 8205.aaa.   #e*Pressmark. 8205.aaa.°] Signatur der Bibliothek des British Museum London (British Library).
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Garzetti: Della condizione di Roma, dell’Italia e dell’Impero romano sotto gl’Imperatori.

⦗Sieh: Clamageran über impôts since Roman Period;

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874. S. 28.
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Pietro Rota „Storia“ etc  Diese Stelle aus Rota, S. 28, Fußnote 1.
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Folgende Stelle
zu p. 5 (dieses Hefts) zuzusetzen: Er schliesst aus folgendem Passus bei Cicero dass die römischen Bankers Liste über Wechselkurs – unter dem Namen aeraria ratio – publicirten:  „Ich klage dich an, weil gemäß den geprüften Tafeln (Listen) der Berechnungen der Schatzkammer (der Wechselkurse) eine außer der dem Castor schuldigen Menge fehlt.“
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„Hoc eo pro te agebatur, quod propter aerariam rationem non satis erat in tabulis inspexisse, quantum deberetur, nisi ad Castoris quaesisset quantum solveretur.“
(Pro Quintio. c. 4) (ad Castoris, d. h. bei dem tempel des Castor, wo die taverne dei banchieri  waren
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erant
. Andre aber lesen ex quaestoribus u. dann haben die Banken nichts damit zu schaffen. Jedenfalls dieser passus dunkel.

Antonio Ciccone (Prof. ordin. nella R. Università di Napoli): Principj di Economia Politica. 2nd ed. 3 vol. Na[poli 1874]

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874. S. 40.
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»A Pal[ermo] [«] schreibt Raphael de Turri: Tractatus de Cambiis Januae 1629. Disp. Prima Quest. Prima, [»]la Banca chiamasi Tavola e gli amministratori si dicono Governatori della Tavola.[«]

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874. S. 79.
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Raphael de Turri: Tractatus de Cambiis. Genua. 1639 )

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874. S. 72.
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Sigismundis Scaccia: Tractatus de Commerciis et Cambio. Romae. 1619.

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874. S. 77.
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Balducci Pegolotti: La Pratica della Mercatura etc

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874. S. 147.
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Discorso in forma di dialogo intorno al Banco di San Ambroglio della città di Milano, di Gio Antonio Zerbi. Milano (per Pandolfo Malatesta, DXCIX MDXCIX)|

1

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874.
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Pietro Rota: Storia delle banche. Milano. (8°.) 1874. (Pressmark: 8228.ccc.3)

Cap. I. Le banche di Grecia e di Roma.

I) Griechenland

1) Aeltes Aelteste griechische Bank, der Tempel von Delphi. Gott der erste Banker, i. e. nöthig essere superiore, che i loro denari custodisca ed amministri. ⦗Damals noch viel verlangt v. custode u. amministratore del denaro altrui.⦘ (9) Der Tempel v. Delphi gewöhnlicher Sitz des Amphyctionen Raths   #e* Amphyctionen Raths°] Die Amphiktyonie war ein Bund griechischer Stämme und Poleis, die sich um ein größeres Heiligtum zu dessen Schutz zusammenschlossen. Streitigkeiten wurden durch einen Rat, ein Schiedsgericht, geschlichtet. Die bekanntesten Amphiktyonien waren die von Delphi und Delos.
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(ersetzte die fehlende polit. Einheit der Griechen) (Sieh Mengotti: Dell’Oracolo di Delfo. Milano 1819) Bei dem Tempel Feste, wo ganz Griechenland zusammenkam, die religiösen Feste »occasione di traffichi importantissimi[«] . Der Markt von Delphi frei, gewissermassen Freihafen von Griechenland; bei Gelegenheit der Feste zum Handelsaustausch kamen Kaufleute von Etrurien, Kleinasien, Africa, Inseln des Archipelagus. Hence die commercielle Wichtigkeit des Tempels, in dieser Epoche di gelosie nazionali, di restrizione restrizioni commerciali; diese Feste riefen popoli diversi u. stranieri zum freien Austausch ihrer Produkte. Rings um den Tempel freier Markt, innerhalb desselben die Bank. Die Händler u. Privaten, die geschäftshalber zu den Festen v. Delphi kamen, u. eben so die griechischen Städte, gewohnt to deposit im tesoro del tempio i loro denari. Wir wissen dass die Amphyctionen das deponirte Geld nicht müssig liessen, sondern grossen Theil davon investirten in mutui con interesse. ⦗Sieh darüber (betreffs der tavola Sandwicense, gefunden v. Taylor in Athen, 1739) Boeckh: Die Staatshaushaltung der Athener. 2t Aufl. Berlin 1851. [Bd.] 2. Append. 7a)⦘ Als der Tempelschatz v. Delphi nach Athen transportirt, about drin 1800 Talente ⦗1 Talent = 5400 fcs⦘; aber in Folge des Kriegs hatten viele Private u. Städte ihre Deposita entzogen. (p. 12, 13)

⦗Tempel u. religiöse Feste überhaupt gaben Anlass zu den ersten Märkten. Z. B. bei dem Latini Markt am 13 August jeden Jahrs um den Federaltempel des colle Aventino zu Rom; Markt im templo tempio di Voltumna, im Distrikt der Volscinii, auch frequentirt von den Etruskern; die italienischen Märkte des Mittelalters alle gehalten bei einer Kirche u. am Festtag eines Heiligen; in der antichità più remota, Benares, Ellora, Ozene, die heiligen Städte Indiens zugleich seine berühmtesten Märkte. p. 11 Note⦘

Depositkasse im Tempel v. Delphi die älteste Creditinstitution von Griechenland.

2) Alte banchieri o cambisti (einzelne Werke darüber bei den antiken Schriftstellern) zu Smyrna, Ephesus, Milet, Phocaea; bankers zu Corinth zur Epoche der  Bei Rota, S. 13: epoca delle guerre mediche. – Die Meder wurden in den Jahren 860 bis 825 v. Chr. vom assyrischen König unterworfen. 606 erfolgte die Eroberung von Ninive und die Gründung des medischen Reiches, wozu Iran, Assyrien, Armenien und Elam gehörten.
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persischen Kriege
; historici sprechen vom banquier Philostephanos in Corinth, in dessen Bank Themistocles nei giorna giorni della sua buona fortuna 70 talente deponirt hatte  Rechnung von Marx. Ein Talent entsprach, wie Marx oben exzerpierte, 5400 francs.
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(= 54 000 [×] 7 [=] 378,000 = 378 000 fc.)

Ueber die Banken Griechenlands:

  • Salmatius:   #e11Salmatius BIS 1873.°] Bei Rota in Fußnote 1, S. 13/14. – Auf dem Titelblatt: Salmasius. – Die genannten Schriften von Rota und Perrot exzerpierte Marx im vorliegenden Heft.
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    Dissertatio de fœnore trapezitico. Lugduni Batavorum. 1640.
  • R. Dareste: Du prêt à la grosse chez les Athéniens. (Paris, 1867)
  • De Koutarga: Essai historique sur les trapézites ou banquiers d’Athènes. Paris, 1859
  • Caillemer: Les antiquités juridiques d’Athènes. 1865.
  • Lattes: I Banchieri privati e pubblici della Grecia, nel „Politecnico“ vom Jahr 1868.
  • Perrot: Demostenes et ses contemporains N. IV, in Revue des deux mondes vom 15 Nov. 1873.
  •  Zusatz von Marx.
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    Compare aussi: Revue des Deux Mondes 1 June u. 15 Nov. ’72 u. vom 15 June ’73, 1 fevrier 1873 (les anciens banquiers florentins)

 Zusatz von Marx.
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Hauptquelle: Demostenes (Reden) und Isocrates (Reden)

Banker hiess in Griechenland trapezita, entspricht latein. mensarius (ebenso banchiere von banco = mensa = trapeza) Das Bankgeschäft ursprünglich Geldwechselgeschäft, sehr wichtig bei noch unentwickelter ökon. Stufe. Diese Burschen besitzen Vertrauen etc wurden später custode e amministratore dei denari altrui, können sich verwandeln aus cambia-valute in banchiere. Dies Geschichte der Banken in Griechland, Rom u. bei den Völkern des modernen Europa’s. Für das Geldwechseln si metteva un banco nel mercato o nella pubblica piazza. Stranieri u. liberti übten das Geschäft der trapeziti od. banchieri in Athen aus; Ihr Hauptgeschäft Geld in Deposit zu nehmen. Die Deponenten erhielten manchmal Zins; ⦗Pasion, trapezit, vermiethete seine Bank an Formion; diese Bank hatte 50 talenti Deposits, aber nur f. 11 davon Zins gezahlt. Salmatius: de fœnore etc.⦘ Die Deposits eingeschrieben in un apposito registro, u. der Deponent konnte bevollmächtigen (incaricare) eine andre Person, per la riscossione del sue suo credito, worin quasi Idee des banco-giro (Demosthenes, Rede gegen Kalippos) [(p. 15, 16)] |

2

Das deponirte Geld von dem trapezita in verschiednen Weisen angewandt: a mutuo gegeben auf Pfand von mobili, sciavi schiavi, case, terre; weil manchmal auch die Immobilien fielen in Besitz der Leihenden, also constituirten wahres Pfand, nicht Hypothek. In Athen Pfand auf corpo di persone libere nicht erlaubt, wohl aber in andern Orten Griechenlands. Auch verliehn auf Hypothek v. Immobilien ⦗Scheint nicht, dass zu Athen pubblici libri per le inscrizioni ipotecarie; dagegen sui fondi ipotecati gesetzt colonnette, die portavano scritto il nome del creditore u. manchmal auch die Summe wofür der fondo hypothecirt.[⦘] Sehr häufig in Athen der contratto di cambio marittimo, bei seinen sehr ausgedehnten maritimen trafficks; der contract gemacht (stipulirt) zwischen Kapitalist u. einem proprietario di nave; der erstere lieh dem letzteren das Geld zu dessen Verwendung in einer bestimmten voyage u. nahm Hypothek auf das Schiff, auf die merci viaggianti e sul nolo. Wurden bestimmt Epoche der viaggio, Qualität der merci da caricarsi, la via da tenersi, i porti ai quali approdari approdare, il tempo della fermata. Manchmal der Contract nur per l’andata, u. der proprietario des Schiffs musste zahlen al capitalista il denaro mutuato al porto di arrivo, nach Verkauf delle merci e la riscossione del nolo; manchmal für andata und ritorno, u. dann geschah Zahlung zu Athen. Der Kapitalist, der Gelder gab a cambio marittimo überwachste überwachte bald sein Interesse indem er dem trafficante auf dem Schiff selbst folgte, auf dem die Reise geschah; bald beauftragte er einen servo damit; manchmal auch beauftragte er damit einen seinigten Correspondenten in den porti di fermata o di arrivo. ⦗Diese Contracte speciell gemacht f. viaggi ai porti del Bosforo, womit Athen grössere Handelsbeziehungen hatte. Vom Schwarzen Meer erhielt es Häute, Honig, Bauholz, lino e grani.⦘ Der trapezita war Vermittler dieser contratti, oft gab er selbst die Gelder a cambio marittimo, u. es wurde dann allgemeine Gewohnheit dass die scritte del contratto deponirt beim trapezita. Zins sehr hoch; hence die profits des trapezita. Nach Salmazius der current interest at Athens about 162/3%, nach Boekh Boeckh 18%; der niedrigst bekannte 10%, höchste 36%. Zinsen hoch wegen Mangel an Kapitalien, die Gesetze gaben nicht entsprechenden Schutz den Gläubigern, die industriellen Profite wahren waren »molto alti, perchè le industrie si valevano del lavore lavoro degli schiavi assai malamente pagati«. (18)

La banca che Pasion , banchiere ateniese, afittava affittava a Phormion , già suo schiavo, brachte jährlich 100 Minen Reingewinn ein, i. e. 10 000 lire.

Aus:
George Perrot: Démosthène et ses contemporains. No. 4. Démosthène et le banquier Phormion. Le commerce de l’argent et le crédit à Athènes. In: Révue de deux mondes. T. 108. Paris. November 1873. S. 407–439.
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George Perrot: Revue des Deux Mondes, t. 108 Rev. (u. 105): „Demosthène et le banquier Phormion. Le commerce de l’argent et le crédit à Athènes.[“]

Plaidoyer des Isocrates: der „trapézitique“ u. Reden v. Demosthenes: „Exception pour Phormion“ (wahrscheinlich die einzige v. Demosthenes selbst), „Contre Callippos“, Contre Timothée, assigné en paiement de sa dette u. Contre Stéphanos , pour faux témoignage (deux discours)

In diesen Reden erhalten Geschichte eines u. desselben athen. Banquierhouses, fast während eines halben Jahrhunderts, welches dirigirt der Reihe nach von Archestratos, Pasion u. Phormion .  Wahrscheinlich Zusatz von Marx.
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⦗Sieh auch Demosthenes: Gegen Lacrite

Griech. maritimer Handel fortwährend entwickelt während 7t u. 6 Jhd, nachdem Aejypten den Hellenen eröffnet u. die Phocaer in Verkehr mit Gallien u. selbst mit Spanien getreten. So nach u. nach bedeutende Geldreserve accumulirt in den Hauptgriech. Städten, zum Wuchern verwandt, besonders en prêts maritimes, u. so wurden bald nöthig des intermédiaires zwischen emprunteurs u. Capitalistes. Letztere oft die premiers citoyens de leurs villes, in Politik engagirt; brauchten also reine Geldgeschäftler, bei denen sie ihre fonds deponiren konnten u. die sich mit deren Verwerthung zu beschäftigen. Dasselbe galt f. négociant, immer prêt à partir pour des voyages, deren Dauer damals viel ungewisser als heute; Summen, die sie nicht mitnahmen, wichtig zu lassen in sichrer Kasse u. wo auch nicht frucht-los. Endlich jede Stadt, gross od. klein, schlug ihre Münzen; in monde grec Wertheinheit drachme, verschieden je nachdem’s Fraction des euboia talents, od. dessen v. Aegina, od. dessen v. Athen. Die Münzen gewisser grosser Städte circulirten überall, (hatten so Uebergewicht (premium) über die unbekannten od. kleineren Städte) so während 2 Jhdten die tetradrachmes v. Thasos fast die einzigen courantes in ganz Thracien u. dem bassin der Donau; die didrachmes corinthiens mit ihrer Pallas casquée, selbe Gunst in Epirus u. Illyrien, über die ganze adriatische Küste; endlich die tetradrachmes v. Athen (chouettes du Laurium), flogen nach allen rivages des Mittelmeers. Avantage réel f. die Münzen, die allein zugelassen od. wenigstens allen andern vorgezogen auf bestimmtem Markt; sie faisaient prime u. der prime variirte je nachdem der Handel, pour solder ses achats, nach dieser od. jener Richtung mehr v. diesem privilegirten Geld zu expediren hatte. Hence opérations complexes de change et d’agio, veranlasst durch die diversité des monnaies |3 u. die hausse (manchmal) der espèces les plus demandées. Im 5 u. namentlich 4 Jhd (Zeit v. Isocrates u. Demosthenes ) die bank (Tisch) wo Geld ausgezahlt, ausgewechselt, schon Nebensache f. die Banquiers wofür Demosthenes etc plädiren; damals unterschieden: einfache Wechsler (ἀργυραμοιβοί od. κολλυβισταί), traffiquans d’assez bas étage, deren jeder etwas frequentirten Hafenplatz besitzenen besitzen muss etc; prêteurs (δανεισταί od. τοκισταί), Kapitalisten, die ihre fonds leihen à l’agriculture, namentlich aber dem commerce maritime; endlich die trapézites, qui réunissent entre leurs mains et pratiquent sur une grande échelle toutes les opérations des Handels in precious metals, bruts ou monnoyés, u. die diverses formes du crédit. Die einen deponiren bei ihnen, den anderen verpumpen sie; manchmal machen sie auch Vorschüsse auf dépot dépôt d’objets précieux, wie bijoux, coupes et couronnes d’or; die cliens der banque haben noch den Vortheil, ils peuvent faire leurs paiemens par son intermédiaire. – Zinsfuss (sieh Lysias ) absolut frei in Athen. (Seit Solon , 6t Jhdt)

Die banquiers hatten des journaux (ἐφημερίδες), des livres (ὑπομνήματα, τραπεζιτικὰ γράμματα); hielten ihre écritures in partie double u. alle sommes qui leur passaient par les mains figuraient sur ces régistres registres mit date de l’entrée et de la sortie. Die bank hatte aber auch ihre relations ⦗entsprechend dem was wir ihre correspondans nennen⦘; Caillemer (Jurist;  Marx hatte den Titel von auf Caillemers Schrift „Les antiquités juridiques d’Athènes“ von 1865 auf Seite 1 des vorliegenden Heftes notiert.
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sieh Citat seines Büchleins, S. 1
) glaubt bewiesen zu haben dass die Athenienser lettre de change kannten od. wenigstens cheque, u. dass bei ihnen der contrat de change fortificirbar durch un aval, Art cautionnement vermittelst dessen un tiers vient garantir le paiement de la lettre de change. Die bankers in relation mit allen citoyens [die] beschäftigt d’affaires, mit allen Fremden die den Markt v. Athen besuchten; sie verstandens besser als irgendwer zu libeller un contrat dans les formes et de manière à sauvegarder tous les droits; endlich waren ihre bureaux im centre des quartier marchand, der αγορα, wo se rencontraient die capitalistes, Mineneigner, Armateurs u. capitaines de navire, négociants, alle die Geld zu placiren hatten od. es zu leihen wünschten. Bei ihnen Contracte abgeschlossen ( der Bankier hat
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er
zu dresser l’acte qui constaterait les clauses et conditions du marché conclu[)]; wenn die Convention ganz einfach, on la griffonait griffonnait, dans une de ces écritures cursives et avec toutes ces abréviations u. ligatures etc sur un de ces ostraca ou tessons que l’Egypte nous a gardés en si grand nombre, worin sich erhalten so viele témoins der ptolemäischen Wirthschaft  #e* ptolemäischen Wirthschaft°] Von 306 bis 30 v. Chr. herrschte, beginnend mit Ptolemäus I. (Soter I.) in Ägypten die Dynastie der Ptolemäer (Lagiden).
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, ordonnances de paiement, quittances d’impôt; in einer collection v. Athen fand M. Dumont (Albert) solche pièce provenant de l’Attique; ist ein reçu tracé à la pointe sèche sur un fragment de pot cassé. Handelte es sich aber um weitläufigen förmlichen pacte mit Serie v. Clauseln etc, so nahm man 2 Papyrusblätter u. banquier redigirte l’acte en double exemplaire; dies eigentlich la syngraphe od. contrat; vor Zeugen; jede der parties y apposait son cachet, u. erhielt davon un texte  Kommentar von Marx.
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⦗handelt sich hier v. den beiden Partheien, denen der trapezit so zu sagen als Notair dient⦘
; in Athen so wenig wie in Rome l’institution des officiers ministériels; also wem nun die Contracte anvertrauen, beim Abreisen etc? keiner traute in die probité de ses compagnons les plus familiers; hence Zuflucht – die trapèzites, welche, sauf exceptions, wenigstens probité professionnelle besassen. Ihnen die Acte anvertraut, die sie aufgesetzt; die banquiers athéniens organisirten bei sich ce que nous appellerions la garde et le service des titres. Bei den Atheniensern die preuve testimoniale betrachtet als sehr supérieure der preuve chirographique. Die banquiers liehen nicht nur den particuliers gegen gewisse Garantien; machten auch der cité Vorschüsse, ils souscrivaient des emprunts d’état. Sie hingen sehr, bei ihren vielen Processen mit citizens u. fremden, von der Volksgunst ab (décisions des grands jurys athéniens, deren membres sich nach 100ten zählten); die Mehrzahl dieser bankers, wenigstens bei Beginn ihrer Carrière, Affranchis od. des métèques u. aspiraient au titre de citoyen.

Nach den medischen Kriegen  #e* medischen Kriegen°] Unter dem König Chvachschatra (625–585 v. Chr.) wurde Medien ein Großreich, das 612 zusammen mit Babylonien das Reich Assyrien vernichtete und fast ganz Iran beherrschte. – Siehe Erl. ((xvi)).
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, als Handel u. Industrie plötzlich Aufschwung in Athica nahm etc die Bankoperationen inaugurirt zu Athen durch des étrangers; diese hatten ihr Handwerk gelernt in den cités joniennes od. Corinth (erste maritime power du monde grec); die trapézites, die wir bei den orateurs finden, alle sklavischen Ursprungs; überall, in den services publics wie in den ateliers industriels u. maisons de commerce Sklaven angewandt als ouvriers u. surveillants, copistes u. commis; diese affranchis (diese hatten dann droits civils, konnten succéder ihrem ancien maître); dann Bestreben naturalisirt zu werden als citoyens. Selbst im 4t Jhdt gehörte in Athen dazu noch besonderes Gesetz.  Zusatz von Marx, der die Exzerpte aus Perrots Aufsatz auf Seite 9 des vorliegenden Exzerpthefts weiterführte.
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(Fortsetzung dieses Intermezzo später.
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Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874.
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[ Pietro Rota: Storia delle banche]

[Cap. I. Le banche di Grecia e di Roma]

II) Rome.

Etwas vor 2t punischem Krieg Spur von argentarii, nummularii, mensarii – i. e. bankers. ⦗Meisten Schriftsteller betrachten die 3 Benennungen als für selbe Sache; dagegen: Wilh. Theod. Kraut: De Argentariis et Nummulariis commentatio. Göttingen. 1826. finden findet Differenz zwischen ihnen.⦘ Erst nur beschäftigt als eigentliche Geldwechsler, nel traffico delle monete; dann in custodia erhielten sie Capitalien u. als Pfand, wurden so eigentliche bankers etc.

Mengotti: Del Commercio dei Romani. Venetiae. 1841.

»L’ignavia e il lusso dei Romani dell’impero restituirono ai popoli vinti quei tesori, che ad essi rubarono i Romani guerrieri dell’epoca repubblicana.« (p. 20. N. 2)

Reichthum Roms entsprang aus der Beraubung der besiegten Völker, nährte sich von tributi, jenen auferlegt, von den Estorsioni der Proconsuls u. pubblicani u. wuchs jedesmals sobald neues Land unter seinen Legionen fällt. Rom, das nichts producirte, wurde Centrum des ökonomischen movement, alle capitals di tutto il mondo strömten dahin u. mit den capitali die Macht Production u. Consumtion der Reichthümer zu lenken. Spielt den Capitalista nel mondo antico, wie die italienischen Städte im Mittelalter, später die flandrischen; aber Rom gemacht ricco dalla conquista. ([20,] 21)

Herren des „capitale“  Zusatz von Marx.
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(Geldkapitals)
, des elemento direttivo der Production, verwandten i „quiriti“ es auf speculazioni audaci, in prestiti an alle ihnen unterworfne Länder, in intraprese finanziarie; sie, mit dem capitale conquistato [,] commanditirten il lavoro dei popoli spogliati; so, gen Ende der Republik »il fiero Quirita si trova mutato in speculatore«.

Die Direction dieser Speculationen etc unter einem schiavo; um des Risico’s zu vermindern u. dies zu vertheilen, i. e. in fact als Sorte von Assekuranz – cercano di associarsi; für sie dies das Wesen der Association commerciale, die sich sehr nella civiltà romana entwickelt. Sagt Cato Senior: „Se tu hai, con que che armare una nave, non farlo, ma cerca altri quarantanove che abbiano quanto te, e forma con essi una società, che armi 50 navi.“ (21)

In der höchsten Blüthezeit Roms alles durch Associationen: Erhebung der Steuern in den Provinzen; Aneignung u. Cultur immenser Landstrecken in Italien u. ausserhalb; Armiren v. Schiffen f. längste u. gefährlichste Navigations; Verpumpung v. Capitalien an die Völker von Asien, Africa, Gallien; Pumpen a cambio marittimo etc[.]  670 post Romam Conditam; d. h. im Jahre 670 nach der Grüdung Roms, die 753 v. Chr. stattfand, also im Jahre 83 v. Chr.
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670 p. R. C.
Association römischer Capitalisten schoss den Städten Asiens die nöthigen Summen vor um den ihnen v. Sulla auferlegten Tribut zu zahlen; dies geliehne Kapital mit den gezahlten u. nicht gezahlten Zinsen hatte sich versechsfacht. Um zu zahlen mussten die Städte die Statuen u. Monumente verkaufen, Väter als Sklaven ihre Söhne verkaufen etc[.] Hauptgeschäft der Associationen v. Beginn Exaction der imposte u. tributi in den Provinzen – erano quindi associazioni di pubblicani. Die classe der Ritter am meisten involvirt in diesen Associationen f. Finanzspeculationen. (22)

In den letzten Zeiten der Republic jeder röm. Bürger etc in Association f. speculazioni di credito etc ( Mommsen ,   #e* Mommsen°] Gemeint ist Theodor Mommsens Darstellung der allgemeinen Krise im Römischen Reich des Jahres 664 nach der Gründung Roms, d. h. im Jahre 89 v. Chr., in seinem Werk „Römische Geschichte“. 2. Ausg. Bd. 2. Berlin 1857.
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Krach von 664)

Diese grosse Kapitalbewegung gab den Bankgeschäften grossen Anstoss; wichtig ward der röm. banker erst gen Ende der Republik, i. e. im Augenblick wo, durch die neulich gemachten Eroberungen, in Rom grösste abbondanza del capitale war. (23)

Jeder  #e30 Jeder BIS wurden.°] Bei Rota, S. 23–25.
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brachte sein Geld diesem banker; der schrieb’s in seine Bücher ein u. zahlte aus auf Order des Deponenten, oft con una semplice girata di banco. Röm. Bankers hielten ein Buch ähnlich al mastro, genannt codex rationum od. istrumentum argentariae; in diesem Buch eingeschrieben le partite (i. est rationes) aller Clienten der Bank; Jeder Client hatte für sich una facciata del libro, dies war seine partita, hiess nomen (Namen des Clienten geschrieben in testa; neben dem Namen das Datum (il giorno e il console) dell’appertura apertura del conto; Jede partita hatte 2 Colonnen – Accepti (entspricht dem ital. Dare), die Summen die Banquier vom Client erhalten, und Expensi (entspricht Avere) Summen die banker zurückgezahlt dem Clienten in Person od. per ordine di lui. Bei jeder inscription in die partita zugefügt Datum. Capitalisten, Negotianten, Privati ihre deposits bei banker, damit |5 conto corrente; manchmal zahlten die Deponenten in baar (direct) ihren Gläubigern, manchmal »conducendo il creditore dal banchiere e ordinando a questo che per loro pagasse[«]; das erstere nannten die Römer pagare  aus der eigenen Kasse
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ex arca propria
(dalla propria cassa), das zweite per mensae scripturam (per scritta bancaria), kann bedeuten fact der transcription der Summe nei libri del banchiere v. der partita des Zahlenden zu der des Empfangenden – od. was wahrscheinlicher  Zusatz von Marx.
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(?)
– il mandato di pagamento sulla Banca rilasciato dal debitore al creditore, wäre dann mensae scriptura = cheque, wenigstens der Sache, wenn nicht der Form nach. War der Gläubiger selbst wieder Client der Bank, auf die er scritta bancaria v. seinem Schuldner erhalten, dann blosser Uebertrag der Summe des folio eines Clienten zu dem eines andern nöthig. Era la girata di banca in perfecter form.

Gewohnheit der Banquiers (röm.) sich unter sich zu associiren, wodurch die Clienten des einen auch Clienten degli altri associati wurden. Sorte Börse f. diese „fœneratores“ presso il pozzo di Scribonio sotto il portico Julius  „am Scribonischen Brunnen, der beim Fabianusbogen war, pflegten sich zu versammeln“
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ad puteal Scribonis Licinii quod erat in porticu Julio ad Fabianum consistere solebant.“
(Salmatius l. c. p. 560)

Die Bücher der röm. bankers gehalten als atti pubblici u. facevano prova in giudizio. („edere rationes“; hiessen bankers, ausser im Fall wo notorisch per capriccio o per calunnia – verpflichtet auf Verlangen v. Jemand – für gerichtliche Zwecke) per Edict des Prätors Abschrift zu geben v. der partita eines Betreffenden o quella parte di essa, che doveva essere portata in giudizio (Kraut   #e*Kraut°] Theodor Wilhelm Kraut: De argentariis et nummulariis commentatio. Göttingae 1826.
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, p. 68) Banquiers hatten guten Ruf in Rom; bedeutet, dass: non molto frequenti fossero i fallimenti. Die Bankers pumpten auf Pfand v. cose mobili, Hypotheken v. Immobilien, liehen a cambio marittimo. ⦗Wir wissen nicht, ob sie nur als Kassiere, od. auch als partecipanti betheiligt bei der Speculation der grossen commercial associations.⦘ ⦗Zins auf die Anleihen variirte v. banker zu banker, so Cicero   #e36 Cicero BIS mese»°] Rota zitierte den Brief Ciceros an Atticus nach dem Buch von Adolphe-Jules-Césa-Auguste Dureau de la Malle „Économie politique des Romains“.T. 2. Paris 1840, S. 255–266.
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(ad Attico I. 12. „Devo ricorrere dagli argentari Causidius, Axius e Selicius perchè da Cecilius i suoi parenti stessi non avrebbero un soldo ad interesse minore dell’uno per cento al mese“.[)] ⦗Der laufende Zinsfuss in Rom: Vor den 12 Tafeln – die usura libera; jene verboten höheren Zins als  den vereinheitlichten Zins
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unciarium fœnus
(interpretirt v. einigen als 1% per month, nach andern 1% per Jahr);  Das Jahr 408 post Romam Conditam, d. h. das Jahr 408 nach der Gründung Roms, die im Jahre 753 v. Chr. erfolgte; also das Jahr 345 v. Chr.
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a. 408 (p. r. c.)
fixirt  zur halben Unze gehörigen Zins, d. h. monatlich 1/24% oder jährlich 1/2% Zinsen
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semunciarium fœnus
; 413 tribun Genucius bewirkt Plebiscit mit dem Verbot alles Zinses:  „es ist nicht erlaubt, Wucher bzw. Zinsen zu nehmen“
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„ne fœnerare liceret“
; natürlich fuhren die Römer fort auf Zins zu verleihen u. nach Einnahme v. Carthago erlaubt unciarium fœnus (12% p. Jahr)[.] Ende der Republik das Interesse corrente variirte von 6 bis 8%.⦘ Die banker v. Rom hatten Succursalen in vielen andren Plätzen, auch fernen, deren Direction, der damaligen Gewohnheit nach,  Zu dieser Stelle fertigte Marx einen kurzen Nachtrag auf S. [0] des vorliegenden Hefts an.
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ein Sklave vorstand.
Die Funktion des blossen Geldwechselns blieb, aber nahm um so mehr an Wichtigkeit ab dopo che Roma sostitui il suo sistema monetario ai moltissimi prima vigenti presso i diversi popoli, che abitavano l’Italia. Im cambio delle monete bezogen die bankers ein diritto di commissione, hiess mit griechischem term: collybus; den bankern ferner deferita la direzione delle aste, essi vendevano all’asta le merci, che venivano loro consegnate, dirigevano l’operazione ed i denari riscossi segnavano nei loro libri a credito del committente. So auch sie häufig eingemischt in questioni ereditarie etc; ferner sie als Zeugen angerufen nei contratti, was, zusammen mit dem character v. bona fides, der ihren Scripturen gerichtlich zugeschrieben, sie nähert den Notären unsrer Zeit.

Die botteghe der bankers, called  Geldwechselgeschäfte
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tabernae argentariae
im forum, unter den archi di Giano, presso il tempio di Castore; sie waren quindi in numero fisso, u. die einen vicine alle altre, jede mit gewählter particolare insegna; die fixirte Zahl der boutiques machte auch fix die Zahl derer die die arte bancaria nella città ausüben durften; nicht well known of bankers bildeten Art v. privilegirter Corporation, ein collegium; das Wort  Kollegium der Geldwechsler
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collegium argentariorum
manchmal in den Dokumenten, aber damit nichts entschieden. Sieh: Mommsen: De Collegiis et Sodaliciis Romanorum. Kiliae. 1843. In der taberna war die mensa od. tavolo, woher der name des bankers; bei der mensa sass der Patron della Banca, cittadino romano; häufiger aber fand sich daselbst ein Sklave.|

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Aus:
Antonio Ciccone: Principj di Economia Politica. 2. Ed. Vol. 1. Napoli 1874.
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Ciccone (Antonio) Profess. ordin. nella R. Università di Napoli: Principi di Economia Politica. 2nd. Edit. (3 vls.)

vol. I) enthält erstens Notioni preliminari; dann: Libro I) Della Produzione u. Libro II. Della Distribuzione della ricchezza.

Dieser asinus giebt folgendes zur Unterscheidung v. prodotto lordo u. netto. Unterstelle che si lavori per un centinajo di giorni in un opificio, che porti 20,000 lire di capitale fisso, e produca 132,000 lire di valore in seta greggia: avremo il seguente specchietto:

Interesse del capitale fisso 1,000 
Quota di riscatto e di annue riparazioni 2,000 
Capitale circolante per bozzoli 100,000 
Capitale circolante per lavoro 12,000 
Interesse del capitale circolante 5,600 
Spese varie 1,400 
122,000.

Onde abbiamo lire 132,000, prodotto lordo; lire 122,000, spese impiegate per la produzione; lire 10,000 prodotto netto. (46)

Die 3 grossen Sklavenquellen bei den Alten: la oppressione degli artigiani, la guerra, e la generazione. (58)

Die transformation v. slave in serf (servo della gleba), meist per intero der christlichen Religion zugeschrieben, ist vielmehr eine Consequenz der socialen Transformation des röm. Reichs. (67)

⦗e poichè s’era divisa la società fra l’uomo libero che combattea e lo schiavo che serviva, i più ricchi cittadini soleano essere i più famosi capitani, e questi si fornivano di schiavi per le loro case e le loro terre meno su’mercati che sui campi di battaglia. Cit. Storch  #e* Storch°] Henri Storch: Cours d’économie politique, ou exposition des principes qui déterminent la prospérité des nations.T. 1–4. Paris 1823.
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lib. VIII, cap. VIII VII. „finchè i Romani furono vittoriosi, gli schiavi si vendeano qualche volta ne’campi dei legionarj, dopo una battaglia guadagnata, al vil prezzo di dieci danari (90 copechi = Lire 3,60)[“] Während des guerre di Lucullo   #e* guerre di Lucullo°] Der römische Politiker Lucius Licinius Lucullus wurde im Jahre 74 v. Chr. Konsul und mit der Führung des Krieges gegen König Mithradates von Pontos und den armenischen König Tigranes betraut. 66 v. Chr. mußte er den Oberbefehl an Pompeius abgeben.
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, ein Sklave kostete nur 4 Dramme, nach Appian (61)⦘ Zustände ⦗nachdem die plebe rustica (ursp. coltivatori proprietarj von vorn herein geschieden u. superior to the plebe urbana,) composta von operaj, merciajuoli, schiavi manomessi, e sfaccendati), selbst in die Stadt (Rom) geworfen, vertrieben durch occupazione di quasi tutte le terre italiane durch pochi ricchissimi cittadini, u. bald ne pigliò colla miseria i vizj e la insolenza: folgten tempi in Italia, in cui tutta la popolazione si potea dividere in ricchi degeneri, in una plebe misera, oziosa e tumultuosa, e in un gregge di schiavi agguagliati alle bestie. (68, 69)

Der in der schlechten Zeit des röm. Empire aus placirten Barbaren, freien, aber verarmten städtischen Leuten etc schliesslich besser aus Politik u. namentlich ökonomischer Rücksicht behandelten früheren Sklaven – hervorgehende Colonus ⦗coloni, rustici etc⦘ romanus war zwar nicht altogether servo della gleba as represented in the feudal form, »ma ne presentava i caratteri essenziali, perchè era talmente attaccato al podere, che nè egli poteva abbandonarlo, nè il padrone separarnelo; il padrone potea passare il colono da un podere all’altro, potea vendere [podere] e coloni, ma non potea vendere coloni senza il podere[“]. (Cod. Justin lib. 2, tit. 51; leg. unica. tit. 47, leg. 13.2.7. Cod. Theod.   #e*Cod. Theod.°] Codicis Theodosiani libri XVI … Quibus sunt ipsorum principum autoritate adiectae novellae … Edit. Joh. Sichardi. Basil 1528. – Siehe Theodosius II.
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Novel. Valent 9.[)]

Plutarch (Numa)   #e*(Numa)°] [Plutarch:] Numa. In: Plutarchi Chaeronensis, quae supersunt, omnia … Vol. 1. Lipsiae 1774, S. 235–299.
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(die röm. corpi d’arti e mestieri) (collegia artificum) Im Kampf der Communen bildeten die Zünfte die Hauptmilitärmacht der Städte gegen ihre Seigneurs etc|

7

Del Capitale.

Die grossen Geldsummen in Reserven bei bankers f. Börsenspiel kein Kapital; dieser danaro producirt guadagno, aber dieser Gewinn kein Neuwerth producirt durch das Kapital: im Börsenspiel »v’ha trasmissione, ma no non creazione di valore«. (p. 100)

Say nennt improduktives Kapital ein Kapital destinato a produrre, per quel tempo che non è impiegato nella produzione; dies error; wenn il valore creato e risparmiato sia destinato alla produzione. (105)

[»]Non è la ricerca de’prodotti che sostiene il lavoro: questo è sostenuto dal capitale … La ricerca delle merci determina l’indirizzo del capitale e del lavoro verso un ramo di produzione a preferenza di un altro: ma il lavoro, la sua quantità e la sua retribuzione sono determinati dal capitale.« (131)

Quasi tutti i proprietarj toscani si lamentano del sistema (della coltivazione a mezzeria) (der metayerwirthschaft), e dicono che quasi tutti i loro mezzajuole mezzajuoli si trovano in debito. (147)

Ueberproduction in Eisenbahnbau. La loro rendito rendita è variabilissima: poichè, mentre la linea da Liverpool à Manchester ha dato 116,000 lire di prodotto lordo a chilometro, noi ne abbiamo alcune che giungono appena a 7 mila: in Francia si ha per magnifico il prodotto di 50,000: il prodotto medio nel Belgio è di 20,000. Ora le compagnie, che pigliano a construire costruire strade ferrate, esigono l’assicurazione di una entrata lorda di l. 29,000 a chilometro: intanto pochi tratti giungono al frutto di 20,000; lo Stato è costretto a pagar grosse somme ogni anno per le ferrovie costrutte. È dunque una impresa fatta in perdita: e nondimeno tutti noi Italiani siamo compresi e agitati dalla febbre delle ferrovie. (164) L’Italia avrà speso poco meno di due migliardi in ferrovie. Questa grande estensione di ferrovie non era richiesta da’bisogni economici del paese; e n’è pruova certissima, che quelle vie non producono un frutto corrispondente al capitale in esse investito: ondè e onde è nato, che se le compagnie concessionarie non hanno han fatto male i loro interessi, gli azionisti hanno tratto un interesse molto discreto da’loro capitali, e lo Stato si trova caricato di obbligazioni. Se quel danaro (gesteckt in die railways) fosse stato speso parte in ferrovie, parte in miglioramenti della industria agraria e manifattrice, e parte nella costruzione di strade inghiajate, si sarebbe forse stabilita quella giusta proporzione tra le novelle vie di comunicazione e la estensione della circolazione; e in tal caso, corrispondendo le nuove vie a’bisogni della circolazione, avrebbero portato quel frutto che ora non portano … Aber das gouvernement (ital.) ha dovuto pregare e pagare i grandi capitalisti, perchè avessero speso il loro danaro in imprese nel regno: e i capitalisti han sempre rifuggito dallo investire i loro danari in opere, che non prometessero promettessero grossi profitti e non permettessero una facile e pronta ricostituzione del capitale: e però invitati a intraprese agrarie, han fatto sempre i sordi; invitati alla costruzione di ferrovie, di porti, d’arsenali etc., sono accorsi senza lasciarsi molto pregare. ([164,] 165)  Zusammenfassende Bemerkung von Marx.
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Uebrigens giebt er zu that most of the capital, in Italien in railway construction consumirt, von Ausland kam.
(166)

Capital v. 100 000 lire investirt in Colonialwaaren; früher brauchten die 3 monate zum Reisen, wo heute 1: dunque quel capitale può oggi essere impiegato tre volte in vece di una. (166) In Italia, volendosi molte ferrovie che non poteano frustare fruttare abbastanza, si è dovuto ricorrere al sistema di assicurare alla Compagnia una rendita lorda chilometrica determinata: e le Compagnie, che sanno fare i loro affari assai meglio de’pubblici amministratori, han trovato il modo di servir male e farsi pagar molto bene. (169)

La grande coltivazione non può farsi veramente che nelle pianure. (nicht in ungleichartigem Terrain, Bergen etc) (179)

Gegenstände der grossen Cultur prati u. grani; der kleinen Weinbau, Maulbeeren, il gelso, lino, canapa, robbia etc. (118 180)

[»]Quando essi (die entrepreneurs) concorrono nella produzione colla sola opera senza capitali, non si elevano di molto sulla classe comune: collo stipendio di 12 e anche 20 mila lire non si creano le grande grandi fortune. Queste son dovute |8 al profitto del capitale ⦗nicht die Einnahme gezahlt als specie di stipendio für die Arbeit der entrepreneurs⦘ perchè da una parte le intraprese ben riuscite fruttano spesso il 20 e più per 100, e dall’altra il capitale cresce d’anno in anno, perchè una parte del profitto si aggiunge al capitale che diventa ancora più fecondo.« (247)

⦗Nachdem er getrennt Transportindustrie v. Commerce, heisst: die industria commerciale scheine sich also zu reduciren »a un semplice scambio. Ma se così fosse, tutti sarebbero mercatanti, perchè non vi ha persona che non venda o comperi più volte il giorno. Intanto una classe di mercatanti c’è, ed è diversa pel suo mestiere da tutti gli altri cittadini: e la qualità che li distingue è questa, che tutti gli altri comprano per consumare, ed essi comprano per vendere. Quindi il loro mestiere non è un semplice cambio, ma è un cambio per un recambio ricambio .« (169, I)[⦘]

Höhe des zu zahlenden Zinses bestimmt:  Ordnungsziffer von Marx.
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1)
durch quantity der disponiblen Capitalien: e dico capitali disponibili e non danaro. Z. B. ein Tuchfabrikant braucht Wolle; nimmt er dazu 100 000 lire auf dem Platz als loan – wenn am Platz keine Wolle – so muss er pagare l’interesse che risulta dalle condizioni del mercato della moneta; ma, quando vi sieno magazzini di lana che aspettino compratori, il fabbricante, in luogo di chieder danaro ai danarosi, chiedi chiede lana a’lanajuoli, die vergnügt Absatz f. ihre Waare zu finden: la lana dunque farà concorrenza al danaro presso i fabbricanti di lana, e lo stesso va detto di tutte le altri arte altre arti e industrie. E poichè la quantità di moneta, che circola in un paese, è una parte piccolissima del capitale nazionale, massime nelle nazioni ricche e civili, ne seguita che l’interesse del danaro, rispetto alla quantità della offerta, sente assai più l’influsso dell’abbondanza delle materie prime che di quella del danaro. (I, 259, 260)

 Ordnungsziffer von Marx.
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2)
la quantità di danaro disponibile …; ma questa quantità è una misura relativa, che è determinata dalla quantità di occasioni d’impiegare il danaro … una delle ragione ragioni, che in questi ultimi tempi han concorso a far montare la ragione dell’interesse, ist, dass die Construction von so vielen u. wichtigen öffentlichen Werken (Eisenbahnen etc) vi ha attirato tanta copia di capitali, che tutte le altre industrie han dovuto sentirne il difetto, e han dovuto pagarli più caro. (260)

 Ordnungsziffer von Marx.
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3)
Il profitto promesso dall’impiego che si fa del danaro. (l. c.)  Ordnungsziffer von Marx.
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4)
la durata dell’impiego (l. c. 261)  Ordnungsziffer von Marx.
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5)
Die Assecuranzprämie, die im Zins steckt u. mit Risico wechselt.

Ueber Grundrente (Rendita della terra. Cap. IV (I t.)

»Salvo le differenze di costituzione fisica e di composizione chimica, di profondità e di esposizione, e altre di minore importanza, noi possiamo dividere in quattro ordini tutte le terre di una contrada; terre di pianura, di costa, di vallata, e di montagna: nelle quali, dalle prime alle ultime, la fertilità va successivamente digradando. Le terre di pianura, precisamente perchè sono più ricche e feconde, si trovano occupate da grandi alberi, le cui numerose e robuste radici ne ingombrano gli strati superficiali e profondi; ed essendo sottoposte alle colline e alle montagne, ne ricevono tutte le acque, che restano spesso impantanate, e appestano di mal’aria tutti i luoghi all’intorno. Per purgare, abbonire e dissodare questa nazione di terre s’incontrano tali e tante difficoltà, che molte anche a’nostri giorno giorni rimangono incolte: come dunque si può immaginare, che ne’primi passi della società verso l’incivilimento si potessero quelle terre dissodare? … Sommamente probabile, che le prime terre ad esser coltivate furono le coste di colline a dolce pendio: perchè, essendo ordinariamente poco profondo lo strato di terra lavorativa, non vi attecchiscono i grandi alberi, ma solo i frutici e i pruni; e sono al tempo stesso (contin. p. 11)|

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Aus:
George Perrot: Démosthène et ses contemporains. No. 4. Démosthène et le banquier Phormion. Le commerce de l’argent et le crédit à Athènes. In: Révue de deux mondes. T. 108. Paris. November 1873. S. 407–439.
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Perrot. Fortsetzung v. p. 3

A. Schaefer: Demosthenes u. seine Zeit 4 vol. 1856; Boehnecke: Demosthenes, Lykurgos, Hyperides u. ihr Zeitalter. Berlin 1864; Albert Desjardins: Les Plaidoyers de Démosthène. 1862: V. Cucheval: Etudes Étude sur les tribunaux athéniens et les plaidoyers civils de Demosthène; 1863⦘ Noch in 4t Jhdt die cité encore très fermée (i. e. nicht leicht die Naturalisation)[.] Am leichtesten erhielten diesen Titel die fremden Prinzen, die petits souverains du Bosphore cimmérien et de la Thrace qui assuraient aux Athéniens sur leurs marchés des avantages commerciaux; ferner die Grecs influents, chefs de parti qui pouvaient amener leur ville à l’alliance d’Athènes; die généraux, die zu seiner Disposition ihre bandes de mercenaires stellten.

Seit Ende des peloponesischen Kriegs bis zur Unterjochung Griechenlands, der Schatz v. Athen stets à court; Kriege wurden unternommen ohne vorher die Ausgaben gedeckt zu haben; man will sich nicht durch Selbstbesteuerung das Opfer auflegen, willig untergangen v. früheren générations. Kommen dann dringende Depeschen v. Generalen u. Admiralen reclamirend la solde f. ihre equipages u. soldats; dann wie willkommen d. capitalistes die offres des capitalistes sich chargirend sofort, zu mässigen Zinsen, die nöthigen Summen zu liefern. Aber diese banquiers eben so obligeants gegen particuliers; jeder banquier zählte Clienten unter den orateurs, steigt dann auf die Tribüne, zählt die services antérieurs auf, Volk soll récompenser par l’octroi du titre de citoyen – tant de bienfaits et de sacrifices. Das Dekret passirt; Pasion , Phormio , andrer banquier quelconque, wird bourgeois d’Athènes; entrait wegen seines Reichthums in die erste Klasse, die der citoyens les plus imposés, faisait souche de chevaliers et de triérarques.

Unter den Nachfolgern Alexanders u. nach der röm. Eroberung, verschiedne Städte, Athen, Sinope, Tenos etc scheinen des banques publiques gehabt zu haben; ihre Existenz erhellt aus textes épigraphiques. Unzweifelhaft, dass certains impôts u. le produit des amendes entraient dans la caisse de ces banques et en formaient comme le fonds de roulement; dass sie auch chargées de la fabrication et de la frappe des monnaies; reclamirten so bénéfice sur les métaux précieux qui leur arrivaient par diverses voies. Gewisse temples, vers le même temps, avaient aussi pris le parti de faire la banque; ils prêtaient aux particuliers ou aux villes les sommes, souvent très considérables, qui composaient leur trésor. So zu Delphi, Delos, Ephesos, Samos etc[.] Alles dies zu einer époque un peu postérieure der hier behandelten.

In Athen, gen Ende des pelepon. Kriegs, maison de banque dirigirt durch 2 associés, Archestratus u. Antisthenes ; Pasion ihr Sklave, lang in ihrem Dienst; dann Archistrat emancipirt Pasion; dann, in Einverständniss mit seinem Associé, cedirt ihm die Bank, wahrscheinlich kurz nach Wiedererrichtung der Demokratie. 394, wo Isokrates die Trapezitique schrieb, Pasion schon chef de maison; ist angeklagt de nier un dépôt, de ne pas vouloir représenter les des sommes versée versées en compte-courant dans la caisse de banque. Der discours für Sopaeus, einer der Abentheurer grecs qui faisaient leur fortune auprès des petits princes à demi barbares du Bosphore cimmérien et de la Thrace. Oft d’habiles officiers, die versammelten une bande de mercénaires, od. armirten u. exercirten à la grecque un corps de troupes indigènes; meisten jedoch Geldgeschäftsleute; waren ministres des finances u. banquiers de ces princes ⦗wie seit mehren Jahrhunderten die sarafs arméniens bei den türkischen Sultanen u. Paschas.⦘ Manchmal plötzlichen disgrâces ausgesetzt, in Folge v. Palastintriguen, meist wickelten sich heraus, reconciliation, wofür die sujets du prince u. marchands étrangers dann zu blechen hatten; es hatte dem ministre natürlich gut Stück Geld in solchen Fällen gekostet, um seinen Feinden den Mund zu schliessen u. den Souverain zu beschäftigen.

Sopaeus war der Favorit v. Satyros , prince du Bosphore, der mit den Athenern relations hatte garantirt durch Handelsvertrag, sehr vortheilhaft für beide Seiten. Das Piraeus zog vom Bosphorus grosse Getreidemengen. Sopaeos hatte Sohn, der Athen sehn wollte; Alter Sopaeus giebt dem Sohn grosse Geldsumme u. sandte ihn zu Pyräus mit plusieurs cargaisons de blé et d’autres denrées; der junge homme sollte, neben seinen amusements, die Waaren seines Vaters placiren, entretenir ses relations, recouvrir ses créances, surveiller l’emploi des fonds; empfahl ihn an Pasion etc

(Byzance avait le blé de la Thrace, u. protegirt durch seine Lage u. festen Mauern, fürchtete nicht die kleinen barbarischen Könige des Euxinius etc) (Verte)|

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(quand on se trouvait en présence d’un adversaire dont les esclaves pouvaient par leur déposition jeter de la lumière dans le debat débat, on le sommait de les livrer au tortionnaire. Vous aviez le droit de décliner cette requête; mais c’était créer contre vous une présomption défavorable.) (7 talens, près de 50,000 francs) (esclave nach Aristoteles = ἔμφυχον ὄργανον) ⦗Obgleich, was nicht im Mittelalter, in Athen Sklave torturirbar, nicht weil er schuldig, od. im Verdacht schuldig zu sein, sondern als simple témoin, ging man in der Tortur selbst nicht so weit als plus tard die bourreaux de l’inquisition ou du parlement. Dazu war: die obligation imposée à quiconque mettait à la question les esclaves livrés par son adversaire de dédommager celui-ci du tort qu’il lui aurait fait en détériorant sa propriété.⦘ ⦗Solche Schuftereien etc, wie die v. Pasion begangen gegen Sopaeos wurden durchaus nicht streng beurtheilt durch die public opinion v. Athen; sie konnten zur Verurtheilung à une restitution, dommages et intérêts führen, aber nicht condamnation pénale u. par suite cette note d’infamie etc. La race grecque n’a jamais été bien exigeante en fait de moralité. Le vrai héros national nicht Achilles, sondern Ulysses qui sait si bien dérober et mentir, qui cherche à tromper sa protectrice elle-même, Pallas-Athene Pasion scheint mit der Zeit vorsichtiger geworden zu sein; at all events, sa maison de banque devint la première d’Athènes; er »citoyen« etc. Pasion noch an Spitze seines Hauses 372, starb 370, nach langer u. schmerzlicher Krankheit.

Kurz nach dem Process des Pasion mit Sopaeus, Kittos (der Sklave, der damals die functions des caissier bei Pasion versah) verlässt Pasion, s’établit pour son propre compte; war ersetzt bei Pasion durch Phormion , d’origine étrangère u. servile; dieser als première récompense de son assiduité u. intelligence reçut reçu (v. Pasion) la liberté; dann wie Pasion älter wird, seine Stellung im Haus immer wichtiger; wie Factotum.

Pasion († 370), hinterliess 2 Söhne, Apollodorus (majorem) u. Pasicles (adolescent)[.] Pasion (noch während Lebzeit) verpachtet dem Phormion die Bank u. seine  Perrot, S. 429: fabrique de boucliers
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Schilderfabrik
; 18 Monate od. Jahr nach dieser Cession, machte er sein Testament. Sein Vermögen (des Pasion) damals eines der bedeutendsten in Athen; 20 talens d’immeubles, an 40 talens placés dans les affaires, en prêts maritimes, en créances de toutes natures, appuyées sur de solides garanties; zusammen about 60 talens, mehr als 330,000 fcs. ⦗la femme du banquier – im Unterschied v. den Frauen der citoyens athéniens – au courant des affaires de la maison; l’usage s’était donc établi, dans ce groupe de commerçans, quand on se voyait sur le point d’être enlêvé enlevé par la mort à sa famille et à ses affaires, de léguer sa femme au successeur que l’on s’était choisi. Le premier employé de la banque, ancien esclave de celui-ci dont il était devenu par l’affranchissement l’égal et le collaborateur, épousait la veuve, prenait la tutelle des enfants et continuait l’œuvre commencée etc.⦘

352, 18 Jahre nach Tod v. Pasion, Process, wo Demosthenes für Phormio gegen Apollodorus . ⦗Apollodor, der viel Geld brauchte, beschäftigt, mehre Jahre nach Tod seines Alten, à compulser ses papiers et les livres de la banque; à l’aide des mentions qu’il y trouve, il recouvre d’anciennes créances, met en demeure les débiteurs de Pasion à mesure que les dettes deviennent exigibles, u., wenn nöthig, les poursuit devant les tribunaux. Durch diese recherches u. mises en demeure, réussirt er à recouvrer about 20 talens ⦗112,000 fc;  Die Umrechung von Marx.
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also 2t. = 11,200; 11 200 [÷] 2 [=] 5600; 1t. = 5600 fcs.
⦘, die, als valeurs de la succession zu gleichen Theilen theilbar zwischen ihm u. seinem Bruder Pasicles ; aber er streicht v. vorn herein Hälfte davon f. sich ein – als sorte de commission qu’il touchait sur les rentrées. Il y était d’autant plus intéressé que la fin du bail conclu jadis entre Pasion et Phormion vint diminuer ses revenues. 362, Pasicles inscrit sur la liste des citoyen citoyens. On forma alors deux lots des entreprises, la banque et la fabrique de boucliers, qui étaient depuis [dix] ans exploitées par Phormion. Apollodor als aîné hatte Wahl; nahm die fabrique de boucliers, die Bank fiel an Pasicles; sie wurde verpachtet an 4 associés: Xenon, Euphräus, Euphron, Callistratus , qui dafür zahlten nur 1 talent, 40 mines de moins de loyer que Phormion, der sich retira v. der banque u. sich unter eignem Namen etablirte. 360 erhielt Phormion Bürgerrecht v. Athen; im selben Jahr † Madame Phormion, Mutter des Apollodor. Von 340 an wissen wir nichts mehr v. Apollodorus; aus einigen Worten d’un discours perdu d’Hypéride ersehn wir, dass seit der réforme triérarchique  #e* réforme triérarchique°] Gemeint war wahrscheinlich die Heeresreform des Jahres 357 v. Chr. unter Philipp II. von Makedonien. In der athenischen Demokratie des 5. Jahrhunderts v. Chr. waren gewisse Ausgaben, die der Staat zu machen hatte, von einzelnen Reichen übernommen und besorgt. Nach dieser Steuerordnung waren der Reihe nach alle diejenigen Bürger alle zwei Jahre verpflichtet, welche ein Vermögen von mindestens drei Talenten besaßen. Eine Art dieser Steuerverpflichtungen war die „Trierarchie“. Sie bestand darin, daß der betreffende Bürger für ein Kriegsschiff, das der Staat stellte, alle zur Ausrüstung nötigen Gerätschaften liefern und dasselbe in baulichem Zustande erhalten mußte. Die Verpflichtung zur Trierarchie bestand ein Jahr lang, danach war man davon zwei Jahre befreit. Im Jahre 357 v. Chr. reichte Zahl der Trierarchien nicht mehr aus. Die 1200 wohlhabendsten Bürger wurden in 20 Klassen, welche „Symmorien“ hießen, und Unterabteilungen von je 5 bis 16 Bürgern hatten, eingeteilt. Es wurde das Gesetz erlassen, daß jede dieser Unterabteilungen für ein Schiff zu sorgen hatte. Die Trierarchien waren im Peloponnesischen Krieg, in dem häufig Schiffe untergingen, der Ruin vieler Familien.
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, opérée durch Demosthenes, |11 im Jahr 340, Pasicles u. Phormion noch in Zahl der reichsten Bürger (citoyens); ce court fragment laisserait même croire qu’ils s’étaient associés.)  Bemerkung von Marx.
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Schluss des Perrot.

Aus:
Antonio Ciccone: Principj di Economia Politica. 2. Ed. Vol. 1. Napoli 1874.
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Ciccone (cont. v. p. 8)

mezzanamente feconde e facile facili a dissodare. (275)  Zusammenfassende Bemerkung von Marx. Ciccone bezog sich S. 275 auf das 4. Kapitel des Werks von Henry Charles Carey: Principles of Political Economy. Pt. 1. Of the Laws of the Production and Distribution of Wealth. Philadelphia 1837.
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⦗u. dies sagt er, faktisch, f. Northamerica bewiesen, durch den immortal Carey

»il lavoro richiesto dal dissodamento nicht dasselbe f. tutte le terre u. in allen periods der civiltà; falsche Supposition, weil v’ha terre che si possono dissodare con 1000 giornate di lavoro, e terre per le quali non ne bastano 10,000: e una terra, che un secolo innanzi avea bisogno di 10,000 giornate di lavoro pel suo dissodamento, un secolo appresso forse non ne dimanderà più di 1000. Si consideri, quanta terra in un determinato tempo può rompere un selvaggio con un bastone aguzzato; quanta ne divelga un agricoltore colla vanga; quanta ne solchi un aratro tratto da cavalli o buoi; e quanta più ne solcherebbe un aratro tratto dal vapore. È vero, che il valore rispetto al lavoro vuol’esser misurato, non già sulla fatica che è costata la produzione, ma sulla fatica che dimanda la riproduzione; onde i capitali scadono grado a grado di valore, in ragione che nuovi mezzi s’inventano, pe’quali con minor lavoro si ottenga lo stesso prodotto. Ma questa è una misura che regge, quando si tratta di determinare il valore di scambio; nel nostro caso si vuol sapere, se vi ha nella terra un valore naturale che produca una rendita gratuita; e per trovar questa rendita bisognerebbe calcolar per 1000 giornate necessarie alla riproduzione le 10,000 impiegate per la produzione. Altro è misurare il valore di un capitale in due epoche differenti, altro è togliere al capitale antico una parte di valore per imputarlo alle forze gratuite della natura. Se un ettaro di terra, che oggi vale 3000 lire, ne’tempi antichi abbia richiesto tanto lavoro, che oggi non si potrebbe avere per meno di 6000: se oggi vale 3000, posso ben dire che il capitale abbia perduto la metà del suo valore: ma come potrei attribuire una parte di questo valore alla virtù naturale della terra? (276)

Per vedere quanto veramente la terra costi di lavoro all’uomo, bisognerebbe leggere la storia delle colonie, che d’Europa si trapiantarono nelle terre vergini e feconde di contrade di fresco scoperte. (276)

Ne’ primi saggi di coltivazione impiegavasi molto lavoro, e si otteneano scarsi compensi; e in ragione che più e meglio si lavorava, il compenso annualmente crescea; onde la maggior parte del primo lavoro sulla terra, per non esser compensato dal frutto, vi rimanea incorporato e diventava capitale. Ora la lenta e copiosa accumulazione di questo capitale resta obbliato per tutti quelli che attribuiscono alla terra la virtù di produrre valori, perchè quella, che chiamano rendita gratuita, è rendita onerosa ed è il profitto di antichi capitali investiti nella terra. (279)

Or bene, qual’è il valore della terra, prima che sia occupata da società civili? (280) le terre che sono ora intorno a Biserta quanto non han perduto del valore che aveano intorno a Cartagine? Se dunque una terra ha un valore, non le può venire dalla sua natura di terra, dalle sue facoltà primitive e indestruttibili, che esistono col valore e senza valore; il valore dev’essere attribuito a quelle condizioni che colla loro presenza lo creano, colla loro assenza lo distruggono. E queste condizioni si riducono a due, il lavoro que che l’uomo immedesima nella terra, e il lavore lavoro che la società accumula intorno alla terra. Che cosa è dunque la rendita della terra? Non è altro che il profitto del capitale, perchè il lavoro incorporato nella terra e il lavoro accumulato |12 nelle sue vicinanze sono un capitale, l’uno privato, l’altro sociale. (280, 81)

 Zusammenfassende Bemerkung von Marx. Siehe Auguste Boutron: Théorie de la rente foncière. Paris 1867.
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Polemisirt auch gegen Boutron (Preisschrift gekrönt v. French Institut)



Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874.
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Rota . (Fortsetzung v. p. 28)

l’incarico di far tenere agli ambasciatori della Repubblica in Francia, in Ungheria, in Spagna, a Roma le somme necessarie per le spese e di pagare le tratte, che gli ambasciatori emettevano sopra Venezia.

Bei solchen prestiti den banchi assegnati i proventi di alcune decime, di alcune gabelle e le rendite delle provincie; aber entweder die Garantien ungenügend, od. auch Anleihen ohne solche; jedenfalls government unable a pagare i numerosi prestiti contratti coi banchi etc[.] Nächste Ursache des Krachs der venet. Banken – Pump ans eigne Government, (wie der florentinischen – ans englische gvt.)

Die venet. (Privat)Banken erleichterten die operazioni commerciali durch introduction des banco-giro, wodurch Zahlungen ohne Transport v. Geld gemacht; vervollkommneten diese Operation mit l’emissione di fedi di deposito, dette contadi di banco, che in commercio servivano come fossero denaro. Von den contadi di banco gesprochen in einem Gesetz v. 1421; im legge bancaria v. 1526 etablirt, dass Niemand könne verweigern in pagamento di contratti partida di banco „salvo, se per patto espresso tra loro non fosse dichiarato dovessero avere il suo pagamento fuora di Banco“. Von einem pagamento per partita di banco Erwähnung in Dokument v. 1450, publicirt v. Libri, vol. 2 (Mathématiques en Italie etc sieh daselbst   #e*sieh daselbst°] Gemeint: Guglielmo Libri: Histoire des sciences mathématiques en Italie …, t. 2. Paris 1838. – Rota hatte die Quelle in Fußnote 1 auf S. 49 zitiert.
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) Zahlung durch una partida di banco gemacht, blieb Notiz davon in den Registern der Bank u. diese (Register) hatten autorità di atto pubblico u. inoppugnabili. Deswegen der ganze commercio veneziano passirte durch die Hände der bankers; diese waren nicht nur i cassieri dei negozianti, sondern auch gewissermassen i notai. (104, 5) Keine Bankbillets (noten) v. ital. Banken noch Papiergeld von ital. gvts. ausgegeben, bis prove in andern Ländern gemacht.

Die Italiener kannten das Papiergeld aus China ( Marco Polo’s Reisen im Orient v. 1271–1295; gab sie heraus Ende des 13t Jhdt. sieh Cap. 81  #e* Sieh Cap. 81°] Siehe [Polo, Marco: Reisen. In:] [Bartoli, Adolfo (Hrsg.):] I viaggi di Marco Polo … reintegrati col testo francese a stampa per cura di A. Bartoli. Firenze 1863. – Bei Rota, S. 105, Fußnote 2:I viaggi di MARCO POLO editi da Adolfo Bartoli. Firenze, 1863 – capo LXXXI, da pagina 140 a 143.
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[)]. Auch durch Balducci Pegolotti , der im 14 Jhdt in China Seide einkaufte; spricht v. der carta-moneta in sua „Pratica della Mercatura“ (  Möglicherweise Bemerkung von Marx, das Buch von Pegolotti selbst nachzuschlagen. – Bei Rota, S. 107, Verweis auf S. 4 der Schrift von Pegolotti, wo zu lesen ist, dass ein chinesischer Geschäftsmann Papiergeld in seinem Tresor hatte.
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Vgl. daselbst
.



[Cap. V.] Le banche pubbliche d’Italia im 16, 17 u. 18t Jhdt.

Nach Ferrara (F.): „Introduzione“ al tomo VI della „Biblioteca dell’Economista“ (p. 146) erste [public] Bank Anfang des 14. Jhdts in Palermo unter nome di »Tavola«. Nach andern, älteste public bank in Barcelona , die 1401. Jedenfalls die ersten public Banks v. grosser Wichtigkeit die v. Venedig u. Genua.

Venedig: Mitte des 16 t Jhdts Privatbanken ruinirt; beraubt v. Creditinstituten, klagte venet. Handel, dass kein Ort wo il denaro inattivo depositare, e fare con prestezza e sicurezza i pagamenti. [(p. 110)] Schon 1361 die cinque sapienti eletti per provvedere sui banchi war dato incarico  „sie müssen bei den Banken nachfragen, wie sie es mit dem Wechsel halten, was für die Gemeinde oder für bestimmte Personen gleichsam als Gewinn anzusehen sein wird.“
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„quod debeant consulere de banchis cambi tenendi, vel pro communi vel pro spetialibus personis sicut videbitur bonum“
. Die sapienti scheinen sich aber f. die Privatbanken erklärt zu haben u. seit der Zeit keine Rede mehr von banco pubblico bis 1584. (p. 110 111 Note)

28 Dec. 1584 in Senat decretirt l’istituzione di un Banco pubblico. (Vgl. auch Romanin (Venetianer) Storia di Venezia. vol. VI, p. 444) u. zwar mit Ausschluss aller Privatbankers; Administration direct unter Repubblica, die zum governo derselben deputirt 3 magistri, gehiessen Sopra Proveditori del Banco, denen zugefügt die Provedittori Proveditori dei Banchi, schon früher creirt zur Aufsicht über die Privatbanks. (111) Das Geld solle nie getouched werden »per uso alcuno … ma che nel Banco restasse a disposizione dei depositanti«. (112)

Nach saurer Erfahrung 11 April 1587 beschlossen dass il governo del banco anzuvertrauen a banchiere privato; dazu Concours eröffnet, Concurrenten hatten Caution v. 25 000 Dukaten zu geben, u. 15 Tage nach Publication des Decrets zu präsentiren una polizza „serrata nella quale sia dichiarito il suo nome, e con quanta provisione all’anno si offerisca di prender il carico di detto governo“. Dem Senat hatte blieb die Ernennung. (cont. p. 30)|

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Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874.
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Rota etc. (contin. v. v. p. 5)

Cap. II. I banchieri privati d’Italia nel Medio-evo (Cambisti i prestatori)

Italien im Mittelalter Centrum des Weltmarkts u. Handels, auch der Industrie, des Credits. Gründe (Haupt) des Principats v. Italien: 1) Hier erster Sieg der Comuni über Feudalismus. 2) Geographische Position v. Italien; intermediär zwischen Europa u. Orient.

banca Schöpfung del commercio, la industria bancaria modesta ancella, che si presenta quando il commercio ne ha bisogno e prende forme e modi quali li esigono le condizioni commerciali. Industria bancaria entsteht in Italien als Commerce u. Manufactur bereits sehr entwickelt u. vor allem nöthig hat di recare ordine nella circolazione monetaria.

Eh der Name banchiere gebraucht – der von »campsor, che vale a dire cambista [«]; ihr Geschäft cambio delle monete, besonders wichtig im Mittelalter, wo es anarchisch aussah mit Geldcirculation. Römer, nach Constantin, fuhren fort zu rechnen nach lire, soldi u. denari; 1 lira = 20 soldi, dodici denari = un soldo. ⦗der soldo d’oro, geschlagen v. Constantin, = 15.53 jetziger ital. lire; der v. seinen Nachfolgern geschlagne = 15.10⦘ Die Namen bleiben im Mittelalter, dadurch bezeichnete Werthe ändern sich. Die zecche schlugen nur noch denari u. zwar v. verschiednem Werth; lire u. soldi wurden blosses Rechengeld, stets im selben Verhältniss (z. B. 1 lira = 20 soldi. 1 soldo = dodici denari) zum denaro, aber so im Werth wechselnd mit ihm. So viel Münzen ⦗i. e. Stätten des Münzschlagens⦘ als Feudalherrn, u. [-]herrchen, u. freie comunen, mit jeder mint un nuova sistema di lire, soldi e denari. Aber die Münzen sollten zugleich als Einkommquelle dienen für Fürsten, Feudalherrn, Communen; hence diminuzioni frequenti nel titolo e nel peso della moneta; so blieben in Circulation Münzen v. gleichem Namen u. verschiednem Werth, die popolazioni gezwungen zu erfinden nomi per distinguerle, dazu absichtliche Münzfälschungen (heimliche) v. oben u. unten; Unvollkommenheit der mechanischen u. chemischen Mittel der zecchieri um il titolo ed il peso der Monete zu controlliren, die sie in Circulation warfen. Als Gegenmittel hingegen die campsores; die in den meist besuchten öffentlichen Plätzen der Städte, nelle fieri fiere e nei mercati ihre Boutiques aufschlugen. Sie sassen al banco, coperto di panno verde, sul quale ponevano la borsa ed il registro dei contratti conclusi ed erano sempre assediati da una folla di clienti, che venivano a scambiare monete. (p. [34,] 35)

Aelteste Notizen über campsores: 1111 schwören die cambiatores u. negozianti von Lucca, dass sie in Zukunft [»]  weder begehen sie einen Diebstahl noch machen sie einen Treccament [wahrscheinlich eine Münze] noch eine Fälschung
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nec furtum faciant nec treccamentum aut falsitatem
e il giuramento fanno incidere in una lapide marmorea, che pongono nell’atrio della cattedrale.« (Muratori: „Dissertazione sulle antichità italiane“ Dissert. XVI.) 1171 erhalten die Chefs der lombardischen Ligue v. Friedrich I [»]che siano rispettate le consuetudini nelle tavole dei cambiatori e dei negozianti«. (Antiq. Italiae   #e*Antiq. Italiae°] Ludovico Antonio Muratori: Antiquitates Ttalicae medii aevi …
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Medii Aevi, t. IV, diss. 68) 1190: cambiatori di Amalfi residirend in Neapel ottengono di avervi proprî consoli (Pardessus: Collection des lois marittimes, I, 148)

Der cambiatore wusste theils aus langer Praxis, od. dalla prova colla tocca o saggiuolo die Münzen verschiedner Art auf ihren wirklichen edlen Metallgehalt zu reduciren u. berechnen; sehr nützliche Person; provvedeva a ciascuno la qualità di moneta deren er bedurfte, erleichterte contrattazioni u. riscossioni, Zahlungen, rapports zwischen den verschiednen Münzen; der Mann machte gewinnreiche  #e* gewinnreiche°] Bei Rota, S. 36: con ragione e giustizia
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Geschäfte. (36) Die   #e47 Die BIS etc°] Bei Rota, S. 36/37, Fußnote 1. - Hervorhebungen – außer in der Quellenangabe und „Cambium Regis“ – von Marx.
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campsori in den ital. Städten, wie später die banchieri, bildeten Corporationen mit eignen Statuten u. eignen Consuln, mehr od. minder abhängig von den magistrati comunali. Einige davon liessen Fremde leicht zu, andre schlossen sie streng aus; so zu Verona, 1319, bestraft der Fremde, der l’arte del cambio ausüben würde. (Sieh: Martens: Versuch einer historischen Entwicklung des Wechselrechts. Göttingen 1797. Docum. p. 25) In England der cambio zum governementsprivilegium – Cambium Regis – gemacht, u. ihnen verpachtet; wir haben memoria bis Epoche von Eduard III , che appaltò l’ufficio del cambio ad un certo Michele de la Pale . Andre Souveräne, u. a.   #e* il conte di Savoia°] Es könnte sich um einen der Grafen Eduard (Edoardo), Aimo oder Amadeus (Amedeo) VI gehandelt haben, die zu Edwards III Regierungszeit von 1323–1329, 1329–1343 und 1343–1383 in Savoyen geherrscht haben.
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il conte di Savoia, ahmten das engl. Beispiel nach etc

Pagnini: „della decima e delle altre gravezze del Comune di Firenze[“]. Lisbona – Lucca. 1765. (vol. I, p. 120)|

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Verbesserung der Münze; Kaufleute bedeutenden Antheil an den Stadtregierungen; ihr Interesse; Florenz voran;

Florenz: 1252, gleich nach Sieg v. Montalcino  #e* Montalcino°] Italienischer Ort südlich von Florenz, westlich oberhalb des Flusses Asso gelegen. Dort fand 1250 wahrscheinlich der letzte Kampf mit adligen Geschlechtern statt, der zur Beseitigung der feudalen Regierung führte und den Weg frei machte für eine demokratische Verfassung von Florenz. Neben Florenz entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts im Norden und in der Mitte der Appeninenhalbinsel eine Reihe blühender kleiner Staaten, von denen Mailand, Venedig, Genua und Pisa die bedeutendsten waren, während im Süden das Erbe des feudalen Herrschergeschlechtes der Hohenstaufen zwischen den Häusern Anjou und Aragonien geteilt worden war.
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, auch zu Feier davon, battuto il fiorino d’oro, v. der suprema purezza v. 24 Karat, wurde bald eine der gangbarsten Münzen nicht nur in commerci v. Florenz u. Italien, sondern dem ganzen grande partte parte del mondo wo handelten die mercatanti fiorentini (cf. Gio. Villani, Cronaca, lib. VI, Cap. LIV)  #e* LIV)°] Die Quellenangabe bei Rota, S. 37, Fußnote 1 mit folgender Ergänzung: „(Rer. Ital. Script. Voil. 13, pag. 192).“
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(37) Der florentinische florin bald Nachahmer.  Gemeint: Münzanstalten
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Münzen
v. Venezia u. Genua schlugen monete eguali per valore – u. diese Münzen wurden allgem. Instrument der scambi internazionali. Die andren Münzen geschlagen v. Königen u. Signorotti, unterworfen häufigen Verminderungen von Gewicht u. Werth blieben Lokalmünzen; jene circulirten frei in Europe u. den Märkten in Asien u. Africa wo waren commercianti europei.

Weiterer Fortschritt in Florenz (13t Jhdt): »fiorino di suggello[«]: Sobald Florenz wurde centro di grandiose contrattazioni, fu trovato che il dover contare e pesare fiorino per fiorino le somme, che venivano pagate e riscosse, recava noia e perdita di tempo non indifferente e si cercò altro mezzo di pagamento che liberasse dalla noia del contare e pesare i fiorini. Bis 1299 (Pagnini: Della decima etc v. I, p. 120) war in Florenz ein public officer, der averva aveva l’incarico del saggio dei fiorini d’oro. Er erhielt v. Privaten die fiorentini fiorini; legte zur Seite die falschen od. nicht vollwichtigen; riuniva die guten in sacchettini di pelle contenenti un certo numero di fiorini, la bocca del sacchetto chiudeva con cera, sulla quale imprimeva il suggello colle armi del comune. Dies der fiorino di suggello; wurde bald in den grossi pagamenti fast ausschliesslich gebraucht; das Siegel del comune, come un secondo conio, toglieva la pena del contare e del pesare le monete. (39, 40) ⦗Auch falsifications im fiorino di suggello, denn im Statuto dell’Arte del Cambio (v. 1299) vorgeschrieben den Consoli der campsori di ricercare gli individui  „die Betrug und Fälschung am Siegel des goldenen Florin begehen; die namens der Gemeinde Florenz ein gefälschtes offizielles Siegel von (der ionischen Stadt) Teos, herausgegeben; es wird der über der Gewichtsangabe gestempelte goldene Florin gesucht werden, dessen Siegel abgegriffen ist, auf den das ein Siegel von Teos aufgetragen wurde, der aber nicht das richtige Gewicht aufweist.“
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»qui commiserunt dolum et falsitatem in sigillo Floreni aurei, quae inventa fuerunt falsata sub sigillo Teji officialis pro dicto communi Florentinae super pondere Florèni aurei de sigillando florenos aurei, sigillatos in petiis corii sub sigillo dicti Teij, et immittendo in ipsum corium, et inter ipsum sigillum filorenos non justi ponderis.«

Auch zu Lucca gebrauch gebraucht fiorini di sigillo; so schreibt p. 56 G. B. da Uzzano nella sua: Pratica della Mercatura, publicirt in 4t vol. des opera di Pagnini.

Die banchieri bilden sich in den Buden der campsores; lange mit ihnen confusi; der Name der banchieri relativ modern; u. lange Zeit im Mittelalter bedeutet camspsor campsor bald der cambista, bald der banchiere. In Sicilien, wo der Tisch, den sie ponevano sulle piazze e sui mercati, nicht banco hiess, sondern tavolo, hiess auch das office der Bank – tavola.

Das Word bancherius, banchiere, in allgemeinem use erst im 15t Jhdt; ausnahmsweise aber schon viel früher. Erste Erwähnung gefunden in una carta genovese v. 1155 nella quale è cenno di un certo Stabilis bancherius, che stringe società con un tale Rainaldus Margon. (Mon. Hist. Patr. Chart. t. II. p. 287) Andres genuesisches Document v. 1164, parlandosi del debito di Genova coll’imperatore e, dopo aver dato il conguaglio delle monete genovesi colle imperiali, si aggiunge: „si  #e57 si BIS valere°] wenn es wegen der Arbeiten (oder Manipulatuionen) mit Gold oder Silber zu einer Untersuchung kommen wird, dann wird es eine richtige (förmliche) gemeinsame Untersuchung der Bankleute geben, bei der sie zum Schwur unter dem Janusbogen alle zusammen den Wert feststellen werden und behaupten, daß es stimmt.
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de opere auri vel argenti questio erit dabitur justa appreciatio bancheriorum communis in quod sub juramento copretiabuntur Januae valere.[“] Mon. Hist. Patriae – Chart. t. I, p. 840

Prestatori: Leben des Credits das Anleihen u. dies kein Leben u. Entwicklung ohne „Zins“. Kampf der Italiener u. Hebraer gegen Gewohnheit, Philosophie, Religion, Jurisprudenz (Sache che la legge puniva come delitto). Sie iniziarano eine Revolution etc. (41) Gegen Wucher Aristoteles   #e* Aristoteles°] Rota verweist S. 42 auf das erste Buch von Aristoteles’ „Politik (De republica libri VIII et oeconomica)“. – Gemeint waren möglicherweise die Darlegungen gegen die unnatürliche Erwerbskunst im 10. Kapitel und über das Ausleihen von Geld auf Zinsen und die verschiedenartige Nutzung des Geldes im 11. Kapitel des genannten Buchs.
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; Dante (Canto XI Infern.)  #e*Dante (Canto XI Infern.)°] Gemeint war der Gesang XI der „Hölle“ in Dantes „Göttlicher Komödie (La divina commedia)“, wo es heißt: „‘… ich bitte’, sprach ich, ‘wende die Gedanken zurück und lehre mich, warum der Wucher die Güte Gottes, wie du sagst, verletzet.’ ‘Philosophie belehrt den, der aufmerkt’, so sagt’ er drauf, ‘an mehr als einer Stelle, daß die Natur die Bahnen, die sie einschlägt, aus Gottes Geist entnimmt und seiner Kunst. Erwägst du dann das Buch von der Physik, so findest du nach gar nicht vielen Blättern, daß jener eure Kunst, soweit sie kann, so wie der Schüler seinem Meister, nachfolgt und sozusagen Gottes Enkelin ist. Aus diesen beiden, wie die Genesis dir bald im Anfang sagt, soll Unterhalt die Menschheit nehmen und sich vorwärts helfen. Weil nun der Wucher andre Bahnen einschlägt, verachtet er in sich und ihrer Tochter Natur; denn andershin zielt seine Hoffnung’ ….“
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; In Evangelium Mahnung:  Rota bezog sich S. 42 ohne weitere Quellenangabe wahrscheinlich auf das Evangelium des Lukas 6,35 in der lateinischen Fassung (Vulgata). – „Leihet, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft“.
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„Mutuum date nihil inde sperantes.“
Kanon. Recht   #e* Kanon. Recht°] Seit 314 (unter dem römischen Kaiser Konstantin I.) war ein Kanon das einzelne Gesetz eines Konzils im Unterschied zu den päpstlichen Dekretalen. Das Kanonische Recht ist das von der Kirche ausgebildete Recht, wie es im Mittelalter – im Unterschied zum weltlichen Recht – im „Corpus iuris canonici“ zusammengefaßt wurde.
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macht Commando daraus, mit schwersten Strafen aufrecht erhalten. Alexander III , in concilio di Laterano, 1179, verdammt prestito ad interesse, versagt dem Schuldigen di tale nuovo delitto Communion u. Begräbniss nel cimitero. Viele andren Päbste folgten. (Corpus Juris Canonici: Decretales: Gregorio IX, lib. V, titolo XX. – Sexti decretalium lib. V, titolo V etc.) Die kanonischen Gesetze gingen in den tempi passati bald in die Civilgesetzgebung ein; erst verboten Zins durch Edward the Confessor , folgten nach |15 bald quasi tutti katholische Regenten. Auch in Itali Italien, v. liberi comuni solche Gesetze publicirt. In Pisa: Breve Pisani Communis (1286) lib. I. c. 188 in den Statuti inediti di Pisa raccolti etc da F. Bonaini. Firenze. 1854, verbot den auf Zins leihern in Stadt zu wohnen u. den cittadini di dar loro abitazione. Im Statut v. Verona (Statutae Veronae, anno 1450. lib. I. C. 36. Venetiis 1561) gesagt, dass f. eine Zeit die legislatori cittadini, weichend der public opinion, den Wucher erlaubt hätten; aber nun aus Reverenz f. die sacri canoni etc si vuol distruggere die  die Pestschlange
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serpentum pestem
u.  das gefräßige Tier
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voracissimam bestiam
. ([42,] 43)

Folge, dass mutui ad interesse maskirt unter Form v. contratti di compra e vendita u. später in contratti di cambio, Credit entwickelte sich nur als credito reale, seine vorherrschende Form daher damals: prestito sul pegno. (44) ⦗Papa Clemente (Clemens) in Concilio Viennese v. 1311 erklärt [zum] Häretiker jeden der Wucher für nicht-Sünde erklärt, ordinirt dass in 3 mesi cassirt die Statuten der freien comunità, che permisero l’usura.⦘ Die governments trotzdem gaben soweit dem Teufel nach, dass sie Maximum f. Zins festsetzten. Italiener u. Hebräer machten damals Bankgeschäfte u. Anleihen in allen Städten Europas.

Handel hatte die Italiener nach England, Flandern, Frankreich geführt, dove restarono poi a far prestiti u. cambi. In jenen Epochen musste sich commerciante in Person auf Plätze des Consums u. Production begeben, mit carri carichi di merci etc. Suchten in Association Mittel gegen Gefahr v. Räubern, Feudalen etc. Die Kaufleute derselben Stadt, manchmal die di tutta Italia, bildeten in den fremden Ländern come un corpo solo u. hatten ihre Statuten, Consuln oder Capitäne u. ihre Miliz; so forderten sie v. den principi Garantien f. Sicherheit v. Waare u. Person, u. schlossen trattati mit ihnen wie da stato a stato. 1293 ein gewisser Albertonus de Medicis de Mediolano è detto:  „Wir, Graf und Rektor der Universität der Kaufleute Italiens, besuchen häufig die Märkte (d. h. an jedem neunten Tag) Kampaniens und das Königreich Francia.“
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„Capitaneus et rector universitatis mercatorum Italiae nundinas Campaniae ac regnum Franciae frequentantium.“
Du Change: Glossarium Mediae et Infimae Latinitatis, alle voci Longobardi – Lombardi; 1287 Vertrag des Königs v. Francia   #e* Königs v. Francia°] Philippe IV, le Bel (der Schöne).
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mit Fulcone cittadino di Piacenza der sich nennt: „Capitaneo della Corporazione dei mercanti di Lombardia e di Toscana“ u. der hatte specielles Mandat v. den Consules der mercanti di Romagna, Pistoja, Asti, Alba, Firenze, Siena, Milano; hier erhalten u. a. die mercanti italiani das Recht der Abschaffung des barbarischen »diritto di naufragio e di albinaggio«. Cibrario (p. 525) erwähnt andren ähnlichen Vertrag v. 1293 al Baurget zwischen Lodovico signore de di Vaud  #e* Lodovico signore di Vaud°] Die Waadt (franz.: Vaud) wurde 765 als solche erstmalig urkundlich erwähnt und gehörte seit 1032 zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Sie bzw. es (das Waadtland) liegt als südwestschweizerischer Kanton (mit Hauptstadt Lausanne) zwischen dem Neuenburger und dem Genfer See. – Über den erwähnten Ludwig, Herr von der Waadt, konnten bisher keine Daten ermittelt werden.
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u. der Università dei Mercanti di Lombardia, Toscana e Provenza.

Einige – die waghalsigsten – dieser merchant adventurers gaben auf la mercatura, mettevano una specie di banco, die aufnahm in Deposit i denari dei mercanti concittadini e faceva prestiti sopra pegno. Wurden bald gemobt (Mob v. ihren Schuldnern gehetzt), Häuser verbrannt, geplündert; bald päbstliche Bullen enthoben die Schuldner v. Pflicht die italienischen Gläubiger zu zahlen; oft expulsiren die Fürsten sie, sei es auf päbstliche Drohungen hin, sei es um sich der Reichthümer der banker zu bemächtigen; In Frankreich werden sie expellirt 1291 v. Philippe IV , forse per istigazione dei Fratelli Franzesi di Firenze, che volevano restare soli in Francia a trafficare denaro. ⦗vorher schon expulsi v. Frankreich durch Ludwig IX , gab ihnen nur 3 monate um einzukassiren die vielen Credite che avevano sulle piazze francesi⦘

Von England verjagt 1240 durch Henry III , werden zugelassen 1250 auf Drängen des Pabstes , der damals Geld brauchte, wollte sich geneigt machen den banquiers, wieder verjagt u. eingesperrt einige Jahre später.

In Brabant testament des duca Enrico III, wonach aus seinen Staaten Juden u. Lombarden zu verjagen, gab Ursprung zu fiera persecuzione. Manchmal die Expulsion verhindert durch starke Abkaufszahlung an principe; fast immer die expulsirten erkauften mit Geld wieder Rückkehr; so für molti principi del medio-evo il tormentare Lombardi ed Ebrei diventò un mezzo per cavarne denaro. In Frankreich ausserdem Specialtaxe auf die prestatori italiani, hiess Lombarderie; oft die Burschen laedirt durch unvorhergesehne alterazioni della moneta od. prestiti forzosi, die sie gezwungen den principi zu leisten, u. die selten restituirt. Dies kam auch in Italien vor. 1306 in Mantua Modena Statuti „che si mandi dai Toscani commercianti in Modena e si preghino di dare cinquecento lire modenesi in prestito al comune di Modena e se non lo vorranno fare, vi siano costretti dal capitano del popolo.“

Unter den ersten, die in fremden Ländern ausliehn, die Astensi   #e68Astensi BIS Savoia°] Bemerkung in der ersten Klammer und Hervorhebungen – außer in den Quellenangaben – von Marx. – Siehe [Ogerius Alferius (Alpherius), Guilielmus Ventura:] Chronica Astensia ab origine urbis, seu potius ab anno MLXX. usque ad annum MCCCXXV., auctoribus Ogerio Alferio, et Guilielmo Ventura … Omnia nunc primum in lucem emergunt ex manuscripto Codice Malaspineo. 1727. In: Rerum Italicarum scriptores. T. 11. Mediolani 1727, S. 131–281.
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(i. e. banquiers von Asti). Heisst: in „Chronicon Astense extractum e cronicis astensibus editis per Ogerium Alferium[“] . Rer. It. Script. T. XI, p. 142: „Nell’anno 1226 i cittadini |16 Astensi cominciarono a prestare e a fare usure in Francia ed in altri paesi d’oltremonte, dove guadagnarono molti denari; tuttavia vi patirono molti mali nelle persone e nelle robe“, u. ditto nach   #e68a «Memoriale BIS175)°] Wie aus Rotas vorangehender Fußnote 2, S. 47, entnommen werden kann, ist der Band XI gemeint. – Siehe [Ogerius Alferius (Alpherius), Guilielmus Ventura:] Chronica Astensia ab origine urbis, seu potius ab anno MLXX. usque ad annum MCCCXXV., auctoribus Ogerio Alferio, et Guilielmo Ventura … Omnia nunc primum in lucem emergunt ex manuscripto Codice Malaspineo. 1727. In: Rerum Italicarum scriptores. T. 11. Mediolani 1727, S. 131–281.
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„Memoriale Guilielmi Ventura civis Astensis.“ (Rer. Ital. Script. p. 175): about 1250 hielt Stadt Asti gefangen Tomaso conte di Savoia , che era stato a quella città consegnato dai Torinesi e che il re di Francia, non potendo ottenerne la liberazione „fece porre in prigione tutti gli Astensi che erano in Francia e derubarne i magazzeni (casanas), i quali magazzeni, siccome udii da molti, valevano più di 300,000 libre buone tornesi“. Die so gefangen genommenen prestatori Astensi lieferte der re v. Frankreich   #e* re von Frankreich°] Ludwig IX. le Saint (St. Louis).
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aus in mano ai conti di Savoia, fieri nemici di Asti. (47, 48)

Die Astenser u. die andren, die in den Chroniken genannt „Lombardi“, machten hauptsächlich piccoli prestiti auf Pfand an Privati; höheren Speculationsschwungs die Genueser, Pisaner, Florentiner. Die vielen banche Genovesi, etablirt im Ausland, hauptsächlich f. negozî di cambî, pumpten aber auch Fürsten u. Souveränen. Leisten prestiti ai baroni francesi partenti per le crociate u. verschiedne case bancarie di Genova pumpten in den Jahren 1250, 1251, 1253 48,188 lire tornesi, 280 lire provvisine, 1225 bisanti saraceni a Luigi il Santo   #e* Luigi il Santo°] Ludwig IX., le Saint (St. Louis).
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, che partiva per la Crociata. (48)

In Tunis – im 13t Jhdt – am mächtigsten die Pisani, die bedeutende prestiti gemacht al Bey, u. von ihm in appalto hielten le imposte e le dogane. Dort, v. un maestro arabo, lernte den Gebrauch der numeri arabici o indiani Fibonacci di Pisa , Sohn eines impiegato alla dogana di Tunisi, che fu il maestro dell’aritmetica e dell’algebra agli Europei. ⦗Il Targioni, in seinen Viaggi, t. II p. 58 etc Firenze 1768, veröffentlichte il „Liber abbaci compositus a Leonardo filio Bonacci Pisano [“] in anno 1202. In der Vorrede sagt Fibonacci, dass er instruirt worden im uso der numeri arabici, die er  die neun Formen der Inder
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novem figuras Yndorum
nennt, u. dass sein Vater war  der öffentliche Schreiber an der Zollstelle der Händler von Pisa
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pubblicus scriba in Duana bugea pro Pisanis Mercatoribus
. Das Werk des Fibonacci half sehr den italien. Kaufleuten perché coi numeri arabici facilitò i conteggi. Diese Kaufleute hielten damals die mathematischen Wissenschaften sehr hoch u. Bücher die tale materia speciell für sie geschrieben. So un libro di algebra, vom autore ignoto des 14. Jhd. beginnt mit den Worten: „Essendo io pregato di scrivere alcune cose d’abaco necessarie a’mercatanti.“ (Sieh Libri (G): Histoire des sciences mathématiques en Italie, t. II. Paris; 1838.[)]

Durch grosse prestiti fatti ai principi distingirten sich mehr als die Astigiani, Genovesi u. Pisanidie Fiorentini. Sie hatten viele colossale compagnie bancarie e commerciali, v. Weltruf, u. gaben uno dei primi e più splendidi esempi di associazioni commerciali.

Die florentinischen Compagnien gleichsam società famigliari; ihr Capital kam zusammen durch versamenti disuguali, gemacht speciell v. Gliedern derselben Familie ed aderenti di essa; die Profite getheilt in Proportion zur quota messa nel fondo sociale. Der erfahrenste der soci in der arte della mercatura nahm die Direction der Compagnie, die sich benamste nach dem Familiennamen. Der fondo sociale vermehrte sich dann durch Geld erhalten in deposit oder in accomandita von cittadini e forestieri. Villani sagt in „Cronache Fiorentine[“] , lib. XI, c. 87; bei Erzählung des fallimento der florentinischen Compagnien anno 1383 1338 : „Et noto che i detti denari non erano la maggior parte delle dette compagnie, anzi li avevano in accomanda ed in deposito di più cittadini e forestieri.“ Villani war selbst Opfer del fallimento; sagt (lib. XII, c. 54), dass die denari depositati presso la sola compagnia dei Bardi v. cittadini u. forestieri betragen 550,000 fiorini d’oro (= 21 milioni u. 1/2 di moneta nostra (in lire)) ⦗nämlich der fiorino fiorentino |17 enthielt f. 13 lire nostre in oro u. berechnet dass la moneta valesse nel 1300 mindestens 3 × mehr als jetzt⦘.

Diese società famigliari o compagnie dauerten lange; die   #e* der Scali°] Gemeint war die Familie Della Scala.
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der Scali , als sie krachte, zählte 100 Jahre.

Vermittelst dieser compagnien Schatz bedeutender geographischer u. commercieller Kenntnisse erworben, weil die Residenz u. Reisen in ferne Länder weniger gefährlich den Mandatoren mächtiger Gesellschaften, che godevano autorità e favore dei principi e più facili diventarono i trasporti per l’istituzione delle ostellerie o magazzeni delle compagnie, nelle quali le merci ed i viaggiatori trovavano ospizio. (50, 51)

Ihr Commerce assai vasto; hielten daher ⦗diese Compagnien⦘ succursali in England, Frankreich, Flandern, Krim u. Kleinasien u. ihre Agenten od. fattori beständig in giro a portare ordine e notizie an die succursali u. von diesen an die direttori in Firenze. Von diesen fattori einige sehr durch Wissenschaft des Commerce u. pratique des affaires ausgezeichnete Leute. Z. B. Fattore della compagnia dei Bardi war jener Francesco Balducci Pegolotti , der im 14. Jhdt schrieb la „Pratica della Mercatura“. Er reiste durch Centralasien u. kam endlich nach Gamelecco (Pechino) capitale del Cattajo (China) wo er incontrò l’uso della carta moneta. Damals schon gewöhnlich f. fattori der compagnie fiorentine in China Seide zu kaufen.

Die Compagnia dei Peruzzi hatte 16 succursali all’estero u. 150 fattori, die in Florenz u. bei den Succursalen attendevano al disbrigo degli affari sociali.

Diese Compagnien verbanden Industrie mit Handel; die Seide, gekauft in Kleinasien und bis nach China hin, die Wolle gekauft zu England, i panni grossolani genannt franceschi gekauft in Frankreich, dienten zum alimentare den florentinischen Fabriken v. Seidenzeug u. Wolle u. deren genannt calimala (welche die panni grossolani vervollkommneten\finish u. färbten[)].

Diese Compagnien machten Handelstractate mit Fürsten. So 1315 die Compagnie der Bardi erhielt vom Herzog v. Brabant esenzione della metà delle gabelle; gleiches Privileg hatte sie in Siviglia – ebenso wie die family der Peruzzi , u. ditto 1324 in Cyprus. Balducci erwarb 1335 vom König v. Armenien absolute Freiheit (franchigia) f. die Personen u. Waaren der Compagnie der Bardi, Privileg welches damals die der Peruzzi bereits besass.

Grossen aumento f. die affaires der Compagnien u. noch mehr agevolezza f. die internationalen Zahlungen gab die charge, die sie vom Pabst erhielten, die rendite pontificie in allen kath. Ländern u. massime in England einzukassiren.

Die florentin. Compagnies zugleich wahre Banken: in Deposit u. in accomanditä accomandita bedeutende Gelder v. der Compagnie fremden Personen; grosse operazione di cambio f. Einziehung der päbstlichen Einkünfte; in prestiti impiegano molta parte dei loro denari. Ausser dem Papst, Clienten derselben auch Könige v. Frankreich, England, Sicilien u. der ritterliche Ordine Gerosolimitano, der Zeitlang mächtiger u. reicher als die Könige v. Frankreich u. England.

Die Compagnia dei Peruzzi machte grosse Anleihen an den re v. Frankreich   #e* re v. Frankreich°] Philippe IV, le Bel
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u. die Grossen seines Hofes. Aber in den Büchern der Co: „Im Jahre 1308, non si potè fare il bilancio della nostra compagnia dal 1300 al 1308 per li molti denari che ci dovea il re di Francia ed altri baroni intorno al re.“ Dieselbe Co. hatte vom König v. Frankreich la ricevitoria di Carcassona im rimborsarsi dei suoi crediti u. so wurden diese mercanti, fattisi prestatori di principi.

Aber Hauptgeschäfte der Co. mit den Königen v. England; Johann ohne Land (1213 macht sich Knecht des Pabstes); mandando subito un dono di 8 mila lire sterline e promettendo un tributo annuo di mille sterline; Pabst damals Innocenz III . (Er hatte schon als Feudalherr: Polen, Portugal, Sicilien, Ungarn) Die Herrschaft die Pabst so in England erhielt [war] sehr nützlich den ital. mercanti (Guelfen) die Handelshalber im Land. Johann u. Henry III wenden sich wiederholt für Baares an die florentin. banker u. die lucchesi u. Senesi, die coi primi si accompagnavano.

1289 hatte die Co. der Frescobaldi in ihren Händen die rendite doganali v. England um sich zu remboursiren f. die prestiti gemacht an Eduard I u. Eduard II ; 1311, having riscosso molto denaro in nome del re, flohen die Frescobaldi v. London. Diese schmähliche Flucht schadete den andern florentinischen Co. nicht; gleich nach ihnen potentissime in London die Compagnies dei Bardi u. der Peruzzi . Damals – Eduard III – letztrer |18 in grosser Finanznoth für Krieg gegen Frankreich; die Bardi u. die Peruzzi fecero le spese. Eduard III konnte weder Capital noch Schuld zahlen; er publicirt 1339 ein Decret, dass nichts mehr gezahlt an die Bardi u. Peruzzi; die crediti der beiden Compagnien beliefen sich auf millione milione u. trecento sessantacinque mila fiorini d’oro, che, a dette del Villani, [»]valevano un reame«. (Villani: Cronache Fiorentine, Lib. XII, c. 54) Fallit daher der beiden Co u. damit disastrous crisis in Florenz; Ruin ihrer Depositaire, daher forte scossa in allen traffici u. commerci; ihr Fall zog nach sich die der Compagnien der Acciajuoli, Bonaccorsi, Cocchi, Antellesi, Corsini, Uzzano u. grosser Anzahl v. commercianti privati. (Sieh weiter, Villani l. c. über die Crisis v. 1339) ⦗Obgleich die Bardi u. Peruzzi nicht ihre creditori gezahlt, sagt (speciell mit Bezug auf die Peruzzi) der Villani (lib. XI, c. 87) „con tutto non cessarono per le loro grandi potenzie e possessioni, ch’avieno in Firenze e nel contado e per loro grande potentia e stato, che avieno in comune“ – blieben nei traffichi; andre Co’s erhoben sich più tardi, v. ausgedehntestem commerce, die Co. di Tommaso , die Co. di Carroccio degli Alberti , die gegen Mitte des 14 Jhdt. chargirt mit Einnahme der päbstlichen rendite; später die Co. dei Medici .

Die Co. v. Lorenzo u. Giuliano dei Medici constituirte sich 1461; ihr Kapital 12,000 fiorini d’oro u. jeder der compagni hatte facoltà zu ziehen v. den Profiten 90 fiorini d’oro all’anno; 10t des profit doveasi erogare in limosine, fabbriche di chiese ed in altre opere di pietà. Zur Zeit des Cosimo hatte die Co. sedici filiali in piazze diverse u. war die erste Finanzmacht in Europa; 1475 pumpten die Medici trentamila fiorini d’oro dem Eduard IV (England) u. erhielten dafür vortheilhafte patti doganali; pumpten bedeutende Summen an Filippo, Erzherzog v. Oestreich u. Herzog v. Burgund, der in Pfand bei der Bank der Medici in Bruges deponirte il famoso gioiello detto il Fior d’Alliso di Borgogna, der 1498 überging an die Banco di Alamanno Salviati di Firenze. Diese bankers (Medici) gingen ein als Garanten in die Friedensverträge der Souveräne; in einem Vertrag, den Louis XI (Frankreich) sich verpflichtete jährlich 50,000 corone an Ed. IV v. England zu zahlen, versprach Louis für l’osservanza dei patti die Garantie der Compagnia del Banco dei Medici zu geben. (Macpherson: History of Commerce. vol. I, p. 698)

Derartige associazioni famigliari f. grandiosi negozi commerciali u. bancari, nicht rein florentinische Institute, ma di tutta Toscana. Siena hatte die Salimbeni, Kaufleute u. bankers (bildend commerciale u. bancaria Association), ricchissimi u. v. Weltruf; besassen auch miniere di rame e d’argento. (p. 101 Chronica Sanese di Andrea Dei: Rer. It. Script. t. XV, p. 95–96[)]; 1337 war Benedetto Dei, cronista di Siena, camerlingo o reggitore degli affari della Co. Bennuccio Salimbeni , der in seinen traffichi so grossen Gewinn machte, [»]che alcuni anni avea a dividere fra i capi delle sedici famiglie Salimbeni associate fino a cento mila fiorini d’oro.« (p. 57)

Si può con certezza assicurare dass in Italien im Mittelalter gekannt u. practicirt alle Formen der commerciellen Associationen.

Die Form der Società in accomandita in Genua bereits im 12t Jhdt bekannt u. darüber 2 documenti genovesi von 1155 (p. 58, 59; die beiden Dokumente veröffentlicht in Monum. Hist. Patriae.Chartarum. t. II p. 287 und 303)

 Bemerkung von Marx.
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Diese beiden Beispiele sehr einfach Handelsding wie bei den Griechen schon:
Im ersten erkennt Pietro di Tolosa empfangen zu haben v. Ottone Bono 127 lire, die er nach Salerno return soll, um damit to traffick u. verspricht bei seiner Rückkunft nach Genua in die Hände des Ottone Bono den ganzen fondo sociale zu mettere, meno il quarto dell’utile. Im 2t ist gesagt, dass Stabilis »banchiere« u. Rainoldo Margon untereinander fecero società u. Stabile promise di porre nella società |19 lire sessantasei e due terzi di lira u. dass Rainoldo Margono promise di porre nella società lire trentatre ed un terzo di lira. Rainoldo Margono dovea portare il capitale sociale in Sicilia per trafficarvi e al suo ritorno dovea dividere gli utili con Stabile e mettere il capitale sociale nelle mani di Ansaldo Doria.[⦘]

Daneben – i. e. neben den Società in accomandita – erheben sich in Genua le società anonime, unter dem Namen Maone (entspricht das Wort Maone dem Monte, usata a Firenze, a Venezia u. in andern Städten ad indicare riunione, associazione [)]. Die Zwecke dieser societa bald finanzielle – wie Anleihn an die Republik; bald Krieg u. Eroberung. 1345 musste Genua combattere una frazione rubella sulle coste della Liguria, e non avendo il pubblico erario denaro per allestire la flotta, si costituì una Società che armò eine Flotte unter Bedingung dass ihnen später remboursirt le spese dal comune. Nachdem die Rebellion besiegt, Frühling  #e* Frühling°] Bemerkung von Marx.
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1345, die Flotte mandata a proteggere le colonie genovesi del Ponto, unter dem Commando von Simone Vignosi ; sie nahm Scio u. die due Focee allo Imperatore, u. il comune non avendo denaro per rimborsare la Società, machte 1347 Vertrag wodurch cedirt an die proprietari delle navi fast l’intera signoria di Scio u. der due Focee. Die soci hatten eine numero di azioni (luoghi) in ragione della somma, womit sie hatten concorsi alle spese di armamento della flotta; die Società dauerte lange Zeit; nahm nome di Maona dei Giustiniani vom Namen des palazzo worin sassen in Genova ihre Administrateurs. (59, 60)

Cap. III) (Banchieri privati d’Italia nel Medio-evo): Il Contratto di Cambio

Wechsel natürliche, spontane Consequenz des Handels. Wo activer Import- u. Exporthandel unter entfernten Ländern, suchen Kaufleute den Transport des Geldes v. einem zum andern Land zu vermeiden, [suchen] einen Compensationsmodus dei debiti e dei crediti, contratto di cambio e la cambiale entstehn dann spontan … si creano dalla condizione stessa delle cose. (62) Da die Italiener zuerst im Mittelalter in diese Umstände gestellt u. daher fühlten il bisogno del contratto di cambio e della cambiale – diese v. ihnen im Mittelalter zuerst eingeführt. (63)

Historische Beweise: alle auf Wechsel u. Wechselrecht bezüglichen Worte italienisch; la lingua italiana fu la lingua ufficiale per molto tempo dei negozi di cambio; sie die berühmtesten bankers die Wechselgeschäft trieben, ital. Juristen schrieben zuerst drüber, u. Italien fixirt die jurist. u. ökon. Regeln des cambio; Genua u. Florenz im Mittelalter die grössten Plätze [in] Europa f. negozi cambiarì; Florentiner die rettori der fiere (Märkte) delle cambiali v. Lyon; Genueser dasselbe für Besançon; endlich in Italien finden sich die ersten Dokumente, bezeugend die pratica del contratto di cambio. (63) (1742 in Leipzig il listino dei cambi redigirt in italien. Sprache. Biener: Wechselrechtliche Abhandlungen)

Aeltester bekannter italien. Wechsel von 1207, lautet:  „Jahr 1207. Der Bankier Simon Rubeus gibt an, daß er L. 34 Januae [möglicherweise eine Ortsangabe: am Janusbugen 34] 32 Denare gehabt habe, für die der Bankier Umus dessen [Simon Rubeus’] Bruder in Palermo acht Mark in gutem Silber zahlen muß, jener wird ihm diese Quittung geben.“
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A. 1207. Simon Rubeus bancherius fatetur habuisse L. 34 danariorum Januae ex danarius 32 pro quibus Vmus bancherius ejus frater debet dare in Palermo marcas octo boni argenti illi qui ei dabit hanc cartam“
(Canale: Storia di Genova vol. 2. lib. XI, c. 3) ⦗Dies schon feste Form, deutet auf frühere unentwickeltere Wechselformen⦘

Im Abbacus di Leonardi Leonardo Fibonacci , geschrieben 1202 erwähnt contratto die cambio in diesen Worten:  „Eine Geldeinheit der Stadt Panhormus (auf Sizilien), welche 271/3 Tarent beträgt, wird sich bei der Auszahlung an Pisas Bürger in 1075/12 Solidi verwandeln.“
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„Unica Panormi quae est Tareni 271/3 mutuatur ad persolvendum Pisis pro sol. 1075/12“.

Il Targioni Tozzetti , der p. 58 vl. 2 sq. seiner Viaggi (Firenze 1768) zuerst grossen Theil des Abbacus abdruckte, fügt den eben citirten Worten hinzu: „Ecco, se mal non mi appongo, una delle più antiche memorie che si abbiano delle lettere di cambio.“; ebenso: Libri: „Histoire des Sciences mathématiques[“] . Paris 1838, vol. II, p. 39, parlando dell’Abbacus dit: „Le lettere di cambio vi sono chiaramente indicate.“ Noch ältere Notiz, citirt v. Canale (l. c.) „anno 1157. Lire 10 genovesi prese a cambio con promessa di pagarle in Tunisi.“ (64)|

20

Zur Verbreitung u. Generalisation des Wechsels trugen hauptsächlich bei: Kreuzzüge u. die den ital. Kaufleuten vom Pabst gegebne Charge die kirchlichen Einkünfte f. ihn einzutreiben. (65)

Die cambiatori italiani, die Geschäftshalber in Frankreich, England, Flandern, als die crociati partivano per Terra Santa, erhielten in Deposit grosse Summen von den Baronen u. Fürsten, mit Obligation sie ihnen zu remboursiren in den Orten Italiens, wo sie sich einschiffen würden, od. an den Orten Asiens u. Afrika’s, wo die genuesischen, pisanischen od. venetianischen Schiffe sie landen würden. (65)

Die Genueser hierbei allen andern voraus; scheint, dass sie den contratto di cambio schon vor den Kreuzzügen kannten; zur Epoche der Kreuzzüge bereits in Genua Banken, die sich speciell beschäftigten d’affari di cambio, wie die der Lomellini , dei Della Torre , degli Spinola , der Della Volta, dei Piccamigli , dei Richeri – alle diese nur die beträchtlichsten – u. ausserhalb Italien hatten sie banchi molto celebri[,] banchi, dei Malloni in Francia, dei Calvi in Spagna, etc dei Lercari berühmt in ganz Palestina, dei Guerci in Constantinopoli etc

Aus dem Canale l. c. vol. II, l. XI, c. III ergiebt sich: In Frankreich un ammasso di carte genovesi von Ende des 12t Jhdts, zeigend wie diese mercanti u. cambisti facevano l’ufficio di banchieri dei crociati; Sono quelle carte: ordini di pagamento, scritture di obbligo, ricevute di somme sborsate ed ogni maniera di altri documenti, wodurch von den mercanti genovesi, sparsi per tutte le parti di Oriente, aber vor allem in Palestina u. Aejypten die Kreuzritter konnten ritirare die somme sborsate den in Frankreich, England u. Flandern residirenden genuesischen bankers. Unter diesen Papieren fand Canale la prima delle cambiali conosciuta dagli storici. ([65,] 66)

Der Andre Umstand: die charge des Pabsts gegeben den compagnie toscane zur Eintreibung des Peterpfennigs  #e* Peterpfennigs°] Der Peterspfennig war eine Abgabe, die zuerst in England nachweisbar ist. König Offa von Mercia (gest. 796) sagte für sich und seine Nachfolger dem Apostel Petrus jährlich eine bestimmte Gabe für die Armen und die Kirchenbeleuchtung zu. Möglicherweise gab es eine solche Abgabe schon vom König Jna von Wesser 725 an Papst Gregor II. Nach Mitte des 10. Jahrhunderts erscheint das Geld als Handpfennig oder Denar, der von jedem Hause bei Strafe entrichtet werden mußte. 1018 erneuerte König Knud von England das Gebot. Um diese Zeit ist der Name Peterspfennig (Denarius sancti Petri, engl.: Romfeot, Romescot) nachweisbar. Gregor VII. hat auf den Peterspfennig den Anspruch des Papsttums auf die Lehensherrschaft über England gegründet. Die völlige Abschaffung der Abgabe erfolgte unter Heinrich VIII. durch Parlamentsakte von 1533. Außer England haben im Mittelalter auch Dänemark und Polen (seit 11. Jh.), das Ordensland Preußen (seit Anfang des 14. Jh.), Schweden, Norwegen, Island und Grönland (seit Mitte des 12. Jh.) den Peterspfennig gezahlt. Dahingehende Versuche Gregors VII. in Spanien und Frankreich schlugen fehl. Die Reformation 1517–1525 machte dem Peterspfennig auch in den katholischen Ländern ein Ende. Eine Neubelebung erfuhr diese Abgabe in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts angesichts des drohenden Untergangs des Kirchenstaates („moderner“ Peterspfennig).
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. Fürsten v. Sicilien, Ungarn, Polen, Portugal, England hatten dem Pabst, den sie als Feudalherr anerkannt, tributi di vassallaggio zu zahlen; in England ausserdem alte Gewohnheit f. die Privati dem Pabst parte ihrer Einkünfte zu geben. (Sieh: Liber Censum di Cencio Camerario in Ant. Ital. Medii Aevi t. V al capitolo:  „Über irgendein Gesetz in England, genannt ‘Donelaye’, und man spricht vom Peterspfennig …“ – Siehe Antiquitates Italicae Medii Aevi, Sive Dissertationes De Moribus, Ritibus, Religione, Regimine …: Nunc primum ex Archivis Italiæ depromptarum; Additis etiam nummis, chronicis, aliisque monumentis numquam antea editis / Auctore Ludovico Antonio Muratori … Mediolani, 1738ff.
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„De quadam lege in Anglia vocata Donelaye et loquitur de denario beati Petri
; andre Länder, wo die conventi, abbazie, capitoli obligirt dem Pabst jährliche doni von schönen Geldsummen zu machen. Alle diese Einkünfte zu erheben u. dem Pabst nach Rom zukommen zu lassen, sehr wichtiges affare bancario u. damit beauftragt die früher erwähnten compagnie commerciali toscane. (66, 67) Aelteste bekannte Dokument darüber: vom Jahr 1233, ist Brief, worin Pabst Gregor IX Quittung giebt an Angelerio Solafico , cambista u. seine socî, mercanti di Siena; f. alle Summen, die sie in England, Frankreich u. andren Ländern für päbstliche Rechnung eingezogen:  „Angelerio Solafio, welcher unser Geldwechsler ist, und dessen Teilhaber, Kaufleute aus Siena, ziehen alle Zahlungen ein, welche in England, Frankreich und der Römischen Kirche sowohl an unserer Stelle als auch namens der Römischen Kirche angenommen wurden.“
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„Angelerium Solaficum quemdam campsorem nostrum, et ejus socios Mercatores Senenses de omnibus rationibus, quos in Anglia, Francia et Curia Romana vel etiam alibi nostro vel Ecclesiae Romanae nomine receperunt.“
(Dal Codice di Cencio Camerario) Obgleich hier Compagnie v. Kaufleuten v. Siena erwähnt, waren doch banquiers des Pabst speciell die mercanti fiorentini. Die Gelder, die sie einzogen im Namen des Pabstes, verwandten sie in acquisto di lane, di panni grossolani ed altre merci, welche als Rohstoff dienten f. die florentinischen Manufacturen, u. dem Pabst expedirten sie Wechsel zahlbar in Florenz. So transport des Geldes vermieden; so im Mittelalter erwarb Florenz enorme Quanta Wolle, panni grossolani, piombo, stagno, seta, consumirt in seinen officine – colle rendite pontificie. Von Florenz dann zog der Pabst mehr Waaren als Geld, da grade die florentin. Industrien speciell alimentavano den lusso orientale des corte pontifica pontificia. (67, 68)

Pagnini in vorher citirtem Buch (Decima etc), sprechend v. der compagnia di Tommaso ed altri di Caroccio Carroccio degli Alberti, die, v. 1348–1357 incaricata mit Eintreibung der päbstlichen Einkünfte: „Si conduceva questo loro negozio dalla casa di Firenze, che era la principale, per mezzo del delle altre, che avevano aveano in Vignone, in Bruggia, in Napoli, in Barletta ed altrove, dalle quali si pagavano e si riscuotevano le somme |21 riscuotevano le somme da rimettersi in Avignone e che dalla Corte e dai Mercanti si spedivano non solamente in quella città, ma anche in altre parti della Francia, della Fiandra, della Germania e d’Italia. Contemporaneamente facevasi dalle suddette Case di Negozio un grosso traffico di panni, che da Borsella, Guanto e altre terre di Fiandra, di Francia e d’Inghilterra per mezzo della casa di Bruggia si spedivano al fondaco di Panni Franceschi, che aveano aperto in Firenze.“ (vol. I, p. 54)

Bis zum 17t Jhdt blieben Genua u. Florenz die grössten piazze di cambio v. Europa. (68)

La cambiale, wie gebraucht im 12 Jhdt bis Mitte des 17t Jhdt mangelhaft. Erst im 17t Jhdt ward er vervollkommnet durch die girata (deren Mangel den Gebrauch des Wechsels rendeva ben diverso dall’attuale u. ditto die Condizione des bankers, damals dealing in cambi. (68, 69) Damals in allen Handelsplätzen einige bankers; called cambisti, meist Genueser od. Florentiner, die hielten banca di cambio. Hatte z. B. Handelsmann v. London zu zahlen z. B. in Florenz, so begab er sich zur Wechselbank, versava il denaro, erhielt lettera, worin der banchiere v. London befahl seinem Correspondenten in Florenz jene Summe an den creditore fiorentino zu zahlen. Die Form allgemein folgende:

Londra, addì
Per questa mia prima pagate a Mevio in Firenze lire ……… per altrettante contimi da Tizio di Londra e ponete a mio debito. Addio.
Sempronio, cambista di Londra,
A Caio, cambista di Firenze.

Also Tizio, der gekauft diesen letter of exchange (lettera di cambio) musste ihn direct an Mevio in Florenz schicken, u. dieser konnte ihn nicht an andern cediren, sondern musste recarsi in persona a riscuoterla dal suo  Bei Rota, S. 69: concittadino Sempronio.
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concittadino etc
. Zahlte dieser nicht, so Protest levato, u. diese act vollzogen präcis con quelle norme heut vorgeschrieben dal nostro Codice di commercio. Wir haben atto di protesto cambiario v. 1384; der protest levato durch Notär in Genua gegen Antonio Laurentio etc ⦗(sieh den Canale l. c.)⦘ (der verweigerte die Zahlung di cambiale sopra lui tratta da un tale Raimondo Salvador di Barcellona.) (69, 70)

Die Wechsel des Mittelalter daher kurzlebig; angekommen bei destinataria destinatario, musste er sie präsentiren al cambista, auf den sie gezogen. Zu dem fixirte die Gewohnheit die Epoche innerhalb deren zahlbar die Wechsel gezogen v. Ort auf Ort; diese Epoche festgesetzt im Verhältniss zur Zeit nöthig damit die Wechsel an ihrem Bestimmungsort ankämen, entsprechend den Transportmitteln jener Zeit. Von Balducci Pegolotti wissen wir in wie vielen Tagen vom Datum zahlbar der Wechsel gezogen v. Florenz auf 23 andere Plätze, womit avea più regolari relazioni di cambi; aber er fügt zu, dass die Kaufleute sich verabreden können, di non stare a questi termini regolari; bald in That eingeführt Gewohnheit di segnare nelle cambiali l’epoca del pagamento, a 20 giorni data, a vista etc. Dort Cambiali a lunga scadenza erst used nach Einführung des costume della girata. ⦗Unter den v. Balducci Pegolotti citirten Plätzen, worauf Florenz zog: Flandern, England, Rodi, Cipri, Constantinopoli, Spagna, Tunisi.⦘ Von diesem contratto di cambio sagt Davanzati in: „Lezione sui cambî[“] (anno 1558), scrittori classici italiani di Econ. Pol. Parte Antica t. II: „Questo scambievole accomodamento fu detto cambio, il quale non è altro che dare tanta moneta qui a uno ⦗nämlich dem cambista⦘, perchè e’te ne dia altrove o lo faccia dare dal comesso suo al tuo.“ (71)

Erste Operation des contratto di cambio damals wie jezt Reduction der Münzen eines Orts in die dessen Ortes, worauf der Wechsel gezogen. Z. B. in Paris zahlt Kaufmann dem Cambista 100 Goldmünzen – genannt Agnelli – geprägt v. Ludwig dem Heiligen; verlangt dafür Wechsel auf Florenz für somma equivalente. Der Cambista hatte also sofort zu berechnen wie viel Florin (Gold) = 100 agnelli; ferner dann abzuziehn gewisse Summe, als retribution f. opera sua; proportionirte dies al tempo che dovea correre inanzi innanzi et la cambiale präsentirt seinem Correspondenten, che ne notava la somma a suo carico – al rischio, che correva, e al corso dei cambi fra le due |22 piazze. Alle diese Operations executirt nach Normen nur bekannt den cambisti, die lang Kenntniss davon dem Public vorzuenthalten wussten. Ihre Kunst war Art der scienza occulta.  Bemerkung von Marx.
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Hence sehr schön sagt:

Sigismundus Scaccia: Tractatus de Commerciis et Cambio. Romae. 1619 (p. 154): „Gli alchimisti coi crogiuoli, coi fornelli e cogli altri fallaci istrumenti da vero oro ed argento raccolgono fumo e vento, questi invece con brevi lettere circolari da finti scudi di marche ⦗nämlich die scudi di marcheRechengeld used von den cambisti⦘ creansi veri scudi di oro.“ (Sieh über das was guter cambiatore alles wissen muss, Pagnini’s Book  #e* Pagnini’s Book°] Gemeint ist Pagninis Schrift „Della decima …“
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, t. IV, ch. 46. (nämlich im Buch v. Giovanni Battista da Uzzano (1442) [)]. Wie gross die Kenntnisse des Cambisten waren, beweist am am besten das libro stesso dell’Uzzano.

Die   #e108 Die BIS momento.»°] Bei Rota, S. 73–75.
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Theologen u. Juristen des medio evo nach längerer Diskussion erklärten ciò che si guadagna nel cambio è altra cosa dall’interesse e perciò è lecito. Baldus schrieb: „e i mercanti credono che il contratto di cambio sia lecito per la natura del contratto essendo esso una compra-vendita e per la equità naturale, in causa dei pericoli nei quali incorrono nella trasmissione del denaro e perciò non è usura.“ Erst im 15t Jhdt  #e* Erst im 15t Jhdt°] Bei Rota, S. 74: era vera prima del 1500; ma in quel secolo
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u. den folgenden invalse il costume auszugeben cambiali anche a lunga scadenza u. davon zu calcolar den Preis in ragione dell’interesse pel tempo a decorrere u. dann erfunden mezzi um unter der forma der contratti di cambio einfachen prestito ad interesse zu maskiren. Diese hiessen: Cambia ficta, kanonisches Recht verdammte sie; eine bulle v. Pius V , zur Versicherung der bona fide Natur des contratto di cambio, verlangte nelle cambiali la rimessa da luogo a luogo, eine Disposition heut noch findbar in molti codici di commercio. ⦗Corpus juris Canonici Septimi Decretalium. l. II. tit. XI⦘ Unter den cambia ficta bemerkenswerth: Cambium siccum u. il cambio colla ricorsa.

Cambium siccum nach Raphael de Turri: Tractatus de Cambiis, Genuae, 1639: Er sagt: „Fu detto cambium siccum perchè si faceva senza lettere nel modo seguente: Il promettente si obligava obbligava a pagare dieci lire dei grossi di moneta veneziana per prezzo di cento sei fiorini avuti; però di queste dieci lire non si faceva pagamento a Venezia, ma dopo un certo tempo se ne domandava il pagamento a Firenze ed il pagamento facevasi in fiorini secondo il prezzo del cambio a Venezia in quel momento.“

Il Cambio colla ricorsa kommt häufig vor in Schriften des 17t Jhdts über Handelsrecht; am besten beschrieben in Manuscript des 17t (p. 75, 76 im Rota) Jhdts der Biblioteca di Brera di Milano: „Breve rilievo d’alcune importanti difficoltà intorno al cambio della ricorsa[“] . (Ms. della Biblioteca di Brera di Milano. A. D. 15. 19) Davon copirt durch Rota (p. 75, 76): „Ricorsa non è altro che un cambio reciproco o che ricorre sopra il cambista, sì che per mezzo del cambista in fiera si paghi il cambio o come si dice la tratta. Di maniera che all’hora è ricorsa (sebbene alcuni la restringano a quando vi è il patto di tutto ciò) quando il debitore del banchiero, che da esso pigliò a cambio per essempio mille scudi quì in Milano per Piacenza, il che fu vendere mille scudi di marche al banchiero medianti il prezzo di mille scudi effettivi che quì in Milano s’ebbe da esso, non potendo pagare li mille scudi di marchi che in Piacenza deve, ricorre allo stesso banchiero acciò de esso abbia con che lo paghi. Et è come se chi ha bisogno de denari ricorresse da un banchiero e dimandandogli, questi dicesse di darglieli per il prezzo d’una collana o giojello che gli doverà a tal tempo in Piacenza e venendo poi il tempo lo stesso banchiero imprestasse o vendesse il giojello, o gli facesse sicurtà di esso, stimandosi colla sua sicurtà da esso pagato o dandogli nuovo debito in Milano non del giojello ma di quanti denari gli diede per il giojello con l’accrescimento di alcune diecine di scudi et altri emolumenti per la servitù fattagli in Piacenza.“

Vor dem 17t Jhdt, wo die girata nicht existirte, existirte auch nicht Discont; Wechsel nicht ausgestellt, gekauft, verkauft durch die Kaufleute selbst; der cambista od. banker einzige Person damals che emetesse emettesse cambiali, einziger Produttore delle |23 lettere di cambio. Wer Wechsel brauchte, musste sich daher an Cambist wenden; der Cambist selbst musste auf Cambisti anderer Orte ziehn können; hence d. hatten die florentinischen u. genuesischen banker Succursale in allen Handelsplätzen; hence hatten die bankers Gewohnheit di procurarsi un conto corrente bei den bankers andrer Plätze; hence endlich die dem Mittelalter eigne: fiera dei cambi (ist das Clearing House des Mittelalters).

Die fiera dei cambi; dazu in bestimmten Epochen kommen i cambisti u. liquidano i conti, creati nel periodo anteriore dagli affari di cambio. Die ältesten gehalten nelle città della Sciampagna. In den ersten Tagen dieser fiere (Feste = Märkte) gemacht die contratti delle merci; nach Verlauf des termins angewiesen f. Verkauf der Waaren, begann l’opera della liquidazione, i. e. la feria fiera dei cambi. Schreibt Balducci Pegolotti : „La Pratica della Mercatura[“] p. 237. ⦗Vgl. Biener: Wechselrechtliche Abhandlungen p. 37, Leipzig (1859)⦘: „La fiera di Alaquino beginnt den ersten Tag di gennaio, e a’17 di gennaio la mattina mette drapperia, e a’19 di gennaio la sera al tardi grida ara, e non mostra più drapperie. E lo secondo di, cioè a di 20 di gennaio seggono i banchi e stanno quattro settimane, e, poichè le quattro settimane sono compiute, quindici di appresso si è il termine del pagamento della detta fiera.“

Die fiere dei cambî della Sciampagna beginnen Anfang des 13t Jhdts (Martens: Versuch etc p. 15 u. 16 citirt 2 Documente v. 1213 u. 1219, worin sie erwähnt), sind Schöpfungen der ital. banker u. cambisten; die Italiener die diese fiere besuchten, bildeten eine Corporation, die eigne Consuln u. rettori hatte, u. die Wichtigkeit solcher Corporation bewiesen durch die ihr v. Königen v. Frankreich ertheilten Privilegien.

Den fiere presidirte specielle Magistratur: Custodes nundinarum Companiae; sie konnten vom Besuch der fiera ausschliessen Handelsleut od. Cambisten, die avevano fallito ai loro impegni od. ungehorsam waren gegen die Regeln fixirt f. die negozî od. die cambî u. oft il bando ausgedehnt auf alli alle commercianti einer Stadt. So 1297 gebannt (banditi) von den fiere die v. Lucca wegen ihrer contese mit den negozianti flamminghi fiamminghi ; u. so bando gegen die Genovesi, trotz deren grosser Autorität nelle fiere. Alle fiere di Sciampagna tenne dietro die von Lyon, die in kurzer Zeit die ersten ganz eclipsirte. Lyon erhielt das Privilegium di avere una fiera di mercanzie, hinter der bald kam die fiera delle cambiali, 1419 vom Dauphin (später rex Franciae als Charles VII ). Zur Direction dieser fiera berief der Dauphin die Florentiner, u. die direction der fiera dei cambî di Lione verblieb affidata den Florentinern, so lange sie dauerte. Diese Suprematie der Florentiner ennuyirte die Genovesi; sie desertirten v. der fiera di Lione im J. 1537, beriefen ihre Correspondenten nach Besançon u. errichteten hier nuovo mercato dei cambî, wovon sie die Direttori; so im 16t u. 17t Jhdt 2 fiere dei cambi; der letztere (v. Besançon) 1595 verlegt nach Piacenza, (per convenzione stipulirt tra Ranuccio Farnese u. dem Senat v. Genua) u. später nach Novi. ⦗Sieh über das, p. 22 u. 23: Raphael de Turri , der selbst Genueser, citirtes Buch⦘

Von den fiere dei cambî, dirigirt v. den Genovesi, haben wir die Statuti, (enthalten im Tractatus etc des Raphael de Turri) unter Titel: „Capitoli ed Ordini delle Fere di Besanzone, che si fanno al presente nella città di Piacenza“, sie besprochen durch den de Turri u. Sigismondo Scaccia , die beiden maggiori trattatisti di diritto commerciale des 17t Jhdt.

Die fiere genovesi v. Besançon, Piacenza, Novi ausschliesslich fiere di cambî, nicht nachfolgend, wie die der Städte der Sciampagna u. von Lyon a fiere di mercanzie. Davanzati (in oben citirtem opus  #e* citirtem opus°] Davanzati: Lezione sui cambi (anno 1558) nella collezione degli scrittori italiani di Economia Politica. Parte antica, tom. II.
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), florentiner, sagt mit mal celato dispetto: „ne di fiere hann’altro che i quattro nomi accattati da quelle di Lione; perchè non vi vanno popoli a comperare mercanzie; ma solamente cinquanta o sessanta cambiatori con un quaderno di fogli a ricapitare i cambî fatti quasi in tutta Europa“. Die fiere, sagt Davanzati, 4jährlich, in Epochen fisse ad intervalli di circa tre mesi; Gesetze gab den fiere der Senat v. Genua u. ihre Direction affidata dem Magistrato di Fera, bestehend aus 1 Consul u. 2 consiglieri; der |24 Consul u. einer der Conseillers waren genovesi, gewählt durch den Senat v. Genua; der 2te conseiller war Mailänder, gewählt zu Milano v. den mailändischen banchieri, aber confermato dal serenissimo senato di Genova.

Die cambisten, kommend zur Liquidation ihrer conti, vi si recavano mit ihren scartafacci, worin verzeichnet die Creditoren u. die Debitoren. Diese scartafacci wurden fleissig controllati, was hiess fare il riscontro, die cambiali pagabili in fiera venivano presentate, accettate o respinte, u. so componirte jeder cambista suo conto del dare e dell’avere u. lo redigeva mit aller Klarheit in una nota, worin rechts Creditoren genannt, links Debitoren, die er dann präsentirte dem Magistrato della Fera. Dieser redigirte aus diesen bilanci particolari eine Generalbilanz, u. die che risultavano in debito, konnten nicht zahlen in moneta; sondern mussten rilasciare cambiali ai loro creditori. Diese cambiali hatten scadenza fissa, determinata dal capo II dei Capitoli ed Ordini ⦗Heisst dies capo II, wichtig[,] weil daraus ersichtlich quali erano le maggiori piazze dei cambî nei secoli 16 u. 17: „Che li tempi de’cambii delle piazze di fuori s’intendano, cioè per Genova, Milano, Bergamo giorni 20 dal giorno che si faranno li cambii esso compreso, per Firenze, Roma, Venezia, Lucca e Bologna giorni 25, per Napoli, Valenza, Barcellona e Saragosa giorni 30, per Anversa, Collonia, Lecchie e Bari giorni 35, Palermo, Messina, Arcalà giorni 45, Sibilia e Lisbona mesi doi dal giorno de’negotij esso compreso, e così per le sudette piazze, come per le Fere di Medina del Campo, Lione e di Francoforte.“ (See l. c. Balducci Pegolotti)⦘ Der Creditor konnte Ort wählen wohin debitor den Wechsel zu richten, doch diese Wahl beschränkt auf: Genova, Milano, Firenze, Roma, Venezia, Napoli, Anversa, Fere di Medina; Arcolà de Nares; Madrid. So, senza alcun sborso di moneta, alle conti liquidirt u. gezahlt; hence system of compensations besser als das des Clearing House von London vor 1864. So schreibt il Turri: „Meritamente si può dire che la moneta di qualunque genere sia affatto straniera alle fiere dei cambî. I banchieri, che liquidano conti di centinaia e migliaia di aurei, portano seco appena tanto denaro che basti pel vitto di pochi giorni. Il creditore nelle fiere nulla stima meno, di niente altro ha più paura ( Was allerdings mehr erschreckt (oder abschreckt)
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quid immo magis horret
) che di ricevere moneta. Con tutte le forze cerca di ottenere invece, col mezzo di cambî, moneta numerata in quelle piazze dove gli potrà abbisognare in seguito.“ (Raphael de Turri: Op. cit. p. 109, 195, 196)

Dieselben mercanti u. cambisti bedienten sich Beginn des 16t u. im 17t Jhdt in ihren cambi, conti u. in den fiere eines Rechengelds, genannt v. ihnen scudo di marche („Marcha qui quia istrumentum merchandi.“ Scaccia   #e* Scaccia°] Rota bezog sich in dieser Fußnote 2 auf die Schrift von Sigismundus Scaccia: Tractatus de commerciis et Cambio. Romae 1619.
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); wurde allgemeines Handelsgeld, diente dem Handel u. Commerce als Schutz gegen die häufigen alterazione alterazioni monetarie, gab dem commerce eine allgemeine Sprache, emancipirte ihn v. den zahllosen Localgeldern damals in Circulation.

Der valore dello „scudo di marche“ wurde fixirt in confronto mit fiorino v. Florenz, Ducat v. Genova u. Venezia (alle diese hatten gleichen Werth u. waren nicht unterworfen den alterazioni governative) u. den scudi battuti in Neapel u. Spanien ad imitazione di quelli; fixirt 100 scudi di marche = 101 scudi jener Goldmünzen der mints v. Florenz, Genua, Venedig, Neapel u. Spanien. Dies der Pari; aber Wechselkurs fällt unter od. steigt über Pari; wie dann Wechselkurs fixirt? In der fiera, nach Beendigung der Liquidation, vereinigten sich die grösseren Cambisten (die dem Magistrato della Fiera eine Caution v. 4000 scudi geleistet) um den Preis des cambio auf den verschiednen Plätzen zu bestimmen; dies geschah für die, welche in der Liquidation in debito blieben u. ihren creditori, nach deren Wahl, Wechsel auf einen der früher genannten Plätze geben mussten; es war der Preis dieser cambî, den die cambisti, die die Commission bildeten, |25 zu fixiren hatten. Der Pari z. B. zwischen Florenz u. der fiera 100 scudi di marche = 101 fiorini; war aber Nachfrage auf Wechsel für Florenz sehr gross, d. h. viele Zahlungen dorthin zu machen, so stieg Wechselkurs, z. B. 101 od. 102 scudi di marche f. 101 fiorine fiorini . Unter den vorgeschlagnen Preisen wurde (in der Commission) erst der höchste votirt, Stimmen gezählt die er erhielt; so ging’s stufenweis herunter, bis man zu dem Preis kam der 1/2 der Stimmen + 1 erhielt. Dies blieb il prezzo fissato per i cambî di ritorno dalla fiera alla piazza. In jedem der Orte v. grösserer Wichtigkeit war una speciale magistratura beauftragt di fissare il prezzo dei cambî per la prossima fiera v. Besançon, Piacenza, Lyon etc. Diese Magistratur teneva conto  #e* conto°] Bei Rota, S. 83: calcolo
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del prezzo stato fissato nell’ultima fiera per i cambî di ritorno su quella piazza stessa, calcolava l’entità dei pagamenti da farsi per la prossima fiera e dietro tali dati formava il prezzo che dicevasi conto. Lo stare al conto war nicht obbligo del cambista, u. sehr oft die cambi negoziati  #e* negoziati°] Bei Rota, S. 84: negoziavansi
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al prezzo corrente, i. e. qualche denaro al disopra del conto. Die grösseren banker, od. wie sagt Scaccia le „dette buone“ [,] hätten sich geschämt (l. c.  #e* l. c.°] Rota bezog sich in dieser Fußnote 1 auf die Schrift von Sigismundus Scaccia: Tractatus de commerciis et Cambio. Romae 1619.
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p. 182) di fare cambî al conto, weil wenn „il magistrato fissa il prezzo dello scudo di marche a soldi 67, il mercante ricco e di grande credito dà a cambio gli scudi di marche al prezzo di soldi 67 e 4 denari, essendochè è più utile avere un debitore sicuro per scudi 100 che un debitore non sicuro per scudi 101.“ (citirt v. Rota, p. 84)

Il prezzo del cambio, fixirt auf den verschiednen Plätzen f. die prossima fiera galt als index der abundance u. scarcity des denaro, die momentan an jenen Orten; beim Fixiren des prezzo di cambio zwischen 2 Orten berücksichtigte man blos den Preis fixirt in jedem derselben per la prossima fiera. So Beispiel gegeben von Raffaele de Turri : In September zu machen contratto di cambio a Genova per Roma; si osservava zu welchem Preis zu Rom u. Genua fixirt worden war der cambio per la fiera dei Santi di Piacenza, e fra questi due si istituiva un rapporto proporzionale, che dava il prezzo del cambio da Genova a Roma. Per ciò i mercanti nelle lettere ai loro corrispondenti solevano segnare il prezzo dei cambî stabilito nella città, dalla quale scrivevano, per la prossima fiera. (84)

Die governments   #e* manchmal auch verleitet°] Bei Rota, S. 85: talvolta vollero intervenire anche negli affari di cambio
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manchmal auch verleitet gesetzlich zu bestimmen den Maximumpreis da pagarsi pei cambî stranieri. Beispiel Pragmatica napoletana des 30 Juni 1607 (sieh Martens op. cit. p. 79 etc) ( danach sollte [„] scuto d’oro di Marche f. Piacenza u. lo scuto d’oro delle otto stampe per Roma, nicht mehr fixirt werden als etc“ (p. 85) Der Versuch misslang; 8 Nov. 1607 suspendirte government das Gesetz f. ein Jahr; ernannte Commission v. Geschäftsleuten, che tutti i giovedì dovea riunirsi per fissare i prezzi dei cambî etc (Martens, p. 73) Schrift  #e119 Schrift BIS erhoben.°] Bei Rota, S. 86/87, einschließlich Fußnoten 1 und 2. – Hervorhebungen – außer „Breve Trattato“, „clearing house“, „piazza dei cambî“, „Börse“, „affari di borsa“, „cambium siccum“, „luoghi del monte di imprestiti“, „luoghi di Monte“ – von Marx.
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dagegen des Antonio Serra , [che] dalle careri carceri di Vicaria, nelle quali era tenuto prigione adressirte Juli 1613 an den vicerè Lemos, den „Breve Trattato“ etc (Scrittori classici. Parte Antica. t. I) (ferner il „Turbulo“ (cf. hierzu das opera des Serra.), für Freiheit del cambio)

Die fiera dei cambi entspricht modernem clearing house; die piazza dei cambî der „Börse“.

In jenen Zeiten in vielen ital. Städten »luoghi« bestimmt f. reunions v. bankers u. Kaufleut, wo sie abmachten affari di borsa; das cambium siccum u. das cambio colla ricorsa waren »aggiotaggio cambiario«. Viele italien. Städte, durch Contracte v. Anleihen, hatten Anlass gegeben zur Schöpfung v. Credittiteln (titoli di credito), genannt »luoghi del monte di imprestiti«, prediletto oggetto der Börsenspeculation jener Zeiten. In Florenz, gen Ende des 14. Jhdt, die Agiotage solche Höhe erreicht, dass zu deren Repression eine Taxe auf die contratti di luoghi di Monte erhoben. Dies erwähnt der florent. Chronist, Marchionne di Coppo Stefani (dies Gesetz v. 1381). Die |26 v. Rota, p. 87, citirte Stelle findet sich in „Istoria Fiorentina di Marchionne di Coppo Stefani[“] , lib. IX, rubrica 727; publicirt v. Lami in Delizie degli Eruditi Toscani, t. XIV der Delizie, p. 96.

Im Anfang des 16 Jhdts regulatione dalle autorità comunali e governative bezüglich der Versammlungsplätze genannt: »piazze o logge dei cambî«, wo sollten abgemachten abgemacht werden affari di cambî reali tractirt , aber man kann unterstellen, dass auch solche Geschäfte wie nun in unsren Börsen.

Wir besitzen (sieh Scaccia   #e* Sieh Scaccia°] Rota bezog sich in dieser Fußnote 1 auf die Schrift von Sigismundus Scaccia: Tractatus de commerciis et Cambio. Romae 1619.
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) die Statuti der piazza dei cambî di Bologna, approvirt v. Pio V a. 1569, wo Pabst Pio sagt: „Volendosi dar principio al fare in questa magnifica città di Bologna pubblica piazza de’cambi reali per diversi luochi, come si costuma nelle principali città d’Italia e specialmente in Roma etc“ Nach den statui statuti di Bologna Jurisdiction sulla piazza dei cambî gegeben den consoli dei mercanti. Der Ort scelto f. piazza dei cambî war „il portico innanzi l’ospitale della Morte, che da qui innanzi si chiamerà la Loggia del Cambio“. Statuten bestimmen Tage u. Stunden der riunioni. Ferner vorgeschrieben, dass die cambî zu machen [»]in scudi d’oro di zecca per tutte le piazze e che i conti e le scritture debbansi pure tenere a scudi d’oro di zecca. I sensali dei cambî devono essere approvati dai consoli dei Mercanti u. ist fixirt, dass sie als Provision nicht mehr können percepire sui contratti effettuati als un soldo d’oro per ogni cento scudi d’oro«. (p. 88, 89)

Statuten der piazza dei cambî di Bergamo älter als 1591 (weil in Vorrede gesprochen v. riconferma di essi statuti avvenuta nel 1591) die wir besitzen[;] neue Compilation v. 1621, im selben Jahr von Doge Antonio Priuli approvata. (Sieh das Dokument bei Martens   #e* bei Martens°] Georg Friedrich von Martens „Versuch einer historischen Entwicklung des wahren Ursprungs des Wechselrechts. Nebst einer Sammlung alter und neuer Wechselgesetze“. Göttingen 1797, Dokumentenanhang, S. 28 ff.
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) Diese Statuten sehr wichtig f. Wechselrecht, sind »completa legge cambiaria«. (89)

Die Arte des cambista war schwer, subtil, monopolizzata; specielle Profession nöthig um in ihre Geheimnisse zu dringen, Correspondenten an grosser Anzahl Plätze nöthig, die die Märkte besuchten, od. dort Procuratori hatten. Nur solche Leute konnten Cambisten sein. Das ganze Geheimniss verschwand, Monopol ditto, mit l’invenzione della girata. Letzere Letztere nicht erwähnt, weder bei Scaccia   #e* Scaccia°] Sigismundus Scaccia: Tractatus de commerciis et Cambio. Romae 1619.
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noch Turri   #e* Turri°] Raphael de Turri: Tractatus de cambiis, Genuae 1639.
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, wird daher v. einigen für französische Erfindung ausgegeben. Aber zuerst erwähnt girata in Pragmatica Napoletana vom 8 Nov. 1607, wo es heisst: „E  #e123 «E BIS gira.»°] Bei Rota, S. 90/91, Fußnote 1: „Sulla storia della girata vedi l’eruditissimo articolo del dott. GÖTZ nella Allgemeine Encyklopedie di Ersch e Gruber, voce Giro, e la dotta dissertazione di BIENER nelle sue Wechselrechtliche Abhandlungen, – pag. 121 e seg.“ – Siehe Dr. Götz: Giro. In: Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste in alphabetischer Folge von genannten Schriftstellern bearbeitet und herausgegeben von J. S. Ersch und J. G. Gruber. Erste Section. A-G. Hrsg. von Hermann Brockhaus. 67. Theil. Gie-Girrieux. Leipzig 1858, S. 1–136.
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perchè col medesimo abuso si sogliono fare molte lettere di cambio pagabili – al tale o a chi ordinerà – e poi giratole una volta quello che subentra abusa ancora egli girandole ad altri e da questa moltiplicità di girate ne nascono molto molti inconvenienti: Ordiniamo e comandiamo che da hoggi avanti tutte le lettere di cambio, che si faranno per le piazze e fiere del presente regno pagabili al tale o chi ordinerà, non si possano girare più che una sola volta facendo riconoscere la mano del girante da un Notaio, con farne fede sotto la lettera, restando però pure obbligato quello che gira.“ Die girata bei ihrem Erscheinen bekämpft von den Cambisten, deren Monopol sie zerstörte, feindlich behandelt v. Gesetzen aller Länder, die sie als Missbrauch erklärten – siegte nach u. nach. 1664 in Frankreich officiell anerkannt (per kgl. Declaration), halbes Jahrhundert nach Geburt dieser costume: Gesetze v. Frankfurt a/M v. 1620 u. 1635 verbieten sie; ordinanza cambiaria v. Nürnberg (1654) erlaubt una sola girata sulle cambiali; andre v. Danzig (1701) erlaubts, weil allgemeiner Gebrauch, obgleich es nicht wünschenswerth sei »si facciano diverse girate sulla stessa cambiale«.|

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Cap. IV. I Banchieri privati d’Italia nel Medio-evo (I Depositi ed i Conti Correnti)

Nicht nur in Florentinischen Banken, sondern bei allen italien. Banken jener Zeiten Deposit-operation zugleich mit allen perfezionamenti della »girata di banco«, die auch schon bei altgriech. u. altröm. banks; deposit u. il banco-giro allen Banken gemein, den einfachsten u. elementarischsten, wie den verwickeltsten u. vollkommensten. (93, 94)

statuto di Pizenza Piacenza v. 1391, in Abschnitt „De campsoribus[“] :  „Über die Wechsler (Bankleute): Die Wechsler sind verpflichtet, die ganze Menge Geldes zurückzugeben, welche irgendwelche Leute bei diesen selben Wechslern deponiert oder angelegt haben und auch ein handschriftliches Schreiben von ihnen jener Person zu geben, welche das Geld deponiert oder angelegt hat.“
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„campsores tenentur reddere omnem pecuniae quantitatem, quam quaelibet personae pene ipsos compsores deponerent vel accomendarent ac etiam dare scripturam scriptam de mano eorum illi personae, quae pecuniam deposuerit vel accomendaverit.“
Den scritture dei banchieri [era] in molte città accordata piena fede in giudizio. ([93,] 94) (Note)

Ueber Venedig, sieh Cronique des Villehardouin   #e127Villehardouin BIS Levante°] Hervorhebungen von Marx. – Siehe [Geoffroy de Villehardouin:] L’Histoire de Geoffroy de Villehardouyn, mareschal de Champagne et de Roménie, de la Conqueste de Constantinople par les barons français associez aux Vénitiens, l’an 1204, d’un costé en son vieil langage et de l’autre en un plus moderne et intelligible, par Blaise de Vigenère, … Paris, A. L’Angelier, 1584. In–4°, extrait du privilège, épître dédicatoire, 186-CLXXXVI ff. de texte et traduction en regard, marque gr[ecque] au titre. [Die erste Ausgabe von 1583 konnte nicht ermittelt werden. Eine vollständige Ausgabe, deren Titelblatt ausführlichere inhaltliche Informationen enthält, ist: L’Histoire ou Chronique du seigneur Geoffroy de Ville-Harduin, … représentée de mot à mot en ancienne langue françoise d’un vieil exemplaire escrit à la main qui se trouve dans les anciens archives de la Sérénissime république de Venise, contenant la Conqueste de l’Empire de Constantinople faicte par des barons françois, confédérez et unis avec les seigneurs vénitiens, l’an 1204. Ensemble la description de la prinse de Constantinople extraicte de la fin des Annales de Nicète Choniates, historien grec et chancelier des empereurs constantinopolitains, de nouveau mise en françois. Pt. 1,2. Lyon 1601.]
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, der mit 5 compagni gesandt v. den baroni francesi, verlangend transport nach Palestina mit den Schiffen der Republik. Dies vor 4. Feldzug  #e* 4.Feldzug°] Gemeint war der 4. Kreuzzug, der im Jahre 1204 unter Heinrich VI. gegen Byzanz geführt wurde.
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. In Anrede des Villehardouin Venedig schon bezeichnet als »la più potente nazione sul mare«. Damals stellt’s den Kreuzfahrern Flotte, die auf einmal 35 000 cavalieri trasportò. Es war bereits grosse Seemacht vor den crociate, die seine Colonien u. Besitzungen in Levante vermehrten u. seine traffichi ausdehnten. ([94,] 95)

Venedig: Nach Mehrzahl v. Historikern u. Oekonomen soll Ende des J. 1171 öffentliche Depositbank zu Venedig errichtet worden sein u. als Muster gedient haben in viel späteren Epochen, ähnlichen Instituten in Barcelona, Genova, Amsterdam etc. Das fact ist: In jenem Jahr Anleihen contrahirt (von Republik Venedig) zum Krieg gegen Kaiser Manuele ; u. die Creditoren vereinigt in Gesellschaft, od., wie es damals hiess: „Monte de’imprestiti de’imprestidi. Dies »Monte« auch manchmal für »bank« gebraucht; aber nicht hier; venet. Geschichtschreiber unterhielten absichtlich den Irrthum; so der f. den gewissenhaftesten unter ihnen gilt, Romanin : „A Venezia spetta altresì l’introduzione della prima Banca Nazionale, come già osservammo quando ai tempi del doge Vitale Michiel II (1171) per sovvenire ai bisogni dello Stato, fu decretato un prestito generale, pagandone semestralmente gli interessi del 4% sestier per sestire, e con polizze di banco commerciabili, con che ebbe origine il primo banco nazionale d’Europa.“ (p. 96)  Zusatz von Marx.
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Rota dagegen:
Venedig war unter den ersten Städten die banken hatten u. sicher die erste die Gesetze darüber machte, aber dies Privat, nicht Public banks. (97)

Wie die ersten Banken v. Florenz, Siena, Genua, die mit denen v. Venedig gareggiano in antichità, die v. Venedig Privatbanken, generalmente Eigenthum di patrizi veneziani. Wie die florent., dauerten die venet. Banken lange. Il banco der herzogl. family Soranzo gestiftet 1386 dauerte bis 1491 „A’ 21 aprile 1491 Piero Soranzo q. Zuane ha saldà el so banco a trombe e pifferi“ ( Malipiero , citirt v. Ferrara) Die banche gleichsam die cassa comune der Venetianer. Die commercianti (e chi non lo era in Venezia?) vertrauten ihr Geld den banken u. die Zahlungen executirt mit mandati di pagamento sulle banche, die oft nicht sborsavano il denare denaro, sondern con un semplice trasporto di partita soddisfacevano a chi pagava ed a chi riceveva. Von diesen banken memorie bis von Anfang 1200. ⦗Im 13 Jhdt schon sehr ausgedehnte Creditrelations v. Venedig; 1246 il papa Innocenzo IV mandava denaro a Venezia per mezzo di cambî perchè si pagassero 25,000 marchi d’argento al Langravio di Turingia   #e*Langravio di Turingia°] Heinrich Raspe IV.
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in Francoforte. (97, Nt.[)]⦘ Die bankers hiessen ursprünglich campsores; ihr erstes\originales Geschäft – cambio delle monete; viel später erst, im 14. Jhdt, hiessen sie banchieri a scripta. Bankindustrie Anfangs frei; erstes venet. Gesetz über Banken: 1270; mit ihm Beginn v. Governmentinterferenz die zu Ruin führte. Durch dies Gesetz den Bankers vorgeschrieben in die Hände der Consoli mercanti eine Caution von 3000 lire ad minus zu deponiren. ⦗ Elia Lattes viel aufgestöbert in den Archiven v. Venedig u. publicirt in: „La libertà delle Banche a Venezia dal secolo XIII al XVIII[“]. Milano 1869⦘ |28   #e131a ⦗Der BIS Veneto⦘°] Francesco Ferrara: Gli antichi banchi di Venezia. In: Nuova Antologia di Scienze, Lettere ed Arti. Bd. 16. Januar u. Februar 1871, S. 177–213 u. 435–466; Fr[ancesco) Ferrara: Documenti per servire alla storia de’banchi Veneziani. In: Archivio Veneto. Pubblicazione periodica. Tomo 1. Parte 1. Venezia 1871, S. 106–155.
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⦗der Francesco Ferrara publicirte die ersten capitel einer Storia delle Banche Veneziane in Nuova Antologia del gennaio u. febbraio 1871 u. die documenti relativi in first volume des Archivo Veneto

1318 durch Gesetz die Caution erhöht auf 5000 lire; 1374 durch Gesetz den bankers verboten ogni commercio di ferro, rame, stagno, argento, zafferano, als commerci troppo pericolosi; ⦗dies Gesetz cassirt 1386, aber blieb verboten den bankers der commercio in rame ed in argento 1403 stabilito, dass die banchieri nicht dürften negoziare, weder zu Land noch See, für eine Summe superiore ad una volta e mezzo il complessivo ammontare dei prestiti da loro fatti al governo. Dadurch sollten die banchieri gezwungen werden ihr Geld dem government der Republik zu leihen, das deren bedürftig für die grosse guerre di quei tempi. Gelang auch; bankers gaben grande parte dei danari dei loro clienti al governo. ⦗ F. Ferrara giebt una nota dei prestiti fatti dai banchieri al governo v. 1457–1507.⦘ Sehr zahlreiche leggi bancarie im 15 u. 16 Jhdt. 1455 Cautionen erhöht v. 5000 auf 20,000 ducati, u. 1523 von 20 auf 25 000 25 mila; 1524 instituirt un officio speciale von 3 provveditori sopra li banchi, mit Funktion sie zu überwachen; ditto 1524 Gesetz »che ogni anno del mese di Zugno tutti li banchieri presenti et futuri siano ballottati et provati im Consiglio dei pregadi[«]; endlich 1526 festgesetzt, dass vengano eletti tanti nobili quanti sono banchi in città, che debbansi recare ai banchi mentre vi si fanno le operazioni, ed ivi sorvegliare perchè le leggi non vengano violate. (100) Diese Gesetze trugen zum Ruin der Banken bei; Nella ballotazione del 15 luglio 1534 ein einziger banker fu approvato – Silvano Capello ; ein andrer banker, Antonio Priuli approvato 21 Decemb. 1534; so nur 1 od. 2 bankers in Venedig, während wenige Jahre vorher vielleicht mehr als 50. Verhindert solide Banken durch das absurde Gesetz, welches verlangte banchieri unterworfen einer annuale approvazione; wer [wollte ein] Geschäft unternehmen[, das ihm] entziehbar nach Jahr durch un voto del Consiglio? Hence Gründung schwacher Banken, ohne hinreichende Kapitalien, durch unerfahrne Leute. Alle die Bankgesetze beginnen daher immer mit Klagen über das »frequente fallire delle banche) « (100)

Ausser den restrictiven Gesetzen, Schuld am »triste stato dell’industria bancaria a Venezia« Beginn des 16t Jhdt., incauto spirito di speculazione, treibt die veneti banchieri zu gefährlichem impiego des denaro loro affidato. So erzählt Zerbi , Gründer der Bank di Sant’Ambroglio Sant’Ambrogio a Milano ⦗„Del Banco di Sant’Ambrogio[“] proposto alla inclita città di del Milano da Gio. Antonio Zerbi milanese. Libri due. Milano, per Pandolfo Malatesta⦘, v. einem zu Krach gekommnen banker „il qual si servì della maggior parte dei denari del Banco et per comperar tutte le droghe che puote haver in Levante, e et con l’assedio di esse guadagnare quel che non conveniva, et essendo stato provisto di quella Mercantia per la via di Ponente diede nel fallimento.“ (101) Ferner Ruingrund: improvidi improvvidi prestiti al governi governo ; war ihnen fast als obbligio durch das Gesetz auferlegt wonach sie in commercio nicht placiren durften summe höher ad una volta e mezzo l’ammontare dei prestiti fatti al governo; pumpten also largement dem governement; Anfang des 16t Jhdts waren die banchi f. grosse Summen Gläubiger des government; es konnte ihnen nicht zahlen, scosso dalla guerra della lega di Cambray; so sie gezwungen a mancare ai loro imegni impegni, e con grande jatura di tutti, fallire. Gov. durch Gesetz vom 6 Nov. (1485?) wollte Banken stützen; aber nicht verhindert dadurch der totale Krach derselben. ⦗Schon im Gesetz vom 22 August 1485 gesagt:  „Nicht nur die Reichtümer, sondern auch die Stadttore dieser unserer Stadt sind zerstört worden, es soll erst recht das Werk (oder Wiederaufbau) die künftigen (Geschlechter) jenen unseren Bürgern und Banken verpflichten, die von Zeit zu Zeit die (oder eine) ungeheure Summe Geldes unserem Herrn (oder Haus St. Georg) geliehen haben.“
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„Preterea non solum, etiam introitus nostrae hujus Urbis in ipso bello sunt conversi, verum etiam opus fiat futuros obligare illis civibus nostris et banchis, qui ingentem pecuniae summam de tempore in tempus nostro Domini mutuarunt.“
(102)[⦘]

Die v. Fr. Ferrara im 1st vol. des Archivio Veneto publicirten Documente bezüglich fast alle auf 15t Jhdt, ersichtlich, dass damals die Republik (venet.) nicht gewohnt in den öffentlichen Kassen irgend eine Geldreserve zu halten, hence gezwungen immer zu recurriren an die Banken, stets larghi di prestiti. 1478 verlangt Cunich (deutscher Pferdehändler) lebhaft Zahlung v. 666 Dukaten f. Pferde, verkauft an die Republik; diese pumpt sie von banco Soranzo ; 1459 der Bailo di Costantinopoli fa tratta v. 470 Ducaten auf die Republik, zahlt dafür banco Soranzo u. in derselben Weise die Banchi Soranzo, Garzoni, Pisani, Veruzzi, Priuli, Baldi Ciera etc pumpen der Republik per pagare armaiuoli, per provvedere biade, per fare donativi ai principi, per allestire galee, per pagare soldati ed assumersi

(Fortsetzung p. 12)|

29

Aus:
Giuseppe Ricca-Salerno: Sulla teoria del capitale. Milano 1877.
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Ricca-Salerno (Giuseppe) ⦗Dottor⦘: Sulla Teoria del Capitale. Milano. 1877.

 Marx notiert einige Titel, die Ricca-Salerno in seinem Buch zitiert.
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Er citirt
: E. Nazzani, Saggio sulla Rendita fondiaria. Forli 1872.⦘; H. J. Biedermann Bidermann : Ueber den Begriff des Merkantilismus. Innsbruck. 1870. E. Leser: Der Begriff des Reichthums bei Ad. Smith. Heidelberg. 1874. ⦗Citirt auch den Lampertico  Bemerkung von Marx.
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(asinus!)
: Economia etc. ferner von selbigem  Anspielung von Marx auf den Namen Lampertico: Im Deutschen wird der Hase als „Meister Lampe“ bezeichnet.
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Lampe, dem Hasen
: „Giammaria Ortes e la Scienza economica al suo tempo[“]. Venezia. 1865.⦘ ⦗Cossa: „Sui Limiti della Produzione“ in „Rendiconti dell’Istituto Lombardo[“]. Milano. 1874.⦘ ⦗E. Morpurgo: La Statistica e le Scienze sociali. Firenze 1874⦘ ⦗L. Cossa: Sulla Teoria del Capitale, memoria estratta dai Rendiconti dell’Istituto Lombardo. Milano 1874.⦘ ⦗N. F. Canard: Principes d’Econom. Polit. Paris 1801⦘ ⦗Cusumano: Le Scuole economiche della Germania in rapporto alla Quistione sociale. Napoli. 1875 W. Endemann: Die nationalökonomischen Grundsätze der canonistischen Lehre. Jena 1863. Funk: Ueber die ökonomischen Anschauungen der mittelalterlichen Theologen in: „Zeitschrift für die gesammte Staatswissenschaft“ Tübingen, 1869. u. Cusumano: „L’Economia Politica nel Medio Evo. Bologna 1876“.⦘E. Peshine Smith: Manuel d’Economie Politique. Paris. 1854⦘ ⦗K. Strasburger: Zur Kritik der Lehre Marx vom Kapital, in Jahrb. f. Nationalökonomie u. Statistik. Jena 1871. I° p. 93–103

 Kommentar von Marx.
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Was der Ricca-Salerno über mich (i. e. „Das Kapital“) sagt, ist alles bosh, wie das was Lampertico , Ciccone u. tutti quanti. Den Ricca-Salerno betrübt namentlich, dass ich das seiner Natur nach ehrwürdige „Capital“ verantwortlich mache für historische Zufälle.
»Il capitale come ogni altro elemento della vita sociale partecipa alle condizioni del tutto e subisce nei diversi tempi alcune influenze che non detraggono nulla alla sua natura, e al modo fondamentale onde esso funziona nella economia.« (108)

Weil »i capitali annessi al terreno siano inseparabili da esso, e che i loro profitti si confondano colla sua rendita, l’Hermann (Staatsw. Untersuch. etc 1832. 48–49) ha dedotto che i terreni debbono considerarsi come parte del capitale ⦗Hierzu selbe pag. 47, nt. 1 sagt Ricca-Salerno : [»] Carey, Bastiat etc seguono la stessa opinione, ma secondo un ordine diverso di considerazioni e più in apparenza che in fatto: essi … mentre qui   #e* pare riducano°] Bei Ricca-Salerno, S. 47: pare che riducano
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pare riducano i terreni a capitale, risolvono poi sostanzialmente tutto nel concetto del lavoro.«⦘ e per contrario il Wolkoff ha inferito che i miglioramenti della terra perdono la loro proprietà di capitali distinti e divengono parte accessoria dei terreni a somiglianza delle capacità acquisite[,] che nell’uomo si compenetrano colle naturali ed economicamente danno luogo al lavoro.[«] (47, 48 cit. Wolkoff: Lectures d’Economie Polit. Paris 1861)  Zusammenfassende Bemerkung von Marx.
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Die (quelle nouveaute nouveauté!) Erklärung vom Kapital des Herrn Ricca-Salerno:
»il capitale è ricchezza prodotta applicata alla produzione.« (p. 51)

Schmoller:   #e*Schmoller°] Bei Ricca-Salerno, S. 131.
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„Die Lehre vom Einkommen etc“ in „Zeitschrift f. die gesammte Staatswirthschaft Staatswissenschaft. Tübingen 1863.“

 Zusatz von Marx.
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Schöner (!) Satz des Ricca-Salerno:
»Nei periodi meno progrediti della vita economica hanno più influenza sull’aumento del capitale le leggi dello spirito: ma nei periodi più colti e industriosi prepondera l’efficacia delle leggi della natura.« (p. 146)|

30

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874.
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Rota (Fortsetzung v. S. 12)

[Cap. V. Le banche pubbliche d’Italia im 16, 17 u. 18t Jhdt.]

Zugleich 1587 wieder eingeladen Private, die (Privat)bank eröffnen wollen a chiederne licenza nach der alten Praxis; u. 1596 concedirt dem Dionisio Contarini di aprire Banco privato.

Neben der Banco di Rialto instituirt durch die leggi v. 1581 u. 1587, kam 1619 andre öffentliche Bank, genannt Banco Giro , die dauerte bis Fall der venet. Republik. Wissen wenig v. letzterer. Das Buch: „La scuola in pratica del Banco Giro nella Serenissima Repubblica di Venezia“, data in luce von „Giovanni Cavalà Pasini. Venezia, 1791.“ ist nur kurzes Compendium v. Regeln u. arithmetischen Beispielen f. Reduction verschiedner Münzen in moneta di banco. In der Introduzione, p. 3, sagt der Autor, sprechend del Banco Giro: „Rimarcabile è il Banco Pubblico del Giro in questa Serenissima Dominante, per esser composto di un Deposito o sia Fondo di ricco Capitale, consistente in varie Dite Creditrici, sotto la Pubblica Protezione e fede di comodo e vantaggio a Mercadanti ed altri per ispeditezza de’loro negozj e pagamenti, ed una singolare comodità per il Commercio. A questo grandioso Capitale fu posto il nome di Banco Giro Pubblico per il continuo moto, che il denaro vi fa incessantemente in giro di partite per scrittura cambiando e ricambiando le medesime da un nome all’altro, coll’ordine d’una ben regolata e fedele scrittura che vien tenuta a lire, soldi e denari.“ ([113,] 114)

 Zusatz von Marx.
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Aus dieser Beschreibung vermuthet P. Rota
, dass die Banco-Giro v. Venedig selber Art, wie die von einem Italiener Namens Norbis 1703 in Vienna errichtete Banco del Giro; in dem Fall wäre die Banco giro v. Venedig sorto aus Autorisation der Republik an einige od. alle ihre Gläubiger di fare inscrivere i loro crediti sui registri di una speciale istituzione (il Banco Giro), e di disporre di quei crediti girandoli ad altre persone in certi determinati pagamenti.

Hence käme dann auch die Tradition, die fa nascere i Banco pubblico di Venezia mit creazione del primo debito pubblico veneziano; würde auch erklären warum der Aggio della Moneta di Banco stand über la moneta corrente. Da gewisse Zahlungen nur leistbar colla girata di crediti sul Banco od. mit partida di banco, wie es damals hiess, so natürlich, wenn die somma di questi crediti nicht bastasse per la quantità di pagamenti, che con essi si doveano compiere, dass die partide di banco per la molta ricerca avessero a guadagnare un premio od agio. (114, 115)

⦗In dem opera: „Venezia e le sue Lagune“ Vol. II, p. 374–75 heissts u. a. „Questo banco denominato zecca (perchè innestato ad essa) ed il banco giro di Venezia furono sempre riputati e ricchi; poichè anche nei più stretti bisogni del governo trovavansi floridi e forniti di ragguardevoli somme che otteneva a prestito da nazionali e stranieri, ed in tale attività si mantenne fino al finire della repubblica, al qual tempo nulladimeno si trovarono in cassaZecca, Ducati 426,048; Banco, Ducati 112,695 – locchè non fu poi al cadere dell’aristocrazia, lasciando esso banco un debito di ducati 44,194,224.“ Vol. I, p. 365 desselben Buchs, heisst’s del Banco Giro : „Durante le serrate principali, il denaro veniva trasportato nella pubblica zecca, ed era occasione di mezza festività cittadinesca: imperocchè da Rialto, ove risiedeva la banca, lo si portava processionalmente lungo la merceria, e tutti i bottegai doveano starsene ritti sulla porta con picche ed alabarde in mano per essere pronti alla difesa e far largo al tesoro.“ (Nt. 1. p. 115 Rota)⦘ Sieh bei Rota p. 116 sqq. weitere Auszüge aus dem Buch  #e* Buch°] Verfasser war Giovanni Cavalà Pasini.
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„La Scuola in Pratica del Banco Giro etc“

⦗In Venedig, schrieb Turbolo 1629 (in seinen „Discorsi e Relazioni sulle monete di Napoli“ „vi sono la moneta del banco e la moneta corrente, differenti fra sè con agio di 20 per 100, di modo che 100 ducati di Venezia vagliono 120 in moneta corrente.“ (p. 201 Parte antica vol. I[)]⦘ Die banco giro dauerte bis Fall der Venet. Republik u. die Gläubiger der Bank gezahlt vom Napoleonischen gvt. (1806) (28 luglio) pagati con cartelle del Monte Veneto.

Im Senat, Discussion über Bank, haben wir 2 Reden (in venet. Senat) 1584, die eine (erste) von Tomaso Morosini ; 2te 1587 v. Unbekanntem (aber irrthümlich v. Lattes mit Morosini identificirt) (die erste gegen, die andre für public bank )

(Fortsetzung p. 32)|

31

Aus:
Karl Dietrich Hüllmann: Deutsche Finanz-Geschichte des Mittelalters. Berlin 1805.
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K. D. Hüllmann:  #e* Karl Dietrich Hüllmann°] Marx hatte bereits 1843 in den „Kreuznacher Heften“ die Quellenangaben der Schriften Karl Dietrich Hüllmanns „Deutsche Finanz-Geschichte des Mittelalters“. Berlin 1805 und „Städtewesen des Mittelalters“. Bonn 1826–1828 notiert (siehe MEGA IV/2. S. 146.19 und 150.25). Mitte Oktober bis Ende April 1852 exzerpierte er in London aus den Schriften „Geschichte des Ursprungs der Stände in Deutschland“. Berlin 1830, „Geschichte des Ursprungs der Deutschen Fürstenwürde“. Bonn 1842, „Deutsche Finanz-Geschichte des Mittelalters“ und „Städtewesen des Mittelalters“ von in seinen Heften XVII und XVIII gemacht (siehe MEGA IV/10) sowie in den „Grundrissen“ (siehe MEGA II/1) und im Hauptmanuskript von 1864/65 zum dritten Buch seiner Kritik der politischen Ökonomie („Das Kapital“) (siehe MEGA II/4.2) auf Hüllmann Bezug genommen.
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Deutsche Finanzgeschichte des Mittelalters. Berlin 1805.

»Von den beiden Europäischen Staaten, die das heutige Völkerrecht leiten, ist bekanntlich der eine ⦗England⦘ von erfahrenen Seeräubern, der zweite ⦗Frankreich⦘ von verwegenen Landräubern ⦗Salisch-Fränkische Abenteurer im 5. Jhdt⦘ gestiftet.« (p. 2)

Das Rechnungswesen … verdanken unsere Staatsmänner den Bürgerschaften der grossen Handelsstädte; es ist eine erweiterte, auf ganze Länder ausgedehnte, Copie der Kämmerey-Rechnungsführung. Die Magistratspersonen hatten ein gemeinschaftliches Vermögen zu bewirthschaften; unter ihnen fortdauernd mehrere Kaufleute, die über alle Ausgaben u. Einnahmen Buch u. Rechnung zu führen u. Balancen anzustellen gewohnt waren etc (40) Diese kaufmännische Behandlung eines Vermögens drang in die Kämmereywirthschaft ein, u. als Nachbildung endlich – erst in den späteren Jahrhunderten – in die Staatswirthschaft. (40) Aus  #e212 Aus BIS argentei«.°] Bei Hüllmann, S. 55/56. Hervorhebungen - außer „duodecim Solidis“ – von Marx.
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  #e* Aus°] Karl Dietrich Hüllmann: Deutsche Finanz-Geschichte des Mittelalters. Berlin 1805, S. 55: „Eine beträchtliche Einnahme kann aber damals der Prägschatz nicht gewährt haben, da der Staat, in den Zeiten der Kindheit des Handels und Verkehrs, denselben zum Behufeder Finanzen eigentlich blos vermittelst der Zölle in Anspruch nahm, das Ausprägen der Münzen aber noch wenig dazu benutzte. In der Periode der Pipinisch-Karolingischen Dynastie wurde aus …“ – Pipin (Pippin) war der Name mehrerer in der Geschichte des Fränkischen Reiches berühmter Männer. Die ältesten unterscheidet man nach Besitzungen ihres Hauses an der Maas; doch finden sich diese Beinamen erst in den Chroniken des späten Mittelalters. Als erster erwähnt wurde Pippin von Landen, gestorben 639.
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einem Pfund reinen Silbers 22 Solidi geschlagen (Pipini Cap. a. 755 etc), so dass auf einen  Römische Goldmünze, die vom Kaiser Konstantin I. um 312 eingeführt wurde.
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Solidus
(= 12 Denari) fast 11/2  Alte mittel- und nordeuropäische Gewichts- bzw. Maßeinheit.
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Loth
Silber kamen, u. dieser Münzfuss hiess Elf-Solidus-Fuss; da auf 1/2 Pf. bei jenem Fuss 11 Solidi geschlagen, 1/2 lb war = der feinen Mark; Im 13t Jhd aus der Cöllner Mark schon 12 Stück Solidi geprägt. (Werneri, Archiepiscop. Mogunt. dipl. a. 1264:  „500 Mark, 12 Kölnische Solidi berechnet auf eine Mark“
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„quingentas marcas, duodecim Solidis Colon. computatis pro marca.“
Verhältniss v. Silber zu Gold während ganzen Mittelalters = 12 : 1 (Hillini, Archiepisc. Trevir., dipl. a. 1163:  „Ein goldener Denar oder zwölf silberne“
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„denarius aureus, vel duodecim argentei.“
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32

Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874.
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 Marx setzt seine Exzerpte aus Rota von S. 30 des vorliegenden Exzerpthefts fort.
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Fortsetzung v. p. 30 (Rota! Storia etc)

Genua: [»]Die Compagnia od. Casa di San Giorgio di Genova associazione di creditori dello Stato, che amministra le rendite della Repubblica, acquista colonie e possessi, arma navi, mantiene eserciti, fa guerre, paci, alleanze ed infine fa da cassiere ai cittadini e alle altre sue attribuzioni aggiunge quella di banca di deposito.« (123)

Fragt sich wie dies sonderbare Institut entstanden ist.

1148 scheint Genua erste Staatsschuld contrahirt zu haben, in Folge der expenses  #e149 expenses BIS Toulouse?)°] Frage in der Klammer von Marx. – Die Westgoten hatten im Jahre 415 unter ihrem König Wallia in Südfrankreich festen Fuß gefaßt und dort ein Reich gegründet, das nach seiner Hauptstadt Tolosa oder Toulouse das Tolosanische Reich genannt wurde. Es wurde endgültig im Jahre 711 von Arabern zerstört. Almeria liegt an der andalusischen Südküste der Iberischen Halbinsel, von Genua aus auf dem Wege nach Gibraltar. In beiden Gebieten scheint Genua, das in der Mitte des 12. Jahrhunderts einer der mächtigsten Seestaaten der Erde war, Kolonien bzw. Niederlassungen gegründet zu haben.
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der erfolgreichen Unternehmung gegen Almeria e Tolosa.  Zusatz von Marx.
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(Toulouse?)
Die Verleiher des Geldes im selben Jahr in Compagnie vereinigt; ihr assignirt die Einkünfte v. einigen gabelle, dienend zur Zahlung der Zinsen u. Amortisation der Schuld in bestimmter Anzahl v. Jahren. Diese Procedur bei späteren Staatsnöthen wiederholt; bildeten sich so as many societies of creditors als Anleihen in verschiednen Epochen u. zu verschiednen Zwecken contrahirt.

Diese Finanzinstitute nannten sich compere od. scritte; jede 100 lire di credito bildeten einen luogo od. azione; eine bestimmte Zahl luoghi, gehörig demselben Individuum, bildeten una colonna; die Einkünfte, assignirt f. Zinsen u. Amortissement der Schuld hiessen proventi. Die compere od. scritte unterschieden durch Specialnamen, abgeleitet v. der gabella ceduta, od. der impresa wofür die Anleihen contrahirt, od. vom Heiligen, dessen Namenstag gefeiert am Tag del contratto. So gabs compere della magna pace, del re Roberto, di Corsica, di Rodi, dei Pisani, dei Veneziani, dei Catalani, dei Greci, di San Pietro e San Paolo, del sale, del carne, del vino etc.

Die compere also Actiengesellschaften; die Actien hiessen luoghi, die Actionäre luogatari; letze letztre erwählen eigne Administrateure, genannt consoli u. hatten, a reggere le gabelle, andre magistrati inferiori, genannt visitatori, confortatori, clavigeri etc.

Wesentliches war seitens der Republic, das amortissement der Anleihen; die gabelle, in Garantie gegeben, rendeva più als der Zins des Anleihns; dieses surplus genannt coda di redenzione, diente a redimere il prestito. Z. B. wenn eine gabella £.5000 einbrachte, womit hätte fabricirt werden können un prestito di luoghi 1300, se ne formava invece uno di luoghi 1000, gli altri 300 si lasciavano a moltiplicare onde redimere la gabella. (Sieh Carlo Cuneo: Memorie sopra l’antico debito pubblico, mutui, compere e Banco di San Giorgio in Genova. Genova 1842)  Zusammenfassende Bemerkung von Marx.
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(In diesem Buch weiteres zu sehn, was bei Rota p. 125, 126)

Das System im Gebrauch bei den genuesischen prestiti ganz gleich dem used bis 1150 zu Venedig u. sehr annähernd dem v. Florenz u. Siena. In Venedig u. Florenz hiess hiessen die Associationen der creditors: „Monti di imprestiti“, die Azioni od. Obligationen hiessen luoghi wie zu Genua.

Die luoghi transmittirbar durch trascrizione in den Registern der Association (diese register hiessen in Genua cartulari) u. variirten in Werth je nach abundance of capitals, fiducia in government, u. der Einkünfte welche die zur Zahlung assignirten gabelles lieferten.

In Mailand, Como u. andren Städten der Lombardei scheints dass die Gemeinde sich Geld schaffte durch Verkauf von titoli di credito, genannt brevia, notae, chartae debiti communis etc; u. diese titoli di credito hatten im 13 u. 14 Jhdt „Zwangskurs“, weil sie in Zahlung gegeben werden konnte konnten u. nur refusirt werden konnten, wenn der debitore im Contract verzichtet auf sein Recht zahlen zu können mit den Titoli del debito del comune. (Ceruti: Di una moneta cartacea di Milano e di Comi nel nei secoli XIII u. XIV nei Rendiconti del R. Istituto Lombardo, Serie II, Vol. III, Fasciolo XIII, Adunanza del 14 luglio 1870.) Aber diese titoli del debito waren kein Papiergeld, weil Zinstragend; sie waren cartelle di rendita mit Zwangscirculation. (p. 126, 27)

Die moltiplicità molteplicità der compere producirte viel Wirrwarr in der Finanzwirthschaft der genues. Republik; hence alle existirenden v. der Communaladministration im J. 1250 vereinigt in eine einzige unter Namen: „compera del capitolo“; aber in Folge der unausgesetzten Kriege entstehn wieder andre compere u. daher auch wieder der alte Wirrwarr. Anfang des 15t Jhdt Sachen so weit gekommen, dass endlich 23 April 1407 errichtet: Compere di San Georgio . Damals  #e152 Damals BIS (?)°] Fragezeichen von Marx; bei Rota, S. 128: „Bouciquaut o Bucicaldo, maresciallo di Francia“. – Nach Friedrich Christoph Schlossers „Weltgeschichte für das deutsche Volk“, Bd. 9.Frankfurt/M 1849, S. 288/289 war die Republik Genua Anfang des 15. Jahrhunderts durch innere Unruhen erschüttert und von den „Miethlingen des mailändischen Tyrannen unaufhörlich bedroht worden; sie hatte sich deshalb an den König von Frankreich, Karl VI., gewandt und ihm das Anerbieten gemacht, daß sie, um seines Schutzes zu genießen, seine Oberherrschaft anerkennen und einen französischen Oberbefehlshaber annehmen wolle, welcher in der Stadt die Ordnung und Gerechtigkeit mit starker Hand schütze und erhalte. Der König von Frankreich war auf dieses Anerbieten eingegangen, und hatte den als Krieger, Staatsmann und Diplomaten gleich berühmten Marschall Boucicault nach Genua geschickt. Boucicault kam mit einer geringen Anzahl Franzosen dahin, … zeigte aber bald den Hochmuth und die Geldgier, welche man in Italien den Franzosen stets vorgeworfen hat, und bewirkte dadurch den schnellen Untergang der französischen Herrschaft in Genua.“ Er verließ Genua um 1410.
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Genua dem König v. Frankreich  #e* König v. Frankreich°] Charles VI, le Bien-Aimé.
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unterworfen, repräsentirt in der Stadt durch Marschal Bouciquaut  Zusatz von Marx.
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(?)
in der That homme nul, der aber die unverdiente Ehre hatte seinen Namen am Eingang des Decrets prangen zu sehn. Ueber den Auszug daraus (p. 128, 129 bei Rota) sieh: Gerolamo Serra: La Storia dell’antica Liguria e di Genova. t. III p. 74, Torino 1834 u. t. IV, p. 249 sq.) Durch dies Decret Commission v. 8 Männern ernannt zur unificazione del debito pubblico genovese; 1408 ihr Werk beendet; alle compere in eine compera, genannt v. San Giorgio, Schutzpatron von Genua; statt der alten luoghi erhielten die Actionäre etc neue; der neuen compera zugewiesen so viel gabelle als nöthig damit die proventi |33 Zins zu 8% geben konnten auf die luoghi u. 1% restire der Gesellschaft für Verwaltungskosten u. Amortissement des Capitals.

Die consolidirten luoghi betragen 476,706 v. 100 lire jeder, più 45 lire 9 soldi e 5 denari. Alle alten Compagnien in die neue vereint mit Ausnahme v. 4 piccolissime, wegen ihrer Kleinheit genannt comperette. Form, ordinamenti u. Modi v. San Giorgio durchaus nicht verschieden v. denen der alten compere genovesi, wie auch sein erster Name: „Compere di San Giorgio“. ⦗Zur Geschichte di San Giorgio, ausser dem schon citirten: Luigi Corvetto: Saggio sopra la banca di San Giorgio. Genova. 1798, Antonio Lobero: Memorie storiche della Banca di San Giorgio etc Genova 1832. Carlo Cuneo: Memorie sopra l’antico debito pubblico etc. Von dem M. G. Canale in: Nuova istoria della Repubblica di Genova, t. IV. p. 148 sq. Florenz 1864; Adam Wiszniewski: Le mèthode historique appliqué appliquée à la réforme des banques; Histoire de la Banque de St. Georges etc Paris. 1865⦘ Die oberste Gewalt der società di S. Georg: un Consiglio generale, componirt von denen welche einnahmen die höchsten cariche sociali in numero di venti, u. v. altri 460 azionisti partecipi, wovon 230 durch Loos aus denen die mehr als 10 luoghi besassen u. gli altri 230 eletti dai primi estratti a sorte. Der consiglio versammelte sich einmal im Jahr; seine Beschlüsse legal, wenn zugegen 300 membri wenigstens. Dem General Conseil übertragen die affari ardui u. importanti, wie die mutazioni der Statuten, die Subventionen u. Anleihen verlangt v. government der Republik. Die Executivgewalt gehörte dem „Magnifico Ufficio dei signori otto protettori di San Giorgio“. Dies ufficio bestand aus 8 Honourables, wovon nicht mehr als 2 weniger als 30 Jahre u. keins weniger als 25. Wurden erwählt durch Commission v. 32 Gliedern ⦗nicht erwählbar i membri delle famiglie degli otto protettori in carica e di quattro dei protettori dell’anno precedente⦘ u. mussten besitzen wenigstens 100 luoghi liberi di obbligazioni. Blieben Jahr in Amt, erst nach 3 Jahren wieder erwählbar. Der Aelteste hatte Praesidentschaft, hiess priore; suoi (des Aeltesten) incarichi erano zu überwachen die reposizione u. estrazione des denaro nelle casse, welche hiessen sacristie, nome che si usa ancora presso le banche moderne; zu überwachen, dass die denari estratti u. riposti in die Kassen venissero di mano propria del cassiere segnati nel suo libro od. cartulario; zu verificiren lo stato di cassa, di segnare u. mandati e le quietanze. Die andern protettori theilten sich in 3 Commissionen; die erste – deputati della scrittura – verificirte das Register; zweitedeputati al mattino – chargirt mit den affari delle gabelle; drittedeputati al criminale – provvedeva alla cattura, ai processi ed alle condanne dei contraventori contravventori alle leggi sulle gabelle. Das ufficio der protettori konnte nicht grössere spese machen als 10,000 lire, oltre 250 che poteva dispensare in strenne agli impiegati, se non dietro deliberazione del consiglio generale.

Die 8 Protettori die, terminato l’anno uscivano di carica, bildeten f. ein andres Jahr das Ufficio del precedente; hatten charge il dare termine agli affari nell’anno precedente rimasti in sospeso.

Das Ufficio del 1444 ⦗etablirt anno 1444⦘ verwaltete die Immeubles appartenenti a San Giorgio u. überwachte l’affari dei molteplici. Die Centraladministration des grossen Instituts ergänzt durch kleinere uffici, wie das del sale, dei revisori, dei sindaci, etc[.] Die Commission ernannt 1407, compilirte otto libri o cartulari, genannt nach den otto quartieri der città; in jedem davon segnati i nomi dei luogatari, die im quartier wohnten wonach das bezügliche liber benamst. Später kam zu den 8 hinzu O. M. (Officium Misericordiae) worin registrirt die luoghi appartenenti all Ufficio della Misericordia. Die luoghi – wenn cedirt v. einem an andern, musste der Cedirende sich begeben zum Office v. San Giorgio, befahl da die trascrizione dem mit der tenuta dei registri beauftragten Notar; dieser in betreffender pagina (wo die luoghi registrirt) setzte una postilla, sagend dass »per parola a me data« doveano diese luoghi trascriversi al nome dell’altra persona. Jedes Jahr i cartulari si facevano di nuovo u. bei jeder neuen Compilazion exeguirt die trascrizioni ordinati ordinate.

Das Par Pari der luoghi 100 lire, variirten (Sieh Wiszniewski   #e*Wiszniewski°] Adam Prince Wiszniewski: Le méthode historique appliquée à la réforme des banques … Paris 1865.
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p. 125) Die Dividenden der luoghi gezahlt in 4 rate trimestrali, genannt paghe; bis 1418 zahlte San Giorgio die 1408 bestimmte Dividende |34 v. Lire 7 per luogo; aber nach 1418 adoptirt System zu geben u. zahlen Dividenden nach Verhältniss der proventi der gabelle u. so näherte sich der luogo noch mehr der Natur unsrer Actien.

1456: In Folge schwerer Expenses f. Vertheidigung v. Caffa, belagert durch die Türken, erklärte San Giorgio werden keine Dividenden (paghe) gezahlt but 3 Jahre später; dieser durch Noth eingeführte Gebrauch dauerte bis zu den letzten Lebensjahren des Instituts; gab Anlass zu einer Art von Papiergeld, moneta di paghe genannt: nämlich instituirt ein neues libro, wo eingeschrieben die Namen der luogatari mit Indication der paghe die ihnen geschuldet, erst 3 Jahr nach Termin zahlbar vom San Giorgio, u. den Actionären facoltà eingeräumt andren diese paghe zu cediren. Viele Zahlungen so exequirt mit transcription in den libri delle paghe di San Giorgio, cioè colla girata di banco di quel nuovo genere di crediti. Um die lire der paghe mehr gesucht zu machen, verordnete San Giorgio poi dass die Gabellieri darin zu zahlen hätten was sie der Administration des Instituts schuldeten. Die lire di paghe mehr od. weniger werth, je nachdem sie v. 1, 2, 3, 4 Jahr, weil so mehr od. weniger nah der Termin, worin San Giorgio sie in moneta zahlte; die lire di paghe des ersten Jahres galten 16 soldi 8 denari u. San Giorgio scontava sie zu diesem Preis per rivenderle poi negli anni successivi ad un prezzo maggiore (133, 134)

Seit errichtet der San Giorgio , blieb er Staatspumper; geschah stets gegen Cession (Seitens der Republik) v. qualche gabella od. eine ihrer Colonialbesitzungen u. San Giorgio verschaffte sich das nöthige Geld durch Emission neuer luoghi, die, obgleich sie gleichsam Actien der Società di San Giorgio, immer waren titoli di credito verso lo Stato. So kam’s, dass in un certo tempo San Giorgio si trovò proprietario aller gabelle u. fast aller Colonialbesitzungen der Republik. (134, 135)

Näheres über Natur, Anlass dieser Anleihen sieh Wiszniewski, p. 106 sqq. Dennoch  #e159 Dennoch BIS vivande.°]Bei Rota, S. 137/138, einschließlich Fußnoten. – Zwei Klammerbemerkungen und Hervorhebungen – außer „luoghi“, zweimal „molteplici“ – von Marx.
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: 1408 die luoghi di San Giorgio, die repräsentirten den debito der Republik in Zahl 476,700; 1798  Zusatz von Marx.
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(wo die Republik Genua von der frz. Republik gemurxt)
, reducirt auf 433,540. Dies hauptsächlich Werk der zahlreichen Legati von egregi cittadini, die liessen grosse somme impiegate in luoghi di San Giorgio col patto che restassero a moltiplicare (daher genannt molteplici) bis sie erreicht eine gewisse Summe; dann mit dieser zu saldiren parte del debito del comune. Ueber diese molteplici wachte San Giorgio; die Borger,  Bemerkung von Marx.
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(citoyens I mean)
dankten den Istitutori der molteplici durch erection v. Statuen in lapidi. Bevor Christoph Colombo auf seine 4t Entdeckungsreise ging, schrieb er von Sevilla ans Officio di San Giorgio dass er gelassen seinem Sohn Diego Order di assegnare il 10% delle terre, che egli avrebbe scoperte, all’ufficio di San Giorgio, per diminuire l’imposta sulle vivande.

Genua eine der grössten Colonialmächte des Mittelalters; strebte im schwarzen Meer nach selber sovranità, die Venedig im Adriatic; war während langer Zeit die padrona vera v. Constantinopel u. dem impero greco, e von seinem suburb of Pera   #e* suburb of Pera°] Damaliger Name eines europäischen Stadtteils von Konstantinopel.
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, seiner Colonie u. possesso, machte zittern emperor u. cittadini von Constantinopel; im 15t Jhdt die incursioni der Türken, Ohnmacht der Republik, zerrissen v. Faktionen, bereiten den Fall. 1453 fällt unter Mahomet II Constantinopel; bald darauf Pera, die grande colonia genovese, das centro aller Colonialbesitzungen Genuas. Im selben Jahr, wo so die Türken Genua’s Besitzungen in Levante angriffen, gli Aragonesi assaltavano Corsika; in der Stadt alles Wirrwarr; in diesem Pech flüchtete Republik a San Giorgio, machten ihm solenne cessione di Caffa u. anderer Colonien des schwarzen Meers u. von Corsica. So nacque la potenza coloniale di San Giorgio; die Compagnie sah darin keinen Profit  Zusatz von Marx.
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(!)
, sondern nur Bürgerpflicht zu erfüllen; der Uebergang der Colonies an die Administration des San Giorgio mit Fest begrüsst durch die Einwohner der Colonien; hielt etwas den colonialen Krach Genua’s auf; die Milizen des San Giorgio schmissen die Aragonesen aus Corsica heraus u. ripresero San Fiorenzo; legte Zügel an die prepotenze der feudatarî, u. strebte a rialzare dal servaggio, worin es gefallen war, il minuto popolo. – Nach den Colonien im schwarzen Meer entsandte San Giorgio Kriegsschiffe zur Vertheidigung; darunter Caffa, il primo emporio di commercio del Mar Nero; erstes Existenzzeichen v. Caffa anno 1289, mandando tre navi della colonia genovese di Tripoli; u. ein Jahrhundert später schon so vast, dass der Deutsche Schiltberger   #e* Schiltberger°] [Schiltberger, Johann (Hans):] Begin. Ich Schildtberger zoche auss von meiner heimat mit Namen auss der stat münchen gelegen in bayern … und kamm auss der heydenschafft wyder zeland. End. Ein end hatt der Schiltberger. [A. Sorg: Augsburg, 1475?]
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hier 21 000 Häuser zählte, u. die Genoveser versichern konnten Caffa sei grösser als Constantinople. ⦗Unter den Exportartikeln v. Caffa auch Sklaven; der Sultan v. Aejypten  #e* Sultan v. Aegypten°] Von 1382–1516 wurde Ägypten von der Dynastie der circassischen Mameluken beherrscht.
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kaufte zu Caffa tartari per le squadre dei mamelucchi u. donne für Harem; 1 Tartar zu Cairo kostete 130–140 Gold Zecchini, ein Circasso 110–120; so berechnet dass 1420 in Aegypten jährlich eingeführt 2000 uomini; den Genuesern war dieser Handel solennemente verboten, lo lasciavano agli agenti del soldano⦘|

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Die andern Colonien, cedirt an San GiorgioSoldaja, Cembalo, Samastro etc – hatten weniger Wichtigkeit; alle zusammen aber bildeten respectablen Colonialbesitz; e San Giorgio era poi già proprietario der Colonien v. Focea u. Chio, die erste bekannt durch die Production des allume, die zweite durch die des mastice. ⦗Focea u. Chio, besessen v. der genuesischen family der Zaccaria, die erste bis 1275, die 2t bis 1304, wurden selber abgenommen von imperatore greco anno 1345. Eine genuesische Association, genannt „Maona“ (= „Unione“) se ne impadroni im selben Jahr 1345 u. blieb davon Patron, unter Sovranità von Genua bis 1418, wo sie abtrat ihre Rechte an San Giorgio.⦘ 1488 tritt die Republik an San Giorgio ab die Stadt Sarzana, Festung Serravalle, Castelnuova, Ortonuovo u. San Stefano; 1512 abgetren abgetreten Pieve del Teico; 1514 Ventimiglia, 1515 il luogo di Levanto con tutte le sue pertinenze.

San Giorgio non durò a lungo come potenza coloniale: Unter den wiederholten Angriffen der Türken fielen Caffa, Cembalo, Soldaja, Samastro, Chio, Focea etc; u. intanto Insurrectionen in Corsica, wo San Giorgio nutzlos seine Schätze vergeudete; gegen Mitte des 16t Jhdt restituiren sie die Commune u. heisst’s in diesem Restitutionsact: dass „essendosi gli agenti per dette compere lungo tempo consultati, et l’esperienza avendo loro fatto conoscere che mentre praticano tutto l’impegno e si occupano seriamente nel governare, ed amministrare quei luoghi, per questa causa deteriorano di giorno in giorno gli affari della compere“. (141)

Turri , schreibend Anfang des 17t Jhdts, sagt:  „Das Haus des Heiligen Georg ist keine Bank, sondern gleichsam ein Teilhaber an den Einnahmen der Stadt Genua.“
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„Domus Sancti Georgii bancum non est, sed societas quaedam participum in gabellis civitatis Genuae.“
(Op. cit.  #e* Op. cit.°]Raphael de Turri: Tractatus de cambiis. Genua 1639.
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Disput. I, Quaestio I) Facts diese: Gleich nach Errichtung der »Compere di San Giorgio«, noch im J. 1408, haben wir (sieh Wiszniewski   #e*Wiszniewski°] Adam Prince Wiszniewski: Le méthode historique appliquée à la réforme des banques … Paris 1865.
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p. 32) eine „concessione del comune di Genova all’ufficio di San Giorgio di poter, giusta la propria petizione, tenere un banco del tappeto, i di cui emulumenti si acquistano al medesimo ufficio e non mai a particolari persone“. Also eine Bank des San Giorgio, wo die cittadini Geld deponirten – man weiss nicht ob mit od. ohne Zins, – u. woraus der San Giorgio Profit zog, potendo impiegare i denari coi depositi accumulati. ( Zerbi , gen Ende des 16t Jhdt instituirend Banco di Sant’Ambrogio zu Mailand, nahm als Modell Banco di San Giorgio, copirte davon meisten seiner Statuten)

In Sigismund Scaccia (op. cit.  #e* op. cit.°]Sigismundus Scaccia: Tractatus de commerciis et cambio. Romae 1619.
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p. 681) eine der ältesten Notizen über die Banco di San Giorgio ; sagt, dass sie hat 4 cartulari: „Il primo si chiama cartulario primo del numerato, il secondo cartulario secondo del numerato, il terzo cartulario della moneta di oro, il quarto cartulario degli scudi dei cambî … Nel primo e nel secondo cartulario del numerato, come udii, non si scrive debito o credito che di contanti e perciò a chi è creditore in uno di questi  #e* questi°] Bei Rota, S. 142: quei
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cartularî si deve moneta di cavalotti cavallotti , anche se egli avesse depositati scudi d’oro o d’argento … nel cartulario della moneta d’oro si scrivono le partite in scudi d’oro nella ragioni ragione di soldi 48 68 per ciascun scudo. Nel cartulario degli scudi dei cambî si scrivono le partite in scudi d’argento e perciò a chi è creditore in questo cartulario si deve fare il pagamento in scudi d’argento e non in altra moneta.“ Da in Circulation,  Zusatz von Marx.
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sagt Rota hierzu
, so viele verschiedne qualità di monete u. so oft wechselte il rapporto di cambio unter ihnen, wars natürlich dass die Creditoren verlangten bezahlt zu werden in quella moneta, che aveano versata u. dass eine Bank so viel verschiedne Register hielt als waren le qualità di monete, die sie in Deposit erhielt u. zu restituiren sich verpflichtete. ⦗Während Mitte des 17t Jhdts, schreibt Ermannus Coringius , il padre der statisti, über die Banco di San Giorgio:  „Das Haus des Heiligen Georg nimmt Geld von denen an, die es bringen zum Zinssatz von einem vollgültigen Denar, und umgekehrt (oder andererseits) verpachtet (oder verleiht) es an die Kaufleute, damit sie Handel treiben können (oder zum Zweck des Handeltreibens) zum Zinssatz 1 (Denar) : 12 oder 15, was der Grund ist für die Größe und den Reichtum jener Bürgerschaft, warum sie existiert.“ – Siehe Coring, Hermann
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„Domus Sancti Georgii recipit pecunias eorum qui adferunt, ad rationem unius denarii in vigenti, et rursus negotiandi caussa mercatoribus elocat ad rationem unius denarii in duodecim vel quindicim, quae ratio magnitudinis et divitiarum ejusdem civitatis caussa existit.“
In der „De caritate rerum omnium ejusque remediis“, Operum t. IV, Brunsvigae 1730⦘ Wenn gesagt wird die Banca di San Giorgio sei gegründet worden 1675, so dies verwechselt mit andrem fact, nämlich: in diesem Jahr (1675) festgesetzt, dass die pagamenti dei cambî geleistet werden müssten in biglietti dei cartularî di San Giorgio, was già da tempo instituirt zu Venedig u. zu Amsterdam f. die biglietti der Banken jener Orte.|

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Wenn einer deponirte Geld bei Bank v. San Giorgio , il notajo gli rilasciava ein Certificat des gemachten Deposits, was er konnte anderen übermachen in Zahlung. Dieser titolo di credito wurde genannt biglietto di cartulario, näher der banknote als den titoli emessi v. den holländischen u. deutschen banks, weil diese, wenigstens nach Buchstaben ihrer Statute, verpflichtet, alles deponirte Geld müssig liegen zu lassen, während die Bank v. San Giorgio sie anwandte wie ihr gut schien. (p. 144)

1746 Genua unter den Vexationen der Oestreicher  #e* Vexationen der Oestreicher°] Mit den Quälereien der Österreicher meinte Rota die Auswirkungen des österreichischen Erbfolgekrieges (1741–1748) auf Genua. Nach Schlossers „Weltgeschichte“, Bd. 16, S. 222/223 waren die Genuesen verbittert, weil England und Österreich im Wormser Vertrag dem König von Sardinien den Besitz des Marquisats Finale zugesichert hatten, obgleich dasselbe durch beide Staaten früher als ein Eigentum der Republik Genua anerkannt worden war. Die Genuesen schlossen daher am 1. Mai 1745 einen Allianz- und Subsidienvertrag mit Spanien und nahmen nun am Krieg gegen Österreich und Sardinien teil.
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; hatte den östreich. Generalen zu zahlen L. 14,820,700 Contribution; gezahlt v. San Giorgio für die Republik; aber nun auch unfähig di mantenere i suoi impegni verso i portatori seiner biglietti di cartulario u. verso i luogatari per le paghe scadute. Die biglietti, die früher facevano un lieve agio sulla moneta sonante, verloren Werth etc[.] Commission nun v. 13 respectablen ernannt; danach hatten die proprietarî der biglietti sich einzuschreiben in un libro speciale, u. ihnen gegeben in Austausch die biglietti, azioni di L. 200 di un Monte di Conservazione, le quali doveansi estinguere per mezzo di annue estrazioni a sorte. Viele imposte wurden aumentate u. die so vermehrten Einkünfte bestimmt zur Zahlung delle azioni estratte a sorte. Die Administration des Monte di Conservazione affidata a San Giorgio. Gleichzeitig instituirt ein Monte di Paghe zur Zahlung der paghe scadute. 1797 Ankunft der frz. Revolution zu Genua. Damit Klatsch der alten Institute. Die debiti u. crediti der Banca di San Giorgio liquidirt 1816; die luoghi di San Giorgio convertiti in cartelle del debito pubblico sardo.

Ueber die banchi pubblici o Tavole di Palermo u. v. Messina sieh Lodovico Bianchini: Storia Economico-Civile di Sicilia, vol. I, p. 340–41. (diese banks etablirt resp. 1551 und 1587.)

Mailand: die Banco di Sant’Ambroglio Sant’Ambrogio ganz das Werk v. Giovanni Antonio Zerbi ; 1593 eröffnete er seine bank; sein Hauptuse: Hilfe f. die tristi condizioni finanziarie del comune milanese – (Epoche der spanischen Herrschaft) er wollte durch seine Bank  Bei Rota, S. 147: raccoglier
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recoglier
denari onde i redditi ipotecati redimere ed i carichi del comune alleggerire. Das Geld wurde beigeschafft in 3 modi: 1) depositi di cartulario; das cartulario un libro, worin deponirt denaro der Bürger. Der Deponent zahlt nicht per la custodia del suo denaro u. die Bank ihrerseits keinen Zins. Das deponirte Geld auch entziehbar vermittelst Zahlungsorder gemacht vom depositante in favour einer 3ten Person. ⦗Solche ordre findet sich p. 5 bei Zerbi: „Signori Governatori del Banco Santo Ambrosio – Vi piacerà far pagare a Giovanni N. lire cinquecento imperiali di moneta corrente per prezzo di tanta mercantia vendutami, et per resto saldo di un conto fatto con lui di tutto quello ch’egli possi pretendere da me fin al presente giorno dandomene debito in cartulario. N. Sig. vi guardi.“

(Dadrunter:) In Milano adi 25 di Marzo 1598.
Lire 500 sold. den. di moneta corente corrente.
(Drunter wieder:) Francesco Negro⦘

⦗Mehr als Zerbi gefordert: Die cedule del cartulario erhielten in Mailand Zwangskurs; so in  Bei Rota, S. 148: statuti
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Statution
der Bank
, approbirt anno 1601: „Non sia lecito ad alcuno per qual si voglia [pretesto] recusar le cedole per cartulario in pagamento per l’importanza delle partite, che sono state tenute, et havute in credenza sotto pena di scudi cento, d’esser applicati per un terzo alla Reg. Camera, un terzo al Banco, ed il resto all’accusatore, che volendo sarà tenuto secreto.“ Unter der Rubrik: „Non si recusino cedole dirette al Cartulario“. (bei Rota, p. 148, [149] Note 2)[⦘] Aber ausser den Privilegien concedirt von governo und von Comune musste der wirkliche Nutzen – meint Zerbi – der Bank ihr Deposite zuziehn: sehr nützlich sei’s für commerce zu tenendo »il loro denaro in cartulario e facendo i pagamenti per mezzo di ordini sul Banco [«]. ⦗In den cartulari der Bank des Sant’Ambrogio wie in den Genues. des San Giorgio , verschiedne partite per le diverse monete versate. La prima sede del banco fu in Broletto Vecchio⦘ Dieser uso assecurirte il pagamento fatto u. liess keinen Anlass zu controversie u. discussioni. Die Bank wird dafür sorgen, dass alle Zahlungsordres conservirt in due copie, in 2 verschiednen Archiven onde poter ricorrere ad essi, quando nascesse disputa sopra un pagamento fatto. Die Bank godeva autorità „non meno che se fusse Istrumento giurato, et celebrato da pubblico Notaro“.|

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2) luoghi: Die lougatori waren gleichsam die Actionäre der Bank u. bildeten la compagnia; um eine Actie od. luogo zu haben in Bank zu bringen 100 lire imperiali, u. für solche Actie si concorreva a dividere gli utili del Banco. Der luogatario konnte nicht zurückziehn sein denaro wann er wollte; dies nur restituirt am Ende des trimester, quando si facevano i conti, u. dem der das Verlangen gestellt 30 Tage vorher an die governors der Bank.

3) Der Molteplie Molteplice war nur dadurch von il luogo verschieden, dass der chi poneva denaro a molteplice erklären musste für wie viel Zeit er es liesse, u. früher konnte er’s nicht zurückziehn. In diesem interval dem Capital beigefügt die utili, che poi entravano a frutto come capitale, e cosi il denaro per sè si moltiplicava.

⦗In fliegendem Blatt, gedruckt in Milano, Anfang 1600, unter Titel: „Informazione del Banco S. Ambrosio“ (Biblioteca di Brera AD. 1519) folgende Notizen: „I luoghi sono tanti capitali di cento lire per ciascuno che riceve et admette il Banco alla sua Compagnia e partecipazione quindeci giorni doppo lo sborso per trafficarli nei negozij a lui prescritti. Con obbligo di dar la metà dell’utile in capo d’ogni trimestre.  Fortsetzung des Exzerpts auf Seite 39 des vorliegenden Hefts.
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Al qual tempo è in facoltà dell’una e l’altra parte il far
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[Bibliographische Notizen]

Revue des deux Mondes. (1877) Troisième Période tom. 23

t. 23 La Grève des chemins de fer aux Etats Unis (Cucheval-Clarigny) La Proprieté pendant le Révol. frc.; L’Australasie L’Australie d’après les récens voyageurs.

ditto 1877:

  • t. 24. L’empire des Tsar Tsars etc (Anatole Leroy-Beaulieu)
  • t. 22 l’Australasie l’Australie (I) u. (II), L’Empire des Tsar Tsars (Beaulieu)
  • t. 21 L’empire des Tsars. (Beaulieu.) (IV)
  • t. 19 l’Empire des Tsars (III) Les Etudes hist. en France depuis la guerre (per Louandre) |

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Aus:
Pietro Rota: Storia delle banche. Milano 1874.
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Icon dass Zitate symbolisiert

[ Rota (Fortsetzung v. S. 37)]

fine alla compagnia, mentre lo dichiari e avisi per trenta giorni avanti. I Moltiplici sono anch’essi compagni del Banco come i luogatari, ma in tre cose sono da quelli differenti. La prima che’l tempo della Compagnia non può essere minore di cinque anni. La seconda che in fine d’ogni trimestre il provento si converte in capitale e và moltiplicando di mano in mano; onde il nome di moltiplici è derivato. La terza che non si può estrarre ne provento ne capitale se non al fine del tempo convenuto.“ (Rota, p. 150, Note 1)[⦘] Die Capitalien, worüber die Bank so befähigt zu disponiren, sollten verliehn werden an città di Milano, u. angewandt werden a redimere i redditi del comune già ipotecati, dei quali redditi dann die Bank Administrator. ⦗Il Banco prestava nei suoi primi tempi denaro al comune dandolo a questo a cambio colla ricorsa. Diese Operation so: il comune avea bisogno z. B. 1000 lire, bank gab sie ihr u. liess sich rilasciare una tratta auf die fiera di Piacenza stillata in scudi di marche secondo il corso dei cambî della giornata. Auf der fiera v. Piacenza zahlte Bank die tratta del Comune u. gewann wenn il corso dei cambî gestiegen war, wenn also lo scudo di marche era valutato in lire ad un prezzo più alto che al momento in cui la tratta era stata emessa. Ein Anonimo des 17. Jhdt erklärt usuraia u. illecita diese Operation; ist aber nicht l’usura, sondern l’aggiotaggio. Sieh das Manuscript: Difficoltà di considerazione intorno alla informazione del B. S. Ambrosio (Biblioteca di Brera. A.D. 15. 19.) (bei Rota, 151, Note 1)⦘  Die Fortsetzung der Exzerpte aus Rotas Buch „Storia delle banche“ befindet sich im folgenden Exzerptheft, das vom 20. Oktober bis ca. 10. November 1878 angelegt wurde.
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Die utili (Profite) getheilt in 4 Theile; 2 an benefice de la Commune, 1 f. die luogatari, 4ter vertheilt unter die impiegati od. wie sie damals hiessen, die ministri del Banco. (p. 151)

Inhalt:

  • Inhaltsverzeichnis von Engels
  • Bibliographische Notizen und Nachtrag zu Rota
  • Pietro Rota: Storia delle banche. Milano. (8°.) 1874. (Pressmark: 8228.ccc.3)
  • ⦗George Perrot: Revue des Deux Mondes, t. 108 Rev. (u. 105): „Demosthène et le banquier Phormion. Le commerce de l’argent et le crédit à Athènes.“
  • Pietro Rota: Storia delle banche
  • Ciccone (Antonio) Profess. ordin. nella R. Università di Napoli: Principi di Economia Politica. 2nd. Edit. (3 vls.)
  • ⦗Perrot. Fortsetzung v. p. 3
  • Ciccone (cont. v. p. 8)
  • Rota . (Fortsetzung v. p. 28)
    • Rota etc. (contin. v. p. 5)
    • Ricca-Salerno (Giuseppe) ⦗Dottor⦘: Sulla Teoria del Capitale. Milano. 1877.
    • Rota (Fortsetzung v. S. 12)
    • K. D. Hüllmann: Deutsche Finanzgeschichte des Mittelalters. Berlin 1805.
    • Fortsetzung v. p. 30 (Rota! Storia etc)
    • Bibliographische Notizen
    • Rota (Fortsetzung v. S. 37)
    • Zitiervorschlag

      Karl Marx: Heft V (1878). In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, Bd. IV/25, bearb. v. Timm Graßmann, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M0012513. Abgerufen am 08.08.2026.

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