[Inhaltsverzeichnis von
Engels]
März 1878.
Kaufmann, Тeорія и
Практика банковаго дѣла. Mit richtigen Noten. #e* Mit richtigen Noten.°] Engels
meinte damit, daß Marx nicht nur exzerpiert, sondern auch inhaltliche
Bemerkungen, Anmerkungen bzw. Ausführungen gemacht hat.
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Heft I. |
I)
Angefangen März 1878.
Von Seite 8–37 Anfang; dann Fortsetzung v. S. 1–7; weitere Fortsetzung v. Seite 37 an.
1) Kaufmman Kaufmann: Theorie u. Praxis des Bankgeschäfts I Vol. Petersburg 1873 |
И. И. Каүфманъ: Теорія и практика банковаго дѣла. T. 1. Кредитъ, банки и денежное обращеніе. С.-Петербүргъ 1873.
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I) Kaufmann: Теорія и Практика
банковаго дѣла. I) (vol.) Petersburg 1873.
Banken können sich nicht isoliren; unterscheidet sie
v. allen übrigen Geschäften, dass sie mit freiem
Kapital
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗i. e. Geldkapital⦘ arbeiten,
welches sie immer f. bestimmten Termin in freiem Zustand haben müssen.
Kapital
wird daher nicht immobilisirt wie in allen andern Geschäftszweigen, es wird
nur placirt »terminweis«, um sich nach Ablauf des Termins wieder in
freiem Zustand zu befinden. Dies geht aus der Natur des
Credits selbst hervor. Bankgeschäft daher, mehr als jedes andre, bedarf weiter territorialer Wirkungssphäre; innerhalb derer es 1) Zusammentreffen der Umstände findet, die dem Kapital
grösstmögliche Ertragbarkeit (Rentabilität) geben u. zugleich es möglichst
wenig »binden«. (p. 289, 90) 2) Der
Umfang der Mittel, womit das
Bankgeschäft arbeitet, hängt hauptsächlich vom Umfang
der territorialen Sphäre ab, worin die
freien Ersparnisse gefischt werden. (290)
Ueber diese
CirculationsMittel verfügen die Banken nur in bedeutendem Umfang,
sobald sich die Productions- u. Circulations(Austauschs)beziehungen
der
besondern Unternehmer u. Unternehmungen zu einander
in bedeutendem Umfang consolidirt ⦗resp. entwickelt⦘ haben u. ihre Gegen(Wechsel)seitigkeit
der
Abhängigkeit v. einander,
darauf gegründet, dass jede Unternehmung f. den
Markt arbeitet, f. fremde Bedürfnisse.
⦗( Zusatz von Marx.
Marx führt hier Passagen aus dem ersten Band des „Kapital“ an, um
auf die Ähnlichkeiten der Ausführungen Kaufmans hinzuweisen. Marx
verweist auf die zweite Ausgabe des „Kapital“ von
1872.
Schließen Sieh Kapital
: Marx zitiert aus dem ersten Band des
„Kapital“. Siehe MEGA II/6. S. 133.4–9. Hervorhebungen neu von
Marx.
Schließen »Unsere Waarenbesitzer
entdecken daher, dass dieselbe Theilung der Arbeit, die
[sie] zu unabhängigen
Privatproducenten, den gesellschaftlichen Produktionsprocess u. ihre
Verhältnisse in diesem Process v. ihnen selbst unabhängig macht, dass die Unabhängigkeit der
Personen v. einander sich in einem System allseitiger sachlicher
Abhängigkeit ergänzt.« (p. 87) / Ferner p. 92, beginnend
„Einerseits sieht man
hier, wie der Waarenaustausch die individuellen und lokalen
Schranken des unmittelbaren Produktenaustauschs durchbricht und den
Stoffwechsel der menschlichen Arbeit entwickelt.“ (MEGA II/6. S.
136.37 bis 137.1.)
Schließen v. Zeile 1, v.
oben
u. schliessend mit: Marx zitiert aus dem ersten Band des
„Kapital“. Siehe MEGA II/6. S. 137.1–5.
Schließen »Andrerseits entwickelt sich ein ganzer Kreis v.
den handelnden Personen unkontrolirbarer,
gesellschaftlicher Naturzusammenhänge. Der Weber kann nur Leinwand verkaufen, weil
der Bauer Weizen, Heisssporn nur die Bibel,
weil der Weber Leinwand, der Destillateur nur
gebranntes Wasser, weil der andre das Wasser
des ewigen Lebens bereits verkauft hat.«)⦘ Jeder will sein Geschäft nicht nur auf
derselben Stufenleiter erhalten, sondern ausdehnen etc[.] 1) Die Profite sollen sofort wieder einbringlich gemacht ⦗in Kapital verwandelt⦘ werden
⦗accumulirt werden⦘; geht das nicht sofort im eignen
Geschäft ⦗u. hier kann es den gegebnen Produktionsbedingungen
gemäss mit Ablauf dieses od. jenes Termins⦘, so ist der Profit ⦗in
Kapital verwandelbar⦘ nur durch Verpflanzung in andre, od. verschiedne
andre, Unternehmungen. So wirken die verschiednen
Unternehmungen zusammen bei
der produktiven Placirung des Profits in unmittelbar Einträgliches
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Verwandlung in Kapital;
Accumulation⦘ (290)
2) Jede Nothwendigkeit sofortigen Absatzes ⦗Verkaufs,
Markts⦘ ruft ganzen Kreis v. Krediten hervor, welche
die individuellen Unternehmungen sich wechselseitig geben müssen. Jeder, der
nicht mit seinen Einkünften zögern will, muss
sich bemühen Kredit zu erhalten. Jeder, der nicht
mit Verkauf zögern will, muss Kredit geben. Hence f. die Mehrzahl der
Unternehmer die Nothwendigkeit bald in
der Rolle des Gläubigers, bald in die Rolle des Schuldners aufzutreten[.] Diese Wechselseitigkeit v. Credit nehmen u.
geben wird Bedingung der
ununterbrochnen Produktivität der
Unternehmungen.
Und diese
Gegenseitigkeit wird eine der
wichtigsten (durch die
Produktionsverhältnisse selbst gegebnen) Basen des Kredits. So lange
Kredit in der ökonomischen
Praxis zufällig, mehr od. minder sporadisch, ist er
streng gebunden an das isolirte Individuum.
Bei höherer Entwicklung Zusatz von Marx.
Schließen ⦗i. e. der
kapitalistischen Produktion⦘
spielt die einzelne Person
des Unternehmers, f. sich genommen, nicht mehr diese Rolle,
sondern ihr Kredit hängt ab v. der Rolle, die sie spielt im allgemeinen Netz der das ganze
Land bedeckenden Unternehmungen. Die Organische Einheit
(Combination) dieser Unternehmungen gründet ein Ganzes aus allen besondern
(individuellen) Erscheinungen des Kredits, vereinigt
sie in ein Ganzes u. bildet die
Wechselseitigkeit im Kredit. Sie entspringt nicht
aus |2 Bankeinrichtungen, sondern beruht (entspringt aus) auf
der
Ordnung der Produktion u. des
Markts (Absatzes) der
Waaren, Kommentar von
Marx.
Schließen (Esel spricht stets den Börsenjargon
u. sagt stets statt Waaren: цѣнности, da ihm
die
Werthpapiere schon im Kopf
schwirren.) der
gleichzeitigen Bedingungen der Accumulation
der Kapitalien u. der
Sicherung ihrer ununterbrochnen Rentabilität. Heut zu Tag muss
jeder mehr od. minder Kredit nehmen u. geben. (290–91)
So der Kredit heutzutag in bedeutendem Umfang gegenseitiger Kredit, erzeugt u. ausgelöscht durch die Gegenseitigkeit. Diese Gegenseitigkeit erzeugt die свясность связность (Zusammenhang) der Creditverhältnisse, u. veranlasst nicht nur einzelne Personengruppen sich zu vereinen um besondre Creditinstitute (Bankinstitute) u. die Bankinstitute selbst sich zu vereinen um Centren, die vorsätzlich für sie entstehn. Diese Wechselseitigkeit bildet auch die Hauptgrundlage der Kraft der einzelnen Banken; wird aber weder durch kleine, noch grosse Banken geschaffen. Sie entspringt aus den Produktions (u. entsprechenden Verkehrsverhältnissen) (290 291–92)
Bei Kaufman, S. 293.
Schließen Ch. V. Quellen der
Umsatzmittel des Credits (оборотныхъ средствъ
кредита)
Eignes Kapital des Unternehmers; daneben sein Kredit(kapital) (Kapital auf Kredit, gepumptes); er nennt das erste Unternehmerkapital, das zweite Leihkapital.
Quelle des Leihkapitals:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1) Personen, die ihre Mittel
nicht gewinnbringend selbst anwenden können (oder
wollen). Unternehmer-Kapital trägt Risico der Unternehmung; hat daher zugleich
Bedeutung eines Assekuranzfonds, woraus Verluste
gedeckt werden. Das
Leihkapital dagegen der Unternehmung mit
gewissem Termin entzogen, kehrt ganz zu seinem Eigenthümer zurück. Kapital verleihen heisst daher sich vom Risico
befreien Zusatz von Marx.
Schließen (!), womit seine Anwendung in
der Unternehmung verbunden sein kann. Unternehmer nimmt
das Risico auf sich. Also muss
neben dem Leihkapital eignes Capital im Geschäft sein (zur Deckung
des erstren)
Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 2) Nichtzusammenfallen – Vertheilung auf verschiedne Perioden – der Zeitmomente, wann
die Umsatzmittel eingehn in
die Hände der Unternehmer u. Eigenthümer, u.
der Zeitmomente, wenn sie diese Mittel zum
Geschäft brauchen. Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Während solchen
Zwischenraums solche Mittel verleihbar.⦘
Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 3) Grosse Massen Werthe Zusatz von Marx.
Schließen (i. e. Produkte hier), Resultate der Unternehmung,
würden ohne Weiterbewegung bleiben (weitere
Bearbeitung, Ortsveränderung, Lieferung in die Hände der
Consumenten etc[)], wenn nicht Zusatz von Marx.
Schließen ⦗ohne Equivalent⦘ in Hände gegeben, die sie sofort
nutzbringend anwenden können.
Leihkapital repräsentirt freie
Mittel in der Hand seines Eigenthümers. Die Freiheit
der Leihkapitalien kann eine erzwungne,
aufgenöthigte sein Bemerkung von Marx.
Schließen (z. B. Fabrikant, der Masse Vermittler bedarf, um seine
Waaren loszuwerden, abzusetzen; also sie nicht direkt an deren
unmittelbare Consummenten absetzen kann).
Credit repräsentirt de prime abord Austausch; Gleichwerth ⦗nicht zu vergessen mit Profit⦘ muss nach gewissem Termin f. das gleiche gegeben werden.
Existiren viele freie Mittel, die sich nicht in Leihkapital verwandeln; todte Schätze, ausser dem Bereich der Unternehmungs- u. Leihkapitalien.
Verwandlung freier Mittel in Leihkapitalien u. Findung Anwender der letztren – Aufgabe der Banken. Unglück
Schließen Unjlück der Länder Zusatz von
Marx.
Schließen (!) wo dies nicht, Zusatz von
Marx.
Schließen (!) u. enorme edle Metallschätze
aufgehäuft werden! Unjlück! Banken entfernen das. Schwer f. eine Person zu
wissen wie Unternehmung ausser ihrem eignen Geschäftskreis beschaffen
etc[.] Namentlich sobald die
freien Mittel schon grossen Umfang erreicht u. ditto die
Specialisirung der verschiednen Geschäftszweige. Dann Specialorgane nöthig, die sich dem Geschäft
der Verwandlung der »freien Mittel« in Leihkapital
widmen. Und solche Organe die
Banken. Geldmarkt vorzugweis
Markt, wo Absatz für
die Resultate der Thätigkeit Zusatz von
Marx.
Schließen (!)
der Banken od. Banquiers.|
Die freien Mittel verwandelbar in fixes Kapital u. umlaufendes (Betriebskapital).
Bemerkung von Marx.
Schließen Er sagt falsch:
Alle verausgabten Gelder, Rohmaterialien etc
gehören zum umlaufenden Kapital. (p. 301)
Bemerkung von Marx.
Schließen Und dann folgende schöne Theorie:
Damit fixes u. umlaufendes Kapital, verwandt in
Unternehmungen, erhalten u. nicht vernichtet werden, dazu nothwendig, dass
sie erneuert werden aus Mitteln, bestimmt zur Consumtion.
Kommentar von Marx.
Schließen ⦗Jedes industrielle Kapital kann in der
That nur erneuert werden durch die
Elemente die das Productive Kapital bilden,
Produktionsmittel; Consumtionsmittel
kommen nur in Betracht, so weit die
Arbeitskraft, die stets von neuem gekauft
wird, mit einer bestimmten Masse Consumtionsmitteln in fact gezahlt
wird⦘ ⦗In der That aber vermengt Herr Kaufman,
die Nothwendigkeit des in Waare verwandelten
Kapital, verkauft zu werden, i. e. v. Verzehrern dieser Waaren (in letzter
Instanz) in letzter Instanz gekauft zu werden, also in Geld prima facie verwandelt zu werden, mit
der Nothwendigkeit, daß die
Mittel der Käufer (als
individueller, unproduktiver Consummenten) = Grösse
des in Waare verwandelten Kapital, also Revenue = Capital,
was reiner Blödsinn.
Ebenso
macht er – nach dem noch dazu z. Th. missverstandnen
Vorgang A. Smiths – aus
der
Differenzirung der Waarenmasse in
solche, die produktiv u. individuell consumirt werden,
Scheidung in
Capitalfonds u. Consumtionsfonds
als 2
v. einander unabhängige u. gegen einander selbsständige Grössen u.
Existenzweisen des Nationalreichthums.⦘
[»]So existirt neben dem Fonds
der industriellen Kapitalien ein Consumtionsfonds, der auf sich den dem Kapital drohenden Untergang
nimmt, d. h. seine Verwandlung in vernichtete Werthe, ohne welche
Verwandlung das Kapital seine Produktivität nicht offenbaren
könnte.« (301
Bemerkung von Marx.
Schließen Sehr einfache Manier um sich klar zu machen,
welche Rolle die
Revenues in der Erneuerung
der Kapitalien spielen.)
»Klar in solchem Fall, dass jede
unproportionelle Vergrösserung,
die dem Kapitalfonds Uebergewicht über Consumtionsfonds
giebt,
begleitet v.
einer der beiden Folge Folgen: das Kapital bleibt unproduktiv
od. es geht zu Grunde, ohne dass man es erneuern
kann.[«]
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗nichts da, nach ihm, woraus es [zu] erneuern⦘ Und nicht
minder klar, dass wenn einmal die freien Mittel unproportionell vertheilt werden zwischen den Zwecken
der Erhaltung – in der Form v. Kapitalien –
u. für Zwecke der Vernichtung – auf dem Weg der
Consumtion – dann nützlicher wenn die freien Mittel verausgabt
werden auf dauerhafte Werthe oder fixe
Kapitalien u. nicht umlaufende.
Die
umlaufenden Kapitalien unterstellen stets ihnen gleichen Consumtionsfonds, auf dessen Rechnung sie
in ihrer Ganzheit erneuert werden. Dagegen machen die fixen Capitalien
weniger Anspruch auf den Consumtionsfonds. (301)
50
Millionen verwandelt in Anlagekapital, erheischen f.
ihre Erneuerung nur Procentweise Tilgung (Amortisation), aber, wenn
verwandelt in umlaufendes Kapital, erheischen sie ununterbrochen erneuerte
Summen f. ihre Erneuerung, jedesmal gleich dem ganzen umlaufenden
Kapital.
(302)
Aber Auslage in neuem fixen Kapital (z. B. Fabrikgebäude) meist mit weiteren Auslagen sowohl v. fixem als umlaufendem Kapital verbunden. … So wenn ein ganzes Land in Prosperitätsperiode ganze Masse Unternehmungen unternimmt, berechnet auf weitere Ausgaben, wofür die Mittel fehlen, sobald deren Nothwendigkeit (der weiteren Ausgaben) eintritt. (303)
Selbst wenn Unternehmungen an sich produktiv, 2erlei Gefahren: Missverhältniss zwischen Kapitalfonds und u. Consumtionsfonds, woraus der erstere erneuert werden muss. Oder Missverhältniss zwischen dem Umfang der begonnenen Unternehmungen u. den durch sie gegründeten fixen Kapitalien einerseits u. andrerseits den Mitteln, nöthig zur Fortführung od. Beendigung der Unternehmung. In beiden Fällen Disproportion zwischen den producirten Werthen u. den ferneren Auslagen, die sie voraussetzen sei es aus Consumtions- od. aus Capitalfonds. (l. c.) In beiden Fällen stehn auf der einen Seite Kapitalien, auf der andern Deficit in den Mitteln nöthig zur Erhaltung besagter Kapitalien in ihrer цѣлости. (l. c. 303, 304) |
4All diese »Ueberproduktion« etc kann stattfinden ohne Zwischenkunft des Credits. (304) Alle Verwandlung freier Mittel in Kapitalien ist nicht eo ipso Verwandlung dieser freien Mittel in Leihkapitalien. (l. c.) Jedesmal, wenn Verwandlung freier Mittel in Kapitalien, ohne Berücksichtigung der Kaufkräfte der Consummenten, aus deren Mitteln das Kapital sich erneuern muss, beginnt Gefahr f. Produktivität u. Unversehrtheit des Kapitals. (l. c.) Die Unternehmer können wohl mit eignen wie mit fremden Mitteln überproduciren. (305)
Abwesenheit v. Maass in den Unternehmungen
въ природѣ переживаемой нами степени развитія производительности
экономическихъ силъ и средствъ. (306) Grosse Anzahl u. Conkurrenz
der Unternehmer. (l. c.) Zusammenfassende
Bemerkung von Marx.
Schließen Herr K.
fühlt daher das Bedürfniss nach »wissenschaftlicher
Statistik« (l. c.) (u. p. 307
Kommentar von Marx. Marx verweist auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), wo er auf S. 307
„As[inus]“ an den Rand schrieb.
Wegen Buchbinderschnitt ist davon nur noch der Wortanfang „As“ zu
lesen.
Schließen sub voce asinus!) Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Allgemeine,
ernsthafte ökonomische Statistik – Herr K. – nur möglich wo
das
Produktionsgeschäft selbst gesellschaftlich ist u. daher planmässig producirt werden
kann!⦘
Kredit erweitert die Gefahr, indem er die Verwandlung freier Mittel zu Kapitalien dadurch erleichtert, dass er ihnen die Möglichkeit giebt Leihkapitalien zu werden; erweitert so enorm die Sphäre des Missbrauchs. (307)
Die Unternehmungen – das darin gesteckte Kapital – hat seine beste Garantie durch gesicherten Kreis von Consumenten, der потребителей, für die sie arbeiten. Dieser aber oft verengt durch die Möglichkeit freie Mittel in Leihkapitalien zu verwandeln. Schon schlimm, wenn unter dem Stachel der Gewinnsucht, die Verzehrungsmittel sich v. der Consumtion abwenden u. sich in industrielle Kapitalien verwandeln. Noch schlimmer, wenn in Leihkapitalien. (308, 309)
Z. B. bei Werthpapierunternehmung; in Zeiten wo
Actien etc steigen. Bereicherungssucht ergreift
ganze Gesellschaft; jeder der freie Mittel [hat,] will sich in Spekulationsunternehmer verwandeln; jeder
placirt nicht um zu placiren, sondern um das gekaufte Papier mit
Profit möglichst bald wieder zu verkaufen. Der geschäftsmässige Speculant
placirt schliesslich die Papiercher in die Hände, die sie
behalten um daraus Einkommen zu ziehen. Eh sie solchen
definitiven Käufer finden, weder Waare noch Papier placirt. Wollte z. B.
jeder in Zucker speculiren u. keiner Zucker kaufen um ihn zu fressen! Bemerkung von Marx.
Schließen (Tiefer Kaufman!) So sieht in Zeiten des
Schwindels das Publicum auf die Papiercher nicht als
Consumtionfonds, sondern als Kapital, um durch Wiederverkauf Profitcher zu
mache! Schliesslich bleibe Papiercher nolens volens in Händen definitiv hängen,
wo sie nicht mehr Capital, sondern Consumtionsfonds. (308 309–311)
Oft
nicht nur die freien Mittel angezogen
zu den Schwindelcentren, wo flammender Gewinn lockt; sondern auch
solche Mittel, die bereits
ihre ergiebige Anwendung hatten in der Eigenschaft v.
Kapital. Eine Art v. Kapital wird so in andre
verwandelt. Aber wenn nun gar nicht nur mit
eignem, sondern auch gepumptem Kapital
gemöbelt wurde? Masse Schulden derer die gekauft, um wieder zu verkaufen;
sie müssen die Papiere losschlagen, um Schulden zu
zahlen
Schließen müsse die Papiercher losschlage, um Schulde zu zahle.
(311)
Wichtigste Seite des
freien Leihkapitals die Zeitdauer
des Kreditverhältniss, der die
Zeitlänge der Zahlungstermine (Fälligkeit
der Schuldobligation.) Hängt nur innerhalb sehr enger Grenzen
vom Willen der Contrahirenden ab. Hängt
ab, 1) Zusatz von Marx.
Schließen (sagt K.) v. der ZeitFrist zwischen
dem Moment, wenn für die Unternehmung Nothwendigkeit
von Leihkapital entspringt u. dem andern Moment, wenn das
Capital reproducirt ist od. befreit wird durch den Absatz
des Resultats der Unternehmung. (313, 14)
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗dies reducirt auf die Bewegung
des industriellen Kapitals: Hängt ab von der
Länge seiner
|5
Umschlagszeit
.⦘
2) hängt ab vom Umfang der Freiheit des Leihkapitals selbst. (314)
Der Umfang der Freiheit des Leihkapitals sehr verschieden je nach der Kategorie der Quelle, woraus es entspringt.
Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen I)
Zunächst die periodisch neugebildeten
(accumulirten) Kapitalien; sie sind unbeschränkt frei nur in dem Fall, wenn
schon bei ihrer Bildung sie nicht bestimmt f. bestimmten Anwendungszweck
nach Ablauf einer gewissen Zeit. Daher auch v. den neugebildeten
Kapitalien nur Theil verwandelbar in Leihkapitalien für unbeschränkte, willkührliche
Terminlänge. (314) Auf sie gründen sich besondre Kreditverhältnisse u. auf
ihnen beruhender Unternehmungen. Langterminig u. ewig-kreditlich, u. die auf sie gegründeten
Unternehmungen grösstentheils складочно-займовыя.
(314) In diesen
Fällen kehrt das LeihKapital zu seinem Eigenthümer nur nach u. nach
stückweis zurück, od. er verzichtet ganz auf das Recht es
zurückzufordern, lässt
dem Schuldner das Recht das Kreditverhältniss
aufzukündigen durch Einlösung der Obligation. (315)
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen II)
Mittel, frei in gegebner
Zeit, aber nur bis zu Eintritt eines genau
vorher gewussten od. absichtlich festgesetzten Moments, wann
die Mittel nöthig ihrem Eigner. Diese Mittel liefern
die Kategorie des
срочныхъ
Leihkapitalien. (315) Bilden sich aus Mitteln, die
ihrer Natur nach terminweis frei sind oder so künstlich freigemacht werden.
Der Unterschied in der
Vertheilung der Zeitmomente, wann die Unternehmungen
anfangen u. enden, Abhängigkeit dieser Momente v. den natürlichen u.
KulturBedingungen, bedingen Unterbrechungen
(перерывы) zwischen Ende einer u. Beginn folgender commerciell-industriellen
Campagne. Diese Unterbrechungen haben statt nicht in
demselben Theil des Jahrs f. verschiedne
Unternehmungen.
So gebildet
zeitlich freie Kapitalien, die f. bestimmten Termin aus einem Geschäftszweig
in den andren übergehn (verpumpt) werden (verpumpt werden) können. (315[, 316]) Dadurch wird
paralysirt der Einfluss der Unterbrechungen auf
die Verminderung der Beschäftigung u. Einbringlichkeit
der Kapitalien. Ausserdem solche Unterbrechungen möglich, die
nicht auf den objetiven [Bedingungen
des] ganzen Geschäftszweigs, sondern der subjektiven
Führung der einzelnen Unternehmer innerhalb desselben beruhen.
Endlich Quelle der terminweis freien Leihkapitalien die sub I)
erwähnten absolut freien Ersparungen, die aber in dieser Weise v. ihrem
Eigner verwandt werden. (316)
Aus Waaren bestehende
Leihkapitalien: Waaren die über den Kreis des
gewohnten Absatzes hinaus zur Erweitrung des Geschäfts v.
den Unternehmern producirt werden; zum beschleunigten Absatz
müssen sie in die Hände v. Vermittlern übergehn, u. zwar auf Kredit; od. aber Kommissionären übergeben [werden];
moderne Praxis zieht erstres vor, weil Commissionäre
den Unternehmer nicht vom Risico
befreien, während der Vermittler, der die Waaren auf Kredit nimmt,
ihr Eigenthümer wird u. ihren Absatz auf sein Risico übernimmt. Der Fabrikant schiebt
damit das Risico Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗oder, notabene, glaubt
das⦘ auf fremde Schulter. Streben des
commerciell-industriellen Lebens heutzutag nach
möglichster Zersplitterung u. Vertheilung des Risicos unter
möglichst viele selbsständige Unternehmungen. (316, 317) So bilden
die Waaren Leihkapitalien. (l. c.) Sind
ihrer Natur nach срочными; der Vermittler
soll definitiven Käufer finden. (318)
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen III)
Freie Mittel, bei denen die Zeitdauer
der Freiheit nicht vorher bestimmbar, deren Eigner sie daher
nur verpumpen kann auf die Bedingung jederzeit wieder über sie
verfügen zu können. Zusatz von
Marx.
Schließen (at
call) Quelle der stets einforderbaren (безсрочные ссудные капитали капиталы). (318)|
Hauptarten der terminlosen Leihkapitalien: a) Kassen-дѣятельные b) Kassen-обезпечительные (Garantirende) u. c) endlich долговые. (319)
Zusatz von
Marx.
Schließen
ad. a)
Kassenkapitalien od. thätige Kassenreserven: jeder
Unternehmer muss sie zur Verfügung haben. Bei Anlage
des Geschäfts stellt Geldvorrath das
anzulegende Kapital vor; aber bei Verlängerung (Fortgang des Geschäfts), das
umlaufende Kapital, wenn es beständiger Erneuerung
unterliegt. Das thätige Kassenkapital repräsentirt das
umlaufende Kapital einer gegebnen Unternehmung, solang od. soweit es sub
specie (Form) des Geldes existirt.
Diese Geldvorräthe existiren für ihre Verausgabung.
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗In andern Worten: sie bilden Theil
des im Kreislauf funktionirenden Kapitals, wovon aber
Theil stets momentan als Geldkapital
besteht.⦘
Zusatz von Marx.
Schließen
ad b)
Garantie-Kassen-Vorrath: ihre Verwandlung in Kapital
problematisch; hängt v. Umständen ab; hoards; nicht
für Verausgabung ⦗fliessende⦘ sondern zur Aufbewahrung f. den Fall der Noth.
(319) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Bilden in fact Assecuranzfonds des Unternehmers gegen
Accidents,
wogegen ihn keine Assekuranzgesellschaft sichern kann. Nur auf sie,
u. nicht wie Kaufman thut auch bei a) das Wort:
Reserve anwendbar.⦘
Kasse ist Nothwendigkeit durch den
Kreislauf des Kapitals selbst gegründet
(Ab- u. Rückfluss des Geldes)[.]
Repräsentirt das
Geldkapital, womit Geschäft eröffnet wird, u. im
Fortgang das
umlaufende Kapital im Moment seiner
Erneuerung. Je nachdem
das umlaufende Kapital Eigenthum des Unternehmers od.
ihm geliehn, hat er mit ihm Zusatz von Marx.
Schließen (sobald es sich in seiner Geldform erneuert) Waaren zu
kaufen od. Schuld (f. die
geborgten) zu zahlen.
Beides kann nur durch Bildung
des Zahlungsfonds in der Casse geschehn; das einemal – um am Termin die Schuld tilgen zu können –,
das andremal um im geeignetsten Moment kaufen zu
können; beidemal muss Vorrath v. Kauf- od.
Zahlungsmitteln parat gehalten, alias gebildet werden. Kasse füllt sich daher bis zum Eintritt der
Momente, wo die Kassenvorräthe ihre aktive
Rolle zu spielen [haben]; bis zu dem Moment diese Gelder (unthätig) müssig u. frei; während
dieser Zwischenzeit können sie in Leihkapitalien
verwandelt werden. Aber aus ihnen können nur leihbare Kapitalien at call gebildet werden.
([320,] 321)
Aber Geldvorräthe auch bei Personen, die kein
Geschäft treiben. Wo Unternehmungen durch politische
etc Umstände nicht gesichert Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗so erklärt sich
der Philister die Schatzbildung, da er
voraussetzt, dass die Menschheit v. vorn herein auf
Profitjägerei ausgeht⦘, Schatzbildung
vorwiegend. Ebenso wirken Revolutionen, u. gewaltsame Reactionen bei „fortschrittlichen“
Völkern.
Zusatz von Marx.
Schließen
ad c)
Empfangen Bedeutung zugleich mit Credit u. bekommen
nur besondre Bedeutung mit dem Umfang seiner Entwicklung.
(Die долговые terminlosen)
Wer sein Kapital verpumpt, erhält dafür Schulddokument. (Papierche) Repräsentirt dieser Schuldschein, ausser dem verliehnen Kapital, u.
dem Rechtstitel den es auf den Pumper giebt, noch etwas andres unabhängiges von dem der
fremden Person gegebnen Kapital? Zusatz von Marx.
Schließen Yes, sagt Herr K. (nach MacLeod u. andren Eseln) Er repräsentirt
die
Unternehmungskraft des Burschen, der
das Geld pumpt.
Bemerkung von Marx, der sich dabei auf sein Handexemplar bezog
(siehe MEGA IV/32. Nr. 658). – Zwei Begriffe auf dem rechten Rand
der Seite 325 sowie eine umfangreiche Bemerkung auf fast dem
gesamten linken Rand der Seite 326 können wegen Textverluste infolge
Buchbinderschnitts nicht rekonstruiert werden. Auf dem unteren Rand
der Seite 326 ist noch zu entziffern: „[Un]sinn, dass ausser dem
verliehnen Kapital die Schuldverschreibung xxxxx noch an sich
selbst eine unabhängige Sorte“. Auf Seite 327 ergänzt Marx
diese Stelle: „Rindvieh; das ganze
kommt darauf [hinaus]: borrowed od.
not borrowed monied capital it produces nothing
by itself. Very new indeed!“ – Je zwei größere Bemerkungen
auf den Außenrändern der Seiten 327–329 sind wegen Textverlusten
infolge Buchbinderschnitts nicht zu rekonstruieren. Auf dem unteren
Rand von Seiten 328/329 ist zu entziffern: „Ob,
eigenes od. gepumptes Geld, seine Funktion als Kapital stets was
andres als sein ‚Dasein‘, sei es in Geld, sei es in Waaren,
u. wenn der Verleiher auf die Kapitalfunktion des verliehen[en] Geldes rechnet, so heisst das nur,
dass er auf Grundlage der kapitalistischen Produktion
verpumpt, der Schuldsch[ein]
selbst thut nichts hinzu, u. existirt daher auch auf ganz andern
Voraussetzungen, wie alle Wucherer wiss[en]“. Auf dem oberen Rand der Seite 330 ist zu
entziffern: „Die ‚Theorie[‘]
des Herrn Kaufman über d. xxxxxxxxx [ko]mmt auf die Dummheit hinaus,
dass das
Dasein eines Dings f. uns, […] [z.] B. Rohmaterials – als sein Aufbewahren verunstaltet wird. […] [P]fifficus der Herr K.“ Auf dem unteren
Rand der Seite 330 ist zu entziffern: „D. h. bevor Leder da ist (dies nennt er, aufbewahrt ist) kann man es nicht
gerben. Tiefe Entdeckung!“
Schließen Ueber den
Blödsinn siehe meine Randglossen. (p. [325,] 326) (327) (328, 29)|
Weitere Entwicklung des Credits
Bemerkung von
Marx.
Schließen (v. den elenden Phrasen des K.
abgesehn): dass einzelne od.
Collectivperson, Zusatz von Marx.
Schließen wie er sagt,
ihren Credit benutzt nicht f. die eignen
Bedürfnisse, sondern f. seine Zufuhr an andre Personen. Dadurch
wird Credit vertheilt unter Personen, die ihn ohne solche Vermittlung nicht
erhalten würden. Wie einer sein Kapital industriell anwenden kann od. als
Leihkapital, so seinen Credit f. eigne od. für
fremde Unternehmungen. Das unterscheidet Unternehmercredit u. Bankcredit
; der erste wird [aus] erster Hand erhalten, der 2te nicht. (331, 32) Bemerkung von Marx.
Schließen
[⦗]
Alias:
Kredit wird selbst wieder verpumpt, es wird
Handel damit getrieben⦘
Geben des Credits aus einer Hand in die
andre:
Entweder der, welcher ursprünglich den
Credit geniesst, erhält dabei in seine Hand die ihm auf
Kredit gegebnen Werthe: dann geschieht die Abtretung
des Credits durch weitere Uebertragung dieser Werthe in dritte
Hände. Oder das ursprüngliche Geniessen des
Credits übergiebt in fremde Hände seinen Schuldbrief
⦗die Obligation seines Schuldners.⦘ Marx
bezog sich auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), in
dem sich auf S. 332 einige Randanstreichungen befinden.
Schließen (sieh p. 332) (+)
In der Mehrzahl der Fälle передача кредита endet damit,
dass для вѣрителя во всякоо всякоe данное время было возможно прекратить долговыя отношенія pо
документамъ, передачею которыхъ кредитъ уступается. Unterdess Kategorie ссудныхъ средствъ, repräsentirt durch
Schuldscheine, zu den
terminlosen (3.
c) gerechnet. ([332,] 333)
Die
Leihmittel, die in constante
Leihkapitale verwandelbar sind, können
natürlich auch sei es in terminweise, sei es at call (terminlose) verwandelt werden;
die Leihmittel, die in Terminweise
Leihkapitalien
verwandelbar, können natürlich auch u. noch leichter in solche at call verwandelt werden. Am grössten daher der Umfang der Kapitalien at call;
beschränkter der der
terminweisen; am engsten die Klasse
der
ewigen Leihkapitalien. (333)
Alle Schulddocumente entweder: Versprechen zu zahlen od. aber Befehl zu zahlen. (335)
Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen Unter dieselben Titel bringt K. die
Leihoperationen einerseits u. die
Auftraggebenden (Commissions-) andrerseits … Bei den terminlosen Krediten (at call) sei
die Natur doppelt: der Werth geht in die Hand
des Schuldners über, aber zugleich behält Creditor das
Recht darüber zu verfügen, ganz als ob er Eigenthumsrecht daran hätte. In
fact hat letzterer aber nur contractliches Recht
der Forderung, wann es ihm gutdünkt. (336) (cf. Marx bezog sich auf sein Handexemplar (siehe
MEGA IV/32. Nr. 658), in dem sich auf S. 337 einige
Randanstreichungen sowie die Bemerkung „Quelle prüfen“
befinden.
Schließen
p. 337 +
)
Ewige Leihkapitale
nöthig f.
Unternehmungen, die sich ausdehnen über möglichst grosse
Termine u. möglichst langsam erneuern
die auf sie verausgabten Kapitalien. So die Landwirthschaft (wenn mit Hilfe fixer Capitalien
betrieben), die
Renten der Grundeigenthümer, endlich
die
Antheilunternehmungen; entweder direct productiv, wie Eisenbahnen, die
arbeiten mit mehr fixem als umlaufendem Kapital, eben so Minenunternehmungen etc;
ferner die
Antheil-unternehmungen, deren Zweck aus relativ
kleinen Beiträgen ganz freier Mittel ein grosses
Leihkapital zum Verpumpen an Regierungen zu bilden. (338, 39)
(Weiteres über Regierungspump 339) Regierungskredit
ganz selber Art wie der grundherrliche, auf Grundrente gegründete. (p. 339)
Obligation (Schuldscheine) sind паи кредитнаго помѣщенія u. unterscheiden sich dadurch v. den Aktien, vorstellend паи (AnTheile) der Placirung, der anvertraut nicht Leih- sondern Unternehmungskapitalien. (340) Terminweise Kapitalien finden am leichtesten Placirung. (l. c.)
( Von Marx mit
Bleistift zur eigenen Orientierung geschrieben. Die an dieser Stelle
unterbrochenen Exzerpte setzte er ab S. 37 fort. Im Folgenden
springt er an den Anfang des Buches zurück.
Schließen Fortsetzung p. 37
)|
Erster Erste AbTheilung: Kredit.
I Kapitel. Grundlagen u. Zwecke (Ziele) des
Kredits
Motive: zu beschleunigen den Gang der Ausnutzung der Quellen des Profits, nicht nur durch den vergangnen, sondern auch den laufenden (fliessende fliessenden) Unternehmungsgeist. (p. 7)
Dank der Dienste des Kapitals enorme Vermehrung der Produktion, der Waarenmasse, die beständig progressiv auf den Markt geworfen. (11) Hence wachsende Nothwendigkeit unverzögerten Absatzes, auch wenn Käufer nicht im Stand sofort baar zu zahlen. (12) Unvermeidlich ihre (die Waaren) Bewegung v. Producent zu grossem Kaufmann, v. letztem zu dem kleinen. Nicht möglich, wenn baare Zahlung einziges Instrument des Kaufs. So wurde Credit ökonomische Nothwendigkeit. Die »grössten Jahrmärkte«, wo zuerst erschienen Massenproduktion u. allgemeiner Absatz, daher die erste Sphäre, wo Kredit aufkeimt. Hier nicht nur entspringend Kreditlicher transfer v. Geld (Rimessen) sondern auch verschiedne Hilfsmittel zur wechselseitigen Auslöschung der Schulden, welche die Vorsteher der commerciell-industriellen Welt miteinander contrahirt. (l. c.)
Die produktive Funktion des Kapitals erheischt Uebergang des Produks der
vergangnen Thätigkeit, v. einem Specialisten ⦗besondere Sphäre
der Produktion⦘ in die andre. Aber dieser Uebergang selbst an sich selbst solcher
Eigenschaft, dass dabei in den meisten Fällen baare Zahlung unmöglich. (14) Zahlung daher zu
verschieben; diesen Bei Kaufman, S. 14: #R+оtsroчku#R-;
Aufschub, Stundung, Prolongation
Schließen Ausstand der
Zahlung liefert der Kredit. Dadurch Kapital Bemerkung von Marx.
Schließen (schon in Waare verkörpert) verbunden
mit dem anderen Element des Kapitals, das laufende
Thätigkeit darstellt. (l. c.)
Kommentar
von Marx.
Schließen ⦗Der Bourgeois sieht die
Hauptsache nicht: Seinen ersten objektiven Basen nach entspringt
der Credit aus den Nothwendigkeiten,
welche die
Kapitalistische Produktionsweise
schafft, aus den holden Hindernissen, die aus
der
entwickelten, i. e. kapitalistischen
Waarenproduktion entspringen;
denn was sagt uns Herr Kaufman (als Kompilator): Seine erste Grundlage ist die
Nothwendigkeit beschleunigten Absatzes bei entwickelter
Massenproduktion. Aber was meint Absatz? Die
Nothwendigkeit der Verwandlung der
Waare in Geld,
wobei wieder vorausgesetzt ist, dass das Produkt als Waare producirt ist. Also diese erste Basis der auf
Privateigenthum ruhenden Produktion soll der Credit
beseitigen, u. zwar weil der
Kapitalist producirt auf gesellschaftlicher Stufenleiter, nicht
auf individueller u. bei seiner
Produktion selbst bestimmt ist, nicht durch die
Befriedigung eines Bedürfnisses, sondern durch das
Bedürfniss sein Kapital zu verwerthen. Der Credit hebt die
Basis, auf der er
ein Hilfsmittel ihren eignen Consequenzen zu entspringen, nicht
auf; er beseitigt die Verlegenheit momentan. Er beseitigt
den
Missstand
nur, indem er seine
Form wechselt.
Und er wechselt seine Form nur, indem er die in
der kapitalistischen Produktion verhüllten
Widersprüche – Produktion auf
gesellschaftlicher Stufenleiter als Privatgeschäft,
Privatexploitation auf gesellschaftlicher Stufenleiter
organisirter Arbeitskraft – über den engen Umfang
hinaus entwickelt, wozu sich die
kapitalistische Production ohne
Credit allein entwickeln könnte. Er reisst also die Schranke ein, innerhalb deren die
kapitalistische Produktion ohne den Credit
ihren Umfang u. die in ihr eingehüllten Widersprüche
entwickeln würde.
Zusatz von
Marx.
Schließen Ausser der Nothwendigkeit beschleunigten Absatzes der
producirten Waarenmassen
führt Herr K. an: »Der Credit erscheint mit
der Kraft einer physischen Nothwendigkeit, sobald
die
Specialisirung
Zusatz von Marx.
Schließen (die
gesellschaftliche Theilung der Arbeit) anfängt sich
progressiv ausdehnen im Umfang |9 auszudehnen.« (15)
Kommentar von
Marx.
Schließen Der Umfang in der
Complication der
gesellschaftlichen Abhängigkeit der
producirenden PrivatKapitalisten v. einander – in Zeit
u. Raum in der Produktion selbst – erweitert sich zu
einem Punkt, wo sie nolens volens sich Credit geben
müssen,
d. h. to a certain point als co-partners in
demselben Collectivbusiness, in the great business of social
production – agiren müssen,
um die aus der
Specialisirung der Geschäfte,
auf Grundlage des Privateigenthums, entstehenden Hindernisse der Produktion zu
beseitigen.
Aber Herr Kaufmann giebt selbst zu, ohne zu wissen, was er sagt,
dass die Quellen, woraus diese Hindernisse entspringen, durch den Kredit
zu Strömen anwachsen – denn er
sagt:
»Der Credit wird vor allem die Kraft,
welche die ihn hervorbringenden Ursachen
unterhält. #e*unterhält°]
Bei Kaufman, S. 15: #R+пodderhivaющeю#R-; aufrechterhaltende,
unterstützende (Hervorbringung)
Schließen
Er beschleunigt
die
Herausziehung v. Nutzen aus der menschlichen
Thätigkeit
Kommentar von Marx.
Schließen (alias er erhöht die Stufenleiter u.
den Umfang der Exploitation u. damit
die Massenproduktion, um Massen von
Mehrwerth zu erbeuten) u. befördert die
Specialisation
[«]
Kommentar von Marx.
Schließen (die aus der stets wachsenden
Theilung der gesellschaftlichen Arbeit entspringende
Abhängigkeit aller Zweige der kapitalistischen
Produktion v. einander u. daher die im Credit entwickelte
sham-solidarity der mit einander konkurrenden konkurrirenden Kapitalisten.)⦘
Kommentar
von Marx. – Bei Kaufman, S. 15: „извлеnіе пользы изъ
человѣческой дѣятельности“ („Ziehen von Nutzen aus der
menschlichen Tätigkeit“)
Schließen ⦗die Art wie Herr K. sich das Zeug
als ächte Bürgerseele idealisirt, liegt schon in der
Phrase: »извленіе пользы изъ человѣческой дѣятельности[«] – schöne Periphrase f. Exploitation
der menschlichen Arbeit durch eine Bande v.
Industrierittern!⦘
Kommentar von Marx.
Schließen ⦗Summa summarum:
Das Creditsystem erwächst nothwendig aus
der
kapitalistischen
Produktion
. Auf der Basis
des Privatbetriebs sucht er die Vortheile
des
Collectivbetriebs zu sichern u. er muss
das, weil seine Basis: Privatbetrieb
der Produktion auf gesellschaftlicher
Stufenleiter, womit auch die naturwüchsig
engen Grenzen des
Privataustauschs (der
Circulation) unverträglich. Credit also sham
association. Aber es bleibt nicht bei dieser Seite.
Die Ausbeutung der fremden Arbeit wird
erweitert durch die Ausbeutung u. Aneignung de l’argent des autres, welches eine
kommunistische Anwendung seitens der
industriellen, commerciellen etc
Kapitalisten u. Glücksritter untergeht.⦘
Zusatz von Marx.
Schließen Hören wir weiter Herrn Kaufmann:
»In jetziger Zeit besteht grosse Masse v.
Mitteln, die zum Theil ihrer produktiven Grundlagen nach
(technischen), z. Th. auf socialen Grundlagen sich nicht in den Händen
befinden, die ihnen profitliche ( Zusatz von Marx.
Schließen er nennt das:
доходное) Anwendung geben können. Nämlich die
technischen Grundlagen: die
äusserste Specialisation der verschiednen
Geschäftszweige u. die
enorme Stufenleiter dieser Geschäftszweige (als
individuelle, selbstständige Unternehmung)[«] (p. 15). Kommentar von Marx.
Schließen ⦗Dieser Specialisation wird abgeholfen
durch Direktoren v. Aktiengesellschaften, die jedes Geschäft nicht kennen u.
daher in einer Unzahl verschiedner Geschäfte gleichzeitig agiren
können,
durch Erfindung des Universalgenies à la Stroussberg
;
u. was den
Umfang angeht, so wird er dadurch
beseitigt, dass der
Umfang des dazu nöthigen Kapitals – erweitert wird
durch Wühlen in fremder, aber profitwüthiger Tasche⦘
Die
socialen Grundlagen: Erblichkeit u. Reichthum auf Seiten
nicht industrieller etc Müssiggänger. (16) Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Diese reichen(?) Müssiggänger
werden zu sleeping partners der Industrieritter gemacht
durch Antheil an Profitchen⦘ Ferner: die
Geldersparungen zum grossen Theil in Händen, die sie
nicht profitlich anwenden, od. anwenden können. Aus allen diesen »имуществъ« muss »der Kredit
Kapital machen«. (16)
Nach Herrn K. fliessen die
Ersparnisse »heutzutage« aus folgenden Quellen:
»Kenntniss (знаніе), #e*Arbeit u. Unternehmungsgeist°]
Bei Kaufman, S. 16: #R+тrudъ i
predprîimчivosть#R-
Schließen
Arbeit u. Unternehmungsgeist«. (16)
Kommentar von Marx. – beati
possidentes: glückselig besitzenden (lat.)
Schließen ⦗Unter »знаніе« aber zu verstehn nach K.
selbst: »умѣніе дѣлать дѣло«, Geschäftche zu machen. Unter
»Arbeit«, was er nicht sagt: die Arbeit,
fremde Arbeit zu exploitiren, u.
unter »Unternehmungsgeist« ganz speciell der Geist,
der das zur Exploitation fremder Arbeit nöthige Kapital aus fremder Tasche
hervorzuluchsen weiss, Unternehmung auf fremde Tasche; der Geist der
„promoters“ „Gründer“. Die
Schöpfung des modernen
Industrieritterthums ist in der That eine
Gründung |10 des Creditsystems. Das
moderne Industrieritterthum (wie
die merchant-adventurers früherer Periode) durchaus
nöthig, um die Entwicklung der
kapitalistischen Produktion nicht innerhalb
der Grenzen einzuzwängen, die den beati possidentes
Capitalisten zusagen würden.⦘
Die Gefahr Reichthum zu »erhalten« vor der Begierde ihn zu »verzehren«
Zusatz von
Marx.
Schließen (also Tugend der
Enthaltsamkeit als Mittel der
Kapitalbildung)
existirt
nach Herrn K. nicht für civilisirten Menschen. Erhalten durch Enthalten wichtig nur
f. Wilde etc Bemerkung von Marx. Siehe Marx’ ersten
Band des „Kapital“ (MEGA II/5. S. 481).
Schließen ⦗grade die umgekehrte Doctrin wie bei Senior
⦘ »Aber der
vor Verzehr gesicherte Reichthum verwandelt sich
nicht v. selbst in Kapital.« (20) »Nur die produktive Hand des Menschen macht Kapital aus todter
Sache« (p. 20)
Kommentar von Marx. Marx geht davon aus, dass Kaufmann seine
Formulierungen dem ersten Band des „Kapital“ „entlehnt“. Im
Unterabschnitt „1) Arbeitsprozeß und Verwertungsprozeß“ schrieb
Marx: „Eine Maschine, die nicht im Arbeitsproceß dient, ist
nutzlos. Außerdem verfällt sie der zerstörenden Gewalt des
natürlichen Stoffwechsels. Das Eisen verrostet, das Holz
verfault. Garn, das nicht verwebt oder verstrickt wird, ist
verdorbene Baumwolle. Die lebendige Arbeit muß diese Dinge
ergreifen, sie von den Todten erwecken, sie aus nur möglichen in
wirkliche und wirkende Gebrauchswerthe verwandeln.“ (MEGA II/5.
S. 134.)
Schließen ⦗Diese
Phrase entlehnt Herr K., um zu zeigen, dass zur Befruchtung
des Reichthums – der
Industrieritter
nöthig u. dies ganz richtig, sobald unter Befruchtung
des Reichthums seine Verwandlung in Kapital, i. e. seine Verwerthung als Kapital verstanden wird, aber auch in
diesem Sinn nicht in den
süsslich-optimistisch-wortgewaltig platten Auffassungsweisen
des Herrn K.⦘
Hört desswegen, fragt sich Herr K., »die Sparsamkeit auf eins der Mittel zu sein, wodurch
Kapital gebildet wird?« (20, 21) Bei Leibe nicht; aber wir müssen »als
Mittel der Kapitalbildung auch alles betrachten, wodurch Habe
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗ausser durch Enthaltung vom
Verzehr⦘
vom Untergang gerettet wird u. wodurch die
Möglichkeit erleichtert wird seiner unmittelbaren Verwandlung in
Kapital«. (p. 21) Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Für die
„Masse der Wilden“, die zwar nicht im wilden Zustand
leben, die vielmehr Produkt u. Produktionsbedingung dessen was
Herr W. K. für „höchste“ Stufe der
Menschheitsentwicklung erklärt, u. die er so
gefällig ist „mit den Wilden“ in eine Masse
zusammenzuwerfen – er sagt: Enthaltsamkeit etc von Verschwendung,
Ueberconsumtion etc hat nur positiven sittlichen Werth (d. h.
versteht sich von selbst für jeden „Gebildeten“, der
nicht positiv „lasterhaft“ ist) für: – Wilde
oder Leute, angehörig der unentwickelten u. rohen
Masse (p. [19,] 20) –;
also f. die
„Masse der Wilden“; d. h. die
Masse der unmittelbaren
Producenten, jezt Lohnarbeiter, sind der Mühe
enthoben zu sparen (für die Produktion) einmal, weil sie
aufgehört haben selbsständige
Wirthschafter zu sein; sie sind selbst nur noch Bestandtheil
des
produktiven Kapitals in den
Händen ihrer Exploiteurs; die Motive u. die
Nothwendigkeit der „Ersparung“, die für sie existierte, als
selbstwirthschaftende Bauern u. Handwerker hat keinen
ökonomischen Sinn mehr;
ihr Geschäft ist Verkauf ihrer selbst,
ihrer Arbeitskraft, wozu keine Ersparung
nöthig ist. Andrerseits ist die
erste Bedingung der capitalistischen
Produktion – die
Verwandlung v. Reichthum in Kapital, in
sich selbst verwerthenden Werth die,
dass diese Masse Wilden fortfährt sich
in dem Zustand zu befinden, worin sich dies Geschäft des Selbstverkaufs
verewigen u. die Masse den Selbstverkauf auf stets grösserer Stufenleiter
reproduciren muss.
Wir kennen die Methoden, deren die
capitalistische Produktionsweise sich hierzu
bedient. Aber, abgesehn v. diesen besondern Methoden, besteht
der allgemeine Process der
Produktion (kapitalistischen) darin, alles was
der Arbeiter über den
Preis seiner Arbeitskraft (resp.
Arbeitslohn) hinaus producirt u. verzehren muss im Durchschnitt um zu leben u. arbeiten zu können
– v. seiner Seite auf der Seite des Kapitalisten als
Mehrwerth zu entfernen u. daher in demselben Mass mehr
v. ihm zu entfernen als die
Produktivität seiner Arbeit (vulgo Produktivität des Kapitals
genannt) wächst mit dem Fortschritt der
gesellschaftlichen Entwicklung. Ersparung
durch Enthaltung vom Verzehr (u. daher „Erhaltung“ v.
Kapital durch „Enthaltung“ von Verzehr) ist also in doppelter Weise unmöglich u. unnütz
|11 geworden f. die „Masse der
Wilden“, i. e. die wirklichen Producenten; erstens weil
ihre Arbeitskraft nicht mehr v.
ihnen selbst, sondern v. dem sie kaufenden Kapitalisten
produktiv angewandt wird; zweitens
weil der
Produktionsprocess selbst ihnen den v. ihnen geschaffenen
Reichthum – vorenthält, schon im Moment
seiner Schöpfung,
sie daher v. der Qual befreit, sich von dessen
übertriebnem Verzehr zu „enthalten“;
drittens, weil in dem Grad wie ihre Arbeit produktiver
wird u. grössere Reichthumsmassen producirt, es ihnen
schwieriger wird, stufenweis, auch nur zu
leben vom Verkauf ihrer Arbeitskraft, diese
Schwierigkeit wächst mit dem stimulus, den der
Credit der Entwicklung der
kapitalistischen Produktion giebt. Mit
Bezug auf den
stets schwellenden Umfang der Arbeiterklasse als
Arbeiterklasse
wird es daher eine einzelne
Zufälligkeit,
ob dies od. jenes Individuum darunter, wie Mandeville sagt, durch besondres
Magenzuschnüren
sich gewisse Sparpfennige (durch
„Enthaltung“ vom Verzehr) sammelt. Der Die Klasse als solche ist dieser „Möglichkeit“ selbst überhoben; u. selbst f.
die
einzelnen Ausnahmen besteht die
„Enthaltsamkeit“ möglicher Weise nur darin durch Frugalität
ihren Verzehr zu vertheilen über gute u.
schlechte Geschäftszeit, stets schlecht zu leben, um nicht ganz
entblöst zu sein, was aber doch eintritt mit verlängerter
Crisiszeit. Wenn also der
Charakter der
Produktionsverhältnisse selbst für die „Masse
der Wilden“ die spiessbürgerliche Tugend
der Sparsamkeit, der
Bereicherung durch Enthaltung v.
unmittelbarem unproduktivem Verkehr definitiv
abgeschafft hat, so hat sie dagegen die Mittel gefunden
die
kleinen Geldvorräthe (die keineswegs
blos aus „Sparpfennigen“ bestehn, sondern der Masse
nach aus dem
laufenden Salair (nothwendigen) welches
nur an gewissen Terminen gezahlt, u.
aushalten muss bis neuer Zahlungstermin
eintritt) in Kapital für andre zu verwandeln, u. damit nicht nur,
ausser ihrer Arbeit, auch das ihnen gezahlte Salair zum Mittel ihrer erweiterten
Ausbeutung
zu
machen u. sie
desselben direct zu bestehlen
. Das Salair, so weit es z. B.
dazu dient an späteren Terminen Wohnungsmiethe zu zahlen, od. diese od. jene dieses oder jenes aufschiebbare Bedürfniss zu bestreiten od. vielmehr
ein Bedürfniss, dessen Bestreitung (z. B. Kauf neuer Kleider,
Möbel, Schulgeld etc) nur dadurch möglich wird, dass
das Salair nicht sofort ganz verausgabt, sondern
nach u. nach kleiner Geldvorrath aufgehäuft wird zur
Aufeinmalzahlung vom Arbeiterstandpunkt aus grosser, aber
nothwendiger Ausgaben – diese so momentan gebildeten, dann
verschwindenden u. wieder gebildeten kleinen
Geldvorräthe, die die
nothwendige Vertheilung des Salairs zur Bestreitung
der Arbeiterbedürfnisse während des ganzen
Jahrs bedingt –
unendlich winzig mit Bezug auf
den einzelnen Arbeiter – bilden erkleckliche Summe in jedem industriellen Land, in
jedem Land entwickelter, kapitalistischer
Produktionsweise.
Sie werden also Fisch für den auf sie lauernden „Unternehmungsgeist“.
Die
ganze
kapitalistische Produktion beruht prima facie auf dem Kredit, den der die Arbeiterklasse der
Kapitalistenklasse geben muss, wenn sie „leben“ will. Der Arbeiter muss
seine Arbeitskraft auf „Kredit“
dem Kapitalisten geben, d. h. sie verausgaben, um
nach wöchentlicher, monatlicher, oft längerer Frist, f. die
Waare, die er geliefert hat, die Arbeit selbst, bezahlt zu werden. Von dem
Credit, den der Arbeiter so, in
Folge des
Credits, den er ursprünglich dem Unternehmer giebt, vom
Epicier
etc verlangen muss, dessen
Schuldsklave u. Ausbeutungsvieh er so wird, od.
des
Pfandverleihers, od. des
Trucksystems,
od. des
Placements fauler Banknoten
etc, kurz v. verschiednen
Methoden, worin er so in Creditverhältnisse als Schuldner sowohl wie als
Gläubiger geräth, wollen wir hier nicht sprechen. Aber
der Theil der Arbeiterklasse, der nicht
auf Minimallohn
|12 beschränkt u. nothwendig jede Woche aufzehren muss, was er Ende der Woche
erhält – dieser Theil der Arbeiterklasse muss kleine Geldreserven – die
zusammengerechnet grosse Geldsummen bilden – aufhäufen, nicht um
sich zu bereichern
durch „Enthaltung vom Verzehr“, sondern um, innerhalb seiner
eignen Verhältnisse, sein Salair in normaler
Weise zu verzehren u. nicht auf die miserablen
Verhältnisse der niedrigeren Schichten seiner eignen
Klasse herabzusinken.
Baares Geld, wenn auch in an sich
minimalem Umfang, bei sich behalten, ist für ihn eine positive Gefahr, die Niemand besser zu
würdigen weiss als er selbst. Die Gefahr eben so gross
als bei dem russischen Bauer, den der Hunger
v. selbst u. Familie jeden Tag der Versuchung aussetzt, das
zur Saat bestimmte Korn aufzuessen.
Um dies Geld also in Sicherheit zu bringen u. es im nöthigen
Moment für den Verzehr zu haben – Sparkassen etc, die der
Staat u. der auf die Pfennige luchsende „Unternehmer“
bereit hält. So der Arbeiter gekettet einerseits an
das Sicherheitsorgan der ihn
unterdrückenden Gesellschaftsordnung, die
Regierung
[,] od. schwillt auf altes
od. hilft mit constituiren neues
Kapital, das ihm um so
unverschämter als Macht über ihn selbst gegenübertritt. Soweit blos von der
mechanischen Nothwendigkeit,
das
Reserve-Zehr-Geld der
Arbeiterklasse in Rohstoff der
Kapitalbildung, Verstärkung der ihn
beherrschenden Macht zu verwandeln.
Aber das ist nicht alles. Die „Credit“segnungen
schlagen auch dem Arbeiter ins Auge; er will seine „Reserve“ auch
in Duodezimalkapital verwandeln, rentabel machen u. ein Bischen
Mehrwerth mit dadurch f. sich fischen. Er selbst – der nicht mehr f.
die Produktion zu „sparen“ hat – weiss aber, dass man
sich bereichern kann durch Aneignung v. Mehrwerth, ohne selbst
zu produciren. Der Köder eines kleinen Zinses wird ihm
v. allen Ecken vom „Unternehmungsgeist“ entgegengehalten. Er
beisst an, placirt sein Revenue-Zehr-Geld in Banken
etc u. bringt es damit fertig nicht nur passiven, sondern
activen, sozusagen freiwilligen Antheil an dem
periodischen Bankerutt des „Unternehmungsgeistes“ zu
nehmen. –
Sein Reserve-Zehr-Geld wird v. andern gegessen od. verspekulirt.
– Ausserdem wird er dazu
noch verpestet v. dem Geist der Selbstreicherung Selbstbereicherung durch „Exploitation“. –
⦘
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗So viel mit Bezug auf die „Masse
der Wilden“, die der Mühe der
Selbstbereicherung durch „Enthaltung vom Verzehr“, durch
„Sparsamkeit“, durch die Produktionsverhältnisse selbst
„enthoben“ sind. Das andere Extrem, im Gegensatz zu der
Masse der in Proletarier
verwandelten wirklichen Producenten
führt uns der salbungsvoll,
blüthenjudenkirschliche Herr K.
vor in folgender Phrase: »In gegenwärtiger Zeit, wo die
Reichthümer einzelner Personen zu solchem Punkt
gewachsen sind, dass in vielen Fällen nothwendig wunderthätige Verschwendung u.
masslose Vergeudung zu deren Vernichtung durch den
Verzehr, bekam es
mehr denn je augenscheinlich, dass Rettung der Habe vor dem
Untergang, womit Verschwendung u. Vergeudung ihn bedrohen
könnten, noch lange nicht hinreichend zu ihrer
Verwandlung in Kapital.« (p. 19, 20)
[»]Credit … erleichtert Verwandlung
имущества in produktive Quellen v. Profit u. Einkommen etc (21) Viele
Güter (имущестъ имуществъ) blieben müssig u. nicht einbringlich ohne ihn, fielen nicht
in die Hände solcher knowing persons,
welche aus ihnen Kapitalien zu machen
wissen; viele Reichthümer könnten in solchem Fall keinen Nutzen offenbaren auch vermittelst ihrer Vernichtung durch
den Verzehr.« »Ohne
den Credit
Bemerkung von Marx.
Schließen (u. dies druckt K. gross)
könnten diese Reichthümer überhaupt nicht
gespart (aufbewahrt etc сберегаемы) werden.« (p. 21)
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Der Credit wirkte hiernach wie z. B.
Entwicklung des Exports durch Eisenbahn etc[.] Nämlich, dass manches was noch in
den Volksconsum fiel, ihm nun entzogen wird, weil es in Kapital, Profitche bringend,
verwandelt werden kann.⦘
In one
word:
»Kredit muss anerkannt werden als Hilfsmittel zur
Bildung v. Kapitalien« (p. 21). Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Dies
völlig richtig. Reichthümer (богаства богатства) (Elemente des Reichthums) können überhaupt
nur in Kapitalien verwandelt werden durch Aneignung fremder
Arbeit – als Exploitationsmittel fremder Arbeitskraft –;
der Credit bringt hinzu, dass fremder Reichthum von Nichteignern desselben in
„Kapital“ verwandelt werden kann. So weit |13 überhaupt
v. „Sparen“ die Rede, lässt er „andre“ sparen u. zieht
Profitche aus der fremden Ersparung durch Verwandlung
in Kapital.⦘
Auf dem Gebiet der знаній u.
der
»Enthaltung« geht der Process
der Bildung des nationalen #e* nationalen°] Bei
Kaufman, S. 22: #R+narodnago#R-
Schließen Kapitals um so
rascher, je weiter der Umfang des Kredits. (22)
»Theilnehmen in einer Unternehmung durch das Kapital, das ihr
auf Credit gegeben ist, bedeutet theilnehmen nur an den
Vortheilen u. sich losmachen v. den sie begleitend könnenden
Verlusten.« (24) »Entfernung des
Risico’s« also, da das »Kapital ganz returnirt werden muss«
(24. Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗in der That aber auch „ganz“
verloren gehn kann)⦘ Vor allem, Zusatz von
Marx.
Schließen nach
Herrn K., der Credit »Mittel die
Ganzheit (Unversehrtheit) des (verpumpten) Kapitals zu bewahren, dem ohne ihn Gefahr
bedrohte.« (p. 25) Zusatz von Marx.
Schließen !!
Durch Credit kann der Unternehmer seine momentan »freien« Mittel kapitalisiren. Durch Credit kann der Unternehmer, über die Grenzen seines Kapitals, sein Geschäft ausdehnen. Damit wächst f. ihn »Nothwendigkeit erweiterten Absatzes, d. h. wieder des Credits. Empfangend daher auf Kredit Material u. Rohstoff kann der Producent fertiger Waare, Dank dem Credit, alle Gewinne die aus Produktion auf grösserer Stufenleiter fliessen, einsacken, grössere Waarenmasse produciren, wodurch er seinerseits gezwungen Kredit zu geben dem Grosshändler, dieser dem Kleinhändler.[«] ([28,] 29)
Credit erzeugt die Möglichkeit ununterbrochner Produktion. (29)
Vor dem Kredit »relativ nicht viel producirt u. dies Wenige
hauptsächlich abgesetzt auf Jahrmärkten gegen baare
Zahlung. Der einzelne Producent u. Handelsmann muss
die Jahrmärkte abwarten, um sich auf ihnen seine Vorräthe
zu verschaffen. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Die
Communications- u. Transportmittel damit mehr zu
thun als der Credit.⦘ Oft, in Folge davon, tritt
Unterbrechung seiner Arbeit ein. Wenn der Produktionsprocess
der fertigen Waare od. сбыта
aus verschiednen Theilen
besteht, vollendet zu verschiednen Zeitperioden, muss ein Theil
der Arbeit auf den andern warten
, dann
wieder auf jene, bis günstige Verhältnisse sie in solche Hände brachten,
die kaufen können; der ganze Gang des Geschäfts u.
der Unternehmung wird verzögert.[«] (29, 30) Der Kredit wälzt dies alles um: Dank
ihm, gewinnen die
Theile
des Produktionsprocesses, die verschiedenseitig sich
vollenden u. arbeitend die einen f. die andren in
Folge der Ununterbrochenheit ihrer выполненія, den
Charakter sich gleichzeitig vollziehender.
(30)
Der Kredit beschleunigt nicht nur die Bewegung des Reichthums sondern die Bewegung der Bereicherung. (32) Letzteres durch seinen produktiven Einfluss auf die Schöpfungsmittel der Werthe (Waaren etc) überhaupt, ersteres durch seinen nicht minder produktiven Einfluss auf die Bewegungsmittel des Reichthums, die s. g. Circulationsmittel. (32)
Bei Lohnarbeit wird der Verkäufer seiner
Arbeitskraft abhängig v. (fremdem) Kapital; dagegen beim Unternehmer (auf Kredit) wird das fremde
Kapital von selbiger Unternehmungspersönlichkeit.
Zusammenfassende Bemerkung von Marx.
Schließen (über diesen Blödsinn weiteres p. 36) (Dort
wird die lebendige Arbeit abhängig vom
»Unternehmungs«jüngling) (l. c.)|
Der Credit
Zusatz
von Marx.
Schließen (!!!)
verhindert die Agglomeration des
Reichthums. (37)
Kredit überträgt Reichthum v. einem Volk aufs andre. (38) Den
Nutzen des Credits [der] f.
den
industriellen (commerciellen) Kapitalisten herrscht Zusatz von Marx.
Schließen nennt Viech Kaufmann, »dass das
Kapital unter die Gewalt der
Arbeit
Zusatz von
Marx.
Schließen (i. e. des unmittelbaren
Sklaventreibers) gebracht wird.[«] (Sieh 38
[)]
Credit Lösung der socialen Frage
Bemerkung von Marx.
Schließen (O Jerum!) (p. 41, 42) (++)
Wirkend in der Eigenschaft einer Kraft,
die die
Zukunft anticipirt, ruft der Credit im
Leben neuen Kreis v. Werthen hervor u. vermehrt durch ihre Summe
den vorhandnen Reichthum. (43) Es werden Unternehmungen
begonnen mit in gegebener Zeit vorhandnen Kräften u. Mitteln. Aber
die Zukunft liefert die Mittel u. Kräfte für
die Beendigung der Unternehmungen. (44)
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Solches nach Herrn K. früher nicht
der Fall! In Aejypten wurden
die Pyramiden aufgeführt mit den Mitteln,
die z. B. im laufenden Jahr vorhanden waren! Quel
imbécile!⦘
Ferner aber: Kredit giebt Kaufkraft noch bevor sie äussere Grundlage gewonnen hat. Dies wieder Anticipation der Zukunft. (47) Alles was Quelle v. Einkommen werden kann, was in der Zukunft »Eingehn« (поступления) verspricht, kann in entsprechendem Maass auch Grundlage der Anticipation bilden. (47)
Kredit ist eine Art des Austauschs. Ein fertiges Kapital (fertiger Werth) wird empfangen u. im Austausch gegeben Werth enthalten entweder in nicht realisirtem Resultat des fliessenden Unternehmungsgeist od. in nicht beendetem u. nicht realisirtem Resultat vergangner Unternehmung; realisirte Resultate ausgetauscht gegen noch nicht realisirte, erst in bestimmtem Termin zu realisirende. Jeder Austausch mobilisirt богаства богатства. Der Credit verstärkt die Mobilisation, weil er die Menge der Austauschakte vermehrt. (48)
Verwandelt der Kredit f. A künftiges
Einkommen in gegenwärtiges Kapital, so
nur weil er das gegenwärtiges gegenwärtige Kapital v. B in künftiges Einkommen für selben B verwandelt;
verwandelt er für A fixes Kapital in umlaufendes, so nur soweit er B’s
umlaufendes Kapital in fixes verwandelt. (49)
Zusammenfassende
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Aber, tröstet sich K., man kann ja überhaupt
in der Produktion nicht etwas aus nichts
machen.⦘
Bemerkung von
Marx.
Schließen Sieh seine schöne (!) Erklärung des
Credits. (p. 51)
Zweites Kapitel. Credit u. Geld.
Schuldscheine – Kreditzeichen. (54)
[»]Wer über Gold
u. Silber verfügt, verfügt über Kapital in
jeder Form, zu jeder ihm nützlichen Zeit u. an jedem ihm
nützlichen Ort. … Im Leib der edlen Metalle erhält das
Kapital volle u. unbegrenzte Freiheit.« (58) Kommentar von Marx.
Schließen ⦗Alias nichts, als dass
Kapital in Geldform – Geldkapital – d’abord Eigenschaften
besitzt, die dem Gold u. Silber als
Geld zukommen.⦘
Hauptzug Zusatz von Marx.
Schließen (originaler sagt Herr K.) der
Zeit, dass die
alte Gebundenheit des Kapitals u.
Kapitalisten am selben Geschäft nicht mehr; handelt sich nur noch um
Profitche; dies das einzige Vergnügen Zusatz von
Marx.
Schließen (Annehmlichkeit, sagt K.)
an der Placirung des Kapitals in dieser od. jener
Unternehmung. Desshalb sieht das Kapital nicht mehr wie früher
in
seiner Placirung ein Verhältniss wodurch es auf immer gebunden; umgekehrt, bereit jedes Placement bei
dem ersten Zeichen v. Gefahr f. Rentabilität od. Aussicht
auf besseres Geschäftche anderswo zu verlassen. Dazu dienen die edlen Metalle, wie sie früher ihm dazu dienten
sich zu verstecken od. aus gefährlichem Aufenthaltsplatz zu entfliehn.
(69)
Früher, bei niedrigerer Stufe der Production, die
Zahl der Placirungen nicht mannigfach u. Freiheit der
Wahl hatte nicht viel Bedeutung. (69)
Deklamirt: Jezt »Freiheit« keine Phantasie etc mehr[.]
Sie
besteht, Zusatz von Marx.
Schließen sagt das Jidche, in
der Freiheit der Kapitalplacirung. Zusatz
von Marx.
Schließen (!) Daher »Seelendrang« #e* »Seelendrang«°] Bei
Kaufman, S. 70: #R+пrogressъ mysli#R-
Schließen sie möglichst
Schließen möglichs immer in der verfügbaren
Schließen verfiegbare Form des Geldkapitals zu
haben. (70) Goldne od. silberne »Reservcher«
|15
repräsentieren
Schließen repräsentire, folglich,
die
Schließen de reale Grundlage der ökonomischen
Schließen aikonomische
, auf die Zukunft
anschauenden Freiheit. (70.) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Wie schen! das
alles klingt; sollte sein geschriebe in hebraischem
Urtext!⦘
Hauptaufgabe des Credits Jagd zu machen auf »Schätze«, die noch sind ganz frei, noch nicht
rentire. »Das Dasein des Kredits
unversöhnlich
Schließen unversehnlich
mit
dem
Dasein v. Geldern
in der Rolle v. Mitteln der
Ersparung. Kredit
Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗der
Kreditritter⦘ strebt das
freie Kapital zu verwandeln in beschäftigtes,
einbringliches, productives; Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗soll
dem Kreditritter Profitche bringe – den
fremde Schatz, auf den er daher jagt mit Prospectusse u.
unermessliche Bereicherungsannonce; will Geld mache wie
der Alchymist; der hausirende Charlatan in
der Jahrmarktsbude auf dem Dorf ist
ebensolcher penny catch⦘
Er bestrebt sich die Gelder in der
Rolle v. Ersparungswerkzeugen v. dieser Rolle zu befreie« (72) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗befreit
den
Sparer in der That sehr oft,
dass er(?) eine
Schan(?)d ist v.
seinem Geldche.⦘
[»]Dagege jede Bedingung, unter deren
Einfluss das
Bedürfniss für Geld in Rolle v. Schatz
entspringt, feindlich dem Kredit.« (72)
Aber, Zusatz von Marx.
Schließen beruhigt Herr K., Kredit an
sich kein Feind des Geldes. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Bei Leibe nicht!⦘ (72)
Die
für den laufenden persönlichen Verzehr ausgegebnen Gelder (u.
vorräthigen) sind nicht Kapital, sondern Consumtionsvorrath
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗money in pocket, sagt Herr Tooke⦘
(p. 74)
Aber seien Gelder nun ausgegeben (od. dienen sie) zu persönlichem Consum (GeldConsumtionsvorrath) od. zu Geschäftsausgaben, (als Kapital), jedenfalls können sie in diesen beiden Fällen nicht müssig sein. (74)
Einer ganzen Nation, collectiv betrachtet, Geld
(Gold u. Silber) nur nützlich, so weit es dient »jenseits der Grenze« zu kaufen
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗resp. zahlen⦘. Davon
abgesehn – nutzlos (77)
Bemerkung von
Marx.
Schließen Das Rindvieh kohlt über Geld als Circulationsmittel, u. macht daraus de
prime abord Mittel zur Beschleunigung
der Circulation des Austauschs,
u. damit der Reichthümer (Waaren). Vergisst, dass Cirkulation der Waaren im
ökonomischen Sinn grade in dem Formwechsel
besteht, der die Spaltung der Waare in Waare u. Geld
einschliesst. Sein ferneres Geschwatz gleich flach u.
oberflächtlich.
1871 auf
den Eisenbahnen des U. Kingd. Lasten zum Belauf
von 11,160 Mill. Pfund verführt. Dies ohne Eisenbahnen unmöglich; auf
den besten Chaucéen hätte dies nur in
Jahrenzeite
geschehn können u. dann wäre Masse dieses Reichthums etc in der
Zwischenzeit verdorben etc[.]
Bemerkung von Marx.
Schließen Asinus! Wenn die Gesellschaft solche
„Massen“ ohne Eisenbahnen producirt hätte ⦗wie das wohl möglich
in manchem altasiatischem Staat⦘, so unter Bedingungen,
die den Consum (produktiven od. nicht produktiven)
dieser Massen nicht an ihre
„Locomotiven“ geknüpft, sondern allzumeist lokalisirt
hätte.
Ebenso u. noch alberner seine Reflexion: »Nicht
nur, dass (ohne Geld) eine Masse Austäusche sich
verlangsamen würden. Viele davon fänden gar
nicht statt.« (78) Bemerkung von Marx.
Schließen
Exactly
so, hätten aber auch nicht nöthig stattzufinden, weil
die Production (u. daher auch Consumtion) zum
grössten theil unabhängig vom
Austausch vorginge (wie dies historisch indeed der Fall
war). Daher albern
|16 sein Schluss: »Ein grosser Theil
der Bewegung fände überhaupt nicht statt, viele produktive
ökonomische Elemente würden stagniren, verderben, untergehn mit ihren
nützlichen Eigenschaften.« (l. c.) Bemerkung von Marx.
Schließen
Schöne Manier
der historischen Auffassungen, dass wir
die Verkehrsweise, die einer Produktionsform od.
Phase derselben entspricht, als nothwendig für eine andre frühere beweisen.
Nachfrage nach Geld meint in schlechter Zeit Nachfrage
nach freiem Kapital (Geldkapital), in besserer
Nachfrage nach Circulationsmitteln
. (80. Kommentar von Marx.
Siehe den ersten Band des „Kapital“: „Die Funktion des Geldes
als Zahlungsmittel schließt einen unvermittelten Widerspruch
ein. So weit sich Zahlungen ausgleichen, funktionirt es nur ideell als Rechengeld oder Maß der Werthe. Soweit wirkliche
Zahlung zu verrichten, tritt es nicht als Circulationsmittel
auf, als nur verschwindende und vermittelnde Form des
Stoffwechsels, sondern als die individuelle Incarnation der
gesellschaftlichen Arbeit, selbstständiges Dasein des
Tauschwerths, absolute Waare. Dieser Widerspruch eklatirt in dem
Moment der Produktions- und Handelskrisen, der Geldkrise heißt.“ (MEGA II/5.
S. 000.)
Schließen Im
übrigen schreibt er ab, was ich über die Bedeutung
der Geldnachfrage in Crisenperiode
gesagt.)
Zusatz von
Marx.
Schließen Das Raisonnement des pfiffige
Jüdel: »Ohne Cirkulationsmittel unmöglich der
grösste Theil der in der ökonomischen Sphäre
vorgehenden Vereinigung der Kräfte.
(Cooperation). Weil diese Vereinigung auf dem Gebiet
der
Vergeltung (wechselseitiger Zahlung) sich
vollzieht. Umsonst (gratis) vereinigt sich
die Kraft eines Menschen nicht mit der des andern.
Jede Vereinigung geschieht durch Verabredung od. Vertrag. Aber das Schwerecentrum des Vertrags liegt in der
verabredeten Geldzahlung. Sie gebiert die Obligation, deren
sachlicher Werth ganz eingeschlossen in der baaren
Summe, welche sie ausdrückt.« (81)
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Welch tiefsinnig
Blech!
Ist Geldverhältniss das
gesellschaftliche Band – wie es sein muss auf Grundlage
der Waarenproduktion (also noch mehr der
entwickelten Waarenproduktion, der kapitalistischen) so
– alle Cooperation
beruhend auf Geldverhältnissen. Tiefe der
Tautologie!⦘
So lange Gelder Mittel der Ersparung (Aufbewahrung) [sind,] afficirt ihre Quantität ihre Kraft (Kauf-kraft) nicht. (87)
Wird früher gebundnes Geldkapital zuerst in Circulation geworfen, so wächst Zufuhr des Geldes
Zusätze von
Marx.
Schließen (als Circulationsmittel) (resp. Kauf- od.
Zahlungsmittel) u. dann tritt gewöhnlich Steigen der Preise ein. Zusatz von
Marx.
Schließen (also Fall im relativen Werth des
Geldes); aber dies Steigen der Preise kann
verschiedne Bedeutung haben.
1) Die gestiegne
Nachfrage nach gewissen Sorten Waaren (durch die
Unternehmer, die das früher als Schatz
müssige Geld anwenden) findet letztere, die zur Erweiterung der
Unternehmung nöthig, nicht in der gewollten Masse vor. Ihre
Preise steigen also; der
Profit in den Geschäftszweigen, die sie
liefern, wächst, während die ersten
Anwender des früher müssigen Geldkapitals mit weniger Profit sich begnügen müssen. Drückt sich
meist auch aus in niedrigem Discont, gezahlt f.
neue Ersparnisse, die noch keine Anwendung
gefunden.
Die Eigner des letzteren müssen sich mit minderem
Profit
Zusatz von Marx.
Schließen (i. e. Zins) für die ersten Zeiten
begnügen u. Theil am Einkommen ihrer Kapitalien einräumen zum Vortheil
der Repräsentanten der fliessenden u. bestehenden
Unternehmungen. Durch diese Concessionen erobern sie sich Platz auf
der industriell-commerciellen stage.
Aber
die
hohen Preise einerseits, der
niedere Discont andrerseits stimulirt
die Produktion in den Industrien, für deren Waaren
die Nachfrage gestiegen; die Zufuhr
ihrer Produkte steigt, deren Preise fallen auf früheres Niveau, ebenso d. u. die
Geldnachfrage vermehrt, der Diskont
steigt wieder. (89)
2) Die erweiterte Produktion
kann von wachsenden Produktionskosten begleitet
sein, die
steigende VerkaufsPreise verlangen. Dann findet kein Sinken der
Preise statt
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗solange diess dauert⦘. (89, 90)
Die Ausdehnung der Prodution immer begleitet v.
Preiswechseln. (90) Bemerkung von Marx. Siehe
Marx’ „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ von 1859 (MEGA
II/2. S. 142–149).
Schließen ⦗Eine Erniedrigung des
relativen Werths der edlen
Metalle, die nur aus ihrer
Ueberproduktion
(bei gleichbleibendem Werth) entsteht, kann nur vorübergehend sein. ⦗Sieh in meiner: Zur Kritik⦘; eine Erniedrigung, die bei
gleichbleibendem Werth derselben, aus zu plötzlicher Verwandlung
v. Schätzen in Geldkapital entspringt,
ditto, weil auf gewissem
Punkt
unter solchen Umständen das Geldkapital sich wieder in
Schatz verwandelt.⦘
Der Credit hat umgekehrtes Verhältniss
zu Geld in Funktion v.
Circkulationsmittel
Cirkulationsmittel
u. in Funktion v. Schatz. Sucht
die Masse Geld, die die letztre Rolle spielt stets
zu vermindern, um die Masse Geld in der ersten Rolle
zu vermehren. (91) Aber es
findet dann hinwiederum grade das Umgekehrte statt: »Metallne
|17
Cirkulation theuer u. ihr Ersatz durch Creditcirculation stets wünschenswerth.
Der Credit kann aber das Geld in der
Funktion der Schatzbildung nicht verdrängen (Geld als орудій
сбереженія); er kann sie nur verdrängen aus der Funktion als
Circulationsmittel. Der
Kredit wirkt somit zur Vermehrung der Quantität der müssigen
Kapitale (Schätze)[«] (91, 92)
Soweit der Kredit eigne
Cirkulationsmittel gründet verdrängt er das Geld aus
dieser Rolle u. verwandelt es pro tanto in Mittel der
Schatzbildung. So weit er
den
Schätzen (dem
müssigen Kapital) Beschäftigung verschafft, Offenbar
gemeint: das müssige Kapital
Schließen es nöthigt, aus Ruhe in
Bewegung überzugehn, verwandelt er sie in Geld,
das die Rolle v. Circulationsmitteln spielt.
Sobald er weder das eine noch das andre thut, »онъ ничего не дѣлаетъ.« (92 Bemerkung von
Marx.
Schließen dies falsch; sollte heissen, übt er keine Wirkung aufs
Geld aus.)
⦗ Zusammenfassende
Bemerkung von Marx.
Schließen Esel sagt, dass der
Kredit nichts damit zu thun hat, dass in
schlechter Zeit, wenn Kredit selbst
beengt, das
Geld sich in Schatz verwandelt (alias Geld aufgehäuft wird, in müssiges Kapital
verwandelt).
Bemerkung von
Marx.
Schließen Die Kette v. Schuldner- u.
Zahlungsverhältnissen ⦗um nur das alleroberflächlichste
zu nehmen⦘, die ohne Kreditsystem nicht existirt, u. die in schlechten Zeiten ihre
„rauhe“ Seite herauskehrt, hat natürlich nichts zu thun – mit
Credit!⦘
Credit zeigt d’abord vor allem seinen Einfluss in der
grösstmöglichen Beschleunigung der
Metall-Circulation, »indem« er »Dechet«
vermindert
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗die Verminderung des Dechet kann
die Cirkulation unmöglich beschleunigen, aber
der Kerl predigt hier wieder alles
durcheinander⦘, »Verzögerung« von leiblicher »Versendung«
des Geldes entspringend, Berechnung, kurz alle Verluste
vermindert, die mit ihrer leiblichen Bewegung
verbunden sind.« (93) Ausserdem befreit er Volkswirthschaft »v. Nothwendigkeit ihren Vorrath an baarem Geld zu
vermehren, wenn das Bedürfniss der
Bewegung
grössres Quantum v. Cirkulationsmitteln erheischt. Aber er
vermehrt nicht den bestehenden Vorrath.[«] (93)
Kommentar von Marx.
Schließen ⦗A propos die Phrase des
Kerls, dass der Kredit das Geld nicht in
seiner Rolle als Schatz ersetzen kann,
so grade der Zweck der Creditritter, dass Bauer etc statt ihrer goldnen Schätze,
Papierschätzcher
nehmen, u. die goldnen Eier loslassen. Zinstragende Papiercher statt
des
Goldes u. Silber, womit der
Charakter der Schatzbildung verändert, u. als Surrogat für die werthvollen,
aber unthätigen, Schätze, beständig Kindermachendes (Zinsbringendes) Papierche tritt,
was mit der Lockspeise
des „Profitche“ erreicht wird u. wobei allzumeist
weder Profitche noch Schatz am Ende des Processes, at
least für den ursprünglichen Schatzeigner.⦘
Umfang der Thätigkeit des Profits erweitert sich erst
nach u. nach u. folgt dem Bedürfniss nach beschleunigter
Bewegung … Die
ersten Bedürfnisse beschleunigter Bewegung
werden befriedigt durch Einfluss des Credits
auf den Umlauf des Metallgelds … Zusatz
von Marx.
Schließen (?) Wenn in dieser Rolle der Credit
sein äusserstes geleistet, erweitert sich die Sphäre seines
Einflusses. Also erst nachdem sein Einfluss auf
Geldmarkt erschöpft, beginnt seine directe
Wirkung auf Waarenmarkt. Weil Einfluss des Credits
beschränkt durch die Grenzen des Gebiets der
freien Vermögensmittel; Die Freiheit
des letzteren drückt sich aber vor allem aus in ihrer Geldform. Die Waaren etc
selbst schon Beweis, dass ihre Besitzer originaliter wussten was
anfangen mit ihren »freien« Geldmitteln (ohne sie zu verpumpen). Wenn
sie Waaren auf Credit geben, so nur in Folge v. Nothwendigkeit ([94,] 95).
[»]Interesse jedes Unternehmers, dass eine
Unternehmung nicht leide durch erzwungne Unterbrechungen, sich nicht
mehr in die
Länge ziehe als die technischen
Bedingungen erheischen; ihm schädlich, wenn der
Abschluss der Unternehmung, u. daher ihre Wiedererneuerung,
verschoben wird durch die Nothwendigkeit das Product auf Kredit wegzugeben, d. h. auf bestimmte Frist, nach deren Ablauf er erst im Stand seine
Mittel in freiem (Geld)Zustand wieder zu haben u. zum Wiederbeginn
seines Geschäfts vorzuschreiten. Daher
Absatz auf Credit nur dann nicht schädlich |18 wenn
unvermeidbar. Daher
auch bei Absatz auf Credit streben die
Unternehmer die
срочность des Credits, die ihnen
Verlustbringend, zu entfernen, zu paralysiren. Und dies eine Hauptursache der periodischen Crisen.« (95)
Freiwillig (ohne Nothwendigkeit) auf Kredit gegeben, weil grösserer Preis f. die Waare
erhalten. (l. c.) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Und um Konkurrenz halber, grösseren Markt zu
gewinnen, dem Conkurrenten Kunden abzunehmen? etc⦘
Der Credit giebt die Möglichkeit fernere Ausgaben auf den Edlen-Metall-Circulationsmechanismus
zu ersparen; aber die bereits darauf gemachten Ausgaben kann er
nicht vermindern. Er kann das MetallGeld aus
einer Sphäre in eine andre drängen: das Metallgeld wird dadurch
entgegengesetzt den Credit-Cirkulationsmittel, dass die
Metallmünze der höchsten Denomination
kleiner sein kann u. sein muss als das
Creditgeld der kleinsten Denomination.
(Z. B. 1£ höchste Denomination des Metallgelds in England, 5£ die niedrigste Denomination
des Creditgelds.) So Halb Imperial (=
5 Rubles) u. Imperial (=10 Rubles)
höchste Metallmünze in Russland ⦗aber nicht das
niedrigste Creditgeld (Banknote) über
10 Rubles #e*
über 10 Rubles°] Bei Kaufman, S. 97: #R+25
rublebyя#R-
Schließen .⦘ (96, 97)
Im
Maasse der Ausweitung des
Umsatzes (оборотъ) u. wachsenden Bedürfnisses
nach starken #e*
starken°] Bei Kaufman, S. 97: #R+krupnyxъ#R-
Schließen ⦗i. e.
hoch denominativen, grosse Summen darstellenden⦘ Cirkulationsmitteln,
entwickelt sich gleichzeitig Nothwendigkeit kleiner Ausgaben in Folge
der Erniedrigung der Preise, namentlich im Gebiet
der
Consumtion,
u. desto breiter die Rolle, die im Consumtions-Umsatz das
Metallgeld spielt. Aus dieser
Rolle kann der Credit sie nicht verjagen Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Gegentheil bewiesen: Schottland⦘, weil
das Gebiet des Verzehrs-Umsatz fast ausserhalb
seines Einflusses, weil der Credit sammelt u. vertheilt hauptsächlich Gelder, verwandt od. fähig verwandt zu werden auf
Produktionsbedürfnisse Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗aber ist das metallne Salair (wages) nicht
das Hauptbedürfniss der
Produktionsbedürfnisse?⦘, aber nicht
solche, deren Bestimmung unproduktiver Consum. (97)
Creditsystem am entwickeltsten in England. Aber statt sich zu
vermindern, wächst hier die Quantität des
umlaufenden baaren Geldes.
Arbeiten der parlamentarischen
Commission v. 1819 über Resumption
der Baarzahlungen, 16te Beilage zum Rapport des
Unterhauses: hier nach
W. Morisson
, Ausgangspunkt der Creditentwicklung in grossem Umfang
namentlich die
1770er Jahre;
damals Urprägung der Münzen in England; dies
dient als Grundlage der Rechnung; danach 1780 circulirten in Metall 26 Mill.
Pf. St.
1798 schäzt
John Rose
Metallcirculation auf
40 Mill. £; 1844 nach
Newmarch
46 Mill. £ St.; 1857 aber 75 Mill. Nach „Economist“,
1871
103,569,000
l. St.,
Zuwachs (gegen 1857) v. 28,569,000l. St., =
38%. Dies giebt für jedes Durchschnittsjahr:
2,040,600l. St. od. = 22/3%.
Für 1798–1871 (73 Jahre) giebt 159% od. im
Jahresdurchschnitt 21/5%; nicht viel pro Jahr; giebt aber in 3/4 des
Jahrhunderts 21/2
malige Vergrösserung, in Verlauf des ganzen letzten Jahrhundert
31/2 malige
Vermehrung. Dies beweist, dass wie stark auch
die Entwicklung des Credits im letzten Jhdt in
England, die Entwicklung v. Produktion, Handel, u. der
gewerblichen Entwicklung überholte sie. Der Credit folgte ihnen
in beträchtlicher Entfernung Bemerkung von
Marx.
Schließen (statt sie zu
anticipiren); verdrängte nicht die
edlen Metalle aus der Circulation, sondern
beschleunigte nur ihre Bewegung od. wirkte
in neuen Sphären, für welche eine grössere jährliche
Durchschnittsvermehrung der metallischen Circulation nöthig
gewesen wäre, als die v. 2% (mit Bruchzahl), aber deren Kosten sie
überflüssig machte. ([97,] 98, 99)
Feindschaft des Credits gegen edles Metall in
der Rolle müssiger Ersparungen.
Lauert diesem Gegner
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗in fremder Tasche⦘
auf, um ihn zu besiegen u.
seiner Herrschaft zu unterwerfen. [»]Dem Kredit diesse diese Unterwerfung nöthig zur Erreichung seiner Bestimmung: dass keine Ersparung unproduktiv u. unrentabel
bleibe.« (100)
Kommentar von Marx. – „Sein Beruf, in dem
ihn Gott im Himmel schuf“ ist eine Anspielung auf Clemens Brentanos „Märchen von dem
Schulmeister Klopfstock und seinen fünf
Söhnen“.
Schließen ⦗Der Kredit hier eine
allegorische Person, der au fonds nichts als die Summe
der
Unternehmungs-
|19
lustigen auf l’argent
des autres. Die Schätze der
„Ersparungen“ sind offenbar nicht in der Tasche „des“
Kredits, sondern in fremder Tasche, sonst brauchte er ihnen nicht
aufzulauern, um sie sich unterthan zu machen. Aber das ist „sein
Beruf, in dem ihn Gott im Himmel schuf.“
Jeder Schatz ist f.
ihn müssig liegendes Kapital. Er
will es einbringend, rentabel machen – zunächst f. den
geldbedürftigen, kredithungrigen Industrieritter. Es ist ein Kommunismus eigner
Art, der auf sich fremdes Geld aneignet um mit demselben sich
fremde Arbeit (unbezahlte) anzueignen. Aber all das geschieht nur aus
Aversion gegen „müssiges“ Kapital u. aus Fanatismus für
Produktivität – (im Sinne v. Produktion v. Mehrwerth) at any
price. Um dies fremde „müssige“ Kapital rentabel zu machen geht
„der“ Kredit in seinem Fanatismus so
weit, dass er dessen Verlust
– riskirt – um es „produktiv“ zu
machen.[⦘] ⦗Eben solche Jagd
macht jede Regierungsloterie auf „müssige“ Ersparnisse⦘ Damit
„dem“ Kredit dies gelinge, muss die ganze Nation, so
weit sie über was „baares“ zu verfügen [hat], in profitwüthige Spekulanten u. Spieler
verwandelt werden, die mit dem Schinken werfen nach der
problematischen Wurst des „Profitche“.⦘
Der Credit repräsentirt das Hauptmittel f. die
intensive Erweiterung der
Geldcirculation, die stets verhindert seine extensive
Bemerkung
von Marx.
Schließen (i. e. quantitative
Vermehrung der edlen Metalle als
Cirkulationsmittel)
Erweiterung. Wenn die
extensive Erweiterung der
Geldcirculation sich ausdrückt in Vermehrung der
Quantität der
metallischen Mittel der Cirkulation,
drückt sich die intensive Erweiterung
der Circulation aus durch die Vermehrung
der Menge der
umlaufenden Kreditzeichen jeder Sorte, d. h. in
der
vergrösserten Masse der
Credit-Umlaufs-mittel. Und vice versa. (101,
102) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗vice versa nämlich bezüglich
der
Contraction der
Umlaufsmittel⦘
[»]
Intensive
Contraction der Circulation findet statt, wenn
die Bewegung der metallischen Cirkulationsmittel
sich verlangsamt u. da diese Verlangsamung bedingt
durch Beschneidung des Kredits u. Verringerung der
Masse der Schuldscheine, geht sie
vorher der extensiven Contraction der
Cirkulation. Wer baares hat, sucht es irgendwie noch zu
verwerthen, bevor er es in unthätigen Vorrath verwandelt. Baarkauf immer vortheilhafter als Kauf auf
Kredit; das Baare schlägt dann
die Creditcirculationsmittel aus dem Feld
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗es ist dies zum grossen Theil nonsense;
da
Banknoten in Crisen so sehr gesucht wie
Baares⦘.
So bei
Erweiterung u. Contraction der
Cirkulation spielt Credit erste Rolle;
beginnt\eröffnet die eine in die
andre.« (102) Zusatz von Marx.
Schließen Herr K. bildet sich ein, hierauf beruhe die
englische Doctrin: dass die Bewegung
der Creditcirculation beruht auf der
allgemeinen Bewegung der Metallcirculation, sich
expandirt u. kontrahirt wie die erstere es thun müsste.
(102)
Marx bezieht sich auf seine Bemerkung in
seinem Handexemplar von Kaufmans Buch (siehe MEGA IV/32. Nr.
658), die wegen Buchbinderschnitt nicht vollständig zu
rekonstruieren ist. Zu entziffern ist: „[Die]se Bemerkung zeigt
wieder, dass er nicht versteht, worum es sich handelt
[...]“
Schließen ⦗Siehe meine Bemerkung, p. 102⦘
Erweiterung metallischer Circulation, wenn sie nöthig wäre, oft nicht so leicht auszuführen, wie die vermittelst der Creditzeichen. (103)
Der Fonds, auf Rechnung dessen Erweiterung u. Contraction der Circulation stattfindet, besteht in freien Ersparnissen (Schätzen) u. Credit. Die active Rolle der letztern in der Circulation unterstellt Abwesenheit der Defizite in der Produktion u. drückt diese Abwesenheit direct aus. (103)
Kredit, indem er im Allgemeinen die intensive Circulation erweitert, macht bis zu gewissem Punkt ihre extensive Erweiterung überflüssig u. ersetzt durch seine Bewegung die Bewegung der metallischen Cirkulation. (103)
Mit
Bezug auf die Verhältnisse zwischen verschiednen Orten giebt Credit so Möglichkeit jedem besondern
Ort seinen metallischen Vorrath zu behalten u. paralysirt so zu gewissem
Grad die
Bewegung des Metalls von einem Ort zum
andern. ([103,] 104) Er
lokalisirt die metallischen
Gelder
Bemerkung von Marx.
Schließen (vermindert ihre Ortsbewegung über
das ganze Territorium eines Landes).
(104)
Bemerkung von Marx.
Schließen Sieh
was das Rindvieh sagt gegen die Categorie
des
„Zahlungsmittel“ als bes. Funktion
des Geldes.
(p. 106
sqq.) (– p. 116)
|
⦗ Bemerkung von Marx.
Schließen Nachdem K. Langes u. Breites geseichbeutelt,
um die differenten Funktionen des Geldes als
allgemeines Kaufmittel u. Zahlungsmittel zusammenzuwerfen u. zu
identificiren, constatirt er selbe nolens volens:
»Gewöhnlich circuliren die Gelder, wenn sie verausgabt werden bei Zahlung zu Käufen
oder bei Zahlung für
Schulden.« (116) Kommentar von Marx.
Schließen Die ganze seitenlange Wichtigthuerei kommt also auf die
Platitude hinaus, auf die Kinderei: 1) dass
das Wort zahlen anwendbar,
sowohl wenn man eine Waare kauft
(obgleich niemand sagen wird: ich gehe in den Laden
einen Rock zahlen, f. kaufen) als wenn
man eine Schuld bezahlt; u. 2) dass
das Geld circulirt, sei es
nun dass es als Kaufmittel, sei es, dass es als Zahlungsmittel
in Circulation tritt; womit der
Unterschied zwischen den
Metamorphosenreihen, deren Verschlingung seine
Circulation in beiden Fällen ausdrückt, in keiner Weise berührt
od. beseitigt wird.
Vielmehr
wird
man später sehn, das dass K. mir das auch abschreibt, nur es
übersetzend in seinen eignen Blechjargon.⦘
Hat jemand sein Geld weder zum Kauf, noch zur Schuldzahlung auszugeben,
liegt es also müssig bei ihm – wünscht Vielmehr:
sein. Im Russischen gibt es das Geld nur in der Pluralform
(деньги)
Schließen ihr Besitzer also zur Zeit Vielmehr:
es
Schließen sie wieder f. ein Equivalent wegzugeben od. findet er
für Vielmehr: es
Schließen sie
in zur Zeit kein Equivalent – so befähigt ihn der
Credit
Vielmehr: es
Schließen sie dennoch profitlich auszulegen, »indem
er ihn durch Vertrag mit andrer Person verbindet, der zur Zeit nicht nichts anzubieten ausser productive
Unternehmungslust, deren Resultate noch nicht realisirt«.
(116)
»Der Credit liefert so die Möglichkeit, vermittelst
der
Kaufkraft
Kommentar von Marx.
Schließen (kräftiger Kauf-man!)
des Unternehmungsgeistes, Geld in Circulation zu werfen.
… das
Instrument\(Mittel) (dieser Kaufkraft
des Unternehmungsgeists) (die Mittel wodurch
der Unternehmungslustige kauft) ist der
Schuldschein, das
Kreditzeichen, sachlich (dinglich) darstellend
die Bewegungskraft des Credits, d. h. die
Kaufkraft des noch nicht in Resultaten realisirten Unternehmungsgeistes.
(117) Noch einfacher der Casus, wenn
nicht Geld, sondern Waaren etc Gegenstand
des Credits sind. (l. c. Kommentar von Marx.
Schließen
In der That hätte das
Viech damit beginnen müssen)
Bei
bloss auf baarem ruhendem Austausch, muss Waare erst verkauft, in
Geld verwandelt werden, bevor man mit ihr
selbst wieder kaufen kann. Kredit giebt
der
Waare, in der That jeder Form
des Kapitals, diese Kaufkraft
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗die unmittelbare Fähigkeit als Geld
zu funktioniren⦘ unmittelbar. (118) Erhält so
Kaufkraft, nicht nur die fliessende Unternehmerschaft, sondern
auch »die vergangne, die aber
noch nicht alle ihre Resultate realisirt hat«. (119) [»]So mobilisirt
der Kredit, giebt
Bewegung, Kapitalien in den eignen
Händen ihrer Besitzer«, worin sie sonst unwiegsame Lasten.
»Giebt Möglichkeit zu anticipiren die
Früchte nicht nur der laufenden предпріимчивости,
sondern auch der vergangnen, welche sich verkörpert in
Kapitalien,
die mehr od. minder langsam od. rasch die auf sie
gemachten Ausgaben returniren. Er giebt die
Möglichkeit mit zukünftigen Erträgen
nicht nur Arbeit, sondern auch Kapital
zu kaufen. Durch ihn wird verwandelt
fixes u. unbewegliches Kapital
in bewegliches u. umlaufendes, u. langsam umschlagendes in viel
schneller umschlagendes. Gebundne Kaufmittel werden durch
den Kredit freigesetzt u. ihr Eigner erhält die
Möglichkeit seine Ankäufe zu erweitern; zu deren Bestreitung dienen die
durch vergangne Unternehmung bereiteten Mittel. Und das geschieht wieder
durch Schuldscheine. In ihnen
wird entweder versprochen Kaufkraft,
repräsentirt durch Kapitalien, oder es wird zur
Verfügung gestellt Verordnung (распоряженіе) durch diese
Kaufkraft.[«] (119)
Der Credit Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗indem er Austausch
möglich macht, obgleich nur eins, nicht beide der Equivalente,
da ist⦘ ruft Circulationsprocesse hervor, begründet
Obligation, entsprechend dem
Uebergang des Kapitals (in Geldform od. andrer) aus einer Hand
in andere; u. er gründet ein Cirkulationsmittel: das Obligationsdokument od. Schuldzeichen.
(120)
Bei aller Creditcirkulation tritt in Vordergrund, die
»Verschiebung der Zahlung« auf gewissen Termin;
oder genauer:
Verschiebung der Auslöschung der
Schuld. (121. Kommentar von Marx. – Siehe den Unterabschnitt „Zahlungsmittel“
im ersten Band des „Kapital“ (MEGA II/5.
S. 92–94).
Schließen der
Esel sucht das wieder zu verwirren,
indem er im voraus hineinbringt, dass à la fin die
Schulden sich wechselseitig ganz od. z. Th. auch ohne Geld
(baares) tilgen können u. giebt |21 dies gar als ein
der gewöhnlichen Anschauung widersprechendes, von
ihm Ausgeklügeltes aus!)
[»]Die erste Grundlage
der wechselseitigen Austilgung der Schulden ist
die
Verkettung der heutigen
ökonomischen Interessen« (121); die
wechselseitige Abhängigkeit Zusammenfassende Bemerkung
von Marx.
Schließen der – um
es statt in seiner albernen Phrase auszudrücken – der als individuelle
Productionsprocesse betriebnen Theile der
gesellschaftlichen
Gesammtproduktion
. Die Unternehmung des
einen hängt von der des andern ab; jeder hat v. dem
andern die Ausführung eines Produktionsprocesses od. Geschäfts
zu fordern; so erweitert sich stets der Kreis der
Verpflichtungen diese od. jene productive
Thätigkeit im Interesse 3ter Personen
auszuführen; hence erscheint jeder individuell bald als Gläubiger, bald als
Schuldner. (122)
Da nun
jeder abwechselnd Schuldner u. Gläubiger, nur
2erlei möglich: Er erscheint gleichzeitig in beiden
Rollen, od. zu verschiednen Zeiten.
(122) Ferner in diesen entgegengesetzten Rollen kann er erscheinen mit Bezug auf eine u. dieselbe dritte Person,
od. mit Bezug auf 2 od. mehre fremde
Personen. Kaufen u.
verkaufen 2 Personen gleichzeitig v. einander, so können (wenn
die Schuldforderung auf beiden Seiten gleich gross) ihre
Obligationen sich gegenseitig auslöschen
⦗od.
bis zum Belauf der
Bilanz zwischen den
Forderungen⦘ So entfernt Kredit
Zahlungsnothwendigkeit. (123.
Kommentar von Marx. –
Siehe den Unterabschnitt „Zahlungsmittel“ im ersten Band des
„Kapital“ (MEGA II/5. S. 93/94). Dort verwies Marx auch auf die
„virements im mittelaltrigen Lyon“.
Schließen ⦗Diese Zauberkraft, so
weit sich die Forderungen ausgleichen, findet bei unmittelbarem Tauschhandel ursprünglich
statt, u. selbst bis zur Bilanz bei
dem entwickelteren direkten Waarenaustausch (
Kirchta Kirchtag
z. B.) u. der Credit schafft hier
absolut nichts neues.⦘
Ferner: A kaufte eine Waare von B, andre zu gleichem Betrag u. zur selben Zeit verkaufte er an C; hat C Credit auch bei B, so zahlt A den B mit dem Schuldschein von C. (123)
Ferner: A kauft Waare von B, B von C, C von D, D von E etc u. endlich X von Y.; jeder zu 1000£, u. Summen des Umsatzes f. 25,000£. A kaufe ohne verkauft zu haben (so lange die Reihe dauert) Alle andern erscheinen abwechselnd als Gläubiger nach einer Seite, Schuldner nach der andern, wenn auch immer zu andrer Person. Aber Credit verkettet alle ihre Obligationen. Giebt jeder Credit, so nimmt er Schuldschein v. dem andern, worin dieser Zahlung verspricht od. dritter Person befiehlt zu zahlen, wobei er als Bürge (surety, endosseur) erscheint, aber andrer Mensch als Hauptschuldner. Also Schuldschein den A dem B gegeben durchläuft die ganze Kette, bis er in die Hände des Y fällt; der kassirt ein v. A, aber 1000£; f. 24,000£ Werthe ohne Dazwischenkunft des Geldes durch Uebermachung des Schuldscheins v. A ausgetilgt ⦗od. aber es werden verschiedne Schuldscheine durch einander ersetzt, was gleich dem Uebergang eines Schuldscheins aus einer Hand in die andre⦘ Kauft Y noch zu guter letzt von A f. 1000£, so zahlt er ihn mit A’s eignem Schuldschein u. gar kein baares Geld zur Auslöschung nöthig. (125, 126)
Fällt der Schuldschein, den A ausgestellt, schliesslich in die Hände eines Schuldners von A, so kann dieser ihn mit seinem eignen Schuldschein (pro tanto) zahlen u. kein baares in der ganzen Kette (pro tanto.) (127)
Sind in 2 verschiednen Orten M u. N, die Schuldner in N Gläubiger auf M, u. die Gläubiger in N Schuldner von M, so haben in beiden Orten die Schuldner die geschuldeten Summen nur den Gläubigern am selben Ort zu übergeben. Die Ueberführung, Wanderung des Geldes v. einem Ort zum andern, wird dadurch unnöthig; nur die Uebersendung der wechselseitigen Schuldscheine nöthig, welche bezeugen die Existenz dieser wechselseitigen Obligationen u. die ihnen entsprechenden Zahlungen. (127) Dieses selbige thut der Credit.
Der trassirte Wechsel (переводный вексель) die Elementarform des Handelskredits. (128)
Elementarisch, weil Credit hier unter Umständen erscheint, wo auch ohne ihn die Ziele der Cirkulation erreichbar. Nicht Abwesenheit v. Baarem u. Nothwendigkeit auf fremde Zahlungsmittel ruft ihn hervor. Aber Ortsveränderung des Gelds, Verschleiss u. sonstige Unkosten, Risiko v. Baarsendungen entfernt; sie erfordern ausserdem Zeit, während deren Schuldschein überschickt sofortige Zahlung sichert, wodurch Obligation ausgelöscht wird. Zeit gewonnen, die mit der blossen Geldzahlung verbunden, u. Umlauf des Geldes beschleunigt; ohne Hilfe der kreditlichen Uebertragung wäre im erwähnten |22 Fall zur Auslöschung der Obligationen wenigstens 4maliger Händewechsel des Baaren nöthig. (128) Jetzt nur 2 mal; also verdoppelt die Geschwindigkeit, womit Ziel erreicht. (129) Bei verdoppelter Produktion u. Handel wäre sonst 2 mal so viel metallnes Cirkulationsmittel nöthig; dies durch die Kreditoperation erspart. (l. c.) Das ganze Kapital dadurch erspart, welches wachsende Gold[-] u. Silbermittel mit wachsender Naturalproduktion erheischen würde. (130)
Wichtig Gruppirung der Obligationen
(in entgegengesetzter Richtung) um einen gemeinsamen
Centralpunkt. (130) Solche Gruppirung gegebner Masse v.
Obligationen erlaubt ihre Tilgung ohne Baarzahlungen. (l. c.)
Der Credit selbst löscht die aus ihm entsprungnen
Verpflichtungen aus. (131) Zugleich setzt Credit so
an Circulation gebundnes Geld frei u. macht letzteres nutzbar f. solche Fälle, wo keine
Gegenseitigkeit etablirbar unter den Obligationen. Dann liefert
er die Mittel letztere mit den frei gesetzten Geldern
zu tilgen. (131)
In diesem Fall eine Obligation
ausgelöscht u. durch andre Zusatz von Marx.
Schließen ⦗für den der
die freigesetzten Gelder gepumpt⦘ ersetzt.
Die Obligation ist verschoben, i. e. verlängert. (131) Wenn die
Uebergänge nicht geldlicher Kapitale aus einer
Hand in die andre sich nicht wechselseitig ausgleichen, zieht
der Credit Geldcapitalien an zur
Herstellung des verletzten Gleichgewichts. Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Wobei Geld als Zahlungsmittel der
Bilanz zwischen Nationen dient⦘ Aber eben so
baares als Ausgleichung der Bilanz zwischen Käufern u.
Verkäufern derselben Nation. Jede Einzelwirthschaft zahlt ihre Bilanz baar, aber das Gros ihrer
Wirthschaft ruht auf Waarenaustausch. (132) Aber –
whether international od. im Innern derselben Nation – stellt Credit
das verletzte Gleichgewicht auch
zeitlich – für gewisse Zeiten – her. Tilgt in dieser Art
Obligationen, entstanden durch Uebertragung nichtgeldlicher Capitalien aus einer Hand in die
andre, aber thut’s nur, indem er neue Obligation erzeugt, entsprungen
aus neuer Uebertragung v. Geldkapital aus einer Hand
in die andre. (132)
Drittes Kapitel: Kredit, Produktion u. Spekulation.
Die
ökonomische Combination: entweder gleichzeitige Thätigkeit vieler Personen nöthig
Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗auf Theilung der Arbeit
beruhende Cooperation⦘ oder verschiedenzeitige Thätigkeit einer u. derselben Person oder
verschiedenzeitige Thätigkeit vieler
Personen. (138)
Zwangsweis können nur kombinirt werden
die
verschiednen, gegenwärtigen (наличныя силы) der laufenden
(fliessenden) Thätigkeit. (139.
Kommentar von Marx.
Schließen Imbécil!
Zwangsweis wissen die serfs z. B., dass sie an gewissen
künftigen Terminen in persona od. in
der Person stellvertretender, zur Zeit vielleicht
noch nicht vorhandner od. noch nicht reifer Repräsentanten ihrer
Klasse diesen od. jenen Dienst zu leisten haben.) (cf. p. 140
Marx bezog sich auf sein Handexemplar
(siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Durch später erfolgten
Buchbinderschnitt ist der Textverlust so groß, dass die
Randglosse nicht zu rekonstruieren ist.
Schließen meine Randglosse)
Mit Entwicklung der Produktion wächst Produktion v. Unfertigem (Rohmaterial u. Instrument), die erst verbraucht, vernutzt werden können oft in entferntem Zeittermin. (wieder als Produktionsmittel in andern Händen dienen) Andrerseits können eben dadurch alle in gegebner Zeit verfügbaren Kräfte sofort verwandt u. einbringlich gemacht werden. (141)
Daher ausser der
Verbindung (Combination) fliessender Thätigkeit mit fliessender, fliessender mit vergangner, noch die Cooperation
Bemerkung von Marx.
Schließen (dies Wort hier falsch gebraucht)
fliessender Unternehmung mit zukünftiger.
(142)
Der Austausch begründet auf solidarischer Produktion u. existirt nicht ohne sie. Der Austausch hängt ab v. der Produktion. Die Arten dieser Abhängigkeit – i. e. die Arten des Austauschs entspringen daher, dass die Solidarität, die Vereinigung, der kooperative Charakters der Production selbst verschiedne Formen (Existenzweisen, Modi) besitzen. (144)|
23Zwei Hauptarten des Austauschs: 1) durch Geld, od. wo überhaupt 2 vorhandne Werthe (Equivalente) ausgetauscht werden; beruht auf der Theilung der Arbeit, d. h. Vertheilung der Theile der Produktion unter gleichzeitig wirksamen Specialisten, fähig gleichzeitig ihre Theile zu beenden u. daher fertige Werthe beim Austausch zu erhalten; [2)] durch Credit, wenn in Folge der Theilung der Production, das Product eines Industriezweigs zur weiteren Fertigmachung in andern Industriezweig übergehn muss, der noch kein Equivalent dafür fertig hat. (145) Dieser vorhandne Werth muss also ohne vorhandnes Equivalent ausgetauscht werden, auf Credit. (l. c.)
Je grösser der Umfang der Produktion von #e77Produktionsmitteln BIS verausgabten⦘°]
Hervorhebungen – außer „Zukunft“ – und Bemerkungen in Klammern
von Marx.
Schließen
Produktionsmitteln
(also Mitteln künftiger Produktion), je grösser ferner die
Production v. Consumtionsmitteln wird, aber nicht für unmittelbares
Bedürfniss, indem nicht auf Bestellung, sondern auf Lager gearbeitet
wird; desto massenhafter solche Werthe, welche die Rolle von Elementen
des Kapitals spielen müssen u. die nicht
absetzbar gegen wachsende fertige Werthe. Sie werden producirt, weil die sie
hervorbringende Zeit allen ihren Kräften Beschäftigung geben wollte, u.
desshalb alle ihre Arbeiten erweiterte zum Nutzen der
Zukunft. Die während der Zeit in
die Produktion dieser Waaren fliessende Arbeit verwandelt
sich in vergangne, sobald das Produkt fertig. Aber was dann, vom Standpunkt
des vorhergehenden Moments ⦗der Productionszeit
jener Waaren⦘ zukünftig war, wird jetzt gegenwärtig: die Kräfte, worauf vorher
gerechnet wurde, als auf zukünftige, treten nun gegenüber als
fliessende.
Diesen
müssen die Produkte jezt übergeben werden mit Aufschub der Zahlung
bis zur Zeit
, wo auch
die fliessenden ⦗auf die Verarbeitung der
verausgabten Produktionsmittel⦘ Kräfte sich in Werthen verkörpert haben.
Ununterbrochenheit der Produktion u.
ungehinderte Anspannung aller Kräfte, worüber jede gegebne Zeit
verfügt, nur möglich durch
Combination
der
fliessenden Thätigkeit mit der vergangnen u.
zukünftigen, zieht daher nach sich Verschuldung einer Zeit an die andre. (145) (146)
Jede gegebne Zeit arbeitet in
beträchtlichem Umfang, Dank des Zutrauen, welches ihr
die
vorhergehende Zeit gegeben. Jede gegebne Zeit,
ditto, kann nur ihre ganze Produktivität entwickeln, im Vertrauen auf
die ihr folgende Zeit. (146)
Credit entspringt daher nicht erst auf dem Markt u. beim Absatz der Waaren, sondern lange
vorher, in der Productionssphäre, schon
während die Waare producirt wird. (147) Weil Productionsprocesse, über gewisse
Zeit sich erstreckend, angefangen werden zu einer Zeit in der
Erwartung, dass andre Zeit sie zu Ende bringen wird, in Rechnung auf diese künftigen
Kräfte, darum entspringt Kredit auf
dem Markt, Austauschprocesse, ausgedehnt über Zeit, begonnen in einer Zeit, um abgeschlossen zu
werden in einer andern. Grundlage
des
Austauschcredits der Produktive (in der Produktionssphäre wurzelnde) Credit, der den Umfang der
erstern bestimmt, seine Grundlage objektiv, v.
der Willkühr unabhängig. (p. 147.
Marx bezog
sich auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Durch
später erfolgten Buchbinderschnitt ist der Textverlust so groß,
dass die Randglosse nicht zu rekonstruieren
ist.
Schließen
Sieh meine
Randglosse
)
Einer der wichtigsten Uebergänge in der Geschichte
der ökonomischen Kultur in Europa, als
die Schätze Zusatz von
Marx.
Schließen (er sagt
Gelder)
anfingen überzugehn v. den
Wuchrern zu den Borgern. (147) Kommentar von Marx.
Schließen ⦗In dieser Fassung Blödsinn: das blose Dasein
v. Wucherern schliesst ein, dass Geld
von einem Verleiher zu einem Borger übergeht.⦘
Der Uebergang der Gelder Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗nicht ihr Uebergang, sondern ihr specieller Uebergang an
industrielle u. commercielle
Geschäftsleute⦘ bedeutete Erweiterung
der Produktion, Anziehung zu
ihr solcher Kräfte, die vorher nicht
beschäftigt waren. Dies zur Zeit als Geld die Hauptform, worunter das
Kapital an der Produktion Theil nahm.
Bedeutung der fliessenden Arbeit
überwog durchaus in der Produktion die des
Kapitals (vergangner Arbeit). Was nöthig war,
war Betriebskapital (circulirendes), um
die
Arbeitskräfte zu binden an |24
Produktionspunkte u. diese Kräfte zu beleben.
Mit diesen Kräften vereinigte sich die vergangne Arbeit ⦗des
Wucherers⦘, verkörpert im Geldkapital. (148) Diese stellten die
Zukunft vor, der man vertraute. (l. c.)
Der Credit in der Sphäre der Produktion, damals sehr beengt; für die Zukunft od. auf Vorrath (Lager) wenig producirt, hauptsächlich nur Consumtionsmittel. BaarGeldCredit reichte hierfür hin. ([148,] 149)
Diese Funktion übt bis zur Zeit der Credit v. baarem Geld (денежный кредитъ) aus. Er giebt Möglichkeit baar zu kaufen solchen Unternehmern, deren productive Bedeutung[,] ohne dass sie selbst Mittel hätten, darauf beruht, dass sie versprechen aus den bestehenden Früchten der Arbeit mehr Nutzen zu ziehen, als ohne sie daraus gezogen würde. Im Masse wie ihre Unternehmungen gelingen, können sie umgehn die Vermittlung der Besitzer freier Geldkapitalien u. erhalten sie die Möglichkeit direkt von (andern) den industriellen Kapitalisten selbst Kredit zu erhalten. (149) Kredit ermöglicht Erweiterung der Produktion. (l. c.)
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Herr Kaufman lebt
der naiven Anschauung, dass weil man
hauptsächlich sieht im Vordergrund, dass der Credit die Möglichkeit erleichtert
zum Austausch zu schreiten, ihn hauptsächlich als Mittel
betrachtet, dienend im Allgemeinen zur Erwerbung ökonomischer
Kräfte ohne baare Zahlung, dagegen die productive
Seite nur als nebensächlich betrachtet – dass v. wegen dieser
irrigen Anschauung, nun aber auch
die praktische Thätigkeit – unter
Einfluss solcher falschen Vorstellung = der Credit misbraucht f. Ziele u. bei Gelegenheit,
denen er seiner Natur nach nicht entsprechend. O Du
morphologischer Klugscheisser! Gebrauch u. Missbrauch
des Credits sind ihm selbst immanente
Widersprüche.⦘
Nur Gelder, soweit sie Form der Ersparnisse, in blutsverwandtem Bund mit Credit. (150)
Zusammenfassende
Bemerkungen von Marx.
Schließen K. Macht dann die
Entdeckung, dass sich nicht nur vermittelst Geld neue Kapitale in
der Volkswirthschaft bilden. (l. c.) Entdeckt
ferner dass Accumulation = Kapitalbildung eigentlich Produktion auf erweiterter Stufenleiter.
Ob diese neugebildeten Kapitale Form
des Geldes nehmen od. nicht, hängt nach
Herrn K. von Willen u. Berechnung ihrer Bildner ab!
(l. c.)
Ebenso irrig zu glauben, der ganze Theil des neu gebildeten Kapitals, welcher die Form v. Geldersparungen annimmt, habe nahe Verwandtschaft mit Credit. Dies nicht, wenn bestimmt f. die eignen Bedürfnisse der Ersparer; Geldersparnisse Haben nur dann mit Credit zu thun, wenn den Ersparnissen бездоходность droht, sofern sie nicht in fremde Hände übergeben werden. ([150,] 151) Diese Gelder bilden das verleihbare Kapital des Landes. (151) Der Unternehmer-Schuldner wirft diese Gelder in Cirkulation; werden aber nur produktiv in seiner Hand, wenn die productiven Elemente u. Kräfte da die in Bewegung zu setzen u. combinirt werden können zu Produktionszwecken. Hängt wieder vom Zustand der produktiven Sphäre u. den Produktionsbedingungen ab. (153)
Speculation
entsteht
Zusatz von Marx.
Schließen (nach K.) mit Credit. Bis jezt dient Credit hauptsächlich
dem
speculativen Unternehmungsgeist. Stehn u. fallen
zusammen. Wenn die Unternehmung alte Routine verlässt, neue
Wege versucht, grössere Ziele steckt, wenn sie sich mit einem Wort auf
Speculation wirft, sind ihr vor allem breitere
Mittel nöthig. Sucht, sammelt,
concentrirt sie, um mit ihnen die Speculation zu
bewaffnen. Sie gründet sich daher hauptsächlich auf Mittel geliefert
durch den Kredit. Daher die kolossale
Entwicklung des Credits in dieser Periode der höchsten
Lebendigkeit der Spekulation. (154) Speculation keineswegs nur
f. Waaren u. Waarenumsatz; seit Produktion grossen
Umfang etc angenommen, sie charakterisirt dadurch, dass sie auf Vorrath (Lager) arbeitet, nicht auf Bestellung. Früher arbeitet Producent
unmittelbar für Consumment, trat mit ihm in unmittelbare Berührung,
lieferte doppelt sich individualisirendes
Produkt. Erstens soweit in seiner
Produktion selbst die
Handarbeit vorwog; Handwerksproduktion; Zweitens soweit
Produkt den
|25 Bedürfnissen der individuellen Consumenten
angepasst. (155) Bei der Produktion auf Bestellung Absatz (Markt) v. vorn herein gesichert. (l. c.)
Grosse Produktion kann sich nicht richten
nach individuellen Bedürfnissen der Consumenten; liefert grosse
Massen derselben Produktensorte auf einmal.
(155) Der Handwerker befriedigt Bedürfnisse
seiner ihm bekannten Umgebung; sein Produkt richtet sich nach ihrer
Anzahl. Der
Fabrikant muss Absatz f.
seine Waare suchen; muss auf Speculation
produciren; sein Absatz weniger gesichert. (l. c. 155, 156)
Die Motive, die für den
Consummenten existirten auf Grundlage der
Handwerksproduktion, Vorräthe zu bilden, verschwinden mit der Fabrikarbeit. Bei
der Fabrikproduktion weiss Consument aus Erfahrung, dass
die Fabrikprodukte stets zu haben, braucht sich also nicht
zu sputen mit Einkäufen. Der Fabrikant muss auf Lager arbeiten
regulär, was für den Handwerker nur in anormalen Fällen nöthig
war. Zwar arbeitet der Fabrikant in Westeuropa auf Bestellung, wie früher.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗N.b. Herr K., nur während
der Prosperitätszeit⦘
Bei uns (in Russland)
beginnt dies erst mit Verbesserung der
Communikationsmittel
#e*Communikationsmittel°] Bei Kaufman, S. 156: #R+пutej
soobщenîя#R-
Schließen ; ursprünglich bereiten die
Fabrikanten Waarenvorräthe auf eignes
Risico.
Die
westeuropäischen Fabrikanten können
wieder auf Bestellung arbeiten, nicht weil der Consumment unmittelbar
Bestellungen macht, sondern zwischen ihn u. die
Producenten trat Kaufmann (grosser) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗er vergisst die
Bestellungen unter den
Producenten selbst⦘ rechnend auf künftigen, vorher unbestimmten, Absatz. Die grosse Production
geschieht auf problematischen Absatz; sie bildet
die
Grundlage des ursprünglichen Feldes
der Speculation. (157)
Im westlichen Europa, Zusatz von Marx.
Schließen nach Herrn K., gegenwärtig
der
vorsehende Gedanke
Bemerkung von Marx.
Schließen (quel imbécil!), der
die Produktion lenkt, findet sich ganz in den
Händen der
speculirenden Unternehmerschaft. Bemerkung von Marx.
Schließen (der Gründer?)
Bedürfnisse vorsehn, auf Grundlage der Erfahrung, ist
specielles, selbsständiges
Geschäft der Speculanten
geworden.
(l. c.) Der Fabrikant arbeitet Bemerkung von Marx.
Schließen (das
bildet sich Herr K. ein) nur auf Bestellung dieses
speculirenden Unternehmungsgeistes; letzterer
dirigirt den ganzen Produktionsmechanismus. (158) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Die Fabrikanten thun nichts zur
Auffindung v. Absatzwegen!⦘
Wesen der Speculation vor allem in
der
Vorhersicht der Zukunft. (158) Bemerkung von Marx.
Schließen Den Gedanke, dass die
Stufenleiter der Produktion,
die im Moment
der Crisis aus Ueberspekulation hervorzugehn
schien, den
Ausgangspunkt des folgenden
Cyclus bildet u. bald weit hinten gelassen ist, verdreht K. in Dummheit zum
Panegyrik der Speculation. »So zeigt
sich, dass die Verluste nur Ausgabe
waren, womit der erste Versuch neue Unternehmungswege zu
finden, u. voran zu streben auf grössere Entwicklungsstufe, bezahlt wurde.[«]
(p. 160)
Die Oekonomen haben zunächst die Vorurtheile gegen die Speculation dagegen vertheidigt, dass sie das Interesse an den Consumenten schädige u. »nachgewiesen«, dass sie selbe im Gegentheil fördert. (161) Aber ebenso wohlthätig ist sie für die Interessen der Producenten. (l. c.) Nach u. nach hat man eingesehn, dass Wiederholung speculativer Käufe u. Verkäufe der Verzehrsgegenstände sie schliesslich nähert (приближаютъ) den definitiven Consumenten. (161)
Aber die Speculation bringt Capitalien aus Händen, worin sie weniger, in solche, worin sie mehr produktiv; hence nützlich den Interessen der Production. (162)
In unsrer Zeit »erscheint besondre Gruppe v. Erscheinungen Bemerkung von
Marx.
Schließen (so schön schreibt
K.!) des Unternehmungsgeists, dessen
Beruf Kapitale zu finden für Unternehmungen u.
Unternehmung f. Kapitalien. Diese Gruppe v.
Erscheinungen bildet den ganzen Inhalt der
contemporären Speculation. (166) Funktion der Speculation in ihren
mannigfachen Kundthuungen ist grösstmögliche Combination v. Kapital u. Unternehmungsgeist. (l. c.) Spekulation verfolgt selben Zweck wie
Credit, aber verfügt über viel grössere Mittel. (166) Credit
nur eine Art der Speculation, die sich ihr
gegenüber als genus verhält. (l. c.)
Die sich entwickelnde Speculation besteht aus срочныхъ Abmachungen, Verträgen u. Uebereinkünften. Sie treibt Geschäft mit Waaren- od. Geldvorräthen, – Waaren od. Geldkapitalien –; ihr Ziel sie in Zeit und Raum so zu vertheilen, um anzupassen Zufuhr der bestehenden Nachfrage u. umgekehrt Nachfrage der bestehenden Zufuhr. Ist Zufuhr > Nachfrage, so fügt sie speculative Nachfrage |26 der consumtiven hinzu; ist Zufuhr < Nachfrage, vermehrt sie erstere durch ihre speculative Zufuhr; hindert so übermässiges Sinken u. Steigen der Preise. ([166,] 167)
Der Credit vermehrt die Zufuhr v. Kapital im Moment wo er beginnt, denn er ist Zufuhr v. Kapital (v. Seiten der Gläubiger); aber wenn die Verfallzeit kömmt, muss Schuld gezahlt werden. Jede Vermehrung v. Zahlungen vermehrt Nachfrage nach Zahlungsmitteln u. verkürzt pro tanto ihre Zufuhr. Der Credit erweitert die Zufuhr v. Kapitalien aber bewirkt entsprechend deren Contraction. Das eine nothwendig mit dem andern verbunden. Beim Creditor in gegebner Zeit Ueberfluss, beim Debitor in derselben Zeit – Deficit. Umgekehrt: dem Creditor in zukünftiger Zeit Kapital nothwendig, der ready debtor braucht es nicht mehr. Und so Credit stellt Operation vor, wodurch Nachfrage u. Zufuhr v. Kapital f. jeden v. ihnen adaptirt wird. (167, 68)
Die Creditoperation schliesst daher in sich alle Elemente der срочной Speculation. Hauptsächlich durch den Credit werden heutzutag ausgeführt die Wechsel im Umfang besondrer zweige Zweige und gebiete Gebiete der ökonomischen Thätigkeit, welche nöthig wie f. jede gegebne Zeit, so wie für die ihr nachfolgenden. Soll Unternehmung expandirt od. contrahirt werden, so trifft Expansion od. Contraction vor allem den Theil, der mit geborgten Mitteln aufrecht erhalten wird. Nach Auslöschung der Schulden werden sie nicht erneuert od. umgekehrt. (168)
Wo Zufuhr freier Kapitalien grösser als Nachfrage danach, erweitert der Kredit die
Nachfrage, gründend eine Kaufkraft, deren effectiveness
der Nachfrage Möglichkeit der Vergrösserung giebt.
Wo Zufuhr jener Kapitalien geringer als
Nachfrage f. sie, contrahirt sich der
Credit, aber damit contrahirt sich auch der Theil der
Zufuhr Zusatz von Marx.
Schließen (!) der dann am besten sich
der Nachfrage accommodirt. Zusatz von
Marx.
Schließen (!) Credit thut daher für freie Kapitalien dasselbe, was die
Speculation f. alle andern Kapitale u. Werthe.
Credit daher nur eine besondre Form der
Speculationsoperation. (169)
Beide, Credit u. Speculation
mobilisiren Kapitalien; Credit mobilisirt blos
für solche Fälle, wenn dem Kapital nützlich u. möglich sich zu bewegen
in bestimmter Richtung только на время, nach
deren Ablauf es wieder in entgegengesezter Richtung zurückkehren muss.
Andre Arten der Speculation, so
weit nicht combinirt mit Credit, suchen dagegen nur Richtung
der
einbringlichsten Bewegung der
Kapitalien, ohne Bindung an zeitliche Bewegung in bestimmter Richtung.
(170 Bemerkung von Marx.
Schließen Kohl!)
Kredit mobilisirt freie Kapitalien. (170)
Kapital geht über in die Produktion, aus der Hand worin es Product in die Hand worin es als Produktionsmittel functionirt; od. von Specialist, dessen Production freiwillig od. nothwendig Unterbrechungen untergeht, zu anderm Specialist, dessen Geschäft keine Unterbrechung erlaubt. Im Transportgeschäft geht Kapital aus minder zu mehr produktivem Ort über; im Handel wechselt es Hände, weil die Auffindung des Absatzes verschiedne Stadien durchlaufen muss. Kette v. Vermittlern, durch deren Hände das Kapital passirt. Die Gliederung dieser Kette drückt sich aus in Reihe spekulativer Abmachungen, die sie unter einander abschliessen. (171)
Centrum der Schwere der
Speculation, so weit sie durch Credit vorgestellt wird, Geld, abstract
wealth, die reine Kaufkraft. Auch wenn Gegenstand der
Creditoperation Waare; f. den
Creditor wichtig ihr Geldwerth; f. den
Schuldner die wesentliche Sache, dass
ihm in Credit der
Geldwerth der Waaren gegeben wird,
nicht die Waaren selbst. Jede andre
Speculation, soweit sie mit Credit nicht zusammenfällt, hat zu
ihrem Element Waaren, bestimmte Werthe, besondre
Arten des Reichthums. (172) Bemerkung von
Marx.
Schließen (Blech!)
Kapital, auf dem Weg des Credits, wird nicht placirt in Unternehmung, sondern in die Hände des Unternehmers; es wird placirt in Schuldschein. Der Eigner freien Kapitals, der es auf Kredit weggiebt, erscheint nicht als Eigenthümer, sondern als Kreditor der Unternehmung. (174) Unterschied daher zwischen Actionär einer Unternehmung |27 u. Obligationen-Besitzer auf selbe; der erstere riskirt sein Kapital, dessen Unversehrtheit v. den Productionsbedingungen der Unternehmung abhängig; der 2te hat zwischen sich u. der Gefahr das Actiencapital; er vertraut nicht in die Unternehmung, sondern in ihren личному составу\die Unternehmer u. in ihr Anlagekapital. (174, 75) Dies natürlich auch mit einigem Risico verbunden; aber Minimum des Risico. (175)
Alle Operationen, vorkommend auf der
Börse, »laufen darauf hinaus für diese od. jene Placirung Kapital zu finden, oder
für dieses od. jenes Kapital – Placirung.
Das Kapital, das auf der Börse Placirung sucht,
hat nichts weniger im Auge als lange Dauer
der letzten; strebt umgekehrt, sie im Moment ihrer grössten
Einbringlichkeit zu erwischen u. sie zu verlassen, sobald letztere ein
wenig abnimmt. Hence nöthig reichliches Versehn des
Börsenmarkts mit freien Kapitalien; hence
»wohlfeiles Geld«, damit Preise der Waaren od. Kurse
der Papiercher sich möglichst hoch stellen. Daher
Börse bereit immer zusammenzuwirken allem, was
Zufuhr der Gelder reichlicher macht u. sie dadurch verwohlfeilert. Bemerkung von
Marx.
Schließen (Sehr
tief!) Aber Hauptmittel f. reichliche Zufuhr v.
Capitalien liefert der
Credit. Börse sucht ersten Platz unter dessen
Exploiteurs zu erobern. Nimmt Banken in ihren
Dienst. Reportgeschäft
(so in England u. z. Th. in Deutschland genannt), (in Oestreich – Kostgeschäft (gebe u.
nehme Papiercher in Nahrung)[)] (in
Russland Lohn on call, по
востребованію). Zweck immer Kapital zu mobilisiren, welches
durch Placirung in gegebnem Werth gebunden war, so dass sein Besitzer v.
neuem als Käufer auf der Börse fungiren kann, also mit Nachfrage nach Werth, also, v. der
einen Seite, mit der Kraft den Werth in die
Höhe zu treiben, u. mit Zufuhr v. Geld, d. h.
mit dem Element v. der andern Seite, welches auch
wieder die Preise auftreibt. ( Zusatz von
Marx.
Schließen ! p. [175,] 176)
Weil die Börse viel Geld braucht, braucht sie so viel Kredit als möglich; (l. c.)
Die
Dimension des Umsatzes auf jeder nur
etwas bedeutenden europäischen Börse
kolossaler als auf jedem andern Gebiet, zählen
nach 100ten u. 1000den v. Millionen. Das
Merkwürdigste an diesen Umsätzen, dass ihre Basis der Credit u. die durch ihn
gelieferten Mittel.
Die Masse v.
Capitalien, welche heutzutag die europäischen Börsen
fordern auch nur für neue Placirungen, zählen
bereits nach Milliarden. Ohne Kredit bei dem
Börsenpöbel
Zusatz von Marx.
Schließen (er sagt dem Börsenvolk) nicht
die Mittel[,] in ihre Hände
zu nehmen die neuen Werthe monatlich geworfen auf die
Börse. (177)
Starke Hände, die
Personen, die im Stande die Werthe an sich zu halten, die
Widerstand leisten kann, wenn Umstände Verkäufe ernöthigen, wie: dass
ihr Hinterhalt
#e* Hinterhalt°] Bei Kaufman, S. 177: #R+дostatoчnyj zapasъ#R-;
ausreichender Vorrat, ausreichende Reserve
Schließen aus
eignen Mitteln besteht od. in unbeschränktem Credit.
Schwache Hände, Personen die augenblicklichen Credit fand, weil man unter allen Umständen Absatz f. Waare suchte, beim Verfall des Credittermins nicht weitern Credit findet, die also die Waare od. das Papierche losschlagen muss, sobald die Umstände ein wenig Waare od. Papierche zu drücken anfangen. (177, 178)
Nach dem
„Moniteur des intérêts matériels“, v. Januar bis Ende December
1872 erschienen neue Papiercher auf allen europäischen
Börsen u. mit ihnen Nachfrage nach neuen freien Kapitalien im Umfang von
3.1601/2 Mill.
мет.
Rubles. Davon beanspruchten industrielle
Unternehmungen 1.7911/4 Mill. u. verschiedne Regierungs- u. общинные Anleihen 1.3691/4 Mill.
America allein nahm v. den Geldmärkten
Englands, Germaniens
u. Hollands 5061/5 Mill. Rub.,
England bedurfte neue Kapitalien für 3594/5
mill. Rub., Frankreich
9932/5 mill.,
Deutschland 343 mill., Austria-Hungary 247 million., Russland
1934/6 u. s. w.
In den 12 Monaten 1871 neues
Aktieneigenthum auf Börse (europäische) gebracht zum Belauf (in
neue Papiercher) v. 3.900 Mill. R. Hence Bemerkung von
Marx zur eigenen Orientierung.
Schließen (verte)
|28 in 2 Jahren Börsennachfrage f. 7000 mill. rubl., d. h. im
Durchschnitt 294 Mill. R. für jeden Monat, od.
ungefähr 10 Mill. R. täglich. (178)
Von 1860–69 (annähernde Rechnung) allein Construction v. europäischen Eisenbahnen forderte 4.734 Mill. R. silber. Der Werth des ganzen europäischen Eisennetzes Eisenbahnnetzes 1869 (13.238,73 geographische Meilen) geschätzt 9.000 Mill. R., aber der ganzen Welt (26.3302/3 geogr. Meilen) 13.000 Mill. R. (178)
Wie 300 Mill. rub. neugebildeter Kapitale monatlich in Europa? u. die Actienunternehmung weit entfernt die ganze Produktion zu umfassen. (178) Bei weitem nicht alle Ersparnisse in Actien angelegt. (179)
Um im Durchschnitt 300 Mill. R. f. neue Actienwerthe monatlich zu finden,
müssten die Börsen freisetzen ihre eignen 300 Mill. R., dienend
ihnen als Umsatzkapital speciell f. neue Placirungen. Dazu müssten sie
monatlich neue Käufer finden mit neuen 300
Mill. Rub., bereit v. ihnen die neue Waare zu
nehmen. Schon um in einem Monat einmal umzuschlagen Waare f. 300
mill. rubel, stärkste Unterstützung v. Seiten
des Credit nöthig. Aber f. 300 mill. R. neuer
Waare (auf Börse) kann nicht darauf rechnen dass bei den
Käufern Zahlungsmittel zu diesem Belauf. Wie
auf allen Waarenmärkten die erweiterten Dimensionen
der Production u. des Absatzes mit phys. Nothwendigkeit Zeitkäufe
#e*Zeitkäufe°] Bei Kaufman, S. 179:
#R+пrodahi sъ otstroчkoю#R-
Schließen hervorrufen, so auf
den
Börsen. Die Werthe müssen den
nächsten Händen auf Kredit übergeben werden. Wie
bei allen andern Waarenmärkten dabei lange Reihe v.
Vermittlern nöthig
(die
Fondsbörse) bis beim wirklichen definitiven Käufer placirt. Die
Börsen Emission (выпускъ) neuer Antheils-Werthe u. die sie begleitenden Unterzeichnungen (подписка) sind nur
der
erste Schritt im Process wo durch die
Nachfrage nach neuen freien Kapitalien sich
entsprechende Zufuhr findet; Prolog des
Geschäfts. Ergiebiges Geschäftche f. die
Börsenagenten. Andrerseit Andrerseits f. die Emissionaire der neuen Werthe
nützlich möglichst grosse Anzahl v. Vermittlern
bei ihrer Jagd auf freie Kapitale. Hence wechselseitige Unterstützung zwischen
Börse u. Emissionsinstituten. Börse giebt „хорошіе пріемы“ den
neue Papierche. Die
Emittenten, ihrerseits, streben die
Börse doppelt aufrecht zu halten: Da sie meist in
ihren Händen Bankgeschäft haben, d. h. Quelle freier Kapitalien, versehen sie mit letztern
die Börse, entweder unmittel unmittelbar mit loans on call, od. mit Zeitloans
#e*Zeitloans°]
Bei Kaufman, S. 180: #R+сsudami sroчnymi#R-
Schließen ,
hervorgerufen v. solchen Personen, die schon auf eigne Faust
das
Reportgeschäft treiben. Oder die
Emittenten, nach Abfluss gewisser Zeit, wenn
Börse gedrückt durch übernommenes Papierche, nehmen
es wieder zurück v. der Börse. Nehmen auch Theil an der Speculation auf neue
Papiercher, geben ihm so Nachfrage,
kaufen
Schließen kaufe es, halten es bei sich gewisse Zeit, um es
dann v. neuem dem Börsenpersonal zu übergeben. Während alledem
das Papierche noch nicht in den Händen
Schließen die
Hände
der Person, deren Ersparnisse definitv in ihm placirt, sind
noch „schwebende Papiercher“, „titres flottants“. Dies schwierigste
Zeit für Papierche, so lang es noch nicht ganz bezahlt u. sein
Schicksal das Schicksal der Unternehmung bestimmt, die
durch es vorgestellt wird. Dasselbe gilt f. die Werthe auf den Waarenmärkten.
„Schwebende Waare“ alle Waare, producirt auf
Lager, befindlich in speculativen Händen u.
noch nicht gefunden habend ihren wirklichen Consummenten. Auch Getreide, Talg, Wolle, Kaffee, Zucker,
Baumwollwaare etc durchlaufen immer in den Händen
der Spekulanten während gewisser
Periode der Speculationscampagne solche schwierige Lage. Und dies grade im Verhältniss
zu Umfang der Production, daher auch der
Zufuhr od. Versendung, kurz des
Handels in der Waare; desto wichtigere Rolle
spielt die Speculation in selbiger Waare um ihr Absatz zu
finden, desto mehr befindet sich selbige während
gewisser Zeit im Zustand „schwebender Waare“.
Während der Zeit am wichtigsten
Schließen wichtigste ob Zusatz von Marx.
Schließen die Waare
od. wie K. es in seinem Juddekauderwelch nennt, die Werthe,
sich in schwacher od. starker Hand befinden. An Subscription
od. Einkauf
Theilnehmen ist relativ nicht schwierig; etwas
(südwestdeutsch)
Schließen ebbes andre ob man fähig das
Geschäftche durchzuführen. Ob der
Unterschreiber od. Käufer Zweck hat, für sich selbst od. auf Speculation das Dingche zu halten, ist unwesentlich;
heutzutag ohne Speculation die heute
ungeheire Masse der ausgegebne Papiercher könnte erster Hand
absolut keine Absatz finde ohne den speculativen
Absatz. Bis
die definitiven Consumenten (i. e. Käufer, Abnehmer)
das erforderliche Kapital gesammelt, erheischt f.
die neie Werthe, |29 muss Zeitraum verstreiche u. diese Zeit wird anticipirt durch die
Speculation, wodurch ihre Rolle während
der Zeit ganz garantirt ist. Das Entscheidende
aber: wird die Zeit
scheren(?),
wo die
freien Kapitale da, um sich zu placiren in
den neuen Werthen? (179–82)
Kolossalstes Beispiel der Neuen Zeit
französische Anleihe v. 5 Milliarden Juli 1872
#e*5 Milliarden Juli 1872°] Hervorhebung
von Marx. – Im Präliminarfrieden von Versailles vom 26. Februar
und im endgültigen Friedensvertrag von Frankfurt a. M. vom 10.
Mai 1871 wurde festgelegt, daß Frankreich an das Deutsche Reich
eine Kriegsentschädigung von 5 Milliarden Francs zu zahlen hat.
Schließen
zur
Zahlung der Kriegsindemnität an die
Gemeint: Preussen
Schließen Vorderrussen. (p. 182, 83.)
Will nill, die fliessende Unternehmung
muss schon bei ihrem ersten Auftreten sich
auf zukünftige Zeit ausdehnen, Fristen
festsetzen, die Kapitalien stückweis machen, Einzahlungen
anberaumen, u. zwar sie terminweis machen, weil
sie noch nicht da zur Zeit wo sie gefordert werden, weil die für sie nöthigen Kapitalien noch erst(?) gebildet werden
müssen. Sie muss sich selbst die für ihre Ziele nöthigen
Kapitale bildet bilden. Sie
verschluckt (absorbirt) noch nicht gebildete
Kapitale u. muss grade desswegen Wege u. Mittel der
Neubildung v. Capitalien anzeigen. Alles das undenkbar ohne den Credit.
Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen Daher die ganze Räuberbande nöthig
durch deren Hände die Unternehmung in ihrer
„kultur-ökonomischen“ Campagne gehn muss. (183
Marx bezog sich auf sein Handexemplar
(siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Dort schrieb auf den unteren Rand
von Seite 183 neben dem Passus „(absorbirt) noch nicht gebildete
Kapitale“ : „Auch bei russ. Bauern zahlen sie Steuern etc etc
nur ratenweise ein. Bei jeder Hausmiethe so!(?)“
Schließen Sieh Randglosse)
Hence Wichtigkeit des Kredits heutzutag.
Freies Kapital muss im voraus gebildet werden f. ganz neues
»Geschäftche«. Die freie Form des Kapitals aber
[ist] Geld. Dies Geld wird
der Cirkulation zu diesem Behuf entzogen. (184) Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen Aber fragt sich der „wunderhafte“ K.,
wo kommt das Gold u. Silber dazu her?
1865 schäzt
Michel Chevalier
die
Production der edlen Metalle der
ganzen Welt auf 78 Mill. Silber u. 175 Mill. Gold, Summa 253 Mill. R. Etwas
später constatirte
Kaufman
machte zu den zitierten Fakten und Autoren keine genauen
Quellenangaben. In den Anmerkungen und Zusätzen zum ersten
Teils seines Werkes bezog er sich auf James Wilson: Capital,
Currency, and Banking … London 1847. Allerdings starb James
Wilson bereits 1860, konnte also nicht der Urheber der von
Kaufman hier wiedergegebenen Feststellung
sein.
Schließen Wilson
, nach Angaben der U. States
Regierung, dass Gold producirt 1791/2 Mill. R., Silber f. 901/3
Mill., Suma Summa jährlich = 270 Mill. R. Und wie viel
davon dient industriellen Bedürfnissen u. Verkauf in den
Orient! Und
doch giebt die ganze Summe nur 221/2 Mill. f. jeden Monat
des Jahres, d. h.
131/2 × weniger,
als sich in monatlichem Zeitraum freies Kapital bilden muss. Zeigt sich
daher Wichtigkeit der beschleunigten
Bewegung des Geldes. Aber diese erzeugt der
Kredit; er erlöst die Jetzt Menschheit aus
dem
[»]verhexten Kreis (cercle vicieux),
worin sie sich sonst befinden würde.« (184, 85. Marx bezog sich auf sein Handexemplar
(siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Dort schrieb auf den unteren Rand
von Seite 185: „Ohne Credit bildet Masse des in einem
land circulirenden Geldes nur Fragment verglichen mit d.
funktionirenden […]“ – Textverlust durch
Buchbinderschnitt.
Schließen Sieh Randgl. p. 185)
Mit Unrecht daher
Thiers
angeklagt, dass er zuliess erste
Einzahlungen nicht nur in baarem Geld od. Bankbilleten, sondern auch Privat-Kredit-Zeichen u. Kredit v.
Bankinstituten od. von damals sich
neubildenden Bankinstituten, die sich grade zu dem
Zweck bildeten,
aus
den Händen der Speculanten die sie
beschwerenden Werthe zu nehmen. (185) Möglich – Zusatz von Marx.
Schließen selbst nach K. – überhaupt
die
Theilnahme der Banken an
Börsenspeculation nicht zu billigen, aber, aber etc
(l. c.) Unmöglich das heut nöthige Kapital zu finden ohne Speculanten, die Papierchen nur nehmen
Schließen nehme um sie mit Profitche wieder zu verkaufen
Schließen verkaufe. (186) Hence die
Wichtigkeit der
обращаемость der Papiercher, ihres Uebergangs aus einer Hand in die andre.
Und dies macht so wichtig die
erhabne Funktion der Speculanten,
welche die Cirkulation der Papiercher zu ihrem
specielle Geschäftche mache. Lässt man
Schließen mer
aber einmal die Nothwendigkeit der
Speculation u. ihrer Agenten zu, dann muss mer
auch zulasse die
Kreditbedingunge, welche mit der Gewalt
einer physische Nothwendigkeit sich aufdränge in stets erweitertem
Umfang, in allen Sphären des
commerciellen industriellen Lebens, u. nicht nur auf die Börse.
Weiter u. ununterbrochner Absatz möglich nur auf
Kredit. (186) Ohne
Kredit Börsenspeculation unmöglich, aber ohne Börsenspeculation unmöglich »das Kultur-ökonomische Gebäude, dessen Grundstein sie legt.[«] (187) Bemerkung von
Marx.
Schließen (Bravo Jüdel! Gut
gebrüllt!) Mancher Leser – Zusatz von Marx.
Schließen sagt mit überlegnem Schmunzeln unser Kaufman – mancher
Leser, ich weiss es, liest diese Worte mit einem ironischen Lächle:
Schönes Gebäude, dessen
Fundament gelegt durch die Börsenspeculation! Au wei
geschrien! Dank der Börsespeculation wurden Kapitälcher
gesammelt, welche gründete den bedeutendste Theil der
jetztseitige aikonommische Kultur u. sie trägt auf
ihre Schulter bedeutende Theil des
Kollectiv-Unternehmungsgeists. (187)|
Kapitälcher sammle
für den heutigen
Schließen fir de heitige
Unternehmungsschwindel bedeutet nicht drücken
Schließen drücke auf die die Baares ready haben
Schließen habe, es bedeutet – Zusatz von
Marx.
Schließen u.
Kaufman schmunzelt hinwiederum vor
Entzücke –
verfolgen
das Kapital auf dem Weg seiner Bildung,
Jagd darauf machen (ловить его) [während]
seines Aufkommens
Bemerkung von Marx.
Schließen (wie poätisch schen gesagt!), um es
here and there, in the very nick of time, festzukette
an gegebnes Placement. Dazu ist Zeit
nöthig, darauf muss nill will #e* nill will°] ob man nicht will oder
will; ob man will oder nicht
Schließen
gewartet werde, dazu muss die Person, die es
übernimmt Kapital herauszuschlage für gegebnes Placement, die Werthcher auf Kredit erhalte. (187) Bemerkung von
Marx.
Schließen Wie schen, wie rührend in seine
Weise!
In der heutigen Speculations etc Periode Zusatz
von Marx.
Schließen sieht Herr K. Kampf zwischen der
fliessenden
#e*fliessenden°]
Bei Kaufman, S. 188: #R+тekuщej#R-; heutigen
Schließen
lebendigen Unternehmerei u. der vergangnen, im Kapital
verkörperten. Kapital will sich erstere unterwerfen, weil es
früher die Hauptrolle spielte. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Ganz
neue Sorte v. Socialismus: Antagonism zwischen Gründung u. Kapital⦘ Die neuen –
antikapitalistischen – „Helden“ in diesem
Kampf: jeder »Gründer«,
jedes »Glied des Raths« einer Actiencompagnie, jeder »Director«
derselben, jeder Repräsentant einer anonymen Handelsgesellschaft
etc[.]
Diese Diesen Unternehmelei-Geist sucht sich das Kapital zu
unterjochen. Früher sie vom Kapital gemiethet,
jezt das Kapital von ihr gepumpt. (188, 189) Credit spielt Hauptrolle in diesem Kampf Bemerkung von Marx.
Schließen (zwischen Industrieritter u. Kapitalist.).
Kapitalist muss heut Unternehmer werden; Unternehmer sucht seine
Stellung durch Capital zu befestigen. Wie sich aber auch Personal
der beiden Lager verschiebe, moderner Unternehmer v. Natur
Feind (fremden) Kapitals. (189) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Der
asinus hat hier den Gegensatz v. Geldkapital u. industriellem Capital
vor sich,
was mit der Sache, die er behandelt gar nichts zu thun,
u. wir werden sehn, wie er die feindlichen „Brüder“ by
the by wieder verschiebt.⦘
Der Kapitalist – le
financier
Zusatz
von Marx.
Schließen (!) des 17 u. 18t Jhdts in Frankreich – Ausgeburt der
merkantilistischen Periode. Liebt
vor allem Geld. Und wenn nicht Geld
Bemerkungen
von Marx.
Schließen ⦗dies ganz unhistorischer Quark!⦘ ⦗er
verwechselt wieder die Rollen der alten
Industr. mit denen der alten
Geldkapitalisten⦘, dann Unternehmung, die er immobilisirt,
erblich in seiner Familie macht, vom Vater auf Sohn übergehend,
#e*
Patrimonium°] Bei Kaufman, S. 189: #R+matrimonîeю#R-;
Ehestand
Schließen Patrimonium. Der heutige
Unternehmer hasst das
freie Kapital u. vor allem in seiner Geldform
Bemerkungen von Marx.
Schließen ⦗on the contrary: er liebt leidenschaftlich
l’argent des autres⦘ ⦗er hasst nur
sein Hängenbleiben in fremder Tasche⦘ Liebt
auch kein geschäftliches Etablissement seiner
selbst wegen. Sucht nur die
Raten v. den Geschäften abzuschär(?)en, die er
der Reihe nach aufnimmt u. abwirft u. – Bemerkung von
Marx.
Schließen dies bezeichnet die Kenntniss des Herrn
K. v. der Produktion u. zugleich seinen
Judengeist – lässt sie, sobald das beste
Profitche gemacht ist, zur Weiterführung, als »mechanisches Geschäft in
der
Hand v. Arbeit niedrigerer Qualität« Zusatz von
Marx.
Schließen (i. e. der wirklichen
Industriellen). ([189,]
190) Bemerkung von Marx. –
Marx bezog sich auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr.
658). Dort begann er auf dem oberen Rand von Seite 189 eine
Randbemerkung „Schöne Manier den modernen […]
Antagonismus zu fassen – zwischen Industrieritter u. –
Kapital[…]“, die sich vermutlich auf dem linken Rand der Seite
190 fortsetzt, jedoch wegen Textverlust durch Buchbinderschnitt
nicht rekonstruiert werden kann. Am unteren Rand von Seite 190
lässt sich entziffern: „Für Herrn Kaufmann liegt die
moderne Collision […]“.
Schließen ⦗das
„Gründungsgeschäftche“ ist Arbeit höherer Qualität, als
die wirkliche Produktion! Sieh Randglossen
p. 190⦘
Der Kampf nimmt schlagende Form an, sobald es sich um Einmischung des Credits handelt. Kämpfe
um das freie Kapital, den auf Markt fliessenden
Schließen fliessende Credit. Wolle, jede Seite, den Kredit
beherrsche. Erstere (moderne) will Kredit mit
Speculation identificiren, spielt aggressive Rolle; letztere defensive
in Sache des Kredits; enthält sich Börsenspiels, sucht solides
Geschäft etc (p. 190, 91. Marx
bezog sich auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658).
Dort schrieb er auf den unteren Rand von Seite 191: „Er scheint
in der That zu glauben, dass bears und bulls fixe
Formen zweier Börsen-klas[sen]“.
Schließen
Randglosse 191)
Zusammenfassende
Bemerkung von Marx. In seinem Handexemplar (siehe MEGA IV/32.
Nr. 658) schrieb er auf den unteren Rand von Seite 191: „Er
scheint in der That zu glauben, dass bears und bulls
fixe Formen zweier Börsen-klas[sen]“.
Schließen Sein Blödsinn über bulls and bears auf
Börse. (191) (192) Hat der
Industrieritter sich bereichert u. wird er älter, so wird er auch
»conservativ«, »respectabel« u. es treten ihm neue Ritter gegenüber.
Das Personal verschiebt sich; der Kampf zwischen
den zwei Lagern dauert fort. (192, 193)
Zusatz von Marx.
Schließen Das Rindviech: dass Tendenz
des ökonomischen Fortschritts die
Rentabilität des Kapitals zu
verringern; aber diese nicht dasselbe mit #e*Unternehmergewinn°] Im Hauptmanuskript zum dritten
Buch des „Kapitals“ hatte Marx das Verhältnis von Zins und
Unternehmergewinn dargelegt (siehe MEGA II/4.2. S.
441–460).
Schließen
Unternehmergewinn
u. durch Höhe des letztern sucht man Fall der erstern
zu ersetzen. Dieser Ersatz begleitet v. Kampf
zwischen den 2 Faktoren die überhaupt nöthig für hohe
Einnahmen. Diese giebt sowohl das Kapital als
der
»Gründergeist« bewaffnet mit Credit.
Die Börsen zeigen uns diesen Kampf. (194)
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗Das Viech zeigt hier seine ganze
Oberflächlichkeit, wenn er nämlich den
Ursprung der hohen Einnahmen
|31 erklären soll. Dazu nimmt er d’abord
Rentabilität im Sinn v. Rentabilität des
Geldkapitals (dieses im Sinn seiner
Funktion als Wucherkapital.) also Einkommen
des Kapitals = Zins. Diesem setzt er gegenüber den
Unternehmungsgewinn. Es ist klar, dass
bei gegebner Profitrate (nämlich als
Ausdruck von
,
), ob sie hoch od. niedrig, was immer
ihre relative Grösse, ein Theil derselben, der
Unternehmungsgewinn steigt od. fällt im umgekehrten Verhältniss,
wie der andere Theil (Zins) fällt, od. steigt. Wodurch
die Tendenz von
zu fallen in keiner Art alterirt wird.
Diese Tendenz verwechselt aber das Viech v. vorn herein
mit Tendenz des Zinses zu fallen, die das
allgemeine Gesetz der Profitrate gar nichts angeht.
Die Ursachen, warum innerhalb eines u. desselben
Geschäftszweigs die Profitrate von A
über das Niveau des
Durchschnittsprofits des
Zweiges sich erheben kann (Zins eingeschlossen in Profit)
complicirt, schliessen u. a. aber auch Uebervortheilung ein; wo also was A gewinnt, B, C etc
verlieren. Bei ganzen Geschäftszweigen
aber erwächsts aus Monopolpreisen, da
namentlich Eisenbahn- Gas- Wasser[-] etc Actiencompagnien
natürliche
Monopole bilden. Der eigentliche
„Gründerprofit“ aber beruht auf einfachem
Schwindel.⦘
Sieh sein Lämmerschwanzmillennium über Aussöhnung der Arbeit mit
Industriellem UnternehmKapital u. dieses mit dem Geldkapital.
( Marx bezog sich auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr.
658). Dort schrieb er auf den unteren Rand von Seite 194:
„Schöner Lämmerschwanz-Dudelsack“.
Schließen 194 +)
Funktion des Credits, müssige Capitale möglichst produktiv u. rentabel zu machen. Das aber unmöglich, wenn er nicht die Unternehmerei belebt. (203) Wie aber Capitalien (müssige) so muss der Credit dazu schon Unternehmungsgenies vorfinden. (204)
Der Umfang des Credits hängt v. ökonomischen Bedingungen ab u. weniger als alles andre v. der Willkühr. (208)
Die Productionsbedingungen, welche den Umfang des Credits bestimmen, bestimmen auch die Höhe der Preise, zu welchen man auf Credit kaufen kann. (209)
Credit kann nur Preise in Höhe halten, unter Bedingung dass die Production u. deren Bedingungen ihm dazu das Feld bieten; d. h. nur bei Mitwirkung verzögerter od. sich verkürzender Produktion, welche die Zufuhr beeinträchtigt. Nur in diesem Fall mit Hilfe des Credits möglich Aufschub des Absatzes u. daher Erhaltung der Preise auf Höhe; Einfluss der Kaufkraft auf Preise hängt ab v. Produktion, i. e. den Bedingungen der Zufuhr. (210)
Die Traditionen jener Zeit, als das Kapital in seiner Macht hielt die fliessende Thätigkeit u. deren Productivität absorbirte, gewöhnte uns zu glauben, dass das Kapital die Wunderkraft der Selbstproductivität besitzt. (213) Wenn Credit nicht wunderwirksam, so das Kapital auch nicht. (214)
In jeder gegebnen Zeit Zustand des Credits bedingt durch Umfang der
bereits in Werthen f. den Absatz
verkörperten Unternehmung einerseits u. Umfang
der
productiven Eigenschaften, bereit erstere in
Bewegung zu setzen. Je mehr die vergangne Unternehmung auf künftige effektive Nachfrage berechnet war, desto mehr Mittel bereitet sie
der letzteren vor. Und, andrerseits, je grösser dieser
vorbereitete Vorrath, desto weiter, breiter in der
nachfolgenden Zeit die Nachfrage, die im Stand sein wird die fliessende
Unternehmerei
#e* fliessende Unternehmerei°] Bei Kaufman, S. 215: #R+тekuщaэ
predprîimчivosть#R-; gegenwärtige, laufende
Unternehmungslust
Schließen dieser Zeit zu exhibiren. (214,
15) Hence in Periode, wo die
Speculation grössere Dimensionen annimmt, spielt
Kredit, d. h. die durch ihn vorgestellte
Kaufkraft, die Rolle nicht der
Ursache jener Belebung, sondern ihrer Folge.
(215) Den Ausgangspunkt der Belebung bildet
stets eine Bewegung innerhalb der productiven Sphäre. (l. c.) wie Erfindungen, Umwälzungen im
Transport, neue Märkte, Reaction nach
Krieg etc (215)
Keine der bedeutenden Perioden
der Belebung beginnt mit Erweiterung des
Kredits
(215)
Ausfuhr u. Einfuhr Zusatz von
Marx.
Schließen (also
Produktion) wachsen bedeutend in längerer Periode, bevor
belebte Speculation ihr Lager befestigt
durch Credit u. durch ihn ihre Apage erreicht. Dies allgemein f. alle
Länder. (216) Sobald die Speculation |32 anfängt sich
zu stützen auf Credit, wendet sie ihn hauptsächlich an auf Vermehrung ihrer Vorräthe u. nicht auf Erweiterung der Produktion.
Die Zufuhr hört auf zu wachsen u. die Verkäufe
der Waaren in die Hände der Consumenten
verzögern sich gleichfalls.
Credit durch Unternehmung dann benutzt, um möglichst in ihren Händen
zu concentriren alle Resultate der Production die ihrer
Erweiterung vorherging.
Accaparation. (216) Dies Folge sich rasch
vermehrt habender Produktion. Wie Grosse Produktion nachzieht
Vertheilung ihres Produkts auf dem Weg des Credits, so
erweiterter Umfang der Production erweiterte Ausnutzung
des Credits. Absatz zu
suchen etc[.] Neue Märkte etc[.] So häufen sich in
den Händen der Verkäufer grosse Vorräthe
auf (218) Nach jeder Erweiterung
der Produktion, Erweiterung des Credits, Erhöhung
des Disconts, Vermehrung der Vorräthe u. Streben
das Sinken der Preise zu verhindern. (218)
In jedem Jahr – in allen Zeiten – bald belebtere, bald
schlaffere Perioden. Hängt v. natürlichen u. socialen
Bedingungen ab, die auf jeden bestimmten Industriezweig besonders
wohlthätig wirken. In jeder gewöhnlichen Zeit der Belebung
[besteht das] periodische Bedürfniss
nach beschleunigter Circulation, daher nach Erweiterung des
Credits. Daher periodische Expansion u. Contraction
des Credits in gewissen Jahreszeiten. Die
Untersuchungen über die Circulation beweisen die
Beständigkeit dieser Schwankungen von produktiven u. allgemein
commerciellen industriellen, od. politischen
wirthschaftlichen Bedingungen, ganz unabhängig vom Credit. Auch
da wo blos Metallgeld circulirt, giebt
Vermehrung seiner Bewegungsgeschwindigkeit
Möglichkeit zu erweitern die Circulation in Perioden, wenn
Zahlungen sich oft wiederholen. Die
Geldvorräthe, sich beständig aufsammelnd in
den Kassen der Leute, die Zahlungen zu
leisten, strömen dann plötzlich aus. (218, 19) Selben Bewegungen in
den Schwankungen, die sich über mehre
Jahre hinaus erstrecken. Marx bezog sich auf sein Handexemplar
(siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Auf Seite 219 fertigte er eine
Marginalie an, die wegen Buchbinderschnitt nicht zu
rekonstruieren ist.
Schließen (p. 219 +) 1843 u. 1852 – schlaffe
Perioden der Unternehmung, niedriger Discont (England)
(vorlaufend
bedeutenden Unternehmungsperioden) gab die
Englische Bank hochsummige Bankbillete
(v. grossem Nominalbetrag) aus, die besser repräsentiren Geldkapitalien (сбереженія), die aber ausgewechselt wurden in Banknoten kleinen
Nominalbetrags (Circulationsmittel),
sobald Umsatz sich zu beleben begann. Oestreich u.
Russland
zeigen
Schließen zeichen dasselbe Phänomen für Papiergeldcirculation (219, 20) Marx bezog sich
auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Auf Seite
220 fertigte er eine Marginalie an, die wegen Buchbinderschnitt
nicht zu rekonstruieren ist.
Schließen (++)
Zusatz von Marx.
Schließen Herr K. ist selbst so pfiffig einzusehn, dass
in letzterem (bei Papiergeld) casus sehr
bedeutend wirkt ganz andre Frage: Wird mehr
Verloren von
Entwerthung des Geldes
od. von ihrer Nicht-Procentche bringe. (220 l. c.)
Nexus zwischen Belebung des Kredits u. Produktionsbedingungen zeigt sich auch darin, dass fast jede bedeutende Epoche der Entwicklung der Kreditinstitute zusammenfällt mit günstiger Entwicklung der Kräfte des Landes, welches zu vermehrtem Umsatz verbesserten Circulationsmechanismus erheischt. Periode in England 1765–1795 (Checques kamen auf u. Clearing House. Periode aufkommender Maschinerie, Umwälzung in Eisenindustrie, Kanäle established . 1833–36 Entwicklung der Actienbanken. 1852–57 u. 1869–72, Bank benutzt auch durch Pächter u. kleinere Mittelklasse. p. 220, 21)
Assekuranzprämie, d. h. Aussicht Risico
des »Unternehmunsgeists« auf den
Preis zu schlagen, nöthig zur Entwicklung
des Unternehmungsgeists. (p. 227, 228) Bemerkung von Marx.
Schließen (Aussicht auf aussergewöhnliches
Profitchemachen.)
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Dieser „Risicofonds“, woraus der namentlich,
der fremdes Kapital „riskirt“ seine besten
Schnittchen macht, kommt bei gesellschaftlicher Produktion
heraus, dass die Gesellschaft
Fonds zum
Experimentiren sich sichere, was ganz andre Garantien
f. Erfolg
bereitet
als das jetzige Experimentiren der
„Schwindler“ wie der Erfinder u.
Entdecker.⦘
Speculation nur Folge, nicht Ursache hoher Gewinne; ruft ausserdem Konkurrenz hervor etc (228)|
Zweite Abtheilung. Banken
IV Kapitel. Organisation des Credits.
Wenn gewisse Categorie v. (ökonomischen) Mitteln aufhört nur gewissen einzelnen Individuen od. gewissen Kategorien v. Individuen auschliesslich ausschliesslich zugänglich zu sein, wenn sie sich regulär wiederholende u. beständig mögliche Erscheinung geworden, also nicht mehr zufällig scheint, dann ist die Ausbeutung dieser Categorie v. Mitteln organisirt. (233)
Erst wenn ein ökonomisches Bedürfniss regelmässig geworden, constant – also constante Nachfrage nach den Mitteln zu seiner Befriedigung, wird auch die Zufuhr dieser Mittel constant, u. constantes Geschäft, i. e. patentirter Theil der gesellschaftlichen Arbeitstheilung. (233; 234) Wo beides regelmässig geworden, ist das Geschäft »organisirt«, wo nicht noch mehr od. minder unorganisirt. (234) Das beste Zeichen der Dauerhaftigkeit der Nachfrage ist die Constanz der Zufuhr. Letztres schliesst ein, dass sie besondres Geschäft geworden, selbstständige Gruppe ökonomischer Erscheinungen bildet; alles was zur Befriedigung des gegebnen Bedürfnisses dient, hört auf zufällig zu sein od. aussergewöhnlich, wird eine der Grundlagen des gesellschaftlichen Lebens. (234, 35)
Organisation des Credits = Schöpfung der Centren f. Massen v. Werthen, die einen Creditabsatz haben; um welche Centren andrerseits sich die Nachfrage nach Credit concentrirt. (236) Solche Organisation – das Bankgeschäft. (236) Die Banken vertheilen unter sich wieder die verschiednen Categorien der Interessen, vermittelt durch Credit. (237) (ob solche Institute nun Banken heissen od. nicht.) Um jede Bank gruppirt mehr od. minder zahlreiche Categorie v. Schuldnern u. Gläubigern. Die Etablirung dieser Gruppe, i. e. Zusammenbringen der verschiednen Sorten Nachfrage nach Credit u. ihm entsprechender Zufuhr , bildet Wesen der Bankorganisation des Credits. (l. c.) Entwickelt sich System verschiedenartiger Banken, in Folge der Verschiedenartigkeit der Werthe, die Credit erhalten, (Kredit-Absatz) finden u. der Verschiedenartigkeit der Geschäfte u. Einkommenbedingungen der Nachfrage nach Credit. Die Mittel der Zufuhr u. seine Art u. Weise daher auch verschieden. (238)
Innere Bedeutung des Credits Förderung der Produktion; äussere Bedeutung – Beschleunigung der Cirkulation. (240), i. e. Beschleunigung der Cirkulation der freien Capitalien (Geldes) und Verstärkung der Productivität selbiger freien Kapitalien. (241) Für das Unternehmercapital selbst Perioden wo sein Capital im Zustand v. freiem Kapital, müssigem Geldkapital , bedingt durch Zeittermin worin Einnahme u. Wiederausgabe erfolgt. Gelder gehn allmählig ein u. werden erst in gewissem Zeitpunkt rückverwandelt etc (241)
Führt der Unternehmer
(der
industrielle Kapitalist) aber gleichzeitig verschiedne Geschäfte, so kann der eine
dem andern seine freien (frei(?)gesetzten; i. e. in
Geldform ruhenden) Mittel temporär abtreten,
wodurch deren fortlaufende Produktivität
gesichert. Er
führt dann Buchhaltung, worin jedes bes.
Geschäft als Schuldner (u. Creditor)
des andern figurirt. Die Gelder selbst in gemeinsamer Kasse vereint, gemeinschaftlichem Reservoir; das freigesetzte
Kapital koncentrirt sich hier beständig um sich zu vertheilen zwischen
den verschiednen Geschäften. Dies bei jeder Manufactur od.
Fabrik, die aus v. einander unabhängigen Departementen besteht. Es ist da doppelte
Buchführung u. zugleich Einheit der
gemeinschaftlichen Kasse. (242, 43)
Die in einen Theil eingehenden
Mittel, sofort verausgabt in andrem Theil
(dieses combinirten Geschäfts); dies zeigt Buchhaltung an; zugleich ob
nicht trotz Erweiterung des Geschäfts noch Bildung v. müssigem Geldkapital. Die gemeinschaftliche Kasse
zeigt das sofort. (243) Innerhalb der
einzelnen wirthschaftlichen entreprises fängt
also die
Creditorganisation an. Und das
ganze Ziel der Creditorganisation, zu
erweitern diese Gegenseitigkeit
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗in fact die
gemeinschaftliche Kasse⦘, die
sich bildet zwischen den
existirenden Theilen jedes combinirten
Privatgeschäfts, auf ganze Industriezweige als
Ganze u. wieder auf die
verschiednen Industriezweige als Glieder eines
Ganzen auszudehnen. (243. Bemerkung
von Marx.
Schließen
Also den Communismus auf
kapitalistischer Grundlage zu
anticipiren.
)
|
Die verschiednen obrigkeitlichen Ressorts, worin eingehn u. wovon ausgegeben werden Gelder – mit Einheit der Centralkasse – haben grösste Aehnlichkeit mit shopkeeper, der z. B. 10 verschiedne Läden in 10 verschiednen Theilen einer Stadt hat. (245)
Die einheitliche Kasse jeder privaten, individuellen ökonomischen Sphäre bildet gleichsam клѣточку des Organismus, worin sich stufenweis entwickelt die gesammte Volkswirthschaft, sobald sie überzogen wird mit Netz v. Kreditinstituten. (246, 47) Als Band zwischen den verschiednen individuellen Sphären. (247) Beim blossen Privatcredit fehlt noch das specielle (gesellschaftl.) Organ, welches unterstellt nicht zerstreute Einzelthätigkeit (in dieser line), sondern fortwährende Thätigkeit (Bethätigung) ([247,] 248)
Genau gesprochen ist jede Creditinstitution – Bank. (248)
Charakteristische Bedingungen des Credits: 1) Länge des Zahlungstermins, wofür Credit gewöhnlich gewährt wird; 2) Arteigenthümlichkeiten der Capitalien, die gesammelt u. vertheilt werden auf dem Wege des Credits; 3) Arteigenthümlichkeiten der Kaufkraft, der noch nicht in ihren Resultaten verkörperten Unternehmungerei, deren ökonom. Unabhängigkeit sich auf den Credit stützt. (249) Mit dem Bankgeschäft erhält Credit erst vollste Oeffentlichkeit. (250) Creditadministration wird so mechanisches Geschäft, dass Banken als meist entsprechender Anlage f. Actiengesellschaften betrachtet wird werden. (l. c.)
Privatcredit u. öffentlicher Kredit. (p. 251)
Jeder entdeckt, dass sein Kredit abhängt zunächst v. der Beständigkeit seiner Geschäftsverbindungen mit fremden Personen. (255)
Die Obligationen der verschiednen Privatgeschäfte streben sich zu concentriren in Specialunternehmungen, dienend dem Bedürfniss nach Credit, das diese Obligationen ausdrücken. Diese Privat-Obligationen Material der Banken. Jede Privatobligation repräsentirt besondres Moment des durch die Bank organisirten Kredits. (l. c.) Dabei Form der Obligation gleichgültig: ob Wechsel (ob einfacher od. trassirter), od. andres Dokument, bei Sicht zahlbar od. in kurzen od. langen Terminen, ob geliehnes Kapital auf einmal returnirt wird od. stückweis in vorher bestimmtem Zeitraum, ob Creditor od. Debitor bestimmt wann der Obligation Endschaft erreich erreicht. Die verschiednen Arten Banken also einfache Folge der Verschiedenheiten der Bedingungen, woraus die Obligationen selbst entspringen. Landbanken\Boden[banken] dienend dem Credit der Grundbesitzer u. Landwirthe, organisiren langterminigen Credit, Handelsbanken – kurzterminigen. ([255,] 256) Ebenso Credit f. Eisenbahnenactiengesellschaften z. B., ob sie selbst dies Geschäft treiben od. andre Bankinstitute für sie. (l. c.) Ebenso Kredit auf Pfand, bewegliches od. unbewegliches. (l. c.)
Oeffentlicher Credit selbst nur eine der
bes. Arten, die wie diese alle sich nur durch
bes. Art des Schuldners, welcher
hier das gouvernement #e* gouvernement°] Bei Kaufman, S. 258:
#R+пravitelьstvami#R-
Schließen , auszeichnet. (257, 58) Bankcredit umfasst alle Arten
des Credits. (258)
Nichts in Verwaltung des
öffentlichen Credits, was ihn von
dem Bankkredit überhaupt unterschiede; ist Kurzterminig (Schatzscheine,
bons de trésor, Exchequer bills) (= Depositschein) Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗Ob Geld in solchen
Schatzschein od. in Depositschein
investirt, dasselbe.⦘ (260) Zusammenfassende Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Esel
sucht, p. 261, 62 „principiell“ Ausgabe v. Banknoten durch
Banken u. Papiergeld durch Regierung zu
identificiren⦘ »Unser (das russische) System des öffentlichen Credits
repräsentirt das meist verästelte System der Mittel
der Exploitation
Zusatz von Marx.
Schließen (in fact!)
der Bankoperationen durch die
Regierung.« (262)
Regierungscredit überhaupt kein Mittel produktiver Placirung des Capitals, wodurch dies Kapital selbst reproducirt würde.
Bildet nur ein System der
Tilgung unwiederbringlich vermöbelten Kapitals
vermittelst Organisation periodisch sich erneuernder
Reserven zur Zahlung v. Zins u. Amortisation; diese
Reserven geliefert durch Steuern, wie Assekuranzprämien gezahlt an
Assekuranzgesellschaften, um aus diesen Prämien neues
Kapital zum Ersatz für kaput gegangnes zu bilden.
Langterminiger Credit (für Regierung)
repräsentirt Hilfsmittel zur Vermehrung unproduktiver Ausgaben. Kurzterminiger Credit (für Regierungen) dient
nur als Mittel zur beschleunigten Concentration,
in den Händen der Regierungen, der Kapitalien, |35 die ihr beständig periodisch zufliessen. (264) Wie in jeder Privatwirthschaft,
so in Regierungswirthschaft, Perioden, wo mehr Capital nöthig als grade im Augenblick
eingeht (returnirt) u. andre Periode wo mehr
Kapital eingeht, als für den Augenblick nöthig Zusatz von Marx.
Schließen (ernöthigt durch die augenblicklich
fliessenden Auslagen (sich
erneuernder)[)]
. Je weiter
der Umfang der Regierungswirthschaft, desto mehr
macht sich bei ihr geltend das allgemeine
Gesetz der Vertheilung der
Umschlagsmittel über verschiedne Perioden
. (264, 65)
Regierung ein Hauptkäufer
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗u. als Steuerempfänger, ein Hauptcreditor⦘ dem Land gegenüber.
(265) Um ihre Ausgaben immer zur geeignetsten Zeit zu machen muss
Regierung volle Möglichkeit haben ihre Einnahmen zu
anticipiren, wie Privatpersonen. Kurze Anleihen am besten f.
Regierung, um ihre Ausgaben (Käufe etc) zu
machen in der Zeit wo das am vortheilhaftesten exekutirbar u.
ihre Einnahmen zu sammeln an den den
Steuerzahlern mindest störenden Terminen. ([265,] 266) Andrerseits wenn müssige
Geldreserve in Governmentskasse muss sie selbe gewinnbringend
in Privatunternehmungen (Banken etc)
unterbringen, nur nicht in ihren Kellern grosse Metallhaufen immobilisiren. (267)
Kredit beschleunigt Circulation v. Waarenkapitalien: 1) durch Verstärkung des Umlaufs freier (Geld-)kapitalien u. durch Vervielfältigung der Möglichkeit mit ihrer Hilfe die Obligationen auszulöschen u. abzubrechen; 2) durch Möglichkeit Obligationen zu liquidiren ohne alles Baare, durch wechselseitige Abrechnung. (267, 268) Der Credit erweitert das Gebiet der Obligationen, indem er vermehrt die Hilfsmittel ihrer Tilgung. (268)
Alle
Obligationen sind: »Versprechen zu zahlen« od. »Befehle zu
zahlen«. (268) Beide verschiedenartig, je nach Eigenschaften der individuellen
Zahlungs-Versprecher – oder -Befehler, den Terminen, die sie der Zahlung
anberaumen, und der
Sicherheit, die sie leisten f. Exekution
des Versprechens od. Befehls. (l. c.) Zahlungsversprechen repräsentirt ungedeckten Credit (decouvert); der
Ersatz des auf Credit erhaltnen
Capitals hier nur – zukünftige Produktivität.
Creditbefehl (Ordre)
dagegen gedeckter Credit; entsteht mit u.
begleitet die Productivität, as far as wiedergespiegelt in den
Mitteln u. Kräften privater Personen. Wenn ihre fliessende
Produktion
#e* fliessende Produktion°] Bei Kaufman, S. 270: #R+тekuщaэ
predprîimчivosть#R-; gegenwärtige, laufende
Unternehmungslust
Schließen bereits verkörpert in
Werthresultaten, die aber noch nicht in ihrer eignen Hand,
weil sie selbe ohne Equivalent in fremde Hand gegeben, dann geben
die
Zahlungsordres Möglichkeit sofort die
Kaufkraft der Equivalente, vor deren Empfang, auszunutzen; nur
ein Gläubiger Zusatz von Marx.
Schließen (!) kann an
seine Schuldner Zusatz von Marx.
Schließen (!) solche
Befehle ausstellen; durch
Ausstellung v. Zahlungsordres verfügen sie über bereits vorhandne
Resultate ihres Geschäfts. (269, 70)
⦗Vertrauen
hier nur so weit nöthig, als geglaubt wird dass der
Zahlungsbefehl auf solch vorhergegangnem Geschäft hin ausgestellt
wird.⦘
Mittelstufe zwischen Zahlungs-Versprechen u. Befehl – sind Zahlungsversprechen, gesichert durch Bürgschaft od. dingliches Pfand, i. e. bereits vorhandne Werthe. (270) Solche Werthe werden hierdurch in gewissem Umfang mobilisirt. (l. c.)
Wer reguläre »Zahlungsordre« ausstellt, zeigt, dass er Mittel zur Löschung seiner Obligation besitzt, schon im Moment wo er sich des Credits bedient; dass er sich selben bedient, nicht um fremdes Kapital zu exploitiren, sondern sein eignes Kapital in der ihm vortheilhaftesten Weise u. es auf dem Weg des Credits zum Mittel macht, seine Obligation, ohne Zwischenkunft v. baarem Geld, zu tilgen. (273, 74) Aber alle diese Kreditformen möglich, ohne dass ihr substantieller Gehalt existirt, Accommodationswechsel etc (274)
Banken fungiren als allgemeine Kassen u. Kassirer der Volkswirthschaft; vereinigen so viel Obligationen\Schulddokumente u. freie GeldKapitalien in ihrer Hand; dadurch
Auslöschung der Obligationen mit Dazwischenkunft v. möglichst
wenig Baarem; u. zweitens die so freigesetzten Geldkapitalien (durch die gegenseitige
Löschung der Schulddocumente) werden wieder an Producenten v. selben Banken verpumpt u. so neue Massen v. Obligationen od. Schulddokumenten erzeugt. (277–78) Durch
das
Verpumpen machen die Banken manchem Producenten erst möglich
»sich zu verschulden«, denn es genügt nicht
guter Wille einen »Schuldschein« auszustellen. (279) Bemerkung von
Marx.
Schließen (so
wenig wie guter Wille, ein Geschäft ohne Baares zu
beginnen.)
|
Auf
den untersten Entwicklungsstufen stützt sich Collectivunternehmung auf Regierung: Privilegirte Compagnie od. auch directes
Regierungsinstitut,
Regierungsbank
etc Bemerkung von Marx.
Schließen (p. 282 wie aber auch
Regierungsfabriken, Monopole
etc. (282)
Organisation des Marktes für freie
#e*freie°] Bei Kaufman, S. 284:
#R+сsudnyxъ#R-; Leih-, beleihbaren
Schließen
Kapitalien hat denselben Sinn wie die
Organisation v. Markt f. alle andern Waaren. Kapitalien od. Werthe –
vor allem
Vereinigung v. Käufern u. Verkäufern,
gruppirt um bestimmtes Centrum od. Centren
. Für diese Centralisation ist nicht
Einzigkeit des Centrums –
Concentration – nöthig.
Einheit kann da sein ohne Centralinstitution;
bester Beweis davon Kornhandel, der
meist vor allen andern Unternehmungszweigen sich organisirt; viele
Märkte, aber eng unter einander verbunden. (284)
Wo Credit noch wenig entwickelt, ein einziges Credit (Regierungs) Institut; dies nicht central, weil hier nur Centrum existirt, ohne entsprechende selbstständige Peripheriepunkte. Damit nicht Credit centralisirt, sondern die Creditorgane. Credit selbst braucht keine künstliche Centralisation. Gleichmässig, bei Decentralisation u. bei Centralisation seiner Organe, etablirt sich um gewisse Punkte, wobei bedingt durch räumliche u. zeitliche Umstände, die bedingen Nachfrage u. Zufuhr v. Leihkapital. Ob eine Bank mit Netz v. Abtheilungen (Provincial etc Departments) od. viele selbstständige Banken, die ein gemeinsames Netz bilden, alles eins. Hier nur Unterschied in der Initiative der Gründung dieser verschiednen Organe. Die wirkliche Einheit unter denselben hängt ab vom Charakter der Umschläge, mit deren Betrieb sie sich beschäftigen. Einheit zwischen selbstständigen Banken daher ebenso leicht oft zu etabliren, wie sie andrerseits oft schwierig zu erhalten zwischen Abtheilungen\Zweigen einer u. derselben Bank, functionirend an getrennten Orten, isolirten, nicht verbunden mit andern Orten durch breites Netz gemeinsamer Interessen. (285, 286)
Bildet das Land ein verschlungnes Ganze ökonomisch sich durchkreuzender u. zusammenhängender Interessen, so bilden die verschiednen Creditorgane nothwendig ein federales Ganze. (286)
Bankunternehmung auf grossem Fuss, gegründet auf
Privilegien, od. bekleidet mit Regierungscharakter, repräsentiren nur künstliche Anwendung des
Princips der grossen Industrie aufs
Bankgeschäft. So lang
der Credit nicht hinlänglich entwickelt, um ohne fremde
Mitwirkung solche grosse Institute zu schaffen, die sich aus eigner
Kraft erhalten könnten, sind jene Kunstinstitute nützlich, aber ihr
Nutzen f. Volkswirthschaft dauert grade nur so lang als die
unterentwickelten Zustände, die sie hervorrufen. Sie haben nur vorübergehenden Nutzen. Dass sie daher nur f.
gewisse Termine privilegirt, müsste
den Sinn haben, Bemerkung von Marx.
Schließen (nicht, wie in
fact, dass die Regierung bei Erneurung der
Privilegien Geschäftche machen will) dass sie
beseitigt werden, sobald der Credit
ihrer nicht mehr bedarf. (287)
Grosse od. kleine Banken. Kleine stets nöthig f. Örtlichkeiten ohne grosse Unternehmungen; gleichgültig ob die »kleine« Bank selbsständig od. Zweigbank einer grösseren Zentralbank. Sobald freies Kapital eines Orts Gelegenheit zur Placirung auch in andern Orten sucht (u. lebhafte Geschäftsverbindung zwischen den verschiednen Orten giebt ersten Anstoss dazu), fangen in den commerciell industriellen Centren des Landes, worin die grössten Unternehmungen concentrirt, wo die grösste Nachfrage nach Leihkapital – sich zu sammeln an freie Mittel aus verschiednen Orten, damit sie entweder dort in den Centren selbst placement |37 finden, od. von dort an andre Orte gesandt werden, deren eigne freie Mittel zur gegebnen Zeit nicht die ganze dortige Nachfrage decken. In den Haupt commerciell industriellen Centren fangen dann an sich zu bilden grössere Institute, sich erhebend über die andern, theils weil sie an Ort u. Stelle vergleichsweis grössere Quellen v. Cirkulationsmitteln finden, theils weil ihnen diese Mittel aus andern Oertlichkeiten zuzuströmen beginnen. Kann solch Band stattfinden über die Grenzen grosser Theile eines Landes hinaus (wie Verhältniss der schottischen Banken zu den Londoner)[.] Ebenso Bewegung ⦗je nach Zinshöhe etc⦘ v. einem Land ⦗Banken eines Landes etc⦘ in anderes. Die Bildung kleiner u. grosser Bankinstitute natürliche Folge, einerseits der Nothwendigkeit verschiednen Systems der Organe, angepasst zu den Quellen der freien Ersparnisse, die den Banken Cirkulationskapitalien liefern, andrerseits der Nothwendigkeit der Vereinigung der Geldmittel, als Bedingung ihrer grössten Produktivität u. Rentabilität. Sie bilden daher überall Glieder eines sich von selbst bildenden Systems von Bank. (287–89)
Bemerkung
von Marx zur eigenen Orientierung. Den Abschluss des vierten
Kapitels sowie das fünfte Kapitel exzerpierte er auf S. 1–7 des
vorliegenden Hefts..
Schließen ⦗Fortsetzung v. 289–340 v. S. 1) dieses Hefts bis Seite 7
inclus
.⦘
VI Kapitel. Mittel der Benutzung der
Quellen der ссудныхъ средствъ
Ursprünglich erscheint Bankgeschäft als Nebenbeschäftigung verbunden mit andrem Hauptgeschäft. (341) Keine Bankoperation, die nicht lang vorher, wenigstens im Keim – als Kreditoperation – existirt hätte vor der Bildung v. Bankinstituten. (l. c.) Die Creditoperationen gehn vor, bevor specielles Organ geschaffen, das nichts andres ausführt; so lang werden sie durch Organe ausgeführt, die andern Zwecken dienen. (342) Diese Operationen ausgearbeitet, im Mass wie sich ihr Wirkungsfeld erweitert; eigentliches Bankgeschäft findet also nach Inhalt und Form alles vorbereitet, bevor es selbstständig erscheint. (342)
Die Quellen der Leihkapitalien etc muss man unterscheiden v. den Hilfsmitteln, denen sich die Banken bedienen, um sie zu fischen – Hypotheken, Depositscheine, Chequebücher, Bankaccepte od. Banktrassiren v. Wechseln, Ueberschreibungen in Bankbüchern u. Bankbillets. Bank findet alle diese Mittel u. ihre Varietäten vor. Für die Banken sind diese die Quellen der Leihkapitalien unzertrennlich verbunden mit den Methoden, den Hilfsmitteln sie zu fischen; sind daher fähig beide zu verwechseln. Aber keine dieser verschiednen Sorten v. Hilfsmitteln sind wirklich Quellen der leihbaren Kapitalien. Die Verschiedenheit der Formen dieser Hilfsmittel daher auch nur v. sekundärer Wichtigkeit. (342, 343)
Alle Bankoperationen gruppiren sich d’abord in 2 Klassen – 1) Zahlungsordres; diese beruhn auf Mitteln, denen ihre Besitzer schon gewisse Bestimmung gegeben haben: bedienen sich der Mitwirkung der Banken zur bessern Erreichung ihrer Zwecke – Kommissionsklasse der Bankoperationen; historisch die ersten; der Leihcharakter der Kapitalien tritt hier nicht rein hervor; Endziel: Gelder zu empfangen an andrem Ort; diese Gelder haben an sich selbst nicht Charakter v. Leihkapital, obgleich auf sie empfangen trassirter Wechsel, d. h. Credit Dokument. (343) 2) Zahlungsversprechen; hier tritt sofort in Vordergrund Leihcharakter der Capitalien. Diese Klasse zerfällt in 2 Branchen: a) die Operationen dienen zur Sammlung v. Leihkapitalien u. gruppiren sich um die Hilfsmittel, Methoden (in fact die Werkzeuge) die die Banken hierzu anwenden. b) Produktive Placirung der Leihkapitalien, gruppiren sich um die Methoden, besondern Hilfsmittel, wodurch die Banken jede Art ihrer Leihkapitalien der ihnen entsprechenden Arten v. Unternehmung anpassen. ([343,] 344) Beides u. speciell b) unterscheidet sich nicht v. den Methoden der Privatpersonen. (l. c. 344)
Auf der niedrigsten Entwicklungsstufe Leihoperation – welches immer ihr Zweck – auf selbe Art ausgeführt; später differenziren sich die Hilfsmittel, die äusseren Formen der Operation je nach dem Zweck, für Handelsanleihen – Wechsel (dem dann auch besondres Wechselrecht juristische Specialität giebt etc.) (344, 45.)
Die Emissionsmethoden v. den Banken entwickelt; Emission umfasst sehr verschiednes; z. B. Actien emittiren, heisst Kapitalisten-Unternehmer, also in case of need, Schuldner suchen; Obligationen emittiren, heisst Kapitalisten suchen, die die Rolle der Gläubiger spielen wollen. (345)
Im weitesten Sinn: Emissionsoperation – Ausgabe irgendeines Schuldscheins, wodurch Kapital auf Credit gefischt wird. (346)
Jede Kreditoperation od. jede zufällige Benutzung des Credits umfasst 3 Elemente: 1) Bewegung v. Kapital (irgend eines Werthes) v. Creditor an Schuldner; 2) äussere u. innere Grundlagen, die den Creditor zur zu dieser Veräusserung bewegen, u. die |38 seine Assekuranzfonds so zu sagen bilden; 3) Uebergabe od. Ausgabe von Kreditzeichen (Schuldschein) durch den Schuldner . (347)
Letztere Operation – Emissionsoperation; umfasst also: jede Ausgabe v. Schuld(Credit)Zeichen, mit Hilfe dessen ein Werth in die Bewegung gesetzt, die ihn aus Hand des Besitzers in die des Pumpers führt. (347) Lehre über Emissionsoperation umfasst also die Gesammtheit der Methoden (Kniffe u. Hilfsmittel) wodurch die Banken die Quellen der Umlaufsmittel aussaugen. (349)
Die Quellen der Leihkapitalien u. die Hilfsmittel ihrer Exploitation, sind natürlich verschiedne Dinge. (350)
Je nach der Verschiedenheit der Methoden (Hilfsmittel) dieser Quellenexploitation, verfielfältigen sich die besondern Operationen der Ausgabe von Schuldzeichen. Der verschiednen Natur der Leihkapitalien entsprechen verschiedne Arten Emissionsoperationen. (l. c.)
⦗Die russischen Banken blos Depositbanken; dürfen keine ⦗except die privilegirte
[Bank]⦘ Noten ausgeben. p. 351 sq. In Russland gabs keine grossen Privatbanker; ihr Werk (im #e* Westen°] Bei
Kaufman, S. 354: #R+зapadnoj Evropy#R-;
Westeuropa
Schließen Westen) musste hier de prime abord durch Actienbanken verrichtet werden; die
westlichen Privatbanker wirkten auf Herabsetzung des
Zinsfusses; machten die commerciell
industrielle Produktion unabhängig vom Wucherer; legten
das Fundament zum Geldmarkt; sammelten zuerst Geld f.
Handel u. Industrie; durch ihre Concurrenz unter einander erniedrigten
sie den Zinsfuss. Dasselbe
Geschäft haben in Russland de prime abord die
Actienbanken zu verrichten. (353, 54) Die Geldkapitalien, die absolut
als müssige Schätze verborgnes Leben führen,
agiren in keiner Weise auf Höhe des
Escompte; die
Zinshöhe des Leihkapitals hängt daher nicht v. der
allgemeinen Masse der Metallvorräthe in
einem Land ab, sondern v. der
Masse derselbe derselben die in Aktion treten u. diesen Theil, den thätigen,
können die Banken bedeutend vergrössern, obgleich nach wie vor die
Gesammtmasse der Metallschätze
unverändert bleibt, u. obschon nach wie vor nur Metallgeld
circulire.
(355) Conkurrenz der Banken einerseits trägt
bei zur Erniedrigung des Zinsfusses; andrerseits der Beschleunigung des Umlaufs
durch die
Bankmittel, welches immer deren besondre Art sei. (l. c.) Hat eine (Deposit)Bank
Credit. Traut man ihren Wechseln, cheques, auf sie trassirten Ordres,
überhaupt den auf sie ausgestellten Zahlungsbefehlen, so sammeln sie so
grossen Kreis Personen um sich, dass es ihnen möglich zu zahlen Schulden
beim Kauf v. Fonds, od. Waaren, od. zur Zahlung v. Diensten.
Von den
englischen Actionär(Depositen)Banken nehmen die Kunden nicht baares Geld weg,
sondern begnügen sich mit Eröffnung laufender Rechnung.
Cheques, Ordres,
Accepte u. Eröffnung
laufender Credite bieten ihnen mehr als Surrogat für Notenausgabe. (357)
Einer Bank Emission nicht abgeschlossen dadurch
dass sie ausgeschlossen v. Notenausgabe, als
welches nur eine besondre Emissionsform ist.
Die Emissionsoperation selbst liegt in
der Möglichkeit f. Bank sich zu verpflichten\schulden nicht
nur gegen die, die baare Deposite bei ihr hinterlegen, sondern auch
gegen die, die auf andre Weise bereit ihr Credit zu geben. Nehme ich in
Zahlung v. Schuld für verkaufte Waare Bankaccept
an, so vollzieht die Bank mir gegenüber eben so gut
Emissionsoperation, als wenn ich eine v. ihr ausgestellte Banknote
annähme; ebenso wenn ich cheque auf sie
annehme. Vermittelst der
Emissionsoperation der Bank empfängt ihr Client-Gläubiger Mittel zu kaufen u. zu zahlen
Bemerkung von Marx. Marx verweist auf sein
Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), in dem er auf S. 358
eine Randanstreichung „+“ anfertigte.
Schließen (der
Esel gezwungen diesen „Unterschied“, des
Kauf- u. Zahlungsmittels (sieh 358 +) den er
läugnet, beständig selbst zu machen) ohne Baares.
Womit zahlt er? Mit dem Credit der Bank. (357–58)⦘
Zwei Formen der Emissionsoperation:
- 1) Empfang v. Depositen mit Ausgabe v. Schulddokumenten, die ihn bescheinigen;
- 2) Ausgabe terminloser, zinsloser Schuldzeichen auf Vorzeiger, dem sie on demand baar zahlbar. (360) Schon dieser Unterschied nicht durchgreifend, da der cheque der Depositenbank dito terminlos, zinslos, zahlbar an Vorzeiger on demand. (l. c.)
I) Depositenbank:
Leihoperation, wodurch die Bank freie (relativ od. absolute) Geldmittel sammelt, concentrirt in ihrer Kasse. Die Deposite selbst verschiedner Art u. damit differencirt sich die Art u. Weise wie die Bank sie v. den Besitzern freier Mittel leiht. ([343,] 361) |
39
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
Ewige (od. sehr lange) Deposite. D’abord wo
der
Besitzer ewig ist, u. dieselbe Eigenschaft
seinem Kapital verleiht. Z. B. Städtisches
Capital. (361) Corporativbesitzer;
so Regierungsobligation, Eisenbahnobligation, Bodenhypotheken; diese Deposite, entsprechend ganz freien
Kapitalien, ihrer äussern Natur ähnlich der Obligation, heissen ewige. (362) Empfangen v. den
Banken f. alle Zeit, so lang sie existiren; sie gleichen
dem
Bankkapital selbst, welches nur dann unter
den BankActionären vertheilt wird, wenn die
Bank eingeht. (362)
Aber auch künstliche ewige Deposite, nämlich
solche erhalten v. Privatpersonen. (362) In jedem Fall repäsentirt
ewiges Deposit so zu sagen Kauf ewiger
Einnahme von gewissem Kapital. (l. c.) Hört Einkommen auf,
so muss Kapital dem Besitzer returnirt werden. ([363,] 364) Da die Banken sehr
hohe Zinsen f. ewige Deposite zahlen, so nicht sehr lockend f.
Banken. Bindet ihr die Hände. Sie kann mit Bezug darauf ihre
Operationen nicht contrahiren, wenn’s erwünscht. Muss in schlechten
wie in guten Perioden selben Zins dafür zahlen. (l. c.) Bemerkung von Marx.
Schließen (i. e. f. Geld, das nichts einbringt, z. B.
in flauen Zeiten)
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Deposite auf Termine, längere od. kürzere.
Sind aber grösstentheils kurz. Die Rechnungsführung f. die
verschiednen Summen, die in die Bank so aus- u. eingehn mit
Ausgaben (f. die Bank)
verbunden; sie nehmen daher nur d’abord solche Summen, deren
Benutzung diese Ausgaben deckt u. ihnen zugleich Gewinn einbringt;
sie
beginnen daher mit Personen u. Summen, die schon gewisse Stufe
des Wohlstands repräsentiren. Aber durch Gratisleistung
der Buchführung etc können sich, by u. by, Banken
die Mittel schaffen die
kleinsten Summen – die zusammen grosse
bilden – zu fischen. Hence s. g. Sparkassen.
Controleur der
Geldersparungen in den
Vereinigten Staaten im Bericht 1872
bezeichnet Sparkassen als formidable
competitor der
Banken in ihren Operationen auf Deposit.
So in den Sparkassen v. Neuengland Ende 1871 eingelegt 312,333,479 Dollar
,
aber in den Banken dieser Staatengruppe
3 mal weniger. (365, 66)
Durch die Depositenbank hemmen die Sparnisse nicht den Fluss der Geschäfte. Ohne sie würden die Ersparnisse die Summe der Umlaufsmittel pro tanto vermindern. Die Banken, auf diese Weise, vervollkommnen den Gang selbst der Bildung v. Kapitalien bei den Privatpersonen, zum Besten dieser Leute u. der industriellen commerciellen Welt. (367)
Neben diesen »Ersparnissen« andre Quelle für terminweise Deposite die
Summen solcher Privatpersonen, die selbst
keine produktive Geschäftcher mache u. bereit sie leihweise
wegzugeben. Der Termin spielt hier Rolle der
Controlle, welche der Depositäre-Gläubiger über die
Bank-(Schuldner) #e* die Bank-(Schuldner)°] Bei
Kaufman, S. 367: #R+сvoumъ dolhnikomъ-bankomъ#R-; ihre
Schuldner-Bank
Schließen führen. (367)
Einerseits muss Kapital beständig aus minder in mehr vortheilhafte Anlage übergehn können; also beweglich sein; Andrerseits unterstellt beständige Beweglichkeit der ökonomischen Kräfte u. Mittel ununterbrochne Thätigkeit der Umlaufsmittel, od. des Geldes in der Funktion, wodurch die Bewegung erzeugt wird. (368)
Nur verleihbare (ihren Eigenthümern nicht unmittelbar für’s Geschäft etc selbst nöthige) Kapitalien od. Leihmittel sind umsetzbar durch Banken. Aber die Leihmittel erscheinen heutzutag weniger u. weniger in der Form terminweis-freier Mittel. (l. c.) Keiner will für bestimmten Zeittermin seine eignen Mittel immobilisiren u. paralysiren. (l. c.) Jeder denkt, heut od. Morgen kann Gelegenheit für geschäftliches Profitche sich finde etc (369)
Das
freie Leihkapital erscheint nicht immer Zusatz von Marx.
Schließen (!) in Form v. Geldvorräthen … heut
verkürzen sich die Perioden zwischen gegebner
Dimension u. Erweiterung
(neuer
Periode) eines Geschäfts so rasch, dass der grösste Theil
der neuen Ersparungen direkt u. unvermittelt erscheint im in Form
bestimmter
Werthe:
Rohstoff, Maschine,
Antheil an Kollectivunternehmungen. So
das
freie Kapital in some sense schon placirt.
Aber es bleibt Leihkapital, d. h. solches
dessen Rentabilität u. Produktivität nur möglich bei ihrem Absatz auf Credit.
Der Besitzer v. Ersparnissen in solcher nichtgeldlicher
Form braucht Käufer, d. h. somebody dem er sein Kapital
anvertrauen kann. Findet er selbst nicht Käufer, dann ihm nützlich,
dass die Bank ihm solche liefert, od. ihn dabei
|40 unterstützt, od. seine Obligationen
durch ihre ersetzt, od. ihn mit Mitteln
ausstattet. (369, 70)
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 3)
Terminlose Deposite. Die grösste Masse an
Geldmitteln, die v. ihren Eigenthümern selbst produktiv verausgabt
werden. Diese in den Banken gesammelt sub specie terminloser Deposite. (On
demand
auszahlbarer) (370, 71)
Damit die Bank diese, wie alle andern Quellen v. Leihkapital, in Bewegung setze, muss sie vervollkommnen den
Cirkulationsmechanismus, soweit er aus baribus besteht, sei
es dass sie vermehrt die Masse seiner
nützlichen Thätigkeit, sei es, dass sie
erspart Theil der Kraft, wodurch die
frühere Menge seiner nützlichen Thätigkeit ins Werk gesetzt wurde.
Diese Kraftersparniss liefert die
neue Quelle terminloser Deposite für
die Bank vor . (371) Ferner: Da
nicht Coincidenz der Momente des Anfangs u. Endes
für alle Unternehmungen der Volkswirthschaft, zeigen
Schließen zeichen sich diese Unternehmungen in verschiednen Momenten fähig als Kreditoren
aufzutreten, während sie wieder in andern Momenten Schuldner sein
müssen. Nicht zu denselben Momenten haben
alle Unternehmer auf einen Schlag Zahlungen zu
empfangen od. zu machen. Nicht allen Unternehmen nöthig unmittelbar nachdem sie Zahlungen empfangen,
Ausgaben zu machen od. sie zu leisten. Und hier erscheint f.
die Banken bereits eine neue
Quelle terminloser Mittel. Da
die Volkswirthschaft ein Netz v. Unternehmungen
darstellt, zerstreut u. vereinigt nicht nur in Raum, sondern
auch in Zeit, entsteht die Möglichkeit dass sie
Verhältnisse wechselseitiger Verschuldung
eingehn, auch vertheilt über verschiedne
Zeitmomente.
Kapitalien in der Form v. Werthen
u. bevorstehende Zahlungen – sind
der Gegenstand dieser wechselseitigen Verschuldung. Und die Banken streben danach
das Centrum derselben zu bilden. Um sie
vereinigen sich die, die heute Creditoren, Morgen Schuldner, u. die
heute Schuldner, Morgen Creditoren.
Dank ihrer Stellung als Centra der Schuldberechnungen,
können die Banken beträchtliche Massen derselben auslöschen durch Wechselseitigkeit
(Compensation)
ohne alle Vermittlung v. Geld; Käufe auf Credit durch Verkäufe auf Credit u. nur zur
Bilanzausgleichung zwischen denselben Geld nöthig.
(371,
372) Die auf Kredit erhaltnen Kapitalien
reproduciren u. erneuern sich in den Händen
der Unternehmer u. löschen so die
Schulden aus, auf deren Weg sie erhalten wurden. Enormer Theil
der Vermögensbeziehungen der Privatpersonen,
Unternehmungen u. Wirthschaften unter einander gegründet u. gelöst
nur vermittelst der Umlaufsmittel. Und keine Nothwendigkeit
zu flüchten zu Geldern, als Repräsentanten müssigen Kapitals, um
diese Beziehungen zu beendigen.
Zum
Minimum reducirt die
Nothwendigkeit bei sich zu halten müssige Vorräthe, d. h.
unproduktive Mittel. (372)
Zwei sich ergänzende Seiten des Bankwesens: Concentration um die Banken aller dem Creditabsatz
unterliegenden od. unterliegen könnender Gelder u. Werthe, und Schöpfung eines besondern Circulationsmechanismus, um der ganzen
habbaren Geld- u. Werthmasse grösste Geschwindigkeit der
Bewegung, grösste Beweglichkeit aufzudrücken. (l. c.)
Vermittelst der
terminlosen Deposite ziehen die
Banken die Mittel an sich nicht immer
erst nachdem ihr Leihcharakter
bereits klar ausgeprägt; jene sind vielmehr Mittel, besonders wichtig
zur Erscheinung selbst des
Leihcharacters der angezognen Kapitalien.
(373);
#e*:°] Bei
Kaufman, S. 373: #R+Takimъ obrazomъ#R-; Auf diese
Weise
Schließen nicht nur passives Mittel voll auszunutzen bereits ganz fertige Resultate, sondern in gewissem Grad
bereiten sie selbst die Resultate
vor, um deren Exploitation möglich zu machen. (373,
374)|
⦗Umstände des ökonomischen Lebens, unabhängig v. den Banken, können verstärken den Umfang der freien Ersparnisse für terminweise Deposits; entweder starker Anwachs der Produktionskraft od. aber Bedrängnisse, die die Ersparungen hindern produktiv zur Zeit angewandt zu werden u. die Ersparnisse so zu sagen nöthigen in grossem Umfang aufzuschwellen. In beiden Fällen haben die Banken in den Ersparnissen bedeutende Quelle v. Umlaufsmitteln. Beispiele erster Art England, Deutschland, Frankreich, U. St.; 2ter Art ganz besonders – Russland. Hier Geld in beträchtlichem Umfang war blosser Schatz. Dem schon etwas abgeholfen durch die alten Regierungs-Credit-Institute nach der Creditreform v. 1816; namentlich aber floss grösste Masse davon in Banken nach der Creditreform v. 1860, zur Zeit gleichzeitig ganz neuer ökonomischer Bedingungen in Russland. p. [374,] 375.⦘
Weit grössere Bedeutung als die terminweisen Deposite u. die durch sie repräsentirten neuen Ersparnisse haben für die Banken die terminlosen Deposite, mit ihren Unterabtheilungen. (375)
Damit das Geld stets thätig – u. die terminlosen Deposite stellen vorzugsweis Geld vor, das activ in Unternehmungen angewandt, trotzdem aber nothwendig Momente des Brachliegens hat – nöthig Umbildung des ganzen Zahlungswesens u. dies vollbracht durch die Banken; einmal, weil sie als Centren wissen wer in gegebner Zeit sein Geld nicht beschäftigen kann u. wer ihnen Beschäftigung geben kann; zweitens, weil überhaupt, je weiter das Feld, worauf sich ihre Wirkung erstreckt, desto vollkommner kann jede Kasse, d. h. jeder Vorrath v. Baarem, der erhalten für Zahlungen, seinen Beruf erfüllen. Desto weiter dies Feld, desto gesicherte gesicherter f. die Kasse die Möglichkeit nicht müssig zu bleiben, sondern nützliche Anwendung zu finden, Profitche, Einkommen zu bringen. In Folge des Strebens jeder Kasse möglichst centrale Position einzunehmen u. dazu auf möglichst weitem Gebiet, müssen alle Cassen streben in jedem ihnen nächsten Gebiet sich einander zu nähern u. sich zu vereinigen. Diese Vereinigung der Kassen, angehörig den verschiednen Wirthschaften u. Unternehmungen, bildet das Geschäft der Banken. (376–77)
Mit wenigen Ausnahmen bezeugt das terminlose Deposit durch seine Terminlosigkeit selbst, dass es Theil irgend eines Kassenvorraths ⦗eines thätig in Umschlag befindlichen productiven od. commerciellen Capitals⦘ bildet. (377)
Durch die Centralisation terminloser Deposits vereinen die Banken die Kassenvorräthe der einzelnen Personen (Unternehmer) u. bilden aus dem Zahlungsumlauf ein organisirtes Ganze. (377, 378)
Die terminlosen Leihkapitalien, so lange sie sich in den Händen ihrer Besitzer befinden, spielen Rolle v. industriellen (u. commerciellen) Kapitalien u. erscheinen f. ihre Besitzer selbst nicht als loanable Capitals. Die Banken, sobald sie ihnen als terminlose Deposits zufliessen, watch the moments, when the activity of those moneys in the hands of their possessors become interrupted, and the times – periods – when they are again called into activity. Zu diesem Behuf eröffnen sie den Personen, die sie deponiren, laufende Rechnung. (current account) Diese Kapitalien in beständiger Bewegung, wachsen mit jedem neuen Deposit, vermindern sich mit jeder Ziehung der Deponenten. Chequebücher ihm eingehändigt; ist Schulddocument der Bank (Zahlungordres der Deponenten auf die Bank – ist jeder cheque) ([378,] 379)
Die Deposite auf laufende Rechnung haben im strengsten Sinn v. seiner Form den Charakter activer Kassenvorräthe. Ihre Terminlosigkeit so wenig als möglich beschränkt. Die Besitzer verfügen über sie nach Mass ihres Bedürfnisses. Sie dienen so ununterbrochen bald als Unternehmercapital, bald als Leihkapital. Der Zahlungsbefehl – Seitens des Eigners der deponirten Gelder, geschieht durch cheque; das Einlaufen der cheques zeigt in welchem Mass er der Gelder bedarf zur eignen Unternehmung.|
42Andrerseits: Die Creditzeichen (Wechsel etc), welche die Bank erhält v. den Personen, die ihre Schuldner sind f. Gelder die ihnen geborgt aus den laufenden Rechnungen, zeigen in welchem Mass die Cooperation der Bank nöthig um die Gelder ununterbrochen rentabel zu machen. Die Cheques der Depositäre u. die Creditzeichen der Schuldner der Bank stellen zusammen den Apparat vor, der durch die Banken in Bewegung gesetzt wird, um die Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes aufs Maximum zu steigern. (379)
Die Geldvorräthe, welche die Rolle v. Kassenreserven spielen, unterstellt der Credit als seine Grundbedingung. (380)
Der Cheque repräsentirt de premier abord die
Schuld der Bank, aber zugleich eine
Schuldverpflichtung der Person, die ihn zur Zahlung benutzt u. zwar einer
Person, die schon vorbereitet vor der Zahlungserfüllung zu
ihrer Leistung. Er drückt durchaus gedeckten
Credit aus; macht andrerseits baare
Auszahlung unnöthig. Sobald einmal Cheque eingewurzelt als
Zahlungsmittel, entspringt für die Orte, wo Metallgeld
circulirt, die Bequemlichkeit, dass alle
Anstrengungen u. Ausgaben, unzertrennlich v. Ortsbewegung des
Geldes, überflüssig werden.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Cum grano salis!⦘
Das
Geld verliert seine »Schwere«. Und dies um so wichtiger, je grösser der Umfang der
Zahlungen v. einer Person an die andre wird. Bedeutendes Dechet vermieden; Millionen zu Ortswechseln, dazu
gehört Zeit u. Kraftausgabe. Durch Cheque wird alle Nothwendigkeit
für Abzählung, Zusammenzählung etc vermieden.
Bemerkung
von Marx.
Schließen
⦗i. e. desto mehr auf
der Bank gezählt, gewogen etc Transposition; der absolute
Umfang dieser Operationen nimmt ab; andrerseits werden sie
auf grossem Massstab
ausgeführt
v. „Specialisten“ wie Herr K. sagt, – Transposition, wobei immer an Zeit u. Kräften
gespart wird.⦘
Cheque = Wechsel jedes
appoint
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Nominalgrösse⦘
je nach Bedürfniss, fähiges Cirkulationsmittel; in der
Praxis hat er daher die Bequemlichkeit sich jedem einzelnen
Fall anzupassen. Er repräsentirt heut zu Tag die
gewaltigsten Summen, die auf einmal zu zahlen. (382, 382 383)
Aber des Cheques grösstes Verdienst – zusammen mit den laufenden Rechnungen, die sein Dasein begleiten – dass durch ihn der Bank möglich wird Material an sich zu ziehn, das ohne ihn durchaus unfähig wäre Leihkapital zu bilden. (383)
Das Wesentliche, dass auf Cheques v. der Bank Gelder gefordert werden, dass die Präsentation v. Cheque gleichkräftig mit Forderung baarer Zahlung u. Verminderung der ganzen Summe der Deposits, die auf laufende Rechnung hinterlegt. (385, 386)
Aber suppose: Der
Depositär A zahlt seinem Gläubiger B mit cheque, der auch
Depositär in derselben Bank. Bank schreibt in ihren Büchern
pro tanto ab von A u. pro tanto zu
der Rechnung v. B. Das Deposit v. A
vermindert, das v. B pro tanto vermehrt. Wenn das
Geld v. B wirklich herausgenommen, so wird die Schuld
gelöscht durch Geld, das als
»Cirkulationsmittel« Zusatz von Marx.
Schließen (!) wirkt u.
aufhört als müssiges Kapital zu functioniren, wie es that im Zustand
v. Deposit. Wird durch cheque aber blose Uebertragung von selber
Bank eines Postens v. A auf B bewirkt, so die
Gesammtsumme der in der Bank
befindlichen Deposite nicht dadurch vermindert. Ferner:
Da
die Obligation des A ohne Geld ausgelöscht
wird, so hat letzteres bei dieser Operation nichts zu thun u. kann
neues Leihkapital repräsentiren. (386, 387) Da die Summe
der Bankeinlagen ohne dies System vermindert würde
durch baare Auszahlung, constituirt die
Abwesenheit dieser Verminderung
entsprechende Vermehrung v. Deposits, hence
von |43
verleihbarem Kapital. (387) A trug Anfang
des Monats 100 000 Rubles ein, u. muss selbigte nach
Woche dem B zahlen; B hat laufende Rechnung in selber Bank; hat
derselbe B dann wieder dem A 100 000 zu zahlen, so
die ganzen 100 000 freies Kapital f. die Bank.
Dies
vermittest vermittelst der Kompensation in Vereinigung mit Abtretung
der Obligationen.
A überliess der Bank
die Obligation, worauf sie Schuldner, B die
Obligation worauf sie Creditor. Und so im Besitz der beiden
Obligationen, in deren einer sie Schuldner, Creditor in der
andern, kann die
Bank die
eine durch die andre auslöschen.
(387, 388) A giebt seine Gelder der Bank u. wird dadurch
Creditor der Bank etc[.]
Bank löscht durch Uebertrag an B (dem A das Geld schuldet)
ihre Schuld gegen A aus, aber sie wird um denselben Betrag dem B
mehr schuldig. (388)
Damit die Wechselseitigkeit der Zahlungen Bedeutung eines Mittels gewinne, Geldcapital freizusetzen, nöthig dass die Auslöschung Auslöschungen der Obligationen stattfinden, nicht zwischen Bank u. einem ihrer Clienten, sondern zwischen diesen Clienten selbst. (388, 389) Dazu müssen der Bank zugänglich sein Obligationen, die ihre Clienten gegeneinander haben. Nur dann nicht nur Obligationen gegeneinander ausgetauscht, i. e. durch einander ausgelöscht, sondern auch das Geld freigesetzt, welches sonst zur Auslöschung nöthig. Uebergiebt der Creditor von A – B im obigen Fall – wieder derselben Bank den Cheque von A – so dasselbe, als ob B ihm die durch den cheque repräsentirte Summe in Deposit gäbe. (389)
Cheque kann repräsentiren Verbindlichkeit gegen
den
Vorzeiger, d. h. darauf hin jeder Creditor,
der ihn in gegebnem Moment besitzt. Daher absolute Leichtigkeit –
ohne alle Formalität – seiner Uebertragung. Er kann so durch verschiedne Hände passiren. Wenn A,
Depositär z. B. bei Birkbeck Bank[,]
damit den G zahlt, G den D, D den E u. E Depositär bei
derselben Bank u. selben ihr zurückbringt, so wird er auf seine
laufende Rechnung geschrieben, d. h. genommen v. ihm als Deposit. G u. D waren nicht Depositäre
der Bank, aber sie werden es
temporär, funktioniren als solche, sobald der cheque in ihre Hand
fällt u. so lange er darin bleibt; die Schuldverhältnisse
zwischen A u. G, G u. D, D u. E ausgelöscht ohne
Geld u. ausserdem dem entsprechend in the mean
time entsprechende Geldsumme
freigesetzt. Das
nur, weil weder G, noch D, noch E das Geld, das
der cheque repräsentirt aus der Bank
herausnehmen, obgleich sie es thun könnten;
aber v. der Bank nicht Zahlung verlangen heisst
der Bank Credit geben; dasselbe als hätten
sie das Geld der Bank in Deposit gegeben. Wenn
die
Kette der Depositärs Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗i. e. der Burschen, durch deren
Hände der Cheque passirt⦘
beginnt u. endet mit solchen, die laufende Rechnung mit der
Bank haben, dann durch die cheques kein Geld aus
der Bank genommen; was
übergeht aus einer Hand in die andre, ist nicht
das wirkliche Deposit, sondern der im Schuldschein (dem Cheque) enthaltne
Rechtstitel darauf, u. der ganze Witz endet mit
Ueberschreibung im Bankbuch des Guthabens v. einem ihrer
Depositäre auf den andern. (391)
Der Einsatz des A in Bank sei ursprünglich 100 000
Rubel; alle A, G, D, E sollen sich wechselseitig
100,000 R. schulden. A dem G 100 000 zu zahlen, G dem D, D dem E.
Summe der unter ihnen schwebenden(?) Schuld also = 300 000 R; diese
schliesslich gezahlt durch die 100 000, die A in
der Bank liegen hat u. die auf Rechnung des E
umschrieben werden. Da aber während dieser Zeit
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Herr K. stellt sich diese Zeit viel
zu lang vor, da cheques selten mehr als 1–2 Tage
umlaufen⦘ die 100 000 R. müssig liegen, kann
die Bank damit operiren; Herr K. lässt die v.
ihr jezt verpumpten 100 000 R. Baares nun ebenfalls in demselben
Zeitraum 3 × umschlagen, u.
dann auf Basis derselbigen 100 000 R. für 600 000 R. Obligationen
ausgelöscht. (391, 92)
Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗Cheque in der That nichts,
seinem Inhalt nach, als Kassenanweisung, wie die Depositbank ja
nichts als ein Zusammen verschiedner
Privatkassen⦘
Die Umschreibung des Deposits v. A auf B etc – so weit sie Depositäre bei derselben Bank – unterstellt Verhältnisse wechselseitiger Verschuldung, also v. Schulden die wechselseitig durch einander compensirt werden können; pro tanto wird das durch die checks repräsentirte Geldkapital in den Händen der Bank freigesetzt; sie kann damit möbeln. Uebrigens kann die völlige Gedecktheit des cheque credits – u. muss es sogar, soweit die Bank Geschäfte macht durch Verleihen, keine blosse Girobank in altem Styl ist [–] to a certain extent blosser Schein sein. Die Bank eröffnet einem Geschäftsmann Pump, sage für 100,000 R. In dem cashbook, das sein cheque book begleitet, figurirt er als Guthaber v. 100,000 R. Er zieht darauf cheques, à fur et mesure, dass er Baares braucht od. Geschäftschulden zahlt. Die cheques können also ebensowohl wie Banknoten blosse Zahlungsversprechen (on demand zahlbar) der Bank repräsentiren, als blose Kassenanweisungen der Depositäre auf ihr in der Bank niedergelegtes Baares.⦘
Bisher unterstellt, dass die Leute, die wechselseitige Schuldverhältnisse gegen einander eingehn, sie löschen durch laufende Rechnung u. sie begleitende cheques bei einer u. derselben Bank. Nun unterstellt dass sie Depositäre in verschiednen Banken |44 sind. (p. 329 392 )
Je entwickelter die Creditverhältnisse in einem Land, desto mehr hat jeder seinen Banker od. seine Bank, dem er alles Baare u. Schuldscheine übergiebt, wie auch Schulddokumente zur Aufbewahrung. Jede einigermassen beträchtliche Zahlung daher empfangen v. einer Bank u. empfangen v. andrer Bank. Die Banken haben also beständig einander zu zahlen u. v. einander Zahlung zu empfangen. Die Zahl dieser Banken an jedem Ort eine beschränkte. Bilden also eine Gesellschaft, die als Ganzes betrachtet jede einzelne Bank gleichzeitig zum Schuldner u. zum Gläubiger hat. Jede Bank steht allen andern gegenüber in der doppelten Eigenschaft als Gläubiger u. als Schuldner. Hence Compensation der wechselseitigen Forderungen auf grossem Massstab möglich; hence entsprechend Geld freigesetzt, in loanable Geldkapital verwandelt. (393, 394) Hence Clearinghouses. (394) Funktionirt täglich. Die Vorsteher des Hauses setzen fest zuerst welcher Theil der Forderungen unmittelbar eine Bank auf die andre hat, die daher auch unmittelbar durch einander gelöscht werden können. Z. B. Bank A hat cheques ⦗od. Wechsel etc⦘ zum Betrag v. 575 000 £ auf Bank B. Diese aber auf 550,000 auf Bank A. Bis auf 25,000£, die Bank B schuldig bleibt, können also durch einfache Austauschung der cheques zwischen beiden die wechselseitigen Guthaben cleared werden. Zweite Operation: A (der 25,000£ v. B zu erhalten) muss der Bank D 300 000 £ zahlen, u. B hat v. Bank E £ 450 000 zu empfangen. A übergiebt dazu der Bank D. seine Forderung f. 25 000 an Bank B. u. löscht pro tanto seine Schuld an dieselbe aus. B seinerseits löscht diese Forderung aus, indem er der Bank D Theil seines Guthabens an Bank E abtritt. In Folge dieser Uebertragungen haben die Banken A u. B aufs Minimum den Theil ihrer Obligationen reducirt der ⦗der Bilanz⦘ durch baares Geld gelöscht werden muss. (394, 95) Also erstens unmittelbare Compensation durch direkten Austausch der wechselseitigen Obligationen v. Seite A u. B.; dann secundo statt unmittelbaren wechselseitigen Austauschs der Forderungen der gegeneinander direct in Schuldner u. Gläubigerverhältniss at once stehenden Personen – allgemein Austausch der Gläubigertitel(rechte) gegen Schuldscheine, wobei dieser Austausch sich darstellt als eine Reihe wechselseitiger Abtretungen, wodurch schliesslich ganze Reihe Obligationen ohne Baares gelöscht wird. (395)
Bemerkung von Marx.
Schließen Herr K. endet langes redseliges nutzloses
Gekohl über clearing house mit folgender Phrase: »Aber
wenn dies Institut zur Schuldentilgung mit Bezug auf Banken nur
die Funktion ausübt, welche die Banken mit
Bezug auf einzelne Personen verrichten, dann
augenscheinlich, dass das
clearing house selbst eine Bank ist.« (396)
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗S’il vous plaît! Das clearing
House als Ganzes betrachtet macht keine „Geschäftche“, keine
„Profitche“. Seine Exekutirbeamte sind blos Bedienstete u.
Besoldete der Bankhäuser, die sich das
mechanische Geschäft der Abrechnung durch
Confrontirung der wechselseitigen Schulden u.
Forderungen vermittelst selber erleichtern. Das
clearing house hat
kein Kapital etc[.] Es ist
keine Bank, sondern eine
gemeinsame Maschine der verschiednen Banken, ein
Apparat des
Banksystems. Die Pfiffigkeit, die darin besteht, den
bestimmten Charakter zu verwischen, ist Herrn K. sehr eigen;
daher macht er so grosse Entdeckungen wie die, dass
das
Clearing House – eine Bank ist. Die wirkliche Bank
z. B. der Londoner Bankers u. Banken ist –
die
Bank
of England
, wo sie selbst
als Depositäre figuriren.
⦘
Schulddokument, dessen Termin abgelaufen ist Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗u. bei
allen on demand zahlbaren Schulddokumenten, wie cheque, Banknote ist ihr Termin stets abgelaufen, wenn ihr
Besitzer sie präsentiren will⦘
erhalten dadurch eignen Werth, dass sie ziehbar in den
Kreis sich wechselseitig löschender
Obligationen, dass sie daher zur Löschung
dienen können, ohne dass es nöthig ist sie vorher in Geld zu verwandeln. (397) Kommentar von Marx.
Schließen ⦗Verfallne Papiercher, Cheques u. Wechsel etc, die Note
einer Bank die der andern etc kenne sich wechselseitig
lösche; sie können daher als definitive
Zahlungsmittel funktioniren. Va bene. Aber dadurch
erhalten sie einen Gebrauchswerth,
keinen Werth, der unabhängig wäre v. den Werthen den die sie vorstellen. Herr K. in echtem Judenkauder-Börsenwelsch braucht immer
das Wort цѣнность (Werth für Werthpapierche), wodurch
angenehme Verwechslungen möglich werden.⦘ K. sagt daher, um
den eignen Werth der
cheques etc zu beweisen, dass sie nützlich (geschäftlich) sind:
»Wie bei allem was der Mensch thut, braucht er Zeit zur
Zählung, Wägung, Ortsbewegung etc des Geldes (edlen Metallgelds) Geldzahlungen mit dinglichen Manipula-
|45
tionen verbunden. Hence Vorliebe
der Banken u. Banker für Schulddokumente, deren Termin abgelaufen u. deren gute
Qualität zweifellos. Sie schätzen also diese Dokumente gleich Geld;
sie sind dem Geld gleichwerthig
Zusatz von Marx.
Schließen (!)
Darum werden sie angenommen als Deposite
auf laufende Rechnung wie Gelder. Darum im „Clearing House“ passiren
alle Schulddokumente, deren Frist abgelaufen,
cheques, Wechsel etc als Geld.[«]
(397, 98)
Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen Das System der
wechselseitigen Schuldauslöschung
kann, sagt K., eine Nation nur in dem Umfang
exploitiren, sofern sie eine Bedingung erfüllt:
»Concentration der Zahlungen durch
Banken u. Banker«
; u. im
höchsten Umfang kann diese Löschung etc nur verwirklicht werden bei
Nationen wo es sich schon v. vorn herein versteht dass hier jede »Zahlung durch Bank od. Banker vorgeht«
(398. Bemerkung von
Marx.
Schließen
Ohne alle
Bank u. lange vor Banken, Geschäftshäuser, die direct mit einander deal u. jährlich
ihre Rechnungen abschliessen, löschen bis zum Betrag
der
Bilanz auf einer Seite ihre
wechselseitigen Schulden aus etc[.] Mit den Banken wird die
Methode verallgemeinert. Voilà tout)
Obgleich auf dem Weg ewiger, terminweiser u. terminloser Deposite die Banken alle Quellen der Umschlagsmittel exploitiren können, die die verschiednen Sorten v. loanable capital bilden, giebt es auch noch andre Methoden, Kniffe, zu dieser Exploitation. ([398,] 399)
Ewige Leihkapitalien, also ganz freie, deren Rahmen #e* Rahmen°] Bei Kaufman, S. 399:
#R+сtѣseny#R-; eingeschränkt, Zwang angetan
Schließen nie
verlangt wird od. nur in sehr ferner Zeit, können auch anders
vermöbelt werden als auf dem Weg ewiger
Deposite. Im grössten Umfang geschieht dies vermittelst langterminiger
Obligationen, d. h. durch Schulddokumente, deren
juristische Natur zumeist angepasst dem Charakter
der Kapitale, die durch sie geliehn werden. Grosse Banken benutzen sehr selten
ewige Deposite. Ausser den früher angegebnen Gründen, geht
dies schon aus dem
Charakter вкладныхъ
Dokumente hervor. Ewiges Depot unterstellt
Besitzer fast absolut unthäthig (geschäftslos) u. klein die
Zahl der Personen daher, aus deren Reihen sich diese Sorte
v. Depositären bilden könnte. Daher auch diese
Dokumente selbst sehr wenig beweglich, i. e. sehr schwer übertragbar, was man heutzutage
Schließen mer heitze Tag nicht
liebt. (399)
Die Specialisation der Banken u. Creditinstitute besteht darin, dass sie ihre Thätigkeit concentriren nur auf gewisse Arten Leihkapitalien u. ihnen entsprechender kreditlicher Placirungen; die einen f. Zufuhr u. Nachfrage noch ganz freien Kapitalien, die andern dieses selbigte f. terminweise u. terminlose loanable capitals. (400)
Ewige (resp. relativ ewige) Kapitalien brauchen nur solche Burschen, denen bevorstehen Ausgaben; die nur allmälig, in fernerer Zukunft reproduktiv werden, od. aber solche, die nur langsam aus ihren Nebeneinnahmen fähig wiederherzustellen geborgte Kapitalien. Grundbesitzer, der seinen Boden verhypothecirt um darauf nur langsam sich reproducirende Verbesserungen zu machen, braucht Kapital das ihn nicht drückt durch nahen Verfall des Termins seines »freien« Zustands. Oder Grundbesitzer der Kapital aufnimmt, um es rückzuzahlen aus seiner Rente, hat selbes Bedürfniss, da die Rente sich nur allmählig kapitalisirt. Eisenbahnen u. jede Compagnie, die Kapital leiht f. Ausgaben f. Zwecke, die nur allmählig die Ausgaben returniren, braucht ditto ganz freies Leihkapital. Ebenso Regierung, die zur Rückzahlung der Anleihe nicht auf die Einnahme eines Jahrs, sondern ganzer Reihe v. Jahren rechnet im selbigten Casus. (400)
In welcher Art werden nun durch loans diese mehr od. minder ewigen Kapitale geliefert?
»Ganz freie Kapitalien
Bemerkung von Marx.
Schließen (dies falsch)
bilden sich aus den
Zuwächsen zum Kapital wie deren Hilfe
die
progressive Bewegung der Production
bewirkt die
progressive Vergrösserung des
Capitals jedes Landes. À fur et mésure dass diese Zuwächse
erscheinen, können sie die Schwere der
Unbeweglichkeit auf sich nehmen, die in vergangnen Perioden auf fertige fertigen »ganz freien« Kapitalien lasteten. Es
geschieht indem die ersten Eigner dieser »Zuwächse« ohne
Beschwerniss im Stande ihre Rechte »in fremde
Hand zu geben«. Die Lust
dadurch erleichtert, dass sie vertheilt auf »verschiedne zahlreiche Gläubiger« der »langterminigen
Schulddokumente« ([400,]
401) Ferner werden Methoden gefunden um die Uebertragbarkeit dieser Schulddokumente zu erleichtern,
also ihre »Beweglichkeit« möglichst zu »erhöhen«. Dies mit Bezug auf
»Hypotheken« gegeben durch Land- u.
Hausbesitzer sowohl, wie in Bezug auf die
»Obligationen« emittirt durch Regierungen u. Actiengesellschaften; die Schwere die dass Schuldschein
»auf ewige Kapitalien« anhaftet, wird erleichtert durch den
Wechsel der Personen
; mit der Leichtigkeit
der Uebertragung des Dokuments lastet’s heut
auf A, morgen auf B etc (l. c.)
|
Die
Convertibilität, od. Mobilisirtheit der Schulddokumente paralysirt
ihre Langterminigkeit. Für die
einzelnen Personen, die sich dieser
Dokumente jeden Tag entledigen
Schließen erledigen u. sie in
andre Hände übergehn machen können, hört die
Placirung so auf langterminig zu sein; sie
giebt ihr Kapital nicht weg auf lange Frist, sondern beabsichtigt
vielmehr in kurzer Frist durch Verkauf des Dokuments sich
wieder in dessen Besitz zu setzen. Bei leichter Convertibilität des langterminigen
Schulddocuments kann so die einzelne
Person in dem Dokument placiren
kurzterminige freie Mittel.
Besonders wichtig in Perioden, wo die
grösste Masse langterminiger SchuldDokumente
erscheint u. dafür bei weitem nicht vorhanden entsprechende Massen ganz freier Kapitalien.
In Perioden belebter Produktion sucht jeder einzelne Unternehmer so
viel freie Mittel zusammenzuschrabben, um damit solche neue Papiere ⦗Aktien od. aber Obligationen⦘
zu kaufen; rechnet auf leichten Wiederverkauf derselben. Solang das
geht, all right, aber sooner or later there appears something rotten
in the whole procedure. Whence this? Der
einzelnen Person kann zeitlich freies Kapital die
Möglichkeit geben ein Schulddokument zu eignen, welches langterminige Placirung repräsentirt. Aber
dadurch wird die
Placirung selbst nicht kurzterminig.
Das darauf verausgabte Kapital erneuert sich unter keinen Umständen bevor dem Verfall des Termins der
Unternehmung.
Die
Antheilscheine an diesem Kapital können
heute A, morgen B, übermorgen C gehören, aber damit ist die Last –
die
Langterminigkeit der Placirung –
nur von Schulter auf Schulter gewälzt. Für die ganze Nation
existirt sie nach wie vor u. ist in keiner Weise aufgehoben. Einmal
gegründet, kann die langterminige Unternehmung nur durch
ganz freies Kapital erhalten u. durchgeführt werden. Zeitweis (Temporär) kann sie sich behelfen
mit
terminweisen od. terminlosen
Kapitalien. Aber A
u. B, die diese Kapitalien liefern, thun es in der
Aussicht, sie bald wieder zurückziehn zu können. Gesetzt D u. E
treten an ihre Stelle, ditto mit terminweisen od. terminlosen
Kapitalien; aber auch die muss wieder somebody else auslösen; schliesslich kann das nur geschehn durch absolut freie Kapitalien u. so
langt
dies nicht, steht die Unternehmung auf schwachem Grunde.
Erscheint dies Kapital aber nicht, so können A,
B, C, D ihre terminweisen od. terminlosen Kapitalien nicht
wieder freisetzen. Dann
fangen sie an zu fühlen that something rotten.
Terminweises od. terminloses freies Capital
solches das schon gebunden in gewissem
Geschäft, welches schon wirkt [in]
(Zubehör zu) bestimmter Unternehmung. Kapital wird hier nur f. vorher gewussten (terminweis) od. unbestimmten (terminlos) [Zeitpunkt] freigesetzt, u. muss nach Ablauf dieses Zwischenzustands wieder fungiren, also
wieder vorhanden sein; zurückgekehrt sein für das gegebne
Geschäft; es muss bereit sein, zurückgezogen aus jeder Nebenbeschäftigung, worin es fungirte
während der Zeit seiner Musse im
eigentlichen Geschäft.«
Wenn nicht, schwankt auch diesem der
Boden unter den Füssen. Der Unternehmer
sucht also die langterminige Schuldpapierche, worin Theil seines Geschäftskapitals
festsitzt, coûte que coûte loszuschlagen
Schließen loszeschlage, wenn auch mit Verlust. Dies entwerthet das neue, in
den Papierche repräsentirte Unternehme.
Viele schlage los. So die neue Unternehmung entwerthet u. gefährdet, während gleichzeitig ein geringerer Kapitaltheil in die Hauptgeschäfte zurückkehrt, als ihnen während
des
müssigen Geldzustands eines Theils
des in ihnen funktionirenden Kapitals entzogen wurde. So
auch das
Hauptgeschäft gelähmt, beschädigt, relativ
entwerthet.
(401–404)
So lange das Bedürfniss nach ganz freien Leihkapitalien noch beschränkt u. ditto der Umfang der ganz freien loanable capitals; , die nach Placirung suchen, können die Repräsentanten der Nachfrage u. Zufuhr dieser Kapitalien unmittelbar mit einander in Beziehung treten u. sich wechselweis behelfen. Hence Grundeigenthümer treten persönlich in Beziehung zu Personen, die ihnen Geld auf Hypothek geben od. auch mit Maklern (z. B. Notairen), die in jeder gegebnen Zeit wissen, wer Hypothek hat, um darauf Geld aufzunehmen u. wer Geld in Hypothek placiren will. Mit der Erscheinung der Staatsschulden (langterminiger Anleihen) nimmt das specielle Geschäft ganz freie Capitalien aufzufinden, zuerst grosse Dimension an. Grösstentheils Staatsschulden abgeschlossen vermittelst banquiers u. banks. Hence grösster Theil der Capitalien f. die Obligationen der Staatsanleihen gesammelt durch die Banken u. Banquiers. Die Aufnahme, Sammlung |47 dieser Kapitalien durch letztere heisst Realisation; sammeln sie durch Antheils-Werthpapiercher; sei es nun dass die Papiercher vorstelle Actien od. Obligationen; Aktien brauchen Unternehmerkapital, Obligation loanable capital. (405, 406)
Eins u. dasselbe: sammelt Bank Capitalien, bevor sie weiss wem sie
übermachen, oder post festum, nachdem sie dies bereits weiss.
Die Bank kann sammeln für einzelne
Unternehmer, f. grosse Compagnien,
für Regierungen. Aendert am Wesen
der Funktion nichts. (406) Zusammenfassende Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Sie riskirt, sagt K., weniger in den 2
letzten Fällen als im ersten.⦘ Wenn f. viele einzelne
Unternehmer,
dann den Eignern des loanKapitals besser unmittelbares Verhältniss zur Bank selbst zu
haben u. ihnen die ganze Verantwortlichkeit zu übertragen
als mit den
Borgern selbst in directe Beziehung zu
treten.
Dies gewöhnlich Fall bei Boden(Land)banken
; sie
setzt ihre eignen Hypopthekenscheine an die Stelle
der Privathypotheken, die sie erhält v. den
Grund[-] od. Hausbesitzern. Sie
selbst erscheint auf ihren Hypothekenscheinen als
Schuldner, nicht die Privatpersonen wofür sie
Kapital gesammelt;
Verantwortlichkeit liegt auf der
Bank, d. h. entweder auf ihrem Kapital
od. der Gesammtheit ihrer Borger. (407)
Die Einzelnen Bodenbanken hinwiederum können sich so specialisiren, dass sie selbst wieder Vermittler nöthig haben, der ihnen das Geschäft der Sammlung v. Capitalien auf die von ihnen emittirten Obligationen erleichtert; müssen sich zur Realisation mit andern Banken u. Banquiers vereinen; die erscheinen ihnen gegenüber im selben Verhältniss wie sie selbst zu ihren einzelnen Schuldnern; das Publicum traut nicht der einzelnen Hypothek; es traut der Obligation, die diese Hypotheken vorstellt, aber verstärkt durch die Verantwortlichkeit der Bank, ihres Kapitals od. der Wechselbürgschaft aller Hypothekarschuldner zusammen, die sich in solcher Form repräsentirt, die ihrer Circulation am wenigsten Hindernisse in den Weg stellt. Die einzelnen Hypothekenbanken, wie die sie vermittelnden Banken verrichten aber nach wie vor dieselbe Funktion, von Organen für Sammlung v. loan Kapitalien auf Hypothek. (407, 408)
Selbe Rolle spielen Banken u. Banquiers, die die Realisation der Obligationen v. Compagnien od. Regierungen übernehmen. Aber sie sammeln Capitalien für Schuldner, stark genug, dass auf sie die ganze Verantwortlichkeit f. die entlehnten Kapitalien direkt gelegt werden kann. Banken können sich in solchem Fall auf blosse Sammlung der Capitalien beschränken. Die Geldverleiher kennen hier unmittelbar nur die Schuldner. Alle Beziehungen Beziehung zwischen ihnen u. den Banken od. Banquiers hört auf, sobald die Obligation in ihren Händen. (408) In diesem Fall sammeln die Banken Capitalien auf dem Weg des Leihcredits in andre – auf dem Weg des Commissionscredits. (409)
Wenn »ewige Deposite« nicht einziges Mittel zu
exploitiren ganz freie Gelder, als Quelle v. Leihkapitalien, so
terminweise Deposite nicht
das einzige Mittel zu exploitiren terminweis-freie Gelder, die andre
Quelle des Leihkapitals. Sehr gangbares Mittel
ihrer Exploitation Wechsel u. verschiedne
andre terminweise Obligationen, die aus
einer Hand in die andre passiren. Jede terminweise Obligation, v. einer Privatperson der
andern übergeben, stellt zeitlich freies
Leihkapital vor, das
mit dessen Hilfe benutzt wird. Gefahr, wenn in terminweisen Schulddokumenten terminlose Leihkapitalien
placirt werden; nur dann möglich, wenn das
Schulddokument aus einer Hand in
die andere übergehn kann. Aber nur temporär können terminlose Leihkapitalien entsprechen nominal-terminweisen Obligationen;
früher od. später muss die ihnen entsprechende
LeihKapitalart in ihnen placirt werden. Schulddokumente (terminweise u. terminlose) können
substanzlos existiren; aus einer Hand in die andre
übergehn, indem der erste (nominelle) Gläubiger gar kein Kapital dem ersten
Schuldner übergeben hat; der Wechsel z. B. blosses
Truggebild zwischen Personen, die unter einander Rolle v. Gläubiger u. Schuldner spielen, damit
der falsche Gläubiger Vertrauen erweckt in seinem
Mitschuldigen, der als Schuldner
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗in fact als Bursche, der Werthe v. 3ter Person auf Credit
erhalten⦘ vor 3ten
Personen figuriren will.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗viel mehr will der
Nichtgläubiger als Gläubiger erscheinen; er lässt
den Windwechsel discontiren od. zahlt mit ihm;
nicht sein Schuldner⦘ ([409,] 410)
Um die Quelle
freie freier LeihKapitalien zu exploitiren, die zeitlich-freie
Mittel repräsentiren wenden Banken nicht selten Zusatz von
Marx.
Schließen (!) als Mittel nicht nur Deposita, sondern auch Wechsel an.
Sie geben
Wechsel-Ordres für Zahlungen in gewissem Termin an Dritte aus u.
erscheinen dann als Trassenten od. empfangen
solche Zahlungsbefehle u. figuriren auf ihnen als
Acceptanten.
Der Terminweise Wechsel, den die Bank trassirt
od. acceptirt, |48 erscheint so als Mittel terminweisen Credit zu exploitiren, wie
die
Schulddokumente auf terminweise Deposite.
Der Wechsel Hilfsmittel, wodurch u. a. auch Banken,
denen die Regierung verwehrt Deposite zu nehmen, ihr ein
Schnippchen schlagen kann können. (410)
Zusatz von Marx.
Schließen Nach Herrn K.
Wechsel
Form der Verschuldung, die am
wenigsten f. Bank geeignet. Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗die
englische etc Praxis im schlagenden Contrast
mit Herrn K.⦘ Wechsel unterstellt stets so weit unmittelbare Kreditbeziehungen, dass
der Gläubiger verpflichtet zur unmittelbaren Uebergabe
des Capitals an den Schuldner, in Austausch
für das
Schulddokument. Terminweise Wechsel
erscheinen gewöhnlich als Folge der Uebergabe durch ihren
Vorzeiger irgend eines Werths an den Trassenten auf gewissem Termin.
Wenn die Bank auf dem
Wechsel als Trassent erscheint, kann sie auch nicht wirklicher
Schuldner sein, in Folge eines v. ihr empfangnen Werths.
Dasselbe wenn die Bank Wechsel acceptirt. Die Bank übernimmt in solchem Fall
die Verpflichtung den Befehl (Zahlung)
auszuführen, für deren Vollziehung sie keine
vorhergehende Deckung enthalten erhalten
. Die Deckung kann ihr noch vor Ablauf
des Termins zugehn. Aber bis zum Ablauf dieses Termins
repräsentirt das Bankaccept »Wind« u. sein Discont ist
Discont eines »Windwechsels«.
Der grösste Theil
der Wechsel, die Privatpersonen auf einander
ausstellen, erwachsen aus Uebergabe seitens des Gläubigers an
den Schuldner von irgend welchen
Waaren, deren Zahlung suspendirt wird bis zum Verfall
der Frist des Wechsels. Vor dem Verfalltermin
stellt schon der Wechsel, vom Augenblick seiner Entstehung,
in den Händen seines ersten Acceptanten den Uebergang eines gewissen Kapitals an
selbigen vor.
Bank im besten Fall erhält das Kapital nur beim
Verfalltermin des Wechsels. Bei dem
Accept selbst erhält die Bank nichts u.
verpflichtet sich
derart,
als ob sie die Valuta des Wechsels schon
empfangen.
(411)
Mit Ausnahme v. Cheques u. Deposits auf laufende Rechnung – die in fact durch cheque
repräsentirt – alle übrigen Hilfsmittel
durch Schulddokumente Leihkapitalien zu
erjagen – beruhn auf nicht gedecktem
Credit
. Obligationen, terminweise
Deposite, terminlose Deposite,
soweit sie nicht durch ihre eignen Eigner benutzt f. ihre eignen
Bedürfnisse, endlich der
Wechselcredit der Banken, alles das
Zahlungsversprechen, berechnet auf
künftige Früchte der Unternehmung, f. welche mittelst derselben
Kapitalien ergattert. Nur cheques, Großer Cheque! Bemerkung von
Marx.
Schließen grausser Cheque! einzige Art der
Bankschulddokumente, deren
charakteristischer Grundzug – dass sie auf Gedecktheit des Credits beruhn.
(412)
Banknotenausgabe.
Andres (auch nicht auf gedecktem Credit – im Gegensatz zum grossen
Schließen grausse Cheque – beruhend) Mittel die
Leihcapitälcher zu ergattern
Schließen ze gattere die Banknotenausgabe; Banknote ist terminloses u. zinsloses Schulddokument, dem Vorzeiger zu
zahlen on demand durch die Bank,
wer es immer präsentire. (412) Die
Schließen De
unmittelbare convertibilité nicht das
Distinctive der Banknote. Jedes
Schuldpapierche austauschbar; das Wesen jeder
Obligation besteht darin, dass sie durch Zahlung
in Geld ausgelöscht wird. (413)
размѣнность
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Auswechselung etc, was er hier =
convertibility setzt⦘ meint Auslöschung der Obligation durch Baares. (414)
Alle Obligatiöncher laute auf »Geld«. (414)
Gesetzgebung könnte man sagen bevorzugt meistentheils Creditoren vermittelst auf
Banknoten vor Creditoren vermittelst andrer
Schulddokumente; aber sie bevorzugt auch, Schuldscheine auf Wechsel(papieren) vor Schuldscheinen
auf einfachem Papier. (415)
Es hängt alles von einem im Schuldschreiben verabredeten Zahlungstermin ab. Langterminige Obligationen, allmählig auslöschbar, werden auch stückweise convertirt in Geld. Ihre Conversion besteht aus Stücken u. drückt sich nur aus in deren Ganzheit (Totalität)[.] Terminweise Obligation convertibel mit Verfall der Zeitperiode, auf welche sie contrahirt. Terminlose Obligation, heisse sie Banknote, Cheque etc, convertibel bei Vorzeigung. (415) Sind daher – die Banknoten – zinslose Papiere, wie cheque for instance, eben weil payable on demand. (415) Sie sind wie die andren Creditpapiere Mittel die Quellen freier Mittel (Gelder) auszunutzen. (416) Bank kann keine Noten ausgeben ohne dadurch in Schuldbeziehung zu irgend Jemand zu treten; dazu muss sie aber etwas leihen aus Quelle ausserhalb ihrer selbst, aus selbsständiger Quelle, die nur temporäre Pumperei zulässt u. unter Bedingung der WiederErneuerung u. Rückkehr des Weggenommenen. Wo nicht, so repräsentirten die Noten nicht nur Mittel aus fremden Quellen zu schöpfen, sondern selbsständige Quelle für sich, die durch sich selbst die übrigen Quellen vermehrte. (417) |
49Banknoten terminlose Schulddokumente; vermittelst derselben nehmen Banken daher nur v. dritten Personen solche Mittel, die nur verwandelbar in terminlose Leihkapitalien. (417) Diese freien (aber terminlosen) Mittel, wie gesehn, vor allem Geldkapitalien, active Kassenreserven u. so zu sagen zur Assekuranz dem Geschäft selber dienender. Die Benutzung v. Bankbilleten bewirken die Banken entweder dadurch, dass sie f. alles Baar Eingebrachte Noten ausgeben. Für die Besitzer des Baaren dann der Vortheil, dass ihr Geld an sichrem Ort aufbewahrt, ; aus der Uebertragung auf fremde Personen od. Institute die Gefahr des Verlusts des Geldes, aus Ersparung aller mit dem Geld verbundnen Manipulationen etc. Giebt die Bank aber nur Noten aus gegen baares Gold od. Silber u. namentlich nur an solche Personen, die ihr die edlen Metalle zuführen, so diese Noten durchaus nicht wichtig für die Bank als Mittel loanable Kapital herauszupumpen. Bank spielt dann nur die Rolle v. Aufbewahrer v. Gold u. Silber, spielt keine Rolle als Vermittler zwischen Verpumpern von u. Nachfragern nach Loanable Capital. (418) In solchem Fall Bank nur Aufbewahrer metallner Deposite u. die Banknoten stellen dann nur Bescheinigungen solcher Deposite vor. (419)
Als Mittel zum Auspumpen v. Leihkapitalien erscheint die
Notenausgabe:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
wenn die Banken nur Noten ausgeben im
Betrag des bei ihnen deponirten Gold u. Silbers,
aber diese Noten nicht übergeben
den Leuten, die das Gold u. Silber deponiren,
u. denen gegenüber die Banker Schuldner sind, sondern dritten Leuten, denen gegenüber sie als Creditoren erscheinen. (419)
Die Besitzer des Edlen –
der thätigen, aber nicht sofort in toto verwendbaren
Kassenvorräthe – überbringen sie der Bank, eröffnen bei ihr
laufende Rechnung, f. welche sie chequebook erhalten. Theil
des Geldes entziehn die Besitzer selbst,
andren Theil nicht u. diese freien Gelder kann
die Bank in Leihkapitalien verwandeln. Giebt
sie dritten Personen auf Credit; sie könnte diesen Credit selbst in baribus (v. dem Deponirten)
gewähren; oder sie behält dies Baare bei sich u. giebt statt dessen Noten aus. (412 420)
Hier dann Combination gewöhnlicher Depositoperation auf laufende Rechnung mit Operation v. Notenausgabe. Giebt sie dritter Person Credit, so hat diese damit von ihr Anspruch erhalten auf gewisse Summe baaren Geldes. Giebt sie statt des Geldes ihre Noten dem von ihr Kreditirten, so dasselbe als ob sie v. dieser 3t Person selbiger zugehörige Gelder auf Aufbewahrung in Deposit nähme. Diese Aufbewahrungsoperation also verbunden mit obigen 2 Operationen. (420)
Wenn also z. B. aus Rechnungsbericht irgend
einer Bank hervorgeht, dass ihre Schulden an
fremde Personen aus Deposits zum Belauf von 1 Million
Rubel bestehn, ferner aus
1 Million R. v. ihr ausgegebner Noten, ausserdem in ihrer
Kasse 1 Million R. baare Gelder u. Noten f. 200 000 R., u. ausserdem für
800 000 R. Schuldscheinen 3ter Leute an sie, so heisst dieses selbigte, dass die ganze Summe der
Deposits, eingeführt in Bank sub Specie
v. baarem Geld = 1 Mill. R., ersetzt v. der Bank durch Noten zum selben Belauf v.
1 Million R. Von diesen Noten behält sie bei sich für Zahlung
von Cheques an die Depositäre des Baaren
– f. 200 000 R. u. Noten
zum Nominalbetrag v. 800 000 R. verpumpte sie an 3te
Personen (denen gegenüber sie
Gläubiger)[.] Zahlte die
Bank unmittelbar in baribus, so hätte sie in
Cassa 200 000 R. als Reserve f. Zahlung der
cheques (der Besitzer der
Million R.) u. verfügte über 800 000 £ R. als loanable Capital. Auf den Umfang ihres loanable Capital wäre unter den
vorausgesetzten Bedingungen die
Emissionsoperation ohne allen Einfluss.
Trotzdem aber – dass die Bank nur Noten zum Betrag
des bei ihr deponirten Baaren ausgäbe – hat für sie
die
Notenausgabe schon doppelten Character: Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
Aufbewahrung des Metallkapitals in
den Kellern der Bank, Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Bankausbeutung dieser Kapitalien. ([420,] 421)
Es können aber auch Personen, rein passiv, ohne
sich dessen bewusst zu sein (wie es die directen Depositäre
v. Gold u. Silber in die Bank sind, die das natürlich nicht thun,
ohne ihr bewusst Credit zu schenken), Gläubiger
der Bank sein, nämlich indem sie ihre Noten in Zahlung naehmen; dadurch sind
sie, ohne dran zu denken, Depositäre in
der Bank u. werden »bewusstlos[«]
Zusatz von Marx.
Schließen (?) ihre Gläubiger. (422) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗wie vorhin beim cheque, sofern in Zahlung angenommen v. Personen,
die keine Deposits in der Bank haben, welche
den cheque ausstellt.⦘
|
In einer Nation, wo die Leute nicht gewöhnt alle ihre Zahlungen vermittelst der Banken zu machen; wo Schatzbildung sofern vorwiegt, dass alles freie Geld nicht de prime abord als Geldkapital, als Mittelche zu Profitcher, also als Leihkapital von Jedem betrachtet u. behandelt wird; sind die Banknoten bedeutende Mittel diesem »Uebel« abzuhelfen. »Da sie Zahlungsversprechen eines reichen Instituts od. Person vorstellen, können die Banknoten Credit finden bei geringfügigster Activität v. Seiten solcher Personen, die ihre Creditoren werden durch Annahme ihrer Noten in Zahlung von v. ihnen abgetretener Werthe. Zu dieser Annahme gehört nicht die geringste KraftAnstrengung; meisten nehmen sie ganz passiv an, weil auch »die andern« es thun; denken gar nicht daran, dass sie Credit geben, indem sie das thun. So entsteht Credit, der ohne die Banknote nicht vorhanden wäre. Masse Werthe so durch Credit in Bewegung gesetzt, die sonst nur durch Geld in Bewegung zu setzen. Vermittelst der Noten so Umsatz so beschleunigt, der Geldcirculation anhängenden (u. speciell auch der Vermehrung der baaren Geldmittel) Unkosten beseitigt. Die Banknoten machen so aus den Werthen, die sie umsetzen, in Bewegung setzen, Leihmittel. (423) Und zwar werden letztere in erster Instanz durch die Banken exploitirt (l. c.) Sie werden in ihnen indirect (auf Seitenweg) concentrirt durch die Ausgabe v. Banknoten. (l. c. 423, 424)
A hat z. B. Waare, die er dem B nicht auf Credit verkaufen
will; oder B ist Schuldner an A für fälligen Wechsel, den B baar bezahlt
haben muss (od. aber nicht verlängern will). Bank giebt dem
B ihre Noten auf Credit, zum Belauf sage
der 1000£, die f. Kauf der Waare od. Tilgung
der Wechselschuld zu zahlen; A nimmt sie an; für
dieselben 1000£ ist A nun
Gläubiger der Bank, deren Noten er
in Zahlungsempfang genommen; in der That hat A
also der Bank sein Waarenkapital v.
1000£ der Bank gepumpt od. aber das
Geldkapital v. 1000£, welches der
fällige Wechsel vorstellt, ;
die Bank hinwiederum hat dies
Kapital dem B gepumpt u. diese ganze Transaction vollzogen durch
die »Noten«. Ende
des Processes: Bank ist vermittelst
der Notenausgabe Gläubiger v. B
u. Schuldner v. A zum Belauf v.
1000£.
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗wobei K. nie v. dem sonderbaren
Umstand spricht, dass die
Bank selbst Profitche macht durch das
Verpumpen der ihr nicht
gehörigen Kapitalien, wobei sich die
Notenausgabe von der Depositbank dadurch
unterscheidet, dass dies hinter
dem Rücken des wirklichen Eigners der
von der Bank verpumpten fremden Kapitalien
vorgeht.
⦘
Die »Banknote verwandelt in Leihmittel alle die Mittel, welche gegen sie von Besitzern v. Werthen weggegeben werden; diese Mittel werden auf Seitenweg in die Bank gezogen; sie concentriren sich nicht direct in den Kassen od. Speichern der Bank um von dort an ihre eigne eignen Schuldner (die von ihr Kreditirten) überzugehn; sie gehn vielmehr direct über v. ihren Besitzern an die Schuldner der Bank, die Leute, denen sie ihre Noten geliehn.« (424)
Zweierlei Funktionen der Banknoten:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
Vertheilung des Credits: Bei
der unterstellten niedrigen
»ökonomischen Entwicklung« u. daher
entsprechenden schwachen Creditgewohnheiten
des populus, giebt Niemand Credit, sobald die
gebotnen Garantien ausser dem Bereich
seiner beschränkten Routine liegen. Unter solcher Voraussetzung ist
Bankcredit noch möglich, aber kein
directer an Privatpersonen; vermittelst
der Bank können so allein Werthe in Leihkapitalien verwandelt werden, die an
sich selbst schlechterdings nicht sub specie
des loanable capital auftreten. So werden
die Banken Mittelpunkte des
Credits, den sie dann weiter auf ihre eigne
Verantwortlichkeit weiter vertheilen.
Der unentwickelte Zustand des populus, der verhindert
solche Exploitation freier Mittel, die
spontan sich bietet bei der
geringsten creditlichen Entwicklung desselbigen publicus –
bietet eigne (sui generis) u. ganz selbstständige Veranlassung, durch
welche die (Noten ausgebenden) Banken zu
Knotenpunkten werden, um welche sich
Zufuhr u. Angebot Nachfrage von Credit centralisiren. Aber diese Veranlassung, diesen (objectiven) Vorwand, in den
Quellen
freier Mittel zu fischen muss man nicht mit
diesen Mitteln selbst verwechseln. ([424,] 425)
Banken vertheilen immer den Credit;
um zu kreditiren Personen, müssen sie freie Mittel fischen v. andern
Personen; Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗sie müssen als Schuldner erst Credit erhalten v.
Besitzern freier Mittel, um dann selbige Mittel
gewinnbringend anzulegen – also um Credit zu
vertheilen⦘, aber indem sie ihren
eignen Schuldnern ihre Banknoten
|51 pumpen, spielen sie bei dieser Funktion eine selbstthätigere Rolle als in andern
Gelegenheiten. (425) In allen andern Fällen geht Initiative, also
thätige Rolle v. den
Kreditoren der Banken aus (z. B.
bei
Deposits),
die Aktivität der Banken selbst hat weniger
Spielraum als bei der
Zettelausgabe, wobei die Activität ihrer Creditoren fast nichtig.
Bei allen andren Fällen richten die Banken ihren
Fischapparat auf solche Mittelquellen, deren
loanable Charakter schon vor ihrer Einmischung augenscheinlich od.
nach ihrer Einmischung nur schlagender
hervortritt; sie vertheilen dann allzumeist solchen Credit, der sich
auch ohne sie one way or other Placirung finden würde. Dagegen
der
Leihcharakter der Mittel, die durch
die Banknoten gefischt werden, bleibt bis zu Ende undeutlich u. der
vertheilte Credit erscheint so, dass er ohne die Banken überhaupt nicht
möglich wäre. Die Rolle der Banken als
Initiatoren der
Creditvertheilung u. der
Process dieser Vertheilung selbst, tritt
augenschlagend in den
Vordergrund. Diese Ihre
Kraft aber blos die Ohnmacht des
Publicums, innerhalb dessen sie
wirkt. (425, 26)
2)te Funktion der Banknote: mit ihrer Hilfe gewöhnt sich das Publicum leichter, als durch andre Mittel, an die Circulation v. Schuldzeichen u. den aus ihr entspringenden Nutzen. (426)
Der
Umlauf macht aus Creditzeichen ein Circulationsmittel. Wovon hängt der Umlauf
der Creditzeichen ab? Davon, ob viele od. wenige Werthe auf Credit abgesetzt\(übertragen) werden. Dies prima facie
der
Glauben an Productivität od.
Nichtproduktivität fremder Unternehmung. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Aber dieser Glauben an’s
Geschäft, ob es sein Geschäft od. das
eines andern, dans les affaires –
entspringt aus u. entwickelt sich verhältnissmässig mit
der
Entwicklung der
kapitalistischen Produktion
selbst. Dies die
letzte Grundlage der
Cirkulation der
Creditzeichen.⦘ (427)
Heutzutag fände die producirte Werthmasse keinen Markt,
wenn nicht auf Credit abgesetzt, aber sie würde auch nicht
producirt, wenn ihre Producenten die Elemente der
Produktion nicht auf Credit erhielten. (428)
Die Cirkulationsmittel, indem sie indirekt die Geldcirculation beschleunigen, wirken nur auf Umweg auf Beschleunigung der Waarencirculation. Durch sie vermehrt der Credit die Masse der baaren Käufe u. Verkäufe. Genügt heutzutag niente, namentlich nicht in den Flushperioden, wo Production u. daher Waarenmasse stets kolossaler anschwellen. Unsere Zeit muss also »Mittel[«] ausarbeiten für den Absatz aller Waaren, die producirt werden. Dies durch die Wechselseitigkeit der Zahlungen, sofern sie utilisirt wird durch Circulation v. Schuldscheinen ⦗u. schliesslich Auslöschung von Schuld durch Schuld.⦘ ([428,] 429)
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Immer Wiederholung desselben
Witzes.⦘
B erhält Credit v. A, giebt ihm Wechselche als Schuldzeichen; A zahlt seine
Einkäufe v. D mit demselben Wechselchen, das
er endossirt, D für
this or that zahlt mit dem seinerseits endossirten Wechselche den
E, von E an F,
v. F an G, v. G an
H;
stellen wir
Schließen stelle mer uns nun vor
dass H für Waaren etc an B zu zahlen u. ihm den Wechsel übergiebt … So Schuld durch Schuld getilgt ohne Dazwischenkunft v. Baarem. Wechselche fällt
wieder in die Hand von B, der ihn ursprünglich ausstellte,
u. nun am Ende seiner Laufbahn, weil
die
Rollen v. Gläubiger u. Schuldner hier zusammenfallen.
⦗Vermittelst
der
Waare, die B an H creditirt, kehrt sein Wechselche zu ihm accidentellement
zurück.⦘ (429, 30)
Dass dies Privatwechselche des B an A ausgestellt, sich
durch die ganze Reihe bis H treibt, unterstellt das
wechselseitige Vertrauen
Schließen Vertraue dieser
Privatgeschäftler unter einander. Und dies entwickelt sich nur, wo
enorme Produktion enormen Absatz auf Credit findet u. daher Vertraue
in allseitige »Geschäftlichkeit« durch
die Verhältnisse aufgedrungen ist. Wo das noch nicht
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗also die Entwicklung
der Produktivkräfte, die die Basis
bildet, noch relativ arriérée⦘ auch
die Cirkulation solcher Privatschuldscheine sehr beschränkt. Dort müssen Banken dies Bedürfniss befriedigen.
|58
Versehentlich hatte Marx nach Seite „51“ die folgende Seite
mit „58“ paginiert.
Schließen Die Depositbanken mit ihren laufenden Rechnungen u. cheques
thun es; aber noch mehr u. directer der
Umlauf v. Creditmitteln gefördert durch
die
Zettelausgaben der Banken.
Das unentwickelte Publicum traut mehr den
Banknoten. Hence die
Schuldscheine der Privatpersonen ersetzt
durch Schuldscheine der Banken – Banknoten; unter dieser Form werden sie circulirbar in Mitte des
rückständigen Publicums. Wenn die
Wechselche v. A ersetzt durch Banknote, die
v. Hand zu Hand circulirt, so dies in fact dasselbe, als wenn
die
Wechselche v. A selbst circulirte.
Die
Ausgabe v. Banknoten erscheint so als Operation, die die
äussere Erscheinung (Aussehn) der
Schuldscheine verändert u. ihrer unvollkommneren Daseinsweise (Existenzform) eine vollkommnere unterschiebt, die ihre Mängel
aufhebt u. ihnen eine Beweglichkeit verleiht, deren sie sonst
entbehren würde. (430, 431)
Das
Wechselche drückt nur die
Produktivität z. B. des Geschäftche v. B aus, dessen
Wechsel A, der ihn kennt, in Zahlung nimmt etc[.] Bank is supposed to know every thing about the
resources of all her debitors. An die Stelle
der
besondren Privatschuldscheine der
einzelnen Geschäftsleute tritt daher dem Publicum gegenüber
der
allgemeine Schuldschein der
Bank,
ausgedrückt in Banknoten
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗u. in cheques bei
den Depositenbanken⦘
(432)
Dem Wechselche – soweit es »Funktion des Cirkulationsmittels« spielt – klebt noch die Besonderheit der »Geschäftcher« , aus denen es selbst u. seine Circulation entspringt – als ein hinderndes »Zubehör« an (Bezug auf specielle Productionsquelle od. Verkehrsverhältnisse), als schmutzige »Zumischung«. In cheque od. Banknote dies »Besondre« ausgelöscht. Funktion des Cirkulationsmittels erscheint rein in ihnen. ([433,] 434)
Mit Bezug auf den Vorzeiger v. cheque od. Banknote erscheint Bank als Assekuranzinstitut; verbirgt Qualität des Wechsels. Wer in seinen Händen cheque od. Banknote hat, hat seinen eignen od. fremden Wechsel verbürgt v. der Bank. (434)
Schuldauslöschung durch Cirkulation der Banknoten. A verkauft an B Waare, erhält dafür Banknote; statt B jetzt A Creditor der Bank. Er kauft mit Note v. D, löscht damit dem D. gegenüber seine eigne Schuld aus durch die Schuld der Bank an ihn, and so forth. Bei jedem solchen Umschlag der Note wird durch die Schuld der Bank irgend eine andere Schuld ausgelöscht, die aus Empfang v. Werthen entsprungen. (p. [434,] 435)
A, der ursprünglich die Banknoten auf Pump v. der Bank erhalten, muss sie schliesslich ihr zahlen; diese Zahlung kann in doppelter Weise vorgehn, wodurch auch der Charakter der Note sich verdoppelt. A zahlt mit Geld, was er auf die von ihm producirten od. vertriebnen Waaren gelöst hat. Die Zahlung an ihn selbst kann hinwiederum stattgefunden haben in baribus od. aber in den Noten der Bank selbst, von der er Noten gepumpt hat. Zahlt er mit Geld, während die v. ihm auf Credit erhaltnen Banknoten weitercirculiren, dann stellen die Noten (die weiter circuliren) bereits Gelder vor, die direct u. unvermittelt in die Kasse der Bank gewandert sind; hence sind dann durchaus gleichartig mit Depositscheinen. Ihr weiterer Charakter hängt dann ab von der Art u. Weise wie die Bank über die eingegangnen Gelder verfügt. Hält sie selbe in ihrer Kasse, so repräsentiren die Noten Deposite auf Aufbewahrung; sie hören ganz auf loanable capital vozustellen vorzustellen, stellen vielmehr unternehmlerisches Kapital vor. Giebt aber die Bank diese Gelder dritten Personen in loan, so stellen die Noten Leihmittel vor, welche die Bank gefischt hat durch die combinirte Methode der Emissionsoperation, vereinigt mit der Operation v. Deposits. (435, 36)
Oder A zahlt der Bank mit ihren
eignen Noten, wie vorher B mit seinem
eignen Wechsel (den er als Schuldschein ausgab) gezahlt
wurde.
Dann
die
Kette geschlossen, gebildet durch
die Hände, wodurch die
Note gewandert ist.
Kommentar von Marx.
Schließen ⦗Ueberhaupt bei dieser Lauserei, der
Schuldentilgung durch Schuldscheine, also durch
Schuldenkette nur zweierlei möglich:
Ringförmig in sich zurücklaufende
Kette (geschlossne) oder nicht
zurücklaufende, offne
Kette, d. h. solche deren Anfang u. Ende nicht in
den Händen derselben Person
zusammenlaufen.
Z. B. bei den
Wechselchen: A
stellt ihn aus als Schuldner z. B. an B u. von dem
circulirt er weiter. Kehrt er nicht als
Zahlungsmittel an A zurück, so
kehrt er |59 zu ihm zurück als Schuldforderung an ihn: er muss bleche, ihn beim
Verfallstag »realisire«. An
der Sache selbst ändert es f. ihn nichts, ob
ein
Geschäftsfreund für ihm gelieferte Waare ihm 1000 Rubel
liefert in baribus, u. er damit seinen Wechsel v. 1000 Rubel
einlöst; oder ob sein Wechsel in die Hände selbigen
Geschäftsfreundes gefallen u. dieser ihm diesen Wechsel an
Zahlungsstatt schickt. Im einen Fall zahlt er sein
»Wechselche« baar, im andern Fall hat er es durch »Waare«
zum selben Betrag gezahlt.
Aber formell, figurirt er im Fall
der offnen Kette mit Bezug auf sein eignes
Wechselchen nur als Schuldner, im
Fall der
geschlossnen Kette spielt er die Rolle
des Schuldners u. Gläubigers; er gab es weg als Schuldner u.
empfängt es wieder als Gläubiger. Aber in beiden Fällen
spielt A beim Ausstellen des
Wechsels, am
Beginn der Kette, nur
die Rolle des Schuldners. Die Bank dagegen, schon bei
Ausgabe der Banknote auf
Credit an einen beliebigen B spielt sofort in einer Person doppelte Rolle v.
Schuldner u. Gläubiger: B wird durch Erhalten der Banknote
ihr Schuldner, sie also sein Gläubiger; zugleich giebt sie ihm
aber als Zahlungsmittel – u. nur zum Behuf seiner
Verwendung, seiner Uebermachung an Dritte nimmt er es – einen Schuldschein auf sich
selbst, also etwas was gar nicht verwendbar wäre, wenn es nicht
sicher wäre die Bank zum Schuldner
dritter Person zu machen.
Der
Wechselaussteller, diese Operation
für sich genommen, tritt beim Anfang
der Kette stets nur als
Schuldner auf; die Bank bei Notenausgabe von vorn herein als Gläubiger u. prospectiver Schuldner; nur ist diese Rolle mit
Bezug auf 3te von vorn – am Anfang
der Kette – nach verschiedner Richtung
vertheilt; sie ist Gläubiger bei Ausgabe der
Note (auf Credit); sie ist Schuldner gegenüber der
Person, der die Note ausgezahlt wird etc[.]
Zahlt ihr eigner
Schuldner sie aber mit ihren eignen
Noten (die so zu ihr zurückkehren), so schliesst
sich die Kette weil sie jetzt nicht mehr
verschiednen Personen gegenüber steht, der einen als
Gläubiger, der andern als Schuldner, sondern derselben Person gegenüber, der sie
in ihrer eignen Münze zahlt; dies aber nur der
Fall, weil selbige Person, die erst,
beim Empfang der Noten v. der Bank, sie
auf Credit erhielt, also nur als Schuldner auftrat, dann aber Noten zum selben
Betrag ⦗+ des der Bank zu zahlenden Profitchen⦘ als
Gläubiger 3ter Personen wieder auffischte. Es ist aber v. vorn herein klar, dass
beim einmal
etablirten Umlauf der Banknoten überhaupt diese Coincidenz nicht mehr die
Zufälligkeit besitzt als beim Privatwechsel.⦘
So kann sich durch Cirkulation v. Banknoten geschlossne Kette v.
Verschuldungen bilden, wo Schuld durch Schuld getilgt wird, ohne
alle Dazwischenkunft von baribus.
(436)
Die Basis der Ausgabe der Banknoten (auf Credit) ist die geschäftliche Verwendung der Leihmittel, die durch selbige Noten fischbar. Diese Verwendung schafft in bedingter Frist die Mittel zur Auslöschung der so contrahirten Schuld. Kehrt die Note zur Bank zurück, so Schuld durch Schuld gelöscht, durch Wechselseitigkeit der Schuld. Zahlt der ursprüngliche Leiher die Schuld statt dessen Geld ein, während die v. ihm empfangne Note in fremder Hand bleibt od. circulirt, so sie in directen Repräsentant in der Bank befindlichen Geldes – zum Belauf ihres Nominalbetrags – verwandelt. (436, 37)
Die Noten ausgegeben durch eine einzige
monopolisirte Bank od. durch viele untereinander konkurrirende Banken. Wenn erstres
der Fall, haben die Noten mehr Spielraum u. können
leichter in Kreis v. Personen fallen verbunden durch wechselseitige
Verschuldungskette. So weit jede der Banken v. dem
ersten (v. ihr kreditirten) Empfänger der Noten in baribus
rückbezahlt wird, werden deren Noten
(ausser
dem Mittel, das sie dem Schuldner der
Bank boten, Kapital in Waaren etc, leihbares Kapital irgend einer Art zu fischen) ausserdem Mittel
f. Bank sich
Leihbares in baarer Gestalt (loanable
Geldkapital).
|60 In andrem Fall kehren sie zurück durch wechselseitige
Schuldauslöschung. Ein ferneres organisirtes
Mittel ihres Rückflusses (in England u.
Schottland
#e* inEngland u.
Schottland°] Bei Kaufman, S. 438: #R+въ Wotland^ii
i Amerikѣ#R-; in Schottland und Amerika
Schließen ): an
bestimmtem Termin tauscht jede Zettelbank
die v. allen andern in ihrem Besitz befindlichen
Noten aus. Dies selbe Operation wie die des
Clearing House. ([437,] 438)
Wenn Banknoten möglich machen Baares zu beseitigen, so diese Möglichkeit nur gegeben durch Verhältnisse wechselseitiger Verschuldung od. den Charakter der jetzigen Productionsweise, die wechselseitige Verschuldung zu ihrer nothwendigen Folge hat. (439)
Deposite auf laufende Rechnung – terminlose – und Banknoten stellen in den meisten Fällen nur verschiedne Exploitationsweisen derselben Quellen vor. Terminlose u. terminweise Deposite viel verschiedner v. einander als terminloses Deposit u. Bankbillet. (l. c.)
Das
terminweise Deposit hat zu zur Grundlage freie Ersparnisse, die
noch keine Placirung gefunden, u. deren Unthätigkeitsdauer jeder Geschäftsmann in seinem
bestimmten Zweig mehr od. minder genau vorher veranschlagen kann.
Daher stellt sie sich meist dar in Geldkapital
, Form
worin ihr freier Zustand allzumeist gewahrt
ist.
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗worin sie die absolute Werthform
eignet.⦘ Dies Geldkapital, seinerseits, stellt Gelder vor, die die Bestimmung
der
Ersparniss haben Bemerkung von
Marx.
Schließen (Schatzfunktion
vollziehn), die Kapital
daher repräsentiren, nicht Umlaufsmittel.
Die
terminweisen Deposits repräsentiren zum grösten Theil »leihbares Geldkapital« in
seiner unzweideutigsten Existenzweise. (439,
440)
Ganz verschieden das
#e353terminlose BIS Bank.°]
Hervorhebungen und Bemerkungen in Klammern von
Marx.
Schließen
terminlose Deposit u.
die
Habe, deren kreditliche
Exploitation die
Banknote repräsentirt. Ich habe Waare verkauft, dafür Wechsel erhalten, den Wechsel in
die Bank gebracht, er wird auf meiner laufenden Rechnung v. der
Bank creditirt. Die
Geldform der terminlosen Deposits
ist problematisch
Zusatz von
Marx.
Schließen (i. e. die Dauer dieser
Geldform)
; sein
Besitzer, der Depositär, weiss selbst nicht, ob er Morgen od.
Uebermorgen das Geld herausziehn muss, um Schuld zu zahlen
od. Waare zu kaufen. Derselbe Fall mit Banknote. In den Händen
des ersten Besitzers, der sie auf Credit v. Bank
erhält, repräsentirt sie keine Habe; sondern nur den Kredit der
Bank, die
sie ausgiebt, u. der Credit des
Subjects, dem sie selbe pumpt; also Geschäftlichkeit auf ihrer Seite. (Unternehmerei) Sobald sie an andre Person übergegangen,
die dafür Werthe fortgegeben, fängt sie an in
den Händen ihres jetzigen Besitzers den v. ihm abgegebnen Werth zu
repräsentiren
; Bank wird sein Schuldner mit Bezug auf ihre Note, ganz wie sie es für ihn
würde für Cheque f. Gelder, die
er der Bank terminlos deponirt hätte. Erhält er statt
des
Preises seiner Waare einen Wechsel v. Privatperson, so zweifelt Niemand
dass dies Abgabe der Werthe seiner Waare
auf Credit an den Käufer derselben. Dasselbe als wenn der Käufer Gelder
empfangen, um damit die Waare
einzulösen. Desswegen hat er auch Gelder
zu returniren.
Empfängt er statt Wechsel Banknote, so an der Sache selbst
nichts geändert; verkauft er Waare gegen Banknote, so dasselbe als wenn
er Waare gegen Geld verkauft u. das
Geld der Bank auf Credit gegeben
hätte. Oder aber Verkauf der Waare gegen Banknote dasselbe, als Verkauf
gegen Wechsel, den er der Bank übergeben u. ihm nun dient
als Grundlage zur Creditirung laufender Rechnung v. Seiten
der Bank. (440,
41) Die Note so nur besonderartiges Instrument. Dies
Deposit bei der Bank zu haben. Banknote, wie Wechsel, Depositschein, Tratte etc Hilfsmittel [um]
Waaren in Richtung auf einen hin zu bewegen, der nicht unmittelbar
zahlt f. das Empfangene.
Banknote also Mittel der
Entleihung fremder Mittel ohne Zahlung; Mittel
hervorzurufen einseitige Bewegung
des nur auf einer Seite vorhandnen
Werthes, nach einer bestimmten Richtung hin Zusatz
von Marx.
Schließen (der
des Pumpers). Vermittelst der
Notenausgabe kann die Bank über fremde
Gelder verfügen
;
der Empfänger der die Note gegen die v. ihm
verkaufte Waare erhält, könnte Geld
Zusatz
von Marx.
Schließen (zum Belauf ihrer Denomination[)]
v. der Bank fordern; er
thuts nicht Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗suspendirt die Forderung od. cirkulirt
die Note weiter⦘, hat also pro tanto Deposit bei der Bank u.
diese ihrerseits, indem sie über die Noten verfügt, verfügt
pro tanto über fremde Gelder. (l. c. 441)
Viele Waaren werden auch auf Credit verkauft ohne Vermittlung der Banken; die dafür erhaltnen Schuldscheine bilden grossen Theil des Vermögens jeden Geschäftsmanns od. können ihm zur Grundlage f. Deposits auf laufende Rechnung dienen. Ebenso empfängt Einer f. verkaufte Waare Banknote, so dasselbe als ob er laufende Rechnung bei der Bank eröffnete, die sie ausgab. In beiden Fällen repräsentirt die Habe, repräsentirt durch terminloses Deposit bei der Bank od. durch ihre Banknote [,] sein ganz freies Kapital . Eins u. das andre – cheque od. Note – können Morgen v. ihrem Besitzer zur Einzahlung präsentirt werden. Die Bank verwandelt die durch sie repräsentirten Gelder f. Moment in Spargelder, als solche verleihbar, aber sie bleiben |61 es grade nur so lang, als es den Besitzern v. Cheque od. Note beliebt. ([441,] 442) Circulirt die Note ununterbrochen, so dasselbe als wenn der Bank ihre eignen cheques nicht zur Auszahlung wiederkehren, sondern in der Hand eines ihrer Klienten, der dadurch seine laufende Rechnung vermehrt. (443) Wird cheque zur Zahlung präsentirt, so heisst das: Deposit zurückgefordert; wird Banknote zur Conversion (Einwechselung) repräsentirt präsentirt, so Gelder, die der Bank creditirt, von ihr zurückgefordert. Austauschbarkeit (der Noten) u. Wiedergabe der Deposits dasselbe. Banknote gegen Geld auswechseln u. Deposit returniren, beides Schuld zahlen u. mit dem Creditor abrechnen. Alle Noten der Bank nicht repräsentirt zur präsentirt zum Auswechseln; aber auch nicht alle Deposits zurückgefordert. Bank rechnet in beiden Fällen drauf, dass ihr so Verfügbares bleibt. (443, 44)
Da cheques u. Noten blos zwei verschiedne Apparate in denselben Quellen zu fischen (terminlosem leihbaren Kapital) herrscht in einem Land diese Form vor, in andrem jene; in Frankreich u. Deutschland z. B. Banknote, in England cheque. (444)
Die Notencirculation besteht immer aus 2 Bestandtheilen; ein Theil gedeckt durch Metallvorrath in Bankkeller. Er erleichtert u. beschleunigt die Cirkulation des in der Bank lagernden edlen Metalls. Andrer Theil repräsentirt nur cirkulirenden Credit u. beruht auf wechselseitiger Verschuldung od. Gegenseitigkeit der Zahlungen; die Noten stellen also das Baare der Bank vor oder aber ihren Credit. Aber ebenso die cheques; stellen bei der Bank deponirtes Baares vor (u. überhaupt geldliche Habe) od. aber ihren Credit. Cheques u. Noten gleichzeitig berechnet auf Erfahrungsresultat, dass die Bank den Credit exploitiren u. ihn an 3te Personen verschachern kann. (445)
Wenn die Banknote voll gedeckt durch Metall, ist sie Warrant auf Metall u. durchaus selbiges wie cheque, befindlich in den Händen des Depositärs. Wenn alle cheques nicht volle Gelddeckung haben, unterscheiden sie sich in nichts von durch Geld nicht gedeckten Banknoten. (446)
| Umlaufende Banknoten f. | 37.88 Mill. £ St. | ||
| Deposite f. | 28.43 〃 〃 | ||
| Deckung der Banknoten | in Issue Department | 23.58 Mill. £. Gold | |
| Deckung der Deposite | in Banking Department | 13.46 Mill. £. (Reserve.) |
| Also im Durchschnitt: Circulirende Noten = | 37.88. | |
| In Issue Department Golddeckung | 23.58 | |
| Durch Gold nicht gedeckte Noten = | 14.30, | wofür sie nicht hätte zahlen können, wenn alle Noten auf einmal eingefordert. |
| Deposite ⦗also dagegen ausgegebne Chequebücher⦘ Bemerkung von
Marx. Schließen ⦗Dies falsch, da sie nicht gegen alle Deposite cheques giebt⦘ = |
28.43. | |
| Deckung in Noten = | 13.46 | |
| Deficit = | 14.97, | wenn unterstellt, dass auf alle Deposits Cheques gegeben
Bemerkung
von Marx. Schließen ⦗was mit Bezug auf das Deposit u. Deficit gleichgültig⦘ u. diese alle auf einmal zur Zahlung eingefordert. |
Banknoten nicht durch Gold gedeckt = 38%
der issued banknotes Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗wovon,
was Herr K. nicht sieht, in
der That unter dem Publicum nur
circulirten 24.42, 13.46 aber nur circulirt hatten zwischen
dem
issuing u. banking Department
derselben B. o. E., da 13.46 Reserve
im Bankdepartment⦘
|
Zusatz von Marx.
Schließen Nach Herrn K. nicht
gedeckt durch Baares 53% der
ganzen Summe der cheques
D. h. 62% der Notencirculation gedeckt (bestanden nur aus Warrants auf Metall, dessen ökonomischere Circulation so gesichert), aber v. diesen Leihmitteln verfügte die Bank nur zu 38%.
Nur 47% die Chequecirculation gedeckt mit Bezug auf die
Gelder v. Deposits; auf Grundlage der
cheques fischte sie 53%
Leihmittel. Exploitirte also die
Deposits mehr als die
Noten. Bemerkungen von Marx.
Schließen ⦗Die Cheques circulirten gefälligst
nicht, sondern waren noch in den respectiven
Chequebüchern unverausgabt.⦘ ⦗Das ganze Beispiel
des Herrn K. unbenutzbar, weil er nicht giebt
die Constitution der Reserve, die
z. Th. auch aus baarem besteht.⦘
(p. 446)
Charaktere, die der Operation der
Banknotenausgabe eigenthümlich:
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Eine Sache noch zu bemerken: Herr K. –
trotz des „Kapitals“, aus dem er viel
paraphrasirend u. trivialisirend abschreibt, behandelt
die Cirkulation des
Zahlungsmittels (das er
scholastischer Sagenmache(?)
nicht unterscheiden will vom Cirkulationsmittel im nächsten Sinn)
in fact zu unabhängig von der des
Kaufmittels. Doch besser dies erst
später zu entwickeln.⦘
Banknoten machen statt Aufbewahrung u. Zählung v. Geld nur die der Noten selbst nöthig; Cheques entfernen die Stofflichkeit\Dinglichkeit der Kassenreserve; letzterer geht in Buchhalterei-fact über, Ab- u. Zuschreiben. Chequebook noch nicht Umlaufmittel; wer es hat führt das Buch, die Bank führt für ihn die Kasse. (448)
Banknote kann sehr kleinen Betrag v. Geld v. Geld ersetzen u. Notenkasse sehr kleine Geld-kassenreserve. Laufende Rechnung muss schon beginnen mit grösserer Kassenreserve; die Unkosten auf Buchhalterei (der Bank) f. laufende Rechnung verlangen schon gewissen Umfang, um gedeckt zu werden. ([448,] 449)
Cheque unterstellt intimeres\engeres Band zwischen Bank
einerseits, ihren Schuldnern u.
Gläubigern andrerseits. Sie kennt Verhältnisse ihrer
Schuldner (auf laufende Rechnung), guckt ihnen in die
Karten. – Ferner: Auf Banknote erscheint nur
die Bank als Schuldner (dem Publicum
gegenüber): die Note
des Privatschulddokuments, das die Note
ersetzt, ist in ihr ausgelöscht, also auch
die Ursache der Ausgabe der
Note. Beim cheque
nicht so. Er ist vor allem Mittel eine Obligation
#e*zu decken°] Bei Kaufman, S.
449: #R+зamѣniть#R-; ersetzen
Schließen
zu decken. So bald er daher Termin der Obligation verfallen u. Cheque
dafür erhalten, ist er so rasch als möglich zu präsentiren zum
Empfang dessen, was er sichert; nach englischer Gewohnheit den 2ten
Tag, nach französischem Gesetz
(Art. 5, 14 Juni 1865) in 5–8 Tagen. (449, 450)
Cheque kann daher nicht lang in Umlauf bleiben.
(l. c.)
Durch laufende Rechnung mit cheques gehn alle Zahlungen durch Bank vor; Banknoten circuliren weiter, also Zahlungen durch sie gehn auch hinter dem Rücken der Bank vor. Die Depositbank weiss genau, direct od. indirect, wer ihr Gläubiger; die Notenbank nicht. Ihre Noten können, wenn es ihr grade sehr unangenehm, in [die Hände von] Agenten des auswärtigen Handels fallen (die sie sofort z. B. zur Versendung v. Gold jenseits der Grenze anwenden) (450)
Die Cheques, da sie engres Band zwischen Banken u. Unternehmerwelt bedingen u. f. ihre Ergiebigkeit grosse Umschläge nöthig sind, finden solidestes Feld bei grossen Industriellen (u. Commerciellen); die grossen »Unternehmer« (Industrielle u. Kaufleute) geben den engl. Banken die Möglichkeit zu gruppiren um sich Repräsentanten breiter wechselseitiger Verschuldung u. grösste Leichtigkeit die Wechselseitigkeit der Zahlungen auszubeuten. (450)
Bei den Depositbanken mehr Thätigkeit auf Seiten der Creditoren der Bank, bei den Notenbanken auf Seiten der Bank ⦗gegenüber ihren Creditoren.⦘ Die Operation der Notenbank weniger unter deren Controlle daher als die der Depositenbank. (451)
Cheque repräsentirt gedeckten Credit
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗notabene dies nicht der Fall;
der
Schuldner der Bank, dem sie
pumpt, zieht cheques auf für
das ihm eingeräumte Guthaben à fur et mesure
dass er es braucht; solcher cheque
repräsentirt also nicht eine Anweisung des
Chequeausgebers auf seine eigne
Kasse, sein Deposit als intregrirender Theil
der Kasse der Depositbank⦘; Banknote im Moment, |63
wo
es auf Credit v. der Bank fortgegeben wird, um fremde Mittel zu fischen, giebt Note aus; diese in diesem Moment nicht
gedeckt. Publicum, dem nöthig cheques, besass auch ohne die
Bank die Geldmittel, die der cheque repräsentirt. Publicum,
das Banknoten pumpt, besass ohne sie keine Zahlungsmittel. Im erstren Fall die Bank abhängig
von Depositär, im 2ten der
Notenempfänger abhängig v. der Bank. (451, 452)
Jede Banknote dient dazu dritten Personen den Credit zu geben, den die Bank selbst beim Publicum geniesst. Bank selbst erhält nichts bei Ausgabe der Billets (auf loan), es ist auch durch kein Geld in ihrer Kasse gedeckt; kostet ihr auch keine Ausgaben, die sonst das Ansichziehn fremder Mittel verursacht; u. doch macht sie Profitche darauf wie auf Baares. Sie schlägt leichter Credit auf ihre Noten heraus, als vermittelst Deposits auf laufende Rechnung. (452)
Wenn Depositbank Credit eröffnet, weiss sie genau, worüber sie verfügen kann; denn sie sucht die Mittel dazu nicht erst, sie hat sie bereits erhalten. Dagegen bei Credit auf Noten sendet sie selbe aus die ihr nöthigen Leihmittel erst zu suchen. (452, 53)
Die Perioden der Freiheit der Leihkapitalien (terminweiser u. terminloser) beginnen in verschiednen Momenten f. ihre Besitzer; existirt daher in jeder gegebnen Zeit eine Masse davon, disponible für die, die Kapital brauchen während der Zeit, die der Zustand der Freiheit dieser Kapitalien dauert. (453)
Ausdruck von
Marx.
Schließen Governmentarbeiten:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
Governments brauchen mehr Mittel als sie im
Lauf der gegebnen Periode aus
den Steuern
zu beziehn. Entspricht langterminige
Anleihe u. Schuld. Oder aber: Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 2)
Government will nur die ihm während
der Periode gesicherten Mittel im entscheidenden Moment
flüssig machen (wenn es am nützlichsten u. am
ökonomischsten[)]. Dann kurzterminiger Credit. Schwebende Schuld. Verwandlung v.
schwebender Schuld in consolidirte. (p. 453–462)
Jede grosse Unternehmung umfasst ausser
der
gleichzeitigen Combination v. Mitteln u.
Kräften – Vertheilung ihrer Thätigkeit über
verschiedne Zeitmomente, die nach einander
eintreten. Sie ist ausgebreitet nicht nur in Raum, sondern auch in
Zeit. Ihre Ausgaben finden stückweis statt
Zusatz von Marx.
Schließen (in verschiednen
Zeitmomenten), in der Totalität
dieser Zeitmomente findet nur die Totalität der Ausgabe statt, od. summirt zur
Gesammtausgabe; ditto finden aber auch
die
Einnahmen
Zusatz von Marx.
Schließen (die Realisation) nur
stückweise in verschiednen Momenten der
Zeit statt, sind über sie vertheilt; die Gesammteinnahme aus ihnen summirt. Weder findet die Gesammtausgabe noch die Gesammteinnahme auf einmal statt. Es genügt nicht, dass
die Einnahmen die Ausgaben decken im Verlauf der ganzen Periode (Jahr, Monat etc). In
jeder gegebnen Minute müssen die
nothwendigen Mittel da sein; in jeder gegebnen Zeit müssen
die
Einnahmen hinreichenden Umfang haben um die ihnen unmittelbar nachfolgenden Ausgaben zu
decken. Die
Ausgaben
Zusatz von Marx.
Schließen (z. B. Kauf v.
Rohmaterial etc) können sonst nicht unter
den günstigsten Bedingungen gemacht werden. (455)
Die Ausgaben können sich nicht nach dem absoluten Zeitpunkt (in dem immer
Zufälliges) richten, wenn die
Einnahmen grade fällig. Sie müssen im Moment
geschehn, wo sie am produktivsten,
profitlichsten. … Fallen die Momente der Einnahme
u. der (productivsten) Ausnahme Ausgabe nicht v. selbst zusammen, что дѣлать? Der Geschäftsmann muss selbst die Mittel vorbereiten der Sicherheit dieses
Zusammenfallens; d. h. Geldvorräthe bilden.
Zusatz von Marx.
Schließen (Theil seines activen Kapitals müssig liegen lassen) Oder er
muss zu fremden Mitteln rekuriren, d. h.
die
Mittel v. Fremden pumpen, zeitlich u. solche die in gegebnem
Augenblick unbeschäftigt sind.
(456) Im letztern Fall wird
seine Einnahme anticipirt auf dem
Weg des Credits. (l. c.)
Im Allgemeinen ist die
Realisation der Waare das Mittel der
Wiederverausgabung. (457)
Aber wird diese Realisation verzögert?
Neben
dem Geschäft, das dann nur durch Anticipation der Einnahme
weitermarschiren kann
Zusatz von Marx.
Schließen (od. aber unter den
günstigsten Bedingungen functioniren)
stet stets andres Geschäft, welches verfügt
über diese Mittel, aber sie nur auf Credit
absetzen kann. Er
muss daher auf Credit verkaufen. Sobald
der Käufer seine Waare fertig (od. im
Handel
fremde Waare abgesetzt hat), wird er seinerseits Gläubiger u. kann
seine Schuld löschen.
Die
grosse Industrie
|64 gegründet auf Cooperation zu verschiednen Zeiten wirkender
wirkender Kräfte. Sie besteht daher stets aus
einer Masse Unternehmungen,
die in verschiednen Zeitmomenten beginnen u.
abschliessen, in verschiednen Zeiten über Waaren verfügen
u. ihrer bedürfen. Dies, zusammen mit ihrer Combination Zusatz von Marx.
Schließen ⦗ihrer Wechselbeziehung als Glieder
der gesellschaftlichen Production⦘ ruft
die Möglichkeit u. Nothwendigkeit hervor f. die einen
zu einem Zeitpunkt Credit zu nehmen od.
zu geben, f. die andren in andrem
Zeitpunkt. (457) Es handelt sich hier stets um die ökonomischste Vertheilung der freien
Mittel unter die Einzelwirthschaften, die sie
befähigt ihre Productivität ununterbrochen zu erhalten,
fortzuführen. (458) Beständiges Gleichgewicht
zwischen Ausgaben u. Einnahmen. (l. c.)
Einmal übersteigen die Einnahmen die (unmittelbaren) Ausgaben; andremal die letztren die erstren. In jeder gegebnen Zeit das Gleichgewicht künstlich herzustellen. Geschieht durch Schatzbildung od. auf dem Weg des Credits, Reservecapital des Unternehmers selbst od. Benutzung fremder pro tempore freigesetzter Mittel. (460)
Kurzterminige Regierungsarbeiten mögen nur
bezwecken zu anticipiren die Mittel
die erwartet werden v. langterminigen
Anleihen. Die ersten werden dann ausgelöscht durch
die 2ten = #e*Consolidirung°] Bei Kaufman, S. 462:
#R+Konvertirovan^ie#R-; Konvertierung,
Umwandlung
Schließen
Consolidirung
der schwebenden Schuld.
(461)
⦗Weiteres über die
Regierungskreditoperationen, p.
463–467⦘
Papiergeld Zusatz von
Marx.
Schließen (mit
Zwangskurs)
(stellen Zwangsanleihe vor) (468–75)
Wie Entwicklung des Credits aus Productionsbedingungen erwächst, so Umfang des Credits in grösster Abhängigkeit vom Umfang der Produktion u. seine Schwankungen daher von Expansion u. Contraction der Produktion. ([475,] 476)
Gesellschaftlicher Reichthum
existirt als Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
Consumtionsfonds, Ordnungsziffer
von Marx.
Schließen 2)
Fonds der Productiven Kapitalien u.
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 3)
Fonds der Leihkapitalien (477)
Die Leihkapitalien bilden das Rohmaterial, mit dessen Verarbeitung die Banken beschäftigt. (477)
Hauptquelle
#e386Hauptquelle BIS Leihkapitalien°] Hervorhebungen – außer
„Entstehung“ – und Bemerkungen in Klammern – außer
„(produktive)“ – von Marx.
Schließen (Ursache)
der
Entstehung freier Mittel – der ökonomische (produktive) progress. Diese
Mittel aber in erster Instanz die, die f. ihren
Besitzer\(Producenten) selbst schon bei ihrer Geburt frei, weil als neue
zusätzliche (überschüssige) Mittel
auf die Welt kommen
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗in fact, so weit es sich um Producenten
handelt, Theil des Mehrwerths
od. Mehrprodukts bilden⦘ u. in
Leihmittel verwandelt werden müssen, um
überhaupt profitbringend, nicht müssig zu sein. Sie beginnen ihre ökonomische
Carrière in der Form v. Leihkapitalien. (478) Da ferner alles Kapital jetzt danach
strebt, so profitbringend wie möglich zu sein – ununterbrochne Wanderung v. Kapitalien aus einem Zweig
der Industrie in den andern. Aus den Zweigen, die schon mit Kapital gesättigt, wo
Profitrate daher durch Konkurrenz auf das mittlere Niveau
herabgedrückt, streben die Capitalien daher in andre, wo
das noch nicht. In dieser beständigen Wanderung aber nöthig die
Kapitalien freizusetzen aus den
Placements, worin sie vorher ihre Beschäftigung fanden.
Dies ruft auch grosse Masse v.
Leihkapitalien hervor; sie werden auch aus freien Mitteln gebildet; sie werden künstlich freigesetzt; Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗im
Unterschied v. den
neuen Mitteln, die in
Leihkapital
verwandelt, um
überhaupt verwerthet zu werden⦘ sie
verwandeln sich nur in Leihkapitalien, um
ihre Productivität zu erhöhen. ([478,] 479) Zur Auffindung der profitlichsten
Placirung Bank fähiger als der
einzelne Privat. Die Banken, durch ihre Cooperation
bei Vertheilung der
Capitalien können unmittelbar einwirken auf die Готовность
Kapitalien freizusetzen u. folglich auf den Umfang freigesetzter Capitalien, also auf
die
Quantität der Kapitalien, strebend
nach ihrer Verwandlung in Leihkapitalien.
(480)
Sofern die
Banken durch ihren unmittelbaren Einfluss
die
Zufuhr v. Leihkapitalien vermehren können,
können sie beitragen zur Erniedrigung ihres
(der Leihkapitalien) Preises.
(481) i. e. ihre Profitcher (Zinscher) auf
das
gewöhnliche Niveau
Zusatz von Marx.
Schließen (!) (?) zurückführen. (482. Bemerkung
von Marx.
Schließen Blödsinn; sie
fangen stets damit an, das angewöhnte
Wucherniveau des Zinses
herabzudrücken⦘
Prämienkrise
Bemerkung von Marx.
Schließen (Börsenjargon)
berührt nur Profite, aber Werthcrise greift
die Substanz der Capitale selbst an,
die sich |65 in der Unternehmung befinden.
(483)
Kredit verhindert den
Preis der Leihkapitalien sich über
das
gewöhnliche
Zusatz von Marx.
Schließen (!)
Niveau zu erheben. Geben dadurch mehr Weite dem constituirenden Element
des Preises, welches Assekuranzprämie bildet.
Werden Dank der Banken die Leihkapitalien um 1%
od. 2% billiger, so können die so ersparten Theile des
Kapitals Fonds bilden, woraus der
Unternehmer im Stand wahrscheinlichen Verlust zu decken zum
Belauf der so ersparten Theile. (484 Zusatz
von Marx.
Schließen ?!) Unternehmer
sucht immer Auswege, die ihn befähigen tote
Assekuranzprämie zu decken nicht durch Erhöhung des Preises der Waare, sondern
durch Erniedrigung irgend eines der
Elemente, nöthig zur Production od. zum Absatz der
Waare. ([484,] 485)
Die
Banken verwohlfeilern денги деньги
Bemerkung von
Marx.
Schließen (Gelder,
Börsenslang), indem sie ihren Umschlag beschleunigen. (485)
Das Leihkapital am produktivsten, wenn es so kurz wie möglich bei jedem einzelnen Unternehmer bleibt, u. in dieser kürzesten Zeit schon seinen ganzen Nutzen (Dienst) erfüllt. (486) Es existirt kein nothwendiges inneres Band zwischen Zahlung f. Benutzung v. Leihkapitalien (der Zins f. das Leihkapital, Discont etc) u. den Waarenpreisen. Wenn einer, weil er wohlfeiles Geld pumpt, Waaren theuer kauft, verliert er mit einer Hand, was er mit der andern gewinnt. (486) Die Verwohlfeilerung des Gelds durch die Banken giebt nur neuen stimulus f. Production auf erweiterter Stufenleiter u. Aufsuchen neuer produktiver Anlagen f. die vermehrte Geldzufuhr. (487)
Steigen die Preise, so dies nicht nur nominal; ist berechnet auf Erhöhung der Verkaufspreise zu gewissem Punkt. Die Profite will man realisiren nicht auf dem örtlichen Markt, wo die Preiserhöhung schon verallgemeinert bis zu gewissem Niveau, sondern auf dem neuen Markt eines andern Orts wo das erreichte just prädominirende Preisniveau noch höher. Im Mass wie die Erhöhung der Waarenpreise nominal wird, d. h. allgemein auf allen den Märkten, wo die Geschäftsbelebung stattgefunden, fängt sie an Entwerthung der laufenden Unternehmung verglichen mit der vergangnen auszudrücken. ([492,] 493) Erhöhung der Preise dem Unternehmer günstig als Verkäufer, aber in der Rolle als Käufer zählt er auf niedrige Preise. Die Differenz zwischen hohen Verkaufspreisen u. niedrigen Kaufpreisen bildet in solchem casus die Quelle der Unternehmerprofite. Diese Profitcher haben wichtige Bedeutung f. die Flüssigkeit (Geschmeidigkeit (гибкость)[)] aller utilisirbarer Leihkapitale. Diese Profitcher bilden »Ersparungen«; verwandelt in neuerspartes Kapital. Ausserdem Schulden abgezahlt aus den zu hohem Preis verkauften Waaren, Schulden durch welche der Credit erweitert worden war. Der Credit contrahirt sich so von selbst. (493, 94) Erweitert sich dann der Credit v. neuem, so in Folge der Wiederholung der vorigen commerciell-industriellen- Bewegung, oder in Folge davon, dass die frühere Bewegung, indem sie den Umfang der Umsätze erweitert, die Nothwendigkeit eines umfangreicheren Circulationsmechanismus geschaffen. Die Erweiterung eines Productionsfeldes ruft auch Erweiterung im Umfang der Leihkapitalien hervor. Die Erfolge dieser Erweiterung u. die dadurch bedingten Profite bedingen die Contraction der Leihkapitalien f. dies gegebne Productionsfeld. Die Contraction muss folgen auf die Expansion, wie der Erfolg auf die productiven Strebungen danach. Wenn der Käufer Preise erhöht (höhere Preise zahlt), so nur weil er darauf calculirt beim Verkauf noch höheren Preis zu erwischen. (494)
»Wer ist im Stand der Unternehmerwelt
der europäischen Cultur zuzurufen: Bis hierhin
u. nicht weiter! Wer im Stand vor der Crise
zu sagen, innerhalb welcher Grenzen welche die Erweiterung der Production ganz „normal“ u.
wann sie anfängt abnormal zu sein?«
([496,] 497) Auf Verluste
»resigniren«, heisst »resigniren« auf die Ausgaben Zusatz von Marx.
Schließen ⦗(faux frais)⦘
der progressiven Entwicklung. (498)
|
In den Bewegungen der Preise drückt sich sowohl die Totalität der Mittel aus, worüber die Production in jedem gegebnen Fall verfügt, als die der Mittel, worüber die Consumtion verfügt. Vom Credit hängt die erstere in sehr bedeutendem Grad [ab]; aber auch die letztern können v. ihm abhängen. Der Credit selbst wieder hängt ab von den in gegebner ZeitPeriode herrschenden Vorstellungen über den Umfang der vorhandnen freien Mittel, verausgabbar für Zwecke der Produktion u. Consumtion. Die Unternehmer spielen dabei die Hauptrolle. Die Banken hauptsächlich nur die Vermittler zwischen den Besitzern u. Forderern freier Mittel. Ueber die Freiheit der Mittel haben sie nicht immer das entscheidende Wort zu sagen; sehr oft das die Sache der Unternehmer, unabhängig v. den Banken; nehmend die Banken selbst ins Schlepptau, ziehend sie nach sich. Sind auf falsche Annahmen hin die Waaren einmal producirt, od. während der Zeit, worin sie producirt wurden, hängt weniger als alles v. den Banken deren Absatz auf Credit ab. In der heissesten Zeit der Ueberproduction haben die Banken den wenigsten Einfluss. (500, 501)
Banken
geben nur auf Credit, was
sie selbst auf Credit erhalten. Erhalten sie auf Credit,
was bei sich behalten werden müsste Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗i. e.
was fälschlich as freies Mittel
behandelt⦘, so sind sie schon v. den
Unternehmern ins Schlepptau auf
gefährlichen Weg genommen. Die Bank kennt
die Natur des Geschäfts ihrer Clienten auch
nur innerhalb gewisser Grenzen in der Sturmzeit, wenn die Unternehmerei neue
Wege des
Profits aufgefunden zu haben meint, wenn
neue Personen als Vorsteher glänzend erfolgreicher Unternehmen
erscheinen, wenn die Phantasie über die Solidität
etc dieses oder jenes besondern Unternehmers in die Wolken
erhoben – so entgeht Niemand dem Einfluss des Risicos, mit
dem die commerciell industrielle
Atmosphäre geschwangert. Ebenso nicht die Banken. (502)
Namentlich wichtig hierbei:
Als erster Communicationsweg zwischen Credit u. Waarenpreisen dienen Creditformen, deren Ausbeutungsumfang nicht v. den Banken abhängt,
sondern v. dem Zutrauen der
Unternehmer zueinander;
so einfache Wechsel od. einfache Notirung auf Buch
Zusatz
von Marx.
Schließen ⦗Kreditirung, Debitirung in den
Rechnungsbüchern⦘ stellen fast den Hauptweg vor, worauf der
Credit marschirt, wenn er die
Erhöhung der Waarenpreise begleitet; es ist dies
also ein Credit, der sich
entwickelt auf dem Waarenmarkt u. nicht auf dem Geldmarkt; aber
der
Einfluss der Banken hat seine
hauptsächliche Kraft auf Geldmarkt; auf
dem Waarenmarkt mehr untergeordnete u. secundäre. (502,
503)
Hence, die Banken gewinnen Einfluss u. gebietende Stimme, nicht wenn die Belebung der Production beginnt, wenn sie sich namentlich zeigt in Productionssphäre od. des Handelsabsatzes, sondern wenn in diesen Sphären schon alles vollbracht, wenn die Unternehmung strebt freizusetzen die v. ihr verausgabten Capitale u. sie, mit dem Profitche, in Geld zu realisiren. Dann beginnt die Jagd aufs Geld. Die Periode der natürlichen Unterbrechung des Geschäfts zur Herbeiführung des Abschlusses, des Facits u. Realisirung dieses Facits in Geldkapital rückt heran. Die Funktion des Geldes als »Umlaufsmittel« jezt nicht v. praktischer Bedeutung; sondern ihre Bedeutung als Sparmittel u. Verkörperung dieser Ersparnisse. Die allgemeine Nachfrage nach Waaren, die vorher fast ausschliesslich geherrscht, nun erst durch allgemeine Nachfrage nach Geldkapital. (503) Hatte die Unternehmung nun entweder gerechnet auf Nachfrage (definitive) f. ihr Waarenprodukt, sie keine thatsächliche Begründung hatte; Mittel zu Zwecken verausgabt, die nicht so rasch sich bezahlt machen od. in so kurzer Frist sich reproduciren, wie es für den Fortgang der Produktion nöthig wäre – sodann die Geldnachfrage der Production statt auf Schwanken. Verkäufe werden schwierig. Und dann erscheint die besondre Form worin sich der hohe Preis des Geldkapitals ausdrückt – Fall der Waarenpreise, Entwerthung jeder Habe ausser der in Geldform. (503, 504) |
67Wie nützlich immer den Banken ihr Einfluss auf Zufuhr v. Leihkapitalien, diese Kapitalien fremde, rückzahlbar in vorherbestimmtem
Termin od. on call. Je vollendeter
der Mechanismus – der Apparat der
Hilfsmittel, wodurch die Banken Leihkapitalien fischen u.
bei sich concentriren –, desto delikater wird die Lage
der Bank. ⦗ Zusatz von
Marx.
Schließen Herr K. sagt
u. a.
»Niemand geht absichtlich u. bewusst seinem
Verderb entgegen.«
Bemerkung
von Marx. Marx verweist auf sein Handexemplar (siehe MEGA
IV/32. Nr. 658), in dem heute die Seiten 481–736
fehlen.
Schließen Sieh dazu Randnote
p. 507
⦘ Was kann sie thun? Aufpassen auf
die Hände der Unternehmer, denen sie
die Kapitalien anvertraut, d. h. in andern Worten, auf
die
Productionsbedingungen selbst. Wo
fangen die
Grenzen des »schädlichen« Credits
an? Alias die Grenzen der Unternehmerei? Aber sie
sind elastisch u. verrücken sich selbst
beständig mit der Entwicklung der Production.
(505, 506) Dem selbsständigen Einfluss der Banken nur
gestellt Grenze in den Bedingungen productiver Placirung
der Leihkapitalien. (507)
Erweiterung der
Zufuhr v. Leihkapitalien erscheint immer nur
in Folge Belebung der Unternehmerei, allgemeinen Glaubens
in ihre Fähigkeiten u. Kräfte u. allgemeiner Bereitwilligkeit, ihnen ihr Mittel anzuvertrauen. Dank der Banken
erwachsen dann ganze Massen v. Gütern, die sonst überhaupt nicht ans
Licht treten würden. (507) Waarenpreise
können in die Höhe getrieben werden so gut durch Unternehmungs- als durch Leihkapitalien. (508)
Regierungen können nur bestimmte Formen des Credits verhindern od. deren Gebrauch erschweren. Aber während der activsten Zeit fragt Unternehmerei nichts nicht nach Kreditformen; nimmt dann vorlieb auch mit den unbequemsten Formen. Diese werden erst wichtig in dem Moment wo die Gefahr vor der Thür. (508)
Der Umfang des Credits drückt sich aus in den Dimensionen, worin die Banken die verschiednen Exploitationsmethoden der Quellen der Leihkapitalien ausnutzen. (509)
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen I)
Deposits.
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1)
Ewige (od. aber langterminige) Passen am wenigsten für Banker;
repräsentiren gleichsam immobilisirte
Ersparnisse; binden Thätigkeit der Banken u.
die Eigner der Deposite. (l. c.) Interesse nur
f. nicht specialisirte Banken (wie die
russischen stadtgemeindlichen), die alle
Sorten v. Operationen machen, daher auch alle Sorten v.
Leihkapitalien brauchen.
Langterminige Obligationen (z. B. bei Landbanken
[)]
(amortisiren)
löschen nach u. nach die Schuld u. zahlen Zinsen drauf.
Die Quellen dieser Obligationen beschränkt u.
Bankcredit wenigsten Einfluss auf ihren Spielraum. Die
Banken dehnen hier ihren Credit nur aus mit progressiv wachsender
Vorsicht. Die Natur der Capitalien selbst
schliesst hier die Creditoperationen der Bank in
enge Grenzen ein. (510 509–11)
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Terminweise Deposits. Auf ihre Menge können
die Banken keinen Einfluss ausüben; die
Terminlänge\Periode ihres »freien
Zustands« hängt ab theils v. rein technischen
Bedingungen der Geschäftszweige, denen diese
Capitalien angehören, theils vom persönlichen Scharfblick ihrer
Besitzer. Nur durch Vermittlung der Banken werden diese
Capitalien aus »temporär müssigen« in »temporär Zusatz von Marx.
Schließen (in fremder Hand)
active« verwandelt. (511,
12)
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 3)
Terminlose Deposits. Um sie dreht sich
der Hauptstreit über den activen Einfluss
der Banken. Die »terminlosen« Leihkapitalien
Hauptquelle der Umlaufsmittel der cotemporären
Banken, bilden bedeutendste Grundlage
(u.
Theil) des heutigen Credits. Sie, neben Bankbillets, geben dem
Einfluss der Banken grössten
Spielraum. (512) Die Depositbanken haben weniger Einfluss auf Credit als die
Zettelbanken; aber
die Masse der Activität wächst mit
ersteren, nur werden die
Banken selbst v. Theil davon befreit u.
fällt dieser auf die eignen Schultern ihres Publicums.
(513) Notenausgabe
[ist die]
Methode terminlose Leihkapitalien bei
der möglichst geringsten Mitwirkung des
Publicums zu fischen; aber in den
belebstesten belebtesten Perioden diese Methode überflüssig; die
Unternehmer selbst strengen sich dann grade auf aufs äusserste an jedes Hinderniss selbst zu überwältigen u.
das Publicum selbst, durch seine lebhafteste
Cooperation, macht den Banken dann die Sache leicht.
Ursprünglich stützt sich der
Einfluss der Banken
|68
auf Vermehrung der Zufuhr v.
Leihkapitalien auf laufende Rechnungen. Die Leute, denen sie Credit eröffnen, nehmen ihnen die
gepumpten Mittel nicht weg, lassen sie bei ihnen als Deposits auf laufende Rechnung.
Vermittelst 10 Mill. sovereigns (goldnen) können bei ihrem
10maligem mittleren Umschlag im Jahr Contracte auf 100 Mill. £. gezahlt
werden. Wodurch wird der Umschlag
beschleunigt? Durch die
Verkürzung der Productionsprocesse,
Beschleunigung des Geschäftsbetriebs überhaupt, vermehrte Energie,
Vervollkommnung der
Communicationsmittel. Alles das beschleunigt vorzugsweis
die
Geschwindigkeit der
Unternehmercapitalien. Werden aber Capitalien in Leihkapitalien verwandelt, so
beschleunigt das noch mehr ihre Geschwindigkeit; das Gold rollt noch
schneller Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗weil seine unvermeidlichen
müssigen Momente in jedem Geschäft sich
abkürzen⦘; aber alles was den
Umschlag des Metallgelds fördert,
passt ganz besonders f. Beschleunigungsförderung aller andern Circulationsmittel.
Banknoten zum Belauf v. 10 Mill. £. St.
können zum Umschlag v. 10, 20, 50 Mill. £. St. dienen. Es hängt ab
vom Umfang u. den Hilfsmitteln des Credits,
angewandt um den möglichsten Nutzen aus der
gegebnen Summe v. Noten zu ziehn. (514, 515)
A
#e417A
BIS Personen°]
Hervorhebungen – außer „hofft“ und „verwandeln“ – sowie
Bemerkungen in Klammern von Marx.
Schließen übergab
der Bank Obligationen
(Schuldscheine irgend einer Art) f. 10 Mill., erhielt darauf 10
Mill. Noten; letztere übergiebt er der Bank wieder als Deposit; im Lauf des Monats z. B.
ihm nur 1 Million dieser Noten selbst nöthig; f. die
übrigen 9 Mill. hofft er mit fälligen Wechseln zu zahlen, die sich bei ihm sein werden; bei der Bank bleiben
also in the first place 9 Mill., die A nicht selbst braucht als
Deposit; Bank eröffnet dem B, der auch sein Aug auf
zukünftige fällige Wechsel, Credit auf 9 Mill., u. so der
Reihe nach noch andre 8 Personen, v. denen jede nur 1 Mill.
unmittelbar braucht, wie vorher, u. die übrigen bei selber
Bank deponirt Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗od. auch bei andrer, was
auf dasselbe herauskommt.⦘
Dann
hat die Bank Deposits 55 Mill. u. Credit
gegeben auf 55 Mill. Genügte jedem
unmittelbar 1/2
Mill., so 110 Mill. Deposits u. 110 Mill. Credit. Wovon hängt die Masse der Noten ab, die Jeder
braucht? Von der
Differenz in den
Schulden, die die Clienten
derselben Bank od. die verschiednen Banken auf einander haben. Je
geringer diese Differenzen, desto mehr Schulden durch
Wechselseitigkeit ausgelöscht und desto weniger Geld od.
Banknotenzahlungsmittel nöthig bei Löschung v.
Schuldbilanzen. Diese
Wechselseitigkeit künstlich herstellbar,
wenn der Creditor, der Zahlung zu empfangen, einstimmt
die fällige Obligation zu verwandeln in andre Obligation (als da ist Deposit), die
erst in gewissem Termin zahlbar. Also durch Willigkeit der
Personen ihre Zahlungen nicht baar od. in Noten zu empfangen u. bei
Gruppirung aller Schulden um Bankcentra, worin sie sich durchkreuzen
u. einander wechselseitig aufheben – kann verhältnissmässig unbedeutende Summe v. Noten
Anlass zu sehr bedeutenden Summen v.
Deposits geben u. sehr bedeutender Summe
v. Crediten der Banken an dritte Personen. (516, 517)
Die
#e418Die
BIS cheques°]
Hervorhebungen – außer „cheques“ (erstes Mal) und „mit
dem Umlauf der Deposits“ – und
Bemerkungen in Klammern von Marx.
Schließen
Banknotenausgabe mag daher (gesetzlich)
extensiv auf bestimmtes Mass beschränkt werden, aber der
Umschlag dieser Noten durch fortlaufende
Depositbildung u. darauf fortlaufend erneuerten Credit – mit
der daraus entspringenden Gefahr – in keiner Weise zu
verhindern. Geht es schief mit den (beim
Anleihn
der Noten) reihenweise v. A, B etc in Aussicht gehabten
fälligen Wechsel, wie dann? Sie geben cheques auf die Bank, wodurch aus der
Bank auch Mittel entzogen werden. Sie muss
auf Forderung in Gold od. Noten zahlen, was gleichgiltig zur
Hauptsache; fliessen diese nicht der Bank zurück Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗od. bleiben sie nicht bei der
Bank, weil die zu zahlenden Gläubiger auch ihre
Clienten⦘, so hats ein
Ende mit dem Umlauf
der Deposits. Hat
sie Credit beim Public, so kann sie durch Noten ersetzen, was sie verlor an Deposits u. entsprechenden
cheques; wenn ihr aber, trotz der Willigkeit
des Publicums ihre Notes zu nehmen [alle
Wege abgeschnitten sind] – so ist
ihr Latein am Ende. (517, 518) Bemerkung von
Marx.
Schließen Diese
obrigkeitliche Fürsorge verhindert die Bank in
keiner Art schlechten
Speculationen od. failing industrial entreprises ihr Credit
in Hülle u. Fülle zu geben; beschleunigt nur ihren Bankerutt ⦗u. meist steps dann
government in u. suspends for the time the „legal“
regulation of the quantity of notes to be issued⦘ ⦗Wenn
die Bank in faulem Zustand, erlaubt sie
selbiger, was sie ihr in gesundem |69 Zustand
versagte.⦘ Das sicherste Mittel gegen
Ueberausgabe v. Banknoten, Verpflichtung der Bank on demand
ihre Notes at once zu versilbern. (519) Dann kann die Bank nur Noten
ausgeben im Mass worin sie v. den Unternehmern gebraucht;
die Bank giebt die Noten
aus, um selbst Profitche daraus zu
schlage; u. das kann sie nur im Mass wie
diese Noten in profitbringender Weise – als Quelle von
Profit – beschäftigt werden. (520) Andrerseits hat der mit
Noten Creditirte Zinscher darauf zu zahle, »Procentcher«. (521)
⦗ Zusatz von
Marx.
Schließen
K.
sagt:
»Wenn die Banken zugleich mit
ihren Noten den Unternehmern (od. Notennehmern) auch gewinnbringende
Exploitation der Leihkapitalien sichern könnten, dann
könnten sie die Notenausgabe beliebig erweitern.« (521)
Bemerkung von
Marx.
Schließen Aber dies zeigt, dass wenn Bankinstitute zu Schwindel u.
Gründungsgeschäftche u. faulen Geschichten de prime abord geschaffen werden – u.
namentlich zu einem sich ergänzenden Kreis solcher
„Geschäftcher“ – sie sehr famose Mittel, um dem
Publicum baares abzunehmen.⦘ Mit
Bezug auf die Produktionunternehmer selbst, geht
der »Einfluss der
Banken im besten Fall nur so weit, dass sie bis zu gewissem
Grad mitwirken können zur Verwohlfeilerung
des loanable capital
[«]. (l. c.)
Bemerkung von Marx.
Schließen
Folgendes mit Blödsinn
vermengte:
Unternehmer treiben mit den v. Bank gepumpten Noten Waarenpreise in die Höhe; dies =
Sinken des relativen Werths der
Noten ⦗zuerst angenommen, dass das
MetallGeld nicht gleichzeitig sinkt⦘; die
Noten fallen also auch dann gegen Metallgeld; jeder der sie erhält,
bringt sie in Bank zurück, die sie sofort zu
vernichten
hat; dasselbe als wenn Deposits v. Bank
zurückgefordert; in beiden Fällen können die Unternehmer,
die die mit gepumpten Noten (od. Deposite) theure Waaren kauften, bei Preisfall
der letztren ihre Ausgaben nicht decken;
können also der Bank nur zahlen nicht aus der Unternehmung, wozu sie von ihr pumpten,
sondern nur aus andren Quellen; fehlen ihnen
diese, so Bank futsch ⦗ob ihr nun Geld f. ihre Noten od. direct
Deposits zurückgefordert⦘ Und Rückfluss der Noten zur
Versilberung ⦗oder aber Rückforderung der Deposits⦘
wahrscheinlicher in Zeiten v. Preiserhöhung der Waaren,
weil dann die Gelder in den
Händen ihrer Besitzer selbst mehr Beschäftigung finden.
(521, 22) Aber Banknoten und Geld können bei
solcher Gelegenheit gleichzeitig u. gleichmässig sich entwerthen relativ zu den Waaren.
Solches casus im in
einem Ort od. einem ganzen Land; f. das
Metallgeld solche relative Entwerthung dann
beschränkt auf Ort od. Land; die
денги деньги streben dann auszuwandern; die Banknoten selbst
streben nach derselben Auswanderungsfähigkeit durch Einwechslung
gegen Baares bei der Bank; aber durch Rückfluss
der Noten in die Bank werden ihrer weniger u.
so gelähmt Theil der Kraft, welche die
»Unannehmlichkeit« hervorrief« . ([522,]
523) Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Dies Vieh
vermengt hier die Theorie der
currency school mit der
richtigen⦘
Sobald – Zusatz von Marx.
Schließen fährt Viech fort – also
mehr Noten ausgegeben als Umlauf erheischt, so verjagen sie das Metallgeld aus dem
Umlauf u. bestimmen sie zum Abfluss
abroad. (523) So lang Wirkung des Credits normal, lokalisirt er die Funktion
des Gelds; sobald anormal entlokalisirt
er es, treibt es zum Abfluss abroad. Bank
besitzt daher Regulator im Rückströmen der Noten zur
Versilberung u. Ausfuhr des Metalls abroad. ([523,] 524)
Die Form des Credits hat ihren Sitz im Charakter der Quellen, deren Fluss der Credit fördert, od. in dem Charakter der Unternehmung, welche sich des Credits bedient. Von diesen beiden Umständen hängt daher der Umfang ab, worin bei Benutzung des Credits diese od. jene Form desselben vorwiegt. Je reicher die Ersparnisse sich accumuliren, die ihre Eigner vor bestimmter Frist nicht benutzen können od. wollen, desto mehr terminweise Deposits bei den Banken. Je umfassender\weiter das Geld-umlaufcapital der einzelnen Unternehmer u. je tiefer gewurzelt ihre Gewohnheit die GeldEinnahmen bei den Banken zu deponiren, desto mehr terminlose Deposits bei letzteren. Je stärker allgemein Credit sich entwickelt in den industriellen Beziehungen der Geschäftsleute unter sich, desto mehr Wechsel im Umlauf. Je stärker das Streben Waaren(Werth)vorräthe zu mobilisiren unabhängig v. ihrem Verkauf, desto mehr in Umlauf durch Pfand versicherter Obligationen. Je mehr |70 Bankwesen Rolle spielt bei Organisation der Creditverhältnisse unter den Geschäftsleuten, desto mehr die PrivatObligationen der letzteren bei den Banken concentriert u. desto mehr ersetzt durch (oder verwandelt in) Bankobligationen. Je mehr der Umsatz gewohnt Wege zu benutzen, welche Austilgung der Schulden durch Wechselseitigkeit einschliessen, desto mehr hierzu dienende Bankobligationen im Umlauf. (524, 25) Das Vorwiegen der einen od. andern Creditform hängt also durchaus nicht v. Willkühr ab. Andrerseits der Umfang des Credits selbst – unabhängig v. seinen verschiednen Formen – soweit er normal, für alle Einzelpersonen einerseits, alle Bankinstitute andrerseits, in vom Willen unabhängige Grenzen gebannt. Monopol-Institut kann natürlich das ihnen ihm gelegenste Creditfeld vorzugsweis exploitiren. Bei freier Exploitation, zeigen sich klar die Grenzen der Quellen der Benutzung. (525).
Unabhängiger vor allem v. Willkühr – die Form des Credits, wodurch sich Wechselseitige-Verschuldung auslöscht. (l. c.) Die Kette woraus sie besteht, zählt gewisse Menge Glieder. Erweiterung der Kette nur möglich f. eine Person od. Institut auf Kosten andrer Person od. Instituts, u. die wechselseitige Controlle garantirt vor unzulässlicher Erweiterung. Das ausgegebne Creditzeichen (cheque od. Note) findet nichts zu thun, löscht keine Schuld aus u. im äussersten Fall repräsentirt [es] nur Verschuldung, soweit es nicht in der Kasse seines ursprünglichen Empfängers blieb. Dann kehrt es zurück zur Person od. dem Institut, die es ausstellten, also ausgemärzt aus der Circulation; so erfüllt das Creditzeichen nicht mehr die Rolle des Circulationsmittels, weil es nichts nicht mehr circulirt. Wenn es bei solchem Rückfluss nicht realisirt wird, bleibt es nur als Zeugniss schlechter Schuld. (526)
Die verschiednen Creditformen drücken verschiednen Umfang der Umsetzbarkeit (Cirkulationsfähigkeit) des Creditzeichens aus. Verschiedne Sorten Schuldzeichen haben sehr verschiedne Mobilität, Gangbarkeit aus Hand in Hand; je nachdem Creditor (Besitzer des Schuldscheins) mehr od. minder leicht dritte Personen findet, die durch Empfang des Schuldscheins an seine Stelle treten wollen. Blosse Buchschulden, die sich sonst in keinem Schulddokument verkörpern, am schwersten übertragbar. Schuld auf einfaches Anleihedocument schwerer übertragbar als Schuld repräsentirt durch Wechsel, kurzterminiger Wechsel leichter als langterminiger; cheque u. banknote leichter als Wechsel. Vom Umfang der Circulationsleichtigkeit des Schuldzeichens (Creditzeichens) hängt seine Wirkungsfähigkeit ab, also sein Einfluss auf Waaren- u. Geldmarkt. (527)
In den Zeiten des Produktions- u. Unternehmungsfiebers, wenn also Credit am meisten missbraucht, am wenigsten nach seiner Form gefragt, dann das allseitige Vertrauen in Erfolg am grössten; umgekehrt, je weniger diese Leichtgläubigkeit, desto wichtiger wird die mehr od. minder günstige Form des Credits. Wirds überhaupt schwer Leihmittel zu fischen, so zeigt sich grade der Vorzug der CreditFormen, die diese Schwierigkeit leichter als die andren, wenigstens to a certain point, beseitigen helfen. (528)
Buchschuld herrscht vor in den fieberhaftesten Zeiten etc. Hence Unmöglichkeit der »regulation« einzelner Creditformen. (529)
Jede besondre Kreditform lokalisirt sich in besondrer wirthschaftlicher Sphäre u. dies wirkt auch aufs Metallgeld. Consumtionsverkehr, namentlich kleine Revenuen (Arbeitslohn etc) in baarem Geld verausgabt; unterstützt – aber nur sehr theilweis – durch Noten (v. geringem Nominalbetrag) u. kleine Buchschulden ditto. Dagegen Banknoten v. grossem Nominalbetrag u. ditto Buchschulden streben nach besondrer Sphäre, worin sie sich specialisiren ; diese Specialisirung geht soweit, dass die verschiednen Circulationsmittel anfangen ganz verschiedne Vermögenssorten vorzustellen; die Metallgelder (mit kleinen Noten u. kleinen Buchschulden) den Consumtionsfonds des Landes, die grossen Banknoten u. Buchschulden – Kapital, Mittel verzehrt od. aufbewahrt f. Reproduktion. (530) Wechsel speciell passend f. die Bedürfnisse lebhaften Handels , der rasch seine Ausgaben ersetzt u. vorzugsweis kurzterminiger kurzterminige Leihkapitalien benutzt. Wechsel auf 10 od. 20 Jahre scheint something undenkbares; das aber nicht, weil auch diese Form nicht langen |71 Credit ausdrücken könnte, sondern weil Gewohnheit ihn f. bestimmte Funktion specialisirt hat; Wechsel für Consumtionsbedürfnisse ausgegeben an sich schon schwach; Wechsel durch industriell commercielle Leute ausgegeben für Circulation v. Capital. (530) Cheques f. die höchste Entwicklungsstufe; ihre Thätigkeit hauptsächlich concentrirt auf Bewegung von Kapitalien ; erfüllen dies leichter als ihre Konkurrenzformen; sie können die höchsten Summen am leichtesten bewegen, (jeder Denomination sein), also beste Bewegungsmittel f. grosse Capitalien. ([530,] 531)
Wie der Umfang der besonderen Creditformen, so stellen die Schwankungen dieses Umfangs Phänomene vor, die sich innerhalb der Grenzen bestimmter Perioden mit gewisser Constanz wiederholen. Diese Grenzen selbst verändern sich ihrerseits, aber langsam, u. fast unmerkbar in kurzen Perioden. (531)
Banknoten in England: beständig erweitert ihr Umfang im Herbst mit Beginn u. verkürzt im Frühling mit Ende der produktiven Perioden. Die Bank v. England – durch ihre Verhältnisse zu Regierung – zahlt in Januar, April, Juli u. October Zinsen der Staatsschuld; erweitert dann meist ihre Cirkulation; da der unterste Nominalbetrag der Banknoten = 5£, so bringt dies oft Verminderung im Metallvorrath hervor. Ende des Jahrs gewöhnlich Circulation contrahirt unter Einfluss der Steuerzahlung an Regierung u. durch sie an B. o. E., u. zugleich unter Einfluss des zu dieser Zeit sich contrahirenden Umsatzes. Zur selben Zeit bringen die Banken in die B. o. E. ihre Metallvorräthe u. dadurch wächst der Metallfonds. Im Allgemeinen Zufluss u. Abfluss der Notenbewegung viermal im Jahr vollendet. Ausser Ende des zweiten Halbjahrs, auch Ende des ersten meist markirt durch unbedeutende Circulation.
Die (englischen) Provinzialbanken hatten früher niedrigste Cirkulation im August, von da fortwährend Wachsen bis April. Geändert durch Einfluss der Zweigbanken der B. o. E. Sie haben am meisten Noten in Umlauf in Oktober, Circulation sinkt in December, fängt wieder an zu wachsen in Januar, um in März zu fallen, in April u. Mai Wachsen, in August Sinken u. dann wieder Steigen in October.
Irland
– Zusatz von Marx.
Schließen agricoles Land –
mindeste Cirkulation vor Erndte
; dann Wachsen erreicht
höchsten Punkt in Januar
, in
Februar beginnt Abnahme.
Schottische Cirkulation; darüber die Beobachtungen am interessantesten; am höchsten in November, fällt bis März, erreicht Mai u. Juni höchsten Punkt, nimmt allmählig ab bis September. Die statistisch nachgewiesne Regelmässigkeit schlagend. Von 1843–1856 nur eine Ausnahme v. Regel, dass höchster Punkt im November, niedrigster in März u. April . (531–33)
Das Wachsen der Consumtion zeigt sich nicht nur im
Gesammtwachsthum der
Circulationsmittel, die dem
Consumtionsfonds dienen (kleine Banknoten u. Buchschulden, Zusatz von Marx.
Schließen aber auch, Verehrtester, Subsidiärmünze),
sondern namentlich auch im wachsendes Bedürfniss nach den
kleinwerthigsten Cirkulationsmitteln (auch
Papiergeld dient dazu) (533)
Zusatz von
Marx.
Schließen
Folgendes
Falsche:
Dieselben Cirkulationsmittel, die für die Consumenten
Consumtionsvorräthe vorstellen, werden in den Einnahmen der
Unternehmer Repräsentanten v. Capital.
Von den Unternehmern die Kapitalien de novo
verausgabet, theils zur Befriedigung ihrer eignen
Consumtionsbedürfnisse, theils der Leute, die ihre Einnahmen selbst
zur Befriedigung v. Bedürfnissen ausgeben. ⦗ Zusatz von
Marx.
Schließen Er hat hat im vorigen Satz das Alberne
gesagt: »Aus den Ausgaben der
Consumenten erneuern sich die productiven Ausgaben
der Unternehmerei |72
und deren Profite. Aus diesen Ausgaben
erneuern sich die alten Kapitale u. bilden sich
neue Kapitalien
[«]⦘ Bedeutende Summen der Umlaufmittel gehn
so beständig über aus der Rolle v. Consumtionsmitteln
in die Rolle v. Kapitalien u. umgekehrt.
Und nur
ein bestimmter Theil der
Umlaufsmittel bleibt ununterbrochen thätig nur im Gebiet
der unmittelbaren Beziehungen der
Unternehmer untereinander,
verlässt dies Gebiet nicht, dient nur
zur Bewegung der Kapitale. Sobald Banknoten od. Gelder in die
Unternehmerei fallen u. Kapitale
werden, streben sie nach der
Normalhöhe
(appoint
Valuta) worin sie am nützlichsten\bequemsten f.
die Unternehmerei. Sobald sie umschlagen in
Consumtionsmittel-cirkulation u. sie tiefer u. tiefer alle
Cirkulationscanäle durchdringen müssen, streben sie mehr u. mehr sich auszuwechseln gegen kleine Münze. Grossnominalig bleiben nur die, die
stets nur zur Cirkulation des Kapitals dienen. (533,
34)
Die Circulationsmittel vertheilen ihre Dienste nicht nur in Zeit, sondern auch in Raum; haben also auch gesetzlich, durch den Zusammenhang der nationalen Produktionsgrenzen, bestimmte Territorialbewegung v. einem Ort zum andern. (535 534)
Quelle der Banknote, wie jedes
andren Schuldscheins (Creditzeichens) Unternehmung, deren
Resultate noch nicht realisirt. Gelder stellen Kaufkraft vor, dessen Quelle Kapital. Und dies Kapital selbst stellt
die Kaufkraft des Geldes vor. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Welcher Blödsinn!⦘
Dagegen Banknoten bilden nicht Kapital, sind nur Creditzeichen. (535, 36)
Eine Form des Credits kann nur künstlich erweitert werden auf Kosten einer andern Creditform; wenn Buchschuld bei Kauf u. Verkauf vorherrscht, thut das den Wechseln Abbruch; wenn Wechsel, blos unter den Privatpersonen u. nicht concentrirt in Banken, beabbruchts Entwicklung der Bankformen des Credits; wenn die Unternehmerei vermittelst Banknoten verhindert, entwickelt sich um so mehr Depositoperation auf laufende Rechnung mit den sie begleitenden cheques. Wo Banknotenausgabe ganz frei, Deposito mit cheques etc nicht voll entwickelt. (536)
Im selben Sinn wie gesagt werden kann, dass heutzutag, Dank dem Credit, mehr Baumwollen- u. andre Waare producirt sind, so, dass durch selben grössere Masse freier metallischer Kapitale erscheint. Der Credit kann unmittelbar nur Cirkulationsmittel ausbrüten u. diese Möglichkeit gewährt jede andere Form des Credits, nicht nur die Banknotenform desselben. (537) So oft auch die Chequebücher zu einer Bank zurückkehren, u. durch andre ersetzt werden, wenn sie jährlich beständig im Umlauf hat 25 Mill., so dieser Umlauf ununterbrochen. Jeder cheque gebe Anrecht auf Empfang v. 100 Rubel; dann müssen im Umlauf sein 250 thousand cheques. In jeder Zeit; aber nicht dieselben cheques. Ob derselbe cheque 4 mal aus Hand in Hand geht, od. gleichzeitig 4 cheques in 4 Händen macht keinen wesentlichen Unterschied. Wichtig nur, ob Chequehalter Geld dafür aus der Bank nimmt, oder ihn auf laufende Rechnung deponirt; Resultat dann, dass ich den von mir verausgabten cheque durch einen neuen ersetzt habe u. Resultat, als ob ein u. derselbe cheque fortcirculirte. ([537,] 538)
Wechselkurs, Discont und Waarenpreise als Regulatoren
des Credits.
Waarenpreise sehr unbeständiger Anzeiger des Zustands des
Credits. (539) Bemerkung von Marx. Marx verweist auf
sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), in dem heute
die Seiten 481–736 fehlen.
Schließen (Sieh
Randglosse, p. 540)
Pumpt die Unternehmerei, so muss sie das geborgte neue Leihkapital nutzbar machen, sei es qualitativ durch ganz neue |73 Anlage, sei es quantitativ durch Erweiterung schon existirender. Oder will sie Productivität des Kapitals erhöhen u. hat sie es daher frei gesetzt aus minder productiver Anlage, so muss sie auch neue Bedingungen der Produktion finden (qualitative od. quantitative.) Gelingts, so Credit »nie überflüssig«, stets wennn’s wenn’s misslingt, welches immer in beiden Fällen die angewandten Creditformen. (540, 41)
So weit die Banken Einfluss auf
die Creditverhältnisse gegebner Zeit, haben
sie auch Mittel selbige zu controlliren durch Beobachtung der Bewegung der edlen Metalle Zusatz von
Marx.
Schließen (Wechselkurs)
, der Bewegung
der Preise des loanable capitals, u.
endlich der Bewegung der
Waarenpreise ([541,]
542)
Zusatz
von Marx.
Schließen
Wechselkurs:
So lang Gleichgewicht in Handel zwischen einem
Land u. andrem, wechselseitig sich auslöschende Schuld;
statt Geld wandern Wechsel aus einem Land
ins andre; also die internationale Circulation
dann nur geführt durch Circulation v.
Creditzeichen. (544)
Sobald dies Gleichgewicht – u. darauf beruhende Auslöschung
wechselseitiger Schuld aufhört – muss gezahlt werden mit Metallgeld
Bemerkung
von Marx.
Schließen ⦗u. dies beginnt seine internationale
Circulation⦘; ⦗Metall geht auf
Reise.⦘ (545)
Zusatz von Marx.
Schließen Nach Herrn K. wird die
»передвиженіе« des Metalls aus einem Lande ins andre
hervorgerufen durch Unproductivität; nur die unproductive Unternehmung
braucht Metall zur Löschung ihrer Schuld; wenn die
Unternehmerei vermöbelt die freien Kapitale womit sie
arbeitete, wenn sie nichts daraus herausgearbeitet womit Schuld zu
löschen, bleibt ihr nichts übrig als sich an andre freie Kapitale (i. e. денги деньги) zu wenden zur Schuldlöschung.
(545)
Organ zum Ausdruck der Wechselverschuldung v. Ländern der Wechselkurs; drückt den Preis der Wechsel aus, i. e. der Creditzeichen, wodurch Schuld zwischen verschiednen Orten sich löscht. Dieser Preis hängt [davon] ab, wie gross Quantität dieser (internationalen) Wechsel im Verhältniss zur Schuld, die im andern Land zu löschen. Da die Quantität dieser Creditzeichen, die wechselseitige Verschuldung vorstellen, v. dem Grad der örtlichen (nationalen) Productivität abhängt, d. h. der Menge der f. Ausfuhr producirten Werthe, so drückt der Preis der Wechsel die örtliche (nationale) Productivität aus. Je niedriger letztere, desto höher der Preis der Wechsel. ([545,] 546)
Aber Credit kann to a certain degree das Gleichgewicht
herstellen, indem er der Unternehmerei das
freie Kapital liefert, nöthig zur
Schuldlöschung; aber dies nur temporär; er
ersetzt Schulden, deren Termin verfallen
durch neue Schulden, deren Termine erst später
verfallen. Dies thut er nicht nur zwischen den
einzelnen Unternehmern desselben Landes, sondern auch für die Beziehungen ganzer Orte (Länder) zueinander.
Hence Wechsel aufs Ausland, internationale Kreditumlaufsmittel, auch
dann zu haben, wenn die Landesproduction sich nicht
bestätigt in ausserhalb des Landes verkauften Waaren. Diese
Wechsel drücken Zutrauen aus in die
künftigen Früchte der Produktion,
die realisirt sein soll sollen bei Ende des neuen\verlängerten (Schuld)termins.
(546, 47) Die internationalen Wechsel drücken unter allen
Umständen den Zustand der Bedingungen aus, wovon
die Wanderung des Edelmetalls aus einem Land
in das andre abhängt; letztre hängt ihrerseits aber ab vom
comparativen Zustand der
Produktionsbedingungen in den verschiednen Oertlichkeiten.
Hence Wechselkurs dient als Regulator f. Banken für Zufuhr freier
Kapitale; zeigt ihnen Zusatz von Marx.
Schließen (!) ob
Missbrauch des Credits in gegebnem Land od. nicht.
(547)
Je nach dem Verhältniss zwischen Credit u. edlen Metallen
tritt Auswanderung der letzteren ein. ([547,] 548) Haben Misserfolge der
Production nicht alle ihre produktiven Eigenschaften ausgelöscht, so
kann sie noch rechnen örtliche u. fremde Leihkapitalien als Hilfstruppen auf
dem Weg des Credits. (l. c.) Es handelt sich
nur darum: zahlt’s für die
»Hilfstruppen« (die »freien«) od. können sie mehr Profite
Schließen mer Profitche machen auf
andrem Weg? (l. c.)
Zusatz von
Marx.
Schließen
Discont.
Der
Preis des Leihkapitals hat sehr
verschiedne Formen; an ihrer Spitze, wichtigste, Discont; seine einfachste Funktion Ausdruck
des Preises des
freien Capitals in seiner metallnen
Geldform. Der
Preis einer Waare = bestimmte Menge Geld.
Was meint aber Preis des Geldes
selbst? Aber an gegebnem Ort u. in
gegebner Zeit x Geld = x Geld, u. nicht
= > < x Geld. Differenz zwischen x Geld u. x Geld nur möglich,
wenn sie differenzirt durch Ort- oder
Zeitdifferenz. Ohne solche Differenz hat Austausch von Geld
mit Geld weder theoretischen noch praktischen Sinn. Discont drückt verschiedne Bedingungen der Zeit aus;
der
Wechselkurs verschiedne Bedingungen der
Oertlichkeit. Der
Preis gegebner Menge Geld ausdrückbar in
andrer Geldmenge; wenn verglichen mit derselben Geldmenge in andrer Zeit u. an andrem Ort. Da aber hier
Preis des Geldes ausgedrückt
wird in gleichartigen – nämlich in Geld, so muss der Unterschied
zwischen den beiden Geldmengen in Plus od. Minus, Zuwachs od. Abschlag
|74 sich ausdrücken [in]
einer der beiden Geldsummen, die gegen die andre
ausgetauscht wird. Wie nun der Zuschlag od. Abschlag
gekauft werde, Zins oder Discont, Agio od. Disagio od.
einfach Procentcher, gleichgültig. Zins u. Agio, Discont u.
Disagio selben Inhalts. Entweder wird für das
empfangene Geld mehr Geld returnirt oder f. das returnirte Geld empfangen
weniger; Verlust für den, der zahlt od. Gewinn für den, an
den gezahlt wird. Erstres Abzug\Abschlag (Discont u.
Disagio), zweites Zuwachs (Zins od. Agio)[.]
Discont u. Zins
drücken Zeitdifferenz, Agio u. Disagio
Ortsdifferenz aus. (548–50)
Discont drückt jedoch nicht nur den
Preis des
freien Kapitals aus, sondern jeder reinen Kaufkraft, so weit ihr Preis
dem Einfluss von Zeitbedingungen unterworfen. Diese
Bedingungen können rein ökonomische sein, aber auch politische etc, deren Einfluss sich über
ihre eigne Sphäre erstreckt u. in ökonomische umwandelt. Unter
diesen Einflüssen können Zustände entstehn, worin Baares werthvoller wird als alles andere. Das
Kapital kann allerlei befürchten: 1) erstens
Lebe u. Tod zu riskiren Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗ob es heiler Haut
od. verkrüppelt od. gar nicht zurückkehrt[⦘]
;
2)
zweitens: wenn es im selben »quantitativen« Umfang, in derselben
Geldgrösse zurückkehrt, worin ausgegeben, ob es zur Zeit seiner Rückkehr nicht mit weniger Kaufkraft
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗diese Phrase kann nur diesen Sinn haben:
geringeren relativen Werth
verglichen mit Waaren, od. aber geringere Verwerthbarkeit, minder Procentche bringend, als
Geldkapital⦘
zurückkehrt. Je nachdem setzt das
Kapital die ordinäre Procentche-Assekuranzprämie zu u. kann sie, je nachdem, doppelt
zusetze, für casus 1) u. casus 2). Die
Assekuranzprämie tritt dann in Discont hinzu zu den auf
die Zeitdifferenz begründeten »normalen« Procentchen.
Je schlechter die Umstände für die
laufende Unternehmerei u. ihre Placements,
desto grösser die Macht des
Kapitals (Geld) über sie; desto grösser Discont Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗u. darin steckendes
Garantie-Blechen⦘ Jede Unternehmerei eo
ipso, by its very nature, kann fehlschlagen; wenn
sie daher auch »Vertraue« einflösst, so birgt sie doch
schon in sich zugleich Grundlage des
Misstrauens. Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Das Viech
reducirt discont nur auf mögliches
Misstrauen; als ob irgend einer sein Geld hergäbe um es nur
„unversehrt“ zurückzuerhalten; aber K. schon ganz
judenbörslich verpestet; man verleiht an sich blos Glas aus
Begeisterung f. die Entwicklung der
Produktion.⦘ Je besser das Geschäft geht (u.
je mehr Zutrauen dazu), desto geringer
Garantieausgaben für Unversehrte Rückkehr
des ausgepumpten Kapitals u. desto gleichgiltiger
die
Daseinsform des Kapitals
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Dasein als in dieser od. jener Gestalt v.
Waare⦘. Wenn also Discont
niedrig, drückt er den Preis
des Kapitals überhaupt aus, in welcher Form es immer existire.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Ausser der Geldform hat
das Kapital aber nur 2 Formen, die v. Productivem Kapital od. die von Waarenkapital⦘
Andrerseits,
grösste
Ausgaben f. Garantie der Unversehrtheit des
Kapitals concurrent der
Nothwendigkeit einer Form des Kapitals vorzugsweise
Bedeutung zu geben. D. h. Discont erhebt
sich gleichzeitig mit grösster Nachfrage namentlich nach
freiem (i. e. Geld)Kapital. Im ersten Fall ⦗wo Ueberfluss an
»freiem« Kapital⦘ drückt Discont den
Preis des Kapitals (abgesehn v. seiner Form)
überhaupt aus, im zweiten Fall ⦗bei beschränkter Zufuhr v. »freiem«
Kapital⦘ drückt er den Preis
des »freien« geldlichen Kapitals im Besondern
aus. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Dies alles nur wahr cum
grano salis; Discont kann jahrelang niedrig stehn bei
schlechtem Geschäft; Menge v. „freiem“ Kapital, d. h. in Geldform „unthätigem“
Dasein des Kapitals, aber nur wenig davon
verwandelt sich in „Leih“kapital. Ebenso umgekehrt kann hoher Discont
entgegengegesetzte entgegengesetzte Bedeutung haben.⦘ ⦗Und zwar gerade weil Discont –
mit dem Stand des Profitche machen mehr zu
thun als mit dem blossen Vertrauen u.
Assekuranzprämie.⦘
Je mehr die fliessende Unternehmerei im
Zug
u. über Kapital in jeder Form verfügen kann, desto weniger braucht
sie Geldkapital u. vice versa. Weite Entwicklung
des Credits u. niedriger Stand des
Disconts 2 Folgen einer u. derselben Ursache, nämlich der
Productivität der fliessenden
Unternehmerei, sind daher gleichzeitig
;
ebenso
hoher Discont u. Contraction des Credits 2 gleichzeitige Folgen
der
Unproductivität der fliessenden
Unternehmerei. Relative Höhe
des Disconts u. relativer
Umfang des Credits stehn also in keinem
ursächlichen Verhältniss zueinander;
(550–53)
|
Die Erfahrung zeigt:
- 1) Erweiterung des Credits ruft meist Erhöhung des Disconts hervor, indem sie Nachfrage nach »Kapital« vermehrt u. dadurch seine »Zufuhr« vermindert.
- 2) Niedriger Discont ruft oft keine Erweiterung des Credits hervor, indem Unternehmerei es keineswegs immer »profitlich« findet jede Verwohlfeilerung des Geldkapitals auszunutzen.
- 3) Hoher Discont ruft nicht immer Contraction des Credits hervor; kann die Unternehmerei ergiebig sein, auch wenn »theuer«.
- 4) In welchem gedrückten Zustand auch Credit, Unternehmerei sucht stets Kapital »wohlfeil« zu fischen. (553)
Für die Banken, in deren Disposition das Geldkapital, bestes Criterium des laufenden Geschäfts die relative Intensivität seiner Nachfrage nach Baarem; je weniger es andere Mittel zur Schuldtilgung hat, desto zeitgemässer hoher Discont; hence die banks, in denen sich das freie Kapital concentrirt, gezwungen Discont zu erhöhen, sobald baares Geld anfängt ihnen in grösserem Mass ab- als zuzufliessen. (554)
Der Unternehmerei immer nützlicher (profitlicher) #e459
(profitlicher) BISUrsächelcher°] Bemerkungen in Klammern und
Hervorhebungen – außer „Beginn“ – von Marx.
Schließen
ihre passiven Obligationen (die aus Käufen fremder Waaren entspringen) zu decken
durch
active Obligationen (die aus Verkäufen ihrer eignen Producte od. v. ihren
gekauften Waaren) entspringen Waaren entspringen). Gelder ihr nur nützlich bei Beginn ihres »Geschäfts« od. wenn für
den Beginn nicht bei ihr vorräthig active Obligationen, die sie in Bewegung setzen kann. Vom
Erwerbsstandpunkt aus Geld im
Allgemeinen die
theuerste Sorte Kapital. Seine
»Conservirungs«(Kapitalerhaltungs-)eigenschaften nur negativer
Natur, sichern vor Verlust, bringe nix ein. Ihre
»Circulationsfunktion« kann
Schließen kenne eben so gut durch
»Creditmittelcher« remplacirt werde. Also Nothwendigkeit für Baares riecht schon nach ebbes Unkauschres;
besser wenn Gelder allzumeist nicht nöthig
Schließen »nethig«, nach Bank gebracht »werde«.
Concentrirung v. »Geldercher« in Banken erweiterter Umfang ihrer
Depositcher auf laufende Rechnung zeige hin auf »gut«; Abfluss
der
Geldercher aus Bank auf »faul« – Geschäftlerei.
Nicht-erhöhung v. Discont, niedriger Discont, wenn der
Zeiger
Schließen Zeicher auf dem Bankzifferblatt auf
»faul« steht – wäre in Widerspruch mit alle andere gleichzeitige
Umstände. Auch schon »nethig« zur Gegenwirkung gegen die
Unternehmerei, die unter alle Umstände die Geldcher »wohlfeil« habe will. Erhöhung des
Disconts gegenwirkt dann die
Schließen de Umstände, die dran
arbeite dem Credit »Au Wai!« anzethun. Durch hohe Discontzahlung
schliesst Unternehmerei »bewaffnete Friede« mit die Feind, das
»Geldkapital«; hoher Discont stimulirt zur
Oekonomisirung, »Ersparnissen« in Geldform, sammelt sie, treibt zu ihrer
Concentration, bringt sie rascher in Umlauf. Dies aber nur wenn nur ekonomische Ursache das
Misstrauen in die Unternehmerei hervorriefen; u. namentlich
»aber auch« wenn diesen rein »ekonomischen«
Ursächelcher
so früh wie möglich zuvorgekommen u.
die
Anfänge
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗principiis obsta!⦘
stufenweis paralysirt, wenn ihnen nicht voller Spielraum zur Entwicklung
gelassen. (554, 55)
Die »Vertheierung« des
freie Kapitals, ausgedrückt in Discont od. Schwankungen
des Wechselkurses, zeigt dass die
Spannung der Nachfrage nach Baarem
nur anfängt ihre Kraft zu zeige; es leidet bei dieser Nachfrage u.
v. dieser Spannung nur noch die
laufende Unternehmerei (in ihrem Credit).
Dagegen kann die vergangne Unternehmerei u. ihre Früchte
ausser des zerstörenden
Einflusses sein. Kann dabei noch viele Umlaufmittel geben,
auch Edelmetalliger. Anders, wenn Funktion der Ersparung in
den Vordergrund tritt u. die
Gelder anfangen hauptsächlich die Rolle
v. freiem Kapital zu spielen. Die
beim Verkauf eingenommenen Gelder werden dem Umlauf
entzogen. Da die Verkäufe
abschliessliche, wodurch die Unternehmerei gegebne
Periode ihrer belebten Thätigkeit endigt, u.
beschäftigt mit
Rechnungsabschluss der Periode, so bildet dies
natürliche Pause im Geschäftsgang. Muss überlegt werde, auf welcher
Leiter mit dem erhaltne Resultate neue Periode zu eröffnen
Schließen neie Periode zu ereffne.
Hence nach Belebung des Geschäfts folgt nothwendig Contraction der Masse der
Umlaufsmittel u. change in Funktionen
des Geldes. Durch Zahlung
der Schulden nothwendig verkürzt der
Creditbestandtheil jener Masse. Die
Nothwendigkeit Kapitalien in freiem Zustand zu
haben verkürzt ihrerseits den
Geldbestandtheil der umlaufenden
Masse. Bleiben die
Waarenpreise
|76
dabei auf derselben Höhe, so diese Höhe mehr nominal
Zusatz von Marx.
Schließen (!?) Gewöhnlicher in solcher Zeit
flaue Stimmung der Märkte u.
Neigung der Preise zur
Erniedrigung. (555, 56)
Schloss die Bewegung Misserfolg ein, so zeigt sich das dreierlei:
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 1) Die
Unterbrechung tritt abrupter ein; Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 2)
Grössere Spannung in Nachfrage nach geldnem
Kapital u. grösserem Umfang dieser
Nachfrage
Ordnungsziffer von Marx.
Schließen 3)
Schlagende Dimension im Fall der
Waarenpreise. Kräfte
der Käufer falsch berechnet; ihre Mittel nicht
hinreichend den Producenten der Waaren zu so hohen Preisen
Zusatz von
Marx.
Schließen (die hohe Profitcher
einschliessen) zu ersetze; dann Konkurrenz unter
den Unternehmern, für seine liebe Person so viel als
möglich v. den »habenden« Mitteln in seine Tasche zu ziehn;
die
natürliche Nothwendigkeit der
Realisation (der Waaren) beschleunigt u. verstärkt
im selben Moment, wo Umstände ihr am ungünstigsten; so Flauheit
der Märkte u. sinkende Waarenpreise, die auch bei normalen Umständen
stattfinden, acut gemacht. Bei einzelnen Unternehmern zeigen
sich »Nichteinnahmen[«]; Zahlung
der Schulden wird schwierig; Unmöglichkeit auf laufende
Preise zu verkaufen verhindert ganze Reihe Erneurung v.
Obligationen, die sonst die alten ausgelöscht hätten; ganze Reihe v. Schulden, statt durch
wechselseitige Löschung, müssen durch Baares
gelöscht werden; daher
wachsende Nachfrage nach freiem Kapital;
Masse terminloser Obligationen zieht sich
aus Umlauf zurück aus Angst vor deren Geschäftsfäulnissgeruch; Wechsel,
deren Termin abläuft, mache Sorge; daher neue
Nachfrage (für ihre Deckung) nach freiem
Kapital; je weniger die
fliessende Unternehmung trotz Willigkeit zu
hoher Discontzahlung sich auf dem Weg des Credits
helfen kann, desto mehr fällt die
Last auf die vergangne
Unternehmung; drückt sich aus im Preisfall
der Waaren u. überhaupt
Werthe, worin sie bereits verkörpert. (556, 57)
Die Periode des
Einflusses der Banken tritt grade
in volle Wirksamkeit, wenn alle Interessen
des Tages concentrirt in Frage über
Stand des Geldmarkts im gegebnen Augenblick, über Zufuhr freier Kapitalien, in sofortiger Disponibilität. Dann haben die
grossen Centralbanken bedeutendsten Einfluss
auf Verkaufspreise v. Waaren (u. andren
Werthen) u. den
Intensivitätsgrad der Nachfrage nach
freiem Kapital. Damit auch ihr Einfluss auf’s industrielle Kapital u. die
Unternehmerei. Die
intensive Erweiterung
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗er versteht darunter die
Erweiterung
durch Geschwindigkeit⦘ der Circulation
hängt od. hing wenig v. ihnen ab; desto bedeutender ihr Einfluss auf Contraction der
Circulation.
D’abord durch die
Leichtigkeit, womit die Banken
wirken können auf Umfang der Wirkung der
Gegenseitigkeit des Credits, Gegenseitigkeit der
Zahlungen u. Schulden-Gegenseitigkeit.
Die Banken wirken
in
eine Kette wechselseitiger Schuld Masse einander persönlich unbekannter
Unternehmer.
Kommentar von
Marx.
Schließen ⦗voilà! wenn dies die
Tilgung, wechselseitige, erleichtert u. oft erst möglich
macht, macht es auch Masse in keinem Productions- u. Verkehrsverhältnisse zu einander
stehender Unternehmungen, at home and abroad, von einander abhängig,
verallgemeinert die Gefahr u. verwandelt
das Privatkapital, auf fortdauernder Basis
des Privatbetriebs, in Theil des
Collectivkapitals – u.
Collectivschuld.⦘ Banken können abschliessen od. (zur Erweiterung) aufschliessen diese Kette; hence stop das Streben der Unternehmerei zu
immer höheren »Profitcher«, stop
das Zurückhalten mit Verkauf u.
da immer mehr aufs Risico setzen; sie können sie zur Realisation zwingen, obgleich sie sie nicht verhindern
können, sich aufs neue zu verschulden, wenn sie selbst Leute finden,
die ihnen weiter creditiren wollen. (557–59)
Fängts an faul zu werden, so die ersten Strebungen der Unternehmerei: gerichtet auf Selbsschutz. Ihr gegenwärtiger Status schlimm, aber Zukunft! Um diese aber zu benutzen Leihkapitalien nöthig; sie brauchen die, die sie schon gepumpt, u. die sie daher nicht zu returniren streben; brauchen ausserdem neue Leihkapitale; grade wenn es ihnen schwer od. unmöglich die alten zu returniren, brauchen sie ausserdem neue; wenn ihr alter Credit bedroht, brauchen sie neuen zusätzlichen Credit; wenn er droht sich zu contrahiren, ihnen nöthig selbigen zu expandiren. Damit die Leihkapitalien den drangsalirten Unternehmern beispringen, muss müssen letztere höhern Discont zahlen. Mit Erhöhung des Disconts eröffnen die Banken daher ihren thätigen Einfluss auf Erweiterung der Zufuhr der Leihkapitalien. (559, 560) |
77
Die
Unternehmereimisserfolgnisse können verschiednen Characters sein; treffen
entweder nur einzelne Unternehmer dieses
oder jenes Geschäftszweigs; oder nur besondre
Unternehmungszweige.
Privatdeficiten auf einigen Punkten können Gleichgewicht halten mehr
bedeutende Erfolge auf andern Punkten; bei solchen Umständen können
Unternehmermisserfolge ohne allen Einfluss
bleiben auf die Mittel, wodurch
gelöscht werden Schulden auf Consumtion ausländischer
Werthe.
Dann haben die Misserfolge keinen
Einfluss auf Wechselkurs. Aber die Misserfolge können
»Misstraue« erregt haben, hence die Banken angegangen
werden v. ihren Creditoren die ihnen geliehnen Mittel zu
»returnire«. Noten u. cheques fliessen zu zur Einlösung v. Baarem; Noten u. cheques ziehn sich aus
der Cirkulation zurück u. damit nehmen ab die
Quellen von Leihkapital für die
Banken. Dann erhöhen Bank Discont;
können die Leute
Schließen kenne die Leit nicht
widerstehn dieser Lockspeise
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗der nämlich hehere Zins fer de Creditore
birgt⦘, so bewirkt
die
Disconterhöhung
Schließen Disconterhehung
vermehrte Zufuhr v. Laihkapital. Andrerseits, macht
der
erhöhte
Schließen erhehte Preis der Leihkapitalien
die Unternehmer vorsichtiger in deren Gebrauch;
vermindert die Nachfrage danach u. adaptirt sie so ihrer Zufuhr. (560, 561)
Sobald aber die Misserfolge derart, dass sie auch auf die internationale Bilanz wirken – i. e.(?) auf die Mittel wodurch fremde Waaren gezahlt werden – beginnen sie sich zu zeigen im Wechselkurs. Auch dann f. Banken Erhöhung des Disconts der erste Schritt; sie kann auf die ausländischen Besitzer v. Leihkapitalien denselben Einfluss ausüben, wie auf inländische; sie können die Edelmetalle, was auf dem Punkt aus dem Land zu fliessen, in demselben [Land] halten; in der Zwischenzeit operirt Unternehmerei; producirt Masse Werthe, die dirigirt werden können um durch sie zu löschen die Schulden (fremden), die die Unternehmerei auf sich genommen; Metall bleibt im Land u. sein Umlauf lokalisirt sich v. neuem. (561)
Aber Pech kann viel ärger sein; Misserfolg nach Misserfolg;
Allgemeines Angstgeschrei; Perioden der
Panic; Bemerkung von Marx. Womöglich bezog
sich Marx auch auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr.
658), in dem heute die Seiten 481–736 fehlen. Kaufman, S.
562, macht für die Krise von 1847/48 „politische Ursachen“
verantwortlich, nämlich die Revolution von
1848/49.
Schließen ⦗Sieh
den Blödsinn, den er sagt p. 562 (x
über Einfluss der Politik
auf Crise v. 1848⦘.
Wenn Periode v. Panic bevorsteht, Einfluss
der faulen Unternehmerei zeigt sich in Erscheinungen
nicht auf Geldmarkt, sondern auf Waarenmarkt; allgemeiner Fall der Waarenpreise; drückt aus gewaltsame Contraction des Credits
u. Zurückführung desselben auf normale
Grenzen; Anpassung der Preise zu den
Bedingungen der Productivkräfte u. Mittel – id est – Wiederherstellung des
Gleichgewichts, wenn auch verneuernde
Schließen
vernaijirende
. (561,
562)
Die
Banken durch ihren Einfluss auf Vermehrung
der Zufuhr der Leihkapitalien können
die Unternehmerei unterstützen nicht nur wenn auf richtigem Weg, sondern auch auf Abwegen. Der Credit tritt nur
allmählig aus seinem normalen Gleise
heraus; ganz wie die Production selbst. Aber die
Banken können
Schließen kenne Gefahr vorhersehn,
Discont erhöhen
Schließen erhehe u. durch richtige Regulirisung Regulirung desselben die Crisen paralysire. (563, 64)
Aber woher dann trotz alledem fortwährend
Crisen? Bemerkung von Marx. Marx verweist auch
auf sein Handexemplar (siehe MEGA IV/32. Nr. 658), in dem
heute die Seiten 481–736 fehlen. Kaufman, S. 564/565, gab
vier Gründe für die Wiederkehr der Wirtschaftskrisen an: 1)
die „Unwissenheit derer, die nicht unwissend sein sollten“,
2) die Langsamkeit, mit der sich das Erfahrungswissen über
den Umgang mit Krisen verbreite, 3) dass die Krisen jedes
Mal neue, bislang unbekannte Seiten zeigen, 4) dass der
„Unternehmergeist“ nicht nur mit Kreditkapital arbeitet,
d.h. die Privatwirtschaft mit eigenen Geldern arbeitet, auf
welche die Bankpolitik keinen Zugriff hat.
Schließen
[(]Sieh seine eselhafte Antwort darauf p. 564 ++ u. 565 nebst dortigen Randglossen.)
Bedeutung der Orts- und Zeitbedingungen für die
besondern Formen des Bankcredits.
Auf dem europäischen Continent die Umstände für Entwicklung
des Credits, verglichen mit England, noch zurück. Die
Summen der in jedem Moment producirten u. abgesetzt werden
müssenden Waaren, die Dimensionen der fliessenden
Unternehmung v. unzweifelhafter Productivität haben noch nicht so
kolossale Dimensionen angenommen.
Ferner:
Uebergang v. Naturalwirthschaft zu
Geldwirthschaft ereignete sich auf europ. Continent viel
später u. Masse Regierungs- wie privatwirthschaftlicher Verhältnisse
erst Ende des letzten u. Anfang dieses Jahrhunderts
überführt auf das freie Gebiet ihrer Geldschätzung. Bildung v. Metallschätzen verzögerte
sich, merkantilistische Periode dauerte
daher länger, Herrschaft |78
der Mittelklasse verspätet. Hence herrscht auch heute noch
auf europ. Continent Geldkredit über
Waarenkredit vor u. Löschung des Credits durch Geld
anstatt durch Credit; Geld
spielt auch noch grössere Rolle in seiner Funktion als
»Ersparniss«mittel u. zwar im asiatischen
Sinn. (565, 66) Das
Princip des Grossbetriebs
erfordert namentlich im Bankgeschäft grösste u.
stärkste Centralisation, die »natürliches« Monopol
besitzen. Aber die continentalen
europäischen Banken wollen künstliches, speciell um
ihren Noten die Weihe v. Geld ⦗wie Papiergeld zu sein behauptet⦘ zu geben. (567)
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗„Banknoten“ gelten hier selbst als
„Geld“, so weit sie mit dem Papiergeld (v. Regierungen) verwechselt werden od.
aber weil sie in „Geld“ direct einlösbar.⦘
Auf dem Continent (europ.) »Streben Schuld so viel als möglich durch Empfang v. Metallgeld zu liquidiren od. durch Kreditzeichen (Banknoten) die am raschsten in Metallgeld verwandelbar«. (567)
In England anders, in Folge höherer Entwicklung der
grossen Industrie
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗u. ditto entsprechend des
Grossbetriebs im Handel⦘
; sucht
Umlaufsmittel, gestüzt auf
Wechselseitigverschuldung u. braucht
Metallgeld od. darin on demand verwandelbare Banknoten nur als Repräsentanten von
freiem Kapital oder als Mittel es zu
empfangen. Zum Umlauf Geld u. Noten der grossen
Industrie nur nöthig, wenn sie die
Grenzen ihres eignen Bezirks überschreitet,
entweder an ihren Grenzen zusammenstösst mit
der kleinen Industrie (Kleinproducenten) oder
mit ausländischer Industrie; also für kleine
inländische Zahlungen oder für
auswärtige Zahlungen. Bemerkung von Marx. Marx verweist auf sein Handexemplar
(siehe MEGA IV/32. Nr. 658), in dem heute die Seiten
481–736 fehlen.
Schließen (cf. Randglosse, p. 568)
Allgemeine Niedrigere Entwicklungsstufe zwingt auch die grosse Industrie mit baarem Geld selbst in Fällen sich umzuschlagen, wo die höhere Stufe ihr die Möglichkeit gäbe blosser functioneller »Umlaufsmittel« sich zu bedienen. Operation der Banknotenausgabe erhält hier einen etwas modificirten Charakter, nicht weil ihre Natur sich ändert, sondern weil sie umstellt mit engeren Grenzen; sie dient nicht der Totalität des Processes der Cirkulation des Reichthums, sondern hauptsächlich der Vollendung u. Beschleunigung der Sorte Reichthum, Dargestellt im Geldnen kapital eines Landes. Darauf den Credit organisirend, stüzt sie ihn durch Geldzahlungen, worin sein Anfang u. Ende. Selbst die Wechselverschuldung hauptsächlich ausgenutzt zur Erleichterung u. Beschleunigung der Geldzahlungen, um Gelder freizusetzen, wodurch neue Zahlungen gemacht werden können auf Obligationen, aber nicht um damit dadurch unmittelbar diese Obligationen ausgelöscht werden. Die Depositoperation u. die Eröffnung laufender Rechnung erhalten ihre Bedeutung als Mittel zu centralisiren um die Banken nicht alle Kaufkraft, sondern nur die [Kaufkraft,] deren Quelle Gelder. Unter solchen Bedingungen hat das Zahlungsgeschäft nicht sein Centrum in der Bank. Hier wurden nur die Zahlungsmittel centralisirt. Ihre Consumtion (der Gebrauch der Zahlungsmittel) geht ausserhalb der Bank vor. Die Noten od. Cheques der Banken schöpfen ihre Kraft in Obligationen, die vorzugsweise begründet auf Nachfrage nach metallgeldlichem Capital; die efficacity dieser Obligationen nur solche, die zugelassen durch grösstmögliche Beschleunigung des Geldnen Capitals. Die Banken sammeln u. vertheilen es nur; ihre Mitwirkung besteht darin zu dieser Beschleunigung beizutragen, ihre Noten u. Chequen nur Bedeutung, soweit sie die Möglichkeit geben Gelder ohne Aufenthalt zu empfangen u. sie ohne Aufenthalt zu benutzen. (568, 69)
Der relative Grössenumfang der verschiednen Kreditformen gegeneinander hängt v. Orts- u. Zeitumständen, v. Gewohnheiten u. Sitten der commerciell-industriellen Welt ab. In England z. B., innerhalb des commerciell industriellen Kreises, im Gang mehr cheques als BankNoten. Letztere nicht angewandt für grosse Zahlungen, sondern circuliren mehr in mittleren Sphären, mehr in Consumtionsumschlag; dagegen spielt Cheque fast allein Rolle im grossen Umsatz; u. mit Wachsthum des letzteren wächst die des Cheque. Dagegen Bedeutung der Banknote wenig unterworfen dem Einfluss des ökonomischen Fortschritts. In Deutschland u. Frankreich Cheque wenig im Kurs; Banknote dient hauptsächlich als Geldsurrogat für grosse Umsätze. (599 569, 70) |
79Das Uebergewicht der Rolle eines od. des andern terminlosen Kreditzeichens hängt also v. individuellen volkswirthschaftlichen Bedingungen ab. (570)
Vollständig baar gedeckte Banknoten nur möglich, wenn der Bank direct verboten Noten auszugeben, die nicht baar gedeckt sind. Es genügt dazu nicht einmal, dass sie nur gegen Baares Noten ausgiebt. Z. B. Bank empfängt v. A 1000£ in Gold als Deposit. Sie kann dafür 1000£ Noten ausgeben. B verlangt v. ihr Noten für 1000£. Er muss dafür für 1000£ Geld deponiren. Sie kann auch dafür 1000£ Noten ausgeben. Sie hat jezt 2000£ Noten in Umlauf u. 2000£ Gold in der Kasse. Sobald sie aber dem Creditchen C v. diesen 2000£ Gold z. B. 1000£ in Gold vorschiesst, circuliren 2000£ Noten, wovon nur Hälfte in Gold gedeckt – od. sie darf gesetzlich nichts thun mit dem Gold ausser es für die ausgegebnen Noten in Kasse halten. Die Noten nützen ihr nichts u. sie verfügt nur über Golddeposits (zur Auszahlung an Schuldner, Creditche) wofür sie keine Noten ausgiebt. (571) Nichts desto weniger können die Banken durch die Verfügung über die Deposits auch dann ihren Einfluss auf Contraction u. Expansion des Credits ausüben, wie bei freier Notenemission. (572) Die Grenzen f. die Bank gleichmässig gesetzt durch Wiedereinforderung der Deposits wie durch Einwechslung der Noten gegen baar. (l. c.)
Wenn im Leben der Waarencredit schon grössere Dimensionen angenommen als der Geldcredit, müssen die Banken auch diesen erweiterten Credit organisiren. Ihre Noten können in solchem Fall platterdings nicht ganz gedeckt sein durch Metallnes. Hiesse verlangen, dass der grösste Theil der Creditbeziehungen ausserhalb ihres organisatorischen Einflusses bliebe u. dass sie auf höherer Entwicklungsstufe des Geschäftslebens dasselbe blieben, was sie auf mehr niedriger waren. Man ist daher gezwungen ihnen bis zu gewissem Mass nichtgedeckte (durch baares) Notenausgabe zu gestatten. Aber die Grenze ist willkührlich gezogen; aber in schwierigen Zeiten erschwert diese willkührliche Grenze noch das Pech, während sie in ruhigen Zeiten gar nicht wirkt. ([572,] 573)
In den Anfängen der industriellen Entwicklung (Mercantilperiode) müssen die Ersparnisse lange warten, bis produktive Anwendung für sie gefunden wird. Ausserdem politische Umstände solche, dass Eigenthum in Geldform seine sicherste Form. Macht dann das Wachsthum der Production Credit möglich, so ruft es ihn zunächst auf dem Geldmarkt hervor. Der Credit, dessen Funktion das klingende Geld weiter zu vertheilen, daher die erste Form des Credits. Er beginnt durch seinen Einfluss auf das Kapital in Geldform, Verstärkung seiner Productivität, Verminderung der Unterbrechungen in seiner Rentabilität etc. Nur sobald dies Feld völlig durch den Credit ausgearbeitet u. ihm hier wenig mehr zu thun bleibt, sobald die Profite aus diesen Operationen durch Konkurrenz auf ihr Minimum reducirt, wird dem Credit neues Feld nöthig. Fängt dann grössere Dimensionen auf dem Waarenfeld anzunehmen. Die Ausdehnung der Geschäftskenntnisse u. die der erweiterte Umfang der Production, die Hilfe die dabei die erste Form des Credits leistete, die geldliche u. die fortwährende Ergiebigkeit der Gelder, diese u. viele andre Umstände bereiten auf dem Waarenmarkt das Feld vor, worauf der Credit neues Gebiet seiner Einflüsse gewinnt. ([573,] 574)
Die Formen, worin daher Credit erscheint, nicht zufällig, sondern historischer Entwicklung der Production entsprechend. Banknote, Wechsel, Cheque, Depositschein etc an einem Ort in einer Zeit daher andre Bedeutung als an andrem Ort u. andrer Zeit. ([574,] 575)
Schliesslicher Einfluss des Kredits: Verwandlung der metallischen Circulation in gemischte.
So lang Creditzeichen nur Schuldzeichen zwischen Privatpersonen, die sie ausstellen, stehn sie in engem Band mit Persönlichkeit u. ihrem Geschäft in(?) gegebner Zeit, haben zufälligen Character. Mit weiterer industrieller commercieller Entwicklung muss ihnen dieser Charakter abgestreift werden; ihre Ausgabe muss besondrem Organ-institut zufallen (einem od. Gesammtumkreis v. solchen), in Verbindung mit möglichst grossem Kreis v. Geschäftsleuten, die Credit brauchen u. dem Institut stätige |80 Nachfrage nach Credit garantiren. Jeder Schuldschein repräsentirt Geldsurrogat, d. h. creditliches Umlaufmittel; aber seine Existenz zufällig, solang dies Instrument v. vereinzelter Privatperson abhängt; es verliert seine Zufälligkeit, sobald es zum Material wird, woraus Banksystem seine Surrogate schafft. Volkswirthschaftliches Interesse, dass die Ausbeutung des Credits nicht v. einzelnen Personen abhängig, daher nicht zufällig, sondern ununterbrochen. Sobald die Bedingungen dazu entwickelt verwickelt sich der Circulationsmechanismus; setzt sich zusammen aus einem Theil, der vorstellt Kapital vergangner Production u. andrem Theil, der vorstellt Credit, in ihren Resultaten noch nicht realisirte Unternehmerei. (575–77)
Anfangs spielen #e487Creditcirculationsmittel BIS
(Schatzbildung)°] Hervorhebungen – außer „gemischte“,
„industrielle Kapitale“, „Consumtionsvorräthe“,
„Leihkapitalien“, „Geschwindigkeit“, „Verlängerung“ und „nur
seine eignen“ – und Bemerkungen in Klammer – außer „(worin
Transportgeschäfte
eingeschlossen)“ – von Marx.
Schließen
Creditcirculationsmittel nur ganz untergeordnete Rolle innerhalb der Metallcirculation;
ihr Quantum (der Creditzeichen) selbst relativ gering. Erst
wenn sie bedeutend erweitert mit
der Entwicklung der Production selbst, wenn
augenfällig enorme Productionszweige ohne Hilfe
v. Leihkapitalien unmöglich, dann Circulation v. Creditzeichen hält Gleichgewicht
der
metallischen Circulation – dann gemischte Circulation fact, das jedem inʼs
Aug springt. Ein Theil der Werkzeuge dieser Circulation
schlägt um industrielle Kapitale u. Consumtionsvorräthe, andrer Leihkapitalien. So lang die
Circulation rein metallen allen sichtbar,
dass ihr Umfang u. Schwankungen abhängt abhängen v. Productionsbedingungen, Umfang
der Produktion, relativer Entwicklung der Communikationsmittel, Geschwindigkeit der Produktion; je rascher neue Reichthümer producirt, oder
alte Reichthümer reproducirt, desto rascher finden Gelder produktive
Beschäftigung. Je rascher dies, desto rascher finden
die Gelder nach Return neue Beschäftigung (Anlage),
desto weniger Grund für sie gegebnen Platz
zu verlassen, desto rascher schlagen sie selbst um. Aber
die Geschwindigkeit des Umschlags bei Abwesenheit von Credit od. rein metallischer Circulation bedeutet nur
Geschwindigkeit des Umschlags
der industriellen Kapitalien u. der Consumtionsvorräthe. Ihr enge Grenzen
gezogen in der Verlängerung der
Productionsprocesse (worin Transportgeschäfte eingeschlossen[)] od. in andern Worten in der Periodenlänge zwischen Beginn u. Ende
der Unternehmung. Wendet jeder nur seine eignen Gelder an, so klar, dass er
sie nicht früher umschlagen kann als nach
Periodenabschluss seines »Geschäfts«, woraus er seine Einkünfte
bezieht. Das
Wachsthum der Productivität drückt
sich zwar auch aus in der
Abkürzung der Zeit, erfordert für
die Einzelunternehmungen, um sie zu Ende zu führen u.
ihre Resultate zu erhalten. So weit der
Fortschritt der Productivität sich so
ausdrückt, beschleunigt er die
Geschwindigkeit des klingenden Geldes
auch bei rein metallischer Circulation; der so beschleunigte Umlauf entfernt pro tanto die
Vermehrung der Quantität des Geldes; aber wenn der
Productionsfortschritt, obgleich unverändert lassend die
Länge der Productionsperioden der einzelnen
Unternehmungen, sich ausdrückt in
Bei Kaufman, S. 580:
#R+пoяvlen^i^I#R-; Entstehung
Schließen Erscheinung neuer
Unternehmungen oder vergrössertem Umfang
der alten, so erheischt er
Vermehrung der Quantität des klingenden
Geldes. Darum galt in
Mercantilperiode, wo herrscht rein
metallische Circulation das Land für’s reichste, Bei
Kaufman, S. 580: #R+u kotoroj bylo#R-; bei welchem
war
Schließen wobei
am meisten klingendes Geld; dies nur bei der
Nation, welche die produktivere; Bei
Kaufman, S. 580: #R+narodъ#R-; das Volk
Schließen es allein
kann wohlfeiler (u. mehr) verkaufen u. darum fliessen ihm auch mehr
Gelder zu. Bedeutenden Einfluss auf die Menge des
Metallnen auch die Neigung der Bevölkerung sich
die Gelder als »Ersparniss«form
(Schatzbildung) zu benutzen. (579, 80) Regierungen unter solchen Umständen
fälschen Geld (ihr Regal) (um es zu vermehren) u. verbieten edle Metallausfuhr. Erstres soll Geld im Umlauf
vermehren, zweites ihren edlen Metallvorrath
u. zu diesem Zweck Industrie protegirt. (580)|
Sobald Credit entwickelt verhält er sich
nicht feindlich zum Metallgeld als
Umlaufsmittel, sondern nur zum Metallgeld in Form v. ruhendem »Schatz«. Wie alle übrigen
Productionsbedingungen, dirigirt er das
Metallgeld auf die Punkte wo sie es v. grösster Wirkungsfähigkeit. Da die
Umlaufmittel nur wirken durch die Kraft produktiver
Unternehmung (vergangner, laufender u. zukünftiger
[)], so hiesse Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗u. dies bei
Law
in Frankreich der Fall⦘
Regierungsmonopol auf loanable
capital; auf
Alle Habe, die ihr Eigner nicht unmittelbar selbst beschäftigen
kann; alles dies müsste sofort der Regierung zur
Disposition gestellt werden, wenn diese Regal auf
kreditliche Circulationsmittel; dies Regierungsmonopol
meist nur beansprucht auf eine Sorte kreditlicher Umlaufsmittel –
Banknoten. (Banknotenausgabe.) Behaupten dann Banknoten seien ganz verschieden v. andren Schuld- od. Creditzeichen, nämlich Geld, u.
ihre Ausgabe also zum Regierungsregal
gehörig. Solches Regal heisst aber
Regal auf
die terminlosen Leihkapitalien, die durch
Banknotenausgabe gefischt werden; aber dem müsste auch entsprechen
Verpflichtung der Regierung
profitliche Beschäftigung für solche Kapitalien zu suchen u. zu
finden. Ebenso wenn die Regierung aus
Banknotenausgabe Monopol gewisser
Privatinstitute (eines oder mehrerer) macht. Sie übermacht dann ihr s. g. GeldRegal an gewisse Compagnie;
dann geht aber mit dem Recht der Regierung auch
ihre Pflicht an die Compagnie über; die Bank –
verlangen die Interessirten dann – soll dann nicht nur f.
ihr eignes Interesse die
Notenausgabe exploitiren, sondern das des ganzen Landes, i. e. des
Handels u. der Industrie, wie es
dann lautet Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗(Seitens der
Mehrwerthfabrikanten)⦘ Ihre eigne Gefährdung soll sie also bei Notenausgabe
nicht ängstlich abwägen; selbst ihre »Auflösung« nichtsbedeutend,
verglichen mit »allgemeiner Wohlfahrt«. Sie soll nicht »beengt werden in ihren ZettelAusgaben« od.
aber beitragen zur »Verwohlfeilerung des
loanable capitals«. Darauf kann
Monopolbank nichts antworten. Die
Banknote fischt unter allen Umständen,
soweit auf Credit ausgegeben – nach Lehnkapitalien v. nur wahrscheinlicher Existenz, also
stets problematischer Existenz. Wie dies Monopol
»gesetzliche\[gesetz]mässige«
obgleich schädliche Forderung v. Notenausgabe hervorruft, so solche bezüglich des
Preises des loanable capitals. (582–85)
Credit verhindert Erhöhung des
Preises der
Leihkapitalien über normales
Zusatz von Marx.
Schließen (!)
Mass, bedingt durch die in
bestimmtem Land vorhandnen Productionsbedingungen – mittleres Niveau der Rentabilität
(Einbringlichkeit) Aber dies
mittlere Niveau der
Verwerthbarkeit sehr schwanke
Grenze, schon weil bewegliche Grenze. Grösstmögliche Conkurrenz liefert die grösste
productivity, hence die Minimalgrenze
der Verwohlfeilerung der
Leihkapitalien abhängig v. der Productivity.
(585) Frei konkurrirende Banken suchen v.
selbst jede Sorte Leihkapital; monopolisirte
brauchen das nicht, unterliegen daher dem Vorwurf
absichtlicher Vertheuerung. (585, 86)
Gemischte Circulation adaptirt sich mit grösserer Schmiegsamkeit den jedesmaligen Bedürfnissen des Landes, örtlich u. zeitlich. Extensive (quantitative) Expansion u. Contraction für die rein metallische Circulation oft nothwendig; kann sonst nich nicht auf beträchtlicher Stufenleiter die Masse ihrer nützlichen Wirksamkeit vermehren. Aber intensive Extension u. Contraction stets theuer; sie bedeuten Vermehrung od. Verminderung des in edlem Metallvorrath existirenden volkswirthschaftlichen Kapitals eines Landes. Diesen Vorrath zu vermehren od. Theil davon aufzugeben stets stösst oft auf Widerstände; diese abgeschwächt in dem Masse, als die Circulation sich auch intensiv (qualitativ) ausdehnen u. contrahiren kann vermittelst Vermehrung od. Verminderung der kreditlichen Umlaufsmittel. Dank ihrem creditlichen Bestandtheil ist der Circulationsmechanismus in näherem Band mit, directerer Abhängigkeit von, den Productionsbedingungen; ihre Bewegung entspricht den Schwankungen dieser; expandirt od. contrahirt, je nach dem Quantum Arbeit, welches die Productionsbedingungen ihnen zumuthet zumuthen. (586)|
82Hence keine Regulirende Kraft nütze; weil nichts besser den Cirkulationsmechanismus reguliren kann als es die Productionsbedingungen spontan thun. Diese Productionsbedingungen bleiben tadelloser Regulator, so lange sie das halten, was sie im Anfang versprechen, nämlich wirklich Produktionsbedingungen zu sein. Hören sie auf, das zu sein, so beginnt Zeit der Crise. Die gemischte Circulation selbst bleibt ausser Einfluss der Crise in ihren wichtigsten Bestandtheilen, so lange die Banken alle ihre Obligationen gegen das Publicum erfüllen u. nur die Privatobligationen der Geschäftsleute gegeneinander nicht erfüllt werden. Krise drückt sich dann aus in destructivem Fall der Waarenpreise u. Masse v. Privatbankerutten. Crisen berühren die Körner (зерна) der gemischten Circulation selbst, sobald Zahlungsunfähigkeit sich auf die Banken selbst erstreckt u. diese auch anfangen ihre Obligationen nicht zu realisiren. Dann zeigen sich in der gemischten Circulation faule Elemente. Verderb dringt ein in die gemischte Circulation selbst. (587) Aber völlige Unversehrbarkeit schon nicht zu sichern rein metallischem Circulationsmechanismus, u. noch viel weniger gemischtem. Die rein metallische leidet schon von Werthschwankungen der edlen Metalle selbst. Ferner: Aus politischen etc Ursachen können die Cirkulationsmittel entzogen werden, sich in bedeutendem Umfang in Schätze verwandeln. Oder die edlen Metalle können in Folge von Productionsdeficiten in Länder forcirt werden aus denen sie nicht zurückkehren, z. B. Nothwendigkeit Baumwolle nicht in den U. States zu kaufen, sondern im Osten, Zahlungen für chinesische Seide etc. (587, 88)
Von Regierungsmassregelei ungehemmte freie Bewegung macht die Crisen akut u. schliesst sie damit in enge Grenzen ein. (590)
III) Grenzen der Regierungshilfsmittel.
A) Sicherung v. kurzterminiger Staatschuld u. ihre Grenzen (Sieh Fortsetzung u. Schluss Heft II)
#e496Index BIS 13)°] Dieses
Inhaltsverzeichnis hat Marx hier eingetragen, nachdem er im
nachfolgenden Exzerptheft die Bemerkungen und Exzerpte auf den angegeben
Seiten geschrieben hatte. – Die Gliederungskennzecihnungen „A“, „B“,
„1)“, „2)“ und „3)“ sowie die dazu notierten Überschriften stammen von
Marx. – Die Seitenziffern beziehen sich auf Marx’ nächstes
Exzerptheft.
Schließen Index zu Kaufman. Heft. II.
- A) Kurzterminige Staatsschuld u. ihre Grenzen. (kurzterminige u. terminlose Obligationen) (1, 2)
- B) Anormale Regierungsmittel.
- 1) Papiergeld.
- Seine Natur. ⦗Sieh meine Note über Crisen; Freies Leihkapital u. das ursprüngliche »freie« Kapital, i. e. disponible Arbeitskraft etc. p. 2–5⦘
- Wie die Regierung mit ihrem Papier industrielles Kapital in Leihkapital verwandelt. Ihr Papier bloss Schuldzeichen, nicht Creditzeichen; ihr Schuldzeichen circulirt durch den Zwangskurs (in Circulation geworfne Regierungsautorität) Der Umlauf verwandelt nicht in Capital was keins ist, obgleich er das blosse Schuldversprechen der Regierung v. einer Schulter auf die andre wälzt. (6) (Papiergeld Ueberträgt nur Reichthum v. einem zum andern) kann auch »Schatzform« annehmen innerhalb bestimmter nationaler Grenzen.
- Zwangskurs (Cours forcé) u. Zwangsumlaufbarkeit (legal tender)
- 2) Marktpreis u. gesetzlicher Zwangspreis des Papiergelds. (Reaction (u. dadurch theilweise Paralysation der Wirkungen des Papiergeldseffects) durch volkswirthschaftliche Productivität.) Agio u. Disagio. (7) Agiogeschäft (ib.) (9, 10) In Circulation der Banknote erhält Bank zinslosen Credit von Publicum (7) Papiergeld u. international bills of exchange (p. 8) |83 Papiergeld u. Waarenpreise (10, 11) (Gegensatz zwischen Papier u. Creditgeld. (11)
- 3) Wechselkurs im Papiergeldland. (12, 13)
- 1) Papiergeld.
Inhalt:
Zitiervorschlag
Karl Marx: Heft I (1878). In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, Bd. IV/25, bearb. v. Timm Graßmann, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M0012596. Abgerufen am 08.08.2026.