| Lieber Engels!

 Marx und Engels übernahmen die Patenschaft für Liebknechts im August 1871 geborenen Sohn Karl; siehe W. Liebknecht an Marx und Engels, 28.8.1871. Siehe hierzu auch: Bescheinigung über die Taufe von Karl Liebknecht am 17. September 1871 in der Thomaskirche zu Leipzig, ausgestellt am 3. August 1892. Als Taufzeugen sind angegeben: Karl Marx (London), Carl Reh (Darmstadt), Paul Stumpf (Mainz), Friedrich Engels (London) u. August Kleinschmidt (Bulzbach). Digitalisat: IISG, Wilhelm-Liebknecht-Nachlass 451.
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Dank für die Annahme! Pflichten gibts da nicht, höchstens daß Ihr dem jungen Sozialdemokrat etwas Geist von Euren Geist einzufiltriren sucht
. Schicke mir Deine & Ms, vollständige Vornamen.

 Siehe W. Liebnkecht an Engels, 12.9.1871.
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Eine Vollmacht wirst Du bekommen.
Vielleicht kommt doch Jemand.

Das Manifest wurde schon 1865 gedruckt –  Ein entsprechender Brief aus dem Jahr 1865 ist nicht überliefert. Siehe aber W. Liebknecht an Marx, 8.2.1866 („The manifest will be printed ...“) und Erl.
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M. schrieb ich’s seinerzeit
, er muß es vergessen haben.  Es geht um (Karl Marx und Friedrich Engels): Das kommunistische Manifest. Neue Ausgabe mit einem Vorwort der Verfasser. Verlag der Expedition des "Volksstaat". Leipzig 1872. Siehe auch Marx an W. Liebknecht, 13.4.1871; W. Liebknecht an Marx, 25.4.1871; W. Liebknecht an Marx und Engels, 28.8.1871.
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Die Einleitung brauchen wir aber bald
.

Goegg ist ein Esel, aber Mitglied der Internationalen & schließlich kein größerer Esel als Odger etc. Wir haben noch schlechtere Auswahl, als Ihr, wie gelegentlich mündlich auseinandergesetzt werden soll. Becker hat Lumpereien gegen Euch, Lassalle, mich gemacht, aber die Partei doch nie verrathen. Er kam vorigen Winter starving und reuig zu mir, da verschaffte ich ihm eine Stelle in Chemnitz, der dann die in Braunschweig folgte. Entweder mußten wir ihn zu Gnaden annehmen (nota bene mit Strick um den Hals!) oder die Chemnitzer Zeitung kam nicht zu Stand. Wir laboriren an | einem erschrecklichen Mangel von Capazitäten.

Gebt uns Auskunft über Blanqui! Lebt er?

Wegen Geldsammlungen für die Communeleute habe ich an den Workingmen’s Advocate geschrieben. (Chicago) In Deutschland wird wenig zu machen sein, aber doch etwas. Das beste wohl wäre, Ihr erließet einen allgemeinen Aufruf.

Herzl. Grüße von meiner Frau und mir an Dich, Deine Frau & Marx nebst Familie.

Dein W. L.

Euer Pathenkind ist sehr kräftig, so groß, als wäre es ein Vierteljahr alt – sagt die Amme, nebst andern sachverständigen Frauenzimmern. Sieht auch ganz „intelligent“ aus.

|[Umschlag] Fr. Engels, Esq.
122 Regents Park Rd.
N. W.
London.
Ppd.

Zeugenbeschreibung und Überlieferung

Absender

Briefkontext

Zeugenbeschreibung

Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen bläulichem Papier. Liebknecht hat die ersten zwei Seiten nahezu vollständig beschrieben, die übrigen zwei Seiten sind leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.

Aufdruck oben links auf der ersten Seite: „Redaction / des / ‚Volksstaat‘ / Leipzig.

Von unbekannter Hand: Datierung mit Blaustift oben rechts auf der ersten Seite: „8.IX.71“.

Der Briefumschlag ist überliefert; darauf handschriftliche Adressierung an Engels („F. Engels Esq. / 122 Regents Park Rd. / N. W. / London. / Ppd.“), zwei Ein-Groschen-Briefmarken („Norddeutscher Postbezirk“) und zwei Poststempel („Leipzig 5-6N / 8 / SPT. / 71“; „London N.W. / C 7. / PAID / SP 11 / 71“ (rot) und „P. D“ (rot); sowie Notiz von unbekannter Hand mit Bleistift: „(Patenschaft)“.

Anmerkungen zum Brief

Zur Datierung: Die Datierung erfolgt nach dem Poststempel.

 

Zitiervorschlag

Wilhelm Liebknecht an Friedrich Engels in London. Leipzig, Freitag, 8. September 1871. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M7701269. Abgerufen am 24.09.2026.

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