[Inhaltsverzeichnis von
Engels]
-
März 1878.
- 1) Kaufmann: Т. и. Пр. банковаго
дѣла Schluß (Heft II) Mit richtigen Noten.
- a) Theoretischer Theil bis S. 52.
- b) Historischer Theil S. 53–132.
- c) Index zu a Marx Noten dazu, & Gesammt-Register. S. 136–42.
- d) Nachträgliches über Wechselkurs S. 142 – Schluß
- 2) Russische Bauerngemeinde aus Начало S. 133.
- 4) Чичеринъ Kritik von Василчиковъ на общинное землевладѣние S. 134. |
II
März 1878 begonnen.
1) Kaufman: Theorie u. Praxis der Banken. Schluss. (vol. I)
2) id. (Same General title). Dann special title: Исторія банковъ. (vol. II) St. Petersburg 1877. (Geschichte des Bankgeschäfts in Grossbritanien u. Irland)
3) p. 133: Die russische Bauerncommune. |
И. И. Каүфманъ: Теорія и практика банковаго дѣла. T. 1. Кредитъ , банки и денежное обращеніе. С.-Петербүргъ 1873.
Schließen
Kaufmann: Theorie u. Praxis des
Bankgeschäfts. vol. I. Petersb. 1873. Fortsetzung der
Exzerpte aus Heft
I.
Schließen Schluss.
[VI Kapitel. Mittel der Benutzung der
Quellen der ссудныхъ средствъ]
III) Grenzen der Regierungshilfsmittel (zum Fischen v.
Leihkapital)
A.) Sicherung kurzterminiger Staatschuld u. Grenzen
derselben.
Crisen können unabhängig v. Produktion politischen Ursachen entspringen, Kriegen, Revolutionen etc[.] Sie können aber auch, sei es in ihrem Beginn (Ursache), sei es hauptsächlich aus besondren Productionszweigen entspringen. In diesem Sinn: Crisen in Baumwolle, Wolle, Eisen, Häusern, Aktien (Antheilpapieren), Cirkulationswerkzeugen etc[.] Das enge Band, das heutzutag die einzelnen Productionszweige verbindet, – die Allgemeinheit der Einflüsse, denen sie sehr oft unterliegen – die weite Ausbreitung der heutigen Beziehungen, all dies zusammen zieht nach sich Verallgemeinerung der Crise, die oft nicht nur eine ganze Volkswirthschaft in allen ihren Schichten anpackt, sondern die gesammte kultur-ökonomische Welt. (590, 91)
Einnahmen (Einkünfte) einer Regierung – u. darauf allein können sich ihre Schuldscheine stützen zur Realisation – können sich, wie bei Privaten, auch anders ausdrücken als in erhaltnen Geldern. »Einnahme« (поступленіе Eingehn) bedeutet schliessliche Erfüllung einer Obligation. Die Einnnahmen Einnahmen gehn den »Obligationen« vorher (z. B. der Steuerzahler od. der Unterschreiber auf langterminige Staatsobligationen) in die Staatskasse Steuern zu bringen od. die Summen unterzeichnet bei Regierungsanleihn. Aber die Schuldner der Regierung (Steuerzahler etc) können ihre Obligation auch anders als durch Geld löschen; sie können sie löschen durch in ihren Händen befindliche Obligationen der Regierung selbst. Andrerseits kann die Regierungskasse Schulden contrahiren gegen dritte Personen im Masse wie sie erwartet, dass diese dritten Personen ihr gegenüber als Schuldner erscheinen werden. Die Regierungskasse kann Schulden contrahiren, namentlich mit Hinsicht darauf, dass diese Schulden sich durch andre Gegenschulden löschen werden oder durch »Gegenseitigkeit«. (593)
Schon die gewöhnlichen Steuern sichern der Regierung Schuldmasse ihr gegenüber, während gewisser Zeit, von gewissen Personen. Diese Sicherung durch die Zahlungen der Steuerpflichtigen – Steuergarantie. Auf diese hin, während derselben Zeit, kann die Regierung ihrerseits bei dritten Personen pumpen, solchen gegenüber Schuldnerrolle übernehmen. (594)
Der Umfang der Steuergarantie leicht zu berechnen; zu calculiren wie viel ihrer Einnahmen der Regierung täglich, wöchentlich, monatlich, viermonatlich zufliessen. Die (Durchschnitts) mittleren Zahlen, die sich aus diesen Einnahmen ergeben, zeigen an Mass des möglichen Credits u. Grad seiner Deckung.
| 1870 war die | durchschnittl. tägl. Einnahme | der russischen Regierung | = 1,857,000 Rubel; |
| durchschnittl. monatl. Einnahme | 〃 〃 〃 | = 46,427,000 〃 〃 | |
| durchschn. 3tel jährliche [Einnahme] | 〃 〃 〃 | = 185,704,000 〃 〃 | |
| Russ. Reg. konnte also streng gedeckte | 4 monatliche Schuldscheine | ausgeben auf | 185,707,000. 〃 〃 |
| 〃 halbjährige 〃 | 278,562,000. 〃 〃 |
Gesetzt 3 monatlicher Termin sei hinreichend kurz um völlig tadellose (fehlerfreie) Benutzung terminloser Leihkapitalien zu erlauben, so konnte könnte die Regierung, beschränkend ihre kurzterminigen Anleihen\Schulden auf solche Summe, die sie stets im Stand im Lauf v. 6 Monaten zu zahlen terminlose Obligationen auf 140 Mill. ausgeben u. halbjährige auf ebensoviel. (595, 95)
Giebt die Regierung selbst ihre kurzterminigen u. terminlosen Obligationen aus, oder aber vermittelst einer Bank – ändert nichts an Sache. Die Bank kann Regierungsobligationen durch ihre (Bank)Obligationen ebenso gut ersetzen als sie das für Privatobligationen thut. Im ersteren Fall stellt sie (die Regierung) gleichzeitig Bank vor (die Schuldobligationen ausgiebt) u. den Schuldner, der die Dienste der Bank benutzt. Sie verrichtet für sich selbst Bankdienste. Die Regierung kann dabei ihren Schuldzeichen Zwangskurs (Zwangscirculation) geben, ohne dass dies an sich schädlich. Es ist nämlich nicht schädlich, wenn ihre Schuldscheine den Charakter |2 konvertirbarer (in Gold, Silber \ Edelmetall umwechselbarer) Banknoten haben, welche jede Privatperson v. den andern an Zahlungsstatt (zur Schuldauslöschung) annehmen muss – nur mit Ausnahme der ausgebenden Bank selbst, die ihre Noten nicht wieder mit Noten, sondern mit klingender Münze zahlen muss. Wie jede Bank ihre Noten muss die Regierung ihre terminlosen Schuldzeichen (Kassenanweisung) ihrerseits an Zahlungsstatt annehmen. Erleichterung erweist sie nur, wenn sie terminweise Obligationen (die v. ihr ausgegeben) an Zahlungstatt annimmt; dadurch werden die terminweisen Obligationen in terminlose verwandelt; nützlich f. Schuldner der Kasse, weil es ihm erleichtert Realisation eines gewissen Theils seines Vermögens, das zeitlich gebunden ist, macht Theil davon sofort ganz available. (595, 96)
Unter Papiergeldern – im normalen Sinn – zu verstehn jede terminlose u. procentlose (nicht verzinsbare) Obligation der Staatskasse, gesichert durch Zwangskurs unter den einzelnen Individuen des Publicums, aber nicht des Gesammtpublicums vis-à-vis der Regierung. Nur nöthig, dass diese Obligationen gedeckt durch Steuergarantie, i. e. durch Rückfluss der RegierungsKassenobligationen zur Regierungskasse selbst. Ist selbes wie Rückfluss v. der Bank ausgegebner Noten zu ihr selbst. Diese Noten können ihr rückfliessen in Zahlung des von ihr gewährten Credits im Mass wie sie solchen Privatpersonen gewährt hat. Oder ihre Noten bleiben in Umlauf. Dann die Schulden der Bank in baarem Geld gezahlt u. jene Noten stellen baares Geld vor. Ebenso mit den Schuldscheinen (terminlosen) der Regierung, die Steuergarantie haben. Diese Kassenscheine fliessen zur Regierungskasse in Steuerzahlung zurück; oder sie bleiben in Circulation; dann geschehn diese Steuerzahlungen in klingender Münze u. dann in der Staatskasse so viel Metallgeld als im Umlauf befindlich Kassenscheine.
Mit dem Eingang in die Bank v. klingender Münze,
löschend die Obligationen ihrer Schuldner, kann
die Bank ihre Schuldscheine v.
neuem dritten Personen creditiren. Wichtig nur, dass ausser
der Bank terminlose
Leihkapitale, welche die Bank auf dem Weg
der Noten an sich zieht, um sie zu benutzen. Ebenso,
wenn draussen im Umsatz
Leihkapitale, der Regierung
zugänglich, so zeigt sich das in steter Bereitheit ihre terminlosen Schuldzeichen anzunehmen.
Die Regierung kann dann entweder die ihre in Zahlung
ihr zurückgeflossnen Kassenscheine alle v. neuem ausgeben. Oder,
wenn diese Scheine in Umlauf blieben u. ihr klingendes Geld zufloss, diese Gelder
verausgaben oder sie ersetzen durch Schuld(Kassen)scheine. In letztem Fall haben diese Scheine
jetzt nicht nur Steuergarantie, sondern auch ihnen #e* ihnen°]
Bei Kaufman, S. 598 gemeint: den Schulddzeichen (#R+дolgobye
znaki#R-).
Schließen gleichen baaren
Hinterhalt; sie stellen nicht mehr blos v. der
Regierung fischbares loanable capital vor.
In kurzen Worten:
innerhalb
der Grenzen der Steuergarantie
unterscheiden sich die Regierungsausgaben v.
Schuldscheinen in nichts v. Bankausgaben. (597, 98)
B) Anormale Regierungsmittel. S. g. Papiergeld.
1) Papiergeld: seine Natur u. Eigenschaften.
Die allgemeinen commerciellen
industriellen Crisen ihrer Natur nach acut; Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗die allgemeine Entwerthung der Waaren⦘ od. wie er
sagt der plötzliche Fall aller Waarenpreise bricht die
Bewegung ab (der steigenden Preise) u. macht ihr ein Ende;
die
Zahlungsfähigkeit der Geschäftler
macht tabula rasa. Die »durch
Missbrauch des Credits« hervorgebrachte Crise kann daher
ihrer Natur nach nicht chronisch sein, sich
nicht verlängern. (599, 600)
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Die historische Ironie
will, dass Kaufman dies 1873 schrieb, grade im Moment wo Crise in U. St. u. auf europäischem Continent ausbrach,
die jezt schon 5 Jahre dauert! Natürlich unter Crise, im eigentlichen Sinn
des Worts, wird hier der
Moment der
Catastrophe fixirt, die
Liquidation durch Bankerutt u.
Stillsetzen der
Industrie. Isolire ich dies Moment, so ist es
natürlich acut! In England ist
z. B. in diesem Augenblick (25 März 78) der acute Moment noch nicht
eingetroffen. Aber während des Jahrs
der Hungersstruggle u. Crepiren
der Miners v. South Wales! Das
freie Kapital der
Mehrwertfabrikanten u. der
[mit] ihnen cooperendieren cooperirenden Händler etc ist – disponible
|3
Arbeitskraft, die aber stets
bestimmt ist „gebunden“ zu
werden, wie das „loanable capital“. So weit
der ganze Gang der Industrie
während ihrer Epoche (wie wir
die Periode v. 1 allgemeiner Crise zu 2 allg.
etc nennen können) jenes erste
Capital, das
„freie“ Capital in seiner ersten Naturalform verwüstet,
tödtet etc kümmert den bürgerl.
Oekonomen natürlich nicht. Die „sociale
Liquidation“ (dieser Traum der falschen
Socialisten) existirt f. ihn nur, so weit sie Crise für die
capitalistische Wirthschaft ist.⦘
Kommentar von Marx, an dessen Ende
er auf den ersten Band des „Kapital“ (MEGA II/5, II/6
u. II/7) verweist.
Schließen ⦗Der bürgerl. Oekonom fixirt daher
auch nicht das wichtigste Moment in Periode
der Ueberproduction u. dem sie begleitenden
allgemeinen Steigen der
Waarenpreise. Dies Moment ist das
Steigen der Arbeitspreise
über ihr normales Niveau; (diese höheren Preise
sind, by the by, selbst einer der Faktoren, um
deren Gesammtheit das
Durchschnittsniveau sich
componirt.); dies Steigen ist
Consequenz des Steigens der
Waarenpreise u. der in ihnen eingeschlossnen
Surplusprofite der Kapitalisten; wäre diese
Bewegung nicht selbst v. gewisser Dauer, so dass
einerseits die
Bewegung im Preise der
Arbeit eine steigende
ist (also nicht – gestiegener
Preis, sondern steigende
Preise
, ) andrerseits successives Eintreten der
Steigerung bald in diesem Industriezweig, bald in jenem,
bis es ihren Gesammtumfang mehr od. minder, ihre
Totalität inficirt hat – so würde sie sich selbst – für
die Arbeiter – paralysiren; der
gestiegne Arbeitslohn wäre ganz od. mehr als ganz durch
den erhöhten Preis seiner Consumtionsmittel
paralysirt; d. h. nominell u.
könnte sogar von Fall des
realen Arbeitslohns begleitet
sein; dies nur verhindert 1) so weit die
Bewegung des Steigens anhält, u. 2) erst nach
u. nach in verschiednen Industriezweigen eintritt; u. 3)
muss nicht vergessen werden, dass steigende Waarenpreise in der ganzen
Masse Industriezweige, welche keine
Waaren für das Proletariat liefert,
die constituent elements seines realen
Arbeitslohns gar nicht berührt, od. nur auf einem Umweg
⦗durch Wirkung auf Productionsmittel, die der einen
Abtheilung u. andern Abtheilung des
Waarenmarkts gemeinsam sein können⦘, also langsam
berührt. Ohne fortwährend steigende u. zuletzt das
Maximum ihrer Verallgemeinerung
(ihres Umfanges) – dies Maximum selbst auf
kapitalistischer Grundlage absorbirt nie
alle Arbeitskräfte[,]
viele davon immer lahmgelegt plus ou moins –
der
„disponiblen Arbeitskraft“ – des
„freien“ variablen Capitals könnte überhaupt keine
solche Productionssteigerung,
hence Geschäftssteigerung
überhaupt stattfinden, wie sie unterstellt ist
zur steigenden Bindung u. schliesslichen Maximalabsorption
des
wirklich od. aber nur scheinbar „freien“ lonanable
Capital, die Creditmissbrauch getauft wird u. die selbst
wieder unmöglich ohne speculative Productionssteigerung,
Handelsspeculation, Börsenspeculation,
Gründungsspeculation etc. Die steigende u. sich
verallgemeinernde Bindung „disponibler“ Arbeitskraft,
„freien variablen Kapitals“ erst der schon beschäftigten
Arbeiter + der Arbeitskraft der Reservearmee meint aber
Lohnsteigerung u. Verallgemeinerung dieser
Lohnsteigerung, considering dass das
gewöhnliche Niveau (zu unterscheiden vom
Durchschnittsniveau) des Arbeitslohns durch
den
Umfang der
„freien“ u. nicht der
„gebundnen“ Arbeitskraft bestimmt ist. Dass dies Steigen
erst eintritt ⦗u. meist sind noch strikes dazu nöthig⦘,
nachdem Waarenpreise u. damit
verbundne Surplusprofite schon längre Zeit gestiegen
sind, heisst dass die
grössere Bindung v. Arbeitskraft
zunächst ohne Erhöhung des Arbeitslohns
eintritt u. die Methoden davon in Band I
auseinandergesetzt.
Kommentar von
Marx.
Schließen
Summa Summarum:
die
gesteigerte u. zur Maximalgrenze
getriebne Bindung der Arbeitskraft –
also auch die höchste sowohl
der Intensivität der
Productivkräfte als dem Umfang der
Production nach – Intensivität u. Breite der Production
– auf kapitalistischer Grundlage nur möglich 1) dadurch
dass anormale Waarenpreise für
eine Zeitlang auf dem
Weltmarkt herrschen, also
temporär der
normale Zustand werden u. es
zwar während gewisser Periode mit steigender
Abnormalität werden. 2) Nur unter solchen Zuständen wird
die Arbeitskraft der Reservearmee
bis zur Maximalgrenze absorbirt u. steigt progressiv
der Arbeitslohn über sein normales Niveau ⦗welches an sich
abnormal ist, d. h. unter dem Werth
der Arbeitskraft steht⦘ durch progressives
Uebergewicht des beschäftigten über den
unbeschäftigten Theil der Arbeiterklasse, i. e.
des „gebundnen“ BestandTheils des
„variablen Kapitals“ über seinen „freien“ Bestandtheil.
Dieser abnormale Arbeitslohn befestigt sich während
der Periode der Ueberproduction
od. allgemeinen Prosperität selbst als Bestandtheil der Waarenpreise.
Und es ist ein Bestandtheil, wovon jede |4
während dieser
Periode – u. sie sind zahlreich – neugegründete
Unternehmung ausgehn muss als
Voraussetzung der „neuen“ Gründung, ganz wie sie ausgehn
muss v. dem
Ueberpreis der ihr nöthigen
Productionsmittel. Die constituent items
des
Ueberwaarenpreises werden also
f. die ganze Masse während dieser Periode gegründeten
Unternehmungen Ausgangspunkte,
die sich prima facie nicht als Ueberprofitchen, sondern
Ueberproduktionskosten ausdrücken ⦗u. daher stark auf
das free loanable Kapital pressen⦘ ⦗Daher
auch Jagd auf 1) alle Märkte, wo entweder dieselben Waaren noch höheren
Preis erreicht haben, also selbst noch unterverkauft werden können; 2)
alle Märkte wo die
Productionsingredienzien noch
nicht die abnormale Höhe erreicht haben (werden
damit auch hier auf die f. die Periode normale „abnormale“ Höhe
getrieben[)]; 3) alle
Arbeitsmärkte, wo „freie“
Arbeitskraft noch „wohlfeiler“ zu haben ist. 4) Jagd der Unternehmerei
auf alle Märkte wo accessorisches loanable Capital zu
haben; Gegenjagd des loanable Kapital auf alle
Märkte wo Verwerthung desselben
noch nicht auf das der
Unternehmerei beliebte Minimum
gefallen ist. Der
Weltmarkt belebt sich so nach
den verschiedensten Richtungen hin.
Die kosmopolitische Regierungsfischerei f. loans kommt
hinzu.⦘
Kommentar von
Marx.
Schließen 2) Anormale
Waarenpreise sind Waarenpreise, die über ihre ihren
normalen Durchschnitt gestiegen
sind, also in ihrem ensemble Steigen
ihres Gesammtpreises über ihren Gesammtwerth
ausdrücken; dies schliesst ein – oder ist dasselbe – als
allgemeines (in Bezug auf
alle Waaren) Fallen des relativen Werths des
MetallGeldes unter den relativen Werth
desselben, der bestimmt ist durch den Ausdruck
seines Werths in jeder andern
Waare. Dass dies nicht rein nominelle Wirkung hat, durch verschiedne
Umstände verhindert: Erstens
handelt es sich nicht um stagnant
hohe Preise (die stets auf stagnanten od.
constanten Ursachen
beruhn
u. daher ihren Grund in wirklichen
Productionsbedingungen haben) sondern um in der
Bewegung des Steigens
begriffne Preise. Habe ich heute theuer
producirt od. gekauft, u. verkaufe ich morgen noch
theurer, so stets Profit pro
tanto. Zweitens:
die
Masse die ausserhalb
der geschäftlichen Welt steht u. von fixen Einkommen, Gehalten,
GrundRenten, Staatsrenten, Zinsen etc lebt.
Diese wird gepflückt u. expropriirt pro tanto während
der Prosperitäts- od. Ueberproductionszeit;
ihr Geldeinkommen geht nur so
weit als der „relative Werth“ des Gelds geht,
fällt also während solcher Periode progressiv. Soll nun dieses
Pack während des allgemeinen Geldregens darben!
Sie sucht sich zu entschädigen, indem sie mitschwindelt,
Actien kauft, auf Börse spielt etc od. auch den
„belebten“ Consumtionscredit ausbeutet; wichtiger aber
noch in der ersten Eigenschaft, wodurch sie
die Crise fördert u. den Collectivgebrauch des
gesellschaftlichen Vermögens durch die
Privatunternehmer aller Art auf
die Spitze treibt.
Drittens: Mit dem
Steigen der Waarenpreise u. entsprechendem
allgemeinen Fall des Geldwerths verbunden,
dass jedes Geschäft auf gegebner
Stufenleiter grösseres Geldkapital zu seiner
Führung ⦗u. Anlage namentlich
auch, da die grössten
zusätzlichen Anlagen während dieser Periode
gemacht werden; hinc das Phänomen, dass, soweit
diese Geschäfte nicht ganz caput gehn, sie sich nur
dadurch halten, dass sie unter ihrem
Kostpreis losgeschlagen werden müssen nach
der Crise, also nur in 2ter od. 3t Hand unter den gewöhnlichen
Umständen normal geführt werden
können. Dasselbe Phänomen zeigt
sich auch in ordinären Zeiten, aber nicht in demselben
Umfang; rührt hier daher, dass die
Productivkräfte sich seit
der Gründung entwickelt haben; also in
der That das
ursprüngliche Anlagekapital
relativ entwerthet ist u. daher nur mehr verwerthbar ist entweder in
der Hand des ursprüngl. Eigners
(Anlegers) wenn er ausserdem über bedeutendes
Geldkapital verfügt, um den Verlust
verschmerzen zu können; od. aber in 3te Hände übergeht, zu
dem
nun verminderten Werth
desselben⦘; es muss also mehr loanable capital (Credit) aushelfen;
die Periode ruht aber grade auf niedrigem Preis des loanable
Capital, ein Preis der grade aus denselben
Ursachen niedrig, aus denen die
|5 Waarenpreise hoch sind; die
zunehmende Nachfrage nach
Geldkapital – Folge des zunehmenden
Fall des relativen Werths des Geldes –
wirkt also darauf hin eine Bedingung des
Furzjubels, den niedrigen Preis des loanable
Capitals entgegen zu arbeiten u. ihm entgegengesetzte
Richtung zu geben ⦗ganz wie die zunehmende
Plünderung des nichtgeschäftlichen Publicums
darauf drängt sie als Consumtionsmarkt zu contrahiren, also andre
Quelle des Furzjubels zu verstopfen⦘[.]
daher allzumeist
das Phänomen, dass vor der Crise
u. schon länger während der eigentlichen
Prosperitätszeit der
Discont wieder über seine Minimalgrenze, die oft bis fast zum Nominellen
sinkt – steigt, wenn auch die v. ihm erreichte
Höhe immer noch niedrig scheint gegen die
Profitschneiderei. Wo dies nicht der Fall immer
nur aus 3 Ursachen: es finden plötzliche Aufenthälte, Widerstände, gleichsam
Bedenken im Sturmmarsch statt; da das
loanable capital gleichzeitig
wächst mit der wirklichen
Profitmacherei einerseits, u. der
Profitgier (Bereicherungsgier) des ganzen
Publicums andrerseits, so erscheint es in grosser
Proportion nach Anlage suchend in solchen „Bedenks“ od.
„Hinderniss“momenten, Discont daher niedrig;
od. aber dieser od. jener Industrie[-] od. Handelszweig od. Zweig
des Geldmarkts schon während der
Prosperitätsperiode, so zu sagen vorzeitig v.
Blitzstrahl getroffen, wodurch momentan loanable Capital
freigesetzt u. die auf Erhöhung
seines Preises wirkenden Ursachen gelähmt, ineffektiv
gemacht, werden; od. aber – u. dies zeichnet namentlich
die
allerletzte
Periode aus – eh es zur Crisis
kommt lange vorher ihre Symptome wahrnehmbar,
Geschäftsdruck eingetreten etc; hence der
officielle Discont niedrig, weil
schon viel loanable Capital unbeschäftigt, nicht weil
keine Nachfrage dafür da, sondern weil es nur nach scheinbar sichrer Nachfrage
sucht. Es verbinden sich die 3 Ursachen oft mit
einander.
Kommentar von Marx.
Schließen
Viertens: die
Gold u. Silberproduction müsste
schliesslich contrahirt werden bei fortdauernden anormalen
Waarenpreisen.
Bemerkung von
Marx.
Schließen Fortsetzung dieser Betrachtungen à fur et
mesure.⦘
Zusatz von
Marx.
Schließen Worauf Herr K. hinaus will, ist, namentlich
mit Bezug auf Russland, sein theures
Vaterland:
Die allgemeinen Industrie[-] u. Handelskrisen werden chronisch od. dauern oft sehr lang, wenn zu dem Missbrauch des Credits durch die Industriellen der durch die Regierungen hinzukommt. (600) Drückt sich aus in besondrem Charakter der Bewegung des Wechselkurses, des Preises des loanable Capital u. der Waarenpreise; dieser Charakter wird chronisch; während »Uebercredit« nicht lange vorhalten kann Seitens der Industriellen kann die Regierung »Ueberkredit« od. ihm gleichgewichtiges Surrogat lange aufrecht erhalten. Namentlich auf Wechselkurs u. Waarenpreise übt letzterer Einflüsse aus, die ganz unabhängig sind v. den »örtlichen Productionsbedingungen[«] (u. den ihnen entsprechenden Verkehrsverhältnissen), wie das bei der industriell-commerciellen Ueberproduction der Fall. Die Unabhängigkeit dieser Einflüsse hat ihre besondern Criterien. Die Regierung missbraucht Credit von wegen Erschöpfung ihrer Finanzquellen: Steuern u. langterminiger Anleihen. Bona fide Leihkapitalien also für die Regierung in solchem Fall nicht da; but everything fish for it; die Leihkapitalien existiren alzu allzu meist in Geldform u. grade in dieser Form entschlüpfen sie am leichtesten dem Regierungsnetz; sie jagt daher auf unternehmerliche Kapitale, die sich bisher in productiven (unternehmerischen) Händen befanden. Sie giebt terminlose Schuldzeichen aus mit Zwangskurs (Papiergeld), ohne alle Rücksicht auf Interessen der Volkswirthschaft; wendet sie für ihre Zahlungen an auf ihr kaufbare fertige Werthe (i. e. hier Waaren); diese Werthe (Waaren) vermöbelt (consumirt) sie, nachdem sie selbe vorläufig zwangsweis in beliebiges Leihkapital verwandelt, obgleich der grösste Theil dieser Werthe (Waaren) industrielles Kapital repräsentirt. (600–602)
Dies »Papiergeld« hat aufgehört Creditgeld zu sein; es sind
Schuldzeichen, die keine Verwandtschaft haben weder mit freien
Kapitalien noch mit freier Bereitwilligkeit sie auf Credit
abzutreten. Es stellt stets »Schuld«
der Regierung vor, aber nicht jede Schuldobligation, selbst unter
Privatleuten, ist Creditzeichen
od. Credit. F. i. ich fresse auf
Pump einem Epicier seinen Kaffee, Zucker etc, zahle ihn nicht,
od. pumpe Geld v. Jemandem u. vermöble es. Gericht verurtheilt
mich zu zahlen – den zugefügten Schaden zu ersetzen.
Diese »Obligation« kann auch in
besondrem Document sich ausdrücken, in
Schuldschein; dies ist aber nicht
weniger als Creditzeichen u. so mit
dem
Papiergeld (im eminenten Sinn) der Regierungen. Confiscirten
sie Kapital so direkt, so wäre Sache damit zu Ende; aber sie
stellen f. das
vernichtete Kapital Schuldzeichen aus, das im Moment seiner Entstehung gar
keinen Werth hat; aber es erhält Zwangskurs. |6
Zwangskurs = in Circulation geworfne Regierungsautorität; dies kein Werth, kann aber im Austausch Surrogat davon bilden; wer das
Papiergeld empfängt kann damit die Regierungsaktion
seinerseits wiederholen. Für ihn ists Equivalent, obgleich es nichts als Schuldanerkennung v. unproduktiv verzehrtem
Kapital.
Auch die
Umsetzbarkeit (Umläufigkeit) v. Actien, Eisenbahn etc
obligationen täuscht viele dahin, als sei es möglich in
langterminigen Placements
kurzterminig-freies Kapital zu stecken; d. h. sie
unterstellen, dass bei Umsetzbarkeit
(Umläufigkeit) Langterminigkeit u.
Kurzterminigkeit, sowohl f. das Placement als
für die freien Kapitalien, nichtexistirende Dinge
werden, die sich einander ersetzen können. Aber die
»Umsetzbarkeit« kann nicht hinreichende Beweglichkeit Capitalen
geben, die an sich wenig haben; sie kann Kapitalen platterdings
nicht »Freiheit« geben, die absolut »gebunden« sind. Noch viel
weniger kann »der Umlauf« freies Kapital aus etwas machen was
überhaupt kein Kapital ist. Papiergeld kann Surrogat (seinem individuellen
Besitzer) des Reichthums geben; da damit Zahlungen gemacht werden können f. Obligationen, entstanden aus Empfang
wirklichen Reichthums – übertragnen Waaren od. Werthen überhaupt.
Dies aber nur für die
Einzelpersonen; aber nicht f. alle Glieder des
volksthümlichen Productionsorganismus; f. den
einen Reichthum, so weit dadurch Reichthum v. andrem genommen wird; f.
den
andern wieder, weil er wieder v. Drittem solches dadurch nehmen kann
etc[.] An sich stellen sie
nur nicht erfülltes Zahlungsversprechen
vor, heute für A, morgen für B, C, D etc[.]
Aber für irgend einen
können sie nur solches leere »Versprechen« vorstellen. Giebt der Besitzer
des Papiergelds es nicht aus, bewahrt er es
(schatzbildend), so bewahrt er sich Kraft, die innerhalb der
Grenzen bestimmter Nationalen Wirthschaft freies Vermögen
ersetzt. Aber ausserhalb dieser
nationalen Grenzen zeigt sich sofort dass sie es nicht freies Kapital. Weil
der
eigne Werth des Papiergelds nur
in seiner »Umsetzbarkeit« (Umläufigkeit) besteht, sucht jeder
sie so rasch als möglich umzusetzen. Dieselben Umstände, die
Metallgeld, können auch Papiergeld in »Schatzform« freisetzen. Aber sie sind es erstens
nur innerhalb der nationalen
Grenzen, soweit die obrigkeitliche Autorität
reicht u. zweitens stellen sie kein
Kapital vor, sondern nur Aufbewahrung (Aufhäufung) der durch sie
repräsentirten Schuld. (602–7) Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen Esel sucht dann das an sich Alberne zu widerlegen, dass
das Papiergeld, wenn auch Circulationsmittel u. Elemente v. Schatzbildung werden
können, sie die
Funktion des
Geldes als Mass der
Werthe nicht verrichten können. (607–9 etc) Die
Schätzung der
Waaren in Papiergeld nur indirecte Weise das Papiergeld
in Metallgeld, also die Waaren selbst in Metallgeld zu
schätzen. (609[, 610]) Ist
Papiergeld nicht mehr schätzbar in Metallgeld, so heisst das, es
gilt nicht mehr als Geldzeichen, es
ist vollständig entwerthet. (l. c. 610)
Der
Zwangskours (cours forcé, sein Zwangswerth) des Papiergeldes
zu unterscheiden von seiner »Zwangsumlaufbarkeit« (legal
tender)[.] Die
letztere meint, dass jeder Papiergeld an
Zahlungstatt annehmen muss; ersteres die
Verpflichtung sie zu ihrem gesetzlich
bestimmten Werth anzunehmen, so dass z. B. Papierrubel gleichwerthig – von
Autoritätswegen – = Silberrubel; indem
jeder Gläubiger Papierrubel für Schuld = Silberrubel annehmen
muss, unterwirft
sie
das
Vermögen ihrer Gläubiger der Gefahr zum
Vortheil ihrer Schuldner. Zeigt sich
der Werth des Papierrubels faktisch
geringer als der des Silberrubels, so wird dem
Gläubiger, der den Papierrubel
erhält, nur Theil seiner Schuld gezahlt,
der andre bleibt unbezahlt. Die Regierung
greift v. vorn herein nach Zwangskurs – um zu verbieten sich mit der wirklichen
Werthdifferenz zwischen Papier u. Geld zu beschäftigen
u. sich statt dessen zu beruhigen mit ihrer gesetzlichen Gleichwerthigkeit. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Sonst liesse sie es frei jedem beim Kauf u.
Verkauf Papier- u. Geldpreise zu
unterscheiden.⦘ Das
Papiergeld wechselt seinen relativen Werth gegen Metallgeld
sprungweis u. allzumeist progressiv; jeder tiefere Fall schlägt
zunächst die Leute mit fixen
Geldeinnahmen, d’abord Lohnarbeiter, Gehälter, alle die nicht selbstständig,
sondern als Glieder eines fremden ökonomischen Organismus
funktioniren; ihr Nominaleinkommen
wechselt am wenigsten, ist am constantesten im Durchschnitt;
meist bedeutendster Theil der Bevölkerung. ([611–]614) Wenn der Werth
des Papiergelds fällt, während die
Einkommen erhöht werden, hebt eins das andre auf. Wenn
Preis des Geldes steigt gleichzeitig mit Erhöhung
der Einkommen, so gewinnen die Besitzer
der Einkommen auf Rechnung derer, die ihnen
Zahlungen zu leisten haben. Wechsel (changes)
im Preis des Papiergelds unter allen Umständen
Ursachen v. changes in Einnahmen u.
Ausgaben, u. sie begleitender changes im Vermögen
der einzelnen Personen, die ganz unabhängig v. ihrer Thätigkeit sind; die
einen gehn caput, die andern bereichern sich
unerwartet; je nachdem der
Preis des Papiergelds schwankt
nach oben (Steigen) od. nach unten (Fallen), gewinnen od.
verlieren bald die Creditoren, bald die
Schuldner. (614, 15.)|
2) Kampf zwischen Natur des Papiergeldes u.
der volkswirthschaftlichen Productivität, v. wegen
des Preises des Papiergelds.
Nach welchen Gesetzen weicht der Marktpreis des Papiergelds v. seinem gesetzlichen Zwangspreis ab? Die an sich destructiven Eigenschaften (Wirkungen) des Papiergelds können mehr od. minder aufgehoben werden durch Gegenwirkungen der volkswirthschaftlichen Bewegung selbst. Das Papiergeld wird durch Regierung aus blosser Finanznoth ausgegeben, ohne Rücksicht auf Circulationsbedürfniss danach; was aus ihr wird, hängt daran wie die Volkswirthschaft sie aufnimmt, was sie daraus macht. Jedes Schulddokument ist ausgedrückt in Geldsumme, die der Schuldner zu zahlen hat, giebt daher dem Creditor Rechtstitel auf x baares Geld u. stellt so selbst entsprechende Geldsumme vor wogegen es austauschbar; sein Preis daher auch = dem Quantum Geld, das man bereit dafür zu geben. Der MarktPreis v. Papiergeld also = MarktPreis der im Papiergeld repräsentirten Regierungsschuld. Der Preis des Papiergelds hängt ab vom Preis der edlen Metalle; u. dieser kann sich nur ausdrücken durch Zuschlag oder Abschlag; mit Bezug auf Papiergeld – Agio oder Disagio. Agio bedeutet Verschiedenheit zwischen Preisen eines u. desselben Circulationsmittels od. verschiedner Circulationsmittel, so weit diese Verschiedenheit hervorgerufen durch örtliche Bedingungen. Kann z. B. Agio existiren für Goldmünze gegen Silbermünze u. vice versa, od. Agio für Credit-Circulationsmittel (Wechsel, Banknoten, Assignationen) gegen Metallmünze od. vice versa. Grenze des Agio stets u. jedenfalls die Ausgaben, nöthig um die eine Art Circulationsmittel durch die andre zu ersetzen. Das Agio beruht im Allgemeinen auf dem Streben des Cirkulationsmechanismus nach Unität der ihn bewegenden Kraft; so wenn gesetzlich 2 Werthmasse Werthmaasse, Gold u. Silber, funktionirt immer nur eins wirklich als Maass; so das Ersetzen der Privatobligationen durch Bankschuldscheine u. der ganze Bankmechanismus beruhend auf demselben Streben; selbst findet zwischen Nationen statt soweit sie auf einander agirende u. reagirende Glieder des Weltmarks Weltmarkts. Dies Streben nach Einheit verbunden mit der Nothwendigkeit die ihr gegenwirkenden Umstände zu beseitigen. Diese Umstände – die Verschiedenartigkeit der Circulationsmittel, wirkend als Bewegungskräfte von verschiedner efficiency; dies beseitigt durch Feststellung der Proportion zwischen ihrer efficiency; diese Proportion drückt das Agio aus, gleichgültig welches die Circulationsmittel, die durch es ausgeglichen werden. (615–26) Agio auf edle Metalle enthält in sich kein Element des Disconts, da es nichts mit Credit zu schaffen [hat]. (626)
In Papiergeldland drückt das
Agio auf klingendes Geld den
Preis des Papiergelds in Metallgeld
aus.
⦗Drückt
dann aus wie weit der Nominalwerth
des
Papiergeld Papiergelds
seiner wirklichen Funktion entspricht Geldzeichen zu sein.⦘
Da aber f. Papiergeld alle Waaren zu haben, zeigt das
Agio auch an wie viel
baar Geld für
die Waaren zu haben. So wirkt das
Metallgeld fort als wirkliches Mass der Werthe, bei
Papiergeldcirculation.
Das Agio drückt zugleich aus
die Bedingungen auf welche hin
die
Besitzer »freien Kapitals«, die
ausserhalb des Regierungszwangs stehn, es freiwillig hergeben wollen f.
den
Schuldschein der Regierung.
Das Agio ist also ökonomische Gegenwirkung gegen
den in der Ausgabe des Papiergelds
verkörperten Regierungszwang. So lange
die Papiergeldausgabe innerhalb
der normalen Schranke
Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗nach ihm durch Steuer etc
garantie⦘, geniesst Regierung
nicht nur terminlosen, sondern zinslosen Credit. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Dieser
„zinslose“ Credit – Crédit gratuit – repräsentirt durch
jede Banknote, die gleichwerthig mit baarem Geld
circulirt; nämlich zinsloser Credit, den das Publicum der Bank
giebt, keineswegs die Bank
dem Publicum.⦘
Das hört aber auf, sobald
diese normale Schranke übertreten wird. Zinslos kann nur terminlose
Schuld sein, deren
»Terminligkeit«
nur aus der Sorglosigkeit (Nachlässigkeit) des
Creditors entsteht, sie sofort zu realisiren. Sobald das government
Schuld contrahirt, der Form
nach terminlos, wie beim Papiergeld,
aber ohne Fähigkeit on call zu zahlen, ist die
angeblich terminlose Schuld schon terminweis u. sobald terminweis wird sie eo ipso auch
zinszahlend; ihre Schuldzeichen verwandeln sich dann faktisch
aus terminlosen u. unverzinslichen in
terminweise u. verzinsbare. Damit gegeben die Grundlage für
Erscheinung des Agio. Der Besitzer
des Papiergelds kann nöthig haben Kapital in Metallgeldform (in edlen
Metallen); für technische
Zwecke, Luxusproduktion etc.
Sonst hauptsächlich:
Zahlung ausserhalb des Landes
od. aber
politisch-ökonomisch-sociale Umstände, die Anlass geben das Edelmetall als
Schatzbildungsmittel zu würdigen. Dies Bedürfniss – Austausch
des Papiergelds gegen Edelmetall – wird dann eignes Geschäft besondrer Bande v.
RaubVögeln. Der Gegenstand dieses neuen
Handwerks – Creditoperation;
Uebergabe v. Edelmetall (freies Capital) gegen Schuldzeichen, welches blos Versprechen dieses Kapitals. Dies
Handwerk entspringt, weil das nominell terminlose
Schuldzeichen in fact terminweis.
Den
Preis der edlen Metalle (des freien Kapitals)
drückt das
Agio aus; (i. e. den
Preis des Papiergelds in
Edelmetall).
Dieser Preis hängt ab v. Nachfrage u.
Zufuhr. Fragt sich: hat sich das
durch das Papiergeld aus der Circulation
verdrängte Edelmetal Edelmetall
innerhalb des Landes in
Schatzform versteckt od. ist es allzusammt über die Grenze gereist? (626–36)
Die Regierung
giebt Papiergeld aus (muss es ausgeben) grade in Perioden, wo
#e19Schatzbildungsfähigkeit
BIS Wechselkurs°]
Bemerkungen in Klammern von Marx.
Schließen
Schatzbildungsfähigkeit der edlen
Metalle eine ihrer wichtigsten Funktionen wird (in Kriegs etc Zeiten v. Pech), wo
die Circulation spontan strebt sich zu contrahiren.
Andrerseits kommt auch das neu ausgegebne Papiergeld
nur allmählig in Circulation, um alle ihre Canäle zu füllen. Im
Anfang kann |8 daher die Ausgabe des
Papiergelds sogar wohlthätig wirken, indem es die
Preise aufrechterhält, die sonst fallen
würden in Folge der Entziehung des
Edlen aus der Circulation in bedeutendem
Umfang; sie entfernt Druck vom Geldmarkt; wenn einige
grad f. den Krieg nöthigen Waaren sehr steigen, so
hätten sie das auch ohne Ausgabe des Papiers gethan.
Die Unternehmer, die die hohen Preise einsacken, die
Lieferanten u. Uebernehmer v.
Arbeiten, denen gewöhnlich das
Papier zuerst in die Hände fällt
[,]
machen große Profite
Schließen mache grosse
Profitcher
dadurch; repräsentiren
Schließen repräsentire
neue freie Mittel, die sich neue Placements suchen; vermittelst
derselben beginnt erweiterte Nachfrage auf
Grundlage entsprechender erweiterter Zufuhr. Hence nach
Ausgabe der Papierche folgt meist Geschäftsbelebung, sobald sich der Umlauf des
Papierche erweitert hat. Tritt diese nach
dem Krieg ein, so die Belebung
überhaupt, die nach der durch ihn hervorgerufnen grösseren od.
geringeren Geschäftsstockung bedingt. Verborgne Schätzcher
kommen wieder zum Vorschein; zwangsweis muessiggelegte Kräfte
suchen, geschäftlich aktiv zu
werden
Schließen suche zu geschäftle; Absatzwege, durch den
Krieg versperrt wieder frei; dabei die Bereicherung
eines Theils der Unternehmer während des
Kriegs; Nachfrage nach allem, wodurch sich Production u.
Consumtion erweitern, wächst. Das
klingende Kapital als solches grade dann
nicht sehr wichtig für die Produktion; die Circulationsmittel brauchen
nicht nothwendig selbst Kapitale zu sein. Kann
die Nation die auf den Krieg
nachfolgende verstärkte Nachfrage durch eigne Productivität
decken – ob ihre Producte nun bestimmt
zum inneren örtlichen Consum od. zur Zahlung für ausländische
Waaren – so entspricht der
verstärkten Nachfrage, ob auch in Papierform
sich präsentirend (schön!)
Schließen Papiercheform sich presändirend
(schen!) sie deckende verstärkte Zufuhr. Wenn dies
nichts, stehts faul. Waarenpreise
steigen sofort u. ergreifen einen stets grösseren
Schließen ergreife a
stets groessere Kreis v.
Productionszweigen
Schließen Productionszweige,
die für den inneren
Bedarf arbeiten
Schließen innere Bedarf
arbeite. Hence
verstärkte Bedeutung gewonnen für Zufuhr from abroad.
Das v. aussen eingeführte
Schließen ausse aingefirte
weniger u. weniger gedeckt durch das zu
Hause
Schließen ze Haus Producirte; der
nationale Consum gebert ( zu
Schließen ze englisch: engenders) Schuld,
deren
Schließen dere Zahlung nur in klingender Münze
möglich
Schließen klingende Minz mauglich
. Metallche fängt an über
die Grenze zu
reisen
Schließen de Grenz zu raise.
Dies Pech kann aber auch stattfinden
Schließen stattfinde ohne Papierche-Circulation.
Aber ohne die Papiercher müsste nationale Production
one way or other wieder die
verlornen „Schätze“
Schließen verlorne »Schätzche«
zurückkaufen. Oder
wenn das Land Mine hat, sie durch neues Product in Gold
od. Silber ersetze. Aber bei Papierche bewirkt Abfluss des
Edelmetalls keine Contraction der
Circulation. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Hier fällt das
Viech wieder in die currency
theory.⦘
Je länger dann
die Belebung der Nachfrage dauert u.
die Unfähigkeit der
inländischen
Schließen inländische
Production sie zu decken
Schließen ze decke, je länger,
consequently, auch der Abfluss des Edelmetalls
über die Grenze
Schließen iber die Grenz
dauert, desto mehr befestigt sich das Papierche im
Umlauf. So
lange früher im Umlauf befindliches Metall abströmt u.
die sonstigen socialen Umstände dem durch Papierche
in Schatz verwandelte Metall seiner
Verlängerten
Existenzweise in Schatzform keine grössere Wichtigkeit geben,
kein Agio f. das »Edle«
zahlbar. Der
Preis des
Edelmetalls wird sich in den ersten
Zeiten der Nachfrage danach richten
Schließen richte nach dem Preis
der Wechsel aufs Ausland. Je mehr Credit die
Productivität des Inlands (mit
der Papierche circulation) im Ausland geniesst,
desto mehr dieser Credit = vergrösserter Zufuhr v. freiem
Kapital, desto grösser auch die
Zufuhr v. Wechselcher, gezogen auf’s
Ausland, desto niedriger
der Preis dieser Wechselcher. Letztere
sind Credit-Circulationsmittel, die nicht
nur im Papiergeldland, sondern auch in fremde Länder funktionire; gemeinsam f. das Papiergeldland u. seine auswärtigen
Creditoren oder Debitoren
Schließen auswärtige Creditore od.
Debitore; sind daher einziges Credit-circulationsmittel, dessen
Schließen desse Auswechslung od.
Auswechslungsfähigkeit, in one word dessen
convertibility in Baares
über
Schließen ieber alle Zweifel erhaben. Bei gewöhnlichem
Schließen gewehnliche Gang der Dinge
drückt Wechselkurs nur den
speciellen Preis der internationalen
Schließen internationale
Credit-circulationsmittel aus als eines aus den vielen Sorten solcher
Circulationsmittel. Aber bei Umlauf v. Papiergeld tritt
in Vordergrund auch Bedeutung der
internationalen
Schließen internationale
Wechsel als einzige Art v. Creditmittel, die gegen baares austauschbar u. am
wenigste Zweifel an sich trage
hinsichtlich ihres Gleichwerths mit
Edelmetall. Desshalb erhält der
Preis der letztern, der sich im
Agio ausdrückt, einen Gehilfen
Schließen aine Gehilf im Preis der aufs
Ausland gezogne Wechsel. Gegen deren
Schließen dere
internationalen
Schließen internationale
Character, hence über den
Schließen die
Wechselkurs, vermag keine Regierung
nichts. (636–41)
Hat das Papiergeldland Credit im Ausland so kann der sich
ausdrücken
Schließen ausdrücke durch Acceptation der Wechsel, welche
das Recht geben
Schließen gebe
aufs Ausland Wechselcher zu
trassiren
Schließen trassire
. Oder
sie können
Schließen kenne im Ausland die ihnen zugeschickten Wechsel
discontiren
Schließen zugeschickte Wechselcher
discontire
, wodurch auch die
Möglichkeit aufs Ausland zu trassire
wächst u. die
Zufuhr v. Wechseln aufs Ausland. (641)
Oder auswärtiges Kapital – was heut zu
Schließen heit ze Tag viel
der Fall – kann sich direct
an der
Schließen die Erweiterung der inländischen
Schließen von die inländische
Production betheiligen
Schließen betheilige; dies
heutzutage
Schließen heitzetag durch Association v. »kosmopolische« Capitälcher
u. das stete
Wachsthum der
collectiven
Schließen collective
Unternehmerei-Antheilswerthe ( drücken Teilchen
Schließen drücke Teilcher od. Elemente v. Capitaldepositcher aus); können
Schließen kenne bestehn aus Antheilcher an Regierungsanleihn
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗u. daraus machen Rothschilds u. andre
besondres Specialgeschäftche⦘;
das inländische Kapital bleibt so in der inländischen
Schließen die inländische
Production od. erweitert sie; noch grösser der Nutzen
Schließen grausser die Nutze,
wenn diese in die Compagnie (Associations)
ProductionsGeschäftche des Papierlandes sich
direct betheiligen
Schließen betheilige für Eisenbahnbau, Bankerrichtungen,
Dampfschiffahrt, Mineexploitation, Fabriken
Schließen Fabrike
etc u. also Actien od. Obligationen in diese fausse
association nehmen
Schließen nehme, ihre »freie
Kapitälcher« darin
|9
placiren
Schließen placire; dadurch
das Papierland wieder in Stand gesetzt zu trassiren
Schließen
trassire
; vermehrte
Zufuhr v. Wechseln aufs Ausland daher,
drückt das Agio herab u. dadurch das
Papiergeldche vor Entwerthung
gesichert
.
Unter diesen Umständen
Schließen diese Umstände
schädliche Wirkungen des Papiergelds paralysirt.
D’abord durch den so gesteigerten Productions-Umfang im Papierland selbst, der
Papiercher im Umlauf erheischt; die durch das Papier
repräsentirte vergrösserte Nachfrage gedeckt durch vergrösserte
Zufuhr. (641–43)
Herrscht Zutrauen
Schließen Zutraue, dass
die Regierung die Papiercher bald einlösen
Schließen einlese wird u. durch baar ersetze, dann verwandelt sich das Papiergeld,
wofür sich nicht hinreichend Beschäftigung in der
Circulation zeigt, in temporäres
Schatzbildungsmittel, das auf baldige Incarnation in
»Edlem« wartet. (643)
Wachstum Wachsthum der inländischen Production u. Schatzbildende Funktion der
Papiercher (aus Vertrauen auf baldige
Erlösung aus der
Schließen die
Papiererscheinung) contrahiren die
Nachfrage nach »frei Kapital« in edle Metallform,
während der
Credit des Auslands, der Wechselcher auf es
zu trassiren
Schließen trassire
erlaubt u. direkte
Betheiligung von fremden
Capitalisten
Schließen fremde Capitaliste in Actieunternehmungen die
Zufuhr v. »freiem« Kapital vermehren
Schließen vermehre
. Wirkt das alles zusammen
Schließen zusamme, so können alle bösen
Folgen
Schließen kenne alle bese Folge von die Papiergeldcher paralysirt werden
Schließen werde. (643, 44)
Frankreich
während u. nach dem
preußischen
Schließen preissische
Krieg bestes Beispiel, even unique, hiervon.
(l. c.)
Der erste Abfluss der edlen Metalle kann unabhängig
v. der Wirkung des Papiergelds, nur
der
Wiederbelebung des Geschäfts
nach Friede geschuldet sein; diese Wiederbelebung
könnte sich auch auf Credit stützen
Schließen stütze, fände sie solche nicht schon
fertig vor in der Papierausgabe. Aendert sich, sobald
grösster od. grosser Theil des Metallvorraths
abgeflossen u. Erneuerung solchen Abflusses nöthig wird. Ohne das Papiergeld würde dann viele Bankerutte
ausbreche u. die »Atmosphäre« clear itself Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗nämlich durch
Prellerei des Auslands, die Privatschulden an
welches liquidirt durch Bankerutt.⦘
Waarenpreise würden fallen, damit aber auch die ausländische
Nachfrage nach den inländischen Waaren wachsen; mit der wachsenden
Ausfuhr ins Ausland würde das Metall v. daher wieder
anfangen zurückzufliessen. Aber mit
Papiergeld wird die Krankheit chronisch; es
verhindert den Fall der
Preise; der edle Metallabfluss bewirkt keine
Contraction der circulirenden
Schuldscheine. Die Preise fallen nur soweit,
als die Belebung des Geschäfts sie in
die Höhe trieb, aber nicht genug um Waarenausfuhr zu vermehren; hence kehrt
auch das Metall nicht zurück, um seinen Platz wieder
einzunehmen im Circulationsmechanismus. (645, 46)
Von der nationalen Productionsintensivität u. Extension hängt das schliessliche Resultat des Zwangsumlaufs des Papiergelds ab. Sie kann sich so erweitern, dass sie die im Papier ausgedrückten ausgedrückte Nachfrage möglichst nah deckt. Im Masse ihrer Expansion, wirkt die inländische Produktion auf Verminderung der Nachfrage nach Metall einerseits u. vermehrt ihre Zufuhr andrerseits. Wenn auch nicht Nachfrage u. Zufuhr so gedeckt, dann aber doch ihre Differenz verringert; pro tanto Erhöhung der Preise verhindert u. Umfang ihrer Schwankungen in nicht destructive Grenzen gebannt; zugleich relativ den Preis des Papiergelds constanter gemacht u. es zu gewissem Grad vor Entwerthung gesichert. (646, 47)
Wechselcher, die auf Kredit im Ausland gezogen, nicht für dahin
versandte Waaren[,] thun fürs Papiergeld selben Dienst wie expandirte Production at home. Sie » commandiren
Schließen commandire Geld« abroad
wie’s versandte Waare thun würde. (647)
Ist Baares im Inland (des
Papiergelds) rar geworden u. wird nöthig, so sind die »raren« Денги Деньги aufzujagen; dadurch entwickelt sich Speculation, concentrirt auf das Bedürfniss
die
Zufuhr v. Baargeld zu erweitern; beginnt Speculation auf Agio. Wächst
Nachfrage nach Metall u. damit Gefahr v. Entwerthung des Papiergelds od. destructiven Falls der
Waarenpreise, so vermehrt die Agiospeculation
mit ihrem Metallkapital, vermehrt deren Zufuhr u. verhindert
übertriebnes Steigen des Agio. Steigt letztres bei
der Speculation, so wäre würde es auch ohne sie steigen.
Steigt das
Agio
mehr
als das in Folge der Speculation, so
ziehn die
Extraprofitcher Konkurrenz andrer
Speculanten an, die die
Profitche wieder aufs
Durchschnittsniveau andrer Geschäfte senkt. Temporäres Steigen
über das ohne Speculation vorhandne Niveau z. B. wenn
die Speculanten die
vorfindlichen Wechsel aufs Ausland
accapariren. Durch ihre speculativen
Käufe erweitern sie die Nachfrage u. damit
Zufuhr.
Sie können ihre Nachfrage
so erweitern, dass die Zufuhr (der Wechsel
aufs Ausland) nicht genügt. So ereignet’s sich manchmal dass
trotz Zuwachs der Ausfuhr u.
folglich der Zufuhr der
Wechsel aufs Ausland, dennoch ihr
Preis nicht fällt, unveränderlich
bleibt od. noch steigt. Doch
sie müssen für die Wechsel blechen
Schließen bleche. Ihr Calcul dieser: jetzt
Wechselcher wohlfeil, muss man sie also
kaufen
Schließen mer se also
kaafe, weil sie bald theuer sein werden;
Speculation erhöht also nur Preis der Wechselcher u.
Agio, wo sie glaubt dass Contraction ihrer
Zufuhr in Aussicht. Nach dem Kauf müssen die Speculanten verkaufen
Schließen Kaaf müsse de Speculante verkaafe
. Hence vermehren sie um die
vorher v. ihnen gekauften Wechsel deren Zufuhr soweit sie auch
ohne sie statthätte. Hence erniedrigt deren gewöhnlicher Preis;
aber obgleich erniedrigt, bleibt er immer noch so hoch, dass
Speculanten bei ihren Verkäufen Profitche schneiden. Sie halten
den Preis der Wechsel auf, wenn sie am
Fallen[,] u. mache ihn
fallen, wenn sie am
|10 Steigen. Sie consolidirten also das Niveau
(Constanz)
des Preises, [er
war] weniger starken Schwankungen nach oben u. nach unten
ausgesetzt. Je
constanter aber dieser Preis, also
auch das Agio, je weniger Wechsel im
Preis des Papiergelds, also in Preisen aller
Habe. Haben die
Speculanten
Schließen Hawwe die
Speculante falsch gerechnet, erweitert
sich die Zufuhr der Wechsel statt zu fallen
Schließen falle, so fällt ihr
Preis u. die Speculante an eigne Haus
gezüchtigt, müssen wohlfeiler verkaufen als sie gekauft
haben
Schließen müsse wohlfeiler verkofe
als sie gekoft habbe. (647–50)
Diese Agioteurs grosse Patrioten. #e* Diese Agioteurs grosse
Patrioten.°] Bemerkung von Marx.
Schließen Sie suchen
stets, per fas et nefas, das
Feld zu erweitern, auf dem blüht Trassirung auf die
Ausländer, i. e. Ausgabe von Zahlungsordres in Form v.
Wechseln aufs Ausland. Zu dem Behuf gehn sie sogar
so weit dem Ausland die » schönsten
Schließen schenste« Placementspapiercher in
Actien etc vorzulegen etc (651)
Bisher der Kampf zwischen dem zerstörenden
»Papiergeld« u. der gegenwirkenden
»Volkswirtschaftlichkeit« betrachtet mit Bezug auf Agio = Differenzwerth
v. Edlem Metall u. den es vorzustellen sich
anstellenden »Papierche«. Jetzt zu sehn, wie dieser grosse
Schließen grausse Kampf geführt,
wenn
der
Ausgangspunkt
die
Preise der Waaren, i. e. aller
Habe ausser den edlen Metallen. (651)
Regierung
#e30Regierung BIS Production)°]
Hervorhebungen und Bemerkungen in Klammern von
Marx.
Schließen giebt d’abord
Papiergeld aus, in Zahlung v.
Waare (u. Werthen quelconques) v. Geschäftsmann A, B
etc. Für diese Burschen ersetzt es ihr Capital mit Profit, weil es ihnen erlaubt zu »kaufen«
u. zu »zahlen«, Zusatz von
Marx.
Schließen od. wie K.
sagt »Nachfrage zu
offenbaren u. Preise zu zahlen«.
Krieg unter allen
Umständen, weil er Production lähmt, erhöht
Preise der Waaren.
Indem er aber das
Baare über Grenze jagt od. in innere hiding corners, es aus
der Circulation verjagt, schafft er für
das
Papiergeld in den ersten Zeiten
eben so günstige, als für die
Production ungünstige Bedingungen.
Die
hohen Waarenpreise at that time beruhn
auf den altered Productionsbedingungen, nicht auf
Entwerthung des Papiergelds. Kommt dann die
Wiederbelebung des Geschäfts nach Frieden. Gesetzt
Production entwickle sich nun nach u. nach so, dass Zufuhr v. Waaren Nachfrage deckt. Dann
das
Papiergeld hinreichend beschäftigt in
der Funktion als »Circulationsmittel«. Anfangs in
Folge des Kriegs Productionsbedingungen schlecht,
Productionsausgaben hoch, hence Waaren theuer. Nach u. nach
(post Ende des Kriegs) die Productionsmittel
erneuert etc[.]
Waarenpreise des Papierlands,
verglichen mit denen des
Auslands, kehren wieder zu ihrem alten
Fuss zurück. Der noch verbessert (vom
standpoint des Papierlands[)]. Alias: die
Preise der Waaren des
Papierlands, speciell die zur Ausfuhr
bestimmten, finden sich wieder in
statu ante bello. Auch das hidden Metallgeld
taucht wieder auf; returniren auch wieder aus Ausland;
Papiergeld hat hence Concurrent in seiner Funktion als
Circulationsmittel; andrerseits, da Preise erniedrigt, hat sich
sein Umfang schon dadurch erweitert,
dass es Waare von niedrigerem Preis als vorher zu circuliren
hat; ist aber Masse der Waaren im selben Maass
gewachsen wie der Preis der einzelnen
Waarenelemente gefallen od. mehr noch, so kein ueberflüssiges Papiergeld. Die
erniedrigten Waarenpreise erhöhen consumtive Nachfrage; hence
gewinnen beide, Producenten u. Consummenten. Möglich ist solche
Entwicklung der Production.
Beweis Frankreich (nach dem preussisch
frz. Krieg 1870–71)
Unter solchen Umständen hat das
Papiergeld seine Natur verwandelt. Es war something beim Ausgangspunkt; it has become something else in the progress
of its career. Die
Production hat jetzt
geschaffen terminlose Leihkapitalien,
freiwillig ausgetauscht gegen die
Regierungsschuldscheine; letztere damit
in kreditliche verwandelt
. Sie sind jezt gestüzt auf Steuergarantie, wenn auch nicht
einfache. Contrahirt die Regierung unmittelbar nach dem
Krieg langterminige Anleihen, so kommen
die Zahlungen der Aufnehmer dieser
Anleihen zu der Steuergarantie
hinzu. Endlich entsteht unter solchen Umständen v. selbst
das Vertrauen, dass die Regierung
das
Papiergeld (weil ihre Einnahmen wachsen
in Folge besagter Umstände u. des Aufschwungs
der Production) bald convertiren wird. (651–55)
Gesetzt aber dieser Triumph über die schädlichen Einflüsse des Papiergelds sei nicht vollständig, sondern nur theilweis.
Die »Profitcher«, ursprünglich concentrirt in den Händen der Lieferanten, Contractoren etc (während der Kriegszeit), denen unmittelbar in erster Hand das Papiergeld Seitens der Staatskasse zufloss, gehn über auf Fabrikanten, Landwirthe, u. allgemein die Producenten – Verkäufern v. Waaren, zu deren Nachfrage den Lieferanten etc das erhaltne Papiergeld diente. Die »Profitcher« erscheinen in neuen Taschen. Aber mit dem örtlichen Fabrikant kann der auswärtige concurriren; die Theuerkeit der Waaren im Papiergeldland hebt zu gewissem Mass die Eingangszölle auf u. vermehrt Einfuhr ausländischer Waaren. Wenn die Ausfuhr nicht gleichzeitig erweitert, vermehrt die verstärkte Einfuhr die Verschuldung, die nur durch »freie Kapitalien« zu löschen. Baargeld fliesst über die Grenze. Klage dann dass zu gross Consum ausländischer Waaren. Aber im Inland war kein Platz f. profitliche Anlage dieser Baargelder; Production nicht hinreichend erweitert, um die Preise so niedrig zu halten wie die Concurrenten im Ausland. Der Abfluss des Baargelds, in solchem Fall, bezeugt die relativ geringere Productivkraft des Papiergeldlandes. Hence Protectionsgeschrei zur »Aufmunterung der inländischen Industrie«. Verlangt stärkere Schutzzölle als vor dem Krieg existirten. Soweit der Schutz wirklich was thut u. wirklich die Productivkraft sich entwickelt, Resultat Niedrigere Waarenpreise im beschüzten Land selbst, also pro tanto relative »Aufhebung« des Schutzzolls. Aber ebenso richtig, dass das Papiergeld creirende gvt. nach Ende des Kriegs sehr albern, wenn es liberale Zollreform einführen will, überhaupt Aenderungen |11 in der Zollgesetzgebung; das Papiergeld strebt dahin den Einfluss jeder solchen Reform zu paralysiren. Wird Protection verstärkt, so macht Papiergeld dies nominal, weil die Differenz zwischen inländischen u. ausländischen Waarenpreisen in Folge derselben höher als vor der Ausgabe des Papiergeldes, also höher das PreisNiveau als das worauf vorher der Schutzzöll-tarif berechnet. Werden die Zölle heruntergesetzt, Schutz verringert, so ersetzt das Agio, hervorgerufen durch das Papiergeld, die abgeschafften Zölle. Gelingt es der heimischen Industrie ihr Produkt zu verwohlfeilern, so hat sie auch weniger Angst vor der fremden Concurrenz; ist sie auch fähiger das Edelmetall zurückzuhalten. Die Fabrikanten (im Papiergeldland) schieben die Fortdauer der hohen Preise nicht auf ihre eigne Unfähigkeit durch gesteigerte Productivität die schädlichen Einflüsse des Papiergelds zu paralysiren, sondern erklären sie aus örtlichen u. zeitlichen, von ihnen u. vom Papiergeld unabhängigen »zeitliche u. zufällige« Productionsbedingungen etc. Schwatzen über »internationale Bilanz«; aber f. die Industriellen nur ein Weg – Erniedrigung der Productions- hence der Waarenpreise, trotz des Papiergelds. Die »ungünstige internationale Bilanz« u. Edelmetallabfluss beweisen grade, dass ihnen das nicht gelungen – hence ihre relative Unproductivität. Die inländische Production strebt always to a certain degree to paralyse the influence der paper currency, aber to what degree es ihr gelingt, andre Frage. (657–64)
Der Credit giebt dem Metallgeld örtliche Beschäftigung, wodurch die Nothwendigkeit seiner Ortsveränderung u. zusätzlicher Kosten vermieden. Lokalisirt sie. Wenn der örtliche (i. e. nationale) Credit nicht im Stande allem Geld zu Haus solche Einbringlichkeit zu schaffen, kommt die Reihe an den internationalen Credit. ([664,] 665)
Im
Gegensatz zum Creditgeld sucht das Papiergeld
– wenn seine Einflüsse nicht paralysirt durch die
volkswirthschaftliche Productivität – das
Metallgeld aus seiner
Rolle als Circulationsmittel zu verjagen u. ihm
möglichst die
Rolle der Schatzbildnerei
zuzuweisen. Im
Moment selbst (den kritischen Kriegs etc momenten) wo
die Umstände an sich Schatzbildung fördern, erscheint das
government mit seinem fiktiven Zahlmittel. Dies nöthigt in first
instance zur Flucht der
Sorte Kapital, die am leichtesten
flüchten u. sich verbergen kann (Metallnes); zugleich Streben jeder Habe, um
sich zu »retten« diese Form des Capitals anzunehmen. So
verstärkt das ohnehin durch die
Umstände gegebne Streben
zur »Schatzbildnerei«; dazu wendet sich
alles Metallgeld. Aber diese Schätze
spielen andre Rolle als bei Credit. Sucht ihnen Beschäftigung,
u. zwar innerhalb des Landes selbst, innerhalb
der
örtlichen Grenzen des Credits
selbst. Aber bei dem
Papiergeld Metall in Schatzform als
Schatzbildungsmittel repräsentirt nicht länger neugebildete Kapitale, die nur »frei« u.
»müssig«, weil sie erst entstanden u. noch keine Beschäftigung
gefunden; umgekehrt;
dies Metallgeld wird durch den
Sieg des Papiergelds eine Habe, die weder productiv sein kann, noch will, die die »Freiheit« der Productivität vorzieht, am gegebnen Ort frei sein will, um an andern überzugehn ausserhalb
des
circulirenden Regierungszwangs, um sich
zu verbergen. Credit macht der Volkswirthschaft möglich
diese »Schätze« zu vermöbeln, Papiergeld entzieht sie ihr.
Das Metallgeld hört auf die Form zu sein
worin f. Produktion bestimmte »Ersparnisse« sich verkörpern; es
ist aus der Circulation verschwunden; u. die
»Ersparnisse« incarniren sich selbst in Papiergeld, das in Hände
gefallen, die die Exploitation dieser »Gewalt«
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗Staatsgewalt verkörpert im
Papiergeld⦘ aufschieben,
diese Gewalt aufspeichern. Sie repräsentiren
Kapitalien – od. deren Equivalent – die die Regierung
weggenommen u. vermöbelt hat.
Die
Natur
der »Schatzbildung« Zusatz von Marx.
Schließen (Ersparung, sagt K.)
selbst verkehrt sich. Stellen nicht mehr vor noch nicht
angewandte Früchte vergangner Production u. nach neuer suchend,
sondern unproduktiv bereits placirte u.
vermöbelte Mittel. Keine »Ersparnisse« im
volkswirthschaftlichen Sinn; f. die
Vereinzelten
Parodie auf »Schatzbildung« – das
noch nicht benutzte Recht auf andre Person
die Krankheit zu übertragen. (365 665–68)
An die Stelle v. rein metallischer od. aber gemischter Cirkulation tritt rein papierner Circulationsmechanismus.
Wie weit das Papiergeld Vertrauen geniesst, zeigt sich in seinem Agio u. Disagio relatively zum Edelmetall. Diese schwanken beständig, da die Aussichten auf Abtragung od. Liquidation der durch Ausgabe des Papiergelds contrahirten Regierungschuld je nach den Umständen schwanken. Jedenfalls sind durch Agio u. Disagio diese zinslosen Schuldscheine in verzinsbare (Zinszahlende) verwandelt. Bei gewöhnlicher Regierungsschuld kehrt das durch Steuern Beigebrachte zur Zinszahlung (f. die Schuld) in die Volkswirthschaft zurück bei Zahlung dieser Zinsen. Von dieser Seite kein Unterschied zwischen gewöhnlicher Zinszahlung f. Staatschulden und dem Agio. Aber in letzterer Form unbestimmt, bald hoch, bald niedrig etc[.] Dazu die so gezahlte »Steuer« (in Agio) ungleichmässig u. unbillig sich vertheilend. Die Volkswirthschaft muss die ganze Summe des Agio zahlen, mit ihren vielen verzwickten Ausgaben. Z. B. 800 Mill. Rubel Papiergeld in Umlauf; Agio auf letzteres sei 15%; jährlich seien nöthig für 500 Mill. Rubel für ausländische Wechsel und Edelmetall; dann in allem 75 Millionen Zins auf die Papiergeldschuld gezahlt = 91/3%. Die Zinszahlung im Agio ausgedrückt völlig unabhängig v. der Grösse der Schuld selbst. (668–74) |
3) Wechselkurs im Papiergeldland.
Wechselkurs strebt auch bei Papiergeld
zunächst seine Rolle als Zusatz von Marx.
Schließen a)
Criterium der normalen
Productivität zu spielen; aber fängt Zusatz von
Marx.
Schließen b) auch v. vornherein an, die der Production
an sich fremdartigen Einflüsse des
Papiergelds auf den Circulationsmechanismus
des Landes anzuzeigen; endlich die
Wechselwirkung, zu jeder gegebnen Zeit,
zwischen a u. b. (675)
So weit Wechselkurs durch
#e36internationale
BIS Zwangsumlauf.)°] Bemerkungen in Klammern – außer
„der Versendung“ bis „etc“ – von Marx.
Schließen
internationale Bilanz bestimmt, zeigt
sichs in der Proportion worin’s
möglich Wechsel aufs Ausland zu kaufen;
erst über derselben beginnt die
Möglichkeit der unmittelbaren
(internationalen) Bewegung der edlen
Metalle. Die Ursachen gegeben, die Nachfrage
u. Zufuhr von edlem Metall bestimmen, kann die
Bilanz nur solchen Preis v. Wechseln aufs
Ausland hervorrufen, der ihnen Vorzug giebt vor unmittelbarer Versendung von edlem
Metall od. Remesse in edlem
Metall. In Land, wo das Papiergeld
die edlen Metalle aus der Circulation
verjagt, bleiben sie nichtsdestoweniger nöthig für technische
Zwecke, Luxusbedürfnisse, Aufspeicherungszwecke u. Zahlungen
jenseits der Grenze. So weit sie für technische Zwecke nöthig, müssen sie leibhaft
sofort
einwandern in das Papiergeldland. Zahlung für sie muss daher Preis
hervorrufen, der auslöscht den Vorzug
des Kreditcirculationsmittels über die
klingende Münze. Bemerkung von Marx.
Schließen (Eselei!) Dasselbe gilt für
Zweck der »Aufspeicherung« (Schatzbildungszweck).
Was
Zahlung jenseits der Grenze
betrifft, so kann der
internationale Wechsel
#e*
der
internationale Wechsel°] Bei
Kaufman, S. 677: #R+пerevodnyj vekselь#R-; die
Tratte
Schließen f. diese Nachfrage zugleich
die Möglichkeit geben zu gewinnen die
doppelten Auslagen (der Versendung,
Assekuranz, Kommissionsgebühren etc) des
Zuflusses der edlen Metalle wie
ihres Abflusses aus dem
Papiergeldland.
Diese doppelte Grenzen Grenze
, wozu sich der Preis des
Wechsels erheben kann ausserhalb der
Einflüsse der Bilanz u.
der Natur des Papiergelds. Sie wird
hervorgerufen durch den
Zwangskurs des Papiergeldes,
den letztres an sich selbst nicht ernöthigt. (Es ernöthigt nur
Zwangsumlauf.) (675–78)
Die Summe der
Kosten die gespart wird – sobald es sich
nur um Einfluss der internationalen Zahlungsbilanz
handelt – durch Zahlung in internationalem
Wechsel (statt in Edelmetall) von 3%
zu 4%; steigt nur manchmal für
terminweise Wechsel unter Einfluss von Veränderungen im
Discont
.
So weit der
Wechselkurs sich innerhalb
dieser
Summe bewegt
(zugerechnet
Discontchanges, so weit sie
eintreten u. Einfluss üben), heisst’s, dass
die changes im Wechselcurs
hinreichend motivirt durch changes in
der Handelsbilanz. Aber es handelt sich
nicht so sehr um
Differenz zwischen Einfluss der Bilanz auf
den Wechselkurs u. dem Einfluss andrer Ursachen
als vielmehr um den Einfluss,
den verschiedne Ursachen auf die Bilanz
selbst ausüben.
Z. B. alle Wechselbeziehungen zwischen
dem Papiergeldland u. dem Ausland laufen zusammen in der Bilanz
der internationalen Zahlungen;
die Production, der Einfluss der
Natur des Papiergelds u. ganz neue Finanzeinflüsse (wie
z. B. neue Staatsanleihen
ausserhalb des Landes, governmentsausgaben jenseits
der Grenze
z. B. f. die Armeen Zusatz von Marx.
Schließen (die russische Armee in der
Türkei etc, während Marsch dahin etc),
Käufe ausländischer Geschütze u. andrer Waaren.).
(678–79)
Sobald das Papiergeld anfängt eignen Einfluss auf den Wechselcurs auszuüben, hat es changes hervorgebracht in der internationalen Bilanz der Verschuldung u. es sind dann diese die sich in entsprechenden changes des Wechselkurses ausdrücken; das Papiergeld ruft selbst Nachfrage nach edlen Metallen hervor u. verändert so das Verhältniss zwischen ihrer Nachfrage u. Zufuhr; sie offenbaren (legen blos) in the first instance vorhandnes Deficit in der Nationalen Production. Überflüssiges Papiergeld solchen fallend in Hände, die ihm keine produktive Anwendung zu geben wissen. Und dies »überflüssige« allzumeist im Verhältniss zum Quantum des ausgegebnen Papiergelds selbst. Bei gegebner Höhe des Agio ist the totalamount des zu zahlenden Agio abhängig vom Umfang der Ausgabe u. des sich zeigenden »Ueberschusses« (Ueberflusses) an Papiergeld. Z. B. Agio = 15%; z. B. 600 Mill. ausgegeben, Ueberflüssig = 50 Mill., Verlust an Agio = 71/2 Mill.; wenn aber 800 Mill. ausgegeben, Ueberfluss = 150 Mill., Gesammtverlust = 221/2 Mill. (679–81)
Der
Umfang des sich zeigenden
überschüssigen Papiergelds besteht stets aus 2 Elementen, das eine constant, das andre variable (wachsend od. abnehmend); letzres letztres bald plus bald minus vom Ganzen
Ueberschuss; es kann so gross werden (der
variable Theil), dass der
constante Theil = 0 wird, so dass verschwindet jeder
»Ueberschuss« im
Papiergeld.
Der
constante Theil = festes Agio
Bemerkung
von Marx.
Schließen (Wortentdeckung illustris
Kaufmani!); d. h. das in Folge v.
Papiergeldüberschuss entstandne Agio bleibt an sich selbst unverändert; geht ein als nothwendiger Bestandtheil in Constitution des Wechselkurses
u. drückt das
Minimum der Zahlen aus, worin sich das Agio überhaupt
während bestimmter Periode ausdrückt; i. e. das Minimum der aus Papiergeldüberschuss während bestimmter Periode entstandnen Nachfrage nach edlem Metall.
Es der
Ausgangspunkt für die |13
später beginnenden Schwankungen des
Agio, die weitere Schwankungen im
Wechselkurs selbst hervorrufen können; der variable Theil bestimmt durch Wechsel in Nachfrage nach Edelmetall;
sie begründen besondres Agio, variables
(veränderliches). Es selbst kann positiv od. negativ sein, Plus
od. Minus, je nachdem es zu- oder abnimmt. Das Zusatz von Marx.
Schließen v. Kaufmann
»fest«
Zusatz von Marx.
Schließen getaufte
Agio = constantem
Pari für das Papiergeldland.
Der
Wechsel-Pari = Proportion worin klingendes Geld
verschiedner Länder gleich an Metallgehalt; dies die Proportion, worin
gegebnes Quantum v. Edelmetall umschmelzbar in die
klingende Münze verschiedner Länder.
Solches Pari unmöglich für Länder, wo Papiergeld nicht nur mit
Zwangsumlauf, sondern auch zu Zwangskurs. Der
Ausgangspunkt hier nicht das
feste Pari, sondern bedeutend über
demselben, das
feste od. Minimalagio; es ist selbst
Durchschnittszahl während bestimmter Periode. Um
das Agio d’une sorte ou de l’autre zu finden, ist
vom schlechtesten Wechselkurs bestimmter
Periode zu entfernen (abzuziehn) die Procente die
den
Vorzug des Creditcirculationsmittels
(Wechsels) über Baarzahlung ausdrücken, ferner das feste Pari
abzuziehn. Dann erhalten wir den
Minimalausdruck des
Gesammteinflusses des »überschüssigen« Papiergelds.
Dasselbe thuend für den besten
Wechselkurs derselben Periode, erhält man den
Ausdruck für das
constante Agio. Der
Unterschied zwischen diesen 2 Ausdrücken zeigt was auf Rechnung des Papiergelds quoad
Wechselkurs zu setzen während besagter Periode. (681–83)
Z. B. im
Lauf v. 18 Monaten, v. 1 Januar 1872 bis 30 Juni 1873 der
schlechteste 3monatliche Wechselkurs v.
Petersburg auf London war am 26 Juni
1873 = 321/32d. auf Rubel (= 2sh. 81/32d.) u.
der beste 3 Okt. 1872 auf
331/4
d. (= 2sh. 91/4d.); Differenz = 17/32d., = (mit
Vernachlässigung v. Rest) 11/5d.; im
Lauf des Jahrs 1872 kaum = 0.97d. Da die Differenzen nicht über die
Grenzen der
Summen hinausgehn, die den
Vorzug des Wechsels vor
Edelmetall als internationales
Zahlungsmittel ausdrücken, so eigner Einfluss des Papiergelds auf Zahlungsbilanz = 0. Aber gesetzt
der Wechselkurs wäre am 26 Juni
1873 gewesen = 28. Dies giebt dann Differenz v. 51/4d. ⦗331/4 – 28 = 51/4⦘
Berechnend nun das
feste Pari (f. Silberrubel) f. 3monatliche
Wechsel auf 381/4
d. (= 3sh. 21/4d.); ferner abzuziehn f. die
Schwankungen innerhalb der Grenzen des Vorzugs
v. Wechsel über klingende Münze 3%, also: 1.15d., so erhalten
wir 37.10d. als Ausdruck des
schlechtesten Wechselkurses bei Abwesenheit
v. Papiergeld.
Der beste Wechselkurs bei Existenz des Papiergelds war 331/4
; hence
festes Agio (= 37.10 –
331/4 =
37.10 – 33.25 = 3.75) Zusatz von
Marx.
Schließen sagt
K.
= 3.85d. (съ лишнимъ 10%) Bei Wechselcurs zu 28d. (= 2s. 4d.)
der GesammtUmfang der Abweichung = 101/4d. (381/4 – 28 =
101/4)
od. 27% überschüssig. Die Differenz zwischen 101/4d. – 3.85d. (i. e. festes
Pari minus des festen Agio) (od. 10.25 – 3.85
= 6.40) = 62/5
d. Drückt die Kraft
aus, womit sich die
Nachfrage nach Metall äusserte u.
den
Einfluss auf die Bilanz
speciell den
26 Juni. Das
variable Agio, das im gegebnen Fall 14% beträgt, zeigt genau in welcher
Proportion »der Ueberschuss«
des Papiergelds am 30 Juni. Wenn dagegen am 3. Okt. 1872 ⦗bester Wechselkurs,
der wirklich war = 331/4d.⦘ der beste
Wechselkurs gewesen wäre 36d. – u. nach wie vor der
schlechteste Wechselkurs 26 Juni
1873 = 321/32
, wäre Differenz zwischen bestem u.
schlechtestem = 3.97d; denn da
37.10d. Ausdruck des schlechtesten Wechselkurses ohne Papiergeld (= 1.15d. od. 3% gegen
klingende Münze) so festes Agio 37.10 – 36 = 1.10d.; sie drücken das
kleinste (feste) Agio aus. Das
variable Agio = 3.97 – 1.10 = 2.87d.; dies f. die Daten
der
Periode 3 Oct. – 18 Juni. (683–84)
Es
giebt keinen Einfluss auf Wechselkurs, der nicht vorher
ein Einfluss (wirkend auf) die
Bilanz der internationalen Verschuldung;
desshalb, u. weil man die Bilanz oft
fälschlich identificirt mit dem blosen commerciell-industriellen
Einfluss –
schreibt man letzterem oft solche changes im Wechselkurs zu,
welche über die range hinaus schwanken, die
bestimmt ist durch Vorzug der
Zahlung in internationalem
Wechsel vor Edelmetallzahlung.
Früher die
Zahlungsbilanz fast identisch mit Handelsbilanz, i. e. das
Quotum wechselseitiger internationaler
Verschuldung das nicht gedeckt durch wechselseitigen Kauf u. Verkauf v. Waaren.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Der Bursche übersieht
selbst in der früheren Zeit das
Colonialverhältniss u. die
daraus hervorgehenden Verhältnisse, wie Tributzahlung an das
Mutterland etc⦘
, heut zu Tag kommt hinzu der Antheil
des
freien Kapital Kapitals
eines Landes an den
industriellen Unternehmungen
|14
andren Landes
nimmt ⦗auch an den
nicht industriellen, wie Staatsanleihen⦘ Heut zu Tag gehn viele »freie Kapitale« vor ihrer Verausgabung (Vermöbelung) aus einem
Land ins andre über; aber sie drücken sich nur aus in Scheinen über den Antheil ihrer
Besitzer an den
gesammelten Unternehmungskapitalien, in
shares. Die Besitzer erhalten dafür Actien od. Obligationen
; u. diese heut zu Tage sehr
»umläufig«, circulationsfähig, strolchen aus einer
Nationalwirthschaft in die andre in Massen; oft in
solchen Massen, dass die ditto colossal auf
internationaler Wanderung begriffnen Waaren (fertige Werthe) in einzelnen Fällen
untergeordnet sind. In einzelnen Fällen kann die
stärkste Waarenausfuhr aus einem Land
⦗selbst bei
relativ
unbedeutendster Einfuhr aus fremdem
Land⦘ ganz überholt sein (baffled) durch die Masse der
aus der Fremde zufliessenden Antheilszettelcher, deren Besitzer ihr durch letzre letztre repräsentirte Kapital freisetzen wollen, ihr z. B. in russische
Eisenbahnen etc angelegtes Kapital aus Holy Russia nach Haus
zurückziehn wollen od. aber etwa in fzs. od. deutschen Antheilszettelcher umwandle wolle.
Der Zufluss solcher »Papiercher« kann f.
das Land, wohin er stattfindet, sehr »unangenehme
Bilanz« produciren, wogegen die
»unangenehmen Bilanzen« der alten Zeiten als Parodie
erscheinen
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Er hat hier vor allem Holy
Russia in Augen; die
Yankees dagegen, während
des Bürgerkriegs, wo sie wenig Waare
auszuführen, führten desto mehr
amerikanische Staatsschuldschein-papiercher
aus u. checked thus the for
them „diagreable balance“. On the other hand,
Kaufman overlooks the influence on every
day course of exchange, or upon its state at any given
moment, of the proportion in which one people
gives to the other commercial
credit and long credit
too. Thus f. i. – quite
apart from all property of England in Russian state
loans, landed loans, mining, railway and other
industrial concerns, as testified by shares and
obligations – the mere commercial
balance may at any given time be in favour of
Russia against England, because it is only settled by
debts due, while Russia remains to be to a large extent
the debtor of England for commodities
received on credit, and long
credit too.⦘ (684–86) Für einen kranken
industriellen Organismus eines Landes fliesst »frisches Blut« ein mit den
free loanable capitals of other
countries invested
say
in Russian limited liability compagnies; this
may turn at once the bad state of »international balance« pro
tempore into »a favourable one«. But this participation
of Foreign loanable capitals two-edged. Das
Papiergeldland gewinnt davon am meisten;
ist aber auch am meisten bedroht – u. its kolossal günstige
Bilanz in kolossal ungünstige suddenly verkehrt – sobald
die Besitzer des loanable capitals sie
diesen placements zu entziehn streben. Derartige facts bringen heut zu Tag auch den
Wahnglauben hervor, dass die blos commerciell industrielle
Bilanz grenzenlose Schwankungen in Wechselkurs
hervorbringen könne. (686) Die
Schwankungen
des Wechselkurses stets abhängig von der
Bilanz der internationalen Verschuldung; aber
der Einfluss der bloss
industriell commerciellen Bilanz, wie
gross auch immer, bestimmt platterdings nicht Grenzen u. Umfang der
Schwankungen des Wechselkurses. (687)
Wenn kein
#e45Papiergeld
BIS solchen)°] Hervorhebungen – außer „so
hoch wie“ – und Bemerkungen in Klammern von
Marx.
Schließen
Papiergeld, was
dann die Folge starken Returns
der Werthpapiercher (Aktien, Obligationen
etc) für Wechselkurs? Die
»Bilanz« fortwährend sich verschlechternd; Nachfrage nach
fremden Wechseln nimmt zu im selben Mass; ihr
Preis steigt; aber wie hoch? Gesetzt Vorzug der Wechselzahlung vor Goldzahlung sei
3 Rubel auf 100; dann kann Wechsel, bei Sicht (zahlbar auf Presentation,
also so to say terminlos, sobald er an
Ort u. Stelle angekommen) auf 100 Rubel nicht
höher stehn als 103 R. Sonst besser, vortheilhafter in
Edelmetall – durch Verschickung
desselben an creditor Land – zu zahlen. Aber wenn kein Baares da zur unmittelbaren
Zahlung, also auch nicht zum unmittelbaren
Kauf der Wechsel? Aber in diesem Fall auch
der Einfluss der ins Land v. der
Fremde hereinströmenden
»Werthpapiercher[«]
alterirt. Ihr Einströmen beweist, dass ihre Eigner sie in »freies Kapital« verwandeln wollen, sie
in dieser Form aus dem ihren
loanable Kapital gegebnen Placement
zurückziehn wollen. Aber wer soll sie ihnen »auslösen«? Die die in dem Land (des Placements) selbst
an ihre Stelle treten wollen, gelockt durch den Fall im Preis
der Werthpapiercher. Wenn aber die fremden
Eigner die
Werthpapierche trotz all dem hier
im
Land remplaciren will u. zwar weil zur gegebnen Zeit kein
»freies Kapital« (Edelmetall) habbar in Land? Dann müssen die
Werthpapiere zurückreisen
Schließen müsse die
Werthpapiercher
zurückraise zum Land, das
sich ihrer zu entledigen suchte. Dann |15 hilft kein
Preisfall der »Werthpapierche«.
Ist
Schließen Is aber doch noch »Geld« im Land, so kann
der
Preisfall Absatz der
»Papiercher« bewirken
Schließen bewirke to some
extent. Aber Wechselkurs nach wie vor
nicht höher als 103. Sind die
Wechsel terminweis, z. B. dreimonatlich,
d. h. wenn die Trassanten der Wechsel ausländischen Credit haben – dann kann sich im Preis der Wechsel reflectiren
der Preis dieses ausländischen Credits.
Wenn im Ausland (worauf der Wechsel gezogen) auf
Credit für 100 Rubel 4 Rubel genommen wird, also 1 Rubel f.
3 Monate, kann der auswärtige Wechsel nur auf 104 Rubel steigen; wenn der
ausländische Discont 6%, dann der Wechsel auf 1041/2 Rubel,
wenn der ausländische Discont 8%, dann auf
105; wenn 12%, dann der 3monatliche Wechsel auf 106 Rubel, wovon aber 3 bezahlt f. Vorzug des Wechsels vor Metallverschickung,
u. 3 R. Discont f.
3 Monate. Kauft einer terminweise Wechsel, so giebt er
dem Verkäufer des Wechsels Credit. In seiner Berechnung mit
dem Verkäufer,
muss er also
die Höhe des Disconts in seinem eignen
Land in Anschlag bringen.
Wenn der Käufer in baarem Geld
zahlt u. der
Discont im Land so hoch wie im Ausland,
so für den Käufer der Wechsel nicht höher als
103 Rubel, wie hoch auch Discont u. Terminlänge des
Wechsels. Wenn er nicht baar zahlt, so hängt seine Ausgabe ab
vom comparativen Zustand des
Disconts in seinem eignen Land u. dem Ausland, wo der Wechsel
zahlbar. (688, 89)
(Hat
keinen unmittelbaren Einfluss auf Wechselkurs als
solchen)
#e46Anders BIS
Ausland)°] Hervorhebungen – außer „festen“ und „jeder“ –
sowie Bemerkungen in Klammern von Marx.
Schließen
Anders im
Papiergeldland.
Existirte kein Agio f. Papiergeld u.
waren »freie Kapitalien« da, um dies zu stützen, so wirft
starker Zufluss v. die »Werthpapierche« auf einmal alles über
den Haufen
Schließen Haufe.
Die
zufliessenden
Schließen zufliessende
»Papierche« können so stark entwerthet
werden, dass nützlicher mit etwas
Schließen ebbes Agio sich abzufinden
Schließen abzefinde, um wohlfeil
Einkommen
Schließen Einkomme
to grasp
Schließen ze graspe, beruhend
auf den
Schließen die
Antheilscheincher. Z. B. starker Zufluss in Frankreich
von 5% Rentcher aus England, Deutschland u. skandinavischen Staaten
Schließen
skandinavische
Staate
, welche ihre resp.
Besitzer entschliessen
Schließen entschliesse selbst
zum Kurs v. 75
loszuschlagen
Schließen loszuschlage;
⦗so bringen
die 5% ein – zu 75 – 62/3%⦘ Zur selben Zeit der
laufende Discont im Land 6% u. auf 1£ St. nicht mehr zu zahlen
als 24 fcs. Dann nützlich auf 100f., die im Land (Frankreich)
nur 6% einbringen[,] Rente zu
kaufen, die 62/3% einbringt u. aus dem Profit v. 2/3% Hälfte
zu verlieren auf Agio f. das
Metallgeld, nöthig zur
Zahlung.
Diess erhebt Agio auf 81/3 auf 100 1000. Zusatz von Marx.
Schließen ⦗aber 1/3 f. 100 giebt 10/3
f. 1000 = 31/3?⦘
Fällt die Rente auf 70, so giebts Profitcher 21/7 (wenn
Discont im Land = 6%, u.
die 5% Rente auf 70 giebt 71/7. 71/7 – 6 = 11/7) u. Agio kann demgemäss höher steigen. Hat
die
Bank of France unter solchen
Umständen Kraft genug den
Discont zu erhöhen in jedem Fall, so
kann sie entgegenwirken
der Entziehung des freien Kapitals aus
seiner früheren Beschäftigung – die zur Stütze des
Papiergelds diente – u. seinem Abfluss ins Ausland. Beispiel Frankreichs in der
Milliardenanleihe,
wovon sehr bedeutender Theil im Ausland placirt. Betrachte man dagegen Land mit
Papiergeld, Russland z. B., wo schon
Dasein des
festen Agio beweist, dass bestimmter
Theil der Geldpapierausgabe keine Beschäftigung fand u.
danach strebte sie zu finden was sich ausdrückt in constanter (kleinster) Nachfrage nach Edelmetall. In diesem
Fall das
»überflüssige« Papiergeld »aufgespeichert« in Schatzform, lauernd
auf »günstige Gelegenheit« sich geltend
zu machen
Schließen ze mache. Solche
Gelegenheit giebt starker Zufluss
aus Ausland v. einheimische
Schließen einhaimische
»Werthpapierche« aus Ausland, die angeboten
werden zu „wohlfeilem Preis“
Schließen angebote zu »wolfeile
Preis«. Werden
Schließen Werde gekauft. Der
wohlfeile Preis dieser »Werthpapierche«
verschafft ihnen
Schließen ihne Vorzug vor den
Schließen die
anderen
Schließen andere Waaren
mit hohem Preis; aber jeder
Kauf dieser »Werthpapierche« mit Papiergeld meint
Schließen maint
Nachfrage nach Metall. Je mehr
Papiergeld hierin angelegt, um so mehr Gefahr f. das
Papiergeld überhaupt; die
Nachfrage nach Edelmetall wächst, um
die vom Ausland gekauften Werthpapiere zu
zahlen
Schließen gekaufte
Werthpapierche ze zahle; damit wächst Preis der Wechsel (aufs Ausland) Wie hoch? Hängt ab von
der Masse des Papiergelds angewandt zum
Kauf der »Werthpapiercher«; i. e. keine feste Grenze für Steigen des
Wechselkurses. (689–91)
Wäre z. B. in letzten 3 Jahren Wechselkurs in Russland nur geschwankt within the limits of 3%, so zeigte das durchaus nicht woher der Einfluss auf die »Bilanz« u. den Wechselkurs blies; zeigt aber, under all circumstances, gefahrlosen status der internationalen Verschuldung Seitens Holy Russia. (691)|
4) Papiergeld und Waarenpreise.
Neues Geld – oder aber Surrogat von Geld – in Circulation, drückt neue Nachfrage aus; aber die so ausgedrückte Nachfrage ist zugleich Zufuhr von Geld (i. e. Werth od. Surrogat v. Werth), das sich
nur f. Equivalent fortgiebt. Sind diese Equivalente nicht, so
contrahirt sich die Zufuhr
v. Geld. (693) Kommentar von Marx.
Schließen ⦗Er konnte auch sagen:
Neue Waaren od. Waaren überhaupt drücken Zufuhr aus, Zufuhr v. Werthen;
aber diese Zufuhr verlangt Equivalent; diese Zufuhr ist zugleich Nachfrage, nämlich Nachfrage nach Geld. Ist dies
Geld nicht da, so – was? So kann sich unter gewissen
Umständen auch diese Nachfrage „contrahiren“, indem
die
Waaren sich vom Markt
zurückziehn, auf Lager gehalten werden, bis Geld f. sie
erscheint. Es zeigt dies nur das: Aus den
blosen Phrasen, dass in Geld
ausgedrückte Nachfrage nach Waaren zugleich Zufuhr v. Geld, u. in Waaren existirende Zufuhr
v.
Waare Nachfrage nach Geld ist
(oder aber in Waaren ausgedrückte
Nachfrage nach Geld zugleich Zufuhr v. Waaren ist[)], beweist an u. für
sich nichts über quantitative relations between commodities u.
money, no more that the supply of commodities – by their withdrawal
from the market – is contracted instead of the
commodities being sold at less money, i. e. instead of
the prices of those commodities
contracting themselves, than that the money is withdrawn from the
market or the mass of the circulating money be
contracted instead of the prices of
commodities being raised, that is to say the relative value of the money
as compared to commodities contracting itself. Das wesentliche
Verhältniss v. Geld u. Waare must be understood – and
Mr. Kaufman knows nothing of it – before those questions
can be touched.⦘
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Herr K. spintisirt hin u. her, um
nachzuweisen wie vermehrtes Geld
überhaupt Preise erhöhen kann.
Und in beiden Fällen, sowohl bei Edelmetallgeld als Papiergeld beginnt er Blödsinn. Handelt es
sich vom Edelmetall, so kann es
sich nur v. 2 Fällen handeln. Entweder das
Gold u. Silber fallen im Werth
weil sie an ihrer Productionsquelle, den Gold
u. Silber producirenden Ländern wohlfeiler geliefert werden als früher. Dann
tauschen sich bestimmtes Quantum davon an Ort u. Stelle
gegen weniger Waaren vom selben
Werth als bisher aus; diese Waaren werden
geschäzt in minderwerthigem Gold u. Silber; es ist eine
Revolution im Mass der
Werthe selbst vorgegangen. Nach u. nach sezt
sich dasselbe neue Mass der
Werthe f. den ganzen Waarenmarkt fest
– i. e. alle Waaren drücken ihren Werth in mehr Gold od.
Silber als bisher aus. Oder bei gleichbleibendem Werth des Golds od.
Silbers bilden sich für sie Differenzen in
ihrem relativen Werth
(verglichen mit Waaren u. Arbeit) in verschiednen
Ländern. Dies bedingt durch die
verschiedne Productivkraft
der Arbeit in verschiednen Ländern
etc. Handelt es sich aber um Papiergeld, so v. vorn herein repräsentirt
die
Regierung eine Nachfrage – u. in bedeutendem
Umfang – die ohne das
Papiergeld auf dem
Markt die vorhandnen
Waaren, wie auf dem
Produktionsmarkt selbst nicht
kaufen könnte, also eine
durch das Papiergeld selbst hervorgerufne Nachfrage – eine zusätzliche Nachfrage, die de
prime abord Erhöhung der Waarenpreise
hervorbringen muss; diese Regierungsnachfrage realisirt
sich in einer Masse Hände, die die
Regierungsnachfrage blos weiter executiren. Sie kaufen
nicht, weil sie individuell betrachtet „überflüssiges“
Geld in der Hand haben, sondern der
Charakter der „Ueberflüssigkeit“ dieses Geldes
liegt darin, dass sie „ohne dies Manna“ v. oben kein Geld zur efficient
Nachfrage haben würden.⦘
Kommentar
von Marx mit Bezug auf die Darstellung bei Kaufman,
S. 694–699.
Schließen Herr K. will uns nachweisen, wie VerTheurung der
Waaren durch den
Geldpapier„überfluss“ entsteht.
Er fängt das sehr queer an wie folgt: Ein Unternehmer
kann seine Waarenpreise erhöhen müssen, weil sich seine
Productionsbedingungen verschlechtert [haben], i. e. er mehr Capitalauslage braucht zur
Production derselben Waarenmasse. In diesem Fall braucht
er „mehr“ Geld wie vorher; aber
das „mehr“ Geld, das er ausgiebt, ist sicher f. ihn kein
„überflüssig“ Geld; u. das „Mehr“, welches das
Papiergeld ihm geliefert, eben weil es productiv nöthig, ist nicht
„überflüssig“. Es soll aber gerade seine
„Ueberflüssigkeit“ u. die Wirkung dieser
„Ueberflüssigkeit“ entwickelt werden. Die Hypothese thut grad das
Gegentheil; also lässt Herr K. sie fallen u. nimmt statt
dessen an, das dass dieser Unternehmer Rohmaterial, Instrumente etc zu theuer
gezahlt hat. Da der Mann aber nicht aus blossem
Vergnügen theuerer wie vorher
kauft, so nur weil er muss;
warum er dies aber muss, sollte
Herr K. eben nachweisen; er weist es nach, indem er es
unterstellt, indem er
unterstellt, dass das
|17 Papiergeld bereits eine Vertheurung der Productionsmittel besagten
Mannes, also bereits Vertheurung
eines UmKreises v. Waaren hervorgebracht hat.
Schöne Entwicklung! Er sagte selbst: die
Unterstellung dass die
Produktionsbedingungen einer
Waare sich verschlechtert, widerspreche dem was er
nachweisen will, nämlich dass das
Papiergeld unabhängig von
den Productionsbedingungen u. nicht die
Productionsbedingungen der Waaren
vertheure. Und wie hilft er sich heraus? Indem er vergisst dass die
Productionsbedingungen einer
Waare auch die Preise ihrer
Productionsmittel einschliessen! Von diesen Productionsmitteln selbst kann
wieder gesagt werden, was Herr K. von dem Product, worin sie eingehn,
sagte. Entweder sind sie vertheuert, weil ihre Productionsbedingungen sich verschlechtert;
aber das widerspricht der
Hypothese; od. sie sind
vertheuert, weil das
Papiergeld eine nicht aus
den allgemeinen Produktionsbedingungen u.
entsprechenden Verkehrsverhältnisse erwachsne
zuschüssige Nachfrage gegründet,
alias weil die Ausgabe v.
überflüssigem Papiergeld sie vertheuert hat, u.
dann unterstellt Herr K., was er
erst zu beweisen vorgab! Auf
diesem quid pro quo beruht dann seine ganze weitere
Entwicklung.
Kommentar von
Marx.
Schließen Unser Unternehmer A hat also seine Productionsmittel zu theuer
bezahlt u. dadurch sind seine überflüssigen (!)
Papiergelder an den
Verkäufer jener
Productionsmittel übergegangen. Nun sagt er: hat dieser
A v. neuem diese selben Waaren zu kaufen, die sich
„vertheuert“ haben (the devil knows why! if he owns(?) only the
reasons given by K.), so hat er keine „überflüssigen“
Gelder mehr, im besten Fall nur so viel wie vor
der Vermehrung der allgemeinen
Geldmasse; unterdess die Waaren vertheuert u.
er kann nicht mehr so viel davon kaufen wie früher f.
dieselbe Geldsumme. Er klagt also über Theurung. Pardon, Werthester! In
demselben Verhältniss wie A befinden sich alle seine
Concurrenten im selben Industriezweig; für alle haben
sich dieselben Productionsmittel
vertheuert, also der
Productionspreis ihrer Waaren.
Warum sollen grade ihre Waaren,
deren Productionspreis sich gesteigert, sich nicht zu
denselben verkaufen können, während v. ihren
Productionsmitteln unterstellt, dass sie sich „zu
theuer“, d. h. über ihrem
Productionspreis verkaufen? Sie können ja selbst wieder
Productionsmittel sein, u.
wenn sie das auch nicht sind, warum sollen wir annehmen,
dass ihr gestiegner
Productionspreis durch die Nachfrage nach ihnen
nicht gedeckt wird, während wir so
eben annahmen, dass der Verkauf der Productionsmittel „über“ ihrem
ProductionsPreis die Nachfrage nach ihnen nicht
checks? Dieselben blödsinnigen Annahmen, die
Kaufmann für A gemacht, macht er
nun f. die Leute von denen er gekauft hat, für
B, C, D, etc u. die Wiederholung derselben
albernen Voraussetzungen bildet was er seine
„methodologische“ Entwicklung nennt, auf die es daher
nicht nöthig weiter einzugehn. Unterstellt Herr K. – wie
er es in fact thut, was er
nachzuweisen sich die
airs
(u. sehr wichtige) giebt – dass überflüssiges Papiergeld
ausgegeben wird u. die
Waaren vertheuert, so verstehn
sich alle weiteren Consequenzen von selbst, nämlich
erstens: 1) dass wenn sich die Vertheurung
verallgemeinert, sie nur
nominell ist u. bei den einmal
allgemein vertheuerten Preisen, all other circumstances
remaining the same, die circulirende
Papiergeldmasse aufgehört hat, „überschüssig“ zu sein;
2) dass jeder beim Kauf über Theurungschreck (über
Geldmangel) u. beim Verkauf Furzjubel über Profit aus
„Geldüberfluss“, während die Leute, die nur
kaufen u. nicht verkaufen die Beschissenen
sind; 3) dass die
Gläubiger, so lang die
Preissteigerung dauert, – das allgemeine höhere
Preisniveau noch nicht hergestellt, zur Zeit wo Schulden
contrahirt werden – verliert, Schuldner gewinnt; 3) 4) dass wenn, sei es durch neue Papierausgabe,
sei es durch andre Umstände (wie Wechselkurs etc)
die Preise des Papiergeldes stark
auf[-] u.
abschwanken, die wechselseitigen
Vermögensverhältnisse stärksten Schwankungen u.
Zerrüttungen ausgesetzt etc etc[.] Kurz alles bekannte Trivialitäten,
ausser denen Herr K. auch nicht das kleinste
Atom „Eignes“ liefert in diesem Abschnitt.
Früher od. später müssen die Strebungen der verschiednen Unternehmer[,] ihre Kräfte u. Mittel so unter den verschiednen Geschäftszweigen zu vertheilen, dass ihre Einbringlichkeit zurückgeführt auf allgemeines Niveau, jeden positiven Einfluss der überschüssigen, productiven Feldes beraubten Theile des Papiergelds entziehn. Theurung wird dann allgemein, ergreift alle Waaren, u. damit hört auch Klage darüber auf, die nur so lang dauert als bald dieser, bald jener ausnahmsweis od. abwechselnd gewinnt od. verliert. (p. 699)|
18
VerTheurung hat nur reale Bedeutung, soweit
sie hervorruft Verletzung des Gleichgewichts zwischen
Einnahme u. Ausgabe der Einzelnen. (l. c.) Reale Theurung nur möglich, wenn bei
Einigen die Einnahmen wachsen zur selben Zeit, wo sie
bei andren abnehmen. Jeder erhält seine Einnahme aus
dem Preis gewisser Waare od. Dienstes; wenn
die Einnahmen der Einen steigen, während
die der andern fallen, so weil die »Preise«
Zusatz von
Marx.
Schließen des Zeugs, woraus
die einen ihr Einkommen ziehn gestiegen u.
die des Zeugs, woraus die andern das
ihrige, gefallen. Dies bei jeder Theurung
(die nicht nominal); u. auch bei Theurung, hervorgerufen durch
Papiergeld. (700) So lange das Papiergeld wirkliche Theuerung hervorruft, ist es
noch nicht entwerthet, verglichen
mit Waaren, denn so lange hat es noch sehr reale Bedeutung als Quelle ausschliesslicher Gewinne;
jeder Unternehmer hofft noch sein Profitche dabei zu machen;
aber sobald jedem klar, dass das Papiergeld entwerthet, dass weder Consum noch
Production dadurch erweitert, dann die Theurung zu Ende
u. nur noch nominal. Nimmt man dann
den
mittleren Durchschnitt der Preise
möglichst verschiedner Waarenarten, so befähigen diese
rückzuschliessen auf entsprechende Entwicklung des Papiergelds. (701, 2)
Giebt die Regierung (bei nominaler Vertheurung u. schon befestigtem Agio u. Zwangskurs) kein neues Papiergeld aus, so keine extensive Erweiterungsmöglichkeit des Circulationsmechanismus, da Metallgeld durch den Zwangskurs nicht in der innern Circulation mitspielen kann. Und die Möglichkeit, dass solche extensive Erweiterung nothwendig wird, umgekehrt proportional der Entwicklung des Credits; hence enorme Sprünge des Disconts oft zu anormaler Höhe u. so wird der Zwangspreis des Papiergelds specielle Schutzsteuer für Wucherer. ([702,] 703)
5) Verhältniss zwischen Agio u. Waarenpreisen.
Soweit das
Papiergeld nicht die Rolle
des Circulationsmittels spielt, sondern v. »Ersparungsmittel«\Aufspeicherungs[mittel]
, strebt es danach
[sich] aus fiktivem in wirklichen Schatz
zu verwandeln, in Geld
(Edelmetall); erzeugt so Nachfrage nach klingender Münze u. ruft mehr od. minder starkes Agio
hervor; dies die
Entwerthung (relative) des
Papiergelds, das sich dem
Umlauf entzieht u. in »Edles« verwandelt. Die Andre
Entwerthung des Papiergelds ist die bezüglich
auf Waaren, wenn es nämlich im Umlauf auf ihm ungünstige
Productionsbedingungen stösst. (703) Die erste Sorte
Entwerthung heiss heisst
#e59Depreciation BIS
Wärme°] Hervorhebungen –
außer „unmittelbare“ und „definitive“ –, die
Ausrufezeichen und Bemerkungen in Klammern von
Marx.
Schließen
Depreciation;
die 2te drückt sich aus durch
Verminderung seiner Kaufkraft Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗sollte
heissen seines relativen
Werthes⦘, heisst diminution in value. Existirt Band zwischen diesen
beiden Arten Depreciation? Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗Hier, beim
Papiergeld, natürlich
unterstellt, dass das
Geld selbst, das
Edelmetall, seine eigne
Werthgrösse nicht geändert hat, also keine Aenderung im Mass der Werthe
stattgefunden.⦘
Unterschied u. oft sehr bedeutender kann zwischen beiden existiren.
Das
Agio direct hervorgerufen durch Nachfrage nach klingender Münze
[von] Seite des Theils
des Papiergelds, das nicht circulirt od. aus
der Circulation heraustritt u. die Rolle
der »Schatzbildung« übernimmt, während das
Papiergeld in Circulation auf seinem
eignen, möglicher Weise sehr productiven Weg fortwandeln kann;
ausserdem kann das Agio repräsentiren den
»Ueberschuss« an Geldpapier sofort bei
seiner (des »Ueberschüssigen« Papiers) Erscheinung u.
Bloslegung seines Character »als
Ueberschuss«
lange bevor diese »Ueberschüssigen«
Papiercher ihren Einfluss auf die Waarenpreise in
Umlauf ausgeübt haben. In vielen Fällen kann
diese Differenz weit gehn, sehr verschiedne Theile der
Papierausgabe untergehn unter ganz verschiednen Bedingungen
die eine od. die andre Sorte der
Depreciation. Das als Circulationsmittel funktionirende
Papiergeld findet auch in der
Natur der Waarenpreise selbst
eine Stütze f. seinen eignen Werth.
Consument u. Producent oder aber 2 Producenten bei jedem
Waarenpreis stark interessirt. Schwankungen dieser Preise
drücken unmittelbare u. definitive Vermehrung od. Verminderung ihrer Einkommen aus. Hence
producirt jede Preisschwankung Kampf zwischen beiden Seiten;
macht sie pro tanto unbeweglicher; hence minder rasch
der Einfluss des Papiergelds auf
die Waarenpreise, u. ihre Entwicklung mit Bezug auf Waaren langsamer. Dagegen
zeigt der
Preis des Papiers in klingendem
Geld nur, wieviel wirklich freies
Kapital der Papierbesitzer erhalten kann. Aber
wieviel ihnen »dies Freie« einbringen wird, wissen sie noch nicht.
Die Halsstarrigkeit aller Waaren ihren Werth zu
behaupten, am grössten im Edelmetall gegenüber dem
Papier; in Nachfrage nach »Edlem« sie
daher am raschesten »entwerthet«. Zusatz von
Marx.
Schließen (!) Das
Agio kann daher sehr hoch sein zur
selben Zeit wo das
circulirende Papiergeld am wenigsten
der Depreciation unterworfen. Papiergeld
das sich gegen Gold (»Edles«)
(klingendes) auszutauschen strebt, ist jedenfalls nicht in
der ⦗innern⦘ Circulation beschäftigt. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Dies nicht einmal, selbst in
dem cum grano salis Sinn, richtig, in
Russland wo Goldminen etc. Und
ein Goldschmidt, der mit Papier kauft, wendet sein Papier in der
innern Circulation an.⦘
Darum
Zusatz von Marx.
Schließen (!) erscheint die
Nachfrage nach Gold unabhängig v. den Productionsbedingungen.
⦗nämlich
wenn wir voraussetzen, dass grade
das »überschüssige« Papier nach Gold
sucht⦘; aber das Agio
zeigt daher auch nicht den
absoluten Umfang des
Papiergeld»überschusses« an. Agio z. B. = 20%; folgt daraus nicht dass 1/5
der gesammten Papierausgabe die
überschüssige Wucht ausdrückt; 99/100 können sehr productiv |19
beschäftigt [sein], durchaus nicht entwerthet comparativ mit
den Waaren, aber 1/100 überschüssige Ausgabe
kann sich in Agio v. 20 u. selbst 50% ausdrücken, u. vice versa;
drückt zunächst nur Preis v. klingendem Geld in Papier aus u. vice versa;
im Agio können sich schwere Geschicke ausdrücken, aber eben
sowohl aufbläserische Kräfte v.
Spitzbuben-Speculanten, spielend mit der
Aengstlichkeit der Eigner müssiger »сбереженій«. Einige
verglichen Agio mit Thermometer; andre erwiderten richtig, dass
Thermometer nicht die Quelle
der
Wärme anzeigt, noch ihren Umfang (ihr
Gesammtquantum.) (703–6) Doch steht Agio in Zusammenhang mit
den Waarenpreisen, wenn auch entferntern. (706)
| Erste Kategorie: | Eingeführte Waaren, die selbst wieder nur im Ausland producirt werden od. aber inländischen Waaren derselben Sorte Konkurrenz machen. |
| Zweite Kategorie: | Ausfuhrwaaren; entweder nur im Papiergeldland fabricirt od. aber Concurrenten selber Sorte im Ausland producirter Waaren. |
| Dritte Kategorie: | Waaren inländischer (Papiergeldlandlicher) Production, auch nur inländisch consummirt, u. ohne Concurrenz vom Ausland. (707, 708 ) |
(Der Unterschied zwischen festem Agio u. variablem nur Sinn für bestimmte Periode. Nehmen wir in Russland 1866–1872; kleinstes Agio während jener 7jährigen Periode, 4.07 . od. съ лишнимъ 10 Kopeken auf Rubel; diese 10 Kopeken fester Verlust des Rubels auch im günstigsten Fall. Aber 1866, [das] ganze Jahr genommen, das ganze Agio = 7.56d; also auser ausser dem gewohnten Verlust des Papierrubels noch about 31/2d; d. h. im ganzen Jahr ausser dem gewöhnlichen Verlust v. 10 Kopeken, PapierRubel noch um 9 Kopeken wohlfeiler (konnte dies sein im Lauf des ganzen Jahrs. (708))
Erste Kategorie EinfuhrWaaren;
der Theil derselben, der blos im Ausland producirt [wird], am empfindlichsten für Agio. Das feste Agio bildet stets consituirendes constituirendes Element ihres Preises. Ob dies auch mit dem variablen Agio der Fall hängt v. besondern Bedingungen des Handels mit den gegebnen Waaren ab. Es kann ohne Einfluss bleiben, wenn zur Zeit selbst des höchsten Agio, grosser Vorrath solcher Waaren im Land, kein dringendes od. nur schwaches Bedürfniss f. ihre Einfuhr; od. übt, je nachdem, nur unbedeutenden Einfluss dann aus, verglichen mit der gegebnen Höhe des Agio. Bedürfniss u. Nachfrage nach der Waare kann sich contrahiren, wenn ihr Preis sehr steigt. Der Fall im Preis in Folge dieser verminderten Nachfrage gegenwirkt u. hebt auf pro tanto das Steigen im Preis, in Folge des Einflusses des steigenden variablen Agio’s. Bleibt aber trotz Preiserhöhung der Waare ihre Nachfrage constant, dann geht das ganze variable Agio als constituirendes Element in den Waarenpreis ein. Gegentheil, wenn der Verkäufer, in Folge grossen Vorraths, gezwungen die Waaren loszuschlagen, wenn auch mit etwas Profiteinbusse. Dann geht auch das feste Agio nicht in seiner ganzen Höhe in den Waarenpreis ein. Von selbst verständlich, besides, dass das Agio nicht Preiserniedrigung der Waaren verhindern kann, so weit sie Folge der changes in Productionsbedingungen der auswärtigen Waaren, z. B. v. Baumwolle, Kaffee, Thee, Farbstoffen in Folge reicher Ernten, Verwohlfeilerung v. Transport etc.
Anders mit der
Sorte eingeführter Waaren, die mit
gleichzeitigen im Papiergeldland producirten, konkurriren.
Das
»feste Agio« vertheuert pro tanto
diese Sorte ausländischer Waaren, ist so analog einem Schutzzoll für dieselbe Art im
Papiergeldland producirter Waaren. Ist die
inländische Production fähig die ganze Nachfrage
unter diesen Umständen zu befriedigen, so sperrt sie
den Weg der ausländischen ganz od.
theilweis. Dann wird auch
das feste Agio nicht nothwendig in den Preis dieser Waaren
eingehn. Die ausländischen Concurrenten,
um ihre Waaren nicht um das Agio zu vertheuern,
müssen sie pro tanto wohlfeiler
»produciren« Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗oder aber
der Concurrenz halber ebbes Profitche opfere⦘
[.] Ist
aber da das
Ungenüge der inländischen
Production, so auswärtige Zufuhr nöthig; der
Waarenpreis steigt, weil Nachfrage
nicht gedeckt; wenn in Folge dieses Steigens innere
Production nicht hinreichend »expandirt« (trotz hohem Agio),
geht festes Agio in den
Preis der importirten Waaren ein.
Was aber das variable Agio betrifft, so kann es wachsend ins Unbestimmter Unbestimmte steigenden Schutzzoll bilden bis letzterer Qualität eines Prohibitivzolls erhält. Je mehr das variable Agio steigt, um so mehr gebrochen die Möglichkeit |20 der auswärtigen Concurrenz. Die Möglichkeit, dass es Preisbestandtheil der eingeführten Waaren bildet, im umgekehrten Verhältniss proportional der Höhe des variablen Agio. Hängt übrigens immer ab v. Grösse der Vorräthe (im Inland), missglückte Berechnung über den Umfang der Consumtion etc[.] Ferner: Den Umfang des Kapitals, verausgabt auf das Agio; auf dies Kapital die Zinsen zu nehmen, deren Höhe u. Gesammtsumme den Waarenpreis noch mehr in die Höhe treibt. Der Credit, von jenseits der Grenze der Consummenten des Papiergeldlandes gegeben, namentlich wenn im Ausland Discont niedrig, im Papiergeldland hoch, gewinnt dann Bedeutung für den Zusammenhang zwischen Agio u. Waarenpreis. Je geringer der Credit (vom Ausland), je niedriger im Papiergeldland der Discont, u. je höher er im Ausland, desto schwerer dem Agio in den Preis der importirten Waaren einzugehn. (708–11)
Dritte Kategorie Waaren: nur im Ausland producirt; Roh- u. Halbstoffe (Stufenproducte), weiter zu verarbeiten im Papiergeldland. Der Einfluss des Agio’s auf ihren Preis als eingeführter Waaren f. die Production derselbe als der entwickelt f. die erste Sorte eingeführter Waaren der I Kategorie; dagegen auf ihren Preis als constituirender Elemente andrer Waaren derselbe wie für 2te Sorte eingeführter Waaren der It. Kategorie. (711)
Zweite Kategorie: Ausfuhrwaaren (aus dem
Papiergeldland).
Bleibt der Preis dieser Waaren f. Aus- u. Inland
derselbe wie vor der
Existenz des Agio, dann
bildet Agio Bestandtheil im ausländischen
Preis der Waare. Aber dies ohne directes
Interesse für den inländischen Consumenten. Aber
die Exporteurs erhalten f. die
Im Sinne von
„ausgeführten“
Schließen verführten Waaren Baares, innerhalb des
Landes Papierche. Das v.
ihnen eingesteckte Agio wirkt auf
sie wie Exportprämie, ermuntert die Ausfuhr;
nützlicher diese Waaren zu exportiren, als zu Haus abzusetzen. Inländische
Consumenten, um die Waare zu Haus zu halten, müssen
Agiozuschlag (ob festes od. variables), den die
Producenten bei Ausfuhr einsacken,
noch f. die
Waare im Innern zahlen. Ist aber für
erweiterten Absatz der
Waaren im Ausland kein Feld, so müssen sie zu Haus
bleiben u. kann ihnen Agio nicht im Inland zugeschlagen
werden. Alles hängt dann ab vom Umfang der
ausländischen Nachfrage f. diese Waaren. (711, 12)
Dritte Kategorie: Waaren nur im Papiergeldland producirt u.
consumirt.
Agio ohne Einfluss auf sie. Ihre Preise hängen ab v. der Masse Papiergeld, womit die Nachfrage nach ihnen bewaffnet; f. verschiedne Sorten (Waaren) dieser Categorie können die Productionsbedingungen sehr verschieden sein; daher auch sehr verschieden die mögliche Entwerthung des Papiergelds mit Bezug auf verschiedne Waarensorten; hängt stark ab v. örtlichen u. zeitlichen Productionsbedingungen; kann sie weiter gehn als die Proportion worin vermehrt die Masse des Preises, welches vermehrte Nachfrage repräsentirt. Wenn diese Papiermasse um 25–50% gewachsen, die Waarenpreise dagegen um 75–100% od. mehr, zu schliessen, dass ausser der Entwerthung des Papiers andre auf Production u. Absatz bezügliche Umstände mitwirkten.
Diese Entwerthung des Papiergelds – mit Bezug auf Waaren – kann geringer sein als das Agio. Sie kann aber noch viel höher sein, einfach desswegen, weil das entwerthete Papier nicht zur Nachfrage nach Edelmetall dient. In centralen Districten der Volkswirthschaft, od. allgemein in solchen, die v. den Grenzstädten entfernt, kann namentlich leicht diese Papierentwerthung weit die Grenzen des Agio übersteigen. (712, 13)
6) Bankgeschäft bei Papiergeld.
Folgt einer Papiergeldausgabe andre u. andre, so wiederholt jede die Einflüsse ihrer Vorläuferinnen. Namentlich wichtig f. die Waarenpreise. Kaum wandelt sich eine reale Vertheurung in nominale um, so diese wieder in jene u. s. w. (713)
Sobald gemerkt wird, dass kein vermehrter Umschlag sei es durch Erweiterung der Production od. Consumtion mit den Papierche erreichbar, so beginnt Lust »aufzuspeichern« Papierchen; bilden sich grössere od. geringe geringere Papiergeldvorräthe; ihr Umfang hängt ab v. der grössern od. mindern productiven Beschäftigung, die die Papiercher gefunden u. finden; diese Vorräthe v. ihren Besitzern als freie Kapitale betrachtet; bei Belebung der Production kommen die müssigen Papierne Schätze zum Vorschein. Nur mit Bezug auf Agio, i. e. ihre Umschätzung in Edelmetall, zeigen die Papiergeldcher auf Umfang wirklich disponiblen freien Kapitals hin ⦗Indexe derselben⦘; dies hat aber nur Bedeutung f. Waaren, mit Bezug auf welche Inland mit Ausland konkurriren kann; f. die Waaren, die nur innern Markt haben, die Umschätzung des Papiergelds in Metallgeld praktisch bedeutungslos. (714, 15)
Auf Grundlage des Papiergelds kann gemischter Circulationsmechanismus eben so sich gründen als auf Basis der Metallcirculation. |21 Im ersten Fall aber die Grenze dieser gemischten Circulation beschränkt auf die Landesgrenzen, auf die Grenzen der Regierungsgewalt, die sub specie des Papiers circulirt. Wer Papiergeld in Hand hat, hat in Hand v. der Regierung bereits vermöbeltes Kapital, also nicht mehr existirendes; f. ihn ist es zugleich Schuldkapital, d. h. ihm geschuldetes Kapital Seitens der Regierung. Er hat in Hand Zeichen, dass er andre Person in die Lage setzen kann, worin die Regierung ihn versetzt – Zwangskraft. Aber kein Zwang kann daraus Kapital machen. Die Papiergeldcirculation steht isolirt da in Weltmarkt; sie kann nicht expandirt od. contrahirt werden durch Mitwirkung fremder Volkswirthschaften. Ist die Masse der Circulationsmittel ungenügend, so erhebt sich Zins über seine normale (i. e. gewöhnliche) Höhe. Die ausländische klingende Münze kann nicht durch ihren Zufluss die inländische Circulation erweitern, wenn nöthig; ebenso nicht contrahirt werden durch Abfluss v. edlem Metall nach aussen, wenn Contraction nöthig. Im letztern Fall anormales Fallen des Zinsfusses. Dies ruft noch (der Fall des Zinsfusses) die falsche Vorstellung bei den Unternehmern hervor, diese Niedrigkeit rühre vom »Kapitalüberfluss« her. (715–17)
Auf Basis v. Metallcirculation, die circulirenden
Schuldscheine in Geld (Metall) zahlbar.
Letztres wird so lokalisirt. Kein Produktionszweig kann sich
erweitern ohne Basis wirklich freier realer
Kapitalien
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗er meint damit „Geld“⦘ ⦗Geldkapital
im wörtlichsten Sinn.⦘ Abnormale Erhöhung irgend welchen Waarenpreises ruft früher
od. später dann Reaction gegen diese Erhöhung hervor; ist sie
anormal, so heisst das dass in der
That nicht freie Kapitale als freie vermöbelt werden;
sie waren in der That in andern Zweigen beschäftigte;
sie sind nöthig um Preise andrer Waaren aufrecht zu erhalten;
ohne solche Stütze fallen diese andern
Preise; daher dann auf einem Punkt
der Produktion Contraction (Beschneidung)
entsprechend ihrer anormalen Erweiterung auf andrem Punkt. Zusatz
von Marx.
Schließen (i. e. in andrem
Industriezweig) Oder der
Fall im Preis der »andern Waaren«
erweitert ihre Ausfuhr; die Zahlung für diese
erweiterte Ausfuhr ergänzt von Ausland
her den
örtlichen Mangel an freiem Kapital zur
Produktionserweiterung. Weil also, bei gesundem
Circulationsmechanismus, Grundlage aller
Productionszweige freies Kapital, as represented by metallic money,
begründet solcher Mechanismus Entsprechendes
Verhältniss unter allen Productionszweigen u. bindet
sie zusammen zu einem organischen
Ganzen. Das
Papiergeld zerfetzt diesen Organismus in
seine constituirenden Elemende Elemente. Metallgeld hier nur Bedeutung
f. Preise v. Waaren, wofür Konkurrenz
zwischen Papiergeldland u. Ausland existirt. Dies nur geringer
Theil der ganzen Produktenmasse. (718, 19)
Auf Basis des Papiergelds bleiben alle Sorten v. Bankoperationen möglich. Banken fischen nach wie vor in den Quellen v. Leihkapital. Letztres kann unmittelbar auch in andrer Form erscheinen als der edelmetalligen; Papiergeld kann Leihkapitale repräsentiren, soweit damit Edelmetall fischbar, nicht verwendbar in der Hand seiner Besitzer; die Fischerei-Apparate dieselben wie bei Metallcirculation: Deposits, Banknoten, Hypothekenscheine etc[.] Aber bei Papiergeld ändern sich die »Umstände« der Fischerei. Eine der wichtigsten Funktionen des Credits – сохраненіе свободности капиталовъ – unmöglich, wenn Metallgeld nicht mehr in Umlauf. Credit sucht möglich möglichst Schuld durch Schuld zu löschen, nicht durch Baares –, aber Garantie muss da sein, dass wo solche Art Löschung nicht, in jedem Fall jedes Schulddokument durch Geld gelöscht wird. Schuldlöschung drückt nicht nur das formelle Aufhören gewisser Vermögensbeziehungen aus, sondern namentlich das materielle fact der Realisation der Resultate der Production, den Abschluss gewisser Strebungen derselben. (719–20)
Die Banken können sehr leicht Organe sein, vermittelst deren dem Papiergeld seine zerstörenden Wirkungen erleichtert werden. Jeder Credit, auf Papiergeldgrundlage kann diese Bedeutung erhalten. Die Banken haben beständig Gelegenheit ihren Einfluss auszuüben auf Papiergelddeposite. Schmeisst die Circulation hier od. dort Theil des Papiergelds als überflüssig heraus, so fliesst solcher als Deposit in irgend eine Bank; Bank hat für diese Sorte »freies Kapital« Zins zu zahlen; sucht das Papier also irgendwie wieder in Umlauf zu setzen; returnirt es grade zur Zeit, wann sich Circulation derselben zu entledigen trachtet; wieder herausgeschmissen, wieder durch Banken hereingeschmissen etc (721)
Am delicatesten stets das management des terminlosen Deposits [von] Seiten der Banken. Reale Controlle in this respect, sofern das Publicum beständig v. den Banken Zahlung ihrer Schuld in »Klingendem« verlangen kann. Hence haben Banken dann ängstlich to watch course of exchange, rate of discount in their country comparatively to other countries, and the relations between discount-rate and course of exchange on the one side, and the prices of commodities of the other. Bei Papiergeld Differenz zwischen Rate of Discount im eignen Land u. Ausland verliert seine unmittelbare Bedeutung; Höhe od. Niedrigkeit des Disconts hängt ab v. Mangel od. Ueberfluss »freien« Papiergelds, mit dem ihre Besitzer nichts anzufangen wissen; dieser Ueberfluss selbst hängt wieder ab theils v. dem ursprünglichen Umfang der Papiergeldausgabe, theils v. ihrem nachfolgenden Ergänzungen durch neue Ausgabe. Bleibt natürlich dabei Einfluss der Production selbst. |22 Wenn diese schwach, contrahirt Masse Papier im Umlauf u. wachsen dessen Deposits in Banken. Die »zusätzliche« Papierausgabe wirkt in derselben Weise. Aber die Deposits auch zum niedrigsten Zins, wenn’s sein muss, verpumpt; darin finden die Unternehmer Stütze, wenn ihre Production anfängt speculativ, riskirt zu werden. Je weiter die Papiergeldplethora, desto möglicher f. die Banken ohne Controlle Risicoelement in die Produktion einzuführen. Ist so alles Papiergeld verschlungen u. beginnt Zeit hohen Disconts, so brauchen sich desswegen nicht sofort dieselben Folgen zu zeigen wie bei gesunder Circulation. Weder wird dadurch Edelmetall v. Ausland herbeigezogen, noch Auswanderung desselben aus Inland verhindert. Die Zinserhöhung bezieht sich aufs Papiergeld, nicht aufs Metallgeld; u. mit ersterm hats Ausland nicht zu thun. (722–24)
7) Beseitigung der Papiergeldschuld.
In manchen Fällen Papiergeldausgabe nichts
andres als versteckte Confiscation v.
Privateigenthum, od. Expropriation
Privater Seitens der Regierung. (725)
Zusatz von Marx.
Schließen
Besonders
verwerfliches Beispiel:
United States Government, das gleichzeitig contrahirt seine
Credit- u. Steuerquellen, aber sein Papiergeld nicht anrührt. (726)
Die
Regierungseinnahme grösser als die
der Einzelwirthschaften. Regierung selbst leidet
daher am meisten v. den changes welche die
Schwankungen im Preis des Papiergelds nach sich ziehn.
So lang sie jenseits der Grenze zu
zahlen hat, ist sie einer der
stärksten Nachfrager nach Edelmetall;
ruft so selbst am meisten die
Entwerthung ihres eignen Papiergelds
hervor, damit steigendes Agio u. steigende Ausgaben für das
Agio; jeder Wechsel des
variablen Agio zum Schlechtern
reflectirt sich in den Regierungsausgaben u. belastet
sie mit neuer Bürde. More or less dies vermindert wenn
die Regierung in der
leichteren Zeit edlen
Metallvorrath aufgehäuft, mit Hinsicht auf black day.
Sie kann Anleihen im Ausland contrahiren u. die so erhobnen
Kapitale im Ausland liegen lassen. Natürliche Tendenz solcher
Anleihe, Einfluss v. Edelmetall ins
Papiergeldland, hence Niederdrückung
des Agio; bleiben aber die
Kapitale im Ausland, so verliert Regierung die
Gelegenheit dieser Agioherabdrückung. Existirt aber einmal
das Uebel, so kann Fall
des Agio ebenso schädlich sein als Schwankung desselben in die
Höhe (Steigen des Agio) Zweitens: die
Regierung lässt im Ausland Vorräthe v. comparativ wohlfeilerem Metallgeld, die in
der schlimmeren Zeit die Nothwendigkeit
v. Erhöhung des Agio zu
leiden
[,] für sie
brauchen
können #e* für sie brauchen können°] Bei Kaufman, S. 728:
#R+оno I mohetъ polьzovaтьsя#R-; und sie kann
nutzen
Schließen . Sie hat Gelegenheit verloren, Agio
zu erniedrigen, aber auch den Fall vermieden selbst zu
seiner Steigerung beitragen zu müssen. Aber für jede auswärtige
Schuld muss die Regierung Zinsen
zahlen, die
einerseits die Vortheile
erhalten aus Verminderung der
Agioschwankungen paralysiren; andrerseits
[werden] vermehrt (durch
die Anleihen) die von der Regierung
dem Ausland zu leistenden Zahlungen, wodurch wieder
besagter Vortheil verloren geht. Aber die Zahlungen ans
Ausland allzumeist wenigst bedeutender Theil aller Regierungsausgaben in toto. Drückt die
Entwerthung des Papiergelds
eine reelle Vertheurung aus, so dann
gerade populus gegen jede
Abgabenerhöhung; die Regierungeinnahmen, nolens volens, müssen die letzten
sein, worin sich die
Entwerthung des Papiergelds
reflectirt; hence Klage der
Regierungsbeamten; sie wie die
Leute der niedersten Klasse
Zusatz von Marx.
Schließen (alias Lohnarbeiter) in
Abhängigkeitsverhältniss, die das ihnen nicht erlaubt ihre Dienste zu vertheuern, pari passu mit der Entwerthung
des Papiergelds. Sobald die
reale
Zusatz von Marx.
Schließen (i. e. partielle)
Vertheurung in nominelle übergegangen
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗id est sich allgemein gemacht hat⦘
müssen auch die
Beamtengehalte erhöht werden. Folgen
sich die Papierausgaben aufeinander, so wird immer
dringender Nothwendigkeit die Abgaben
(Steuern) zu erhöhen; aber eben so die
Schwierigkeit dies zu thun, vermehrt; das Elend
der
ökonomisch »Abhängigen«
Zusatz von Marx.
Schließen (Beamten u. Arbeiter) wird
chronisch. Trotz des
Widerwillens (des populus) gegen Steuererhöhung, müssen
die Steuern ununterbrochen u. progressiv wachsen;
aber mit alledem wird dadurch weniger u.
weniger den Finanzen geholfen. (728–30)
Sobald question rises about the putting aside the paper money – withdrawing it – erheben grade die industriell-kommerciellen Unternehmer das grösste Geschrei. Unter den wichtigsten Gründen desselben: 1) die geringe Entwicklung des Credits im Lande; 2) die Bedrohung der Reichthümer, welche das Land als das Feld betrachtet, das sich stützt aufs Papiergeld.
Es wird vorausgesetzt dass es dem
Unternehmungsgeist (der
Production) gelang zu reagiren gegen die an
sich destruktiven Tendenzen des Papiergelds; sie also
unter dessen Stachel Reichthümer
geschaffen hat, für welche
Circulationsmittel nöthig. Aber diese Mittel fallen
nicht vom Himmel. Ihre Abwesenheit od. die nicht
hinreichende Geschwindigkeit ihrer Bewegung hat in vielen Fällen
die Bewegung der Production beabbrucht.
Hence bei geringer Entwicklung des
Credits
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Seitens der Industriellen;
das Papiergeld ist Zeichen[,]
Regierungscredit, der unter
besagten Umständen den industriellen
Unternehmlern zu Gut kam⦘
verlangen die Unternehmer mit Recht, |23 dass
vor der Entziehung des
Papiergelds ihnen selbst die »Zügel« zur
Direction des
Circulationsmechanismus in die
Hand gegeben, freie Initiative zur Begründung wirklichen Credit[-] u.
Banksystems. Hat aber die Unternehmerei
wirklich produktiven Hinterhalt f. das Papiergeld
geschaffen, so heisst das, dass »Reichthum
die Rolle v. loanable capital spielt«. Wer
Regierungsschuldzeichen – Papiergeld – für seinen Reichthum
erhielt, machte aus seinem Reichthum loanable
capital u. zwar an die Regierung verpumptes.
Existirt aber solches reichlich, dann [ist] aber auch die Hauptgrundlage da
worauf sich das
Creditsystem errichten kann. Seine
Entwicklung erheischt vor allem, dass Kapitale existiren, die er in Bewegung setzen kann.
(732–35)
Wenn aber vorher dem Papiergeld kein Boden durch productive Unternehmlerei geschaffen worden? Wirkliches Creditgeld kann nicht erscheinen wo nicht vorher die Grundlage. Papiergeld wird ausgegeben ohne Rücksicht auf die produktiven Bedingungen; es kann eben so den Boden bereiten f. rein phantastische Productionsunternehmerei – od. Productionsprahlerei. Und diese Phantasieunternehmer schreien daher am lautesten, wenn Regime des Papiergelds bedroht. So lang die Production des Landes nicht im Stand, das Papiergeld zu stützen, auch kein Credit im Stand letzteres zu ersetzen. Viele schreien daher in der richtigen Ueberzeugung, dass, nach Entfernung des Papiergelds, sie nicht mehr länger im Stand zu fischen im trüben Wasser, womit das Unternehmungsfeld bewässert, dank dem Papiergeld. Es wird aus sein mit den plötzlichen Stössen (gewaltsamen Schwankungen) u. Möglichkeit rascher u. unerwarteter Bereicherung. ([735,] 736)
Ebenso Befürchtungen v. den
erwarteten Einflüssen der
Beseitigung des Papiergelds auf
die Waarenpreise. Hier doppelter Charakter
dieses Einflusses, je nachdem
die Sache vorgeht in Periode wo
die durch das Papiergeld bewirkte
VerTheuerung noch reell
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗i. e. nur noch partiell⦘ oder
aber wo sie bereits nur noch nominal
war. (l. c.) Wenn die
erstere
[,] erblicken
die Unternehmer in Beseitigung des
Papiergelds einen Fall der
Waarenpreise, der nicht nur ihre Profitquelle bedroht,
sondern sie ruiniren kann. Wenn die Theuerung nur noch
nominal, hat Niemand Interesse sie
aufrecht zu halten; da der Preisfall, alle Waaren
treffend, ihren relativen Werth
unverändert lassen würde. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Aber nicht
die auf Basis der
hohen Preise geschlossnen Contracte
beseitigt!⦘ Aber auch im erstren
Fall kann die Preishöhe nur temporär sein; im besten Fall nur Privilegium einiger besondern
Industriezweige auf Kosten der andern. (737–39)
Regierungsmassregeln: Hat die Regierung Baares vom Ausland zu beziehn, so [wäre es] kurzsichtig durch Einziehung davon den Wechselkurs stark zu erniedrigen; sie machte damit blos Privatspeculanten möglich Gold wohlfeil zu kaufen, u. die Regierung über’s Ohr zu hauen, sobald sie des »Klingenden« bedarf. Contrahirt die Regierung im Ausland loan f. Eisenbahnbau, so kann sie nützlich dies Geld im Ausland lassen f. dort zu machende Zahlungen. Für die örtlichen Eisenbahnzahlungen klingendes Geld nicht nöthig. Contrahirt sie dagegen loan im Ausland um überhaupt dort »freie« Zahlungsmittel vorräthig zu haben, so neuer Druck gelegt auf Volkswirthschaft, Zinszahlung, vermehrt dadurch ihre eignen an das Ausland zu leistenden Zahlungen. Der Vortheil aus der Verminderung der Agioschwankungen geht damit verloren. Nimmt die Regierung selbst Theil an Speculation aufs Agio, indem sie bald als Nachfrager f. Klingendes u. ausländische Wechsel auftritt, bald als Anbieter derselben, – so theilt sie die Chancen jedes andern Speculanten; verliert bald, gewinnt bald. Nur ist sie allzumeist ein schlechter Speculant.
Andre Massregel:
Aufschatzung v. Edelmetall, nicht für
Ausgaben, sondern für künftige Einlösung
des Papiergelds. Giebt die Regierung
Papiergeld aus, um Edelmetall – für
solche Schatzbildung zu kaufen – so vermehrt sie nicht nur direct
Agio etc, sondern macht die
Einlösung, den Zweck des Processes, pro
tanto Zusatz von Marx.
Schließen ⦗durch die Zufügung
des neuen Papiers⦘
unmöglich. (740–45)
Giebt die Regierung Schlag auf Schlag neues Papiergeld aus, so fliesst selbes immer rascher als Deposits in die Banken; neue Deposite bevor Banken die Zeit gelassen die früheren irgendwie Gewinnbringend zu placiren; entweder müssen die Banken verlieren – da sie Zins für die Deposite auf laufende Rechnung zu zahlen [haben] – oder sie müssen tiefer u. tiefer unterwühlen die Unternehmerwelt, versehn mit überfliessender »Geld«zufuhr. Rufen die zuschüssigen Papierausgaben keine Crisen im Agio u. entsprechende Entwerthung des Papiers, comparatively to the precious metals hervor, so Krisen bald in diesem bald in jenem inländisch industriellen commerciellen Geschäftszweig u. Entwerthung des paper as compared to commodities. ([746,] 747) |
24
Es
ist einerlei, gleichgültig
Schließen Eins wie viel
des Papiers mit Bezug auf Edelmetall od. wie viel mit
Bezug auf Waaren entwerthet – sobald Regierung sich bereit zur
Einlösung erklärt, fliesst ihr nicht nur das Papier zu, welches
das Agio hervorruft, sondern auch das was die
Preise der Waaren, sogar die nur örtlich (im Inland) producirten u. consumirten
aufschwellt. (747)
Macht die
Regierung aber mit dem neuen Papier – ausgegeben im
Kauf von Edelmetall – #e87zugleich BIS Amortitsation°] Hervorhebungen und Bemerkungen
in Klammern von Marx.
Schließen
zugleich internal loan (entsprechend den
Perioden, worin das Edelmetall gekauft wird), so fällt
dieser loan auf diese noch nicht
beschäftigten Papiere u. daher erleichtert; er verwandelt
die
terminlose (durch die Ausgabe
des
Papiergelds) contrahirte Schuld in terminweise, in langterminige
u. verwandelt so durchaus die Natur des
Edelmetallschatzes. Zugleich erhält
dadurch dies Papier (neu ausgegebne)[,] was der Regierung in Zahlung
des internal loan zurückfliesst, nicht die
Zeit schädlich zu wirken. Solche loans, however, nicht wohlfeil;
handelt sich z. B. um edlen Metallschatz v. 100 Mill.
Rubel u. gleichzeitige Verwandlung v. 100 Mill. R.
aus terminloser Papiergeldschuld in langterminige; Stand des Agio sei 15%; Preis der neuen 5prozentigen Obligationen
90 u. für
Amortisation 1%, so kostet die ganze Operation
about 8%. (748)
Langterminige Anleihen normale Quelle f. Löschung
der Papiergeldschuld. (749) Ist Verwandlung
der terminlosen Papierschuld in langterminige.
Consolidation. Was aber Verwandlung der Schuld aus #e89unverzinster BIS
ausdrückt)°] Hervorhebungen und Bemerkung in Klammern von
Marx.
Schließen
unverzinster in zinsbarer zinsbare
betrifft, so ist Papiergeld, wie
alle andern Schuldscheine, nicht zinslose Obligationen, sobald dem »Abzug«
unterworfen; ob dieser Abzug – Agio heisse
oder Discont – ändert nichts an Sache.
Sobald Creditor nicht einwilligt bei Empfang der Obligation ganzen Betrag ihrer Valuta zu geben, ist
die Obligation nicht zinslos.
Hence Consolidation der
Papiergeldschuld so far = Ersatz einer procentigen Schuld durch andre procentige Schuld; bei der
aber der
schwankende Charakter des Zins (wie
er sich im Agio ausdrückt) fortfällt. (750, 751)
Drückt sich die Entwerthung des Papiergelds
- nur im Agio aus, so die Zinszahlung f. die Papiergeldschuld ungleichmässig vertheilt v. den Gliedern der Volkswirthschaft.
- Wenn sie anfängt sich in Waarenpreisen auszudrücken, schon mehr gleichmässige Vertheilung derselben.
- Wenn die Vertheurung der Waaren allgemein, so Agio in alle Preise eingegangen – dann gleichmässige Vertheilung der Zinszahlung.
- Wenn das gezahlte Agio in die Tasche ausländischer Kapitalisten fliesst, so gleichgültig für das Volk, ob es dies Agio zahlt oder Zins im Ausland contrahirter Schuld.
- Wenn die Anleihen im Inland geschlossen, so gewinnt das Volk Mittel, die früher ins Ausland flossen.
- Bereicherte das Agio inländische Kapitalisten, so werden sie statt dessen Zins auf die Schuld empfangen, an deren Contrahirung sie sich betheiligen können, weil ihr Kapital nicht länger in Agiospeculation gebunden. (751)
Aber auch mit dem Verschwinden des Agio noch nicht der Punkt zur Consolidirung der Papiergeldschuld erreicht; dies dann, wann beginnt die Möglichkeit kurzterminigen u. terminlosen Regierungscredits. (l. c.) Der ganze Theil der Papiergeldschuld muss gelöscht werden, der die mittleren 3monatlichen Einkünfte des governments übersteigt. (752)
Bankerutt nicht nur, wer seine Schuld nicht zahlt, sondern wer sie nicht bei Verfall des Termins zahlt. Bankerutt geht also dem Papiergeld vorher u. ist ihr nächster Entstehungsgrund. (755)
Sobald Papiergeldausgabe Höhe erreicht, wo sie nur noch die Waarenpreise erhöht, ist sie negative Grösse; sie treibt nur die Entwerthung des Papiergelds weiter bis es nur noch als Papierlappen gilt, das ganze System zusammenkracht (757)
Man sagt »fiktiv« sei Schuldhabe. Wenn Schuldscheine in Hand des Geschäftsmanns (industriellen commerciellen), dem sie zugehn, seine Productivität nicht erhöhn, bleiben sie fiktiv, weil seine Productivität fictiv. Ist das Gegentheil der Fall, so hört auch der Schuldschein auf »fiktive« Habe zu sein. (759)
Doppelte Bedeutung des Rückflusses
des Papiergelds an die Regierung:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1) PapierGeld fliesst
der Regierung in Steuerzahlung
zurück; hier ist sie der Creditor dem Volk
gegenüber; es handelt sich um Zahlungen die es der Regierung zu
machen hat; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Es fliesst ihr Papiergeld zu, um sich gegen Baares auszutauschen; hier
die
Regierung der Schuldner; es handelt sich um Zahlung der Schuld – deren Zahlungsversprechen im Papiergeld selbst
ausgedrückt; es handelt sich um Zahlung, die die Regierung zu
leisten hat. (761)
Im ersten Fall empfängt die Regierung Zahlung in entwerthetem Papiergeld, das sie seinem Nominalwerth nach für voll annehmen muss; im 2ten Fall trägt sie den ganzen Verlust der Entwerthung des Papiers verglichen mit Edelmetall. (l. c.)|
25Auch bei Zwangskurs konnte sie dem nicht helfen; bei ihren Einnahmen muss sie das entwerthete Papiere für voll annehmen, seinem Nominalwerth nach; bei ihren Ausgaben hat sie entweder Agio f. Metall zu zahlen od. per Preisaufschlag der Waare. (762) Sie selbst gefangen durch den Zwangskurs ihres Papiers, der es gesetzlich dem Metallgeld gleichwerthig erklärt. (l. c.)
Siebentes Kapitel. Mittel unmittelbarer Exploitation
(Benutzung) der Creditcirculationsmittel.
A.) Einleitung.
1) Unterschied der Creditverhältnisse, entspringend aus
Benutzung der Quellen der Leihmittel u. aus unmittelbarer
Benutzung der Leihmittel.
Wer Leihmittel erhält, kann sie selbst unmittelbar anwenden od. schöpft sie an der Quelle (vermöbeln), wobei er die ganze Verantwortlichkeit trägt. Dies [ist] unmittelbare Benutzung der Leihmittel. Oder aber er kann die Leihmittel wieder weitergeben in fremde Hände, womit sich schon das Risico vertheilt; er hat Verantwortlichkeit gegenüber dem A, wovon er (B) empfangen u. ihm B ist verantwortlich C, dem er das Empfangne übertragen, – u. auf dessen Unternehmerei das Risico in fact abgewälzt wird. C benutzt die Leihmittel, aber er hat nicht unmittelbar ihre Quelle (die in A’s Tasche) benutzt. Welches aber Beziehung zu den Leihmitteln, direct od. indirect, sie nur erhaltbar auf Creditweg, ob sie nun in Schulddokumenten ausgedrückt od. nicht. Hence zu unterscheiden Kreditbeziehungen zu den Quellen der Leihmittel von den Kreditbeziehungen zu den Leihmitteln selbst. Mit Entwicklung des Banksystems erhält der Unterschied selbsständigen Ausdruck in besondren Schulddokumenten f. jede der beiden Reihe Creditbeziehungen. (764–66) Aber ganze Reihe Schuldscheine – auch bei entwickeltem Banksystem – zwischen Privatpersonen, v. denen unbestimmt zu welcher Reihe sie gehören. (766)
2) Methoden (способы) unmittelbarer Benutzung der
Leihmittel als формы прeдвосхищенія künftiger Früchte der
Unternehmerei. Обращаемость als способъ сочетанія силъ, свободныхъ
въ безсрочноссудныхъ капиталахъ.
Zweck der Fischerei in den
Quellen der Leihmittel – diese Mittel in Bewegung zu setzen. … Exploitation
v. fremdem (Leih)Kapital setzt voraus Anticipation
des
Resultats der
persönlichen Kräfte, die dies Kapital
vermöbeln, streng genommen
Bemerkung von
Marx.
Schließen (Herr K. so artig dies
zuzugeben) streng genommen ist jede
(industr. commercielle) Verwerthung des Kapitals begleitet v. Anticipation der noch nicht vorhandnen Resultate
der lebendigen Kraft (Unternehmungs-) die Kapital vermöbelt[.] Aber Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗sagt,
Herr K.⦘ ist der Industrielle (etc)
Besitzer seines eignen Kapitals, so »erhält«
seine eigne »Unternehmungskraft« keinen »Tauschwerth«, und nicht
»Quelle von Kaufkraft« sondern ist nur »цѣнность для собственнаго
употребленіе[«]. Hence »alle« besondern Methoden der Benutzung von loanable
capitals sind nur eben so viele besondren Methoden der Anticipation künftiger Früchte.
Leihkapitalien nur benutzbar, so weit sie
»frei« ⦗nicht schon durch andre
Anwendung »gebunden«⦘ sind, also auch nur für so
lange Zeit als sie frei sind. Es giebt verschiedne Arten loanable capital, weil verschiedne grundlegende Unterschiede in der
Zeit, während welcher die
Kapitalien frei, ⦗od. verschiedne
Terminlängen ihres freien Zustandes⦘. Die
Anticipation v. Zukunftsfrüchten schliest schliesst
Grenze dieser Zukunft ein, Frist nach deren Verlauf die productive
Bewegung beendet, u. die Unternehmerei vergegenständlicht, in gegenwärtiger
Habe realisirt ist; letztre muss die
Schuld zahlen; hence wichtig für
die
Banken im Aug zu halten, wann die »Unternehmerei« im Stand ihre Schuld zu
löschen. Jede Kraft kann nur im Lauf gewisser
Zeit sich bethätigen u. diese Zeit muss man ihr geben, soll sie
Frucht bringen. Hence Wichtigkeit u. Unerlässlichkeit fest
vorherbestimmter Frist des Kredits. Aber der
bedeutendste Theil der
Leihkapitalien (wie alle terminlosen Leihkapitalien) zeichnet sich
umgekehrt aus durch Unbestimmtheit der Frist
während deren die Leihkapitalien frei
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗i. e. disponibel.
Das Wort „disponibel“ (freigesetzt) besser als „frei“; z. B.
wenn identificirt disponibles
Geldkapital u. „freies Kapital“, so das
Wort „frei“ auch mit Bezug auf die
Quality, Intensivität der
Disponibilität, weil Geld gegen
alles austauschbar, als solches nicht an bestimmtes Geschäft
gebunden; dies macht es noch lang nicht „disponibel“⦘
|26
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Hence Widerspruch⦘ Daher Problem: Wie Leihmittel benutzen innerhalb bestimmter Frist, wenn der
Disponibilitäts-\Freiheits-zustand der
Leihmittel ⦗die Dauer ihrer Disponibilität⦘ selbst an sich
unbestimmt ist? (768–71)
Man sah: Langterminige
#e100Langterminige BIS Crisis°] Bemerkungen in Klammern von
Marx.
Schließen
Obligation kann durch
ihre Umlaufsfähigkeit bis zu gewissem Punkt
faktisch als kurzterminige od. terminlose funktioniren. Andrerseits terminlose Obligationen, wie Banknoten und Deposits auf laufende Rechnung mit
cheques: In der Hand jedes besondren Besitzers A etc ist die Note terminlose Obligation; bleibt nur so kurze
Zeit in seiner Hand, dass während desselben nichts zu machen mit
dem Kapital, welches die Note repräsentirt. Anders wenn
ihr Umlauf sie eine Reihe
v. Händen successiv durchlaufen macht. Läuft sie v.
der Hand A bis Hand Z z. B. mit allen Händen B, C, D
etc die zwischen A u. Z liegen, so summiren sich
die kurzen Zeitfristen, die sie in jeder
einzelnen Hand bleibt, schon zu einer längern
Periode in den Händen aller
ihrer successiven Besitzer. Die Note so durch
ihren eignen Umschlag verwandelt aus terminlosem in terminweises
Leihkapital. Wie mit den Banknoten so mit
den
terminlosen Deposits
(u.
cheques)[.] So oft durch cheque
ein deposit v. A zu B übergeht, B es wieder als Deposit in
die Bank legt, cheque darauf an C geht, C wieder etc,
wird eine u. dieselbe Summe der
Bank der Reihe nach als eben so viel
verschiedne Deposits anvertraut. Ebenso wenn cheque selbst circulirt durch verschiedne Hände, so
für die Bank dasselbe – während dieser Circulationszeit –
als ob Jeder in dessen Hände der cheque fällt, u. der ihn
nicht bei ihr realisirt, sondern weiter zahlen will, dieses Deposit bei ihr erneuert hätte. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Es ist also zweierlei zu unterscheiden:
So lang der Cheque
circulirt aus einer Hand A in die andre B, C etc,
bleibt Deposit selbst, repräsentirt
durch cheque[,] in
den
Händen der Bank; nur
der
Name des Depositors pro
momento wechselt. Andrerseits
(sieh
in früherem Abschnitt) kann dasselbe Deposit viele Deposits
gebären, sobald die Bank creditirt.⦘
Die
Zeitfristen, worin das Deposit in
jeder Hand A, B, etc[,]
summiren sich wieder, wie bei Banknote.
Der Umschlag (Umsetzbarkeit, Umlaufbarkeit) der Obligationen paralysirt so on the one hand die Unwegsamkeit langterminiger Obligationen, u. die Fristlosigkeit der terminlosen. Aber hier fängt auch die Gefahr an. Das langterminige Capital erneuert sich faktisch erst nach der langen Zeit, worin sich das Kapital reproducirt hat u. seine Verausgabung ersetzt hat. Eh dies erreicht[, ist] die darauf ausgegebne langterminige Obligation nur durch kurzterminige ersetzbar, [dadurch] dass ihre Umlaufbarkeit fortdauert, B die Stelle des A, C die v. B etc einzunehmen bereit. Ebenso bei den terminlosen Leihkapitalen; auch nicht auf die kürzesten Fristen verpumpbar u. verwendbar, wenn nicht Ueberzeugung ⦗i. e. problematische Sicherheit⦘ [vorhanden,] dass f. Deposits u. Banknoten hinreichende Zahl Gläubiger [existiert], bereit einander zu ersetzen, bis die Unternehmung ⦗die mit dem Leihkapital arbeitende⦘ zum bezweckten Resultat geführt. Zeigt sich post festum, dass das Kapital (Leih) welches A zu seiner Unternehmung zu vermöbeln hat, schon v. B ⦗der es etwa der Bank geliehn⦘ gebraucht, so beide Unternehmungen gefährlich schwankendes Feld unter sich. Aber mit der Frage »Sein od. Nichtsein« beginnt f. die Unternehmungen die Crisis. (772–774)
Das
Vertrauen
#e101Vertrauen BIS Crisis°] Hervorhebungen – außer
„Grundlage“ bis „Resultate“ – sowie Bemerkungen in Klammern
von Marx.
Schließen ⦗der
Glaube⦘ bildet keineswegs die
einzige Base des Credits, obgleich er ein subjektives Element desselben. Damit er entspringe u. aber auch fortdaure nöthig »Solidität
der Production«
Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗u. generally des
Geschäfts⦘ selbst. Gewisse Art v. »Vertrauen«
»Glauben« nicht nur bei Credit, sondern bei allen gesellschaftlichen
Verhältnissen nöthig,
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗z. B. beim Heirathen, beim Engagiren v.
Beamten od. Arbeitern, beim Steigen in eine Eisenbahn, bei
Wahl v. Arzt od. Advocat etc bei Bildung „geheimer“
Gesellschaft and so forth⦘
[.] Was für Credit ganz u. gar nöthig: Kaufkraft der Productiven
Unternehmerei, die noch gar nicht od.
nur noch z. Th. in ihren Resultaten realisirt ist. Der Tauschwerth der
Unternehmungsindicidirung
hängt aber wieder v. den Productionsbedingungen (mitteln)
ab. Unmittelbar (Zunächst) kann Credit
nichts thun ausser wirken auf die
Geschwindigkeit des Entstehns v.
Vermögensbeziehungen auf Grundlage der bereits actuell
realisirten Resultate der Production. Sind solche
Resultate nicht da, Credit machtlos. Blosse – sogar begründete
[–] Reclame – f. Productivität eines
Unternehmers, u. das festeste Vertrauen darin,
schafft ihm noch keinen Credit. Sein allerwesentlichstes Element ist
die Existenz von Leih (freiem\disponiblem)
Kapital. Letztres kann »nicht« existiren, |27
entweder, weil jeder Besitzer v. Kapital es zu
seinem eignen productiven Geschäft braucht (also nichts
davon zu verpumpen hat) oder weil jeder vorzieht sein
»überschüssiges« Kapital dadurch »frei« zu halten u. zu sichern, dass er es als »Schatz« bei sich behält. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Dies
heisst in andren Worten nichts als: Credit setzt Entwicklung der kapitalistischen
Produktion bis zu gewisser Stufenleiter voraus,
ganz wie ihrerseits kapitalistische Production Dasein v. Kapital (Concentration)
bis zu gewissem Umfang (accumulation
primitive) voraussetzte. Auf dieser Basis u. nicht
in subalternen Umständen der Unterschied zu suchen
zwischen Creditsystem u. Gläubiger- u. Schuldner[-]system, was sich in
Form des
Wuchers erst recht auf
nichtkapitalistischer Productionsgrundlage
entwickelt.⦘
Progressive
Erweiterung der Stufenleiter der
⦗kapital.⦘ Production die
wesentliche
Grundlage
des Credits; dies gegeben entwickeln sich v. selbst seine weiteren Bedingungen. Aber nicht umgekehrt.
(774–77)
Der Unternehmung, aufrecht erhalten durch loanable capital, muss entsprechen bestimmtes Kapital, entweder auf einmal ganz zur Verfügung gestellt f. die Periode, deren die Unternehmung f. ihre Execution bedarf – oder aber eine Reihe solcher Kapitalien, von denen jedes f. sich genommen nur f. kürzeste Frist disponibel, alle zusammengenommen aber eine Kette bilden – so dass, sobald die eine sich entzieht, die andern successive seinen Platz einnehmen, u. so die Summe ihrer kurzen Disponibilitätsfristen = der nothwendigen Funktionsperiode der Unternehmung. Je grösser die Dauer dieser Funktionsperiode, desto mühsamer zu bilden die Kette der Kapitale, deren summirte (vereinte) Disponibilitätszeit ⦗od. Dauer ihres »freien« Zustandes⦘ liefert die Umlaufbarkeit als neue Grundlage für den Credit der Unternehmerei. Hence langterminige Obligationen nur dann auf solidem Boden, wenn in ihnen placirt ganz freies Kapital, unbegrenzt durch Frist (Termin) in seinen Bewegungen. Je kürzer die Funktionsperiode der Unternehmung, desto leichter bildet sich f. sie die Kette der einander summirenden Momente, worin Kapitalien »loanable Capital« bilden. (778)
Eine kleine
#e103kleine
BIS vereinigen°]
Hervorhebungen – außer „quantitative“ – sowie Bemerkungen in
Klammern und die Ordnungsziffern „1)“ und „2)“ von
Marx.
Schließen
Kraft geht meist
verloren, weil sie unfähig irgend ein der Mühe
werthes »Resultat« für andere zu produciren; alle Bedürfnisse haben
gewisse quantitative Grösse, gewissen
Umfang; die Kraft wird bedeutungslos, wenn sie für sich vereinzelt wirkend disproportionirt f.
diesen Umfang, ⦗zu geringes quantitatives
Resultat liefert⦘ Um sich zu retten, muss sich
die kleine Kraft mit vielen andern verbinden.
⦗Collectivkraft werden.⦘ Die
Cooperation hebt auf die Schwäche
der isolirten Kraft, hebt ihre Unproductivität auf u. macht sie
productiv. Aber so wird die Productivität
der Einzelkraft selbst abhängig v.
all den Umständen welche die
Combination der Kräfte fördern od.
hemmen. Die Ueberzeugung, dass während der Periode, welche
zur Verwerthung des industriellen
(commerciellen) Kapitals erheischt
[,] die Gläubiger auf Obligation (Banknote, Deposit etc) beständig
Ablöser (Auslöser) finden werden[,]
muss zwei Basen haben:
-
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1) Zeichen, die unzweifelhaft indiciren die Existenz selbst der Kräfte, frei (disponibel) sich zu vereinigen -
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2) Zeichen die anzeigen Readiness, Bereitwilligkeit dieser Kräfte sich zu vereinen. (778, 779)
Alle Anticipation künftiger
Untersuchungsresultate pro nihilo, ausser u. sofern soweit sie ausgerüstet mit den nöthigen
Productionsmitteln u.
kräften,
also vergangner realisirter Arbeit
Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗die disponiblen Arbeitskräfte der
wirklichen Arbeiter f. Herrn Kaufmann als Bourgeois versteht
sich v. selbst!⦘ (779) In der Praxis dieses
selbige oft vergessen. Bald Pläne das
Bodencapital »auszumünzen«; bald falliren Banken weil sie
langterminige Unternehmungen mit blos
kurzathmigem loanable Capital
ausgerüstet. (l. c. 779, 780)
Ob ein industrielles (commerc.) Unternehmen
an u. für sich faul Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗ob mit eignem od. fremdem Kapital
arbeitend, ändert an der
immanenten Faulheit
nichts⦘ ist eine Frage.
Mit dem »Credit« kommt noch die 2te Frage hinzu: Ob es mit entsprechender od. nicht entsprechender Sorte
Leihkapital ⦗quoad Frist und Grad der Disponibilität⦘ ausgerüstet? Wenn nicht, wirds faul,
obgleich an sich gesund⦘ (780)|
3) Kapitalbenutzung durch die ersten (alten)
Banken.
Die
Commissionsoperation – auch heut noch v.
bedeutender Rolle – Kern des
ursprünglichen Bankgeschäfts. An sich
Commissionsoperation unter fremder
Verantwortlichkeit executirt; unabhängiger (aufsichtslos
relativ) bei Ausführung als die Lohnarbeit; erhält nicht
Arbeitslohn, sondern Stückzahlung
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗als gäbe es nicht auch Stücklohn!⦘ für jeden besondern
Dienst, den sie leistet. Aber Commissionär
unterscheidet sich v. Unternehmer wesentlich
dadurch, dass er nicht verantwortlich für
Risico. So weit er selbst Risico trägt, treibt er schon
Geschäft ausser od. neben od. innerhalb des »eigentlichen« Commissionsgeschäft Commissionsgeschäfts. Auch in das
Bankcommissionsgeschäft gehn meist andre
Elemente ein, die den reinen Commissionscharakter
abschwächen; u. so weit ihr Geschäft nicht »blos«
Commissionsgeschäft, sie selbst verantwortlich; diese »andern«
Elemente gehören theils zu »andern Arten
der Speculation«, theils zum Bereich
der
»Creditoperation« selbst. (780–81)
Die
#e108Initiatoren BIS Leihkapitalien«°] Bemerkungen in
Klammern von Marx.
Schließen
Initiatoren des Bankgeschäfts – vereinzelte
individuelle – Privatbankers (banquiers).
Ihre erste Operation war zu cooperiren bei
der örtlichen Bewegung v. Geldkapitalien aus einem
Land ins andre. Nahmen zu diesem Zweck Einträge\Einzahlungen od. Deposits
v. (Geld)Kapitalien zu deren Ueberführung an
andern Ort; überführten sie aber nicht faktisch, sondern
gaben Zahlungsordres aus an ihre Agenten an andren Orten od. andre geschäftsfreundliche Banquiers. Diese ihre
Organisationsweise entsprang aus der
Erfahrungsmässigen erprobten Thatsache, dass bei industriellen commerciellen
Beziehungen (Verkehrsverhältnissen) zwischen verschiednen Orten, (die also wechselweis u.
gegenseitig voneinander Waaren kaufen u. sie einander verkaufen) gegenseitige Schuld entsteht, Schulden also,
die sich decken, auslöschen im Umfang ihrer Gegenseitigkeit. Ihre Erfahrung
zunächst gerichtet auf diese
Gegenseitigkeit, soweit sie durch
den internationalen Austausch od. Handel
hervorgerufen u. in diesem Bereich Rolle spielt. Die
Entstehung der Schulden u. ihre Zahlung ⦗in
baribus war diese Zahlung leistbar, od. zu executiren; dies
Ausgangspunkt⦘, erfuhren sie, zwei zeitlich
v. einander verschiedne u. to a certain degree unabhängige Phänomene. Erfuhren dabei, dass Löschung in
baribus keineswegs stets nothwendig. Wenn Ort A dem Ort B
10 Mill. schuldet u. Ort B dem Ort A 9 Mill., brauchen sie
nicht A 10 Mill. nach B u. B 9 Mill. nach A zu schicken, also Summa
Summarum 19 Mill. auf Reise zu gehn (v. A
nach B + von B nach A); 1 Mill. v. A nach B reisend genügt zur
Löschung der 19 Mill. Schulden. ⦗Nur die
Bilanz zu zahlen⦘ Sind die
Beziehungen der Orte A u. B constant u. kaufen sie constant im
Durchschnitt gewisser Periode jeder v. dem andren f.
9 Mill. Waaren, so circuliren, bei primitivem Zustand,
beständig für 18 Mill. Edelmetall zwischen ihnen, ganz wie gewisse
Summe »Klingendes« innerhalb jedes der beiden Orte
beständig umläuft. Diese 18 Mill. so beständig auf Reise; Banquiers der verschiednen Orte
setzen sie »frei« v. dieser
Reisenothwendigkeit u. beständigen »Gebundenheit«, indem sie mit
einander in Verbindung treten, mit dem Einverständniss,
dass jeder, der eine in A, der andre in B, die
Schuldforderungen auf den andern
Ort aufkauft u. sie dann unter einander diese
Schuldforderung austauschen. Dann in beständigem Umlauf
zwischen A u. B nicht mehr Geldkapital
(»Edles«) sondern Schuldforderungen. Die 18 Mill. Geld aber bleiben zu Haus u.
entrinnen damit allen Reisegefahren. Diese Gefahren: Gewaltthat, die
Manipulationen des Zählens, Verpackung, kurz aller physischen Einflüsse, die
Verschleiss hervorbringen; dann das Kapital, so lang es
unterwegs, zu nichts diensam; die blossen Reisekosten eklich, u. wachsen mit Umfang des auf Reise befindlichen
Edelmetalls u. diese Eklichkeit wächst
im Mass wie der Umfang des Handels u. damit
die
Grösse der wechselseitigen
Zahlungen, also auch das Gewicht (physisch)
der zu versendenden Gold[-] u. Silbermassen. Wie die Summen wachsen
wächst Zeit[-]
u. Kraftausgabe für Zählung bei Empfang u. Ausgabe des
Gelds, also die Kosten dafür, die
verschwindend auf kleinem Massstab in jedem einzelnen Fall. Von
allem diesem Ungemach Geldkapital befreit
durch trassirte Wechsel; Summen (Verluste) dadurch erspart, die sonst
unproduktiv verausgabt (Unkosten); aus den
so ersparten »holden Hindernissen« bilden sich »Quellen von Leihkapitalien«. (781–84)
Die Banquiers sammeln also bei sich
die Geldkapitalien, die sonst v. einem Ort in
den andern reisen müssten; sie befreien sie dadurch nicht v. der
Beschäftigung, die ihnen die
produktive (commercielle) Placirung gab; aber sie befreien diese Placirung von |29
den
Reisemissständen, lassen sie das
nützliche Resultat mit geringstem Aufwand erreichen u. setzen frei den überflüssig
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗i. e. in Unkosten, faux frais⦘
verausgabten Kapitaltheil. Sie operiren
nicht mit Leihkapitalien; aber sofern sie
Theil des angewandten Kapitals
freisetzen, befähigen sie ihn sich by
the by in Leihkapital zu verwandeln; das Geld, das v. einem Ort zum andern in Zahlung gesandt, muss nach wie vor aus
der Hand eines Menschen in die eines andern
übergehn. Die
Verkäufer z. B. des Orts A erhalten
baare Zahlung, aber v. Personen an Ort u. Stelle, welche Käufer nicht der Waaren ⦗der Personen, an die sie zahlen⦘ der Personen an die sie zahlen, sondern ausländischer, fremdörtlicher Waare ⦗welche Käufer der Waaren
des Ortes B.⦘ Die Leute des Orts B,
die Waare v. A kauften, leisten baare
Zahlung, aber nicht an ihre Verkäufer in A, sondern an
Kerls im Ort B selbst, die Waaren an A geliefert, verkauft haben. So
die Käufer des Orts A ⦗Käufer der Waaren
des Orts B⦘ zahlen das Geld an die
Verkäufer ⦗Verkäufer der Waaren des Orts A an
den Ort B⦘ A u. ebenso in B; statt der
Circulation des Geldes zwischen A u. B örtliche Cirkulation
innerhalb A einerseits, innerhalb B andrerseits. Alle Verkäufe so realisirt, aber die Gelder circuliren nur an jedem Ort
selbst. ⦗nicht zwischen beiden⦘ (784, 85)
Der
internationale ⦗od. zwischen örtliche⦘ Handel mit der ReiseNothwendigkeit
des Gelds v. einem Ort zum andern Zusatz von Marx.
Schließen ⦗der
Nothwendigkeit internationaler
Circulation des Edelmetalls⦘, die er
hervorruft, also erste Ursache des
Zuflusses einer ganzen Reihe v. Kapitalien zu einem
gemeinschaftlichen Centrum. Dies Centrum gebildet durch Banquiersunternehmungen. So macht sich
zuerst fühlbar u. bemerkbar der
Nutzen der Concentration der
Geldkapitalien; offenbarte zugleich den Nutzen der
aus dem
Gegenseitigkeitscharakter der
Verschuldung entspringt. Hebt die örtliche
Wanderung des Geldes auf – Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗within certain limits – nämlich limit der
Bilanz⦘
[.]
Die Bankoperation des
Deposits beginnt mit dieser Concentration v. Geld zum Zweck seiner Ortsveränderung,
zum Transfer; Inhalt der
Depositoperation ist – solche
Concentration. (785)
Kam hinzu als Zweck: die Erhaltung (Aufbewahrung) des Geldkapitals; concentrirtes Kapital leichter, mit grösserer Sicherung vor Gefahr aufbewahrt, als vereinzeltes Geldkapital; die Aufbewahrungsmittel hängen für die zerstreuten Gelder ab von den individuellen Mitteln jedes einzelnen Geldkapital- od. Geldeigners; diese Mittel v. sehr verschiedner Qualität; die an sich besten Mittel aber leicht anwendbar, sobald die Gelder in bedeutenderem Umfang concentrirt. (785, 86)
#e112Weitere BIS andern°] Bemerkungen in Klammern
und die am Schluß von „in fact” bis „andern“ von
Marx.
Schließen
Weitere historische
Gründe, aus denen sich das Geldkapital in grösserem
Umfang wachsend concentrirt in allgemeinen Centren:
An Orten, wo Handelsbeziehungen, örtliche u. mit fremden Ländern, grössten Umfang erreichen, wo grösste Ausfuhr od. aber
Transithandel, wo grösste Zahlungen
daher zu empfangen f. ins Ausland versandte Waaren ⦗u.
grösste Zahlungen zu leisten für daher erhaltne Waaren⦘ im Umlauf Geld von sehr verschiedner Herkunft;
hence entspringt besondres Geschäft die
fremden Gelder aufzukaufen u. sie durch einheimisches zu
ersetzen – GeldWechslerGeschäft
[–] u. v. diesem erhielt Bankgeschäft
seine Benennung. Dies zugleich Zeit
⦗des Ursprungs der eminenten Rolle
des Wechselgeschäfts⦘ der unzähligen kleinen Souveränen
[–]
Ländcher u. Städtcher – deren territoriale Grenzen minimal; i. e. politische Einheiten
Zusatz von Marx.
Schließen (Centralisation)
engsten Umfangs, zersplittert; jeder dieser
kleinen autonomen politischen Organismen
hält darauf sein eignes Geld zu schlagen
(ökonomischer Ausdruck der Autonomie)[.] Hence endlose Mannigfaltigkeit der
Landesuniform der
Münzen. Kommt hinzu die
Geldverfälschung (durch Aendern des
standard etc) Seitens der unzähligen »Souveraine« u.
»Souveraincher«, die sich alle einbilden dass sie »Geld« machen u. sich dadurch bereichern können. Hence dringendstes
Bedürfniss am selben Ort auf Generalnenner alle diese Münzen
Schließen Minze zu reduciren. Dies thaten die Wechsler-Banquiers. In strengem Sinn Geldwechselgeschäft = Umtausch verschiedenartiger Circulationswerkzeuge (mittel)
gegeneinander, ob Metall gegen Metall, Papiergeld gegen
Metall, od. Metallgeld gegen Papier; die Bedingungen
des Austauschs können f. die verschiednen
Sorten Circulationsmittel sehr verschieden sein je nach den
Bedingungen der Nachfrage u. Zufuhr für sie. Erstens, Circulationsmittel von
demselben Nominalbetrag können verschiednen örtlichen Werth auf dem Markt haben;
Silberrubel mehr als Papiergeld z. B. Zweitens:
Circulationsmittel von
|30
von verschiednem Nominalwerth können v. einander sich
unterscheiden u. abweichen um grösseren Betrag
als ihr bloser Nominalwerth anzeigt. Hence bildet sich eigenthümlicher Speculationszweig; sucht auf
wo am wohlfeilsten die
werthvollsten Circulationsmittel (die meist geschäzten) zu
kaufen um sie zu ihrem wirklichen Werth zu
verkaufen u. so Profitche zu schneiden. Mit dieser
Speculation die
Geldwechsler beschäftigt; beschäftigen
Schließen beschäftige sich mit
dem
Einwechseln
Schließen Einwechsele v. Münzen
nur soweit es Profitche abwirft; aber das
Dasein dieser Operation selbst hängt nicht v.
dem Umstand ab, dass sie
Profit abwirft. Der Wechsel einer Münze f.
die andre, der unter Umständen unerlässlich – drückt nichts aus als die
Proportion worin die verschiednen Gelder
auf dasselbe Mass, Generalnenner, reducirbar. Diese Operation wird bei weiterer Entwicklung
nöthig, wenn sie auch an sich nicht Profitche giebt. In solcher
Rolle erscheint die
Vergleichung
Zusatz von
Marx.
Schließen (u. daher Gegeneinander
Wechselbarkeit) der verschiednen Gelder als Bankoperation. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗dagegen als eignes Profitbringendes Geschäft bei den
Geldwechslern⦘
Ursprünglich concentriren die Banken bei sich die
»verschiedenfarbigen« Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗sehr
poetisch!⦘ Metallgelder, geeignet v. den
verschiednen Repräsentanten der industriellen
commerciellen Welt. Die
edlen Metalle empfingen sie auf Gewicht. Einem bestimmten
Quantum Edelmetall wurde gewisser Taufname gegeben; wurde
die
Geldeinheit, wonach gemessen alles der Bank überlieferte Metall,
alles v. den Depositären empfangne Metallgeld in diesen Bankeinheiten ausgedrückt u.
dem Depositär in den Bankbüchern
zugutgeschrieben; konnten
Schließen konnte nun aneinander
zahlen
Schließen
zahle
ohne Rücksicht auf »Landesuniform« der v. ihnen deponirten „Münzen“
Schließen deponirte »Münzcher«; die
Münzcher auf die Bankeinheit reducirt, u. Zahlungsordre auf Bank besagte Uebertragung
v. Anspruch auf bestimmte Masse in Bankeinheit
ausgedrücktem\gemessnem Metall von Zahler an
Zahlungsempfänger – Bemerkung von Marx.
Schließen in fact Abschreibung des Eigenthums von v. einem auf den andern
.
(786–88)
So that Bank doppelten Dienst. Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 1) Alle aus Münzverschiedenheit u. Differenzen
zwischen ihrem Nominal- u. Realwerth entspringenden »holden
Hindernisse[«] beseitigt; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2) Bei Zahlungen unmittelbare Uebergabe des
»Edlen« in corpore beseitigt; örtliche
Zahlungen mit denselben Vorzügen nun ausführbar die den zwischenörtlichen durch trassirte Wechsel geleistet; diese hier ersetzt durch Zahlungsordres an die Bank.
Das Geld v. A an B
abzukreiden.
Hier schon laufende Rechnung mit Deposits.
Die
Niederlage
des Metalls durch eine Person u. entsprechende
Eröffnung laufender Rechnung derselben mit der Bank dasselbe als ob [von] der deponirenden Person statt ihres
Metalls Dokumente eingereicht, Kassenscheine; er hat Metall eingelegt = so
viel Bankeinheiten = so viel Bankgeld;
dasselbe wie Bescheinigungen über Einlage v. 3,
5, 500 etc Bankeinheiten. Die
Zahlung durch Ueberschreibung des
Guthabens v. Rechnung der einen auf die
andern dasselbe als Uebertragung v.
Dokumenten v. einer Person an
die andre für ihr Guthaben an der
Bank. Aber bei diesen alten, ursprünglichen Banken grössere Knappheit des Kreises
der Personen, unter denen Zahlung so stattfand
auf dem Weg der BankBuchführung, während bei
der
modernen Depositenbank gar kein Verhältniss
zwischen den Depositären selbst nöthig. Dies
ändert an sich Zusatz von Marx.
Schließen (!)
nichts am Wesen der Sache.
(788–89) Die Banken finden so viel mehr als sie suchten.
Was sie suchte suchten war die Gefahr der
Minzschlechtigkeit abzuwenden; aber Mittel
was sie anwandten war Concentration des
Geldkapitals; damit ersetzten Zahlungsordres (mit Abschreiben der Guthaben)
Wanderung des
Baaren aus einer Hand in die andre;
so erhielt das
Princip der Wechsel
(internationaler od. zwischenörtlicher) sehr erweiterte Anwendung. So dies unbewusste Thun entwickelte by u. by seine verschiednen „Vortheile“
Schließen verschiedne »Vortheilcher«,
alle die weitern Folgen des »Prinzips« Schritt für
Schritt, so zu sagen hinter dem Rücken der
Acteurse Acteure. (790)
Die
Operationen der ursprünglichen
Banken jetzt nur noch v. historischem Interesse; aber sie
zeigen:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
die Keime aller jetzigen
Bankoperationen; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
die Wege worauf der ökonomische
Fortschritt wandelt. Das jetzige erstaunliche
Creditsystem by no means Frucht eines v. diesem
od. jenem vorher concipirten Planes. Kein Teufel sah vorher
od. ahnte, was aus den ersten Keimen hervorwachsen würde.
Als die letztern schon überlebt die mühvolle
(schwierige) Periode ihrer Herausarbeitung, nachdem sie bereits
»individualisirt« u. |31 ihre Eigennatur handgreiflich,
begann erst ihre rationelle Erforchung Erforschung. (790, 91)
Bei den
ersten Creditoperationen der
Credit noch nicht geschieden
(verselbständigt gegen) Commission, fliesst
noch damit zusammen, das
Kapital, das zum Gegenstand der
CreditOperationen dient, repräsentirt noch nicht
reines Leihkapital; erhält nur die Möglichkeit
solches bei weiterer Entwicklung zu werden.
Die Leute concentriren ihre
Geldmittel in gemeinsamem Institut u. leisten ihre Zahlungen sich wechselseitig in einer Methode die als Quelle
neuer Ersparungen wirkt, aber sie
bemerken das nicht; die Methode wird durchaus
nicht zum Zweck solcher Ersparnisse angewandt. Aber früher od.
später muss dies Resultat augenfällig, auffallend werden; hence früher od.
später das
Verhältniss zur Bank sich verändern. Dieser
Wechsel auch durch andere Umstände
beschleunigt, als da sind: Bildung grosser
Staaten
Zusatz von Marx.
Schließen (grössere
Territorialeinheiten); Mannigfaltigkeit der Minzen dadurch möglichst
reducirt auf Gleichartigkeit; die alchymistischen Finanzoperationen
Zusatz von
Marx.
Schließen (raising and sinking of standard
etc) explodirt; Handel u.
Industrie dehnen sich in viel grösserem Umfang aus;
Regierungsgewalt findet es sich selbst nützlich sie zu schützen u.
fördern; Capitalien nicht länger nöthig sich in
Schatzform zu verbergen, können sich auf offnem Markt
zeigen unter Schutz der organisirten politischen
Gewalt; Kreditbeziehungen zwischen Privatpersonen
vervielfältigen sich in Zahl u. erweitert in Umfang; zwei schottische Speculanten,
Paterson u.
Law
machten zum Centrum der Schwere der Bankoperation
die Creditoperationen. Sie sahen, dass letztere die natürliche Entwicklung der bis
dahin blind von dem Bankgeschäft gemachten
Schritten. Andere ihrer Zeitgenossen, vor sich habend die auf den grossen Jahrmärkten schon
traditionelle Praxis zur Liquidation grosser Masse v. Obligationen,
wussten schon genau, dass nicht nur Geld Schulden
löscht u. wie wichtig der
Uebergang von Schuldrechtstiteln aus Hand in Hand. Hence grössere
Aufmerksamkeit gerichtet auf terminlose
Schulddokumente als Benutzungsmethoden der Quellen der Creditumlaufsmittel.
(791–92)
Die ersten Banken concentrirten Geld bei sich durch Deposite; waren keine Deposite im modernen Sinn, keine Leihkapitalien, den Banken übergeben um für sie einbringliche Anwendung zu suchen; jeder Client wusste dass sein Deposit Geld, der Bank nur übergeben zur Erleichterung der v. ihm zu leistenden Baarzahlungen. Deposite, benutzt v. den Banken auf ihre eigne Verantwortlichkeit gab’s nicht. Aber schon die Niederlagen (Deposite) zur Aufbewahrung an den Banken setzten Vertrauen in die Banken voraus; indem sie für ihre Clienten als Commissionäre funktionirten, gewannen die Banken das Vertrauen, das Grundlage werden konnte für Deposite andrer Art; bis heute terminlose u. unverzinsliche Schulddokumente Mittel, die den Banken mehr als alles andre möglich machen Leihmittel an sich zu ziehn. In dieser Hinsicht Banknoten das leichteste Mittel zu Concentrirung v. Leihmitteln; halten sich als solche in vorherrschender Rolle, so lang die Bedingungen noch nicht reif für moderne Depositbankoperationen. Zettelbanken können die Fischerei schon auf relativ zurückgebliebner Stufe executiren. Hence die Concentration v. Kapitalien in Banken, deren Grundlage nicht mehr Commission, sondern bereits Credit – beginnt sub specie v. Zettelbanken. Wichtiger Wichtige Bedeutung in dieser Beziehung hatte auch die Entwicklung des Papiergelds; gewöhnte die Masse u. belehrte sie so zu sagen über den Nutzen ziehbar aus dem Umlauf v. Schuldscheinen. Der Productionsunternehmerei auf »Zukunftslorbeeren« konnten die Banken erst unter die Arme greifen im Masse wie sie Concentrationsanstalten v. Leihkapitalien wurden. Aber Banken u. Banquiers gaben desshalb ihre Commissionsoperationen nicht auf; hätten sonst verloren ihre eigne Bedeutung in der Rolle von Centren, wodurch ausgeführt u. verkürzt Zahlungen in entgegengesetzter Richtung, also Anlass gebend zur Schuldlöschung durch wechselseitige Verschuldung; viel mehr Baares sonst zur Execution der Zahlungen nöthig, hence der Leihcharacter sehr vieler Capitale paralysirt; ohne ihren Commissionscharakter hätten sie auch eingebüsst ihre Bedeutung als organisirte Centren des Geldmarkt Geldmarkts , um welche sich concentriren Nachfrage u. Zufuhr v. freiem Kapital. Ganze Massen v. Bedürfnissen f. Leihkapital, welche empfunden werden nicht v. vereinzelten Personen, wohl aber |32 v. Collectivinstituten (Regierungen u. Compagnien) sonst unbefriedigt geblieben. Faktisch wurden aber die Banken u. Banquiers Concentration der Leihkapitalien; ohne sie daher auch keine Staatsanleihen zu machen. Credit verdrängte nicht Commissionsoperation, aber jede derselben als selbsständige, mit augenfälliger Individualität herausgearbeitet. Hence auch bei den Banken selbst – unter den Arten der Anticipation – 2 Sorten wesentlich zu unterscheiden. Erstens: Commissionsoperationen: die Verantwortlichkeit, welche die Bank auf sich nimmt, hat nur Bedeutung in Bezug auf den Schuldner, dem die Bank durch Creditoperation Kapital liefert. Zweitens: Creditoperation: Bank nimmt auf sich Verantwortlichkeit gegenüber den Eignern freier Kapitalien, u. giebt Obligation, dass in verabredeter Frist das Kapital returnirt. (792–94)
B) Allgemeine Bedingungen der unmittelbaren
Exploitation v. Leihkapitalen, welche
derselben
für alle Sorten von Hilfsmitteln (Methoden) dazu.
1) Die Assekuranzseite des Credits. Personen- u.
Sachencredit, Blanco- u. gedeckter Credit, als Folgen
verschiedenartiger Assecuranzelemente des Credits. Sichrung
durch Unternehmercapital (»das ganze Vermögen«) u. durch Pfand.
Oeffentlichkeit als Assecuranz des Bankcredits.
Verhältnisse der Kreditassekuranz zum Risico. Bedeutung
der Formen der Assekuranz.
Zusatz von Marx.
Schließen D’abord die
schene Erklärung des
Credits durch господинъ
Kaufman: ist = »Kaufkraft der Unternehmerei, die noch
gar nicht od. nur noch theilweis
realisirt in Resultaten.« Entweder nun fehlt dem
Mann das
Kapital – Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗um
den
Verwerthungsprocess zu beginnen, um
als Capitalist zu
functioniren⦘ od. aber er hat sein Kapital bereits
in Waaren verwandelt, diese aber noch nicht
verkauft
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗od. aber auch verkauft, Zahlung aber
erst in spätrem Termin zu empfangen, so dass er nicht sofort
den Umschlag des Kapitals neu beginnen könnte ohne Credit.⦘ In einem
Fall durch den Credit Anticipation
der Production selbst, in andrem Fall Anticipation des Verkaufs (Absatzes) der
Producte. Der Credit mobilisirt im ersten Fall die
persönlichen Kräfte des
Unternehmers, im 2ten
sachliche Mittel. Der erste Credit
rein persönlich, der 2te
sachlich u. persönlich
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗da dem fellow vertraut wird,
dass er die Verwandlung seiner Waaren in Geld
fertig bringen wird.⦘ Der erste Credit ungedeckt, Blancocredit, der 2te
gedeckter Credit. Der erste blosses\nacktes Zahlungsversprechen;
durchaus nichts abnormales, Vertrauen in Productive Kraft Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Exploitationskraft⦘ eines
Kerls; Fortschritt der Production erheischt ihn; abnormal Blancocredit nur wenn er sich
versteckt unter der
Maske v. gedecktem Credit. Blancocredit bezweckt erweiterte Waarenzufuhr, also Mittel gegen abnormale
Erhöhung der Waarenpreise; gedeckter
Credit geht auf erweiterte Zufuhr v.
Geld, kann der erweiterten Zufuhr vorhergehn, sich
gründen auf Vorhersehung der letztern u. bis zu deren
Eintritt temporäre Preisschwankungen hervorrufen. Beim Blancocredit spielen die Banken thätige Rolle in
Bestimmung des Umfangs der Production selbst
von ihrem Beginn an. Blancocredit = Credit gegeben
der noch im Fluss begriffnen
Unternehmerei; beim gedeckten Credit erhält
Creditor Zahlungsversprechen berechnet auf
die bevorstehende Zahlung od. Einkünfte ⦗durch
Realisation der Producte⦘ od. aber übergeben dem
Gläubiger direct das Recht auf solche Einkünfte
v. Zahlungen. Zusatz von Marx.
Schließen (Dinglicher, aber
auch persönlicher Credit)
(794–801)
Pfandcredit u. Pfandloser
Credit. Unterschied v.
Unternehmercapital u. Leihkapital existirt nur in ihrem
Verhältniss zum Risico. Unternehmercapital als Gesammtfonds (s’il y en a) (Gesammtvermögen des
Geschäfts) bildet an sich Versichrungsfonds gegen Gefahr.
Pfand dagegen bestimmter Theil des Vermögens des
Unternehmers. Das
Unternehmercapital
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗im Geschäft steckende Capital, wenn auch
selbst gepumpt⦘ sichert unterschiedslos jedes loancapital, womit es zusammenwirkt.
Pfand sichert ein specielles loancapital,
für dessen Sicherung es auschliesslich ausschliesslich bestimmt. Der Pfandlose Credit hat die erstere
Gattungsversicherung ⦗das
gesammte Unternehmercapital⦘; der
Pfandcredit ausserdem noch besondre Art versicherung; erste allgemeine, zweite
allgemeine u. specielle; letztrer also verstärkte Assekuranz. Die ursprüngliche Assekuranz jeden Credits – die
Produktivität der ökonom. Faktoren,
denen creditirt wird. Zusätzliche Assekuranz
– das
Unternehmercapital. Die erste Sorte
Assekuranz dem Blanco- u. gedeckten Credit gemein;
die 2te dem
gedeckten Credit eigenthümlich. Unterschied
zwischen Blanco- u. gedecktem Credit daher nicht
qualitativ, sondern quantitativ.
(803–5)|
Das
eigne
Capital einer Bank meist klein im
Verhältniss zur Summe ihrer Umschlagsmittel. Dies in
der
Natur der Bank begründet u. darf
daher nicht anders sein. Ihr Zweck Umschlag v.
Leihkapital, i. e. fremden
Kapitalien; ihr eignes Kapital nur Garantie, Assekuranz gegen Gefahr. Eine Hauptgarantie der Bank ihre Oeffentlichkeit
Zusatz von
Marx.
Schließen (öffentliche Rechnungsablage
etc); weil der Kreis ihrer Creditoren
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗z. B. Notenhalter, Chequeempfänger
etc u. auch die unmittelbaren Depositäre
etc⦘ beständig wechselt u. je mehr Credit sie
hat, Jeder aus der Masse des Volks momentan
Creditor der Bank sein kann. Hence nöthig öffentliche Berichte über ihre Thätigkeit,
im Nothfall v. Regierung zu erzwingen. (805–7)
Risico in every sphere of life, nicht nur
der ökonomischen … Von gesellschaftlichem Standpunkt gleichgültig was
dem Risico unterworfen wird, Unternehmercapital od. Leihkapital. Aber vom »egoistischen«
Standpunkt der Privatwirthschaft für jeden
Einzelnen bedeutender Unterschied zwischen Mein
u. Dein, eignem u. fremdem
Vermögen. Das loancapital soll sich ja grade dadurch
vom Unternehmercapital unterscheiden, dass es alles Risico auf’s letztre wirft, nicht auf mich
Schließen mir
, sondern
auf ihn
Schließen ihm
. Aber wenn
überhaupt nicht »zweifellose« (hence
»gefahrlose« »risikolose«) Production? Wenn
ohne Risico kein Kapital zu verleihn? Ist vorher zu wissen, ob
das Kapital auf absolut gefahrloses Productionsgeschäft
vermöbelt wird? Also Besitzer des loancapital, wenn er
davon Einkommen haben will, muss sein Kapital riskiren; wenn er
nichts riskiren will, muss er sein Kapital als Schatz bei sich
halten u. auf Einkommen versichern. Im ersten Fall muss er etwas riskieren
Schließen ebbes riskire, sucht
sich aber, wenn er besondre Gefahr wittert, auch besondre Deckung zu
schaffen
Schließen schaffe. Die
Deckung kann der
Qualität nach nie = dem
zu deckenden (verliehnen Kapital) sein;
sonst müsste sie für Geldcapital v. 1000 R. Deckung in 1000 R. Geld
leisten; womit kein loan existirte. Alle
Gefahr beruht darin, dass das f. ein Placement verliehne Capital nicht in demselben Placement
reproducirt wird. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗od. aber nicht
reproducirt wird im Termin für
welchen das Kapital verliehn⦘
Existirt überhaupt keine Productivität, so auch kein Credit möglich.
Die
Sicherung (Assekuranz) hauptsächlich nützlich, wenn
die Productionsbedingungen günstig, u. nur zweifelhaft ob sie es in gegebnem Fall; dann
hat Versicherung Zweck auszugleichen die
Ausgaben bei geringerer Wahrscheinlichkeit ihrer Gefahrlosigkeit
mit den Ausgaben bei grösserer Wahrscheinlichkeit od.
gänzlicher Gewissheit ihrer Gefahrlosigkeit. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗alias:
die Assekuranz hat den Zweck, durch vergrösserte Auslagen (welche
die Assekuranz verursacht) das
gefährdete Geschäft noch gefährlicher zu
machen. !⦘ Aber solche Ausgleichung
nur möglich wenn die Ausgaben, gemacht unter den
besten Produktionsbedingungen, alle Gefahr auf sich nehmen
entspringend aus Verwendung v. Kapital bei minder günstigen
Productionsbedingungen. Die
Sicherung v. Credit daher nur Sinn in Kapital im Zusammenhang befindlich mit
den besten Productionsbedingungen; solchen
Sinn Bankdeckung des Credits od.
банковой залогъ. … Wichtig, dass jeder
riskirten Ausgabe entspreche Ausgabe v. unzweifelhafter
Productivität. Letztre muss das
Risico auf sich nehmen, obgleich sie
ihrer Natur nach frei v. Risico. Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗Und in der That macht die Bank
das Risico zahlen nicht durch den
Waghalsigen, sondern durch den „soliden“
entrepreneur.⦘ Endlich muss cooperiren mit
dem Leihkapital das Unternehmerkapital selbst.
… Das Risicolose Capital (Unternehmer) existirt kaum in
der Wirklichkeit Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗fährt
derselbe K. fort.⦘; die Gefahrlosigkeit nie unbedingt,
sondern immer nur relativ; das
Unternehmercapital daher, wenn es ganz verausgabt wird, kann nie
Leihkapital v. gleichem Belauf decken; ein Theil
des Unternehmercapitals muss daher stets in bedingungslos freiem Zustand bleiben, d. h. in
Zustand von Geldcapital. (809–14)
Aber Person od. Etablissement, unmittelbar
Leihkapital vermöbelt, sehr weit davon entfernt diesem gleiches eignes Kapital zu besitzen. Z. B.
eine Bank hat eignes Kapital v. 1 Mill. R., Leihkapital 10 Mill. R.;
giebt sie neben dem fremden ihrem eignen Kapital
Beschäftigung, verbunden mit Risico v. 10%; dann kommt Moment
der Gefahr; Bank hat verausgabt in Geschäft 90,000 R.
vom eignen Kapital u. erhält returnirt 810 000; zusammen mit
dem Zehntel Zusatz von
Marx.
Schließen (10,000
Rubel) das sie in »freiem« Zustand hielt hat sie
91,000 zur Deckung der Verluste, welche das
geliehne Kapital befallen; aber sie braucht ganze Million; hence
zahlungsunfähig, Krach. Folgt daraus, dass der Theil des Unternehmungscapitals,
der in unbedingt »freiem« Zustand zu
erhalten, (als Geldkapital) nicht nur abhängt vom
geringsten Risico das die Bank auf sich nehmen muss auch
bei der sichersten Kapitalverwendung, sondern vor allem
auch von der
Proportion zwischen ihrem Unternehmercapital u.
der Summe der geliehnen Kapitale. (814,
15)
2) Zeitdauer силы обезпеченій. Persönlicher (Blanco) Credit muss
kurzterminig sein.
Der
gedeckte Credit hat zu thun mit umlaufendem Kapital (Betriebskapital) oder
aber mit fixem (Anlagekapital). Im erstern
Fall die Natur des Kapitals selbst entsprechend
kurzterminig, im 2ten
langterminig zu sein. (815–16. Bemerkung von Marx.
Schließen Sieh ib. was K.
weiss über diese beiden Sorten
Kapital.)
⦗das
Betriebskapital um so productiver, je öfter
es umschlägt; das
fixe, je langsamer es
umschlägt, i. e. je weniger Werth
es abgiebt in gegebner Zeit an möglichst grösste
Waarenmasse. Pro tanto functionirt es gratis u. verwohlfeilert die
Production.⦘
|
Auch die
Productions
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗also auch die
Reproductions⦘
Perioden der laufenden
Unternehmungen selbst verschieden, also auch
die
Perioden, worin sich
das Betriebskapital erneuert. Unternehmungen mit vielem fixen Capital v. längerer »Periode« als
die nur mit »umlaufendem« Kapital arbeiten; ländliche v. längerer Periode als städtische; die aus vielen Theilen
bestehenden, die successiv eine nach
der andern auszuführen, länger
als einfacher zusammengesetzte od. solche wo
die
verschiednen Theile gleichzeitig executirt
werden; die von periodischen Naturbedingungen
abhängenden v. längerer Periode als die frei v. solcher
Abhängigkeit; die zerstreut über grosses Territorium
Schließen Territorcher
v.
längerer Periode als die auf beliebigem Punkt
concentrirten etc. Bei den einen kann also die
Anticipation ihrer Resultate durch Credit
kurzterminig sein; bei der
andern muss sie langterminig sein. (816,
17)
Der persönliche Credit kann nicht so langterminige Beziehungen erzeugen, wie der sachliche. Die persönlichen Unternehmungskräfte analog dem Betriebs (umlaufenden) Kapital; zeigen grösste Productivität, je rascher sie ihre Productivität offenbaren. Und da letztere Grundlage des Credits, so hat der persönliche Credit desto solideres Feld unter sich, je kurzterminiger selber. (817, 18)
Dann aber hängt der persönliche Credit v. den persönlichen Eigenschaften u. der Person des Pumpers altogether ab. Aber Qualität, Quantität u. Intensivität der persönlichen Kräfte eines Menschen – namentlich f. längere Zeitdauer – unberechenbar, kann krank werden, verrückt werden, crepiren etc etc[.] Hence f. solchen Burschen passt nur kurtzterminiger Credit. (818, 19)
3) Credit v. Collectivpersonen. Persönlicher u. dinglicher Credit
von Regierungen u. gleichartiger Organismen. Persönl. Credit v.
Actiengesellschaften
Actionärfabrik, die schon was geleistet, kann ebensogut persönlichen Credit haben, wie einzelner Fabrikant. (821, 22)
Auf niedrigster Stufe Regierungscredit nur auf dingliches Pfand. (822) Zwischen Character der Steuern u. dem der Regierungsschulden existirt inneres Band. Anticipiren die Regierungschulden Steuern auf die persönlichen Kräfte der Bevölkerung so ihre Grundlage auch persönlicher (Blanco, ungedeckter) Credit; anticipiren sie Einnahmen, entspringend aus dem Kapital der Bevölkerung, so stützen sich die Schulden auf dinglichen (gedeckten) Credit. (824) Persönlicher Credit einer Regierung hängt also ab v. den Verhältnissen der Nationalen Productivität (u. der Stufe des schon entwickelten Nationalreichthums), die sich in Character des Steuersystems selbst ausdrücken. (825)
In Actienunternehmung, wo die
persönlichen Faktoren
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗deren staff beständig
veränderlich⦘
nur künstlich vereint mit den dinglichen
Faktoren u. wo ihre Trennung
leichter als überall sonst, scheinen daher Bedingungen f. den persönlichen Credit
ungünstiger. Bankgeschäft
namentlich beweist das Gegentheil. Wenn die Bank
benutzt Deposits, Banknoten, Wechsel benutzt
sie persönlichen Credit, aber nur so lange Bemerkung von Marx.
Schließen (!! quelle naiveté!) als
ihr persönlicher staff den Verleihern Vertrauen
einflösst Zusatz von Marx.
Schließen ! (825,
26)
4) Abwesenheit v. Assekuranz bei Benutzung der
Leihmittel, als Grundlage v. Missbrauch des Credits; diese
Abwesenheit bezüglich auf die Leihkapitalien od. aber auf
die Eigenschaften der Unternehmung.
Ist Credit durch Rechtstitel auf bestimmte
Habe gedeckt, so Pfandcredit; letzterer nur
eine Art des dinglichen
Credits. Rein dinglicher Credit
existirt natürlich nicht. Producte können da sein; wenn nicht » verkauft
Schließen verkoft« Dreck. Aber die persönliche
Thätigkeit allein kann sie » verkaufen
Schließen verkofe«. (826)
Credit kann Mitursache v. Crisen werden: Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 1)
Kapital verliehn, dessen »freier
Zustandstermin\frist« nicht entsprechend der
Frist, worin die gegebne
Unternehmung das empfangne Capital reproduciren
kann; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Oder die
Unternehmung v. vorn herein faul; oder Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 3)
Verbindung beider Umstände. (827)
Das
Fehlerhafte mit Bezug auf Leihkapitalien
selbst ruht stets auf irriger Vorstellung sei es über Quantität der existirenden
Leihkapitalien, sei es des Grads ihrer »Freiheit«
⦗Disponibilität⦘. Die Totalität der Erscheinungen
der
Nachfrage u. Zufuhr v. Geldkapital meist so
betrachtet als wenn sie auf besondren
Märkten
(wie
dies [der] Fall f. Getreide, Eisen- etc
Werthpapier-Märkte) concentrirt – auf Geldmarkt. Genau genommen existirt kein Geldmarkt in dem Sinn worin f. Waarencapitalien u. Börsenpapiere
Schließen Bersepapiercher. Ist f. Geldkapital nur figürlich (in
übertragnem
Sinn) zu nehmen. (828)
#e136Freie BIS Geldmarkt°] Hervorhebungen sowie
Bemerkungen in Klammern und Bemerkung „zur »börse gehe« etc“
von Marx.
Schließen
Freie Kapitalien
können in Waarenform od. Geldform existiren. Waaren aber,
die freies
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗i. e. dem Sinn nach |35
hier: Surpluskapital⦘
[Kapital] vorstellen auf denselben
Märkten wie andre gleichartige Waaren, die kein
freies Capital vorstellen. Man muss sie also auf diesen Waarenmärkten suchen Cornbörse, etc. Was aber freie Kapitale sub specie v. Geldkapital angeht, so finden f. grossen
Theil derselben ihre Eigner selbst Anwendung, d. h. sie werden damit Bestandtheil des
Unternehmerkapitals, werden als also dirigirt ⦗durch ihre Eigner⦘ auf die
verschiednen Waarenmärkte
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗je nach dem Geschäft
des Unternehmers, der direct sein
Surplus-Geld-kapital in wirkliches Surpluscapital
verwandelt⦘; wo auch – auf den Waarenmärkten Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗wozu K. auch den Markt von die Werthpapiercher rechnet⦘
freie Kapitalien unter der Form von
Waarenvorräthen. Also Theil des
Geldmarkts zu suchen auf den verschiednen Waarenmärkten;
hence f. Zustand des Geldmarkt als solchen
so wichtig now a days die Phänomene die auf den
verschiednen Börsen vorgehn; auf den Börsen
erscheinen die Unternehmer als Käufer od. Verkäufer, d. h. eröffnend
od. schliessend ein
Schließen ain
»Geschäftche«. Ueber das Wie, die
Beschaffenheit
Schließen das quale ebensolcher Geschäftcher – ob dies
quale sich ausdrückt in besserer od. schlechterer Bewaffnung der
Unternehmer mit „freien“ Mitteln
Schließen »fraie« Mittel – oder
aber [in] wie fern grösser od.
geringer die Leichtigkeit für die Unternehmer,
ihre Mittel
Schließen Mittelche »frei« zu machen,
d. h. zu »realisiren« – giebt der Zustand der
verschiednen Waarenbörsen
Schließen verschiedne Waarebörse
nahen Aufschluss. Im besondren diese Börsen
wichtig für Geldmarkt, weil grosse Masse
freier Kapitalien direct od. indirekt in sie eingeht, vermeidend
alle Umwege. (828, 29)
Endlich aber der Theil der
freien Kapitalien, der nicht in Waarenform erscheint, noch, wenn in Geldform[,]
als directer Bestandtheil v.
Unternehmercapital; diese Gelder Quelle
von Leihcapital
Schließen Laihcapital
;
diese Leihkapitalien concentriren sich um die »Banken«, u. v. diesen aus erst wieder verliehn an
Geschäftsleute, die mit ihnen hinwiederum auf den
verschiednen Börsen
Schließen die verschiedne Börse
oder Märkten
erscheinen
Schließen
Märkte
erschaine. Soweit also die Anlage v.
Geldkapital so vermittelt durch Banken – stellen die
Banken eignen Theil des Geldmarkts vor.
(829–30)
Die Banken müssen Aug haben auf 1) quantitative, 2) qualitative Seite
der ihnen zur Disposition gestellten
Leihkapitalien. Irren sich Banken u. in Folge
dessen Unternehmer über den
wirklichen Umfang des disponiblen
Leihkapitals, seine Quantität,
dann, so solid immer die Unternehmungen an sich selbst, an
einem schönen Morgen Crisis auf dem
Geldmarkt, verursacht durch die
Banken selbst. Die Bank zu diesem Behuf has to watch not
only its own proceeding, sondern die Thätigkeit aller mit
ihr konkurrirenden Banken.
Die
wechselseitige Controlle unter den
Banken, aller auf einander, v. wichtigem praktischem
Interesse; die Phänomene entspringend aus der
Wechselbeziehung zwischen den
Operationen aller Banken, ihre Summe, bildet grade den Geldmarkt eines gegebnen Orts, so far it
represents Nachfrage u. Zufuhr v.
Leihkapital in ihrer Totalität. Keine Bank kann sich in ihren Operationen
unabhängig machen, isoliren v. den andern; keine
sich daher durch richtiges Verfahren in ihrer
individuellen Sphäre schützen vor dem Pech was ihr
irrationelles Verfahren andrer Banken bereitet. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Wie in jedem andren Geschäftszweig; der
einzelne individuelle Kapitalist ⦗wether whether eine Privatperson od. eine Privatgesellschaft⦘ ist
nur ein individuelles Organ pro
parte des in demselben
Geschäftszweig funktionirenden Gesammtkapitals u.
daher mitgefangen, mitgehangen⦘.
Die
qualitative Seite hängt genau mit
der
quantitativen zusammen. Z. B. in certain
period verfügen die verschiednen Banken über stets
wachsende Masse v. Leihkapital; wirthschaften als müsse dieser
Ueberfluss fortdauern; aber plötzlich zeigt sich mehr u. mehr
Tendenz dieser Kapitalien sich ihnen zu entziehn; haben sich also
getäuscht über die Dauer (Zeitlänge) dieses Ueberflusses – folglich dessen
Natur; hence wieder Krise. (830–32)
Ueber die
#e139»Grenzen« BIS »helfen«°] Bemerkungen in Klammern
von Marx.
Schließen
»Grenzen«
der »Freiheit« »der Leihkapitalien« – d. h.
über die
Zeitlänge, während deren
ihre Disponibilität dauert – kann kein Zweifel existiren,
so lange es sich um Kapitalien handelt, die den Banken
anvertraut für a priori fixirte
Terminfristen. Terminweise
Leihkapitalien, seien sie kurz- od. langterminige – kommen mit der
Brandmarke ihrer Disponibilitätsdauer auf
die Welt. Ist das Kapital der Bank
nur f. 2 Jahre geliehn, so ihr blunder od. aber ihre Spitzbüberei
klar, sobald sie es Unternehmungen anvertraut, die vor 4 Jahren kein
Resultat liefern können. Aber ander anders mit den
terminlosen Leihkapitalien, die selbst kein
Wort sagen über den
Grad ihrer »Freiheit« od.
»Gebundenheit«. Wie
viel »Freiheit« können die Banken
selbst ihnen geben? durch die
Combination vieler Leihkapitalien verwandeln
die Banken kleine, verschwindende Fristen ihrer Disponibilit Disponibilität ⦗jedes für sich genommen⦘ in geschäftlich exploitable Fristen. Wie gross die
so gewonnene Summirung v. Infenitsimalen Infinitesimalen hängt
doch
d’abord v. der
Quantität, der relativen
Masse der terminlosen Leihkapitalien ab.
Die
absolute Grösse der in einer
gegebnen Zeit in Bank befindlicher terminloser
Leihkapitalien dabei gleichgültig, ob Millionen od. Tausende. Die
Summe erhält blos Bedeutung, nachdem klar
geworden der Grad der möglichen
Zeitlänge für die Disponibilität der
gegebnen Kapitale. Ihre absolute Grösse an sich noch kein
Index für die Dauer der Disponibilität jedes einzelnen Leihkapitalselements, aus
deren Totalität die
exploitable Disponibilität sich summirt.
Die Hauptbasis ihrer BeReichrung kann immer nur das aus
Erfahrung gewonnene fact sein, wie gross
die Summe der |36 aus stets sich
erneuernden Elementen zusammengesetzte Vorrath v.
Leihkapitalien ist, auf den sie zu jeder
Zeit rechnen kann? Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗Wie viel
z. B. in der Woche od. Monat etc ihr v. gegebner
Masse Kapital durchschnittlich entzogen u. durchschnittlich
neu deponirt wird?⦘ Aber auch selbst auf dieser
experimentellen Basis muss sie die
Disponilitätsdauer Disponibilitätsdauer
dieses Gesammtkapitals stets unter- nie überschätzen, auf
das
Minimum nicht auf das
Maximum selber speculiren u. so weit es von ihr abhängt stets auf
den
möglichst kurzen Termin verpumpen. Und so
erhält indirecte u. relative Wichtigkeit die
absolute Grösse (Summe) der terminlosen Kapitalien, die das Publicum ihr anvertraut. Wenn in jeder gegebnen Zeit die vom Publicum einer
Bank anvertraute Summe = mindestens 20 Mill., andrer Bank aber nur 10 Mill., dann riskirt
die erstere Bank 2 × weniger als die letztere,
wenn sie 20 Mill. verpumpt. Hat eine Bank 5 Mill. v. Publicus
bereits im Lauf v. 3 Monaten z. B., so kann sie daraus 5 mill.
Leihkapital f. 3 Monate machen; wünscht sie
daraus Leihkapital v. 10 Mill. zu machen, so
hat sie schon darauf zu rechnen, dass ihr solches im Lauf v. 6 Monaten zufliesst. Ihr aktiver
Einfluss dann verdoppelt; aber ihr Risico ums zweifache vermindert,
wenn ihr schon im Lauf v. 3 Monaten 10 Mill., die bei ihr blieben,
vom Publicus zufliessen[.] Bank muss
ihre Anleihn 1) möglichst kurzterminig
machen, 2) dafür sorgen, dass ihr möglichst viel
terminloses Kapital in jedem gegebenen Zeitraum zufliesst.
Hierbei (bei letztem Punkt) muss das Vorwiegende sein: nicht die Activität der
Bank, sondern die des
Publicus. Credit keine
Hexerei;
Mittel der Combination v. Kräften
zur Vermehrung ihrer Productivität. Erhöht die
Productivität
dadurch,
dass er erleichtert die Combination
der Elemente, aus denen sie sich bildet. Aber weder Credit noch Banken können diese
Elemente schaffen, noch sie überfliessend machen.
Die Productionsverhältnisse müssen sich nur in ihnen
reflectiren.
Daher
der Natur der Banken entgegen, wenn
sie auf sich nehmen die Rolle von »Gründern« des Feldes f. Unternehmungen, agricole,
manufacturliche od. andre. Sie können die Erde
nicht »münzen«, weil sie überhaupt kein »Geld« schlagen können. »Geld« zu schaffen ist nicht ihres Geschäfts. Sie können
aber auch nicht den Grund u. Boden
verwandeln in »Umlaufsmittel«,
repräsentirt durch terminlose Schuldscheine;
grade weil der Boden »langterminiger«
LeihKapitale bedarf. Höchstens könnten sie streben bei
Bildung möglichst vieler Leihkapitalien dem »Grund u. Boden« zu »helfen« durch
terminlose Leihmittel. Aber dies gegen die Natur
des Geschäfts. (832–37)
Andre
Hauptsache
für Normales Fungiren der Banken:
Art ihres Verhaltens zum Assekuranzelement
des Credits; ruht auf der
Gewähr (Sicherhaltung) geboten durch die Unternehmerhände, die das
geliehne Kapital vermöbeln in ihren Ausgaben
(geschäftlichen). Nur
die Productivität der
Unternehmungen selbst reale Hinterlage
(Unterlage) des Credits. Und dies in der
Hand der »Unternehmer«. Die Bankers müssen
den Bedingungen gegebner Zeit nicht so viel Macht
einräumen, um dadurch ihre Hände für künftige Zeit binden zu lassen.
Ihre Activität – bei Placirung des
loanable capital – muss immer auf möglichst kürzre Zeitlänge berechnet sein. Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗also nur auf möglichst kurze Zeit sich
binden.⦘
Andrerseit Andrerseits, bei Schätzung der Garantie, die eine
Geschäftsanlage bietet f. loanable capital, müssen sie vor allem ins
Aug fassen die
Constanz der Bedingungen, wovon
die Productivität derselben abhängt. Capital selbst
kann v. unzweifelhafter Productivkraft sein, aber die
productiven ⦗geschäftlichen⦘ Eigenschaften der
Industriellen (commerciellen) Capitalisten zweifelhaft, nur
mehr od. minder »wahrscheinlich«, kann auch,
wenn nix vorhanden, sich in »Unproductivität« verkehren. Credit durch seinen »Missbrauch« kann Ursache v.
Crisen werden, Verderb des Kapitals u. Zerstörung
der »Unternehmerei« hervorrufen. Oder aber der
Verderb kann aus dem Charakter der
Unternehmerei selbst entspringen – mit
denselben Folgen. (837–39)
C) Besondre Hilfsmittel unmittelbarer Ausbeutung
der Leihkapitalien.
1) Discontoperationen. Ihre Entwicklungsstufen. Ihre Assekuranz.
Missbrauch: Windwechsel u. Finanz (financeering) wechsel.
Pump (заемъ) ist Empfang v. Geld auf Credit. Anleihe (ссуда) ist Empfang v. Geld auf Credit, durch irgend welchen additionellen Werth assekurirt. Discont (учетъ) v. Wechsel, ist Empfang v. Geld auf Wechsel der noch nicht verfallen ist, noch nicht angelangt bei Ende seines Zahlungstermins.|
37Vermittelst Discont u. loan übt Credit vorzugsweis seine Einflüsse aus. (841)
Exploitation der terminlosen Leihkapitalien hauptsächlich betrieben durch Discont v. Wechseln u. kurzterminige loans (842)
Wechsel vor allem charakterisirt durch seine Dienstbarkeit kommerciellen industriellen Zwecken. Die letzteren Bedürfnisse gaben ihm historisch seine Entstehung; ihnen dient er noch vorzugsweis. Substanz des Wechsels nur dienlich Werthe, die reproducirt werden sollen durch eine od. die andre Unternehmung, als Kapital functioniren sollen. Ferner ist er gebunden direct an den Geschäftscharacter der Kapitalisten (i. e. der Unternehmer) selbst. Eine seiner Haupteigenschaften ist seine äussere Form, die erstens »legale« Seite hat; kräftigste Mitwirkung der »Gewalt« zur Erfüllung, Vollziehung der im Wechsel ausgedrückten Obligation; zweitens: ökonomische Seite; formale Adaptation dieser Sorte v. Schuldschein zur Umlaufbarkeit. Die Uebergabe v. Früchten vergangner Arbeit auf Credit kann auch durch Buchschuld sich vollziehn, Notirung der Schuld im Rechnungsbuch; aber damit ist (die Schuld) im Buch selbst »eingesperrt«; sie wird immobilisirt; dient nicht als Kredit-Umlaufsmittel; Wechsel hat den Zweck den Schuldschein od. das Schuldzeichen zur Bewegung fähig zu machen. Als blosse Buchschuld, die Schuld eingeschlossen durch die »mur privé« des Privatgeschäfts u. sein »Geheimniss«; durch den Wechsel offenbaren alle die verschiednen Schuldblätter des Buchs ihre Bedeutung f. die Aussenwelt; der Natur des Wechsels widerstrebt Geheimnissthuerei, seine offenbare Basis muss Productivität des Geschäfts [sein], die die Oeffentlichkeit des Wechsels nicht zu scheuen hat. Wechsel widerstrebt daher der Verschluss in Privatkasse des vereinzelten Privatunternehmers, strebt direct od. indirekt zu functioniren vermittelst der Banken, die ihn verwandeln in andres Circulationsmittel, i. e. ihn vervollkommnen als »Circulationsmittel«. In der Privatkasse der Kapitalisten spielt Wechsel Rolle des Umlaufmittels nur bei seiner Geburt u. spielt Rolle, nicht dem Credit eigenthümlich, die der Aufbewahrung (сбереженіе) v. Kapital, dessen Immobilisation. Masse Wechsel in Privatcassen ganz analog mit Notirungen im Schuldbuch. Aber Wechsel soll »wechseln«. (844, 45)
#e144Ausgabe BIS verwendet°] Bemerkungen in Klammern
von Marx.
Schließen
Ausgabe v.
Wechsel = Creditliche Versorgung
der fliessenden Unternehmung mit den
Früchten vergangner. Ganz andre Bedeutung der
Discont v. Wechseln; vermittelst
des Disconts wird Wechsel actuell, was er sonst nur potentiell – umlaufbar. Giebt
die Möglichkeit die noch nicht ganz
realisirten Früchte der Unternehmung wenigstens
zum Theil – durch Anticipation – vollständig zu
realisiren u. so Theil der
Schulden (des Geschäfts) zu decken. Wechsel kann ursprünglich ausgestellt worden
sein bei Kauf von Waare; durch ihn also in
Bewegung gesetzt dingliche Werthe v.
speciellem Gebrauchswerth; durch Discont der
Wechsel schon Circulationsmittel v. vergleichungsweis weiterer
Wirkungssphäre. Der
Discont des Wechsels drückt auch
die
Bedingungen aus
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗i. e. die Disconthöhe thut das⦘ unter
welchen minder vollkommnes Circulationsmittel vollkommnerem gleichgesetzt wird; er ist diese Ausgleichung. Er ist aber nicht nur
nützlich dem Schuldner, der ihn ausgiebt,
sondern auch dem Gläubiger, der ihn
empfängt; er befreit ihn vom drawback, womit verbunden Weggabe v. Waare für Zeichen, das der Umlaufbarkeit entbehrt. Hat er
den Wechsel im Portefeuille – statt des
Waarenkörpers, worin sein Werth existirte – so damit noch nicht
befähigt wieder als Käufer aufzutreten;
durch den Discont erhält er diese Möglichkeit; selbigster
paralysirt den Creditcharacter
des Verkaufs, d. h. die
Zeitfrist, nach Verlauf deren seine Waare erst wirklich
sich in Geld verwandelt u. daher absolut kauffähig wird. Jeder Wechsel repräsentirt zwei Quanten v. Kaufkraft: die eine
ist die Valuta, der
unmittelbare Waarenwerth, der durch ihn in
Bewegung gesetzt; die andre repräsentirt seine eigne Bewegungskraft – das Zahlungsversprechen; Discont macht daraus ein Drittes; er stellt nicht nur mehr
Verhältniss von ein Gläubiger u. ein Schuldner vor; beide
sind jetzt Bürgen (auf den Wechsel)
f. Erfüllung des Zahlungsversprechens; die
Bürgschaft des »fliessenden« Unternehmers, der den
Wechsel ausstellt u. des schon »consolidirten«, der Waare gegen
den Wechsel weggegeben hat. Wird Wechsel bei Discount
ausgetauscht gegen klingende Münze, Banknoten od. cheques, so
erhalten diese Circulationsmittel, namentlich wenn sie Creditcirculationsmittel
[,] doppelte Bedeutung. Sie drücken aus
den
Werth der Früchte vergangner Unternehmerei,
denen der Credit Absatz eröffnete u. denen
der Credit so die Möglichkeit der effektiven
Zufuhr gab u. den
Werth der laufenden Unternehmerei,
welcher dem Credit Möglichkeit gab als
Käufer, i. e. als effektive
Nachfrage aufzutreten. Am vollkommensten Circulationsmittel, wenn sie darstellen Verstärkung der Nachfrage u.
zugleich ausdrücken im selben Mass verstärkte
Zufuhr. Dann
kann neither the one nor the other Einfluss auf
die Waarenpreise ausüben. Diese Wirkung
[hat der] Wechsel nur, wenn er
entsteht durch wirklichen Uebergang v.
Waaren (commerciell-industriellen Mitteln) aus Hand eines
Unternehmers in die eines |38 andern der sie zu geschäftlicher Verwerthung od. profitlicher
Reproduction verwendet (845–47)
Dagegen Discontoperation ohne solche » schönen
Schließen schene« Folgen wenn:
- 1) der Wechsel, bevor er in Bank übergeht, durchaus nicht entsprungen aus Uebertrag einer Valuta (Waaren od. Geld) aus der Hand des Gläubigers in die des Schuldners;
- 2) wenn die
Valuta in Hände überging, die sie nicht
zu profitlichen Geschäftszielen
Schließen profitliche Geschäftsziele verwendet, sondern zu unreproductiver Vernichtung. (847–48)
Handelt sich also vor allem um die Composition des Wechselmaterials, das den Banken zum Discont geliefert wird. Wechsel die Speise, von deren Composition der sound oder foul state des Creditorganismus abhängt. Der Wechselcredit beginnt in unsrer Zeit dort, wo die laufende Unternehmerei zuerst mit der vergangnen zusammenstösst, auf dem Waarenmarkt. Nur wo die Verhältnisse des Waarenmarkts für die Banken das Feld vorgearbeitet u. die geschäftliche Tüchtigkeit der Burschen sich bewährt, die in die Creditsphäre eintreten u. die Hilfe der Banken beanspruchen. (848)
Nur den ersten Schritt thun die Banken, die nur Ersparnisse sammeln, um sie fortwährend (ununterbrochen) rentabel zu machen, od. aber durch Sammlung von Kassenvorräthen, um sie ungehindert funktioniren zu machen in dieser Eigenschaft. Solche Banken operiren unmittelbar nur auf dem Theil des Geldvorraths eines Landes, der die Rolle v. activem Kapital zu spielen strebt, aber es nicht in den Händen seiner Eigner fertigbringt u. daher der Bankvermittlung bedarf. Hence hier die Wirkungssphäre der Banken nothwendig beschränkt. Erweitert sich nur, wo die Bankorganisation des Credits nicht nur zum Gegenstand hat den deck-geldlichen Credit, sondern den gesammten Waarencredit, mit welchem verglichen der erstre heut zu Tag bedeutend geringer. Niedrigste Stufe der Banken wenn nur der Geldcredit ihr Object; wenn sie nur noch streben ununterbrochne Rentabilität dem ganzen Geldcapital eines Landes zu geben, wenn sie es »frei machen«, wenn der Makel des Wuchers davon weggespült wird, seine Productivität u. volkswirtschaftliche Bedeutung anerkannt wird. Ob auf dieser Stufe Hauptrepräsentant der Bankunternehmerei, ob Banquier (vereinzelter) od. Compagnie, Association, Stadtgemeinde – für ihren Charakter gleichgültig. Indem sie produktive Placirung des Geld-leih-capital sucht, ist sie noch festen Felds unter ihren Füssen beraubt; unterworfen der »laufenden Unternehmerei« des Schulders, mit grösserem od. geringerem Risico; Persönlichkeit des Schuldners hier noch Hauptsache; Schuldner auf dieser Stufe auch durchaus nicht bereit die specielle Bestimmung des v. ihm gepumpten Geldes zu offenbaren; verlangt Credit auf seine Solidität im Allgemeinen; giebt daher Wechsel aus, der nur das nackte fact constatirt, dass soviel Geld v. ihm aufgenommen. Diese Unbestimmtheit, verbunden mit Risico, zwingt andrerseits die Banken im Preis des Credits möglichst breit einzurechnen das Assekuranzelement, d. h. den Preis des loanable capital zu erhöhen. Ausgabe v. Geld durch Bank erscheint dann nicht in Gestalt des Disconts v. Wechsel, der Zeugniss ablegt über ein dem Discont vorhergegangnes Creditverhältniss, als vielmehr sub specie des unmittelbaren AnknüpfungsEintritts solcher Creditbeziehung (Creditverhältnisses). Ignoriren die Banquiers od. Banken, bewusst od. unbewusst, zur möglichsten Ausdehnung ihrer Operation, die in ihrem Land erreichte Entwicklungsstufe u. wenden sie so die Discontoperation an, für die noch nicht die Verhältnisse gereift, so geht in die Bankfunktion fiktives Element ein. Es erscheinen Wechsel, bezeugend die Discontoperation vorhergegangne Creditverhältnisse, die in fact durchaus nicht existiren. (848–50)
Sobald Umfang der Production so entwickelt, dass die
schwellende Waarenmasse nur auf Credit
Absatz
(unmittelbaren)
finden kann, also auf Credit abgesetzt
werden muss, entsteht neuer Credit – Waarencredit
[–] u. damit erscheint der Wechsel, der solches Feld für Bankoperationen bildet; u. die
Hauptquelle für diese Operationen – die
terminlosen Leihkapitalien. Die durch
die Bank discontirten Wechsel repräsentiren Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1) Masse v. Waaren,
deren Absatz sie erleichterten, die durch Credit in Bewegung
gesetzt; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
die Kräfte der laufenden Unternehmerei, die
vermittelst des Credits mit den
Elementen des Capitals bewaffnet
werden. Der Credit ist nicht mehr blos persönlich, sondern zugleich gedeckt. (851)
|
Erste Form des Disconts. Auszahlung
v. klingendem Geld auf irgendwelche Obligation (Schuldschein) einer
Privatperson. In dieser Form die Discontoperation lange
ausgeführt v. einzelnen Personen Zusatz von Marx.
Schließen (Banquiers etc) bis zur Errichtung
der Banken; bleibt sehr riskirt; hence zur Deckung
der möglichen Verluste hohe Procente genommen f.
Nutzung der auf loan genommenen Kapitale; Wucher. Bei weiterer Entwicklung Tendenz
sich auf andrem Weg vor Gefahren zu schützen, womit persönlicher
Credit verbunden. D’abord die sachlichen
(formellen) Merkmale der
Schuldscheine, worin sich der persönliche Credit
äussert; das Geld beginnt nur ausgezahlt zu werden bei Bürgschaft des Pumpers durch 1 od. 2 andere Personen; gefordert, dass
die Obligation geschrieben auf bestimmter Sorte Papier u. zugehörig zu der Art
Schulddocumente, für welche die
richterliche und Executivgewalt rascher u. strenger die
Einzahlung gewähren; der persönliche Credit fängt an
vorzugsweise Wechseln erwiesen zu werden;
bei weiterer Entwicklung: persönlicher Credit nur der
Person gewährt, die Wechsel besitzt, bezeugend dass sie Zahlung zu empfangen hat.
Nur dann hat die Discontoperation ihre wesentlichen
Grundlagen erhalten; Bank zahlt dann
Obligation 1) repräsentirt durch Wechsel; 2)
befestigt (verstärkt) durch Verantwortlichkeit von 2 od. 3 Personen;
3) repräsentirend vorhergegangnen Empfang v.
Zahlung einer Person von der andern. Die
Bank od. Banquier tritt so an Stelle des Wechselgläubigers, nimmt auf sich die Zahlung
einzutreiben, die durch den Wechsel garantirt, u. giebt nur
im voraus dem Gläubiger
das Geld, das er auch ohne sie erhalten würde. Wechselcredit repräsentirt normales Anticipationsmittel künftiger
Früchte für Personen, die Waaren eingehändigt erhalten für
deren weitere Verarbeitung, oder Transport Zusatz von Marx.
Schließen (Verschickung an andern Ort) od. Aufbewahrung für andere Zeit oder deren finalen Absatz. (851–53)
Was immer vorzunehmen mit der Waare, die aus einer Hand in die andre überging, auf dem Weg des Wechselcredits, jede Anwendung desselben erfordert Zeit; diene sie nun wieder als Productionsmittel, habe sie auf Reisen zu gehn od. aufbewahrt ⦗Vorrath zu bilden⦘ zu werden, oder den »letzten« Consummenten-Käufer zu finden; allzumeist kann die Person, welche die Waare nimmt, sie nur nehmen auf Termin. Aber der Absatz der Waare auf terminweisen Credit hemmt, bis zum Verfall des Zahlungstermins, die freie Thätigkeit des Verkäufers; aus dieser Verlegenheit kann ihm nur helfen, – so dass er sein Geschäft ununterbrochen fortführe – entweder zusätzliches eignes (Unternehmungs-) Capital od. aber Leihkapital, das er v. 3ter Person od. Institut erhält. Sonst könnte er nur terminlosen Credit geben, Käufer aber kann damit nichts anfangen. Die Bankoperation des Wechseldiscontos tritt zwischen Käufer u. Verkäufer[,] hilft beiden aus der Noth. ([853,] 854)
Man sah wie die Banken terminlose Mittel in terminweise verwandeln – durch Combination v. terminlosen Leihmitteln, frei nicht gleichzeitig, sondern successive, die einen nach den andern; dazu nöthig die Circulation des Bankcredits unter Publicus. Je kurzterminiger der Wechsel, desto besseres Material er daher für Discontoperation; je langterminiger, desto nöthiger f. ihn terminweise Leihmittel. Hence den Banken, die langterminige Wechsel discontiren, nöthig terminweise Deposits. Discontirend aus langterminigen Deposits Wechsel auf 6, 9, 12, 18monatliche Frist – wenigstens ihrem Hauptbetrag nach – kann die Bank dazu auch Supplementarmittel aus ihren terminlosen Deposits entlehnen, so lang sie weiss bis zu welchem Umfang letztre immer bei ihr bleiben, d. h. ihr nicht entzogen, sondern nur v. einem ihrer Clienten auf den andern übertragen werden. (854, 55)
Aus terminlosen Deposits kann en général die Bank nur kurzterminige Wechsel discontiren, denen zu Grund ligen liegen müssen kurzterminige Operationen, i. e. Umschläge des Betriebs- od. circulirenden Kapitals. Das Betriebskapital desto productiver, je kürzer die Zeit worin es umschlägt, hence seine Productivität beweist. Der Wechselcredit hat zur Hauptsicherung seine Adaptation an die Bedürfnisse der Unternehmerei, welche mit dem Absatz der Waaren zu schaffen hat; die Früchte der Unternehmung bereits da; was zu erleichtern in such case, nur ihr Absatz. So Discontoperation auf gedecktem Credit beruhend – nämlich durch die Waaren, deren Absatz der Wechsel gebührt. Sonst wird die Discontoperation schon minder solid. (855)
Kein ökonomischer Fortschritt ohne Risico; wenig
Risciren heisst sich mit wenig
Profit begnügen. Aber die Banken auf »niedriger«
Zusatz von Marx.
Schließen (!?) Stufe der
Entwicklung wissen nicht stets die Interessen ihres Gewinns
mit denen ihrer Sicherheit auszusöhnen. (856)
Je weniger die volkswirthschaftlichen Verhältnisse u. Produktionsverhältnisse unentwickelt, um so leichter können Banken selbst Crisen hervorrufen. (857)
Ganz andre Grundlage der Missbrauch des Credits ⦗im Unterschied v. der allgemeinen nationalen Rückständigkeit⦘, wenn discontirte Wechsel ausgegeben u. empfangen werden, als ob sie sich auf gedeckten Credit stützten, in der That aber auf ungedeckten Credit. Windwechsel. Er an sich Betrug; doppelter Betrug, wenn er discontirt. Banken können |40 bei solchem Betrug nicht nur Opfer, sondern thätige Mitwirker sein. (857)
Discontoperation neben Banken u. Banquiers
auch ausgeführt durch Specialisten, Disconteurs. Jedenfalls muss, wer immer Discontoperation
verrichtet, Mittelpunkt freier Geldmittel in grösserem od.
geringerem Umfang bilden. In Zeiten belebten Geschäfts, sucht
die Speculation in jedem Winkel, um freie Mittel
aufzujagen. Geldaufjagen wird dann besondres Geschäft der
»Speculation«. Entstehn die Tendenzen des „financing“ (die
Finanzirung)[.] Jede Sorte
Obligation soll »gemünzt« werden. Name u.
Vertrauen eingeflösst durch die Firma, wird
dazu benutzt. Entstehn der s. g. Finanzwechsel. Die
Windwechsel
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗sehr falsch dies; teste Crise v. 1859 1857
[;] richtig
nur historisch f. die Anfänge⦘ eigen
der kleinen Produktion u. Kleinhandel. Der
Finanzwechsel entspringt auf der
höchsten Entwicklungsstufe; geht in die Millionen;
der Windwechsel ist verschämt, feig; der
Finanzwechsel tritt unverschämt auf. Der
Discont v. Finanzwechsel hat nichts zu thun mit »normalem« Discont.
Je belebter u. riskirter Speculation, desto möglicher sie namentlich
für
»schwerwuchtige«
Firmen. (858–59)
Auch im normalen Zustand immer einiges Risico
bei Discontoperation; die Gefahr
vermindert v. den Disconteurs, indem sie selbe vertheilen; jeder Wechsel hat
Assecuranzprämie zu zahlen Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗d. h. sie
bildet Theil des zu zahlenden
Discontos⦘; je grösser die Masse
der discontirten Wechsel, desto grösser die
Reserve, die diese
Assekuranz bildet, obgleich nur von geringem
Betrag bei Discont jedes einzelnen Wechsels; diese Reserve vermindert die Rentabilität
der Banken Zusatz von Marx.
Schließen ⦗da sie solche
brach liegen lassen muss⦘ aber auch die Kraft,
deren die Bank bedarf um die Verantwortlichkeit f.
ihr geliehne Kapitalien auf sich zu nehmen.
Reserve gross genug f. Finanzwechsel-Discont hat fast nie eine Bank.
(860–61)
2) Operation der Anleihe auf Unterpfand. »Umsetzbarkeit«
od. »Leichtrealisirbarkeit« des Pfands: . Moderner Missbrauch: Ausgabe v. Bankcredit unter
der Form v. »Leihen auf Pfand«. Reportoperation.
Bei Wechselcredit persönlicher Credit ungleich gedeckter, einerseits durch die geschäftliche Stellung des Acceptanten, andrerseits die des Trassanten, dessen Unternehmung schon in Waaren realisirt. (861) Kömmt hinzu – die gesetzlichen Privilegien des Wechsels; die Sitte, die Wechselnichtzahlung damaging macht etc. Hence auf höchster Entwicklungsstufe dieser »pfandlose« Credit hat grössere Kraft als die »additionelle« Sicherung, repräsentirt залогами. (861, 62)
Jeder Leihkredit (ссудный кредитъ) gedeckt, aber nicht jeder gedeckte Credit – Leihcredit. Ausser der juristischen, hat der Leihkredit seine eigne ökonomische Grundlage. (862)
Wer Leihcredit uses, hat schon etwas
Schließen ebbes Reales; aber volle Frucht zieht er davon
erst bei Absatz u. Absatz
heut zu Tag zerfällt in zwei Phasen: Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 1)
Uebergang des abgesetzten Artikels in
fremde Hände; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Empfang v. Zahlung aus den fremden
Händen für das ihnen Uebermachte. Die Anticipation der Früchte
des Absatzes kann daher auch zweierlei sein:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
Wenn der Absatz überhaupt anfängt;
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
wenn er bereits angefangen hat, bevor aber Zahlung für ihn erhalten. In der That aber 3 Phasen; ausser Absatzfindung u. dann schliesslicher Befreiung
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Vergeldung⦘
der in dem abgesetzten Artikel verausgabten
Kräfte u. Mittel – die Zeit,
während welcher der Artikel selbst
zubereitet werden muss. Für diese erste Phase nur persönlicher (Blanco) Credit anwendbar; für
die 2te Stufe – bis
die Waare Absatz gefunden, schon zum
Theil gedeckter Credit, aber nur auf dem
Weg v. Leihoperation. Endlich auf der 3t Stufe – ganz gedeckter Credit möglich; ausbeutbar nur
durch Discontoperation. (862, 63)
Wesen der Leihoperation daher (ökonomisches) = Mittel zur Anticipation der Früchte vor deren Absatz. Vor dem Blancocredit hat Leihcredit Deckung voraus; gegen die Discont-operation seine Deckung geringer, weil mehr abhängig von Zukunft. Als Garantie f. Leihoperationen Werthe, welche die Rolle v. Kapital spielen od. in den Händen ihrer Consummenten befindliche. Aber nur das Kapital besitzt die für die Leihoperation erforderliche Productivität. Dienen dazu in den Händen der Cosumenten befindliche Mittel, so gerechnet auf ihre Wiederverwandelbarkeit in Kapital. (863, 64) Bei dem Pfand nur wichtig, dass es auf dem Markt in Geld verwandelbar. (864)
Zwei Sorten Leihoperation; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1) auf cirkulirendes Kapital, Werth dann durch
Absatz in toto ersetzt; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
auf fixes Kapital, Werth dann ersetzt durch
dessen Früchte, worin Zusatz
von Marx.
Schließen (Werth)Theile des fixen
Kapitals eingehn; dem |41 entsprechend – directe
Realisation bei circulirendem, indirecte bei fixem – Leihoperation
wird sein kurz- oder langterminig. In beiden Fällen kann die
Sicherheit des loans nur auf seiner Reproduction durch das
Kapital, worauf es ausgegeben, beruhn; u. diese
Reproduction schliesst ein Verkauf, Absatz
der v. ihm producirten Früchte. Dazu müssen
aber die Werthe sich in productiven Händen befinden.
Die ökonomische »вѣрность«
des Pfandes eingeschlossen in
die Erhaltung (Fortdauer) seines ursprünglichen
Preises Zusatz von
Marx.
Schließen (resp. Werths)
. Erhält sich aber nur in [der] produktiven Unternehmerhand. (865,
66)
Langterminige Leihoperationen nur möglich zu führen mit ganz freien Leihkapitalien. Sie werden riskirt, im Mass wie sie sich auf kurzterminige Leihmittel gründen. Je weniger frei diese Mittel u. je kürzer ihr Verfallstermin, desto mehr wirds möglich, dass nicht zur rechten Zeit die Quelle sich zeigt, aus der die aufgewandten Mittel zu reproduciren. Hence nöthig additionelle Quelle, woraus entlehnbar die Mittel zum Ersatz der durch Anleihe verwandten; aber die zusätzliche Quelle (der Pfand) erscheint in fact bei Seite u. völlig gleichgültig mit Bezug auf die Nothwendigkeit die verausgabten Mittel wieder freizusetzen. (866)
Die Verausgabung terminloser Kapitale auf kurzterminige Anleihen leidet daran, dass die Leihoperation mehr v. Zukunft abhängt, minder gesichert als Discontoperation. (l. c.)
Andre Ursache, die Schatten wirft auf Aufwand terminloser Mittel f. kurzterminige
Leihoperationen liegt in der
Eigenthümlichkeit der Werthe, deren
Absatz durch jene Operationen anticipirt
wird. Auf allen Märkten, wo sie eingeschlagen, Speculation fast gleichgültig dagegen ob die
Werthe umlaufendes Kapital darstellen od.
fixes. Das eine besitzt fast so
viel Bewegbarkeit
Zusatz von Marx.
Schließen (auf dem Markt) wie
das andre. Für die einzelne
Person fast ganz paralysirt die
Langterminigkeit, verbunden mit den
in fixes Capital gebundnen Mittel. Dieses
»Paralysiren« findet dadurch statt, dass, obgleich die
Mittel placirt in Langterminigen nicht
direct der gegebnen Beschäftigung entzogen werden können,
so können sie indirect »freigesetzt« werden, durch ihre Uebertragbarkeit in andere Hände – i. e.
ihre Circulationsfähigkeit. In Werthpapierche besitzt das Kapital
fast immer langterminige Placirung. Aber,
wenn es Kurs hat, kann jeder einzelne
Inhaber desselben zu jeder gegebnen Zeit leicht absetzen. D.h.
die Wahrscheinlichkeit seines Absatzes sehr gross;
hence sehr wahrscheinlich der Eintritt des
Absatzes, dessen Früchte durch die Leihoperation anticipirt
werden. Solches Papierchen daher angenommen als Garantie od. Deckung
kurzterminiger Leihoperation, obgleich
es repräsentirt langterminige Placirung. Ist
sein Absatz zweifellos, so klar, dass
gleichgültig ob das
Werthche kurz- od. langterminige Placirung
repräsentirt. Aber solcher zweifellose Absatz, zu jeder beliebigen Zeit, existirt nicht für irgendwelche Werthe
Zusatz von Marx.
Schließen (ausser Ge(?)ld); am wenigsten aber f. Actien u. Obligationen. Der
Absatz jeder Waare
od. aber Dienstes hängt ab vom
Preis; dieser v. Nachfrage u. Zufuhr; sogar
Preis des Geldes schwankt
bedeutend, aber unbedeutender als bei den Preisen aller
andern Waaren u. haben andrerseits wenig Einfluss auf den
Absatz des Geldes. Alle andern
Sorten Waaren können so entwerthet werden,
dass sie alle Bedeutung verlieren, u. ihre Preiswechsel produciren unerwartete, plötzliche u.
vollständige Umwälzungen in den
Bedingungen ihres Absatzes. Hence – abgesehn v. aller
Circulationsfähigkeit – alle Waaren u.
Werthcher bieten nur beste Deckung für Credit, sobald bereits Käufer für sie gefunden.
Trotz speciellem, gesetzlich gesichertem Pfand daher jede Leihoperation riskirt; denn die
Anleihe anticipirt den Anfang
des Absatzes, welche Anticipation eben so
riskirt sein kann als die
Anticipation der Production selbst;
im Gegentheil: gegebner Producent hat mehr
Einfluss auf seine eigne Thätigkeit, als
Person, deren Thätigkeit v. blossem Absatz
der Waaren bedingt. Hence Anleihe
auf Waaren immer als riskirt betrachtet u. wenig geeignet f. Banken. (866–69)
Kann scheinen, dass die Circulationsfähigkeit des
Werthpapierche > Beweglichkeit des beweglichen Reichthums
Zusatz von Marx.
Schließen (der
Waaren) u. daher
bessere Deckung v. Kredit. Solcher Gedankenblitz zu Zeiten besondrer
Belebung im Werthpapierche-Handel u. der damit verbunden verbundnen
auffallenden Bereicherung einzelner
Speculanten. Aber solchen belebten Perioden – Perioden
der heftigen Nachfrage u. bester Preise – folgt Ersterbung der Nachfrage u. ruinirend niedrige Preise. Gerade in
belebter Periode diese Papiercher gefährlich für Deckung. Im Staub
u. Wirbel der aufgeregten Profitschneiderei nicht sichtbar
od. danach gefragt ob u. in welchem Umfang ganz
freie Kapitale da f. langterminige
Placirungen; ebensowenig in welchem Umfang u. für wie lang
die Banken auf terminlose freie Kapitalien
zählen
können. Giebt sie selbe auf Werthpapiercher
aus u. werden solche v. ihr zurückgefordert – können zu gleicher
Zeit die Bankschuldner nicht zahlen – dann zeigts sich,
dass terminlose Kapitalien nicht ausleihbar auf langterminige Placements.
(869–70)
|
Im Preis jeder Waare
Zusatz von
Marx.
Schließen (Werthpapierche
inclusive) 2 BestandTheile
zu unterscheiden: Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
das Kapital verausgabt in dem
gegebnen Placement; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Kapitalisirte Rentabilät Rentabilität
sowohl jenes Kapitals, als der bei seiner
Funktion thätigen fliessenden Unternehmerei.
Keiner dieser Bestandtheile liefert hinreichende Deckung zum ganzen
Belauf der
kreditirten Summe. Wenn z. B. auf
Werthpapierche Kapital schon eingezahlt zum
Belauf v. 250 Rubel
; Einnahme darauf in der gegebnen Zeit kapitalisirt in Prämie = 150 Rubel, so beide Summen zusammen nicht hinreichend zur
Deckung eines Credits v. 400 R. …
Der
Marktpreis einer Waare beweist noch nicht,
dass sie Kapital repräsentirt = dem in ihrem Preis ausgedrückten. Theil
dieses Preises besteht aus dem durch Geschäftche gemachten Profit; so bei der Actie
die
150 Rubel drücken nur aus der
Unternehmung noch zu gewinnenden Profit aus; im besten Fall sind sie
künftiges Kapital. Sie drücken Werth
aus, aber Werth künftiger Früchte der Unternehmerei; also
Deckung, aber nicht bessere als die die jeden Blancocredit begleitet[.]
Bei Blancocredit nie im voraus das
ganze Kapital gegeben, nicht Hälfte, nicht
1/3, sondern nur
so viel als er allem Calcul nach in der
kürzesten Zeit wieder ersetzen kann, also
aus möglichst kleinstem Theil seiner
künftigen Unternehmerei. Ebenso zu halten mit Prämien auf
Werthpapier. Wenn Einnahme des gegebnen Papiers auf 150 R.
capitalisirt wird u. 100 R. Kapital 7 R. Einkunft geben, so wird v.
der gegebnen Placirung im ganzen 28 Rubel erwartet.
Aber zu beträchtlichem Theil Risico auf diese 28 R.; wie viel, hängt
v. besondern Umständen jedes einzelnen Falls ab; wenn 1/3 riskirt,
dann die ganze Prämie kann nur als Unterpfand dienen f.
182/3 R.
(870–71)
Was aber den Theil des
Preises betrifft, der bereits verausgabtes Kapital repräsentirt, also Frucht vergangner Unternehmerei, so sind diese »Früchte«
unterworfen der ganzen Masse Risicos, mit
denen begleitet das gegebne Geschäft, worauf sie verausgabt. Hence Theil, proportionell diesem
Risico, genügt nicht für Unterpfand. In
jedem Fall – das Risico jedem besondren Geschäft
entsprechend – in das Calcul gezogen u. abgerechnet. Hence
Papierche nur als Pfand zu nehmen nur zu bestimmtem Theil des Kapitals, der auf es wirklich eingezahlt worden in Abschlag auf
seinen Nominalbetrag u. nicht in Abschlag des v. ihm
erwarteten Prämiums. Aber Prämium geht ein nicht nur in
den Preisen v. Actien v.
(Antheils)Obligationen, sondern in
die Constitution jeden Preises
Zusatz von Marx.
Schließen (!?)
jedes andern Guts. Jeder Werthche wird
erhalten nicht nur durch Kapital, sondern auch durch fliessende
Unternehmerei. Aber in Periode belebter Speculation kann auf jeden Preis stärksten Einfluss äussern auch
die künftige Unternehmerei; der
Profit, je nach seinem Umfang, erhöht jeden
Preis, worin er als constituirendes
Element eingeht; er stellt die
Prämie in jedem andern Preise ebensowohl dar
als in Preisen der Aktien u.
Obligationen. ([871,]
872)
Stellt immer künftige Frucht laufender Unternehmerei dar u.
die einzige Sorte Credit für selbige ist Blanco-Credit. Dies immer im Aug zu halten
unter welchen Formen auch dieser Blancocredit Zusatz von Marx.
Schließen (der es seiner Natur nach ist)
[sich] verkleide. Heutzutage dienen
Leihoperationen mit Unterpfand dazu, um den
»Blancocredit« zu maskiren; solche Operationen auf leicht »absetzbare«
Pfänder repräsentiren die Hauptform für Bank-Missbrauch unsrer Zeit; in dieser Form nimmt ganz ungedeckter Credit
die Form v. ganz gedecktem an, dies namentlich
in Oestreich, Deutschland, Russland.
Blancocredit namentlich nöthig f. die waghalsigsten
Unternehmungen; die Gefahr sucht man möglichst auf
die
Unternehmercapitale abzuwälzen; aber
letztere genügen der wachsenden Speculation nicht; sie
braucht auch Leihkapitalien. Hence bildet
sich specielle Klasse v. Operationen – Mittelding von Credit u. andern Arten von
Speculation, die leichter Risico übernehmen als der Kredit.
Diese Klasse v. Operationen ausgeführt durch besondre Abtheilung v. Gläubigern, sich auscheidend ausscheidend v. deren Gesammtmasse. Dies die
Reportoperationen u. die Leute die
sie ausführen Reportisten.
Report hat doppelten
|43
Character; bei Report die
Waare
Zusatz von Marx.
Schließen (Werthpapierche etc),
vermittelst derer die Leihoperation ausgeführt werden soll,
wird gekauft v. einer Person, [die]
bereit [ist]
darauf ihr Leihkapital zu geben. Aber diese Person verkauft sie sofort aufs neue auf Termin,
für welchen sie bereit Credit zu geben der Person, von der
die Waare eben erst gekauft wurde. So wird die
Waare v. einer Seite gekauft u. v. der andern nur genommen
на время; genommen, damit nach Verfluss der gegebnen Zeit
das auf sie verwandte Kapital wieder returnirt werde,
nach Verlauf dieser Zeit sie wieder zu ihrem ersten Eigner
zurückkehre, der unterdess dafür zu sorgen Käufer für sie zu finden.
Das »Kaufen« heisst hier Bereitwilligkeit zu riskiren.
Die Waare wird gekauft, weil der
Besitzer v. freiem Kapital sich entschliesst
на время dies Kapital »unternehmerisch« (zu Unternehmungskapital) zu machen;
aber er will dies nur für gewisse Zeit thun
(temporär) u. Möglichkeit seiner Rückverwandlung
in Leihkapital nicht verlieren; darum wird die
Waare sofort wieder an denselben Burschen verkauft, von dem sie gekauft
worden. Die
Reportoperation geht auf allen Börsen vor,
wo Waaren umgesetzt, die Gegenstand der sich entwickelnden
Speculation bilden. Die
Reporteurs müssen aber hinlänglich mit freien Geldmitteln
ausgestattete Burschen sein, entschlossen Vermögen zu riskiren. Aber
nicht in jedem Land hinreichende Anzahl solcher Burschen. In Deutschland deren schon wenige; in Oestreich noch weniger; in Russland fast gar keine. Hence nehmen ihren Platz in besagten Ländern die
Banken.
Die
den Banken anvertrauten freien Capitalien wollen nur
Leihkapitalien sein u. nichts andres. Bank, die unter Form v.
Reportoperation Geld verleiht, führt keine Reportoperation aus, weil bei ihr nicht
die
entsprechenden Unternehmerkapitalien, u.
keine Leihoperation auf Unterpfand, weil
ihre »залоги« fiktiv. (873–76)
Aber die Bank hat eignes Kapital. Aber dies [ist] Garantie-Reservecapital, was by no means zum Blancocredit f. die gewagtesten Operationen zu verausgaben. (876)
Solid nur Anleihen auf Unterpfand, soweit dessen Werth nur in Betracht genommen mit Bezug auf das in ihm repäsentirte Kapital; aber nicht kapitalisirten Profit od. »Prämie«; aber auch dann Leihmittel nur anvertraut für die Fristen, die den Fristen ihrer »Disponibilit Disponibilität« (»Freiheit«) entsprechen. Dient die Leihoperation nur zur Anticipation der Resultate wirklicher Verkäufe, so sie fähig terminlos zu sein im Masse, worin für die verpfändeten Waaren thatsächlich, in jeder gegebnen Zeit, guter Käufer gefunden werden kann. Aber, wenn der f. die Waare gefundne Käufer nicht unmittelbar für die Waare zahlt, sondern selbst für sich Termin verlangt, so passt die Waare nicht mehr f. terminlose Anleihe; passt nur für loan, dessen Frist = der Frist verlangt vom bevorstehenden Käufer. Hier Abnormalität des heutigen Bankgeschäfts, bes. in Russland. Auf Pfand von Actien u. Obligationen geben die Banken loans, deren Frist unbestimmt u. jeder Zeit v. den Banken abgebrochen werden kann; s. g. loans on call; diese nur entsprechend, wenn ausgegeben auf Werthcher, deren Absatz keine terminweise Verträge hervorruft. Aber bedeutendster Theil der Umsätze des Antheilsvermögens berechnet на срочныя сдѣлки u. kann es nicht anders sein. Hence fictiv die »Terminlosigkeit[«] des grösste Theil grössten Theils der Anleihen auf Werthpapiercher, called loans on call. Wenn ein Schuldner der Bank seine Schuld zahlt, so nur weil ein andrer Schuldner seinen Platz einnimmt. Der Natur der Sache nach, da grösster Theil ihrer Umschläge besteht aus Zeit-verträgen, ist die Speculation auf Werthpapiere durchaus der Möglichkeit beraubt sich terminlosen Credits zu bedienen. So oft also die Banken Ernst mit den »loans on call« machen u. die Schulden auf die Anleihen sofort bezahlt haben wollen, stets Crisis für die Werthpapiercher. (876, 77)
Besser für Leihoperationen auf Pfand, solche Werthe, welche offenbar Rolle v. fixem Kapital spielen, (meist Häuser u. Grundstücke) u. als fixes Kapital zum Pfand genommen werden. Werden meist ausgeführt mit Leihmitteln, geliefert auf langterminige Schulddocumente der Banken (Hypothekenscheine) (877, 78)|
44Je nach dem kleineren od. grösseren Risico, welches die Bank läuft bei Anleihen auf Pfänder ⦗je nach Natur der letzteren⦘ nimmt die Bank grössere Assekuranzprämie; aber sie macht letztere zu blosser Phrase u. blossem Vorwand, wenn sie selbe als Theil ihres Profits behandelt; dies wird sie erst, sobald sie abgeschlossen alle ihre Rechnungen auf gegebne Klasse\Reihe v. Anleihen; so lange aber noch Schulden bleiben Seitens der Pumper, soll grade zur Sicherheit des Bankgeschäfts dienen der Theil ihrer Einnahmen, der nur Assekuranzprämien vorstellt. Sind alle Schulden einer gegebnen Periode bezahlt, dann kann sie jene Prämien als Profit sich ankreiden. Aber dann beginnt »nachfolgende« Periode »ohne alle Reserve«. (878, 79)
3) Regierungsmittel unmittelbarer Ausbeutung von
Leihkapitalien.
Die Schuldscheine, worin ausgedrückt die unmittelbaren Creditbeziehungen der Regierungen zum Leihkapital, fliessen zusammen mit den Schulddokumenten worin sich ausdrücken die Creditbeziehungen der Regierung zu den Quellen der Leihkapitalien (terminweiser u. terminloser) wenn die Regierung keinen Mittler anwendet zur Herausschlagung des ihr nöthigen Kapital. Wendet sie dagegen Vermittlung v. Bank an, so setzt sich die Bank an ihrer Stelle in directe Beziehung zu den Quellen der Leihkapitalien, u. die der Regierung dazu ist mittelbare. (879)
Haben die
Schulden der Regierung, terminlose
od. terminweise[,] zur Grundlage nur die Noth
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗nicht auch Credit der
Regierung⦘ so sind auch die
Banknoten, welche die Regierungen
eine Bank nöthigen zur Tilgung dieser
Schuld auszugeben blosses Papiergeld. Es ist
dasselbe als wenn Banken die Mittel die sie v. A erhalten in
die Hände eines bankerutten entrepreneurs übergeben.
Gleichgültig ob die Bank ihre Mittel erhält auf
dem Weg des Deposits od. durch
Banknotenausgabe, sobald diese Mittel v. ihr ausgegeben auf nicht
realisirbare Obligationen, kann auch die Bank ihre
Obligationen nicht erfüllen; muss Zahlung
suspendiren. (881, 82)
Gab eine Zeit – die des Leibeigenschaftsrechts u. des Industriemonopols – wo Regierungs[-] u. Privat-Einnahmen gesichert auf Weg der Gewalt: tempora passata. (885)
Es können Regierungschulden existiren[, die] ursprünglich blos auf dem Weg der Regierungsgewalt erhalten; selbige unterscheiden sich in nichts v. den Schulden v. Privatpersonen, die sich Fremdes angeeignet u. später freiwillig od. durch Richterspruch gezwungen sich als Schuldner den v. ihnen Geplünderten gegenüber zu bekennen. (l. c.) Mit Bezug auf Schuldverhältnisse kein Unterschied zwischen Regierungen u. Privatpersonen. (l. c.)
Ist der
Preis der Regierungsschuldzeichen
gleichwerthig mit klingender Münze, so
benutzt die Regierung Leihkapital;
sie benutzt nur ihren Credit. Können diese
Schuldzeichen dagegen ihren Preis nicht im
Umlauf aufrecht erhalten u. verweigert Regierung Versilberung Zusatz von
Marx.
Schließen (i. e. Rückzahlung des Kapitals
auf sie), so stützen sich diese Zeichen nur auf
Zwangsgewalt. (886)
4) Kommissionsoperationen der Banken u. Speculationen der
Banken in Werthen – auf eigne Rechnung.
Commissionsumschläge der Banken
haben zwei Hauptzweige: Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 1)
Banken werden Unternehmer, übernehmen Verantwortlichkeit für
die v. ihnen ausgeführten Speculationen, ganz od. theilweis.
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2) Im andern Fall
fungiren sie als Commissionäre im strengen
Wortsinn; übernehmen keine Verantwortlichkeit f.
die Operationen; führen sie nur aus auf fremde Rechnung. Aber auch hier zwei Fälle: Ordnungskennzeichen von Marx.
Schließen α) Banken erhalten
die Mittel der Operationen v. ihren
Committenten; Ordnungskennzeichen von
Marx.
Schließen β) geben diese Mittel
aus aus eignem Fonds, i. e. geben ihren Committenten Credit darauf. (887)
Indem die Banken freie Kapitalien bei sich sammeln,
übernehmen sie gegen die Eigner dieser
Kapitalien
Verantwortlichkeit für Unversehrtheit, Erhaltung u. Rentabilität dieser
Kapitalien. Sie nehmen das Risico auf sich, das ihre
Gläubiger nicht selbst übernehmen wollen. Indem die Banker
diese Mittel in die Hände ihrer Schuldner geben, entfernen
sie weiter weg das v. ihnen übernommene
Risico; sie vertheilen es; ein Theil bleibt auf ihren eignen
Schultern; die andern Theile fallen auf die Schuldner
der Bank. Indem die Bank sich an die
Stelle des Gläubigers setzt, bedient sie sich vorzugsweis
der Creditfunktion, die das Risico paralysirt. Erscheint
sie dagegen selbst mit den ihr anvertrauten KaufMitteln auf diesem
od. jenem besondern Markt, als Nachfrager
für bestimmte Waaren oder Werthcher, so nimmt sie auch auf sich das Risico, womit die
schliessliche Verausgabung besagter Mittel
verbunden. |45
Sie wird ihr eigner Schuldner.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Dies aber grade das „magnum mysterium“
der grössten
mobilen
modernen Bankschwindel.⦘ Tritt also viel grösseres
Risico ein, als wenn sie mit den Mitteln blose
Creditoperation Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗Discont od.
loan⦘ ausgeübt. Auf der einen Seite
trägt sie das Risico vor
der Gesammtheit ihrer Gläubiger; auf
der andern Seite übernimmt sie das Risico, das sie sonst durch
Creditoperation auf »fremde Hände« überträgt
u. von sich abwälzt; vertheilt so
die Summe des Risico nicht zwischen sich u.
andern. Die
eigentlichen Creditoperationen einer Bank
scheiden sich daher v. ihren andern
Operationen ab, weil sie verbunden mit
dem geringsten Risico. (887–88)
Beim Risico zu unterscheiden seine Summe von seiner Höhe (Procent). Bei gegebner Höhe des Risico seine Summe geringer, wenn die freien Mittel der Bank auf Credit- als wenn auf Speculationsoperationen angewandt. Bei verschiedner Höhe des Risico für Credit- einerseits, – Speculationsoperationen andrerseits kann sich der Grad des Risicos bei beiden sehr ändern. Das Risico bei Creditoperationen kann von sehr verschiedner Grösse sein, 1/100, 1/1000% einmal, 10%, 20% ein andermal. So auch, wenn die Bank auf verschiednen Märkten als Käufer erscheint, kann sie Risico v. verschiednem Grad tragen. Ein Kauf kann verbunden sein mit Risico v. 100%, andrer mit solchem v. 1 od. 2%. Beträgt bei der Creditoperation das Risico 5%, das der Speculationsoperation 2%, so, bei Gleichheit der Summen, die umgesetzt werden, Vortheil nicht mehr auf Seite der Creditoperation. Ist die umgesetzte Summe grösser bei der Speculation als beim bei Creditoperation, so muss man sie ihr gleichmachen ⦗sie reduciren.⦘ Geht das nicht, so nützt nichts der Vorzug, den die Speculation bei geringerer Summe, über die Creditoperation besässe. Aber der Umfang des Umsatzes kann umgekehrt auch den Vorzug der Creditoperation paralysiren. (887 888–89)
#e179Bei BIS Profitlichkeit°] Bemerkung in
Klammern von Marx.
Schließen
Bei
gegebner Höhe des Risico u. gegebner Umsatzsumme
⦗in dem Credit od. Speculation angewandten Grösse des Geldcapitals⦘ schliesst
die Creditoperation jede andersartige Operation
der Bank aus. Wird Creditoperation möglich, weil keine
Nachfrage da [ist] für das
bei der Bank concentrirte Leihkapital, so andre Speculation
nur unbedenklich für Bank, wenn Risico dabei nicht grösser, als das,
was sie bei Creditoperation stets übernimmt. Sind aber Höhe
des
Risico u. Umsatzsumme verschieden, so hat
Bank Vorzug zu geben dem Feld, das verbunden mit der
geringsten reinen Risicosumme. Z. B.
Creditoperation auf 100,000 Rub. mit 2% Risico. Andre Speculation
auf 50,000 R. mit Risico v. 3%; auf erste kann Bank verlieren
2000 R., auf 2te 1500 R. Unterstellen wir
dass Zeitdauer der Operation dieselbe, u. erste verspricht
in kurzer Zeit Gewinn auf 4%, 2te als mehr
gewagt 6%. Im ersten Fall würde die Bank gewinnen 4000, im
2ten 3000. Offenbar in diesem Fall
die Creditoperation profitlicher; kann aber minder gefahrlos sein. Ist bei sonst gleichen Umständen
die
Summe (des Kapitals) bei
der Creditoperation = 50,000 R., bei der
speculativen = 100 000 R., so ist
die erstere minder profitlich,
aber auch minder gefahrlos. Die
Bank muss stets die
grössere Gefahrlosigkeit der
Operation vorziehn der
grösseren Profitlichkeit. Die ihr gepumpten Leihmittel darf
die Bank nicht mehr riskiren als die
Creditoperation Creditoperationen erheischen würden, wenn sie bloss solche anwendete. Ist
das Risico nicht grösser od. aber kleiner bei Käufen
(speculativen) auf diesem od. jenem Markt, so nichts
gegen solche Bankspeculation zu sagen. (889–91)
Noch mehr passend für Bank Funktion als Commissionär-käufer auf fremde Rechnung. Dies somewhat changed, wenn sie die Aufträge aus ihren eignen Mitteln bestreitet; meist machen sie in solchen Fällen Avancen auf Unterpfand der Werthe, die sie beauftragt zu kaufen. Sie auf Irrweg, wenn sie Credit giebt auf ganzen Nominalwerth dieser Werthe[.] Kauft die Bank aber mit eignen Mitteln im Auftrag andrer, so dies nur besondre Methode, Blancocredit zu geben auf Pfandsicherheit. Dann treten alle die möglichen Missbräuche ein betrachtet bei loans auf Unterpfand. (891)|
46Je weniger die Bank selbst als
Unternehmer
Zusatz von Marx.
Schließen (Speculant auf Waaren- od.
Werthpapierchebörse) auftritt Zusatz von
Marx.
Schließen (mit dem ihr anvertrautem
Leihkapital) u. sich auf Creditoperationen Zusatz von Marx.
Schließen (eigentliche)
beschränkt, kann sie ihre eigne Thätigkeit innerhalb der
Grenzen halten, worin ihre eigne Verantwortlichkeit auf den
geringst möglichen Umfang beschränkt; ihre Mitschuld an dem
Missbrauch der Leihkapitalien dann auf das Minimum
reducirt.
Während alle Unternehmer zu büssen [haben] für ihre Sünden, können
Banken dann unerschüttert bleiben. Erfahrung zeigt, dass
Achillesferse der Banken Speculation auf
Märkten nicht freier Kapitalien. In ruhigen Zeiten, wo
jeder Unternehmer scharf sein eignes Risico berechnet, können auch
die Banken furchlos furchtlos die Schranken des Geldmarkts
überschreiten. Sobald Speculationsfieber einsetzt, müssen sie sich
unbedingt auf Creditoperationen beschränken; diese selbst beginnen
dann gefährlich zu werden u. beanspruchen alle Controlle Seitens
der Banken. Sie nehmen f. sich allein alle ihre
disponible Energie in Anspruch. (892–93) Einziges rationelle
Verhältniss vor diesen Gefahren – Vertheidigung dagegen, nicht Spiel
damit. (893)
5) Bankkasse als Gegenstand unabhängiger u. selbsständiger
Operation. Ihre Assecurranzbedeutung. Kassenoperationen als
selbstständige Speculation mit Leihkapital, neben dessen Weggabe in
fremde Hand.
Kasse – Geldvorrath,
den Unternehmer bei sich behält – galt u. gilt empirisch als ökonomisch unthätiger Schatz. Geld, heissts,
nur Verhältniss zur Unternehmerthäthigkeit, soweit sie Geld herauschlägt herausschlägt
od. Geld verausgabt
(anwendet); aber Aufbewahrung v. Geld in
Kasse drückt keine unternehmerische Bethätigung – mit Bezug
aufs Geld aus. Kasse daher als todtes
Gewicht betrachtet, nöthig zur Wiederherstellung
des Gleichgewichts zur Ausgleichung zwischen Einnahmen
Zusatz von Marx.
Schließen (Profite eingerechnet) u.
Ausgaben. Hence Bewegung der
Kassenmittel (Geldes) stets im Verbund
mit irgend welcher Bilanz zwischen Einnahmen u. Ausgaben.
(895, 96) Aber heutzutag wird Kasse besondres »Geschäft«, das die
Banken speciell auf sich nehmen. (896)
Alle »freien Mittel«, die die Banken
bei sich concentriren, u. dann vertheilen Zusatz von Marx.
Schließen (in Circulation werfen) bestehn
aus Geld, Waarenvorräthen, Schuldforderungen
v. Privatpersonen auf Privatpersonen, endlich – »freier Zeit« Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗welche die Banks nämlich terminlosen Kapitalen u. terminlosen Obligationen durch
Combination selber schaffen.⦘ In
welcher Form die freien ökonomischen Mittel sich
befinden, sobald ihre Besitzer bereit sie fremden Personen
abzutreten auf Empfang in Zahlung von Bankschuldschein – Cheque od. Banknote – verwandeln sich
diese »disponiblen« Mittel in »Leihmittel«,
worüber die Bank verfügt. Die
Masse der Creditumlaufsmittel, bei den Banken
concentrirt, zerfällt in 2 Hauptcategorien;
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
die repräsentirt durch Geld oder Schulddocumente
auf Geld; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
alle übrigen Leihmittel. Die erstern können die
Banken leiblich u. direct bei sich
concentriren; die andern nur indirect u. in
figürlichem Sinn. Nur die erste Sorte Mittel
repräsentirt die Habe, deren Aufbewahrung (Erhaltung) – Bestimmung der Kasse. (896, 97)
Directe
Aufgabe der Banken – möglichst rasche
productive Vermöblung der freien Mittel, die unter
ihrem Einfluss gegeben. Die absolute Lösung dieser Aufgabe
läge darin, dass alle Mittel der Volkswirthschaft keine
Minute ihre Productivität verlören. Möglichst schnell u. ohne jeden
Aufenthalt aus einer produktiven Hand in die andre
übergehend, befänden sie sich stets in productiver Hand. Alle Mittel der Bank befänden sich daher
stets ausserhalb derselben u. verweilten niemals in ihrer
Kasse. Das Gleichgewicht zwischen Einnahmen u.
Ausgaben wäre ein fliessendes, würde stets hergestellt durch
die engren Bewegungen der Production, die
keinen Augenblick unterbrochen wäre. Todte
ökonomische Mittel dann unmöglich, weil die
Unternehmerei sie ununterbrochen neu belebt. Die
ununterbrochne produktive Bewegung der
ökonomischen Mittel u. Kräfte, erzeugend Masse von
Obligationen, würde eben so ununterbrochen sie durch deren
Wechselseitigkeit auslöschen. Gelder spielten blos die
Rolle von Circulationsmitteln u. zusammen mit den
Credit-Umlaufsmitteln begleiteten nur Beginn u. Ende der
Obligationen, erleichternd u. beschleunigend deren Erzeugung u.
deren Abschluss. Dann Kasse total
überflüssig als Kraft wichtig für Gleichgewicht
in den Vermögensverhältnissen. Bilanz beständig da
auch ohne sie. Kann sein, Zusatz von
Marx.
Schließen träumt Herr
K., kann auch solche Epoche
für die Unternehmer-Menschheit heranbrechen –
einstens! (897, 98)
|
Bisher aber Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗unjlücklicher
Weise⦘ reagiren die Banken heutigst nur
gegen bestimmte Hindernisse ununterbrochner
Productivität, als da sind: Zerstreutheit der Ersparnisse, ihre unbestimmte u. nicht wahrnehmbare »Freiheit«, Mühe für die Besitzer derselben ihnen
Placirung zu finden, Unlust der
Eigner Beschäftigung für sie zu suchen etc. Aber es wirken
auch andre Ursachen ganz unabhängig v. Credit u.
Banken; diese leiden vielmehr v. ihnen; so z. B.
der grösste Theil der jetzigen Menschheit
besitzt keine productive
Unternehmerei; die
aber solche haben, zum grossen Theil wenig
gebildetes Pack, handeln auf enge Erfahrung hin, oft auf
Weg des Rathens, oft ganz blind. Hierin Credit u. Banken
für nichts. Hence, wenn heutigst Aufenthälte
in der Production selbst aus Menge v. Ursachen, muss auch
das
Gleichgewicht in den Vermögensbeziehungen v.
Privaten zu Privaten u. v. einer Nation zur andern künstlich hergestellt werden, auf
dem Weg v. Kassenmitteln, v. Geld u. Scheinen auf
Geld. So
lange sich verlängert Unterbrechung in der Production,
repräsentirt »das Todtengewicht«
der Kassenmittel zusätzliches
Gewicht, wodurch die geringste Productivität mit
der grössten ausgeglichen wird. So lange dauert
der Aufenthalt (Verzögerung) der
Productivität, müssen das
Kapital u. die persönl. Mittel, die ausserhalb der Bank thätig sein
sollten, unthätig in der Kasse
der Bank bleiben. Diese Kasse – Ballast, ohne welche das Bankschiff
seine Solidität verlöre. Daraus wird aber weiter geschlossen: dass
das
Schwerecentrum der Bank nicht
concentrirt sein muss auf Nachfrage nach
dem Ballast, sondern auf alle übrigen Gebiete
des Bankgeschäfts ausserhalb
desselben. (898, 99)
In der That aber ist Kasse – specielle
Operation. Die einzige positive Bedeutung Zusatz von
Marx.
Schließen (u. nicht
blos negative), der Kasse eingeräumt in erster Hälfte
dieses Jahrhunderts – ihr Verhältniss zur s. g. »Convertibilität«
Zusatz von Marx.
Schließen (Auslösbarkeit in Geld)
für Banknoten. Die Kasse, soweit
[sie] dazu dient Noten zu
versilbern, nannte man »размѣннаго фонда«. Solcher Fonds aber in
That nur Garantiefonds (Assekuranzfonds), dass für die Fälle wo
Versilberung der Noten verlangt, Geldvorrath dafür da in
Bank. Das Halten des Auswechslungsfonds also
Seitens der Zettelbank nichts als – Assekuranzoperation. (900–902)
Das Passivum jeder Bank nur ihre Verhältnisse zu den Quellen ihrer Umlaufsmittel, wobei sich die Bank grossentheils leidend zu verhalten hat. Als Thäter tritt die Bank auf, sobald sie über die ihr zugeflossnen Mittel verfügt, sie anwendet zu Wechseldiscont, loan auf Unterpfand, speculative Käufe, Ausführung fremder Ordres. Alles dies drückt ihr Activum aus. Und dieses Activum erfordert für sich Sicherung, macht also den Banken nöthig specielle Assecuranzoperation. Auch früher Conti del credere (besondre Assekuranzberechnung) für jede gewagte Operation. Aber diese Traditionen fingen an stark vergessen zu werden in der empirischen Welt. (bei Leihen auf Unterpfand, Speculationen der Banken auf eigne Rechnung auf Nicht-Geldmarkt) Wenn aber auch riskirte Operation begleitet v. entsprechender Preiserhöhung auf Assekuranzprämie, so missbräuchlich, indem letztre nicht benutzt als Assekuranzsicherheit, sondern fälschlich ausgegeben als besondre Quelle von Profit. Ihr eignes (Unternehmer) Kapital betrachten die Banken gewöhnlich als nothwendigen u. unweigerlichen Bestandtheil ihrer Umlaufsmittel; zur Assekuranz aber als hinreichend s. g. »Reservefonds«; aber auch dieser immer placirt in Staatsschuldscheine; in fact halten sie also heutzutage keinen Theil ihrer eignen Mittel in vollständig freiem Zustand. Aber Bank arbeitet ihrer Natur nach hauptsächlich mit fremden Mitteln; ihr eignes Anlagekapital hat Rolle v. Schutz zu spielen f. Gefahren, die dem Bestand, Rentabilität od. Freiheit der Leihcapitalien drohen. Ihr ganzes eignes Capital muss als Assekuranz-Reservekapital fungiren. Je riskirter Creditoperationen für freies Kapital werden, desto stärker ihre Attraction zu Banquiers, reichen Burschen, die über so grosses eignes Kapital verfügen, dass sie solches, nur sich verantwortlich, beliebig verleihen od. verspeculiren können. Dagegen bleiben für die Banken nur solche Operationen mit freien Kapitalien, deren Verluste vollständig gedeckt, sowohl durch den Umfang ihrer eignen Kapitalien, als genügende Freiheit derselben. (903–5)|
48Die verschiednen Bankoperationen – Wechseldiscont, Leihe auf Unterpfand, Speculation u. Commissionsoperationen – ganz u. gar v. einander unabhängig; können jede Gegenstand besondrer Specialität werden; ein einziger Reservefonds genügt nur für Unternehmung, die sich auf eine Specialität beschränkt; im Gegenfall so viel »Reservefonds« nöthig als Specialitäten v. Operationen. Ihr ganzes (eignes) Kapital daher zu vertheilen für ihre verschiednen Operationen, entsprechend deren Umfang u. Risico, in ebensoviele besondre »Reservefonds«, die aus ganz freien Mitteln bestehn müssen. Die Bank entweder nicht im Stand den Leihkapitalien die versprochne Rentabilität zu verschaffen, aber dann kann sie solche returniren. Oder die Gefahr, die das der Bank anvertraute Kapital bedroht, kann sie der Möglichkeit berauben das ihr anvertraute Kapital selbst ganz zu returniren. Oder aber Gefahr bedroht weder die Rentabilität noch Substanz jenes Kapitals, aber die Bank hat es nicht frei in der contrahirten Frist, daher nicht im Stand ihre Obligation zu erfüllen. Gegen alle diese Gefahren muss sie sich assecuriren. Hat die Bank auch ihr ganzes »Leihkapital« verausgabt, aber in productive sichre Hände, so kann sie die accidentielle accidentiellen Verluste, die fremden fremde Leihkapitalien treffen, aus ihrem eignen Kapital decken. Aber dazu nöthig gewisse Proportion zwischen dem Umfang der Operationen u. dem eignen Kapital der Bank u. ferner gewisse Proportion zwischen dem Umfang der Operationen und dem riskirten Theil derselben. Nur die Erfahrung kann hierbei als Wegweiser dienen. Irgend eine Proportion, wenn sie nicht blind handelt, muss sie immer dabei zu Grund legen. (905–6)
Die Gefahr, bedrohend die
Disponibilität
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗K. sagt stets »Freiheit«⦘
der Leihkapitalien hört nie auf.
Die Productionsbedingungen ⦗für die v. den
Banken verliehnen Kapitalien⦘ können wie
vorher solid bleiben, aber plötzlicher Wechsel
vorgehn blos in der Reichhaltigkeit der Quelle
der terminlos-freien Kapitalien; sie kann sich
plötzlich contrahiren u. dann gedrückte Lage der Bank.
Gegen diese Gefahr nur eignes Kapital in Form v.
Geldvorrath bei der Bank, Schatz woraus sie keine
»Profitcher« macht; dies aber nothwendige »Ausgabe« des
Geschäfts Zusatz von Marx.
Schließen ⦗gehört zu den
Geschäfts-Unkosten⦘.
Die
terminweisen Leihkapitalien können dagegen
nicht unversehens contrahirt werden. Hier
nur darauf zu sehen, dass sie über solche nur disponirt im
Verhältniss ihrer contractlich festgesetzten »Disponibilität«. Wird
fehlerhaft damit gewirthschaftet, so die daher entspringende Gefahr
nur abzuwenden, wenn die Bank »Eignes Freies« genug hatte,
um
etc
zu blechen. (906–8)
Jede »Gefahrlosigkeit« sei es f. Anwendung des Leihkapitals, sei es des eignen Bankkapitals immer nur relativ. Einige Vermöblung des »Leihkapitals« kann gegen alle Erwartung schlecht ausschlagen. Hence stets gewisses ganz freies Geldkapital in cassa nöthig. (908)
Ausser den Deposits (auch für Commissionsgeschäft) erhalten die Banken Geld für verschiedne andre Handthierungen: Uebermachung des Gelds an andre Orte, für Käufe etc[.] Diese kann sie nicht im eignen Geschäft verwenden. (l. c.)
Kasse als Assekuranz
gegen die den fremden, der Bank anvertrauten
Leihkapitalien drohenden Gefahren, muss aus drei
Theilen bestehn: Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
ganz freie Mittel gegen Gefahr drohend dem
Umfang ihrer Quelle terminlos freier
Mittel. Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
gegen Gefahr für Unversehrtheit u. Rentabilität jener Kapitalien;
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 3)
als blosser Commissionär hat sie fremdes Geld
aufzubewahren. (908, 9) In ihrer Assekuranzrolle wird Umfang der Kasse daher
schwanken Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
mit Grad der
Wahrscheinlichkeit der Contraction
der Quelle terminloser Leihmittel; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
wachsender Gewagtheit der Placirung, die
die Bank den Leihmitteln gegeben; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 3)
Umfang ihres reinen Commissionsgeschäfts. (l. c. 909)
Aber die Kasse hat nicht nur Assekuranzrolle; hat auch die reine Creditaufgabe: Vertheilung des freien Kapitals in der Zeit. (diese geht neben der Vertheilung des freien Kapitals im Raum vor.) Jede Speculation etablirt Gleichheit zwischen Nachfrage u. Zufuhr in jeder gegebnen (fliessenden) Zeit. Andrerseits strebt sie vorzusehn Zustand künftiger Nachfrage u. künftiger Zufuhr, um möglichst im voraus bereit zu machen u. sichern sich die Kraft für deren zukünftige Ausgleichung. Credit, als Species der Speculation, bildet hiervon keine Ausnahme. Die Kassenoperation der Banken repräsentirt die Creditoperation, wodurch vorbereitet u. gesichert künftige Ausgleichung der Nachfrage u. Zufuhr v. Leihkapitalien. Banken haben in ihrer Gewalt bedeutenden Theil des Geldmarkts, also auch der Ursachen der Crisen, die auf dem Geldmarkt entspringen. Soweit die Banken nicht selbst speculiren, treten sie nicht in Berührung mit den Ursachen der Crisen, die ausserhalb des Geldmarkts entspringen, u. sich bergen in Productionsbedingungen u. Absatz besondrer Waaren u. Werthe, die nicht freie Kapitalien vorstellen oder aber freie |49 Unternehmungskapitalien. Aber mit Bezug auf Ursachen der Crisen, sich bergend in den Bedingungen der Nachfrage u. Zufuhr der freien Kapitalien, die die Rolle v. Leihkapital spielen, werden die Banken die unmittelbarsten u. nächsten Ursachen der Crisen; oder verstärken sie allerwenigstens. Und zwar zunächst liegt dies in solchen unmittelbaren Anwendungen der Leihkapitalien, welche zerstören die Möglichkeit künftiger Fesstellung Feststellung der Gleichheit zwischen Nachfrage u. Zufuhr. Entspringen die Crisen auf dem Theil des Geldmarkts, worüber die Banken verfügen, so stets, weil sie durch die Gegenwart hingerissen nicht die Zukunft vorgesehn. (910–12)
Schon innerhalb kurzer Perioden – z. B. innerhalb Grenzen eines Jahrs – Nachfrage u. Zufuhr v. Leihkapitalien durchaus nicht gleichmässig. In einem Theil des Jahrs, wo »Saison« beginnt für eine Klasse v. Unternehmungen, vermindert diese ihre Zufuhr v. »freiem« Kapital u. erweitert ihre Nachfrage nach Leihkapital. In anderen Theilen des Jahrs dies der Fall f. andre Unternehmungen. Mit alle dem haben einige Theile des Jahres grössere od. geringere allgemeine Bedeutung für alle Unternehmungen, die sich in dieser Zeit erweitern oder verkürzen. Dies z. Th. von constant wirkenden u. daher leicht klar zu constatirenden Grundlagen abhängig. Diese periodisch sich wiederholenden Wechsel in Nachfrage u. Zufuhr v. Leihkapitalien müssen die Banken möglichst genau kennen; auf dieser Grundlage auch bereit halten in ihrer Kasse Leihmittel aus den Perioden, wo ihre Zufuhr grösser als Nachfrage danach, für die Perioden, wo ihre Zufuhr ab- u. die Nachfrage danach zu-nimmt. Im Character dieser periodischen Wechsel reflectirt sich der Character der constanten Bedingungen der örtlichen Production; u. damit auch die Lebensfähigkeit der Banken selbst. (912, 13)
Auch in den entwickeltsten Ländern beständig relative Pause in der Unternehmerei od. Ruhemoment in der Productivität ihrer ökonomischen Kräfte. Aber grade vermittelst der Banken strebt die Unternehmerei überall nach dem was sie nicht besitzt – ununterbrochner Productivität. In der Zeit der saison morte strebt sie nach irgendwelcher »temporären« Beschäftigung; hence stets bereit, auf diese od. jene Vorstellung hin, zu Nachfrage nach Leihkapital. Banken halten sich an Thatsache, dass diese Nachfrage nie unterbrochen, kümmern sich nicht darum, dass ihre Basis nicht ununterbrochne Productivität, sondern blos Streben danach Seitens der Unternehmer. Sie (die Banken) suchen daher auch stets das Leihkapital aufzutreiben, seine Zufuhr zu bewerkstelligen. Dies nur thubar durch Procent (Zins); den sie f. verschiedenartige Deposits zahlen. Und wenn die Banken Noten ausgeben, dann liegt der Gewinn für die Besitzer solcher (nichtgeldlicher sondern Waaren-) Kapitalien, welche sie in Leihkapitalien verwandeln, im beschleunigten Absatz ihrer Waaren od. mit andern Worten darin, dass das Kapital rascher seine Profite realisirt oder, im Vergleich mit früherer Zeit, grösseren Profit realisirt. Hence diese Beziehung zwischen den fieberhaften Strebungen rastloser Unternehmerei u. den Banken: die Unternehmerei will nicht ausruhn u. verlangt nach Leihkapitalien. Banken streben sie zu verschaffen, direct, durch Lockspeise höherer Zinszahlung, oder indem sie selbst verlieren Zins (Procente) auf solche »Auswechslungfonds«, die sie bereit halten müssten für die »Auswechslung« ihrer Noten. Die Banken müssen ihre Ausgaben drücken. Folglich muss die Unternehmerei nun v. ihnen die Mittel nehmen, die sie früher nur auf eignen Wunsch nehmen wollte. (913–14)
Schon In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts passten die Zettelbanken nicht auf die besondren Tendenzen der Unternehmerei, die Nachfrager für Leihmittel. Hence Einmischung der Regierung Regierungen ins Geschäft u. beschränkten durch Monopole die Notenausgabe. Zeigte sich erfolglos. Die Monopolisirten machten Fiasko. Wo ausser den Monopolen noch einengende Regierungsregulationen die Notenausgabe beschränkte, diese bei Seite geschoben durch Deposits auf laufende Rechnung. Während der Vorherrschaft der Banknotenoperation, Publicus gelockt (soweit er über Mittel verfügte, verwandelbar in Leihkapital) durch Beschleunigung des Umschlags; jezt durch Procente f. Deposits auf laufende Rechnung. Aber cheques u. Noten wirken gleichmässig auf Beschleunigung des Umschlags. Im Lauf der ersten Hälfte des d. Jahrhunderts – dies eine positive Erfahrung – zeigte sich Verhältniss zwischen Notenausgabeoperation u. Kasse; aber missverstanden; unterstellt, dass durch Festsetzung v. Proportion zwischen Umfang der Notenausgabe u. »Auswechslungsfonds« die Exploitation der Quellen der Creditumlaufsmittel selbst im Zügel gehalten werden; das Gegentheil zeigte sich faktisch. Andre Erfahrung der 2ten Hälfte des 19t Jhdts: Bei der Bank, die an der Spitze des Bankgeschäfts der Welt steht – der Bank of England – |50 zeigte sich, dass die Notenausgabeoperation, soweit sie Rolle des Mittels für Exploitation der Quellen der Leihkapitalien spielt, стала служить почти одной только кассѣ. Zudem zahlt die B. o. England auf laufende Rechnung nicht mit Geld (Zins), sondern nur durch Commissionsdienste, die sie den Personen erweist, die bei ihr laufende Rechnung haben – sie zahlt mit andren Worten stets auf ihre laufenden Rechnungen eine u. dieselben Percente –; dies alles tiefe Umwälzung in der B. o. E.; 20 Jahre früher ihre Praxis noch dieselbe, die heutzutag bei allen übrigen Banken herrscht. (915–16)
Nirgends solche Centralisation der
Zahlungen u. des Geldvermögens als in England.
Auch Banknoten hält Niemand bei sich, ausser
soweit er ihrer unmittelbar zur Verausgabung bedarf; ausser sehr
dürftigen Leuten hält jeder nur bei sich Umlaufsmittel, aber keine Sparmittel; letztere wandern sofort in irgend eine Bank.
Jede Bank hinwiederum entledigt sich ihrer müssigen Ersparnisse;
sucht sie in Hände irgend eines Unternehmers zu placiren od. andrer
Bank. Schliesslich die kleinsten freien Ersparnisse, wofür
die übrigen Banken unfähig Beschäftigung zu finden,
concentrirt in der
»Bank der Banken«, der
Bank v.
England
. Die
einzige Kasse so für U. K. – die »Reserve« der
B. o. E. Diese will auch möglichst »Umsätze
produciren«, Gewinn erbeuten u. ihren Actionären „schöne“ Dividenden
zahlen
Schließen Actionäre »schene«
Dividendcher zahler. Sobald Nachfrage f. Leihkapital
erscheint, ist sie auch bei der Hand. Leiht wohlfeil aus (zu niedrigem Discont) in
ruhigen Zeiten, Saisons mortes perioden od.
wenn Unternehmerei nicht sehr belebt. Aber in Saisonperiode od. wenn Unternehmerei »kräftiger«\stärker
wird, erhöht sie Discont; sie vertheuert
Leihkapital im Grad wie Unternehmerei sich »verstärkt«[.] Passirt der Unternehmerei
Malheur aus irgend welcher Ursache u. ihr am nöthigsten Bankhilfe,
dann treibt sie Discont auf destructive
Höhe, bis zur Unmöglichkeit mehr darauf zu verausgaben, u. folglich bis zu Bankerutt u. Crise.
Von
der Bank v. England wird daher verlangt, dass sie in
einem Fall den Discont nicht zu sehr erniedrige, so dass
sie ihn in andrem nicht zu sehr erhöhen genöthigt sei.
Wohlfeile freie Mittel in Kasse zu halten für
künftige Bedürfnisse, wenn es ihnen zustösst theurer zu
werden.
Speculation mit Leihmitteln muss auf selbe Grundlage sich stellen
wie alle Speculation mit andren Waaren. Sie lässt deren Preise nicht
zu niedrig fallen, sondern erhöht letztere etwas durch
(specielle) Nachfrage u. beschüzt sie in theurer Zeit
durch Zufuhr vor ruinirender Höhe. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Der gescheidte K. vergisst, dass
B. o. E. nicht mehr the general rate of discount beherrscht,
theils in Folge der home Concurrenz der
Depositenbanken, Disconteurs etc; theils in Folge
der Concurrenz fremder Banken, wie
Bank of
France
⦘
(916–18)
B. o. England zahlt durchaus keine Procente f. Deposits auf laufende
Rechnung. Für Ihre Noten v. 1845–1871; während 241/2 aus diesen
27 Jahren hatte sie in ihrer Kasse 63% der
ganzen v. ihr ausgegebnen (Noten)masse u. nur im Lauf v. 13/4 Jahr ihre
ganze Summe bei Publicus. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Asinus! Ihre
Notenausgabe ist gesetzlich geregelt; für
15 Millionen giebt sie aus ohne
Metallvorrath; darüber hinaus giebt sie nur Noten
aus à fur et mesure, dass ihr Gold dafür zuströmt. [Die] Macht darüber wie viel v.
diesen Noten bei ihr als „Reserve“ im Bank department
bleibt, hängt v. 2 Umständen ab: wie viel Noten überhaupt
„in Circulation“ sich halten; 2tens aber wie viel davon in jedem gegebnen
Zeitraum theils v. ihren Privatgeschäftsfreunden
als Deposits auf laufende
Rechnung od. auf terminweise
Deposits ihr zugeführt werden od. aber v.
den andren Banken, als
ihrer gemeinschaftlichen „Reservekasse“. So weit die Noten durch
niedrigen Discont „flott“ gemacht werden können, thut sie
stets was ihr – möglich.⦘ (918)
Die Banken, Zusatz von Marx.
Schließen sagt K., dürfen
unter einander nicht konkurriren as to rate of interest f. Deposits auf laufende
Rechnung; müssen sich stets vereinbaren über zu zahlende Zinshöhe; wenn nicht muss Regierung ihnen
gemeinschaftliche Zinshöhe dictiren; u.
zwar weil nicht verschiedne Preise für
das freie Kapital existiren; existirt nur ein Maximalpreis, den die Banken
zahlen können; gehen sie darüber hinaus, so greifen sie ihr
Unternehmercapital an u. vermindern dessen Rentabilität. Darauf
haben sie kein Recht, bevor sie nicht Gewinn- u.
Verlustbilanz abgeschlossen. (918–20)|
Ferner: wo viele Banken fungiren, streben sie sich um eine Centralbank zu concentriren, eine »Bank der Banken«, die ihnen dieselbe dieselben Dienste erweist wie sie selbst ihren Klienten thun. Ihr vertrauen sie ihre unbeschäftigten »freien Mittel« an. Dieser Centralbank muss v. Regierungswegen verboten sein Procente auf ihre laufenden Rechnungen zu zahlen, weil grosser Theil der ihr so zufliessenden Summen bestehn aus den Cassen der einzelnen Banken; sie sollen zur Assekuranz dienen. Bis ins Endlose kann nicht be shifted die Verpflichtung „хранить кассу“«. Einer muss darauf namentlich seine Thätigkeit concentriren, u. dies die Pflicht v. „Centralbank“. (920)
Sollen die übrigen Banken auf alle
Deposits f. laufende Rechnung Zins
zahlen? Wenn nicht, heissts, thuns andre Personen u.
reichen der »fieberhaften« Unternehmerei Geldfutter. Uebel
bleibt so u. Banken machen nur weniger
Profit. Aber Profit normal, durchschnittlicher oder aber extraordinär u. schliesst dann besondre „Prämie“ od.[,] wie die Gelehrten
Zusatz von Marx.
Schließen (!) sagen, Rente ein. Aber jede solche „Prämie“, Extraprofit, hat zur
Grundlage Risico u. schliesst Einnahme ein, die ursprünglich Assekuranzentschädigung war. Sie hört nur
auf letztres zu sein, sobald die Gefahr vorbei, vor der sie
schützen soll. Zahlen die Banken daher ihren Actionären
„Gewinn“ (Profitche) welches indeed nur
verdeckte
Schließen verdäckte
Assekuranzprämie, so ist erstens v. Profit im strengen Wortsinn nicht die Rede;
zweitens diesen „Profit“ ihren Actionären auszuhändigen, heisst auch
ferner ihr Vermögen aussetzen nun gar nicht mehr »garantirter«
Gefahr. Beispiele u. a. in Russland, wo
schon bedeutender Theil des Vermögens der
Actionäre in augenscheinlicher Gefahr u. dessen Nichtrentabilität
ausser Frage. Womit entschuldigten sich die Bankdirectoren?
Dass sie bis zur Catastrophe im Laufe etlicher Jahre an 10% bis 20%
Dividende gezahlt. Wenn die Banken aber Verluste erleiden, so diese „Verluste“ nicht
eingeschlossen in „Profiten“, sondern in »Zahlung
für Risico«, die sie durchaus nicht »unter Form v. Profit«
an die Actionäre verzetteln durften. ([920,] 921, 22)
Dass grosser Theil der Unternehmerei stets faul, auf falsche
Berechnung gegründet, dass bei Wechseldiscont, loans auf Unterpfand,
Beziehungen zu Correspondenten, die Aufträge geben, Speculation in
Specialmärkten, den Banken stets Pech passiren wird – klar.
Um aber möglichst »gescheidt« zu verfahren, müssten die
Banken frei, »nicht gebunden« sein bei ihrem Urtheil über Qualität
u. Tendenz der Unternehmerei.
Was bindet sie?
das Verlangen der Eigner
der Leihcapitalien, dass die Banken stets
sorgen für ununterbrochne Rentabilität derselben.
Existiren die Leihkapitalien in
Waarenform, dann deren Eigner unzufrieden, wenn
die Banken nicht hinreichend Credit geben (durch Noten od. cheques)
den Leuten, welche für die Verkäufer der Waaren als
Käufer functioniren. Banken,
heulen
sie, hindern »Belebtheit der
Märkte« od. »paralysiren die
Unternehmerei«. Existiren die Leihmittel aber
»frei« als Geld etc, so werden sie in die Banken als
»Deposits« getragen, u. zweifelsohne erscheint das
Verlangen, dass sie f. die Deposits Zinsen zahlen; stets f.
Deposits Zinsen zahlen, heisst die freien Mittel
ununterbrochen Profitbringend machen. Muss aber, den
Culturzeitumständen nach, Productivität bald »zweifelhaft« werden,
bald ganz aufhören, dann auch muss die
Einnahme
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Zins auf Deposit⦘ bald
solid, bald zweifelhaft (riskirt) sein, bald ganz aufhören. Diese
Nothwendigkeit bewiesen durch die
Crisen. (923, 24)
In ruhiger Zeit muss grosser Theil der Banknoten in Kasse der Banken selbst bleiben. Auch Zinsen auf Deposits f. laufende Rechnung müssen im Verhältniss zur Nachfrage nach Leihmitteln Seitens erprobter Unternehmerei gezahlt werden, nicht immer u. ununterbrochen dann bleiben auch die Deposits in Kasse in ruhiger Zeit u. werden durch ihre Wohlfeilheit nicht gebunden sein an Umlauf, flüssigmachend riskirte Unternehmerei. (924, 25)
Jezt in Zeit von Pech u. Crise die Banken nur damit
beschäftigt sich selbst zu schützen;
versagen ihre Dienste, wenn am nöthigsten; dies Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗sagt
Kaufman der Weise⦘ kömmt daher, dass
die Banken gleichgültig gegen die ihnen
obliegende Kassenoperation, ihre freien
Mittel vergeuden in Perioden wo dies ihnen nur zweifelhaften |52 Nutzen bringt. Jezt Discont am höchsten in Crisenzeit,
wenn die Profite der Unternehmer sinken u. sie
weniger als je im Stand Ausgaben auf »Zins«
zu machen. In ruhiger Zeit erniedrigen die Banken
künstlich den
Discont,
erhöhen so die Gewinne der Unternehmer u.
verleiten sie zur Vermehrung ihrer Obligationen; ziehen ihnen
dagegen Haut ab in der Drangsalszeit. (926)
A priori Bestimmte Proportion, feste Proportion zwischen Bankkasse u. Obligationen der
Banken leerer Traum. Erstens ist es
Niemand gelungen, diese Proportion zu entdecken; zweitens hat sie
nur Interesse f. die
Assekuranzfunction der Kasse;
bezieht sich gar nicht auf ihre ungleich
wichtigere Creditfunktion
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗nämlich künftige
Angleichung v. demand u. supply des
loancapital⦘ u. Niemand wird ernsthaft
prätendiren, dass hierfür feste Proportion aufzustellen – Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗da sie in fact nicht existiren
kann⦘ (926, 27)
Woher
immer die Crise entspringe; aus Missbrauch hauptsächlich od. nur des
loanable capital; oder aus Missbrauch
aller Capitale, die Unternehmerkapitale eingeschlossen;
oder aus Unfällen der
Unternehmerei, auch ohne dass hier missgebraucht worden; – unter allen Umständen hat jede Crise als eins ihrer wichtigsten
Phänomene
Druck, gefühlt durch alle
Schuldner, auf die Mittel zur
Löschung von Schuld durch Schuld. Da Crisis verbunden mit Stockungen der Production u. des
Absatzes, verschliesst sie viele jener
Quellen, worauf v. Anfang an gerechnet
zur Zeit der Contraction der Obligationen.
Hence real money, in its
quality of „free“ capital, out of the reach of all mishap,
remains then the only means for extinction of debts.
Therefore every crisis, though engendered far off the money market, must, sooner
or later, appear on the money market. The
demand for money is then increasing
simultaneously with the intensity of the all
prevailing necessity for, and want of, means for
extinction of debts. Whoever feels apprehensive of
bankruptcy, tries hard at that time to get
hold of credit. And credit means in such times only one thing; it fulfils then
only one special function, that of saving (сpасительную
функцію) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Hence those days are
holydays of the most unmitigated usury, exercised by banks and private
moneylenders; of money capital in
its most literal sense.⦘ The foreseeing bankers,
which have prepared means for „the black day“, play then the part of saviours Zusatz von
Marx.
Schließen (!) The Kassenoperation is that banking
operation, by which credit is „hoarded“ and transferred from the period of time where it is less wanted to that
period, when the want for it reaches its
climax. There is out of question a fixed
proportion, a priori established, as to
the extent of „free“ means, hoarded in
the »Kasse«; only ever active observation, watching the
needs of production, can in every instance, hit upon the right
measure. (927, 28)
И. И. Каүфманъ: Теорія и практика банковаго дѣла. T. 2. Исторія банковъ. Вып. 2. Исторія банковаго дѣла въ Великобританіи и Ирландіи. С.-Петербүргъ 1877.
Schließen
2)
Kaufmman Kaufman
etc. Theorie u. Praxis des Bankgeschäfts.
vol. II. Geschichte der Banken etc 1877.
Kapitel VII. Bis inclus. Stiftung der
Bank of England, Irland u. Schottischer
Bank.
Bedeutendere Creditoperation in England beginnen durch Pump der Krone in Mittelalter bei Lombarden, Juden u. andren fremden Händlern; diese beherrschten den englischen auswärtigen Handel. ⦗Macpherson sieh Kaufman p. 162⦘ Elizabeth pumpt zuerst auch bei engl. Kapitalisten. (162)
Die Stuarts direct in Verbindung mit engl. Bankhäusern (Privat-Banken)[.] Englischer Staatscredit emancipirt vom Ausland durch Entstehung einer consolidirten Staatschuld. (163)
Wie in andren Ländern erste Thäter: Geldwechsler; erst Hebräer u. Lombarden;
Edward III
Zusatz von Marx.
Schließen (1327–1377) eignet sich das
einbringliche Geldwechselgeschäft als Kronprivilegium an; Beamte od.
privilegirte Personen v. ihm ernannt, die allein Recht [hatten] verschiedne Geldsorten gegen einander auszuwechseln
od. für Rimessen abroad. Unter
Heinrich VII
Zusatz von Marx.
Schließen (1485–1509) machte der enorme
Grad[,] den Münzverschlechtrung u.
Confusion in England erreicht, mehr Thäter in this
line nöthig; die Goldschmiede bemächtigen sich
des Geschäfts ungestört bis 1627
Bemerkung von Marx unter
Rückgriff auf: Cobbett’s Political Register. Vol. 18. London 1810.
S. 167.
Schließen ⦗dies nicht der Fall: In dem Act
v. Edward III,
25th of his reign, wurde
jeder Privatperson erlaubt Gold gegen
Silber, Silber gegen Gold, od. gegen Gold u. Silber auszuwechseln; was in
fact unverbietbar; verboten war dies als
Geschäft, mit Profitmacherei, zu betreiben „upon pain of
forfeiting [the money] so exchanged“
„except the king’s exchangers, which take profit of such exchange, according to an ordinance (Edward’s III)
before that time made; which statute not
withstanding
[,] heisst es in
Act of the 5th and
6th of Edward VI
(1547–1553), divers covetous persons of
their own authorities have, of
late, (die Goldschmiede) taken upon them to
make exchanges, as well of coined gold
as of coined silver, receiving and paying therefore more
value than has been declared by the King’s proclamation to be
current for within this realm“ etc[.]
Diese Persons nun „shall forfeit (das gold u. silber thus
exchanged), and the parties, so offending,
shall suffer imprisonment by the space of one whole year, and shall
make fine at the king’s pleasure.“ (Cit. aus
Cobbett
Polit.
Reg. vol. XVIII. 1810 p. 167.[)] (dieser Act nämlich angewandt gegen Juden
De Yonge
(August, 1810), weil er die depreciirten Banknoten gegen weniger
Gold als ihren Nominalbetrag austauschte.) Die
Münzverschlechterung machte es natürlich zu Geschäft der
Goldsmiths nicht nur die vollwichtigen abzufangen, sondern
auch die überhaupt cursirenden, deren value had been raised
by government, für den Ausfuhrhandel nur gegen
ihren Metallgehalt auszutauschen, mit Profitschneiderei
dabei.⦘
Bemerkung von Marx. Über die Bank von
Amsterdam hatte er im Manuskript zum dritten Buch des „Kapital“
geschrieben (siehe MEGA II/4.2. S. 389–391 u. 654).
Schließen ⦗Was die
Bank v. Amsterdam im Grossen that,
als Assekuranzmittel der Geschäftsleute, durch ihr Bankgeld, thaten die Geldwechsler
als profitliche Operation im Einzelnen.⦘
1627 ⦗Karl I,
Zusatz von Marx.
Schließen 1625–1649
⦘
Goldschmiede beschuldigt der Ausfuhr der vollwichtigen Münze; darauf hin errichtet Charles I wieder Privilegium
des Wechselgeschäfts; Kampf zwischen ihm u.
Goldschmieden, unterstützt durch London municipality; Charles gab nicht
nach; Pamphlet zur Vertheidigung des kgl. Rechts: „Cambium
regis etc“ (Kaufman p. 164, nt. 1)
Mit der Revolutionszeit ging das Geldwechselprivileg zum Teufel.
Die Goldschmidte auch die ältesten banquiers v. England u. Schottland. Die Bücher des ältesten englischen Bankhouse (Child) gehn zurück bis 1620; Francis Child war Lehrling des Goldschmidts William Villiers (Francis vol. I, p. 36) heirathete dessen Tochter, erbte seinen Reichthum. (164)
Entwicklung des Bankgeschäfts ging Hand in
Hand mit constantem Geldbedürfniss der
Stuarts. Den Goldschmidten nützlich die unruhige
Zeit seit 1640, wo die Geldvermögen der Reichen vielen
Gefahren ausgesetzt. Anfang des 17t Jhdts gaben die Londoner ihre
Schätze zu Aufbewahrung in Tower; Charles
I vergriff sich daran; aber die Schätze zu Haus zu
halten, gefährlich; wurds noch mehr mit der turbulenten Zeit, wo
die Diener (Lehrlinge, clerks etc) ihre Herrn bestohlen u. sich
dann zu irgendeiner der kämpfenden Armeen flüchteten. Nützlich f.
die Goldschmidte; hatten als reiche Leute Credit; als Händler
mit edlen Metallen im Besitz der besten (sichersten)
Aufbewahrungsmittel; schon seit länger die grossen Grundeigenthümer
gewöhnt ihnen den Empfang ihrer Renten anzuvertrauen; wurden nun
gewöhnlich Aufbewahrer v. fremdem money; about 1645
(Macpherson.
Annals, II, 427) zahlten sie 4% auf anvertraute
Summen; ursprünglich zahlten sie solche Procente den
Kassirern, die hinter dem Rücken ihrer
Herrn das Geld bei ihnen deponirten. Bemerkung von
Marx.
Schließen (Aber dies sagt
Child
, der Feind der
„neumodischen bankers“ in seinem „The mistery of the new fashioned
goldsmiths etc“); sie gaben den Deponenten meist Bescheinigungen u. zwar zuerst in der
gewöhnlichen Form v. promissory notes;
schieden sich bald v. der ganzen Masse letzterer aus unter
dem Namen „goldsmith’s notes“; gingen
bald v. Hand zu Hand, aber mit Unterschrift jedes
Uebertragers ⦗diese Unterschrift bei Uebertrag war ursprünglich auch Gesetz bei Banknoten der B. o. E.⦘[.] Manchmal auf ihnen |54 (den goldsmith’s
notes) auch eingetragen die bedungenen Zinsen u. Termin, worin
rückzahlbar. (164–66)
Starke Entwicklungszeit f. Handel u. Industrie unter
Elizabeth
Zusatz von Marx.
Schließen (1558–1603)
,
Jacob I
Zusatz von Marx.
Schließen
(1603–1625)
,
Charles I
Zusatz von Marx.
Schließen (1625–1649)
u.
Cromwell
Zusatz von
Marx.
Schließen (1649–1658. Republik dauert bis
1660)
[.] Unter
Cromwell u.
Charles II
Zusatz von Marx.
Schließen
(1660–1685)
viel engere
Bande noch zwischen Goldschmieden u. Regierung; Charles II, whenever Bemerkung von
Marx.
Schließen (and when
not?) ihm Geld nöthig[,]
hatte ihnen 10, 20, 30% zu blechen. 1667 – Krieg mit
Holland, holländ. Schiffe in Themse etc – first »run upon
the bankers« durch die Depositäre, aber Goldschmidte
zeigten sich zahlungsfähig, ihr Credit wuchs noch. 1672 hatte Charles II lang nicht berufen
das Parlament, womit er unzufrieden; erklärt dass er Chancellor of the Exchequer machen wird, wer ihm am
besten Rathet wie Geld aufzutreiben;
Shaftesbury
dazu bereit, verräth aber
im Soff das Geheimniss seinem Freund Clifford
(der ihn trunken gemacht, da er bei ihm renomirt mit dem
»Geheimniss«); dieser wird Chancellor of the Exchequer u. Lord u. das Geheimniss – 23 Jan.
1672 Charles II erklärt sich bankerutt, zahlungsunfähig, schliesst
Schatz; u. vor dem muss er stark bei den goldsmiths
gepumpt haben; denn viele Personen die den goldsmith’s Geld
anvertrauen, werden nun bankerott; allgemeiner Misscredit; Charles
verspricht seinen Gläubiger Gläubigern 6%; erhält in fact 2 Jahre später neue Anleihe auf 8%; v.
dem Kapital nicht die Rede; nach seinem Tod auch nicht
die Zinsen gezahlt; Process, dauert bis 1699; Banquiers
erhalten schliesslich 664,000 £. St. statt 3,429,000. (166–168)
Unterdess die commercielle industrielle Entwicklung unter Cromwell so vorgeschritten, dass auch ohne äusseren Anstoss dringendes Bedürfniss für Credit sich geltend machte; in der 2t Hälfte des 17t Jahrhdts die Goldschmiede mit ihren Bankoperationen nicht mehr genügend. Zeit der Projecte u. Pamphlete, alle über Einrichtung öffentlicher Banken. Viele Projectoren wollten blos in trübem Wasser fischen. Aber diese Pamphlets zeigen die praktischen Ideen der Zeit über Banken. (169)
Samuel Lamb
(Trade, Shipping, Banks. Lond. 1657) bedeutender
Negotiant aus Zeiten
Karl’s I;
zur Zeit der Republik legt
Cromwell Plan vor; endlich
dem
H. o. C. 1658 (Sieh p. 169–173) Zusammenfassend von Marx.
Schließen ⦗Hier wie in all dem Conkurrenz mit u.
Beispiel v. Holland⦘ ⦗Lamb hebt unter andern
besonders hervor Vorzug den
die Banken den Holländischen
Commissionären der Colonien geben (im Commissionshandel); die einen immer im
Stand augenblicklich zu zahlen; die engl. Commissionäre müssen oft
zu verderblichen Anleihen flüchten, hohe Zinsen zahlen, manchmal Theil
der Waaren zu Spottpreisen verkaufen; so selbst u. ihre
Committenten beschädigt; diese schicken daher den grössten Theil
der Waaren den
holländ. Commissionären, die in
England wohnhaft; so machen diese grosse Profite auf Kosten
der Engländer. Sie werden (die Banken) kleine
Leute, die erfahren im ausländ. Handel, mit
Mitteln ausrüsten u. besser befähigen Leute ihre in- u.
ausländischen Wechsel zu zahlen. Jointstock bank „wird der allgemeine
Kassirer sein am Ort, wo sie fungirt u.
wird alles verlangte Geld zu 21/2–3% liefern“. (Dies in seinem Memoire an Cromwell)⦘ ⦗Zu der Direction
der Lamb’schen Bank sollten die Vorsteher der
wichtigsten Compagnien, Ostsee-Moscau-Türkisch etc
eingehn; sollte Deposits nehmen, vor allem loan Credit geben vermittelst
Wechsel auf 21/2–3%. Alle Wechsel, ausgegeben durch Handelsleute, müssen (obligatorisch) in der Bank
zahlbar gemacht werden. Theil ihrer Mittel muss die Bank
anwenden zu besondrem Credit f. die Armen,
die jezt bei loan oft 136% zahlen, 6d. per Woche auf 20sh.⦘
1651
Project
zu Gründung v. Creditbank (a bank of credit), worin
bills of exchange Hauptwerkzeug der
Circulation. (173) Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗U. a. Zweck: Erniedrigung
des Zinses.⦘
1678 M. Lewis: „A large model of a Bank.“ ⦗Ohne grosses Geldkapital; Ausgabe in grösstem Umfang v. bills of credit. Hauptsächlich zu Ermunterung des innern Verkehrs. Die bills of Credit nicht nur auf Edelmetall, sondern auf alle Werthgegenstände auszugeben. Sagt, dass jezt schon Wechsel reputirter Personen aus Hand in Hand gehn; wie ihm Einer erzählt sogar im Lauf eines Morgens 8 9 mal dies geschehn, während Gelder während der Frist unberührt blieben. 173–75⦘
1682:
„Corporation
Credit or a Bank of Credit made current by common consent in London,
more useful and safe then money. Lond. 1682“, der Londoner
Municipalität vorgelegt; diese ernannte Commission; welche annahm; zur
Grundlage Anlage Capital: fund or
foundation of honour; Capital eintragbar nicht nur in Geld, sondern
in Waaren, ihrem Werth nach acceptirt; als Deposite
v. der Bank empfangen alle Waaren; worauf
die Bank Credit eröffnet; dieser Credit
v. Hand zu Hand gehend, ersetzt Geld; wirkt auch ausserhalb der
Grenze. Für die
Handelsleute so die Mittel gegeben »ohne baares Geld Schulden zu zahlen u. Waaren
|55
zu kaufen[«]
.
Unterstellen wir, A schulde B 100£, B an C, C an D, D an E, E an F, F an G,
G an N, aber N an A. Wenn diese Personen einander bekannt, würden sie, an
irgend einem Ort versammelt, sofort gegen einander quittiren; dann kein Geld
zur Zahlung nöthig. Anders wenn sie sich nicht einander kennen, jeder
Schuldner nur in Beziehung steht zu seinem Gläubiger. Haben sie nicht
hinreichend Geld – dies der Sache nach nicht nöthig für sie – so in
mühsamer Lage für Empfang u. Zahlung v. Schulden. Dies entfernt, wenn
erleichtert Uebergabe der Schuld
⦗des Credits⦘ aus einer Hand in die andre. Hence
Nützlichkeit der »Creditbank« »weil vermittelst
des Credits möglich sein wird Löschung der
Schulden ohne jedes Risico od. Verlust u. ohne baares Geld«.
⦗Sieh andres Pamphlet v. 1683
X,
p. 177⦘ Es wurde also wirklich errichtet »Waarenbank«: ihr Zweck: Empfang v. Waaren zur
Deckung v. Crediten. Bank gab darauf nicht Geld aus, sondern ihr
eignes Papier – bills. Um diese bills umlaufbar zu
machen, vorgeschlagen Organisation ganzer Reihe v. Gesellschaften für jeden besondren »Handelszweig«; jede sollte beim
Verkauf die v. der Bank ausgegebnen bills annehmen. Wurde aus dem
nichts, Bank musste bald ihr »Dasein« beenden. So alt diese mutual
Waaren-Credit-bank idee; tauchte wieder u. wieder auf, u. a. Tauschbank der Herrn C.
Bonnard et Co
Zusatz von Marx aus Otto Hübner: Die Banken.
Bd. 2. Leipzig 1854. S. 199-202. Kaufman gab Hübner als Quelle an,
und Marx schlug sie nach und ergänzte einige Informationen daraus.
Das Buch befand sich in seiner Bibliothek (siehe MEGA IV/32. S.
332).
Schließen (Marseilles, Anfang 1849.
Hübner II, p. 199–202) (banque d’échange) (175–78)
Allen diesen Projectmachern fehlte es an einflussreichen Connexionen ⦗die Privatinteresse dabei haben mussten⦘[.] Anders mit William Patterson (unglücklicher Spekulant) u. Chamberlain (nicht avocat sondern medicus sans cause [)]. Der erstre repräsentirt das Interesse der aufstrebenden Capitalisten ⦗verbunden mit dem Regierungsinteresse u. Geldnoth William’s III (1689–1703)⦘, Chamberlain dagegen Interesse der engl. Landaristocratie.
Dr. Hugh
Chamberlayne: erstes Project in
Pamphlet:
1665 1695
: hier noch das
Kaufmanninteresse vorwiegend; durch Creditinstitutionen soll jeder Kaufmann 6 × mehr
Capital umschlagen können als er besitzt, ohne Risico; ausser Kriegszeit,
wird dies alle Stockungen im Handel aufheben, Kaufleute nicht mehr
ruinirende loans unternehmen müssen. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗dies alles
schon im Titel des
Pamphlets.⦘ Bank braucht zum Credit nicht stets »baares Geld«
on demand zu haben; noch ist »Handel« unausführbar ohne Geld. Credit wird in
seiner Bank gegründet nicht auf Geld, sondern auf jede Sorte Habe v. Waaren;
»Anleihen ausgeben nicht in
Geld, sondern in Credit«. Im Anfang der 90er
Jahre
erschien
Dr Hugh Chamberlayne bes. mit Aug auf Credit f. Landbesitzer; nannte daher seine projectirte Bank –
Land Bank. Hier auch die Theorie
entwickelt, dass Boden Ursprung allen Reichthums. „Die Leute handeln nur mit der Erde“ »Waaren« nur vom Boden »abgerissne« Stücke etc[.] Bank nimmt in Pfand f. Anleihen hauptsächlich
»Unbewegliches«; Anleihen ausgegeben in Kreditpapier, obligatorisch annehmbar statt baarem
Geld. Auf das v. der Bank ausgegebne Papier kein
Kapital ⦗Geld⦘ rückforderbar. Bank schätzt Werth der ihr
verpfändeten Ländereien auf deren Einkommen während ihr
gutdünkender Reihe v. Jahren. John
Briskoe
wiederholte fast nur Chamberlaynes Pläne;
Meppi Merri
⦗Мэрри?⦘
schlug Nationallandbank mit Regierungsgarantie vor. ⦗Weitere Anhängerische
Schriften [in Note] * p. 180.⦘ ⦗Obligationen auf das Land soll altogether
das
Geld ersetzen im Umlauf etc. Henry
Robinson
ib. Mit
Bleistift geschrieben. Marx verweist auf sein Handexemplar (siehe
MEGA IV/32. Nr. 658).
Schließen XX⦘ Chamberlayne u. Anhänger
übersahn, dass nur langterminige Anleihen u. daher auch
Obligationen (hence auch %ige) auf Land möglich. Umlauf bei
Chamberlayne nur durch Zwangskurs erreicht. Zu Grund lag dunkle
Idee über Hypothekenbank. Aber mit Scheitern v. Chamberlayne’s
Plan, finis in England für Landed Credit.
(178–82)
W. Patterson. Er wie sein Landmann Law ehrliche Speculanten, begeistert alles f. ihre Idee zu opfern; aber andre beuteten ihre Pläne aus; »praktische« Leute bereicherten sich damit, während sie selbst ruinirt. (182, 83)
Im Allgemeinen streben die Bankprojectirer in England (u. Schottland), 2te Hälfte des 17t Jhdts nach etwas »Neuem«; nicht zufrieden mit der blossen »Auszahlungsfunktion« der Banken v. Amsterdam u. Venedig ; dies unterstellt Leute, die dazu schon die nöthigen Mittel besitzen; engl. Projectoren wollen Bank, die Leute mit Zahlungsmitteln versieht; hence drehn sich alle ihre Pläne um »Creditbank«, um Ersetzen v. klingendem Geld durch »circulirenden Credit«. Cowell Colwell , Means und Ways, p. 343: „All looked to banks as instruments of credit, the chief advantage would be the furnishing some substitute of money“ (183)|
56Der Uebergang v. den Deposits der Girobanken v. Venedig, Amsterdam, Hamburg (blos zur Zahlung an die Besitzer der Deposits) zu Deposits mit od. ohne Zinsen zu loans, scheint sehr natürlich; also der Uebergang zu modernen Depositbanks. In fact initiirt die Sache durch die Privatbanquiers, italienische, wie durch die englischen goldsmiths. Aber bei Patterson wie bei den andren Bankprojectirern des 17t Jhdts bleibt die Depositoperation im Hintergrund. Ihre Aufmerksamkeit concentrirt auf Ausgabe v. Creditpapier durch die Bank, unabhängig v. den ihr anvertrauten Deposits. Diese circulirenden Banknoten Hauptsache auch für Patterson. Dieser Gesichtspunkt blieb in engl. Praxis u. Theorie fast allein herrschend bis ins 19t Jhdt; (hence auch für die andren europ. Völker.) wobei im 18t Jhdt das Fiscalinteresse, im 19t commercielles industrielles vorherrscht. In andern Worten: Papiergeld; im 17t Jhdt nur Patterson zurückhaltender u. rationeller in dieser Beziehung. „Arbeit“ bei ihm „einzige wesentliche, wahre u. ursprüngliche Grundlage allen Reichthums … Arbeit und Unternehmungsgeist, richtig gelenkt, sind die einzigen Quellen des Reichthums jeden Landes. Das Geld dient nur als Gewicht wodurch der Werth jedes andern Reichthums gewogen wird. Die Erde ⦗Grund u. Boden⦘ giebt nur Einkünfte im Mass worin die Arbeit hinlänglich energisch u. ausgedehnt.“ „Der innere Handel stockt eben so fatal ganz wie der auswärtige, wenn ihm Credit fehlt. Ohne die bewegende Kraft des Credits äussert der Handel Zeichen der Auflösung.“ Er sagt: „Der flandrische Kaufmann giebt Wechsel aus zahlbar in Amsterdam. Da den Unterschriften (auf dem Wechsel) vertraut wird nimmt man auch gern den Wechsel u. er passirt v. Hand zu Hand u. mit viel grösserer Geschwindigkeit u. safety, als wenn statt dessen klingende Münze circulirte, die man umsonst wieder u. wieder zählen u. aus einem Ort in den andern überschicken müsste. Diese Combinationsfähigkeit (u. seine Vorzüge vor baarer baarem Geldcirculationsmittel) des Wechsels – also des Creditpapiers – Ausgangspunkt f. Patterson. (185, 86)
„Bei Gründung der
Amsterdamer Bank
,
sagt er, galten 2 Umstände für besonders wichtig. Erstens, alle Zahlungen über 300 Gulden
müssten executirt werden at one place; zweitens
executirt in der Bank anvertrauten Geldern. In fact
aber
besass die Bank blos 1/4 der Summe, die ihr nöthig gewesen wäre um sofort nur in klingender Münze zu zahlen. Dies dauert bis jetzt fort. Dennoch ist allen
bekannt, dass die Zahlungen viel leichter vor sich gehn u. nicht
weniger solid, als wenn sie unmittelbar durch Geld vollzogen würden.“ (185, 86 186) Patterson bezweifelte also vor andern, dass die Bank v.
Amsterdam die
Summe der Ge(?)ldDeposits in ihren Kellern hielt, wie dies
statutengemäss war. Ausserhalb der Bankdirectoren wusste aber Zusatz von Marx.
Schließen ⦗wenn dies fact⦘ v. Venedig u. Amsterdam wusste aber niemand, hielten sie geheim, dass die cheques auf
»fiktive« Deposits gezogen; jene Bankdirectoren selbst hielten’s für Betrug,
begriffen das Wesen der Sache
nicht; Patterson sah in diesem v. ihm vermutheten u. gerüchtweis
zugekommnen fact, das als Gesetzverletzung geheim gehalten wurde, einen
substantiellen Kern, »werth öffentlicher
Nachahmung«. Patterson nimmt in seinen weiteren Betrachtungen keine
Rücksicht auf Deposits. Unter Anlagekapital – fonds der Bank – versteht er Anlage ⦗deponirtes⦘ Kapital, verwandelt in governmental Schuldscheine, dienend zum Schutz
der
Solidität der Bank. „Die Amsterdamer Bank, sagt er, hat
in Kasse kaum 1/4 v. dem
was sie darin aufbewahren sollte; über die übrigen 3/4 verfügt v.
der Regierung, die sie im Krieg mit Spanien
verausgabte. Aber dadurch geriethe die Bank in Gefahr, if every bird should call for his own feathers“. Er
will solche Gefahr nicht. Parlament soll der Bank nur Recht geben,
ihren Credit zu verausgaben auf Summe nicht
überschreitend ihr eignes Anlage(Actien)kapital. Dieses verwandelt in procentige Staatsschuldscheine
(governmental funds), wodurch gesichert die v. ihr ausgegebnen Creditpapiere, fähig klingende
Münze zu ersetzen. Diese Idee angewandt auf
weiterer Dimension 11/2 Jhdte später in U. States
Zusatz von Marx.
Schließen (National Banks)
(186–88. Sieh weiter Marx verweist auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658).
Schließen 188
X) Dies alles
bezieht sich nur auf das Anlagekapital (welches der
Regierung überwiesen wird). Er bekämpft
Law u. Chamberlayne
: seine Banknoten sollen aus Hand in Hand gehn ohne Unterschrift (ihrer
jeweiligen Empfänger) Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗also zahlbar to bearer ohne order⦘ u. sollen an den, der sie präsentirt be payable in coin on demand. ([188,] 189) „Jede Münze wie Schuldzeichen, deren Werth nicht = ihrem Nominalwerth ist falsch, nachgemacht. Da Gold u. Silber erwählt in der
Handelswelt als Maass
des Werthes, so kann aller Reichthum nur geschäzt
werden |57 im Vergleich mit diesem Maass. Folglich, jeder Credit,
nicht gegründet auf Gold- oder Silbergeld, schon dadurch is impeachable u. kann sich nicht erhalten hinreichend lang, noch
hinreichend solid, so lange die
Allerweltserfahrung keine neue Art Credit
ausgearbeitet.[“] (189) Patterson
verlangte »kein Monopol« für seine Bank, sagt
umgekehrt: „Ein Ausschliessliches Bankmonopol kann zu nichts Gutem
dienen. Es ist unmöglich zu monopolisiren Weggabe u. Empfang v. loanable
capital. Manchmal hat man Monopol f. Kauf u. Verkauf
etablirt, aber sie zogen immer Verderbs Verderb fürs Land nach sich. Monopol für Weggabe
u. Empfang v. Geld auf Credit, würde etwas vollständig Neues sein.“ (189)
Chamberlayne betrachtete dagegen als vollständige Sicherung »jeden Werth, auf Unterpfand wovon Credit gegeben,
den man folglich in Papiergeld ummünzen
könne«. (190)
Patterson kam zuerst out mit seinem Project 1691; kalt empfangen; 1692 u. ’93 öffentliche Aufmerksamkeit absorbirt durch die grassirende Hungersnoth, die Parlamentsdebatten über d. den Nothzustand des Landes u. die damals neu eingeführte Grundsteuer, die dem Government 2 Mill. £. St. (damals unerhörte Summe) einbringen sollte. 1694 Zeit für Patterson gekommen. Es wüthete das Gewinnfieber, schon damals v. Zeit zu Zeit eintretend, unter Geldleuten u. Speculanten; wüthete 1694 u. ’95 zum erstenmal in seiner ganzen Stärke in England; also die Börsenmanie nicht zuerst in England 1720. ⦗Macpherson. Annals: vol. II, p. 671, 675; Francis, History of the Bank of England. I, 41.⦘ (190, 91) Dies die Zeit – die Zeit der Speculationsexaltation – für die schon lang in der Luft schwebenden Bankprojecte, u. f. die Bankgründer, – hence Patterson u. Chamberlayne erneuerten ihre Versuche. (190–91) Kampf zwischen Chamberlayne u. Patterson. (191–97)
25 April 1694 passirte Bill ⦗f. Errichtung
der
Bank v. England nach Patterson’s Plan⦘ durchs House of Lords; 7 Juni 1694 in
der officiellen „London Gazette“
angekündigt Eröffnung der Unterschriften f. Actien der
Bank; In 8 Tagen 1,200,000£ unterschrieben; 5 Juli
in allgemeiner Versammlung der Actionäre Governor, Vicegovernor u.
Directoren gewählt; (Paterson erhielt nur mit Mühe Sitz unter den
letzten, blieb drin nur 1 Jahr); in
allgemeiner Actionärversammlung vom
28 Oct. 1694 bestimmt die Statuten
der innern Verwaltung der Bank; am 1 Nov. angekündigt, dass vom
1 Jan. 1695 an sie Anleihen ausgeben werden on mortgage and real security; 1 Jan. 1695 begann sie in der That ihre Operationen.
(197–198) Zusammenfassend von Marx. Marx verweist auf
sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658).
Schließen Sieh über den Titel des Gesetzes ⦗Steuergesetz.⦘ wodurch sie eingeführt. (198
x)
Zusammenfassend von Marx.
Schließen Ueber die
Sections des Gesetzes etc (198–200)
Bankcharter (201–202)
Chamberlayne’s
Bank. (203–4)
Bank in Schottland. (204–5) Bank
in Irland kam nicht zu Stand (205–6) (alles in
1695) (Die
Bank v.
Schottland
, – nach Plan des Engländers John
Holland
– nach schott. Parlamentsakt v. 1695 einzige Public
Bank (f. 21 Jahre de prime abord ihr Privileg), ihr ausdrücklich
untersagt
Schließen untersacht bei Strafe der
3fachen Summe der loans, wovon 1/5 dem
Denuncianten zahlbar – irgend ein
loan der Regierung zu machen; die Bank beschränkt
auf „the trade of lending and borrowing money upon
interest and negotation bills of exchange[“]
; kurz nach ihrer Errichtung
Schließen Richtung begann die Bank zinslose Noten auszugeben von Werth v. 100, 50, 20, 10 u. 5 Pfd. St. (convertible
in klingende Münze on demand) u. ebenso Zins auf
Deposits zu zahlen.)
Schrift v. Godfrey: „A #e232A
BIS polit.°] Bemerkung in
eckigen Klammern und Bemerkung „gross die
polit.“ von Marx.
Schließen
short account of the Bank of England“, abgedruckt in
Francis, vol. II, p. 241–57 enthält
Data über die Operationen der
B. o. E. während der ersten Zeit ihrer
Gründung. Fast nicht die Rede |58 darin v. commerciellen Operationen der Bank, as
Discont v. Wechseln, Ausgabe v. loans etc[.]
Dagegen gefüllt v. Operation mit government. Sie
stützt die
„tallies“ ⦗Assignationen auf Public Exchequer⦘,
indem sie loans darauf ausgiebt u. sie auf eigne Rechnung kauft; auf diese
tallies nahm die Regierung
hauptsächlich ihre (schwebenden) loans auf u. die Regierung
William’s III gab deren
in grossem Umfang auf. Das Jahr 1695 für
England Jahr v. Münzkrise (MacLeod Macaulay) (Ummünzung, Ausgabe neuer Münze etc)
Alberne Operationen der B. o. E. Parlamentscommission zur Untersuchung niedergesetzt. 4 Dec. 1696 gab der Governor
der B. o. E. ihr Bericht (Bilanz v. 10 Nov.
1696) (sieh p. 208) zeigt Zusatz von Marx.
Schließen wie gross die
politischen
(f.
Regierungskasse) u. wie gering die commerciellen Actien
der Bank. ([203,] 206–8)
Von ihrem ganzen disponiblen Capital v. 3,301,187 £. St. an Regierung 98% od.
3,034,576 l. St.; unter ihren Creditors figurirt: 300,000£ von Holland gepumpt; Banknoten nach 2 Jahren nur in
Umlauf f. 764,196 (niedrigste Denomination = 20£);
dagegen von procentigen Papiercher (sealed bills) f.
893,800 l. St. (z. Th. Wohl f. deposits auf Zins erhalten) (208)
Bank erhält Monopol in England, muss es aber mit neuen Diensten an Regierung erkaufen; Erhöhung ihres Anlagekapitals (dies zu zahlen zu 4/5 in tallies u. 1/5 banknotes or bankbills; Verlängerung der Concession f. 5 Jahre (bis 1710) (wenn aber aufgehoben, dann durch Regierung das Kapital, altes u. neues, zu restauriren, mit Ausnahme der tallies; Regierung zahlt 8% für tallies u. Notes (wann die neuen Actien eingezahlt); v. 1694–1697 erhielten die Actionäre 8%, ihnen alle 3 Monate ausgezahlt; Sept. 1698 – 7%, 1699 (März) – 41/2% – u. in September 5%; 1700 – 103/4 %. (208–11)
VIII. Kap. Bankgeschäft in Grossbrit. u. Irland during 18th century.
See:
- 1) „Return to an order of the H. o. C. on the whole amount of the National Debt etc from 1688 to the 5 Jan. 1857“, (Parliamentary Papers session 1858 N. 443)
- 2) „Return on Public income and expenditure from 1688 to 1869“ (Parl. Papers session 1869. N. 366)
- 3) Bonnechose: Histoire d’Angleterre. Paris 1859.
- 4) Giraudau Giraudeau: La banque rendue facile aux principaux principales nations de l’Europe. Paris 1769 3ème édit.
- 5) J. Ch. Earle. English Premiers from Robert Walpole to Rob. Peel. Lond. 1871 2 vols.
- Ueber Walpole’s Zeit auch Macpherson, Annals. vol. III. Börsencrise 1720. Polit. Crise 1745 (Black Friday. 26 September).
Mitte des 18t Jhdts hört Notenaufgabe Notenausgabe durch London Privatbankers ganz auf. Während aber B. o. E. hauptsächlich diente dem Public Credit (Regierung), dahingegen die London Privatbankers dem commerciell industriellen Credit. (führten ihre Operationen grosstheils durch Deposits auf laufende Rechnung.[)] Bildete sich die Gewohnheit von Zahlungsleistung u. Zahlungsempfang durch Banquiers (in London), jeder gewöhnte sich his banker zu haben. (230)
1765 erstes Officielles Register der London Bankers – 34 firms. In den folgenden Jahren wuchs ihre Anzahl; aber während die alten Bankers hervorgegangen aus Handwerk (dem der goldsmiths, wie ipse Child), so nun die neuen – wie Loyd , Baring , Hope Söhne reicher merchants u. Fabrikanten; als Basis dieser neuen Schicht diente Reichthum hervorgewachsen aus Manufactur-Fabrik-Produktion u. grossem überseeischem Handel. So spiegelt sich in der Geschichte des Credits überall die Productionsentwicklung ab. (230, 31)
Für die Londoner Privatbankers Depositoperation auf laufende Rechnung mit cheques viel älter als die Notenausgabe. ⦗remember: the goldsmith’s notes⦘; cheques schon im Gebrauch im 17t seculum; im 3t Theil des 18t Jhdts, |59 als Banknotenausgabe aufhörte unter Londoner private bankers, hatte cheque operation schon bedeutende Entwicklungsstufe erreicht; nun neue Vervollkommnung: clearing house. Das Beste ist, dass die Entdeckung über die durch Concentration (in den Banken) v. Schuldforderungen bewirkte Auslöschung v. Schuld durch Schuld zuerst entdeckt wurde nicht v. den besotted bankers themselves, sondern von – ihren Laufburschen (Commis, clerks etc), welche mit den Wechsel u. cheques ausgeschickt wurden, um Zahlung darauf zu empfangen.
Diese Burschen gaben sich Rendezvous auf den Kreuzstrassen ⦗meet half-way (mid-way)⦘ (wo die Strassen sich kreuzten), verminderten so ihre Lauferei [,] tauschten unter einander cheques u. Wechsel aus, die unterlagen der Zahlung d. Zahlung in den Häusern, wo sie dienten u. nahmen solchen Austausch vor im Wirthshaus. Erst in der Folge – 1775 – wurden die Bankers aufmerksam auf das was ihre Diener thaten u. bestimmten besondre Baulichkeit f. Austausch ihrer cheques u. Wechsel u. Zahlung der Bilanz darauf – clearing house. Die Hauptbankers v. London schickten dahin nun täglich ihre clerks mit cheques u. Wechseln, wofür sie dann Zahlung zu erhalten auf ihre Rechnung u. die ihrer Clienten. So neue Concentration dessen, was früher unter den verschiednen bankers zerstreut. Jeder banker hatte dort seine eigne box, worin geworfen die ihnen präsentirten cheques u. Wechsel. Der präsentirende (Wechsel od. cheques v. andren bankers) machte vorher auf die zu präsentirenden Dokumente durchkreuzende надпись u. so entstanden crossed cheques. Dann folgte Abrechnung u. Zahlung auf die wechselseitig präsentirten Forderungen. (231–32) Also in Discont-Leihoperationen u. Depositoperation mit laufender Rechnung fanden London Privatbankers hinreichend Wirkungsfeld. Ihr Verdienst Entwicklung derselben, wie B. o. E. in Banknotenausgabe (hauptsächlich erster Hand an Regierung) u. Entwicklung des auf Exchequerbills gegründeten laufenden Regierungscredits. (232)
Schottland: Hier v. Anfang an Bank v. mehr demokratischem
Character; v. Anfang an
zahlte
Bank of Scotland
Zinsen auf Deposits; gab aus seit 1704
Noten auf 1£. St. ⦗
Bank of England
bis
1759 keine Noten unter
20£.⦘ Law rühmt schon, dass die
schottische Bank more national
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗auch für unbemitteltere
Kunden⦘, u. dass Schottland beste
Hypothekengesetzgebung besitze.
Neid gegen die Bank of Scotland . Patterson – im Directorium einer schott. Bank –; sie begann bedeutende Masse Noten auf loan auszugeben; letzten wurden nicht in der anberaumten Frist gezahlt; die Unterpfänder f. die Anleihen waren nicht realisirbar; dies Pech befreite Bank of Scotland v. diesem Concurrenten. (233)
Bereits im 1sten Viertel
des 18t Jhdts zeigte
die Erfahrung, dass Schottland nicht
genügendes Material für Discontoperation lieferte. 1729 zog daher schon
Bank of
Scotland
in den Bereich ihrer
Operationen cash credits, i. e. Eröffnung v. persönlichem Credit, nur
beschützt durch Bürgschaft von 2 od. 3
Vertrauenspersonen; Credite gegeben auf bestimmte Summe u. für
bestimmte Frist; Bank u. ihre Clienten behielten sich Recht vor aufzulösen
od. abzukürzen Zusatz von Marx.
Schließen (contrahiren) das
Creditverhältniss, wann u. zu welchem Betrag es ihnen gut schien. Bank
konnte stets Zahlung verlangen f. Total od. Theil der Schuld, wann
sie wollte; ihr Client – der Schuldner – konnte seinerseits Schuld
rückzahlen Zusatz von Marx.
Schließen (vor Verfallszeit) ganz od.
zum Theil u. zahlte so nur für die Zeit, wo er sich
actualiter der ihm geliehnen Gelder bediente. (see A. Smith
„wealth of Nations“; 1776
erschienen) (233–34)
1716 war Privilegium der B. o. Sct. abgelaufen; fühlte sich stark genug, nicht um dessen Erneuerung zu petitioniren; bereute das nach 10 Jahren. Die „Bank der consolidirten Fonds“ (bestehend aus den Gläubigern für schottische Regierungschuld, der Periode bis zur Vereinigung mit England), begann zu petitioniren um Recht Bankgeschäft zu treiben; B. o. Sct. bot alle Mittel auf dies zu verhindern; jene Compagnie jedoch am 8 Juli 1727 errichtet unter Titel: „Königliche Bank v. Schottland [“] ; erhielt v. Regierung Auftrag ein Subsidium unter die schott. Fischer u. manufacturies zu vertheilen. Die Bank v. Schottland, ihrerseits, verfolgte unbarmherzig jeden, der ihr verdächtig in Verbindung zu stehn mit der „Königl. Bank“, verlangte Schuld zurück, verkürzte Credit. Die „Kgl. Bank“ hinwiederum benutzte die v. der Regierung erhaltnen Subsidiengelder um Noten der „B. of Sct.“ einzukaufen, verlangte plötzlich »baare Zahlung« dafür, B. of Sct. musste Zahlung einstellen, half sich heraus durch procentige Papiercher auf 6 Monat zu 5%. – Unterdess |60 zeigte Erfahrung, dass für beide Banken Spielraum. (233 234–35)
1763, 1766 u. 1767 4 neue Actienbanken beginnen ihre Operationen. Bank of Scotland hatte schon Anfangs des 18t Jhdts u. dann wieder 1731 vergeblich versucht Zweigbanken zu errichten; gelang ihr zwischen 1750 u. 1771 bedeutendes Netz von Comptoirs u. Agenturen an allen irgendwie bemerkbaren Handelspunkten – ob Stadt od. Dorf – zu gründen. (Lawson: History of Banking); Figurirt schon bei A. Smith (dies Zweigbankennetz) als vollendet u. tief eingewurzelt in der örtlichen Bevölkerung; namentlich hilfreich – weil emancipirend v. dem Kreis reicher Clienten – die Operation des cashcredits auf Bürgschaft; jeder erhielt Credit, der etwas Profitliches trieb; hence wurden sie so useful für Industrie etc in Schottland; hatten natürlich streng aufzupassen auf Solidität ihrer Clienten; aber grad die Operation des cashcredits stellte die ganze örtliche Bevölkerung, soweit sie Schulden contrahirte, unter ihre Aufsicht u. Controlle; wem cash credit eröffnet bei einer Bank, concentrirte bereits in selber alle seine Mittel; Bank kannte Stand seines Geschäfts aus ihren Büchern; A. Smith sagt, dass 1750–1775 die schottischen Banken in Circulation hatten die ganze Masse der Creditzeichen, die allen örtlichen Bedürfnissen entsprach. Doch gab’s »Unternehmer« denen das nicht genügte; Banken liessen – sich nicht verlocken (A. Smith). Obgleich schott. Banken hauptsächlich mit »ungedecktem Credit« operirten, erklärt Sachkundiger an Parlamentscommission v. 1826: „Banken gaben auf ungedeckten Credit 100te v. Millionen aus, aber im ganzen Jahrhundert Verluste darauf nicht über einige 100£. St.“
Die B. o. E. hörte sehr bald nach ihrer Gründung auf Zinsen auf Deposits zu zahlen; auch der Londoner Privatbanker unterliess solcher solche Zahlung; schott. Banks dagegen nichts befürchtend v. Zinszahlung auf terminlose Deposits; sie blieben dabei von Zeit ihrer Gründung an; limitirten auch nicht die Minimalgrösse der Deposits; sie unterschieden zwischen 2 Categorien v. Deposits. Erste Categorie: terminweise u. terminlose Deposits, deposit-accounts [.] Zweite Categorie: currentaccounts, die in Actien begriffnen Kapitalien der Unternehmerwelt, nöthig f. ihre Besitzer für laufenden Umschlag u. für Vervollkommnung der Zahlungsmethoden. Der in Schottland v. Natur vorhandne Spartrieb durch die zinstragenden Deposits bei den Banken – noch mehr gestachelt. (237, 38 235–38)
A. Smith sagt schon, dass in Mitte des 18t Jhdts die Banken (schott.) mehr in Umlauf als Geldmünzen; aber damals nur 2 Banken, die v. „Schottland“ u. die „königliche“. 1752 richten sie ein Austausch der v. ihnen beiden wechselseitig erhaltenen Noten; im Mass wie neue Banken aufkamen nahmen sie an diesem gegenseitigen Austausch Theil. Dies begründete wechselseitige Controlle der Banken über einander. Jedes Jede v. irgend welcher Bank ausgegebne, zur Circulation überflüssige Note wanderte in irgend eine Bank als Deposit; wanderte als Deposit direct zur Bank zurück, welche die Note ausgegeben od. In in andrer Bank, die selbigen Tages beim Auswechseln der Noten der verschiednen Banken unter einander sie präsentirte der ersten Bank (welche die Note ausgestellt)[.] Dauert bis dato fort, stützte die Solidität der schott. banks. (238)
Die Handelsbeziehungen Schottlands mit London machten früh f. die Banken nöthig Verbindung der Banken mit Londoner bankers. Häuften sich bei ihnen zu viel freie Kapitalien, so schickten sie selbige nach London; fehlte es dagegen an örtlichen Kapitalien, so schickten sie nach London für rediscount und Blanco Credite. (238)|
Englisches Bankgeschäft in den counties: In der Mitte\(2ten Hälfte) des 18 Jh. vermittelst Privatpersonen, Privathandelsleuten od. Handelspartnerships, aber nicht durch »öffentliche Banken«. In Stadt od. Flecken besonders hervortretender Kaufmann, manufacturer od. Magazinbesitzer, mit grossem Umschlag, reich. Diese Sorte Personen unternahm unter andrem auch als Nebengeschäft die Bankoperationen für die Nachbaren. Ihnen Gelder übergeben zu Aufbewahrung, zur Uebersendung v. einem Ort zum andern; konnten auch Gelder v. ihnen erhalten zu letzterem Zweck; im Mass wie sich diese Operationen ausdehnten konnten sie sich ausschliesslich darauf beschränken und sie zu ihrer einzigen Specialität machen. ⦗Henry Thornton: An enquiry into the nature and effects of the paper credit in Great Britain. Lond. 1802⦘ (239)
Zusammenfassend von
Marx. Marx verweist auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr.
658).
Schließen
Er giebt 2 Beispiele, die den Gang des Dings zeigen
für Stadt Glocester u. Nottingham
(p. 239–41 x) (Aus Lawson, History of Banking, p. 150, 51) ⦗Die Bank v.
Smith,
Payne u. Smith
im 2t
Beispiel, geht aus – ihre Ursprungsdeposits – v. Pächtern im Umkreis v. Nottingham.⦘ Die
Pächter spielen überhaupt (Tooke,
I) grosse Rolle bei Entwicklung der
Provinzial-Privatbanken im 18t Jhdt (also die Entwicklung der Agricultur) wie im
letzten 3t u. 4t Viertel
des 18t Jhdt die Entwicklung
v. engl. Handel u. Industrie. (241)
Bald gaben diese engl. Provinzialbankers zinslose Kreditpapiere (Noten) aus zahlbar in Klingendem to bearer on demand; erste Nachricht darüber 1755 in Newcastle (Lawson: History etc p. 149) Diese Noten der »Privatbanken« (banquiers) circulirten nur in der Provinz. Die Londoner Banquiers sahen, dass dies provincial banking für sie profitlich. Als Agenten f. selbe traten sie in private u. enge Verbindung mit den Provincialen. Netz v. »Privatbanken« bedeckte so England. Die Provincialbankers, concentrirend die freien Mittel auf dem Weg v. Deposits, sandten ihren Londoner Agenten die Kapitalien, für die [sie] keine Beschäftigung an Ort u. Stelle fanden. Umgekehrt: Wenn an Ort u. Stelle nicht freies Kapital genug für das örtliche Bedürfniss, wandten sich die Provincialen an London für Rediscount od. Blanco Credite. (Thornton: Paper credit etc p. 64) (241, 42)
Ireland: 1695 Errichtung öffentlicher Bank gescheitert; Anfang des 18t Jhdts Nachrichten über die Operationen v. »Privat«bankers in Ireland, aber solche nur in Dublin. 1720 Petition f. öffentl. Bank – erfolglos. 1721 Errichtung öffentlicher Bank debattirt in irischem Parlament; die Parlamentsglieder damals unter dem abschreckenden Einfluss der Londoner Börsenkrise v. 1720; im selben Jahr machte das irische Parlament (1721) Gesetz zur Regulation der Operationen der »Privatbankers«; diese gaben oft Noten aus, ohne ihre Verpflichtung erfüllen zu können; durch das Gesetz verordnet, dass nicht auf Präsentation gezahlte Banknoten, sofort Zins zahlen müssten (verzinsbar, Seitens der Bank); die bankers abgeschnitten, ihre Vermögen – um sich leichter vor SchuldZahlung zu decken – auf fremden Namen (nominell an 3t Personen) zu übertragen. (Gilbart: History of banking in Ireland 1836; p. 9) Trotzdem die Noten der privatbankers – 2t Hälfte des 18t Jhdts – sehr verbreitet in Irland; 1753 z. B. in Dublin eine Zahlung f. 1000£ hauptsächlich gemacht in Noten u. hardly 1/10 davon in Gold. Aber Unzahlungsfähigkeit der bankers war gewöhnliche Erscheinung; ihr status besonders shaky in den 50er Jahren des 18t Jhdts; 1759 machte irisches Parlament das s. g. Banquiergesetz; gegen ihre Missbräuche, u. um zu bestimmen die Ordnung bei Liquidation ihrer Geschäfte; erneut das Verbot ihr Vermögen auf 3t Personen zu verschreiben; Ausgabe aller zinstragenden Papiercher durchaus verboten; nur wenn sie nicht gezahlt, konnte Vorzeiger der Noten v. dem banker Zins dafür verlangen. Ende der 60er Jahre des 18t Jahrhdts 4 (private) Bankhäuser in Dublin, u. ebenso 2 Privatbanken in Cork u. 1 in Waterford. (242–43)
1782 erlaubte Irish Parliament erste Actienbank
unter Titel:
„Governor and Compagny of Irish Bank“
Bemerkung
von Marx.
Schließen (Dieser Titel wohl falsch; nachzusehn bei
Gilbart
) Capital ursprünglich |62 festgesetzt
auf 600,000£, wuchs Ende
des 18t Jhdts auf 11/2 Mill. £.; die
Grundlagen der
Bank of
England
entlehnt; Actionärcapital der
englischen Regierung übergeben, dient nicht zur Führung der
laufenden Operationen, sondern nur zu deren Garantie; Bank nur Concession
für Frist, die immer wieder erneuert; kein Actionär durfte unterschreiben
für mehr als 10,000 £ St. Bank darf sich nicht grösseren Credits bedienen
als das
Kapital (Anlage); für Schulden, die darüber hinaus,
fällt Verantwortlichkeit auf die Actionäre; darf
nur 5% bei Discont v. Wechseln nehmen; darf der Regierung
nichts pumpen ohne Bewilligung des Parlaments; keine Handelscompagnie von mehr als 6 partners hat das Recht
sich terminlosen Credits (Zettelausgabe) oder 6monatlichen Credits zu
bedienen. (243–44)
Die engl. Provinzial-Privat-banken ungedrückt durch Concurrenz v. Actienbank, unzulässig v. wegen des Monopols der B. o. E. ; während in Schottland die Actienbanken mit ihrem Netz v. Zweigbanken u. Agenten hauptsächlich die Bankoperationen bei sich concentrirten, Privatbankers hier weggedrückt od. mussten sich verschmelzen mit den Actienbanken. (244)
Schon Mitte des 18t Jhdts das Verhältniss der B. o. E. zur Regierung vollständig entwickelt; sie war ihr banker; sie war die Centralkasse der Regierung, wohin die Einnahmen des Staats flossen u. woraus sie bestritten wurden; führte also laufende Rechnung f. Regierung ⦗[„]la caisse centrale des revenus et des dépenses de l’État“ (Bailly: Administration des finances du Royaume Uni, Paris 1837 vol. I.⦘ Private banker – aber f. Staatsdepositer auf laufende Rechnung, but, im Gegensatz zu andern Deposites „an infinitely larger interest in all the operations of the Bank“. (Evidence of Mr Hoare (ein Bank of England Director) before Commons Committee of 1797 on outstanding demands of the Bank. (reprinted in 1826) Hauptkassirer der Bank (Newland) sagt in „Evidence before Lords Committee of 1797 on the order in council of 26 Feb. 1797“: [„]100 000 £. St. klingender Münze völlig hinreichend, um das ganze Geschäft auf Rechnung der Staatskasse zu führen, u. unterdess werden alle Einzelheiten dieses Geschäfts v. der Bank executirt“, als da waren: Zinszahlung für Staatsschuld, Entgegennahme der Subscriptionen f. neue Anleihen (bis Ende des 18t Jhdts), Rechnungsführung f. Uebertragung der Gläubigerrechte auf die Staatschuld (transfers) (245–46)
In den Verhältnissen zwischen B. o. E. u. Publicus die Zahlungen für Einkünfte u. Ausgaben der Staatskasse mit wenig Baarem geführt, zum grössten Theil mit Banknoten, cheques u. Bucheinschreibungen. Zwischen Bank u. Staatskasse Zahlungen (Seitens des Staats) mit Exchequer bills. In der Provinz hatte die Regierung private bankers, die als Steuereinnehmer fungirten. (246)
Directe Unterstützung der Regierung durch die Bank: Sobald das Parlament der Regierung neue Ressourcen bewilligt – durch Steuern od. Anleihen – machte Bank auf diese Sicherheiten hin der Regierung Avancen, zahlbar durch die Einkünfte aus jenen Ressourcen; die Avancen gemacht in Banknoten, die so in Circulation geworfen; diese Avancen meist schon gedeckt durch die ordinairen StaatsEinnahmen; so Kurzterminigkeit der Avancen auf laufende Rechnung (schwebende Schuld) der Regierung v. vorn herein gesichert; als Kassenhalter der Regierung hatte die Bank die Mittel ihres Schuldners (der Regierung) sous main; hence unabhängig vom Finanzministerium; die Regierungsschuldscheine, die Bank in Hand, hatten alle Eigenschaften tadellosen Portefeuille’s. Avancen an die Kasse eine der ältesten Operationen der B. o. E. (246, 47)
Die Discontoperation Marx verweist auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658).
Schließen (Sieh p. 247,
Note +) war relativ
im 18t Jhdt nicht v. grossem Umfang; wichtiger
waren ihre kurzterminige loans an Private auf government securities, „a comparatively small part
only being lent to the merchants in the way of discount“. (Thornton,
Paper Credit etc) |63
Deposits der Regierung bei ihr
bedeutender als die der Privaten u. sie pumpte der
Regierung mehr als der commerciellen
industriellen Welt. Mit dem Publicum mehr in
indirectem Verkehr vermittelst private bankers u. Wechselmäkler. Aber
ersetzte durch ihre Noten in Händen des Publicums das
Geld. Die Rolle, die der
Londoner Geldmarkt in den Provinzen,
spielte die
B. o. E. in London selbst; sie
selbst Gravitationscentrum des Londoner
Geldmarkts; im letzten Viertel des
18 Jhd. sie bereits anerkannt als Hauptorgan u. Erhalter
des Geldmechanismus des Landes. „The original practice of most of the country banks is to
collect all the gold in the respective counties, and send it up to London, from whence
it is carried to the B. o. England.“ (
Hoare’s evidence, p. 53.) Fehlte es irgendwo den
Provinzialbanken an Geld, so wandten sie sich an die London private
bankers u. diese hinwiederum an die
B. o. E. So, wie es heisst in Report
of Lords secret Committee of 1797 on the Bank, p. 250: „The bank of England is at the head of all circulation. It
is the great repository of the spare cash of the
nation. It is subject to be called on for cash, directly or indirectly, by
those who are in want of it and is necessarily sensible of every material
failure or distress, which arises from any deficiency or want of coin, in
every part of this kingdom or Ireland.“ „The bank of England is generally
considered as the repository of cash, on which every
individual of the country, who is in want of guinaes, has a right to draw.“
(Evidence of Henry
Thornton before Commons secret committee of 1797 on the
Bank, p. 76) (247, 48[, 49])
„Die örtlichen Händler“ sagt Thornton
(Papercredit)
unter genauer Controlle der Provinzialbanken (private banks), diese
unter der London Private Banks, diese unter der der B. o. E. (249,
50)
„Unterschied“, sagt selber Henry Thornton (before Commons Committee of 1797, p. 76 u. before Lords Committee of 1797, p. 80, 81) der B. o. E. v. andern Banken sehr gross. Die Provinzialbanken operiren mehr mit Deposits als durch Notenausgabe; geben weniger Noten aus auf bearer on demand u. mehr zinstragende Depositscheine mit Zahlung nach gewissem Termin auf Präsentation. Die Depositäre nicht so erschreckbar wie die Halter v. Noten; letztere fallen in die Hände der niedrigsten Bevölkerungsschichte; diese weiss nicht zu unterscheiden zwischen soliden u. nicht soliden Banken; wenn daher Noten der letztern irgendwie in Misscredit gerathen, verlangen sie baare Zahlung v. allen Banken; ausserdem drücken die Provinzialbanken oft aufeinander; ist eine von ihnen zur Zeit nicht hinreichend mit Geld versehn, so fischt sie fremde Noten auf u. präsentirt sie sofort zur Zahlung in Geld. Die Bank of England hat dagegen keine Concurrenten u. ihre Noten nicht verwechselbar mit denen andrer Banken. Contrahiren die Provincial Banken ihre Circulation, so bringt das kein Ungemach hervor; wenn die B. o. E., so kann die Leere nur durch Baares ausgefüllt werden. (250)
Für das letzte Viertel des 18t Jhdts schon mixed circulation bewusste Thatsache; „sie besteht“, sagt H. Thornton, vor Commons Committee of 1797 p. 38 71 , „aus Goldmünze, Banknoten u. Wechseln“. Geld, sagt H. Thornton (Lords Committee 1797, p. 72) [„]nicht passend f. bedeutende Umsätze, bes. die v. London“; „das Land weiss aber, sagt Walter Boyd (before Commons Committee 1797), dass es stets vom Ausland so viel Gold haben kann, wie es braucht.“ Hauptcirculationsmittel in London B. o. E. notes; davon schon sehr wenig 20–30 Meilen v. London entfernt. (251)
In den Provinzen für kleine Zahlungen viel baares Geld nöthig; dann Noten von Provinzialbanken in Umlauf; in einigen Orten, wie Liverpool u. Manchester für Zahlungen nur Geld und Wechsel – keine Noten – angewandt. In Manufacturdistrikten
Zusatz von Marx.
Schließen (v. wegen der Arbeiter)
klingende Münze in grösstem Umlauf, in Agrikulturdistricten mehr Banknoten
Zusatz von Marx.
Schließen (provinziale). Ueber die Menge
der ausgegebnen Provinzialnoten keine Nachweise für jene Zeit.
Notenumlauf in Schottland war 11/5 – 11/2 Mill. £.
St. ([251,] 252)
Periode beginnend mit 1778, – in fact Periode v. 1778–1789 Operationen der B. o. E. Tabellen. (252–53)|
| Perioden. | Edler Metall vorrath. | Banknoten. | Laufende Staatschuld. | Commercielles Portefeuille. | Deposits |
|---|---|---|---|---|---|
| 1778–82 | 3,085,000 | 7,348,000 | 8,126,000 | 3,120,000 | 5,492,000 |
| 1783–87 | 3,554,000 | 7,178,000 | 8,027,000 | 3,658,000 | 5,721,000 |
| 1788–89 | 7,124,000 | 10,122,000 | 6,147,000 | 2,877,000 | 5,661,000 |
| 1778–1789 | 3,954,000 | 7,764,000 | 7,754,000 | 3,303,000 | 5,616,000 |
Verglichen mit 1771–77 DurchschnittsNotenausgabe nur gewachsen f. 1778–89 v. 7,442,000£ auf 7,764,000£., i. e. um 297,000 332,000£. Und dies Periode des grössten ökonom. Fortschritts, aber die B. o. E. damals enger in Verbindung mit Finanzministerium als der commerciellen industriellen Welt. (253)
Die
#e268Periode BIS 2,944,000£) °] Hervorhebungen, die Gestaltung der Beträge
als Tabelle sowie der Abschnitt „Die Wiederspiegelung“ bis
„2,944,000£)“ von Marx.
Schließen
Periode v. 1778–89 umfasst 5 Kriegs- u. 7 Friedensjahre; in
den leztern braucht Regierung weniger Hilfe v. B. o. E.
| Die 5 Kriegsjahre: | 1778–1782: | Noten in Umlauf | = | 7,348,000£.; | Forderung an Staatskasse | 8,126,000£ | |
| In den folgenden 5 Friedensjahren: | 1783–87: | 〃 〃 〃 | = | 7,178,000£; | 〃 〃 〃 〃 | 8,027,000 〃 | |
|
Bemerkung von
Marx. Schließen 170,000 weniger. |
Bemerkung von
Marx. Schließen 99,000 weniger |
Aber trotz des verminderten Notenumlaufs hat die Bank grösseres commercielles Portefeuille als in den 5 Kriegsjahren, nämlich: 3,658,000£ gegen 3,120,000; Differenz ⦗minimal von 538,000£⦘.
Bemerkung von Marx auf Grundlage der Angaben bei Kaufmann,
S. 253/254. Die folgende Tabelle ebenfalls von Marx auf Grundlage
der Angaben bei Kaufmann, S. 253/254.
Schließen Die Wiederspieglung dieser ökonom. entscheidenden
Periode
drückt sich in einem andern von der B. o. E. ganz unabhängigen Umstand aus, nämlich in
dem starken Zufluss v. edlen
Metallen 1788–89, der sich fast
verdoppelt u. weil die Besitzer dieses Metalls
dafür Noten nehmen, wächst die Notenausgabe f. 1788–89 verglichen mit 1783–87
| auf | 10,122,000 | ||
| von | 7,178,000 | ||
| 2,944,000 | (Zuwachs v. 2,944,000£) | (253, 54) |
#e269Vergleich BIS 781,000£.°] Hervorhebungen – außer
„ausschliesslich“ bis „Staatsfinanz“ -, die Gestaltung der Beträge
als Tabelle sowie der Abschnitt „Im“ bis „781,000£.” auf der
Grundlage der vorangehenden Tabellen von Marx.
Schließen
Vergleich v. Belauf der Banknotenausgabe mit
ihrem laufenden Guthaben an Staatskasse:
| Im Durchschnittsumlauf hatte die Bank: 1778–89 | £:7,764,000; |
| schwebende Regierungschuld an sie: | £7,754,000, |
| Total dette flottante Englands: | £.10,274,000. |
Die Coincidenz zwischen Notenausgabe u. Forderung an Regierung, zeigt dass die Notenausgabe ausschliesslich im Interesse der Staatsfinanz; Bank ging nicht über die Grenzen hinaus, innerhalb deren ihre Notenausgabe gedeckt durch kurzterminige Regierungsschuld. In den 10 J. 1778–87 Notenausgabe kleiner als laufende Forderung der Bank an Regierung; nur in
| der Friedenszeit 1788–89 | Notenausgabe | = | 10,122,000£ | |
| Forderung an Regierung | = | 6,147,000 〃 | ||
| £3,975,000 | Ueberschuss v. Notenausgabe über Guthaben an Regierung, |
aber auch dies nur in Folge des grossen Metalleinflusses (in Folge des ökonomischen Fortschritts), vom Publicum gegen Noten umgewechselt.
| Gleichzeitig | 1788–89 | Commercielles Portefeuille | = | 2,877,000£. | ||
| 1783–87 | 〃 〃 〃 | = | 3,658,000£ | also Abnahme = 781,000£. | ||
Aus dieser Abnahme des Portefeuilles folgt, dass Bank nicht die Notenausgabe durch WechselDiscontoperation erhöhte. (254, 55)|
Guthaben an Regierung am niedrigsten 1788–89; dennoch
mehr als 2 × grösser denn Portefeuille. Nach Zeugniss
der Directoren der
Bank of England
(Lords Committee of 1797 on the order in council of
26 Feb. 1797“ )
etc (p. 255 Marx verweist
auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr.
658).
Schließen Note x
) hatte sie Regel keine
Wechsel zu discontiren, deren Termin länger als
65 Tage; 12 Monate dagegen für Vorschüsse auf
StaatsPapiere
(Leihen an andre Banken etc) (254, 55)
Bank of England strebte zwischen ihrem Geldvorrath u. Noten Verhältniss von 3 : 5 zu halten; i. e. f. die Noten 60% in baribus in Deckung zu halten. Aus ihren Bilanzen f. 1778–89 ersichtlich:
| 1778–82 | Verhältniss zwischen Metallkasse u. Banknoten | = 3 : 71/10; | i. e. Metalldeckung zu 42%; |
| 1783–87 | 〃 〃 〃 〃 〃 〃 | = 3 : 6; | i. e. 〃 〃 〃 50% |
| 1788 1778–89 | 〃 〃 〃 〃 〃 〃 | = 3 : 53/4 54/5 ; | i. e. 〃 〃 〃 51%. |
Hence in Kriegsjahren Noten minder mit Metall gedeckt als in Friedenszeit. Einfluss der Regierungsbedürfnisse auf ungedeckte Notencirculation:
| Im Durchschnitt: | 1778–82 | (Kriegszeit) | = £4,263,000 | |
| 1783–87 | = 〃3,624,000 | |||
| 1788–89 | = 〃2,998,000, | |||
| u. in Totaldurchschnitt | v. 1778–89 | = 〃3,810,000. | (p. 255–56) |
Bankgeschäft u. industrielle (Maschinenepoche) u. agricole Umwälzung nebst
Einfluss der ökonomisch durch ihre Unabhängigkeit zu neu
entdecktem Exploitationsland gewordnen U. States of Northamerica.
Die Periode, worin das Banksystem in United Kingdom seine jetzigen Grundlagen erhielt, umfasst die 60er, 70er u. 80er Jahre des 18t. Jhdts. Die Bankgründung damals gegründet auf den glänzenden Fortschritt in Industrie (Geburtszeit der grossen Industrie), Handel u. Agricultur. Nach Beendigung des 7jährigen Kriegs beginnt Epoche der Dampfmaschinen; grossen andren Mechanischen Erfindungen; dann mit der Unabhängigkeit der U. St. ökonomische Revolution so wichtig wie die durch Entdeckung v. America herbeigeführte. (u. a. Baumwollrevolution) Hence allgemeiner spirit of enterprise; auch in banking department (sieh z. B. in den 60er Jahren den Schwindel der Ayrebank bei A. Smith). (256)
Crise v. 1772 (Panik im Juni
1772) erste Frucht des Aufschwungs
des Geschäfts seit Ende des 7jährigen Kriegs (1763)[.]
Erster Krach v. Privatbank
in England: Firma Niel
Bemerkung von Marx.
Schließen (er schreibt: Ниль)
et Co; horror in London; 525
Bankerutte in London. Uebrigens nur örtliche
Londoner Crisis: „It was evidently
a partial and not a general revulsion.“ (Francis
Baring:
Observation Observations on the Bank of England and of the paper circulation of the
country.
Lond. 1797
p. 14)
B. o. E.
nicht berührt davon, unterstützte private
banks; Zeit der Feindschaft mit ihnen bereits thing of the past;
Crisis v. 1772 dauerte nicht lang in England; aber
verbreitete ihren Einfluss auf Holland u. Frankreich u.
wüthete dort noch 1773. (p. 256, 57)
Ueber letzteres:
#e274Ueber BIS 1787 °] Bemerkungen in eckigen Klammern
von Marx.
Schließen
Baring (Francis)
l. c.; Macpherson, „Annals of
commerce“ III, 524; Francis:
Hist. of the B. o. E. vol. I,
p. 175–77; endlich Francis: La bourse de Londres p. 120–131, 145.
|
1759 fing
B. o. E.
an Noten unter 20£
– zu 15£ u. 10£ Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗sieh Näheres bei Cobbett⦘ auszugeben; Provinzialbanken noch niedrigere; fing in Provinz an, seit
Belebung des Geschäfts ⦗seit Ende des 7jähr. Kriegs⦘,
mancher Bursch an „banker“ vor seine Thür
auszuhängen, der ausser diesem Aushängeschild keinen weiteren Beruf zu
diesem Geschäft besass. Nach der Crise v.
1772 Parlamentsaufmerksamkeit auf Provincial banks gezogen u. a. in
Folge dieser s. g. „banker.“; Commission ernannt, u. aus dieser Experten in
Provinzen geschickt; erklärten das Uebel sei besonders
stark eingewurzelt in Yorkshire; dort Noten
ausgegeben zum NominalBetrag v. 1 u. 11/2sh.
Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗die Ausgabe niedrigerer Noten bewies
unter anderm, dass die Bank tiefer eindrang in commerc.
industrielles Leben.⦘ Durch Gesetz v. 1775
Ausgabe v. Noten unter 1£ St., 1777 v. Noten unter 5£ verboten; (15 George III, c. 51 u. 17.
Geo. III c. 30[)]. Diese Gesetze
Anfangs blos temporär; 1787 wurden sie unbedingt
gemacht (27 Geo. III Cap. 16.) (257–58)
1783 u. 84. (Bankkrise)
B. o. E.
kam
diesmal selbst arg in Klemme; sie hatte Regierung stark unterstützt
während amerikanischen
Unabhängigkeitskriegs. Zusatz von Marx.
Schließen (1774–1783. ⦗Notabene: 1774 Schotte James
Watt
verbessert die v.
Savary Savery
(1705) erfundne
Dampfmaschine⦘ 1776
Unabhängigkeitserklärung der 13 vereinigten
nordamericanischen Staaten. (1780 Bewaffnete nordische Neutralität gegen England durch
Catherina II gestiftet.) 1781 Niederlage der Engländer bei Yorktown) . Im selben Jahr
17883 1783 Friede v. Versailles, Anerkennung der Unabhängigkeit der
Ver. Staaten
)
August 1780 Lage der B. o. E. noch sehr befriedigend; Circulation: 61/3 Mill. Noten, Deposits 62/3 Mill. £, Goldvorrath 44/5 Mill. £ St.;
Februar 1782:
8 Mill. £. Noten in Umlauf, Goldvorrath nur noch 21/6 Mill. £; ihre loans an Staat gestiegen in dieser
Zeit von 63/4 zu 101/3 Mill. £. Bank contrahirte nun ihre commerciellen Operationen, um
die gemachten loans an Publicum zurückzukriegen u.
Notencirculation zu beschränken; diese Massregel paralysirt durch Verminderung der Deposits; bei
unbedeutender Contraction der Notencirculation – für 72/3 Mill. £ blieben in Umlauf – während Goldvorrath noch tiefer
fiel – auf Bei
Kaufman, S. 258: 11/3
Schließen 11/4
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗? Ist das 1/4 richtig? er schreibt 3/4
⦘ Mill. £. Bemerkung von Marx.
Schließen Perhaps: 14/5?
Im Lauf von 1783 zahlte Staatskasse an Bank zurück 21/3 Mill. £; aber Bank verwandte sie auf Ausdehnung ihrer commerciellen Operationen; Publicum brauchte Gold zur Zahlung in’s Ausland; Goldvorrath der Bank fiel auf die nichtige Summe v. 590,000£, wenn Gold gefordert werden konnte v. Bank für Noten – 6 Mill. £, für Deposits ditto 6 Mill. £; so hätte Bank Bankerott machen müssen, wenn nicht
Ende 1784 Golddrain ins Ausland sich vermindert hätte.
August 1785 hatte sie wieder in Kasse 51/2 Mill. £. hauptsächlich aus Rückzahlung Seitens der Regierung.
Notabene:
1783–84 wusste Niemand ausser den Directoren
der B. o. E. um ihre Lage; die
Rechnungsberichte erst viel später publicirt. (258–60) In
den 80er Jahren des
18t Jhdts wieder grosse
Productionsentwicklung; rasche Kapitalaccumulation,
zum grössten Theil angewandt in Maschinenbau u. Entwicklung innerer
Schiffahrt; keine neue Forderungen der Regierung an
den Geldmarkt, bis dato unerhörter Aufschwung v. Industrie u.
Handel; Zahl der Händler u. Industriellen
wuchs bedeutend; grosse
Schließen grausse Profite. Dies zusammen mit
Ueberfluss an (Geld)Kapitalien rief bedeutende
Erweiterung des Credits hervor; der ökonom.
Fortschritt offenbarte sich handgreiflich in Zufluss
edler Metalle von Ausland; so dass:
1789 Goldvorrath der B. o. E. angewachsen zu 82/3 Mill. £. In selber Zeit bedeutende Vermehrung der Provinzialbanken. Aber, aber auch schwere
Crise v. 1793 in England, Holland u. Hamburg.
November 1792 grosse Anzahl von Bankerutten; Frühling u. Sommer 1793 noch mehr; 1790 747 Bankerotte, 1791 – 769, 1792 – 934, 1793 – 1956 (Appendix to #e276a Lords
BIS BISpayments°] Reports respecting the Bank of England
resuming cash payments: viz. the first and second reports by
the Lords committees appointed a Sectret Committee to
enquire into the state of the Bank of England, with respect
to the expediency of the resumption of cash payments; with
minutes of evidence, and an appendix, etc. London
1819.
Schließen Lords Committee of 1819 on resuming Cash
payments, p. 426)|
Zur Orientierung wiederholte Marx über
dieser Zeile noch einmal die Überschrift und schrieb: „Crise
v. 1793“
Schließen Diesmal (1793) die Crise v. allgemeinem
Charakter – England, Schottland,
Irland. „Ihrem Einfluss unterworfen alle Theile
des U. Kingd. u. alle Arten v. Eigenthum.“ (Baring:
Observations etc
Lond. 1797, p. 15) Fiel besonders heftig auf
die
„Provincial banks“, die auch viel gesündigt;
trieben Credit über alle Grenzen; wurden schwer gezüchtigt. (Tooke:
Hist. of Prices) Ihre Zahl war gewachsen auf 280
(Elisson’s
evidence before Lords committee of 1797, p. 87); im Jahr 1793 stellten 100 davon Zahlung ein (Macpherson:
Annals. IV, 265–70), schliesslich nur 26 bankerutt. Allgemeines Misstrauen u.
Creditlosigkeit. Selbst
Bank of Scotland
u.
(schottische) „Königliche
Bank“ in Klemme; Pitt lud ein bei sich Hauptrepräsentanten des
Handels; Staatshilfe beschlossen; Parlament
bewilligte dafür 5 Mill. £, wovon jedoch nur 24/5 Mill. £ verausgabt.
Auf B. o. E. wirkte
Crise v. 1793 so far, dass ihr Geldvorrath fiel auf 4 Mill. £.;
ihre commerciellen Operationen damals stiegen
auf 61/2 Mill. £., bis zu dieser Zeit noch nie vorher von
ihr erreichte Höhe. (260–61. cf. Citat p. 261 Marx verweist auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr.
658).
Schließen x Note. +
)
Er giebt schliesslich (sieh p. 261–62) folgende #e277 Tabelle
BIS 78°] Diese Tabelle hatte Kaufman aus der
Tabelle errechnet, die er vorher auf S. 252/253 aus dem „app. No
5 to Commons Committee of 1833 on the Bank of England Charter”.
In: „Parliam. Return on the National Debt from 1688 to 1857“
entnommen hatte und von Marx nicht vollständig, sondern nur in
ihrer zusammenfassenden Form exzerpiert wurde (siehe S. 000.00-00). – Hervorhebungen von
Marx.
Schließen Tabelle in procentiger
Berechnung für B. o. E.
: (In
den % ausgedrückt z. B. wieviel in Schuld an Beginn von
Bankoperation etc)
| 1) Schwebende Regierungschuld (an Bank o. E.) | 1) Schwebende Reg.schuld. | 2) Commercielles Portefeuille. | 2) Commerc. Portef. | 3) Verhältniss v. Goldvorrath zu Notenausgabe. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahre. | I Halbjahr. | II Halbjahr. | I Halbjahr. | II Halbjahr. | I Halbjahr. | II Halbjahr. |
| 1778 | 70% | 68% | 30% | 32% | 27% | 46% |
| 1779 | 81 | 76 | 19 | 24 | 41 | 55 |
| 1780 | 84 | 65 | 16 | 35 | 43 | 65 |
| 1781 | 77 | 60 | 23 | 40 | 46 | 45 |
| 1782 | 75 | 67 | 25 | 33 | 27 | 29 |
| 1783 | 78 | 69 | 22 | 31 | 17 | 10 |
| 1784 | 67 | 67 | 33 | 33 | 11 | 28 |
| 1785 | 56 | 68 | 41 | 32 | 46 | 84 |
| 1786 | 66 | 77 | 34 | 23 | 79 | 77 |
| 1787 | 65 | 68 | 35 | 32 | 67 | 65 |
| 1788 | 66 | 77 | 34 | 24 | 60 | 69 |
| 1789 | 75 | 83 | 25 | 17 | 74 | 78 |
| (p. 261–62) | ||||||
| 1694–97 | 8%, | alle 3 Monate ausgezahlt. |
| September 1698 | 7% | |
| 1699 in März | 41/2%, | in September 5% |
| 1700 | 103/4%. | |
| 1701 | 9% | |
| 1702 | 12 | |
| 1703 | 161/2 | |
| 1704 | 153/4 | |
| 1705 | 151/2 | |
| 1706 | 181/4 | |
| 1707 | 73/4 | |
| 1708 | 121/2 | |
| 1709–20 | 8–81/2 | |
| 1721–52 | 5–6 | |
| 1753–64 | 41/2 | |
| 1765–87 | 5–6% | |
| 1788–99 | jährlich an 7% | |
| Seit 1756 Theil ihrer Profite zur Bildung v. Reservekapital anzuwenden, heisst: „rest“. | ||
| Dieser „rest“ am 28 Februar | 1778 = 1,529,000£. | |
| 1788 = 2,870,000£. | ||
| (p. 262)| | ||
IX Chapter. Periode des unconvertiblen
Papiergelds.
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Krieg mit Frankreich beginnt
Februar 1793.⦘ ⦗
Pitt
chancellor of Exchequer v. 1783–1803⦘
| Die Schuld contrahirt f. Krieg in England | 1688–1793 | = | 311,714,000£; | |
| Von 1815–1869 | = | 92,541,000£. | ||
| Summa | = | 404,255,000 | ||
| f. Krieg v. 1793–1815 | = | 831,446,000 | ||
| Die Gesammte Extraausgabe (für Armee, Flotte etc eingerechnet) v. U. K. | 1688–1869 für 180 Kriegsjahre | = | 1,235,701,000£, | wovon 2/3 od.
66% f. Krieg 1793–1815 (Parliam. Return of 1869 on Public Income and
#e* Expenditure.°] Bei Kaufman, II, S.
266: Expenditure, vol. II, pp. 707, 708. – Siehe Public
income and expenditure: Return to an order of the honourable
the House of Commons, dated 24 July 1866; – for „Accounts of
the net public income and expenditure of Great Britain, in
each financial year from 1688 … to 5 January 1801 … Accounts
of the gross public income of Great Britain … for each
financial year from 5 January 1801 … to 5 January 1817“ … In
two parts … Ordered by the House of Commons to be printed 29
July 1869. London 1869. Schließen Expenditure.) |
An Steuern zog engl. Regierung v. 1793–1815 = 11031/2 Mill. £. St., Anleihen für 12761/10 Mill. £. St., zusammen = 59,4911/2 Mill. francs = 14.872.850.000 Silberrubel. (p. 266)
Vor 1791 konnte engl. Regierung für laufende Rechnung kein floating debt mit B. o. E. contrahiren ohne Parlamentsbeschluss. Pitt vernichtete diese »Unannehmlichkeit« durch Gesetz v. 7 Mai 1793. England hatte den Vorzug, dass seine Kriege nie im Land selbst, sondern stets im Ausland geführt; hence aber auch der drawback: bedeutende Baarzahlungen zu leisten im Ausland. Diese Zahlungen ausgeführt durch Wechsel trassirt auf die treasury (die Staatskasse), acceptirt durch die Lords-Commissaire of the Treasury; diese Lords-Commissaire erzielten solche Wechsel gezahlt v. B. o. E. als dem Regierungsbanker. Schon während der früheren Kriege verlangte die Regierung manchmal, Credit bei der Bank f. Zahlung auf diese Exchequer-Wechsel. Die Nothwendigkeit augenblicklicher Zahlung trieb die Bank dann u. wann zur Ueberschreitung der vom Parlament für floating loans für die Periode gezognen Grenzen; die B. o. E. setzte sich so aller Gefahr der Verantwortlichkeit [aus]; bei geheimer Vorberathung des Pitt’schen Gesetzvorschlags (v. 7 Mai 1793) schlug daher einer der Bankdirectoren vor ( Bosanquet ; sieh seine evidence vor Lords secret committee on the order in council of 26 Feb. 1796) das Parlament solle gewisse Summe festsetzen (100 od. 150 000 £) innerhalb derer die Bank (über die vom Parlament anberaumten anberaumte loangrenze hinaus) sich frei bewegen könne; Pitt – wie Lord Grey später in ParlamentsRede über Gesetz v. 7 Mai ’93 sagte – (Hansard Parl. Hist. vol. 32 p. 909–10) – „surreptitiously introduced a clause“, worin diese Beschränkung fortfiel, od. wie Bosanquet l. c. sagte v. seiner Beschränkungsclausel: „how the idea of a limit happened to go off, or why the clause was left at large in the act of Parliament, I do not know. … The real fact is, that I did not know that the clause was carried through without a limitation until the Act passed.“ Also Pitt, durch one bold maneuvre emancipirte sich für floating debt mit B. o. E. contrahirt von Parlamentscontrolle und unterwarf B. o. E. seiner Diktatur. Durch jenes Gesetz (7 Mai 1793) der Bank erlaubt zu zahlen „treasury bills of exchange“ ohne Begrenzung der Summe u. ohne vorläufige Erlaubniss des Parlaments. Nur am Ende v. Jahr die Bank verpflichtet dem Parlament »Rechnung« abzustatten über die v. ihr der treasury ausgehändigten Summen. (268 267–69)|
| 1) | 2) | 3) | 4) | 5) | 6) | 7) | 8) | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Goldvorrath | % Verhältniss v. Gold zu Banknoten | Umlaufende Banknoten | Floating Regierungsdebt an Bank | Commercielles Portefeuille | % Verh. der floating debt | % Verhältniss des commerciell. Portefeuilles | Deposits | Cours der 3% Consols. | ||
| 28 Feb. ’90 | £8,633,000 | 86% | £10,041,000 | £8,347,000 | £1,985,000 | 81% | 19% | £6,223,000 | 775/8 | |
| 31 Aug. 〃 | 8,386,000 | 73〃 | 11,433,000 | 10,047,000 | 1,956,000 | 84〃 | 16〃 | 6,199,000 | 763/4 | |
| 28 Feb. ’91 | 7,869,000 | 67〃 | 11,439,000 | 10,380,000 | 2,222,000 | 82〃 | 18〃 | 6,364,000 | 805/8 | |
| 31 Aug. 〃 | 8,056,000 | 69〃 | 11,672,000 | 10,921,000 | 1,899,000 | 85〃 | 15〃 | 6,438,000 | 881/2 | |
| 28 29 Feb. ’92 | 6,468,000 | 57〃 | 11,307,000 | 9,939,000 | 3,130,000 | 76〃 | 24〃 | 5,523,000 | 96 | |
| 31 Aug. 〃 | 5,357,000 | 49〃 | 11,006,000 | 10,715,000 | 3,191,000 | 77〃 | 20〃 | 5,526,000 | 89 | |
| 28 Feb. ’93 | * 4,011,000 | 34〃 | * 11,889,000 | * 9,549,000 | 6,456,000 | 60〃 | 43〃 | 5,346,000 | * 721/4 | |
| 31 Aug. 〃 | 5,322,000 | 49〃 | 10,865,000 | * 10,382,000 | 4,428,000 | 70〃 | 30〃 | 6,443,000 | 761/4 | |
| 28 Feb. ’94 | 6,987,000 | 65〃 | 10,744,000 | 9,951,000 | 4,574,000 | 69〃 | 31〃 | 7,892,000 | 663/8 | |
| 31 Aug. 〃 | 6,770,000 | 66〃 | 10,287,000 | 8,863,000 | 3,583,000 | 71〃 | 29〃 | 5,936,000 | 663/4 | |
| 29 Feb. ’95 | 6,128,000 | 44〃 | 14,018,000 | * 13,164,000 | 3,647,000 | 78〃 | 22〃 | 5,973,000 | 623/4 | |
| 31 Aug. 〃 | 5,136,000 | 47〃 | 10,862,000 | 13,250,000 | 3,739,000 | 78〃 | 22〃 | 8,155,000 | 675/8 | |
| 28 Feb. ’96 | 2,540,000 | 24〃 | 10,730,000 | 12,952,000 | 4,188,000 | 76〃 | 24〃 | 5,702,000 | 67 5/3 5/8 | |
| 31 Aug. 〃 | 2,123,000 | 23〃 | 9,247,000 | 10,875,000 | 6,150,000 | 64〃 | 36〃 | 6,656,000 | * 555/8 | (p. 270) |
Jahre 1790–91 tragen noch Character der vorhergehenden 2 Jahre: Goldvorrath gross, Regierungsschuld kleiner als Notenumlauf, Commercielles Portefeuille bedeutend niedriger als früher. 1792 u. Anfang 1793 tragen schon Character annähernder Crise (der v. 1793): Starke Abnahme des Goldvorraths, bedeutendes Wachsen des commerciellen Portefeuilles.
| 1) | 2) | 3) | 4) | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Perioden | Goldvorrath | Banknoten. | Schwebende Regierungsschuld | Commercielles Portefeuille | Deposits |
| 1790–92 | 7,462,000 | 11,148,000 | 10,058,000 | 2,397,000 | 6,045,000 |
| 1793–96 | 4,456,000 | 10,924,000 | 11,189,000 | 4,654,000 | 6,333,000 |
Zeigt nur starke Abnahme des Goldvorraths, unbedeutende Veränderung im Betrag der Banknoten, nicht starkes Wachsen der schwebenden Schuld, Verdopplung des commerc. Portefeuilles. (270) Verminderung des Goldvorraths jedoch schon mehr als 40% des ganzen Notenbetrags. (271)|
Bemerkung von
Marx.
Schließen
Mehr ins Detail gehende
Angaben (resp. Tabellen) p.
272–74.
Folgt daraus oder vielmehr scheint daraus zu folgen,
dass 1793 u. 1794 nichts Abnormales in Verhältniss
v. Bank u. Regierung. Im Jahr 1793 zeigt Ausfuhr u. Einfuhr noch Nachwehen
der industriellen commerciellen Crise v.
1793; aber 1794 wuchs Ausfuhr auf 26,749,000£, d. h. um £1,844,000 gegen 1792, um
6,359,000£ gegen Crisisjahr 1793, und um 10,628,000£ (an 66%) gegen das was es 10 Jahr vorher
gewesen; Wechselkurse f. England günstig. ( Marx verweist auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Dort Verweis auf den
Wechselkurs in „Lords Com. of 1819, pp. 332–5.“
Schließen cf. Note * p. 275
)
Die Crisis v. 1793 verderblich f.
die private Provincial banks; ihre Zahl nahm ab v. 280 auf 230; die
übrigbleibenden erweiterten ihre Operationen nicht entsprechend der
Vermindrung ihrer Gesammtzahl; ihre Notenausgabe damals bedeutend
contrahirt; hielten bei kleinerem Notenumlauf grössere Geldkasse; machten
weniger Jagd auf Credit auf die Londoner Agenten; überhaupt nach
Crisis 1793 in den ersten Zeiten Contraction v. Credit; u. durch
alles das f. 1793 u. 1794 erweitert das Feld f.
B. o. E., noch mehr gefördert durch die Entwicklung v.
Handel u. Industrie. (p. 275, Marx verweist auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr.
658).
Schließen auch Noten ib. u. *
)
Aus den (sieh vorige Seite) gegebnen Tabellen folgt ferner, zusammengestellt mit früherem:
| Laufende Regierungschuld an Bank: | 1778–82 | = £8,126,000; | |
| 1783–87 | = 〃8,027,000 | ||
| 1788–89 | = 〃 6,047,000 6,147,000. | ||
| In den 3 Friedensjahren | 1790–92 | wächst Durchschnittsumme | = £10,058,000; |
| Zugleich wächst | Notencirculation v. £10,122,000 | auf £11,148,000, | i. e. um £1,026,000. |
| Goldvorrath | wächst nur | um £338,000 | |
| Der Umfang der Noten, nicht gedeckt durch Metall | wächst 1790–93 | um £688,000 | |
| (früher = 2,998,000) | jetzt = 3,686,000. |
Da für dieselben 2 Perioden das commercielle Portefeuille fiel v. £2,887,000 auf 2,397,000, offenbar, dass das Wachsthum der Notencirculation nur geschuldet der Regierungspumperei. (271)
Während 1790–92 nichts Neues vorgegangen in dem officiellem officiellen Verhältniss v. Regierung u. B. o. E.; u. die Beträge\Zahl von 1793–96 unterscheiden sich nur wenig von denen von 1790–92. (l. c.) (cf. p. 272–75)
Der Einfluss des Kriegs (beginnend Febr. 1793):
| 1) Etwas Vertheuerung u. daher Vermehrung der Ausgaben v. Regierung u. Privaten; | ||||
| 2) Krieg ruft hervor grosse Vermehrung von Werthpapieren ⦗u. daher auch Handel darin u. Geldkapital operirend darin⦘, nämlich neuen Staatsobligationen. | ||||
| 1793–94 | RegierungsAnleihen geschlossen (consolidirt u. floating) | = | £35,390,000. | |
| Von Regierung Schulden gezahlt | = | 22,765,000. | ([275,] 276) | |
Ende 1794 zeigt weniger günstigen Character. Gesammtsumme der Regierungsschuld an
Bank of England
überschreitet nicht die
gewohnten Schranken, aber, aber die Composition der Schuld wird v. bedenklichem
Character. Pitt zieht nun Geld der Bank – ohne vorherige Parlamentsgutheissung u. vom
Parlament angewiesnen Ressourcen zur Deckung, – auf treasury bills of exchange, f. ihn Mittel sich Blanco Credits zu bedienen; u. er liebte es, diesen möglichst
stark zu exploitiren, um die
Zusatz von Marx.
Schließen (vom Parlament gegebnen) Garantien
für andre Anleihen od. für andre Zwecke vermöbeln zu können.
(276)|
| 1780 | £.33,000. | |||
| Regierungsschulden B. o. E. auf treasury bills of exchange betrugen 1778–92 | nur einmal, | 1781 | Summe v. | £50,000; |
| dann höchste Ziffer | 1782 | £.44,000 | ||
| Umfang | 1793 | £52,000. |
| Enge Grenzen dieser Schuldsorte; | war | 7 × | zwischen 20 u. 30,000£, |
| 4 × | 〃 2000 u. 5,000, | ||
| 1 × | 〃 16 000 u. selbst Anfang 1793 nur
52,000 Zusatz
von Marx. Schließen (nur 2,000 mehr als 1781) |
Aber: nach VerLauf v. 2 Jahren, Anfang 1795 Betrag der »ausländischen Wechsel« gewachsen auf £.2,100,000; damit Operationsgrund der B. o. E. schwankend geworden.
Ende 1794 verlangt die
Bankdirection
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗wovon grosser Theil jedoch Pitt’s allerunterthänigste Knechte⦘, Pitt solle
Schuld auf Zahlung der
„treasury bills of exchange“
einschränken. Die Correspondenz
der B. o. E. mit Pitt beweist, dass sie [sich] während dieser Zeit nur mit
dem
»anormalen Charakter« der Schuld auf diese
„treasury bills“ beschäftigt, nicht will, dass die
Regierung privilegirter Schuldner der Bank
werde. (277
Bemerkung
von Marx.
Schließen Ueber Zusammensetzung dieser Schuld sieh Tabelle v. Januar 1795 – 28 Feb. 1797
ditto p. 277
)
Wechselkurs: Wöchentliche Veröffentlichungen über Wechselcurs v. London auf Hamburg seit 1790. Valuta v. Hamburg – Silber, v. England – Gold. Als Wechselpari galt f. 21/2monatliche Wechsel auf Hamburg ⦗u. nur auf sie beziehn sich die Veröffentlichungen⦘ 33sh. 8gr. (groschen, grote) = 1£. St.
Abfluss v. Metall aus England, wenn Curs fiel auf 33sh. od. aber 33sh. 4gr.
Einfluss des Metall in England, wenn Curs stieg auf 36sh. od. 361/2sh. ( Eliason , broker, vor Lords committee of 1797 etc, p. 95, 96, 98) (Note x p. 278)
Für Wechsel bei Sicht – Pari: 34sh. 3gr. = 1£. (see Walter Boyd vor ditto. p. 107, 109)
Kosten der Metallversendung = 3 od. 31/2% (ib. Boyd p. 111. Eliason p. 96)
|
Zusatz von
Marx. Schließen (31 August 1794 Goldvorrath noch = £5,322,000.) |
Wechselcurs auf Hamburg | 2t Hälfte April u. Anfang Mai 1794 | = 36sh. 7gr. |
| 8 August 〃 | = 36 〃 6 〃 | ||
| Fiel September 1794, | war Ende October 〃 | = 34 〃 4 | |
| Dieser Fall hervorgerufen durch bedeutende ausländische Zahlungen der Regierung, die sie effectuirte durch „treasury bills of exchange“, welche zu versilbern die B. o. E. | |||
⦗Tooke, Hist. of Prices, vol. I macht Fehler bei Vergleich der Notencirculation 30 August 1794 mit 28 Feb. 1795; bürdet letztere auf den „treasury bills of exchange“; Notencirculation war nämlich für letzteres Datum = 14,018,000, damals ungewöhnliche Höhe; aber dies kam v. (publicii) subscriptions auf new loan (belief sich nach 3 Wochen, die Circulation, nur noch auf 10 Mill.) „Many of the notes not having been issued from the Bank, but carried from one office to the other.“ Raikes before Lords Comm. of 1797, p. 20⦘ (p. [278,] 279 Note)
Transactions between Pitt
u. B. o. E.
Zusammenfassend von Marx.
Schließen ⦗letztre wurde sensitiver, von Moment wo
die Zahlung f. die „treasury bills of
exchange“ zusammenfiel mit fallendem Kurs of exchange u. daher Abfluss des Edelmetalls v.
den Bankcellars hervorrief.⦘ Im
letzten Viertel v. 1794 MetallAbfluss aus Bank;
zugleich stieg laufende RegierungsSchuld um £584,000; Bank wirkte
dem drain nicht entgegen durch Verkürzung der
NotenCirculation, aber – konnte auch nicht; Pitt, statt ihr Ende 1794 einen
Theil der Schuld zurückzuzahlen, forderte neue £765,000. (278, 79)
15 Januar 1795; Bank zeigt Pitt an, dass v. wegen der bevorstehenden public loans – 6 Mill. £. f. Oestreich u. 18 Mill. f. Grossbritannien – er nicht weiter auf die Mittel der Bank drücken solle, sondern die schwebende Schuld auf Zahlung v. „treasury bills of exchange“ auf |72 £500,000 vermindern solle. Pitt versprach alles dies. (17 Jan. 1795)
Noch im Lauf Januar 1795 verlangt er v. neuem Bankloan v. 1,705,000£, wovon £414,000 auf „Treasury bills of exchange“.
Februar 1795 zahlt er auf die »Wechsel« £385,000, aber nimmt zugleich aus Bank fernere £936,000.
Regierungsschuld an Bank v. 7,545,000£. im letzten Viertel 1794 gewachsen auf £9,774,000 im ersten Viertel 1795.
In denselben Perioden stieg Notencirculation von 10,928,000£ auf 12,432,000£. Trotz alle dem stieg Wechselkurs; 20 März 1795 stand er wieder auf 36sh. 5gr. (278 279–80)
16 April 1795 bei persönlichem Rendezvous mit Pitt erklärten ihm governor u. deputy governor der B. o. E. Unthunlichkeit für Bank ihm 11/2–2 Mill. £. St. ungedeckten Credit zu geben; könne ihm nie mehr als £500,000 geben u. dies nur für kürzeste Frist; erinnerten ihn an sein Versprechen v. Dec. 1794 erneuert 17 Jan. 1795, den »Wechselcredit« zu contrahiren bei ersten Einnahmen. Er sagte, bei den vielseitigen Regierungssorgen habe er alles, Bezugs der Schuldzahlung, vergessen (!), versprach aber sofort to take measures for the repayment to the Bank of £1,200,000.
16 April 1795 indeed »Wechselschuld« vermindert um 600,000£, aber schon 30 April wieder vermehrt um £200,000.
| Mitte April 1795 beginnt wieder Fall des Wechselkurses, fiel: | 17 April 1795 | auf | 34sh. 8gr. | |
| 1 Mai | 〃 | 33s. 4; | Metallabfluss beginnt in wachsender Proportion. | |
| Wechselcurs: | 3 Juni | fiel auf | 321/2sh. | |
| 7 August | 31sh. 10gr. |
Der Metalldrain durch verschiedne Ursachen hervorgerufen:
1) 1795 in England Missernte u. Hungerjahr; Preis für quarter Weizen stieg v. 1 Jan. bis 1 Juli von 551/2sh. auf 77sh. in August – auf 108sh.
Also bedeutende Korneinfuhr u. Zahlung dafür ins Ausland.
2) Steigen der Preise v. Hanf, Flachs, Flachssamen, Eisen, Bauholz, Wein, Seide, Colonialwaaren; Speculation darauf; starke Vermehrung folglich ihrer Einfuhr u. damit Vermehrung der Zahlungen ins Ausland.
Allerdings schliessliche Handelsbilanz f. 1795, wie f. 1793–94 günstig f. England; aber England führte damals schon viel auf langen Credit aus; gab den Russen z. B. f. 12 Monate Credit. (281 note ✝✝) Dieser langterminige Credit f. Zahlung auf seine Waare verschlechterte temporair Englands Bilanz, namentlich während Prosperitätsperiode.
3) Vermehrung der Regierungszahlung in’s Ausland für Armee, Flotte u. Subsidien.
| Diese Zahlungen: | 1793 | £2,785,000 |
| 1794 | 〃8,336,000 | |
| 1795 | 11,040,000. |
(Auch Anleihn an Oestreich, 1795, für £4,600,000 in London unter Garantie der engl. Regierung) (p. 279–81) (Ueber die Methode der Zahlung letzterer Anleihe p. 281 Note ✝✝✝)|
Kommentar von Marx.
Schließen (1) ⦗Kaufman vergisst, dass grosser Theil
der engl. Ausfuhr bezahlt wurde theils v. den
Subsidien, welche England fremden
Regierungen gab, theils aber bestand aus den
Lieferungen [v.] engl. Producten an
engl. Armee u. Flotte. „Der Aufschwung v. engl. Industrie
u. Handel“ – i. e. die Profitmacherei u. Accumulation v.
engl. Industrie u. Commerce – so gezahlt aus engl.
Volkstasche; ausserdem gewinnen bei schlechtem Curs die
Exporteure, u. steigt damit folglich – Ausfuhr.⦘
Verfahren der engl. Bank während des Metalldrains:
- Mai 1795 Regierungschuld auf die ausländischen »Wechsel« etwas contrahirt, schien der Bank aber noch zu hoch bei fehlendem Wechselkurs.
- 5 Juni 1795 Pitt v. Bank benachrichtigt, daß Schuld auf die »Wechsel« = £1,210,000 u. in Rücksicht auf die nächste Woche zu leistenden Zahlungen wachsen wird auf – 2,658,000. Es müsse also der Bank etwas gezahlt werden.
- Im Juni verminderte Pitt indeed WechselSchuld um 793,000£; aber er leistete nicht Zahlung, sondern gab nur Deckung, d. h. er veränderte nur die Schulden-sorte.
- Im 3t Viertel 1795 stieg Summe der Regierungschuld an Bank v. neuem um £1,106,000 1,116,000. (282)
#e303 (2)
BIS1320⦘°] Bei Kaufman, II,
S. 281/282, Fußnote. – Ordnungsziffern in Klammern, Bemerkung „In
der Clausel oben”, Hervorhebungen – außer „Walter Boyd“ und „Harman”
- von Marx.
Schließen (2) ⦗In der
Clausel oben (1) ⦗. Dies am besten bewiesen durch die Art
wie das Anleihen an Oestreich v. 4,600,000£
effectuirt wurde: die Realisation dieser Anleihe u. Versendung
der Summe nach Deutschland anvertraut dem Handelshaus
v.
Walter Boyd
;
damals wurde Uebermachung solcher Summe betrachtet »so unparalleled a
remittance«, aber Boyd (evidence vor Commons
Committee of 1797 p. 35 u. Lords
Committee
p. 111 u. p. 107) sagt, sei ohne allen
Einfluss auf Wechselkurs geblieben. Von den 43/5 Mill. £ in Gold nur
versandt für 150 000£ (span. Dollars), die
übrigen £1,043,000 gezahlt in Wechseln;
HandelsWechsel angewandt nicht nur f. Hamburg, sondern auch f. Madrid, Cadiz, Lissabon, Genua. Aehnliche
Aufschlüsse über Zahlung v. Subsidien an Preussen giebt
Harman before Common Committee 1794, p. 46. Boyd
scheint overdone zu haben sein Zeugniss; aus Pablo
Pebrer
Hist. fin. vol. I, p. 215 ersichtlich, dass
Boyd ruinirt wurde durch Operationen f. das deutsche Anleihn u.
Pitt selbst drückt sich ungünstiger als Boyd über die Folgen dieses
Anleihens aus: Hansard’s Parl. Hist. XXXII,
p. 1320⦘
Metalldrain aus Bank v. 28 Feb. – 31 Aug. 1795 verminderte die Bankkasse um £992,000; Hence Bank in 2t Viertel 1795 vermindert ihre Notencirculation um £1,519,000. Aber Pitt pocht wieder an ihrer Pforte.
Im Lauf v. Juli 1795 Bank wieder angegangen um bedeutende Zahlungen auf die ausländischen Treasury bills. War Zeit des schlechtesten Wechselkurses während des Jahrs.
30 Juli 1795 zeigt Bank an, sie habe ihrem Kassirer verboten auf diese Regierungs»Wechsel« mehr als £500,000 zu zahlen; Pitt vorher an seine »früheren Versprechen« erinnert, nimmt pro tunc mit 600 000£ vorlieb u. »verspricht« im übrigen etc
6 August 1795 die Schuld auf die »Wechsel« wieder gewachsen um 1,916,000£,
aber 5 Aug.〃 verlangt Pitt neuen Credit v. 21/2 Mill. £; Bank verlangt, er solle vorher die
Wechselschuld auf £500,000 reduciren; Pitt verlangt den neuen
Credit dann auf Deckung durch Exchequer bills, mit Theil des neuen
Anleihns wolle er nur die Wechselschuld vermindern; Bank erinnert
Pitt dagegen: „how frequent promises had been given, which had never been
carried out“, verlangt andre Methode die Wechselschuld zu ordnen u.
erklärt: „a provident care for the establishment
Zusatz von Marx.
Schließen (die Bank) must precede all
other objects.“ (283)|
12 August 1795: Brief v. Pitt an Bank; verlangt 21/2 Mill. £ St. Anleihe; davon solle 1 Mill. £
angewandt werden zur Verminderung der
Wechsel»schuld«; zum selben Zwecke wolle er eine andre Million
ratenweise zahlen in September, October, November
1795. Aber mit Rücksicht auf bevorstehenden Zuwachs v. „treasury
bills of exchange“ solle die Bank 1 Mill. £ darauf zahlen
Schließen zahle, die er returniren werde Januar od. Februar 1796. Die Bank schlägt d’abord ab.; aber schon
folgenden Tag:
13 Aug. ’95 eröffnet die Bankdirection dem Pitt neues Anleihen v. 21/2 Mill. £., unter Bedingung, das dass er zahle 1 Mill. am 10 October ’95 u. die restirenden 11/2 Mill. am 5 April 1796. Mit Bezug auf die »Wechselschuld« aber, so auf Rechnung des neuen Anleihens solle sie stehn auf 11/2 Mill.; aber der Ueberschuss davon über das v. der Bank angenommene Normalmass v. 500 000£ solle Deckung erhalten; in keinem Falle solle diese Schuld 11/2 Mill. l. übersteigen vor November (’95), wenn sie auf £500 000 zu beschränken sei.
14 Aug. ’95: Pitt acceptirt die Vorschläge der Bankdirection; trotzdem
Ende August 〃 Wechselschuld schon wieder gestiegen auf £1,873,000, also über 11/2 Mill., die sie »in keinem Fall übersteigen« sollte. Juni u. Juli 1795 der Durchschnitt der gesammten Regierungsschuld an Bank, verglichen mit vorhergehendem Viertel, gefallen von 10,880,000 auf 9,613,000£; dagegen in Periode von: August bis December ’95 wuchs sie wieder auf 11,244,000£.
Im letzten Drittel v. 1795, statt abzunehmen, wuchs Notencirculation, wenn auch unbeträchtlich. (284)
⦗
Bosanquet
(einer
der Bankdirectoren) sagt before
Commons Committee of 1797, p. 73,
Verweigerung der
Bank habe sich immer schädlicher gezeigt,
als Nachgeben, wegen Einflusses auf den Regierungscredit. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗welches in der That Basis des B. o. E.
Credits⦘ Dies sagte er 31 März 1797; aber derselbige
Bosanquet hatte vor Lords Committee am 20 März vor demselben Committee ausgesagt: 1783, bei starkem Metallabfluss, habe Bank selben stopped – by „a
bold step“, nämlich Verweigerung v. loan an Regierung. (Note * 285)⦘
Herbst 1795: Goldreservoir der Bank durch
ausländischen drain more and more emptied; Geldmarkt sehr
gedrückt; Preis von Bullion steigt über
seinen mintprice. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Herr K.
erwägt hier nicht, dass Ausfuhr v. Bullion erlaubt; dagegen Ausfuhr v. Goldcoin od. dessen
Umschmelzung (durch Privatspeculanten) in Bullion verboten; dadurch wurde Bullionmarket abgegrenzter Theil des
Metallgeldmarkts u. konnte also bei starker
Nachfrage das Bullion ebensosehr über „mintprice“ steigen,
wie es dies that bei Circulation von debased (sei es künstlich, sei
es durch wear u. tear) coin.⦘
Unze Gold; woraus die englische Münze 3£ 17sh. 101/2d. schlägt – stieg zu Marktpreis v. 4£ 3 bis 4sh. Präsentirte
einer der Bank ihre Noten zum Belauf v. 100£, so erhielt er v. ihr
in fact Anweisung auf 251/3 Unzen Gold, womit er auf dem
Markt Zusatz von Marx.
Schließen ⦗durch gesetzlich verbotnes Umschmelzen
der guineas in bullion⦘ 1061/2 £. St. ihrer Noten
kaufen konnte. Bank zahlte so 5–6sh. Prämie auf jede Unze, die die
Speculation gierig v. ihr zu nehmen. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Die
Scheidung zwischen der
Münzform (coin-form) des Goldes u.
seiner bullion form bestand gesetzlich; welches „Gesetzliche“ nicht
verhinderte – trotz der angedrohten Strafen – eine dieser
Formen in die andere zu verwandeln.⦘
⦗Vor 1795 war Marktpreis des Goldes höher als sein Münzpreis 1783 u. eben deshalb schlug B. o. E. damals der Regierung loan ab. Von 1718–1796 – 78 Jahre – war Marktpreis v. Gold höher als mintprice im Lauf v. 49 Jahren, in Folge v. debased coin. 1772 fand grosse Ummünzung statt. ( Sam. Thornton , before Lords Committee of 1819 on resumption of cash payments, p. 74)⦘|
8 October 1795 (veranlasst durch die wenigen unabhängigeren Directoren), in Kundmachung an Pitt jammert Bank über »grossen u. ununterbrochnen drain of bullion« ins Ausland. Sei keine baldige Abnahme des Abflusses zu erwarten; Bank müsse den Schatzkanzler avisiren über »absolute Nothwendigkeit die gesammte Regierungschuld an Bank zu vermindern; nur mit „extreme reluctance“ habe sie diese Schuld zu ihrer jetzigen Höhe wachsen lassen«, nur in Folge seiner Zudringlichkeit u. seiner Ueberzeugung, dass Verweigerung der Bank die Staatskasse ernsthaft gefährden könne. (Lords Comm. of 1797, p. 152); erinnerte ihn an seine Zahlungsversprechen etc[,] er solle ferner dafür sorgen dass ihm keine neue BankAnleihe nöthig auf die Einkünfte des Jahrs 1796 v. Grundsteuer u. Malzsteuer. (App. to Lords Comm. 1797 p. 152, 172) (286)
Gen Ende October 1795: In London verstärkte Gerüchte über neues Anleihen an deutschen Kaiser f. 1,400,000£. Wechselkurs damals 32s. 3g. Starker Metallabfluss aus England. Bankdirection, deren Kasse zunächst zu bluten, fürchtet solch neues Anleihn „would go nigh to ruin the country“; macht Pitt Vorstellungen in this sense.
23 October ’95: Pitt theilt der Bank mit „he had not the most distant idea of it“ (des neuen loan“ ), könne aber nicht dafür bürgen, dass Umstände das loan nicht nothwendig machen in Zukunft. (App. to Lords Com. of 1797, p. 153) Unterdess fuhr Bullionpreis fort über Münzpreis zu steigen; Unze Gold, statt 77s. 101/2d. stieg auf 82sh; Wechselkurs bedeutend unter Pari; Gold fährt fort aus Bankcellars u. Land zu fliessen.
18 Novemb. 1795: Meeting der Bankgovernor etc mit Pitt ; verlangen er solle ganz verzichten auf Bankhilfe[.] Pitt antwortet: die Million, die er sich verpflichtet zu zahlen in November auf die »Wechselschuld« habe er gehofft zu erhalten v. Bank aus »neuem Anleihen« derselben auf die Einkünfte v. 1796 f. Land- u. Malzsteuern. In Antwort auf Befürchtungen der Bank wegen neuen deutschen Anleihens, sagte er „die Umstände hätten sich in der That geändert“, versprach aber unverfroren, er werde ganz verzichten auf das »deutsche Anleihn«, falls es sich sehr schädlich f. Bank ausweisen sollte.
20 November ’95: Sitzung der Directoren; Pitts Creaturen [hatten] Obergewicht; ihm neues Anleihen v. 11/2 Mill. £ bewilligt; nach der Sitzung ihm angezeigt, dass »ihm mehr zu geben, nicht in den Kräften der Bank« (App. to Lords Comm. of 1797 p. 154–55)
1 December ’95. Bank zeigt Pitt an dass neues »deutsches loan« die allererschröcklichsten Folgen haben würde. Pitt wiederholt seine 18 Nov. (95) gegebnen Beruhigungen. (l. c. p. 144, 46)
| 30 November ’95 | »Wechselschuld« der Regierung an Bank | = | £1,791,000, |
| 4 December 〃 | 〃 〃 | = | 1,810,000 |
| 12 December 〃 | 〃 〃 | = | 2,670,000. |
| Am selben 12 Dec. zeigt Pitt der Bank an, er habe alle Mittel bereit, seinem Versprechen gemäss die »Wechselschuld« auf £500,000 zu verkürzen. | |||
| 20 December 〃 | selbe »Wechselschuld« gewachsen auf | = | 2,855,000£. |
Bis zum 19. Dec. ganze Staatschuld an Bank erreicht höchsten Stand während 1795, nämlich: £12,847,000.
Im 3t Viertel 1795 hatte Bank ihre Notencirculation vermehrt, aber nur um: £122,000 gegen 2t Viertel.
Im letzten Viertel 〃 weiter vermehrt um: £575,000,
Mittlere Notencirculation der 2ten Hälfte 1795 um £363,000 mehr als mittlere des ersten Halbjahrs.
Unterdess Goldvorrath der Bank im ersten Halbjahr v. 28 Feb. – 31 Aug. ’95 nur um £992,000[,] im 2t 〃 weitere Verminderung schon um £2,596,000
Mittlere Gesammtcirculation des ganzen Jahrs 1795 = £11,497,000 gegen £10,700,000 im Jahr 1794 (p. 286 287–89)|
31 Dec. 1795 Bank so geschwächt durch Goldabfluss u. Regierungsanleihen, dass sie beschloss Verkürzung ihrer commerciellen Operationen. Aber grade damals stieg Nachfrage nach Discont ( Bosanquet vor Common Committee 1797 p. 71) u. gebot Vermindrung des Geldvorraths[,] Verminderung aller Anleihen. (Common Committee 1797 p. 113. (App. N. 140) u. Giles vor Lords Committee ’97, p. 118)
1796 begann so unter schlechten Auspicien; Zunahme v. Hunger u. Getreidetheurung.
Januar, Februar u. März: Durchschnittspreis von qr Weizen = 92sh, 931/2sh. u. 100sh. (Tooke Hist. of Pric.)
Wechselkurs in erster Hälfte Januar 32sh. 7 u. 10gr., stieg etwas in 2ter Hälfte Januar; aber seine Gesammt-schwankungen bis Ende März zwischen 33sh. u. 33s. 10gr. (Lords Committee of 1819, p. 335), so dass er fortwährend Metallausfluss ins Ausland zuliess. Schon über Druck des Geldmarkts Klagen, bevor die Bank Discont einschränkt.
Frühling 1796 Meetings der Londoner Kaufmannschaft, Jammer über Geldlosigkeit, Wuth über Disconteinschränkung.
Januar, Februar, März 1796: Banknotencirculation verkürzt um £785,000 gegen die früheren 3 Monate. Unterdess wachsende Nachfrage nach Geld.
Die Operationen auf der Fondsbörse erweiterten sich v. Tag zu Tag, zogen viele Kapitalien an, die früher nur dem Handel u. Industrie gedient. Gleichzeitig Construction v. neuen Kanälen, Bebauung früher wüstliegenden Landes (Lords Committee of 1797, p. 245); die hohen Getreidepreise u. grossen Einnahmen v. Pächtern u. landlords wirkten. (Tooke)
Waarenausfuhr, 1796, stieg auf bisher unerhörtes [Niveau] – £30,424,000.
Auf einem der Kaufmannsmeetings [wurde] verlangt besondres Institut, zur Ausgabe v. 6monatlichen 2% Papieren unter Deckung v. Gold, dreimonatlicher Wechsel u. B. o. E. Noten (Boyd: Letter to W. Pitt 2nd ed. Lond. 1811. p. 87–102.)
B. o. E. sagte man soll ihr Theil ihrer Guthaben an Regierung zahlen; diese binde ihr die Hände; hinderte sie nützlicher dem Kaufmannspack zu sein. Unterdess: litt Signore Pitt bes. Anfangs 1796 an eben so grossem »Geldmangel« als das Kaufmannspack.
| 1 Jan. 1796 | ganze laufende Regierungsschuld an Bank | = | £11,293,000 | |
| 1 Februar 〃 | 〃 11,500,000 | |||
| 1 März 〃 | 〃 12,261,000, | wuchs also v. Monat zu Monat. |
14 Januar, 1796 Bank benachrichtigt Pitt v. neuem wie »detrimental« neues German loan sein müsse; die Nachfrage nach Geld steige; Deutsche u. Italiener brächten ihre Kapitalien über Grenze; Holländer führen aus ihre Gelder nach Deutschland.
11 Februar 〃 Bank schreibt wieder an Pitt: das „German loan“ werde aller Wahrscheinlichkeit nach »fatal für B. o. E.« sein. Pitt Antwort[:] ohne Vorwissen der Bank u. Beurtheilung ihrer Lage werde das loan nicht contrahirt werden.
28 Januar 1796 beschloss Bank, da beständig neue „treasury bills of exchange“ ihr präsentirt, solche nicht weiter zu versilbern, wenn sie nicht vorher Deckung erhalten. Aber mit ihrer gewohnten Niederträchtigkeit verlangt sie, Pitt selbst solle den Tag bestimmen, |77 an dem die Bank aufhören werde die Regierungs»wechsel« zu versilbern. Statt dessen verlangt Pitt ihre Beihilfe für das German loan.
11 Februar 1796: Pitt verlangt direct, Bank solle verlängern ihre Zahlung auf die auswärt. Regierungs-»Wechsel«.
12 Februar 〃 Bank giebt nach, aber unter Vorberhalt, dass in Mai der Gesammtüberschuss über £500,000 bezahlt werde u. v. Mai an solcher Überschuss abzuschaffen.
Ende Februar: Wechsel»schuld« erniedrigt auf £617,000
Ende März auf £520,000; aber mit alle dem wuchs gesammte Regierungschuld an Bank, also nur Verwandlung der Wechsel»schuld« in andre Sorte Schuld an Bank.
Seit April fing auch die »Wechselschuld« wieder zu wachsen an. Trotz Consolidation eines Theils der laufenden Schuld während April, Gesammtregierungsschuld an Bank:
| an | 1 April 1796 | £11,168,000 |
| 1 Mai 〃 | £11,392,000 11,392,009 | |
| 1 Juni 〃 | £11,248,000; |
| davon Wechsel»schuld«: | Ende April | £752,000 | |
| Ende Mai | 968,000 | ||
| Ende Juni | 1,112,000. | (p. 289–293) |
Unterdess dringen die Nachrichten über den schlechten Zustand der Bank auch ins Publicum.
8 März 1796 Brief v. Samuel Hoare (banker and one of the shareholders of the Bank of England ) an die Bankdirection. (p. 293–94) ⦗spricht darin unter anderem (Common Committee 1797 p. 49–50) v. der Unredlichkeit eines der Bankdirectoren⦘ ⦗Bank lud den Hoare zu Privatunterredung ein, versprach alle Massregeln zu ergreifen zur Verminderung des Regierungsloans um 5 Mill. £ bis Juli.⦘
In allgemeiner Actionärversammlung die Bankdirectoren gewarnt, an den Principien festzuhalten, namentlich jezt wo starke Angriffe auf B. o. E. in Publicum u. Presse statthätten.
Th. Pa
Marx notiert
über dem y ein i für die korrekte Schreibweise von Thomas
Paine.
Schließen
y
ne
hatte veröffentlicht – Antwort auf Pitt’s Declamationen über die verzweifelte Finanzlage
der fzs. Republik – durch: „The Decline and Fall of the
English System of Finance. 1796“. Paine sagte, dass in Kasse
der
Bank nicht mehr als 2 Mill. £ Gold,
wahrscheinlich nur 1 Mill. aber Noten im Umlauf –
für 60 Mill. £. Zusatz von
Marx.
Schließen !!!
Letzrer Letztrer nonsense nur möglich weil die Operationen der
Bank in höchstes Geheimniss gehüllt; über den
Kassenzustand wüssten nur die
Directoren u. noch 6 Bankleute:
Raikes before Common
Committee of ’97 p. 116 21. Die
statistischen Nachweise erst veröffentlicht 1797.
(294, 95)|
#e314Frühling BIS
England)°] Hervorhebungen und Bemerkung in Klammern von
Marx.
Schließen
Frühling u. Herbst 1796:
- Weitere Abnahme des Goldvorraths, obgleich nicht so stark als im Winter 1795–6.
- Im ersten Halbjahr 1796: Abnahme des Goldvorraths: 417,000£.
- Von April 1796 Verbesserung des Wechselkurses, ruft nicht weiter drain nach Ausland hervor.
- Zwischen April, Mai, Juni schwankt er zwischen 33s. 9gr. u. 35sh; war meist 34sh.
- Juli u. August ’96 wieder nah unter Pari; Aufschwung der Industrie gab reichliches Futter dem Ausfuhrhandel; Handelsbilanz f. 1796 paralysirte Einfluss der ausländ. RegierungsZahlungen, die sich beliefen auf 10,650,000£. Bullionpreis fiel wieder auf mintprice u. Bank konnte selbst wieder Gold zu mintprice kaufen. (295) (Solche Käufe aber unbedeutend, weil damals wenig Gold in England)
20 Juli 1796:
Pitt verlangt Ordnungsziffer von
Marx.
Schließen 1) Zahlung v. Theil der Schuld auf die »Wechsel«; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2) ferner
ein Anleihn v. 800,000£ sofort, Ordnungsziffer von
Marx.
Schließen 3) ein andres für August.
Bank schlägt nur ab mit Bezug auf 3)
27 Juli 〃 Pitt in Brief erklärt auch 3) für dringend nöthig; Bank giebt selben Tag nach. Bei dieser Gelegenheit kanzelt Bank den Kanzler Pitt ab, verweigert alle »weitere« Hilfe für’s laufende Jahr, erklärt die Vorschüsse auf die »Wechsel« unkonstitutionell u. gegen Charter der B. o. E. (295–97)
3 November 1796 Brief v. Pitt an Bank: er verlangt das »gewöhnliche loan« auf Exchequerbills wodurch Einnahmen v. 1797 (v. Grundsteuer u. Malzsteuer) anticipirt werden; Bank versteht sich zu 2,750,000£; davon haben sofort abzugehn £1,513,000 für Schuldtilgung auf die „treasury bills of exchange.“; die terminweisen Zahlungen in November u. December auf solche bills zu decken durch Summen aus der Staatskasse; den 1 Jan. 1796 empfängt die Bank Deckung 3 Tage bevor Zahlung auf solche auswärtigen Treasury bills, erreichend od. überschreitend die Summe v. 100 000£.
| Ende März 1796: | Ganze laufende Regierungsschuld an Bank | £11,168,000; |
| 1 Juli 〃 | 10,353,000 | |
| 1 August 〃 | 9,307,000 |
| Erstes Halbjahr 1796 | 11,477,000£ | ||
| Drittes Viertel 〃 | 9,901,000 | ||
| Letztes Vermittel Viertel | nach Vermindrung selbiger um | 400,000£. | (297, 98.[)] |
| Erste Hälfte 1796 | blos 20 000£ weniger als in Herbst 1795. | |
| Zweites Viertel 1796 | contrahirt gegen erstes Viertel | um 54,000£; |
| Drittes Viertel 〃 | gegen zweites weiter contrahirt | um £1,050,000 |
| Letztes Viertel | gegen drittes ditto ditto | um 〃86,000. |
Doch vergleichen wir letztes Viertel 1796 mit 1stem Viertel 1795 wenn Notencirculation ungewöhnlich hoch, so betrug die Gesammtcontraction von 1796 nur – £2,786,000;
Stärkere Contraction wäre für die Bank nur möglich gewesen, wenn die Noten nur auszugeben auf commercielle Wechsel, deren Termin nicht über 65 Tage lief. Aber englische Regierung brauchte mehr u. mehr Geld, um das »Ausland zu kaufen«. (298–99)
Aus den Aussagen der Bankdirectoren (März 1797) vor den Parlamentscommissionen ersichtlich,
dass sie wussten wo sie dran waren. Ihre Macht der »Contraction«
der Notencirculation wussten sie, hing v. der
Art ihrer Ausgabe ab; Bei commerciellem Wechseldiscont, sagten sie, floss
ihnen das vorgeschossne Kapital fast jeden Monat zurück;
bei Erneuerung der Vorschüsse konnten sie dann je nach Stand
des Wechselkurses etc expandiren od. contrahiren; bei
den
Regierungsanleihen hing der Zahlungstermin
nicht v. ihnen ab, also auch nicht Expansion od. Contraction. (299)
Bemerkung von
Marx.
Schließen (Sieh über private bankers Note
*** ib.)
|
(Der
Termin f. die
Regierungsanleihen
durch selbst betrug nach Boyd 12 Monate. Bemerkung von Marx.
Schließen (Sieh Note Ende voriger Seite)
[)]
September 1796: In Holland strengstes Verbot der Einfuhr englischer Waaren.
November 〃 Selbes Verbot erneuert von fzs. Regierung ; sollten, wenn erwischt, verbrannt werden. Ausser Gibraltar, Türkey u. Deutschland verschlossen alle übrigen Staaten Europas ihre Häfen der engl. Einfuhr.
Anfang 1796 Französische Expedition nach Irland vorbereitet; Angst in England, das selbst nebst Alliirten überall durch Franzuski gehauen.
Herbst 1796
- Nachfrage nach Discont stark vermehrt bei Bank; sie leistete Widerstand, doch 1796 mehr discontirt als 1795
- Discont 1795 – mittlere Jahressumme = £2,947,000
-
1796 – 3,505,000. Aber money wurde viel
theurer; die Actien der B. o. E. fielen bedeutend; Exchequer bills zu 51/4% Zins u. für
3 Monate Termin wurden zu einem Preis verkauft,
der dem Käufer 61/4% auf Kapital einbrachte. Die früheren Privatdisconteure gaben dies Geschäft
auf, angezogen durch die auf Börse zu machenden Profite
Schließen machende Profitcher . Angst vor Einfall der Franzosen wirkte auf Publicum in den Provinzen, rief Befürchtungen bei den örtlichen bankers hervor; verringerten ihre Notencirculation; auch hier Druck auf Geldmarkt, diese Provincialbankers, um sich zu decken, riefen alle ihre Summen aus London ein u. suchten selbst dort Geld aufzunehmen wo möglich. Hence Verminderung des Goldvorraths der B. o. E. durch Abfluss in die Provinzen – Internal drain. (301, 2)
13 December 1796: Fox bringt bill ein gegen Minister, schuldig der Verletzung der Constitution durch ihre Anleihen an auswärtigen Mächte. Fiel mit Glanz durch; 2 Tage nachher verlangt Pitt v. H. o. C. neues Subsidium für Deutschland. (302)
Januar 1797: Publicum strebt aus Angst Noten in Gold einzuwechseln; Kaufmannspack schreit nach Noten als ihrem »täglichen Brod«.
1 Februar 〃〃 Meeting zwischen Pitt u. Gouverneur der Bank ; letztrer jammert über Erhöhung der Schuld auf bewusste »Wechsel« zu £1,555,000; stehe ihr bevor sich in einigen Tagen zu erhöhn auf £1,820,000; jammert über Abfluss des Golds aus Bank nach Provinz; Pitt aber braucht sofort weitere £200,000 für Irland; versteht sich schliesslich d’abord mit £100,000 vorlieb zu nehmen.
8 Februar 〃〃 Neues Meeting zwischen Pitt u. Governor der Bank; Pitt braucht loan für Irland u. ausserdem 11/2 Mill. £. St. Nach Governor dies „must have the worst effect possible … it would cause the ruin of the Bank“. Pitt ersuchte den Governor nur die ihm gemachte Mittheilung vor den andern Directoren geheim zu halten
9 Februar 〃〃 Governor macht Mittheilung den andern Directoren; „struck them all as likely to produce the most disastrous consequences to the Bank“. Governor solle Pitt mittheilen: „under the present state of the Bank’s advances to the Government such a measure would threaten ruin to the Bank, and must probably bring us to shut up our doors“. Dies beängstete Pitt ein weniges; fürchtete Kaufmannspack gegen sich aufzubringen, wenn Contraction der Notencirculation upon discount geschähe statt upon government loans. Als Bankgovernor Befürchtung aussprach, bei loan für Irland, werde er contrahiren müssen nicht nur sonstige Vorschüsse an Regierung sondern auf commerciellen Wechseldiscount, sagte Pitt »er wolle eher zahlen u. Regierungsschuld um 5 Mill. £. verkürzen«. Der Bank wäre schon geholfen gewesen mit Abzahlung v. 21/2–3 Mill. Pitt (durch public loan etc) hätte zahlen können.
| 1793, ’94, ’95, ’96 erhielt Pitt: | von Steuern | £75,307,000 | |
| v. loans | 103,506,000 | ||
| = £178,813,000. | (302–5) |
In denselben 3 Jahren fand er Möglichkeit zu zahlen u. Schulden zu consolidiren = £44,058,000. (Im Ganzen schloss Pitt 1793, ’94, ’95 u. ’96 11 consolidirte loans auf Nominalsumme v. 134,408,000£, wovon bei dem Ausgabecurs in Casse eingehn mussten 102,252,000£. (305 Note **)|
| 1797, ’98 u. ’99: | von Steuern | £87,356,000 | In denselben Jahren v. Regierung gezahlt u. consolidirt an Schulden = £60,724,000 | ||
| Anleihen | 146,178,000 | = | 233,534,000£. |
Pitt hätte also sehr leicht durch public loan der Bank Feb. 1796 auch die versprochnen 5 Mill. £ zahlen können. (305, 6. vgl. 306 Note *)
10 Februar 1797: Sitzung der Bankdirection: Beschlossen: 1) Pitt solle die gesammte Regierungschuld an Bank vermindern; 2) eine v. der Direktion ernannte Deputation solle Pitt eröffnen, wenn sie loan für Irland zugeben, könne v. dessen schädlichen Folgen die Bank nur retten Vermindrung der Regierungschuld an sie auf £7,586,000; Bank verlangte zunächst Rückzahlung des loans ihr gemacht auf treasury einkünfte v. 1794, ’95, 96 u. nicht getilgt in Frist des Eingehens dieser Einkünfte. (306)
13 Februar 〃〃 Bankdirectionsitzung; Brief v. Pitt ; erklärt officiell loan f. Irland absolut unentbehrlich; damit die Bank nicht ihre »commerciellen discounts« einschränke, wolle er v. Parlament zur Zahlung an Bank 6–7 Mill. verlangen; er werde aber der Bank nicht auf einmal, sondern fristweis zahlen (in der That zahlte er nichts). Nach heftigem Kampf antwortet Bank »Rückzahlung v. 7 Mill.« würde ihr sehr wohlthun, aber loan für Irland bleibe sehr gefährlich in Folge des dadurch hervorgerufnen Metallabflusses v. Bank. (307)
Unterdess Einfall der Franzosen in Irland kläglich gescheitert; aber der Panic, dadurch in Irland hervorgerufen, schlug zunächst auf Nord England zurück; von da weiter auf Schottland u. Süden; Pächter in Newcastle schlagen alles um Spottpreis los u. machen mit den so eingenommenen Noten run auf die örtlichen Banken für Gold; 2 Banken gehn so bankerutt, übrigen stellen Zahlung ein. Von Newcastle aus spreads panic weiter, wüthet in Yorkshire, Lincolnshire u. Glocestershire; Panic dringt auch in Schottland ein; schon vor der Panic Druck auf Geldmarkt; den Provincialbankern waren Credite v. ihren Londoner Agenten verkürzt worden, sie waren daher selbst gezwungen Credit an ihre Clienten zu contrahiren; dies vermehrte jezt panic; wer konnte in Provinz, verlangte Gold v. London.
In London stand’s auch eklich; seit 2ter Hälfte Februar 1797 Druck des Geldmarkts höchsten Grad erreicht; für die commercielle industrielle Welt bereits sehr verstärkt Concurrenz der Fondsbörse, wo damals viel zu verdienen u. dadurch Gelder angelockt; dazu Druck der Provinzen auf Londoner bankers, die nur zurückzufallen auf Bank of England. ([307,] 308, 9)
Wechselkurs: Seit Ende März 1796 schon höher als Paris Pari; Folge dessen Foreign drain seit lange aufgehört. Zwischen Ende Februar u. Ende August 1796 nur internal drain führte Gold aus B. o. E. Kasse –; so entflossen ihr während dieser Zeit nur £417,000. ⦗gegen 2,596,000 gegen vorhergehendes Halbjahr bei schlechtem Wechselkurs.⦘
Seit Ende August 1796 Geldmarkt nicht sehr gedrückt.
Ende 1796 u. Anfang 1797 kam Panic hinzu; nun bei gutem Wechselkurs entzog blos internal drain an 1,037,000£.
Im Ganzen hatte external etc Abfluss des Goldes
aus Bankkasse gedauert Zusatz von Marx.
Schließen (vor 1797)
drei Jahre; 1794 – für 859,000£; 1795 für 3,588,000, 1796 für 1,454,000
Zusammen
= 5,900,000 £. St.
Staatskasse zu dieser Zeit eklich
Schließen öklich;
verschiedne ihrer Wechsel, deren Zahlung nicht
domizilirt
in Bank, v. den entsprechenden Behörden bei Verfallsdatum nicht gezahlt; es gab bankers, die sich weigerten
auf Staatskasse trassirten Wechsel zu nehmen. (309, 10)
20 Februar 1797 (Montag)
ereignete sich die
Catastrophe in Newcastle. Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗Meuterei
in englischer Flotte war zu dem Einfall in Irland
hinzugekommen.⦘
21 Februar 〃〃 (Dienstag) Unerhörter run für Gold auf B. o. E. von London bankers und publicus (die bankers selbst v. letzterem assailed) Ausserordentliche Sitzung der Bankdirectoren einberufen; Deputation an Pitt |81 v. ihnen abgesandt, er solle Schuld an Bank abzahlen; Pitt kam selbst; rieth dem Governor Gold v. Ausland zu verschaffen, was auch ohne ihn geschah, aber nicht abhalf den present demands. (310)
22 Februar (Mittwoch), 23 Feb. (Donnerstag) u. 24 Febr. (Freitag) nahm die Metallforderung nicht ab.
23 Februar (Donnerstag) – der gewöhnliche Disconttag – Wechselandrang f. Discont sehr gross, wurde aber nicht befriedigt; hence:
24 Febr. (Freitag) u. 25 Febr. (Sonnabend) starker Fall der Exchequerbills, verkauft zu Preis der 18% auf Kapital gab;
24 Feb. (Freitag) Goldabfluss so gross, Angst für
Standhalten der
Bank so gross, dass Deputation v. ihr gesandt an Pitt mit Anfrage: „how far he thought the
Bank might venture to go on paying cash“ u. „wann er seine
Intervention für nöthig halte, um Erschöpfung der Kasse zu
verhindern, schädlich f. die wants of treasury?“ Pitt sagte, er
müsse vorbereiten Resolution im Privy Council f.
Ausgabe v. Decret, wodurch die
Zahlungen der Bank suspendirt werden u. dann
dem Parlament vorlegen ernennung Ernennung v. geheimer Commission für Inquiry in die Lage
der Bank. Seine Zusatz
von Marx.
Schließen (die
Bankkerls, Governor etc) riethen dem Pitt zu veranstalten
Meeting v. Londoner bankers u. grossen merchants zum Ausdruck ihrer
Bereitwilligkeit den Regierungscredit aufrecht zu erhalten.
(311)
| Schuldner | Gläubiger | |||
|---|---|---|---|---|
| Gold | £1,886,000 | Anlagecapital | £11,687,000 | |
| Wechsel discontirt | 2,290,000 | Rest | 1,827,000 | |
| Anleihen auf Papiercher | 756,000 | Banknoten | 8,640,000 | |
| Zinstragende Staatspapiercher | 1,796,000 | Privatdeposits | 2,191,000 | |
| Stehende Regierungschuld | 11,686,000 | Public Deposits | 2,660,000 | |
| Floating Regierungschuld | 10,671,000 | Miscellanea | 81,000 | |
| Immobilien der Bank | 65,000 | |||
| Protestirte Wechsel | 88,000 | |||
| Miscellanea | 38,000 | |||
| Bilanz | 29,286,000 | Bilanz | 29,286,000. |
|
Diese Überlegungen von
Marx. Schließen ⦗Zergliedert man das näher: |
so existirte f. Anlagekapital Equivalent – in stehender Schuld der Regierung | = | 11,686,000 |
| Ferner floating Schuld der Regierung | = | 10,671,000 | |
| Wofür nichts in Hand | = | 22,357,000£ | |
| Dann Staatspapiercher, nur mit höchstem Verlust damals verkaufbar | = | 11,686,000 | |
| £.24,043,000 34,043,000 |
|
Diese Überlegungen von
Marx. Schließen Dagegen: |
Notencirculation | = | 8,640,000 | |
| Deposits | = | 4,851,000 | ||
| £13,491,000 | wofür Gold = 1,886,000£.⦘ |
Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗Wäre Bankthür nicht geschlossen worden, so könnte
Regierung f. ihre Deposits keinen farthing Baares erhalten u.
war(?)
ohne alle Kasse⦘
|
Private bankers, Fabrikanten, Kaufleute glaubten, of
course, all would have been right, wenn Bank während der Klemme des
Geldmarks Geldmarkts
mehr Noten auf Discont ausgegeben, statt während
der
8 Monate vor der Crise die
Circulation v. £11,085,000 – durchschnittliche Höhe
während der 61/2 Jahre
vor dieser Zeit – auf £9,487,000 herabzudrücken,
also zu vermindern um £1,598,000. Sie vergassen dass
wenn Notenbetrag gegen früher vermindert, sich dahingegen Qualität
der Noten verschlechtert hatte; sie beruhten nur auf
nicht realisirter Regierungsschuld; waren nicht
in Gewalt der Bank und schwächten sie nur. Bemerkung von Marx.
Schließen (sieh
oben: Folgen des
schlechten Wechselkurses) (die
Panic legte blos baar, wie beschädigt in den 1795 u. 1796er Jahren der
Circulationsmechanismus geworden war
verglichen mit früher.) (Zum Kampf mit der Panic hatte sie
die Circulation nicht in ihrer Gewalt; Noten flossen
ihr daher nicht zu zur Abtragung v. Schuld, welche die
demand für gold paralysirt hätten, sondern zur Zahlung für Gold, zur
Vermehrung der demand for gold.) (Pitt’s Action während ’95 u. ’96 hatte den
Bankerutt der Bank vorbereitet) (314–16)
So lang Panic nur aus wechselseitigem Misscredit in
den Reihen der commerciellen
industriellen Welt, kann
B. o. E.
, deren Credit unerschüttert
über dem der private firms steht, Theil der Burschen retten; ganz
anders, wenn gewöhnlicher Publicus – wie dies damals der Fall –
Gold statt Noten verlangt u. zwar für hoarding Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗es
war Misstrauen in die Regierung selbst⦘
[.] Hätte Bank mehr Noten ausgegeben, so diese
returnirt um mehr Gold aus ihr zu ziehen. (p. 316 u.
Note)
Francis Baring in „Observations on the establishment of the Bank of England.“ Lond. 1797, p. 2. 3. 36. 46–47 etc sagt über die Forderung des Kaufmannspacks für vermehrten Discont: dies sei mit dem Zweck gewesen „of relieving their own distress and to furnish the means for wild speculation“ u. weiter „I am not an advocate for making too great sacrifices to what is called commercial discounts; because I know, that under such pretence much of the accommodation furnished by the Bank, has been absorbed occasionally by stockjobbers and improper speculations.“ Ebenso Lord King: Thoughts on the Bank Restriction. London. 1804, p. 97–99. (317)
26 Februar 1797 (Sonntag)
Ministerrath unter persönl. Vorsitz Zusatz von Marx.
Schließen des Idioten
Georg III.
Order in Council; der
Bank o. E. verboten Zusatz von
Marx.
Schließen (!)
Gold zu zahlen f. Noten bis Parlament Beschlüsse
gefasst etc
27 Februar 〃〃 (Montag) Wilder Volksandrang vor Bankdoors für Notenwechsel gegen Gold. Aber order in Council u. Polizei. Ihrerseits zeigt Bank an, dass sie „in the most affluent and prosperous situation“ – hence Zahlungseinstellung. Zeigt zugleich an, sie werde in ihren Noten fortdiscontiren u. Zinsen auf Regierungsschuld zahlen; sofort auch Discont für die commerciellen Wehrwölfe erweitert u. ausserdem neues Anleihen an Regierung von B. o. E. gemacht. Selbigen Tags noch Vertrauensmeeting der Geschäftswehrwölfe der city, mit 4,000 besten CityUnterschriften Resolution für Regierung u. Bank. Die Herrn bankers hatten befürchtet, dass ohne Disconterweitrung sie ihre eigne Thür dem Publicum schliessen müssten. Die Wehrwölfe u. Citygeschäftsleute gaben ihrem Beschluss »patriotische« Schmiere; sie hatten aber viel nöthiger den »patriotischen« Entschluss der B. o. E. nicht ihre eignen promissory notes zu zahlen in Gold, als die Bank des »patriotischen« Entschlusses dieser Burschen, »Annahme« der sie rettenden u. ihnen unentbehrlichen »Banknoten nicht zu verweigern«. ([317–]319)|
Parlamentsdebatten v. 27 (Montag), 28 (Dienstag) Februar u. 1 März 1797. (p. 320–23)
1 März 28 Februar Pitt verlangt temporäre Abschaffung der laws v. 1772 u. 1777, die Ausgabe kleiner Noten verboten. Dies sei nöthig – bei Seltenheit der Moneten – f. bankers u. manufacturers (323)
3 März – dies erhielt parlamentarische Sanction. B. o. E. (die 1794 angefangen 5£ noten auszugeben) gab in nächter nächster Woche Ein- u. Zwei £ noten aus. (324) (325)
Berichte der v. Parlament ernannten Commissionen über Lage der B. o. E. Meetings des Kaufmannspacks (324–27)
9 März 1797 (37\27? Geo. III C. 28) B. o. E. erlaubt Noten unter 5£ auszugeben;
10 März 〃〃 (37 Geo. III C. 32) Auf 2 Monate suspendirt Gesetze v. 1772 u. 1777 (bis 1 Mai).
27 März 〃〃 auf schott. Banken ausgedehnt Gesetz wonach Noten unter 20sh. (bis 1 Mai) ausgebbar. Alle diese Gesetze beständig erneuert. (so 25 Mai, 20 Juli, 2 December)
(Aus den Meetings des Citypacks 16, 24 u. 31 März 1797 folgt, dass diese Wölfe ihr Vertrauensvotum vom 27 Febr. als Bestechungsgeld betrachtet, was die Bank verpflichte ihnen aber nun auch per Discont Noten ad libitum zu verabreichen; andrerseits betrachtete Bank of England selbst die Inconvertibilität der Noten nicht als Hebel, sondern als eigne Profitquelle. Sieh Walter Boyd etc (p. [324,] 325, 26))
3 Mai 1797 erster Bank Restriction Act (37 Geo c. 45: [„]An Act [for] confirming, for a limited time, the restriction contained in the Minute of Council of the 26 Feb. 1797 on payments of cash by the Bank. Section I.“ Der Bank dadurch im Allgemeinen verboten Gold gegen Noten auszutauschen; ihr erlaubt Münze auszugeben f. Zahlung unter 20sh od. auf Befehl des Private Privy Council, die in 3 Tagesfrist den beiden Houses vorzulegen. Bank kann returniren das Gold, deponirt bei ihr als Garantie für v. ihr zu erhaltenden Noten, aber zu 3/4 der verpfändeten Summe. Sie kann loans in Gold machen: an alle Londoner bankers zusammen nicht mehr als 100 000£, der schottischen u. königlichen Bank f. 25,000£. Die Zahlungen der B. o. E. in ihren Noten gelten als Baarzahlung; eben so alle in Noten gemachten Zahlungen an Staatskasse; eben so gewisse Zahlungen auf loans der Bank an treasury in Noten geleistet etc[.] Das Gesetz nur gültig bis 24 Juni 1797 (i. e. f. 7 Wochen)
30 Mai 〃 Vorschlag in Parlament v. Sir William Pultney Pulteney (328, 29)
22 Juni 1797: Restriction act erneuert; mit Ausnahme
der Clausel, die loans an treasury erlaubte, nicht
überschreitend £600,000. Jeder loan an Staatskasse
der Bank verboten
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Man wird sehn: diess dauert nicht
lang.⦘
Gesetz sollte nur dauern bis Eröffnung der
nächsten Parlamentssession. (p. 329)
Alle Speculanten betrachteten die
Inconvertibilität der Noten Bemerkung von
Marx.
Schließen (u. mit
Recht) als Beutemittel. (l. c. *) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗u. die
Bank o. E. exploitirte die
Inconvertibilität, um ihren Actionären, also sich selbst, möglichst grosse Dividenden heraus zu
schlagen.⦘
Nicht lange nach Erlass des Gesetzes erschien Francis Barings Brochüre: „Observations etc“ (p. 329–33)
⦗Schon
Baring
stützt sich to some degree auf das durch
die
partisans der
B. o. E.
zur Mode gemachte
Geschrei gegen die
(private) provincial banks, denen alles mischief
aufgebürdet ward; sie hatten sich sehr vermehrt, waren eingedrungen in jede
Stadt u. fast in jedes Dorf, u. überall machten sie sich Konkurrenz. Ihr
Fehler, nach Baring, dass sie Zins auf (terminlose)
Deposits zahlten, was die
Londoner private bankers nicht thaten. Letztre
konnten daher Kassenvorrath für plötzliche Fälle stets bereit haben, u.
verloren dabei nichts – ausser etwas Profit. Der Provincialbanker dagegen verlirt selbst von dem
kleinsten Kassenvorrath durch die v. ihm dafür
gezahlten Zinsen, u. dennoch muss er on demand
die Deposite returniren. Die
Newcastle bankers kamen bei der Crise v.
1793 schlechter weg als die von Exeter u. des westlichen England;
die ersten reicher, aber sie hatten Deposits on demand zu zahlen; die letztren weniger reich, aber sie
nahmen die Deposits nur mit Bedingung, dass selbe erst rückzahlbar
20 Tage nach demand. Baring wollte daher
den Provincial bankers alle Ausgabe v. Banknoten Bemerkung von Marx.
Schließen (why not, consequently, all receiving of deposits
on interest – hence all sort of banking?) verboten
haben. Baring talks as London banker gegen die Provincial
bankers, die so unverschämt waren Zinsen auf
Deposits
|84
zu zahlen – gefährlicher Vorgang für die
London Private bankers wie es später die Londoner Actienbanken
bewiesen haben – u. das wittert Ba-Ba-Baring
Zusatz von Marx.
Schließen (Sohn eines deutschen Pfaffen)⦘ Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Andrerseits, würde ihnen Notenausgabe verboten, so
Operationsfeld f.
B. o. E.
noten erweitert, hob deren Werth,
während gleichzeitig die kleinen ProvincialNoten in
Provinz, so konnte Baring raisonniren, durch Gold u. Silber ersetzt
werden müssten, was wieder die Bank of
England Circulation – so wichtig f. die London
bankers – solider gemacht haben würde.⦘
Mitte November 1797 report v. (Parlaments)Commission über »Suspension« v. Baarzahlung; Report zeigt, dass Lage der Bank günstig, Wechselkurs günstiger, Handel wieder flott; dem Report beigelegt statement der B. o. E. Directoren v. 26 October 1797, wonach B. o. E. »im Stand ihre Baarzahlungen wieder aufzunehmen«. Aber die polit. Umstände seien nicht zuverlässig, könnten sie hindern; hence:
30 November 1797:
Neuer Act für Suspension v. Baarzahlung bis Ablauf eines
Monats nach Ende des Kriegs. Der
Bank wieder erlaubt
Zusatz von Marx.
Schließen !
Anleihen an government mit Erlaubniss des
Parlaments.
30 December 〃〃 erlaubt Parlament bereits solches bankloan an government zum Betrag v. 3 Mill. £. St.
(333) Sie wagten nicht den
#e345Ablauf BIS festzusetzen)°]
Hervorhebungen und Bemerkung in Klammern von Marx.
Schließen
Zwangskurs der B. o. E. Noten zu dekretiren
u. sie f. legal tender zu erklären. („miserable subterfuge“, says Baring l. c. p. 67) „to suppose, that by such an arrangement the
disgrace could be palliated, or the word bankruptcy be evaded“.) Die Notencirculation nun ganz in Willkühr der B. o. E. gegeben (334) Zusatz
von Marx.
Schließen (ohne Rücksicht auf Baring’s Vorschlag, bestimmte Grenzen f.
Notenausgabe festzusetzen) Die Bank beutete das gehörig aus.
Sieh d’abord:
Tabelle über ihre Operation von 28 Feb. 1797 – August
1806. (p. 335)
Seit 1797 das Hauptelement des floating debt der Regierung an Bank of England waren Exchequerbills; so oft Parlament neue Ausgabe davon in bestimmtem Quantum dem Ministry erlaubte, zugleich bestimmt, ob u. in welchem Umfang auf diese bills (unter deren Unterpfand) die Regierung loan v. der B. o. E. machen dürfe.
So 1797–1801
28 Parlamentsacte f. Ausgabe v.
Exchequerbills zu £55,074,000, worauf erlaubt
v.
B. o. E. als loan aufzunehmen – 55,038,000£. In den
Rechnungsberichten der B. o. E. figuriren die
Exchequerbills als „issued“, wenn so ausgegeben zum
speciellen Zweck zur Sicherung der Anleihen
zu dienen, die Bank an Regierung machte; dagegen als purchased, wenn die Exchequerbills, ursprünglich für
Verkauf an Publicum ausgegeben, aber nicht auf offnem Markt placirbar;
B. o. E. nahm sie dann zu ihrem Nominalwerth u.
behielt sie. Sieh Tabelle darüber
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗K. nennt die ersten loans, die 2ten
Exchequerbills⦘ (p. 336. *)
| Im Lauf des Jahres | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Steuerreinnahme | Contrahirt | gezahlt | Consolidirt | floating | Zahlung v. Zins an Staatsgläubiger | Einfuhr | Ausfuhr | |
| 1797 | 23,464,000 | 56,350,000 | 15,128,000 | 381,525,000 | 7,434,000 | 14,155,000 | 21,014 | 28,917 | |
| 1798 | 29,091,000 | 40,758,000 | 15,390,000 | 414,936,000 | 12,600,000 | 16,657,000 | * 27,858 | * 33,149 | |
| 1799 | 34,801,000 | 49,070,000 | 30,206,000 | 422,368,000 | 18,957,000 | 17,850,000 | * 26,837 | * 38,942 | |
| 1800 | 41,259,000 | 60,205,000 | 31,649,000 | 447,147,000 | 23,747,000 | 23,043,000 | * 30,570 | * 39,471 | |
| 1801 | 39,086,000 | 60,978,000 | 34,164,000 | 497,043,000 | 20,468,000 | 19,852,000 | * 39,786 | * 39,731 | |
| 1802 | 41,168,000 | 44,645,000 | 29,536,000 | 522,232,000 | 15,421,000 | 20,408,000 | * 29,826 | ** 45,102 | |
| 1803 | 42,442,000 | 32,445,000 | 23,693,000 | 528,260,000 | 19,472,000 | 20,692,000 | 26,623 | 36,128 | |
| 1804 | 50,206,000 | 34,751,000 | * 21,063,000 | 545,803,000 | * 25,328,000 | 20,679,000 | 27,829 | 37,135 | |
| 1805 | 55,031,000 | 53,009,000 | 36,305,000 | 573,530,000 | 25,340,000 | 22,257,000 | 28,561 | 38,077 | |
| 1806 | 60,084,000 | 52,853,000 | 40,026,000 | 593,955,000 | 27,141,000 | 23,243,000 | 26,899 | * 40,875 | |
| 1807 | 64,843,000 | 50,397,000 | 39,852,000 | 601,733,000 | 32,073,000 | 23,750,000 | 26,734 | 37,246 | |
|
Bemerkung von
Marx Schließen Bei Ein- u. Ausfuhr die ,000 am Ende der Zahlen weggelassen. |
|||||||||
| ⦗Blos an floating debt contrahirt 1797–1807 = [227,981,000] | |||||||||
| ⦗An Staatsgläubiger Zinsen gezahlt 1797–1809 = [222,587,000] | (p. 337)| | ||||||||
Überschrift von Marx.
Schließen Ersten 21/2 Jahre nach Suspension.
#e35021/2
BIS haben°] Bemerkung
„damals“ bis „1 gr.“ in Klammern und Gestaltung der Beträge als
Tabelle von Marx.
Schließen
21/2 ersten Jahre
nach Suspension der Baarzahlungen sehr günstig; gute Ernten at home machten keine ausländ.
Zahlung f. corn nöthig; Regierung auch hatte weniger in Ausland zu
zahlen; gute Waarenpreise, auch aufrecht erhalten durch Speculation in Holland u.
Deutschland (i. e. Hamburg) (Tooke.
History of Prices
)
Günstige Handelsbilanz.
Wechselkurs: Vom 25 März 1796 – 17 Febr. 1799 war er 48 Wochen im Durchschnitt = 34sh. 1 grot (= 1 £ St) Gegen die vorhergehenden 46 schlechten Wochen Wechselkurs auf Hamburg (damals der average = 32s. 1gr.) verbessert um 2sh. od. 6%; als er auf Pari kam machte er nicht das Gold zurückfliessen, druf gegange zwischen Mai 1795 und March 1797. In der 2ten Hälfte v. März 1797 stieg er so hoch, dass er Gold v. Ausland anzuziehn begann u. hielt sich lange auf dieser Höhe.
Während 114 Wochen v. 17 Feb. 1797 bis 26 April 1799 höher als 37sh, od. 11% höher als Pari.
In den folgenden 19 Wochen bis 6 September 1799 höher als Paris Pari, obgleich durchschnittlich nur = 35sh.
Hence sehr reichlicher Goldeinfluss v. Ausland; Bankbullionvorrath stieg erstaunlich rasch.
| Halbjahr 28 Feb. bis 31 August 1797 vermehrt auf | £3,004,000 |
| In folgenden 3 Halbjahren steigt fortwährend um | £3,474,000 |
| So in 2 Jahren v. 28 Feb. 1797 – 28 Feb. 1799 vermehrt auf | 6,478,000 |
In 1794–’95–96 war er nur gefallen auf 5,901,000; also MehrZuwachs v. 557,000
Wahrscheinlich auch im Inneren wieder viel Gold in Circulation; auch sagt Baring in „Observations“ p. 71 dass „Jeder leicht u. ohne Verlust so viel Gold haben kann als er braucht“. (337–38 39)
Mit der Bank of Ireland selber Fall; Wechselkurs v. Dublin auf London zu Gunsten Irlands u. 1799 Agio für Bank of Ireland Notes.
Diese günstige Lage nur der industriellen commerciellen Entwicklung des Landes geschuldet (sieh Tabelle auf voriger Seite), in no ways der Regierung oder B. o. E.
Zwischen 25 Feb. u. 26 August 1797 verminderte Pitt laufende Schuld an Bank um 3,037,000£; die Treasury Bills of Exchange Schuld um 1,416,000£, sie so reducirt bis zu 96,000£; Anfang 1798 dieser Rest gezahlt u. hörte diese Sorte Schuld überhaupt auf.
Von August 1797 an stieg wieder floating gvt. debt an Bank; aber v. 1797–99 [war] sie im Durchschnitt nur £9,275,000 gegen 11,461,000 in den vorhergehenden 4 Jahren – 1793–66 96 . (337–39)
#e352Selbsständiger BIS Nominalbetrag°] Hervorhebungen und
Bemerkung in eckigen Klammern von Marx.
Schließen
Selbsständiger Einfluss der B. o. E.
jezt nur durch Discontoperation u. darin that
sie – so viel möglich; Zinsen f. blosses Papier
zu erhalten, f. promises of goldpayment, für die gesetzlich Gold zu zahlen »verboten« –
war ein reizender Geschäftszweig. Sieh Tabelle p. 340
*
Für das
ganze Jahr 1797 Wechseldiscont = £5,350,000 um 1,845,000£
höher als 1796 (zeigte sich schon fühlbar das
Wachsen) in Halbjahr v. April – Sept. ’97 nach
der
Suspension
die B. o. E. sofort bereit alle
erhöhten Discontforderungen zu befriedigen. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗natürlich, von guten Häusern, da
mit schlechten nichts zu profitiren war.⦘
Notencirculation der Bank (sieh Tab. p. 341 *) 1797 Notenausgabe = £11,006,000 (höher als 1796, wo = £10,240,000), aber niedriger als Durchschnitt v. 1790–95, wann = 11,299,000; Nachfrage nach Noten 1797 nicht stark; v. April bis Octob. 1797 dies zeigt sich in beständiger Abnahme der Noten v. 5£ u. höherem Nominalbetrag (341–42)|
86Zwischen Ende Februar u. Ende August 1797 Wachsthum des Goldvorraths der Bank um 3,004,000£; Proportion der Kasse zu Notenbetrag wächst von 10% zu 37%; hence Bank konnte:
26 October 1797 dem Pitt mittheilen, dass sie fähig zur resumption of cash payments; aber sie »wünschte« das nicht; hatte Geschmack bekommen am Geschäft mit Papier, das ihr nichts kostete, ausser dessen Fabrikationskosten; überliess daher der »Weisheit des Parlaments« vorzusehn, ob den pro taxi(?) »günstigen Umständen« zu trauen sei. (342) Parlament entscheidet dagegen, obgleich Gold fortfuhr von Ausland einzuströmen.
Ende Febr. 1798 Proportion v. Goldvorrath zu Notenbetrag = 441/2%. Einziger Vorwand zur Verlängerung der Suspension blieb möglicher »Einfall der Franzosen«.
25 Januar 1798 benachrichtigt Bank den Sprecher des H. o. C., sie sei bereit zu zahlen in Gold die vom 1 Februar an ihr präsentirten kleinen Banknoten (v. 1 u. 2£), auszugeben bis zu dem Tag. (Commons Committee of 1819, p. 270) (342–43)
Umstände waren so günstig, dass Goldvorrath der Bank fortfuhr zu wachsen; andrerseits vermehrte sich Betrag der in Umlauf befindlichen »kleinen« Noten; Ihrer ausgegeben bis 28 Feb. 1798 für – £.1,448,000; u. diese wurden convertibel gemacht; aber nach halbem Jahr davon in Umlauf: £1,531,000. Statt abzunehmen, war ihr Betrag also gewachsen. Dagegen nahm ab der Betrag der inconvertibeln »höheren« Noten, die allein Werkzeug des »Geldmarkts«; zeigt dass Nachfrage danach schwach damals. (343)
| 1796 | mittlerer Notenumlauf der Bank fiel – gegen 1795 – um | 1,257,000 £. | |
| 1797 | wuchs gegen 1796 blos um | 766,000 〃; | zeigte den Blödsinn der Deklamation der bankers im Jahr 1796 über [»]unmässige Contraction des Papiermediums« |
| 1798 | wuchs für | 1,700,000 〃 | |
| 1797 u. 1798 | zusammen um | 2,466,000 〃. |
Nimmt man nicht mittlere Circulation, sondern Tage des Anfangs u. Endes der 2jährigen Periode, dann beträgt die Vermehrung – £3,285,000, aber zugleich wuchs Goldvorrath на £6,478,000.
Ende August 1798 Goldvorrath der Bank = 532/3% verglichen mit ihrer gesammten Notenausgabe, nach halbem Jahr = 581/3%, u. Ende August 1799 = 521/5%.
| Demand for Discount nahm ab | 1798 | u. mittlere Höhe des commerc. Portefeuille | = | £4,490,600. |
| 〃 〃 〃 | erste Hälfte 1799 | = | £4,390,700 |
So günstig waren die Productionsverhältnisse; die Bank, nolens volens, blos passive Evidenz dieser Verhältnisse (343, 44)
- About Mitte 1799 begann wieder in England Getreidetheuerung.
- Herbst 1799 qr Weizen = 75–83sh.; December = 93s. 10d.
- Februar 1800 = 100s., Mai = 120s., Juli = 134sh. Nach einiger Unterbrechung im Steigen, wieder
- December 1800 = 132 1/3 1/2 sh.
- Febr. 1801 = 145sh.; März = 154s.
- Im 2ten Halbjahr 1801 schwankend zwischen 132 u. 103sh.,
- im Jahr 1802 [zwischen] 76 u. 57s. (343, 44 344)|
Also seit Ende 1799 wieder bedeutende Ausgabe f. Korneinfuhr v. Ausland.
Frühling u. Sommer 1799 endet auch in England Periode der »angenehmen« stets »steigenden« Preise auf Waarenmarkt. Speculation zeigte sich hier u. da faul; ditto bei den Geschäftsfreunden der Engländer in Holland u. bes. in Hamburg, wo starke Handelscrise u. Geldtheurung den Discont auf 15% trieb. Die Waarenpreise fielen stark, auch in England. (344, 45)
Zur selben Zeit wachsen wieder ausländische Regierungsausgaben. So v. Mitte 1799 erschüttert die ganze Reihe günstiger Umstände, die bis dato die Papiercirculation gestützt; nun kam Reihe an Direction der Bank schützend einzugreifen: zu zeigen, wessen Zeugs sie.
Anfang 1799 noch die Umstände der Bank sehr günstig. Proportion v. Goldvorrath zu Notenbetrag – 58%;
3 Januar 1799 zeigt Bank dem speaker des H. o. C. an, dass sie bereit in Gold auszutauschen die »kleinen« Noten, ausgegeben bis 1 Juli 1798 (Commons Committee of 1819, p. 270) Dieses hervorgerufen durch den talk über Nutzen v. Stiftung einer zweiten Actionnairbank in London;
| aber von Ende Febr. bis Ende August 1799 Circulation der kleinen Noten nahm ab | um £125,000, |
| Goldvorrath | um 〃 564,000 |
| Wechselkurs noch über Pari, aber beständig fallend: | ||||
| Ende Februar 1799 | = | 37s. 7gr., | ||
| Ende August | = | 33s. 8gr. Zusatz von
Marx. Schließen (Pari) |
||
| also gefallen um 10%. | (p. 344, 45) | |||
Zwischen Februar u. August 1799 hatte Regierung nichts v. Bank verlangt, ausserdem ihr rückgezahlt £: 2,057,700; B. o. E. benutzte dies, nicht um ihre Stellung zu befestigen, sondern zu Jagd auf Profit; sie erweiterte ihre commerciellen Operationen u. erweiterten erweiterte in dem Halbjahr ihre Notencirculation; that nichts um den drain ins Ausland to check, on the contrary.
Von März 1798 – Juli 1799 fortwährend Abnahme in Circulation der »kleinen« Noten;
Wenn Frühling u. Sommer 1799 nur für £1,600,000 »kleine« Noten circulirten, bewies dies, dass schon sehr viel Gold im Umlauf; sonst hätten mehr »kleine« Noten circuliren müssen.
Beginn der Erweiterung der commerciellen Operationen wahrscheinlich nach Juni 1799;
| April–Mai–Juni 1799 | Wechsel (discontirt) | nur um £44,000 höher als mittlere Summe im 1sten Viertel ’99; |
| Juli–August–September 〃〃 | (mittlere Summe) angewachsen um £1,113,000, | |
| Octob.–November–December 〃 | um 〃1,283,000 verglichen mit zweitem Viertel 1799. |
Wechselcurs auf Hamburg:
- Anfang September 1799 = 33sh. 3gr., erlaubte schon Abfluss v. Gold aus England;
- Mitte September 〃 fiel auf 32sh. 9, hielt sich während October auf 32sh.
- Zweite Hälfte December 31sh. 6d.,
- 24 Febr. 1800 = 30s. (war 27 Feb. 1799 = 37s. 7, also gefallen seitdem um 20%)
- Vom 13. Sept. bis Ende 1799 – 16 Wochen – [der] mittlere Wechselcurs: 31s. 4;
- im ganzen Jahr 1800 im Durchschnitt: 31s. 4; in Jahr 1801 = 31s. 6;
- in den ersten 23 Wochen 1802 (bis 4 Juli) 32s. 4.
- Für 144 Wochen – v. 13 Sept. 1799 bis 4 Juli 1802 [der] mittlere Curs 31s. 5gr., also fast 61/2% unter Pari. (345–47)|
Neue Phase der Papiercirculation in England – Entwerthung; in den ersten Zeiten schwach, 3–31/2%.
Von Ende Februar bis Ende August 1799 that Bank of England nichts um ihr Papier vor Fall zu schützen;
Im folgenden Halbjahr (31 Aug. 1799 bis 28 Feb. 1800) befördert sie direct diesen »Fall«. (347)
#e362Vergleich BIS machen°] Hervorhebungen – außer
„Francis“ – und Bemerkung „(hence ihr Monopol)“ von
Marx.
Schließen
Vergleich der
Bilanzen v. 31 August 1799 u. 28 Februar 1800 zeigt, dass Regierung v.
B. o. E. nahm £4,522,700; Bank gab ihr nämlich
Anleihe v. 11/2 Mill. u. nahm ausserdem auf 21/2 Mill. Exchequerbills, ausgegeben für Verkauf auf
offnem Markt, wo sie jedoch nicht Käufer gefunden.
Neue Verminderung des Goldvorraths um £856,000; Bank contrahirte nicht die Commerciellen Operationen; hence Wachsen der Papiercirculation; »grosse« Noten wuchsen at once um £3,325,000; »kleinen« Noten nur um £130,000 (das Goldgeld hinderte sie noch); B. o. E. so in Stand 17% Dividende zu zahlen statt der gewohnten 7%. Das war, sagt lobend rein(?) der Panegyriker der Bank – Francis (History etc I, p. 252) „the first fruit of the restriction of cash payments“.
Zur Zeit, wo die B. o. E. so auf Kosten
gesellschaftlichen Pechs Jagd auf »fette
Dividenden« machte, in London mit verstärkter Energie
erneuerter talk über Errichtung einer neuen
Bank. (Die Regierung hätte jedoch der Bank ihre
»fixe« Schuld v. 12 Mill. auf Rechnung des Gründungcapitals
nicht rückzahlen können, wie das zu geschehn bei Entziehung der
Concession; ausserdem Verfallstermin der Concession erst 1 August 1813. Doch fand es Bankdirection
passend »Knochen« der Regierung hinzuwerfen in Form v. procentlosen Anleihen von 3 Mill. £ St auf 6 Jahre, unter Bedingung dass die
Concession Zusatz von
Marx.
Schließen (hence ihr
Monopol) erneuert bis 1833. Regierung zeigte
sich gerührt über die
»patriotische« Grosszügigkeit der Bank
u. erneuerte deren Privileg bis 1 August 1833
(39 u. 40 George III c. 28 (28 März 1800)[)]
Zugleich: 1 Mai
1800 (39 u. 40 George III c. 34) erlaubt der Bank der Regierung loans in
Gold (baarem Geld) für Zahlung von Subsidien
zu machen. (347–49)
Die »patriotischen Opfer« der Bank eigenartig: pumpte der Regierung ohne Zins Papier, das ihr selbst nichts kostete, Dank der inconvertibility; Regierung nimmt dies als Geschenk; sie hätte vielmehr ohne Zins alle Millionen erhalten müssen welche die Bank ausgab über das Maximum hinaus, das vor der Suspension der cashpayments existirte. Auf den daher entspringenden Profit Anspruch nur das ganze Land, nicht aber die Actionäre der B. o. E. (Boyd, Letter to W. Pitt, p. 65–67; Calmon: W. Pitt Paris 1865 (p. 188.))
Die Bank exploitirte, so rasch als möglich, durch nichts mehr controllirte Papierausgabe.
| Während 1798 | Durchschnittsbelauf der nicht convertiblen | »grossen« Noten (v. 5£ incl. an) | £10,920,000; | der »kleinen« – £1,786,000 | |
| 1799, | bei schlechter gewordnen circumstances, vermehrt sie | 〃 〃 | um 1,129,000; | aber Publicus zwang Bank zurückzunehmen £160,000 v. den »kleinen« (convertiblen) Noten; | |
| 1800 | fing Theil des bis dahin in Circulation befindlichen Golds an abzufliessen in Ausland; u. die brave Bank vermehrt nicht nur | »grosse« Noten | um £1,373,000, | sondern sucht dem aus Cirkulation weglaufenden Gold Rückkehr abzuschneiden, indem sie aufs hurtigste seinen Platz mit »kleinen« Noten füllt. | |
Frühling u. Sommer 1799 hindert das noch circulirende Gold mehr »kleine« Noten zu circuliren als für £1,600,000
Von Ende September 1799, als Gold anfängt über Grenze zu wandern, wird ihr noch schwer mehr kleine Noten in Circulation zu zwängen; indess genügt ihr ein Jahr ununterbrochner Manoeuvre |89 in dieser Richtung;
im letzten Viertel 1800 schon mehr als 2 Mill. £ »kleiner« Noten in Circulation.
Gesammte Durchschnittscirculation 1800 = £15,254,000; höher um £4,248,000 als 1797. (349, 50)
| Durchschnittsbetrag discontirter Wechsel, das Jahr round in Portefeuille der Bank, | |
| 1799 | £5,404,000 |
| 1800 | £6,402,000; |
erste Hälfte 1800 gab Regierung der Bank zurück £300,000, zweite Hälfte 〃〃 pumpt neu v. ihr £1,411,000 (auf nicht in offnem Markt verkaufbare[)] Exchequer bills u. neuen loan v. £980,000, zus. im Jahr 1800 – £2,390,000 2,391,000 .
Angriff v. Walter Boyd auf Bank of England wegen ihrer Aufführung 1799 u. 1800 (in seinem gedruckten letter an Pitt vom 11 Nov. 1800. (350) ⦗Aus Boyd p. 351, 52 u. a. über die faulen Anklagen gegen die Provincialbanken p. 351, 52. (die Provincialbanken hatten ihre Noten gegen Gold od. aber B. o. E. notes auszutauschen; „B. o. E.“, sagt Boyd, wurde so „the great source of all the circulation of the country[“] , regulirte die der Provincial banks) (Boyd nimmt als Criterium f. Ueberschüssige Notenausgabe – Agio auf Gold) (Der Ueberfluss v. entwerthetem Papiergeld producirt fiktives Steigen der Staatseffecten, maskirt den wirklichen Stand der Dinge u. ruft hervor überschüssige Speculation“ .)[⦘]
B. o. E. pfeift auf den Boyd ; arbeitet restless fort f. ihre »Privat«profitcher.
Erste Hälfte 1801 zahlt Regierung der Bank zurück mehr als 2 Mill. für loans u. £1,295,005 f. v. Bank aufgenommene (auf offnem Markt nicht absetzbare) Exchequerbills; Bank exploitirt das sofort zu weitrer Ausdehnung ihrer commerciellen operations.
| Letztes Viertel 1800 | Wechsel (discontirte) Portefeuille | £6,305,000 | (Durchschnittsumme) |
| Erstes Viertel 1801 | 〃 〃 wächst auf | 7,846,000 | |
| Zweites Viertel 〃 | 〃 〃 | 8,684,000, | |
| Drittes u. letztes Viertel 〃 | fällt etwas, aber blos auf | £7,905,000 u. resp. 7,335,000. |
Jährl. durchschnittl. Betrag discontirter Wechsel 1801 = £7,905,000, übersteigt Durchschnitt v. 1800 um £1,503,000. (354)
Siehe Tabelle v. 1800–1805 (p. 355) (3monatlich)
1800 u. 1801 ununterbrochen schlechter Wechselkurs; jagt Gold über Grenze; während dieser 2 Jahre verliert das Land Haupttheil seines Edelmetall-Capitals. Bank benutzt das nur, um 1801 ihre Papiercirculation zu vermehren; stand 1801 höher als je zuvor. Folge 1801: 12% Dividende, statt der gewohnten 7%. (355, 56)
Februar 1801 Pitt verlässt ministry, Addington an seine Stelle; 3 October 1801 Addington zeigt Annahme der Friedenspräliminarien an.
22 März 1802: Friedensschluss v. Amiens. Nach dem Gesetz v. 30 November 1797 musste Bank einen Monat nach Frieden wieder resume cash payments; Hätte also schon von October 1801 Vorbereitung treffen müssen; wusste es besser u. pfiff darauf
1801 Agio fiel etwas vergl. mit 1800; in beiden Jahren niedrig; dies natürlich, da der fortwährende Goldabfluss den Wechselkurs aufrecht erhielt. Vor suspension des cash payments Goldcirculation auf 22 Mill. l. St. gerechnet; verschwand in den 2 Jahren (1800 u. 1801); gab dem Papier so freien Spielraum.
Von August 1801 – Febr. 1802, Bank machte neuen loan an Regierung v. £1,310,000 u. nahm mehr als 1 Mill. £. St. auf (ursprünglich f. offnen Markt ausgegeben) August 1802 zahlte ihr Regierung £733,000 zurück, u. Februar 1803 noch an £3,956,000; so 26 Feb. 1803 laufende Regierungsschuld an Bank = 9,596,000£ (kein hohes Niveau) (356, 57)|
901802 sucht Bank ihr (Wechsel)Portefeuille auf der Höhe zu halten v. 1801; betrug, im Durchschnitt f. 1802 – 7,523,000£
| Erstes Halbjahr 1802: | Note of England Circulation (Durchschnitt) | = | £16,284,000, | ist 822,000 mehr als voriges Halbjahr; |
| Zweites Halbjahr 1802: | 〃 〃 | = | 16,562,000, | ist vermehrt um 289,000£. |
| Hence again 1802: | Dividende v. 7%, loans v. 21/2%. | (357, 58) | ||
Bemerkung von Marx.
Schließen Die Productivität der
Industrie etc paralysirte die bad effects der
B. o. E. Verwaltung. Diese exploitirte nur f.
ihre private profits die neue
„Industrieperiode“.
Seit Juni 1802 Verbesserung des Wechselcurses; December 1802 1£ = 34sh. u. 34s. 7gr., also über Pari. (357[, 358])
| 1800 | 1801 | 1802 | 1803 | 1804 | 1805 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erstes Halbjahr. | £15,009,000 | 16,134,000 | 16,284,000 | 15,967,000 | 17,624,000 | 17,271,000 | |
| Zweites Halbjahr. | 〃 15,312,000 | 15,487,000 | 16,572,000 | 17,043,000 | 17,129,000 17,192,000 | 16,481,000 | p. 355. |
Die Parlamentsdebatten über Bank begannen 9 April 1802, i. e. 2 Wochen vor
Verfallzeit des
Gesetzes v. 30 Nov. 1797
Bemerkung von
Marx.
Schließen (Das Zeug darüber
u. literarische Polemik
p. 358–379)
Addington verlangt of course
Verlängerung der suspension of cash payment; 30 April 1802: durch Parlamentsact suspension verlängert bis
1 März 1803; in Irland sollte convertibility gegen baar 3 Monate später
eintreten als in England. ([358,]
359)
( Henry Thornton , banker, vertheidigt jetzt Bank – aus Privatinteresse. Er selbst giebt zu, dass wenn sich die Bank mit kleineren Dividenden begnügte, sie grösseren Goldvorrath hätte) (359–365)
Aus Thornton ersichtlich:
- damals in London – 60–70 bankers, durch deren Hände fast alle grossen Zahlungen grassirten
- Zahl der Provincialbanker: 1797: 353, 1798: 366, 1800: 386; Concentrirten in ihren Händen auch alle grossen Zahlungen in Provinz gemacht. Der Betrag ihrer Noten begrenzt durch den der B. o. E. Sie unterstützten sehr die farmers (Agricultur – kurzterminiger Agricolcredit)
- Ferner: zu Thornton’s Zeit Ausdehnung der deposits auf laufende Rechnung mit cheques, hence grosse Oekonomie in Anwendung des paper money; um so weniger nöthig der Eifer der B. o. E. ihre Circulation auszudehnen. (p. 362–63)
- Bank o. E. directors stellten das neue Princip auf: überschüssige Notenausgaben seien unmöglich, solange die Noten auf untadelhafte Wechel Wechsel (per discont) ausgegeben; die Wechsel seien aber untadelhaft, so lang gegründet auf reale Handelsbeziehungen u. unterschrieben v. durchaus zahlungsfähigen Personen. Unter diesen Umständen seien Wechselkurs u. selbst Höhe des Disconts – Schnuppe. Of course, die Zahlungsfähigkeit der Personen interessirte die Bank selbst – ihre Profitcher. Sie machten also, indeed, ihren Profit zum einzigen Criterium der Notenausgabe; dem Land gegenüber erkannten sie keine Verpflichtung an; Rücksichtnahme auf Wechselkurs konnte mit ihren eignen Private interests in Conflict gerathen. (363–65)
Januar u. Februar 1803 Wechselkurs etwas höher als Pari. 1£ = 34sh., 2, 3, 4 u. selbst 6gr.
1 März 1803 Verfallszeit des v. 30 April 1802 f. verlängerte Suspension des cash payments; B. o. E. knew what was to happen, made no preparations for resuming cash payments.
7 Februar 1803 Addington bringt bill ein für weitere Suspension; Wechselkurs auf Hamburg sei gut, aber nicht auf Amsterdam. Parlamentarische Debatte in Februar. 28 Febr. neues Gesetz; Verlängrung der suspension bis 6 Wochen nach Eröffnung der neuen Parlamentsession. (366)
Anfang März 1803: Wechselkurs = 34sh. 6 10gr. Ganzen März, April u. erste Hälfte Mai = 34sh. 5gr. u. höher. (368)
Zweite Hälfte Mai 1803 Krieg erneuert. Napoleon simulirt Anstalten zu Einfall in England; Panic im engl. Gemüth, kam den Bankdirectoren gelegenst. (368)
Bis Ende Juli 1803 Wechselkurs größer
als
Schließen > 34s.; August = 33sh. u.
selbst 32sh. 10gr.; September besser, Ende November =
35sh. Der vorherrschende Curs = 34s. 9 und
10gr.; Kurs auf Paris Ende 1803 = 25f. 26. (Pari rechneten
sie: 25f. 15, also |91
unter Pari blos 1/2%[)]; v. Juli – August fiel er um 4%, hob sich dann
wieder. (369)
30 Nov. 1803 Addington schlägt Verlängerung der Suspension vor bis halb Jahr nach Friedenschluss. Erste Debatte fast nur im Oberhaus. Lord King , Granville etc (369–74)
15 December 1803: Parlamentsact: verlängert Suspension bis 6 Monate nach Friedensabschluss. (374)
(Schrift des Lord King: Thoughts on the effects of Bank restrictions etc Denuncirt die Profitjagd der B. o. E. 2nd ed. 1804. p. 374–79) (Hauptsache: bei gutem Wechselcurs hinderte B. o. E. durch ihre Notenausgaben Rückfluss des Edelmetalls)
Anfang 1803: Regierungschuld an Bank = £9,596,000, i. e. £5,593,000 weniger als Anfang 1801. Sobald Krieg wieder beginnt, nimmt Regierung neuen loan v. Bank auf £364,000, band aber der Bank auf d’abord für 4,127,000 francs, dann f. £629,000 unverkäufl. Exchequerbills; Im ganzen – f. 1803 – £5,119,000 5,120,000 (wovon f. Exchequerbills = 4,756,000); darum hatte sie Bank so warm in Parlament vertheidigt. (379)
Letztes Viertel 1803: Wechselportefeuille der Bank = £7,666,700. (379)
Anfang 1803 dachte die Bank so wenig an Vorbereitung f. resumption of cash payments, dass sie stark Discontoperation erweiterte;
| Januar–Februar–März 1803 | Wechselportefeuille | = | £10,088,000 £10,088,100 |
| April–Mai–Juni | 〃 〃 | = | 10,875,000 |
| Juli–August–September | 〃 〃 | = | 10,943,800 |
| October–Nov.–December | 〃 〃 | = | 11,083,200 |
| Jan. Feb. März 1803 | = | £15,661,510 | (bei wenig Regierungsdemand) |
| April–Juni | = | 16,283,690 | |
| Juli–September | = | 16,780,380 | |
| Oct.–December | = | 17,266,510 |
Dennoch setzte es f. Actionäre der Bank
diesmal nur 7% Dividende; Verlust der Bank v. Betrug
eines ihrer Beamten;
verloren auch Process gegen ihren Kassirer, der
heimlich auf Börse Exchequer bills verkaufte, aufgenommen v. Bank »wegen
Unmöglichkeit sie auf offnem Markt zu verkaufen.
Erskine
vertheidigte
den Burschen, zeigte dass dieser Exchequerbills verkaufte,
worauf die Bank gar kein Recht hatte; Bank in ihrer Gier
die bills aufzunehmen, hatte nicht abgewartet, dass alle
aufliegenden
»подписи u. naдписи« gemacht; weil der Kassirer aber
seinerseits auch verkauft, was ihm nicht gehörte, ward er mit all dem
gehangen. (379–80) Zusatz von Marx.
Schließen ⦗(See
Cobbett
vol. IV. 1803 p. 1062–63)⦘
Getreidepreise: fallen Ende 1802; Ende 1803 qr Weizen = 53sh. Bis 1809 verliert Getreidepreis allen Einfluss auf Wechselcurs etc.
Uebrigen Waarenmärkte: bis 1807 in sound state. Fortschreitende Entwicklung, aber nicht fieberhaft, der Grossindustrie. Trotz allen Hindernissen, fanden die englischen Waaren Zugang zu grossen u. kleinen Märkten. (384 381)
| Wechselkurs auf Hamburg: | Januar – Februar 1804 | zwischen | 34s. 4gr. u. 34s. 8gr. | März. | 35sh. | April höher; | Ende des Jahrs 1804 | 35s. 5g. |
| auf Paris: | 〃 〃 | 24f. 16c. u. 25f. 2c. | 〃 〃 | 25f. 4c. | 〃 〃 ditto | 25f. 2c. (10/20 unter Pari) | ||
| auf Hamburg: | Mai u. Juni 1804 | sogar zwischen | 36s. u. 36s. 4gr. | |||||
| auf Paris: | 25f. 4c. u. 25f. 10c. | ⦗Lords Committee of 1819 p. 342⦘ | ||||||
| Bank of England: | 25 Feb. 1804 | laufende Schuld der Regierung an sie £7,588,000; wuchs während des Jahrs um £1,815,000; i. e. = £9,403,000 |
| hatte: | ditto 〃 | auf der Börse unverkäufliche Exchequerbills £6,750,600, im Lauf des Jahrs: £7,420,000; Zuwachs v. £673,000 669,400. |
| 1804: | Im Ganzen erhielt die Regierung daher an zuschüssigen Anleihen v. Bank = £2,448,600. | |
| dagegen Discontoperation, am Beginn des Jahrs = £10,747,600 nahm ab während des Jahrs um £765,200; also = £9,982,400. | ||
| Banknotencirculation: | vom 2t Halbjahr 1803 bis 2t Halbjahr 1805 | blieb on average about = £17,283,000. ⦗Commons Committee 1833 App. N. 59⦘ |
Als Wechselkurs in März 1804 auf Hamburg stieg zu 35sh. 4gr. u. Aussicht auf weitere Verbesserung fiel Bullionpreis; Goldvorrath der Bank 29 Feb. 1804 niedrig = £3,372,000 gegen Banknoten v. £17,078,000 u. Deposits v. £.8,677,000; also blos 19% der Circulation u. blos 13% v. Noten u. Deposits zusammen. ([381–]383)|
92Bankdirection beschloss 28 März 1804 »zur Aufmunterung der Goldzufuhr v. aussen« Gold zu kaufen, per Unze, zu 80sh ⦗also höher als mintprice. (= 77sh. 101/2d)⦘, u. publicirte, dass sie es zu diesem Preis kaufen werde für 3 Monate – bis 28 Juni 1803 1804 .
Aus dieser Massregel machte die Bank Reclame. In point of fact bewirkte sie dadurch, dass falls der Wechselkurs sich weiter verbesserte, daher Bullionpreis tiefer fiele, z. B. auf 78sh. od. 771/2sh., kein Kaufmann dem Publicum Gold zu diesen niederen Preisen geben werde, so lange er es der Bank zu 80s. verkaufen konnte. Sie verhinderte also in fact weitere Verbesserung des Wechselkurses. (383) (so viel es an ihr lag) Wechselkurs stieg dennoch progressiv April–Mai–Juni u. erreichte auf Paris = 25f. 10c. (weniger als 1/5% unter Pari.) Hätte Pari erreicht u. drüber ohne den v. Bank festgesetzten Preis. (Tooke. Hist. of P. vol. I) Andrerseits wurde der Bank selbst Goldaufkauf um so bequemer. (p. 384)
#e389Vom
April-Mai-Juni BIS Surplusdividende°] Hervorhebungen –
außer „Tooke“ –, Bemerkung „2,360,000 £ (also
fast = Summe“ und tabellenartige Darstellung der
Fakten von Marx.
Schließen
Vom 29
Februar bis 31 August 1804 verstärkte sich Goldvorrath
der Bank um 75%; i. e. um £2,507,000. Wie kaufte die Bank so viel Gold in so kurzer Zeit
auf? (So grosse Notenausgabe (dafür) at once hätte Wechselkurs
geschädigt u. Noten entwerthet.) Sie contrahirte ihr commercielles
Portefeuille.
Im ersten Viertel 1804 Wechselportefeuille = £11,556,000. Als nun ihre Goldkäufe [(]der Bank[)] anfingen April–Mai–Juni 1804, bei sehr günstigem Wechselkurs, verminderte sie ihr commercielles Portefeuille at once um £1,655,000 u. in Juli–August–Sept. 1804 bei nicht mehr so gutem Wechselkurs – um £704,000; Summa sumarum summarum um
| £1,656,000 | ||
| 704,000 | ||
| 2,360,000 | £ | (also fast = Summe Noten, wofür sie Gold kaufte) |
Mit dem Wachsen des »Goldvorraths« nahm Notencirculation ab,
| im | 2t Viertel 1804 | um | 22,000 | £ |
| 3t 〃 〃 | 478,000 |
Gleichzeitig aber nahmen Deposits bei Bank zu zwischen März u. Sept. 1804; so konnte sie der Regierung »Dienste« leisten.
| 7t Juli 1804 | verlängert der Banktarif für Gold | bis 30 Sept. |
| 20 Sept. 〃 | bis 1 Januar 1805, | |
| 6 Dec. 1804 | bis 31 März 1805. |
Unterdess seit Sept. 1804 kaufte Bank fast gar kein Gold auf, obgleich Wechselkurs nicht fiel; aber die Operation an sich nicht profitlich, ausserdem obendrein mit Beschneidung des Discountprofitcher.
Hence: Bankdividende f. 1804 = 7% + Surplusdividende of 5%. (384, 85)
Die Gold-operatiönchen der
B.o.E auch dadurch hervorgerufen, dass in Februar 1804 Parlamentsdebatten über B. o. E.
affaires erneuert u. grade Monat vorher Buch von
Lord King
sehr
ekligen
Schließen öklichen Einflusses für die Bankwölfe.
(385)
Parlamentsdebatten v. Februar u. März 1804 viel heftiger als das vorige Jahr. ⦗ King , Granville , Archibald Hamilton ⦘ obgleich sie direct um Bank of Ireland u. nur indirect um B. o. E. turned, nämlich die suspension auch f. Irland verlängert bis 6 Monate nach Friedensschluss. Die Bank of Ireland wirthschaftete exact wie die of England; aber Irland nicht England; v. Bank of Ireland Notes fielen daher 10% gegen die der B. o. E. (386) UntersuchungsCommission im Unterhaus ernannt. (387) (Commons’ Committee of 1804 on Circulating paper in Ireland)|
93
Commission legte bald dem Parlament ihren
Bericht mit Evidence etc vor.
Bemerkung von Marx.
Schließen (Sieh darüber p.
387–398
[)]
⦗»Verbesserung« des Wechselkurses v. Dublin
durch Pitt
!
(p. 388) Mit Bleistift geschrieben.
Schließen (*) (blos Profit für 6
Handelshäuser
!)
(See Commons Committee 1804,
Puget p. 24 22, Walter Borrowes p. 29) Während Wechselkurs v. Dublin, wo Wechsel auf
London mit Bank of
Ireland Banknoten gezahlt, sich verschlechterte, dagegen Wechselkurs
v. Belfast (wo die Wechsel auf London mit Gold
gekauft) auf London zum Vortheil Irlands. Hence
klar, dass nicht Wechsel auf London vertheuert, sondern Banknoten (irische) depreciirt. Es hatte
überhaupt gar kein Grund (1797) f. Suspension
der Baarzahlungen in Ireland existirt. Nur schlechte Folgen
f. Ireland; Notenausgabe bis zum Nominalbetrag v. 6d; Circulation v.
verschlechtertem Kleinsilbergeld.⦘
| Jan. 1797 – December (incl.) 1799 | £12,349,000 | |
| 〃 1800 – 〃 1801 | 15,485,000 | |
| 〃 1802 – 〃 Jan. – June 1803 | 16,275,000 | |
| July u. Dec. 1803 – 〃 Jan. – June 1805 | 17,283,000 | |
| 〃 〃 1805 – 〃Jan. – Juni 1808 | 16,738,000. | (p. 398, 99) |
Jahr 1805 Bank of England Operationen u. Verhältnisse. (p. 399–401) Dividende 7% + Surplusdividende v. 5%. (401)
⦗Bis Ende August, Regierung zahlt an B. o. E. zurück £.5,485,000; ausserdem v. public loans der Regierung wachsen »Deposits« (Regierungs) bei der Bank; diese kann daher, bei Contraction der Notencirculation, flott discontiren; Wechselkurs günstig[,] vermehrt ihren Goldvorrath; v. Ende August an bindet Regierung ihr wieder f. 3 Mill. unverkäuflicher Exchequerbills aufs auf u. nimmt ihr dafür zum Theil Gold (nimmt ab um £1,637,000); auch ihre Deposits vermindern sich bedeutend; sie selbst vermindert etwas commercielles Portefeuille, ditto ihre Notencirculation⦘
| 1806: | Wechselkurs auf Paris: | Anfangs Februar | = | 25f. 12c. | |
| 11 Februar | 25 〃 2 〃 | ||||
| 25 〃 | 24 〃 12 〃 | so in 3 Wochen verschlechtert um 3%. | |||
| Vorherrschend während des Jahres 1806 Kurs v. 24f. 12c., zeitweis verschlechtert, Mai – 24f. 2,., October – 24f. | |||||
| Im ganzem Jahr Schwankung nicht über 41/2%. | (p. 401.) | ||||
Sie erhielt während
#e3981806 BIS
12%°] Hervorhebungen, Bemerkung „Vermehrung v.
£1,013,000“ und tabellenartige Darstellung der Fakten von
Marx.
Schließen
1806 v.
Regierung zurück, auf schwebendes, £897,000.
| Mittlere Notencirculation, 1805 | = | £16,876,071, | gehalten 1806 auf | 16,791,824, | Vermindrung von nur £84,000; |
| Mittleres Wechselportefeuille 〃 | = | 11,367,000 | 〃 〃 | 12,380,000; | Vermehrung v. £1,013,000 |
| Dividende wieder 1806 | = | 12%, statt der gewöhnl. 7%. | (p. 402) |
Tabellen über Stand der Bank of England v. 28 Feb. 1807 – 31 August 1816; Schuld der Regierung an sie f. selben Zeitraum (p. 403) Vierteljähriger Stand ihres commerciellen Wechselportefeuilles v. 1809–1812 (p. 404) Banknotencirculation nach der verschiednen Denomination der Noten: 1806–1816 (p. 404) Stand der Staatschuld, schwebenden u. consolidirten etc, Steuereinnahme, Aus[-] u. Einfuhr (p. 405)
#e4001807 BIS
Deposits°] Hervorhebungen und Bemerkung in Klammern von
Marx.
Schließen
1807: ⦗MintPar mit
France\Paris: 1£ = 25f. 222/3c.⦘ Mit diesem Jahr beginnt System
der
»Continentalsperre«
Napoleon’s.
Wechselkurs auf Paris (p. 405 *) (relativ gut in 1st Halbjahr, sich verschlechternd in 2tem)
Bedeutende Zunahme der Waareneinfuhr, namentlich Wolle u. Baumwolle (406) (*)
Von März bis Sept. braucht Regierung nichts v. Bank, zahlt ihr noch £100 000 zurück. Bank kauft, zur Verbessrung des Wechselkurses wieder Gold zu 80sh. p. Unze; vermehrt Goldvorrath um £1,713,000; Vermehrung v. Deposits bei Bank, geben ihr Möglichkeit »Gold« zu kaufen u. durch Erweiterung des Wechseldiscont, Neue Noten in Circulation zu werfen. (p. 406, 7) u. 408 (*) (In letztem Viertel des Jahrs, bei verschlechtertem Wechselkurs, u. neuem loan der Bank an Regierung, reducirt sie commercielles Portefeuille u. benutzt neue Vermehrung v. Deposits zur Contraction ihrer Notencirculation um 575,000£)|
941808: 28 Februar Günstige Bilanz der B. o. E. (407 *)
| (Goldvorrath = £7,855,470. BankNoten = £18,188,860. Deposits = £11,961,960.) |
| (Public Securities £14,149,501. Wechsel (Other Securities) = £13,234,579) |
| (Goldvorrath = 43% v. der Notenausgabe u. 26% auf Noten u. Deposits zusammen) |
Ende 1807, i. e. Ausgabe der Milan Decrete v. Napoleon .
Seit Publication der Milan Decrees wusste die Bankdirection ganz genau, dass „the good thing“ – the suspension of cashpayment – noch für lange »continuiren« würde. In ihren Operationen war sie jedoch »vorsichtiger« geworden, seit den heftigen parlamentarischen etc Ausbrüchen gegen sie 1803 u. 1804. Vor allem aber ihre Goldaufkäufe nöthig für die auswärtigen Zahlungsbedürfnisse der Regierung. Das v. 1804–1807 aufgekaufte Gold der Bank diente nur den Regierungsbedürfnissen.
Wechselcurs: verschlechtert sich seit Januar; während ganzen Februar auf Paris = 23f. 6c. Bei solchem Curs u. Notenausgabe v. £18,188,860 Resumption of caspayments cashpayments out of question.
Seit 2t. Hälfte 1804 Pitt wieder (statt Addington ) chef u. Chancellor of the Exchequer. Nach Pitt’s Tod f. kurze Zeit Opposition im Cabinet, die 1795, 1796, 1797, 1800, 1804 gegen Pitt’s u. der Bank Finanzwirthschaft getobt. Vom 11 Feb. 1806 – 31 März 1807 Chef des ministry Granville (Schatzkanzler Petty ). Während der ganzen Zeit also, wo B. o. E. rationell verfuhr, hatte sie mit einem ministry zu thun, das ihr auf die Finger sah.
Seit 31 März 1807
Torypartei wieder am Ruder; Duke of Portland
Premier, Zusatz von Marx.
Schließen der lausige
Perceval
chancellor of the exchequer; bliebs bis zu seiner
Abschlachtung Mitte 1812. Und nun ging die Bank
wieder in’s Geschirr. ⦗Seit 2 Dec. 1809 Perceval
auch Premier; v. Juni 1812 – 24 April 1827
Premier
Lord
Liverpool
; unter dem erst Schatzkanzler
der berüchtigte
Vansittart
, später Zusatz von
Marx.
Schließen prosperity-
Robinson
.⦘
1807 hatte eine ParlamentsFinanzcommission darauf aufmerksam gemacht, dass für
sehr bedeutenden Theil ihrer Anleihn an
Regierung die
B. o. E. sich bedient – Bemerkung von Marx.
Schließen horribile dictu – der
ihr anvertrauten Staatskasse Deposits derselben
Regierung; letztere zahlte also der Bank Zinsen für Gebrauch ihres eignen Geldes.
Die Commission verlangte to stop this nuisance.
Die Bank machte die Esel an Regierung
glauben, es sei ihr nützlicher[, sich] an
»die etablirte Ordnung« zu halten u. von der Bank f. Frist bis
»6 Monate nach Ende des Kriegs« unverzinsliches loan v.
3 Mill. £ zu nehmen. So die Operation v. 1800 wiederholt durch
Gesetz v. 27 Feb. 1808 – zum Nutzen der Actionäre der
B. o. E. (408–10)
Aus den Papieren der Comm. v. 1807 Statist. Tabelle über public u. private Deposits bei B. o. E. v. 1807–1816 (Cf. p. 410 *) ⦗Die jährlichen Regierungsdeposits während dieser Zeit zwischen £10,192,000 (niedrigstes 1811) u. 12,648,000 (höchstes 1807)⦘
Gesetz
v. 2 Juli 1808: Privatbanken haben
Schließen haven verschiedne licences u. Stempelsteuer zu zahlen;
v. 1 October an musste jeder private banker in
London u. ditto jeder Provincialnotenausgeber licence nehmen (jährlich zu erneuern); eben dies f. jede
private Zweigbank, od. örtlichen Agenten einer
Privatbank; die Compagnie musste alle ihre partners angeben;
Noten der Privatbanks mussten Stempels zahlen |95 u.
f. Zeit ihrer Circulation bestimmte Frist anberaumt. Hence seit
der Zeit genaue Statistik f. Private Banks, rechnend v. October zu October.
| Zahl der privaten Banken. | Zahl der Partners. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahre. | England. | Schottland. | Summe. | England. | Schottland. | |
| 1808–9 | 755 | 123 | 878 | 2255 | 744 | |
| 1809–10 | 783 | 127 | 910 | 2372 | 880 | |
| 1810–11 | 741 | 138 | 879 | 2278 | 1257 | |
| 1811–12 | 739 | 137 | 876 | 2277 | 1374 | |
| 1812–13 | 761 | 138 | 899 | 2350 | 1433 | |
| 1813–14 | 733 | 134 | 867 | 2234 | 1559 | |
| 1814–15 | 699 | 132 | 831 | 2145 | 1623 | |
| 1815–16 | 643 | 132 | 775 | 1956 | 1576 | |
| 1816–17 | 585 | 125 | 710 | 1791 | 1557 | |
| 1817–18 | 576 | 123 | 699 | 1751 | 1528 | |
| 1818–19 | 587 | 128 | 715 | 1776 | 1478 | (p. 411) |
Von 755 »Privat« Provinzialbanken Englands in 52 Counties kommen 467 od. 62% im Jahr 1808 auf auf 14 Counties, also fast 1/4 der 52 Counties; An der Spitze 3 Counties, wovon eine Hauptcentrum der Spinnfabriken; nämlich Yorkshire 68 Banken u. 995,000 Einwohner u. die 2 andern: Somersetshire u. Devonshire mit 51 Banken f. jede auf 686,000 Einw. Hauptagricole Rolle spielend.
Von den 467 Banken (Zweige eingerechnet) Englands: 207 auf agricole counties, 87 Bergwerks- u. industrielle counties, 68 auf Spinn-Weberei county (Yorkshire), 52 auf 2 metropolitan counties (Kent u. Sussex) etc
Von allen 755 engl. örtl. »Privatbanken«
gehörten 317
19 agricolen Grafschaften Englands
(exclusive Wales) auf 3 Mill.
Einw.
[(]1 Bank auf 9464 Einw.); 104 den 5 spinnenden
webenden counties (Lancashire, Yorkshire, Chester,
Leicestershire u. Nottingham) mit 2,353,000
Einw. (1 Bank auf je Einw. 22,625); auf
4 counties um London (Middlesex, Kent, Surrey u. Essex Sussex
) 73 Banks f. Einw. 1,839,000 (1 Bank auf je 25,192) Letztre
offenbar durch B. o. E. chequed #e* chequed°]
Auch: checked. – Bei Kaufman, II, S. 412: #R+mѣwalъ#R-;
störte.
Schließen .
Mehrzahl der Banks also in agricolen counties, f. farmers, f. kurzterminigen agricolen Credit.
Schottland. 123 banks 1808–9, davon: 28 Hauptbanken u. 95 Zweigbanken; in Forfarshire (Angus) Lanarkshire u. Fifeshire am meisten banks; 8 Hauptbanks u. 35 Zweigbanken ⦗Sieh Tabelle Lords Committee of 1819 p. 416–19; auch Leone Levi, Hist. of Brit. Commerce 1872⦘
In jeder engl. private Bank about 3 partners, in Schottland 2 × mehr. (412)
Notencirculation der private bankers, u. der B. o. E. u. Summe beider (p. 413) * (für 1809–13)
1810 vgl. mit 1797
Papiercirculation der
provincial banks verdoppelt (413.
note *
Thompson
before Bullion
Committee of 1810) Einige davon gaben auch loans auf Immobiles;
aber, generally, ihre Operation – Discont v. trassirte trassirten Wechseln, od. aber von kurzterminigen Solo-wechseln
der farmers. Ihr regulatives Princip: hinreichender Kassenvorrath v. B. o. E. notes, Princip
der
B. o. E. »solides« Wechselportefeuille.
Alles Gold, das die
bankers (provincial) 1797 hatten,
übergaben sie nach Suspension der »B. o. E.« u. ersetzten es durch Noten der
letzteren.
Provincialen zogen örtliche Noten vor;
die private bankers entzogen in ihren terrains die
B. o. E. notes der Circulation, für
eigne Cassenre-|96
serve od. Uebersendung nach London. Einige private bankers
in Provinz fuhren noch fort mehr Gold als
B. o. E. Notes in ihren Cassen zu halten u. zahlten on demand
bedeutenden Theil der Guthaben auf ihre Noten in Gold aus. Gold circulirte noch z. Th. in einigen Orten,
z. B. Westen Englands. Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗Alles das aus Bericht des
Bullioncommittee⦘ (413, 14)
Billbrokers (Wechselmakler) werden Organ, wodurch Wirkungssphäre der Provinzialbank über ihre örtliche Grenze entwickelt, ditto engeres Band derselben unter einander u. mit den London „private banks“. Die Private banks sahen auf billbroker als ihren Agenten, er auf sie als seine Clienten. Seine Aufgabe wurde: 1) Geld f. die Provinzialbanken zu finden in den seltnen Fällen, wo sie es brauchten; 2) gutes Wechselportefeuille für das Geld, das sie zum Discont anwenden wollten.
Die Provinzialbanken, wie einer v. ihnen sagte vor Bullion Committee „geben 50 × loans, als sie nehmen“. Häufig Wechsel, die eine Provinz zum Discont übersandte, von Wechsler in andre Provinz geschickt, woher ihm Geld dafür geschickt. »In einigen counties sehr wenig Wechsel auf London: Z. B. in Norfolk, Suffolk, Essex, Sussex etc[.] Hier Banken reich an Kapital. Daher in Lancashire sehr viel Wechsel auf London, aber weniger Banken u. weniger Geld bei denselben. Lancashire sandte daher seine Wechsel auf London dem Makler, der sie zu Discont nach Norfolk etc schickte.« (Richardson, before Bullion Committee, p. 178–184) In die Provinz wurde den Maklern geschickt sehr viel Wechsel, ausgegeben in London v. einem Händler auf den andern. Manchmal langterminiger Wechsel einer county ausgetauscht durch Makler gegen kurzterminige Wechsel andrer county. Grösster Theil der Provinzialwechsel taugte nicht zum Discont der B. o. E. , ihr Termin > 65 Tage, ihre Anzahl zu gross u. schliesslich ohne die Londoner endossements verlangt v. B. o. E. Wechsel aus der Provinz erhielten die Makler nicht nur von bankers, sondern von allen ihren Besitzern, manufacturers u. Handelsleuten. Rolle der billbroker nur die des Vermittlers: er endossirte nicht die Wechsel, womit er Geschäfte machte; gab ihnen nur seine »moralische« Garantie; hatte ihre Qualität zu controlliren u. Discontunfähige zu verwerfen. Erhielt f. seinen Dienst 1/8% v. Schuldner; Gläubiger zahlte nichts. Einge Makler discontirten jährlich f. 7–8 Mill. £ Wechsel. (414) (415)
Von 1808 geht B. o. E. wieder blind ins Geschirr, auf Profitjagd; benutzten den Kampf mit Napoleon etc, der gesellschaftliche Controlle v. ihnen ablenkte.
Wechselkurs sich verschlechternd, wenn auch allmählig, während des ganzen Jahrs 1808.
Auf Paris:
- Januar fing an mit 1£ = 24f., fiel auf 23f. 16C. v. April bis August;
- Anfang September 23f. 4C., Ende Sept. 22 fcs 16; November 21f. 16; December 22f. 4.
- Fiel so zwischen Januar u. November um 12%.
Auf Hamburg: fiel November auf 31s. 3gr. Banknoten (of B. o. E.) waren wieder entwerthet.
Goldankauf unter such circumstances out of question; Regierung nahm v. Bank für £1,035,000 »Hilfe«.
Goldvorrath der B. o. E. fällt um £2,363,000; da die B. o. E. an Private nichts davon gab, erhielt also Regierung nicht nur das neue loan v. Bank in Gold, sondern liess sich von ihr auch Gold zahlen auf ihre Deposits u. im Austausch f. B. o. E. notes. (p. 416)|
97Waaren u. Fondsbörse 1808: Der »solide« Zustand v. 1805–6 ging 1807 in »lebhaften« u. 1808 in »fieberhaften« über.
Auf Waarenmarkt darauf gerechnet, dass Napoleon hinderlich der Zufuhr v. Rohmaterial u. Colonialwaaren, Unkosten u. Risico der Zufuhr wachsen würden, Preise sich hoben u. »noch mehr steigen« würden. Preise daher mit aller Gewalt in Höhe getrieben u. dabei, dass Hamburger Kaufleute nicht hinter englischen zurückblieben.
| Einfuhr | Ausfuhr. | |
|---|---|---|
| 1800 | £30,570,000 | 39,471,000 |
| 1801 | 39,786,000 | 39,731,000 |
| 1802 | 29,826,000 | * 45,102,000 |
| 1803 | 26,623,000 | 36,128,000 |
| 1804 | 27,829,000 | 37,135,000 |
| 1805 | 28,561,000 | 38,077,000 |
| 1806 | 26,899,000 | 40,875,000 |
| 1807 | 26,734,000 | 37,246,000 |
| 1808 | 26,796,000 | 37,275,000 |
| 1809 | 31,751,000 | * 47,371,000 |
| 1810 | * 39,301,000 | * 48,439,000 |
| 1811 | 26,510,000 | 32,890,000 |
| 1812 | 26,163,000 | * 41,716,000 |
| 1813 | ? | ? |
| 1814 | 33,755,000 | * 45,494,000 |
| 1815 | 32,987,000 | * 51,603,000 |
| 1816 | 27,432,000 | * 41,658,000 |
1807/8: Ausfuhr v. England gefördert durch Freisetzung der spanischen Colonien in Südamerica, wo Engländer auf grossen Markt rechneten. Tolle Handelspeculation darauf; den v. tropischer Hitze geplagten südamerikanischen Wilden sandte sie warme KleidungsZeuge zu u. Schlittschuhe, aber auch facettirte Crystallservice etc. (Tooke, I)
Eifrige Gründung v. Actiengesellschaften; darunter jedoch nur 2 Banken.
| Erstes Viertel | Zweites Viertel | Drittes Viertel | Letztes Viertel. | Erstes Halbjahr. | Zweites Halbjahr | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kleine Noten. | Grosse Noten. | Kleine Noten. | Grosse Noten. | Kleine Noten. | Grosse Noten. | Kleine Noten. |
Grosse Noten. |
||||
| 1807 | 4,230,000 | 12,427,000 | 4,059,000 | 12,732,000 | 4,230,000 | 12,745,000 | 4,142,000 | 12,257,000 | 1807 | 16,724,000 | 16,687,000 |
| 1808 | 4,121,000 | 12,524,000 | 3,995,000 | 13,189,000 | 4,114,000 | 13,060,000 | 4,163,000 | 13,260,000 | 1808 | 16,954,000 | 17,804,000 |
| 1809 | 4,335,000 | 13,505,000 | 4,549,000 | 13,978,000 | 5,195,000 | 14,144,000 | 5,478,000 | 14,465,000 | 1809 | 18,214,000 | 19,642,000 |
| 1810 | 5,898,000 | 14,544,000 | 6,165,000 | 15,177,000 | 7,094,000 | 17,076,000 | 733,000 | 16,874,000 | 1810 | 20,894,000 | 24,189,000 |
| 1811 | 7,237,000 | 16,096,000 | 7,335,000 | 16,274,000 | 7,562,000 | 15,717,000 | 7,495,000 | 15,413,000 | 1811 | 23,471,000 | 23,094,000 |
|
Bemerkung von Marx zur eigenen
Orientierung. Er war in der Zeile
verrutscht. Schließen (1807 steht oben) |
|||||||||||
| Private banks. | B. o. E. | Zusammen. | Private Banks. | Bank of England | Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1809 | £16,953,000 | 18,928,000 | 35,881,000 | 1814 | 22,709,000 | 26,901,000 | 48,610,000 |
| 1810 | 21,819,000 | 22,541,000 | 44,360,000 | 1815 | 19,011,000 | 26,886,000 | 45,897,000 |
| 1811 | 24,453,000 | 23,282,000 | 44,735,000 | 1816 | 15,096,000 | 26,574,000 | 41,670,000 |
| 1812 | 19,944,000 | 23,237,000 | 43,181,000 | 1817 | 15,898,000 | 28,274,000 | 44,172,000 |
| 1813 | 22,597,000 | 24,023,000 | 46,620,000 | 1818 | 20,507,000 | 27,220,000 | 47,727,000| |
1808: Seit 25 August Regierungschuld an Bank schon anormal hoch = £15,018,000. Drückte daher im folgenden Jahr relativ nicht schwer auf Bank. Noten der B. o. E., wie erwähnt, entwerthet; Wechselkurs schlecht; die Bankdirection contrahirte ihr Wechselportefeuille sehr schwach; in 1ster Hälfte des Jahrs um £790,000, in 2ter nur um £478,000. Dagegen stieg ihre Notencirculation, in Folge v. loans an Regierung, in 2ter Hälfte des Jahrs v. £16,687,000 (in 2ter Hälfte v. 1807) auf £17,304,000, hence um £617,000. (417)
1809: Speculationsfieber dauert fort; »viel« Geld
daher nöthig; der auswärtige Handel (namentlich auch Einfuhr v. Ausland) wuchs trotz Napoleon’s Massregeln Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗über die Methode hiervon u. den
wirklichen Nachtheil, den Napoleon
den Engländern zufügte, sieh Cobbett⦘. So
z. B.: Einfuhr v. Wolle z. B. für £6,846,000 gegen £2,354,000 in 1800; von Hanf zu
533,000 Centner gegen 257,000; Talg um 353,000
gegen 148,000 im vorigen Jahr. Der Handel in diesen Waaren mit
grossem Risico verbunden. ([417,]
418)
| Die Einfuhr | wuchs 1809 gegen voriges Jahr um | £4,955,000 | |
| Die Ausfuhr | £10,096,000 | (um mehr als 25% gegen 1808) |
Bei der Gefahr, dem [sich] Handel mit England aussetzte, musste es für alles baar zahlen. Dagegen, wegen derselben Gefahr, Return f. Ausfuhr nur in längerer Frist zu erwarten. Hence »Bilanz« sehr ungünstig f. England, noch verschlechtert durch die auswärtigen Regierungsausgaben; ferner dadurch verschlechtert, dass Handel auf englischen Schiffen zu führen gefährlich; Engländer mussten daher selbst ihren (europäischen) Handel in fremden Schiffen führen u. enorm dafür blechen. Nach Tooke ([vol.] I) Unterschied zwischen Frachten (freights) f. 1809–12 (vergl. mit denen v. 1839) an 1000, 1200, 1333, 1666, 1900 u. selbst 4800%; ein Schiff, nur 4000£ altogether werth, konnte in einer voyage v. Bordeaux nach London 80,000£ St. verdienen. Märsche u. Contremärsche nöthig; z. B. englische Transporte mit Zucker, Kaffee, Taback u. Baumwollgeweb gingen v. England nach Saloniki, wurden dort überladen auf Maulesel u. Pferde, gingen über Serbien u. Ungarn nach Wien, v. dort weiter nach Deutschland u. selbst nach Frankreich. Seide aus Bergamo ging nach England über Smyrna od. Archangel. Die »Feldzüge« der englischen Waaren analog den »Feldzügen« Napoleon ’s; bes. schwierig im Anfang, d. h. 1809.
Zu alle dem begann wieder 1809 die Getreidetheurung; Sept. 1809 Preis v. qr vertheuert über 102sh.
Wechselkurs: Auf Paris: Januar = 22f. 4; 14 Febr. 20f. 19 bis 9 Mai, nach einer Woche = 20f. 1, blieb so bis 24 October, fiel dann f. folgende 2 Wochen auf 19f. 6, stieg bis 14 Nov. auf 19f. 19, blieb so bis Ende des Jahr. Fall vergl. mit Anfang des Jahrs: 9%, mit normalem Niveau = 25%.
Unze fremden Goldmünze (damals reiner als englisch Gold u. seine Ausfuhr nicht verboten wie die der engl. Münze) bei normalem Zustand = 80sh., seit Februar 1809 = 91sh.; bedeutete dass B. o. E. notes entwerthet u. zwar um mehr als 12%.
Unterdess Bank of England exploitirend das Speculationsfieber, trots ihrer »Valuta«krisis.
| 2tes Halbjahr 1808 | schon gegen erstes gewachsen um | £478,000 | |
| Letzten Viertel 1808 | belief es sich auf | £13,238,500; | stieg darüber: |
| Erstes Viertel 1809 | at once um | £1,725,000 | |
| Zweites Viertel 〃 | nimmt ab um geringes: um | £: 286,000 | |
| Dritten Viertel | um einen Schlag vermehrt um | 1,155,000 | |
| letzten Viertel 〃 | vermehrt 〃 | 588,000 | |
| Erstes Viertel 1810 | ditto 〃 | 3,363,000 | |
| Zweites 〃 〃 | 〃 〃 | 408,000 | |
| Drittes | 〃 〃 | 1,294,000 | | |
1809–10: Bank hat Ende des 3 Viertels 1810 colossales Wechselportefeuille v. £21,482,400; jetzt stops das Bankdirectorium, aber nicht freiwillig; in letztem Halbjahr 1810 Siedepunkt erreicht u. im Herbst platzte die Seifenblase. (Report of Commons Committee of 1811: on the state of commercial credit) Commercielle industrielle Crise neben der Finanz (Geldpapier) Crise. (418–20)
B. o. E. Notencirculation wuchs entsprechend mit Wechselportefeuille.
- Im Lauf v. 1808 begleitete die Ausdehnung der Discontoperation nur vermehrte Ausgabe »grosser« Noten, im letzten Viertel um 736,000£ gegen 1stes Viertel 1808
- Erstes Halbjahr 1809, neue Notenausgabe nur als Futter f. Speculation, »grosse« Noten vermehrt um weitere 698,000, während Betrag der »kleinen« ungefähr gleichbleibt.
- Im 2t Viertel 1809 gegen 1stes Viertel 1808 gewachsen Circulation der »grossen« Noten um £1,454,000; der »kleinen« nur um £434,000
- Zweites Halbjahr 1809 schlagen zugleich mit der Speculation die Noten der B. o. E. schon tiefer ein. Die durch die Speculation hervorgerufne Erhöhung der Waarenpreise erzeugt auch verstärkte Nachfrage nach »kleinen« Circulationsmitteln.
- Letztes Viertel 1809 circuliren mehr als im 1st Viertel: »Grosse« Noten um £960,000; »kleine« um 1,140,000 [.] Offenbar, dass »grosse« Noten in Bank gen »kleine« ausgetauscht wurden.
- Zweites Viertel 1810 vermehrt gegen letztes Viertel 1809 »kleine« Noten um £691,000, »grosse« um 〃712,000
- Zur Zeit der Handelscrise, 3tes Viertel 1810, Circulation der »kleinen« Noten angewachsen auf £7,094,000, (vgl. gegen 3,995,000 2t Viertel 1808) Circulation der »grossen« Noten auf 16,874,000 (gegen 13,189,000 ditto)
- Verglichen mit angegebnem Ausgangspunkt gewachsen Circulation der »kleinen« Noten um 3,099,000; die grossen um 3,887,000
- So sprang, salto mortale, in etwas mehr als 2 Jahren Notencirculation um £6,986,000 od. um 35%
- Vergleicht man mit 2 Jahren endend 2tes Viertel 1808 (Period of „sound“ trade), so wuchs damals die Circulation »grosser« Noten um £764,000, während die der »kleinen« abnahm um 433,000; Gesammtzunahme v. £331,000 od. blos um 2%. (420–22)
Die Provincialbanken blieben 1810 nicht hinter der B. o. E. zurück; Vermehrung ihrer Anzahl um 38, ihrer Papiercirculation um £4,866,000 od. um 29%.
Gesammt Papiercirculation Grossbritanniens wuchs v. £35,881,000 in 1809 auf £44,360,000 in 1810, i. e. um £8,479,000 od. fast 1/4 (um 24%) (Lords Committee of 1819)
Zuerst erhebt Stimme gegen Bank of England der damals unbekannte Börsenmäkler (broker) David Ricardo ; Sept. 1809 erschien in Morning Chronicle ein Brief Ricardo’s, zeigend dass Fall des Wechselkurses (1809) geschuldet Ueberausgabe v. Papier. Bald darauf als Brochure gedruckt: „The high price of bullion a proof of the depreciation of Banknotes.“ (p. 422 sq.)
1 Feb. 1810 schlägt
Horner
in H. o. C. Ernennung v. Untersuchungscommittee
vor; angenommen; begann ihre Arbeiten Ende Februar. (424) Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen (Das ganze
Gesindel ahnte so wenig die imminent Crisis, dass in
Lordsitzung v. 8 Febr. 1810 Opposition
u. Regierung |100 zanken, wem die „glänzenden“ Erfolge
des Landes zuzuschreiben.)
Experten vor Bullioncommittee. (p. 425–437)
(Sieh
p. 429, Note †. Aussage des
anonymen foreign merchant before Bullion Committee
„das Schöne in England, dass
hier allein ⦗im Gegensatz zu continentalem Europa⦘ die
Regierungsloans von Bank ihr sehr rasch
zurückgezahlt“ werden Bemerkung
von Marx.
Schließen
– ⦗ was, certainly, no merit of the B. o. E.⦘
Zusammenfassende Bemerkungen von
Marx.
Schließen ⦗Aussage aller Experten before
Bullion Committee constatirt, dass 1810 alle Goldcirculation aufgehört
in Grossbritannien⦘ ⦗alles Gold aus
Circulation verschwunden.⦘ ⦗
F. Baring
giebt zu ib.,
dass die
kleinen (1 u. 2£) [Noten] die Goldmünze aus Circulation
verjagt haben⦘ (Die governor, subgovernor u.
Directoren der B. o. E. gaben in keiner Weise zu, dass
Contraction der Notencirculation u. Wiederherstellung of cash
payment irgendwie nützlich) Bemerkung von
Marx.
Schließen (Quite the contrary!) (würde nichts am Wechselkurs
ändern!) (Nach dem Governor der Bank
– Whitmore –
macht der hohe Bullion(Gold)preis im
Ausland die Inconvertibility der Noten nöthig) (der
Zusatz
von Marx.
Schließen naive deputy governor: Pearse:
der ungünstige Wechselkurs mache Herstellung der Convertibilität der Noten unmöglich;
mit letzterer müsse sich Notenausgabe nach Wechselkurs reguliren, also
bedeutend contrahirt werden – u. solche Contraction erfordere
entsprechende Contraction der Discontoperation!
Letzteres würde den Handel ruiniren u. grade, um das zu
verhindern, habe die Suspension
stattgefunden!)
Juli 1810 Arbeiten des Bullion Committee beendet, Mitte August sein Bericht dem H. o. C. vorgelegt (The Bullion Report) (p. 437–450.)
( Zusatz von
Marx.
Schließen
Hauptpunkte in Bullion
Report:
bei „sound“
Geldcirculation, kann keine Nachfrage nach Gold seinen Marktpreis über seinen mintprice steigen machen u. dies zeigt sich auch thatsächlich
»auf europäischem Continent« (Hamburg,
Holland) »Gold aus Circulation in England
verschwunden; aber nicht seiner Seltenheit wegen; auch 1809 viel Gold
gesendet nach England von Westindien u. Südamerica. Die letzteren Ereignisse in Spanien u. Portugal, zugleich mit
der Seeherrschaft England, machten letzteres zum Kanal der Zufuhr der Minen Neuspaniens u. Brasiliens, Zusatz von
Marx.
Schließen (den Hauptquellen v. Gold u. Silber in 1ster Hälfte des 19
Jhdts.); von dort wandern sie nach der
ganzen übrigen Welt. Hence können Engländer in erster
Hand sich mit hinreichendem Vorrath derselben versehn. Differenz hier zwischen Markt- u. mintprice v. Gold nur entspringbar: aus den
Prägekosten der Goldmünze Zusatz von
Marx.
Schließen (in England von Regierung
getragen), v. Verschleiss
der circulirenden Goldmünze od. durch gesetzliches
Verbot der Umschmelzung der Goldmünze in Barren u.
ihrer Ausfuhr über Grenze. Letztre 2 Ursachen können in England auf
den Preis des Goldes zum Belauf v. 51/2% wirken.
Neue Ursache jener Differenz, seit Suspension des cash payments, die Inconvertibilität der BankNoten – u. daher übermässige Zettel-Ausgabe. Die Zettel nicht exportirbar, noch an ihrem Ausgangspunkt returnirbar f. Gold; stocken daher in den Circulationskanälen u. erhöhen stufenweis die Waarenpreise.
Normale Grenze des Falls des Wechselkurses die Transportkosten des Goldes aus einem Land ins andre; diese können manchmal sehr zunehmen; in den ausserordentlichen KriegsUmständen für England zu 7%; was darüber hinaus [geht, ist] Folge der Entwerthung des Papiergelds. Unter jetzigen (Inconvertibility) Verhältnissen schwer die Verbesserung (correction) des Wechselkurses; fand bis 1797 statt durch Abfluss v. Gold od. Contraction der Notencirculation. Commission zeigt auf Erfahrungen v. Nordamerica, Austria, Portugal u. Grossbritannien selbst hin.
Umfang der PapierCirculation der Provincialbanken abhängig v. der der B.o.E; indem man deren Noten inconvertibel, hat man B. o. E. zum Regulator der nationalen Circulation gemacht. Früher (vor 1797) achtete die B. o. E. auf Wechselkurs, zwar nicht direct; aber sie contrahirte ihre Notencirculation, sobald Goldabfluss, um den letzteren to stop; jetzt nicht mehr, da sie kein demand for gold mehr zu befürchten. Preis des Goldes u. Wechselkurs müssen auch bei inconvertiblem Papiergeld die Ausgabe des letzteren reguliren.
Mit der Inconvertibility, fand Bank keinen Grund mehr zur Beschränkung des »Discont«, so profitlich f. sie u. zugleich ihre Popularität in commerciellen Kreisen sichernd. Was die Regierungsinteressen betrifft, so sind sie Sache des Parlaments, nicht der Bank.
Die Bankdirection übersieht Unterschied zwischen loan v. Capital an einen Kaufmann u.
vermehrter Zufuhr von
Circulationsmitteln. Jeden
neuen loan jetzt an Kaufmann
effectuirt
durch zusätzliches Circulationsmittel,
wodurch die |101
Gesammtmasse der letzteren entwerthet
wird. Zusatz von Marx.
Schließen ⦗i. e. werden kann⦘
Durch
die Suspension abgeschnitten Rückfluss jeder überflüssigen Quantität v. Circulationsmitteln
zur Bewahrung des v. ihnen vorgestellten
Kapitals. Diese Noten müssen in Circulation bleiben, so lange
nicht fällig der
Termin der Wechsel auf deren Discont sie ausgegeben werden. Und bei
ihrer endlichen Rückkehr begegnet ihnen schon
neuer Sturm v. Noten ausgegeben bei Discont
neuer Wechsel. Jede Erneuerung der Discontoperation erneuert
diesen Process. Tritt kein Wechsel in in Betrag der discontirten Wechsel, so entspricht ihm Summe der
Creditzeichen, die beständig in
Circulation bleiben. Die Ausgabe dann blos durch
den Grad des Speculationsgeistes bestimmt.
Was die Operationen der
B. o. E.
weiter gefährdet:
Gesetzliches Maximum ihrer Discontrate = 5%;
viele auswärtigen Handelsprofite in letzterer Zeit viel höher
als 5%:
hence praktisch no limit f. demands für Noten
von Bank. Letztere Zusatz von
Marx.
Schließen (gesetzlich
gebunden) ignorirt die Marktrate
des Disconts.
Die Bank selbst gesteht die Unmöglichkeit zu[,] »alle« ihr präsentirten »guten« Wechsel zu discontiren; widerspricht also ihrem Princip der blosen Regulation by „demand“ (auf angeblich »gute« Wechsel)[.] Sie operirt ohne »alles« Princip – ausser ihrer Willkühr; dies natürlich; das »Unnatürliche«, das dass sie ohne Controlle verfügt über die nationale Geldcirculation.
#e432
Die BIS notenausgabe.°] Bei Kaufman,
II, S. 443/444. - Hervorhebungen und Bemerkungen in Klammern von
Marx.
Schließen Die Commission (das Bullion
Committee) kannte nicht die Höhe
der Circulation der Privatbanken. Sie hebt aber
Wachsthum der B. o. E. Notencirculation v. 1797–1809 hervor
(bis zu 211/4 Mill. £); namentlich habe die Vermehrung durch die »kleinen« Noten stattgefunden 1799–1802 u. v. Mai 1809 – Mai
1810.
Commission schreibt die Notenvermehrung hauptsächlich der »Discont«operation vor zu; über die BankAnleihen an Regierung täuschte Bank o. E. sie absichtlich; machte sie nur bekannt mit ihren directen Anleihen an Regierung, nicht mit dem Betrag der auf offnem Markt ausgegebnen, aber unverkäuflichen u. v. B. o. E. zu ihrem Nominalbetrag übernommenen Exchequerbills. Tooke wiederholt die Urtheile der so absichtlich irregeleiteten Commission, ohne sie zu corrigiren, obgleich alle Lücken ausgefüllt durch das Material des Parlamentarischen Committees v. 1819.
das Committee wagte nicht v. Bank die absoluten Zahlen über Umfang der Discontoperation zu verlangen; nur die »proportionellen« Ziffern über die changes ihres commerciellen Portefeuille in verschiednen Jahren. Auch dies wurde ihr verboten zu drucken. Nach dem Committee (Bullion) der absolute Umfang der Discontoperation an sich nicht schädlich, sondern weil dienend zu überflüssiger Papierausgabe. „The numerical amount cannot be considered as at all deciding the question, whether such paper is or is not excessive.“ Geschwindigkeit des Umschlags eben so entscheidend als Quantität. Committee zeigt nach[,] wie seit 1797 (Suspension) das Bankgeschäft sich entwickelt u. mit ihm Geschwindigkeit u. Oekonomie des Umschlags; bankers drafts (cheques) bedeutend vermehrt; „Clearing House“ und »Wechselmäkler«; Konkurrenz der Provincialbanks schränkt B. o. E. circulation in den Londoner Kreis ein. Hence um so weniger Bedürfniss für so bedeutende Zunahme der B. o. E. notenausgabe.
#e433
Die BIS extention“.°] Bei Kaufman, II,
S. 445. – Hervorhebungen – außer „constanten“ und „temporären“ -
sowie Bemerkungen in Klammern von Marx.
Schließen Die
Erweiterung der B. o. E. circulation,
sagt committee, hat nicht zu dienen dem
constanten Bedürfniss der
Uebereinstimmung zwischen Umfang des Handels u. Umfang
der Circulation, sondern nur dem
temporären Bedürfniss der Crisenepochen irgendwo Stütze zu finden innerhalb des
allgemeinen Panic’s; als Mittel gegen das allgemeine
Misstrauen, dem unser System des
Papiercredits nothwendig ausgesetzt.
Die PapierCirculation der Provincialbanken Ueberbau über dem Papier der B. o. E. Sie in cheque gehalten durch Auswechselbarkeit ihrer Noten gegen die der B. o. E.; letztere durch convertibility der eignen Noten gegen Gold. Aber die Möglichkeit für die B. o. E. überflüssige Noten auszugeben, producirt dieselbe Möglichkeit f. B. o. E.
„the foundation“ (B. o. E. note circulation) being enlarged, the superstruction (provincial notes issued) admits of a „proportionate extention“.
Committee: handle es sich nur um Palliativ, so würde sie vorschlagen grösseren Antheil des governments an den Profiten der B. o. E. v. Ueberausgabe v. Notes. Sie betrachtet (im Gegensatz zu Ricardo ) convertible Notencirculation as „one of the greatest practical improvements, which can be made in the political and domestic economy of any state“. Bedauert, dass inconvertibility gemacht „a permanent war measure“. Schaden für die Besitzer v. fix revenues u. Gläubiger, ungebührlicher Nutzen f. Staatskasse etc
Am meisten leiden davon die Arbeiterklassen, deren Einnahmen am wenigsten leicht sich erhöhen u. die sich mit der grössten Mühe den veränderten Umständen accomodiren. |102 Nach VerLauf v. 2 Jahren soll suspension of cash payments aufhören.)
Bericht des Bullioncommittees rief einen
der literarischen Stürme für u. wider
Bemerkung von Marx.
Schließen (meist letzteres) hervor,
die in England schon seit 17 Jhdt alle wichtigen gesellschaftl. Fragen
begleiten. (450) (1810–1812) Auf Seiten
der
Bank o. E.
commercielle industrielle
Majorität; wollte keine Beschneidung des Disconts u.
Circulations-Contraction. (452) Dann die Regierungspartisans;
welche welchen Regierung grade damals eröffnete neue Periode grandiosen
Missbrauchs der Ressourcen der B. o. E.
(l. c.)
Die Aussagen der B. o. E. Directoren vor Bullioncommittee von Ende Februar bis Ende Mai 1810; grade damals rasten selbige Directoren mit Ausgabe v. Noten vermittelst erweiterter Discontoperationen; belogen das Committee direct, diese »unschuldigen Lämmer«. (453)
Sie arbeiteten nur für »Ermunterung des Handels«; aber handelten damit gegen die v. dem Committee ausgesprochnen Ansichten über die ihnen zukommende Rolle während Crisenepoche. Als die Crise hereinbrach, überliessen sie Handel seinem Schicksal.
Im letzten Viertel 1810 verminderten sie ihr Wechselportefeuille um £2,650,000 u. im ersten Halbjahr 1811 weiter um £4,285,000; also während der Panic Zeit, wo jede Stunde Bankerutt brachte u. B. o. E. einzige Stütze des Handels forderte sie v. ihm zurück Zahlung für £6,935,000. (Sieh Rede v. Johnston , Unterhaus, 19 Juli 1811)
Parlamentsdebatten 1811, zunächst über Mittel zur Abhilfe der Crisen, 1, 7, 11 u. 18 März in Unterhaus, Oberhaus 28 u. 29 Mars u. 1 April 1811. Committee (zur Abhilfe) v. Unterhaus ernannt 1 März, legte Bericht 7 März vor; Staatshilfe v. 6 Mill. durch Ausgabe v. Exchequerbills; angenommen.
Robert Peel (der spätere »Grosse«) (Sieh p. 455 *)
Während der Debatte:
Huskisson: „the race of old
English merchants, who never could persuade themselses themselves to go beyond their capital Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗hence
Furcht der altmodischen Kaufleute in allen Ländern vor
Wechseln u. deren Discont⦘ was superseded by a set of mad and extravagant
speculators, who never stopped as long as
they could get credit … Commerce had become
a sort of wholesale gambling.“ (455)
Lord Granville in Oberhaus: „Das jetzige System (der B. o. E.) loans u. discounts, erzeugte Erweiterung der Notenausgabe, entwerthete die Banknoten; schaffe fiktive Capitalien u. übernatürliche Kräfte um Handel über alle rationellen Schranken zu treiben. Der so aus Rand u. Band getriebne Handel verlange seinerseits neue Notenausgabe, um ihn mit neuen Capitalien zu versehn. So unterstützen sich übermässige Notenausgabe u. Speculation wechselseitig; die Speculation ruft neue Notenausgabe, letztere neue Speculation hervor, etc bis Crise dem Ding Ende macht pro tunc. B. o. E. Profitcher dabei, aber auf Kosten des Publicums; after all B. o. E. nichts als ein Handelsgeschäft, existirend um Profit zu machen; schuldig Regierung u. Parlament, die’s erlauben.[“] (456)
1811
5 April 1811 (Ordnung der Debatten über
Bullioncommittee in H. o. C. festgestellt.) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Erst 29 April (in
committee of the whole House)
Horner
[,] Präsident des
Bullion Committee
legt dessen Vorschläge vor etc (sieh
Cobbett
) u. Debatte darüber
eröffnet⦘
In Sitzung v. 5 April 1811 Huskisson macht Motion zur »Veröffentlichung« der dem Committee mitgetheilten Angaben der B. o. E. über ihr Wechselportefeuille f. einige Jahre; sie sagte, sie gebe nur Papier bei Discont v. »soliden Wechseln« aus; Huskisson wusste, dass sie nach der Crise v. 1810 ihr Portefeuille contrahirt, aber nicht ihre Notenausgabe. Hätte Husk. ihre Statistik f. 20 Jahre gehabt, so konnte er die ganze Verlogenheit des evidence der Directoren nachweisen. Abgelehnt v. H. o. C.
Sitzung v. 25 April 1811: Motion eingebracht in H. o. C., B. o. E. solle die Angaben liefern über die Summen der Exchequerbills »gekauft« v. B. o. E. ⦗sie wollte grade geheim gehalten halten, was sie in dieser Form der Regierung pumpte[⦘]. Abgeschlagen. (457, 58) Dies der Regierung um so gelegner, als sie namentlich in Frühling u. |103 Sommer 1811 ihre Schuld durch »Anleihen« v. Bank, worüber sie verpflichtet dem Parlament Rechenschaft zu geben um £1,637,000 erhöht hatte (ihre laufende Schuld an Bank hatte Anfangs 1810 gestanden auf £15,017,839.) (458, 59) Ausserdem wuchs während dieser Periode die Schuld der Regierung nicht auf offnem Markt realisirbarer u. v. Bank übernommener Exchequerbills um £6,042,000; so die Regierung, in Folge theils öffentlicher, theils geheimer Verständigung mit der Bankdirection, hatte ihre schwebende Schuld an Bank o. E. getrieben:
26 Febr. 1811 – auf £18,069,000
26 August 〃 – 22,697,000. Begreiflich danach warum Regierung u.
B. o. E. einander so lebhaft
unterstützten in den damaligen
Parlamentsdebatten. (459) (cf. hierüber p. 459 Note *) (Citat aus einer Parlamentsrede v.
25 April.)
11 April 1811 legte Horner dem H. o. C. seine resolutions (im Namen des Bullioncommittees) vor, 24 April Vansittart . (Er schlug hinter den Coulissen dem Horner vor, er wolle seine Resolution zurücknehmen, wenn Horner dasselbe thue u. Ernennung neuen Committés zur Revision der Geschichte vorschlage.[)] (459, 60.)
Montag 6 Mai 1811 beginnen Debatten über Bullion-committee (i. e. Horner’s Resolutions) dauerten 7 Tage bis 15 Mai (14 Mai Rede v. Johnston sieh 460 Note *) (p. 461–482)
Standard (Masseinheit) of money, sagten die Bankvertheidiger, ist das woran Entwerthung der Banknoten gemessen; such a standard eine Phantasmagorie; also auch keine Entwerthung der Banknoten (woraus folgt: Banknoten können überhaupt nicht entwerthet werden) Vansittart sagte u. a. „the whole interest of the national debt might have been paid in crocked sixpences, if the directors of the Bank had thought fit“. Derselbe Bursche sagte später: „he had never argued or imagined that this country could, with safety, persist in upholding a paper circulation, without a fixed standard of value“ u. versicherte dann wieder 24 Mai 1819: „he by no means wished to shrink from any opinions which he had formerly (1811) avowed“. (462–63) Die grossen Männer Old Rose, Vansittart, Castlereagh gegen Regulation durch Wechselkurs: dass dann »Geldcirculation in Willkühr der Händler mit Foreign bills of exchange« gestellt. Nach Rose hatten vor der Suspension 1797 circulirt 40 Mill. £ St. in klingendem Geld; nach wissenschaftlichen Forschern nur 22 Mill. £. ( Tooke )[.] Selbe unterstellen, dass 1806–7 in England noch ungefähr 5 Mill. £ baares. (462, 63) Castlereagh mit gewohnter Unverschämtheit: „the increase of the Banknotes has been gradual and moderate“. (464) Denuncirten Bullionists als Napoleonisten. (l. c.) Die hohen Dividenden der Bank seien natürliche Früchte der Entwicklung des Handels. (l. c.) In Schottland treibe man alles ohne Metallgeld. (l. c.)
(Bester Redner auf Seiten der Bullionists – Canning ) Henry Thornton (sprach 6 Mai): Quantum Geldes wirkt auf Waarenpreis; Gold [ist] Waare; Wechselkurs drückt Preis dieser Waare aus. (465) ( Vansittart dagegen: „the price of bullion depends on causes peculiar to itself, and has no connection with the prices of other commodities“. (vgl. p. 466, 67) (*) (In Henry Thornton’s Rede, 467, N. *, Regulation des Banknotesissue durch Wechselkurs zuerst ordentlich auseinandergesetzt.) Horner wies nach: Gold gegen Silber gestiegen; aber die Banknoten eben so entwerthet gegen Silber als Gold. (467) Parnell u. Canning: Agio auf Gold augenscheinlicher Beweis der Entwerthung des Papiers. (468) Dieselben: Die Napoleon’schen Decrete wirkten noch nachheiliger nachtheiliger auf Hamburg u. Amsterdam; aber ohne Wirkung daselbst auf Wechselkurs. (l. c.)
8 Mai (1811) sagt u. a. Parnell: „the establishment of this (the B. o. E.) Bank has been a great national
misfortune. All the good that has been done by it might have been fully
as well afforded to the public by the establishing of several banks etc
etc ⦗bei free banking⦘. The whole of our commerce
could not be under the management of 24 merchants … such a monstrous state of things could never have
existed in this great country, as that of all its best interests being
subservient to the caprice, the ignorance or the misconduct of
24 merchants.“ (468, 69)
Thornton
schloss seine Rede damit: Bleibt das entwerthete u. sich verschlechternde Papier zu
lang in Circulation, dann ohne Verletzung der Rechtlichkeit
Rückkehr zu Baarzahlung unmöglich; u. dann
entspringe nothwendig „struggle“ über »die
maintenance of the standard of our coin“ Bemerkung von Marx. –
Siehe
Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie. Erstes Heft. In:
MEGA II/2. S. 153/154.
Schließen ⦗wie später 1819 v. den little
shillingmen in Birmingham geschah⦘ (469–70) (
Horners
resolutions verworfen mit bedeutender Majorität; dies genügte
der B. o. E. nicht u. dem ministry; Vansittarts Gegenresolutions nun
debattirt; was verlangt, feierliche Sanction des v.
der B. o. E. befolgten Regimes)
13 Mai 1811 brachte Vansittart seine 17 Conter-resolutions vor. ⦗Hauptargument Vansittarts: Bestimmung des mintprice des Goldes Prärogativ der Krone; Banknoten (nominal) drücken diesen mitprice aus ⦗i. e. Pfund heisst Pfund⦘; Marktpreis des Goldes hat nichts mit Sache zu thun.⦘ ⦗Beide Seiten unklar darüber, was Standard, Massstab der Preise meint; dass es nicht Werth des Goldes, sondern Name für bestimmtes Quantum dieses Metalls⦘ Ein Redner, ob besoffner Anhänger der B. o. E., oder aber Ironiker sagt u. a. |104 „Ich liebe diese affaire nicht … est es ist alles Humbug … Einige gentlemen sagen: die Guinea stand früher einmal 20sh., jezt 21, manchmal 24. Warum, wenn das so, es nicht sagen? … Warum sollte die Guinea nicht auf 24s. stehn? … Sie schwatzen allerlei über das, was aus unsrem Gold geworden. Die einen sagen: es ist verschwunden; die andern: man hoards it, man schafft es über die Grenze. Aber alles das ist einerlei. Was hindert uns eine Geldcirculation zu haben, die niemand fortjagen kann? Das Volk wird nichts dagegen haben. Es erkennt alles als Geld an, was ihr ihm befehlt, selbst Talglichter, wenn sie nur nicht schmelzen in den Taschen. Nehmt diesen Plan an u. dann können wir den Feind verachten, so viel wir wollen. Wir können Geld machen aus Leder, aus Austerschalen. Und wenn wir den Credit nur für ein Jahr aufrecht erhalten, wird Bonaparte uns zu Füssen liegen.[“] (475, 76 Note) (Fuller)
15 Mai 1811 Vansittart’s Resolutions angenommen.
Nun affaire v.
Lord
King
, der Pacht gezahlt haben will in
Gold od. in Noten entsprechend der
Differenz ihres Werths in Gold[.] Zwischen den
Coursen v. 1807 (wann Pachtcontract geschlossen)
u. 1811 Zusatz von Marx.
Schließen ⦗sieh
Cobbett
⦘
Lord Stanhope
(in Sitzung v.
House of Lords v. 24 Juni 1811) 2 Juli 1811 beginnen Debatten in H. o. Lords über Stanhope’s Vorschlag Zusatz von Marx.
Schließen ⦗in fact: annähernde Verwandlung der
banknotes in legal tender⦘ Gegen
Stanhope:
Landsdowne Lansdowne
,
Grey
,
Holland
,
King
,
Grenville
,
Lauderdale
. (Cf.
479, Note *) Nachdem im Oberhaus
der vom ministry verschärfte Stanhop’sche
Vorschlag durchgegangen, nun in H. o. C.
Hauptredner hier der
Zusatz von Marx.
Schließen miserable, incompetente
Castlereagh
.
Johnstone
bemerkt u. a. „The
four northern counties of Ireland still retain
all the precious metals in the shape of coin formerly possessed by
them.“ ([476–]480) (Note)
22 Juli 1811. Schluss der Debatten in H. o. C. Agio auf Noten verboten; farmers gegen Execution geschützt, konnten in Gericht Noten f. Rent zahlen; Gesetz gültig bis 25 März 1825 ⦗Gesetz v. 24 Juli 1811⦘ ⦗Dies auch f. Schottland, aber nicht Irland.⦘ (Feigheit des governments; wagte nicht direct Empfang der Noten compulsory zu machen) (Praktisch konnten nun aber B. o. E. u. Regierung thun was sie wollten) Die Regierung u. Bank hatten erreicht, dass Parlament die Entwerthung der Banknoten officiell niederstimmte grade 1811, wo Crise die Last der Notencirculation, höher als je vorher, am wenigsten tragen konnte u. Entwerthung der Noten daher am handgreiflichsten.
#e462Zustand BIS 1800)°] Hervorhebungen und Bemerkungen
in Klammern von Marx.
Schließen
Zustand
der britischen Finanzen:
Budget Deficite von 1793–1816:
| Deficit: | 1793 = £3,183,000; 1794 = 7,646,000 (mehr als verdoppelt), 1795 = £18,601,000 (wieder mehr als verdoppelt); 1796 = 18,173,000; erreicht 1797 die Höhe v. 25,277,000 (beinah verachtfacht seit 1793) | |
| Fällt | dann wieder auf: 1798 = £19,511,000; 1799 = 17,650,000; 1800 = 18,604,000; 1801 = 19,289,000 | |
| Steigt: | 1802 über das Maximum v. 1797, nämlich auf £26,699,000. | |
| Fällt: | 1803 = £12,985,000; 1804 = 8,976,000; 1805 = 11,881,000; 1806 = 17,799,000. | |
| 1807 = 11,525,000. 1808 = 7,613,000 (unter die Höhe v. 1794); 1809 = 9,893,000; | ||
| 1810 = 11,060,000; 1811 = 10,512,000; 1812 = 13,884,000; | ||
| Steigt | 1813 = £25,772,000 (höher als 1797, fast so hoch wie 1802) | |
| 1814 = £37,851,000 (höchstes erreichtes Maximum während des Kriegs.) | ||
| 1815 = £34,750,000; steht 1816 (nach Frieden) auf £18,767,000 (höher als 1800) | (p. 482 Note) |
Regierung schöpfte mit vollen Zügen aus die Steuer u. Creditresourcen des Landes; nie hatte ein Land solche Opfer gebracht; u. dennoch operirte die Finanzverwaltung wie Regierung, die in verzweifeltster Lage die Volkswirthschaft zu operiren hat. Sie förderte absichtlich den Missbrauch des Papiergelds durch B. o. E. u. zwar zu Zeit, wo ihre ausländischen Ausgaben Maximum erreichten, wo sie rechts u. links Subsidien ausstreute u. selbst so in der schädlichsten Weise auf Wechselkurs wirkte. Land offenbarte dagegen |105 seiner Productivkraft. Die Wirkung der Crise v. 1810 zeichnet sich scharf ab nur bis März 1811; Symptome verbessern sich von da ab; Von der März 1811 vom Parlament votirten 6 Mill. £ Staatshilfe f. Kaufleute u. Industrielle kaum 2 Mill. wirklich verausgabt; Wellington’s Siege in der pyrenäischen Halbinsel öffnete Markt; aber der Panic lag noch in den Knochen; langsame Zunahme v. Ausfuhr, bedeutende Contraction v. Einfuhr.
| Jahre. | Nach Nordeuropa. | Spanien | Portugal | Gibraltar Malta Levante | Irland u. benachbarte Inseln. | Britisch America | United States | Westindien | Total | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1810 | £13,858,000 | 1,471,000 | 2,129,000 | 6,394,000 | 5,765,000 | 7,304,000 | 11,218,000 | 10,379,000 | 62,702,000 | |
| 1811 | 3,483,000 | 1,496,000 | 6,165,000 | 7,393,000 | 7,213,000 | 4,500,000 | 1,875,000 | 7,844,000 | 43,940,000 | (483 Note) |
Bemerkung von Marx.
Schließen Dies ist Abnahme v. = £18,762,000; zieht man ferner ab den
Zuwachs in pyrenäischer Halbinsel u. über Gibraltar, Malta, Levante (=
5,060,000,
so = Abnahme von: 23,822,000
(nämlich die Zunahme nach dieser Seite hin fällt z. Th.
mit Kriegsausgaben zusammen)
#e466Auf BIS 31,284,000.°]
Hervorhebungen – außer „Moro“ und „Vansittart“ -,
Ordnungsziffern und tabellenartige Darstellung der Fakten sowie
Fragezeichen und Ausrufezeichen in Klammern von
Marx.
Schließen
Auf den
Wechselkurs wirkten noch 2 Umstände »besonders«
- 1) Getreidepreis steigt wieder, namentlich seit März 1811
- 2) Starke Zunahme des Wachsthums der ausländ. Regierungsausgaben.
ad 1) August 1811 qr wheat = >91sh, October 100sh., December 106.3/4sh.
ad 2) Ausländ. Regierungsausgaben. Nach „Accounts to Bullion Report[“] , N. 70 trassirten v. 1804–1809 die Lord-Commissäre der Treasury Foreign bills f. £15,081,000; davon 1809: 4,162,000.
App. to Commons Committee of 1814 1819 N. 44 enthält die Fortsetzung dieser Statistik f. 1813–18:
| 1813 | £21,817,000, |
| 1814 | 26,495,000 |
| 1815 | 20,128,000 |
| 1816 | 7,802,000; |
| 1817–18: | £5,792,000 |
Mogo (?): Chronological Record of British Finance (folio) (lithographirt ) giebt für Subsidien an continental Powers:
| 1794–97 | £3,112,000; |
| 1798–1801 | £3,258,000; |
| 1809–10 | 3,455,000; |
| 1811–12 | 5,038,000; |
| 1813 | 5,316,000; |
| 1814 | 11,294,000 |
| 1815 | £10,025,000; |
| 1816 |
Marx setzte die Ziffer 3 mit Fragezeichen in Klammern,
weil bei Kaufman die betreffende Stelle schlecht
gedruckt ist, so dass man 3 oder 8 lesen
kann Schließen 11,08(3?)5,000; |
| 1817–19 | £1,739,000. |
| Total | £54,272,000 49,272,000. |
Vansittart , dann noch Chancellor of the Exchequer, giebt f. auswärt. Ausgaben der Regierung:
| 1811 | £15,182,000; | |
| 1812 | 18,533,000 | |
| 1813 | 22,930,000, | |
| 1814 | 31,284,000. | (p. 483 u. 84 Note) |
Wechselkurs: auf Paris:
-
Im ersten Halbjahr 1810 zwischen 19f. 6
( Bei Kaufman, S. 484: въ
концѣ
Schließen Anfang Januar) u. 21f. 16 (Mitte Juni) f. ganze Frist 7% v. unten nach oben) - 2t Halbjahr wieder allmählig herunter, 28 Dec. wieder 19f. 8c.
- Anfang 1811 Verschlechterung rascher: Januar 19f. 4–8c; zwischen 5 u. 12 Feb. fiel v. 19f. 4 to 17f. 16, blieb so bis 19 März, sank bis 26 März auf 17f. 6. (äusserste Grenze des Kursfalls); unter pari about 33%. (about 1/3) Blieb so einen Monat.
- Bis Ende Juni = 17f. 16. In 2t Halbjahr 1811 stieg nach u. nach bis 19f. 1c. |
Wechselkurs. Auf Hamburg. Vom 26 März bis about Ende Juni 1811 = 26s. 6gr. (p. 484, 85)
Noch im 3t Viertel 1811. Discont Portefeuille der Bank sich contrahirend um £1,569,000. (485)
#e468
⦗Die BIS Worts.⦘°] Bei Kaufman, II, S.
485. – Hervorhebungen – außer „Tooke’s“ und „passive“ – sowie
Bemerkung „Abgesehn“ bis „Worts.“ von
Marx.
Schließen ⦗Die Phrase
Tooke’s:
([vol.] I): „it should seem that the
Bank was as passive in the reduction of its
discounts and of its issues between 1810 and 1813, as
it has been in the enlargement of them between 1808 and 1810.“
Bemerkung von Marx.
Schließen Abgesehn davon, dass f. Herrn Tooke die
„issues“ auf die dem Bullion Committee
verheimlichten unrealisirbaren „Exchequerbills“ nicht existiren,
as to the discount „passivity“ of the B. o. E. während
der Schwindelzeit, cf. u. a. p. 436–37 das v.
F. Baring
Gesagte; dass sie ferner
„activ“ war in dem plötzlichen Beschneiden des
Discounts während Crisis – bedarf keines Worts.⦘
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Herr Tooke zu zärtlich mit
B. o. E.⦘
Notencirculation der B. o. E. 1811 änderte sich wenig:
| 2t Halbjahr 1810 | = | £24,189,000; | |
| 1 Halbjahr 1811 | nahm ab um £718,000 | ||
| 2 〃 〃 | weiter um £377,000, |
Zusatz von
Marx. Schließen zusammen = £1,095,000. |
Diese schwache Notenvermindrung, obgleich Bank f. Wechsel zurückerhielt = 81/2 Mill. £; diese v. commerciell industriellem Publicum erhaltnen Gelder v. B. o. E. der Regierung zur Verfügung gestellt. (485–86)
1812:
Bedeutender Fortschritt v. Getreidetheurung; August qr wheat = 152sh.; Theurung dauerte in ganzem Jahr 1812 u. Theil v. 1813. Schöne Zeit f. landlords u. farmers; hence Speculation in Landkauf; half auch den landbanks, die ihre Geldzufuhr v. farmers hauptsächlich bezogen.
Unterdess Zahl der Provincialbanken abgenommen unter Einfluss der Crise um 42; 1811–12 geringe Aenderung darin gegen 1810–11.
Sommer 1812
Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗wohl in Folge der Verhältnisse
(Kriegs) mit U. St.⦘
Befürchtungen über mangelnde Zufuhr gewisser
Waaren; hence Befestigung der Preise u. Speculation.
Seit Ende 1812 verbessern sich auch Preise der ausgeführten Waaren;
Im ganzen Jahr steigen Ein- u. Ausfuhr, so dass sie fast wieder Betrag v. 1809–10 erreichen. (486)
Wechselportefeuille der Bank o. E. Darin dies teilweise reflectirt.
| October, Nov., Dec. 1811 | mittlerer Betrag | = | £12,988,000 | (= about Höhe v. letztem Viertel 1807) |
| Jan. Feb. März 1812 | 14,164,000 | |||
| April – Mai – Juni 〃 | 13,590,000 | |||
| Juli – Aug. – Sept. 〃 | 15,554,000 | |||
| Oct. Nov. Dec. 〃 | 13,879,000 | (486) |
#e473Regierungsschuld BIS E.°] Hervorhebungen, tabellenartige
Darstellung der Fakten und Bemerkung „dies“ bis
„Wechseldiscont.“ von Marx.
Schließen
Regierungsschuld an Bank:
| Ende August 1811 | = | £22,626,000; | |
| bis Ende August 1812 | wenig geändert. | ||
| V. 26 Aug. 1812 – 26 Feb. 1813, nimmt Reg. | neuen loan v. Bank f. | £1,132,000 | |
| u. f. unrealisirbare Exchequerbills | 2,724,000 | ||
| schuldet daher der Bank | 25,894,000 |
Gegen Anfang 1810 Regierungsschuld an
Bank gewachsen um £10,876,000; Bemerkung von
Marx.
Schließen dies band der
B. o. E. einigermassen Hand in
Wechseldiscont. (486 487) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗indirect fielen die Noten
ja in Hände der Private London bankers etc u. daher
discont der B. o. E. weniger bedurft⦘
|
1812: Mittlere Notencirculation
| 2tes Halbjahr 1811 | = | £23,094,000 | |
| 1st 〃 〃 1812 | = | 23,123,000 | |
| 2tes 〃 〃 1812 | = | 23,351,000. | (p. 487) |
Woche vor Ablauf des Gesetzes v. 24 Juli 1811, neue Bill über Zwangskurs eingebracht, bestätigt durch Gesetz v. 5 Mai 1812 (Diesmal auch auf Irland ausgedehnt;) sollte bis 3 Monate nach Beginn der folgenden Parlamentsession dauern.
Gesetz v. 22 Dec. 1812 (3tes über Zwangskurs) hat Frist bis 25 März 1814 (cf. über Parlamentsdebatten 478 487, note).
Wechselkurs: auf Paris: Anfang 1812 = 19f. 1c., Mitte März = 20f. 6c., blieb so bis Ende Mai. Gold stand damals 87sh. 7d. p. Unze, Silber = 76d.
Anfang Juni fängt Wechselkurs an unbedeutend sich
zu verschlechtern bis Anfang September; 11 September 1812 = 18f. 60 95, Mitte October = 18f.; Nov. u. Dec. steigt langsam auf 18f. 55.
Goldpreis Anfang Octob. 1812 quotirt 106sh., theurer um 28–29sh. als mintprice, um
mehr als 36%. ([487,] 488) ⦗Dennoch Motion v. Withbread
in H. o. C.
Vansittart’s Resolution über Gleichwerth v. Gold u. Papier zu revociren
– verworfen 11 Dec. 1812 mit 63 gegen 20
Stimmen Zusatz von Marx.
Schließen !⦘
1813
englische Unternehmung sehr lebhaft. Siege der Alliirten. »Befreiung der Völker« meinte »Freisetzung ihrer Märkte« f. England. Fabrikanten u. Kaufleute glaubten unermessliches Gebiet f. sich erobert. Man kann dies z. B. aus folgenden Preissteigerungen sehn:
- Caffee: Jamaica stieg um 262%, Domingo um 360%,
- Zucker um 248% im Allgemeinen, aber der von Havannah um 446%;
- Baumwolle v. 7–9d. auf 28–30d; (um 428%)
- Taback (Virginia) v. 2–7d. auf 22–66d. etc. (488) Dies »Aufleben« wirkte wieder auf movement des Bangeschäfts Bankgeschäfts .
1813 wuchsen Privatbanken
um 23 neue; ihre Papiercirculation v. £19,944,000 auf
22,577,000 od. um 13%. Wohlbemerkt dass der Zusammenhang der
Bankblüthe mit industrieller
commercieller Entwicklung als Basis gepriesen v.
Colquhoun
u. andern; v. dem Elend
der Volksmasse keine Rede Zusatz von
Marx.
Schließen ! Banken rangirten neben den
DampfMaschinen, Fabriken u. mächtigen Flotten Zusatz von
Marx.
Schließen !
| 5 chartered Actienbanken (je 1 f. England u. Irland, 3 f. Schottland), | mit Gesammt-Capital von 261/2 Mill. l. St.; |
| ferner: 72 Private (London) Banks, | mit Capital v. 4 Mill. £ St |
| 195 englischen Privatbanks in grösseren Städten | |
| und 464 ditto 〃 in kleinern | mit Kapital von 4 Mill. £ zus. |
| 153 private Banketablissments in Schottland u. Irland | mit GesammtKapital v. 21/5 Mill. |
| Total |
So in der Quelle; vielmehr: 367/10
Schließen 26 Mill. £ St |
Dies nur annähernde Zahlen aus: Colquhoun: Treatise on the wealth, power and ressources of the British Empire Lond. 1814. Daraus ersichtlich, dass Chequewesen schon sehr entwickelt; er berechnet den jährlichen Geldumschlag auf 491 Mill. £. ([488–]490)|
1813
Was aber B. o. E. betrifft, so ihre Hände so far gebunden, dass Regierung alle ihre Gelder vermöbelte.
Anfang 1813 laufende Regierungsschuld an B. o. E. = 25,894,000£; Ende August 25,731,000 u. erst Ende Feb. 1814 reducirt auf £24,484,000.
Hence Wechselportefeuille der B. o. E.
- ersten 3/4 von 1813 blos 12,333,000£, 11,214,000 u. 12,555,000
- letztes Viertel stieg auf 13,219,000; auch zu dieser geringen Erhöhung hatte Bank nicht hinreichende Mittel, musste ihre Notenausgabe erhöhn v. 23,940,000 erstes Halbjahr 1813 zu 24,107,000 2tes Halbjahr.
Im Lauf der 31/2 J. v. Juli 1810 bis Dec. 1813 Papiercirculation
der B. o. E. turns um Mittelbetrag von £23,611,000. (490) Zusatz
von Marx.
Schließen Und dies viel zu
viel! (f. Jahr 1813)
Wechselkurs auf Paris:
- Januar 1813 stieg v. 18f. 55 auf 19f. 80; Goldpreis war 104s., Silber 78sh. d.
- Febr. bis Ende Mai Kurs stieg auf 20f. 80–60c.; Gold fiel auf 98–991/2s.
- Ende Mai, Juni, Juli Kurs fällt wieder bis auf 19f. 30; Gold steigt auf 110sh u. Silber auf 84d. Entwerthung des Papiers – hierdurch ausgedrückt – blieb so bis Ende des Jahrs. (490–91)
1814:
Commercieller industrieller AufSchwung dauert d’abord fort, auf besagte Hoffnungen hin.
Frühling bereits tritt Um-Schwung ein; sie hatten nicht berechnet d’abord zerrüttete Lage der Continentalen »Consumenten« f. engl. Fabrikwaaren u. Colonialproducte; 2tens jedoch hatte sich Industrie auf Continent unter Continentalsystem entwickelt; Conkurrenten f. Engländer erzeugt.
Seit Ende 1814: Preise der Waaren, womit England den Continent überfluthet, so gefallen dass [sich] Bankerotte v. neuem ausbreiten. Wieder commercielle industrielle Crise.
Die Provincial private banks besonders hart v. dieser Crise getroffen: v. 1814–16 davon 92 bankerott erklärt. (491)
Crisis v. 1814 brach aus zur Zeit des Einzugs der Alliirten in Paris. Für die B. o. E. kündigt dies doom des bisherigen Jubelregimes an; zeigte sich schon 1813, bes. nach Schlacht bei Leipzig, B. o. E. hatte so volle Zeit zu sich vorzubereiten; aber sie wusste, dass Regierung sie damals am meisten brauchte u. dass Vansittart Parlament mit »Wechseln« auf Siegestrunkenheit zahlte. Hence:
25 April 1814: Ein Oppositionsmitglied, »in Aussicht auf bald bevorstehenden definitiven Friedenvertrag« fragt ob Regierung mit resumption of cash payments sich beschäftige? Vansittart (Chancellor of the Exchequer): »ihm sei davon nichts bekannt«.
30 Juni 〃〃 selbe Frage v. Lord Hamilton; Vansittart: er werde bald Bill einbringen zur Verlängerung der Suspension bis 25 März 1815 »um sich zu überzeugen aus der Erfahrung, wie Frieden wirke«. Dies geschah dann auch durch Gesetz v. 18 Juli 1814 (B. o. E. solle am 25 März 1815 Baarzahlungen resume; durch Gesetz v. 26 Juli 1814 ditto Bank v. Irland 3 Monate nach B. o. E. Gesetz v. 4 Mai 1814 hatte schon den Zwangskurs verlängert bis nach Resumption of cashpayments.) (492)|
109Die B. o. E. bereitete sich folgendermassen auf Baarzahlung vor:
- Sie hatte schon letztes Viertel 1813 ihre
Papierausgabe erhöht v. £23,940,000 auf
£24,107,000, also um £167,000.
Wollte auch was machen aus
der schwungvollen
Schließen mache aus die »schwungvolle« Zeit. - Jan. Feb. März 1814 erhöhte sie ihr Handelsportefeuille auf £14,244,000 (in 2t Viertel 1813 £11,214,000), warf also im gefährlichsten Moment der Speculation 3 Mill. £ »Zusätzliches« in Speculation.
- Aber sobald Frühling 1814 Crise ausbrach, zog sie sofort ein, in:
- April–Mai–Juni 1814 Portefeuille schon erniedrigt auf 13,891,000£
-
Juli–Aug.–Sept. 〃 12,000,000
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗also gegen erstes Viertel 1814 um 2,244,000£⦘; dies keineswegs als Massregel zur Herstellung des cashpayments, sondern zu »Geschäftche« mit Regierung. - Anfangs 1814 schwebende Regierungsschuld an Bank = 24,484,000; in denselben Monaten des Frühlings u. Sommers 1814, wo Bank die Crise verstärkte durch Portefeuillecontraction, pumpte sie der Regierung at once £12,390,000; so
- Ende August 1814 Regierungsschuld an B. o. E. = £35,811,000; schönes Mittel zur resumption of cash payments. (493, 4)
Hence konnte auch gleichzeitig Notencirculation steigen;
- erst – letztes Viertel 1813 – nur um 302,000£
- Ersten 3/4 von 1814 nach einander um £900,000, dann 706,000 u. schliesslich um 2,776,000; im ganzen Jahr um £4,684,000.
- Im 3t Viertel 1814 B. o. E. circulation = £28,640,000, fast 20% höher als 1810.
- Ganzes Zweites Halbjahr 1814 mittlere 〃 = 28,292,000
Dennoch übten 1814 Productivkräfte des Landes bedeutend günstigen Einfluss auf Wechselkurs aus; Bis zu Eintritt der Crise:
- Wechselkurs auf Paris verbessert bis 21 Feb. 1814 – 21f; blieb so 3 Monate.
- Zwischen 12 u. 19 April fiel er plötzlich auf 19f. 70c. (231/2% unter Pari)
- Verbessert sich wieder bis Mitte August auf 19f. 80, dann 20f. 80, dann 22f. 40, 22f. 10, 23f. 20, endlich 23f. 40 (73/8% unter Pari); Verbessrung in 4 Monaten um 22%.
- Gold fiel v. 105sh. auf 85 (um 19%), Silber v. 83d. auf 66 (um 20%)
- Auf Gold fiel Agio v. 34% auf 9%, d. h. Papiercirculation verbessert um 25%!
- Von Mitte August verliert die Productivcraft Einfluss auf Cours:
- Mitte November fällt er auf 21f. 60 (Gold = 88sh);
- Ende November etwas verbessert, schloss Jahr mit 22f. 30. (494–95)
Bankbilanz v. 28 Feb. 1815 zeigt Vorbereitung der Bank zur Resumption of cashpayment am gesetzl. Datum vom 25 März 1815: Goldvorrath\Baares überhaupt in Kasse = £2,037,000, i. e. 7% der Notencirculation u. nur 5% auf Noten u. Deposits! Publicus u. Parlament wussten kein Sterbenswort davon. (495)|
110
#e489Ende BIS 1816°] Hervorhebungen – außer „Vansittart“ (dreimal),
„Hamilton“ und „Horner“ – sowie Bemerkungen in Klammern – außer
„⦗Sieh Pablo Pebnrer“ und „«Histoire“ bis „Weg.⦘“ – von
Marx.
Schließen
Ende Februar 1815
zahlte Regierung an Bank
zurück bedeutenden Theil der schwebenden Schuld, nämlich £7,781,000; aber sie constituirte immer noch £28,033,000 (was keinen ernstlichen Gedanken an
„resumption“ of cashpayment zuliess.)
Letztes Viertel 1815 die Mittel, die Bank durch die resp. Zahlung der Regierung erhielt, von B. o. E. angewandt zur Vermehrung ihres Wechsel Portefeuilles . Die engl. Regierung zahlte damals 5% u. oft mehr; der B. o. E. daher gleichgültig, wem sie ihre inconvertiblen Noten pumpt, Publico od. aerario. Profitcher dieselben.
Ende 1814 verlief Frist der 3 Millionen –, unverzinslichen loans, welches Bank 1808 der Regierung gemacht, als »Trinkgeld« f. das Recht unbeschränkter Ausgabe v. Papiergeld. Vansittart , der schon auf Verlängerung der „suspension“ speculirte, ebensowenig ready März 1815 diese Schuld der Bank auszuzahlen, wie letztere cashpayment zu beginnen.
22 November 1814
Brief v. Vansittart
an B. o. E.; Vorschlag für prolongation of „suspension[“]
; Antwort der
Bank v. 1 December; Ihre Zustimmung natürlich
Ausdruck der selbstaufopferndsten »Uneigennützigkeit«. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Wiederholung der farce mit Pitt – 1797⦘
3 Monate hielt Vansittart diese Verabredung geheim u. erst 9 Februar 1815 offenbart er dem H. o. C., dass er am folgenden Tag Vorlage machen wird über das Gesetz v. 18 Juli 1814 (vorschreibend Eröffnung der Baarzahlungen 25 März 1815)
10 Feb. 〃〃 macht er die Vorlage nicht. Horner verlangt Angabe der Zahlen betreffend die Bilanz der Bank, die dem Parlament seit Jahr nicht mitgetheilt. Woche später:
2 März 〃〃 eröffnet Vansittart, dass er nöthig hält neue Verschiebung
der Baarzahlung, bis die »ausländischen
Gvts.ausgaben abgeschlossen u. Wechselkurs verbessert«. Lord Hamilton
(Unterhaus) verlangt neue Untersuchungscommission über Stand der B. o. E.; dies müsse ergeben, ob sie bereit
zur Wiederaufnahme der Baarzahlung u. ditto aufklären ihre Verhältnisse mit Regierung, sehr verletzend
die Rechte des Parlaments. Hamilton bezweifelte,
dass das unverzinsliche loan v. 3 Mill. l. hinreichende
Entschädigung f. unbegrenzte Ausgabe inconvertibler Noten; die
Bank gewinne daraus vieles mehr f. ihre Actionäre. Vansittart: er wolle »Suspension« nur verlängern bis 5 Juli 1816, unterstellt, „that no farther delay
would be necessary“. As to Parliamentary
Untersuchung über Fähigkeit der Bank zur resumption of
cash payments: „in a question of such delicacy any
public discussion must be considered as extremely dangerous“
»Die laufenden Anleihen des gvt. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗er
hüthete sich weiter en détail die „Verhältnisse
der Bank zu government“ zu berühren⦘, hätten
niemals – das Kapital der Bank
Bemerkung von
Marx.
Schließen (in fact! quite the contrary! but this was not
the question!)
geschädigt. Sie können nicht die
resumption of cashpayments verhindern.« Noch minder gefiel dem
Vansittart der Hinweis auf die
„grosse Profite“
Schließen »grausse Profitcher« der
Bank: »sie«, sagte er, müsse »grausse Profitcher« machen, because „the bank was the greatest of all the dealers in
public securities“. Das Profitcher käme nicht v. paper
issue; sondern weil Bank public securities kaufe, wenn sie sehr niedrig stünde stünden u. sie dann bei steigendem Preis wieder verkaufe etc[.]
Horner
sagt
er glaube dem Vansittart kein Wort; sobald Juli 1816 heranrücke, werde er wieder »Suspension«
prolongiren. Man solle der Bank gewissen Termin zur
Vorbereitung einräumen, der müsse aber dann absolut |111
compulsorisch sein. (vgl. Note 498 *) Sitzung vom 7 März wiederholt Horner seinen »Glauben« in die
Verlogenheit u. mala fides des Vansittart.
⦗Sieh „ Pablo Pebrer (spanischer Oekonomist; verschiedne Jahre als polit. Flüchtling in London; † 1846) „Histoire financière etc de l’empire britannique“ translated from the English by P. M. Jacobi. Paris, 1834, 2 vol. vol. I, p. 217–18; wie, seit Entbindung der Bank von Verpflichtung ihre Schuld baar zu zahlen, die Regierung stützt durch ungeheuerlichste Operationen mit Consols; zur Stütze der Bank wieder Börse u. Amortisationsfonds; die zahlreichen Agenten der Börse thun alles um Publicus zu Spiel anzustacheln. Durch ihre venal writers unterhielten Regierung, Bank u. Börse den Betrug auch auf literarischem Weg.⦘
Bei dritter Lesung der bill schlug einer vor Zusatz zu Resumption am »5 Juli 1816« die Worte: »und nicht länger«. Vansittart widersetzte sich dem (natürlich mit Erfolg.)
Durch
Gesetz
v. 23 März 1815: Prolongation der
„inconvertibility“ bis 5 Juli
1816
〃 〃
v. selbem Datum: sanctionirt Verlängerung des
zinslosen Anleihens (der
Regierung
v. Bank) v. 3 Mill. bis 5 April 1816 (p.
495–99)
Seit Friede blos noch die Frage: Wann wird die Bank Baarzahlung wieder aufnehmen? This the only question – then! Damals ersannen die partisans of gvt Bank u. Regierung (zeigt sich in den Parlamentsdebatten v. März 1815) die Ausflucht des Weges der natürlichen Verbesserung des Wechselkurses; Bank wird dann »baar zahlen«, wenn Wechselkurs sich von selbst verbessert; kein Wort davon, dass die Bank durch ihre issues diese »natürliche Verbesserung« weiter u. weiter verschieben kann; Wechselkurs hätte sich z. B. 1814 noch mehr »verbessert ohne die unmässigen Ausgaben der Bank«. (Tooke) u. die Verbesserung (1814) des Wechselkurses wäre »solider« gewesen
Hinreichend war Napoleons Rückkehr v. Elba nach Paris und
Wechselkurs fiel zwischen Anfang u. Ende März at one stroke v. 22f. 15 zu 18f. 80, mehr als 15%; Gold stieg at once v. 88sh. auf 102, Silber v. 70d. auf 81.
Ende Mai 1815 Wechselkurs schon auf 18f. 15, mehr als 28% unter Pari; Goldpreis über mintprice um 27s. 91/2d. (fast 36%)
Juni 1815 (in Folge der Schlacht v. Waterloo) stieg Cours v. 18f. 40 auf 21f. u. Gold fiel v. 105sh. auf 100.
Verhältnisse (wie 1814) so 1815 günstig der Coursverbesserung; sobald nicht politische Ereignisse im Weg, wirkten sie stärker u. stärker.
Ende 1815 Cours auf 24f. 5c, d. h. fehlten nur 41/2% an Pari; verglichen mit Ende April Cours verbessert um 28%; Gold fiel gleichzeitig auf 82sh., gefallen um 221/2% (sieh über Statistik der Course f. 1815–18 p. 500 N. *) Agio fiel v. 31% zu 5%, d. h. Noten verbessert um 26%.
⦗„All these circumstances were more favourable than could have been expected“, said Vansittart in H. o. C. 1 Mai 1818⦘ Hätte also die B. o. E. nicht gegengewirkt, so Noten wieder in Vollwerth (1815), also cashresumption at once möglich. ([499–]501)
Bankdirectoren nur mit Profitche ihrer Actionäre
Zusatz von Marx.
Schließen (u. ihrer selbst) beschäftigt;
sie erhielten bezahlt v. Regierung: Ende
August 1815 – £3,076,000; Ende Februar 1816 weitere £5,184,000; Governmentschuld so reducirt auf £19,865,000. Von Ende August 1814 bis Ende Feb. 1816, in
11/2 Jahr v.
Seiten der Regierung die Bank erleichtert
um £15,919,000; Bank hatte jetzt nicht mehr
»das Vaterland zu retten« durch loans an
Regierung, »rettete« es jetzt »hinwiederum« durch
Discountoperation u. Ankauf v. Gold – angeblich zur Resumption – in fact
zu vermehrter Notenausgabe.|
Mittleren Bilanzen der Bank f. 31 August 1814 u. 18 Feb. 1816 zeigen, dass sie die v. Regierung erhaltnen Gelder folgendermassen verwendete:
| Erweiterung des commerciellen Portefeuilles um | £10,640,000 | |
| Aufkauf v. Gold | 2,543,000 | |
| u. f. Notencirculation nur | 1,355,000. | (501) |
Was den Goldaufkauf angeht,
- 1) so machte der fallende Preis des Goldes damals diese Operation äusserst profitlich u. nothwendig.
- 2) Gesetz bestimmte 6 April 1816 für Resumption of cashpayments.
- 3) 16 Feb. 1816 in ihrer Kasse: Goldvorrath\Baares nur £4,641,000, blos 17% ihrer Verbindlichkeit auf Noten u. Deposits; sie also wieder nicht bereit zur Resumption in der gesetzlichen Frist. Unglücklicher Weise nahmen ihnen die Umstände jede Möglichkeit »neuer Ausflucht«.
1816:
Schwung v. Industrie u. Commerce; keine auswärtigen Ausgaben f. Getreide od. Regierung.
Anfang des Jahrs: Wechselkurs auf Paris schon seit 4 Monaten höher als Pari; 30 April 25f. 30c., Juli schloss er mit 25f. 60, August 25f. 70c.; Goldpreis fiel auf 79sh., edlen Metalle strömten reichlich ein. ( Pole , Deputy Governor der Bank, 1819, before Lords Committee of 1819) (501–2)
(Die Bankdirectoren »glaubten daher nicht« an den »guten Cours«. Dies ihr einzig gebliebner Vorwand. „I cannot think there was a solid ground for it“ ( Harman , Bankdirector, vor Lords Committee of 1819)
Cashpayment trotzdem nicht resumirt; weil die Bank nichts hatte, womit ihn eröffnen.
Das Commercielle portefeuille im mittleren Durchschnitt auf längere Perioden zu beurtheilen u. im Vergleich mit vorhergehendem mittleren Niveau
28 Febr. 1816 Wechselportefeuille = 23,976,000£, höher als in grösster Fieberzeit von 1810. Vergl. mit Herbst 1814 höher um £10,613,000 od. um 79%; aber die ganze Periode zwischen Herbst 1814 u. 1817, ausgezeichnet durch niedrige Preise, Bankerotte u. Druck der Märkte. Aber die Bank unterstützte in That nicht das Geschäft durch die 102/3 Mill., i. e. nicht Industrie u. Handel, sondern Börse u. Fondspeculation. (durch Anleihen auf Actien, Obligationen u. Kauf (Seitens der Bank) v. Werthpapieren.[)]
1810: Commercielles portefeuille 23,775,000£; damals, Juli-August-September WechselPortefeuille mittlere Höhe von 21,412,000£.
Dagegen das Wechselportefeuille Jan. Feb. März 1816 nur 14,316,000£; dies die mittlere Ziffer; stand an einigen Tagen des 1sten Viertels 1816 höhe höher, an andern dagegen noch niedriger. Hence follows dass »die patriotische Stützung v. Handel u. Industrie« (1816) die Bank nicht hinderte an Resumption. Aber ihr »commercielles Portefeuille« sehr hoch (23,976,000£), hinderte sie daran. Und zwar war dies sein Bestandtheil aus „loans“ an Börse, auf Actien etc u. ihre eignen speculativen Käufe v. Werthpapieren. (502–4)
1815 Grosse Schwankungen upwards and downwards v. Wechselkursen wie v. Gold- u. Silberpreisen. Die „public fonds“ schwankten damals noch stärker; einmal Bonaparte v. |113 Elba zurück, andremal battle of Waterloo. Jedes dieser Ereignisse hätte f. Börse hingereicht. (504, 5)
Krieg v. 1793–1815 spielt momentous part in Geschichte der Fundsspeculation. Damals
wurde Börse zuerst das Feld wo möglich Bildung [von] Vermögen v. Millionen, nicht
ausnahmsweis, sondern in Masse v. Fällen. (Sieh
Français Francis:
La Bourse de Londres) schon der Anfang
des Kriegs schuf die
Barings
; aber sie hatten
starke Grundlage sich gelegt durch Handel u. Industrie;
dagegen die
Masse der
Banquiers-Millionäre, die am
financiellen Horizont Englands 1815 glänzten, begannen ihre
Carriere auf Börse. Diese Burschen
fürchteten der Furzjubel #e* der Furzjubel°] Bei Kaufman,
II, S. 505: #R+eя blagopoluч^iю#R-; ihres Glücks, ihres
Wohlergehens
Schließen werde 1815 – in »friedlicher Epoche«
enden u. sahen nicht vorher, what good things auch diese neue Epoche für
sie in Petto habe (u. zwar zunächst die »neuen« Leute
Schließen Leit’, die
Rothschilds, an’s Ruder bringen würde)
» Börse
Schließen Berse« war daher stark
mit sich selbst beschäftigt u. hinderte Bank sich für Resumption vorzubereiten. Lord
Folkestone
Bemerkung von Marx.
Schließen (sieh Namen bei Cobbett) sagte später in Parlament: sie
hätten der Bank 1816 vorgeschlagen, selbst Termin zu bestimmen
für Eröffnung der Baarzahlungen; die es abgeschlagen
»begreifend, dass sie dann genöthigt ohne Zögern die resumption
zu beginnen.« (505)
Nicht
umsonst hatte die Opposition 1815 v.
den
grossen
Schließen grausse Bank of England
profitcher gesprochen. (Data über diesen Punkt
(Citation)
p. 506
Note *). Ein Bankdirector,
Hammersley
, drohte in H. o. C., wenn das nicht
aufhöre, würden »die respectablen
Leute«, jezt im Directorium, sich des
Director-standes\berufs »schämen«. Bemerkung von
Marx.
Schließen Naiver
Bursche dies! (506)
Das
Ministerium seinerseits wusste, dass es »Nix«
mit der Eröffnung der Resumption in der
gesetzlichen Frist. Die
schwebende Schuld an Bank reducirt Anfang 1816 auf £19,426,000. Ihre Schuldzahlung an Bank war ermöglicht durch
beträchtliche Consolidation v. Exchequerbills
1815. Aber Anfangs 1816
Vansittart in Klemme. Wagte in
Friedenszeit nicht länger die Opfer v. Parlament zu verlangen
wie in Kriegszeit. Das Bequemste u. »Oekonomischste« war sich der Dienste der
B. o. E. zu bedienen; sie nahm mit weniger % vorlieb Zusatz von Marx.
Schließen (da es ihr nichts kostete) als
der offne Markt; sie hatte nur Ausgabe
des Engraving [des]
Papiers u. Drucks der »Zettelcher«. Bemerkung von Marx.
Schließen (Dies die „Ooekonomie Oekonomie“! Vansittart’s!) Solches »ökonomische« würde
aufhören mit Resumption of cash payments; Regierung hatte
ausserdem in solchem Fall die 3 Mill. £ Anleihe (unverzinsliche) zu
zahlen, welche die Bank ihr gegeben als Trinkgeld für
die »Ressource« v. Profitcher für ihre Actionäre u.
Clienten. Hence v. Vansittart’s standpoint
Resumption durchaus unmöglich. Hence:
16 Januar 1816
Brief
Schließen Briefche an Bank,
unterzeichnet v. Premier
Lord Liverpool
u. Chancellor of the Exchequer,
Vansittart
; enthält »Bitte«
das »unverzinsliche Anleihen« zu verlängern, nur um 2 Jährcher bis 5 April
1818 u. der RegierungsKasse neue Anleihe zu machen v. 6 Mill. £ f. 4% auf 2 Jahre; dann noch
verlängerbar auf 3 Jahre, aber so dass jede der contrahirenden Seite
dann
Recht hätte die Verlängerung aufzukündigen. Directoren
nahmen das angenehme Anerbieten, das noch für 5 Jahre
suspension versprach, sofort an. Die
allgemeine Actionäregesellschaft der B. o. E. sehr
vergnügt
Schließen vergniegt über das
Geschäft
Schließen Geschäftche; die
Bankactien stiegen stark. (Nämlich 12 Feb.
1816 dem Parlament die Dokumente über
die neue »Verabredung« mitgetheilt; governor u. deputy governor
konnten daher der darauf folgenden Allgemeinen
Actionärsgesellschaft das »Geschäftche«
mittheilen.)
Anfang April 1816 eröffnet
Vansittart seine parlamentarische Campagne; legt
dem
H. o. C. bill über zweijährigen Aufschub der „resumption“ vor; würde,
sagte er, er nur ein Jahr verlangen, so würde
jedermann glauben er beabsichtige suspension zu einer »jährlichen«
Operation zu machen; aber 2 Jahre! zeigt, dass
es ihm Ernst mit Resumption ist. Letztes Jahr seien noch die
auswärtigen Verhältnisse
|114 Hinderniss gewesen, jezt die »inwärtigen«
eklich
Schließen öklich! Dennoch (8 April
1816) gestand er, wenn letztere so wie jezt auch nach 2 Jahren,
sei es nicht möglich »nicht« die Resumption zu beginnen.
Castlereagh
sagte sogar: wird Convertibility in dem gesetzl. Termin
erneuert, so wird dies »das Gold« verhindern »ins Land
zurückzufliessen«. (508, Note **) Gold hat evidently Widerwillen gegen notes
convertible into Gold. (507, 8 506–8) ⦗Die Opposition ersuchte Vansittart direct zu
erklären, ob er nicht der Bank »Aufschub« versprochen als Trinkgeld f. den neuen loan?⦘
24 April 1816 (handelt sich um 2te Lesung der bill) (H. o. C. sitting) Horner verlangt Niedersetzung neuer Enquiry Committee’s über die bank дѣло; die Minister wollten, sagt er, hurry ihre bill durch H. o. C.; exploitirten Sitzungen wo nur 20 Mann zugegen. H. o. C. – trotz Vansittart – beschloss vor dritter Lesung seiner bill die Vorlage Horners über Niedersetzung neuen Committee’s zu debattiren. (508) Lügen des Vansittart; Bank wünsche nichts mehr als »Erlaubniss« zur Resumption. Horner zeigt die realen Motive v. Bank u. Regierung . Ditto andre Redner. (509) (510)
Andrer Redner, Marriat (Kaufmann): Vansittart versichre, der loan v. Bank sei nicht Grund der neuen Verschiebung der convertibility. Dies freue ihn; sonst könne man sagen nie habe jemals a Jidche solch Wuchervereinbarung mit »unreifem u. kopflosem Verschwender« gemacht. (510) Weitere Ausflüchte Vansittarts. (510, 11) Blödsinn v. Castlereagh. (511) (er meinte man solle warten, bis so viel Gold im Land, dass die Bank o. E. indirect zur Resumption of cashpayments gezwungen, sofern die Circulation von selbst metallisch werde. Nannte das: „an intermediate principle of compulsion“; Gelächter des ganzen Hauses. Ein Redner sagte: „his usual style of eloquence is peculiar to himself, but at all times unintelligible to the House … to cloth his meaning in language totally devoid of common sense“. Ein den Horner opponirender Bankdirector sagte, nach Abfluss des zweijährigen Termins sei Resumption „with tolerable certainty to expect“. (511)
Für Vorlage Horner’s – 73 Stimmen, gegen – 146. Also verworfen! (l. c.)
Bei 3ter Lesung
opponirt nicht mehr der Frist v. 2 Jahren; wohl aber
Zusätzliche Klausel verlangt: dass die Bank
sich sofort f. Resumption vorzubereiten u. dass dieser Termin –
der letzte. Auch dies verworfen, obgleich
Opposition hinwies wie schamvoll f. Parlament solche
Unterwürfigkeit unter Bank
Zusatz von
Marx.
Schließen !
„The House is making the directors of the Bank of England his masters“ (Lord Folkestone ) „That system upon which the Bank conducted themselves to the public is that of a usurious money lender, who had been lucky enough to get into his clutches one who cared not how his life or his fortune were spent or squandered away“ ( Grenfell )
Bill ging in 3t Lesung durch mit 135 gegen 32 Stimmen! (p. [511,] 512)
Ebenso nichtig die Opposition in Oberhaus.
#e50421 BIS 1816°] Hervorhebungen und Bemerkung „der zinslosen
3 Millionen“ von Marx.
Schließen
21 März
1816 Convertibility aufgeschoben bis 5 Juli
1818 u. durch
Gesetz
v. 22 März 1818 1816
die Zahlung der zinslosen
3 Millionen, u. der 6 Mill. loan sanctionirt durch
Gesetz
v. 11 April 1816. (512)
1816 gab Ricardo heraus sein: „Proposals for an economical and cheap currency“ (Weiteres darüber (513)
Statistisches:
Bank o. E. bilanzen v. 28
Feb. 1817 – August 1821. (p. 513 u. 14)
(u. 515) Mit Bleistift geschrieben.
Schließen ×
Die wiedergewonnene 2jährige Frist v. Bank vernutzt d’abord zu Geschäftche mit Regierung.
26 Febr. fliessende Schuld v. Regierung an Bank = £19,865,000; vermehrt nach halbem Jahr um £7,357,000; in folgenden 6 Monaten vermindert um 849,000£; wuchs bis August 1817 wieder um £927,000 u. stand auf Niveau v. £28,300,000; 26 Feb. 1818, halbes Jahr vor Verfall des Inconvertibility termin noch 28,036,000. 1 Juni 1818 (Monat vor Ablauf des inconvertibility termin) hatte Bank in Portefeuille |115 englische (ungerechnet die irischen) Exchequerbills für £26,342,000 (515)
Da im Parlament so viel geschrien über »Profitcher« der Bank – um Maul zu stopfen – folgende Operation:
Bis 1806 (v. der Suspension 1797 an) zahlte Bank of England statt der gewöhnlichen 7% Dividende, 12% u. manchmal mehr; seit 1807 – 10%; der »Rest« der viel höheren Profitcher ging in »Reservecapital«; Bank hatte davon 1807 – £4,771,000; belief sich 28 Feb. 1816 schon auf 8,640,000£; während 9 Jahren wuchs also um jährlichen Durchschnitt (für die 9 Jahre zusammen = £3,869,000) um 429,000 (32/3% des Anlagekapitals der Bank)[.] Die Prämien auf Actien der Bank beliefen sich 1816 auf 162%; da beschlossen Actionäre (allgemeine Versammlung): 3 Mill. zugeschrieben zu Anlagekapital u. ihnen dafür entsprechendes Quantum neuer Actien auszuliefern; Letztre auf Börse werfend, konnten Actionäre, ohne Finger zu rühren, £7,860,000 sich in Tasche stecken. Aber dies gefährlich ohne Trinkgeld für Regierung; hence beschlossen die 3 Mill. £ nicht nur zu Kapital zu schreiben, sondern zur consolidirten Schuld der Regierung an sie (3%tigen) zu schreiben, d. h. der Regierung die 3 Mill. zu 3% zu übergeben. Die consolidirte Schuld der Regierung an Bank wuchs so auf £14,553,000. (Pablo Pebrer) Dies sanctionirt durch Gesetz v. 6 Juni 1816. (p. [515,] 516)
Wechselportefeuille der Bank in Periode der 2jährigen Frist nahm sehr ab, zeigte was meinten die Renommistereien der B. o. E. über Stützung der »Interessen v. Handel u. Industrie«. (516)
Wechselportefeuille: (in der Periode des jährigen 2jährigen Aufschubs der resumption) Jan.–Febr.–März 1816 (Durchschnitt) £14,316,000; nimmt ab v. April–Sept. £6,916,000 (48%), letztes Viertel nur: £7,400,000 [.] Im Lauf v. 1817 fortgesetzte Contraction, 1t Viertel 1818 Durchschnitt bis 2,977,000. In 2 Jahren Discont verkürzt um 79%. (517) Mit so freigesetztem paper kauft Bank zu grossem Theil Gold (Sieh * p. 517)
| Jahre. | 26 Januar | 26 Mai | 26 August. | 26 November. | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Goldvorrath | Banknoten | Procent. Verh. v. Kasse zu Noten | Gold. | Banknoten. | % v. Kasse zu Noten. | Gold. | Banknoten. | % v. Kasse zu Noten | Gold. | Banknoten. | % v. Gold zu Noten | ||
| 1816 | £.4,600,000 | 26,775,000 | 17% | £5,816,000 | 25,987,000 | 22% | 7,404,000 | 27,163,000 | 27% | 9,626,000 | 25,916,000 | 37% | |
| 1817 | 9,852,000 | 28,055,000 | 35 | 10,771,000 | 27,865,000 | 36 | 11,719,000 | 29,972,000 | 39 | 11,449,000 | 28,875,000 | 39 | |
| 1818 | 10,482,000 | 29,600,000 | 35 | 8,348,000 | 27,133,000 | 30 | 6,730,000 | 26,644,000 | 25 | 5,079,000 | 26,280,000 | 19 | |
| 1819 | 4,346,000 | 26,890,000 | 16 | 3,825,000 | 25,201,000 | 15 | 3,685,000 | 25,335,000 | 14 | 4,079,000 | 23,580,000 | 17 | |
| 1820 | 4,907,000 | 25,503,000 | 19 | 5,969,000 | 23,660,000 | 25 | 7,979,000 | 24,453,000 | 33 | 10,046,000 | 23,223,000 | 43 | |
| 1821 | 11,714,000 | 25,222,000 | 42 | 11,988,000 | 22,678,000 | 53 | 11,149,000 | 20,328,000 | 54 | 11,577,000 | 17,388,000 | 66 | (517) |
Von 26 Jan. 1816 bis 26 August 1817 wuchs Gold um £7,119,000 (= 154%); % zwischen Gold u. Noten steigt v. 17% zu 39%; durch Gold nichtgedeckte Noten fallen v. 22,175,000 auf 18,253,000 (um 17%) (517, 18)
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Es handelt sich hier: 1) nicht um absoluten
Betrag der Notenausgabe, sondern % ihres in Gold
gedeckten u. nicht gedeckten Theils; 2) Blosse additional Notenausgabe, um Gold zu kaufen,
vermehrt erstens die absolute
Notenausgabe; zweitens vermehrt nicht ihre Deckung durch Gold, u. wenn
die Noten nicht gegen Gold einlösbar, kann
die
Entwerthung der Noten
vermehren; drittens: contrahirt
die Bank dagegen, wie hier, ihre Notenausgabe auf dem Weg des
discounts (od. upon loans), u. setzt die so
freigesetzten Noten gegen Gold (in Aufkauf v. Gold) um, so
verbessert sich ihre Bilanz – u. könnte hätte sie so (wie z. B. 1820) Resumption aufnehmen können.⦘
⦗Kauft die Bank bei starkem Agio auf, ohne
entsprechende Contraction der Ausgaben auf andrem Weg
(Discount etc), so vermehrt sie die Noten in noch
stärkerer Proportion als deren Deckung durch Gold
wächst.⦘
Hätte die Bank, statt Wechselportefeuille so stark zu contrahiren, ihre Vorschüsse an government contrahirt, so besser; über die erste Sorte Notenausgabe hatte sie Controlle, über die 2te nicht. (518)
Das bedeutende Wachsen des Goldvorraths der Bank zwischen Mai u. Nov. 1816 bedeutenden Einfluss auf Wechselkurs (stand Ende November auf Paris auf 25f. 75 (fast 2% über Pari [)]; |116 stand in December (1816) auf 25f. 50 bis 25f. 70[)]. Gold fiel in Juli auf 79sh., Nov. u. Dec. 781/2sh., Silber bis zu 581/2 und 58d. (Gold wäre tiefer gefallen ohne die Ankäufe der Bank, wie ein Bankdirector, Harman gesteht. 518 Note *); starker Rückfluss v. Edelmetallen nach Grossbrit. (518, 19)
Bank of England sitzung vom 26 Nov. 1816: auf Vorschlag des governors der Bank Mittheilung an speaker of H. o. C., dass von 9 Dec. die kleinen Noten f. 1 u. 2£, ausgegeben bis 1 Jan. 1812 auswechselbar f. neue Noten od. baares Geld.
Dies blosser Puff. 5£ Noten blieben in Umlauf (im Durchschnitt) für 148 Tage u. kehrten dann zur Bank zur Auswechslung gegen neue Noten zurück. 1 u. 2£ noten, ausgegeben fast f. 2000 Tage vor dieser Veröffentlichung konnten nur in Ausnahmsfall zurückkehren; namentlich wo sollte, bei dem starken Goldzufluss v. Ausland, starke Goldnachfrage bei Bank herkommen? (abgesehn v. den engen Grenzen der »erlaubten« Nachfrage). In der That:
7 Dec. 1816 in Umlauf 1 u. 2£ noten f. £8,389,000; im Durchschnitt f. ganzen December = £8,345,000; Jan. 1817 im Durchschnitt = 8,383,000; Februar 8,286,000, März 8,083,000; April 8,076,000. 17 Febr. 1817 fragte Lord Hamilton nach Belauf des Goldes, das Bank ausgegeben f. Umwechslung v. Noten; Vansittart verweigerte Antwort; In der That hatte sie in this line nichts ausgegeben; in Folge des guten Courses kein Gold bei ihr verlangt, umgekehrt bei ihr deponirt (od. Noten dafür genommen) (519. Note *)
1817:
Hungerjahr; stärkstes des 19 Jhdt. 2ten Hälfte 1816 begann Korntheurung, in December qr wheat auf 103sh., aber damals noch viel Vorräthe übrig, Reste der guten Ernten. Erste Hälfte 1817 verschwand diese »Hinterlage«; Juni wheat auf 112sh. Zugleich mit Belebung des Getreidehandels auch die der andern Handelszweige; Aufhörn der Stockung seit Crise v. 1814–15; wachsende Preise u. die Zufuhr der ausländischen Waaren.
Grade damals begann Londoner Fondsbörse zu debütiren in neuer Rolle; Krieg v. 1793–1815 hatte sie zu einem Hauptfactor des ökonomischen Lebens des Landes gemacht, aber nur für Inland; zwar während des Kriegs loans f. Oestreich u. Portugal in London realisirt, aber diese loans unter Regierungsgarantie; english bankers unternahmen sie nicht auf eignes Risico; wenn in England nicht wenig östreichische Effecten, so viel mehr englische in Ausland. Es gingen über Grenze v. englischen Staatsfunds:
1810 – £14,567,000; 1811 – 14,708,000; 1812 – 14,920,000; 1813 – 15,319,000; 1814 – 15,900,000; 1815 – 16,630,000; 1816 – 17,235,000; 1817 – 13,305,000; 1818 – 12,487,000; 1817 kehrte v. diesen Papiercher beträchtlicher Theil nach England zurück. (Moreau, Records, Lond. 1826 1828 , p. 17)
London wurde Concurrent v. Amsterdam
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗dies letzter Rest v. Holland’s Handelsgrösse
– europäische Fondsbörse zu
sein!⦘ als internationaler
Geldmarkt, als Markt freier Kapitalien, bereit zu Diensten f.
fremde Länder u. Regierungen.
Für das Debut London’s in dieser line dienten die loans v. Frankreich, Oestreich, Russland u. Preussen; Hope u. die Brüder Baring legten zur Suscription dem engl. Publicum vor 5% frz. Rente, deren Realisation zum Belauf v. 26,712,000fr. sie auf sich nahmen; Theil davon zu 52f. 50, Theil zu 55f. 50 u. Theil zu 61f. 50. Juli das Publicum zuerst eingeladen zu Subscription auf russische 6% Obligationen (6% in Silber) f. Summe v. 28 Mill. R.
| Die Summe | f. Frankreich | zum mittleren Cours der Realisation v. 56f. 50 u. mittleren Wechselkurs v. 25f. = 111/2 Mill. £. St. |
| f. Russland | bei WechselCours v. 111/2d. per Rubel u. Ausgabepreis v. 84% erfordert about nur 1 Mill. £. St. | |
| Die Russen verlangten d’abord sehr Bescheidnes vom engl. Markt; u. überhaupt die fremden loans an engl. Markt sehr mässig damals. Dennoch: | ||
Wechselkurs fing an zu sinken, Ende Februar bis Ende Juli 1817 von 25f. 40 bis 24f. 30 (= 41/3%); weiter sank er nicht während des Jahrs u. auch Gold stieg nicht über 801/2sh.; to this degree übten die foreign loans üblen Einfluss auf Wechselkurs aus (v. wegen des uneinlösbaren Papiergels Papiergelds)[.] Der |117 Einfluss der B. o. E. auf London Geldmarkt sehr gross; sie konnten also reagiren gegen die Foreign loans; statt dessen vermehrten sie die Notenausgabe u. (während sie Discont of Wechsel stark contrahirten u. als Fall des Wechselkurses mit Goldabfluss aus Land drohte) stellten sie ihre Goldkasse den Banquiers zur Verfügung in der Art: im Anfang (v. 2 Mai 1817 an) öffneten sie Goldaustausch f. kleine Noten, ausgegeben bis 1 Januar 1816 u. dann (v. 1 Oct. 1817) für alle, kleinen u. grossen Noten, ausgegeben seit 1 Jan. 1817. (521, 22) Bedeutung dieser Anordnungen:
Schon in 2t Halbjahr 1817 Contraction der kleinen Noten um £341,000; dagegen vermehrten die Directoren die grossen Noten um 745,000. Mittlere Circulation im letzten Viertel 1816 = 26,129,000; 2t Viertel 1817 (als Wechselkurs verschlechtert) = 27,541,000; dritten Viertel 1817 = 29,504,000; August 1817 = 30,185,000; im September, bei Kundthuung der grossen Umwechselbarkeit gegen Gold, contrahirt um 11/2 Mill., stand auf 28,685,000£; im October wieder = 29,416,000 u. November = 29,140,000; in December vermindert auf 27,951,000 u. in Jan. 1818 wieder = 29,175,000£.
Mittlere Notencirculation in 2t Halbjahr 1817 = 29,210,000£ höchster mittlerer halbjähriger Notenbetrag, u. für ganzes Jahr 1817 = 28,274,880 höchster mittler mittlerer Jahresbetrag seit der ganzen Suspensionsperiode.
Die Vermehrung der Notencirculation in 2t Halbjahr 1817 hauptsächlich durch Kauf v. Exchequerbills; davon: 26 Feb. 1817 in Portefeuille f. 14,400,000£; 16 August 1817 für £17,094,000. Ausserdem: im Lauf des 3t u. letzten Viertels 1817 zog Regierung stark ihre Deposits aus Bank, verminderte sie fast um 3 Mill. £. St. (p. [522,] 523)
Frühling 1817 hatte die
Bankdirection die alberne Anforderung
an Regierung gestellt, nicht
die Theilnahme Englands an den Foreign loans zu
fördern Bemerkung von Marx.
Schließen (als ob das nicht mehr v. ihr, als
Regierung, abgehangen.)
Erste fzs. Anleihe, sagte ihr
Governor
(vor Committee of 1819) (Febr. 1817) habe noch keinen schlechten Einfluss
auf Wechselkurs gehabt; wohl aber 2tes Loan in
Juli Fall des Wechslkurses unter
Pari bewirkt. Seit der Zeit hörte die Bank auf Gold zu kaufen; übrigens diese Käufe schon in
März blos £350,000. (dennoch wuchs
Goldvorrath der Bank, weil sie aus Circulation zog u. umschmolz
die v. ihr bis dahin ausgegebnen span. Dollars mit
Stempel der Bank, dollars) Herr BankDirector
Harman
sagt
in Brief v. 28 April 1819 an Lords Committee
(1819): „Als bekannt wurde Ende des
Jahrs 1817, dass noch neue Foreign loans bevorstünde bevorstünden, habe sie sich an Regierung gewandt mit Bitte Theil
ihrer schwebenden Schuld an Bank zu verkürzen.“ (p. 524) Sie
(die Bank) entschuldigte die Oeffnung ihres
Goldvorraths zum Auswechseln der Noten damit, dass sie an
schliessliche Möglichkeit der Resumption of cashpayments
geglaubt für 5 Juli 1818, wenn die
Regierung bis dahin ihr das zinslose loan v.
3 Mill. (v. 1808) u. das
6 Mill. loan v. 1816 zurückzahle. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗dass weder die
Bank noch die
Regierung resumption wollte, daher klar;
selbst die ersten bescheidnen loans v. 1817 = about 121/2
Mill. £ St.; Regierungsloan an Bank, auf dessen
Rückzahlung die Bank post festum zu hoffen vorgab =
9 Mill. nur. Die engl. Regierung
konnte besser loan auf offnem engl.
Markt als die fremden Regierungen. Betrachtet
man ferner die Riesenloans, die die engl.
Regierung v. 1793–1815 in England effectuirte, so
ditto lächerlich, dass sie das
consolidirte loan an B. o. E., erst nur
= about 12, dann = 14 Mill. nicht hätte zurückzahlen
können.⦘
Sie (die Bank o. E.) sei erst an ihrer »Ueberzeugung« irrgeworden Ende 1817, seit ihr bekannt dass neue Foreign loans bevorstünden. (525)
Die
B. o. E. war nur »abhängig« v.
Regierung, soweit sie es wollte; konnte sich an Parlament
wenden, mit dem dann Finanzminister, nicht sie, sich zu katzbalgen
[hatte] ⦗mit Bezug auf die
9 Mill. Regierungsschuld an Bank⦘ Während der Realisation
des fremden Loans auf London Börse, gab sich
Regierung Anschein, als könne sie dort nicht ihre
Exchequerbills loswerden; i. e.
B. o. E. nahm\zog vor deren Realisation auf sich zu
nehmen Bemerkung von
Marx.
Schließen (profitlicher für
sie!); dadurch vermehrte
Notenausgabe, welche die Foreign loan transactions erleichterte; ausserdem erleichterte Bank selbst
die Plünderung ihres Goldschatzes dadurch. (525, 26)
Bank stellte das als »Experiment« zur Resumption
dar. (526) Bemerkung von Marx.
Schließen (Profitcher!)
Die Bank fütterte direct die Börse mit Noten zur Entleerung ihres eignen Goldschatzes; die Goldforderung an Bank seit ihrer Bekanntmachung v. October (1817) gingen in 3–4 Monaten, bis 26 Jan. 1818 bis £1,237,000 (nach Harman’s Angabe vor Committee v. 1819 begann Goldabfluss in Juli 1817, aber erst stark seit October) (p. 526[, 527])|
118B. o. E. wollte einfach f. ihre Profitcher ihr uneingeschränktes Recht der Notenausgabe verlängern; Gerücht darüber in London; 29 Januar 1818 fragt Oppositionsmember in H. o. C. Regierung, ob sie wieder Suspension verlängern wolle? »Alle wüssten, dass durch die Gerüchte über „Resumption“ zu grossem Börsenspiel exploitirt werden; u. dabei hätten Hauptvortheil die Personen, die Verbindung hätten mit B. o. E.« Er fragte auch, ob die Regierung bereit sei die 9 Mill. Schuld an Bank zu zahlen? Vansittart: ihm seien kund bedeutende Vorbereitungen der Bank für Resumption; nichts dagegen im innern ökonomischen Horizont od. am politischen; dennoch könnte Resumption verhindert werden, so lange nicht Einfluss der Foreign loans auf Wechselkurs aufhöre. Ueber die 6 Mill. Regierungsschuld an Bank (v. 1816) werde er bald dem Parlament neue Vorlage machen; die 3 Mill. (v. 1808) loan ihm indifferent, da unverzinslich. Ihm erwidert: Ob die Vermehrung der Notenausgabe (im Januar 1818) Vorbereitung zur Resumption? Ob »der Einfluss der Foreign loans« nicht erwünscht f. somebody, der Suspension verlängern wolle? Ob die 3 Mill. Schuld, unverzinslich od. nicht, nicht gezahlt werden müsse? (528)
Vansittart’s verdächtige Erklärung rief hervor Interpellation v. Lord King in H. o. L. Liverpool wiederholte wörtlich den Vansittart.
Wieder in H. o. C.: es schwatze namentlich viel über Nothwendigkeit der Verlängerung der Suspension Sir Alexander Baring , ein Director der englischen Bank »derselbige, der gegenwärtig mit der fzs. Regierung neues loan verabrede. Wenn Herr Rothschild auch finde, wem Geld pumpen, würde für den auch besondrer Aufschub (der convertibility) stattfinden?«
4 März 1818 (H. o. C.) Wieder Vansittart angegriffen: Bank schädige absichtlich den Wechselkurs, auf Londoner Börse gehe Spiel vor wie bis dahin unerhört: Bank u. Regierung unterstützten dies direct. Poor Vansittart brach endlich aus in Geständniss: »in der That ohne Contraction der Circulation sei Resumption of cashpayments unmöglich.[«] (529)
1818 weiterer Industrie-Handels, überhaupt Geschäfts-Schwung; Credit (also auch Bankcredit) wieder sehr flott; publicum verschlang die Banknoten (nicht nur der B. o. E.); ihre Circulation verdoppelt;
Börsenspiel in London wilder als je zuvor; kamen dazu Reihe neuer ausländ. Loans; Frankreich, Russland, Oestreich, Preussen erschienen mit steigenden Forderungen; 1817 brauchten sie nur about 13 Mill. £, 1818 schon 2 × mehr, nämlich about 26 Mill. £. Diese Foreign loans zusammen mit wachsender Waareneinfuhr schlechten Einfluss auf Wechselkurs. Schwankte zwischen 24f. 15 u. 24f. 70; mittlerer Goldpreis, 1817 = 79sh. 51/2d. (gegen 80sh. 1816) Stieg 1818 auf 81sh. 5d. (530)
In Folge des »Experiments« der Bank flossen v. Ende Jan. bis Ende Mai 1818 aus ihrer Bank at once £2,134,000, bis Ende August weitere £1,618,000, weiter bis Ende Januar £1,651,000 od. in 10 Monaten für £5,403,000. ⦗die London bankers exploitirten heftig die Freistellung der Auswechslung – das »Experiment«.⦘ Regierungsschuld an sie verminderte sich nicht ⦗mit Bezug darauf ihr Discont auf Minimum⦘ Unabhängig v. ihr, indess, verminderte der Wechsel der Noten gegen Geld die Notencirculation; während Casse um £5,403,000 abnahm, bewirkte das Contraction von Notencontraction Notencirculation um £3,320,00 3,320,000 (530, 31)
Ausser dem Alexander Baring , profitirten natürlich noch andre mit der B. o. E. verbundne Burschen an den Foreign Loans u. Börsenspiel; so gewannen die Individuen auch von Verlust der Bank als Institut; letzterer verursachte den Auswechsel gegen Gold (1818) nämlich Ausfälle; sie nahm ihre Noten zu Nominalbetrag an, während sie bei Ausgabe derselben für Goldankauf bedeutendes Agio zu zahlen. Von der Zeit, wo sie anfing ihren Goldvorrath zu vermehren, fiel ihr Reservekapital: 1817 davon abgeschrieben £544,000, 1818 £1,092,000. (beides in Folge der Auswechslung der Noten gegen Gold); was sie verlor, gewannen Baring u. ähnliche Burschen. (521)
Für 5 Juli 1818 (entsprechend dem Gesetz v. 21 Mai, 1816) Bank nicht im Stand to resume cashpaymenmts. (p. 531)|
1199 April 1818 Sitzung v. H. o. C. Vansittart verlangt neuen Aufschub der Suspension; log (die das widerlegenden Dokumente damals noch geheimgehalten) B. o. E. habe mit Friedensschluss alles was möglich zur Wiederaufnahme der cashpayments gethan. Bankkasse habe sich geleert in Folge der vielen Reisen der Engländer in’s Ausland u. der Foreign loans; verlangt neuen Aufschub bis 25 Juni 1819. (532) Notenausgaben der B. o. E. überstiegen nie Summe ihrer consolidirten u. schwebenden Schuld an Regierung (welches beste Garantie für mixed circulation[)]; Vervollkommnung erheischten nur die Privatbanken v. England u. Irland; er verlangte, deren Papierausgabe solle gedeckt werden durch 2 × grössere Summe in public securities. (gestand dass er diese grosse Idee entlehnt v. Wiston , der selbe, auf Law sich stützend, 1799 dem Pitt vorschlug) Zog dies bald wieder zurück. ⦗er hatte noch andern Plan, Ausgabe v. stock-notes [(]sieh Note ** p. 533)⦘
Opposition hob hervor, wie eng Vansittarts Finanzsystem verbunden mit Inconvertibility der Banknotes: »dadurch Preise der Regierungssecurities\funds auf der höchsten Höhe gehalten u. zugleich glänzende Profitcher für Bank; darin liegen die mutualité des services«. »Der Regierung möglichst grosse Circulation v. Papier nöthig, forcire den Preis der funds, mache so der Regierung Conversion der Staatschuld in niederprocentige möglich.« In beiden Häusern wird Einsetzung v. committees of inquiry vorgeschlagen: 20 April 1818 in Oberhaus, 1 Mai 1818 in Unterhaus. Die einzige neue Frage turned about this point: sind die Foreign Loans hinreichender Grund zu neuer Verschiebung des cash payments? Aber die inconvertibility Ausdruck von Landes Armuth, die Foreign loans v. Reichthum; England zeigte sich damals reicher an Kapitalien als alle andern Länder der Welt; sie waren nirgend so wohlfeil zu haben. Entweder war England reich genug f. die Foreign loans, dann hinderten sie nicht die convertibility; od. nur die inconvertibility machte diese loans möglich, dann trieb es seine Capitalien aus durch die Pumpe des Papiergelds. (534)
Aber wie das Parlament 1811 votirt, dass das Papiergeld nicht entwerthet bei 30% Agio, so jetzt sanctionirte es den Foreignloanblödsinn 1818. Vansittart: Committees werden eben so unfruchtbar sein wie Bullioncommittee v. 1811, das nur verwirrt, nicht aufgeklärt [hat]. Committeeeinsetzung – überflüssig erklärt durch beide Häuser.
28 Mai 1818: Gesetz verlängert Suspension bis 5 Juli 1819. (nach Gesetz v. 1 Juni 1818 Bank of Ireland Baarzahlung aufzunehmen 3 Monat Monate nach B. o. E.[)]
1818
Consolidation der RegierungsSchuld
(schwebender) in bedeutendem Massstab. – über 27 Mill. £. St. (Sieh Tabelle f. „Consolid. v. 1794–1829.“
(Return
of 1869 on Public Income and Expenditure) (* Note p. 536)[)]; bei Anleihe dafür nicht nur in Noten, sondern zu Theil in
Gold zu zahlen; Regierung erhielt dadurch Mittel zur Contraction ihrer schwebenden Schuld an B. o. E. (In fact wurde aber gezahlt f.
das loan fast nur Papier) In fact, gegen
Anfang 1817 belastete Bei Kaufman,
S. 537: казначейство
Schließen aerarium die Bank Ende August 1818 mit additional 51/4 Mill. £. St.
(Näheres p. 536, 37)
Die Noten, die die Bank – bei schlechtem Wechselkurs – gegen Gold eintauschte, benutzte sie z. Th. zur Erweiterung der Discontoperation; die Umstände sehr günstig dazu;
Seit Herbst 1818, Aufschwung wieder über »Mass« der reinen Vernunft hinaus; hence mit Ende 1818 Ausbruch bedeutender Bankerotte, bis zu Crisenhöhe; schlechten damaligen Umstände des Handels in Frankreich, Deutschland u. Vereinigten Staaten verschärften noch die Crisis in England; starke Disconterhöhung in den bedeutendsten europäischen Städten wirkten mit zur Verschlechterung des Wechselkurses in England; October 1818 Kurs noch verschlechtert durch ausländ. Zahlung f. Getreide u. Silbernachfrage f. Russland (537)
( In Frühling 1819 legte sich der industrielle commercielle tempest in England. (l. c.)
Wechselportefeuille der B. o. E. 1817 starke Contraction; stand October–Nov.–Dec. nur auf £2,541,000. Erstes Halbjahr 1818 – £2,913,000, Juli–Aug.–Sept. = £4,610,000; Oct.–Nov.–Dec. auf 6,866,000, i. e. 170% höher als Jahr zuvor. (538)|
1819,
schlecht eröffnet für resumption of cashpayments am 5 Juli.
Januar: Wechselkurs auf Paris = 23f. 70, Goldpreis: 83sh. Commercielle industrielle Welt down; Vansittart without money, abzurechnen mit Bank; Goldvorrath der Bank am 26 Januar nur £4,346,000, nur = 16% des Papiergelds then in Circulation. (538)
Mitte Januar 1819: Eröffnung des Parlaments; Neugewähltes H. o. C. In beiden Häusern das »PapierGeld« schon in Debatte über Antwort auf Thronrede (worin dieser Punkt nicht berührt); geht aus diesen Debatten hervor, dass keiner – selbst in Opposition – das dies Jahr »Bevorstehende« im Geringsten ahnte. Vansittart sagte, solche Fragen gehören nicht in Thronrede, werden gewöhnlich überlassen „to the spontaneous conduct of the ministers“. Liverpool , Premier: die Foreign loans u. schlechte Wechselkurs werden die ⦗gesetzlich am 5 Juli 1819 zu eröffnende⦘ Resumption »unmöglich machen; besser daher Beurtheilung u. Lösung der Frage bis nächste Session zu vertagen«. Zwei Tage später erklärt Vansittart auf Anfrage: er werde bald Vorschlag zu neuer »Verlängerung der Suspension bis März 1820« einbringen. (538–40)
15 Januar.
Sitzung der Direction der
B. o. E. Sieh deren gemüthliche »Verlängerungs«ideen. (Sie
wollten namentlich auch das Land der Segnung
der
9 Mill. £ (nämlich ihr Governor, im Auftrag der
Regierung
[,] hatte Frage an sie
gerichtet: ob resumption möglich, wenn government diese rückzahle bis April) nicht berauben, dessen financielle u.
commercielle Interessen „extending circulation“ verlangen[.]) Erfahrung der letzten 2 Jahre
habe bewiesen, wie die früherer Jahre, dass »so lange der jetzige mintprice« beibehalten Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Wink mit dem Zaunpfahl zu raising of standard, wozu
das Vorgehn in Oestreich u. Russland
lockte⦘
[wird, ein »]Gesetz [die] Goldausfuhr bei den jetzigen Zuständen
Englands u. Europas nicht verhindern könne«. Dies erste »Anspielung« auf Herabsetzung des standard Zusatz von Marx.
Schließen (so dass £ etwa = 21sh. statt = 20)
[.] Bankdirection ahnte also auch nichts v. dem
was bevorstand; Sie war so frech in dieser ihrer Resolution vom
15 Jan. 1819 2 höchst unpopuläre Massregeln zu
verlangen: 1)
verlangte sie stärkere Verfolgung der
Notenfälscher, deren häufige Hinrichtungen [–]
Sie gehangen auf blose
Anzeige (dies der Beweis vor Jury) der
Bankbeamten, dass die
verdächtige Note gefälscht sei. [–] bereits grosse öffentliche
Empörung erregten[;] 2) Pressverfolgungen v. wegen der Angriffe
auf die B. o. E. (541–42) ⦗Forderung 1) stellte die
Bank gerade zur Zeit wo
James Mackintosh
die Schweinerei
energisch im H. o. C. denuncirte.⦘
Vansittart stellte nun 2te Anfrage an Bank: ob sie bereit zu Resumption f. März 1820? Darauf: 20 Januar: Sitzung der Bankdirection: Resolution in Antwort an Minister: bei der Unwahrscheinlichkeit das dass Cours für längere Zeit „permanently settled“ bis März 1820 besser dem Publicum keine unrealisirbarn Hoffnungen zu geben. Statt neuen Gesetzes schlug die Direction vor neues Untersuchungscommittee, brach sich damit selbst den Hals. Sie glaubten, die Sache werde gehn wie mit den »Experten« v. 1810. Vansittart war ja im Ministerium als Chancellor of the Exchequer der stets noch regirenden Torypartei; die Tonangebenden Finanzcirkel hingen an einem System, so günstig für die damalige Speculation; die Börsenritter hatten v. 1809–18 viel mehr die süssen Früchte des Systems gekostet als v. 1797–1808; Horner u. Henry Thornton waren todt seit 1817, Huskisson u. Canning andrerseits (früher die gefährlichsten Gegner der Bank) bereit alles f. die Regierung zu thun, womit sie verbunden. Tierney – mediocrity – jezt der H. o. C. Vorkämpfer der Opposition f. Resumption. (540 542–44) ⦗Die Wendung, die die Dinge nahmen, kamen in der That allen Parteien gleich »unerwartet«.⦘
⦗Ministerium damals sehr unpopulär; gagging acts etc; Reformbewegung; Nothwendigkeit liberaler Concessionen begann; an der Spitze Reform des Geldwesens. (545)⦘
Ministerium gab sich Anschein zu glauben, die BankResolution über Nothwendigkeit v. neuer Untersuchungscommission bedeute, dass Bank auf sich nehme Parlament u. öffentliche Meinung von Unmöglichkeit rascher Resumption zu überzeugen. Schon vor der Bankresolution hatte die parlamentarische Opposition kundgethan, dass sie »neues Untersuchungscommittee« verlangen werde; u. im Gegensatz dazu, zeigen:
25 Januar Liverpool in H. o. L., Vansittart in H. o. C. an, dass sie selbst Untersuchungscommission vorschlagen werden, aber geheime. Manoeuvres der Gegner der Reform. (p. 546 *) ⦗Platzregen (ливень) v. Petitionen gegen Resumption. H. o. C. 1 Feb. 1819⦘ ⦗v. Regierung u. Bank »construirt«⦘|
121⦗„certain active persons well known in the metropolis, had prepared petitions here, and sent them down to different parts of the country, to have signatures surreptitiously obtained. Bankers had been the principal agents in procuring them, and every body knew how reluctant a country gentleman indebted to his banker would be to refuse his name“ (Note *. p. 546)⦘
2 Februar H. o. L. Eingeführt (durch Liverpool) u. passirt bill zu Ernennung v. geheimem UntersuchungsCommittee v. 13 Personen (ernannt als Mitglieder davon u. a. Lansdowne, Grenville, King, Lauderdale ).
An selbem Tag im H. o. C. macht Tierney Vorschlag zu Ernennung v. nicht geheimem Committee . Ueber Die s. g. »Gefahren« der »Resumption« wurde namentlich geschrien von Personen, deren Privatinteressen die „inconvertibility“ diene. Die Partei bestehe aus 2 Theilen: die grossen Finanzhäuser, denen Herr Tierney Complimente macht und aus Spielern, Speculanten in Werthpapieren, Schwindlern in Actien u. solchen »die überhaupt darauf lauern auf Kosten v. jedem zu leben, der ehrlich arbeitet. Diese „Betheiligten“, Handel treibend ohne alle eignen Mittel, lassen sich auf alle möglichen Unternehmungen ein, um herauszuangeln Gelder wo es nur zu erjagen. Diese Herrn bereit, zu jedem „job“ u. jedem „artifice“. Ihr Hauptinteresse darin, dass die Papiergeldcirculation stets in Ueberfluss. Ihre Stunde schlägt mit der Reform. Der Erfolg besagter Partei wäre nicht so stark but for the coincidence of their interests with those of the finance-administration. Diese Speculanten üben ihrerseits pressure on the government aus.« (Sieh en detail th the speeches of Tierney Parliamentary Debates (Hansard) vol. XXXIX p. 213–29 u. 269–275) (Er verlangt daher v. government ganz unabhängiges Comité of Inquiry. Gegen Vansittart während der Debatte hingewiesen: dass die „inconvertibility“ hauptsächlich nöthig für die Händler »ohne eignes Kapital«, deren Speculationen sich stützen auf die »Notenissues der Bank«; an dem Abnormen der Papiergeldcirculation wesentlich Schuld der faule Zustand der »schwebenden Regierungsschuld« („if the issues of exchequer bills, still increasing our paper circulation, were continued, it would be totally useless to look for any benefit from the committee“); man habe vor noch nicht langem hingewiesen auf die Gefahr drohend von dem Häuflein v. „Spenceans“ (Anhänger des Spence) träumend v. Antheil jedes armen Bauern am Grundeigenthum; eben so träumten die Speculanten v. Anwendung der Regierungsautorität zur Sicherung überfliessenden Geldmarkts für sich selbst. Der ganze Unterschied zwischen den beiden Categorien liege folglich nur darin, dass die ersteren nur an Agricultur denken, während die andern mit ihren zweifelhaften Speculationen beschäftigt.
Für die Regierungsvorlage stimmten 277, gegen 168. Opposition geschlagen u. damit scheinbar auch die – Reform. (547–50)
3 Februar 1819: wählte Unterhaus sein Comité
(»geheimes«) v. 21 Gliedern. U. a. gewählt:
Castlereagh, Vansittart, Canning, Robinson, Pole
(alle aus dem Ministerium)
Manning
(so zu sagen
»vereidigter« Parlamentarischer Vertheidiger der
Bank seit 1811); ferner
Huskisson
,
Mackintosh
,
Peel
(Unpartheiische Zusatz von
Marx.
Schließen !), von den Vertheidigern der
Reform:
Tierney
,
Frankland
,
Lewis
,
Bankes
; von
den 21 members 13 governmental. (Vansittart hatte Liste v. Namen vorgeschlagen, Opposition
nicht)
Ricardo
noch
nicht damals in Parlament,
Henry Parnell
absichtlich übergangen. 8 Febr. im H. o. C.
vorgeschlagen
Brougham
zuzufügen;
Castereagh Castlereagh
, unterstützt v.
Canning
Zusatz
von Marx.
Schließen (!), wies auf das Beispiel v. 1797
hin (wo
Fox
blackballed) Geschah dem Brougham mit 175 gegen 133 Stimmen.
Für die Reformfreunde dies bad symptoms!
6 Februar Das Committee der Lords begann mit Verhör der Experten 11 Februar, das des H. o. C. (chairman: Sir Robert Peel ). Ihre Hauptarbeiten Februar u. März, hielten einige Sitzungen noch April u. Mai, wo Schlussarbeit zur Fertigmachung des Reports. (550–51)
In den letzten Monaten 1818: Verstärkte Bankerutte; dauert fort auf Crisenmassstab ganze erste Hälfte 1819. Waarenpreise niedrig. B. o. E. actien, schwankend Januar 1818 zwischen 288 u. 292, d. h. mit Prämie between 188–192%, in April 1819 nur noch Prämie v. 151–154%; 3% Consols fielen v. 81–781/8 zu 751/4–713/4.|
122Wechselkurs auf Paris (kurzer) Begann Januar 1819 = 23f. 80, blieb so bis es Februar, wo = 24f; 16 Febr. = 24f. 10, Woche später 24f. 15. Seit 2 März fällt auf 24f., 9 März 24f. 10, bleibt so bis 30 März, wo steigt zu 24f. 25. Dauert 2 Wochen, v. 13 April bis Ende des Monats = 24f. 10. Erst mit Mai erst Verbesserung v. mehr constantem Character. (551)
Goldvorrath der Bank. Vom 26 August 1817 – 26 November 1818 Kasse fiel v. £11,719,000 auf £5,079,000; 26 Mai 1819 – fiel weiter – 3,826,000. Im ganzen leerte also das »Experiment« v. 1817 die Kasse um £7,893,000; rechnend darauf 4% Agio, Reinverlust der Bank an dem Experiment about 316,000£; Verlust an sich nicht gross: „Had they (the directors of the B. o. E.) reduced their issues of paper at the time that they issued the gold; the gold would have continued in circulation for the notes withdrawn; but while they withdrew notes of certain dates, they issued others to supply their place.“ Sie hätten Contraction der Circulation zur Verbesserung des Wechselkurses producirt. Dann [hätte sich] zwischen Ende August 1817 u. Ende November 1818 Circulation contrahirt um 6,640,000£ (22%) u. nicht nur, wie in der That der Fall nur um 3,692,000£. In 15 Monaten wäre dann die Circulation auf Niveau v. £23,332,000 erniedrigt worden. Und sie wäre v. Ende Nov. 1818 – Ende Mai 1819 (weitere 6 Monate) um 1,254,000 verkürzt worden, statt, wie faktisch, um 955,000£. In 21 Monaten hätte sie abgenommen um 29% (about monatlich 375,000) u. gesunken auf 22,078,000£, gefahrloses Niveau. Die Contraction der Circulation hätte die Mittel vermindert, womit die bankers ihre Portefeuilles with Foreign Werthpapieren füllten, i. e. sie hätte die Zufuhr der letztern vermindert; u. sie hätte raschere Realisation, i. e. Verkauf, dieser Papiere erzwungen, bankers hätten weniger Profit an die »fremde Papiercher« gemacht. (552–53)
Regierungschuld an Bank:
- Regierung fuhr fort sich nicht zu kümmern um das unverzinsliche 3 Mill. loan (v. 1808)
- Januar 1819 zahlte sie auf das 6 Mill. loan (v. 1816) 500,000£ u. 2 April £2,492,000; TotalSumme = 2,992,000.
- 26 Februar 1819 ganze »schwebende« Regierungsschuld an Bank = £23,728,000 (£4,360,000 weniger als 26 Aug. 1818)
- 20 April ditto – wieder – 26,719,000. (dadurch dass Bank wieder bedeutendes Quantum Exchequerbills aufnahm. Abnahme der Regierungsdeposits bei Bank fuhr fort mit voriger Energie;
- 26 März Mai 〃〃 Regierungsdeposits bei Bank nur £3,732,000; 1818, 1819 u. 1816 (jedesmal am 26 März Mai) waren sie 6,579,000 Mill. (1818), 9,493,000 (1817) 10,206,000 (1816)
Wechselportefeuille der Bank. Jan.–Feb.–März 1819 gestiegen auf 8,364,000 (nur 2,977,000 in erstem Viertel 1818)
Mittlere Notencirculation. Ditto 〃〃〃 1819 = £25,794,000. (551–54)
Die Arbeiten des Commmittee’s of
Inquiry: Grösste Zahl der Experten erklärte Resumption
f. 5 Juli 1819 unmöglich. Unter den
Experten:
Dorien
(Governor der Bank) [–]
Dorien
erklärte es für möglich selbst f. 5 Juli, wenn Regierung der
Bank die 9 Mill. zurückzahle. [–]
Pole
(Deputy
Governor)
Harman
,
Ward
,
S. Thornton
u. Haldimand
Bankdirectoren. Zusammenfassende Bemerkung von Marx. „Grind“:
Gründe.
Schließen (Sieh die „Grind“ f. Unmöglichkeit
enumerirt p. 555 etc) Ganz natürlich in dieser line auch der
money monger u. loanmonger
Alexander Baring
. U. a. führt er natürlich an
wie alle die „Foreign loans“ u.
schlechten WechselKurs; dann Entblössung im Innern des Landes
v. edlen Metallen; Crisis kaum noch vorüber; auch Russland, Oestreich, Dänemark u. andre Staaten hinderten durch
ihre parallelen Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der
Metallcirculation; während |123
Südamerica
Zusatz
von Marx.
Schließen (mit seinen damaligen
Revolutionen)
weniger edles Metall schicke; Gold- u. Silberwerth werde daher steigen; Europa habe
vielleicht jetzt an 100 Millionen £. St. nöthig; England habe in
der That Privilegien im struggle for the precious metals;
führe die meisten werthvollen Waaren aus; alles Gold u. Silber
der neuen Welt werde durch es erst unter den
übrigen Staaten vertheilt; allerdings möglichst rasche Rückkehr zu
Metallcirculation nöthig; Papiergeldcirculation sei „the worst species
of currency“. (554–57)
Der
Zusatz von Marx.
Schließen grausse
Nathan Meyer
Rothschild
: Resumption werde wirken „a great
deal of mischief“; starker Waarenpreisfall; niemand werde kaufen wollen,
da unbekannt wie tief der Fall gehn werde; allgemeiner Ruin selbst v. Contraction v. 2–3 Mill. (557)
⦗Nur 2 Experten für Resumption schon am 5 Juli 1819 – Thomas Tooke (Russian merchant 30 years in business) u. David Ricardo . Für Tooke allmählige Contraction der Noten unter 25 Mill. hinreichend zu Verbesserung des Wechselkurs u. Goldpreises; Verwüstung des Handels könne nicht weitergehn als sie jetzt schon sei. Ricardo: man solle der Bank Zahlung\Kauf von Noten auf Bullion (Gold) zu 77sh. 101/2 vorschreiben u. Kauf v. Gold zu 771/2sh. Der Zweck dieser Operation: Regulation des Preises des Papiergelds durch »Controlle über seine Quantität« (557, 58)⦘
Nun Frage: Wann soll dann endlich vorgegangen werden zur Resumption? Bank- u. Regierungsfreunde – hielten sich natürlich »so allgemein als möglich« – in fact wann milennium millennium herangekommen. (558)
Lösung der bestimmten Probleme jedoch,
die energisch u. klar schon durch Erfahrung,
praktisches Leben ausgearbeitet u. sich daher
auch stark selbst im blos empirischen Kopf abprägen u. dort stillschweigend
überkommene confuse Vorstellungen verdrängen u. nach kürzerer
od. längerer progressiver Entwicklung des Lebens sich in
den Köpfen einer Epoche klar reflectiren – fand sich auch
bei den
Experten des Committees v. 1819. Ueber
den »Moment« der „Resumption“ – sehr unbestimmt; nach Baring
4–5 Jahre
nöthig (bis alle Canäle
der Circulation mit Gold gefüllt, nicht nur die
Bankkasse; England brauche dazu 40–45 Mill. £. St.) Der
Zusatz von Marx.
Schließen grausse »Nathan«, alias
Rothschild
Zusatz von
Marx.
Schließen (alias Amschel) 21/2–3 Jahre als geringste Frist.
(559–60)
#e553Schon BIS 153°] Hervorhebungen – außer „Einfluss”
bis „Wechselkurs”, „Expansion“ bis „Circulation”, „erhöhter
Discontrate”, „künstlich erniedrigten“ und „Thornton“ – sowie
letzte Bemerkung in Klammern von Marx.
Schließen
Schon das
Comite Comité v. 1816 begriff Zusammenhang von Papiercirculation mit Wechselkurs, Goldpreis, Discont, Waarenpreisen u. internationaler Zahlungsbilanz; aber 1810–11
diese notions noch in chaotischem Zustand. 1819
anders: Governor der
Bank
Dorrien anerkannte Einfluss der Bank auf Wechselkurs; hänge dies ab v.
securities auf die Noten issued u. changes im Umfang der
issues. »Werden die Noten durch die Bank ausgegeben
kurzterminig, so hat sie Controlle über die Ueberschüsse ihrer
Circulation u. kann gegen den schädlichen Ueberfluss derselben
reagiren u. daher auch den bullion drain aus dem Land.
So hat sie Einfluss auf Wechselkurs. Als Experiment nützlich zuzulassen
Verkürzung v. 9 Mill. die v. Regierung rückzuzahlen.«
»Wechselkurs hänge ab v. Expansion od. Contraction
der Circulation, weil Mangel an
Circulationsmitteln, welcher Art sie auch seien, Nothwendigkeit
hervorruft nach England rückzufordern die im Ausland
befindlichen englischen Kapitale; dagegen Ueberfluss der Circulationsmittel, künstlich erniedrigend
Zins auf Kapitalien u. sie fictiv verwohlfeilernd, ruft hervor
Bereitheit der Capitalien über die Grenze zu
wandern. Contraction der
Circulation erniedrigt Waarenpreise, verstärkt ihre Ausfuhr u. macht
Wechselkurs günstig.« (Dorrien) Sein Deputygovernor
Pole
: Bedeutende
Ausgabe v. Papiergeld wirkt verschieden auf Discont, je nachdem issue auf langterminigen Credit (Regierungscredit) od. kurzterminigen (Wechseldiscont). Im ersten Fall künstliche
Erniedrigung des Disconts stärker; dieser Unterschied
bleibt, selbst wenn es sich um so grosse issues wie v. 30 Mill. £. St.
handelt. Soll Circulation contrahirt werden für bevorstehende
Geldreform, so nothwendig bei erhöhter
Discontrate die Hindernisse wegzuräumen, die durch künstlich erniedrigten Discont hervorgerufen.
(Pole N 5–17 Lord’s
Comm.) (Sieh auch Sam. Thornton: N. 153) Resumption aufzuschieben bis zu Bank
grosse Notenmasse zurückkehrt; dazu governmentsschuld auf 15 Mill. zu
contrahiren etc. (p. 560–62)|
Starker Fall des Wechselkurses u. Agio auf Gold – directe Beweise der Entwerthung des Papiers u. seiner überschüssigen Ausgabe. Handelt sich hier nicht um absoluten Betrag der Circulation; manchmal 25 Mill. zu gross, 30 Mill. zu wenig. Der grosse Missstand des Papiergelds, dass seine Dimensionen unfähig sich den wechselnden Umständen zu adaptiren. Einziges Hilfsmittel f. resumption Contraction während beträchtlicher Zeit – Rückfluss des Goldes so zu erzwingen „by the scarcity of money produced by such a system“. Wo ein Land Creditor andrer Länder, kann es mit mindrer Ungestraftheit ertragen grosse Masse inconvertiblen Papiergelds, als wo es Debitor andrer Länder, aber selbst dann muss die Papiermasse nicht zu bedeutend sein u. nicht zu lang in Umlauf bleiben. Ursache der Schwankungen in Wechselkurs stets Foreign payments, gestützt auf „the neglect of the counteracting cause of the contraction of issues“. ( Alexander Baring ; sagt auch »bis 1797 zerrütteten die auswärtigen Zahlungen nie die Geldcirculation[«] )
Unser Wechselkurs zu sensitiv f. alle ihn
schaukelnden einflüsse Einflüsse; unbedeutende Summe v. 100 000£ kann ihn schwanken machen um
2%. Schwer zu finden in bedeutendem Umfang
Zufuhr\Angebot v. Wechseln od. Nachfrage
nach ihnen jetzt sehr gewachsen. Kurs wozu der Trassent willig
seine Wechsel abzulassen, stand
fast
in seiner Willkühr. Durch Verlust unsres goldnen Werthmasses, wir selbst
nicht mehr Richter über den Werth unsrer Geldcirculation in
jedem gegebnen Moment. Hence bedeutende Schwankungen des
Wechselkurses v. Tag zu Tag. Bei convertiblem Papiergeld möglich exacte Rechnung bei Kauf u. Verkauf v. Waare od.
Wechseln. Jezt irgend unbedeutende Menge Kapitalien, bereit sich im
Ausland zu placiren, hindert alle Berechnung u. indem sie gegen uns
Zahlungsbilanz kehrt, wenn auch nur für kurze Zeit, wirkt stärker auf
Wechselkurs als möglich bei gesundem Zustand der
Geldcirculation. (
Haldimand.
Lords Committee of 1819.
N. 96) (562–63)
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗So hatten sich die Ansichten
der
Praktiker v. grösster Autorität
geändert.⦘
Auswärtige (Kriegs) Regierungszahlungen gab es 1819 nicht mehr; nur Zahlungen f. Getreide u. bes. in London gemachte Foreign Loans. A. Baring , auf Frage, ob letztere schlecht auf Wechselkurs wirken? „bei jetzigem Zustand der Circulation dies der Fall mit allen ausländischen Zahlungen, welches immer ihr Ursprung; bei convertibler Circulation könnten sie Kours nicht verschlechtern materially below par, aber Papier, seines Werthregulator Werthregulators beraubt, unstreitig unterworfen der Entwerthung in Folge auswärtiger Zahlungen.“ (A. Baring)
Und
der
Zusatz von
Marx.
Schließen »grausse«
Nathan
: „certainly they (the Foreign Loans) could
not have been made“ bei convertiblem Papier. Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen Der Esel glaubt in letzterem Fall könnten
wegen Geldmangels überhaupt keine „foreign loans“ contrahirt
werden; niemand werde sie zu unternehmen wagen; auf die Frage ob inconvertibility
den
loancontractors nützlich: „yes, certainly it is
favourable to the contractors of them; if the Bank should pay in cash,
it will injure the contractors undoubtedly.“ (564–65)
Meisten Experten (auch der Resumption günstigen) Angst vor Resumption in zu naher Zeit, ohne längere Vorbereitung. Allmählig; [»]die Contraction presst zusammen Handel, Unternehmungsgeist u. Energie der Speculation, obgleich sie ihre Qualität verbessert u. der Wechselreiterei Ende macht«. Publicum muss vorbereitet werden auf »Einschränkung seiner Obligationen\Schuldverbindungen«, weil verkürzt wird das Quantum der Kapitale ⦗i. e. der Geldzeichen⦘ »womit jeder arbeitet.« ( Haldimand ) (566)
Selbst Samuel Thornton gesteht, dass überschüssige Notenausgaben Grund übermässiger Speculation; einer der Experten ( Loyd, N. N. 26, 39) weist hin auf Verhältniss zwischen Umfang der Notenausgabe u. Umfang der Wechselcirculation; erstere sei zu letzterer wie 1 : 10; hence Contraction der ersten führe die der zweiten erbei herbei. (567 Note)
Die
Directoren der
Bank
wiesen darauf hin, dass
zur convertibility, nöthig für sie Grundlage
der Notenausgabe,
die ihnen die
|125
grösste Controlle über deren Circulation giebt;
auf solcher Grundlage müsse der grösste Theil des
Notesissue erfolgen; stützen sich alle Notenissues der
Bank auf Wechselportefeuille, so wäre auch
die resumption rascher möglich. (
Haldimand
)
Smith
, einer der ängstlichsten u.
conservativsten Experten: „Zahlung der
Regierungschuld sehr wünschenswerth, gebe der Bank Möglichkeit Wechseldiscont zu erweitern u. mache sie unabhängig“. „Wir sind aller Gewalt beraubt über die
Papiercirculation, wann ihre Grundlage
Regierungschuld.“ (Pole,
Deputy-Governor der B. o. E.) Resumption hängt
daher vor allem ab v. mehr od. weniger starker Reduction der
schwebenden Regierungsschuld an Bank. (Dorrien,
Harman
,
Haldiman Haldimand
) Des Bankburschen natürlicher Gedanke: „my
plan was to reduce the advances to the government to the extent of 8 or
10 millions and at the same time to increase the issues upon discounts
to the extent of 5 or 6 mill., thereby palliating the evil which would
arise from the reduction of the circulating medium.“ Der
Zusatz von Marx.
Schließen grausse
„Nathan“:
die der Circulation entzognen Noten wieder auszugeben in
Ankauf v. Gold, zur Verstärkung des Goldschatzes. (567–68)
Unter den Experten nur repräsentirt die Minorität der Bankdirection; das Committee des H. o. C. fragt schriftlich bei ihrem Gesammtdirectorium an: 1) bis zu welcher Periode nöthig die resumption aufzuschieben? 2) durch welche legislatorische od. andre measures möglich beizustehn der Bank f. Erneurung des cashpayments? (568)
Im Gesammtdirectorium hatten die Anhänger des »sweet« Pittsystems die Ueberhand. Sieh deren unverschämte Antwort an Committee des H. o. C. (568–70)
Zusammenfassende
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗u. a. N. 4 ihrer Antwort: Bankdirection hätte
sich nie durch »Profitcher« in ihren
NotenAusgaben bestimmen lassen, hätte sie immer zu
beschränken gesucht, wunderbare Moderation entwickelt! N. 16 Meinung, dass Wechselkurs zu
verbessern durch Contraction der Circulation, beruhe
auf Irrthum. N. 18 Eben so irrig, dass
solche Contraction Waaren-preis erniedrigen u. Waarenausfuhr
fördern werde. N. 20 Von Bank
verlangen, sie solle Gold geben f. 77sh. 101/2d., welches auch sein
Marktpreis, sei die Bank doch mit zu grossen Verlusten erdrücken
ohne Nutzen für das Land.
21 Bank daher gezwungen „to decline any precise answer to the first
question[“]
; das
hänge v. Umständen ab, schwer vorherzusehn u. worüber sie keine
Gewalt habe. N. 22 Mit Bezug auf 2te Frage: sie kenne keine Massregel,
die dauernde Verbessrung des Wechselkurses bewirken
könne; aber in jedem Fall nöthig zu vermindern die schwebende Regierungssschuld
an sie.⦘
In Antwort auf Anfrage des Committees des H. o. L. an das Gesammtdirectorium der Bank: welche Einwürfe sie zu machen gegen Gesetz, wodurch Bank verpflichtet in bestimmter Frist ihre Noten zu Nominalwerth v. 100, 200 u. 300£ gegen Goldbarren zu 77sh. 101/2d auszutauschen u. ebenso Gold zu diesem Preis zu kaufen? Antwort: Da Kauf v. Gold zu mintprice sehr unwahrscheinlich, hielten sich die Directoren nicht berechtigt, mit Hinsicht auf ihre Verpflichtung gegen die Actionäre der Bank, unter eigner Verantwortlichkeit Gold zu diesem Preis zu geben. Sie schlügen dagegen vor Auszuwechseln Gold zu seinem Marktpreis (i. e. Aenderung\raising des standard) (571)
Die Majorität der Bankdirection erwartete also neue Suspension – nicht auf bestimmte Frist –
sondern bestimmungslose (in die blaue
Ferne) Bemerkung
von Marx.
Schließen (in fact blancocredit f.
inconvertibility) (571)
5 April 1819 In first instance schlugen beide Committees vor sofortiges stopping der Einwechselbarkeit der Noten ausgegeben bis 1 Januar 1819 (die damals zwecklos die Koffer der Bank leerte); brachten darüber bill ein; ging nach heftiger Opposition durch. (572) Monat durch arbeiteten die Committees ihre Reports aus.
6 Mai 1819 eingebracht der Report
des Committees des H. o. C., 7 Mai der des
H. o. L. Beide einstimmig, set of compromises, wovon die details p.
573–575. Zusatz von
Marx.
Schließen (selbe Experten hatten figurirt vor beiden
Committees)
Ueber die in den Reports angeführten Motive (p. 575–578)
⦗ Zusammenfassende
Bemerkung von Marx.
Schließen In dem Bericht des
H. o. L. hervorgehoben die
Vortheile der convertiblen Circulation;
Crisen blieben auch dann möglich, solche aber
gehörten zu den unvermeidlichen
facts.
Bemerkung von Marx.
Schließen Diese Stelle wichtig dafür – wie damals schon
Crisen als Bedingung der
kapitalistischen Production officiell anerkannt.
[(]
Lords
Report p. 16)⦘ ⦗am Schluss vorgeschlagen: Abschaffung des Verbots englischer
Goldmünzeausfuhr. Die Verhältnisse zwischen Regierung
u. Bank strikter zu regeln.⦘|
Schon seit Anfang 1819
„new flight of pamphlets“ (sagt
Canning
2 Febr. in H. o. C.); Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen noch mehr seit Veröffentlichung
der Committee Reports. (Sieh 578–581)
⦗In „A letter to R. H. Peel: On the pernicious influence of a variable standard of value. 3 ed. Lond. 1819 [“] der ganze Vansittart »enthüllt«.⦘
20 May 1819.
Reihe of foolish Resolutions taken in Sitzung
der B. o. E. direction;
Protokol Protokoll darüber den folgenden Tag (21 Mai) vorgelegt dem
House of Lords. Details darüber. (581–82)
Bemerkung von Marx unter Verwendung von
Angaben bei Kaufmann, S. 581/582.
Schließen ⦗Das Parlament sollte nämlich as
soon as possible erfahren, was die tout[-]puissants seigneurs de la Banque
d’Angleterre halten v. den
Reports (u. darin Vorschlägen) der
secret committees⦘ ⦗schön die Phrase darin: „dass man auf sie
die Sorge bürdet das Land mit hinreichendem
Geldfonds zu versehn“, alias, dass man sie zwingen will
ihre „promises to pay on demand“ anders
als in Druckerschwärze zu bewähren.⦘
Dies Manöver wurde gar nicht berücksichert berücksichtigt in Parlament; hinter den Coulissen von Regierung u. Parlament schon Uebereinkunft, dass die Vorschläge der Committee’s ohne „division“, passirt werden sollten. (582)
Liverpool hatte die Motivirung in H. o. L. zu übernehmen (582–84) ⦗sagt u. a. Contraction der issues um so leichter als Bankgeschäft stark entwickelt in England u. aus kleinstem Geldkapital grossartigsten Nutzen zieht. Dank dieser Entwicklung »giebt es in England kein todtes Geldkapital«. Ueber den beschleunigten Umlauf der Banknoten unter Einfluss des Systems der Banken Noten v. 5£ blieben 1818 bis zur Rückkehr 148 Tage in Umlauf; ferner:
| Nominalbetrag | 1792 | 1818 | Nominalbetrag | 1792 | 1818 | Nominalbetrag | 1792 | 1818 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| blieben in Umlauf Tage |
blieben in Umlauf Tage |
blieben in Umlauf Tage |
|||||||||||
| von | 10£ | 233 | 137 | v. | 30£ | 95 | 55 | v. | 200£ | 31 | 18 | ||
| 15 | 114 | 66 | 40 | 65 | 36 | 300 | 24 | 14 | |||||
| 20 | 109 | 124 | 50 | 124 | 72 | 500 | 24 | 14 | |||||
| 25 | 74 | 43 | 100 | 84 | 49 | 1000 | 22 | 18 | |||||
Also für Noten von 10£. Dauert Dauer der Umlauf verkürzt von 8 auf 41/2 Monate, für 15£ Noten von 4 Monaten auf 2, für 20£ Noten von 7 auf 4 etc. p. [583,] 584⦘
⦗Lord Grenville: Geschichte der Banken zeigt, dass Band mit der Regierung ihnen immer verderblich; Bank muss daher ganz unabhängig von Regierung gemacht werden. (584)⦘ Die allgemeinen Grundlagen der Reform ohne Stimmentheilung in House of Lords angenommen. (p. 586)
24 Mai 1819 Eingeführt Bill in H. o. C. in Form v. 9 Resolutions (durch Sir Robert Peel ) Hier letztes Treffen geliefert. (Sieh die 9 Resolutions p. 587 *) Debatten. (p. 587–591)
⦗
Peel
u. a.:
»faktisch sei die Papiercirculation sehr oft bestimmt worden durch
die Bedürfnisse der Regierung, aber
durchaus nicht durch die der Handelswelt; rechtfertigen
die issues durch die Solidität ihrer Unterlagen
sei unzureichend: sonst auch zu rechtfertigen
Jean Law’s Plan über
Ausgabe von Papiergeld auf security von Grund u. Boden.
Vorschlag der Bankdirection, Resumption zu Marktpreisen
des Goldes (statt mintprice) sei Bankerutterklärung«.
Die alten Gegner der »Suspension« verlangten:
das Recht der
Bank, ohne Erlaubniss des
Parlaments, Exchequer bills zu erwerben, solle genau begrenzt werden.
Erklärten sich selbst gegen kurzterminige Erlaubniss an Bank Gold über Mintprice zu zahlen.
Ricardo: er rathe
der Bank nicht Gold zu kaufen,
sondern das bei ihr Befindliche zu verkaufen u. auf diesem Weg die Papiercirculation zu
contrahiren. [„]Jeder Verkauf verbessert
den Wechselkurs, bringt ihn schliesslich zu Pari u. dann
kann die Bank Goldkäufe zum mintprice
beginnen.“ Sagt auch: Zusatz von Marx.
Schließen (!)
„the rate of interest on money is no check at all as
to the amount of issues.“ Opposition nahm ihre amendements zu
Peel’s resolutions zurück; Debatte vertagt auf folgenden Tag.[⦘]
25 Mai 1819 (H. o. C.) Sir Henry Palmer: „had the banking concerns of the country been carried on the same principles of competition, as prevailed in Scotland, the embarrassment of the present period would not have existed.“ (p. 591) Schliesslich Resolutions Peel’s angenommen without a dissentient voice. (p. 591, 92)
9 Juni 1819 (Debatten in H. o. C. über Budget für 1820): Ressources, damit die Regierung der Bank 10 Mill. £ zurückzahlen könne: neue Steuern, Entlehnung von Amortisationsfonds, schliesslich Verwandlung v. schwebender Schuld an Bank in consolidirte (öffentl.) Schuld. (p. 592)|
127Durch Oppositionsredner wird enthüllt »der
allbekannte fact, dass die
Bank
im voraus absage die Unterstützung der Realisatoren der Anleihe (zur
Consolidation)
welche sie seit 25 Jahren in ähnlichen Fällen ihnen
immer durch Pump für Einzahlung auf Anleihen geleistet habe.«
Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗i. e. sie druckte Papier u. lieh selbes
Papier den bankers etc, welche die Realisation
der öffentlichen Regierungsanleihe übernahmen⦘ ⦗Man
sieht daraus wie nützlich sie Pitt etc zur Contraction der
Riesenschuld war⦘ Der Redner freute sich darüber;
das zeige, dass die Bank zu solchen Anleihen überhaupt nicht nöthig. Bank nach 25jähriger Herrschaft über
Regierung natürlich malitiös, als das Land endlich
entschlossen ihr Joch abzuschütteln. [»]Nicht verwunderlich, dass 24 Kaufleute,
blos gewohnt an Jagd auf Profite, etwas berauscht von der
Gewalt, die sie so lang ausgeübt.« (592–93)
Manning
läugnete nicht dass Bank
Betheiligung an dem loan versage, aber dies ironisch motivirt:
»von wegen der Nothwendigkeit Macht über ihre issues zu
erwerben«. Andrer Bankdirector, sagte, dieser
Entschluss sei »Bankgeheimniss«, wüthet gegen den geheimen faux
frère, der es ausgeplaudert. (593)
Anfang Juni 1819 die Resolutions über Bankreform wieder vor H. o. C., aber diesmal sub specie von Projekt zu »Gesetz« (Vater: Sir R. Peel)
14 Juni 〃 3te Lesung. Ein Bankdirector stellt amendement, dass Rückzahlung der 10 Mill. incorporirt in’s Gesetz. Auf Antrag Vansittart’s verworfen. (593)
Landsdown Lansdowne in H. o. L. „Das Gesetz sieht auf Metallgeld als einzig gesunde Grundlage des Circulationssystems.“ (594)
Gesetz v. 2 Juli 1819 (Peel’s Project in Gesetz verwandelt) Nach diesem Gesetz the restriction verlängert bis 1 Mai 1823, an welchem Term sie ein für allemal aufhört. Bank verpflichtet v. 1 Februar 1820 – 1 Octob. 1820 im Austausch f. Noten zu geben Gold von gesetzlichem Münzfuss – für demands v. nicht weniger als 60 Unzen pro 81sh. (p. Unze); v. 1 Oct. 1820 – 1 Mai 1821 bei selbem Minimum v. 60 Unzen zu 791/2sh.; mit selbem Minimum v. 1 Mai 1821 – 1 Mai 1823 zu 77sh. 101/2d. (mintprice) Die Bank darf Gold auch wohlfeiler geben, in der ersten Periode nicht unter 791/2sh. u. in der 2ten nicht unter 77sh. 101/2d. Bis 1 Mai 1823 hat Bank Recht Gold in Barren zu zahlen; kleine Zahlungen bis 40sh. kann Bank in Silber zahlen; Zahlung in Goldmünze darf Bank schon beginnen v. 1 Mai 1822. Jeden Samstag Bank verpflichtet der Regierung Zahlen zu geben über mittleren Betrag der Circulation während Woche. Gesetze über Verbot der Ausfuhr engl. Geldes abgeschafft. (594–595) (Selbe Festsetzungen f. Bank of Ireland durch Gesetz vom 12 Juli 1819)
16 Juni 1819 (H. o. C.) Peel bringt zusätzliche Bill ein über Regierungsloans von Bank: So oft Regierung loan v. Bank verlangen oder ihr exchequer bills verkaufen will, dies dem H. o. C. mitzutheilen zugleich mit Protocol über Consent der Bank. Parlament entscheidigt, ob es erlaubt od. nicht. Dies wird angenommen; sanctionirt durch Gesetz vom 6 Juli 1819. (595–96)
Die englische Gesetzgebung über
inconvertibles Bankpapier eröffnet durch Gesetz über Regierungsanleihe v. Bank (vom 7 Mai
1793) u. ebenso beendigt durch
specielles Gesetz über selben Gegenstand Zusatz von
Marx.
Schließen (6 Juli 1819)
[.] Diese
Historie begann damit, dass Regierung versuchte sich
surreptiously surreptitiously der Parlamentscontrolle zu
entziehn; endet mit Unterwerfung unter’s Parlament. (596)
Mai 1819 war bekannt, dass die Reform unwiderruflich; schädlich den B. o. E. actien; ihre Prämien fielen im Mai v. 151% auf 110%; generally Preischwankungen Preisschwankungen dieser Actien ward 1819 zwischen 267 u. 210; 1820 zwischen 215 u. 226; 1822 wieder zwischen 235 u. 252. Dividend auf Actie in Jahren 1819–1822 wie seit 1807 = 10%.
Im Ganzen erhielten die Actionäre aus
Profiten der Bank
1799–1822 = £35,363,790,
wovon der
inconvertibility zugut zu schreiben = £14,547,229. Bemerkung von Marx.
Schließen (Schenes Geschäft aus der
inconvertibility; dazu noch Reservekapital)
Preise der Public funds: Mai 1819 3% Consols fielen v. 735/8 auf 65; die durch die inconvertible paper fabrication der Bank direct bewirkte künstliche Erhöhung hörte auf mit Abschaffung des Systems. Ebenso änderten sich Ansichten über den Amortisationsfonds, der ebenfalls zur »Preissteigerung« vermöbelt. Die Börsenmänner fürchteten, es stehe schlechte Zeit bevor – für sie. Aber schon 1822 die Consols schwankend zwischen denselben Grenzen wie im »Jubeljahr« der Börse – 1818! 1818 diese Schwankungen zwischen 73 u. 82, 1822 zwischen 753/8 u. 82. ([596,] 597)|
128Wechselkurs: Auf Paris (kurz):
- Begann Mai 1819 = 23f. 90; nach Woche schon = 24f. 30 (33/4 unter Pari), blieb so während ganzem Mai.
- Begann: Juni 〃 = 24f. 85 u. endete 24f. 90. Ganzen Juli = 25f. August 25f. 10; Mitte August = 25f. 20, 24 August höher als Pari = 25f. 30c.
- Goldpreis Mitte Juli u. Anfang August noch 78sh, aber 24 Aug. = mintprice (77sh. 101/2d)
Hence: 24 Aug. (1819) Entwerthung des Papiers u. Agio auf Gold in England zu Ende. Im ganzen folgenden Abschnitt v. 1819 u. den folgenden Jahren Wechselkurs über Pari; Edelmetallzufluss begann u. dauerte fort in England. (597, 98)
Es gab keine Missernte; Getreide billig; farmers ruinirt; Publicus gewann. (598)
Crisis Anfangs 1819 zeigte dass übermässige
Waarenzufuhr v. Ausland, checked durch starken Preisfall; auch diese Crisis daher
der Geldreform nützlich.
Zufuhrhandel litt mehr v. Bankerotten u. erholte
sich daher langsamer als Ausfuhrhandel, der schon 1820 wieder völlig hergestellt u. 1821, ohne über die
normale normalen Gleise zu gleiten, das fieberhafte Niveau
von 1818 wieder erreicht hatte. So auswärtige Handelsbilanz England günstig; auch
die
allgemeine auswärtige Zahlungsbilanz, da Foreign
loans u. Pläne zur Placirung v. engl. Kapital in Ausland pro tunc
ausgelöscht, u. erst wieder 1823 auflebten.
(598–99) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗In fact, was der Geldreform
zu gut kam, war, dass sie in die natürlich schlaffe
Zeit fiel, in die Epoche des industriellen
Cyclus, der der Crise stets auf dem Fuss
nachfolgt.⦘
Regierungschuld an B. o. E.
- Vor 1 Juni 1819 hatte sie schwebende Obligationen der Regierung f. £24,320,000, wovon about 5 Mill. nur repräsentirten Anticipation auf die laufenden Governmentseinnahmen von 1819; ferner 3 Mill. (f. unverzinsliches loan von 1808); der grösste Theil aber für nicht gezahlte Schulden v. 1817 u. 1818.
- Am 1 Juli 1820 – Schuld = 20,812,000; 1 Juni 1821 = 14,462,000.
- Während der 3 Jahre v. 1 Juni 1819 – 1 Juni 1822 zahlte Regierung an Bank = £12,151,000, mehr als die Reformers verlangt hatten. Seit Mai 1819 keine bedeutenden changes in Governmentsdeposits bei Bank. (599–600)
Wechselportefeuille.
-
Mittlerer Betrag.
-
1ste Viertel 1819
= £8,364,000; reducirt
durch Crise Bemerkung von
Marx.
Schließen (in fact Nachcrise v. 1818) auf - 2t Viertel – 6,632,000
- Juni–Juli–August (1819) – 6,022,000 u. endlich:
- Letztes Viertel: October–Nov.–Dec. 5,042,000
- Ganzer Durchschnittsbetrag für 1819 = £6,515,000, um £2,190,000 höher als 1818 u. um £2,554,000 höher als 1817.
-
1ste Viertel 1819
= £8,364,000; reducirt
durch Crise Bemerkung von
Marx.
- 1820: 1stes Viertel Wechselportefeuille vermindert um £231,000, 2t Viertel um 1,205,000, 3tes Viertel wuchs um 382,000, leztes Viertel [nahm] wieder ab um £857,000.
- 1821 1stes Viertel weitere Abnahme um 107,000£.; 2t Viertel ditto um £523,000, 3t Viertel um 421,000. So bis 3tes Viertel (incl.) Wechselportefeuille vermindert auf £2,294,000.
- Mittlerer Betrag des Wechselportefeuille für 1820 = £3,884,000; 1821 = 2,677,000; 1822 = 3,667,000, 1823 = £3,124,000 u. 1824 = 2,370,000.
Man muss nicht die 900 andren Banken vergessen; die Contraction der B. o. E. issues stellte nur ihr Gleichgewicht, wie es im 18t Jhdt gewesen, wieder her. Sonst aber auch die Sache dadurch erklärlich, dass es Periode contrahirten Credits war. (600–601)
Vergleichung der 2 Bilanzen der Bank v. 28 Febr. 1819 u. 31 Aug. 1822 zeigt, dass die commerciellen Actien der Bank (Discount u. loans auf Werthpapiere od. Fonds) contrahirt |129 um £6,378,000; Public Securities (laufende Regierungschuld u. Public funds, gekauft v. Bank an Börse) nur contrahirt um £8,686,000. Die Regierung hatte durch Schuldtilgung 12 Mill. f. Bank freigesetzt; Theil davon gab Bank wieder aus in Kauf v. Fonds auf Börse. (602)
Die Bank hatte zur freien Verfügung about 18 Mill. £ ⦗durch Verringerung der schwebenden Regierungsschuld u. Contraction des Wechselportefeuille’s.) ⦘; diese 18 Mill. = about 3/5 ihrer ganzen Notencirculation; worüber also Verfügung in ihrer Hand. (l. c.) Sie wandte sie an zu Kauf v. Consols u. Gold. ⦗wie vor 1797, wo Wechseldiscount immer Nebenrolle gespielt.⦘ (603) Aber nur about 5 Mill. in consols, grössten Theil in Ankauf v. Gold. (603–4)
Halbjahr v. 31 August 1819 – 28 Febr. 1820 about 51/2 Mill. Notes für „securities“ freigesetzt; davon 21/2 Mill. zu returniren an Depositors; v. den restirenden £3,085,000 der Circulation entzogen = £1,769,000, f. Ankauf v. Gold verwandt = 1,316,000£. Aus der Gesammtmasse der Noten, worüber Bank Controlle gewann, nur 1/3 (32%) der Circulation entzogen, übrigen 2/3 wieder ausgegeben. Die Gesammtcirculation nur contrahirt um 7%. Dank dieser Contraction u. Goldankäufen, die Notenmasse, nicht gedeckt durch Gold, vermindert von 21,657,000 auf 18,573,000, i. e. um £3,085,000 oder 15%. (604)
Halbjahr v. 28 Feb. 1820 bis 31 August 1820; setzte die Bank noch frei active placements zu £2,341,000; ausserdem wuchsen deposits u. brachten zurück in Bank £327,000; sie hatte also wieder zu verfügen über £2,668,000. Wandte sie nicht zur Contraction der Circulation an. Wechselkurs günstig, Gold wohlfeil, floss energisch nach England. Wurde nicht nur nicht von Bank zu den Tarifpreisen verlangt, die das Gesetz vorschrieb, das todter Buchstabe blieb, sondern es wurden umgekehrt Banknoten dafür verlangt. So gegen Gold, welches die Kasse der Bank vermehrte, wieder ausgegeben nicht nur die freigesetzte Summe v. £2,668,000, sondern noch zusätzliche Noten für 815,000£. Die Bankcirculation wuchs so um £815,000, aber ihr Goldvorrath um £3,300,000. Betrag nicht durch Gold gedeckter Noten sank auf £16,078,000, also gegen voriges Halbjahr um: £2,495,000.
Jahr v. 31 August 1820 u. bis 31 August 1821 Bank setzt frei „securities“ f. £5,430,000 u. Wachsthum der Deposits = £1,697,000 [.] Unter Controlle der Bank Noten zum Belauf v. 7 Mill. £ St.; diesmal 4 Mill. der Circulation entzogen; 3 Mill. ausgegeben in Austausch gegen Gold. Durch Gold ungedeckter Notenbetrag nur noch £9,061,000; 55% gedeckt durch Kassenvorrath.
Im ersten Jahr 31 August 1819 – 31 Aug. 1820 Grosse Noten der Circulation entzogen für £406,000, kleiner f. 563,000 536,000, zusammen = 954,000 942,000 (33/4% der Gesammtcirculation) Dabei fiel ungedeckter Notenbetrag um £5,569,000 od. 25%. Proportion von Gold in Kasse zur gesammten Creditcirculation hob sich auf 33%.
Im zweiten Jahr 31 Aug. 1820 – 31 Aug. 1821, keine Entziehung v. grossen Noten aus Circulation, vielmehr Zuwachs um £146,000. Dagegen Kleine Noten entzogen aus Circulation f. £4,151,000 (62% ihrer Gesammtmasse); im Ganzen Noten entzogen um £4,000,000 (6%)[.] Dabei viel fiel ungedeckte Notenmasse um £7,027,000 od. 44%.
In den beiden Jahren daher der Circulation an grossen Noten entzogen nur £270,000, kleinen: £4,958,000, beider zusammen weniger als 1/5 (nämlich nur 19%). ([604,] 605)
Privatbankcirculation, da
nie
aufgehört gegen B. o. E. austauschbar zu sein u. nur »Ueberbau« darüber
bildeten, wieder in Ordnung, sobald die der B. o. E. (606) Alle
Pfiffigkeiten der Committees v. 1819 erwiesen sich überflüssig,
ihr langer Suspensionstermin, stufenweiser Tarif der Goldpreise,
Ricardoscher Austausch
gegen Barren (l. c.) Bemerkung
von Marx.
Schließen (alles in
Ordnung seit 24 August
1819!)
Schon 1821 tauschte die Bank in Goldmünze aus; Bankdirection verlangte selbst Erlaubniss dazu; sanctionirt durch Gesetz vom 7 Mai 1821.|
130Starker Fall der Bank of England circulation im Jahr 1822 verursacht durch die schlappe Geschäftsperiode, nicht die Geldreform.
1822 mittlere Banknotencirculation gefallen auf
£17,862,000 (war 1819 = £25,225,000; 1820 durch Operationen zur Erneurung des cashpayments
nur abgenommen um £.1,225,000 u. 1821 um £2,342,000); also in einem Jahr plötzlich um So auch bei Kaufman, S. 607. Korrekt wäre
vielmehr: £3,567,000.
Schließen £3,714,000
od. 17% (dagegen in
den vorhergehenden 2 Jahren nur um 3,567,000
[,] nur um 15%, f.
jedes Jahr = 71/2%.)
Dies kein spontaneous act der B. o. E. Ihr Wechselportefeuille wuchs, statt abzunehmen;
Wechselportefeuille
- v. April bis Ende December 1821 = £2,489,000; dagegen:
- 1822: erstes Halbjahr = £3,177,000, zweites = 3,577,000.
- Ganzes Jahr 1821 = £2,677,000, 1822 = 3,367,000. ([606,] 607)
Bank hatte nur contrahirte contrahirt Circulation der Kleinen Noten, die Goldmünze hinderten in Circulation zu treten u. sich daselbst festzusetzen. (607[, 608])
In den ersten Halbjahren 1819–20–21–22 mittlere Beträge der grossen Notencirculation: respectiv = £18,264,000; 17,237,000; 17,563,000; u. 16,696,000. Verminderte sich also auch in erstem Halbjahr 1822 nur um 11/2 Mill. gegen 1819 oder in jedem Jahr im Mittel für die ganze Periode um 392,000£ od. 2%.
In: October–November–December der besagten Jahre: 16,950,000; 16,708,000, 16,558,000 u. 16,402,000.
Vergleicht man 26 August 1819 mit 26 November
1822, so in diesem Intervall Circulation der kleinen
Noten vermindert um 61/2 Mill., u. ditto Goldvorrath in Kasse gewachsen um 61/2 Mill.
Um einerseits diesen Goldschatz der Bank zu liefern,
andrerseits kleine Noten v. 1stem Viertel 1819 bis letztem Viertel 1822 zum Belauf
sage v. 7 Mill. zu ersetzen in Umlauf, in allem
nöthig Zufluss (während der 25 Monate) v. £13,134,000 Edelmetall od. per Monat = £505,000. Dazu 1822 durchaus keine Theurung von Kapital od. Druck auf Geldmarkt; war hypochondrische Zeit nach Crisis;
wenig Credit; dagegen Capital wohlfeil zu haben für placements, die als
sicher galten; Government konnte damals
schwebende Schuld in consolidirte verwandeln. Es war
gerade die damalige »Wohlfeilheit des Geldes«
Zusatz von Marx.
Schließen (im Börsenkauderwelsch) u.
der Kapitalien, welche die
neue Epoche v. Speculationsbachanalien Speculationsbacchanalien
, in unerhörtem Massstab (1825)
vorbereitete\einleitete. (608)
Bank hatte also nichts zu thun mit »Contraction« ihrer NotenCirculation im Jahre 1822; sobald sich Geschäft wiederbelebte 1823 wuchs die NotenCirculation auf 18,620,000 u. 1824 auf 20,136,000. (609)
Unstreitig war aber [während] der spontaneous contraction of 1822 die Geldreform gültig, gab neuen Anstoss dem Goldzufluss v. aussen u. gewöhnte wieder an Goldcirculation all over the country. (l. c.)
In den Parlamentsdebatten v. 19 Marz März u. 9 April 1821, 11 u. 12 Juni u. 12 Juli 1822, 11/12 Juni
1823 resultatlos, aber so heftig wie 1811; diesmal die
landed proprietors wüthend über die
Niedrigkeit der Getreidepreise, Gegner der vollzognen
Geldreform. (609, 10) Bemerkung von Marx. Er
bezog sich auf das Kapitel „Theorien von der Maßeinheit des
Geldes“ seiner Schrift „Zur Kritik der politischen Ökonomie.
Erstes Heft“. Berlin 1859 (in MEGA2
II/2. S.
149ff.)
Schließen ⦗im übrigen weiss Kaufman nichts weder v. Cobbett, noch v. den
Attwoods etc⦘ ⦗Vgl. mein „Zur Kritik“ p. 54
sqq.⦘
Diejenigen, die in besagten Debatten die B. o. E. wegen »Contraction« der Noten anklagten, nahmen als Ausgangspunkt die B. o. E. Notencirculation vom Jahr 1817, wo sie = £30,100,000 u. verglichen mit den £23,400,000 (in November 1820) folglich Contraction = £.6,300,000; aber vor der Geldreform bereits gefallen um 5 Mill. £; die relativ unbedeutende Contraction nach Juli 1819 gleichzeitig mit Goldeinfluss von jenseits der Grenze u. machte blos Feld frei für Gold als Circulationsmittel. (610, 11) (im Jahr 1817 Höhe der Bankissues hervorgerufen durch übermässige loans der Regierung v. Bank)|
131Im übrigen Europa Geldpapier (inconvertibles
paper mit Zwangskurs) eingeführt aus reiner
Finanznoth, Erschöpfung aller ordinairen Ressourcen; Unmöglichkeit v. loans etc. Dies umgekehrt in
England 1797; erscheint als etwas
Willkührliches od. Zufälliges. Pitt
konnte alles vermeiden durch öffentliches loan
v. 5 Mill. £, deren [er]
faktisch f. 100te v. Mill. abschloss. Weil er
nicht 5 Mill. pumpte, verlor England d’abord seine Goldcirculation, at
least = 22 Mill. £. St.; daher f. 22 Jahre
Herrschaft des Papiergelds u. der
B. o. E. Pitt u.
die
fzs. Assignaten. Bemerkung von Marx.
Schließen (Sieh Cobbett) 1810
jammerten die Engländer, dass die Entwerthung Folge
der Intriguen Napoleons. Es wird berechnet, dass in 18t u. Anfang des 19t Jhdts
Papiergeldausgaben der
Continentalregierungen = Nominalsumme
v. 14 Milliarden fcs od. 560 Mill. £. St.; in Russland allein =
125 Mill. £. St; dies continentale
Papiergeld bewahrte höchstens
1/4 = 25% seines
Nominalwerths. Während des
grössten Theils des Zeitraums v.
1797–1815 circulirten sie, zu Verlust v. 2/3 ihres Nominalwerths; in England dagegen die stärkste Depreciation u. kaum nur
f. 41/2 Jahre = 331/3% od. 1/3 ihres Nominalbetrags; meist = 90% ihres Nominalwerths (= 10%
Depreciation) Dagegen höchster Notenbetrag
(issue) (der B. o. E.) = 30 Mill. (1817) u. auf dieser
Höhe nur für ein paar Wochen. Und verglichen mit
früher steigerte B. o. E. viel mehr ihre loans (Discount etc) v.
»Inconvertiblem« an Private (Commerciell-Industrielle) als an
Regierung
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Dies In fact die Hauptsache, die
ihre Notenissues unterscheidet v.
den Continentalen.⦘
nach Tooke , wie bei convertiblem Papiergeld, auch 1797–1819, riefen die Waarenpreise, so wie sie bestimmt durch Productions- u. Speculations-bedingungen, entsprechende vicissitudes in Dimension der o. g. Notencirculation hervor. (statt umgekehrt.) Dies wäre möglich gewesen, wenn die engl. Regierung gleich den Continentalen oft u. in beträchtlichem Mass sich der Papiergeldressource bedient [hätte]. Das Maximum was engl. Regierung aus jener Ressource gewann about 18 Mill. £. St.; verschwindet gegen ihre Exploitation via Steuern u. Public Loans. Während der Periode der „inconvertibility“ überschritt die engl. Regierung die normalen Schranken (der loans v. Bank) höchstens um 10 Mill. £. S. Pitt etc insisted, dass des governments exploitation der B. o. E. nicht Ursache der „inconvertibility“[.] Dies bestätigt durch Reports des Bullioncommittees u. der Committees v. 1819 über Resumption. (p. 612–17)
Noch nie vorher die Höhe ausländischer Regierungsausgaben erreicht wie die v. England 1797–\1793– 1815; Mittel dazu nur aufgebracht auf dem Weg inländischer loans; inconvertibles Papiergeld zur Zahlung ins Ausland nicht fähig; u. grade, in Rücksicht auf bevorstehende grössere Ausgaben im Ausland, verschafft sich Pitt d’abord das Gesetz vom 7 Mai 1793; später treibt er der Bank zu Decret vom 26 Feb. 1797 u. spricht dann Gedanken aus, dem blind auch die andern Minister folgen: f. Dauer des Kriegs muss England die inconvertible Papiergeldcirculation nicht fahren lassen. Während der ganzen Periode, bei jeder Erneurung, dient immer die Ausgabe in Ausland als Grund zur Verlängerung der Suspension. Grund: Die Enormität der ausländischen Ausgaben der Regierung. Das Gold dazu, was die Regierung nicht pumpen konnte auf Credit, musste sie kaufen u. dazu das Papiergeld am nützlichsten, nicht durch die Quantität seiner Ausgabe, sondern durch seine qualitative inconvertibility; unter seiner Maske verbarg die Regierung die grossen Opfer, die sie vom Land verlangte. Ausser enormen Steuern u. innern Anlehen, legten sie ihm noch kolossale Kosten für Zahlung des Agio auf, nicht nur f. die Summe der auswärtigen Regierungsausgaben, sondern die Gesammtausgabe des Landes für auswärtige Producte. Um für Gold theuren Preis zahlen zu können, nöthig f. Regierung Stand des Geldmarkts, der möglich machte Goldpreis, fähig weit über das gewohnte Niveau zu steigen. Die enormen GoldAusgaben der Regierung erschienen nur im Budget als Ausgabe für Wechselkurs; aber dieser begründet angeblich durch den demand des Publicus für fremde Waaren. Diesen Dienst leistete der Regierung – dazu Täuschung des Publicums über den Umfang der Foreign expenses des gvt. – das inconvertible Papiergeld. Die inconvertibility diente der Regierung alles was sie brauchte so rasch als möglich aus dem Land herauszupumpen u. das in der unmerkbarsten Weise zu thun. (618–21)
Aber seit Mitte 1814 zeigte Wechselkurs nicht
mehr bedeutende Entwerthung der Noten an u. Gold kaum 4–5% über its mintprice. Der Regierung also
die auswärtigen Zahlungen relativ leicht geworden. Vor 1808 Wechselkurs auch meist günstig u.
unterdess wuchs Notenausgabe v. 1797–1808 um 2/3; der
qualitative Bestand der Noteissues
daher nicht hinreichend aufzuhellen ihren quantitativen Bestand, ihre Dimension.
Wäre die Circulation gegen Metall convertibel gewesen, so hatte
– bei den immensen Foreign expenses der
Regierung – die Bank beständig ängstlich zu hüten
ihren Metallvorrath. Sie hätte sehr häufig ihre
Circulation auf Minimum contrahiren müssen u. dadurch die durch immense
Steuern, Anleihen, foreign Regierungsausgaben verursachten Drangsalen
noch weit verschärfen müssen. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Quel malheur?
England hätte früher u. besser sein Regierungssystem reformirt
u. seine Antirevolutionscrusade aufgeben müssen.⦘
Die beschränkte Zufuhr »freien« (Geld)Capitals hätte alle
Speculation in sehr enge Grenzen gebannt. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Dies bösartiger Zustand f. die Kindheitsperiode
|132 der grossen Industrie, wo ihr grade
allerfreiste Bewegung nöthig war, ihrer eignen Entfaltung die
des Geldmarkts entsprechen musste, Speculation,
Credit etc⦘ ⦗Während des
grossen Kriegs hätte die
grosse Industrie relativ stillliegen
müssen⦘ Und namentlich hätte unter solchen Umständen
Regierungskasse mit unüberwindlichen
Hindernissen zu kämpfen gehabt. Ohne den
überströmenden Geldpapiermarkt hätte sie für
ihre Werthpapiere – ihre Milliarden consolidirte Schuld – überhaupt keinen hinreichenden Geldmarkt
vorgefunden. Die Vertheidiger des
Papiergelds, sofern sie dessen Nothwendigkeit für die Regierung
zugaben, dies nur quoad Steuern – deren Masse
ohne Papiergeld nicht zu collectiren – schwiegen aber sorgfältig quoad
loans. (621–22)
Die Vermehrung v. Papiergeld Hatschisch, welche die Unternehmerei trunken machte, ihr nichts schwierig erscheinen liess, wie z. B. die »Feldzüge« der englischen Waaren, die den Militair»feldzügen« Napoleons parallel liefen. Ohne das Papiergeld hätte sich die englische Production nicht so rasch u. stark entwickelt. Masse der Producte u. Dienste beschleunigten ihre Bewegung zu den Productionscentren unter dem Einfluss grosser Notenausgabe. – Kohlenbergwerke, Eisen u. andre Minen, Construction v. Fabrikmaschinen u. andern Werkzeugen, Baumwoll, Woll etc fabriken etc bildeten progressiven neuen Reichthum. In der Entwicklung der realen Ressourcen des Landes spielte das Papiergeld die unbedeutendste Rolle, aber in fact die Rolle, die überhaupt den Circulationsmitteln zufällt. Die schlechten effects die das Papiergeld als solches besitzt wurden grossentheils paralysirt durch die reale Entwicklung der Production. (623–24)
Das Papiergeld brachte sehr destructive effects in der
Vertheilung des Reichthums hervor,
während es gleichzeitig die
Entwicklung der Productivkräfte u.
entsprechendes Wachsthum des realen
Reichthums nicht nur nicht hemmte, sondern direct förderte.
(625)
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Dies gilt aber nicht nur f. inconvertibles
Papiergeld, sondern f. den
ganze ganzen Credit- u. Speculationsschwindel⦘
Wirklich sehr übermässig wurden die Papierausgaben erst nach dem Krieg 1793–1815, zur Zeit des Friedens. Aber damals zunächst auch Erschlaffung des engl. Productionsschwungs u. Ausgabe neuer Regierungswerthpapiercher hörte fast auf. Woher dies? Erstens machte Parlament Fehler 1816; schaffte zu rasch Theil der Kriegssteuern ab (namentlich auch Einkommensteuer) Hence Deficit der Regierungskasse wuchs bedeutend. Neue Consols wollte Vansittart nicht ausgeben, um den hohen Preis, worauf sie nach dem Frieden gestiegen, nicht zu schädigen. Die bankers damals beschäftigt mit »Placirung« unter Publicum der Regierungs-WerthPapiercher der früheren Ausgaben. Dem Vansittart blieb nichts übrig als die Ressource der »schwebenden Schuld«; bedeutenden Theil v. Exchequer bills an Publicum loszuwerden war gerade damals unmöglich; also nur an Bank zu übermachen, die unter deren Deckung Noten ausgab; hence erreichte »schwebend Regierungs-Schuld« an Bank, u. Notenausgabe der letzteren darauf, grade damals Maximum. (625, 26)
Die vermehrte Papierausgabe nicht nur
nöthig f. Entfernung des Staatskassen-Deficits; sondern dienten
damit zusammenhängendem Zweck, nach dem die bankers strebten.
Die
künstliche Verwohlfeilerung „of money“ diente
als stimulus, der das Publicus antrieb Werthpapiere zu kaufen;
ohne die grossen neuen issues
der B. o. E. wären die Werthpapiere nicht
so rasch über das niedrige Niveau gestiegen, worauf Krieg u.
Häufigkeit der neuen Regierungsemissionen sie gehalten; so
den bankers erleichtert die
Realisation ihrer Portefeuilles, die sie zu wohlfeilen Preisen
während des Kriegs vollgestopft. Regierung operirte u. mogelte
mit den Bankissues, um die Public funds in
die Höhe zu treiben, um sie dann zu
niedrigerem Zins consolidiren zu können Zusatz von Marx.
Schließen (z. B. 5% in 3% Consols zu verwandeln) Aber dazu
mussten erst die in den Portefeuille’s der bankers
befindlichen Massen »gut« placirt werden; dann erst Conversion möglich.
(626) Was die bankers im Gegenfall allein zur »Realisation«
(ungünstiger) hätte zwingen können, wäre Crisis gewesen, Missernte v.
Kapital, Hungersnoth danach, folglich auch ihre Theurung – u. folglich
auch Conversion zu niedrigeren % unmöglich gewesen. (l. c. 626, 627)
Schliesslich f. Fondsspeculation die
grossen issues der B. o. E. nach 1815 machten es den
engl. bankers möglich Realisatoren of der loans der
Foreign Governments zu werden; dies gesteht in so many words
der »grausse« Nathan;
so herausgeschlagen die
Holländer aus dem letzten privilege,
das ihnen geblieben im historischen Kampf um
industrielle commercielle Hegemonie. Aber
das gelang den Engländern nur, indem sie ihr
letztes »Klingendes« weggaben; u. dies nur möglich Dank der
extra-issues der B. o. E. (627)
Bemerkung von Marx.
Schließen Finis
|
Народъ и государство. In: Начало. Nr. 3, 25. April 1878. S. 13–15.
Schließen
Die russ. Bauerncommune. (Aus Начало, Organ der
russ. Socialisten) (geheim gedruckte Zeitung (in Flugblattform) ( N. 3, 25 April 1878)
Vom Standpunkt der
Autokratie stellt sich die Bauerncommune
⦗возрѣнія на крестьянскую общину⦘ dar als Ankettung des
Abgaben-Sklaven (податнаго раба) an Bünde (союзы), die kollectiv, durch
die Wechselbürgschaft ( So bei Marx. Gemeint ist
„круговая порука“, die wechselseitige bzw.
Gesamtbürgschaft.
Schließen кругового
порукуого), dem Staat bürgen (haften) für vereinzelte
Ohnmacht (Unfähigkeit) die Steuern zu zahlen. Der Austritt aus der
Commune daher umgeben mit zahllosen Hindernissen; hinreichend eins davon zu
erwähnen – nicht rückständig
[zu sein mit]
Abgaben u. Steuern. Die Gemeinde – Steuergemeinde; die
Polizei schlägt aus ihr die Schuldigkeiten heraus vermittelst des Starschina
der, Bequemlichkeits halber, gemacht zu ihrem unterwürfigen, subalternen
Menschen. (Mann) Solche Gemeine, sofern sie ein gesellschaftlicher Verband,
erscheint der Regierung nicht gefahrlos; ihre innere Politik daher darauf
gerichtet, dass nichts Verfängliches #e* nichts Verfängliches°] In #R+Naqalo#R-: #R+ne pronikalo soznanie чrezmernogo
obloheniя#R-; nicht die Erkenntnis übermäßiger Besteuerung
eindringt
Schließen in die Gemeine eintritt. Die Gemeine wird scharf
überwacht durch Gendarm u. Procurator vor jedem intellectuellen Einfluss u.
politischer Entwicklung, sie wird in Barbarei (Rohheit) erhalten durch die
Aufsicht der Inspectoren der Volkserziehung (verbotenus der Volksaufklärung народнаго просвѣщенія.)
Die Commune, vom Gesichtspunkt russischer Oekonomisten, stellt sich dar als eine Staats (Regierungs) Einrichtung, die den Bauer vor dem Proletariat schützt, oder so zu sagen, als ein ökonomisches Armenhaus, welches im übrigen zu ihrem (der Oekonomisten) Plaisir nicht im Stand die ganze nothleidende Bauernschaft in sich zu fassen, u. desswegen den landlord (помѣщикъ) u. den Kapitalist zur Genüge mit miethbaren Taglöhnern versorgt.
Nach der Meinung der russ. Socialisten schliesst die Commune, als eine historisch ausgearbeitete Form ökonomischer Verbände (Vereine, союзовъ)[,] in sich ausgearbeitete задатки (Handgelder) der (für die) Auflösung des Staats u. der Bourgeoiswelt. Hinter dem äusserlichen Band mit der Regierung, welches den Bauern an die Steuer-commune anfesselt u. in ihm verborgnen (heimlichen) Hass gegen die unbekannte Staatskraft erzeugt, lebt das Volk in der isolirten Welt der Commune, mit seinem eignen Leben u. Weltanschauung, entwickelt sich in einer Richtung die nichts gemein hat mit den antisocialistischen Principien der Staatsgesetzgebung, auschliesslich ausschliesslich gestiftet für die privilegirten Stände. (сословій).|
В. Герье, Б. Чичеринъ: Русскій дилеттантизмъ и общинное землевладѣніе. Москва 1878.
Schließen
Русскій
дилеттантизмъ и общинное землевладѣніе (Kritik des
Buchs
v. Knjas A. Вassiltschikow
[)] v. В. Герье и
Б. Чичеринъ. Moskau 1878.
Bemerkung von Marx.
Schließen Hier blos citirt aus dem Theil des
Buchs der
Russland betrifft, geschrieben von dem
grossen Tschitscherin
.
»Es ist unzweifelhaft dass das Wort ›Вотчина‹ ursprünglich eine имѣніе bedeutete, geerbt vom Vater; aber namentlich desswegen, weil solche имѣніe betrachtet wurde als volles Eigenthum des хозяинъ, wurde dieser Ausdruck angewandt im Sinn von ›Eigenthum‹ überhaupt, im Unterschied von владѣніe od. помѣcтья. Daher wird gesprochen въ памятникахъ von вотчинахъ выслуженныхъ, пожалованныхъ, купленныхъ. (192) ⦗Der blos auf владѣніе betitelte Besit Besitz gaben gab blos Recht auf кормленіе, Obrokerhebung, Steuer etc⦘ ⦗in fact: nicht имущество, sondern nur право собирать оброки и доходы.⦘
Erbrecht an Unbeweglichem (Häusern, усадьба) – ausdrücklich in судебникъ Iwan III, IV, etc[.] Dies auch unter Bauern; geht hervor aus Privatakten – »участки, на которые садилисъ крестьяне, передавались потомственно«. (195, 196)
Belajeff (бѣляевъ) habe selbst anerkannt, p. 96: „Крестьяне на Руси“, dass das bäuerliche Grundeigenthum im alten Russland »было участковое а не мірское«. (199)
Bemerkt mit Bezug auf G. Sokolowski in „очеркѣ исторіи сельской общины на cѣверѣ Россіи“, er habe nicht bewiesen, dass die öden Ländereien, über welche волость verfügte, in gleichen Theilen v. ihr vertheilt worden sei; läugnet auch nicht das absolute Verfügungsrecht des einzelnen Bauers über das ihm Zugetheilte. Die Quellen sagen nur, dass Wolost vertheilte die пустыіе пустые участки an die neuen Ansiedler, Verträge schloss mit jedem Einzelnen besonders, worauf jeder nahm сколько ему приходилось od. wie viel er bearbeiten konnte. In Folge dessen, nach Sokolowski selbst, auch in einem u. demselben Dorf\деревна konnte ein участoкъ 3 × so gross sein als das andre. Uebrigens nach Sokolowski selbst bestand Dorf meistens nur aus 2–3 Höfen, oft nur aus einem einzigen.
Uebrigens findet sich nirgends dass das Dorf – statt der Wolost – рaспoряжалась землями u. раздавала пустые участки. Zu diesem Zweck flüchtet er zu dem modernen Wort »община« (200, 201 note)
Keisler Keussler: „Zur Geschichte u. Kritik des bäuerlichen Gemeindebesitzes in Russland“ stelle nur unkritisch (nicht v. ihm selbst untersuchtes) in eklektischer Weise zusammen; daher hie bjeljajew’s Ansicht, dort die entgegengesetzten. (selbe Note, p. 201, 2)
Auf die Frage des
Wasiltschikoff: »Wann u. durch
welche Gewalt wurde vollzogen die ungeheurliche Operation ⦗wie das der
Ansicht Tschitscherin’s nach geschah durch etc Catherine⦘ der Expropriation der Privat
Grundeigenthümer u. ihr Uebergang въ Міръ?« (p. 303 203) Darauf Tschitscherin: »Wenn in den
Quellen eine Lücke ist, musste Lücke bleiben auch in
den Forschungen.« (l. c.) Weiter: Die Urkunden (памятники)
des russ. Alterthums geben uns keine подробныхъ указаній darüber,
wie vollendet\vollzogen wurde die Verwandlung des
Privateigenthums in общинное. Это не дѣлалосъ путемъ общихъ мѣръ; да подобныя
мѣры были бы и неумѣcтны. Тамъ, гдѣ земли было вдоволь, очевидно весьма долго
могли сохраниться подворные участки; по мѣрѣ же того, какъ становилосъ тѣсно,
приходилось разверстывать угодья, чтобы дать всѣмъ возможность нести наложенное
на нихъ тягло.« Aber wir
wissen »какъ были укрѣлены укрѣплены крестьяне, какъ подати и повинности съ земелъ земель были перенесенны перенесены на лица или на рабочія силы.«
In
|135 In besondern Fällen »wissen wir sogar direct, когда и какъ было
запрещено свободное отчужденіе участковъ и введено мірское владѣніе.« Bezüglich
der »однодворцевъ и черноcошныхъ крестьянъ въ статьѣ: „о Сельской общинѣ“ Zusatz von
Marx.
Schließen (Das ein Artikel v.
Tschitscherin) прямо были указаны факты.[«]
|
Index zu
Kaufmann etc
Heft I
Heft I) I. Capitel Grundlage u. Ziele des Credits Heft
I
- Meine Noten p. 8, 9. (bezieht sich d’abord auf Credit unter den Kapitalistischen Producenten u. Händlern selbst.)
- Modernes Industrieritterthum nöthig. (Meine Note, p. 9, 10.)
- Reichthum zu erhalten durch Enthalten nur wichtig f. Wilde. (p. 10) Industrieritter macht Kapital aus todter Sache. (Meine Noten p. 10, 11, 12) (Ibid. was v. mir über die Tugend der Sparsamkeit Seitens der Lohnarbeiter gesagt.) ⦗Sieh speciell daselbst Verhältniss der Arbeiterklasse zu Credit; ihre Geldreserven etc.⦘
- Credit wie Export wirkend Marx verweist auf die Marginalie auf
Seite 12 von Heft I.
Schließen I (p. 12) - Credit mitwirkend zur Bildung v. Capital (12, 13) Credit u. ununterbrochne Production (13)
- Gleichzeitige Exekution der verschiednen u. in verschiednen Zeitperioden sich vollendenden Specialzweige, die alle konkurriren zur Produktion einer fertigen Waare vermitteltst des Credits. (13)
- Credit beschleunigt die Bewegung des Reichthums 1) u. 2) die Bewegung der Bereicherung. (13)
- Geldkapital wird abhängig vom industriellen Kapital (p. 13)
- Internationaler Credit vertheilt Reichtum Reichthum v. einem Volk auf’s andre. (14)
-
Credit anticipirt Zukunft. (14) (Meine Note dazu ib.) Marx
verweist auf seine Marginalien auf Seite 14 von Heft
I.
Schließen I u. I
II. Kapitel Credit u. Geld.
- Meine Note. p. 14 Capital in Geldform – Geldkapital – besitzt d[’]abord alle die Eigenschaften des Geldes (die Gold u. Silber als Geld besitzen[)] (Sieh wie K. das ausdrückt)
- Mit dem Credit entwickelt sich, die weitere Eigenschaft, dass dem Geldkapital jede Placirung gleichgültig, u. nur auf die Profitrate, die besondres Placement abwirft, gesehn wird; dies Entwicklung des Geldkapitals als Geldkapitals Geldkapital . Placement eben so leicht aufgegeben als withdrawn v. ihr. Dies etwas andres als die Eigenschaft des Gold od. Silber, als Geld, die Eigenschaften des allgemeinen Aequivalents zu besitzen. p. 14.
- »Diese Placirungsfreiheit ist die Freiheit.« (14, 15.
- Credit in seiner Eigenschaft als Feind u. Jäger der Capitale in freiem (Geld)-zustand (als Schätze) (p. 15) (p. 18 letzte Zeile u. p. 19) (Meine Note)
-
Geld als Consumtionsvorrath, money in
pocket (p. 15) Mit Blaustift geschrieben. Marx
verweist auf die blaue Marginalie auf Seite 15 von Heft
I.
Schließen (*) - Begriffslosigkeit des K. wo Geld, so weit es Circulationsmittel[,] als Beschleuniger der Circulation gefasst wird. Dagegen Productionsweise, wo die Locomotion der Producte überflüssig, weil ihr Consum v. vorn herein lokalisirt. (15, 16)
- Dasselbe über Cooperation (mit od. ohne Geldcirculation) [(]Meine Note p. 16)
- Wirkung des InFlusssetzen bisher müssiger Geldkapitalien auf Preise u. Discont (p. 16)
- Zweiseitige u. entgegengesetzte Wirkung des Credits auf Geld als Schatz u. als Cirkulationsmittel (16, 17)
- Credit beseitigt u. vermindert die Verluste, die aus leiblicher Bewegung des Gelds entspringen (p. 17) Vermindert die Nothwendigkeit den Vorrath v. baarem Geld zu vermehren. (l. c.) (cf. p. 42)
- Sieh meine Note. Credit hebt Schatzbildung nicht auf; verwandelt goldne Schätze in papierne. Surrogat. (17)
- Credit wirkt erst auf Geldmarkt u. daher (!) auf Umlauf des Metallgelds; erst wenn diese Wirkung erschöpft, auf Waarenmarkt Waaren auf Credit gegeben nur in Fall v. Nothwendigkeit. (17) (18)
- Verschiedne Denomination, verschiedne Sphären v. Credit u. Metallgeld. Wachsen der umlaufenden Metallgeldsmasse in England (p. 18)
-
Extension u. Intensivität der
umlaufenden Cirkulationsmittel, entgegengesetzt. (p. 19;
Marx
bezieht sich auf seine Bemerkung in seinem Handexemplar von
Kaufmans Buch (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), die wegen
Buchbinderschnitt nicht vollständig zu rekonstruieren ist.
Zu entziffern ist: „[Die]se Bemerkung zeigt wieder, dass er
nicht versteht, worum es sich handelt
[...]“
Schließen sieh meine Note p. 102 ) - Credit lokalisirt die metallischen Gelder (indem er ihre Bewegung v. einem Ort zum andern vermindert) (p. 19)
- Geld als Kauf u. Zahlungsmittel. K’s Polemik gegen Trennung letzterer Funktion. (p. 20)
- Was alles der Schuldschein thut. (p. 20)
- Credit verschiebt Zahlungstermin u. Ausgleichung der Schulden ohne Geldzahlung (p. 20, 21)| 137
- Grundlagen der wechselseitigen Schuldauslöschung. (p. 21) Credit liefert Geld zur Zahlung der Handelsbilanzen (p. 22)
III) Kapitel. Credit, Production u. Speculation
-
Marx bezog
sich auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658).
Durch später erfolgten Buchbinderschnitt ist der
Textverlust so groß, dass die Randglosse nicht zu
rekonstruieren ist.
Schließen cf. meine Randglosse p. 140. Verschiedne Arten Combination der Thätigkeit mit vergangner, gleichzeitiger, zukünftiger. (p. 22) - So entwickle sich aus der Production selbst der
Credit. (p. 23
Die Entwicklung bei K. in jeder Hinsicht ungenügend)
(Verschuldung einer Zeit an die
andre durch die Bedingungen der
Production. p. 23 Mit Blaustift geschrieben. Marx
verweist auf die blaue Marginalie auf Seite 23 von Heft
I.
Schließen +++) - Credit in baar Geld zunächst des Wuchrer’s an Industriellen f. Betriebskapital (circulirendes), um die Arbeitskräfte zu binden. BaarGeldCredit. Credit innerhalb der Produktion noch sehr beschränkt. (23, 24) Credit erweitert so die Production. (24)
- Credit u. Speculation. (24, 25) Production auf grosser Stufenleiter schliesst ein Production auf Speculation (p. 25)
-
Mit
Blaustift geschrieben. Marx verweist auf die blaue
Marginalie auf Seite 25 von Heft I.
Schließen +) Private Vorrathbildung verschwindet bei kapital. Production (25) Schatzbildung nöthig od. Credit zum Fluss der Production Mit Tinte geschrieben und mit Blaustift nachgezogen. Marx verweist auf die blaue Marginalie auf Seite 63 von Heft I.
Schließen [] p. 63) -
Marx
verweist auf die Marginalie auf Seite 25 von Heft
I.
Schließen +) Kf. sagt, dass in Russland die Fabrikanten auf Lager arbeiten u. erst anfingen, wie in Westeuropa, auf (kaufmännische) Bestellung zu arbeiten seit Verbesserung der Communikationsmittel. (25 Mit Blaustift geschrieben. Marx verweist auf die blaue Marginalie auf Seite 25 von Heft I.
Schließen +) u. ib. ( Mit Blaustift geschrieben. Marx verweist auf die blaue Marginalie auf Seite 25 von Heft I.
Schließen ++) - Speculation nicht nur im Interesse der Consummenten, sondern auch der Producenten (p. 25)
- Weiteres über Wesen der Speculation (p. 25, 26)
- Speculation adaptirt nicht nur Nachfrage u. Zufuhr v. Waaren, sondern auch v. Geldkapital. Credit that f. Geldkapital, was Speculation für alle andern Capitalien u. Werthe (26)
-
Börse (p. 27
- Neue Börsenpapiercher Januar bis Ende 1872. (Moniteur industriel) Eisenbahnen (p. 28)
- Zeitskäufe (auf allen Waarenmärkten mit physischer Nothwendigkeit hervorgerufen durch die Dimensionen der Production u. des Absatzes) (28)
- Börse u. Emissionsinstitut (28) Schwebendes Papier; schwebende Waaren. (ib.) Nothwendigkeit einer Kette speculativer Vermittler. (ib.) (28, 29)
- Absorption noch nicht gebildeter Capitale. (29)
- Production der edlen Metalle. Chevalier . Wilson (29)
- Thiers. (29) Börsenspeculation Grundstein des heutigen Kultur-ökonomischen Gebäudes (29) (30)
-
Kampf zwischen lebendigem
Unternehmungsgeist u. todtem Kapital. Gründer (30)
Marx bezog sich auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Dort
begann er auf dem oberen Rand von Seite 189 eine
Randbemerkung „Schöne Manier den modernen
[…] Antagonismus zu fassen – zwischen
Industrieritter u. – Kapital[…]“, die sich
vermutlich auf dem linken Rand der Seite 190
fortsetzt, jedoch wegen Textverlust durch
Buchbinderschnitt nicht rekonstruiert werden kann.
Am unteren Rand von Seite 190 lässt sich entziffern:
„Für Herrn Kaufmann liegt die moderne
Collision […]“. Auf dem unteren Rand von Seite 191
steht: „Er scheint in der That zu glauben,
dass bears und bulls fixe Formen zweier
Börsen-klas[sen]“.
Schließen (Sieh Randglossen p. 190, 191.) (p. 31) - »Thut Credit keine Wunder, so Kapital auch nicht; es hat keine Selbstproductivität« (p. 31)
- Ausgangspunkt bei »Belebung« bildet stets Bewegung
innerhalb der productiven Sphäre, nicht
der Credit. (31) Mit
Tinte geschrieben „I“, mit Blaustift „II“
nachgezogen. Marx verweist auf die blaue Marginalie
auf Seite 31 von Heft I.
Schließen II - Accaparation. (32)
- Production u. Credit. (32)
IV. Kapitel. Organisation des Credits.
- Bankgeschäft (33)
-
Industrielles Kapital periodisch in Zustand v.
unthäthigem Geldkapital
Mit
Rotstift geschrieben. Marx verweist auf die rote Marginalie
auf Seite 33 von Heft I.
Schließen (+) (p. 33) -
Kasse. Verwendung v. einem
Department desselben Geschäfts müssigen Geldkapitals in andrem – gemeinsame Kasse, die in einem
Theil eingehenden Mittel sofort verausgabt in anderm – typus der Creditorganisation f.
die Totalität des industriellen Geschäfts
der Gesellschaft (33) (jedes unabhängige Sondergeschäft hier behandelt als Theil
eines Ganzen) (l. c.) Kasse Nothwendigkeit
des Umlaufs des Kapitals, Ab- u. Rückfluss etc (enthält: Kauffonds u. Zahlungsfonds) Marx verweist auf eine
Marginalie auf Seite 6 von Heft
I.
Schließen (p. 6 I) - Gesetz der Vertheilung der Umschagsmittel Umschlagsmittel über verschiedne Perioden (p. 35) Kasse (p. 41)
- Alle Creditformen möglich ohne dass ihr substantieller Gehalt existirt (35)
- Banken als allgemeine Kassen der Volkswirthschaft (35)
- Spontanes Banksystem mit u. ohne Centralbank. (36, 37)
- Banken nicht isolirbar, wie alle andern Geschäfte; sie arbeiten mit Geldkapital, das sie immer f. bestimmte Termine in freiem Zustand, i. e. in Form des Geldkapitals haben müssen; Capital daher nicht immobilisirt, wie in allen andern Geschäftszweigen –, placirt »terminirt[«], um sich nach Ablauf des Termins wieder in freiem Zustand zu befinden (1)
- Fortwährende unmittelbare Verwandlung v. Profit in Kapital nur möglich durch temporäre Verpflanzung des inactiven Geldes (od. Waarencapitals) in andre Geschäfte, terminweise »Placirung« darin. (1)| 138
- Ferner: Nothwendigkeit unmittelbaren Absatzes\Verkaufs zwingt Credit zu geben, Nothwendigkeit unmittelbaren Einkaufs Credit zu nehmen. Mehrzahl der Unternehmer daher bald in Rolle des Gläubigers, bald in der des Schuldners; dies wird zur Bedingung ununterbrochner Productivität der Unternehmungen. Diese Gegenseitigkeit durch die Produktionsverhältnisse selbst gegeben, wird eine der wichtigsten Basen des Creditsystems, im Unterschied zu sporadischem, vereinzeltem Privatcredit. (1) (Zufälligem Credit im letzten Fall, gebunden an das isolirte Individuum) (1, 2) Diese Wechselseitigkeit entspringkt entspringt nicht aus den Banken, sondern aus der Umgestaltung der Verkehrsverhältnisse entsprechend der Produktionsverhältnisse
V Cap. Quellen der Umsatzmittel des Credits.
-
Leihkapital: Sieh auch p. 40
- 1) Geldmittel v. Personen, die sie nicht selbst anwenden wollen od. können.
- 2) Auf verschiedne Perioden vertheilt die Zeitmomente, worin die Unternehmer Geld einnehmen u. es auszugeben haben. Während des Zwischenraums solche Mittel verleihbar.
- 3) Grosse Masse Waarenkapital ohne Weiterbewegung – Eingehn in andre Productionszweige zur Weiterbearbeitung, Ortsverändrung, Lieferung in die Hände der Consummenten etc, wenn nicht auf Credit in Hände gegeben, die sie sofort nutzbringend anwenden können (2)
- K’s talk über fixes u. circulirendes Capital (p. 3) Capitalfonds u. Consumtionsfonds (l. c.) Unproportionalität. Masslosigkeit Credit erweitert die Gefahr. (p. 4) Circulationsmittel, soweit sie als Kapital u. soweit sie [als] Revenue circuliren (p. 71 unten u. 72)
- Für Leihkapital am wichtigsten – Zahlungstermin; hängt ab 1) v. der Umschlagszeit des industriellen Kapitals, 2) v. dem Umfang der Freiheit des Leihkapitals. (4, 5)
- 1) Ganz frei als Leihkapital Theil der periodisch neu accumulirten Capitalien; 2) Mittel die in einem genau vorher bestimmten Zwischenraum frei sind, bis zum Eintritt eines gegebnen Moments. Unterbrechungen zwischen Ende einer industriellen commerciellen Campagne u. ihrem Wiederbeginn. Diese Unterbrechungen in verschiednen Theilen des Jahrs in verschiednen Unternehmungen; so zeitlich freie Kapitalien gebildet. Auch die sub 1) erwähnten Mittel können terminweis verliehn werden, wenn’s beliebt
- Aus Waaren bestehende Leihkapitalien, zu beschleunigtem Absatz; sind ihrer Natur nach Leihkapitalien nur f. bestimmten Termin; die Vermittler sollen definitive Käufer finden. 3) Freie Mittel, wo Zeitdauer der Freiheit nicht vorher bestimmbar, können Leihkapital nur at call bilden. (5)
-
Die terminlosen Leihkapitalien bestehn aus:
- 1) Kassenkapitalien od. active activen Kassenreserven. (p. 6. ad a)
- 2) Garantiekassenvorrath. (6 ad b)
- 3) Geldvorräthe Geldvorräthen v. Personen, die kein Geschäft treiben. (6)
- 4) долговые (aus Schuld, i. e. selbst aus Credit entspringende Mittel) Gläubiger kann das ihm übergebne Schulddocument wieder versilbern.
- Wie die freien Mittel v. ihrem Besitzer als industrielles (resp. commercielles) Kapital selbst angewandt werden können, od. als Leihkapital, so Credit (einer einzelnen od. Collectivperson) für sie selbst (Unternehmercredit) od. für seine Zufuhr an andre Personen (Bankcredit). Credit wird verpumpt, Handel damit getrieben. (7)
VI Kapitel. Mittel der Exploitation der Quellen der
Leihkapitalien
- Alle Creditoperationen im Keim u. wenigstens sporadisch entwickelt, bevor ihnen in Banken (eigentliches Bankgeschäft) specifische Organe geschaffen wurden. (37) Die Mittel zum Fischen der freien Mittel – wie Hypothek, Depositscheine, Chequebücher, Bankaccepte u. Banktrassiren v. Wechseln, Ueberschreibungen in Bankbüchern u. Banknoten – existiren vor Gründung der Banken. Verschiedne Formen dieser Hilfsmittel zum Fischen nur v. secundärer Wichtigkeit. (l. c.)
- Zahlungordres u. Zahlungsversprechen. (p. 37) Erst historisch die Banken benutzt zu Einkassirung v. Geld an andrem Ort; Charakter v. Leihkapital tritt hier nicht hervor; sofort dagegen im Zahlungsversprechen. Auf der niedrigsten Stufe die Leihoperation, welches immer ihr Zweck, auf dieselbe Art ausgeführt; später differenziren sich die äussren Formen der Operation, wie Handelswechsel etc (37)
- Emissionsmethoden entwickelt v. den Banken. (p. 37, 38)
- Werk der private bankers im Westen v. Europe, in Russland de prime abord durch Actienbanken ausgeführt. (38)
- Escompte Zinshöhe hängt ab nicht v. Masse der Metallschätze, sondern dem in Action tretenden Theil der Masse u. dieser thätige Theil bedeutend vermehrt durch die Banken, obgleich Gesammtmasse der Metallzufuhr unverändert bleibe u. nur Metallgeld circulire. |139 Andrerseits Beschleunigung des Umlaufs durch die Bankmittel, welches deren besondre Art sei. (38)
- I) Depositenbank (p. 38)
- 1) ewige od. sehr lange Deposite (p. 39) Corporations (städtisches) etc Kapital; Regierungsobligation, Eisenbahnobligation, Bodenhypotheken; das Bankcapital selbst. (39)
- 2) Deposite auf längere od. kürzere Termine, grösstentheils kurz. Sparkassen in America\U. St. (39) (Bericht der U. St. Controllers v. 1872)
-
Freies Leihkapital in nicht geldlicher
Form (39 Marx verweist auf die
Marginalie auf Seite 39 von Heft
I.
Schließen ×) - 3) Terminlose Deposite. (40) (Russland 41 Marx
verweist auf die Marginalie auf Seite 41 von Heft
I.
Schließen ×) Deposits auf laufende Rechnung u. cheques (41) (42) cheques u. Wechsel (42) - Wie Cheques – bei blosser Abschreibung v. einem Client der
Bank zum andern – Deposits
mehren, i. e. das
verleihbare Kapital der
Bank. (42, 43) Compensation
der obligations durch cheques der
clienten derselben Bank. (l. c.) (Sieh meine Bemerkung über Cheques
p. 43 Marx verweist auf die
Marginalie auf Seite 43 von Heft
I.
Schließen ×–×) - Cheques v. Depositären in verschiednen Banken (auf laufende Rechnung) (p. 43) clearing house (p. 44) (45)
-
Gegenseitige Löschung v. Schuldforderung lang vor
Banken bei Geschäftshäusern, die direct mit
einander handeln u. jährlich ihre Rechnung abschliessen.
(45) (Gegenseitige Löschung bei Umlauf v.
Privatwechseln (p. 51 Mit
Blaustift geschrieben.
Schließen )) -
Wie durch loans mehr od. minder ewige
Kapitale geliefert werden.
Zahlreiche Gläubiger der
langterminigen Schulddokumente; zweitens leichte Uebertragbarkeit derselben v. einer Person zur
andren (45 Marx verweist auf die
Marginalie auf Seite 45 von Heft I.
Schließen ×) Convertibilität od. Mobilisirbarkeit der Schulddokumente, paralysirt ihre Langterminigkeit. (p. 46) Aber dadurch wird die Placirung selbst nicht kurzterminig, obgleich es, solange es gut geht, sie es faktisch für die einzelne Person ist, die z. B. ihre Eisenbahnactie jeden Tag auf Börse verkaufen kann; wird nur v. einer Schulter auf andre gewälzt. Damit verbundne Crise nicht nur z. B. in der unternommenen Eisenbahn, sondern in Geschäften deren zeitweis müssiges Geldkapital in solch ewigen Leihkapital placirt wurden wurde. (46) - Mit der Erscheinung der Staatsschulden nimmt das specielle Geschäft [,] ganz freie Capitalien aufzufinden, zuerst grosse Dimensionen an, grösstentheils abgeschlossen durch banquiers u. banks (p. 46, 47)
- Land(Hypotheken)banken. (47) (Bank setzt hier dem Publicum gegenüber ihre Verantwortlichkeit an die Stelle der der einzelnen Hypothekenschuldner.) Nicht so bei der Realisation v. Compagnien od. Regierungen; auf letztre fällt damit die ganze Verantwortlichkeit f. die entlehnten Kapitalien (47) In diesem Fall sammeln Banken die Capitalien auf Weg des Leihcredits, im andren auf Weg des Commissionscredits (47)
- Wechsel (zwischen Privathändlern); diese u. andre terminweise Obligationen, stellen zeitlich freies Leihkapital vor; Gefahr wenn in terminweisen Schulddokumenten terminlose Leihkapitalien placirt werden ⦗solang jene Obligationen aus einer Hand in die andre passiren⦘ (47)
- Wechselordres, von Banken ausgegeben für Zahlungen an gewissem Termin an Dritte, erscheinen dann als Trassenten, od. empfangen solche Zahlungsbefehle u. figuriren auf ihnen als Acceptanten. Diese terminweisen Wechsel so Mittel terminweisen Credit zu exploitirn, wie die Schulddocumente auf terminweise deposits. (47, 48)
- II) Banknotenausgabe. (48)
- 1) Banknoten als blose Kassenscheine f. empfangnes baares Geld. (49)
- 2) Banknoten als Mittel zum Auspumpen v. Leihkapitalien (49)
- Z. B.
Deposit bei Bank = 1 Mill. R. Kasse a) 1 Mill. R. baares Geld Securities 800 000 R. Notenausgabe = 1 Mill. R. b) 200,000 R. in ihren eignen Noten - So heisst diess, dass die Gesammtsumme der Deposits eingeführt in Form v. Gold = 1 Mill. R; dass die Bank sie ersetzt durch Noten v. selbem Belauf; dass sie v. diesen Noten in Cassa behalten als Reserve 200 000 R. zur Zahlung v. cheques an die Depositäre des Baaren u. dass sie 800 000 £. R. in Noten verpumpte an 3te Personen auf securities (als ihr loanable Capital). Hätte sie diese 800,000 £. R. ausgezahlt in Baarem, so hätte sie in Casse, 200 000 R. in Noten als Reserve f. Auszahlung auf cheques der Depositäre, u. 200 000 in baar |140 für conversion der Noten in baar. Ihr loanalble Capital nach wie vor 800 000 R. Unter den vorausgesetzten Bedingungen also hätte die Notenemission keinen Einfluss auf den Umfang ihres loanable Capital. (49) Trotzdem [hat die] Notenausgabe schon für sie den doppelten Charakter: 1) Aufbewahrung des Metallcapitals in ihren Kellern; 2) Bankausbeutung dieser Kapitalien. (49)
- Wie die Notenausgebende Bank bei blosser Passivität des Publicums die durch sie umgesetzten Mittel in Leihmittel verwandelt (50)
- Wie Banken (Notenausgebende) bei niedriger Entwicklungsstufen Entwicklungsstufe zu Knotenpunkten u. daher Vertheilern des Credits werden. (50) (51) Activität der Banken hier grösser als sonst; in allen andern Fällen geht die Initiative aus v. den Kreditoren der Bank (z. B. bei Deposits); aber die Bank, die ihre eigne eignen Noten ihren Schuldnern pumpt [,] hat Initiative u. der loanable Charakter der v. diesen Schuldnern mit den Banknoten gefischten Mittel bleibt undeutlich; der vertheilte Credit erscheint so dass er ohne die Banken unmöglich wäre; ihre Kraft aber = Ohnmacht des Publicums. (50, 51)
- Banknote gewöhnt mehr als andre Mittel das Publicum an die Circulation der Schuldzeichen. (51) (58) (Verhältniss v. Privatwechsel u. Banknote (ib.)
- Schuldauslöschung durch Circulation der Banknoten (58) (Meine Note 58, 59 )
- Die ausgegebne Note nimmt verschiednen Charakter an, je nachdem der Schuldner der Bank ihr Baares zurückzahlt, während ihre Note fortcirculirt, od. aber ihre eigne Note. (58)
- Notenausgabe Mittel f. banks sich loanable Geldkapital zu fischen (59) (60) Austausch der Noten verschiedner Zettelbanken unter einander; auch Mittel des Rückflusses ihrer Noten. (60)
- Banknote u. Cheque (Repräsentant v. terminlosem deposit) (60, 61) (62) (63)
- Governments Anleihen (p. 63.) (64)
- Abhängigkeit des Credits v. Expansion u. Contraction der Production (64)
- Ununterbrochne Wanderung der Leihkapitale aus einem Zweig der Industrie in den andern (64)
- Unmittelbarer Einfluss der Banken auf Zufuhr v. Leihkapital. (64) Fällt Diskont dadurch, so wächst Assekuranzprämie f. Unternehmer. (65)
- Kein nothwendig Band zwischen Zinshöhe f. Leihkapital u. Waarenpreise. Direct giebt Verwohlfeilerung des Gelds durch Banken nur stimulus f. Production auf erweiterter Stufenleiter u. Aufsuchen neuer productiver Anlagen f. die vermehrte Geldzufuhr. (65)
- Profitcher, Credit, Steigen der Waarenpreise. Expansion u. Contraction (65) Die Banken in diesem Schwindel. (66) (67)
- Verschiedne Formen der Deposits u. Notenausgabe. Action der Banken dabei (67–69)
- Vorwiegen in Benutzung dieser od. jener Form des Credits hängt ab vom Charakter der Quellen, deren Fluss der Credit fördert, oder vom Charakter der Unternehmung, welche sich des Credits bedient. Beispiele. (69, 70) Der Umfang des Credits selbst hängt nicht v. diesen verschiednen Formen ab. (70)
- Verschiedne Circulationsfähigkeit verschiedner Creditzeichen, die = verschiednen Creditformen (70)
-
Verschiedenheit der Sphären, worin
die verschiednen Circulationsmittel special
vorherrschen (70, 71) Schwankungen des Umfangs (f. jedes
derselben) ihrer Anwendung in periodisch
rekurrirenden Perioden (71) Eine Form erweitert auf
Kosten der andern. (72 Marx
verweist auf die Marginalie auf Seite 72 von Heft
I.
Schließen +) - Territorialbewegung der Banknoten innerhalb eines Landes. (72)
-
Regulatoren des Credits.
- 1) Waarenpreise, unbestimmter Anzeiger
des Creditzustands.
Bemerkung von Marx. Marx verweist auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), in dem
heute die Seiten 481–736 fehlen.
Schließen (Cf. meine Glosse p. 540) - 2) Wechselkurs.
Wechsel als internationales
Circulationsmittel. (73) Goldversendung bei Störung
des Gleichgewichts (l. c.) Wechselkurs Organ zum Ausdruck der
Wechselverschuldung v. Ländern. (73) als Preis der
Wechsel, der
Creditzeichen, wodurch Schuld
zwischen verschiednen Orten sich löscht. etc (73)
Wechselpari ( Marx
bezieht sich auf sein vorliegendes
Exzerptheft.
Schließen p. 13 Heft II ) Summe der Kosten, die gespart durch Zahlung in internationalen Wechseln statt in Edelmetall (Kosten der Versendung, Assekuranz, Commission etc) betragen nach Kaufman 3% bis 4%; steigen nur manchmal für terminweise Wechsel unter Einfluss v. Veränderungen im Discont. ( Marx bezieht sich auf sein vorliegendes Exzerptheft.
Schließen p. 12, Heft II )|
141
- 3) Preis des Leihkapitals.
- Hauptform desselben: Discont = Preis des freien Kapitals in seiner metallnen Geldform. Differenz zwischen x Geld u. x Geld nur möglich, wenn sie differenzirt durch Ort od. Zeitdifferenz; Discont drückt verschiedne Bedingungen der Zeit aus, Wechselkurs der Oertlichkeit. Eine selbe Geldmenge x verglichen mit Geldmenge x in andrer Zeit od. an andrem Ort. Discount u. Zins drücken Zeit-, Agio u. Disagio Ortsdifferenz aus. (73, 74)
- Assekuranzprämie (f. den Verpumper v. Geldkapital) als eingehend in Discont. Macht des Geldkapitals über industrielles Capital am grössten in kritischer (daher nicht Creditfliessender) Geschäftszeit. Niedriger (sollte heissen: mittlerer, ordinärer) Discont drückt den Preis des Kapitals unabhängig v. bestimmter Form desselben aus. Discont erhebt sich gleichzeitig mit Nothwendigkeit der Geldform des Kapitals vorzugsweise Bedeutung zu geben. (74)
- Verhältniss v. Credit u. Discont; changes darin effects derselben Ursache, des jeweiligen Standes der Productivität des industriellen Capitals; hence gleichzeitig niedriger Discont u. Expansion des Credits, Contraction des Credits u. hoher Discont. (73 74)
- Andrerseits: Erweiterung des Credits ruft meist Erhöhung des Disconts hervor; niedriger Discont ruft oft keine Erweiterung des Credits hervor; hoher Discont nicht immer Contraction des Credits. (74)
- Wann die Banken Discont zu erhöhen haben. Flaue Zeit bei Abschluss der Unternehmereicampagne vor Beginn neuer. (75, 76) (Gewöhnliche Pause u. Contraction im Geschäftsleben l. c.) (Darin eingeschlossen »Neigung[«] zur Erniedrigung der Preise)
- Zustand nach misserfolglichem Abschluss der industriellen Campagne. Dann Einfluss der Banken am grössten. Wie sie Mittel – zur Löschung wechselseitiger Schuld, Zu- u. Abfuhr temporär freien Kapitals aus einem Geschäftszweig in den andern etc – u. indem sie Masse einander unbekannter Unternehmer – u. darunter viele, die durch ihre directen Productionsverhältnisse in keinem Verkehr zu einander stehn – in eine Kette wechselseitiger Verschuldung u. Abhängigkeit v. einander verweben, so verallgemeinern sie jetzt die Gefahr, weil durch sie das Privatkapital functionirt als blosser Theil des Collectivkapitals u. daher der Collectivschuld. (76)
- Partielle Misserfolge, die nicht auf Wechselkurs wirken; solche
die auf ihn – weil internationale Zahlungsbilanz –
wirken; endlich Panic beginnend – od. vorhergesagt –
durch Phänomene, nicht auf
Geld- sondern Waarenmarkt,
i. e. allgemeines Fallen
der Preise. (p. 77
Bemerkung von Marx. Marx
verweist auch auf sein Handexemplar (siehe MEGA
IV/32. Nr. 658), in dem heute die Seiten 481–736
fehlen.
Schließen über Crisen weiter sieh meine Randglossen p. 564, 565)
- Bedeutung der Orts- u. Zeitbedingungen für die besondern Formen des Bankcredits.
- Europäischer Continent im Gegensatz zu England. (77, 78)
-
Kaufman über vollständig gedeckte (mit
Gold) Notenausgabe (p. 79 Marx
verweist auf die Marginalie auf Seite 79 von Heft
I.
Schließen ×) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Er geht nicht auf die Hauptsache ein. Einmal Bankregulirung – as to Notenausgabe – vorausgesetzt, wie in England, nicht einzusehn, warum das issuing department verbunden mit einer durch das banking department repräsentirten Privatbank.⦘ - Sobald Waarencredit das Uebergewicht erhalten [hat] über Geldcredit, müssen die Banken diesen erweiterten Credit organisiren; ihre Noten können nicht völlig mit Metall gedeckt sein. Productionswachsthum ruft zunächst Credit auf dem Geldmarkt hervor. Erst nachdem Credit in dieser Form ausgearbeitet, nimmt er grössere Dimension auf dem Waarenmarkt an. (79)
- Schliesslicher Einfluss des Credits: Verwandlung der metallischen Cirkulation in gemischte. (79, 80)
- Bei der gemischten Circulation, schlägt ein Theil der Werkzeuge dieser Circulation um industrielle Kapitale u. Consumtion[svorräthe] , andrer [um] Leihapitalien. Geschwindigkeit des Umschlags – bei rein metallischer Circulation – bedeutet Geschwindigkeit des Umschlags der industriellen Kapitale u. der Consumtionsvorräthe. Aber ihr enge Grenze gezogen in Periodenlänge zwischen (period.) Anfang u. Ende der Unternehmung. Wendet jeder seine eignen Gelder an, so kann er sie nicht [früher] umschlagen als nach Periodenabschluss »seines Geschäfts«. So weit Fortschritt der Production sich ausdrückt in Abkürzung der Productionszeit beschleunigt er die Geschwindigkeit des Umlaufs des Geldes auch bei rein metallischer Circulation; so weit aber Fortschritt der Production – auf dieser Basis – sich in ihrer Extension ausdrückt, zusätzlicher Unternehmungen od. vergrössertem Umfang der alten, Vermehrung des Geldes nöthig (?) Daher Mercantilperiode (p. 80) Sobald Credit entwickelt, im Gegensatz nicht zu Geld als Umlaufsmittel, sondern als Schatz (81) Regierungs[-] u. Monopolbanken. (81)
- Mittleres Niveau der Rentabilität des loancapital: hängt ab v. normalem Mass der Productivität des industriellen Capitals. Maximalgrenze der Verwohlfeilerung des Leihkapitals bestimmt durch die productivity, diese durch möglichst freie Konkurrenz. (81)
- Dank ihrem creditlichen Element ist der Circulationsmechanismus in näherem Band mit, in directerer Abhängigkeit |142 von den Productionsbedingungen; expandirt od. contrahirt entsprechend dem Quantum Arbeit, das die Productionsbedingungen ihnen zumuthen. (81)
- Crise so weit sie blos Private trifft od. aber die Banken selbst u. daher ein Element der gemischten Circulation ergreift. Crisen können aber auch bei Banken mit rein metall. Circulation auf diese wirken. (82)
- 1) Waarenpreise, unbestimmter Anzeiger
des Creditzustands.
Bemerkung von Marx. Marx verweist auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), in dem
heute die Seiten 481–736 fehlen.
-
Diese und die folgenden drei Zeilen
von Marx mit Blaustift als erledigt
durchgestrichen.
Schließen Exploitation der Creditmittel durch Regierungen. Mit Blaustift geschrieben.
Schließen (II Heft (dieses)
II) aus Heft II für das in Heft I behandelte
- Täuschung z. B. durch Circulation der Eisenbahnactien resp. -obligationen etc als ob die Umsetzbarkeit (Uebergang der Actien etc v. einer Person zur andern[)], Langterminigkeit u. Kurzterminigkeit, sowohl f. das Placement als f. das freie Capital zu nichtexistirenden Dingen machten, die sich einander ersetzen könnten (p. 6) (II)
- Internationale Collectivunternehmerei (Werthpapiercher auf Eisenbahnen etc[)] (8, 9) Wirkung davon auf Papiergeld (ib.) Besteuerung (Verzinsung) die im Agio steckt (11)
- Früher Zahlungsbilanz fast identisch mit Handelsbilanz. Warum jetzt nicht? (von wegen internationaler Leihkapitalbewegung) (Staats etc anleihen) (13, 14) bei terminweisen Wechseln (z. B. 3monatl.) spielt Zinsfuss mit Rolle (15)
- »Sobald Papiergeld anfängt eignen Einfluss auf Wechselkurs auszuüben, hat es schon vorher hervorgerufen changes in der internationalen Bilanz der Verschuldung u. diese drücken sich dann wieder aus in entsprechenden changes des Wechselkurses.« (12)
Kommentar
von Marx zu S. 12/13 des vorliegenden Hefts.
Schließen
[Nachträgliches zum
Wechselkurs]
Die Agioberechnung (p. 12 dieses Hefts) geht v. der »Annahme« aus, dass der Umfang des nach Umsatz in Geld dürstenden Papiers bestimmt ist (allzumeist) durch die Masse des »überflüssigen« Papiers (des »sich zeigenden Ueberschusses an Papiergeld«), letztre aber wieder proportionnell (»allzumeist«) dem Umfang des ausgegebnen Papiergelds. Wenn also Höhe des Agio = 15%, Umfang des ausgegebnen Papiergelds = 600 Mill., Umfang des »Ueberschusses« an Papiergeld = 50 Mill., so: Agio auf 100 = 15; Agio auf 50 = 71/2 ; Agio auf 50 Mill. = 71/2 Mill; bei gleicher Höhe das Agio auf 15%, wenn Totalausgabe des Papiergelds = 600 Mill., Ueberschuss = 150, u. Agio auf 150 Mill. = 71/2 Mill. × 3 = 221/2 Mill. Wächst (dies die Annahme) die Gesammtausgabe v. 600 auf 800, so um 200 = 600/3, also um 1/3. Danach vermehrt sich nach »Voraussetzung« der Ueberschuss um das 3fache, da 50 auf 3 × 50 = 150. (ad p. 12)
Die AgioRechnungen (p. 13) kommen auf folgendes hinaus:
1) Festes Pari (bei Abwesenheit v. Papiergeld) für Silberrubel für 3monatliche Wechsel = 381/4d (= 3s. 21/4d) Davon abzuziehn f. die Schwankungen innerhalb des Vorzugs v. Wechsel über über klingende Münze zu 3%; also 1.15d.; 381/4d. [minus] 1.15 lässt: 37.10d. Giebt 37.10d. für Silberrubel als schlechtesten Ausdruck des russ. Wechselkurses bei Abwesenheit v. Papiergeld.
Kaufman
Schließen Er vergleicht nun besten u.
schlechtesten Wechselkurs während bestimmter Periode – bei Anwesenheit des Papiergeldes – mit dem
eben bestimmten schlechtesten Wechselkurs bei Abwesenheit des Papiergelds.
2) Differenz zwischen bestem u. schlechtestem Wechselkurs bei Anwesenheit des Papiergelds. (Periode v. 18 Monaten v. 1 Jan. 1872 – 30 Juni 1873) Schlechteste 3monatliche Wechselkurs v. Petersburg auf London am 26 Juni 1873 = 321/32d. f. Rubel = 2sh. 81/32d. Der beste [am] 3 October 1872 = 331/4d. [f. Rubel] = 2sh. 91/4d.
Differenz zwischen bestem u. schlechtesten = 1.7/32d. = 1,2 = 11/5 (mit Vernachlässigung v. Rest). Für das ganze |143 Jahr 1872 kaum = 0.97d. Da diese Differenzen nicht über die Grenzen der Summe hinausgehn, die den Vorzug des internationalen Wechsels vor Edelmetall ausdrücken (siehe oben berechnet zu 3% = 1.15d. bei normalem Wechselkurs), so eigner Einfluss des Papiergelds auf Zahlungsbilanz = 0. Anders, wenn z. B. der Wechselkurs gewesen am 26 Juni 1873 = 28. Dann die Differenz zwischen bestem u. schlechtesten Kurs = 331/4 d. – 28 = 51/4d.; eine Differenz, die weit hinausgeht über den 3% Vorzug; also die Schwankungen des Papiergelds (über sein früheres Mass hinaus) auf den Wechselkurs zuzuschreiben.
3) Festes u. variables Agio (nach Herrn K.)
| Schlechtester Wechselkurs bei Abwesenheit des Papiergelds | = | 37.10d. | |
| Bester Wechselkurs bei Anwesenheit des Papiergelds 26 Juni 1873 | = | 331/4d. | |
| Differenz | = | 3.85d. | (nähmlich: 37,10 – 33,25 = 3,85) |
Dies Agio v. about 10%; u. dies nennt K. festes Agio, weil es das Agio ist was in den Wechselkurs eingeht, sobald das Papiergeld überhaupt auf Metallnachfrage wirkt; es wird also während bestimmter Periode gegeben durch Differenz zwischen schlechtestem Wechselkurs ohne u. besten Wechselkurs mit Papiergeld.
Bei Wechselkurs v. 28d. = (2sh. 4d.) der Gesammtumfang der Abweichung = 38.1/4d – 28 = 101/4d. od. 27% überschüssig. Die Differenz zwischen 101/4 u. 3,85d. (i. e. Abweichung vom festen Pari minus dem festen Agio), 101/4 – 3,85 = 6,40d. = 62/5d; diese Differenz drückt Einfluss der Nachfrage nach edlem Metall aus u. Einfluss auf Bilanz speciell am 26 Juni ’73 (wenn vorausgesetzt, dass damals Wechselkurs = 28d[)]; das variable Agio im gegebnen Fall = 14%, zeigt genau in welcher Proportion der Ueberschuss des Papiergeldes am 26. Juni.
Am 3 October 1872 – bester Wechselkurs bei Papiergeld – war 331/4d. Wäre er gewesen 36d. u. nach wie vor der schlechteste Wechselkurs am 26 Juni 1873 – auf 321/32d. p. Rubel, so Differenz zwischen schlechtestem u. bestem Curs = 3.97d.
Da 37.10d. Ausdruck des schlechtesten Wechselkurses ohne Papiergeld (= 1.15d. od. 3% auf klingende Münze) so festes Agio 37.10d. – 36 = 1,10d. (das kleinste feste Agio)
Differenz v. 3.97 – 1.10 =
2.87d.
variables Agio. (Dies f. die angegebnen
Daten der Periode 3 Oct. 72 – 26 Juni ’73)
(p. 13) Marx bezieht sich auf
sein vorliegendes Exzerptheft.
Schließen (II)
⦗Einwirkung
v. Discont auf Wechselkurs. Der Discont amount hängt
ab, seine Rate gegeben, v. Zeitlänge. Er wirkt also auf den
Wechselkurs bei terminweisen Wechsel, als ein kreditliches Element, welches Zu- od. Abschlag bewirkt; könnte eben so gut,
getrennt vom Wechselkurs notirt werden; wirkt also
in keiner Weise auf den
bullionpoint ein, d. h. den Punkt, wo
Bullionversendung, statt Zahlung in Wechseln eintritt. Dagegen wird bei Land mit
Papiergeld mit der Expansion u. Contraction des letztern
das
Wechselpari selbst afficirt. Zusammenfassend von
Marx aus Ernest Seyd: Bullion and Foreign Exchanges Theoretically and
Practically Considered; Followed by a Defence of the Double Valuation,
with Special Reference to the Proposed System of Universal Coinage.
London 1868. S. 511/512.
Schließen
Wechselkurs tritt in seinen seinem
rein essentiellen Charakter hervor ⦗rates of
exchange have therefore their simplest mode of
expression⦘ wo es sich um Länder handelt, die nicht nur
denselben dasselbe Geldmass haben – sei es Gold, sei es Silber – sondern
auch the same monetary system (selben Münzfuss), wie z. B. England u.
Australien. Hier treten rein hervor die Umstände, die
die Schwankungen des Wechselkurses – the rise and
fall of the Exchanges [–] bestimmen, |144 i. e. die Verhältnisse der
international indebtedness. Die Sache wird complicirt
durch die
diversity der existing Monetary Systems
u. am verwickeltsten wo rule of Papiergeld.
Aus: Fr[iedrich]
E[rnst] Feller, C[arl] G[ustav] Odermann: Das Ganze der kaufmännischen
Arithmetik. Für Handels-, Real- und Gewerbschulen, so wie zum
Selbstunterricht für Geschäftsmänner überhaupt. 7., verm. und in Folge
der im Münz- und Gewichtswesen eingetretenen Veränderungen z. Th.
umgearb. Aufl. Leipzig 1859. S. 318.
Schließen
Wechsel = Verschreibung auf gewisse
Geldsumme; die im Wechselkurs vorkommenden Berechnungen fallen
daher in gewissen Beziehungen zusammen mit den
Münzberechnungen. (Das Metallpari – wo die verschiednen nationalen
Gelder aus selbem edlen Metall, wie z. B. Gold – zeigt
nur an wie viel v. der einen u. der andern Goldmünze aus
demselben Quantum Gold v. gegebner Feinheit prägbar.)
Bei Ländern mit selbem Geldsystem z. B. Australien u. England ist Aus: Fr[iedrich]
E[rnst] Feller, C[arl] G[ustav] Odermann: Das Ganze der kaufmännischen
Arithmetik. Für Handels-, Real- und Gewerbschulen, so wie zum
Selbstunterricht für Geschäftsmänner überhaupt. 7., verm. und in Folge
der im Münz- und Gewichtswesen eingetretenen Veränderungen z. Th.
umgearb. Aufl. Leipzig 1859. S. 318.
Schließen
Wechselkurs nur die Angabe einer gewissen
unveränderliche unveränderlichen Summe Geldes z. B. 1£. St. in
einer veränderlichen Summe von derselben Valuta,
die dafür an andrem Ort in einer gewissen Zeit
zahlbar ist; also da 1£ St. =
20sh. od. 240d., wie viel
d.
1£ St. werth ist in Australien, zahlbar, sei es bei Sicht, sei es nach 3 Monaten
od. andrer Frist.
Was bei verschiednen Münzsystemen (abgesehn v. Papiergeld) noch hinzukommt, dass die unverändliche Summe an andrem Ort u. in gewisser Zeit gezahlt wird in veränderlicher Summe von andrer Valuta (wo also die verschiednen Valuta erst auf selbes Münzpari zu reduciren sind.
Aus:
Fr[iedrich] E[rnst] Feller, C[arl] G[ustav] Odermann: Das Ganze der kaufmännischen Arithmetik. Für
Handels-, Real- und Gewerbschulen, so wie zum Selbstunterricht für
Geschäftsmänner überhaupt. 7., verm. und in Folge der im Münz- und
Gewichtswesen eingetretenen Veränderungen z. Th. umgearb. Aufl. Leipzig
1859. S. 318/319.
Schließen Wechselkurse gehn v. den Börsen
aus u. reguliren sich nach den daselbst gemachten Geschäften. (grössere od.
geringere Nachfrage nach der einen od. andern Wechselgattung)
Aus:
Fr[iedrich] E[rnst] Feller, C[arl]
G[ustav] Odermann: Das Ganze der kaufmännischen Arithmetik. Für
Handels-, Real- und Gewerbschulen, so wie zum Selbstunterricht für
Geschäftsmänner überhaupt. 7., verm. und in Folge der im Münz- und
Gewichtswesen eingetretenen Veränderungen z. Th. umgearb. Aufl.
Leipzig 1859. S. 319.
Schließen Jeder Cours besteht aus 2
Werthen, die unveränderliche (feste) Valuta, u.
die
veränderliche (variable) Valuta. In dieser Beziehung
aber zweierlei Course. Die feste Valuta ist im Ausland od. im Inland ⦗so in England z. B. f. gewisse Länder 1£ St. (die inländische
Valuta) fest, für andre 1£ St. variable u. die
feste Valuta im Ausland[⦘]. Je nach dem einen od. andern Fall, drücken sich Steigen od. Fallen des Curses, günstiger od.
ungünstiger Kurs umgekehrt aus. Z. B. (In fact hoher Curs f. ein Land der
ungünstige, niedriger der günstige.)
Aus:
Fr[iedrich] E[rnst] Feller, C[arl]
G[ustav] Odermann: Das Ganze der kaufmännischen Arithmetik. Für
Handels-, Real- und Gewerbschulen, so wie zum Selbstunterricht für
Geschäftsmänner überhaupt. 7., verm. und in Folge der im Münz- und
Gewichtswesen eingetretenen Veränderungen z. Th. umgearb. Aufl.
Leipzig 1859. S. 319.
Schließen
Hamburg
z. B. In seinem Wechselverkehr mit England
die
feste Valuta = 1£ (ist also im
Ausland) etwa = 13M
4ß Bo
notirt. 13 Mark
5ß für 1£ wäre hier höherer Curs, da
1£ die feste Valuta; in fact aber ungünstiger, niedrigerer Curs f.
Hamburg, da es mehr v. seinem Geld für 1£ den
Engländern zu zahlen hat. Andrerseits wäre 13M. 3ß ein
niedrigerer Curs, aber höher, günstiger f. Hamburg, da es weniger v. seinem Geld f. 1£ St. zu zahlen
hat. Umgekehrt hat Hamburg im Wechselverkehr mit
Frankreich als feste Valuta 100 Mk. Bo
; es notirt für diese 100 Mark Bo fest Paris zu 190 fcs mehr od. weniger (veränderlich[)] Valuta. Steigt die
Courzahl Courszahl auf 1901/4 so ist
dies Fallen des Pariser Curses, da Paris mehr
zu zahlen hat f. 100 Mk Bo
,
fällt sie auf 1891/2, so ein
Steigen f. Paris, da es weniger zu zahlen f. 100 Mk Bo.
Ernest Seyd: Bullion and Foreign Exchanges Theoretically and Practically Considered; Followed by a Defence of the Double Valuation, with Special Reference to the Proposed System of Universal Coinage. London 1868.
Schließen
[
Ernest
Seyd: Bullion and Foreign Exchanges Theoretically and
Practically Considered]
Aus der nebenstehenden Liste zu ersehn, wo auf Londoner Börse die feste Valuta im Inland (£) od. im Ausland. Die Münzparis gegeben, aber die actual quotations f. Italy u. Switzerland, Austria, Russia, Brasils (x) nicht gegeben, sie changed in Folge des dortigen Paper money. (Ist von ’68, vor change des monetary system in Germany) (u. vor Münzverein v. Frankreich, Belgien, Italy, Switzerland, Greece)
⦗Switzerland has wie Frankreich francs, divided in 100 centimes, so Belgien; in Italy coinage same, the franc heisst lira; mit Bezug auf bestehende Tabelle zu bemerken: Norddeutschland Thaler, divided into 30 Groschen of 12 Pfennige each; Süddeutschland: Florin (Gulden) divided into 60 Kreutzer; In Hamburg u. Lübeck Marc Banco, divided in 16 Schilling (their money of account); Bremen: the Louis D’Or Thaler getheilt in 72 Groten (money account) Austria: silver florin, divided in 100 Kreuzer or Cents; Sweden: Riksdaler Riksmynt, divided in 100 Öre; Norway: Riksdaler Species, divided in 5 Orts od. 120 Skilling; Denmark: Rigsdaler, divided into 96 Skilling or 6 Marks subdivided into 16 Skilling of 5 Penning each. Russia: Silver Rouble div. into 100 Copeks. The Russian Half Imperials = 53/20 Roubles, same as British standard, the most regular of all coins with regard to quality; Greece: The Drachme divided into 100 Lepta (1 Drachme Silbermünze, 40, 20 u. 5 Drachmespieces Goldmünzen). Spain: Real de Vellon (1 Real de Vellon ist Silbermünze) getheilt in 10 Decimes od. 100 centimes. 20 Reals (Goldmünze) = 1 Dollar od. Duro; 100 |145 reals = Isabella Doubloon; Portugal: Milreïs of 1000 Reïs. Der Milreïs about 50d. (= 4sh. 2d.), der reï represents about 1/5 farthing. Since 1855 Portugal has adopted the Goldvaluation (one milreïs pieces in silber no longer Cointer Cointed [)]. Current value of sovereign = 4500 reïs; die 10, 5, 2 u. 1 milreïs pieces (Gold) = 1 Coroa (crown) 1/2, 1/5 u. 1/10 Coroa); Turkey: The Piastre, divided in 100 Aspres for Money of Account u. in 40 Paras of 3 Aspres each, for Currency Purposes. Piastre jetzt nur noch werth 21/14d. 1 Piastre ist Silver coin, 100 Piaster (Turkish Pound or Lira) u. 50 Piastres (Gold); Egypt: The Par of Exchange mit London: 1£ = 100.71 Piastres; Un. States: Practically rules Gold Valuation: Dollar divided into 100 Cents, Double Eagle = 20 Dollars, Eagle = 10 Dollars, Halfeagle = 5 Dollars etc. (Silver Dollar was the full original legal tender in U. St. bis 1853) (aber Gold Coinage auch vor 1853 legal tender) Mintpar of Exchange mit London 1 Dollar = 49.316 48.316 pence = 4s. 1.316 pence, £ = 4.84 Dollars according to Tariff.
| Metallic Par. | Short Exchange favourable to England to Bullion point. | Short exchange unfavourable to England to Bullion point | |
|---|---|---|---|
| 1) France and Belgium | £1 = Fs. 25.221/2 | fs. 25.35 | fcs. 25.10 |
| 2) Switzerland and Italy˟ | 〃 1 = 〃 25.221/2 | 〃 25.371/2 | 〃 25.071/2 |
| 3) North Germany | 〃 1 = Th. 6.241/4 | Th. 6.251/2 | Th. 6.221/2 |
| 4) South Germany | 10£ = fl. 119.10 Kr. | fl. 120 | fl. 118.20 |
| 5) Hamburg | £1 = B.M. 13.71/2 sch. | B.M. 13.9 | B.M. 13.5 |
| 6) Bremen | 〃 100 = L.Th. 612.7/8 | L.Th. 619 | L.T. 607 |
| 7) Austria˟ | 〃 1 = Fl. 10.211/2 | Fl. 10.30 | fl. 10.121/2 |
| 8) Holland | 〃 1 = fl. 12 | 〃 12.05. | 〃 11.90 |
| 9) Sweden | 〃 1 = Rsd. 17.80 | R.D. 17.95 | R.D. 17.65 |
| 10) Norway | 〃 1 = S.Dlr. 4.58 Skg. | S.D. 4.64 Skg. | S.D. 4.52 Skg. |
| 11) Denmark | 〃 1 = R.D. 8.94. | R.D. 9.04. | R.D. 8.88 |
| 12) Russia˟ | Rble. 1 = 381/6d. | 373/4d. | 381/2d. (Pence) |
| 13) Greece | £1 = Drach. 28.17 | Dr. 28.35 | Dr. 28.00 |
| 14) Spain | Dlr. 1 = 491/2d. | 49d. | 50 Pence (d.) |
| 15) Portugal | Milreïs 1 = 531/4d. | 523/4d. | 533/4 (〃) |
| 16) Turkey | £.1 = Pstrs 1103/4 | Pstrs 112 | Pstr. 1091/4 |
| 17) Egypt | 〃 1 = 〃 1003/4 | 〃 102 | 〃 991/2 |
| 18) Un. States | £22,10 = Dlrs 1091/2 | Dlrs. 110 | Dlrs. 109 |
| 19) Brit. Northamerica | Dlr 1 = 50d. (Pence) | 493/4 (d) Pence | 501/2 (d) Pence |
| 20) Mexico | 〃 1 = 521/2 〃 | 501/2 〃 | 521/2 〃 |
| 21) Centralamerica, New Granada and Peru | 〃 1 = 471/2 〃 | 461/2 〃 | 481/2 〃 |
| 22) Chili | 〃 1 = 45 〃 | 44 〃 | 46 〃 |
| 23) Uruguay | 〃 1 = 481/4 〃 | 471/2 〃 | 49 〃 |
| 24) Brazils˟ | Milreïs 1 = 26.93 〃 | 262/3 〃 | 271/3 〃 |
| 25) La Plata States | Dlr 1 = 481/2 〃 | 473/4 〃 | 491/4 〃 |
| 26) India | Rup. 1 = 225/8 〃 | 213/4 〃 | 231/2 〃 |
| 27) China | Tael 1 = 713/4 〃 | 69 〃 | 731/2 〃 |
| 28) Japan | Dlr 1 = 511/2 | 491/2 | 531/2 〃 |
˟ (Papiergeldländer, aber ohne Rücksicht darauf)|
146British Northamerica:
- Canada, die monetary Unit: Dollar divided into 100 Cents (only represented by the Paper Currency issued by the Banks = 50d. British[)]. Ausserdem in use: The £ Halifax Currency Pound, divided in 20sh. of 12d. is only money of account. The actual British Sterling Money only used by the Gvt. u. Custom House.
- For the exchange valuation andre Sorte of ideal money: The Halifax Sterling at 4s. 6d. per dollar.
- The Par of Exchange von London auf Canada: Dollar 1 = 4s. 2d; u. von Quebek auf London: Dollar 108 = £22. 10s. or 8% premium.
- Metallic currency in diesen colonies all sorts of Foreign Coins, besonders of Dollar class.
Mexico.
- „Peso od. Dollar“, getheilt in 8 reales of 4 Cuartillos each, or 100 Cents, in accounts.
- The goldcoinage (16 Dollars piece = Doubloon bis zu 1 Dollar = 1/16 Dubloon) 1 Dollar piece (silver) od. Peso: Der metallic value der silver currency on a par with the nominal value des Mexican (Silver) dollar arrives in England in large masses, to be re-shipped abroad, wo employed as coin od. remelted u. recoined; the Mexican dollar known in China, India, Central u. SouthAmerica u. the remotest corners of the East.
- Dollar 1 = 511/2d.
Westindies. Monetary Unit the Dollar, divided in 100 Cents for accounts.
Central America (Guatemala, San
Salvador, Honduras, Nicaragua u. Costa Rica) Peso or Dollar, divided into 8 reales of 16 cuartos, or into 34 maravedis
#e*maravedis°] Spanische Münzen
Schließen each, or into
100 cents.
Southamerican Republics: The Dollar, divided into 100 cents or 8 reales.
Brazil: Milreïs, divided into 1000 Reïs. 1 Goldmilreïs = 26.93d.; 1 paper milreïs = 15d.
Chili: since 1851 new coinage. 10 Pesos pieces (Gold) = 1 Condor, 2 Pesos (Gold) = 1 Escudo.
Silver höchste Münze: 1/2 peso (= 50 Centavos) 1 Peso Gold = 45d.
Uruguay:
- Unity of account der nicht mehr existirende: Peso Corriente. (1854 new coinage issued)
- Gold (based upon the old Spanish Dollar od. Patacon [)] divided in 1,000 Centesimos.
- 4 Patacon pieces or 5 Pesos corrientes etc (Gold) 1 Patacon (Gold) = 11/4 peso corriente.
- Silver beginnt mit 1/2 peso corriente = 5 reales. Calculated on the 4 Patacon piece, the Spanish dollar, the 4th part of it, is worth 481/4 pence, basis for the par of exchange between Monte Video u. London.
La Plata States: Dollar or Peso, divided, for accounts, in 100 Centesimos od. 8 reales od. 80 Decimos. The British Sovereign is taken at Dollars 4,96 in silver piasters; the Exchange on London regulated by the Gold Doubloon or Onza worth in British Gold 64,528 shill.; gives Par of Exchange zwischen London u. Benos Ayres: 481/2d. per Peso (Der Doubloon soll = sein Mexican Dubloon = 16 dollars)
Africa:
- 1) Barbary States:
- Tripoli. In Tripoli wie in Egypt Unit: The Turkish Piastre, divided into 40 Paras. 20 piastres make 1 Mahbub. (valued at 41/2 fcs = about 3s. 7d) is basis for Exchange Transactions
- Tunis: Money of Account: Piastre, divided into 16 Caroubs od. 31/4 Aspres, or 39 Bourbines each
- Tunis Piastre valued at 75 French centimes in Exchange with France, about 71/2d. english.
- Marocco: The Exporttrades keep account in Spanish Dollars , divided into 100 cents. |147 The exchanges made in Spanish Dollars at 50d. per Dollar, more or less.
- 2) West Coast of Africa.
- Dollar recognized unit u. Standard of value all along the Western Coast.
- The principal business all along the coast by barter, the natives paying in Olive Oil and other produce.
-
The #e*Cowrie shells°] In
Teilen Afrikas und Asien benutztes Muschelgeld, das aus den Schalen
der Kaurimollusken (cowry) des Indischen Ozeans (z. B. bei den
Malediven) gemacht wurde.
Schließen Cowrie shells, so much valued as ornament by the Blacks, serve still as a medium of Exchange in trading with them. - At the tradingports the Spanish Dollar basis for Exchanges with Europe.
- 3) The East Coast of Africa.
- In the Portuguese settlements trade carried on chiefly by barter. The Portuguese Milreïs, with its subdivisions, as money of account.
- In Madagascar the Spanish Dollar, out into halves and quarters, used.
- Abyssinia: Maria Theresia Thaler the favourite coin. The Gold Wakih ⦗der 12t Part of the Abyssinian Pound od. Rotolo = about 635 Grammes⦘ = about 52,916 grammes; is subdivided in 10 Drachmes; estimated of the value of 57/9 Sequins, equal to about 56s. Sterling (engl.)[.] Cotton cloth u. Salt also pass as medium of exchange; 11 yards of cotton held = 30 pieces of Salt, worth about 3s. (engl.)
Persia: Monetary Unit the Gold Toman, getheilt in 10 Sahibkiran od. Zabkran, od. 2 Penebats each, subdivided in 10 Shahis od. 10 Kasbegg each, od. 1 Toman = 200 Shahis or 2,000 Kasbegg. Accounts carried to the Dinar, 1/1000 part of the Toman. Direct exchange transactions mit England sehr limited, aber Toman at 9s. 31/4 d. may be taken as the Par of Exchange.
India.
- Monetary Unit the socalled Company’s Silver Rupee.
-
1 Silver Rupee = 16 Annas of 12 Pice each; also
1 Silver Rupee divided in 4 quarters, u. each quart in 100 reas; Zusatz von Marx.
Schließen also 1 Silver Rupee nach dieser Theilung = 400 reas . The mint par between Calcutta u. London: 1 Rupee = 1s. 105/8d. (also 22d.5/8 ).
Singapore: The Dollar divided into 100 cents; exchange on London computed on the dollar basis.
Burmah:
- In the Burman Empire u. den Bazaars v. Rangoon the nations still make and receive payments in metal by weight – Lead for small payments, gold and silver for larger ones.
- The usual weight for silver is the Tical = 258 English Troy grains.
- In port of Rangoon, now English, Rupee Unit for Merchants u. Exchange.
Siam: The Monetary Unit: The Bat or Tical, divided into 4 Salungs od. 2 Fuangs each (The Fuang is reckoned = 800 Cowrie shells, die noch für small change existiren. Bat worth about 30d., 5 bats about = 3 Mexican dollars, only basis for Exchange.
Cochin China: The Kwan,
getheilt in 10 Mas of 60
Sapeks each. Zusatz von
Marx.
Schließen Also Kwan
= 600 Sapeks. There is no actual etc
Gold or silver coinage; the Kwan u. its divisions simply pieces of
silver u. small coins made of a Copper u. Zinc Alloy wie
das Chinese Cash. A Kwan reckoned |148
about
2/3 of a dollar, but the
price varies greatly. Gold u. silver in lumps or small bars dealt in
by the Tael of about the same weight as the Chinese
Tael.
Dutch Possession in the East Indies (Jawa, Sumatra, Borneo etc) the Dutch Gilder or Florin, getheilt in 100 cents.
Philippine Islands: Spanish Dollar, divided into 8 Reals of 20 Cuartos each od. in 100 cents. Par of exchange same as in Spain.
China:
- Monetary Unit the Tael, divided in 10 Mace, of 10 Candareens each, also 1 Tael = 100 Candareens. Ist a money of account, founded only on weight, the Tael being simply the weight of Sycee silver; gold and silver are dealt in by this weight in Bars and Lumps and other shapes. (The coinage proper of China, the socalled Cash (Le in Chinese) (1000 früher, jezt 1400 held equal to a Tael) (this coinage made of 6 parts of copper u. 4 of Zink) (Diese pieces, at 1400 per Tael, jetzt nur werth 1/5 farthing) (chiefly used for retail business)
- The Chinese Tael Weight or Canton Weight, as it is called[,] equal to 580 Grains Troy (579.84); aber ausserdem in use the Government or Haikwan weight, wovon 98 Taels = 100 Taels Canton Weight. Both weights used for Bullion. Small oblong Bars or Ingots of Gold dealt in, weighing from 9 Taels upwards. Silver generally cast into small shoe-shaped Bars, called Sycee.
- 3erlei Sorten Sycee;
- Haikwan Sycee, assayed u. marked by the government, on the average about 980 fine.
- Canton Sycee, not marked by the Government, but about of the same fineness.
- Shanghai Sycee or Currency, which is cast of melted down Mexican dolars od. simply Mexican dollars, sold by weight. The Shanghai Sycee Bars of 896 to 902 fine.
- The Canton weight Taels of 580 grains of Shanghai currency constitutes the type which represents the Tael for Exchanges.
- 1 Tael of Shanghai currency = 1.3885 Dollars; or 1 Dollar = 0.7202 Tael. As a rule 720 Taels reckoned = 1000 Dollars; the value of the Tael Shanghai currency daher = 713/4d. or 5s. 113/4d. Dies das Par of Exchange zwischen London u. Shanghai.
Japan. Monetary Unit: Japan Tael = 10 Mas od. = 100 Candareens od. = 1000 Leni , or Cash. Upon the same system [as in China.]
Bei terminweisen
bills ist der
Zins, den sie für die
nicht fällige Zeit zu zahlen haben, deducted als Discount von dem Preis gezahlt für
die bill. F. i. A has a bill in his hands for 100£
falling due in three months; when he sells it – at 5% interest per annum, makes for 3 months 1£. 5sh.
Zusatz von
Marx.
Schließen (
5/4£ = 11/4£ = 1£
5sh.); seine bill also nur werth 98£
15s.
Zusatz von
Marx.
Schließen Hier der laufende interest deducted from
the Capital Sum.
Bei Foreign Bills dagegen, statt dieser deduction,
wird die
rate of exchange changed entsprechend dem rate of interest ruling at the place upon which the bill
is directed. (Short bills properly speaking
at sight, but in practice also applied to bills
which have only a few days (strictly less than 10
days to run), Long bills f. bills having to run
3 full months) ⦗Die
3 months bills usually quoted (im Courszettel (engl.)
[)] except die
short rates on Paris and Amsterdam, or 60 days’ sight
usances on New York, Rio etc⦘ Zusatz von
Marx.
Schließen
Statt abzuziehn ist in diesem
Fall der Interest added to the rate of
Exchange.
Z. B. the rate of exchange in London auf France sei = fs. 25.25 per £1. Interest sei in France 4% p. a. Kauft man sight bills so erhält man für 1£ nur fs. 25.25.
Kauft man aber 3 months bills on France, so erhält man fs. 25.50 für
1£. Will man diese 3 months
bill discont in Paris, um das Geld sofort zu haben, so
Sache selbe als mit short bill, beim Discount wird interest für 3 monts months = 25c. abgezogen, u. man erhält f. die bill nur fs.
25.25. |199
Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen (So weit Speculation auf
Zins (das Kaufen lnger bills),
so wäre die Speculation faul, wenn Zinsfuss 5% in England
u. 4% in France; wäre es aber 5% in France u. 4% in England, so
würde man 1% gewinnen (od. rather 1/4%, da das 1% auf 12
Monate)[)]
In der folgenden Tabelle II) die gewöhnliche Quotation ⦗wo mit wenigen Ausnahmen Long Bills (3 months) Quotation auf dem Courzettel Courszettel ⦘ daneben reducirt auf sight bill (short im strickten Sinne, die der Wechselkurs rein ausdrückt ohne das durch den Fälligkeitstermin hinzukommende Creditelement [)]
Zuvor noch zu bemerken (cf. Tabelle auf vorvoriger Seite);
Günstiger u. ungünstiger WechselCours für ein Land (z. B. England) drückt sich umgekehrt aus, je nachdem als die constante Valuta [,] die inländische Münze od. die ausländische angewandt wird. Dieser Unterschied in Ausdrucksweise durch Tradition erzeugter Blödsinn.
Z. B.
- 1) Metallpari zwischen London u. Paris: 1£ = Fs 25.221/2. Hier sub 1) die constante Valuta das englische £. Variable die fcs.
- 2) Metallpari zwischen London u. Petersburgh: 1 Ruble = 381/6d. 2) die constante Valuta der russische Ruble. Variable der pence.
I)
- Sub 1) Steigt die Quotation über Metallpari = fs. 25.221/2 auf fs. 25.35, so das £ hoch gegen fcs od. fcs niedrig gegen £ bis zum Punkt wo Bullion v. Frankreich nach England bis zum Punkt wo bullion v. Frankreich nach England verschifft wird.
- sub 2) fällt die Quotation unter Metallpari = 381/6d. zu 373/4d., so der ruble niedrig gegen £ od. £ hoch gegen Rubel bis zum Punkt wo bullion v. Russland nach England verschifft.
II) Umgekehrt.
- 1) Fällt die Quotation unter Metallpari = f. 25.221/2 bis fs. 25.10 (also um 121/2 centimes), so der Werth v. fcs so hoch gegen £ od. der Werth v. £ so niedrig gegen fcs, dass bullion v. England nach Frankreich verschiffbar.
- 2) steigt die Quotation über Metallpari = 381/6d. auf 381/2d., so der Rubel so hoch gegen d. od. d. so niedrig gegen Rubel, dass bullion v. England nach Russland verschifft.
Short and Long Rates of Exchange entsprechen Short and long bills of exchange (terminlosen (on demand) (at sight) u. terminweisen [)]
In Folge der längeren Zeit für Waarentransport v. einem Platz zum andern, u. den more stringent laws on mercantile proceedings machten es customary in dem grössern Theil des business to reimburse durch bills of Exchange drawn at usance from one place upon another. So usance v. London auf die meisten continental towns für 3 months, on Spain u. Portugal auf 90 days’, date or sight, auf American ports, 60 days sight. Auch für gewisse Arten Waaren customary to draw at 30 days, für andre auf 45 etc od. 2 months, etc. Von u. auf Indien the usance is 6 months.
Die difference zwischen short u. long bills hängt ab v. varying rates of yearly interest for money at different times u. in different localities.
Suppose 3 months bills drawn in London auf Paris. Gesetzt Short Exchange stehe at par, so dass 1£ = fs 25.221/2 ; dann 100£ = fs 2522.50. Zinsfuss sei in Paris = 4%, per annum; diess ist 1fc per 100 für 3 months, u. für 1£ about 25cts., also für 100£ 2500ct. od. 25f.
| Es muss gezogen werden | f.2522.50 (short exchange) |
| für Zins zu zahlen bei Discount at Paris | 25 |
| Also | 2547.50 |
| Werden diese | 2547.50 | sofort realisirt in Paris, so geht ab |
| für 3 Months zus. | 25 | |
| fs 2522.50; | welches giebt exact f.25.221/2 per £.| |
Wenn der Wechsel gezogen in Paris auf London, ebenfalls annual rate of interest quoted in London at 4%, so zu zahlen fs 2522.50 für 100£ od. fs. 25.221/2 für 1£ für short exchanges aber auf 3 Monate, zu 4% Zins annualy, macht macht 1£ p. 100£ (f. 3 months) die in London (beim Discontiren zu zahlen). Zahlt der Banker in Paris also £101 für fcs 2522.50, so erhält der Empfänger in London beim Discont 100£.; aber 101£ für 2522.50 makes the rate of Exchange fcs 24.971/2 centimes; dies ist die short rate fs. 25.221/2 centimes minus 25 centimes (der interest f. 3 months, zu 4% p. a.) für fcs 24971/2 giebt er daher 100£.
Im ersten Fall wurde das 1% interest f. 3 months = 25 centimes addirt, im 2ten subtrahirt von der short rate of Exchange = f.25.221/2 .
So, Interest being in both places the same (= 4% f. i.):
- 1) 3 months’ bills in London upon paris … Exchange Fs. 25.471/2
- 2) Sight bills in London on Paris or vice versa … Short Exch. f.25.221/2.
- 3) 3 months’ bills in Paris upon London … Exchanges: f.24.971/2
The 1% interest for 3 months = 25 cts – in 1) added, in 3) subtracted from the short rate of interest.
Langer rate kann so aus kurzem, kurzer aus langem gefunden werden, wenn gegeben der Zinsfuss am Platz, worauf der Exchange (Cours) gemacht wird. Zum short exchange die Zinsrate zu addiren, um den long zu finden; vom long rate zu subtrahiren, um short zu finden.
Der amount der f. Zinsrate zu addirenden od. zu subtrahirenden Summe hängt natürlich ab von 2 Umstände Umständen:
- 1) Steigen od. Fallen des Short Exchange (u. dies die wirklichen Wechselkursschwankungen)
- 2) Variations in dem Zinsfuss des Orts, auf welchen Wechsel ausgestellt.
Der Zinsfuss auf 100f. berechnet; die grössere od. kleinere short rate macht daran keinen Unterschied. Zu dem berechneten Zinsfuss nach Expansion od. Contraction der Short Rate daher zuzufügen od. abzuziehn.
Der French Exchange sei:
| Short | Long | |
|---|---|---|
| 25.15. Interest in France at 2% | = | 25.271/2 |
| 3% | = | 25.333/4 |
| 4% | = | 25.40 |
| 5% | = | 25.461/4 |
| 6% | = | 25.521/2 |
| 8% | = | 25.65 etc |
| Ist Short = 25.221/2 so den rates für 3 months zuzufügen | 71/2 centimes | (25.221/2 – 25.15 = 71/2); |
| wenn = 25.35 | 20 centimes | (25.35 – 25.15 = 20) etc |
Nehmen wir Wechsel (3monatlichen[)] v. London auf Paris; Short Rate = 25.15. Interest in Paris at 2%, so:
| So 100£ | = | 2515 fcs.; | aber f. 3 months Zins (die beim Discontiren in Paris abgezogen), macht 1/2%= 50 centimes auf 100 fcs. u. giebt für 2515 fcs. 1256 centimes, also für 100 12,56, say 12,50 centimes |
| Also zuzufügen. | 12.50 | ||
| 25271/2 |
Dies giebt f. langen (3monat) Wechsel:
| 1£ | = | 25.271/2 fcs. | ||
| Ab discount: | 12.50 in Paris, | |||
| wird realisirt | 25.15 | = | 1£ short exchange.| |
Wird v. Paris auf London gezogen bei selbem rate of interest in London (2%) so ist bei short rate 2515 fcs = 100£; aber diese 100£ erst zahlbar nach 3 months, also abzuziehn
| 2515 fcs. = 100£ | |
| 12.50 | |
| 2503.50. | Giebt fcs. 25.031/2 für 1£ |
| + Discont: 12. |
Für Spanish, Portuguese, Russian the Exchanges are quoted:
| Spain: | 1 Dollar | = | 491/2d. British |
| Portugal | 1 Milreïs | = | 531/4d. |
| Russia | 1 Rouble | = | 381/6 |
If the short exchange on Madrid 1 Dollar = 50, u. interest at Madrid = 8 p. c. p. a. or 2% per 3 months, equal to 1d. at the above rate, so the three months Exchange = 50 – 1d. = 49d.
If short exchange in Madrid on London = 491/2d. u. interest in London at 4%, i. e. 1% per 3 months, = 1/2d. per dollar, so long Exchange of Madrid on London = 491/2d. + 1/2d. = 50d.
In London (England generally) beschränken die bankers ihre operations (od. are supposed to do so, da sie in fact bedeutend mit den Colonien u. Indien machen) to bills payable in England. Kommen Foreign Bills (nicht payable in England) in ihre Hand, so disposed of at once durch brokers. Die bankers, die sich in London etc Foreign bills kaufen u. verkaufen, heissen hier Foreign bankers. Die lines of business dieser 2 Sorten hier ganz distinct. Auf dem Continent (wegen des geringren Umfangs des inländischen Geschäfts) verrichten die bankers die functions beider Sorten englischer bankers (English and Foreign)[.] Sie handeln in allen Sorten of securities, ob home or foreign, worunter Bills on the other countries wichtigen Theil spielen; deals mit all sorts of Foreign Exchanges, enters into arbitration etc, shunned by the English banker. In den meisten continentalen Städten daher stets so zu sagen ein stock of Foreign Bills, worin die bankers handeln mit ihren customers u. unter einander.
In London die Foreign Bankers u. Merchants kommen 2 mal in Woche zusammen, Dienstag u. Freitag (bills gekauft am Dienstag gezahlt an Freitag, u. gekauft an Freitag gezahlt an Dienstag); die fremden Börsen kommen generally täglich zusammen. Die conditions of brokerage (amounts to 1/10 p. cent., in London invariably paid by seller, wenn nicht Gegentheil abgemacht) etc abroad im Allgemeinen dieselben wie in England.
⦗Die Mehrzahl der firms represented im open Court of the Royal Exchange London (Freitags u. Dienstags, zwischen 2 u. 3 Uhr Nachmittags) sind Verkäufer von bills, die sie erhalten haben als remittances von abroad od. v. country, diese bills genannt: Made Bills, oder aber v. drawn bills, d. h., ihrer eignen drafts auf houses abroad gegen shipments made od. orders given. Grosse Zahl der firms auf der Change sind foreign bankers u. Exchange dealers, welche such made or drawn paper kaufen, od. den Kaufleuten u. andern verkaufen »drafts on places abroad for such specific amounts as may be required«. |
202| 1) Long Rate | 2) Long Rate reduced to Short. | Short Exchange favourable to Engd. to bullion point | Short Exchange unfavourable to Engld. to bullion point. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Interest | Short | Mintpar | ||||||
| Amsterdam | 3 months | 11.191/2 | 31/2% | 11.171/2 | 12.0 | uf. unfavourable to England | 12.05 | 11.90 |
| Rotterdam | 〃 | 11.193/4 | 31/2 〃 | 11.171/2 | 12.0 | uf. | 12.05 | 11.90 |
| Brüssels. Antwerp. | 〃 | 25.321/2 | 21/2 〃 | 25.161/2 | 25.221/2 | uf. | 25.30 | 25.10 |
| Hamburg | 〃 | 13.0 | 3 〃 | 13.7 1/3 | 13.71/2 | a.b. almost balanced | 13.9 | 13.5 |
| Paris | 〃 | 25.30 | 21/2 〃 | 25.14 | 25.221/2 | uf. | 25.35 | 25.10 |
| Marseilles | 〃 | 25.30 | 21/2 〃 | 25.14 | 25.221/2 | uf. | 25.35 | 25.10 |
| Frankfort | 〃 | 1201/4 | 3 〃 | 1191/3 | 1191/6 | a.b. | 120 fl. | 118.20 |
| Vienna* | 〃 | 11.85 | 4 〃 | 11.721/2 | 10.21 | very favourable v.f. | On Cash Basis 10.30 | 10.121/2 |
| Trieste* | 〃 | 11.85 | 4 〃 | 11.721/2 | 10.21 | v.f. | On Cash Basis 10.30 | 10.121/2 |
| Berlin | 〃 | 6.261/2 | 4 〃 | 6.24 | 6.241/4 | a.b. | 6.251/2 | 6.221/2 |
| St. Petersburg* | 〃 | 321/4 | 6 〃 | 0.33 | 0.381/6 | v.f. | On Cash Basis 373/4d. | 381/2 |
| Copenhagen | 〃 | 9.18 | 4 〃 | 9.8 | 8.94 | f. | 9.04 | 8.88 |
| Genua. Livorno* | 〃 | 29.25 | 5 〃 | 28.871/2 | 25.221/2 | v.f. | On Cash Basis 25.371/2 | 25.071/2 |
| Palermo Messina Naples* | 〃 | 29.25 | 5 〃 | 28.871/2 | 25.221/2 | v.f. | On Cash Basis 25.371/2 | 25.071/2 |
| Madrid | 〃 | 483/8 | 5 〃 | 0.491/2 | 0.491/2 | f. | 49. (d.) | 50 |
| Barcelona | 〃 | 483/4 | 5 〃 | 0.491/2 | 0.491/2 | balanced f. | 49. | 50 |
| Cadis | 〃 | 481/2 | 5 〃 | 0.495/8 | 0.491/2 | uf. | 49. | 50 |
| Lisbon | 90 days date | 513/8 | 5 〃 | 0.521/8 | 0.531/4 | f. | 523/4 | 533/4 |
| Oporto | 〃 | 513/8 | 5 〃 | 0.521/4 | 0.531/4 | f. | 523/4 | 533/4 |
| New York. | 60 days’ date | Sind immer nur die theuersten quotations hier angegeben am 28 feb. 1868 | New York u. Rio Janeiro nicht notirt auf obigem Zettel. | 1 Silber Rouble mintpar = 381/6d | ||||
| Rio Janeiro | ditto | |||||||
Aus den hier gegebnen Preisen ersichtlich, wenn man short Exchange at par (mathematisch)
berechnet, mit Zins f. 3 months, dass der
In der Tabelle von Marx mit *
gekennzeichnet.
Schließen ausnahmsweise günstige Wechselkurs auf Petersburgh, Wien (Triest) Genua, Naples, Leghorn etc geschuldet der
Depreciation des Papier (= Premium on hard Coin, estimated by its departure v.
den
Mint Pars of Europe
[)]. Am 28 Feb. 68, das
Premium on Hard Cash zu: Petersburg about 16% Viena (Trieste) 15%
Genoa (etc) 141/2%[.] Wird
das Premium zugerechnet zum short exchange, so keine ungünstige
Bilanz f. Russia etc.
Wird z. B. zu dem short exchange auf Petersburg = 30 zugerechnet 16% f. Goldpremium, so = 33 + 57/25 = 387/25.
Mintpar f. England = 381/6. Der wirkliche Short exchange, abgesehn v. der Papierdepreciation also = 387/25. Der Mintpar = 381/6 , also steht der short exchange über Mintpar um die Differenz: 7/25 – 1/6 = 17/150d. = 34/75 farthing. Der bis zum Bullionpoint günstige exchange f. England = 373/4d. Dagegen der nach Zuzählung des Goldpremium gefundne short exchange = 387/25; steht 53/100d., steht also mehr als 1/2d. über diesem bullionpoint exchange.|
203
Foreign Courses of Exchange.
1) Paris.
Beispiel
Courszettel vom 28 Feb. ’68 (gegeben hier nur f. Amsterdam u.
Petersburgh)
| 1) Escompte. | 2) Changes. | 3) à 3 Mois | 4) à courte échéance | |
|---|---|---|---|---|
| Valeurs se négociant à trois mois | ||||
| 31/2 p. Ct. | Amsterdam | 2093/4 à 210 | 2091/8 à 2093/8 et 4 per cent. | |
| 6 〃 | Pétersbourg | 339 〃 340 | 340 〃 341 et 4 〃 | |
| Valeurs se négociant à vue | ||||
| à 3 mois | à courte échéance | |||
| 2 per Ct | Londres | 25.14 à 25.19 | 25.111/2 à 25.161/2 | m 2 pr. Cent. |
| 21/2 〃 | Belgique |
1/16b. #e* b.°]
premium Schließen à 1/16p. #e* p.°] discount Schließen |
1/8p. à pair | m 21/2 〃 |
| 5 〃 | Italie | 13p. à 123/4p. | 13p. à 123/4p. | m 5 ditto |
| L’Escompte à la banque de France est à 21/2 per Cent (sur avances 3 pour cent) | ||||
⦗Russian rouble. The value of the Russian silver rouble is 38.02d., but the Half Imperial, worth in gold 16.384sh., taken at 53/20 roubles gives an Exchange between St. Petersbourg and London 1R. = 38.175 = 3sh. 21/2d. (Bankprice at London = 38,055)
⦗Spanish Dollar. 100 reals (Isabella doubloor) (Gold) (20 Reals, Piaster or Duro) (Silber) 1 Real de Vellon (Silber) ⦗The proportion, of value between Gold and Silver = 1 : 15.477, so that practically the Double Standard prevails.⦘ ⦗In Bills drawn in England on Spain, always stipulated expressly on the bill, that the amount stated is to be paid in Gold or Silver Coin – Reals de Vellon or Duros fortes – Hard Cash⦘ The par calculated from silver will give about the same as that in gold⦘ (The English par calculated on the 5 dollar Doubloon of Isabelle = 20 reals gives about für 1 Dollar 491/2d. = 4s. 11/2d.)
⦗Portugal. Goldvaluation 10 milreïs (Corõa, Crown) (gold.) 1 Milreïs = 1/10 Corõa = about 531/4 d. = 5sh. 41/4d. 4sh. 51/4d.⦘
(Hence: 1 Russian Rouble = 381/6d. = 3s. 21/6d.; Spanischer Dollar = 491/2 = 4s. 11/2d. u. 1 Milreïs = 531/4d. = 5s. 41/4d. 4s. 51/4d. )
In dem Paris Courszettel jedes 100 der fremden Münzeinheit (fest) ist berechnet in fcs (variable) (Dies in Columne unter Valeurs se négociant à 3 moins. So: 100 fl. (dutch) = 210 fcs f. i. (wovon abzuziehn 31/2 p. c. interest (annually) (auf 3 months berechnet) (Dies giebt ohne die abzuziehnden % 1 fl. = 2f. 10ct.)
Petersbourg 100R. = 340f. f. i. 1R. = 3.40 fcs.
Madrid (in obigem Courszettel, findet sich) 100 Doll. = 510f. od. 1 Doll. fs. 5.10 cent.
Lisbonne. 100 Milreïs = 540 fcs od. 1 Milr. = f.5. 40ct.)
The 4th column under the head: à courte échéance giebt den price für short paper (kurze Sicht), berechnet auf die 3 months exchange mit den rates of interest (in dem obigen Courszettel stets 4%) which the Paris bankers are supposed to allow or to change for short. Aber dies (4%) nur nominal rates of interest. In wirklichen bargains die rates of discount more closely followed.
So Amsterdam: auf 3 months Exchange is fcs 2093/4 – 210 für 100fl., aber sight Amsterdam,
| zur 3 months quotation of 2091/8 zu 2093/8, | say 209.25 |
| mit 4% interest f. 3 months | 2.09 |
| fcs 211.34. |
Unter Valeurs se négociant à vue ist das London 1£. St. genommen als Unit; unter courte échéance hier bei Sicht, the absolute short. Für Belgien u. Italien, wo dieselbe monetary unit [,] ist nur premium (b) or discount (p) quoted.|
204Die 3[.] Columne unter „Valeurs se négociant à vue“ constatirt sight Exchange 25.14 à 25.19, say 25.161/2 (as standard in column 4); für die 3 months bills hier der Zins v. 2% (ruling damals at London) abgezogen. (m pr Ct)
| Also London 3 months | at the sight quotation of fcs. 25.161/2 |
| Less Interest at 2% p. 3 months 0.121/2 | |
| Making 3 months’ London – fcs 25.04 |
The rate quoted in the 4th column (à courte échéance), for London, is the guiding rate for cash payments between the two places.
Dem Courszettel (Pariser) angehangen Cours des Monnaies, Matière d’or et d[’]argent. Premium p. 1000 (statt pr cent per mille für Or en barre, Louis d’or, pièces de 20 à 40 fcs, Argent en barre à pair, Agio etc)
So (Premium p. 1,000)
| Or en barre, à 1000/1000 le kil. 3434fc. 44c. pr. 0f 50 à pair |
| Argent en barre, à 1000/1000 le kil. 218fr. 89ct. pr. 9f à 10f. |
| Means: Or en barre 1,000/1,000 is fcs. 3,434.44 per Kilo at 1/2 per mille Premium to Par. |
| Argent en barre 1,000/1,000 is fcs 218.89 per Kilo at 9 à 10 per mille Premium. |
Vergleicht man nun Courszettel (für 28 Feb. 1868) v. Paris u. London, z. B. auf Amsterdam, so, wenn Amsterdam quoted at the cheaper rate:
| In London: £1 = fl. 12 |
| In Paris: fl. 100 = fs 2093/4 |
An Exchange of fs 25.17 results. Aber der Exchange quoted f. London ist 25.121/2 to 161/2 od. im mean = fs 25.14; zeigt a margin od. profit von 3ct. per £, was jedoch nicht genug zu decken bill, brokerage, stamps etc
| Italy is quotirt at 3 months | in London 29.25 – 29.35, say f. 29.30. |
| 〃 〃 | in Paris 13 p. cent perte, or 100 lire for 87 fcs. |
| Da Zins in Italy = 5%, | so 100 lire at sight = 101.25 lire at 3 months. |
| Wieviel lire = 1£.? | od. ? = £1 |
| If £1 = 25.14 fcs. | |
| Fs 87 = 101.25 Lire italiene | |
| = 29.25 Dieses Beispiel führt zu arbitrations of Exchanges. |
2) Brussels. Bruxelles, Mercredi, 26 Février 1868
| Amsterdam | 211.50 | Londres | 25.15 à 25 171/2 | |
| Berlin | 368 50 | Paris | 100 | |
| Fkft s/M | 210 | Rotterdam | 211 25 | |
| Hambourg | 186 | Vienne | 213 |
Nur London hier quoted per £1; alle andern rates on the basis of 100 Foreign Units for |205 the rates in Francs stated, alle for short; f. die 3 months Exchanges des respective interest to be deducted. Der Brüssler Courszettel daher einer der einfachsten u. leichtverständlichsten.
3) Turin. Torino, 27 Feb. 1868
| a 30 Giorni | a 3 mesi | ||
|---|---|---|---|
| Denaro / lettera | Denaro | lettera | |
| Francoforte s/M | 238 90 | 239 25 | |
| Lione | 113 90 | 114 – | |
| Londra | 28 70 | 28 75 | |
| Parigi | 113 90 | 114 | |
| Roma | – | – | |
100 Foreign Units. ⦗f. i. 100fl. (Frankfurt) = 238.90 lire⦘ – the rates in lire; nur London quoted für 1£ St. hier = 28.70 lire (a 3 mesi denaro) Rates for 3 months; denaro is the rate of the buyer, lettere the sellers’ rate. The prices all for paper money; Paris u. Lion daher at 13.90 bis 14 premium, u. in den angehängten Preissen f. Münzen Specie at 14.30 premium.
In Genua u. andern italienischen Städten manchmal Amsterdam, Hamburg u. spanische Plätze quoted, aber die Hauptgeschäftsplätze jetzt f. exchange, Frankfurt, Lion, London, Paris.
4) Berlin. (v. 19 Feb. 1868. Wechselcourse. Bankdisconto 4 pro
cent.
Die quotations, damals in Thaler (jezt Mark) mit fractions od. Thaler mit
Groschen. Z. B. Cours v. 18 Leipzig 995/6 (Thaler)
Geld. – Siehe Marx’ Erläuterung wenige Zeilen
weiter.
Schließen G f. 100 Thaler (8 Tage)
Aber die
Foreign Monetary Unit, die ausgedrückt wird
nicht constant in 100 davon, sondern z. B. Amsterdam die Foreign Unit: 250 fl.
[,]
Hamburg 300 Mark (Banco)[,]
London 1£, Paris 300fcs,
Wien 150fl., Augsburg u.
Frankfurt 100fl., Petersburg 100
Silberrubel, Warschau 90
Slb., Bremen 100 Th. Bemerkung von Marx.
Schließen Höchst abgeschmackt.
Die Zeit gegeben T. (für Tag) M (f. Monat) W (f. Woche); der Zf. (Zinsfuss) in eigner Rubrik f. die Städte worauf der Cours. Dabei bei den Coursen hinzugefügt: G u. Bz.; letzeres letzteres = bezahlt, meint that diese Preise currently paid; G = Geld, bedeutet, dass diese zu solcher Quotation Money can be easily had for the exchange. (Folgt dann Cours v. Gold, Silber u. Papiergeld)
5) Frankfort on the Maine f. 28 Feb. ’68 Wechsel in Süddeutscher
Währung.
Die Exchanges quotirt in Florins
(süddeutschen k. S. (kurze Sicht) L. S. (Lange Sicht) B.
(Briefe) (the sellers’ rate) G the
Buyers rate. Bez. (paid) the actual prices made)
Zusammenfassende Bemerkung von Marx.
Schließen (folgt wieder Geldsorten, wie bei allen Continentalen) 6) Bremen zeichnet sich durch Confusion aus 7) Bemerkung von Marx.
Schließen
Wiener Börse sehr einfach, immer für 100 der
fremden Münzeinheit für östreich. x fl. |206 nur bei
London statt 100 – 10£.
8) Amsterdam.
| Cours de Change. | feste Quotation | variable | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Paris | 2 m. | 563/8 | Livourne | 2 m | 401/4 | heisst: 120 fcs | = 563/8fl. Dutch (Paris) od. 56 kurz od. 120fs = 561/4 etc Bordeaux | ||
| Id. | à court | 56 | Naples | 〃 | 401/4 | 100 lire | = x fl. also z. B. 100 lire (Naples) = 401/4fl. (Dutch) | ||
| Bordeaux | 2 mois | 561/4 | Vienne | 6 sem. | 99 | 100 östr. fl. | = x fl. (Dutch) also Vienne: 100 öst. fl. = 99fl. (dutch) | ||
| Id. | 15 jours. | 561/2 |
Augsburg Schließen Auguste |
〃 | 983/4 | 100 südd. fl. | = x fl. f. Augsburg u. Frankfurt. Z. B. Augsburg 100 süddeutsche Schließen sdd. fl. = 983/4fl. |
||
| Madrid | 3 mois | 238 | Frankfurt a/M | 〃 | 983/4 | 100 Th. (f. Berlin) | = x fl. | ||
| Cadix | 〃 | 238 | Petersbourg | 3 m. | 1581/2 | 100 Doll. (f. Spain) f. i. Seville 100 dóllars dólars | = 238fl. | ||
| Seville | 3 mois | 238 | Rotterdam | 1/8 | 40 Mk Bco f. Hamburg, also 40 Mk Bk | = 345/16fl. | |||
| Bilbao | 〃 | 238 | Londres | 2 m. | 11,83 | 100 Louisdorthaler f. Bremen | = x fl. | ||
| Lisbonne | 〃 | 403/4 | ditto | à court | 11,87 | 100 Silberruble f. Petersburg. Also: 100 Silberruble | = 1581/2fl. | ||
| Porte à Portugal | 〃 | 403/4 | Hambourg | 2 m. | 34,51/16 | 40 Crusados (= 400 reïs) f. Portugal. Also 40 crusados | = 403/4fl. | ||
| Gènes | 2 m. | 401/4 | Dito | à court | 353/16 | £1 | = 11,87fl. (court) | ||
Ist hinreichend (doch nicht mit Bremen vergleichbar) confus. Immer die foreign Münzeinheit constant, u. die einheimische variable; die erste also stets in Dutch fl. u. fractions v. fl. ausgedrückt.
Die foreign Münzeinheit für je 100 derselben für 100 lire, 100 östreichische fl., 100 süddeutsche fl., 100 Th. Preussen, 100 dollars (Spain) 100 Louisdorthaler (Bremen) 100 Silberrubel (russ.)
Dagegen für je 120 fcs (Frankreich), 400 Mark Banko (Hamburg) 40 Crusados (Portugal), 1£ (England)
9) Der Wechselcours v. Rotterdam unterscheidet sich nur dadurch dass je 100 fcs (statt 120) f. Frankreich als Münzeinheit.
10) Stockholm (Curs vom 14 Februar 1868)
Ganz einfach. Giebt lange u. kurze Sicht; die fixe Valute 100 foreign money, welches quotirt wird in Riksdaler; nur f. London so many Riksdaler per £.
Z. B. im obigen Kurszettel:
| Säljare (i. e. Sellers) | Köpare (buyers) | Betalt. | ||
|---|---|---|---|---|
| Amsterdam | 3 m. d. | 150.25 | – – – | 150.15 |
| Ditto | Kurze Sicht | 152.25 | – – – | 152.25 |
11) Christiana
hier schon minder Confusion; z. B. in Courszettel vom 28 Feb. (68)
| London | per 1£ | 3 months | S. D. 4.67 |
| Hamburg | per 300 Marks Banco | 3 days sight | S. D. 1011/8 |
| Amsterdam | per 250 fl. | 3 days sight | S. D. 953/4 |
12) Kjöbenhaven (31 Jan. 1868)
Hamburg u. London die Hauptexchanges f. Copenhagen.
An besagtem Datum:
| Hamburg | Kurze Sicht | für 300 Mark Banco | 2003/4 R. Dr. (Reichsdollar) |
| London | 3 Monate | für 1£ | 8 Rdlr 93 Skilling. |
| 〃 | Kurze Sicht | 〃 〃 | 9 〃 4 〃 |
| Amsterdam | 3 Monate | f. 250 fl. | 1891/2 〃 |
| Paris | 3 Monate | f. 1f. | 341/2 Skilling. |
13) Madrid. (17 März, 1868)
| a 8 dias Vista | 90 dias fecha | |
|---|---|---|
| Londres | – – – | 49,60 u. 70d. (f. 1 dollar) |
| Paris | 5.17 fcs (f. 1 dollar) |
Das Interessante am Madrider Wechselkurs ist der auf die spanischen Städte selbst mit dem Rubriken par, Beneficio, Daño, deren grosse Verschiedenheit beweist imperfection des innern Verkehrs.|
Portugal
| Changes. | Par. | Papier. | Argent. | Quotation: | Quotation |
|---|---|---|---|---|---|
| Londres 90 jours/d. | 1 dollar 000 reïs | 525/8 | 525/8, 3/4 | 1 dlr = 525/8 pence etc. | in pence |
| Paris. 8 j./vue | 3 fcs | 549.50 | – | 3 fcs = 549.50 reïs | in reïs |
| Hambourg 3m/d (d = date.) | 1 dollar 000 reïs | – | 471/2 | 1 dlr = 471/2 sh bco | in shill. bco |
| Amsterdam id. | 16 dollar 000 reïs | – | 421/4 | 16 dll. = 421/4fl. | in florins |
| Gènes id. | 3 lire | en or | 528 | 3 lire = 528 reïs | in reïs |
| Madrid 8 j./vue | pueso peso fuerte | 945 | 940.42 | pueso fuerte = 945 etc reïs | in reïs |
20) Russia:
| Changes. | Quotation | |||
|---|---|---|---|---|
| Londres | 3 mois | 331/16, 3/16 | 1 Rouble = 331/16 pence etc | in pence |
| Amsterdam | 3 〃 | 1641/2, 3/4 | 100 Rbles. = 1641/2 fl. | in fl. |
| Hambourg | 3 〃 | 293/4, 13/16 | 1 rouble = 293/4 sh. Bco | in sch. bco |
| Paris | 3 〃 | 3451/2, 3461/2 | 100 rouble = 3451/2 fcs | in fcs |
| Or: Demi-Imperial. Escompte: À la banque de l’état 81/2%, à la bourse 7 à 71/2% | achet vendu | 5.98 | All quoted in depreciated paper. Daher auch Half Imperial = 5.98 gegen Paper. Metallic Value of Half Impl. = 5.15. | |
21) Constantinople.
Mit Ausnahme v. England, wo 1£ fest, sonst die livre turque. Cours des Changes contre livre d’or turque d’or in Piastres 100.
Darin ausgedrückt: 1083/4 à 1091/4 piastres = 1£. St., Paris 23,15 fcs = 1 livre turque; ebenso Marseilles: 23.20 etc = 1 livre turque[;] Naples 27. lire = [1 livre turque]. Ebenso wie für Paris, Marseilles, Naples, Genoa, auch f. Vienna (florins) ausländische Münze variable, fest une livre turque.
22) New York. 22 Feb. ’68
Die Exchanges alle on Goldbasis, i. e. paid for in gold coin, an jenem date 411/2 prem. gegen Papiergeld.
| London | 60 day sight commercial bill | Dls. 1093/8 à 1095/8 | I. e. fest 22£ 10sh. for the Dollars quoted (100 mit
premium v. 9–95/8) Short sight die real expression of the exchange ungünstig f. New York. |
| 〃 | Bankers’ Bills | 〃 1093/4 à 110 | |
| 〃 | Short sight | 〃 1101/4 à 1103/8 | |
| Antwerp | 60 days’ sight | 5.171/2 – 5.131/2 | (1 dllr fest quoted in francs) |
| Hamburg | 〃 | Cents 377/8 à 361/8 | 1 Mc bco quoted in cents (1 dllr = 100 cts) |
| Amsterdam | 〃 | 〃 403/8 à 401/4 | 1 florin quoted in cents |
| Frankfort | 〃 | 〃 403/4 à 411/8 | 1 flor. (im Unterschied v. Dutch Guilder süddeutsch) quoted in cents. |
| Bremen | 〃 | 〃 79 à 791/2 | 1 Goldthaler quoted in cents |
| Berlin | 〃 | 〃 711/2 à 72 | 1 Thaler quoted in cents. |
| Paris | 60 days’ sight | 5.171/2 à 5.131/4 | 1 dollar feste Valuta quoted in francs |
| 〃 short sight | 5.121/2 à 5.111/4 | wie f. Antwerp. |
23) San Francisco, quotations on 23 Jan. 1868.
| London. | 60 days’ sight. Commercial bills | 49 à 491/4 pence per Dollar. |
| 〃 | Bankers 〃 | 481/2 〃 〃 |
| 〃 | Short sight | 471/2 〃 〃 |
| Paris | 60 days’ sight | 5.05 fcs 〃 〃 |
| New York. | Short, payable in currency | 136 to 137 dollars f. 100 dollars in gold |
| Payable in Gold | 1 〃 11/4 Premium | |
| By telegraph in Gold | 11/4 11/2 |
Fine Gold Bars at Par; 900 fine and under, 1/4 per cent premium; Silver bars – par to 1/4 premium.
Inhalt:
-
VI Kapitel. Mittel der Benutzung der
Quellen der ссудныхъ средствъ
- III) Grenzen der Regierungshilfsmittel (zum Fischen v.
Leihkapital)
- A.) Sicherung kurzterminiger Staatschuld u. Grenzen
derselben.
- B) Anormale Regierungsmittel. S. g. Papiergeld.
- 1) Papiergeld: seine Natur u. Eigenschaften.
- 2) Kampf zwischen Natur des Papiergeldes u.
der volkswirthschaftlichen Productivität, v. wegen
des Preises des Papiergelds.
- 3) Wechselkurs im Papiergeldland.
- 4) Papiergeld und Waarenpreise.
- 5) Verhältniss zwischen Agio u. Waarenpreisen.
- 6) Bankgeschäft bei Papiergeld.
- 7) Beseitigung der Papiergeldschuld.
- 1) Papiergeld: seine Natur u. Eigenschaften.
- A.) Sicherung kurzterminiger Staatschuld u. Grenzen
derselben.
- III) Grenzen der Regierungshilfsmittel (zum Fischen v.
Leihkapital)
- Siebentes Kapitel. Mittel unmittelbarer Exploitation
(Benutzung) der Creditcirculationsmittel.
Zitiervorschlag
Karl Marx: Heft II (1878). In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, Bd. IV/25, bearb. v. Timm Graßmann, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M0012597. Abgerufen am 08.08.2026.