[Inhaltsverzeichnis von
Engels]
Juni 1876.
| 1) | Kirchbach, | Handbuch der Landwirthe | S. 1–2. |
| 2) | Revue de deux Mondes 15 Nov. 87 78: | ||
| a) Leroy Beaulieu, Rus. Peasants. | S. 3–8. | ||
| b) La crise économique en Allemagne | 〃9. | ||
| c) Bonnet, l’expérience nouvelle du papier-monnaie | S. 9–13. | ||
| 3) | Utiešenović, | die Hauskommune der Südslaven 1859. | S. 16–49. |
| 4) | Cardenas, | Prop. terr. en España Heft III Schluss | S. 44–86.| |
Heft e
Anfang Juni 1876.
1) Kirchbach (Birnbaum): Handbuch der Landwirthe (1873) (p. 1, 2)
2) Leroy Beaulieu (Russian Peasants) t. 18. 15 Nov. 1876 (p. 3–8)
3) Revue de deux mondes (selbe Nummer) La Crise Économique en Allemagne. (p. 9)
4) Revue de deux Mondes (selbe Nummer) Victor Bonnet: L’Expérience Nouvelle du Papier-Monnaie (p. 9–13)
5) Cardenas (Fortsetzung u. Schluss II Band) (p. 14, 15) u. (p. 44–86) (Das vorhergehende Heft:
6) Og. M. Utiešenović: Die Hauskommunionen der Südslaven. Wien. 1859 (p. 16–43)|
J. von Kirchbach: Handbuch für Landwirthe oder Zusammenstellung der Grundsätze, Ansichten und Angaben verschiedener Schriftsteller in Betreff der wichtigsten Gegenstände der Landwirthschaft. Th. 1. Hrsg. von K. Birnbaum. 8., abermals verm. u. umgearb. Aufl. Berlin 1873.
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Kirchbach (Birnbaum) Handbuch der Landwirthe
(1873)
Erster Theil. Erstes Kapitel. Vom Boden.
1) Ackererde:
Alle Feldcultur beginnt mit Flächen, deren Krume vorhin schon eine reichliche Menge Humus aufgenommen; daher alle [Felder] an den mineralischen Pflanzennahrungsmitteln, die der Humus bei seiner Verwesung hinterlässt, einmal reicher gewesen als später; die Ackererde verarmte, bis man anfing sie zu düngen. (4, 5)
2) Schichtung. (Krume u. Untergrund)
Erd[-]Krume nimmt einen Raum auf der Erdoberfläche ein – Lagerort. Letztrer absolut (bloss der Raum, den eine Bodenmasse ausfüllt[)] betrachtet: 1) die Tiefe od. Mächtigkeit einer Krume; 2) die einzelnen Schichten v. denen sie v. oben nach unten besteht.
Relativer Lagerort (mit Rücksicht auf die Umgebung des absoluten Lagerorts) 1) mit Bezug auf die nächste Umgebung, wobei a) die Sohle od. der Untergrund betrachtet, b) die Decke derselben; 2) mit Bezug auf die weitere Umgebung betrachtet a) die Beschaffenheit der angrenzenden Erdoberfläche (Nähe v. Gebirgen, Felsen, Ackerland, Gewässern, Waldungen, Städten, Fabriken u. s. w.) und b) das v. dieser Umgebung abhängige Klima der Gegend. Tiefgründiger u. flachgründiger Boden. (5, 6) (§ 153) ⦗Tiefgründiger Boden erlaubt dichteste Saat; besseres Wasserverhältniss; mehr Schutz gegen Frost; enthält mehr Nahrungstoffe u. giebt sie allmähliger ab als flachgründiger v. gleicher Art. Bedarf ungleich weniger der Ruhe u. künstlichen Düngung; erneuert sich selbst durch periodisch abwechselnde Bebauung v. flach u. tiefwurzelnden Gewächsen; indem bei ihrer Verwesung die flachwurzligen Gewächse seine obre Krume, die tiefwurzelnden seine untern Lagen mit neuen Nahrungstoffen versorgen.⦘
Für Oberboden giebt Schema: 1) Verwesungschichte; 2) Humusschichte[,] 3) Rohbodenschichte = Mineralsalzschichte, 4) u. 5) Grundboden (Näher p. 6)
Beim angeschwemmten Boden: das obere Flötz, d. h. die Schlemniederschläge Schlemmniederschläge (Ackerflötz) u. das untere Flötz, Trümmerflötz (trocknes Gestein, meist Geröll u. Geschiebe); jedes derselben kann wieder aus mehren Schichten bestehn. (7)
Das Ackerflötz besteht aus Obergrund (Ackerkrume) u. Untergrund (Ackersohle). Die Ackerkrume
besteht aus der v. Atmosphäre überflutheten
oberen Lage; besteht aus dem in Folge natürlicher od.
künstlicher Düngung entstandnen u. daher mehr od. minder mit Moderstoff (Humus) geschwängerten Dammerde; man berechnet sie meist nach
der Tiefe, bis wohin man Boden bei seiner Bearbeitung zu
Feld mit Pflug aufzureissen u. zu lockern pflegt; also sehr verschieden nach seiner Beschaffenheit, Landesgewohnheit, eingeführten Bei Kirchbach, S. 8:
Bewirthschaftungsmethode
Schließen Wirthschaftsmethode. Moorboden ist durch u.
durch Dammboden. Untergrund (Ackersohle)
der ganze übrige unter der Dammerde lagernde s. g.
wilde Boden. Lichtere Farbe als bei der in Anbau stehenden
Ackerkrume; oft nur eine u. dieselbe gleiche Masse bei Lehm- Löss- Klei- u. Moorboden, im
Gehalt oft sehr merklicher Unterschied, indem hier der
Untergrund mehr Garerde, oft auch ganz andre Mineralfragmente enthält. (8)
Schichtenfolge in den Marschländereien an der deutschen Nordseeküste in absteigender Linie (8 ⎰)
Chemischer Unterschied dabei: Bis zu gewisser Tiefe tritt v. der Oberfläche die Luft in die Erdschicht u. übt ihren Einfluss. In grösserer Tiefe endigt dieser Einfluss, durch grösseres Zusammenpressen der Schichten, wodurch die Luft nicht mehr durchkann, od. weil Sauerstoff der Luft in den höheren Schichten zur chemischen Wirkung verbraucht ist. Beide Schichten im Ackerboden scharf unterschieden, wenn stillstehendes Wasser im Untergrund; dann Wasserspiegel scharfe Grenze der Schicht, welche im Oxydationszustand verkehrt; über demselben kann die Luft Einfluss ausüben, unter demselben Morast. Bodenarten, worin beinahe keine Veränderung des darin befindlichen Wassers stattfindet u. welches überdiess dicht an die Oberfläche des Bodens reicht; diese Bodenarten auch in der Ackerschicht – Moräste – kalte od. saure Bodenarten – oxydirende Einwirkung der Luft gar nicht od. nur sehr unvollkommen. (8, 9 ⎰)
Die Verwandlung des rohen Bodens in Ackererde (Liebig p. 9,
Ausdruck von Marx.
Schließen i. e. Vertiefung
der Ackererde.)
Im Allgemeinen – Krume die Schicht, die unter dem Einfluss der Bearbeitung durch die Atmosphärilien gelockert u. mürbe geworden (9)|
2
3) Bestandtheile u. Benennungen des Bodens.
Klay (in England u. Niedersachsen) der thonichte Boden; enthält er über 30% reine Thonerde, [so ist er] zum Ackerbau ungeschickt; das übrige besteht grösstentheils aus Kieselerde, Kalk- u. Eisentheilen. (9) Lehm, wenn Quantität des Thons geringer, die v. Kieselerde u. Sand grösser. Ist der Gehalt des Thonbodens noch so gross, dass er bindet, heisst er fetter etc Lehmboden; wenn mässig feucht, leicht zerkrümlich, geringen Antheil Thonerde – magerer (sandiger) etc Lehm- od. Mittelboden; enthält er nur wenig Thon, etwa 5% – so lehmiger Sand, leichter Boden. (9, 10)
Mergel, Kalkerde mit Thon gemischt, etwa ½ desselben; Kalkmergel, wenn Kalk die andern Bestandtheile überwiegt, Thonmergel, wenn Thon überwiegt; Sandiger Thon- od. Kalkmergel, wenn viel Sand darunter; thonigter Kalk, wenn Kalk ¾ od. drüber in der Mischung ausmacht, kalkigter Thon, wenn umgekehrt. Oft auch mit Vitriolsäure gesättigter Kalk in dieser Mischung, dann gegypster Mergel, gypsiger Thon etc (10)
Mittlere Tiefe
Zusatz von Marx.
Schließen (all diess aus Engl.
Landwirthschaft) 6 Zoll
(l. c.) (Thaers
Classification
p. 11) (Note)
Flugsand; Sandboden; Kieselgrund, Kiesgrund; u. Steinfeld (alles nach physischer Beschaffenheit u. Grösse der Körner) (12 ⎰)
Salziger Marschboden, in Schottland Carses besteht aus den feinsten, durch fliessendes Wasser abgespülten Theilen reinen Thons, auf flache Gründe an dem Meergestad abgesetzt, durch den Zurücktritt der Fluth gebildet, mit Seeproducten bereichert. Fruchtbar, ebne Oberfläche, beträchtliche Tiefe, geräth hier f. die Cultur der geschätztesten Früchte. (Sinclair. 13) ⦗ib. ⎰ was derselbe Sinclair sagt, dass jeder Boden durch beharrliche Benutzung als Acker während mehrer Generationen, Anwendung tüchtiger Düngungsmittel, u. wo nöthig Beimischung v. Thon, wo Sand, v. Sand, wo Thon vorwaltet, in Lehm umgewandelt werden [kann].⦘
Hundeshagen [giebt eine] geognostische Classification, nach Verfallen Zerfallen der Gebirgsarten in fruchtbare od. minder Bodenarten. (13)
Die sämmtlichen Mineralien – nach Senft – die für die Bodenbildung v. Wichtigkeit, erscheinen als:
- kieselsaure Doppelsalze (Doppelsilicate) wie die Arten des Feldspathes. (Albit, Labrador u. s. w.), Glimmer, Talk, Serpentin, Augit, Hornblende – fast sämmtliche Gemengtheile der gemengten crystallinischen Felsarten;
- Kohlensaure od. schwefelsaure Kalksalze (Kalkstein, Mergel, Dolomit, Gyps)
- Schwefelmetalle – wie Eisenkies;
- Oxydule des Eisens;
- Festgewordne Kieselsäure – sämmtliche Quarzarten. (15)|
Anatole Leroy-Beaulieu: L’Empire des Tsars et les Russes. In: Revue des deux Mondes. T. 18. 15. November 1876. S. 241–288.
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Revue des deux Mondes. t. 18, 15 Nov. 1876. (cf. vom selben
Verfasser. Revue du 1er avril, 15 mai, 1er août 1876.): L’Empire des Tsars et les Russes. II.
Les Classes Sociales. IV. Le Paysan, la famille patriarcale et le Communisme
agraire. Par M. Anatole Leroy
Beaulieu.
Zusatz von Marx.
Schließen Er behauptet, dass: le paysan n’est en réalité que
l’usufruitier du lot par lui racheté. (p. 242) Le rachat a été fait d’ordinaire
par communes. (242) (Spricht v. historien Solovief als auf Seite des
Beljaeff) (Mackenzie Wallace in
MacMillan’s Magazine, June 1876)
Ce qui est vraisemblable même, c’est que l’établissement du servage et la solidarité des impôts ont rajeuni, ont fortifié au fond du peuple un mode de propriété dont, sans cela, la Russie fût peut-être sortie aussi bien que les autres peuples de l’Europe. (246)
»chez des populations nombreuses, pressées sur un sol restreint comme en Grèce et en Italie, le dieu Terme a pu de bonne heure être une divinité révérée, un des gardiens essentielle essentiels de la vie sociale. En Russie, où le sol était vaste et la population diffuse, les hommes devaient être longtemps avant d’avoir besoin de recourir à un pareil culte.[«] (247) Citirt Tacitus: „Facilitatem partiendi camporum spatia praestant“
In Gross Russland – ganz Moscovie – Privat[-] u.
Ausdruck von Marx. Bei Leroy-Beaulieu, S. 247: paysans de la
couronne
Schließen Staatsbauern – herrscht propriété collective ausschliesslich.
(247) (immense région de la Néva à l’Oural) (dort nur 1–2 p. cent Bauern haben
individuelles propriété u. diess meist neu, mit den partages faits par
l’émancipation) In occidental Russia, wo Schweden u. Polen geherrscht, herrscht
individuelles Eigenthum; in eigentlich Lithuanien (gvts Kovno u. Wilna[)] u. 3 baltischen Provinzen nur
individuelles Eigenthum; letzteres selbst eingeführt in gvt. Pskof
durch esthländische u. lettische Colonen v. Lievland u. Kurland. In Weissrussland u. Kleinrussland
herrscht individuelles Eigenthum vor, aber nicht exclusiv; in einigen gvts.
beide Formen; in einigen, gvt. Moghilef z. B. seit der Insurrection v.
1863 die russ. Commune eingeführt; aber die Bauern theilen in
fact nicht den Boden; in gvt. Minsk haben die Bauern sich
dieser Einführung widersetzt. Im gvt. Kherson régime individuel; in Bessarabien
beide Systeme.)
Die
communautés de famille, dans leur forme actuelle au
moins, scheinen moderner als die communautés de
village, la zadrouga serbe als der
mir russe. Die
communautés de famille (wie sie bei gewissen Südslaven,
Zusatz von Marx.
Schließen Serben etc, existiren) unterstelen unterstellen
l’appropriation héréditaire du sol au profit d’un
groupe, d’une famille déterminée … transition entre
la propriété du clan et la propriété individuelle. (249)
(Väterliche Autorité exaltirt in manuel d’économie domestique, intitulé le Domostroi (v. prêtre Sylvestre im 16ᵗ Jhdt.) (M. Le Play: Les ouvriers européens)
In den familles, où la propriété reste indivise, la fortune étant commune, survit aux individus. Nicht die décès verursachen hier successions, sondern die séparation des vivans qui donne lieu à un partage. Les membres de la famille qui sortent de la maison pour s’établir en dehors, reçoivent une partie de la fortune commune proportionnelle à leur nombre; man sieht nicht auf Verwandtschaftsgrad; égalité entre tous les parents, neveu u. fils, cousin u. frère, manchmal sogar l’étranger vivant dans la maison. Es ist nicht sowohl le lien du sang que la coopération qui donne un titre à une part de l’avoir commun. De tels partages font directement dériver la propriété du travail et l’hérédité de l’association. Es giebt da nur dissolution od. liquidation d’une société en commandite, chaque associé ayant droit à une part égale de l’actif social … Was den partage des biens dans la famille betrifft, ganz wie die der terres dans la commune, überlässt das Gesetz der Tradition, der Gewohnheit. D. |4 Das allgemeine Reglement des Emancipationsakts sagt wörtlich: Die Bauern sind autorisirt, quant à l’ordre de succession dans les héritages, à suivre les usages locaux. (253) ⦗Part I des règlement général, ch. II, art. 38⦘ Die partages seit der Emancipation häufiger geworden. (l. c.)
Diese partages haben doppeltes Resultat: Erstens, dadurch separirt die parcelles attribuées par la commune aux membres de la même famille, daher excessives morcellement du sol et des cultures; zweitens: division à l’infini du capital de l’exploitation et le matériel agricole (254. Sieh Молодая Росся Россия. Stuttgart 1874) »Si le mir fournit le sol, il n’avance point en effet les moyens de le mettre en valeur.« (254)
(In Folge der autocratie domestique in der alten russ. Bauernfamilie, eignete sich der paterfamilias oft une sorte de droit du seigneur über seine Schwiegertöchter an. »Le vieux, qui, grâce à la précocité des mariages, avait souvent à peine 40 ans, prélevait sur ses belles-filles un tribut que la jeunesse ou la dépendance de ses fils [leur] défendait de lui contester … La chose était si fréquente que ce genre d’inceste n’excitait guère dans les villages que des railleries.« (255)
(Ueber die russ. Familie im 16ᵗ Jahrhdt. der Deutsche Herberstein in „Rerum moscoviticarum commentarii“, im 18ᵗ der fzs. Academiker Chappe d’Auteroche) Cf. Nekrasof (Annales de la Patrie, Janvier 1874) (die Bauernfrau war esclave d’un esclave) (Die famille patriarcale Basis der russ. Commune. »l’homme qui s’émancipe du joug paternel aura bientôt besoin de s’affranchir du joug collectif de la commune« (258)
Regime bei den Kosacken des Ural
(grossruss. Ursprungs) Beschreibung bei Haxthausen, Studien, t. III, p. 153–162.
( Zusatz von
Marx.
Schließen Der
Franzus spricht davon als
Beispiel, dass zur Zeit wo die Population était plus diffuse
»les communautés russes aujourd’hui restreintes à des simples villages ont
parfois pu s’étendre à des divisions territoriales plus importantes.«[)]
(1874 die alte Constitution dieser Kosacken durch Ukase modificirt) Jezt die communautés russes beschränkt meist auf simples villages, d’ordinaire aux paysans qui avant l’abrogation du servage appartenaient à un même propriétaire. Hier le mode d’exploitation en commun pour le compte de tous ou chacun pour son compte, est depuis long-temps un fait anormal. (260) In selbigen communautés unter dem régime de jouissance indivise nur pâturages u. bois, … mit welchen beiden Sorten v. Gütern die russ. Communes schlecht gifted. Meist haben sie nur etwas (nicht viel) prairies, welche letztre oft noch en commun exploitées. (261)
Le communisme agraire conduit à une répartition périodique du sol; partage bald
per Seele (par tête d’habitant mâle) ⦗herrscht vor bei den
Ausdruck von Marx. Bei Leroy-Beaulieu, S. 261: les paysans de la
commune
Schließen ehmal. Staatsbauern, die nur einer Capitation unterworfen waren⦘, od.
par tiaglo (par famille, par ménage), herrscht bei
den anciens serfs des particuliers, qui, répartissant leurs charges
vis-à-vis du seigneur par tiaglo, répartissaient de même la terre que leur
abandonnait le seigneur. (261) »Chaque fils venant au monde, ou chaque fils
arrivant à l’âge d’homme, apporte à sa famille un nouveau lot de terre.« (261)
(En droit, les femmes n’ont rien à prétendre à la terre; dans la pratique, elles
y ont à peu près autant de part que les hommes, car avec le système de tiaglo, un lot étant donné à chaque couple, c’est la
femme qui ouvre au mari l’accès de la propriété. (l. c.)[)] Die Volksvermehrung zwingt zur periodischen |5 Erneurung der partages; gewisse Gemeinden, bes. staatsbäuerliche,
haben dazu des réserves de terre, bald vermiethet au profit du mir, bald utilisé comme vaine pâture. Aber die
(nichtstaats) Gemeinden meist sehr geringes lot zugetheilt bei der
Emancipation; (sie in der That dieser Bei Leroy-Beaulieu, S.
262: ressource
Schließen Reserve durch sie beraubt); um daher die
nouveaux venus zu dotiren, neue Theilung nöthig. Die Perioden
der Theilung verschieden in den verschiednen Provinzen; wo
3jährig (od. multiple von 3) beruht auf der
Dreifelderwirthschaft; wo le partage aux époques de recensement, beruht sie auf Bei
Leroy-Beaulieu, S. 262: le système
Schließen systèmes d’impôt. »Ce sont ces révisions qui fixent pour une période donnée le
nombre des âmes soumises à la capitation, nombre qui
d’une révision à l’autre demeure invariable, quels que soient les décès ou les
naissances … la commune est solidaire devant le fisc.« (263) Certaines communes
des gouvernemens de Simbirsk et de Penza se sont mises à imposer aux paysans des
fumures obligatoires, sous peine de garder le même lot à la nouvelle
répartition; ferner andrerorts, z. B. Kasan, verlängert man die
Perioden der Neuvertheilung. (263) Die Verlängerung dieser
Theilungsperioden – die schon sehr um sich greift – »retarde et limite
les partages de famille«. (264) »Les jeunes gens ou les jeunes
ménages restent obligés de demeurer au foyer paternel ou d’aller vivre ailleurs en ouvriers salariés, jusqu’à ce qu’une
nouvelle répartition leur donne accès à un lot de champ communal.«
(l. c.)
Die Russischen Bauern suchen bei der Vertheilung die Stücke gleich zu machen in Werth und quantity v. Oberfläche, (superficie) u. dann meist verloost. Jeder Bauer erhält une parcelle d’autant de sortes de terrain qu’il y a de qualités de terre dans la commune. Les arpenteurs commencent donc par délimiter les terres des différentes catégories, et dans chacunes chacune de ces divisions on taille autant de parcelles qu’il y a de copartageans. Wenn die terres seraient de même qualité, ce qui, avec l’homogénéité du sol russe, minder selten ist als im Occident, l’inégale distance du village leur donne encore pour le paysan une inégale valeur. L’une des conséquence conséquences de la communauté des terres est en effet l’agglomération des demeures … Pour être à portée du lot qui lui peut échoir, chaque membre de la communauté doit être établi près de ses frères, au centre de la propriété commune. (265)
In Grossrussland daher die Bauernhäuser réunis en gros villages, renfermant souvent plusieurs milliers d’habitants. Diess hat auch natürliche Gründ; in Süd u. Ost, wo die Ländereien am fruchtbarsten, ist es die Seltenheit des Wassers u. der Quellen; überall die Schwierigkeit die communications aux époques de dégel, au printemps ou à l’automne, sans compter la crainte des vols ou des meurtres. … La culture est … dans une dépendance presque aussi étroite du mode d’habitation que du mode de propriété. (265)
Die
Zusatz von
Marx.
Schließen (ökon.) Inconvenienzen (die daraus entspringen)
d’autant plus sensibles que les villages sont plus grands et leur territoire
plus vaste, ce qui augmente d’autant la perte de temps, le prix des transports
et la difficulté de restituer en engrais à la terre ce qu’on lui enlève en
produits. Ce sont là du reste des défauts auxquels en Russie la propriété
individuelle est loin de toujours échapper. Les anciens domaines
seigneuriaux, restés souvent démesurément vastes, sont d’ordinaire encore moins
à la portée des bras qui les doivent mettre en valeur. (266)
Le territoire de la commune est le plus souvent divisé en trois zones concentriques, ou trois champs, conformément aux pratiques de l’assolement triennal. Du centre formé par le village partent autant de rayons qu’il y a de copartageans, et les secteurs ainsi obtenus donnent donnent les lots à |6 répartir entre les habitants. Grâce à cette méthode, les parcelles à distribuer affectent fréquemment la forme d’un coin et en reçoivent parfois le nom. (клине) Le tirage se fait communément de telle sorte que chacun ait une part de chacun des trois champs, et de chaque catégorie des terres, sans qu’on ait soin de joindre ensemble les parcelles attribuées au même ménage. Chaque lot se compose ainsi le plus souvent de morceaux de terre séparés les uns des autres et enclavés dans ceux d’autrui. La part d’une âme ou d’un tiaglo peut être faite de parcelles dispersées en 5 ou 6, 9 ou 10 endroits, et parfois plus. Seit der emancipation die Bauerntheile meist 3–4 hectares par mâle; oft haben die Bauern nur racheté le minimum légal; dann das Aliquote eines jeden bedeutend kleiner. (nach der enquête agricole Parcellen z. B. im gvt Kursk von nur 2 mètres de largeur) „Grâce à ce fractionnement indéfini, le système de partage ajoute … les défauts de l’individualisme, qui morcelle la terre à l’excès, aux défauts du communisme, qui diminue l’attachement au sol et l’énergie du travail.“ (267)
Les voisins incapables d’agir seuls sont contraints de s’entendre, et l’on arrive à la culture obligée, au flurzwang des Allemands. Pour assurer le droit de pâture de la communauté sur les terres cultivées, les paysans doivent décider d’un commun accord de l’époque où les champs seront ouverts au bétail. On est ainsi conduit … à remettre au mir le soin de décider du temps, si ce n’est toujours de la nature des travaux. (267) L’excès même du morcellement ramène indirectement à une sorte d’exploitation commune ou du moins simultanée, que des moyens de culture perfectionnés pourraient rendre profitable, mais dont la routine … fait une entrave de plus au progrès. (267) ⦗Il faudrait composer des lots arrondis plus grands ou plus petits, selon la qualité du fonds ou l’éloignement du village.⦘ (In Lithauen, wo das individuelle Eigenthum, das morcellement ebenso gross, wie ditto in Provinzen v. Frankreich. Diess bezieht sich auf die Kleinheit, nicht die einzelnen Theile, sondern den Gesammtumfang des nadel).
Des Dès qu’on veut que le paysan soit propriétaire, il est difficile de déterminer a priori si le morcellement du sol sera beaucoup moins grand avec la propriété individuelle et ses partages de succession qu’avec la propriété collective et ses partages périodiques. A ce point de vue, le régime de la collectivité a même un avantage, c’est qu’en cas de besoin il permettrait de recourir à l’exploitation par grandes fermes ou à l’exploitation commune, ce qui, avec les progrès de l’instruction et des moeurs, pourrait être aussi favorable à la fécondité du sol qu’aux intérêts des copropriétaires. (268)
In dem Mir manchmal tyrannie de la foule; les pauvres font alors la loi aux riches, leur imposant d’autorité des lois lots supplémentaires chargés de lourds impôts et faisant ainsi payer aux gens aisés les contributions des pauvres. Wo la terre peu féconde au a été estimée trop cher, l’intérêt de chacun est de restreindre sa part et non de l’accroître. (dans le nord, wo Industrie u. commerce oft les principaux moyens d’existence des paysans, oft v. den communes imposé aux artisans plus habiles ou à un commercant plus heureux deux lots de terre, c. à. d. double contribution, was herauskommt auf Art impôt sur le revenu.) (269)
Aber öfter noch tyrannie des riches, s’emparent des
meilleurs fonds et créent au sein et aux dépens du mir
une sorte d’oligarchie oppressive; die Miroed (mangeurs du mir); in vielen Gvts,
Kaluga, Saratof, lassen sich diese pour rien ou pour peu de chose céder les
meilleurs parts du fonds commun. Als débiteur ist
der pauvre in den mains du riche;
die Miroed machen Vorschüsse. (die fréquentes disettes du
sud-est hierin danger périodique pour l’indigent); le débiteur insolvable est
obligé d’abandonner à son créancier, souvent pour un prix dérisoire, un lot |7 que lui-même n’a pas les moyens de mettre en valeur; der
Wirthshauskeeper spielt Hauptrolle unter den Miroed; l’usure; kein
crédit foncier, weil nicht Hypotheken auf den Boden, der der
commune gehört; (Sieh prince A.
Vasiltchikoff u. A. V. Jakovleff: Melkii zemelnii kredit v Rossii, St. Pet.
1876) ⦗Auch der
enclos kann nicht veräussert werden au profit d’un
étranger au mir⦘ Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Dieser Leroy Beaulieu stellt das Verschwinden
des Mittelbauers, u. den Zerfall der
Bauern in reiche u. paupers, trotz der communauté, dar als
Folge der Emancipation (diese hat höchstens weiter entwickelt)
u. natürlich, da er sich bes. stützt auf die
Enquête Agricole. Sieh dagegen Florewski Flerowski etc⦘
Heute schon viele landlose Bauern in Russland; die einen haben renuncirt auf ihren Antheil, um sich dem Commerce od. der vagabondage zu liefern; die andern, weil ihre pères darauf verzichtet hatten; andre weil die communes, n’ayant pas toujours de réserves et retardant de plus en plus les partages, ne les ont point encore admis à une répartition; andre weil sie ihre pères verloren, avant d’être majeurs, et que la commune, qui est leur tutrice légale, leur a enlevé le lot paternel, craignant que des orphelins mineurs ne laissassent retomber sur la communauté les impôts dont chaque lot est chargé. Il y aurait 98,000 paysans dépourvus de tout lot in gvt. Kostroma, 94,000 u. gvt Tambof, 77,000 in dem v. Kursk. Die familles sorties des communautés de villages n’y pouvant retrouver accès qu’en rachetant le droit d’y rentrer. (271) (1 четверть = 2 hectolitres)
C’est en partie l’état qui, en se servant du mir ainsi que d’un agent commode, en a fait un instrument d’oppression. C’est en grande partie l’impôt qui, en pesant d’une manière exorbitante sur la propriété commune, en a fait un instrument de gêne et de misère. La propriété collective se trouve ainsi placée en Russie dans des conditions qui l’ont complètement faussée et viciée. (275)
»la solidarité devant l’impôt. Tous les détenteurs du sol communal sont également et réciproquement responsables des taxes les uns des autres … le communisme de l’impôt.[«] (275) fisc saisit les bestiaux et parfois jusqu’aux instrumens du travail des débiteurs arriérés du trésor. (276) entraves à la liberté d’aller et de venir (l. c.) Dans nombre de communes; , il s’en faut que le revenu de la terre soit toujours supérieur aux taxes de la terre. Cela tient à deux choses: au poids excessif des impôts qui frappent le paysan, au poids plus lourd encore de la taxe de rachat, qui pendant près d’un demi-siècle doit peser sur lui … Le sol dont on lui attribue d’ordinaire la propriété indivise, le serf ne l’a pas encore racheté, il est obligé de le payer par annuités, dont tous les membres de la commune sont solidaires aussi bien que de l’impôt. C’est ainsi par erreur ou par anticipation que l’on appelle le moujik ou sa commune „propriétaire“. (276)
Bei der émancipation Boden überschäzt, z. B[.] in Smolensk 50% über valeur vénale. En de telles circonstances, la propriété individuelle ou collective ne peut être qu’une charge onéreuse, une sorte de travaux forcés temporaires au profit de l’ancien seigneur ou de l’état, et de fait un grand nombre de paysans n’ont racheté que sous la contrainte de la loi. Ausserdem des allocations exiguës, 2, 3 ou 4 × moins de terre qu’ils n’en avaient en jouissance au temps du servage. Les lots attribués à chaque famille sont incapables de suffire à son entretien. (277)
Nur wenn der rachat fertig, ist die commune devenue propriétaire. Die rançon de servage – les annuités à verser au trésor – vertheilt über 49 J., ne sera soldée que vers 1910. (278)
Das Gesetz (der Emancipation) qui les a maintenues (les communautés de village) laisse aux intéressés le droit de les anéantir en faisant entre eux un partage définitif du domaine communal. Il suffit pour cela d’une décision de l’assemblée des paysans; cette décision doit seulement être prise à la majorité des deux tiers des voix. (278)|
8In Frankreich, wo die terres communes noch occupent 1/11 du sol national (environ 5 millions d’hectares (4,718,000) (l’Alsace comprise)[)], erlaubt das Gesetz den Communes gewisse acquisitions zu machen, elle leur interdit d’aliéner sans l’autorisation du pouvoir central. (ditto in England) (in Frankreich das Communaleigenthum nulle en certaines régions, importante en d’autres) (bes. bedeutend noch im Est von Frankreich, contribuent à y entretenir l’aisance) (Wald u. Wiesen) La jurisprudence du conseil d’état est même entièrement opposée à tout partage entre les habitants. Diese divisions rares en Russie; doch erwähnt die enquête parlamentaire parlementaire einige. (bes. in gvt. Pskof)
Jezt verhindert durch die agglomération des demeures, chacun appréhendant d’avoir à jamais un lot trop éloigné du village. Aussi la crainte d’avoir un mauvais lot, sans avoir comme aujourd’hui l’espoir d’être dédommagé par le sort à un prochain tirage. (So in einer commune des gvt. Twer, wo die commune getheilt worden ist, citirt in der enquête agricole.) (280)
Les plus aisés (des Moujiks) aiment à acquérir un champ à eux ⦗aber v. ihren alten seigneurs, ausserhalb des rayon des mir⦘ (281) ⦗Diese terres sind abgabenfrei; sind ausserhalb des poids de l’autorité communale; ausserdem treibt dazu die insuffisance des allocations communales⦘ Die marchands achètent aussi beaucoup de terres seigneuriales, mais d’ordinaire c’est pour les revendre par parcelles aux villageois. Die demande der paysans so gross, dass il y a un écart considérable entre le prix des terres vendues en bloc et le prix des terres morcelées. Im gvt. Kursk allein haben die Bauern in 1 Jahr f. 2 mill. roubles de terres so angekauft. Manchmal kaufen die Bauern in Gruppen, u. behalten diese terres indivisas, theilen sie aber meistens. „De cette façon, beaucoup de moujiks sont en même temps usufruitiers d’un lot de terre communale, et seuls et uniques propriétaires d’un champs champ acheté de leurs deniers.[«] So die deux modes de propriété ainsi beim selben Mann. (282)
Nach dem Prinz Vasiltchikoff „Melkii zemelnii kredit v. Rossii“ – 65 Millions dessjatines (70 millions hectares) noch in den Händen der alten propriétaires (71,000 Individuen) (Einige Jahre früher schriebt schrieb derselbe author den nobles noch 70 Mill. Dessj. zu) Staat od. Krone besass ungefähr 113 millions Dessjatinen, die kleinen cultivateurs de des diverses classes 4½ mill., die paysans nah an 123 mill. Vor einigen Jahren attribuirte derselbe author den letzteren nur 109 mill. Dessj. Leroy Baulieu Beaulieu schäzt die Communalländer auf 80 Mill. d’hectares, ⅕ od. ⅙ der terre russe. In den reichsten u. bevölkertesten Gouvts gehört der grösste Theil des Bodens schon den Bauern. (282, nt. 2)
Il est des pays coupés, morcelés par la nature même, qui semblent appeler la division du travail et par suite la division du sol. Russland passt zur grossen Kultur mit seinen larges plaines unies du tchernozom où rien n’arrête la charrue ou les machines; mit seinen endlosen Steppen où les troupeaux ne peuvent souvent trouver à s’abreuver qu’à des lieues de distances distance. Il est vrai qu’aujourd’hui, dans la zone fertile surtout, la propriété tend plutôt à se diviser, à se fractionner, qu’à s’agglomérer. Il est vrai que ce sont les grands propriétaires qui vendent, les paysans qui achètent. (283)
La propriété commune a cette singulière qualité de se prêter également à la petite culture et à la grande, de pouvoir réunir les avantages agricoles de l’une et les avantages sociaux de l’autre. (286) La commune saurait mieux que le paysan isolé entreprendre les grands travaux nécessaires, dessécher les marais de nord et de l’ouest, irriguer ou reboiser les steppes du sud et de l’est. (286) En résumé, il ne serait pas impossible que le mode de propriété des âges primitifs s’adaptât aux besoins du monde moderne. (286)|
Ernest Lavisse: La crise économique en Allemagne. In: Revue des deux Mondes. T. 18. 15. November 1876. S. 373–401.
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Selbe Nummer der Révue des Deux Mondes. „La Crise
Economique en Allemagne.“ (par Ernest
Lavisse)
Bei der Kriegserklärung 1870 liess die Berliner Börse die consolidés prussiens v. 105 auf 80 fallen. Von den Anleihen v. 125 Mill. Thaler (émis à 88) nahm sie kaum 3 Mill. (377)
Actiengesellschaft Gesetz v. 11 Juni 1870. (388)
Die metallurgische Industrie mehr als verhundertfacht ihre Produktion seit 30 J., in allen Ländern der Erde Eisenbahnen construirt, in America allein 11,000 kilogr. kilomètres in 1 Jahr. Plötzlich hört die Eisenbahnnachfrage auf; reflue d’Amérique à Glasgow; une baisse énorme se produit. (392)
Deutschland 30 millions moutons in den bruyères de Lunebourg, sur
les polders de Holstein, dans les plaines v. Bei
Lavisse, S. 399: Mecklembourg
Schließen Mecklenbourg, dans les pâturages
élevés du Brunswick, de l’Anhalt, de la Saxe, de la Silésie, dans les
provinces de Poméranie et de Prusse. (399)
Victor Bonnet: L’expérience nouvelle du papier-monnaie. Avantages et inconvéniens de la circulation fiduciaire. In: Revue des deux Mondes. T. 18. 15. November 1876. S. 330–347.
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In derselben Nummer: L’Expérience Nouvelle du Papier-Monnaie.
Avantages et inconvéniens de la circulation fiduciaire par Mʳ. Victor Bonnet.
A. Smith sagte: man könne Krieg ebenso wohl mit papiernen Kanonen als mit Papiergeld machen, aber England: 1797–1819; Russland: 1854 u. 55 während Krimkrieg; Autriche, 1859 u. 1866 im Vertheidigungskrieg gegen Frankreich, puis Deutschland; ebenso das in Italy datirt v. Krieg v. 1866; Ver. St. während des civil war; Frankreich im Krieg v. 1870.
Le Papier-monnaie est devenu l’auxiliaire indispensable de la guerre.
In den Etats Unis hat das gvt. selbst émis Papiergeld unter seiner direkten Verantwortlichkeit und hat geliehn das que les banques dites nationales étaient autorisées à créer. Il l’a emprunté en obligeant ces établissements à déposer entre ses mains le capital qui devait être la garantie de leurs billets. In Italien, Oestreich, il y a eu également un système mixte d’émission par l’état et par les banques. En Russie, tout le papier en circulation émane directement du gouvernement. Nur in Frankreich – parmi les pays à cours forcé – l’état s’est abstenu d’en émettre directement. Il a fait émettre par une banque privilégiée placée sous sa surveillance, la plus grande partie des billets a servi à ses propres besoins; mais lorsqu’il l’aura remboursée, il n’aura plus rien à démêler avec le papier-monnaie, s’il en reste encore en circulation. Diese dette n’est plus que de 450 millions sur les 2 milliards ½ de papier qui circulent encore. (331)
Diess papier mit cours forcé ausserordentliche source. Italien (i. e. gvt) hat sich verschafft à l’aide du papier-monnaie 907 mill. de ressources extraordinaires. (331) Auf dem Weg der Anleihen wäre das jährliche (ital.) Deficit im Budget, statt auf 50 mill. reducirt zu sein, jezt noch mehr als 150 Mill. (332) Wäre es der ital. Regierung selbst möglich gewesen sich die Summe v. 907 Mill. fcs für 6% zu verschaffen ⦗in der That war damals die rente italienne 5% auf 36 fcs⦘, so hätte ihr die Summe v. 907 Mill. gekostet 1,176 mill.; différence: 270 Mill. (331)
Die U. St. verschafften sich während des Bürgerkriegs about 2 milliards ½ qui ont compté à leur passif pour plus de 4 milliards, à cause de la dépréciation considérable qui atteignit dès les premier premiers jours le papier-monnaie, et qui s’éleva jusqu’à 150%, c. à. d. qu’il fallait donner 250 fcs en green-backs pour obtenir 100 fcs en numéraire. Nach dem Krieg l’agio descendit vite à 50% pour se réduire successivement à 12 ou 15% où il est maintenant. (332)|
10In Frankreich (1870) erstes Anleihn v. 800 Mill. contracté au moment de la guerre, souscrit tout juste, et vite épuisé. Darauf gab man (zum Present) der Banque de France le cours forcé u. lieh v. ihr 1,400 millions, sans que la valeur des billets descendît au-dessous du pair. (332) In Frankreich existirt der cours forcé nur noch pour la forme. (333)
Officieller Report (ital.): „Relazione sulla circolazione cartacea. Mars 1875“, durch Minghetti (ex ministre des finances) u. Finali (Exminister der Agricultur) Diese beiden Burschen setzen hier die inconvéniens der Papiercirculation auseinander.
Das Papiergeld, tout à coup déprécié (in Italie) des dès les premiers jours de 15 à 20%; wirkt zunächst auf Erhöhung der Preise der denrées alimentaires (blé, légumes, viande, fruits etc); diese denrées nie einmagazinirt in grossem quantum, nicht lange vorproducirt, consumirt de jour en jour; daher soumises à toutes les influences qui agissent sur le marché; dann dépréciation der matières premières; on ne les garde pas non plus indéfiniment en magasin, on est obligé de les renouveler souvent, einige davon existant en bois, charbon etc, c. à. d. en choses dont on a besoin chaque jour; auf sie wirkt auch rasch daher dépréciation. Aber le revenu, le traitement, le salaire steigen nicht mit dépréciation der monnaie; der rentier erhält dieselbe Rente, in welchem Geld auch gezahlt; der traitement des employé, sei es des Staats, sei es Privater, steigt nicht u. wenn endlich selten en rapport exact mit dépréciation des signe monétaire; meist darunter. Ditto mit salaire, wenn auch eher Steigerung hier stattfindet; diese Steigerung nie proportionnell, erst im Lauf v. Jahren. (334)
Situation du fabricant et du commerçant: S’ils vendent les marchandises qu’ils ont en magasins ihren Compatrioten zum selben Preis wie früher, so verlieren sie le montant de la dépréciation. Da aber die Preise andrer Waare sich nicht sofort heben im Verhältniss der Depreciation, hat der commercant commerçant indigène Vortheil gegen son concurrent étranger: er kann vendre aux anciens cours où ou à des cours légèrement supérieurs, et ne pas subir de perte; aber der fremde commerçant, payé en monnaie dépréciée, muss unmittelbar in der élévation des prix la compensation exacte de la dépréciation suchen. Im ersten Augenblick wirkt das Papiergld als protection accordée au commerçant indigène. Ist auch für ihn une prime à la sortie, car il a intérêt à écouler ses marchandises au dehors pour recevoir une monnaie métallique de bon aloi et réaliser la prime dont elle jouit par rapport au papier. (335)
Diese avantages dauern nur solang les prix ne sont pas nivelés sur la valeur du signe monétaire; sobald dies geschehn, verschwindet die Protection, u. der commerçant indigène muss verkaufen seinen ausländischen Concurrenten en tenant compte de la dépréciation de la monnaie, car il ne pourrait remplacer ses marchandises aux anciens prix. Auch hat er keinen Profit mehr durch den Verkauf nach aussen; die Prämie qu’il réaliserait mit der monnaie métallique serait perdue d’avance par l’élévation des prix de toutes choses autour de lui. Ferner: Der étranger, der eine italienische, östreich., russ. od. amerik. Waare kauft, stipulée payable en lires, florins, roubles ou dollars, weiss nicht exakt ce qu’il aura à payer à l’echéance de son engagement. Die Variation des Wechselkurses, subordonnée à la dépréciation du papier-monnaie, peut être considérable; in dem Lauf eines Jahrs, 1866, in Italien, war sie 40%, u. nicht selten innerhalb eines Monats, d. h. in espace de temps moindre que la durée d’une échéance commerciale, war sie 5 u. selbst 10%. Der étranger acheteur, um sich zu decken vor solchem Risico, zahlt die ital., oestr. etc Producte weniger theuer bei gleicher Qualität als die engl. Produkte. Ist er Verkäufer, il fera peser de même sur l’acheteur toutes les incertitudes qui résultent du cours forcé, en exigeant d’être payé en monnaie de son propre pays. (335, 36)
Also ob es sich v. Export od. Import handle, der négociant des Landes wo das instrument d’échange a perdu sa pleine valeur leidet bald v. dieser Situation; il est exposé à payer une prime supplémentaire, non-seulement pour la dépréciation qui existe au moment de ses engagemens, mais pour celle qui pourra survenir plus tard. |11 Il peut gagner, si le change s’améliore; aber commerce repose dann sur l’aléa; livré à la spéculation. Eben diess selbige giebt ihm bedeutenden Impuls; in Italien z. B. das mouvement des affaires extérieures gestiegen v. 1 Milliard ½ in 1866 zu 2 Milliards ½ in 1874, u. in Oestreich, von 697 Mill. florins (1866) zu 1,312 (1874). Cela tient aux efforts tentés par cette spéculation. Gleich nach Introduction des cours forcé dans un pays, ist das erste die multiplication des maisons de banque et des associations financières; sie sind attirées par les facilités de crédit qui en résultent et par l’agio qui existe sur le papier. (In Italien, die Zahl der Banques de dépot, 15 in 1865, mit Capital v. 129 mill., war 218 in 1874 mit capital v. 677 millions) Elles réunissent tous les capitaux disponibles, et comme elles ont besoin de les faire valoir tout de suite et aux conditions les plus avantageuses, elles fomentent toute espèces espèce d’entreprises … et il se produit alors une activité extraordinaire. (336)
Etat: f. ihn emprunt forcé qu’il lève sur son pays et dont il sera tenu seulement de rembourser le capital: aber dies remboursement selbst oft difficile u. en attendant muss l’etat alles theurer zahlen pour ses propres dépenses, par suite de la dépréciation, sans que pour cela ses revenus augmentent, denn in solcher Situation kann er nicht die Steuern erhöhen; il perd donc à peu près l’équivalent des économies qu’il a pu faire en ne payant pas d’intérêts. So berechnet man, dass das ital. gvt. – v. 1866–1874 – im Durchschnitt jährlich 37 Mill. mehr gebraucht hat. (336–37)
Zweites inconvénient:
violence et durée des crises qui en sont la conséquence.
Mit Papiergeld, statt den excès de speculation to check durch Erhöhung
des Zinsfusses (faire payer le capital le prix
qu’il vaut) on n’a point de mesure exacte de la valeur, et la
liquidation est toujours différée. Man weiss nicht exact welches das
richtige limite der Emission. Kommt Noth, so erweitert man das
limite, statt die taux d’escompte zu erhöhen. Italien ist nicht at once
zu 1400 millions Papiergeld gekommen etc[.]
Successive. Selbst in Frankreich Zusatz von Marx.
Schließen Bank d’abord, au moment de la guerre, nur
ermächtigt 1800 millions zu emittiren; elle a fini par porter la limite à plus
de 3 milliards. (337) Nichts schwerer que de résister à des emissions émissions supplémentaires … on se laisse aller volontiers à augmenter le nombre
des billets quand de nouveaux embarras surviennent. Diess noch 1875 geschehn in
den Ver. St. Man hat nicht direct die chiffre der
green-backs vermehrt, deren limite fixée à 354 Millions Dollars; aber man hat
eine Verfügung getroffen die ihre Circulation
beschleunigte. Die s. g. Nationalbanken waren autorisirt à
émettre du papier non remboursable, à la condition de déposer entre les mains du
trésor public une quantité déterminée de greenbacks. On a diminué le chiffre du
dépôt obligatoire. So 100 Millions dollars greenbacks se sont trouvés libres, on
les a retirés du trésor et répandus dans la circulation. Daher certain
soulagement, [le] prix du capital a baissé, les
affaires ont été plus faciles, aber nur palliatif, wenige Monate später Rückkehr
zum alten Zustand, u. die crise v. 1873 dauert immer noch fort. (337,
38)
Ausser dem Papiergeld Ursachen der amerik. Crise v. 1873: Enorme Staatsschuld erzeugt durch die guerre civile; vor derselben fast keine dette fédérale; höchstens 450 millions fcs; danach erhebt sich plötzlich auf 15 milliards (fcs); hence Steuerdruck; nach David A. Wells contribution par tête, 1861 < 5 Dollars, stieg bis 1876 zu > 13 dollars, u., sowohl in contributions fédérales wie impôts d’états d’état et de municipalités, haben die américains gezahlt, von 1865–1876, ungefähr 6 milliards dollars, i. e. mehr als 30 milliards fcs. Ausserdem in Europa seit Reihe v. Jahren günstige Ernten; hence nicht 200–300 millions de numéraire qui prennent ordinairement cette route en temps de mauvaise récolte. Enfin, in U. St., protection industrielle à outrance u. établissement de droits de douane très élevés sur les matières premières. (338)|
12Was aber speciell Wirkung des Papiergelds: qu’on a dépensé en travaux publics u. besonders in chemins de fer, v. 1866–1873, about 7 milliards, soit 1 milliard par an, sans compter d’autres emplois de capitaux. Mit dem papiergeld glaubte man sich alles erlauben zu können; en ce qui concerne les chemins de fer, beaucoup sont aujourd’hui en pleine déconfiture, et exploités pour le compte des créanciers. (339) Die einzigen 2 grossen pays qui aient échappé à la crise de 1873 … wo kein papier monnaie, wie in England, oder wo es nur pour la forme wie in Frankreich. (340)
Dritter inconvénient des Papiergelds: Selbst wenn dasselbige – wie in Frankreich z. B. – au pair bleibt, übt es Einfluss auf Preise aus. La hausse des prix peut bien tenir à l’existence de la circulation fiduciaire, en ce sens, que celle-ci a d’abord commencé par favoriser le progrès de la richesse et que les prix s’en sont ressentis. C’est le résultat qu’ont amené aussi les chemins de fer en facilitant les transports de tous les produits. (341)
Wechsel, also papier de commerce, was auf Preise
wirken kann, in England stets au moins f. 10 milliards
in circulation, während Bankbillets, nicht gedeckt durch Metallreserve, in Un.
Kingd. höchstens 6–700 millions. (342) Ferner andres Creditmittel: chèque, reposant sur des dépots en comptes courans. In
England stets 5–6 milliards de ces dépots; on s’en sert pour liquider les
transactions. Zusammenfassend von Marx.
Schließen Diess sagt Herr Bonnet muss auf die Preise wirken. Und Beweis:
»Et la preuve qu’il en est ainsi, c’est que tout
Zusatz von
Marx.
Schließen (!) est plus cher en Angleterre et en Amérique
qu’ailleurs.« (342) Mais là encore l’influence exercée par le chèque, lorsqu’il
est émis régulièrement, n’est qu’indirecte, et il est émis régulièrement s’il
repose sur une provision suffisante, et que les banques gardent toujours de quoi
le payer. Alors il agit sur les prix comme le billet au porteur remboursable à
vue, parce qu’il développe d’abord la richesse publique en utilisant toutes les
épargnes. (342)
Der check 2 × gebraucht; d’abord par la banque qui les (die dépôts) a reçus et qui a besoin de les faire valoir; ensuite par le déposant, qui se réserve d’en disposer au moyen de du chèque; cela donne lieu à de grands embarras dans les temps de la crise et dans les temps ordinaires peut faire croire à plus de capitaux disponibles qu’il n’y en a réellement, par conséquent agir sur les prix. (343)
Mais ce qui n’est pas vrai pour le billet de banque remboursable à vue l’est incontestablement pour le papier-monnaie pur et simple. Ici, il y a une influence directe et artificielle exercée sur les prix. Nach der guerre v. 1870 in Frankreich hielten sich die Preise; heute noch nichts geändert, obgleich die europ. amerik. Crise commence à nous atteindre, zu urtheilen durch den mouvement unsres Import[-] u. Exporthandels u. quelques recettes de chemins de fer qui sont moindres que l’année dernière. Wir sprechen nicht v. den Preisen v. Waaren, welche die Crise speciell betroffen, wie Eisen, Baumwolle, Kohle etc, sondern des denrées alimentaires et des choses de luxe, qui peuvent plus exactement servir de criterium, parce qu’elles sont généralement en dehors des crises commerciales. Sie haben rather une tendance à la hausse. Il est impossible de ne pas voir là une influence exercée par l’abondance de l’instrument d’échange. (243 343)
Es circuliren (in Frankreich) jetzt 2 milliards ½ de billets au porteur, u. à la banque, als garantie f. diese billets, mehr als 2 milliards d’espèces métalliques; situation pléthorique; die 2 milliards et plus de monnaie métallique font, pour une partie au moins, double emploi avec les 2 milliards ½ de billets. Warum? Man hat le cours forcé, die banque garde à peu près tout le numéraire qui lui arrive de l’intérieur et du dehors; elle n’en rend que ce qu’elle veut. Et comme d’autre part |13 le public s’arrange fort bien des billets et les trouve tres commode commodes, personne n’insiste pour en demander le remboursement. (343) La banque, grâce au cours forcé, est comme un réservoir qui reçoit toujours et ne rend jamais ou bien rarement. (l. c.)
Bevor man den Zwangskurs abschafft, il faut que la question de l’étalon unique d’or soit résolue, et que la banque ne puisse pas rembourser ses billets tout en argent; autrement la valeur du billet tombera au niveau de la dépréciation du métal d’argent; die Banque de France ne peut pas reprendre ses paiemens en espèces tant qu’on conservera les deux étalons. (344)
Seit mehr als 1 Jahr, taux d’escompte in England 2%, in Frankreich 3%;
die meilleures signatures se négocient même a à 1½%, et encore ne trouve-t-on pas à employer à ce taux tous les
capitaux qui seraient disponibles. Les grands établissemens financiers qui
reçoivent des dépôts en compte courant en sont encombrés; ils ne savent comment
les faire valoir, et ils ont abaissé jusqu’à ½% par an l’intérêt qu’ils leur
allouent. Jamais on n’avait vu une situation semblable; elle rappelle ce qui se
passait en Hollande, il y a plus d’un siècle, lorsque ce pays était le seul
grand réservoir des capitaux, et qu’il n’en avait pas le placement; l’intérêt y
était descendu à 1%; mais alors il n’y avait pas beaucoup de moyens d’employer
l’argent, l’industrie était peu étendue, et les divers états n’avaient pas
encore contracté l’habitude malheureuse d’emprunter sans cesse. Aujourd’hui ce
ne sont pas les débouchés qui manquent … Wenn trotzdem solche Reduktion
des intérêt in England u. Frankreich zu 1 u. selbst ½%, Schuld in
Frankreich le papier-monnaie, in England le cheque. (345) Zusatz von
Marx.
Schließen (!)
Russland hat den cours forcé seit mehr als 20 J., Oestreich seit 16; Italien kann ihn auch nicht los werden etc. (347)
Francisco de Cárdenas: Ensayo sobre la historia de la propiedad territorial en España. T. 2. Madrid [1875].
Schließen
Cardenas. Fortsetzung u.
Schluss. IIᵗ Band.
Libro VII. De la propiedad en los reinos de Mallorca y
Valencia.
Cap I. Repartimiento de tierras y constitucion der
propiedad seit reconquista beider reinos.
Feudalregime auch hier herrschend; beide reinos wurden in kurzer Zeit erobert u. in epoca no remota, wovon memorias numerosas; also hier deutliche Anschauung wie bei der reconquista verfahren wurde. Jaime I, rey v. Aragon, señor de Cataluna Cataluña, gab ihnen Gesetze u. gobierno, wobei alte Gewohnheiten consultirt, der Reyno v. Catalonien aber als Modell galt; in andren Provinzen u. reinos war das Feudalregime zu modificiren um conciliar intereses creados od. derechos früher erworben; hier die meisten conquistadores u. nicht wenige der nuevos pobladores, waren Catalanier familiarisirt mit Institutionen u. practicas des Feudalismus. Auf die Rechte u. Interessen del pueblo vencido wurde keine Rücksicht genommen; D. Jaime konnten konnte daher diesen reinos una katalonische organizacion geben, reiner als in Aragon, wo gewisse Gewohnheiten vorherrschten u. graves intereses poco conformes con ella.
Von diesen Differenzen abgesehn, die sich mehr auf Grad als Essenz des feudalismo beziehn, bietet die Reconstitution dieser ambos reinos ejemplos concluyentes de la primitiva organizacion des Grundeigenthums in allen países recien conquistados de la morisma.
Als Jaime I
beschloss Mallorca zu erobern, consultirte er das Unternehmen
mit den
Cortes v. Barcelona v. 1228 u. verlangte ihren
Beistand; Erzbischof v. Tarragona bot ihm 1000 Marken Gold, 500 cargas
de trigo, 100 caballeros u. 1000 peones, zu erhalten auf seine Kosten
bis zu End des Kriegs etc so mit andern Bischöffen, condes,
vizcondes etc etc. (Stadt Barcelona bot alle nöthigen Schiffe an) Wurde
öffentliches instrumento octroyirt, worin
der König stipulirte dass er die Prälaten u. caballeros, die ihm dienten u. ihn
begleiteten, v. ihm erhalten würden einen Theil der tierras,
castillos, ciudades, villas, rentas y muebles die er im Krieg gewinnen
würde, proportional der Zahl der hombres die jeder
stellen würde, wie der König das seinige in gleichem
Verhältniss nehmen würde, reteneniendo reteniendo ausserdem die alquerías y estancias reales; dass
dieser reparto ausgeführt würde durch Bischof v. Barcelona, conde de
Empurias, die vizcondes de Bearne y de Cardona u. Guillermo de
Cervera, die auch den Kirchen zuweisen würden die
dotacion competente: dass die bienes repartidos zu besitzen im
Namen des rey, dem Treue zu bewahren y de ponerlos en su poder
cuando él quisiera, nach der costumbre de Barcelona, dass
dichos bienes veraüsserbar ohne Präjudiz de la fidelidad y del dominio
reservados á la corona, u. dass alle hombres de la tierra que desearan
ayudar á la conquista, con sujecion á este pacto, tendrian en sus
despojos una participacion semejante. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Also
förmliches Raubunternehmungsgeschäft.⦘
Nachdem Mallorca gewonnen, u. nach heftigem Streit der Erobrer über Vertheilung der Beute, octroyirt escritura del repartimiento de las tierras 1232. (Dameto: Historia del reino baleárico.) Auch die Städte u. villas deren vecinos habian concurrido á la guerra, wie Barcelona, Saragossa, Tortosa, erhielten das ihre. Constatirt ebenso reparto gemacht v. villas, casas y heredades, con expresion de su cabida. Z. B. Stadt Mallorca in 8 Theile getheilt, 4 f. rey, 4 f. ricoshombres. (in den tierras regables y los huertos fuera de la ciudad, gab der rex jedem participes una cuarterada mit Obligation sie nicht zu veräussern innerhalb eines Jahrs u. beständig in der Insel zu wohnen.[)]
Ebenso wurde verfahren v. D. Jaime I
in der Eroberung v. Valencia, acordada
en las Córtes de Monzon de 1232. Er anuncirte
sie en un
documento ortogado otorgado in Lerida
Zusatz von Marx.
Schließen (wie oben); darunter u. a. concedirt denen, die in die
campagne ziehn, das Privilegium de no ser
demandados por deudas während ihrer Abwesenheit v. Haus. (p.
73)
Nachdem Valencia erobert, begann reparto por las casas de la ciudad etc[.] Bei Vertheilung dann der campos y huertos fand sich dass er mehr jovadas versprochen als disponibel; half sich indem er, da er als rey Recht zu etabliren System v. Gewicht u. Mass, die jovada auf 6 cahizadas reducirte gegen ihren frühere früheren grösseren Umfang.|
15Diese propiedades gravirt mit Verpflichtung de defender el reino u. de poblar in gewissem Termin ihre recien adquiridas heredades, bei Strafe sie zu verlieren y de darlas á otros moradores. Da das v. den meisten in Aragon etablirten conquistadores nicht geschah, sie auch nicht erschienen auf summon del rey campirt mit Heer gegen Mauren bei Jativa, bemächtigte er sich ihrer tierras u. vertheilte sie an andre Vasallen.
Was nicht so vertheilt, behielt rey, der sie zum Theil zu uso público bestimmte, z. Th. weggab á censo, á parte de frutos ó en feudo. „En el principio“, sagt er in einem seiner Gesetze, „todas las cosas, esto es, las casas, huertos, campos, viñas y otras heredades fueron de nuestro señorio“; ihre Besitzer hatten sie also mit den vom rey gegebnen condiciones; diese Anfangs im Allgemeinen estrechas y gravosas, dann modificirt u. gemildert bis sie völlig verschwanden en beneficio de los poseedores inmediatos.
D. Jaime verlieh den pobladores der Stadt Valencia das Recht mit ihren Heerden im ganzen reino zu weiden, auch in den pueblos de señorio v. cabaleros caballeros u. eclesiásticos, u. der usus mit selber Ausdehnung v. leñas, veredas y aguas, nöthig f. dieselben Heerden, mit Ausschluss nur der terrenos die sich f. ihren ausschliessl. Niessbrauch – unter dem Namen boalares – die vecinos de cada pueblo sich reserviren konnten. Verbot der señores de lugares, welches immer ihr Titel, hacer dehesas ohne real licencia. So conservirte Krone in diesem reino das Eigenthum aller pastos, forderte dafür los derechos de carnage y herbage, u. verpachtete diese Rente. In den lugares de señorio desshalb gehörten die pastos den señores; wenn sie selbe veräusserten od. verpachteten, so mit Bedingung nicht anzutasten das Recht der vecinos de Valencia u. der boalares der pueblos. Hielt sich vor Monopol der hornos y molinos (señores territoriales hatten es nur, wenn ihnen express durch rey octroyirt); diese Monopole utilisirt v. Krono Krone, indem sie hornos u. Mühlen, od. das Recht sie zu etabliren, verkaufte od. gab á censo.
Ausser den repartidos bienes, die den Vasallen so mehr od. minder als alodial gegeben, ertheilte ertheilten Jaime I u. seine Nachfolger viele lugares, castillos, heredades y rentas en feudo, als feudales also im eigentl. Sinn des Worts. Noch 1707 gab Philipp V (im Königreich Valencia) en feudo dem duke of Berwick (während des Successionskrieg) die villas de Liria y Xerica, con la jurisdiccion hoch u. niedrig, el mero y el mixto imperio.
Hiess hier potestad das Recht del rey á entrar en la villa ó castillo de feudo y servirse de él cuando lo necesitara, durch Zustimmung wozu der Feudatär seine dependencia anerkannte u. die souveraineté u. dominium directum del rey. Als feudos gegeben ausser castillos, villas u. lugares, auch in muebles wie die artefactos de molinos y hornos, las rentas, los oficios públicos de provision real y las jurisdicciones.
Die calidad tributaria de los bienes hing grossentheils v. der condicion personal der Eigenthümer ab; Jaime I verordnet 1246 dass die Ritter, clérigos y religiosos die in Valencia erworben hätten od. erwürben heredades de ciudadanos, contribuiren müssten mit Tributen, huestes y cabalgadas wie die andern bürgerl. Contribuenten. Das Gesetz modificirt 1329 durch Alfonso I IV zu Gunsten der Privilegirten Stände. Wenn die eximirten Güter der Ritter od. Kirchenleute übergingen an ciudadanos pecheros, folgten sie der condicion ihrer neuen Besitzer.
Speculum Principis (geschrieben 1441), gewidmet Alfonso IV v. Pedro Belluga (valenciano) (studirte in Bolonia, wo er degree of Dr. utr. juris nahm) Günstig dem Adel, verachtet plebe, ohne Mitleid f. Juden u. Mauren. Kriticirt sehr gut la mudanza de la moneda con tan buena y sólida doctrina como pudiera hacerlo el mejor economista de nuestros dias. (p. 80, 81. Note 2)
König (Jaime I) utilisirte die valencianischen tierras z. Th. dándolas á censos ó en aparceria de frutos; diese tierras censatarias grösstentheils in Hand v. Juden u. Mauren, die nach der reconquista im Land geblieben. Sie nach Belluga (Spec. Princip.) „Sunt solidi vassalli regii et principis servi … est principis servus, misericordia conservatus et bona ut peculium relicta et sic ad nutum domini.“
(Fortsetzung p. 44)|
Og. M. Utiešenović: Die Hauskommunionen der Südslaven. Eine Denkschrift zur Beleuchtung der volksthümlichen Acker- und Familienverfassung des serbischen und des kroatischen Volkes. Wien 1859.
Schließen
Og. M. Utiešenović:
Die Hauskommunionen der Südslaven. Wien 1859.
I)
Citirt als am bedeutensten f. slavisches Recht: Josef Hube: „Geschichtliche Darstellung der Erbfolgerechte der Slaven“ (deutsch v. J. C. Županski. Posen. 1836) Dieser Hube sagt u. a.: „Wo das Vermögen (wie bei den Slaven) nicht das Eigenthum einer einzelnen Person ist, da kann es auch nach deren Tod nicht auf keinen dritten als Einzelnen übergehn. Der Tod des Verwalters des Familiengutes führt nicht zur Vertheilung der gemeinschaftlichen Habe, sondern er zieht nur die Nothwendigkeit nach sich, einen neuen Vorsteher der Familie zu wählen.“
Diess zersetzt u. aufgelöst in Böhmen, bei den Slovenen in Steyermark, Kärnthen, Krain durch Zusammenstoss mit röm. german. Rechtsverhältnissen.
Citirt rühmlich: „La Turquie d’Europe“ par Ami Boué.
Das v. Hube dargestellte slavische Familienrecht herrscht überall noch gleichmässig vor, in ganz Kroatien, Slavonien, Woiwodina Serbien, der gesammten Militairgrenze, Dalmatien, Fürstenthum Serbien, Bosnien, Herzegowina, Montenegro u. Bulgarien save die Städte u. die Küstenstriche des adriatischen Meers – bildet die eigentliche Lebensbasis der gesammten Landbevölkerung.
Die Familie bewohnt: eigenthliches Haus, meist mit Vorhaus, aus dem man in den Raum der Küche od. Feuerstelle u. rechts u. links in geräumige Zimmer tritt; diese Räumlichkeiten die allgemeinen Tags- Speise- u. Gesellschaftsgemächer des ganzen Hauses, in der Regel nur v. Hausvater u. Hausmutter bewohnt (allenfalls noch einem alten Ehepaar), wogegen die übrigen jüngeren Ehleute mit ihrem Anhang jedes f. sich eigne Kammern, selbst in besondren Gebäuden, bewohnen, welche in einer Gruppe um das Stammhaus stehn u. gewöhnlich ein besondres Privateigenthum der einzelnen Eheleute sind. Solches Gesammthaus ist mit Taufnamen des Familienvaters u. einem einzigen Familiennamen benannt. (18, 19)
Neben dem Haus Stallungen für die verschiednen
Viehgattungen; darin mehre Paar Zugochsen od. Pferde, 4–8 Kühe, 10–20 Stück
andre Rinder u. Pferde, 15–20 Stück Schweine od. Schafe, Anzahl Federvieh,
sammt nöthigem Feld[-] u. Hausgeräth u.
den erforderlichen Wirthschaftsgebäuden. Die
Grundansässigkeit hat 25–40 Joch in mehr od. minder
zerstreuten Grundparzellen, da die Dorfgemengwirthschaften
Zusatz von
Marx.
Schließen (!) vorwiegen (18, 19) Er zählt in solchem Haus
gewöhnlich: 1) ein rüstiger Hausvater (gospodar,
starešina) v. 40–50 J. mit Ehweib u. 2–3 Kindern; 2) alte 60–70 jährige
Eltern desselben; der Vater, früher Hausvater, hat diese Bürde
niedergelegt; 3) seines Vaters Bruder mit Hausweib mit od. ohne Kinder. 4)
jüngerer Bruder des Hausvaters selbst mit Ehweib. 5) jüngerer
Bruder desselben etwa als Soldat abwesend. (19) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Das Vorherrschen der
Dorfgemengwirthschaft zeigt dass man es hier mit aufgelöstem Gemeinland zu thun hat, das also älter als
die
selbsständige
Familienkomunion Familienkommunion.⦘
In Croatien u. Slavonien
besonders der Grundbesitz der Städtebewohner u. der
des Adels (bei dem noch Majorats- u. Fideikommiss[-]Rechte in Anschlag kommen) in der Hand
eines einzigen Eigenthümers – bildet alles unbewegliche Vermögen
der gesammten Landbevölkerung bei jeder bäuerlichen Hausfamilie
einen ungetheilten Grundwirthschaftscomplex als ein
Hausvermögens-Concretum. Alle zur Familie gehörigen Personen [haben]
gleiche Rechte auf dies Vermögen. Getheilt wird nur zu Zwecken der Bildung einer neuen
Hauskommunion unter Lebenden, keineswegs aber im Weg der Erbfolge, tritt
niemals ein, ausser wenn alle Mitglieder bis auf eine einzige Person aussterben, od. sonst mit Verzichtleistung auf
das Hausvermögen versorgt werden. Die letzte Sprosse
kann in Bezug auf das Hausvermögen testiren, und in Ermanglung
des Testaments tritt dann erst die allgemeine gesetzliche
Erbfolge ein. Stirbt |17 in solcher Hauskommunion ein Mann u.
hinterlässt Kinder, so erben sie nur sein besondres
Vermögen. Sein Antheil am Hausvermögen kein Gegenstand der
Erbfolge. Die Hauskommunion, deren Mitglieder auch seine Wittwe u.
Kinder, selbstverständlicher Erbe. (20) Diese Hausgenossen wirthschaften mit
vereinten Kräften auf diesem gemeinschaftlichen Bei Utiešenović, S.
21: Besitze
Schließen Boden. (21)
Abends u. im Winter spinnen u. weben die Weiber den grössten Theil der Nacht hindurch, – die Männer beschäftigen sich mit Verfertigen v. Haus- u. Feldgeräthen etc. Was sie solchergestalt erwerben, ist ihr besondres Eigenthum. (22)
Das Erträgniss der Wirthschaft übernimmt der Hausvater u. die Hausmutter in Verwahrung; davon der jeweilige Bedarf für das ganze Haus u. die öffentl. Abgaben bestritten. In manchen Gegenden wird jedoch der Ueberschuss des Ernteertrag im Herbst unter die Ehepaare vertheilt. In jedem Fall die Hauptlebenbedürfnisse aller gedeckt. (22) Grosse Sittenreinheit in diesen Hausfamilien. (23)
Die ganze Hauskommunion isst gewöhnlich an einem Tisch; selten alle gleichzeitig anwesend wegen der verschiednen Geschäfte. Hausvater besorgt Einkäufe u. Verkäufe unter Mitwirkung aller Hausgenossen. Er kauft f. alle die Tuchkleidung, Beschuhung, den Männern auch die Kopfbedeckung. Wäsche selten gekauft, die Weiber erzeugen sie f. die Einzelfamilien. Dazu erhalten die verheiratheten Ehepaare eigene Beete irgend eines gemeinschaftlichen Ackers zum besonderen Anbau v. Flachs u. Hanf, der nebenbei nach Zulassung der Feldarbeit, meistens aber bei der Nacht verarbeitet u. gesponnen, u. das Gespinnst im Winter verwebt wird. (23)
In manchen Gegenden wechseln die Weiber in der Besorgung des inneren Hauswesens ab, indem alle 8 Tage eine andre die Küche, Brotbacken, Geflügel, Kuhmelken etc übernimmt; sie heisst „reduša“ (die an die Reihe kommende) (23, 24) Aeltere Weiber ganz, die Neuvermählten durch ein Jahr v. dieser Mühewaltung enthoben. (24)
Bei Tod allgemeines Mitgefühl; da keine lachenden Erben. (24)
Er setzt die Zahl der Familienglieder on average auf 10–12 Personen, auch weniger. Viele gehn in Städte,
Staatsdienst, werden Advokaten, Geistliche, Handwerker, Handelsleute;
meisten bleiben dann in den Städten, verrichten auf das
Hauskommunionsvermögen zu Gunsten der übrigen Familienglieder.
Andre werden Soldaten u. kommen später auch anderwärts unter. Vermehrt sich
das Personale derart, dass zur Feldarbeit nicht alle seine
Arbeitskräfte nothwendig, gehn einige in Privatdienste bei benachbarten
Gutsbesitzern od. bei Landbauern, wo Arbeitskräfte mangeln, aus dem
Haus fortzeitlich od. ganz entlassen. Bei manchen Häusern unter den
jungen Burschen ein Turnus bezüglich des Ausgehns auf Verdienst, da
alle ein, 2, 3 Jahr, ein andrer ganz od. durch gewisse Zeit im Jahre in
Dienste od. auf Arbeit fortgeht. Der Verdienstbetrag bleibt ihr
Eigenthum od. sie geben Tantième an Hauskommunion ab, besonders wenn solche
Person nur Sommer auswärts, im Winter nach Hause kömmt. (25) In einzelnen
reichen Häuser Häusern oft 50–60 Personen in der Hauskommunion; dagegen im
Fiumaner u. Warasdiner Komitat wegen des zu geringen Grundbesitzes
bilden nur Einzelfamilien die Hauskommunion. Die
politische, die Feudal- u. die
Militairverfassung hat Zusatz von
Marx.
Schließen (dies
Naturwüchsige)
Zusatz von Marx.
Schließen (er sagt) diese
Sitte überall zu Staats- u. Feudal- dann Militairzwecken benützt; vozüglich vorzüglich zu ungehinderter Robotleistung an die Grundherrschaften
u. möglichst ausgiebige Militairstellung im Grenzgebiet, dessen
Militairinstitut hierauf beruht. (26) Dazu diese freie Volkssitte mehrfach
unter positive Massregeln gestellt, in ihren praktischen Ergebnissen dadurch
potenzirt, indem die auch sonst früher üblich gewesenen
freiwilligen zeitweise zeitweisen Theilungen des
Personal- u. Grundbesitzstandes entweder sehr
erschwert, od. ohne Erfüllung gewisser selten eintreffender Bedingungen
(z. B. in Militairgrenze sogleiche Stellung eines Soldaten aus jeder
abgetheilten Familie, im Civilgebiete
Einwilligung des
Grundherrn etc) ganz unmöglich gemacht wurden.
Dadurch … das … Hauskommunionssystem in seinem Wesen modificirt u. mitunter
erweitert. … wurde aber auch dadurch zu einem eisernen Ring … daher ward
Wunsch nach Theilungen rege u. Familienzwist nahm umso mehr überhand, je
entfernter Aussicht, dass Grundbesitz- od. Familien-Theilung möglich.
(27)|
In der Militärgrenze die
Grund Grundbesitz- u. Hauskommunions-Verhältnisse durch die jeweiligen
Grenzsysteme u. sonstigen Gesetze, bes. aber durch das
Grenz-Grund-Gesetz v. 1807 geregelt, Specialerbfolge
nur gestatt gestattet wenn die ganze Kommunion bis auf eine Person ausstarb.
Auf Grundlage des Gesetzes v. 1807 das jezt Zusatz von
Marx.
Schließen (i. e. 1859) Gültige v. 7 Mai, 1850.
(f. die
Grenzbewohner) ⦗Nach diesem Gesetz theilt sich
der
Grundbesitz der Grenzhäuser in Stammgut (in der Regel unveräusserlich) u.
Ueberland, veräusserlich⦘
Die Militairgrenzverfassung schonte immer die Volksthümlichkeit des Landes. (32)
Die Benützung des Hauskommunionswesens zu andren ihm fremden Zwecken war verschieden. (33) In allen Grenzsystemen kein’s welches das Zusammenleben der Familien befohlen hätte; schon das Privilegium v. 1630 stellt die Grundsätze auf, nach denen Familientheilungen statt haben; ein klarer Beweis, dass schon damals dergleichen Kommunionen bestanden, sie waren stets in den Sitten des Volkes begründet. (er citirt dies aus „Lehrbuch über die Grenz-Grundgesetze v. Stopfer“ als Ausspruch des früher bestandnen k. k. Hofkriegsraths in der Einführungsverordnung des Gesetzes v. 5 Oct. 1807.)
Dagegen
das Alberne in Agramer Zeitung v. 30 November 1852,
wonach: „die Grundherrn diese Hauskommunionen mittelst
der Urbarialgesetze geschaffen.“
Bemerkung von
Marx.
Schließen (Voilá Vorläufer v. Tschitscherin’s analoger Entdeckung über
das Entstehn der russ. Commune.)
Im Civilgebiet Kroatiens, Slavoniens u. einem Theil der gegenwärtigen Wojwodschaft über Hauskommunion bis 1848 keine geschriebnen Gesetze, »Mangel, der in der Neigung der Grundherrn zur unbedingten Beherrschung der unterthänigen Hauskommunionen begründet zu sein scheint.[«] Nur das Warasdiner Komitat hatte in einer f. die Gemeindeorgane 1838 vorgeschriebnen Instruktion darüber bestimmte v. der k. ungarischen Statthalterei genehmigte Normen erlassen. (36, 37)
Die ungarisch[-]kroatischen Urbarialgesetze berührten früher das Hauskommunionswesen nur in Bezug auf das Verhältniss zwischen Grundherrn u. Unterthanen. Nach theresianischem Urbarium konnten die Grundeigenthümer übermässige Theilungen verbieten u. ohne ihren Konsens vertheilte Grundstücke zurückfordern. Die Landtagsgesetze v. 1832–36 regelten erst umständlicher die Grund- Besitz- u. Benützungsrechte, ohne Erwähnung der Hauskommunionsverhältnisse. Bauern das Verkaufsrecht der Nutzniessung u. die Meliorationen ihrer avitischen Grundansässigkeiten zugestanden; Zerstücklung der letzteren v. Einwilligung der Grundherrn abhängig gemacht, im Allgemeinen Zerstücklungs-Minimalmass auf ¼ einer Ansässigkeit festgesetzt. Ferner die Anhäufung des Urbarial-Grundbesitzes in einer Hand auf Maximum v. 1–4 Sessionen beschränkt, wobei das Vorhandensein einer bestimmten Anzahl v. Bauernansässigkeiten in einer u. derselben Gemeinde zum Massstab dieser Berechtigung zur Zusammenlegung v. solchen Gründen genommen. (37)
Auf Ungarischem Landtag 1839–40 ein f. Ungarn u. Nebenländer berechnetes Erbfolgegesetz geschaffen ohne Rücksicht auf d. in Kroatien, Slavonien u. in jetziger serbischen Wojwodschaft bestehendes Hauskommunionverhältniss. (37–38) (In diesem Gesetz bei Aussterben der „Unterthänigen“ etc Heimfall an den Grundherrn.)
Blieb mit Bezug auf die Familienkommunionen todter Buchstabe. Viele
Processe aber darin ihre Wurzel f. alle civilrechtlichen Ansprüche aus
der
Bei
Utiešenović, S. 42: Erbfolge
Schließen Erbschaft in Bauerngütern.
In Dalmatien die
Hauskommunionen sehr verkümmert in Folge
der zersetzenden Einflüsse aus den Städten
gegenüber der Landbevölkerung. (43) Venedig hatte sie aufrecht erhalten u. zur
Organisirung v. Landwehrmiliz gegen die
Türken benutzt. Dann 1809 (in Folge
des
Wiener Friedens) französ.
Zwischenregierung; sie erklärte diese Volksverfassung sofort für
aufgelöst, proclamirte f. Grund u. Boden „libre succession“ in Dalmatien Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗also hier |19 zersetzender Einfluss, sobald moderne
Völker zur Herrschaft kommen[⦘]; liess aber die Volkssitte in
der occupirten Banal-Karlsstädter-Militairgrenze u. Civil-Kroatien (bis zur Save) bestehn. Same der
Zerstörung blieb; das alte blieb in den v.
den Städten entfernteren Gegenden Dalmatiens. (43) In
vielen Ortschaften u. Familien degenerirte die Communion, daher aüsserste Armuth eines grossen Theils der
dortigen Landbevölkerung. Die Familien parcellirten ihre
Gründe u. theilten sie unter sich, od. blieben in scheinbarer Gemeinschaft,
sofern sie die Armuth in denselben Wohnbestandtheilen zurückhielt, die sie
sich nicht aufbauen konnten; od. zerstörten die Ansässigkeit, indem
sie sich unter sich die einzelnen Parzellen nur zur besondern
Bearbeitung u. Benützung vertheilten. (43) Gegenwärtig gibt es Grundbesitzer
dort, die ihre schmale Grundparzelle nicht anders abmähen können, als dass
sie sich auf einem ähnlichen bandartigen Grundantheil eines Nachbarn
aufstellen. Auch sollen einzelne Olivenbäume mehren Eigenthümern gehören.
Selbst die Trambäume der Häuser werden mitunter unter
die Familienglieder vertheilt. (45)
Die fortschreitende Verarmung zwang einzelne Familienzweige
sich ihrer kleinen Antheile zu entaüssern, auf welche
Weise ganze Komplexe bäuerl. Grundbesitzes in die Hände
der Städter u. sonstiger Spekulanten übergingen, bei
denen nun die ehmaligen Eigenthümer derselben Gründe als Coloni im Pachtverhältniss stehn. Auch diese coloni
in ihrem emphyteutischen Besitzverhältniss zu
den Grundeigenthümern stehn grösstentheils in Hauskommunionsverband u. der Dalmatiner
hält es Zusatz von
Marx.
Schließen (wie die andern
Südslaven) für Schande durch Heirath eine Grundbesitzung mit
dem Weib zu erwerben, da der
Mann das
Weib zu versorgen hat, u. dieser der Sitte gemäss
als Besitzer dieses erheiratheten Grundes den Familiennamen der Braut annehmen müsste. (44) Beispiele
jedoch sogar auf den
Inseln des adriatischen Meers u. selbst in Städten v. Familienkommunion.
(l. c.)
In Montenegro, Herzegowina, Bosnien u. Bulgarien
keine gesetzliche Reglung dieser Sitte; hier aber besteht sie urkräftig. (48 45) Im Fürstenthum Serbien gelten auch
die §§ der röm. germ. Erbfolge im bürgerlichen Recht
f. die civilisirt werdende Bevölkrung
der Städte. Eignes Kapitel des
serbischen bürgerlichen Gesetzbuchs handelt v. den Hausgenossenschaften (zadruga); die Grundzüge bewahrt, aber
die Gesetzverfügung in ganz verworrnem der bestehenden
Volkssitte völlig entgegengesetzten Sinn abgefasst, ohne wirklichen Einfluss
auf die Landbevölkerung. (45) Nach § 515,
daselbst: „Ein Hauskommunionsmitglied kann nur auf seinen
Antheil Schulden machen.“ (Sobald diess erlaubt, Zusatz von Marx.
Schließen sagt der
Verfasser, gäbe es keine
Kommunion mehr.) Ebenso dem Sachverhältniss widersprechend: „§ 521: „Jeder in der
Kommunion Lebende u. die nöthige persönliche Eigenschaft
Besitzende kann über seinen Antheil bis zum Belaufe
seines Werthes letztwillig verfügen. Hat jemand solchergestalt
verfügt, so ist die Inventur aufzunehmen, damit
der
Antheil des Verstorbnen ausgeschieden
werde.“ So § 522: „Alles dasjenige, was
jemanden in der Hauskommunion gehört, sei es Hauptvermögen, ein Zuwachs,
eine Erneuerung od. Erwerbung, wird als ein persönliches
Eigenthum (sobstvenost) betrachtet, nach welchem das
Verfügungsrecht über dasselbe gegenüber allen andern in der
Kommunion Lebenden gesetzlichen Erben bestimmt u. begrenzt wird.“ (dass,
Zusatz von Marx.
Schließen bemerkt Verfasser, trotz dieser
gelehrten §§ noch Bei Utiešenović, S. 48:
Hauskommunionen
Schließen Hauskommunen in Serbien bestehn, das beweist nur
die Kraft der Volksitte, die diese mit dem
Geist der Hauskommunion ganz unvereinbaren Verfügungen ignorirt Ausrufezeichen
von Marx.
Schließen !) (48)
⦗§ 526 drückt den alten usus aus. : „Die Rechte u. Pflichten der
Hauskommunionsmitglieder sind dieselben, gleichviel ob
diese Mitglieder sich gegenseitig verwandt sind, oder ob selbe durch allgemeine Zustimmung in die Kommunion
aufgenommen worden sind.“ Bemerkung von Marx.
Schließen (Abermalige Antwort auf Tchitcherins Bedenken v. wegen mangelnder
Verwandtschaft im russ. Gemeinwesen!)|
§ 527.: „In Fällen der Hauskommunion-Erbfolge u. Theilung ist nach den allgemeinen Bestimmungen über die Erbfolge u. Theilung vorzugehn.“ Dieser lächerliche § aufgehoben durch den folgenden: § 528: „Die Verwandtschaft in der Hauskommunion hat bei der Erbfolge das Vorrecht vor der ausserkommunalen Verwandtschaft, selbst wenn diese in einem näheren Grad stünde. Indessen schliesst selbst die stattgefundne Aufnahme eines Fremden in das Haus selbst die Blutverwandtschaft ausser der Hauskommunion in Bezug auf die Erbfolge aus.“ (48)
Das ganze Gesetz nur ein grosser Widerspuch. (49)
Bei Bemessung der Personalsteuern wurde wurden die Hauskomunionen Hauskommunionen begünstigt, da v. 4–5 einer, v. 6–7 zwei, v. 8–9 drei, v. 10 Männern eines Hauses 4 v. der Personalsteuer befreit. (l. c.)
Zusammenfassend von Marx
in eigenen Worten.
Schließen Ein Bauer antwortete solchem Buchaufgeblähten
Juristen, (jezt schon Doctores utriusque juris in
Serbien):
„A šta su vaše knjige, ta od knjige staria je
glava!“ (Ei was sind eure Bücher, der Kopf ist
älter als das Buch.“ (52)
Den eigentlichen Hauskommunionen steht die Familien-Vereinzelung (inokoština) gegenüber, die wieder zweierlei: Einzelnfamilien mit mehreren männlichen Kindern u. solche mit einem männlichen u. mit weiblichen Kindern, od. Ehleute, die gar keine Kinder haben. Im ersten Fall, überall wo Landvolk sich nur mit Ackerbau beschäftigt, die Hauskommunion bestehend, so dass die Brüder nach Sterbefall des Vaters ihr Erbe nicht theilen. Nur in den letzteren Fällen Einzelnerbfolge, u. der etwaige eine Sohn übernimmt die Wirthschaft, u. die weiblichen Geschwister erhalten ihre Erbantheil Erbantheile in Baarem; wo gar keine Kinder, erben die nächsten Verwandten. (52)
Das Wort „patriarchalisch“ passe nicht für dies Verhältniss; Volk selbst bezeichne es als: družina, družtvo, zadruga (Genossenschaft, Gesellschaft, Association, Gegenseitigkeit)[.] Gospodar heisse dem Begriff nach nicht „Herr“ od. „Gebieter“, sondern Hauswirth, Hausverwalter. (53) Es sind Verwandtschafts-Vereine (l. c.)
Also vor 1848 der Landbauer in Kroatien u. Slavonien nur Eigenthümer der Nutzniessung u. der Meliorationen der Ansässigkeiten, welche sie nach den Urbarialgesetzen, abgesehn von der Hauskommunion, aus Rücksichten f. das grundherrschaftliche u. allgemeine agrarpolitische Interesse nur in gewissen Fällen u. nur bis zu einem Minimum v. einer Viertelsansässigkeit zu theilen befugt waren, um so aus einer Hauskommunion 2 od. mehre zu bilden.
Schon das ungarische Landtagsgesetz, Art. VIII v. 1839–40 bahnte Ruin u. nur faktisch zurückgewiesen durch die Opposition der kroatisch-slavonischen Grundherrn u. Komitatsregierungen. (54)
1848: Aufhebung des Unterthanenverbandes; machte die Urbarialgründe (der Bauern) auch formell, nicht nur die Nutzniessung, sondern der Substanz nach, zum Eigenthum der Bauern. Entschädigung jedoch durch die Bauern zu leisten für die wegfallenden Urbarialgiebigkeiten (f. die Grundherrn) in Geld mittelst eines auf 40 Jahre vertheilten Grundentlastungs-Steuerzuschlags zur Amortisirung der den Berechtigten erfolgten verzinslichen Grundentlastungsfonds-Obligationen.
Zusammenfassend von Marx in
eigenen Worten.
Schließen Aber mit dieser Umwälzung v. ’48 viel agitirt f.
individuelle Wirthschaft, Parcellirung v. den Städten
aus. Meist „steckte hinter dieser Sorgfalt
für die Volkswirthschaft die gierige Habsucht, welche den
Bauer vor seinem Austritt aus der angestammten Abhängigkeit noch vollends
ausnützen wollte.“ (55) 1848 u. 1849 kamen daher Parcellirungen u. Abverkäufe des Grundbesitzes sowie
die Familientheilungen nur zu sehr in Schwung, wodurch
besonders in Kroatien heillose Zertrümmerung der
Grundansässigkeiten erfolgte. 100ᵗᵉ früher wohlhabende Familien so in Armuth
gestürzt. Wirkte dazu mitbestimmend die 1848 eingeführte
regelmässige
|21
Rekrutenaushebung im Verhältniss
v. 1 Soldat zu 2 im Haus bleibenden arbeitsfähigen Männern, da
die Aussicht vorhanden war, die stellungspflichtigen
Söhne der sich theilenden Väter durch den Grundbesitz u.
Familientheilung v. der Rekrutierungspflicht zu befreien. (55) Die
Zertrümmerung der Grundwirthschaften, nicht nur in Kroatien,
sondern in ganz Ungarn u. andern deutsch[-]erbländischen Provinzen in Folge der
Revolution v. 1848.
Gleich nach Beendigung des kroat. Kriegs mit Ungarn suchte man in
Kroatien u. Slavonien den Unfug durch provisorische Massregeln zu
steuern, um Zerstückelung auf das gesetzliche Zusatz von
Marx.
Schließen (frühere) Minimum zu beschränken. Später durch Verordnung des Banns v. 1849 alle Familien-
u. Grundbesitzzerstückelungen bis zu weiterer gesetzlicher Reglung gänzlich
suspendirt; blieb dabei bis jezt Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗i. e. zum Datum
dieser Schrift.⦘
Nicht nur im Civil- sondern auch im Militairgebiet v. Croatien u. Slavonien hatten viele solche Familientheilungen stattgefunden, welche jedoch nur die Bildung kleinerer Hauskommunionen zur Folge hatten. Solche Familien ruinirt. Vor ihrer Theilung in 2 od. 3 Theile eine grössere Hauskommunion hatte z. B. blühendes Anwesen v. 24–30 Joch Grundes, mit hinreichendem fundus instructus, 4–8 Stück Zugvieh, eben so viel Kühen etc; jetzt vegetirte jeder der abgetheilten Familientheile auf seinem Grundantheil, ohne dass ein einziger ein Gespann od. nur einen Pflug u. kaum noch eine Kuh hatte. Früher das Hauswesen geleitet durch 1 Hausvater u. 1 Hausmutter, während die andern Hausgenossen der Feldarbeit nachgingen; jetzt 3 Hausväter, die diesen Geschäften obliegen; 3 Hausmütter od. Köchinnen müssen zu Haus bleiben, 3 Hirten das Vieh auf die Weide treiben, während sie auf dem Felde bei der Bearbeitung des schweren Thonbodens mit nichts zu Stande kommen. Daher Klage über die allgemeine Verarmung solcher Familien; diess rief das provisorische allgemeine Verbot des Banns hervor. (57)
Das
Hauskommunionswesen musste seit 1848 officiell
erörtert werden, da es bei Einführung der neuen geregelten
Grundbuchsführung, Abhandlung der Verlassenschaften, bei
Civilprocessen auf Anlass v. Schuldklagen gegen einelne einzelne Hauskommunionsmitglieder nothwendig zur Sprache kam, weil auf
die Hauskommunion die bestehenden Gesetze über
die Theilung eines gemeinschaftlichen Eigenthums u. die
allgemeinen Successionsgesetze nicht passten, »auch der Begriff
der Familie ein ganz eigenthümlicher u. den allgemeinen öster.
bürgerlichen Gesetzen
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗er hätte sagen können den ganzen europäischen⦘ ganz unbekannter ist u. daher hier auch nicht v. einem Miteigenthum im Sinn der
§ 361 u. 825 des allgem. bürgerl. Gesetzbuchs keine Rede sein
kann.[«] (58)
1852 berief Ministerium des Innern Vertrauensmänner aus dem Land zusammen, mit Beziehung auf die Grundentlastungs-Angelegenheiten, wobei auch ihre Meinungen über die Familienkommunionen entgegengegennommen entgegengenommen. Sie u. Banus (Landeschef) u. Komitätsbehörden erklärten sich f. Fortdauer der Hauskommunionen. Ebenso auf Aufforderung der kroatisch-slavonische kroatisch-slavonischen Landwirthschaftsgesellschaft; bes. der katholische Kuratklerus u. Stimmen aus allen Ständen in den öffentl. Blättern u. im Organ jener Gesellschaft (Blatt heisst: Gospodarski list)[.] Aber auch Stimmen dagegen, hinderten definitve Reglung.
Schattenseiten des Hauskommunionswesens: Unverträglichkeit zwischen den Hausgenossen, Unfähigkeit od. Selbstsucht des Hausvaters, Zungen böser Weie Weiber. Nur sporadische Uebel.
Der grösste Uebelstand, in manchen Landstrichen kaum mehr gut zu machen, Volk durch Anstiftung gewissenloser Rathgeber u. eingetretne Begriffsverwirrung über Grundeigenthum, förmlich in die Theilungsmanie gehezt. »Verbot des Banus v. 1850 in vielen Gegenden umgangen v. Bevölkrung durch geheime Theilungen« (p. 60), indem die einzelnen Familientheile den gemeinsamen Grund parcellenweis unter sich vertheilen u. bearbeiten, die Hauskommunion nur auf dem Papier, der Hausvater nur in abstracto besteht; [er] repräsentirt die Hauskommunion bei öffentl. Leistungen, Steuerzahlungen etc der Staatsbehörde gegenüber, lässt sich dagegen die Theilbeträge dieser Leistung v. den übrigen Mitgliedern des zerfallnen „ganzen Hauses“ entrichten. (l. c.)
Dies illegale Verhältniss in diesem Augenblick Krebsschaden, droht die alte Familien- u. Ackerverfassung ganz zu zersetzen; diese führt nicht nur zur Auflösung der Kommunion, sondern weiter zur Parcellirung: »die Exemplifikation greift in einigen Familien u. Dörfern kontagiös um sich.« durch dies 10jährige ungeregelte Provisorium viel geschadet. (l. c.)
1853 kam, aus Anlass der übermässigen Grundzerstücklung in den nicht südslavischen Kronländern, die Regelung der Grundzerstücklungsfrage in Ungarn u. den gesammten andren östreich. Provinzen zur Frage.
Vor 1848 in den k. k. Staaten im Allgem. f. die Erhaltung der grossen, mittleren u. kleinen Grundwirthschaften, i. e. der Adels[-] u. Bauerngüter besorgt; gegen Zerfall in Zwergwirthschaft durch übermässige Parcellirung bei Abverkäufen u. Erbtheilungen.|
22Erbfolge in Bauerngütern geregelt f. deutsche u. slavische erbländische
Provinzen nach den in Patent Kaiser Leopolds II v. 29
Okt. 1790 enthaltnen Grundsätzen, die immer noch in Kraft stehn.
Danach gelte die allgemeine Erbfolge auch bei Bauernstand, können
aber die zu einem Bauerngut gehörigen Stift- od.
Hausgründe niemals zerstückt werden. Bei Erbtheilung (wenn Vater
nicht schon einem Kinde das Bauerngut namentlich zugedacht)
allezeit ältester Sohn das Bauerngut
erhalten, wenn die (vormalige) Grundobrigkeit gegen denselben keine
gegründete Einwendung [hatte]; sonst
dem
nächsten nach ihm u. bei Abgang v. Sohn der ältesten Tochter. Wenn der überlebende
Ehegatte, Mann od. Weib, schon in Miteigenthum des Bauernguts,
einem wie dem andren gestattet das ganze Bauerngut an sich
zu lösen. Der Empfänger des Bauernguts ist schuldig die Erben od. Miterben nach
dem wahren Werth des Guts zu befriedigen.
Stirbt Besitzer des Guts ohne Kinder, so können die Erben
einem aus ihnen das Gut zutheilen od. es veräussern. Nach diesem
Patent kann Niemand zwei gestiftete Bauerngüter
besitzen. Durch spätere (nach 1790) Bestimmungen
erlaubt, dass ausnahmsweis zu besserer Kultivirung der
Gründe
mit Hinsicht auf die Bewirthschaftungskräfte der einzelnen
Besitzer allzu grosse Bauerngüter getheilt od.
die
zu weit entlegnen Gründe veräussert werden kann, so
dass bestimmtes Minimum als untheilbar
verbleibe, das verschieden in den
verschiedenen Provinzen, gewöhnlich = ¼ Bauernhube od. 10–12 öster. Joch, in Böhmen eine Grundfläche
auf 40 Metzen Aussaat. In der Regel die
Zerstücklungen od. Grundabverkäufe bis zu diesem Minimum in der
Regel v. der Bewilligung durch die
politische Kreisbehörde auf Grund des
Gutachtens Bei Utiešenović, S. 62:
landwirthschaftlicher
Schließen wirthschaftlicher Fachmänner abhängig, sodass Rest
zur Erhaltung einer Familie, deren Anzahl in der Regel 5 Köpfe,
hinreiche.
Nur in Krain u. dem
Küstenland
Zusatz von Marx.
Schließen (but Salzburg?) kein Minimum festgesetzt; fz.
Regierung hatte hier die freie Theilbarkeit des
Grundbesitzes eingeführt. ⦗nur hat man dies dahin beschränkt, dass keine
Zerstücklung durch Erbfolge stattfinde⦘
In der deutsch-erbländischen Erbfolge geht Gut meist an den ältesten Sohn über, alle andern Familienglieder meist schon in früher Jugend aus dem Haus entfernt, höchst ungewissem Schicksal überwiesen. Die so Abgefertigten erhalten ihre Erbantheile selten gleich baar, oft nach Jahren, vielfältigen Civilprocessen, immer in Raten u. stets sehr geringen Beträgen, das die sie in Folge v. Nothstand od. Leichtsinn allmälig verthun. Die Erbschaftsabfertigung nützt ihnen fast gar nicht, während sie die Erben der Grundwirthschaft in Schuldenlast stürzt. Die Abgefertigten klagen dass der Vater sie übervortheilt, weil er die Wirthschaft dem einen Sohn zu zu niederm Schätzungswerth überlassen [hat], sie ihre Antheil Antheile nur theilweis od. gar nicht erhalten. Wandern meist als besitzlose Arbeiter, Handwerker, familien- u. heimathlos. Materiell elend, sittlich verkommen, geschlechtlich leichtfertig diese Menschenklasse. Diese Erbfolge schafft so ein Proletariat, das sich daher in Oestreich täglich in den Städten vermehrt.
Für Dominikal- od adlige Güter in den deutsch[-]erblichen Provinzen kein Grundzerstücklungsminimum festgesetzt, sondern festgesetzt, dass in jedem einzelnen Fall die Entscheidung der polit. Landesstelle im Einvernehmen mit dem Ständekollegium zu erfolgen.
In Ungarn, u. dessen ehmal. Nebenländern, namentlich Kroatien u. Slavonien dagegen bezüglich der Trennung der Bestandtheile adliger Güter gar keine gesetzlichen Normen aufgestellt – Fideicommisse u. Majorate natürlich ausgenommen, diese unveräusserlich; dagegen das acquirirte, nicht-avitische Grundeigenthum frei veräusserlich, u. testamentarisch vererblich.
II)
Bemerkung von
Marx.
Schließen Dieser Theil enthält blos reactionär-romantischen
Kohl mit Stützung auf List u.
den Esel Riehl. Letztrer sagt u. a.: „Eine
anscheinend wiedergewonnene Autorität der öffentl. Macht steht so
lange wurzellos in der Luft, als in der Sitte des
Hauses die
Autorität des Hausregiments nicht restaurirt
ist.“ „Im 18ᵗ Jhdt habe sich auch in Deutschland
der Geist der Familienlosigkeit entwickelt:
der
Polizeistaat u. die
socialistische Standeslosigkeit folgte im 19ᵗ, nun
werde die Umkehr folgen müssen od. der
Ruin.“
Bemerkung
von Marx.
Schließen Unser Verfasser
macht übrigens ganz richtig aufmerksam [auf] die europäischen
Familienverhältnisse: „Nur in Fällen
der gesetzlichen Erbfolge erweitert sich thatsächlich u. praktisch
der Kreis der Familie bis an ihre aüssersten
Ausrankungen, u. die
gesetzliche Erbfolge statuirt im Widerspruch mit
dem innersten Wesen des Rechts die sonderbare
Anomalie des Rechts ohne Pflichten. Oft ohne ihren Verwandten
jemals persönlich, kaum dem Namen nach gekannt, u. fast immer, ohne
ihm irgend auch nur eine Gefälligkeit im Leben |23 erwiesen zu
haben, erscheinen die entfernteren Verwandten des
Erblassers u. streichen kraft des gesetzl. Erbfolgrechts als lachende Erben die Verlassenschaft
ein.[“] (98, 99) Mit grösserem Recht
könnte das Gesetz die Zuständigkeits-Gemeinde des reichen kinderlosen Erblassers zum Erben
einsetzen u. z. B. kraft desselben Rechts, das ihm das Gesetz an
die Versorgung v. Seite der Gemeinde für den
Fall einräumt, wenn er in Noth u. Elend leben würde. (99)
III)
Verfasser sagt (p. 103) dass er geboren in einer Hauskommunion der kroatischen Militairgrenze, wo sein Vater Feldwebel war. Diente später als Grenzverwaltungs-Officier in mehren Grenzregimentern, verwaltete (seit 1850) im Warasdiner Comitat 5 Jahr als k. k. Vicegespan u. Bezirksvorstand selbsständig 5 Jahre durch einen Bezirk v. 15 □ meilen u. 64,000 Einwohnern, worunter die Stadt Warasdin mit 10,000 Seelen.
„In der Hauskommunion lebt der zum „ganzen Hause“ erweiterte Begriff der Familie, ohne in die alte Familienselbstständigkeit u. Stabilität des Grundbesitzes aufhebenden russischen Gemeindekommunion od. in jenen der deutsch–suevischen Dorfverfassung an der Lippe … umzuschlagen.“ (105)
„Auch
moralische Unterstützung der Hauskommunionen kann sich die Aristokratie des Landes verlässlicher Bundesgenossen
gegen die Gefahren v. Seiten ihrer „natürlichen
Gegner, des 4ᵗᵉⁿ Standes“
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗diess in „“ eingeschlossne sind v. ihm adoptirte
Worte asini Riehl⦘ zu sichern.“
(106)
Jeder kann aus der Hauskommunion „ ausscheiden, wenn er auf das Vermögen derselben verzichtet.
Schriftstück eines nichtkroatischen Juristen seit 1851 in litographirten Exemplaren – gegen die Hauskommunionen – im ganzen Lande circulirend (kam erst 1851 dieser Mann ins Land u. scriebs schriebs im selben Jahr)
Was er dagegen vorbringt, läuft zusammen in folgenden 10 Punkten:
- 1) Wohlthat eines besondern ausschliesslichen Eigenthums v. Individuen u. Einzelfamilien;
- 2) Bessere Bewirthschaftung des Bodens wegen des erwarteten Selbstgenuss der Früchte des eignen Fleisses;
- 3) Privat- u. nationalökon. Vortheile aus der grösseren Selbstständigkeit jedes Einzelnen;
- 4) Grösserer u. festerer Kredit bei ausschliesslichem Alleinbesitz des Vermögens; (p. 109)
- 5) Wohlthat aus dem Vorhandensein eines grösseren proletaren Arbeiterstandes, als Mittel der rationellen Landwirthschaft u. Hebel der Industrie, zu Gunsten der Gutsbesitzer u. Kapitalisten (p. 109, 110)
- 6) Grössere Bildungsfähigkeit u. Bildung in Einzelfamilien, da die Kinder nicht so viel böses Beispiel sehn;
- 7) Geringere Anzahl v. Gesetzübertretungen, weil beim Einzelnleben nicht so viel Gelegenheit zum Zank u. Hader ist, wobei die Leute öfters raufen, sich auch etwa todtschlagen.
- 8) Grössere Sittlichkeit, weil die Jugend keine Gelegenheit hat, mit den oft nur entfernten Verwandten des andern Geschlechts zusammenzukommen.
- 9) Nachtheile f. die Menschenwürde, aus der Unterwerfung unter einen oft rohen Hausvater, während auch keine eigentliche Gleichberechtigung stattfindet, weil der Genuss einzelner Personen nicht immer im rechten Verhältniss zu ihrer Arbeit steht.
- 10) Allgemeine u. socialpolitische Nachtheile aus der Gruppirung der Individuen unter einem Hausvater, als einer steten Vormundschaft, wobei das Individuum v. der Familie absorbirt u. die politische Reife des Volks verzögert wird. (110)
[Aus jedem dieser gegen den Fortbestand der Hauskommunionen aufgestellten Hauptpunkte kann man geradezu die Begründung für ihren Fortbestand entwickeln. … Hier die Gegengründe für ihren Bestand vom Standpunkte der Hauskommunionen:]
ad 1) sichre Zufluchtsstätte der einzelnen Familienglieder, so lange sie nicht eine andre gesicherte Existenz finden. (l. c.)
ad 2) Bessere Bewirthschaftung des Bodens bei grösserem Betriebskapital, gesichertem Besitz des erforderlichen Viehstands, wobei der Acker nicht so sehr ausgesogen wird als bei Zwergwirthschaft. (110, 111)
ad 3) Privat- u. nationalökonomische Vortheile aus der
Wirksamkeit vereinter Kräfte des Kapitals u.
der Arbeit u. dem Vorhandensein Bemerkung
von Marx.
Schließen (aha!)
einer grösseren Anzahl v. Arbeitern im Lande, die,
vom Stammhaus abgefertigt, mit ihrer Waare, d. i. der Arbeit ihrer Hände, |24 dorthin
gehen, wo sie am besten bezahlt werden; aus dem
grösseren Ueberschuss an Produkten, weil
der Zwergwirth gewöhnlich alles für sich selbst braucht was er
erzeugt, wogegen je mehr Köpfe in der
Familie, um so geringer ihr verhältnissmässig
auf jeden Kopf fallender Bedarf. (111)
ad 4) Grösserer u. festerer Kredit bei grösserem u. gesichertem Vermögensstand, vorausgesetzt eine gesetzliche Reglung der Hauskommunions-Rechtssphären. (l. c.)
ad 5) Wohlthat des Mangels der allgemeinen Landesplage, des Pauperismus u. des Proletariats, wenn niemand sein altes Netz zerstört, bevor er sich ein neues baut. (l. c.)
ad 6) Grössere Bildungsfähigkeit u. Bildung der Jugend beim Aufwachsen in der Geselligkeit mit Verwandten, statt unter wildfremden, auch rohen Kindern; vorausgesetzt, dass Schulen bestehn, welche gleichfalls v. Hauskommunionen leichter begründet u. erhalten werden als sonst. (l. c.)
ad 8) Grössere Sittlichkeit, weil das Laster das Licht
scheut, u. weil hier gegen Schliessung der Ehen keine anderen
Hindernisse obwalten, als welche das kanonische Recht u.
das Heeres-Ergänzungsgesetz Bei
Utiešenović, S. 111: vorzeichnet
Schließen verzeichnet. (l. c.)
ad 7) »Geringere Anzahl v. Gesetzesübertretungen, weil niemals alle Hausgenossen schlecht sind u. sich gegenseitig v. üblen Thaten zurückhalten u. beaufsichtigen. Auch … Verdruss erspart von schlechten Dienstboten.[«] (l. c.)
ad 9) Vortheile für die Menschenwürde, aus der Selbstbescheidung u. Unterordnung des egoistischen Einzelinteresses unter das Familieninteresse. (l. c.)
10) Allgemeine u. social-politische Vortheile v. grösster Tragweite aus der Gruppirung der Individuen u. Einzelnfamilien in hausgenossenschaftlichen Organismen, als Mittelglied zwischen Individuum u. Gemeinde, u. als Schule f. einen konservativen Bauernstand. (112)
»Die Habsucht u. Selbstsucht wird mit der Zeit hier wie überall um so grösser werden, je feiner der Rock u. je glatter die aüssere Oberfläche der Bildung wird.« (113, 114) hie u. da eine bedauerliche Degenerirung der Hauskommunion wegen strafloser Uebergriffe einzelner Hausgenossen auf die Spitze getriebne Unverträglichkeit … u. Wahn, dass man sich durch Theilungen v. einigen öffentlichen Lasten befreien werde.
»Die ärmsten Grundbesitzer in Kroatien sind von jeher die auf ihren Zwergwirthschaften sich vergeblich abmühenden zahlreichen Bauernedelleute.« (115) Ihre Arbeitscheue, Armuth, Zank- u. Streitsucht berühmt im Land, Grundzerplitterung der Vorzug ihrer socialen Stellung. (115)
In den Hauskommunionen die
gegenseitige Kontrolle in der Arbeit sehr
eifersüchtig geübt. (l. c.) Ein Knecht wird nie besser u. fleissiger
arbeiten als Hausgenossen. (116) Das Hauscommunionsgut nicht Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗wie oft bei s. g. Gemeindegut⦘
Niemandes, sondern eines jeden Hausgenossen Gut.
(l. c.)
Hie u. da wahrgenommne, nicht ganz entsprechende Bestellung der
Felder meist verursacht durch geologische u.
bodenchemische Bedingungen mit denen die besten deutschen
Gutsverwalter mit eigens dazu verschriebnen deutschen
Feldarbeitern nicht fertig werden. Und nun der arme, durch
Jhdte nur f. die Robot gezogne kaum freigewordne Bauer, ohne
Betriebskapital? So schwerer Thorboden, zur Zeit der
Dürre steinhart, zur Zeit der
Bei
Utiešenović, S. 116: Nässe
Schließen Nesse pechartig klebend, herrscht fast überall auf allen Anhöhen vor. Wo mehr lockerer, sand[-] oder schotterhaltiger Boden, Bodenbestellung des
kroatischen Bauers viel besser als anderwärts, z. B. die
Bodenbestellung in der Podravina, Posavina u. Umgebung Wisradins Warasdins. Steht sie unter der des eigentl. Bauernstandes
in Steiermark u. Oesterreich? Der
einzige Unterschied, dass die Kroat. Bauern
(dort) die Beete etwas schmäler anlegen u. auf einem Acker zwei Ernten im Jahr fechsen, Haiden
nach der Winterfrucht, wo andre bloss
eine Ernte zu Stande bringen. (116, 117)|
Nach amtlicher Statistik der agricolen Production: Kroatien u. Slavonien produktive Bodenfläche v. 2,925,000 n. ö. Jochen u. erzeugte 1851 an Getreide verschiedner Gattungen 7,290,000 Metzen; Steiermark mit um ⅛ grösseren Bevölkerung auf 3,596,000 Joch: 10,912,600 Metzen; Oberöstreich mit um ⅛ geringerer Bevölkrung auf 1,901,000 Jochen u. 6,849,000 Metzen. Dazu unser Land allseitig vernachlässigt bis 1848 (117)
Nach den officiellen statist. Tafeln für 1851 bestehn in Kroatien u. Slavonien im Ganzen (sammt Städten) 103,337 Häuser mit 208,632 (Einzeln)Familien mit 868,456 Seelen. In Oberöstreich, bei Bevölkerung v. 717,316 Seelen, in 107,870 Häusern 167,705 Einzelnfamilien; Tirol bei 858,203 Seelen in 122,205 Häusern 171,371 Familien. Somit in Durchschnitt in Oberöstreich 160/100, in Tirol 145/100, in Kroatien u. Slavonien 22/100 Familien auf 1 Haus, also kaum 40/100 bis 65/100 mehr als in jenen Kronländern. In der Militärgrenze 958,877 Seelen, in 110,451 Häusern mit 113,932 Familien, folglich fast nur 1 family in jedem Haus (das Plus v. 3932 Familien über die Anzahl der Häuser kann nur die unbehausten Wohnparteien in den kleinen Städtchen u. Märkten der Militairgrenze enthalten), wogegen im Civilgebiet 2 Familien durchschnittl. auf 1 Haus, weil in der Militairgrenze jede Hauskommunion (jedes Haus) nur als eine einzige Familie konscribirt wird, dagegen in den Volkszählungsbüchern im Civilgebiet, wie in den übrigen Kronländern, die Einzelnfamilien jedes Hauses als Wohnparteien konskribirt werden. (117, 118)
Vergleicht man Häuserzahl u. Bevölkerungsmasse, so
| Kroatien u. Slavonien | auf | 103 000 Häuser | u. | 874,000 Einwh. p. Haus | ca | 8½ | |
| Militairgrenze | 110 000 〃 | 958,000 〃 | 9 | ||||
| Oberöstreich | 107 000 〃 | 717,000 〃 | 7 | ||||
| Tirol | 122,000 〃 | 858,000 〃 | 8 | ||||
| Steiermark | 167,000 〃 | 997,000 〃 | 9 | ||||
| Dalmatien | 71,000 〃 | 410,000 〃 | 6, |
wobei freilich die Städte mitbegriffen. In andern Provinzen (ausser kroat. etc) vertritt die dienende Klasse die Hausgenossen mit od. in Familie; in der Hauskommunion dagegen jedermann sein eigner Diener. In Ungarn 6, Böhmen 7, Galicien 6, Niederöstreich (mit Wien) 9, Lombardie 9, Venetianischen 6 Seelen auf jedes Haus. Die Armuth Dalmatiens spricht sich auch aus in der Zersplitterung der Bevölkerung in den kleinen Häusern. (118, 119)
Im ganzen fiumaner, warasdiner Komitat, in gewissen Theilen der übrigen Komitate, in Gebirgsgegenden u. wo sich die zahlreichen Bauernedelleute vorfinden, sind die Hauskommunionen auf sehr bescheidness bescheidenes Mass an Personal beschränkt u. identificiren sich in vielen Orten mit den Einzelnfamilien (119)
In den vor 1848 zu Ungarn gehörig gewesnen Bezirken der Murinsel, Čacovac, Prelog, Striogo Strigovo, besteht das eigentliche erweiterte Hauskommunionsleben gar nicht; in einigen Theilen des agramer Comitats u. Slavoniens ist es mehr potenzirt, aber im Durchschnitt kaum 12 Personen auf 1 Haus; in der Posavina hat 1 Haus nah an 100 Personen, was auch an einem andern Ort in Slavonien der Fall sein soll. (119, 120)
Er giebt aus v. ihm selbst zusammengebrachten authentischen Daten in Bezug auf den Umfang des Warasdiner und Kreutzer Comitats folgende Liste:
Aus 7 Bezirken dieser Komitate je ein armes a) u. je ein vermögliches Dorf b) darin zusammengestellt.|
26–27| Personalstand | Grundbesitzstand | |||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bezirk | Dorf | Anzahl der Häuser | 1-5 | 6-10 | 11-15 | 16-20 | 21-25 | 26-30 | 31-35 | 36-40 | darüber | bis 2 | 2-5 | 5-10 | 10-15 | 15-20 | 20-25 | 25-30 | 30-40 | 40-50 | 50-100 | drüber | ||
| Köpfe in Häusern | N. östreichische Joche bei Häusern | |||||||||||||||||||||||
| Warasdum-gebung | a) Vinica bèrdo | 36 | 14 | 20 | 2 | 4 | 15 | 8 | 3 | 3 | 1 | 1 | 1 | |||||||||||
| b) Tèrnovec | 68 | 11 | 21 | 29 | 6 | 1 | 4 | 6 | 15 | 32 | 8 | 2 | 1 | |||||||||||
| Ivanci | a) Prigorec | 20 | 5 | 6 | 4 | 3 | 1 | 1 | 1 | 3 | 7 | 4 | 2 | 2 | 1 | |||||||||
| b) Jurketinci | 23 | 3 | 6 | 8 | 3 | 2 | 1 | 6 | 8 | 8 | 1 | |||||||||||||
| Toplice | a) Kapela | 60 | 33 | 24 | 2 | 1 | 4 | 14 | 27 | 14 | 1 | |||||||||||||
| b) Ključ | 56 | 2 | 22 | 20 | 7 | 3 | 1 | 1 | 1 | 9 | 12 | 14 | 9 | 3 | 1 | 3 | 3 | 1 | ||||||
| Klanjec | a) Jazbina | 28 | 9 | 18 | 1 | 9 | 8 | 10 | 1 | |||||||||||||||
| b) Pluska | 29 | 9 | 15 | 5 | 5 | 5 | 8 | 4 | 1 | 2 | 2 | 2 | ||||||||||||
| Križevci | a) Lemeš | 53 | 41 | 11 | 1 | 9 | 23 | 18 | 3 | |||||||||||||||
| b) Raven | 31 | 4 | 11 | 9 | 3 | 3 | 1 | 2 | 1 | 4 | 1 | 3 | 6 | 6 | 5 | 2 | 1 | |||||||
| Koprivnica | a) Botovo | 73 | 56 | 17 | 30 | 35 | 8 | |||||||||||||||||
| b) Torčec | 103 | 43 | 43 | 9 | 6 | 2 | 20 | 10 | 30 | 25 | 8 | 5 | 4 | 1 | ||||||||||
| Ludbreg | a) Dugarieka | 34 | 6 | 10 | 11 | 2 | 1 | 1 | 1 | 2 | 2 | 1 | 3 | 4 | 4 | 5 | 2 | 4 | 5 | 4 | ||||
| b) Herčenica | 76 | 9 | 43 | 22 | 1 | 1 | 10 | 7 | 56 | 3 | 5 | (p. 121) | ||||||||||||
⦗Die Bevölkrung (Kroatien u. Slavonien) v. nah 1 Million u. in Wojwodschaft Serbien, Dalmatien u. Militairgrenze weit über 2 Millionen. Im Grunde die Hauskommunionen „Vereine“ mit dem Zweck eine allen Theilnehmern zu gleichen Rechtsantheilen gehörige Grundwirthschaft durch vereinte Kräfte zum gemeinschaftlichen Nutzen ertragsfähig zu machen u. deren Erträgnisse als gemeinschaftlichen Gewinn in Anspruch zu nehmen. »Im Rechtsantheile u. der Arbeitspflicht ist die Aktie, im Ertragsgenusse sind die Zinsen u. die Dividende repräsentirt. Der Hausvater ist der Direktor u. die erwachsnen Hausgenossen fungiren als unbezahlte Verwaltungsräthe der Association.“ (169, 170)⦘
In Vinica bèrdo meist Winzer; Prigorec hat schweren Boden; in Kapela,
Lemeš u. Botovo sind
lauter Bei Utiešenović, S. 122:
Bauernedelleute
Schließen Landedelleute ansässig. Die Grundbesitze
über 50 Joch meist Eigenthum des Adels, über 100 Joch Grossgüter.
(122)
Die in der obigen Tabelle gegebne Nachweisung, mit Hinblick auf
die Familien- u. Grundbesitzzersplitterung seit 1848,
vollkommen massgebend für mindestens 6/8 der Ortschaften Kroatiens u.
Slavoniens; bringt man dabei die seither eingetretne geheime Zersplitterung u. Parcellirung des Grund[-] u.
Familienstandes in Anschlag, so erschrickt man über die bereits vorhandne Bei
Utiešenović, S. 122: Besitzzertrümmerung
Schließen Besitzzerplitterung.
(122)
Das Unterthänigkeitsverhältniss mit seinen Urbariallasten, bes. der Robot, war nicht geeignet den kroatischen Bauer zum mustergültigen Landwirth heranzubilden. Erholt sich vielerorts, Feldwirthschaft besser u. fleissiger, seit der Aufhebung dieser Lasten, trotz nun viel bedeutendern Abgaben verschiedner Art. Wo nicht der Fall od. gar Verfall Wirkung der seit 1848–49 eingetretnen Theilungen u. verschiedner örtlicher Ursachen. (123)
Keine Regulation der schiffbaren Flüsse, keine Eisenbahnen u. bessere Kommunikationen in dem versumpften Land (124)
Von Serbien, Bulgarien, Montenegro, Bosnien, Herzegowina ist der grösste Theil der gegenwärtigen Bevölkerung der Militairgrenze, Syrmiens u. Slavoniens in diese Landstriche übergesiedelt. (125)
Die
Industrie beschränkt auf die nothwendigsten
Fabrikate, gewöhnlichen Gewerbe u. Handwerke, die aber die
täglichen Bedürfnisse der Bevölkrung befriedigen. Handel: Ausfuhr v. Rohprodukten, Einfuhr von feineren Manufaktur- u. Luxusgegenständen f.
den Bedarf der
Bei Utiešenović, S. 126: civilisirten
Schließen civilisirteren Bevölkerung,
wogegen die Manufakturbedürfnisse der
Landbau-Bevölkerung zumeist im Lande durch sie selbst erzeugt
werden; diese Industrie nur nebenbei u. mit geringem Betriebskapital
betrieben, doch im Land sehr verbreitet, bildet keinen Gegenstand
des Exports; dafür geht auch verhältnissmässig sehr wenig Geld
f. die auswärtigen Manufakturen aus dem Lande. Alles grobe Tuch f. die Männerkleidung, grobe u.
selbst sehr feine Leinwand wird f. die
Landbaubevölkerung im Land selbst erzeugt. Das Lederwerk f. Stiefel u. die im Land so beliebten Sandalen (Opanken) wird
daselbst gegerbt u. verarbeitet. Die
Woll- Linnen- u. Seidenweberei der Bauernweiber, bes.
der
Grenzerinnen, hat auf Ausstellung
in Agram bei |28 Fremden Aufsehn erregt; freilich ist alles auf eigenen
Bedarf berechnet (126)
Vor 1848 lastete auf Grund u. Boden im Civil- u. Militairgebiet bedeutende Naturalsarbeitschuldigkeit, in der Militairgrenze an das k. k. Aerar, im Civilgebiet an die Grundeigenthümer zu leisten. Nun weggefallen. (126)
Aus diesem AckerbauLand ohne entsprechende Verkehrszweige will man plötzlich ein Industrieland machen. (127)
„Domovit (behaust) u. imovit (begütert)[“] würden damit zum Teufel gehn.
Warum ist das mit Hauskommunionen nicht versehne Ungarn, mit Ausnahme der v. Natur fruchtbaren Landstriche, nicht auf einer höheren Kulturstufe als Kroatien u. Slavonien? (131)
Bei den öffentlichen Arbeiten kann jede grössere Hauskommunion ohne Anstand Arbeiter entbehren, während mit dem Einzelnen sich sein ganzes Haus auf den Weg begiebt; Eifer dieses Volks bei öffentlichen Bauten, wenn es den wirklichen Nutzen der Arbeit f. das Allgemeine merkt; die braven Posavci (Anwohner der Save) kommen geschmückt zur Herstellung v. Schutzdämmen gegen Ueberschwemmungen der Save, arbeiten daran mit Eifer.
Mit dem Tod v. „Alleinbesitzenden“ stirbt sein ganzes Haus, Wittwe u. Kinder in Elend, wenn er nicht wohlhabend.
Verfasser verlangt »drakonisch strenge Vorschrift f. die Hauskommunionen, ebenso Sicherstellung der Hausgenossen gegen die Uebergriffe des nunmehr auch seinem Belieben überlassnen Hausvaters[«]. (135)
Wer braucht jezt in Kratien Kroatien u. Slavonien am meisten Kredit? Grade die nicht in Hauskommunionen Lebenden, begüterter Adel u. Handels- u. Gewerbsstand. (137)
Die Hauskommunionsverhältnisse, wenn sie geregelt werden, dem Credit günstig. Bekannt dies längst in der Militairgrenze. Nur muss bei Kontrahirung v. Anleihn gegen Hypothek, die der Hauskommunion gehört, diese selbst nicht aber einzelne Hausgenossen die Rechtsverbindlichkeit eingehn. (137)
Gibt auch hier arme Leute, nicht aber die Volksarmuth – als Regel in andern Ländern bestehend. (138)
Die grossen Erwartungen, welche man in der Aufhebung des Hauskommunionsystems auf die angeblich verfügbar werdenden Arbeiter setzt[,] sind ganz trüglich. (138)
Das Militairgrenz- u. das Feudalsystem haben die Volkssitte
Zusatz
von Marx.
Schließen (die
Hauskommunionen) stets dazu benützt, um einen Ueberschuss an
Bevölkrung u. an Arbeitskraft zu erzielen u. sie ihren Zwecken dienstbar zu
machen. (139)
»Wenn
aber auch das Ideal mancher Leute in Erfüllung ginge
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗durch gesetzliche Zerstörung
der Hauskommunionen⦘ u. das
Land mit der Zeit von Arbeiterproletariern
wimmeln würde, welche an die Hauskommunionen u. den Acker
nicht gebunden sind« (139), wären sie grade dort im
Lande zur Verfügung derjenigen, die dort geboren sind? Solche
Arbeiter heimathslos u. seine Arbeit wird zur Waare, die den Fluktuationen des
Preises unterliegt, dorthin abgezogen, wo sie am besten bezahlt wird.
Z. B.
die auf den Arbeiterverdienst angewiesne Bevölkerung
der
adriatischen Meerküste u. der
umliegenden Karstdistrike; verwerthet ihre Arbeit an
den
Eisenbahn- u. andren Staatsbauten, wo in Masse nothwendig u. am besten bezahlt. Nicht ein einziger grosser Grundbesitzer
benützt die bekannten Primorci
(Meer-anwohner) des
fiumaner Komitats zu ihren Agriculturzwecken. (140)
Jedem
Gutsbesitzer u. Kuratgeistlichen bekannt, dass in Kroatien aus den
Hauskommunionen viel leichter Arbeiter zu bekommen als aus vereinzelten
Familien. (140)
Wo
die
Arbeiter (wohlfeil) zu haben sind, da spricht man
nicht davon; wo sie aber mit Hinsicht auf die Preise der
Lebensmittel nicht gar wohlfeil zu haben sind, da haben
auch die
Produkte einen höheren
Werth. Vor 1848 Taglohn in Kroatien 10 Kreuzer C. M.
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗Courantmünze⦘, aber auch ein Metzen Weitzen = 2 fl., Mais = 1 fl., 1 Pfd Rindfleisch = 4 Kreuzer, Schöpsenfleisch (1 lb) = 2 Kr., 1 Eimer Wein = 2 fl. Jezt verkauft man Weizen zu
4 fl. 30 Kr., Mais 3 fl., 1 Pfd Rindfleisch = 10 Kr.
(vor einigen Jahren Weizen 6–7 fl., Mais 4–4 fl. 30 kr.) u. dennoch möchten
alle jene die diese Lebensmittel produciren noch immer wie ehmals
den Taglohn mit 10 kr. zahlen! (141)|
Statt auf wohlfeile Arbeiter u. angebliche Pächter aus dem Zerfall der Hauskommunionen zu rechnen, sollte der grundbesitzende Adel sich auf rationelle Landwirthschaftsführung verlegen. (142)
Hier ist jedes Haus (Kommunions-) seine eigne
Kranken- u. Versorgungsanstalt. (143)
Die
meisten kroat. slav. Edelmänner
aus jener
goldnen Zeit verschuldet, wo sie
die Herrn nicht nur über die Arbeitskraft,
sondern so zu sagen über Leben u. Tod ihrer
Unterthanen waren. (148) Das von einem verblendeten, engherzigen u.
kurzsichtigen Eigennutz Zusatz von
Marx.
Schließen (des
Adel)
diktirte Bestreben nach
Schaffung einer Arbeiter-Proletarier-Masse, um dann leichter Taglöhner zur Bestellung der adligen Besitzungen
zu bekommen. (145)
In Artikelchen der Agramer Zeitung v. 10 September 1858 heissts:
„dass die Zeit des Redens u. Handelns über diesen für Land u. Volk so wichtigen Gegenstand Zusatz von Marx.
Schließen (Hauskommunionen) herangerückt ist, und dass man
des Beistandes aller Berufenen um so
mehr sicher sein kann, als Herrschafts- u. grössere
Realitätenbesitzer ihre ausgedehnten brach u. öde liegenden
Grundstücke ob Mangel an Arbeitern, welche, obwohl vorhanden, sich jedoch selbst
um hohen Taglohn nicht verdingen wollen,
gegenwärtig nicht bebauen können, somit dem
Lande
Zusatz von
Marx.
Schließen (!) bedeutender Gewinn abgeht, während später dies nicht der Fall wäre, wenn Arbeitskräfte sich genug finden würden um
das Land auf eine hohe Stufe der Kultur mit vereinten Kräften
Ausrufezeichen in der Quelle.
Schließen (!) in kurzer Zeit zu
bringen.“ Ergo: um das Volk zu zwingen, sich bereitwillig um minderen Taglohn zu
verdingen, mache man es so schnell als möglich zu einer besitzlosen
Proletariermasse … das sind wahrlich schmachvolle Spekulationen … Was hat
denn dieses arme Volk verschuldet, dass es auf diese Weise gestraft werden
soll, indem man es mit aller Gewalt in ein neues
Abhängigkeitsverhältniss versetzen will. (144) Das heisst die Unterthanenschaft wiederherstellen, die man eben
erst abgeschafft hat, denn am Ende sind die
coloni italiani auch halbe Unterthanen. (144–45) Freilich ist es in Italien sehr bequem immer seine
Heloten zu haben (145).
Ein katholischer Priester aus dem Land schreibt dem
Verfasser: „unsere dem Volk
entfremdeten einflussreicheren Landsleute verloren ihre diessfälligen Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗auf die Hauskommunionen
bezüglichen⦘ Sympathien wegen dem Arbeitermangel beim Ackerbau.“ (145)
Die englische Armensteuer: in den 50ᵉʳ Jahren des 18ᵗ Jhdts = 689,971 l. St; Ende des 18ᵗ Jhdts = 2 Mill. £. St; 1812–15 about 6 Mill. l. St. (= 60 Gulden C. M.); 1818 über 7 Mill. £. St; 1824: 5,736,000 £. St; 1832 7 Mill.; 1833 etwas weniger: 6,790,000; 1857: 5,898,756 £. St. = 58 Millionen Gulden C. M; so viel als ganz Oestreich an direkten Grundsteuern zahlt. (146, 147)
Aufwachsen der Kinder in den Hauskommunionen mit dem Vieh auf der Weide nirgends so
üble Folgen als die aufsichtslosen Kinder armer Proletarier auf
den Gassen der Städte (Verderbtheit, Zwangsarbeit,
Bei
Utiešenović, S. 148: mit ansteckenden Krankheiten
behaftet
Schließen Syphilis solcher Zusatz von
Marx.
Schließen „civilisirten“ Kinder) Wo Schulen u. tüchtige Gemeindeorgane
vorhanden, Viehweide kein Hinderniss des Schulbesuchs. Seit 1851, i. e. seit der stabilen
Organisirung der Landesbehörden in Kroatien u. Slavonien mehr
Schulen entstanden als früher in 100 Jahren. Nach Agramer
Amtszeitung v. 7 August 1858 bestanden
die
jährlichen Leistungen v. Civil[-]Croatien u. Slavonien f. Volksschulen ohne Inanspruchnahme
öffentl. Fonds bis 1850:
| in baarem Geld: | 36,414 fl. 39 kr. | |
| in Naturalien zum Geldwerth v: | 20,134 fl. 26 kr. | |
| Summa: | 56,549 fl. 5. kr. | (148) |
Seit der 1851 begonnenen Gründung v. Volksschulen, erhoben sich diese Leistungen in Folge freiwilliger Beschlüsse der Gemeinden Ende Oktober 1856
| in baarem Geld: | 117,016 fl. 26 Kr. | ||
| in Naturalienwerth: | 25,388 〃 35 kr. | ||
| Summa | = | 142,405 fl. 1 kr. | |
| Ueberschuss | 85,855 fl. 56 kr. | (149)| |
ad voem vocem: Gesetzübertretungen folgendes aus der amtlichen „Darstellung der Strafrechtspflege in sämmtlichen Kronländern des Kaisersstaats Kaiserstaats bei den Strafgerichten des Civilstandes während des Jahres 1856“:
| Kronland | Zahl der Bevölkerung. | Verurtheilung in | ||
|---|---|---|---|---|
| Verbrechen u. Vergehn | Uebertretungen | |||
| Böhmen | 4,406,105 | 4805 | 87,231 | |
| Bukowina | 382,000 | 148 | 901 | |
| Civil[-]Kroatien u. Slavonien | 874,000 | 495 | 3945 | |
| Dalmatien | 419,000 | 472 | 2907 | |
| Kärnthen | 301,000 | 302 | 3587 | |
| Krain | 478,000 | 433 | 3810 | |
| Küstenland | 524,000 | 632 | 5899 | |
| Mähren | 1,851,509 | 2,807 | 28,631 | |
| Oberöstreich | 717,000 | 732 | 6528 | |
| Salzburg | 148,000 | 238 | 2076 | |
| Schlesien | 448,000 | 905 | 10,315 | |
| Steiermark | 997,000 | 1160 | 8318 | |
| Tyrol u. Vorarlberg. | 858,000 | 770 | 6457 | (p. 150) |
In Tyrol fast das doppelte, in Steiermark das doppete doppelte der Verurtheilungen gegen Kroatien u. Slavonien. In Dalmatien, Kärnthen, Krain bei mehr als um die Hälfte geringerer Bevölkerung annähernd so viel wie in Kroat. u. Slav.; in Schlesien, mit eben solcher Bevölkerungsziffer, fast 5 × mehr; in Salzburg, bei kaum mehr als ⅛ der kroat. slav. Bevölkerung, nur um ½ weniger als in Kr. u. Slav. (Von den übrigen Kronländern nur in Italien günstiger) Das industrielle Böhmen Bild proletarischer Moral; seine Bevölkerung 5× grösser als Crat. Croatien u. Slav.; Verbrechen u. Vergehn fast 10 × mehr, Uebertretungen fast 22 × mehr. (151) „Mudrom jedno oko dosta“ (serb. proverb. Der Weise hat mit einem Aug genug.)
Man sende die widerspenstigen Hausgenossen in die grossen Städte, zumal nach Wien, um zu sehn wie die Leute ihrer Klasse leben, die »in der so beneidenswerthen Lage sind sich als Förderer der Industrie „eigenes Vermögen“ zu erwerben[«], hausen in kalten Dachstuben od. feuchten ungesunden Kellerräumen; Bettgeherwirthschaft hängt in Reihen übereinander gestellter Betten, gleich den Matten der Matrosen in den Schiffen. »Das ist auch ein Hauskommunismus, aber wilder Natur, gleich wie die wilden Ehen, die daselbst Regel sind[«]; die niederöstreich. Hauer in der |31 Umgebung Wiens binden ihr gefechstes Heu in Bündeln v. mehr als 1 Zentner in einer Gurte, worin sie dann ihre Köpfe stemmen u. diese Last ganze Stunden mit nach Haus tragen, dass sie v. Schweiss triefen, während das kroat. slav. Hauscommunionsmitglied mit 4 od. doch 2 Pferden od. Ochsen sein Heu singend nach Haus führt; Wiener „Buttenweiber“, scheppen schleppen Wasser eimerweis in der Butte auf ihren zusammenbrechenden Rücken v. den öffentl. Plätzen in den entferntesten Gassen u. daselbst in die 3., 4., 5., 6, 7ᵗ Stockwerke hinauf. Montenegrinerin würde ihre Last kaum mit der eines Buttenweibs vertauschen; Wiener Proletarierweiber, welche an gewissen Wochentagen das Privilegium haben Klaubholz aus den Waldungen am Wiener Berg zu sammeln u. dies über die Felder vom von Ottakring in solchen Rückenlasten meilenweit nach Haus zu tragen. (152, 153)
Zusatz von Marx.
Schließen Der früher erwähnte juristische Klughans giebt zu verstehn:
„Es
sollen sich die Gütergemeinschaften selbst bis auf die
ehlichen Rechte ausdehnen“; Sitten der Hauskommunionen im
Allgemeinen makellos u. in Europa vielleicht ohne Beispiel (155)
Nach einem Artikel in „Gospodarski list“ sollen die Weiber in den Hauskommunionen in Slavonien allerlei Mittel gegen ihre Fruchtbarkeit anwenden, weil man sie auslacht, wenn sie zu oft gesegnet werden, ja es giebt manche Seelsorger, die auch solche Gründe geltend machen. Steckt in Eitelkeit u. Modesucht der Weiber, die theilweis auch schon in die Hauskommunionen einreisst. (155) Ausser den Hauskommunionen weit mehr solche Unfüge; bekanntlich ganze Landstriche in den andern Kronländern, wo nur das Zweikindersystem herrscht, u. wo man die Sorgen f. die proletarische Nachkommenschaft durch einen systematischen Krieg gegen die Natur bekämpft. Sieh darüber auch die Kriminalstatistik. Was Zusammenwohnen angeht, in Wien z. B. nehmen viele ärmere (nicht bloss ganz arme) Gewerbsleute s. g. Bettgeher auf, die in derselben Wohnstube mit der ganzen Familie schlafen. In den andern Provinzen schlafen die Knechte mit der Bauernfamilie sehr häufig mit in demselben warmen Zimmer. (158 156)
Auch der russische Gemeindekommunismus wird vielleicht … sehr bald in eine neue Phase treten, u. es dürften ohne Zweifel nach Aufhebung der Leibeigenschaft auch dort ständige Grundbesitzzustände sich einstellen. (160)
„Wenn die Hauskommunionen aufgehoben werden würden – heisst’s in einem Artikelchen der Agramer Zeitung – dann würde das Landvolk der wahren christlichen Bildung leichter (!) zugeführt, u. uns durch baldige Ausführung der projectirten Eisenbahn ein neues goldenes Zeitalter erblühen.“ … Mit solchen u. ähnlichen unreifen Argumentationen wollen Proletarier der Geistesarbeit, unberufene Anwälte der Gutsbesitzer, die Sitte ihres Landes zu Grabe tragend, den ehemaligen Grundherrn coloni alla italiana verschaffen! (161) Zerstörung der Grundlage der ganzen volkwirthschaftl. Existenz eines ganzen Volks, Enterbung v. ⁹/₁₀ Grundbesitzern u. ihre Verwandlung in Proletarier zu Gunsten v. ⅒ der Erstern. (162)
In Kroatien u. Slavonien: in den Städten u. Gebirgsgegenden, dann in den Händen des zahlreichen Bauernadels eine grössere od. mindere Parcellirung; auf dem flachen Land eine in Kroatien nicht so sehr als in Slavonien bedeutende Anhäufung des Grundbesitzes in den Händen der vormaligen Grundherrschaft, zum wenigsten Theil jedoch Fideicommisse od. Majorate. In den Händen der Landbauern (Ex-Urbarial-Unterthanen) in der Regel untheilbare Stammgutskomplexe, zählen zu den mittleren u. kleinen Grundwirthschaften; nehmen den allergrössten Theil des Bodens ein, fallen theilweis mit der Ausdehnung kleiner adliger Grundbesitze zusammen. Häusler mit Zwergwirthschaften auf sehr kleinen Grundantheilen, meistens Winzer auf Berg- u. Zinsgründen, nicht zu zahlreich. (164)
Hauskommunion in Kroatien, wenn sie sich noch so gern theilen will, drängt nur auf die Reducirung der Kommunion auf die nähere Familienverwandtschaft, nicht vollständige Individualisirung der Familienmitglieder u. Partikularisirung des Besitzes. (168)
Was nöthig f. die Hauskommunionen – wie das f. alle andren Sorte Sorten v. Vereinen v. Staatzweigen anerkannt ist – normirende legislative Korrektive für Fälle v. Störungen des normalen Zustandes. Ohne dies Korrektiv muss Willkühr, Anarchie, Gewaltthätigkeit, Demoralisation u. Unordnung in denselben einreissen. (170) Den Mangel an geschriebnen Gesetzen ersetzte im Provinzialgebiet ⦗wo nicht gültig Grenz-grundgesetz v. 1807 u. 1850⦘ der Gebrauch, in administrativer Beziehung die Patrimonialobsorge der Grundherrschaften u. die Einflussnahme der an die Volksitte u. [den] Gebrauch anknüpfenden |32 u. gesetzlich gebundnen Komitatsmagistratur u. der Gemeinden. Seit 1851 hat das aufgehört; Behörden u. Gemeinden hilflos, in Fällen v. Klagen u. Beschwerden aus Hauskommunionen sehn sie sich vergeblich nach §§ in den Amtsinstruktionen vor. (171, 172)
Nach dem neuen Grenzgrundgesetz v. 1850 können sich die Häuser in der Militärgrenze bis auf 6 Joch Grund theilen; allein die allerwenigsten Grenzkommunionen haben v. dieser Erlaubniss Gebrauch gemacht. (173) Da aber immer Streitigkeiten selbst im Schosse der nächsten Familienverwandtschaft, gesetzliche Reglung wenn auch nur als Uebergangsperiode nöthig, weil kein Gericht mit den Paragraphen des allgem. bürgerl. Rechts hinreichend gerüstet. (173)
Das Hauskommunionsystem kennt keine Erbfolge u. kann nicht adaptiren, ausser wenn das ganze Haus bis auf eine Person ausstirbt. (175) Der ungarische Landtagsartikel 1839–40 ohne Rücksicht auf die volksthümlichen Besitzzustände der kroat. slav. Landesbevölkrung; an denselben Landtag v. 1840 auch das Gesetz promulgirt, das die magyarische Sprache zu der allein seelig machenden erheben sollte. (175)
Man soll den faktischen Stand der Hauskommunions-verhältnisse unter positiven gesetzl. Schutz stellen, sie im Geist der ureignen Idee regeln, sie v. allem aüssern Druck befreien, ihr Fortbestehn od. ihr geregeltes Uebergehn in andre Individual-Familien-Besitzformen unter gesetzlich festgestellten Modalitäten dem kontrollirten Ermessen der Einzelnen überlassen, unter Erfüllung der 2 Bedingungen: Einhaltung des Grundzerstücklung-Minimums u. gesicherte Existenz der im Haus verbleibenden u. der aus ihm austretenden Mitglieder. (176)
»Die Hauskommunion ist der verkörperte Gegensatz des westlichen Kommunismus u. Socialismus; sie verhält sich zum Kommunismus wie die Ständegliederung der bürgerlichen Gesellschaft zum demokratischen Proletariat. So lange eine Hauskommunion existirt, gehören alle ihre Mitglieder dem Bauernstande an, wogegen sie sonst mit Ausnahme der des auf dem Bauerngut verbleibenden u. in bleibendem gesicherten Nahrungsgewerbe unterkommenden Theils dem 4ᵗ Stand, dem Proletariat verfallen, u. fortan sind ihre gierigen Blicke gegen das Eigenthum der übrigen Stände gerichtet.[«] (177)
Zum Fortbestand der Hauskommunionen nöthig möglichst grosses Grundzerstücklungsminimum; wo sie faktisch bestehn, auf Grund der bestehenden Volkssitte gesetzlich geregelte Rechte u. Pflichten v. Seiten aller Hausgenossen; endlich beim Ausscheiden einzelner Hausgenossen Verzicht auf Antheil aus dem unbeweglichen Kommunionsgut. (178) Auflösung des Verbands nur im gesetzlichen Weg zu gestatten, damit wegen Uebergiffen Einzelner keine Anarchie u. kein Nachtheil der übrigen Hausgenossen eintrete. (179)
Der Hauptsache nach, mit Weglassung der im Civilgebiet überflüssigen Härten, die Grenzreglung mit Bezug auf alle Fragen der Grundzerstücklung, Erbfolge, Civilprocedur in Bezug auf Schuldklagen gegen Hauskommunionen u. ihre einzelnen Mitglieder, Grundbuchsführung, wobei zugleich die Lücken des Gesetzes der Militairgrenze auszufüllen. (179)
Im Civilgebiet die Freizügigkeit der Personen zu Gunsten der Kommunion nicht so sehr zu beschränken wie in Militairgrenze. (180)
[IV)]
Zusatz von
Marx.
Schließen Giebt nun 2 v. ihm bearbeitete
Gesetzentwürfe; woraus wir nur wenige §§
citiren.
A.) Entwurf eines Gesetzes über die Grundzerstücklungen im Kgch.
Kroatien u. Slavonien.
In §1.) … persönlich mit dem Ackerbau beschäftigter niederer Adel. (nobiles unius sessionis)
§3) In Fällen gesetzlicher Grundexpropriationen u. Hauskommunionstheilungen, Theilung des Stammgutes gestattet, wenn nach Theilung der Gründe auf jeden Familientheil hierdurch u. durch Einrechnung des sonstigen Grunderwerbs wenigstens 9 Joch Aecker u. 3 Joch Wiesen od. Kleefelder (Joch = 1600 □ Klaftern) als Stammgut entfallen.
§5) An
der
Meeresküste u. in Gebirgsgegenden, wo wegen allgemeinen Grundmangels (absoluter Unproduktivität des Bodens
u. aus geologischer Ursachen) die dermaligen
Grundbesitze sehr gering sind, Ackerbau
ohnehin nur untergeordnete Nebenbeschäftigung,
Minimum v. 6 Joch beurbarten Grundes als
Stammgut f. jeden Bei Utiešenović, S. 186:
abgetheilten
Schließen ausgetheilten Familientheil.|
Ueberland
Zusatz von Marx.
Schließen ⦗im Gegensatz zum Stammgut⦘ nach §8 alles was die abgetheilten
Grundbesitzer über das Mass ihres Stammguts künftig erwerben,
womit jeder nach den allgemeinen gesetzl. Bestimmungen frei
verfügen kann.
B) Entwurf eines Gesetzes zur Regelung der
Hauskommunionsverhältnisse u. der Erbfolge unter der
Landbevölkerung im Kg. Kroatien u. Slavonien.
§3) Das Hauskommunionsverhältniss kann niemals zur Grundlage irgend einer grösseren od. minderen Real- od. Personalbelastung dienen (Besteurung, Rekrutirung etc) als bei den übrigen Staatsbürgern.
§6) Neue Hauskommunionsmitglieder in Zukunft nur stillschweigend durch Zuheirathung des weiblichen Geschlechts, sonst aber nur auf Grund eines rechtsgiltigen, vor dem Gemeindebeamten geschlossnen u. durch die unterste politische … Behörde zu bestätigenden Aufnahmeakts. Adoptirungen v. Seiten einzelner Hausgenossen auf ihren Antheil des gemeinschaftl. Vermögens finden nicht statt.
§7) Den Verpflichtungen gegen den H. C. Verband kann sich kein Mitglied willkührlich entziehn; auch kann Niemand der diesfälligen Rechte anders als in den gesetzlich vorgesehnen Fällen verlustig gehn.
§11) das jeweilige Oberhaupt der H. C. [ist] in allen wichtigen Unternehmungen bezüglich der H. C., bes. bei Schliessung u. rechtsgiltigen Verbindlichkeiten u. bei Verfügung mit dem H. C. Vermögen, an die Zustimmung der Mehrzahl der Hausgenossen beiderlei Geschlechts v. 20 Jahr aufwärts, gebunden; diese Zustimmung bezüglich Verfügung über das unbewegliche Vermögen zu der betreffenden Urkunde in Form einer v. dem Gemeindevorstand bestätigten Erklärung, f. unmündige durch ihre Vormünder beizubringen; sonst die Rechtsurkunde an u. für sich ungültig.
§15) Die unfolgsamen Hausgenossen sind vom Hausvater zu ermahnen, die minderjährigen innerhalb der Grenzen der häuslichen Zucht zu bestrafen, u. wichtige Fälle dem Gemeinde-Vorstand zur weiteren Amtshandlung anzuzeigen.
§21) (Vertheilung des Ueberschusses) Alles, was v. den Naturalerträgen u. sonstigen Einkünften nach Bestreitung der allgemeinen Kosten des Hauses erübrigt, u. nicht etwa nach gemeinschaftl. Beschluss zur Vermehrung des Hausvermögens verwendet wird, ist unter die arbeitenden Mitglieder der H. C. jährlich im Herbst zu vertheilen, wobei die mit Kindern od. arbeitsunfähigen Personen belasteten Familientheile nach einem billigen Massstab mehr zu berücksichtigen sind. Willkührliche Zueignung des Hausvermögens od. seiner Erträgnisse v. Seiten des Hausvaters od. der einzelnen Hausgenossen zu eignen selbstsüchtigen Zwecken ist als Diebstahl zu bestrafen.
§26) Auf Beisammenwohnen der Hausgenossen unter einem Dach u. in einem Wohnbestand nicht zu dringen; jeder Familie gestattet nach Thunlichkeit separirte Wohnstellen im Haus od. in besondern Gebäuden auf demselben Haus- u. Hofgrund mit Beachtung der baupolizeilichen Vorschriften zu errichten.
§31) Abfertigung der einzelnen Mitglieder nur aus dem beweglichen Vermögen.
§32) Aussteuer der weiblichen Mitglieder.
§33–36 Bedingungen der Entfernung einzelner Hausgenossen vom Stammhause.
§43) Die Vertretung der Partheien durch besondre Sachwalter od. Advokaten wird in H. C. Angelegenheiten einschliesslich der Theilungen nicht zugelassen.
§44) Civil- u. strafrechtlicher Wirkungskreis des Gemeinde[-]Friedensgerichts.
§46) Die … als schuldig befundnen Ruhestörer, die arbeitsscheuen, widerspenstigen Personen in den H. C. durch das erwähnte Gemeindericht Gemeindegericht mit Geldstrafen v. 1–10 Gulden aus dem eignen Privatvermögen … od. wenn solches nicht vorhanden, mit Gemeindearrest durch eine Nacht f. je ein Gulden zu strafen.
§47) Notionirung der Unruhstifter in eine Zwangsarbeitsanstalt.
§48) Bestrafung u. Entsetzung der Hausväter v. ihrer Stelle.
§54) ohne Anlangen der Partheien haben sich weder die Gemeinden noch die Behörden in die innern H. C. Angelegenheiten einzumischen.|
34§ bezüglich auf Grundzerstücklungsgesetz keineswegs auf Städte u. grössere Marktflecken auszudehnen, wo Landbau Nebenbeschäftigung ist.
„In dem H. C. wesen geschahen bisher die Grund- u. Familientheilungen nur in Absicht, dass der aus der H. C. austretende Familientheil sich als eine neue Hauskommunion, als ein kleinerer Organismus aus einem größeren ablässt u. wie ein junger Bienenschwarm in einen neuen Bienenstock ansiedelt. Das v. höchster Bedeutung f. das Wohl der Bevölkerung, mittelst dem sich die Familien als organische Gebilde fortpflanzen u. als Ableger in der neuen Grundwirthschaft Wurzel fassen. Von Festhaltung – f. das nöthige Minimum f. solche Operation – der „Sessionen“ nach den bestandnen Urbarialgesetzen – ganz abzusehn, weil die Sessionen in jedem Landstrich anders konstituirt sind u. bald da bald dort um die Hälfte Joche mehr als anderwärts betragen. Auch ist das Sessionalausmass ⦗i. e. od. das Mass f. das Theilungsminimum (gesetzliches)!⦘ überall in Gemeinden, wo der Boden besser ist, u. daher weniger Grundbesitz eine Familie ernähren kann, grösser als dort wo er schlecht ist. In einigen Landstrichen z. B. in warasdiner Komitat, beträgt eine ganze Session kaum 12 nied. östr. Joche, das laut dem Urbarialgesetz v. 1832–36 mit ¼ derselben wäre also blos 3 nied. öster. Joch. Was soll denn aus solchen Wirthschaften werden? Bisher diese Koncession ohne grosse praktische Bedeutung, weil früher die Aufsicht der Grundherrn u. seit 1849 das Theilungsverbot.
ad Entwurf A) §14.) »Künftig kann niemand, der sich nicht als Landbauer persönlich mit dem Ackerbau beschäftigt, zugleich mehr als Eine zu erwerbende Bauern-Ansässigkeit nach dem Ausmass v. 34 Joch Grundbesitzes verschiedner Kultursgattungen besitzen. Im Falle der Erbschaft od. Uebernahme solcher Ansässigkeit gelegentheitlich der Exekution eines civilrechtl. Urtheils in Rechnung der eingeklagten Schuld, ist das Erbe, bezüglich der Gläubiger gehalten, die Ansässigkeit, welche er hiernach nicht besitzen darf, binnen 2 Jahren an Besitzfähige zu veräussern.«
Diese Verfügung besteht in den deutschen u. slavischen erbländischen Provinzen kraft der Erbfolg-Patente v. 1790–95; auch in der ungar. Gesetzgebung 1832–36 begründet, wonach Anhäufungen v. Bauerngütern in einer Hand sehr beschränkt waren. Solch Anhäufungsverbot dringend nöthig, weil sonst massenhafte Verschleuderungen der Bauerngüter v. Seite schlechter Grundwirthe an spekulative Grundbesitzer bevorstehn, wie dies in den übrigen Kronländern seit 1848 bereits wahrgenommen u. abgestellt wurde. (206[, 207])
ad Entwurf B) ad §11) Nach dem neuen Grenz-Grund-Gesetz die Hausgenossen beiderlei Geschlechts v. 18. Jahr an stimmfähig (208)
ad §21) Dies Verfahren in manchen Gegenden, namentlich in der Podravina (Land an der Drave) beobachtet. (208)
Der Bauernadel lebt noch hier u. da in Hauskommunionen. (213)
Seit 1848 u. v. früher Mitglieder ohne jede Richtigkeitspflege mit der H. C. abwesend; viele solcher gehn solang sie können ihrem eignen Erwerb nach; im Alter erscheinen sie plötzlich wieder u. fallen der H. C. zur Last. Daher §§ nöthig zur Reglung dieser schwankend gewordnen Rechtsverhältnisse. (213)
Anhang aus Artikeln, 1850–56, erschienen im Agram „Gospodarski
list“.
1)
Dieser Artikel von Vasilj Zdelar (gutsherrlicher Fiskal zu Daruvar in Slavonien)
Zusammenfassend von
Marx in eigenen Worten.
Schließen Spricht bei Gelegenheit vorgeschlagner „gesetzlicher Abschaffung der
Hauskommunionen; (od. die „patriarchalische
Lebensweise abzuschaffen“, wie es die „Civilisatoren“
nennen).
Kein Mittel dazu »als die gesetzliche
Anordnung: dass sich die Glieder der
patriarchal. Familie theilen müssen« (217) Folge, Bei
Utiešenović, S. 218: Vermehrung
Schließen Schaffung v. Proletariat.
»Ob dies die Absicht u. der
Zweck des Staats sei – daran
zweifle ich sehr, wenigstens kenne ich keinen Staatslehrer, der es
bisher ausgesprochen hätte, dass man auf
die Vermehrung des Proletariats durch Gesetze
hinwirken müsse[«] (218) Eine Gemeinde z. B. in |35
Kutina zählt 60 Häuser, leben darin 600 einfache
Familien; um sie zu theilen wären 600 Häuser
erforderlich, f. diese Hausgründe, bei nur 450 □° Grund, 168¾ Joch
nöthig; so schon geraumer Theil Boden nur in Folge des
Häuserbaus verloren, abgesehn v. den Baukosten. (218)
1848–49 kam er als Nationalgardist in die Podravina, verweilte dort über 4 Monate; war auch in Ortschaft Viljevo (in Veroviticer Gespanschaft) länger einquartiert, lernte dortige Landleute u. ihre Lebensweise genau kennen; das Dorf mit schöngebauten reinlichen Häusern, gleichförmigen Gassen etc[.] Ausser Feldbau u. Viehzucht haben die Leute kein andres Gewerb; kein einziger Einwohner hat Obst- oder Weingarten. An Grundstücken haben sie nur was für den Hausbedarf nöthig; ihr einziger Erwerb, der Geld einträgt, die Viehzucht. Dennoch sehr grosser Wohlstand; in jedem Haus 10–20 verehlichte Individuen zusammenlebend; 140 Häuser; Dorf zahlte dem Grundherrn unter dem Titel u. „Eichelung“ 20,000 fl. W. W. jährlich; unverdorbner Charakter der Einwohner … derart ⦗auch durch Hilfe v. Pfarrer u. Schullehrer⦘ derartig aufrecht erhalten, „dass er weder durch die Zügellosigkeit der Beamten, noch durch die unbeschränkte Herrschaft unsrer gewesnen Stuhlrichter verderbt werden konnte[«]. Soll etwas Bedeutendes aus dem Haus verkauft werden, so nur nach Beistimmung aller od. wenigstens der Mehrheit der Hausgenossen; Theilung der Einkünfte unter den verehlichten männl. Individuen u. s. w.; je mehr alle zusammen arbeiten und durch Arbeit erwirthschaften, einen um so grösseren Antheil erhält bei der Vertheilung der Einzelne. (219, 220)
Dagegen fand er in andren Gegenden, wo v. Natur in allem Ueberfluss, wo jeder Einwohner mehr als genug Grundstücke, Weideterrain u. grosse Wein- u. Obstgärten, ausserdem eigne Mehl- u. Stampfmühlen besitzt[,] nicht so grossen Wohlstand wie in Wiljewo. Warum? Alle Verhältnisse zwischen Hausvater u. Hausgenossen ⦗da keine Norm dafür im Gesetzkodex⦘ dem klugen Ermessen der existirenden Gemeindevorsteher, den grundherrschaftlichen Fiskalen, wie auch den Stuhlrichtern überlassen. Die gewesenen Gemeindevorsteher hätten sich für durch keine gesetzl. Verfügung vorgesehne Fälle nach dem Volksgebrauch richten müssen; allein »wer hätte sich erkühnt, den souveränen Fiskalen u. Stuhlrichtern zu sagen, dass sie sich nach den Gebräuchen des schlichten ungebildeten Volkes richten sollten?« (221) Wahl des Hausvaters erstes Recht der H. C.; aber wie dies Recht ausgeübt worden? Hausvater konnte nur werden, wessen Wahl der grundherrliche Beamte od. Stuhlrichter bestätigt. Diese für Leute, die ihren Befehlen unbedingt Gehorsam leisteten. Bei Beschwerde gegen Hausvater v. Seite der Hausgenossenschaft boten diese Herrn alle ihre Kräfte auf ihre Klienten trotz bewiesner Verschwendung in Amt zu halten; wies Klagen ab. Hausvater pflegte zum Zeichen seiner Dankbarkeit ihnen Getreide, Getränke od. Schweine zu verehren, verursachte dadurch noch grösseren Unfrieden im Hause. Jedem (auch ungewählten) Hausvater daran gelegen bei der Herrschaft nicht in Ungunst zu fallen, um unumschränkte Gewalt im Haus zu behalten; so hörte die Verantwortlichkeit der Hausväter ganz auf, betrachteten Haus u. Hausvermögen als ihr ausschliessliches Vermögen, die Hausgenossen als ihre Dienstboten; statt der Einkünfte mit dem Haus zu theilen, hielten sie f. sich, gaben den andern was ihnen beliebte. Daher häusliche Unruhen, Arbeitsunlust; erstes Verlangen nach Theilung entstand; Hausvater Hausväter entsprachen dem nicht, weil mit Auflösung auch ihr Reich zu Ende u. das lustige Leben bei einem vollen Hause untentgeldlicher d. Diener (die übrigen Hausgenossen)[.] Brachten daher alle erdenklichen Mittel in Anwendung [um] die Grundherrn, denen die Entscheidung zustand, zur Nichtzulassung der Theilung zu bewegen; die Grundherrn gingen um so mehr darauf ein, als sie meinten, ihre Bauern, durch die Theilung geschwächt, könnten nicht mehr die herrschaftl. Lasten tragen. So überlebte das Institut diese Zufälle glücklich. Was blieb den armen Hausgenossen übrig? Folgte dem Beispiel des Hausvaters, war f. sich allein, statt f. das Haus thätig, natürlich nicht mit so gutem Erfolg als bei vereintem Wirken. Hence Vernachlässigung der häusl. Wohlfahrt u. Trägheit. (221–23)
Noch grössere Niederlage erlitt die Moralität im patriarchalischen Leben durch 8 Artikel des Gesetzes v. 1840 (durch ungarischen Reichstag, wonach die Nachfolge ohne Unterschied des Geschhlechts Geschlechts nach dem Verwandtschaftsgrad (Stämmen, stirpes nach röm. german. Recht) in das patriarch. Leben eingeführt[)]. (223, 24) Zuvor nach dem Ortsbrauch getheilt, meist das betreffende (bewegliche) Gut per Kopf, das unbewegliche gar nicht getheilt, ausser wenn alle Parthien Partheien einstimmten. Nach jenem Gesetzparagraphen, wenn 2 Brüder z. B. in Hauskommunion, der einen eine mit seinen 5 Kindern 5 mal mehr arbeitete als der andre fürs Haus, so soll bei der Theilung der einzige Sohn dieses eben so grossen Antheil als alle 5 Söhne des andern bekommen. Bei mehren Gerichten sah ich Theilungsangelegenheit nach diesem Gesetz entscheiden.|
36»Ein von mir erlebtes Beispiel: In einem Haus v. 26 Personen die ganze Familie in 2 Zweige getheilt; einerseits nur 1 Mädchen, das aus dem Haus heirathen sollte; andrerseits 25 Seelen; sie bekam nach Entscheidung des Gerichts ½ des Hausvermögens.« (224) Soll einer, der nur 1/25 Theil v. der Hälfte od. 1/50 des Ganzen erhält, so schwer u. viel arbeiten, als der, der ½ kriegt? (225) Diess Ursache der Unthätigkeit, erstickte Fleiss. Regierung hat daher in der Militairgrenze statt der Nachfolge nach Verwandschaftsgrad Verwandtschaftsgrad die Hauskommunionnachfolge festgestellt. (l. c.) Dem Lohndiener liegt nicht so viel am Interesse seines Herrn als dem der f. sich selbst arbeitet; Hausgenosse also auch mehr Grund fleissig u. arbeitsam zu sein als die Dienerschaft. (225, 226)
2)
Dieser Artikel v. Stefan Vulcović, Pfarrer zu Ivanci im warasdiner Komitat u. Präses der Filial-Landwirthschaftsgesellschaft zu Warasdin.
In Ivanci, 2½ Meilen v. Warasdin, viele Häuser die auf ihrem Antheil leben, aber auch solche, die noch in H. C. Von den erstern haben jetzt kaum einige Häuser ein Zugvieh, von letzteren kein solches anzuführen. (226)
Gutes Beispiel der kroatische Bauernadel des Kreutzer Comitats. Ruinirt durch Theilungen. Umgekehrt v. Theil desselben, der noch in H. C. lebt, haben ausserdem tüchtige Officiere, Beamte, Richter, Geistliche, Handwerker dem Land geliefert. Durch übermässige Theilungen schon Tausende Häuser unsres Volks zu Grund gerichtet. (228, 29)
Robot hat dem industriellen Sinn Bei Utiešenović, S. 230: unserer
Nation
Schließen des Volks grossen Schaden gethan. (230) Alle was für
immer einen Namen führende führenden
Gesellschaften der Welt [sind] auf der Basis des
Kommunionssystems gegründet. (l. c.) Abschaffung des
H. C. systems beraubt den Feldbau der concentrirenden Kraft in
der Bearbeitung des Bodens. (l. c.) Erzeugt
Pauperismus, und erbliches Proletariat. (231)
»Delikat aber ist diese Sache, weil es ein grosses Unrecht wäre, jemanden unter was immer für Bedingungen von seinem Eigenthum desshalb zu vertreiben, damit nur einer v. mehreren Mitbesitzern dasselbe allein besitzen könne, u. ein dritter desto leichter einen Knecht od. Taglöhner zur Bebauung seines Grundstücks bekomme.« (231)
3) (Von
Johann v. Vinković, Gutsbesitzer zu
Jurketinci bei Warasdin)
Die aus fremden Agrikulturländern aufgenommenen Arbeiter, wenn wohlfeiler, mehr als überwogen durch die Beköstigung bei vielen regnerischen u. zahlreichen Feiertagen. (232) Dem überhandnehmenden Streben nach Emancipation des Individuums u. einreissender Selbstsucht streng zu begegnen. (232 233) dringend nöthig, dass Missbrauch der den Hauswirthen zustehenden Gewalt unter dem Landvolk nicht geduldet werde. (234)
4) v. Josef Partaš
(Professor der Landwirthschaft zu Agram)
Dass durch die Beseitigung der Hauskommunionen in unserem Vaterland die grösseren Oekonomen leichter zur Dienerschaft gelangen u. mittelst derselben – wenngleich nicht mit grossem Vortheil – ihre Wirthschaft betreiben könnten, ist wahr; allein für diesen anscheinenden Vortheil eines geringen Theils den grössten, erst unlängst freigewordnen Theil unsrer Nation mit einer derartigen gesetzlichen Verfügung aus freien u. unabhängigen Staatsbürgern zu Dienern u. Sklaven etlicher Grundbesitzer zu machen … wird kein wahrer Menschenfreund weder wünschen wollen noch können. (234)
5) Andreas Uhernik
(Gerichtsadvokat in Križevski, im Kreutzer Komitat)
»Hauskommunionslebensweise unsres Volks seit 1848 sehr ausgeartet; viele [der] häuslichen Streitigkeiten, Zerwürfnisse u. Gehässigkeiten einzig u. allein ihren Ursprung in dieser gemeinsamen Lebensweise« … schreibt die Uebelstände zu dem Einfluss der herrschaftl. Ober- u. Unterbeamten, Art. VIII des Gesetzes v. 1840 etc.
»Solange die ganze Hausgenossenschaft gemeinschaftl. thätig ist, herrscht im Haus Ueberfluss; nach Theilung bekommt Einer die Pferde, der andre die Ochsen, u. s. w., die Gebäude werden ruinirt, die Felder, Weingärten, Wiesen u. Waldungen zerstückelt, [der] frühere Wohlstand verschwindet. Augenscheinlicher Beweis dafür sind die |37 gemeinen Edelleute um Kalnik bei Kreutz wo der Mäher mit einem kräftigen Sensenschlag 3, 4 Wiesenportionen niedermäht. Die herumgehenden u. angeblich Arbeit suchenden sind grösstentheils Faullenzer, Müssiggänger, ausgenommen die Weiber, die bei ihrer Verheirathung ausser aus dem Haus ihren beweglichen Antheil erhalten. (236, 37)
6) Ludwig v.
Farkaš-Vukotinović (Gutsbesitzer u. ehml.
Oberstuhlrichter des Kreutzer Comitats)
In einer Hauskommunion (grösserer) erhält jede Gattung Vieh einen bestimmten Hüter (238)
Weiss an „langjähriger Erfahrung“, dass Häuser mit grossem Hauspersonal stets wohlhabender als die mit kleinem. »Schon v. ferne erkennt man die Felder u. Aecker, Pferde u. Rinder der grossen u. in Kommunion lebenden Häuser, während die mit minderem Personal selten etwas Ordentliches besitzen u. nicht aufkommen können, in neuerer Zeit immer mehr in Verfall gerathen. Solche grosse Hauskommunionen, besonders in den Moslavaner, Posavaner u. Kutinaer Gegenden, in einigen Theilen des Verbovecer Distrikts, im Kreutzer u. St. Georger Grenzgebiete zu sehen, haben jede zu 6–12 schöne Ochsen, 6, 14–20 Pferde (wovon 4 od. 6 gewiss schön u. stark), 30, 50–100 Schaafe u. so viel Borstenvieh, 10, 15–20 Kühe u. eine Menge Hausgeflügel, ferner 4, 6–10 od. 14 verheirathete Männer, die nicht alle zusammen in einem Zimmer, sondern in ihren, in den Nebengebäuden befindlichen Kammern, jedes Paar für sich, schlafen; da, wenn Hauswirth etwas fleissig u. Hausleute folgsam, jede Gattung v. Feldgeräthschaften, Wägen, Bretter u. Balken in solchem Quantum, dass mehre kleine Familien davon leben könnten; kaum vorzustellen, welch Vermögen in solchem Haus steckt; die Weiber haben feine Wäsche, feine Halsbänder aus echten Korallen, einen v. Jahr zu Jahr bereiteten Flachsvorrath u. eine schöne Leinwand welche sie im Winter ausgezeichnet selbst zu weben u. zu sticken verstehn. Bei Anbruch des Tages alles in Bewegung; v. den alten Weibern begiebt sich die eine in die Küche, die andre in den Garten; das jüngste Ehweib (die als solche ein ganzes Jahr betrachtet wird, od. so lang, bis ein jüngeres ins Haus tritt) trägt Holz u. Wasser zu u. macht das Feuer; die Ochsenhirten gehn auf den Acker od. andere Arbeit, die Weiber auf das Feld od. wo es sonst nöthig, ebenso der Pferdehirt zu seinem Geschäft, die übrigen Hirten auf die Weide; doch früher kommt der Hausvater mit Flasche in der Hand u. theilt seinen Hausgenossen Branntwein aus. – Ein solches Haus hat 150, 200, manchmal 300 Eimer Wein u. verkauft davon den grössten Theil, einige 100 Metzen Weitzen, u. besonders Hirse, welche seit jeher gegen die Hungersnoth aufbewahrt wird. Solches Haus des kroatischen Landmanns [besitzt] mehr Vermögen u. sonstige zur Bequemlichkeit des Lebens gehörige Sachen als 2, 3 Häuser des steierrischen u. oesterreichischen Landvolks, solche Häuser gemeint, die sonst mit unsern Bauern auf derselben Kulturstufe u. sich weder durch Gewerb noch Handel Geld verschaffen. (239, 39)
Grösseres Uebel solcher Familien Zwietracht, Streit, Neid, Hass, wodurch viele Häuser zu Grund gehn, namentlich in neuster Zeit, wo die Bauern als ehmalige Unterthanen der Gewalt ihrer Herrn entrissen, sich selbst überlassen die errungene Freiheit zu geniessen nicht verstehn u. die jüngeren Leute, grösstentheils v. feuriger Gemüthsart u. hartnäckiger, gehorchen dem Hausvater nicht, kümmern sich nicht um das Wohl des Hauses, gewöhnen sich durch ihren Eigendünkel bald an schlechte Lebensart; ergeben sich Trunk, Stehlen, Vagabundiren u. zerstören so die Ordnung gänzlich. Im Gegensatz zu diesen untergehenden u. verfallenden Häusern heben sich wieder andere (240)
Der in Gesellschaft lebende Mensch niemals so egoistisch, so neidisch wie einer der sich v. den Menschen absondert; gewisses Interesse bindet alle jene, die zusammen auf einem Feld arbeiten u. bei einem Tisch aus einer Schüssel essen. (241)
Viele
v. den
Gebildeten verdammen die Sitten u.
Gebräuche, wie auch die
Tracht des Landvolks, insbes. bei den Weibern als unanständig,
ausgelassen u. roh, u. was sie f. unanständig halten
Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗i. e. die „gebildeten“
Geilböcke⦘ bemerkt der Landmann in seiner
Einfachheit u. schlichten Weise nicht … man muss seine Gefühle nicht
beurtheilen nach den »affektirten Etiquettevorschriften«
der Gebildeten. (241) Wird die Lebensweise
des Landvolks »verdorben« so »wahrlich nur durch jene, welche Herrenkleider tragen, u. halbgebildet in
den Dörfern herumstreichen, wie mit mehren in den
Dörfern lebenden Handwerkern (meist Gesellen, Krämern u. d. gl.) dies
der Fall[«]. (l. c.)|
»Jene Herrn sind im Irrthum welche meinen, dass sie durch die Aufhebung der H. C. mehr Diener u. Arbeiter werden erhalten können; durchaus nicht; es wird mehr Bettler geben … u. mehr Vagabunden … Unsere Landleute sind nicht an die selbstständige Wirthschaftsführung gewöhnt; wir haben keine Einrichtungen diesem Uebel abzuhelfen u. keine Fabriken, wo solche selbstständige Individuen Beschäftigung u. Verdienst haben würden.[«] (242)
7) Georg Kisseljak Kiseljak (Vice-Erzpriester u. Pfarrer zu Draganić im
agramer Comitat. )
Viele, ich will nicht sagen alle, Stadt- u. Komitatsbeamte
des früheren Bei
Utiešenović, S. 242: Regimes
Schließen Regiments haben zu Hauswirthen
die grössten Säufer, Faullenzer
u. Verschwender erwählt u. das arme Haus musste das
Joch tragen. (242, 43)
Ist bereits 30 Jahr Pfarrer zu Draganić; hat viele
Hauskommunionshäuser gefunden, mit schönen Gründen, Wiesen, Weingärten,
Waldungen, Gebäuden; Scheunen mit allerlei Fruchtgattungen angefüllt;
dass solche Häuser in Hungerszeit nie Brod kaufen mussten; volle Keller
mit alten u. neuen Weinen; im Stall wenigstens 8 weisse Ochsen,
das Paar zu 180 fl., ferner zu 120 Stück Schweine, 20–30
Kühe, 8–20 Pferde, Aecker u. Weingärten schön u. ordentlich bestellt u.
bebaut; f. Vieh hinlänglicher Vorrath an Heu; im Herbst 4 ältere Ochsen gemästet u. im Frühjahr zu 300 fl. C. M. verkauft. Im September ihre Schweine zur Eichelmastung geschickt u. nach vollendeter
Mastung 10 Stück davon zu Haus gelassen u.
abgeschlachtet, um den Bedarf an Fett u. d. g. zu decken,
die übrigen verkauft; Geld dafür 120, 200–300 manchmal zu
500 fl. M. (243) In solchem Haus Melchkühe u. ein Nachwuchs; jährlich 3
Ochsen od. Kühe geschlachtet u. das Fleisch geselcht, ist also
nicht nöthig Fleisch zu kaufen; ferner 1 od. 2 junge Pferde verkauft.
Nun ist jeder Bedarf gedeckt; nur noch Salz zu
kaufen, Steuer zu zahlen u. die
Hausgenossen zu kleiden. Dafür wird etwas Wein verkauft, etwas wird bei
den Schweinen u. Pferden gelöst, u. sodann grobes Tuch u. Leder gekauft. Der
Hausvater lässt dann den Schneider u. Schuster kommen u.
die Genossen Röcke, Hosen u. Stiefel anfertigen. Für
die
Leinwand in Hebst Herbst u. Winter gesorgt, hiezu ein eignes Bodenstück bestimmt, u. in Beete
getheilt, nach der Fechsung der
Flachs abgewogen u. gleichmässig unter
die Ehpaare vertheilt. Bleichen, Spinnen
u. Weben der Leinwand besorgen die Weiber,
nähen f. die Männer die Wäsche, nicht minder f.
die Kinder. Während der 30 Jahre, dass Ausdruck
von Marx.
Schließen unser „Georg
K.“ hier Pfarrer[,] in Draganić 4 Hauskommunionshäuser Bei Utiešenović, S.
244: dreimal
Schließen 4 × verbrannt u. das ganze Vieh
zu Grunde gegangen; trotzdem jene Häuser gegenwärtig die
vermögendsten. Dagegen andre abgebrannte »nicht
patriarchalische« Häuser zur Stunde durch keine neuen ersetzt,
sondern die Leute leben in armseligen Hütten wie Zigeuner, nur
2 Häuser wieder aufgebaut u. diese sehr arm. (243, 44.)
Ferner in jenen Häusern, um an Festtagen den Braten nicht kaufen zu müssen, zu 100 Stück Gänse u. ebensoviel Indians gehalten, hievon einige geschlachtet u. v. den Genossen verzehrt; was übrig bleibt, verkauft; was v. Geld übrig bleibt auf Ankauf v. Grundstück, Wiese od. Weingarten verwendet od. nutzbringend angelegt. Braucht der Kaiser einen Soldaten, so stellt ihn das Haus u. merkt den Abgang gar nicht. (244)
Dass die Leute aus solchen Häusern nicht gern dienen – aber Niemand dient gern ausser wenn dazu genöthigt. (l. c.)
Man sagt,
Hauskommunionen seien schuld, dass es keine
Fabriken giebt, daher schöne Ochsen od.
Schafe nach Steiermark gehn u. der
Kroate v. dort die Fabrikate beziehn muss; dass das
rohe Leder u. Eisen nach
Steiermark ausgeführt, dort bearbeitet u. dann v. unsern Landedelleuten
wieder gekauft werden müsse. Aber ich frage, ob die Fabriken
den ganzen Staat od. bloss eine Menschenklasse u. welche
glücklich machen? Dass die Fabriken den Staat u.
das Land blühend machend, dies ist wahr; allein hierbei
sind blos die Fabrikanten u. noch jemand die Glücklichen. Die
Armen, die darin arbeiten, den Launen ihrer Herrn preisgegeben etc.
(244, 45) Dort „die eine Klasse reich, |39
Zusatz von Marx.
Schließen sehr reich, die andern hingegen alle
arm, sehr arm, nackte Proletarier[«].
(l. c.)
Das Hauskommunionsleben wird auch desshalb bekämpft, weil es der Industrie hinderlich sein soll. … Wer verkauft denn bei uns etwas ? Grade die patriarchalisch lebenden Leute. Sie verkaufen wo ein anderer gar nichts zu verkaufen hat. Und was wird bei uns verkauft? Getreide gedeiht bei uns nur in Gegenden der Save, Drave u. etwas nächst der Kupa, jenseits des Kupaflusses wird aber nichts erzeugt, weil der Boden zu gebirgig ist. … Die Aufhebung der Robot hat in Kroatien einen Ausfall v. etlichen 100 000 Metzen Getreide herbeigeführt. Diese ganze Ebne Croatiens, möge sie noch so fruchtbar sein u. kultivirt werden, doch nicht im Stand den grösseren Bedarf der Gebirgsgegenden zu decken. Mit dem Getreide kann es daher keinen Handel geben, da Banat, Syrmien u. die um Theiss u. Donau liegenden fruchtbaren Ebnen stets die Preise der Früchte bestimmen, Kroatien mit ihnen keine Konkurrenz aushalten kann. (245, 46)
Anderer Zweig unsres Handels Ochsen u. Pferde. Diese gezogen zu Draganić, Cvetković, längs der Save in Turovopolje, dann um Drave u. Kupa zu Rečica, Blatnica, Sišljavić u. in der Grenze; ferner von wem längs der Kupa der Ochsenhandel getrieben? vom wohlhabenden Landmann, der viele Hausgenossen hat u. dann v. manchen Gutsbesitzern. Bei alle dem würde das Rindfleisch bei uns noch theuer sein, wenn nicht wöchentliche Zufuhr aus Bosnien. (245, 46)
Dritte Handelszweig Branntwein; unbedeutend dieser Handel, Croatien kann darin nicht mit Slavonien konkurriren; letzteres bestimmt allein die Preise. Und wer verkauft bei uns Branntwein? die Gutsbesitzer, die zur Zeit der bestandenen Robot Zwetschengärten anlegten, u. Landleute, welche selbst für sich Zwetschkenbäume pflanzten. Manche Grundherrn verkaufen kaum bis 50 Eimer Branntwein, der mit dem Hausgesind versehne Landmann etwa bis 5 Eimer v. eignem Erzeugniss. (246)
Vierter Handelszweig:
das Borstenvieh; gezogen zu Draganić, Cvetković, Jastrebarsko, Desinec,
Rečica, Stupnik,
längs der Save, Drave u.
in ganz Slavonien; Hausgenossen handeln damit.
Schweinefleisch würde bei uns noch theurer sein, wenn uns die
Türkei nicht Schweine
liefere. »Es ist daher gut«
Bemerkung von Marx.
Schließen (sagt dieser christliche Pfarrer = Lanzelott Jobbo) »dass die Türken kein Schweinefleisch
essen« (letzteres p. 247)
Weinhandel in Kroaten Kroatien noch der bedeutendste, obschon auch schwach, weil die früher durch Zolllinien v. allen Seiten eingeschlossnen Croaten ihren Wein zu Haus verkaufen mussten u. dies nach Belieben des Käufers; die H. C. häuser haben den meisten Wein zu Verkauf, jedes zu 100, manches zu 200 Eimern, während die nicht in Kommunion lebenden bloss zu 5–6, höchstens 10 Eimern verkauften. (l. c.)
Zusatz
von Marx.
Schließen Schlimme Zerwürfnisse, die zu Theilungen in 2, 3,
4 Theile führen; jeder ausscheidende Theil muss sich um ein
Wohnungsgebäude umsehn u. solches neu od. aus den vorhandnen
Gebäuden erbauen. Hierbei wird viel Geld, Wein, Brot etc aufgewendet,
nebstbei Schulden gemacht. Dadurch schon manche ins Elend gestürzt. Mit
dem geliehnen Geld baut sich jeder dann ein Häuschen f.
Weib u. Kinder; v. Vieh ihm bei der Theilung wenig zugefallen,
2 od. hie u. da höchstens 4 Stück Ochsen
bekommt; 2 muss er um das Haus bauen zu können verkaufen; bleiben noch
2, muss sie auch hergeben, weil er f. den Bau der
Stallung ebenfalls Geld benöthigt. Hat er bei Theilung auch Schweine
erhalten, so braucht er f. sie auch einen Stall, dann Futter f.
den Winter u. zwar gutes, weil sie ihm sonst zu Grund gehn.
Nun kommt das Arbeiten, ackern, eggen, mähen, schneiden u. [s.] w. Hat er 2 Söhne, so muss sich der eine mit
den Ochsen, der andre mit den Schweinen
od. Pferden abgeben, od. sonst zu Hause arbeiten. Die Mädchen
müssen Kühe, Gänse u. andres Geflügel hüten[.]
|40
Hat er nur 2 Ochsen, so kann er nicht ackern,
muss bei Verwandten od. sonst wem betteln, dass sie ihm das
Feld beackern. (247) Hat er kein Geld, um die fremde Hilfe zu
zahlen, so muss er ihm dafür arbeiten; das Weib muss zu Haus
sein, um es vor Feuer u. anderm Schaden zu bewahren; die Söhne
müssen ebenfalls arbeiten, weil sonst der ersuchte Freund nicht
ausackern kommt; dieser kommt wann’s ihm beliebt; oder regnerische
Witterung tritt ein, wo Ackerung nicht möglich; so kann der
arme Mann nie seine Arbeit verrichten, ist dem Elend
preisgegeben. Dann kommt die
Steuer, die er nicht zahlen kan kann, daher hat wieder zu borgen, verpfänden, od. dem
andern schwere Arbeit zu verrichten, während seine eigne Arbeit
zurückbleibt etc etc »Desshalb mus muss ich mich über jene wundern, die glauben dass derjenige,
welcher arbeitet, auch Geld haben müsse.« (248)
8) Momente aus dem Operate der kroat. slavon.
Vertrauensmänner in Betreff der H. C., vom Jahre
1852
Erklären die „ H. C. hätten sich »in jeder Beziehung als die kräftigste Stütze des Staates jederzeit bewährt«, Militair- u. Steuerpflichten, Personalleistungen, Pflichten der Religion, Moralität u. des »Gehorsams gegen die Vorgesetzt Vorgesetzten« würden »weit besser erfüllt, als dies in einem durch Theilungen zerstückelten geschwächten Zustande der Bauernfamilien möglich wäre«; »die Hauskommunionen bilden den sichersten Damm gegen die Verarmung des Landvolkes u. das verderbliche Proletariat.« (249)
In den Vorschlägen über Theilungsrecht dieser Vertrauensmänner heisst’s:
§7) „Ein der Kommunion schädlicher u. unverbesserlicher Hausgenosse kann aus der H. K. ausgeschlossen u. mit dem Antheil bloss aus dem beweglichen abgefertigt werden. Nur im Falle der Hilflosigkeit kann er in die Kommunion zurückkehren.“ (250)
9) Žužel, Pfarrer in
Rieka.
[»]In Familie, wie Staat, muss Wohlstand in gleichem Mass wachsen, je mehr der Erwerb zunimmt u. die Ausgaben geringer werden.“ (252) Dies Fall bei H. C. Familien verglichen mit getheilten. In letztern so viele Theile, so viele unbeholfene u. unreife Hausmütter, die ihre Zeit vertändeln, indem eine jede neben ihrem eigenen Heerd bei 1 od. 2 Töpfen hockt. (l. c.)
Seit die Theilungen, sehe ich an Arbeitstagen, in den Bauernhöfen in allen Winkeln Feuerstellen, vor jedem Heerde ein müssiges Weib, welches das Feuer unterhält; früher eine Hausmutter f. alle diese Häuser; Ebenso auf der Hutweide beinahe um jedes Stück Vieh einen besondren Hirten; so lange sie nicht getheilt, genügte f. das alles ein Hirt; viele Hände gewöhnen sich an Müssiggang. All das schon schlimm, wo die Parteien so getheilt haben, dass einer jeden eine hinlängliche Zahl arbeitsfähiger Leute bleibt. Wie aber erst dort, wo die Theilung in kleinen Parcellen geschieht? (253)
Ditto was Ausgaben betrifft. Z. B. 30 Personen, wenn sie zusammen kochen u. essen, verausgaben weniger als wenn in 5 od. 10 Parteien getheilt. In grossem Haushalt alle Victualien, Salz, Oehl etc im Grossen eingekauft, billiger u. besser; ebenso mit Beleuchtung; wo getheilt braucht jede Person ihr eignes Licht; dasselbe gilt v. Heitzung. Wie viel in patriarch. Familie gespart an Brennholz u. Bauholz. Ausser bes. Wohnung, braucht jede getrennte Partei bes. Stallung, Schoppen, Geflügelstall u. s. w. Und das alles nimmt wieder ein Grundstück ein, früher benutzt als Garten, Weide etc[.] Also nächste Folgen der Theilung: Der Grund wird weniger, die Arbeitskräfte nehmen ab, weniger erworben, alles theurer eingeschafft u. mehr verzehrt. Die wohlhabendsten Häuser bei uns dort, wo sich das H. K. leben erhalten. Mit der zusehenden Zerstücklung der H. K. »kann man sich überall u. aller Orten überzeugen, dass unser Volk immer mehr in Armuth versinkt u. immer weniger in Stand ist, seine Felder zu bebauen[«]. (254, 55)
H. K. bewahrt vor Vereinsamung u. bietet dem Menschen in jeder Lage des Lebens eine Stütze. Tod, Rekrutirung, alles hier gemildert. Langweile u. Ueberdruss v. Haus fern gehalten, die herrschen bes. an Sonn- u. Feiertagen u. langen Winterabenden im Kreis der separirten Familien u. die Leute aus dem Hause treibt, mit meist verderblichen Folgen f. Hauswirthschaft u. Moral. (256)
Unser Landvolk meidet zwar nicht bes. das Wirthshaus; aber nicht so häufig als in Steiermark. (257)
Man sagt, wo die Einzelnwirthschaft [besteht,] seien Felder besser bebaut, Vieh im besseren Stand, Menschen u. ihre Wohnungen reinlicher. In der Posavina, Podravina (Save- u. Drave[-]Gegend), warasdiner Militairgrenze u. s. w. all dies in höherem Grad der Fall |41 als in den Nachbarprovinzen ohne H. C. (257) Selbst die steirischen Nachbarn halten keinen Vergleich damit aus. »Ein einziges Posavanerweib besitzt mehr Kleidung u. Anzüge als dort ein ganzes kleines Dorf; u. dann ist ihr Anzug weiss wie Schnee … alles ihr eignes Erzeugniss; bei ihr ruht die Flachsbrache, Spinnrocken u. Webstuhl weder bei Tag noch Nacht. Mann u. Kinder daher wechseln die Wäsche 2 × in Woche.« (258)
In der Posavina, in Moslavaner Gegend u. s. w. nicht nur reinliche Wohnungen, sondern auch reichliche mächtige Federbetten, während in so manchen Gegenden jener s. g. Musterländer Betten u. Bettstätten unbekannt, der geräumige Ofen im Winter, im Sommer aber Heuboden, Zwetschengarten allgem. Lagerstatt. Grenzerin webt eben so gut Linnen u. Tuch, spinnt u. färbt Wolle, kann jede Arbeit in Wirthschaft u. auf dem Feld verrichten. Gute Viehzucht oft bei den H. C. häusern. (258)
Unsere Bergananwohner Berganwohner (prigorci) züchten in manchen Gegenden Ochsen die den steirischen, u. Rinder, die den schweizerischen nicht nachstehn. (258, 59)
Posavaner Pferde klein, aber schöngebaut, lebhaft, an Schnelligkeit u. Feuer den besten Racen beizuzählen. (259)
Unsere Turopoljer rührig, thätig; allen Orts in Kroatien als Verkäufer v. Leinwand, Zwiebeln u. s. w.; bes. aber ihre Schweinezucht bekannt, sehr gesucht u. bekannt auch ausserhalb der kroat. Märkte. (l. c.)
Grösste Armuth u. Unreinlichkeit bei den Bauernedelleuten – nobiles unius sessionis – wo sie, wie an vielen Orten, sich längst v. Patriarchalleben losgetrennt. (259) Sie theilen Grund u. Boden ins Unendliche, in manchen Gegenden ihre Gründe sogar nach Furchen u. Schritten. (l. c.)
»Wenn v. den Glücksumständen eines Volks die Rede ist … diese nach der Lage u. dem Befinden der Mehrzahl im Volke, u. nicht nach Einzelnen zu beurtheilen.« (260, 261)
»Ich meinerseits bin nicht der Meinung, dass ein Volk glücklicher ist, wenn es Ueberfluss an Dienstleuten hat; meine Ansicht neigt sich eher zum Gegentheil.« (262)
Die Haupteinwendung gegen die H. K.: »die menschliche Selbstsucht bringt es mit sich, dass jeder am liebsten für sich selbst arbeitet«[,] dann sehe ich nicht ein, wie ich an meinem Knecht, der keinen Antheil an dem Grundstück hat, den das er bebaut, besseren, fleissigeren u. gewissenhafteren Arbeiter haben sollte, als an meinem Bruder, Neffen etc, der mit mir zugleich Miteigenthümer des Grundstücks ist u. den gleichen Antheil, dasselbe Interesse daran hat, wie ich selbst … der Nutze Nutzen jedes Einzelnen (Hausgenossen) um so grösser, je mehr gearbeitet wird u. je mehr die Arbeit einträgt; Knecht od. Dienstbote bezieht seinen Lohn gleichmässig, ob viel od. wenig gewonnen wird, ohne Nutzen im erstren, ohne Nachtheil im andern Fall. (263, 64)
Man sagt ferner: »fester, selbstbewusster Charakter kann sich nur in dem entwickeln, der auf eignen Füssen steht, der sein eignes Besitzthum hat« … aber in H. C. system viel mehr Menschen als sonst wo im Besitzthum v. Eigenthumsrechten. (264)
[»]wer sich mit den andern durchaus nicht vertragen kann, kann sich separiren u. allenfalls seinen Antheil ausheben, was derjenige, der nichts besitzt, nicht thun kann.« (l. c.) Charakterfestigkeit, Selbstachtung, edler persönl. Stolz haben nicht allen die Wohlhabenheit u. Unabhängigkeit zur Quelle, sondern auch das Bewusstsein des Beistands u. der Hilfe, auf die wir bei Andern rechnen u. uns im Fall der Gefahr vertheidigen können … in Gesellschaft solcher auf die er sich verlassen kann, wird einer »selbstbewusster u. muthiger auftreten als der arme Teufel, der gewohnt ist, bei jedem strengen Worte zu zittern u. sich zu demüthigen[«]. (265)
»Wir
können es nicht läugnen, diese Volkssitte ist bei uns in manchen
Gegenden so sehr aus der Art geschlagen, dass sie, wenn nicht neue Bedingungen einer gesunden Existenz derselben zu
Hilfe kommen, um sie zu regeneriren, unmöglich lange mehr Bestand haben
kann u. es wäre auch nicht zu wünschen, dass sie länger fortvegetire, so
wie sie sie nämlich an manchen Orten, v. Missbräuchen überwuchert,
kränkelt u. hinsiecht.[«] (266) patriarch. Hausdisciplin herzustellen u. dafür
zu sorgen dass tüchtiger Hausvater im Hause
die Leitung führe u. die Uebrigen ihm pünktlich
gehorchen; nicht durch Erlässe u. Ordonanzen zu erzielen. (l. c.) An
manchen Orten der Missbrauch eingeschlichen, dass sich
die Hausväter als alleinige u. ausschliessl. Eigenthümer
des Gesammtvermögens zu geriren beginnen u. die
übrigen |42 Hausgenossen ärger als Dienstboten hielten; solcher Hausvater faullenzt den ganzen Tag, verlangt v.
den übrigen Arbeit ohne Unterlass; macht willkührlich
Einkäufe u. verkauft u. versetzt nach eignem Ermessen was die
Andern erwerben; ist u. trinkt gut u. lässt sich mit Weib u. Kindern
nichts abgehn, lässt die arbeitenden Hausgenossen hungern u. in
zerrissnen Kleidern untergehn; legt v. dem Gesammtgewinn
des Hauses f. sich bei Seite u. kauft seinen Kindern
Grundstücke u. Privatwirthschaften dafür. Ueberall wo solche Hausväter
vorgehn, werden die Hausgenossen zur Theilung drängen.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗hier also Verfall des Systems aus
innern Ursachen, aber auch herbeigeführt durch Aenderungen im
auswärtigen Leben, das in Berührung mit der einzelnen
H. K., od. innerhalb dessen sie existirt⦘ (267) In
vielen Orten u. Gegend Gegenden hat sich das H. K. leben in ursprünglicher Reinheit
erhalten. (l. c.)
Es
giebt getheilte Häuser, wo jeder gern den Hausvater spielen
möchte Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗wieder innere Ursache des
Verfalls⦘, wo es was
zu befehlen giebt; wenn es aber heisst f. die Steuern u. andre
Lasten zu sorgen, da will wieder niemand der Hausvater sein
(268)
Nur darin, was die Vertheilung der täglichen Verrichtungen betrifft, was den Tag über vorgenommen u. wer diese od. jene Verrichtung versehn soll, sollte der Hausvater unumschränkt sein. (268)
Da es für einen erwachsnen Mann mit Weib u. Kindern drückend, ja demüthigend wäre, ganz vom Geld entblösst zu sein, so dass er wegen jeder kleinen persönl. od. Familienausgabe in Verlegenheit u. v. andern abhängig wäre, so sollte sollten auf dem Kommunalgrund auch Separatgrundstücke gestattet sein u. zwar in Weingärten, wo es solche gibt. Diese müssten jedoch Eigenthum der Hauskommune bleiben, so dass der jedesmalige Nutzniesser sie nicht verkaufen dürfte[,] u. müssten nach Köpfen derart vertheilt werden, dass wer mehr Kinder hat grösseres Grundstück erhält als andrer dessen Familie wieder zahlreich. Beim Zuwachs v. Kind dem Vater das Separatstück zu vergrössern; bei Tod desselben der auf es fallende Theil solchen Guts an die Hauskommune zurückfallen. In manchen Gegenden wird auch jetzt so verfahren; für jedes verheirathete Weib in der Hauskommune wird ein Grundstück, kleiner od. grösser, je nachdem ihre Familie zahlreich ist, aus dem Kommunalgrund zum Flachs[-] u. Hanfanbau ausgeschieden, wovon die Nutzniesserin das Weisszeug zu beschaffen hat. (269) Bei Vertheilung des Separatgrunds sollten Parzellen so lang als möglich in einer Hand bleiben, streng zu untersagen die Separatgründe früher zu bebauen bevor die Kommunalgründe bestellt sind. Was in Russland in der Gemeine, muss bei uns in der H. K. möglich sein. (269, 70)
Uebel an der Wurzel der H. K. nagend Gesetzartikel VIII v. 1840 die Theilung nach stirpes. (Stämmen) (Linien) „Z. B. ein Vater hat 2 Söhne; beide heirathen im Haus, der eine hat einzige Tochter, der andere 8 Kinder. Letztre mühen sich jahrelang ab, um das Haus zu erhalten u. des Onkels einzige Tochter zu ernähren – da mit einemal fordert diese ihren Antheil, nämlich ½ des Kommunalguts, gerade als ob sie zur Erhaltung u. zum Wohlstand des Hauses eben so viel beigetragen hätte, als die andern 8, die bisher die ganze Last der Bewirthschaftung des Gutes zu tragen hatten. Man [wird] vielleicht einwenden: dass ihr Vater auf ½ des Guts als väterl. Erbe Anspruch hatte, mithin auch seine Tochter u. Erbin … ihr Vater hatte Anspruch auf die Hälfte des Guts, so lange er u. sein Bruder mit dem Vater allein waren u. das Gut gemeinschaftlich bewirthschafteten; nachdem aber auf der einen Seite ihrer neune, auf der andern jedoch nur zwei bei der Bewirthschaftung des Guts thätig, so leuchtet es mir nicht ein, wie beide Theile den gleichen Antheil an dem Grund verdient haben sollen.[«] (270, 71)
⦗Der Verfasser der Besuche bemerkt dazu, 270, Note: „Dem römisch-german. Juristen ist das summum jus, |43 was uns als summa injuria erscheint.“⦘ Solch Verhältniss musste häuslichen Unfrieden, Zwist u. Bruderhass erzeugen, das Patriarchalleben untergraben. Seitdem die Theilung nach Familien-Linien geschieht, pflegen die jungen Weiber, sobald sie geheirathet haben, ihren Antheil zu verlangen; u. seitdem kommts im Land oft genug vor, dass Männer heirathen um sich zu bereichern … der abscheuliche, städtische Gebrauch, Heirathen aus Gewinnsucht, so auch aufs Land verpflanzt u. Sitten unsres Landvolks vergiftet. (271)
Weib, das einziges Vermögen mit ins Haus gebracht [hat,] wird desshalb häufig faul, hochmüthig u. verschwenderisch. (272)
Im Allgemeinen ist es wahr, dass z. B. ein Steirer einem gleich grossen Grundstück mehr abgewinnen wird als der Kroate; daran das patriarch. Leben nicht Schuld; sonst müssten unsre Bauernedelleute bessere Landwirthe sein. (l. c.)
Nur dann werden ihrer zwei mehr leisten als ein Einzelner, so lange sie sich gut vertragen; leben sie aber im Zwist miteinander, dann wird jedenfalls der Einzelne, wenn er allein f. sich bleibt, mehr zuwege bringen als sonst beide zusammen. Also nicht zwingen soll man das Volk zum Patriarchalleben, sondern dieses nur in Schutz u. Obhut nehmen, u. das übrige wird sich v. selbst ergeben. (276)
»Das Geschrei nach wohlfeilen Arbeitskräften möge uns aber nicht so sehr betäuben, die zeitweilige Noth an Tagelöhnern nicht so sehr blenden u. verwirren, dass wir einem momentanen Uebel um einen so hohen Preis abzuhelfen trachten sollten, um einen Preis, den wir später … niemals, niemals wieder eintauschen könnten.[«] (276, 77)
Francisco de Cárdenas: Ensayo sobre la historia de la propiedad territorial en España. T. 2. Madrid [1875].
Schließen
Cárdenas. Ftsg. II t.
(Fortsetzung v. p. 15)
Bildeten als Art glebae adscripti Theil des patrimonio real. Mit Entäusserung dieser Güter el rey trasmitia sus derechos ohne los censatarios, puesto que de otro modo no hubieran sido de ningun provecho para los adquirientes adquirentes. Auch die unter die übrigen Räuber en pleno dominio repartirten tierras nur utilisirbar, indem ihre neuen Herren zu ihrer Kultur die Sarrazenen anwandten, die sie früher besessen hatten, da christl. Landbevölkerung zu gering. Die landversehnen caballeros überliessen sie (zur Kultur) á labradores moros, f. gewisse pension u. die übrigen gabelas propias del enfiteusis, ó en aparceria de frutos. Daher Menge pueblos wo alle vecinos moros censatarios eines señor od. des rey. Manchmal die censos auferlegt nicht auf die individuellen Güter, sondern gemeinsam auf alle des pueblo, pagándose sus réditos por todos los vecinos, á prorata de sus haciendas.
Was am unheilvollsten machte die Expulsion der moriscos v. Valencia, war grade el excesivo numero de vasallos censatarios que habia entre ellos. (81) Blieben daher viele Orte entvölkert, viele Felder unkultivirt, viel señores ruinirt, viele Christen zu indigicencia indigencia verurtheilt. Vergebens, um neue pobladores anzuziehn, boten die Eigenthümer el reparto der verlassnen tierras an, weil sie belastet waren mit schwersten réditos á favor de terceros acreedores; desswegen wollte sie Niemand nehmen. So gleichzeitig ruinirt die censualistas (eben die Gläubiger, die gewisse Einkünfte auf die Güter hatten) u. die señores; letztre verlangten Beschränkung der Rechte der Ersteren. König beauftragte dos regentes del consejo de Aragon die Sache in Ordnung zu bringen, u. so kam nach 3 Jahren Unheil, Schwankungen etc zu Stande die pragmática v. 1614. Den señores dadurch bestätigt der pleno dominio u. je nach Stand der Bevölkerung wurden die zu leistenden Beträge an die censualistas regulirt. Viele Orte blieben trotzdem Jahrelang unbevölkert u. unkultivirt; viele censualistas ganz ruinirt, viele pueblos verschwanden altogether, noch mehre verarmten; aber in den neuen Contrakten, die die Eigenthümer mit den pobladores schlossen, die letzteren zwar censatarios bleibend, aber de condicion mucho más libre.
Die Alodialeigenthümer, durch Immunität die Jaime I ihnen 1271 octroyirte, frei de prestar á la corona reconocimiento, cabrevacion y censo, aber nicht v. Eid der Treue an Souverain, noch de la firma de derecho, wenn sie vor ihm citirt. Beide Verpflichtungen gemeinsam allen Vasallen, mit Bezug auf den señor del lugar ihres Domicils, obgleich sie keine Güter v. ihnen hatten, blos durch fact de morar en su tierra. So, die dueños alodiales de heredades enclavadas en el término de algun castillo ó villa señorial, debian jurar fidelidad al señor de la tierra u. alles in diesem Schwur Entaltne beobachten Enthaltene beachten nach fuero v. Jaime I, tomado del titulo: De constitutione feudorum aus dem liber feudorum.
Der Eid der Treue enthielt Versprechen den señor nicht zu beschädigen, noch sein Geheimniss zu descubrir, noch seine Jurisdiction zu beeinträchtigen, noch bei seiner Frau zu liegen, seiner Mutter od. Tochter noch in seinem Haus zu hacer cosas deshonestas, noch hacer difícil ó imposible lo que para el señor fuera posible ó fácil, noch ihm etwas geheim zu halten was zu seinem Schaden gereichen könne. (F. 2, l. 9. rub. 13)
Die Alodialgüter v. Tributen eximirt od. nicht, je nach dem Stand ihrer Besitzer. Die Ritter aller Klassen ⦗es gab deren 3: nobles, generosos u. simples caballeros; generosos v. alter adliger Familie, simples, die nur v. König zu Rittern geschlagen, nobles, die beides vereinigten. Wenn alle 3 Klassen Ritter vereinigt in den Estamentos setzten die generosos En vor ihren Namen, die simples micer. Ausserdem hatten Privilegien der Ritterschaft die „ciudadanos honrados“, Doctoren u. Licentiaten u. die die Justizämter verwaltet, ausser en cuanto á las cargas reales y personales⦘ contribuirten wie die einfachen ciudadanos f. die bienes muebles womit sie Handel trieben, weil, wie Jurist Tarazona sagt, der Handel unpassend f. ihre Klasse. Ausserdem hatten sie zu tragen alle cargas u. derramas vicinales vecinales, die der concejo anordnen würde zur Vertheidigung der fueros y privilegios de la tierras.|
45Die villas reales hatten zu zahlen la questa, fixer Tribut, jährlich; Játiva z. B. zahlte jährlich 8000 sueldos etc[.] Die tierras censatarias waren die meist belasteten; die sarazenischen Landarbeiter fast Sklaven. Pedro III eximirte sie der Krone die 12 od. 20 sueldos u. andre Tribute zu zahlen, wozu ihre Racengenossen sonst verpflichtet; aber nur weil sie diese od. mehr an die señores de sus lugares zu zahlen hatten.
Christliche censatarios, die innehatten u. kultivirten sus tierras f. pension ó parte cierta de los frutos; wenn sie den Herrn den convenido leisteten u. die condiciones propias der emphiteusis erfüllten, nach der valencianischen legilacion legislacion, konnten sie nicht zu mehr verpflichtet werden. Frei por naturaleza; also v. ihnen nur zu exigiren, wozu sie sich per Contract verpflichtet. Wie die Feudatäre verpflichtet á dar la potestad de sus feudos á sus señores, wenn die es verlangten als Zeichen der Anerkennung ihres Dominiums, so die Besitzer der tierras censatarias verpflichtet de Cabrevarlas, d. h. de mostrarlas á su señor u. ihnen ihren Titel zu präsentiren alle 4 Jahre od. wenn señor es ausserhalb dieses Termins verlangte, aber dann auch zahlte die Kosten der cobrevacion cabrevacion. So erhielt der señor sein Recht gegen Usurpation etc, erhielt Schadenersatz im Fall v. menoscabo etc
Die pensiones nicht in gleicher Proportion mit dem Werth der fincas censatarias; nur das Stipulirte, bestehend in aliquotem Theil od. in fixem des Ertrags od. Geldsumme. Ausser diesen stipulirten pensiones belastet mit allen Tributos generales u. municipales die auf Leute ihres Standes fielen; ausserdem zu zahlen die censos colectivos, die die Jurisdictionsherrn auf ihre pueblos zu legen pflegten, á favor de aquellos que les suministraban los capitales que habian menester para reparar sus haciendas ó proveer á sus necesidades. Unterliess der censatario während 4 Jahren seine Pension zu zahlen, so konnte sein señor ihn seiner fincas berauben u. darüber nach Gutdünken verfügen.
Obligacion (u. dies Spur der ursprünglichen servidumbre der propiedad censataria) in Valencia der tierra[-]tenientes de no abandonar los lugares de sus heredades, so pena de perderlas. So in Stadt Valencia die Obligation der Residenz daselbst vorgeschieben vielen pobladores enfiteutas. Namentlich streng die Nichtfreizügigkeit f. moros. (z. B. dass sie mit Frau u. Kindern zu Sklaven des señor gemacht) Die Juden, die v. kgl. Orten übergingen zu señorales, quedaban á la merced del rey, wenn der Herr zu dem sie überging übergingen nicht das Privileg besass de hacerlos suyos.
Aber neben diesen unzweifelhaften Spuren der alten servidumbre, zeigt die valencianische Gesetzgebung Tendenz der Monarchen sie abzuschaffen. Wenn nicht vollständig erreicht, so Schuld des fatalen Umstandes, dass es sich um – gefährliche – Leute andres Gesetzes u. andrer Race handelte.
Die Könige veraüsserten oft Orte u. tierras de su patrimonio, denen sie selbst das Privilegium ertheilt hatten, nicht durch sie veraüsserbar zu sein.
Die Valencianische Gesetzgebung mit Bezug auf Testirung, Erbfolge etc Mischling der aragonesischen u. der catalonischen Gesetze. Im 18. Jhdt verlor der alte reino de Valencia sus fueros u. ward ganz unterworfen dem castilianischen Gesetz.
Nirgends erhielt sich länger als im reino de Valencia die Jurisdiction u. potesdad potestad del señor feudal y del directo, sobre sus feudatarios und censatarios. Die barones, als señores de sus lugares, hatten in selben mero y mixto imperio u. hohe u. niedrige Jurisdiction, durch ausdrückliche Gnade des Königs od. undenkliche Gewohnheit. Die aber, welche en feudo besassen castillos ó tierras, tenian darin la potestad, i. e. Jurisdiction, u. auch imperio mixto, por merced soberana. Die señores v. 3 od. 7 Häusern von moros od. 15 v. Christen, tenian en ellas (den casas) por ministerio de la ley, jurisdiccion u. imperio mixto. Die dueños directos de heredades enfiteúticas hatten auch Jurisdiction über die censatarios, en las cuestiones relativas al enfiteusis. La jurisdiccion era por lo tanto uno de los frutos ordinarios de la tierra que se enajenaba con ella y andaba en el comercio, como los demás bienes inmuebles. (p. 102, 103)|
46En las islas Baleares fué tambien la jurisdiccion uno de los frutos del dominio territorial, y sobre todo del adquirido por razon de la conquista. (110)
Libro VIII. De la propiedad vinculada y de la civil amortizada
y gravada despues de la Edad Media.
Capit. I Como perdió la propiedad territorial sus carctéres caractéres feudales.
I) Ursachen die Scheidung bewirken zwischen
Grundeigenthum einerseits, Militairdienst u. Jurisdiction
andrerseits
Die
primitiven Charaktere des
Grundeigenthums in Castilien entkräftet u. verwandelt durch
die
fueros municipales, cartas-pueblas und privilegios; so
Anfang des 17ᵗ Jhdts bereits
tief modificirt; die
alten Namen bestanden noch fort, aber mit
verschiedner Bedeutung. Die
encomiendas waren nun mehr lukrative u.
Ehren-Titel als cargos públicos; die
prestimonios reducirt auf kirchliche beneficios; die
mandaciones erhalten als blosse tenencias
od. verwandelt in señorios perpétuos; las
tierras degenerirt in Renten zur Last des
öffentlichen Aerars od. in blosse soldadas Zusatz
von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S.
1250.
Schließen (salaires); die
heredades de solariegos verwandelt in predios enfitéuticos; die eigentl.
feudos hatten sich nicht generalisirt.
Mit diesen Aenderungen in den Formen u. Rechten del
dominio wurden Personen u. propiedades jedesmal freier. Im
Mass wie die siervos verwandelt in solariegos u. diese in
Vasallen verminderten sich die Lasten auf ihren propiedades
u. wuchs die
Zahl der
Alodialgüter
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗während die
erste Periode der
Alodialgüter, die damals aber privilegirter Besitz gewisser
Klasse[,] ihre allmählige
Verwandlung in Feudal etc Güter zeigt⦘; u.
umgekehrt, im Mass wie propiedad unabhängiger wird, machte sich
der Status der Personen freier.
So allmählich verschwinden: Kriegsdienst, als charge des Grundeigenthums; Jurisdiction als eins seiner Rechte, u. die limitaciones de su libre disposicion.
Die Seignorial potestad tief erschüttert u.
die Jurisdiktion jeden Tag mehr getrennt v.
Grundeigenthum mit
dem
établissement de los concejos libres
Zusatz von Marx.
Schließen (i. e. den
libres municipalités); mit Reversion an die Krone
vieller vieler veräusserter od. usurpirter villas y tierras; mit
den Privilegien concedirt an Menge v. poblaciones de no
ser dadas nunca en encomienda ni en señorio ó de nombrar ellas
mismas sus señores ó sus justicias; con las numerosas pueblas
singularmente privilegiadas que fundaban los reyes, y á las cuales acudian en tropel los vasallos
señoriales, en uso de su derecho; u. durch die
den Vasallen zuerkannte Freiheit ihren Herrn zu
wechseln, abandonando ó vendiendo sus solares; mit der
Abolition der mañería, die tantas propiedades vitalicias in hereditarias
u. perpetuas verwandelte; mit der prescripcion de año y dia ofrecida in vielen fueros den
Besitzern v. tierras, mit der hier concedirten
Testirfreiheit, dort settling die Erbfolge der
parientes, everywhere die Anerkennung der
derechos del dominio en las tierras procedentes
de la corona.
Die
Kriegsdienstobligation des
Grundeigenthums nahm ab im Mass wie
verallgemeinert u. regularisirt die
Geldlöhnung (la
soldada en dinero). Schon im 14ᵗ Jhdt – in
Ordenanza de la milicia, promulgirt durch Alfonso
XI auf Cortes v. Burgos 1338 –
vorgeschrieben die Distribution que habian de hacer los
caballeros de sus soldadas; zugleich aber
erklärt, dass diese (die soldadas) nicht gegeben „á nuestros vasallos de la frontera, á quienes no damos soldada en diner
é han de servir por la
tierra que tienen“ (114) Man sieht aus derselben Ordonanz
die Unregelmässigkeit womit die
caballeros asalariados ihre Dienste
leisteten; ihnen wird daher vorgeschrieben, |47
welchen Theil ihrer sueldos sie in armamento zu investiren, Zahl
v. Infanterie u. Cavaleristen welche jeder zu stellen je nach Zahl
v. maravedíses die er erhielt, Werth der Pferde, schwere
Strafen f. kgl. od. señorialen Vasallen, die nicht zum Heer stiessen
od. es vor der Zeit verliessen, Sold der lanceros y
ballesteros. Das Gesetz half nicht.
D. Juan
I, in Cortes v. Valladolid v. 1385 hats zu erneuen erneuern, u. befiehlt zugleich den Vasallen mit
den armas alle 2 Monat Revue zu passiren vor
den Justicias. Cortes v.
Bribiesca, 1387, klagen, dass
die 14 millones maravedís dados en tierra á los
vasallos, grösstheils verloren seien, weil sich nie die
hinreichende Zahl zu Kriegsdienst einfinde; verlangten zu bilden
fixe Zahl v. hombres de armas, deren Namen einzuschreiben in einem
Register aller Vasallen que tenian tierras de la corona, y „que non
se fagan en los alardes las burlas que fasta aquí.“ (114) König nahm
diese Petition nicht an; verordnete dagegen neue Disposition, wonach
unter den ricos-hombres, condes, caballeros y escuderos die
inscritos en las nóminas del Erario, vertheilt wurde 1500 maravedís
f. cada lanza, 1300 f. cada ginete, u. dass ihnen diese soldadas en
lugares ihres comarcas ausgezahlt wurde, so dass sie ohne Kosten sie
einnehmen könnte. Damit die Remuneration des
Dienstes erhöht, denn vorher, segun el mismo texto de las Córtes,
diente jeder marqués mit 300 lanzas für 200 000 maravedís; Pedro
Manrique mit 200, f. 120 000 maravedís, u. die
übrigen Ritter u. Knappen con una lanza f.
je 1500 maravedís, wenn sie nicht (=
die ricos hombres, condes u. andern caballeros) tenian otra merced del rey. So Sold in Geld substituirt á la tierra p. 114, 115 Zusammenfassend
von Marx in eigenen Worten.
Schließen ⦗aber ohne dass damit stehende Armee
geschaffen; vielmehr Geld den respectiven Feudalen
v. der Krone f. ihre Militairausrüstung
gegeben.⦘
Schwieriger die
Separation der Jurisdiction vom
Grundeigenthum; ihr widerstanden clases
muy poderosas; aber dafür Krone und
estado llano
Zusatz
von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S.
654.
Schließen (roture, tiers état, état de ceux qui ne
sont pas nobles), die damals in rapidem u. constantem progreso.
Die
Könige, para afirmar y extender su potestad,
verbessern die Justizadministration in den pueblos
realengos,
ordenan sus tribunales, envian por todo el reino sus pesquisidores
para la averiguacion de los delitos, se reservan el conocimiento de
las causas más graves; geben zugleich Antheil
ihren Vasallen in dem gobierno der ciudades u.
villas, mildern die auf sie fallenden öffentlichen
Lasten, erklären sich zu Protectoren der Unterdrückten u.
öffnen die Thore der
Municipalitäten den unzufriedenen Vasallen,
die
f. Abschüttlung des yugo señorial
kämpften. Anfangs versuchen vergebens viele señores der
Krone Conkurrenz zu machen durch ähnliche Concessionen u. advantages
f. ihre Vasallen; diese Konkurrenz unmöglich
zwischen el rey, der
beträchtliche Anzahl de Estados u. Vasallen besass, u. denen die relativ
wenige, namentlich als die ricos-hombres, getheilt unter
sich u. noch viele in offnem Krieg, sich nicht
zum Widerstand vereinen konnten. Die meisten
señores schlugen daher den umgekehrten Weg ein, suchten
ihre Interessen durch List od. Gewalt zu sichern, statt die
Lage der Vasallen zu verbessern; wurden noch härter od.
blieben wie früher, aber ihre Unterthanen waren rappelköpfiger
geworden. Druck u. Vexation der unmittelbaren Besitzer, y
posesiones efímeras é insugaras inseguras im Lauf des 14ᵗ Jhdts
mussten precipitar la ruina de la potestad
territorial de los señores.
Die herrschaftl. propiedades selbst, namentlich las de abadengo im 13ᵗ u. 14ᵗ
Jhdt argen Angriffen u. Gewalthaten ausgesetzt. Dafür
das unwiderlegliche Zeugniss
der
Cortes dieser Epoche; ricos-hombres u.
caballeros nehmen Kirchen u. Klöstern gewaltsam Ländereien fort;
nehmen yantares
Zusatz von Marx
aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 1380.
Schließen (Contributionen f. Tafelkosten auf
Reise)
v. ihren Bewohnern; erzwingen Dienste v. ihnen, vexirten sie en el
reparto de los tributos; nehmen gewaltsam las tercias de los templos
y las rentas de los beneficios vacantes; nehmen den
labradores als Pfand Ochsen weg f. Zahlung v. Tributen od. halten
sie gefangen, ohne ihnen Nahrung zu geben, bis sie zahlen; nehmen
fort viele Kirchengüter od. erlaubten ihren Vasallen nicht sie in
Pacht zu nehmen, um die Prälaten zu zwingen ihnen sie zu
den v. ihnen angebotnen Spottpreisen zu verkaufen;
verboten ihren Vasallen [zu] kaufen
von Pfaffen od. Verkaufen an sie die nothwendigsten Sachen
od. deren Ländereien zu bearbeiten; nahmen weg Kreuze, Becher,
ornamentos, Glocken der Kirchen um sie zu verkaufen od.
versetzen; logirten sich in den Spitales, |48
schmissen die Armen u. Kranken heraus u. liessen sie auf
den Strassen verrecken. Andrerseits Schweinereien auf
Seiten der
señores de abadengo selbst, die begingen
„graves malfetrías, merecedoras de duro
escarmiento“ (116) nach Ausdruck v. Alfonso XI in Antwort auf
die Klagen der Prälaten (Cortes de Burgos, 1315;
Ordenamiento de prelados. Cortes de
Valladolid, 1325; Orden. de
prelados. Córtes de Valladolid, 1385) Sie liessen Güter u. rentas einer
Municipalität f. die Schulden eines andern, um nicht
responder f. die Insolventen, segun era su obligacion;
andre, zum selben Zweck, liessen die Renten der
Kirche f. die Schulden ihrer eignen Vasallen saisiren;
viele legten Interdikt auf pueblos wo sie nicht den señorio
hatten, weil die vecinos verweigerten ihnen v. diesen
Burschen Vasallen sich auf den Hals legen zu lassen,
yantares u. pedidos indebidos ihnen zu leisten; nicht wenige hielten
usurpirte lugares die zu ciudades u. villas gehörten. (Córtes de Burgos 1377)
So Unterdrückung der eignen od. fremden
Vasallen gemein á toda la clase de señores. Einige señores
entvölkerten ihre lugares indem sie v. ihren Vasallen exorbitante u. rechtswidrige neue pechos
auflegten (Córtes de Burgos, 1377); andere
nahmen auf u. vertheidigten in ihren castillos solche die gewaltsam
entführten u. einschlossen in selbigen mujeres, ditto nahmen auf
homicidas u. salteadores de caminos (Córtes de Soria de 1380); viele
verpflichteten Vasallen, die die pedidos nicht zahlen
konnten, Geld auf Zins bei den
Juden aufzunehmen; andere erhoben viele geheime
Denunciationen (achaques) gegen die Schatzbildner
(acaudalados) um exigirles cohecho
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 345.
Schließen (Subornation); andre zwangen
Wittwen u. doncellas de linaje mit escuderos u. Leuten v.
niedrigerem Stand als sie selbst sich zu verheirathen (Córtes de Valladolid v. 1385, u. v. Segovia v. 1386) Ausserdem Gewohnheit, wogegen
die Cortes vergebens reklamirten, dass die
Herrn Geld auf Anleihn aufnahmen, ihre
Vasallen zur Bürgschaft zwingend; wurde dann
nicht zur Verfallszeit gezahlt, so mussten’s die Vasallen
(als Bürgen) thun od. purgar indefinidamente en la cárcel la insolvenza insolvencia del señor. (Córtes de Madrid, v.
1573) Schliesslich sehr häufig, dass
caballeros sich rächten an den Vasallen ihrer Feinde, indem
sie wechselseitig selbe tödteten od. plünderten. (Córtes de Guadalajara v. 1390)
Sobald durch Triumph der christl. Waffen die Moslems auf kleinen Winkel der Halbinsel reducirt, die Monarchie so neue Kräfte gewann, die pueblos lernten sich zu organisiren in concejos independientes, hörte auf diesem neuen gesellschaftlichen Zustand Spaniens zu entsprechen seine alte polit. Organisation, die gegründet auf die Bedürfnisse des Kriegs u. die Vertheidigung des häuslichen Heerds. Die castillos errichtet zur Vertheidigung der poblaciones gegen die infieles dienten nun vielmehr als Mittel zur Unterdrückung der christl. vasallos od. zum Krieg gegen den eignen Monarch; die señorios, instituirt als cargas publicas u. Mittel ausgezeichnete hombres an Schutz u. gubierno des Territoriums zu betheiligen, nun blos als lukrative propiedades betrachtet, zum blossen Nutzen ihrer dueños. Kgl. Action u. die der Municipalitäten (die sich ausdehnten u. sicherten á costa de los lugares de señorio) nicht hinreichend zur Abschüttlung des señorialen Jochs; es ging nicht ohne „los vasallos se levantaran en armas contra sus señores repetidas veces“, nicht ohne „blutige Kriege zwischen den señores u. den Municipalitäten, zwischen den ricos-hombres u. der Krone.“ Der clamor der Cortes zwang die Könige mehr u. mehr anzugreifen erst timid u. langsam, dann kräftiger.
Nach verschiednen vergeblichen Versuchen (auf Mahnung der Cortes) Seitens der Könige (seit Anfang des 14ᵗ Jhdts) castillos zu errichten ohne mit kgl. Licenz od. die ohne solche errichteten niederzureissen, veordnet verordnet Alfonso XI, auf Petition der Cortes v. Madrid, 1339 die Demolition „de los castellares viejos, peñas bravas y cuevas“ die se habian hecho y poblado ohne kgl. Licenz.
Aber die facultad dada á los concejos para derribar ciertos castillos, die Excesse bei der Exekution etc |49 veranlassten gravísimos disturbios. (die Herren unter sich nahmen sich gewaltsam Festungen ab u. zerstörten sie los unos á los otros) Cortes v. Burgos v. 1338 petitionirten dass der rey die castillos nehme „en su guarda y defendimiento“. Zwangsverordnungen darauf Seitens des rey.
Missbrauch der señores mit Auflegung neuer Tribute auf ihre Vasallen od. Vermehrung der alten; oft dagegen Reclamation der Cortes; Endlich D. Juan II, auf Andringen der Córtes v. Palenzuela v. 1425 befahl, dass solche neue Tribute nicht auferlegt auf heredades libres, welge welche kgl. Vasallen erwürben in tierras de señorio, noch die alten erhöht auf die heredades tributarias welche los mismos vasallos adquirieran en las propias tierras. Aber ähnliche Beschlüsse nöthig zu wiederholen u. bestätigen in Córtes de Madrigal (1438) u. Córtes de Valladolid (1451)
Cortes v. Valladolid (1442) verlangen dass
señores v. mehr als 200 Vasallen nicht wohnen dürften en lugares
realengos noch in ihnen irgend ein officio público halten; D. Juan I gab das jedoch nicht zu.
Ebenso schlechten Erfolg Petition der
Córtes v. Valladolid (1447), dass nicht erlaubt zu leben in
ciudades u. villas principales den caballeros, escuderos u. vasallos
de señores que tuviesen tierras ó acostamientos Zusatz von
Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S.
26.
Schließen (paye); dass denen die gegenwärtig darin lebten u.
tierras ó maravedís del rey besässen, etwas mehr gegeben wurde, como
lanzas, damit sie die bienes, die sie v. ihren señores
hätten, aufgäben, dass ebenso ein Sold gegeben denen die nichts v.
der Krone besässen, damit sie ebenfalls die
herrschaftl. tierras aufgäben, die sie disfrutaban; u. dass vor
gewaltsamer Vollstreckung dieser »expropriaciones« »expropiaciones« eine renta den Vasallen angeboten wden würde, die sich v. ihren Herrn lossagen wollten, um in Dienst
der Krone zu treten. Zweck dieser Petitionen
(des 3ᵗ Standes) die señores ihrer Vasallen zu
berauben u. sie ohne Rücksicht zu despojar, „en suma acabar con los señorios“ wie die
Cortes v. Cadix es 400 J. später thaten.
Stattdessen – im direkten kgl. Interesse – befahl Juan II
zurückzuhalten los bienes que disfrutaran en lugares realengos
die señores que pusieran od. erlaubten poner embargo en
heredades del rey, sitas en lugares de señorio u. verbot
die Exemptionen der pedidos u. tributos die
viele señores den Kronvasallen anboten die auf ihren
tierras leben würden. (Córtes de
Valladolid 1447 u. 1451)
Alle Gesetze seit Anfang des 14ᵗ Jhdts hinderten nicht Errichtung neuer Castillos u. die damit verbundnen Missbräuche. 1473 Petition der Cortes v. Santa Maria de Nieva u. Heinrich IV wiederholt die alten Verbote; befahl die in den 10 letzten Jahren neuerrichteten zu zerstören.
Andres Manoeuvre der reyes war zu verhindern so viel als möglich die Confusion der propiedades de distinta naturaleza, der realengos mit den señorios. Anarchie u. Gewaltsamkeit v. wegen der im selben Territorium lebenden Vasallen unter verschiednen Herren u. Gesetzen; dem nur langsam abzuhelfen; u. a. desswegen die Verbote, dass ricos-hombres, caballeros u. eclesiásticos Güter erwürben in lugares realengos.
II) Reduccion de los señorios de abadengo: leyes de
amortization.
Diess gelang noch weniger als mit den weltlichen señorios v. wegen des durch die Kriege genährten christl. Fanatismus; seit dem 13 Jhdt die ley de amortization (keine weiteren heredades an todte Hand zu geben) eben so oft v. Cortes repetirt als nicht observirt. ⦗Allerdings hatten die reyes in den kirchl. Gütern mehr autorité als in den weltl.⦘ Im 14. Jhdt wog Meinung vor, dass solche leyes entgegen der Freiheit der Kirche; sie fuhr daher fort zu erwerben bienes jurisdiccionales. Die Córtes v. Madrid (1528) verlangten v. Carlos V (dem Kaiser) dass Kirchen u. monasterios aufhören sollten Vasallen zu halten u. Jurisdiction en sus lugares u. der Krone die abträten, die sie besässen. Dies wider das katholische Gewisse des Kaisers. Aus Finanznoth erwarb er später päbstliche Bulle zu dem Behuf, wandte sie nicht an. Philipp II (noch unterstüzt durch breve v. Gregor XIII) incorporirte der Krone viele señorios, ohne die in den päbstlichen Rescripten vorgeschriebne Entschädigung; daher in Todesstunde Gewissensbisse; Klausel in dem Testament verordnet die so genommenen señorios de abadengo rückzuerstatten. Einige dieser Restitutionen fanden statt unter Philipp III, bei weitem nicht alle, da viele seitdem an dritte veraüssert.|
50Mit der Reduktion der Señorialgewalt fällt zusammen die Entwicklung der libertades u. franquezas del dominio privado, an tierras tributarias sowohl, wie en las señoriales. Allgemeines Gesetz der Geschichte, dass zeitlicher Besitz des Bodens, wenn lang dauernd, sich in erblichen u. ewigen verwandelt. So verwandelten sich die tierras, welche die solariegos v. den nobles tenian, in alodiales; aber zur selben Zeit, wo dies durch fueros u. cartas-pueblas geschieht, führen die Könige Gewohnheit ein de ratificar las mercedes de sus antecesores á los del estado noble, prorogándolas á sus hijos ó haciéndolas nuevas por juro de heredad, womit se iba transformando el hecho en derecho.
Mit der perpetuidad del dominio erworben als Consequenz su libre disposicion u. diese Vortheile compensirten zu gewissem Grad, was die nobles zu Vortheil der Krone an Autorität verloren. Adligen sehr gierig nach dieser perpetuidad. D. Alfonso der Weise, mit seinen Prätenzionen auf deutsche Kaiserwürde u. seinen Misgeschicken Missgeschicken mit den ricos-hombres, vertheilte in mercedes perpétuas grossen Theil seiner hacienda. Damit auch bezahlt die Dienste der Vasallen in den Regierungen v. Minorennen u. den darum stattfindenden Bürgerkriegen. Entónces die kgl. larguezas zu solchem Umfang, dass 1312 die Einnahmen der Krone v. Castilien nur 1,600,000 maravedís, während Ausgaben 9 millones. Die mercedes v. Enrique II so gross, dass historisch geworden; nach Sieg über seinen Bruder D. Pedro erfüllte er alles was er seinen Parteigängern, einheimischen u. fremden, versprochen; that diess gegen Reclamation der Cortes de Toro (1371), die es [für] Staatsruin erklärten. Andre Monarchen widerriefen endlich las gracias enriqueños, befahlen Reversion an Krone die durch sie veräusserten bienes, aber nur so weit nicht berechtigte Erben da, u. liess zugleich perpétuas u. hereditarias den v. otros reyes herrührenden Entaüsserungen der Art.
Capitulo II. Decadencia del regimen señorial. – Los
mayorazgos.
I) Insuficiencia del régimen señorial en el siglo
XVI.
Immer noch im 16ᵗ Jhdt die Trümmer des Feudalismus da; gab wohl Eigenthümer, die ohne gerichtliche Gewalt, nur Tribute od. pensiones v. ciertos colonos u. Ehrenrechte genossen; die meisten aber jurisdictional u. solariegos; einige nur jurisdictional, weil, ohne dueños des Bodens zu sein, sie nur potestad u. gubierno über sie v. der Krone erhalten, mit dem Recht de percibir las rentas u. die impuestos die die vecinos dem Aerar zahlten, en los lugares realengos.
In den señorios solariegos als Eigen des señor betrachtet alle tierras innerhalb seiner términos u. die nicht v. den vecinos besessen mit justo título. In den lugares de señorio jurisdiccional, wenigstens im 17ᵗ Jhdt, die tierras baldias allgemein betrachtet als den Municipalitäten gehörig, die Herrn (jurisd.) konnten nur über Theil davon f. Häuserbau verfügen. Die cargas der Vasallen entsprangen theils aus solar, den sie durch Contract od. Gunst der señores in Besitz, wofür sie rentas, emolumentos u. servicios variables zu leisten, u. aus dem estado de vasallaje jurisdiccional, wofür Tribute u. Dienste zu leisten, bald gemein allen señorios, bald propios de algunos. Beide Sorten v. cargas im Gang der Geschichte vermengt. Dauerte fort Kriegsdienst mit rey ó con sus señores (wo nicht durch Privileg eximirt) etc etc. Dauerten fort die Monopole (Privileg f. Ofen, Mühle des Herrn; nicht Recht posadas (Kneipen etc) zu errichten, wo er sie hielt[)]; noch gaben die Vasallen ihre Wagen u. Pferde, um Holz, Getreide etc des Herrn zu verführen, y acudian á las sernas y corveas. In Galicia die luctuosa noch gezahlt im 17. Jhdt; die señores konnten auch noch ohne Licenz des rey Tribute bis zu gewissem Quantum auf die Vassallen erheben u. tomar su hacienda ó las de sus lugares, f. Fall v. Gefangenschaft, od. pour remediar su pobreza, subvenir f. Kosten bevorstehenden Kriegs, Heirath f. Sohn, etc etc.
Die bloss jurisdictionalen señores besassen in fast ganz Spanien das Recht v. den Bergen ihrer comarca alles nöthige Holz zu nehmen u. in den übrigen Comunalgenüssen den Antheil v. 2 vecinos. Ihre Vasallen waren verpflichtet ihre castillos u. fortalezzas fortalezas zu hüten, wenn immer sie in Gefahr bekämpft od. belagert zu werden. Einige dieser señores noch das Recht de |51 hospedaje gratuito en las casas de sus vasallos, das de ocupar y adquirir los bienes abandonados od. mostrencos (wovon der Eigner unbekannt) u. das Monopol v. Jagd u. Fischfang in bestimmten lugares. ⦗Ueberall das etc: Castillo Bobadilla: [„]Politica para corregidores y señores de vasallos.“⦘ Dieselben señores jurisdiccionales publicirten noch in den letzten Zeiten ordonanzas ordenanzas y bandos de gobierno, confirmirten alcaldes elegidos durch die concejos, ernannten u. zahlten de su peculio alcaldes mayores welche die Apellation v. den ordinären hörten; avocaban causas, cobraban penas de Cámara, proveian á la seguridad der Wege u. pueblos, forderten Rechenschaft ab v. Alcaldes, regidores y oficiales u. aprobaban las cuentas de Propios. In den ducados de Alba u. de Osuna existirten collegialische Apellations-Tribunale, zusammengesetzt aus Richtern, die sich alcaldes mayores u. oidores del duque nannten. Ein Convent von monjas de Tordesillas hatte bis Anfang des 19ᵗ Jhdts das Recht de nombrar su alcalde mayor. Diese facultades jurisdiccionales bereits in Castilien bis zu gewissem Punkt beschränkt, durch die mayoría de justicia, welche mit Eifer die Krone vertrat; durch das Verbot auferlegt den señores de indultar de otras penas que las pecuniarias destinadas á su erario; durch Verbot lokale Ordonanzen zu erlassen en derogacion der allgemeinen Gesetze, Geld zu schlagen etc etc.
Aber obgleich die propiedad noch die aüssern Formen seiner primitiven Feudalorganisation erhielt, existirte kaum mehr ihre Essenz, weil confundirt naturales u. Vasallen, selben Lasten unterworfen, gleicher Bedingung unterworfen die die trajan su estado de la tierra u. die que fundaban el suyo en el nacimiento, la propiedad habia dejado de ser el vinculo más poderoso entre el individuo y la república. Ausserdem confundirt die señorios meramente jurisdiccionales (die freiwillige Delegation der kgl. Gewalt) mit den territorios de jurisdiccion (Eigenthum mit Attributen der souveraineté) u. [da] die einen u. andern señores ähnliche facultades besassen, hörte natürlich der Boden auf als Haupt- u. fast einziger Titel der öffentl. Gewalt betrachtet zu werden.
Dazu merkbare Tendenz in Meinung der Personen most ilustradas des estado llano u. meist einflussreich durch ihre Wissenschaft u. ihre Literatur gegen die Theilung der öffentl. Macht u. die jurisdicciones señoriales. Auf jedem Schritt zeigen das die Werke der Juristen v. Ende des 16ᵗ u. Anfang des 17ᵗ Jhdts. So Gerónimo Castillo y Bobadilla (Ende des 16ᵗ Jhdts., in seiner Politica, oben citirt, fulminirt gegen el régimen señorial). Nach selbigem »war nicht zu verwundern tanta opresion y desgobierno, da die títulos señoriales freigebig verschwendet worden waren an gente sin nobleza u. sebst selbst an Kaufleute bereichert en menudos tráficos«. (128)
II) Orígen y Progresos de los Mayorazgos.
Um bei den Adelsfamilien eine durch die Bewegung mehr u. mehr unterwühlte Macht aufrecht zu erhalten, flüchtet die Noblesse fast gleichzeitig in Catalonien zu Recht der Primogenitur, in Aragon u. Navarra zur freien Testirung mit troncalidad u. dem consorcio der bienes, u. in Castilien zu den Majoraten. 1260 mit Erlaubniss Alfons des Weisen stiftet Garci Ibañez Majorat; verschiedne andre während seiner Regierung; ernennt selbst Mayorazgo el señorio de Viscaya (1273), welches Beispiel der primitiven Majorate, die die Erbfolge durch Primogenitur verbanden mit jurisdiccion dependiente v. der Krone. Dieser Alfonso führte ein Gesetz in den Partidas ein autorizando den testadores zu verbieten ihren Erben die Veräusserung de sus castillos y heredades, siempre que „alegaran alguna razon competente“.
In den folgenden reinos begann sich die Form dieser neuen Institution zu fixiren mit ihrem eignen Namen. So unter Sancho IV, 1291, giebt ein Majorat an Juan Mathe (seinem Kämmerer) an Häuser in Sevilla, castillos etc, in welchem Dokument es heisst „habiendo voluntad de lo honrar é de lo ennoblecer, porque su casa quede siempre hecha é su nombre non se olvide nin pierda … é porque se sigue ende mucha pró pro é honra á nos y á nuestros regnos en facer que aya muchas grandes casas de grandes omes“ (130)
Im 13ᵗ u. 14 Jhdt Majorate in doppelter Form gestiftet: der fundador verlangte Licenz v. König um sie mit seinen eignen propiedades zu stiften od. König gab heredades od. villas als unveraüsserlich u. sucesion forzosa, mit Primogenitur.|
52Die Majorate verallgemeinert durch
Clausel in Testament Heinrich II, worin dieser Verschwender der Krongüter, alle
seine octroyirten donaciones bestätigte, aber unter Bedingung, dass
ihre Besitzer „las hayan por mayorazgo é que
finquen en su hijo fijo lexitimo mayor de cada uno dellos, é si moriere sin fijo
lexitimo, que se tornen los sus Bei
Cárdenas, S. 131: lugares
Schließen logares del que así moriere,
á la corona de los nuestros regnos.“ Nobles reklamirten dagegen in
den
Cortes de Guadalajara v. 1390. Die procuradores beriefen sich dagegen auf
das niemals durch Gesetz derogirte Verbot f. ewig
die Staatsgüter zu veräussern. König Juan I (año 12.) gab
den nobles nach.
Aber die Klausel des Testaments Henry II diente als Beispiel bei Octroyung Octroyierung neuer mercedes in Form v. Majorat ohne gleichzeitig zu verhindern die Concession vieler andern als libres u. perpétuas. So Juan I z. B. 1389. Henry III viel verschwenderischer als sein Vater namentlich mit mercedes perpétuas; sehr energische Reklamation dagegen die Cortes v. Tordesillas, 1420; tierras u. rentas del Erario genügten nicht mehr der Gier der Höflinge u. Wucherer; neue oficios geschaffen, viele davon nutzlos u. alle perpétuos, damit sie der tesoro real verkaufen könne um seiner täglichen détresse zu entgehn. Juan II fabricirte auch solche oficios u. machte v. Staatsgütern viele Veräusserungen, obgleich die Cortes v. Valladolid, 1442, ihre Unveräusserlichkeit erklärten.
Am meisten Majorate gestiftet unter dem desastroso reinado v. Heinrich IV, der nicht nur f. Geld verkaufte, sondern auch verschleuderte insensatamente die propiedades territoriales, señorios, rentas u. oficios publicos der Krone. Die besten villas u. lugares gingen so in dominio particular über, die tercias u. alcabalas wurden cedirt unter título oneroso od. gratuito, u., unter dem Namen de juros[,] wurden zu Spottpreis verkauft fette rentas á cargo des öffentl. Schatzes. Missbrauch ging so weit, dass nach Hernando del Pulgar, gleichzeitigem Chronisten (Crón. de los Reyes Catól.) mit Kapital v. 1000 maravedis in Geld eben so viel jährl. Rente in juros erwerben konnte. (133)
Die Reyes católicos, um zu remediar u. instados durch die Córtes v. Toledo (1480) befahlen averiguar el orígen y los títulos de todas las mercedes reales, u. Kraft dieses Examen, bestätigten sie einige, reducirten die Grösse andrer u. revocirten viele gänzlich, disponirten dass mit Bezug auf die v. Henrich Heinrich II [verliehenen Güter] die vorher citirte Klausel seines Testaments befolgt werden. Trotzdem octroyirten sie selbst v. neuem einige mercedes de rentas u. lugares, die die Königin (Isabelle) reuig in der Todesstunde widerrief. Selbiges that D. Karlos V (Sandoval, Hist. de Carlos V) in seinem Testament, widerrief die v. ihm selbst gemachten mercedes.
Aber auch dann hörten die Veraüsserungen der bienes realengos nicht auf, die nur contribuirten zu vermehren die vinculaciones (der Güter)[.] Córtes v. Toledo v. 1560 u. v. Madrid (1590) machen Vorstellungen dagegen; König versprach moderar su uso, dennoch dauerten die Veräusserungen fort, mit um so mehr Motiv, da sie fast nöthiger Rekurs wurden um die Kosten zu decken verursacht durch die aumentos u. guerras so grosser Monarchie.
Bis Anfang des 16ᵗ Jhdts die Stiftung jedes Majorats Gegenstand eines speciellen Privilegs der Krone. Córtes de Toro, 1505, hielten es f. nöthig allgemeine Regeln über diese Materie zu diktiren. Erklärten kgl. Licenz nöthig f. Stiftung der Majorate; erlaubten aber ohne kgl. Licenz zu gravar mit vinculos u. sumisiones las mejoras de tercio y quinto zu Gunsten de los hijos. Nach Gesetz 27 dieser Córtes nicht erlaubt zu graviren die legítima, sei es der Söhne, sei es der Väter, wohl aber el tercio, wenn gelassen einem legitimen Descendenten, wenn der nicht da, einem illegitimen od. wenn keine Descendenten da, einem Ascendenten; el quinto in jedem Fall, u. die Gesammtheit der Güter, wenn keine Zwangserben da, entendiéndose siempre perpétuas tales vinculaciones, wenn der Stifter nicht das Gegentheil verfügte. Dies Gesetz erwähnt nicht die Nothwendigkeit der kgl. Licenz f. Majoratstiftung, obgleich die leyes 42 u. 43 derselben Cortes sie ohne Unterschied der Fälle sie erheischen; Ausleger erklärten dies dahin, dass sie nur nöthig in Fällen wo es sich nicht um el tercero tercio od. el quinto handle u. ohne Präjudiz f. die Zwangserben.|
53So in allgemeines u. comun Recht verwandelt
das de vincular bienes, während bisher nur der
Adel concessionirtes Privilegium. Castillo,
Glossa supra leges Taurici, edic. 1553, sagt: Das Gesetz 27 sei in
Buchstaben v. Gold zu schreiben, weil ihm geschuldet „dass nicht nur
die próceres, sondern eben so wohl die blossen
Bürger u. Plebejer Majorate del tercio y quinto de sus bienes
stiften können“. (135) Seitdem grosse u. kleine Proprietäre,
hidalgos y pecheros, traficantes y bereicherte asentistas Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 152.
Schließen (financiers, fournisseurs) beeilten sich
Gebrauch v. diesem Recht zu machen, deseosos de trasmitir á la
posteridad su nombre preclaro.
Dieselbe Cortes v. Toro zeigen in den übrigen Gesetzen Tendenz der Stiftung v. Majoraten zu begünstigen. Erklärten posesion imemorial inmemorial hinreichenden Beweis f. Subsistenz einiger bestrittnen (nicht schriftlich vorhandnen) Majorate etc. Es existirten schwere Zweifel in den Tribunalen über die Pertinenz der mejoras u. aumentos gemacht durch die unmittelbaren Besitzer in den bienes vinculados, welche ihre unmittelbaren Nachfolger u. Erben reklamirten. Die Córtes de Toro erklärten, dass die edificios, obras u. mejoras in lugares de mayorazgo, immer eingingen en la sucesion mit selbigen, ohne dass die Erben der Besitzer, die sie mit ihrem eignen Vermögen gemacht, ihren Werth reklamirten reklamiren könnten.
In Aragon, sagt Miguel de Molino (Repertorium fororum, verb. Primogenitus) „haben wir kein Recht der Primogenitur, gewöhnlich Majoratsrecht genannt, selbst nicht in den Häusern v. Magnaten, Edlen, Baronen, Infanten u. Rittern, ausser f. die Söhne des rey; aber da man jeden Sohn zum Erben einsetzen kann, den andern nur irgend etwas lassend, pflegen solche Häuser mit ihren castillos u. Baronien vinkulirt zu sein durch testamentos de los abuelos en sus hijos y descendientes primogénitos.“ Doch diese Vinculationes nie so allgemein als in Castilien, nicht nur so lange sie exclusives Privileg der Magnaten u. Infanten, sondern auch nachdem die Testirfreiheit auf den estado llano überging; erstreckte sich meist nur auf lugares de señorio, castillos u. baronías.
In Catalonien u. Valencia dauerten die feudos fort, lang nachdem sie die allgem. Monarchie einverleibte. In Catalonien ausserdem erlaubt die sustitucion fideicomisaria, ohne die limitacion de vidas, wie im römischen Recht. Mit ihren feudos u. Fiduciar substitutiones gaben Catalonien u. Valencia vielmehr Anstoss zu den Majoraten der andern Provinzen.
In Navarra, obgleich Testirfreiheit so gross wie in Aragon, nicht so allgemein Gebrauch davon gemacht um vincular los bienes in bestimmten familien. Doch in castillos u. villas Erbschaft nicht theilbar, u. Erstgeborne muste musste in castillo folgen, selbst wenn dadurch die übrigen hijos enterbt. Aber dieser Keim der vinculacion entwickelte sich erst als Navarra, vereint mit Castilla, v. ihm ihr die Institution vincular nahm mit ihren Gesetzen u. Gewohnheiten.
III) Como se vulgarizaron y desacreditaron los
mayorazgos.
Die Jurisprudenz (kastilische) legte die Gesetze der Córtes de Toro über tercio u. quinto so aus que era vinculable toda la herencia hacienda de que cada una uno podia disponer por testamento; u. sonst weiteten in diesem Sinn diese Gesetze aus. Tribunalen u. Privaten so Weg gebahnt zu verwandeln in vinculados viele bienes, die vorher frei. Repräsentationsrecht des Descendenten des Stifters auf seine Colateralverwandten ausgedehnt, ohne Beschränkung v. degré od. generation; so erschwert Rückkehr in commercium der einmal vinkulirten Güter. Jurisprudenz ging so weit, dass der aumento u. ensanche de las vinculaciones podia verificarse á costa de la legítima de los hijos, de los gananciales de las mujeres y tal vez del patrimonio del que prestó el capital necesario para las obras, si el deudor ne no dejaba bienes libres con que satisfacer su importe. (138)
Jeder wolllte wollte so caballero werden. Gebrauch der vinculaciones wurde so gemein, dass wenn testatores testadores disponian del tercio y del quinto de su herencia, die escribanos betrachteten das als perpetuirliche Vinculation. So sagt Castro (Discursos criticos sobre las leyes y sus intérpretes) sei es namentlich in Galicien geschehn, u. testadores hätten so ohne es zu wissen, viele Majorate gestiftet. Diese Demokratisirung der Majorate gab coup rude der Aristokratie, hinderte aber nicht dass durch Heirathen u. sucesiones bei einigen wenigen nobles Majorate v. solchem Umfang sich häuften, dass sie ihnen erlaubten an Einfluss u. Macht mit dem Souverain zu rivalisiren. Carl V verordnet daher (1534) |54 dass im Fall von Accumulation v. 2 Majoraten, wovon eins rentara 2 millones de maravedis (= 58,300 rs. de nuestra moneda) od. mehr, der Erstgeborne nur in einem derselben nachfolge, das andre pasara an die hija major od. den zweitgebornen Sohn. Die Krone begünstigte einerseits die Stiftung der kleinen Majorate u. die desvinculacion der grossen; die nobles u. córtes verlangten die Erhaltung der letzten u. die Reduktion der erstern.
Jacobo de Simancas, Bischof v. Ciudad Rodrigo, censurirte 1566 die institucion vincular; sie verhindre commercium eines beträchtlichen Theil des Reichthums, gegen öffentlichen Nutzen, gegen die Maxime der Weise Weisen wonach das Wohl der Republik in der Mittelmässigkeit der fortunas, verdamme zu ewiger amortisacion den grössten Theil des Grundeigenthums. Das Verlangen de perpetuar la propia memoria vermittelst vinculaciones, entspreche wenig dem Geist des Christenthums, denn gehe der fundador zum Himmel, so habe er sie nicht nöthig, u. wenn zur Hölle, habe er keinen Vortheil davon. (Jacobus Simancas: De primogenitis Hispaniae)
Ebenso dagegen Cerdan (gen Ende des 16ᵗ Jhdts) in: „Veriloquium en reglas de Estado“; sie führten Ungleichheit unter den hijos ein, Processe, böse Leidenschaften; man solle sie auf die paar Grossen, Herzoge, Marquisen, Grafen etc beschränken, deren nur wenig seien u. f. diese nur mit Carl’s V Verbot.
Im 17ᵗ Jhdt greifen die opiniones v.
Simancas u. Cerdan um sich, namentlich
als durch bedeutendere Schriftsteller aufgenommen. So der
Licentiat Fernandez
Navarrete publicirte 1621 sein Buch: „Conservacion de
monarquías“, schrieb die
Entvölkerung Spaniens den Majoraten
zu. „Estos vinculos“, sagt er, „no sirven más que para acaballerar
la gente plebeya, vulgar y mecánica, porque apenas llega un
mercader, un oficial ó labrador y otros semejantes á tener con qué
fundar un vinculo de 500 ducados de renta en juros, quando luego los
vincula para el hijo mayor, con lo qual no sólo éste, sino todos los
demás hermanos se avergüenzan de ocuparse en los ministerios
humildes con que se ganó esta hacienda; así llevándose el mayor la
mayor parte della, quedan los otros con presuncion de caballeros,
por ser hermanos de un mayorazgo y sin querer atender á más que ser
holgazanes
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 787.
Schließen (vagabonds, fainéants)“ (p. 141) Will dass
keine Majorate erlaubt v. weniger als 3000 Dukaten Rent; auch
sollten sie nicht en juros sein, sondern en haciendas de labor ó
capitales impuestos en los erarios, deren
Etablirung damals betrachtet.
Selben Doktrinen bei polit. Schriftstellern des 17ᵗ Jhdts, obgleich keiner so tief u. kenntnissvoll wie Navarrete. Saavedra Faxardo (Empresas políticas) schrieb ihnen auch die Entvölkerung zu, weil nur die Erstgebornen sich so verheirathen könnten, die andern Brüder militares od. religiosos würden.
Die señorios territoriales vinculados hielten wirklich die untern Klassen in Abhängigkeit v. den höheren u. dort, wo sie sich erhielten, verzögert der Marsch der Gesellschaft en democratizarse. Aber da die span. Noblesse bald das ausschliessl. Monopol der Majorate verlor u. auch nicht alle die conservirte, die ihr gehörten, mit der Leichtigkeit de desmembrarlos y partirlos durch enajenaciones autorizadas, confundirte sie sich zu gewissem Punkt mit dem estado llano, mit Bezug auf Besitz die Elemente die ihre Macht constituirten u. konnte dem wachsenden Demokratismus keinen Einhalt thun. Dank den leyes del de Toro, der Jurisprudenz die daher entsprang, der muchedumbre kleiner Majorate, wurde diese Institution in den Händen der span. Aristokratie nicht ein so mächtiges u. wirksam Werkzeug socialen Einflusses u. Präponderanz wie in andren países. Die Ansichten der polit. u. jurist. Schriftsteller des 16 u. 17ᵗ Jhdt, bestätigt u. erweitert durch die estadistas des 18ᵗ Jhdt, führen zur Sentenz der opinion pública, die den vinculaciones den Garaus machte.
Capitulo III. Progresos de la desvinculacion im 18ᵗ
Jhdt.
I) Progresos de las Doctrinas contrarias á las
vinculaciones.
Im 18ᵗ Jhdt hatte die Vinculation grossen Excess erreicht, nicht so sehr durch importancia als die Zahl der Majorate; grade damals wieder Krieg dagegen v. escritores politicos u. los estadistas, aplicando las nuevas doctrinas económicas importadas de Francia.
1765 publicirt Campomanes su célebre: „Tratado de la regalía de amortication amortization.“ (Hauptobject: die amortizacion eclesiástica. Behandelt die Majorate nur incidentell, condenses aber alles was bisher gegen vinculaciones vorgebracht. Sein Hauptzweck: nachzuweisen Nothwendigkeit eines Gesetzes setzend Grenze dem Erwerb v. Grundgütern por manos muertas u. die Zuständigkeit des soberano temporal diese Schranke zu diktiren. Erkennt aber Nothwendigkeit einer mit Majoraten ausgestatteten Noblesse an.[)]
1783 die Sociedad Economica v. Madrid bot Preis an f. beste Schrift gegen die Majorate. Dem Programm der Preisaufgabe vorausgeschickt préamble, worin sie die Nactheile Nachtheile der Majorate auseinandersetzt. (Gaceta de Madrid, 31 Octob. 1786) Keine der ihr zugestellten Memorias erhielt den Preis.
Fast zur selben Zeit publicirte Kanonikus de la catedral de Lugo, D. Juan Francisco de Castro gegen die Majorate, 3ᵗ Theil seiner „Discursos críticos sobre las leyes“. Ebenso schrieb damals Graf Floridablanca u. präsentirte dem rey Carlos III su célebre: Instruccion de Estado, gegen die Majorate etc.
Am meisten Einfluss auf public: das „Informe sobre la ley agraria“ v. Melchor Gaspar de Jovellanos, publicirt 1795 durch die ökonom. Gesellschaft v. Madrid; darin auch vigoureuser Angriff auf die vinculaciones.
Unterdess ging el vulgo voran fundando mayorazgos cortos ó aumentando la dotacion de los existentes.
Die Schriftsteller des 18ᵗ Jhdts greifen theils die v. den Majoraten unzertrennlichen Uebel an, theils die vicios u. defectos de las leyes die sie in Spanien regeln. Von den ersten werden u. a. aufgestellt: sei gegen die Natur (contraria á la naturaleza) la facultad del hombre para disponer perpetuamente de sus bienes; gegen Gerechtigkeit u. Wohl des Staats einen Bruder zu bereichern, indem die andern dem Elend preisgegeben; verhindern Vermehrung der Bevölkrung; entfernen v. nützlichen Professionen u. Künste Unzahl Personen, die sie zum Luxus u. Verschwendung verleiten; präjudiciren die Agrikultur, weil bei Unveräusserlichkeit der Güter, weder die dueños noch die Pächter mehr Kapital im Boden investiren als absolut nöthig f. mittelmässige Ernte u. alle Arbeit unterlassen, welche nicht unmittelbare Frucht zu geben bezwecke, während grade solche (hier unterlassne) Arbeit am meisten die Produktion begünstigt; präjudiciren den Handel, indem sie die Zahl der in Circulation befindlichen Ländereien vermindern, daher ihren Preis erhöhn wie den ihrer Produkte, u. die agrikole Produktion beeinträchtigen, wodurch se aminora la materia comercial y crece su precio, asi come como se reduce el número de las transacciones que se verifican sobre ellas.
Als zur 2ᵗ Klasse, den Spanien (durch seine leyes) specifischen Uebeln der Majorate u. a: die Unzahl kleine Majorate, die ihre Besitzer nicht einmal genügend nähren, sie aber mässig u. nutzlos f. die Produktion machen; andrerseits übermässig grosse Accumulationen in wenigen Händen, da die v. Karl V vorgeschriebnen Verbote nicht befolgt, ausser Anwendung gerathen; dass das Gesetz 46 de Toro, welches erklärt vinculadas las mejoras hechas durch die Besitzer auf Majoratsgütern, u. die Jurisprudenz die dies durch Interpretation noch ausgedehnt, den Zustand dieser Güter verschlechterten, da die Besitzer sich hüteten in ihrer Reparation ihr eignes Kapital anzuwenden, damit es gleichmässig v. ihren Söhnen geerbt würde; da kein Theil der vinkulirten Güter zur Austattung der Töchter noch zur Zahlung der Schulden des letzten Besitzers verwendet werden dürfe, verheiratheten jene sich schwierig u. Schulden nicht gezahlt bei Mangel an bienes libres, was den Betrug begünstige u. in letzter Instanz den Handel beeinträchtige; dass da die vinkulirten Güter weder in Emphyteusis noch in Pacht gegeben werden könten könnten ausser f. den tiempo incierto de la vida, investire Niemand Kapital nöthig um die unkultivirten tierras der Majorate zu kultiviren, noch das Produkt der kultivirten zu vermehren.|
56Theoretisch gingen die span. Schriftsteller so weit wie die modernsten. Saavedra Faxardo profesaba con Plato, si bien sólo como ideal, die Doktrin der Gleichheit der Vermögen. Doktor Castro (der Kanonikus vorher citirt) erklärte Testirung wider Naturrecht u. ausschliesslichen Ausfluss de la ley positiva, bediente sich dazu desselben Arguments wie Robespierre, als er dem Nationalconvent vorschlug die Testirfähigkeit abzuschaffen. Derselbe Kanonikus qualificirte als paradoja den Vorschlag das Majoratsrecht auf den alten Adel zu beschränken, encareciendo, sobre todo, la nobleza hija del mérito, u. vorschlagend dass Verdienst in Waffen, letras, Wissenschaft, Agrikultur u. Handel hinreiche um Plebejer in Adligen zu verwandeln u. ihm das Recht gebe de vincular sus bienes.
Aber die span. Schriftsteller schlagen nicht völlige Abschaffung des Majorats vor; sie nöthig f. Adel u. dieser f. Monarchie; sei also nur als polit. Institution beizubehalten u. mit Reform der Gesetze u. Praktiken die ihre speciellen inconvenientes bedingen.
Sie schlugen vor die Stiftung neuer Majorate auf 4t Generation zu beschränken; annulliren die ohne kgl. Licenz gestifteten; dass emphyteusis u. Pacht v. vinculirten Gütern, octroyirt ohne Betrug, verbindlich f. den unmittelbaren Nachfolger; revocirt das Gesetz 46 de Toro aber die mejoras hechas en los lugares de mayorazgo; erneuert das Verbot Karl’s V gegen Accumulation v. Majoraten; verboten Stiftung v. Majoraten v. weniger als 4000 Dukaten Rente; que la dotacion de los nuevos mayorazgos consistiera principalmente en censos, juros, acciones de Banco y otros valores semejantes, nur ¼ der respect. Dotation in Grundgütern zu vinculiren; dass dem Besitzer od. seinen Erben zu überlassen die Mejoras in den vinkulirten bienes, wenn sie beständen in plantíos, wo sie früher nicht, neuen Berieselungen u. neuen Gebäuden; die perpetuas substitutiones aufzuheben; aufgehoben die Gesetze, die erlaubten unzulängl. Güter zu vinkuliren, König solle nur in seltensten Ausnahmefällen Adelsprivilegium u. Recht v. Majoratsstiftung ertheilen.
II) Progresos de la legislacion desvinculadora.
1749: Fernando VI bricht el rigor del systema vincular durch Instruccion de intendentes, erlaubend vender á censo u. nur mit Erlaubniss des rey las casas ruinosas de mayorazgo.
1784 Carlos III ernent ernennt Junta de Estado um remedios gegen den exceso de las vinculaciones vorzuschlagen, unterliess dazwischen kleine interemistische Verbessrungsmeasures.
Man bemerkte bei Hof grande escasez de habitaciones; rey (Carl III) schrieb sie zu dem Ruin worin viele casas vinculadas, da ihre Herrn sie nicht wiederaufbauten u. reparirten um kein Kapital darin zu investiren. Kgl. Provision v. 20 October 1788: disponirt dass in den solares od. casas bajas de mayorazgo, patronato ó capellania, pudieran los poseedores ejecutar las nuevas obras que el arquitecto mayor de la villa juzgara necesarias, sin quedar vinculado el capital gastado en ellas, sino solamente las rentas que ántes de la ejecucion de las obras, produjeran las fincas; u. wenn die Besitzer nicht selbst exekutiren würden, innerhalb eines Jahrs, die nothwendigen Bauten od. Verbesserungen, würde man sie verpflichten á dar el edificio á censo redimible jedem der es erwerben wollte mit Obligation diese obras zu machen, ohne acudir para nada á la Cámara, was sonst allgemein f. jede Veräusserung de bienes vinculados vorgeschrieben. Diese Verfügung erst auf Madrid beschränkt, durch kgl. cédula v. 14 Mai 1789 auf das ganze Königreich ausgedehnt. So im wesentlichsten Theil ley 46 de Toro abgeschafft, welches eine der Ursachen die zumeist beitrug al deterioro de la propiedad urbana vinculada.
28 April 1789 (unter Karl IV) (aber ganz vorbereitet unter Carlos III) Verordnung, welche viele der v. den citirten Schriftstellern gemachten Vorschläge einführt u. a. »keine neue Stiftungen ohne kgl. Licenz«, »mindestens Einkommen v. 3000 Dukaten«[,] »dass die dotaciones perpétuas nur Majorate hauptsächlich placirt in efectos de rédito fijo, como censos, juros, efectos de villa y aciones acciones de Banco, de modo que quedara libre la circulacion de los bienes raices« etc
Gleichzeitig bereitete die Junta de Estado y los Consejeros radikalere Reformen vor; Carlos IV (am 28 April 1789) unterbreitete ihr die Instruccion de Estado de Floridablanca, die sie convenablement modificiren solle. U. a. wurde den vinculistas erlaubt para dar en enfiteusis sus casas y tierras de labor, sin real licencia.
Weder Junta, noch Consejo, noch gobernio, adaptirten irgend welche Verfügung über die bestehenden Majorate; meisten hielten Dekret v. 28 April 1789 f. genügend, das die existirenden Rechte respectirte u. die künftigen Majorate auf das rationelle Mass reducire. Aber |57 kam nun etwas Stachelnderes als die Doktrin, i. e. die blasse Finanznoth. In der Hoffnung dem dringenden Kummer des Staatschatzes abzuhelfen Decret v. 1795 (Carlos IV), gravirend mit Auflage v. 15% alle seit 1789 errichteten Majorate, auch die künftigen mit Ausnahme der fondos que se vincularan, imponiéndolos en la real Hacienda; das Produkt dieser neuen Auflage bestimmt den Amortisationsfonds der vales (Billet à ordre) reales zu vermehren. Die vinculos der Güter nicht überzugehn auf Successor vor Zahlung dieser Steuer. Dies retroactives Gesetz. Aber half wenig, Finanznoth stieg; freiwilliges u. patriotischen Anlehn ausgeschrieben; um ihm auf die Beine zu helfen kgl. Dekret v. 19 Sept. 1798 bevollmächtigte Besitzer v. Majoraten u. patronatos de legos die Güter de sus dotaciones zu veräussern, wenn sie Ertrag des Verkaufs investiren würden im patriotischen loan. Diese enajenaciones eximirt v. derecho de alcabala. Dasselbe Dekret erlaubt vender bienes vinculados á los que no tomaran en [parte] el empréstito, wenn sie ihren Preis deponirten in real Hacienda, á rédito de 3%. Diese ganze Operation ohne viel Resultat, wirkte aber als prägnantes Präcedenz. 1799 bot Carlos IV noch grössere estimulos f. die Veräusserung u. Verwandlung in rentas públicas der bienes vinculados; sie (die Vinculistas) sollten ⅛ des Verkaufspreises gleich zurückerhalten als Prämium u. doch Credit f. das Ganze erhalten; dies war gleich bedeutender Erhöhung des Zinses. 1802 verordnet de vender las fincas die etablissements de beneficienca beneficencia u. obras pias u. den Besitzern v. Majoraten u. andren vinculos erlaubt zu veräussern die fincas ihrer dotaciones gelegen in v. ihnen respectiven Domicilen entfernten Orten u. sie zu ersetzen durch fincas naheliegender (verkaufter) etablissements de beneficienca beneficencia; der Ertrag aller dieser ventas niederzulegen in die Amortisationskasse, bis er investirt in otras fincas.
All das zog nicht sehre. 1805 autorisirte Carlos IV die Besitzer v. Majoraten u. aller andern vinkulirten Stiftungen in Spanien, die fincas de sus propias dotaciones zu kaufen für ihren Taxationspreis, ohne Subhastation u. mit Premium v. ⅛ des Ertrags, siempre que éste se impusiera con igual rebaja en la Caja de Consolidacion, con arreglo á las disposiciones vigentes. Die poseedores obtuvieron Termin v. 5 Jahren para imponer en la Caja de Consolidacion el precio de sus propios bienes comprados. In Folge dieser Gesetze viele Vinkulargüter dem Commercium wiedergegeben, mit gleichzeitigem Wachsthum der öffentlichen Schuld. Vinculistas disipadores ó agobiados de deudas, convirtieron en vales reales y en metálico sus propiedades, quedando despues arruinados, tan pronto como dejaron de satisfacerse los intereses de aquella deuda y ellos consumieron los pocos reales, importe de la octava parte del precio que sirvió de cebo á su codicia. Trotzdem bestand der grössere Theil der Majorate fort; einerseit einerseits Publicum wenig Vertrauen in den Staatskredit; andrerseits veräusserten die vinculistas mehr um unmittelbare urgencias zu befriedigen, als um die índole ihrer patrimonios zu ändern; viele verkauften u. wenige liberaron todos sus inmuebles. Sobald daher die cédulas del empréstito patriotico u. die vales reales aufhörten Rente zu produciren, verloren muchos vinculos la suya; so blieb ihre Zahl dieselbe, während die Zahl der cortos wuchs (der kleinen, unzureichenden), also die der schädlichsten Sorte.
Schöner Plan zu verwandeln in inscripciones de la deuda pública toda todo el capital territorial vinculado, zu 3%; es war auch nicht conform mit Zweck u. Natur der Majorate ihre exclusive Dotation en títulos de aquellas rentas. Majorate um dem Adel Unabhängigkeit zu geben gegen Thron u. Volk; Staatsgläubiger hängt v. beiden ab. Ausserdem der Reichthum in Staatspapieren giebt keinen Lokaleinfluss; damit wäre alle wirkliche Aristokratie verschwunden. Zwar hatten viele caballeros im Mittelalter kein andres patrimonium ausser acostamientos de rentas públicas, octroyirt durch die Krone, u. viele untergingen mit Verbannung Strafe der Confiscation, aber hatten Schwerdt u. Vasallen.
Capitulo IV. Fin de la propiedad feudal y de la
vinculada.
I) Abolicion de los señorios.
Anfang des 19ᵗ Jhdts wenige Reliquien des Feudalismus. Viele señorios u. dominios feudales erloschen mit Reversion in Krone de lugares, rentas y oficios enajenados; noch einige señores de jurisdiccion y territorio, aber nur noch mit Schatten ihrer Befugnisse. Im 18ᵗ Jhdt heftiger Kampf dagegen; ins Gedächtniss gerufen die vergessnen Gesetze del Fuero Viejo, de las Partidas, der Córtes, der codigos u. der fueros municipales, welche verboten die Veräusserung der cosas del Estado; widerrufen die enajenaciones gratuitas ohne causa legítima u. verordnet zu redimir los bienes vendidos por precio.
Philipp V, Fernando VI u. Carlos III promovirten mit noch mehr Eifer als die früheren reyes die juicios de reversion, |58 gewannen der Krone wieder guten Theil ihrer veräusserten Renten u. Autorität; unter ihnen anerkannt als Fundamentalsatz des öffentl. Rechts, que „todos los efectos del Erario vendidos por precio, pueden retraerse por la real Hacienda, devolviendo el precio al comprador“; auch eminentes dominium des Staats dabei betont. Indemnisation aber allgemein anerkannt.
Die reyes v. Haus der Bourbons machten so vielen señorios u. propiedades feudales ein Ende; aber noch Reliquien derselben bis Revolution v. 1808. Gesetz v. 6 August 1811 incorporirt der Nation alle señorios jurisdiccionales u. abolidos los dictados de vasallo y vasallaje, so wie die prestaciones reales u. personales geschuldet á título jurisdiccional, ausser wenn aus freiem Kontrakt entsprungen. Zugleich erklärt f. Privateigenthum die señorios territoriales y solariegos, wenn nicht durch ihre Naturaleza zu denen gehörig, die der Nation wiederzugeben, od. die nicht die Bedingungen ihres établissement erfüllt hatte. Abgeschafft die exclusiven Privilegien, privative u. prohibitive de orígen señorial, wie Jagd, Fischfang, BackOefen, Mühlen, Benutzung v. Wassern u. Bergen, was alles zu überlassen dem freien uso de los pueblos, doch mit Entschädigung, soweit diese Rechte unter onerösem Titel erworben od. Belohnung bes. Verdiensts waren. (Unter den Realrechten der jurisdicciones señoriales befand sich u. a. die multas u. penas de cámara, die die señores erhielten en las causas y pleitos, worüber ihre alcaldes urtheilten, die portazgos u. alcabalas, die ihnen ihre Vasallen zahlten u. die derramas unter 3000 maravedís, die sie ihnen auflegen konnten.)
Dies Gesetz, Zusatz von
Marx.
Schließen sagt unser conservativer
autor, wurde »noch ungerechter« durch falsche
Auslegung u. den revolutionären Geist, womit
allgemein applicirt.
1814 alle Actos der Regencia u.
Córtes annullirt; mit Revolution v. 1820 erst das Gesetz v. 1811 praktisch
eingeführt. Damals nicht allein die
señores jurisdiccionales sondern auch viele
solariegos despojados de los frutos de
su propiedad, unter Vorwand dass Gesetz v. 1811 nicht hinreichend
klar unter ihnen unterschied. 1821 mussten
selbst die
Zusatz von Marx.
Schließen revolutionären Cortes
otra ley aclaratoria erlassen; machten »es schlimmer« Bemerkung von Marx.
Schließen (Quel malheur!)
Das Gesetz v. 1821 – im Unterschied v. dem v.
1811, das die señorios solariegos f. Privateigenthum erklärt – gab letztere Qualität nur
den
poseedores die beweisen werden durch títulos escritos, dass sie nicht
der Krone einverleibt waren u. dass sie die
Bedingungen ihrer Gründung erfüllt. Zugleich – bis zu gerichtlicher
Entscheidung – suspendirt Zahlung aller Rente od. Zins á los
señores; dass die, deren Eigenthum despues gerichtliche Confirmation
erhalten, v. den Besitzern des dominium utile nur laudemium v. 2% zu erhalten, was immer
contraktlich festgesetzt, ni cobraran fádiga ó
tanteo, noch irgend andres derecho, wessen Ursprung auch
immer; u. dass für immer aufhören werden andre prestaciones
pecuniarias, womit zu contribuiren pflegten die Besitzer v.
tierras señoriales, excepto los foros y los subforos, ausser wenn
entsprungen aus bewiesnen Verträgen, worunter aber nicht zu verstehn
tales concordias, wodurch subrogado en las mismas prestaciones,
derechos feudales anteriores. Burschen wie Martinez de la Rosa, Toreno, Garelly
protestirten gegen dies »ungerechte« Gesetz; die
Cortesmajorität strebte durch dies Mittel
die Ackerbaubevölkerung f. das
constitutionelle Regime zu gewinnen; die Majorität
dadurch fertig gebracht, dass deputirter Calatrava
die votos der Americanos gewann durch Versprechen
der Unterstützung ihrer Specialinteressen; Ferdinand verweigert Sanction, endlich
dazu gezwungen durch die Drohungen der turbas
dispuestas á la rebelion.
Aber wenige Monate nachher das Gesetz v. 1821 u. v. 1811 abgeschafft mit Abschaffung des constitutionellen Regimes; retablirt die Gesetze durch neue Revolution v. 2 Febr. 1834; milder als 1821; namentlich nicht f. nöthig erklärt Präsentation v. títulos in Orten wo die señores ó sus causantes no hubieran ejercido jurisdiccion, y tambien los censos y prédios comprendidos en pueblos sujetos en algun tiempo á ella, siempre que les hubieran pertenecido als Privateigenthum, ohne dass darüber Zweifel od. Einspruch existire etc
Durch dies neue Gesetz definitiv abgeschafft alle Tribute od. Prästationen que denotaban señorio ó vasallaje, welches immer ihr Ursprung u. verordnet zu sequestiren los bienes cuyos títulos deberian presentarse, wenn die señores diese Formalität nicht erfüllten innerhalb 2 Monaten.
II) Leyes de desvinculacion.
Mit den señorios se deshacian die Majorate, aber nicht so rasch wie die ihnen feindliche Doktrin umgriff. Der Sala de alcaldes de casa y córte, eminent conservative u. tradicionalista Corporation, schlug 1807 vor, unter andern Reformen, das absolute Verbot de fundar nuevos vinculos.
Erhebung v. 1808. Die ausserordentlichen Cortes v. Cadix 1812 discutirten die Majorate, aber Rücksichten zu nehmen wegen dem Unabhängig- |59 heitskrieg; starke Minorität f. das Alte; noch unter verschiednen Plänen schwankend, als Fernando VII publicirt sein Dekret v. 4 Mai 1814, revocirend die actos der Cortes; diese auseinander ohne entschieden zu haben über vinculacion.
1818 erhob das absolute Regime auf 25% el impuesto de amortizacion.
Revolution v. 1820: Kaum eröffnet die Cortes, in Sitzung v. 11 Juli, zeigt Deputirte Moreno Guerra an, alle vinculaciones müssten verschwinden. Deputirte Isturiz presentirt später Vorschlag alles Eigenthum für veräusserlich zu erklären. Cortes ernennen Commission, die Resultat ihrer Arbeit präsentirt 3 September 1820; die Majorität der Commission radikal. In Sitzung v. 12 Sept. beginnt Discussion über 1ˢᵗᵉⁿ Artikel, declarando libre toda la propiedad vinculada. Die Vertheidiger der vinculaciones (Graf de Toreno, Martinez de la Rosa etc) wiesen u. a. hin auf Beispiel v. Catalonien, Valencia u. die Provincias Vascongadas, die trotz grosser u. kleiner Majorate best bevölkert, bebaut u. industriell. Nach 3 Tagen Diskussion 1ᵗᵉʳ Artikel angenommen. D. Martinez de la Rosa gelang nur den Vorschlag der Commission umzuwerfen, wonach die vinculistas nicht verpflichtet die Hälfte ihrer Majorate zu reserviren, wenn ihr unmittelbarer Nachfolger ihr Sohn od. direkter Descendent, wohl aber, wann Fremder od. Verwandter en linea transversal. Ebenso gelang ihm Verwerfung der Artikel, approbirend die Fundation neuer Majorate sobre censos, acciones de banco, inscripciones de la Deuda pública u. andrer frutos civiles.
Gegen den Artikel des Projekts, verbietend Erwerbung v. Immöbeln der Kirche u. Wohlthätigkeitsanstalten erhob sich nur ein Deputirter, Namens Lobato; der Artikel wurde ohne weitere Debatte angenommen. Diskussion des Gesetzes geschlossen 16 Sept. 1820, erhielt 11 Oktober Sanktion del rey.
III) Efectos y vicisitudes de las leyes de
Desvinculacion.
Retablirt Bemerkung von Marx.
Schließen Lumpacius
Fernando
VII zu absoluter Gewalt, revocirt alle Acte
der Cortes; durch Real Cédula v. 11
März 1824 verursacht grösstes agravio den Käufern
vinkulirter Güter. Alle Majorate retablirt in Zustand vor Revolution
v. 1820. Zwar ertheilt den adquirentes por titulo oneroso
das Recht reintigrirt zu werden in den Preis
den sie bezahlt u. f. die nöthigen Verbesserungen, die sie
gemacht, auf Kosten der Besitzer, die veräussert hatten, y
en su defecto, ihrer Nachfolger, die zugestimmt, sin tasacion
prévia, y á falta der einen od. andern, aus den
frutos der Güter selbst durante la las vidas de ámbos; dies Recht illusorisch, wenn der
veräussernde Besitzer insolvent u. der inmediato sich
beschränkt hatte á concurrir a la tasacion y division del vinculo,
ohne seinen Consens auszudrücken, od. wenn der Ertrag
der verkauften Güter während der vidas
des Besitzers u. des inmediato nicht
den Verkaufspreis deckten. Die
Mehrzahl der Käufer nicht
reintegrirt frühre desembolsos, entweder weil Verkäufer u.
unmittelbarer Nachfolger insolvent, od. letztrer nicht legal
responsable, od. weil beide gestorben bevor der Ertrag
der veraüsserten Güter den Verkaufspreis
gedeckt.
Einer der ersten Akte des gobierno constitucional inaugurado con el estatuto, war Gesetz v. 6 Juni 1835 ⦗Pairskammer mit einem Theil erblicher Mitglieder Theil dieser neuen Constitution⦘ erkannte den compradores, die conservirt hatten den Besitz der früher verkauften Güter, dominium plenum darin zu; denen, die depossedirt v. solchen bienes, concedirt el reintegro del precio, den sie gezahlt mit rédito v. 3%; u. den vinculistas, die besassen bienes vendidos y devueltos, erlaubt zu wählen zwischen deren Rückgabe od. Zahlung ihres Preises an den Käufer, binnen eines Jahrs, so dass jedoch solche bienes desvinkulirt blieben, selbst wenn sie blieben in den Händen der vinculistas. Aufrechterhalten las devoluciones de bienes desmembrados de los mayorazgos por herencias od. donaciones, wenn nicht por haberlos vendido luego los adquirientes adquirentes, resultara despojado el comprador y no el donatario ni el heredero.
Gewaltsam Estatuto v. 1835 abgeschafft durch Revolution v. 1836, setzt mit vielen andern Dekreten der früheren Cortes das Gesetz de desvinculacion v. 11 Oktober 1820 wieder in Kraft; geschah durch Dekret v. 30 August 1836; Effekt erfolglos zu machen die concesiones die das Gesetz v. 1835 den vinculistas octroyirt hatte.
Gesetz des Cortes v. 1841; erklärte für sin efecto (grösstentheils) die 1835 den Viculistas gemachten Concessionen, con beneficio exclusivo de los mismos adquirientes adquirentes y compradores. So extinguished alle Majorate in Spanien.|
Capitulo V. De la propiedad municipal.
I) Ursprung u. vicisitudes de las tierras concejiles
hasta fines del siglo XVIII.
los bienes de Propios y comunes, nicht unveräusserlich v. Natur, de facto ausserhalb des commercium.
Die
römischen Municipien hatten diese Art
Eigenthum; Wisigothen usurpirten es, repartiendola mit den
tierras de los vencidos, als Kriegsbeute; liessen
aber indivisos los montes y bosques para aprovechamiento de las comunidades de vecinos, mit
Gleichheit u. ohne Unterschied zwischen Erobern u. Eroberten. For. jud. l. 9. t. 1, l. 10[.] Unter den
Arabern volvieron á confundirse y perderse
estas propiedades; aber bei reconquista,
die reyes, repoblando ó fundando nuevos lugares y
villas, les dieron tierras, egidos Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 560.
Schließen (sorte
de terrain commun à la sortie d’un village) y montes con que
atender á sus necesidades comunes; u. wo die vecinos
die meisten solcher bienes disfrutaban, dort strömten
die meisten pobladores zu.
Anfangs alle diese tierras de aprovechamiento comun; da aber viele pueblos mehr als davon nöthig hatten, u. ihre gastos wuchsen mit ihrem vecindario y su labranza, verpachteten sie den Ueberschuss u. verwendeten Ertrag davon f. öffentl. servicios.
Die reichsten concejos investirten despues den Ueberschuss ihrer Renten in Erwerbung neuer fincas; viele erwarben dann durch herencias od. donaciones de celosos vecinos; so bildete sich el caudal de Propios y Comunes.
Eigenthum an diesen Gütern, obgleich Collectiveigenthum, nicht vom privaten unterschieden in Bezug auf Natur u. Umfang seiner Rechte; die concejos dueños ihrer Propios; wurden aber faktisch nur in ausserordentlichen Umständen veräussert.
Da nur Kirche u. señores vastas heredades besassen, cultivirten die vecinos nur kleine terrenos, genügend f. ihre Nahrung, aber nicht f. Erhaltung der Heerden, f. Beschaffung v. Bau- u. Brennholz etc. Ausserdem in jenen Zeiten beständigen Kriegs nur exploitirt u. vertheidigbar die tierras unmittelbar bei den pueblos y castillos; hätten Einzelne, statt der Comune, den nächsten Wald u. Wiese besessen, so allen andern deren Benutzung od. Erträge nur zu Monopolpreisen abgelassen. Ohne die Propios u. Comunes hätten sie nicht die Vertheidigungswerke gründen u. die glänzenden ciudades u. villas schaffen können.
Damals die
rentas ordinarias des
Staats gezogen v. den
bienes de la corona, während die
servicios u. impuestos no periódicos ausserordentliche Mittel zur
Deckung v. Deficit der Einnahmen. Dasselbe geschah mit den ciudades u. villas die,
durch die Unabhängigkeit ihres guberniums[,]
kleine Staaten bildeten. Waren sie de señorio oder behetría, so subvenirten die señores mit ihrem
peculium den Theil der gastos públicos que no
cubrian las rentas de propios; waren sie de realengo, so atendian die
alcaldes u. merinos á todas las necesidades vecinales mit denselben
rentas; aber in beiden nur zu repartimentos u. arbitrios geflüchtet,
wenn die ordinären Einnahmen unzureichend. Und das häufig
der Fall, denn die Krone zahlte keinen
Lokaldient u. die
pueblos erhielten ihre Unabhängigkeit nur zum
Preis zu sorgen f. alle Bedürfnisse de administracion, fomento
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 705.
Schließen (protection)
y gobierno. Die
Propios waren für die concejos, was das Kronpatrimonium für den
Staat.
Mit Veränderung in der polit. Organisation des Landes, modificirte sich die condicion der bienes concejiles. Mit Ausdehnung der Monarchie, wuchsen die Kosten der Centralverwaltung; bis Krongüter nur geringen Theil davon deckten. Daher repetirt immer häufiger los pedidos de servicios pecuniarios. Viele pueblos daher veräusserten an die Krone ⦗um an Krone zahlen zu können⦘ Theil ihrer Propios. Mit diesem Präcedenz glaubte man autorisirt dies Mittel de obtener recursos u. viele Monarchen verfügten in ihren Nöthen de los bienes de Propios, bien tomando por tributo alguna parte de ellas ellos, ó bien mandando pagar con sus productos ciertos servicios públicos.
Seit dem
14ᵗ Jhdt machten jedoch die reyes
auf conservacion de los bienes de Propios y Comunes. Alfonso
XI verordnete 1325
sofort zu restituiren den concejos, ciudades y villas, las aldeas
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 68.
Schließen (petits villages), fortalezas od.
términos deren sie beraubt wurden. Derselbe rey, auf Petition
der
Cortes v. Madrid, 1329, verfügte dass die pueblos restituirt
die égidos, terminos, montes u. heredamientos, deren
sich einige Personen bemächtigt, sei es auch mit cartas
reales, u. dass die concejos sie
nicht labraran, verkauften, noch veraüssern sollten, damit el comun de vecinos sie nutzniesse. D. Juan
II, |61 auf Petition der
Cortes v. Madrid, 1419, erklärte f. null alle mercedes die sich machen
werden mit bienes de Propios; u. widerrief 1433 die früher octroyirten fincas gelegen dentro de los
pueblos od. de oficios públicos que daban renta. D. Fernando u.
Isabella erliessen Verfügungen zur Ueberwachung
der propiedades concejiles, über justa inversion ihrer
productos u. Erhaltung ihrer Integrität; bestätigten die Incompetenz der
Krone darüber zu verfügen.
Diese Gesetze nicht immer beobachtet beachtet. Carlos V verletzte sie schon in seinen ersten Regierungsjahren, so dass Cortes v. Madrid, 1538 1528, ihn supplicirten keine nuevas mercedes de términos zu machen de Propios u. baldios wegen des Schadens f. die pueblos; Kaiser antwortete wohlwollend, erkannte aber nicht das etablirte Recht an. Wurden veräussert tantas tierras concejiles u. baldios, por los mismos pueblos, ohne hinreichenden Grund, dass in einigen comarcas die Weiden zu mangeln anfingen u. Preise v. Fleisch ausserordentlich stiegen. Carl V befahl darauf zu restituiren den concejos die tierras concejiles y de baldio enajenadas, rotas ó acensuadas in den vorhergehenden 10 Jahren etc (wieder in Weide zu verwandeln)
Aber die Cortes bestanden immer darauf der Krone das Dispositionsrecht auf solche Güter abzuleugnen u. kamen dazu á hacer de ello una condicion para el otorgamiento de los tributos. Nach Verlust der grossen Armada an den Küsten Englands, verlangte Philipp II un servicio de millones, á fin de repararla, u. um ihn zu erhalten, hatte er Bedingung anzunehmen, dass fortan die tierras concejiles nicht verkauft werden, weder términos, noch baldios, die die pueblos als Propios inne gehabt. Philipp III (1609) u. Philipp IV (1632) erhielten auch nur den servicio de millones durch Bestätigung der früheren Bedingung u. Versprechen f. sich u. ihre Nachfolger, no enajenar tierras baldías, ni árboles ó frutos de ellas, damit die pueblos sie f. immer besassen u. niessbrauchten, conforme á las leyes. Dasselbe confirmirt durch reina gobernadora (1669)
Trotzdem, befahl Philipp V, aus blasser Finanznoth, 1738 einzuverleiben der Krone die tierras que hubieran sido baldías y realengas en su orígen u. nun sich in Kultur fänden u. reducidas al dominio de concejos od. particulares. Reclamation dagegen durch diputacion del reino; erfolglos unter Philipp V; aber Fernando VI (1747) unterdrückte die unter Phil. V ernannte junta de baldios, revocirte ihre acuerdos (mit den Inhabern gemacht), annullirte die Veräusserungen u. adjudicaciones otorgadas por ella u. befahl pueblos u. private zu reintegriren in alle tierras die sie 1737 besessen. »Man ersieht daraus, dass unsere Gesetze stets das Collectiveigenthum de los pueblos en las tierras municipales anerkannt haben.« (p. 186)
Aber die baldios u. Propios constituirten im 18ᵗ Jhdt grosse propiedad amortizada, worauf die Ekonomisten der Regierung Karls III ihre Aufmerksamkeit richteten. Damals, wie zur Zeit Ferdinand des Katholischen, schwere Missbräuche in ihrer Administration. Viele hatten sich verloren durch Nachlässigkeit der Korporationen; wenig produktiv die existirenden; Kosten der Lokaladministration sehr gewachsen, daher aüsserste Belastung mit arbitrios u. repartos municipales, um Deficit des Einkommens zu decken; klagen die contribuyentes. Carlos III publicirt 1760 kgl. Dekret, stellend die Propios unter Direction des Concejo de Castilla u. creando la „Contaduria general de Propios y Arbitrios“; Vorsichtsmassregeln getroffen um den patrimonio de los pueblos zu erhalten y asegurar la recaudacion de sus productos y su inversion en beneficio comun. (dem Gesetz Intruction Instruction beigelegt f. System der Administration u. Comptabilité, das zu beachten die Justicias en el manejo dieses Ressorts) 1761, 1766, 1768 repartos de tierras concejiles accordadas acordadas en ciertas provincias ó con limitacion á determinados aprovechamientos. Mit all dem gingen fort die Missbräuche der Municipaladministration u. die estadistas u. polit. Schriftsteller clamaban jedes mal mit mehr Energie gegen die immense Amortisation welche die Quellen des öffentl. Reichtums verstopfe.
⦗Was die oben erwähnten Vertheilungen betrifft, so bemerkt D. Manuel Sisternes, fiscal del Concejo, in seiner „Idea de la ley agraria española“ (Madrid, 1786), dass der Concejo bei den ersten |62 Theilungen hätte vorgezogen los más necessitados necesitados, u. die Distribution mit ihnen begonnen, „pero luego se experimentó lo poco ó nada que podia esperarser esperarse de una gente sin educacion, sin principios y sin espíritu ni facultad para mejorar su suerte. Repartir tierras á quien no puede cultivarlas no es aumentar la agricultura, sino disminuirla, pues se quitan á los que las pueden cultivar.“ Fügt hinzu [„]que por eso se habia invertido este órden en el repartimiento general de 1770, empezando por los labradores de una, dos, ó tres juntas que son los que se hallan en mejor disposicion para abrir nuevas tierras y reducirlas á cultiva cultivo.“ (Pár. VIII) 187, nt. 3)⦘
Unter solchem Antrieb befahl Karl III 1770 zu repartir
todas las tierras labrantias de los pueblos, mit Ausnahme der senara ó tierra de concejo que se cultivara
de vecinal. An diesem Repartimiente repartimiento Berechtigung 1) los labradores die 1–3 yuntas besassen
Zusatz von Marx
aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 1382.
Schließen (yunta = attelage de
boeufs)
sin tierra en que emplearlas; 2) los braceros y jornaleros; 3) los
mismos labradores y braceros Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S.
233.
Schließen (journalier,
Agrikulturtaglöhner); 4) die labradores que poseyeran
más yuntas de labor; 5) wenn noch übrig, zu vertheilen unter
den forasteros. Jeder sub 1) genannte hatte zu erhalten
una suerte de 8 fanegas por yunta; jeder bracero, ein Loos v. 3 fanegas; wenn noch übrig, selbigte
Vertheilung f. beide zum zweiten mal; u. im Fall v. labradores de
más yuntas, se repartirian entre ellos las tierras sobrantes segundo segun sus necesidades. Alle Theilnehmer an dieser Vertheilung
hatten zu zahlen jährliche Pension in frutos od. dineros, nach
Taxation v. peritos. Die
dehesas
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 449.
Schließen (patûrages) de Propios durften nicht vertheilt werden, aber
sus frutos vertheilbar unter den vecinos je nach ihren
Bedürfnissen.
Ohne die existirenden Kommunalrechte zu beeinträchtigen,
weil die vecinos habian de conservar todos los Bei Cárdenas, S. 188:
aprovechamientos
Schließen aprovechiamentos que disfrutaban en comun, u.
ohne die rentas municipales zu verringern, weil
die pensiones der diviseros no habian de tasarse en
ménos que aquellas, se entregaban die tierras concejiles al
dominio particular, wobei man stets vorzog die vecinos die
am meisten Sicherheit boten de promover su cultivo, was weder
die reichsten labradores waren, noch die
ärmsten braceros. Carlos III
nahm weder das
aristokr. System an, in England befolgt bei
Gemeindetheilungen, de dar más al que más
tenia, noch das
demokratische, practicirt in Frankreich,
während der Revolution, zu dividir las tierras por cabezas
u. mit riguröser Gleichheit, sondern mittleres.
Die propietarios konnten ihre tierras nicht conserviren (bei dieser spanischen Vertheilung) que las obtuvieran sin capital suficiente para cultivarlas. Die Exekution des Gesetzes gab lugar f. abusos u. injusticias. Der grössere Theil der villas u. concejos recibirten la ley mit stoischer Indifferenz, sin apresurarse á participar de sus beneficios und nur an wenigen Orten tuvo cabal cumplimiento. (Volksgewohnheit grosstheils dagegen)
So blieben die pueblos in ruhigem Besitz ihrer Propios, bis Carlos IV Hand auf ihre Güter legte, aus blassem Finanzkummer. Um die öffentlichen Kosten zu bestreiten, die ausserordentlich geworden bei abnehmenden Einkünften, verfügte er 1792 dass el sobrante de los Propios y Arbitrios, despues de cubiertas las obligaciones, wo investirt in Termin v. 8 Jahren en la extincion de vales reales, á ménos que ocurriera hambre ó grave necesidad pública. 1794 dafür substituirt Contribution v. 10% sobre el producto integro de los Propios y Arbitrios del reino, hubiese ó no sobrante; da alles das der Finanznoth nicht genügte, 1798 verfügt, dass die Hälfte de los sobrantes de las rentas de los mismos Propios, despues de cubiertos sus gastos y la contribucion del 10%, se impusiera á censo en la Caja de Amortizacion.|
II) Nuevos Repartimientos de Tierras Concejiles.
Jovelanos Jovellanos: „Informe“ sobre la ley agraria schon sehr bekannt u. anerkannt Anfang des 19ᵗ Jhdts; ohne Einfluss unter Carlos IV, wohl aber auf die Cortes v. Cadix. Er hatte Verwandlung der baldios u. tierras concejiles – als Hindernisse der Agricultur – in Privateigenthum gelehrt, durch Mittel adequat den Umständen der verschiednen Provinzen u. pueblos. Deputirte legten den Cortes (v. Cadiz) verschiedne Vorschläge dazu vor (f. die tierras baldias, realengas y de Propios) zum Theil á premiar servicios de los soldados que defendian nuestra independencia contra la Francia. Sie ernannten Agrikulturkommission, diese legte ihr dictamen favorable vor 22 Febr. 1812; folgten Jovellanos (verschiedne Systeme f. verschiedne Provinzen) (in einigen á censo redimible, en otras á venta real, in andern á foro) Ueberliessen auch nach Jovelanos’ Jovellanos’ Vorschlag über opportunité u. Form der corporaciones legales locales zu entscheiden.
4 Januar 1813: Dekret der Cortes: [terrenos] baldios, realengos u. de Propios, mit Ausnahme der egidos de los pueblos, in Spanien u. Ultramar zu vertheilen u. in Privateigenthum zu verwandeln, niemals der main morte zufallbar. In dem repartimiento stets Vorzug die vecinos de los pueblos usufructuarios der tierras baldias ó dueños de las concejiles. Provinzialdeputationen, denen die Execution des Dekrets zufiel, sollten den Cortes vorschlagen Zeit u. Form des repartimiento in jeder Provinz u. die terrenos, zu conserviren f. servicio público, bei jedem pueblo. Die Hälfte der terrenos baldios u. realengos sei hypothecirt zu bleiben der deuda nacional u. mit Vorzug der creditos f. Krieg nach 1808 die für selben die vecinos u. comuneros der pueblos leisten werden. Diese Hälfte zu veräussern, admitiendo en pago estos creditos á los mismos vecinos y comuneros preferidos. Die andre Hälfte der baldios vertheilt in Loose de valor igual, unter den soldados cumplidos u. den oficiales retirados ó inutiles, que hacian la guerra de Independencia, sodass jedes Loos hinreichend ein Individuum zu erhalten. Nachdem repartimiento unter den militares, getrennt v. den terrenos baldios u. realengos sobrantes die, welche am passendsten f. Agrikultur, getheilt in Loose proportionirt á la tierra repartible (que no habia de exceder de la cuarta parte del total)[,] durch Loos vertheilt unter den vecinos que les pidieran y no las tuviesen propias. Wenn baldias u. realengas nicht hinreichend f. erstes od. 2ᵗᵉˢ repartimiento, Zuflucht zu tierras sobrantes de Propios, gegeben mit Obligation f. sie einen jährlichen cánon zu zahlen, nicht inferior al anterior rendimiento de la heredad respectiva. ⦗in den nuevas poblaciones fundadas beim repartimiento unter Carlos III, erhielten die colonos nicht nur »tierras, sondern auch animales u. aperos«, ohne welche sie sich beeilt hätten zu Spottpreis die tierras an Reiche loszuschlagen, oder, wenn kein Käufer da, sie aufzugeben u. unkultivirt zu lassen.⦘
Dekret v. 1813, wie alle der Cortes,
effektlos gemacht 1814. Ferdinand VII, in
der ersten Periode seiner absoluten Regierung, kam auf
die Sache zurück, aber mit blassen Finanznothzwecken. Befahl durch real cédula v. 1818 zu verkaufen
alle baldios u. realengos u. ihren Werth zur Zahlung der
Zinsen u. Amortisation der Staatsschuld zu verwenden; 1819, in den
Regeln f. die Execution dieses
Dekrets, wurden ausgenommen vom Verkauf die terrenos
arbitrados u. apropiados con facultad real, die baldios de
Bei Cárdenas, S. 192:
aprovechamiento
Schließen aprovechiamento comun u. die pastos
nöthig f. die ganados trashumantes
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 1319.
Schließen (on le dit des troupeaux voyageur qu’on
mène en été paître sur les montagnes) cerca de las cañadas
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 276.
Schließen (chemin pour les troupeaux de mérinos, à
l’entrée et à la sortie de pâturages)[.] Ländereien f. Veräusserung in Loose von
verschiedner Grösse zu vertheilen, kleinere f. baceros braceros, grössere f. labradores vecinos, dueños de yunta, aber
ohne hinreichenden Grundbesitz. Diese Personen zuerst exclusiv
zuzulassen zur Adjudication, u. nur wenn sie ermangelten, por su
orden, die vecinos ricos, los comuneros y los forasteros.
Diess System por lo general frustratorio. Kein Angebot wurde
zugelassen niedriger als die
tasacion respetiva respectiva. Hätte den Aermeren nichts genützt. … Blieb
effektlos, theils wegen Zeitmangel f. die Vorbereitung
der Präliminarien zum Verkauf, theils wegen Widerstand
der ganaderos, erklärter Feinde aller Reduction
der baldios.
1820, mit Herstellung der
Constitution v. 1812, se estimase auch
das
Dekret v. 1813 hergestellt u. die
Cortes verhandelten über dessen Exekution. El gobierno
constitucional bot sofort die baldios als Hypothek f.
die Staatschuld an; |64 Pflicht u.
Nothwendigkeit de satisfacer la deuda contraida
con los militares de la última guerra etc[.] Die Cortes beschlossen dass
das gouvernement sofort das Dekret v. 1813
exekutire; dehnte aus auf die Armee, die eben die Constitution
proklamirt, die
premios concedidos á los militares des
Unabhängigkeitskriegs;
8 November 1820 órden votirt (vorgelegt
durch v. Cortes ernannte Agrikulturkommission); war in der
That, nicht wie die Kommission sagte, bloses Reglement f.
Ausführung der ley v. 1813, sondern änderte wesentlich
dessen Geist u. System. Der orden v. 1820, statt
den
Provincialdeputationen (wie in ley v. 1813) überliess. la propuesta de los repartos á los
pueblos mismo mismos u. ihre Appropriation dem gvt. Die
Preliminaroperationen vereinfacht; ausserdem renta charged que
deberian pagar los adquirentes de tierras de
Propios, que no tuvieran derecho á serlo
por título gratuito. Fehlte
Reglung so wichtiger Punkte wie über repartimiento de los arbolados y de los
terrenos pantanosos
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 1011.
Schließen (sumpfig)
y incultos.
Cortes v. 1822 ernannten zur Information
darüber Commission. Man wollte die terrenos etc
der vecinos u. comuneros erhalten, die Recht auf ihre
Nutzniessung hatten; andrerseits ½ f. Staatsschuld hypotheciren,
wozu nöthig sie dem Meistbietenden zu verkaufen, sei er
forastero ó extraño. Die Commission (v. 1822) beschloss unmittelbare Veräusserung der Propios u.
baldios. Das auf ihr Gutachten gestützte Dekret
der Cortes v. 29 Juni 1822
günstiger den participes als den pueblos; Umfang
der repartibles suertes dahin vergrössert, dass jedes
Loos 5 Personen statt 1 erhalten könne. So
verfünffacht das Quantum Land gratis u. gewaltsam zu zu vertheilen entre militares y vecinos no propietarios. Ausgedehnt ferner el derecho de obtener suerte gratuita á los
vecinos, wenn, obgleich sie eignes Land
od. Vieh hätten, sie nicht an Werth
= einem der repartiblen Loose. Alle
militares u. vecinos in den angegebnen Bedingungen hatten
ihr Loos in der bestimmten Grösse zu erhalten; wenn dazu
realengos u. baldios nicht zureichend, habia de
echarse mano de las tierras labrantias de Propios (v. denen
aber nie mehr zu nehmen als ¼); So konnten die pueblos v. ¼
ihres Kapital productivo expropriirt werden. Nach dieser ersten
distribucion gratuita, die
tierras de Propios sobrantes unter
die Solicitirenden zu vertheilen, mit Kanon v. 2% ihres
Werths. Bei Versteigerung der baldios applicirt zur
Extinction der Staatsschuld zugelassen die
postores forasteros, nur mit Vorbehalt v.
tanteo f. comuneros u. vecinos als condóminos. Im Process nahmen
die Cortes einstimmig, ohne Diskussion die
Verwandlung v. tierras baldias u. concejiles an; bei Debatte aber
der nothwendigen Regulation f. Ausführung wurden v.
den Deputirten der Provinzen Ausnahmen aller
Ort, auf lokale Umstände gestützt (oft sehr vernünftige f.
Pflanzungen, Berge etc) verlangt. Aber Theorie siegte über
die Lokalinteressen.
III) Desmortizacion Desamortizacion y Enajenacion der tierras concejiles.
Kaum angefangen das Gesetz v. 1822
zu vollziehn, als Restauration des
Bemerkung von Marx.
Schließen Schweinhunds
Ferdinand
VII. Alles blieb beim Alten.
24 August 1834 die reina gobernadora
Zusatz von Marx.
Schließen (Christina) dictirte órden autorisirend
die ayuntamientos ihre bienes raices
en venta réal real ó á censo zu veräussern; aber den
pueblos frei überlassen, nichts v.
Hypotekation v. Staatsschuld etc[.]
Die kgl. Ordre beschränkte sich f. die
Veräusserung Betrugvermeidende etc Regeln vorzuschreiben, die zu
verificiren, u. die intervencion dabei v. lokal, provincial
u. central-administration. Órden v. 3 März
1835 befahl u. a. dass der Werth der
ventas investirt werde in folgender Ordnung: 1) en redimir censos y
pagar deudas que devengaran intereses Zusatz von
Marx.
Schließen (bezieht sich auf Schulden etc der pueblos
selbst) 2) en extinguir créditos y obligaciones
de justicia, aunque no devengaran réditos Zusatz
von Marx.
Schließen (wie sub 1); 3) en acabar obras de utilidad
pública, suspendidas por falta de medios Zusatz
von Marx.
Schließen (wie sub 1) 4) en adquirir biletes billetes al portador de la Deudo Deuda con interés Zusatz von Marx.
Schließen (durch u. für
die pueblos ditto)
Wenige bienes de Propios conform diesem neuen Gesetz verkauft u. nicht immer zum Vortheil der pueblos. Da aber jedes der seit dem letzten Jhdt über diese Materie promulgirten Gesetze einige bienes vom patrimonio municipal desmembrirt hatte, schliesslich dieses sehr vermindert, während die Municipalausgaben angewachsen. Andrerseits die |65 Mannigfaltigkeit dieser bald abgeschafften, bald hergestellten, bald reformirten Gesetze hatte Rechtssicherheit über solchen Besitz erzeugt, die einige pueblos benutzten um recuperar ihnen früher angehörige fincas. Daher 18 Mai 1837 Beschluss der Cortes wonach im Besitz erhalten die tierras erhalten de las repartidas en 1770 u. Kanon dafür zahlten; für die die tierras hatten vor den Repartimientos gemacht durch die ayuntamientos ó juntas während Unabhängigkeitskrieg od. in Folge des Dekrets der Cortes v. 1813, od. andrer órdenes superiores competentes; f. die que hubieran roturado terrenos arbitrariamente, wenn sie verbessert u. f. sie canon v. 2% zahlten auf den primitiven Werth der fincas. Regentin Der Regent verordnete 4 Februar 1841, dass nicht nur im Besitz erhalten den militares u. braceros die terrenos durch Decret v. 1813 erhalten, sondern auch denen die sie verloren hatten in Folge der Abschaffung dieses Dekrets u. dass ihnen der Werth der bereits veräussert wiedererstattet.
So 90 Jahre durch vorbereitet das jetzige Gesetz das allem Municipaleigenthum ein Ende machte. Bis 1854 hatte man in gewissem Mass das Eigenthum der pueblos respectirt; bei Zerstücklung fast immer dafür gesorgt, dass es in der Hand der vecinos ó comuneros, participes en su propiedad blieb. Selbst in höchster Noth hatte gvt nie gewagt die pueblos zu obligar alle ihre Propios zu verkaufen um den Erario zu favorecer. Etwas der Art versucht 1847, aber erfolglos; wieder davon gehandelt 1852, aber bei consultatiren consultiren der pueblos, gaben nur 2000 ihr Gutachten u. stimmten davon nur 20 für venta, v. welchen nur 6 bienes de propios besassen. Gvt. begnügte sich daher damals die pueblos der 2 Provinzen, wo Eisenbahnen construirt[,] zum Verkauf ihrer Propios zu autorisiren u. deren Ertrag in selben zu investiren. (Kgl. Decrete v. 28 Mai u. 28 August 1852) Und da diese Veräusserung den Tesoro beschädigte, weil übergehend auf Private, diese Güter aufhörend aufhören würden die Steuer v. 20% zu zahlen, que satisfacian en manos de los ayuntamientos, reservirte sich Staat ⅕ ihres Werths, sowie dessen de los démas demás bienes de igual procedencia que se enajaran enajenaran por disposiciones ulteriores, á fin de aplicarla á la extincion der amortizable Deuda. (Kgl. Dekret v. 10 September 1852)
Nach der Revolution v. 1854 (Gesetz sanktionirt 1 May 1855) grosse Finanznoth, die bis dahin freiwillige Veräusserungen in forzosas verwandelt.
Zur Beschönigung in Art dominium verwandelt el alto patronazgo des Staats über die Güter der Municipalcorporationen; gvt könne wann es wolle die Form des Collectiveigenthums verwandeln; aus der Verpflichtung der pueblos v. den Propios ⅕ der Rente dem Staat zu zahlen, folge das Recht des Staat Staats über ⅕ des Kapitals zu verfügen; die schlechte Administration dieser Güter genüge, damit das gvt. sie veräussere por si, obligando á los pueblos deren Werth zu investiren en títulos de la Deuda pública od. en bancos hypotecarios.
Die Theorie des dominio eminente des Staats erfunden durch die Juristen des röm. KaiserReichs u. v. vielen des Mittelalters vertheidigt, um die facultades des Privateigenthums zu restringiren; im 19ᵗ Jhdt invocirt durch die que pretenden alles Grundeigenthum zu individualisiren u. v. allen Banden mit [dem] Staat zu befreien. (199)
Libro IX. De las cargas y menoscaba menoscabos de la Propiedad.
Capítulo I. De la expropiacion por causa de utilidad
pública.
I) Historia de la Teoria de la Expropiacion.
Das Expropriationsrecht f. causa publica in
keiner der Gesetzgebungen consegnirt, die der spanischen zu
Grund liegen. Die
römischen Kaiser übten es praktisch sehr oft
aus, reservirten es aber nicht in ihren codices. Dasselbe gilt v.
den
wisigothischen Königen. Im span. Mittelalter die
propiedades de juro de heredad absolut
unabhängig v. Staat, schuldeten dem Staat keinen Dienst.
Kanonisches Recht behandelt die
Frage nicht. Zur Rechtfertigung der Könige, die
expropiirten ihre subditos, wenn sie es convenient hielten,
flüchteten die
alten Glosatoren – abstrahirend v.
den Texten der röm. Gesetze über das
dominium universale der Kaiser, die
in der That sich auch nur auf die
potestas suprema beziehn – zur Heiligen
Schrift (alten Testament) (sieh David u. Ornan) zur
Begründung ihrer Doktrin. (Sagt David zu Ornan: „Da mihi locum |66 aurae tuae ut edificem in eo altare Domino, ita ut quantum valet argenti
Zusatz von Marx.
Schließen (dies die indemnity) accipias
et cesset plaga a populo.“)
So Doktrin des Glosatores, resumida von Baldo, dass der Fürst seine subditos expropriiren kann, aber nicht sin causa, u. Zahlung des Preises f. das Expropriirte; jede entgegenstehende costumbre sei diabolica consuetudo.
Weder Fuero Juzgo, noch Fuero Viejo de Castilla, Fuero
Real, Provinzial- od.
Municipalfueros enthalten irgendwelche Verfügung über
diesen Gegenstand. Die
erste, um End zu machen
der Willkühr in den Expropriationen,
findet sich in den
Partidas (gestüzt auf die
glosadores del derecho romano) ley 2, tit. 1 de
la Partida 2ᵃ aufgezählt die Fälle worin rey
die cosas seiner Vasallen nehmen kann, que son por
yantares y tributos acostumbrados, por usar de ellos el propietario
mal y contra derecho, por delito que merezca confiscacion, segun la
ley, u. „por razon que el emperador Zusatz von Marx.
Schließen (Alfons X) oviese
menester de fazer alguna cosa en ello … á pro comunal de la tierra“,
aber in letztem Fall den Expropriirten zu geben „ante buen
cambio, que vale vala tanto ó mas, de guisa que el finque pagado á bien vista de
omes buenos.“ So
nach ley 31, tit. 18 de la Part. 3 König
darf nicht einem nehmen, um den Andern zu geben; nimmt er
für etwas das Reich Gemeinnützliches, z. B. um Festung,
Brücke u. dergl. zu errichten: „pero dandole (dem Expropriirten)
cambio por ello primeramente ó comprandogelo segun valiere.“ (203)
Die sabios, denen Alfonso die Redaction der
Partidas anvertraut, sagen darin dass die
lex regia (romana), die sie mit den
jurisconsultos romanistas der Epoche als Basis des
öffentl. europ. Rechts zulassen, diese Macht nur habe „para mantener
é defender derecho al pro comunal de todos, con todo esso non fue su
entendimiento de fazerle sennor de las cosas de cada uno é que las
pudiesse tomar á su voluntad, sino tan solamente por alguna de las
razones que de suso van dichas.“ (203)
In langem intermedium darauf keine neuen Gesetze über die Materien, noch die alten immer in Kraft; wechselt aber Auslegung u. Anwendung des Princips durch die Juristen; Doktrin auch beeinflusst durch den Kampf der monarch. Gewalt u. den übrigen poderes públicos, más ó ménos autonómicos die sich el imperio de la sociedad theilten.
Mit Bezug auf directe Gewalt des Staats über das Privateigenthum adoptirte kein span. Jurist Seneca’s Idee v. dominium eminente: (De beneficiis. l. 7. c. 4): „Jure civili omnia regis sunt et tamen unaquaeque res habet dominium et possessorem suum, ad reges potestas omnium pertinet.“
(Rescript worin der Kaiser Antonius, bei ordenar el cumplimiento der lex Rhodia, sich erklärt dominus mundi (Dig. 1. 9, t. 2, l. 14), was den Tertulian ausriefen ausrufen liess: „Quid erit Dei, si omnia sunt Caesaris?“)
Die Befugnisse, die die spanischen Juristen in
dieser Beziehung dem König Zusatz von
Marx.
Schließen (i. e.
Staat) zuschreiben: entweder Tendenz sie zu erweitern die doctrinas
imperialistas vieler glosadores des römischen
Rechts, die so einflussreich auf die pragmáticos
(Ordonanzen etc); zu verengen die, die im
natürlichen Recht der Völker die
ersten Fundamente des Eigenthums
fanden. Dieser Dualismus z. B. zwischen 2 insignes Glosatoren
des alfonsin. Codex, Alonso Diaz Montalvo u. Gregorio
Lopez (schrieb 1 Jahrhundert nach
dem ersten)[.] Ersterer
viel antidemokratischer als letzterer, der wie viele Politiker u.
Theologen seiner Zeit lehrte, die
gewaltsame Absetzung eines tyrannischen Königs
sei erlaubt. Aber der erstere erkennt der
propiedad ungleich grössere Unabhängigkeit v. Staat zu als
der letztere. Tendenz die
Rechte des Eigenthums zu
restringiren bei Valencianer Pedro Belluga (15ᵗ Jhdt) (in:
Speculum principis, spricht nicht v.
Indemnisation, da in Valencia nicht die
Partidas gültig); so Luis Mexía („Laconismus pro pragmatica quo panis pretium
taxatur[“].
Sevilla. 1569, obgleich in Sevilla als
Supplementarrecht die leyes de Partida galten) Viele
andere, wonach weder Indemnisation noch causa de utilidad pública
des rey nöthig f. Expropriation; könne willkührlich
derechos aus Testamenten od. Majoraten fliessend aufheben
etc[.] Alle stützten sich daher
auf die
potestad plena ó absoluta del rey, die sie (wie schon Montalva Montalvo u. Lopez) v. der
ordinaria (wonach Exercise der kgl.
Gewalt den bestehnden Gesetzen unterworfen) unterschieden.
Nach ihnen was König nicht durch potestas
ordinaria, konnte er ex plenitudine
potestatis thun ohne Rand u. Band.|
Diese Doktrinen fremden Ursprungs (wonach König wenn er willkührlich handelte, nur sein eignes Gewissen beschwerte, sein Akt aber legal war) hatten in Spanien wenig Adepten, energisch bekämpft durch viele Juristen; so durch D. Diego Covarrubias, Gerónimo Cevallos (v. ihm: Speculum aurei opinionum communium contra communes. Quest. 906) u. Juan Matienzo (Comment.) ⦗beide läugnen die potestas absoluta, erklären Unterschied zwischen ihr u. der ordinaria f. absurd⦘, Ario Penela Pinelo (Portugiese) Calixto Ramirez etc die Civilrechte des Eigenthums (Testamente etc) entsprängen aus Naturrecht; die causa f. utilité publique müsse bewiesen werden, Equivalent vor Expropriation gezahlt werden etc. Pinelo u. andre afirmaban, dass die plena potestas od. absoluta sei „una tradicion inhumana vielmehr zu nennen peccandi potestas ó absoluta tempestas y tiranía.“ Da aber diese Macht in Spanien wie in andern Ländern faktisch ausgeübt[,] suchten andre Juristen nur sie zu beschränken wie Calixto Ramirez; aber auch er gegen blosse raison d’Etat.
II) Expropriaciones Expropiaciones de los Indios de América.
In die Doktrinen günstig der Gewalt des Estado über die Privateigenthümer, kam die mittelaltrige Confusion zwischen autoridad territorial u. dominio de la tierra, endlich der religiöse Fanatismus. Katholische reyes als señores jurisdiccionales der neuen Hemisphäre auch als dueños des ganzen Landes betrachtet, eingeschlossen die v. den Eingebornen privat besessnen. Daher in ihrem Namen u. auf ihren Befehl repartirt campos, heredades u. edificios den Soldaten der neuen Erobrung u. den neuen Colonen, bald en encomienda, bald por juro de heredad ohne alle Rücksicht auf die Rechte der Eingebornen.
Aber auch damals schon Politiker u. Juristen, unterscheidend zwischen Jurisdiction u. dominio, vertheidigten persönl. Freiheit der Indier, man habe nicht das Recht sie ihres Eigenthums zu berauben. Bei dieser Gelegenheit famosa controversia über die Grenzen der Gewalt des Staats in den nuevas tierras de conquista.
Raubsystem vertheidigt (Bekriegung u. Plünderung der infieles) durch el Hostiense, el Panormitano, Baldo, Oldrado, Torquemada, Santo Tomás u. andre Moralisten. Auf die Doktrin gestüzt ⦗wonach die infielen zwar durch Völkerrecht Eigenthum erwerben könnten, aber desselben beraubbar, seit Christus, constituirt in monarca absoluto del mundo, seine Gewalt an San Pedro u. dessen Nachfolger übergeben u. damit die de encargar á los reyes la sujecion de los pueblos no cristianos, um in ihnen die Erfüllung der evangelischen Mission zu sichern⦘, hatte Pabst Alexander VI, durch seine berühmte Bula de anexion de las Indias, nach den Legisten Palacios Rubios, Sepulveda, Cevallos, Bovadilla, Herrera etc den reyes v. Spanien Jurisdiction u. Dominium v. allem was sie erobert u. erobern werden übertragen, mit der charge die Indier zu bekehren u. die fé católica zu propagiren. (Sepúlveda. De justis belli causis; Solorzayo (auch in dieser line): Politica indiana.) ⦗Nach andern: Expropriation Strafe der Heresie, deren sich natürlich die Indier schuldig machten⦘
Der ausgezeichnetste Vertheidiger der Inder el Padre Las Casas; disputirte mit den Gegnern vor Carlos V; infedelidad infidelidad beraube keine Nation ihrer politischen Rechte etc Pabst habe den kath. Königen nur das Recht in der neuen Welt ertheilt die Indier zu bekehren u. mantenerlos en paz; Christen sollten ihnen gutes Beispiel geben etc
Diese Controverse brachte den Indiern nicht ihre dominios
zurück, aber neue Gesetze begannen ihr Loos zu verbessern, die im
Lauf der Zeit mit Erfolg angewandt. ⦗Die Bulle
des
Bemerkung von Marx.
Schließen Vieches
Alexander
VI verlieh: „todos los señorios de las Indias,
ciudades, castillos, lugares, villas, derechos, jurisdicciones y
todas sus pertinencias pertenencias“⦘
III) Expropriation u. Expulsion der
Juden.
Die Grenzen der Macht des Staates über Privateigenthum hingen im Mittelalter hauptsächlich ab v. condicion política de las personas. Juden u. mudejares nur tolerirt; in ihren Privatrelationen unter sich durch das Civilrecht ihrer respectiven Race regiert, mit ihren eignen Richtern; unterworfen einer Specialgesetzgebung in ihren Verhältnissen zu Staat.
Unter rey Egica die Juden wegen Verschwörung
gegen Staat angeklagt; mit Beistimmung des
Concils XVII v. Toledo machte Egica sie zu Sklaven u. confiscirte alle
ihre Güter (dies f. alle Israeliten, ohne Unterschied v. Geschlecht
u. Alter[)]. Sie wurden Zusatz von Marx.
Schließen (mit Recht)
complices en la pérdida de España; lebten despues nach ihrem ley,
zwischen moros u. Christen, widmeten sich Industrie u. Handel,
verfügten frei über ihre Kapitale, gaben sie aus auf compositiven
Wucher („Non faenerabis fratri tuo ad usuram … sed alieno“ Deuteronomio, c.
23)|
Alfonso (X. El
Sabio) unterwarf á tasa das
Interese
(Zins) ihrer loans; maximum 33⅓% p. Jahr: que no devengaran ninguna
los réditos vencidos
Zusatz von Marx.
Schließen (i. e. déchus) u. dass
welches immer Termin der deudas, Zins nie überschreiten
dürfe den Werth des geliehnen Kapitals. (Cortes de Búrgos v. 1215) Sancho IV (Sohn
des Weisen) bestätigt dies, annullirte ⅓ der
existirenden Schulden (zahlbar an Juden u. moros), beunfähigte diese
Ungläubigen Grundbesitz zu erwerben, ausser ihre Wohnungshäuser,
befahl ihnen binnen Jahresfrist den v. ihnen ingehabten zu
veräussern (Cortes v. Valladolid. 1293) Von nun fast in jeder
Cortessitzung neue Massreglung der Juden. Alfonso
XI konnte nicht refusiren den Cortes v.
1329 Remission ¼ der Schulden
an Juden, mit Aufschub f. Zahlung des Rests. Gab
den
Cortes v. Alcalá, 1348, andre Remission u. Moratorium; Enrique II
concedirt den Córtes de Burgos (1377) Schuldenerlass u. Moratorium u. verbietet
den Juden zu kaufen u. verkaufen etwas an u. v.
Christen. ⦗Vor diesen hatte der grausame Pedro III I solches den
Cortes v. Valladolid (1351) abgeschlagen, gab als Grund an: Die
Christen erneuerten ihre Schulden zu exorbitanten Zinsen in
der Hoffnung sie nicht zu zahlen od. ihre Reduktion zu
erhaschen; mit diesen perdones (Erlassen
der Schulden) wurden die Juden ganz ruinirt u.
arm; da sie gente flaca u. die
oficiales reales ihnen nicht Justiz zu verschaffen pflegten u.
die cristianos litigaban maliciosamente mit ihnen, Pedro III I, gab ihnen entregadores,
como los habian tenido antiguamente, que hicieran efectivos sus
créditos, y les daba el privilegio de que contra los instrumentos
que los justificase, no se admitiera andre exepcion en juicio,
ausser falsedad ó pago.⦘ Neue reduction der Schulden u.
moratoria de sus créditos unter D. Juan
I ⦗selber schlug solches aber das zweite mal
ab den Cortes v. Valladolid 1385⦘
Ausser diesen expolaciones expoliaciones dekretirt por el soberano … matanzas, saqueos y depredaciones populares, deren häufige Opfer die Juden. Die reyes Catolicos (Fernando u. Isabel) verjagten sie aus Spanien u. zwangen sie á abandonar sus bienes; die Juden mussten in Zeitraum v. 4 Monaten ihre Güter veräussern, ohne ihren Werth in Metall aus dem Reino mitnehmen zu dürfen, zwangen sie zu mabaratarlos (zu verschleudern) u. beraubten sie indirekt sehr beträchtlichen Theils ihrer Habe. ⦗Letztere sehr gross, da in Castilien die Ordonanz v. Alfonso XI nicht befolgt u. in Aragon nie das Verbot über Erwerb v. Grundgütern. (nur in Mallorca ihnen dies verboten)⦘ So erzählt El Cura de Los Palacios in: „Historia de los Reyes Católicos D. Fernando y donna Isabel“ (gleichzeitiger Geschichtschreiber), dass derart ein Haus vertauscht f. 1 Esel, eine viña f. ein Stück Tuch od. Leinwand u. dass „los cristianos compraron por muy poco dinero muchas buenas casas y muy ricos heredamientos“, weil „los judios andaban rogando con ellos é no hallaban quien se los comprase“. (p. 215, 216) Gezwungen die expulsos á sacar sus caudales en letras de cambio giradas sobre el extranjero oder en mercancías de permitida exportacion, u. da sie nicht finden konnten giro en breves dias f. grosse Geldsummen in jenen Zeiten so beschränkter Handelsverbindung, u. da desswegen die Nachfrage nach exportablen Waaren stieg, so bekamen solche die meisten nur zu extravaganten Preisen. Alles das nur zum Nutzen nicht des Staats, sondern einiger Spekulanten. „en beneficio tan sólo de algunos especuladores, sufrieron los judios de Castilla una verdadera y muy cuantiosa expropriacion.[“] Die [Expropriation] der aragonesischen [Juden] war noch vollständiger. Viele v. ihnen den Kirchen u. corporaciones obligados [verpflichtet], por razon de los censales que pesaban sobre los respectivos pueblos, no pudieron ni malbaratar sus propiedades, weil belastet geblieben mit jener Obligation. (Zurita, Annales)
IV) Expropriacion u. Expulsion der mudejares
u. moriscos.
Mudejares, wohnten por pactos u. convenciones unter den Christen; Kronvasallen; besondrer status derselben, begründet en capitulaciones convenidas y juradas al rendirse las ciudades y villas en que residian; in Folge dieser Kapitulationen pflegten die mudejares das Recht zu haben sich frei u. sicher zu entfernen, ihre bienes mitnehmen od. als Vasallen zu bleiben, u. zu conserviren ihre propiedades, culto u. mezquitas, u. regirse nach ihren eignen Civilgesetzen, u. regiert u. gerichtet durch ihre Richter nach ihrem eignen Gesetz; zahlten dem Kg. nicht mehr Tribut als vorher ihren Kalifen u. Emiren. Dort die Bedingungen mehr |69 od. weniger günstig nach den lokalen Capitulationen. ⦗Sehr gut u. a. nach „Carta puebla de los moros del valle de Uxó[“] octroyirt durch D. Jaime I (1250) u. Privilegio desselben Monarchen f. die moros del arrobal arrabal de Játiva, wonach sie frei kaufen u. verkaufen konnten andren Moren ihre heredades, aber nicht an Christen; auch mussten sie selbe aufgeben wenn sich zum Christenthum bekehrten, [»]para que nunca perdiese el rey su derecho sobre las tierras de sarracenos[«] (p. 217 u. daselbst note 3)[⦘]
Die Moren die nicht solche günstige Kapitulationen erhalten od. sie nicht zu conserviren wussten, lebten mit Bezug auf Disposition über ihre Person u. Güter in denselben legalen incapacidades wie die Juden. Die gehässigen Ordonanzen gegen sie faktisch v. wenig Gewicht, zeigen aber Rechtsanschauung über sie. Fehlte nur Vorwand zum Platzen. Gegeben durch wiederholte Aufstände der moros v. Albaicin und de las Alpujarras gegen die Christen. Durch erste Insurrektion verloren sie das Recht der Capitulationen im Reich zu bleiben ohne ihrem Glauben abzuschwören, mussten das nun thun; einige stellten sich als Christen u. nahmen Taufe; die Mauren andrer Provinzen so unruhig, das dass die reyes Católicos verbannten alle Mauren v. Leon u. Castillien, sich zu entfernen u. ihre tierras zu veraüssern in 3 Monaten, ohne Gold u. Silber mitnehmen zu dürfen od. Waaren verbotner Ausfuhr. Nur ausgenommen die esclavos herrados (i. e. mit glühendem Eisen gebrandmarkt wie das Vieh) u. die nicht geschlechtsreifen niños (Pragmática v. 2 Febr. 1502) Die expulsos erlitten dieselben Verluste wie 10 J. früher die Juden, trotz ihrer capitulaciones. Nur die Mauren v. Aragon erhielten ihre propiedades, fürchteten aber sie zu verlieren, da zu ihrer Beruhigung Fernando V denen v. Valencia das Versprechen gab sie nicht zu verjagen u. ihnen das Recht des Handels mit den Christen zu bewahren.
Den convertirten moriscos v. Castilla verbot Isabel de traspasar ihre bienes u. während 2 Jahren den reino zu verlassen.
Neue Rebellion der Moriscos v. Granada, gefolgt v. langem u. blutigem Krieg: Philipp II daher vertreibt sie v. jenem nuevo reino; wurden, weil dem Namen nach Christen, heerdenweis in den Provinzen v. Castilla, Toledo u. La Mancha, mit Anweis des Residenzorts vertheilt u. andre Restricciones u. servidumbres ihnen auferlegt. (Real provision v. 24 Febr. 1571) Keine Entschädigung f. ihre Besitzungen (immobile) u. ihnen gewisse Industrien, wovon viele derselben lebten, untersagt. Die moriscos alpujareños alpujarreños expropriirt v. ihren bienes inmuebles u. derechos reales; ihre casas u. heredades der Krone einverleibt, cristianos viejos á censo ó renta vertheilt; die casas u. edificios den neuen pobladores gegeben por un real de censo al año; die Ackererde f. Zehnten ihres Ertrags ausser dem Kirchenzehnten; die olivares u. moreras f. ⅕ des Ertrags in den 10 ersten Jahren u. ⅓ despues. (Pragmat. v. 27 Sept. 1571)
Die armen verhungerten Teufel v. moriscos nun mehr als je Element v. Disturbacion der span. Gesellschaft; angeklagt[,] mit den piratas berberiscos, die die span. Küsten infestirten[,] u. mit den moros v. Afrika Verbindungen zu unterhalten; Philipp III verbannt sie f. immer; die Expulsion der moriscos v. Valencia vollzog sich (1609) mit Befehl in 3 Tagen de salir del reino, verboten andre als erlaubte Exportwaaren mitzunehmen, die sie pudieran llevar con sus personas, damit alles andre den señores zufiel, v. denen sie abgehangen. ⦗Ausgenommen v. der Expulsion die menores v. 4 Jahr, wenn ihre Eltern sie freiwillig der Pflege de cristianos viejos übergaben u. 6 morische labradores in jedem Ort v. 100 Häusern, um den neuen pobladores die practicas del cultivo zu lehren. Die nach 3 Tagen noch im reino gefundnen konnten durch jeden vecino, der ihnen begegnete, gefangen genommen u. geplündert, bei Widerstand getödtet werden.⦘
Die
señores lograron, dass ihnen verboten durch
bando de gobierno zu veräussern ihre granos,
ganados, aceites, casas, créditos, censos y derechos de toda especie. König befahl
diesen bando zu revociren (Janer:
Expulsion de los moriscos) aber Patriarch Revera Rivera
reclamó su observancia, Bemerkung von Marx.
Schließen Kirchenhund, der so
viel zu ihrer Expulsion beigetragen. Die
Expropriation der
moriscos valencianos eine der
grössten, die je in Spanien stattgehabt.
Bemerkung von Marx.
Schließen Glücklicherweise
litten auch darunter die
cristianos viejos, señores directos de la
tierra; die meisten dieser moriscos ihre colonos forzosos,
ausserdem viele [von] ihnen
verschuldet f. censos od. prestaciones de frutes frutos ó servicios. Als compensation gab ihnen rey die
bienes aufgegeben durch die moriscos (i. e. gab ihnen dominio pleno de las tierras, woran sie nur
dominio directo hatten). Viele verloren
bei dem Tausch; konnten lange keine colonos finden od. nur
zu unvortheilhafteren Bedingungen; viele lugares verschwanden ganz,
nicht wieder bevölkert.|
Folgt dann Expulsion der Morisken, die Philipp II v. Granada nach Toledo, la Mancha u. Castilla verpflanzt; sobald diese nämlich das Schicksal deren v. Valencia erfahren, beeilten sie sich ihre bienes zu veräussern; König befahl diese Veräusserungen sofort einzustellen u. 28 Dec. 1699 fulminirte Expulsionsdekret gegen alle die nach juicio der Bischöfe sich nicht wie cristianos viejos betragen, verbot ihnen ihre bienes raices zu veräussern, gab ihnen 30 Tage f. Verkauf der muebles u. semovientes. Darauf folgte Verjagung der Moriscos, die noch blieben in Castilla u. andern Provinzen, ohne Erlaubniss ihre haciendas zu verkaufen (ausser wenigen, die als Specialgnade diese Erlaubniss erhielten), noch sacar sus joyas, ohne pagar al fisco por tributo, el otro tanto de su valor. So consummirt die directe u. vollständige Expropriation alles Territorialeigenthums, welches in Spanien die Nachkommen der arab. Erobrer besassen.
V Expropriacion Expropiacion de Salinas.
Alfonso
XI u. D. Felipe II verordneten expropriacion expropiacion
der Salinen de dominio privado.
Das Feudalrecht comun hatte als exclusives Eigenthum
der Soberanos die
Renten der Salinas de sus
respectivos territorios erklärt. (Feudorum
constitutiones, lib. 2, t. 56) Daher pflegten die
Feudalseñores alfolies
Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 72.
Schließen (gabelles) zu errichten, wo sie
hacian llevar u. vendar vender por sus dependientes, toda la sal de sus criaderos,
verbietend ihren Vasallen comprarla ó venderla über das
ihnen bezeichnete Mass od. verlangten v. ihnen Tribut f. Erlaubniss
solchen Handels.
Alfonso el Sabio, ley 11, t. 28 Part. 3ᵃ, erklärte del dominio des de los emperadores u. reyes u. a. „rentas de las salinas“ um allgemeine Kriegs[-] u. andre Staatsausgaben bestreiten zu können „é por que pudian excusar sus pueblos de echarles muchos pechos ó é de facelles otros agravamientos.“ (223) Vor dieser Zeit gehörten die Salinen innerhalb tierras realengas wahrscheinlich allein den reyes. Consta, dass bis Alfonso XI die salinas reales surtian á los pueblos, enviándoles sus productos por medio de alvareros, die, in Folge v. Missbräuchen u. Prellereien v. diesem rey unterdrückt, verletzt durch Errichtung v. alfolies auf Rechnung v. Erario, in den Orten wo Salzüberfluss, wo die Vasallen verpflichtet bestimmtes, oft ihr Bedürfniss überschreitendes, Salzquantum zu kaufen. Hausvisitationen v. Zeit zu Zeit bei den vecinos, um zu sehn dass jeder das bestimmte Salzquantum kaufe; wer nicht, bestraft.
Trotz dieser Fiscalgreull brachten die kgl. Salinen nicht
ein, was sie sollten, v. wegen der Konkurrenz des
Privateigenthums. Alfonso XI erklärte durch Gesetz
(Ordenamiento de las Córtes de Alcalá de 1348), dass ihm gehörten „todas las aguas é pozos salados
que son para facer sal, ausser denen für die er Privileg gegeben od.
die gewonnen durch posesion continuada del tiempo correspondiente.“
Er expropriirte varias salinas v. Kirchen, Militairorden, Klöstern
auf Rath des maestre Gonzalo
Martinez trotz Reclamation v. ricoshombres. Alfonso „nahm,
sagt eine Petition der Cortes v.
Burgos, v. 1379,
las salinas de todos sus regnos, befahl facer alfolis de sal en
ciertos Bei Cárdenas, S. 225:
lugares
Schließen logares, verordnete repartimiento de la sal por los
lugares, que le diesen por cada fanega cierta quantía de maravedís ó
otras quantias á los sennores de las salinas: é quier tomasen lo de
los lugares la sal ó non, que pagasen las quantias de maravedis.“
Diese Cortes klagten dem
D. Juan
I über die Excesse, die
pueblos zum Kauf v. mehr Salz als sie brauchten u. zu höherem als
den gewöhnlichen Preis zu zwingen – aber, nichts zu
machen, da arrendada la renta por tiempo
cierto.
Um das Monopol del Erario zu sichern, verboten die katholischen Könige, bei summarischer Todesstrafe, SalzEinfuhr v. ausserhalb des Königreichs u. mandaron vender á los alfolies reales, por sólo su costo, la que veniese viniese por mar á los puertos de Galicia y Astúrias u. toda la que se criase en ciertas salinas, die bisher der Expropriacion entschlüpft. (Pragm. v. 3 Sept. 1484) Schliesslich Philipp II gab 1564 den pueblos Freiheit das Quantum Salz das ihnen |71 por reparto zukomme, in welcher kgl. Saline des Reichs sie wollten, zu kaufen, befahl alle Salinen de propiedad particular der Krone einzuverleiben, mit Ausschluss derer v. Andalusien u. Galizien, wo Salz nicht zu labrarse ohne kgl. Licenz u. nur um es zu verkaufen an die kgl. alfolies. Versprach in Aussicht »unbestimmte« Indemnisation. Später einige gegeben en juros auf die misma renta de la sal, deren Werth, faltando el pago puntual de los intereses, mit der Zeit sehr fiel.
Aehnliches Loos die Privatsalinen in Aragon, wo jedoch das Monopol der salinas reales in ihren respectiven demarcaciones beschränkt durch das der dueños de salinas privadas en sus propias demarcaciones, obgleich ihre beneficios sehr reducirt durch darüber verhängte Steuern (kgl. Seite); auch letzteres End unter Philipp V, der nach dem Successionskrieg abschuf die fueros aragoneses in allem was Verhältnisse der Vasallen mit Krone betraf, einverleibte dieser alle Privatsalinen, mit Versprechen gewisser Entschädigung. ⦗In Aragon ursprünglich dominio u. Nutzniessung der salinas privadas garantirt durch fueros⦘
So als Feudalismus iba de vencida, wenn die meisten Anstrengungen gemacht zu seiner völligen Extinction, siegte in Spanien das Feudalprincip das als Regal der Krone el dominio y el monopolio de los salinas ansah; die span. Juristen leugneten die Autorität des ausländ. liber feudorum – aber Finanznoth!
VI) Otras varias expropiaciones.
Expropriation f. utilité publique, ohne Entschädigung, im 14ᵗ u. 15ᵗ Jhdt die Destruktion der castellos u. fortalezas
Erwähnt dann unter den Expropriationen die früher erwähnten incorporaciones in die Krone u. señorios etc, Geschichten mit Bezug auf Majorate, Gemeindegüter etc[.] Dann expropriaciones expropiaciones eclesiásticas, die schon früh beginnen.
Cardénas Cárdenas winds up mit: bei diesen beständigen
invasiones der potestad soberana en el dominio privado,
fragt man sich ob der Gesetzgeber in Spanien niemals die
der Natur des Eigenthums inherenten Rechte
anerkannt? Wenn so, was Wunder, da notorisch dass niemals solche
Anerkennung gefunden die derechos inherentes á la
personalidad humana … No es extraño que el Estado expropie de su
dominio á aquellos. (231) Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Die Art wie
das Meiste des Expropriirten –
Feudalen u. Kirchlichen – appropriirt ward, kümmert ihn
nicht.⦘
Capítulo II. De la expropiacion indirecta por utilidad
pública.
I) De la mudanzanza las mudanzas en el valor de las monedas.
Regal des Souverains Geld zu schlagen y señalar su valor.
Willkührliche alteraciones en la moneda Zusatz von Marx.
Schließen (zwischen Nominal- u. Realwerth)[.] Nicht nur mobiles Eigenthum dadurch
beschädigt; immobiles, wo Verpachtung f. längere Zeit od. Personen
die Rente od. Capital in Geld für Participation in dominium zu
empfangen. Viele Beispiele davon v. Alphons dem Weisen
bis Philipp
III.
Immer unmittelbare Folge davon war, ausser Beschädigung der
Personen die irgend Geldleistung zu empfangen, Theurung Zusatz von Marx aus: Dictionnaire
espagnol-français. S. 281.
Schließen (carestia = Mangel u. Theurung) aller cosas comerciales
trotz der Gesetze die ihren Preis neuer u. fixer Taxe
unterwerfen wollten.
(Aingo de Ezpeleta: Resoluciones morales y doctrinales sobre las principales dudas ocasiosonadas ocasionadas por la baja de la moneda de vellon. 1643)
Streit unter den span. Juristen v. wegen verschiedner
Ansicht über Wesen des Geldes; die
seine Wirksamkeit nur in seiner officiellen
Form fanden, dem cuño u. sello del sobrano soberano que lleva impreso, affirmirten dass jede Materie, por vil
que fuese, als Geld dienen könne, woher auch der
Werth dieses Tauschinstruments nur v. Willen
des Gesetzgebers abhänge. Die, welche Wesen u.
Wirksamkeit des Geldes hauptsächlich in utilidad u.
estimacion der es constituirenden Metalle fanden, u. dass Souverain
durch Aufdruck seines sello, nur ihr Gewicht u. ley constituirt, im
Gegentheil, dass sein Tauschwerth nicht
abhängig v. arbitrio del Estado. In Aragon
dem rey durch fuero verboten Werth
des Geldes zu alteriren ohne einstimmige aprobacion
der 4 estamentos que componian sus Córtes. Hier
leugneten also die Juristen, was immer ihre Ansicht über
Natur des Geldes, Fähigkeit v. reyes zu alterar. In Castilien kein solch Verbot u. el rey
pflegte ohne Cortes pouvoir legislatif auszüben auszuüben; ihm hier auch, in grösserem od. |72 geringerem
Mass jene facultad zugeschrieben; Bemerkung von
Marx.
Schließen (auch
durch die, die richtige Ansicht über Natur des
Geldes) So Juan Bautista Larrea
(„Novae decisiones Senatus granatensis“);
doch müssten, sagt er, die Fürsten dies Privileg mit
grosser Klugheit ausüben, »weil um cumplir [con] su obligacion de regir sus pueblos en justicia
y facilitar el comercio y sobre todo el
exterior, es menester que el valor legal
de la moneda no sea superior al intrínseco«[.] König dürfe nur für justa causa
Alterationen machen u. dann wäre es correcter solches nicht ohne
Zustimmung der Cortes zu thun. (234, 35) Alonso Carranza
(„El ajustamiento y proporcion de las
monedas[“].
2 parte.
Madrid 1629), König könne »tasar el valor de la moneda con el mismo
derecho y la misma libertad con que tasaba la
seda, el paño, el trigo y el vino« (235) Diego Covarrubias („Veterum collatio numismatum. c. I De mutatione monetae[“]) König könne alteriren auch ohne Concurs
der Cortes f. justa causa u. »con la obligacion de
indemnizar á los perjudicados, siendo possible posible«. (234)
Zusammenfassend von Marx in eigenen Worten.
Schließen (Alle diese castil. Schriftsteller
ängstlich, beobachten daher grosse Reserve im Versuch
die misdeeds des Könige zu
beschränken)
Aber z. B. Pedro
Belluga (15ᵗ Jhdt. in Speculum Principis) die moneda, obgleich sie ihre
Autorität erhalte v. Fürst, der sie prägt, »debe valer por su materia, tanto cuanto represente, deducido el costo de la acuñacion, sino es que este gasto debe ser de
cuenta del Erario, y que ninguna alteracion puede hacerse
en ella sin el consentimiento del pueblo que haya de recibirla y
emplearla.« (p. 235)
El padre Molina Mariana („De mutatione
monetae“) exponirt ganz die moderne
Doctrin, heut
in den Schulen gelehrt. (236) Nach ihm, alles was exceda el valor legal al intrinseco de este instrumento de los
cambios, „es un robo
Zusatz von Marx.
Schließen (dies aus ihm citirt)
que el principe hace á sus vasallos“ (id.
De rege et regis institutione l. 3. c. 8)
Wenn der rey, sagt er, mir die Hälfte de mi dinero
nimmt, macht er den Schaden nicht gut durch Verdopplung
des Werths der andern Hälfte, weil in gleicher od.
grösserer Proportion der Preis aller Sachen steigt. Zeigt
durch razones u. Beispiele, dass die Adulteration
des Geldes den commerce paralysirt u.
perturbirt, ohne schliesslich dem Erario zu helfen. Nur wo
zeitliche Alteration des Werths des Geldes
einziges Mittel zur Staatsrettung sei, sei es erlaubt sie zu
dekretiren, aber dann auch das neue Geld der
Circulation zu entziehn, sobald die Gefahr vorüber, nur so
wie im selben Fall (der Staatsgefahr) er sich
Privateigenthum’s bemächtigen kann. Geronimo
Salcedo (De regimine
principum l. 2. c. 28) opinaba, dass bevor zu diesem
aüssersten Mittel zu schreiten, der Fürst extraordinäre
Contributionen ausschreiben, Anleihn erheben od. arbitrios seinen
Vasallen auferlegen müsse. (236)
Nach P. Juan Marquez („El gobernado gobernador cristiano[“] l. 2.
c. 39): Estimacion des Geldes hängt mehr v. ihrer Materie
als v. Form ab u. rey kann weder ihren Werth erhöhn noch ihr Gewicht
vermindern ausser innerhalb der limites de la comun
estimacion, wie er sich ebenso halten muss an die
estimacion comun en la tasa de las mercancias. Die
Institution u. der Gebrauch de materia útil u.
proportionnirtem Werth entspringt aus dem Völkerrecht, das
der Souverain weder alteriren noch revociren kann; wenn
er befähle labrar moneda de papel ó cuero,
würde solches Gesetz nicht en conciencia die súbditos
verpflichten; u. wenn er declarase dies neue Geld = dem
metallischen y apremiase á recibirla, würde niemand darin
contractiren u. entweder würde dafür nicht der Werth
gegeben den es repräsentire od. es würde in Zahlung v. keiner cosa
genommen werden. Als er das schrieb, existirte noch kein
Papiergeld. Das Papier, womit el conde de Tendilla, bei
grossem Geldmangel der Truppen bei der Belagerung
v. Granda Granada durch die kathol. Könige Zusatz von Marx.
Schließen (Fernand u.
Isabel) zahlte,
waren kein Papiergeld, sondern promesas de pago en buena moneda de
cantidades ciertas de billetes, ordenando que entre tanto se hacian
efectivos por el Tesoro, sirvieran como moneda en el campamento. (p.
236 u. note 5 daselbst) Wäre es erlaubt, sagt er,
Metallgeld durch Papiergeld |73 oder andres ohne inneren
Werth zu ersetzen, so könnte sich der König fast alles
Goldes u. Silber seiner Vasallen bemächtigen, mit gutem Gewissen;
wenn er sie obligaria
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗wie unter Regent Orleans in Frankreich
geschehn⦘
á cambiar la moneda antigua de ley por la nueva
ficticia, so pena de carecer de este elemento esencial de
los cambios. (237)
II) De las Moratorias otorgadas por el Soberano para el pago de las
Deudas.
Gilt als eine der Prärogativen des souverains. Justinian hatte sie consignirt in seinem codex (Erlassung v. Schulden od. Theil derselben [von] Solon in den athen. Gesetzen, Julius Cäsar u. den Tribunen Cajus Licinius u. Lucius Sextus)[.] Verlängern v. Termin der Schuldzahlung statt Schuldabschaffung war ein Fortschritt. Autor der Pártidas nahm dies Gesetz wie viele andre aus dem Codex des Justinian; dadurch u. durch die Autorität des röm. Rechts u. seiner Interpreten in Spanien, seine Monarchen mit dieser peligrosa facultad ausgerüstet.
Nach den Partidas konnte König Zahlungstermin verlängern [bei]: 1) Armuth der Schuldner; 2) Nothwendigkeit ihrer Dienste im Heer; 3) „el sabor de les facer merced.“ Doch sollte der begünstigte Schuldner dem Gläubiger Bürgschaft stellen (Partida verlangte fiador) f. Erfüllung am verlängerten Termin. Auch davon konnte rey, nach den Juristen, absolviren.
Die Moratorias bald bestimmten Schuldnern gegeben, die sie sollicitirten, bald allen Schuldnern gewisser pueblos od. territorios wegen calamités publiques. Oft f. 5 Jahre á los labradores que tenian malas cosechas. 1623 allen vécinos vecinos v. Sevilla, wegen Verzögerung der Ankunft der Flotte de las Indias bis zum Eintreffen derselben. Oft aber auch aus minder legitimen Motiven die Gunst verliehn.
Alvarez de Velasco: De privilegiis pauperum.
Jurisprudenz restringirte nach u. nach dies Privilegium, bis es verschwand.
III) De otras restricciones del dominio equivalentes á
la Expropiacion.
Man glaubte en un tiempo dass ganaderia u. trashumacion ernöthigten
Schutz als Hauptquelle unsres Reichthums,
selbst mit Opfer des Privateigenthums[,] u. der rey, Gebrauch machend v. seinem
señorio sobre las cosas quoad protectionem et
tuitionem, aprobó la
hermandad de la Mesta, erklärte á su favor la servidumbre
de cañada y pastos, verbot acotar las tierras y romper las dehesas, gab den
ganaderos das Privileg de perpetuar su
posesion en las tierras de pasto que llevaban en
arrendamiento, por precios tasados.
Despues nahm Agrikultur grösseren Umfang ein; man hielt f.
convenient Verwohlfeilerung der agricolen Produktion, u.
der Concejo unterwarf die
Ackerländern der Taxe, wie es schon
die Weiden waren. Ausser der Taxe verordnet
registro prévio u. enajenacion forzosa de los granos, verboten la reventa
der abastos Zusatz
von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S.
3.
Schließen (provisions) u. verlieh den
abastecedores das Privileg de
tanteo in Erwerbung der Artikel erster Nothwendigkeit. Zur
Förderung v. Communication u. Transport Verpflichtung auferlegt
den
dueños de pratos prados y montes de contribuir mit einem Theil ihrer
Producte á la
Real Cabaña de carreteros. Wucher
verboten durch kanonisches u. Civilgesetze; Gesetgeber Gesetzgeber taxirt daher was f. lucro
cesante od. damnum emergens der
Kapitalist verlangen kann v. denen die aprovechen de su fortuna.
Die
censos consumiren die utilidades de
[la] labranza; man reducire sie
daher, wenn auch auf Kosten der Censualisten etc etc.
Alles dies u. ähnliches so begründet: die span. Juristen restringirten das axioma legal das dem souverain dominium eminente zusprach (er „dominus omnium“) darauf, dass dies señorio nur f. Schutz u. Vertheidigung war; um zu schützen u. fomentar die öffentlichen Interesse Interessen daher der Souverain zuständig »de disponer de las cosas privadas«; aber Souverain entschied, wo dies der Fall u. was die besten Mittel dazu; in beidem bestimmt durch die in der Gesellschaft vorherrschenden concepto de unos y de otros.|
74Juristen u. ökonom. Schriftsteller gehn in dieser Beziehung „el señorio de Proteccion (des Staats) sobre las cosas privadas“ viel weiter als Könige u. Gesetze.
Die einen verlangen, dass durch kgl. Ordre befohlen werde alle tierras incultas zu besäen, sei es durch Verpflichtung der dueños es auf eigne Kosten zu thun, sei es mit donativo, wozu alle Vasallen beizusteuern. Andere verlangten Weinbau einzuschränken aufs nothwendigste etc etc Fabrikanten das Monopol der tiendas (Boutiquen) de telas zu geben, Zahl der mercaderes u. menestrales an jedem Ort zu bestimmen. (Sancho de Moncada: Restauracion politica de la España. – Memorial de Miguel Alvarez Osorio á D. Cárlos II.) Lope de Deza (Gobernio Gobierno político de la agricultura) verlangt (1618) zur Beförderung der Agrikultur u. a., dass die labradores ermächtigt perpetuirliche od. Zeitpacht zu verlangen in den tierras, die sie bearbeiteten, pagando tres y tercio por ciento de su valor en la especie de fruto que produjeran, corriendo los dueños el riesgo del caso fortuito u. verpflichtet á perdonar las rentas en los años esteriles; die jornales in jedem Ort á tasa de peritos zu unterwerfen, keine tasa auf Getreidepreis aber wohl auf Brod. (l. c. part 3.) (p. 242)
Um dotar die erarios publicos – Art v. Banken erfunden Anfang des 17ᵗ Jhdts, um capitales á censo zu nehmen, a fin de prestarlos á interés mas crecido – ein Gesetz verlangt, das verbiete andren als diesen établissements solches Geld zu geben u. f. ihre erste Dotation alle Spanier zu verpflichten á imponer en ellos á censo, una parte proporcional de su fortuna. ⦗„Advertencias del estado en que están el patrimonio real y el reino, y de los medios por donde se pudiera tratarse tratar de su reparo.[“] 1622 (Anonym) Andre Vorschläge (Bezüglich der Bodenabgaben an señores) f. Galizien: „Estorbos y remedios de la riqueza de Galicia“ v. Francisco Somoza. 1775⦘
Radikalere Reformen en menoscabo de la propiedad verlangten einige v.
denen die sich beschäftigten mit Etablissement de una ley agraria. Damals consultirt über Mittel
die Agrikultur zu fördern Zusatz von Marx.
Schließen (dies 18ᵗ Jhdt) die höheren
Tribunale u. ihre fiscales, Intendanten, Generalprocurator
des reino, viele ayuntamientos u. andre Autoritäten u.
Corporationen. Die meisten verlangten Taxe der Verpachtungen de tierras; Privileg
der Colonen indefinidamente im Besitz zu bleiben;
Verbot der Unterverpachtung u. Recht de tanteo á favor de
los vecinos, bei Verkauf wie Verpachtung der tierras ihrer
respectiven términos municipales. Andre recommendirten
la tasa de los jornales u. der cabida de los predios que habia de
poseer y cultivar jeder labrador; andre Verbot mehr tierras zu
adquirir als je einer durch sich selbst bebauen könne; andre
Annullirung aller bestehenden subarriendos, andre Reduction der Renten aller tierras auf ihre Höhe
[von] Anfang des
Jhdts; Herren zu verbieten in irgendwelchem Fall colonos zu
verjagen, die die rentas zahlten, ausser um selbst ihre
tierras zu bearbeiten.
1785 decretirt Verbot den Preis der Pachten zu erhöhen, damit die Proprietäre nicht auf die Colonen fallen machten die neue Contribution de frutos civiles damals etablirt.
Zusammenfassend von Marx in eigenen
Worten.
Schließen Gegen all das machte sich die
moderne Bourgeoisweisheit geltend, Jovellanos
etc. u. das heilige Recht des
Eigenthums.
Uebergang v. der primitiven comunidad de bienes á la
division de [las] propiedades erster
Schritt v. Barbarei zu Cultur. Limitation der Staatsgewalt
in Expropriation Zusatz von
Marx.
Schließen (directer od.
indirecter) f. causa publica weiterer
Fortschritt.
Seit dem 17ᵗ Jhdt dem
Erobrer nicht mehr Recht anerkannt die Unterthanen
des Eroberten Landes ihres Privatvermögens |75
zu berauben. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Und Irland! Nordamerika etc!⦘
Geldalterationes verdammt. Bemerkung
von Marx.
Schließen (Als ob keine
im 18. Jhdt.) »la abolicion de las moratorias fué
una de las primeras reformas del gobierno constitucional.« (244)
Capítulo III. De los antiguos impuestos considerados
como fruto del señorio territorial.
In moderner Zeit Steuern betrachet betrachtet als theilweise Expropriation des Privateigenthums, wofür Staat (gobierno) als Equivalent sociale u. administrative Dienste leistet; im Mittelalter u. in Spanien viel mehr waren sie Frucht de cierta co-participacion reservirt dem Staat im Eigenthum der tierras u. der Personen die Abgabe zahlten.
Wisigothen Eigenthümer aller tierras die die Spanier besassen nach den Ideen der Zeit; liessen ihnen aus Gnade ⅓, unter Bedingung dem Erario público gewissen census od. Tribut zu zahlen. Die Erobrer waren nicht Vasallen des rey, auf dessen Rechnung sie den Krieg führten, sondern familias asociadas um pelear por su cuenta propia, unter der Direktion gewisser Führer; erwarben daher ohne Belastung v. den Besiegten ⅔ der tierras; niemand da, der Recht ihre tierras zu besteuren besteuern. So v. da an tierras pecheras y exentas; inmunidad de tributo Patrimoine des v. den Erobern abstammenden Adels; Steuern nur carga der Leute v. condicion servil y plebeya.
Anders bei der conquista durch die Sarrazenen; weil bei ihnen Ländereien nicht in Beute eingingen; propiedades der Christen respectirt. Was dem Staat zufiel, gehörte dem soberano, der davon einen Theil distribuirte, abgetheilt in grosse Marken, als Collectiveigenthum den tribus invasores invasoras. Zehnten v. Christen u. Moslems durch die Kalifen verlangt. Anders in den comarcas, wo die Sarazenen nicht hindrangen od. sich nicht befestigten; dort blieb propiedad frei v. Tribut.
Reconquista: In den an die Erobrer u. Kirche vertheilten Spolia hielt sich Staat meist dieselben censos u. tributos vor, gezahlt durch die alten poseedores visigodos; aber nicht so, dass nobles u. prelados sie direct zahlten, sondern reservirten sich meist alguna parte de los censos ó emolumentos que los colonos solariegos debian pagar por su disfrute, concedieron direct viele tierras á sus propios vasallos de calidad pechera, u. attribuirten sich das Recht de continuar percibiendo die Zehnten die früher den Kalifen u. Emiren zahlten die mozárabes u. moros sometidos. Die vasallos de señorio wie die realengos zahlten dem rey el tributo de moneda (10 od. 5% del caudal je nach su cuantía); In vielen Orten die mitad de la las multas por homicidios, rausos y calumnias (andre Hälfte dem señor). In den tierras realengas zahlten die vasallos solariegos dem rey, ausser moneda und der censo predial (genannt: infurcion, martiniega, od. marzazga) noch fonsadera (tributo des guerra gezahlt durch die labradores), el yantar, los pedidos empréstitos (servicios extraordinarios) etc etc.
Da die soberania confundirt mit la propiedad, natürlich dass auch renta territorial confundirt mit impuesto. Diesen unbestimmten, confusen Character in Spanien die meisten Steuern, solang Grundeigenthum u. souveraineté verbunden. Während langer Zeit zahlten immeubles nur die Tribute die colonos solariegos al señor de su tierra, ob es der rey od. hidalgo, mit Ausnahme der moneda, wovon auch viele Orte durch Privilegium eximirt y todos los vasallos de muy corta hacienda.
Auch weder Gleichheit noch Proportionalität in diesen Tributen; örtlich sehr verschieden. In einigen Orten censo fijo, grösser od. kleiner, de tanto por heredad ó casa; in andern aliquoter Theil der frutos de las heredades v. ½ bis herab auf ⅒ od. ¹⁄₂₀, od. Summa proportionell der Zahl an yuntas u. aperos od. gewisses Quantum Getreide, Wein, Fleisch, Vieh.
In Navarra allgemeinster Tribut die pecha. (v. den Edlen nur durch die infanzones de abarca gezahlt.) Keine Steuern zahlten die infanzones ermunios daselbst, selbst nicht monedaje; alle in dem reino bekannten Tribute lasteten auf simples ciudadanos od. den villanos verschiedner Art. Alle dem señor de tierra gezahlt por razon de este título; war der König es nicht, so auch keinen Antheil an den Tributen, wenn nicht vorher sich vorbehalten (wie z. B. ½ des monedaje bei seinen Vasallen de órdenes militares.)|
76Denselben origen dominical die tribute in Catalonien u. Valencia. Auch die sich servian de los caminos públicos, montes, baldios, costas, rios y abrevaderos zahlten diesen Dienst dem señor territorial in Form v. Tribut.
Erster wichtiger Tribut nicht od. minder auf Grundeigenthum beruhend, die Alcabala, etablirt v. Afons Alfonso XI um die ausserordentl. Kosten der Belagerung v. Algeciras zu bestreiten, 1341. Bis dahin die impuestos confundirt mit Grundrente od. Equivalent f. Zahlung de servicios individuales que recibian los vasallos de cosas propias del soberano; Alcabala dagegen erste Steuer v. allgemeinem Character, v. allen Vasallen ohne Ausnahme zu zahlen, als deber comun zu contribuiren zu den Staatslasten. 5% v. Preis aller ventas; Alfons XI erhielt sie despues als permanent v. den Cortes v. Alcala (um die Kosten der Belagerung v. Gibraltar zu bestreiten) 1348. D. Pedro vermehrte sie auf 10%; Henri II reducirt sie auf primitive Höhe; wechselt später sowohl mit Bezug auf Umfang als cosas sujetas á su pago.
Von gleicher Art tributo de los cuatro unos por ciento, successiv auferlegt auf ventas, permutas u. constituciones de censo in denselben términos wie die alcabalas. Auf ½ reducirt 1686, retablirt ganz 1705 y corrio siempre con las alcabalas. Ebenso unabhängig v. dominio ó señorio territorial servicio de millones, der Felippe II concirt concedirt 1590, um den Verlust der grossen Armada zu repariren, erst nur f. 9 Jahr u. f. 2 millones de ducados in jedem Jahr; auferlegt auf bestimmte Artikel de general consumo, seitdem unter verschiednen Bedingungen erneuert. (Dann noch servicio ordinario u. extraordinario, compuesta de la antigua de moneda; vertheilt unter den pueblos; nur gezahlt durch die de estado llano)
Die andern tribute in Castilien nicht direkt das Territorialeigenthum afficirend, Consumtionssteuern auf gewisse Artikel, od. Privilegirter Verkauf durch andre (privilegirte Laden Läden) y su venta exclusiva por el Estado. Importsteuern auf gewisse Artikel; Monopol f. aguardiente, Taback, Zucker, Pulver, Blei, las pasas, los naipes etc.
Die contribution de frutos civiles, errichtet 1785 auf bienes u. rentas de los hacendados forasteros, 1794 ausgedehnt auf alle fincas rústicas arrendadas y á las urbanas etc etc die ersten Steuern, die nach den modernen Ideen auf den Reinertrag des Eigenthums u. de la riqueza fielen; durfte nicht überschreit überschreiten 6% v. Ertrag der tierras, 4% v. übrigen fincas u. derechos etc[.] In Catalonien solche Steuer der catastro, nicht überschreitend 10% v. den inmuebles noch 8½% v. den utilidades del comercio y la industria etc
Nobleza nicht ausgeschlossen v. diesen Steuern u. die
immunität v. clergé sehr beschränkt por bulas y concordatos. Philipp II
erhob renta de poblacion v. den neuen
pobladores unter denen er tierras, Gebäude etc den expellirten
moriscos del reino de Granada vertheilte; ebenso regalia de aposento (erneuert v. Philipp IV) para subvenir á los gastos del Real palacio,
Anfangs = ½ de los alquileres Zusatz von
Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 80.
Schließen (loyers)
der Häuser v. Madrid, später sehr reducirt.
Speciale Klassentributo Klassentribute: die nobleza titulada zu zahlen nach Grad, an Platz der Militairdienste, wozu sie früher verpflichtet, den tributo de lanzas. (unterstellend, dass jeder Herzog 20 lanzas f. Krieg zu stellen, die 7000 rs. jährlich kosten würden, hatte er diese cuota als Tribut zu zahlen; weniger Marquis u. condes da sie weniger lanzas zu stellen.[)]
Clerus [hatte] der Krone zu contribuiren mit tercias reales, el excusado, el noveno extraordinario, el subsidio, los expolios y vacantes, las pensiones sobre mitras.|
Capitulo IV De los diezmos.
I) Orígen y vicisitudes de este impuesto.
Die Zehnten wie gesehn ganz civilen Ursprungs. Primitive Kirchen v. Spanien lebten v. Renten ihrer propios bienes u. freiwilligen ofrendas der Gläubigen. Da die Stifter der Kirchen die reyes u. señores alte Gewohnheit jene zu dotiren mit el todo od. parte de sus productos seit der reconquista. Die Kerls[,] die Castillos in den montañas v. Vizcaya, Guipúzcoa etc anlegten, setzten darin caudillos zur Vertheidigung, gaben diesen als Dotation ⅒ ihrer respectiven terminos mit Verpflichtung Pfaff zu zahlen. Das führten die hidalgos in den Cortes v. Guadalajara v. 1390 an zum Beweis, dass ihnen die Zehnten gehörten, den Pfaffen nur Theil davon.
Die kirchlichen Zehnten, die nicht solchen Ursprungs, vor dem 13ᵗ Jhdt, entsprungen aus den v. ihnen erworbnen bienes od. aus den Grundzehnten, die ihnen Monarch od. señor, der sie direkt genoss, cedirt hatte. In Frankreich Zahlung der Zehnten an Kirche kathol. Pflicht, seit Concil v. Macon sie auferlegt 585 – u. civile, seit im VIII Jhdt bestätigt durch die kgl. Capitularien. Doch diess nicht v. Charlemagne (wenigstens nicht mit Erfolg) in Manca hispanica eingeführt; sonst nutzlos die vielen Schenkungen v. Zehnten in jener Zeit durch señores an Kirche.
Denselben orígen laical der Zehnten beweisen die alten Urkunden v. Navarra; ditto v. Leon u. Castilla.
Unterdess akreditirte sich, gestützt auf altes Testament, Stellen in
den Kirchenvätern etc Zehnten
als Tribut v. Gotteswegen gebührend der Kirche in dem „dominio
universal de Jesucristo“. Kirchenzehnten erst als obligatorische
Pflicht anerkannt in Folge eines der cánones des
Concil de Letran, gehalten 1215. (wurde da nicht als neu aufgestellt,
sondern umgekehrt, als Regeln gegen die eludir el
cumplimiento de la antigua obligacion) Alfonso el Sabio
Bemerkung von Marx.
Schließen (i. e. der Narr)
verordnete durch die
pragmatica v. 1294
Zusatz von Marx.
Schließen (?), dass alle hombres de su
reino, auch ricos hombres, caballeros y clérigos dueños de heredades
Gott diesen Tribut zu zahlen.
Widerstand der verschiedensten Interessen dagegen Seitens der Exekution v. diesselbigem ley durch die Pfaffen; nahmen zur weltlichen Gewalt Zuflucht, indem sie selbe in Erhebung der Zehnten interessirten; verschiedne päbstliche Bullen seit 13ᵗ Jhdt geben dem rey indirect, dann direct Antheil am Zehnten (der Kirche), bald f. fixe Zeit, bald f. vida, bis Alexander VI dies perpetuó en los reyes Católicos. (die reyes bekamen tercias v. diesen Zehnten) Mit u. seit Felipe II vermehrten die Päbste noch die participacion der reyes an diesem tributo; am grössten unter Carlos IV (Ende des 18ᵗ u. Anfang des 19ᵗ Jh.)
II) Decadencia y fin del diezmo.
Mit tantas päbstlichen Concesiones, war Anfangs dieses Jahrhunderts, nach den mässigsten Berechnungen die Theilnahme des Staats u. der seglares an der contribucion decimal auf 40% daran gestiegen.
Nach der Schrift: „Los diezmos, ó sea la contribucion de frutos“ (1823), vertheilten sich die Erträge dieser Steuer in folgender Art: An Clerus 62.26%; al noveno 7.28%; al excusado 7%; a las tercias: 4.5%; a [los] maestrazgos 2.8%, a participes legos: 17.33%. (zus. = 100%.) Doch der Zehnte nie regulär gezahlt, desto weniger, je mehr Antheil des fiscus daran stieg.
Die Zehnten sehr ungleicher Tribut. Z. B. 100 fanegas de trigo, Totalproduct einer Ernte, zahlen 10; da ihre Production 60 od. 40 gekostet haben konnte, so, wer hatte inverd invertido 60 fanegas, erhielt utilidad v. 40 = 25% seiner Produkte liquidos; wer hatte gastado 80, hatte nur 20 utilidad, zahlte 50% de ella. (272 n. 1)
Mit dem Zehnten Blüthe der Agrikultur unter Arabern; später bis auf unsre Tage mit selbem blühend Agrikultur v. Valencia u. Catalonien, u. v. England. 29 Juni 1821 schaffen Cortes den Zehnten ab; 1823 (Circular v. 6 Juni) führt ihn Regencia wieder ein in selber Form wie bis 1821. 1837 (29 Juli 1837) im Princip dieser tribut unterdrückt u. zugleich die Kirchengüter nationalisirt; sekularisirt, u. auch seinen Namen verlierend (1839) dauerte er fort bis zu seiner absoluten Abschaffung od. vielmehr Verwandlung in jezt bestehende Grundsteuer.|
78(Die Fortsetzung v. voriger Seite an in anderm Heft)
Francisco de Cárdenas: Ensayo sobre la historia de la propiedad territorial en España. T. 2. Madrid [1875].
Schließen
Cárdenas (Schluss)
Lib. IX. c. IX.
III) Controversias über die censos u. nuevas
reducciones de sus réditos en el siglo XVII.
D. Vicente Vizcaino: „Discursos políticos sobre los estragos que causan los censos“ (Madrid 1766): „no porque se permitan los censos son buenos, pues tambien se permiten los lupanares.“ (p. 358)
Von den Vertheidigern des censo consignativo sagt u. a. Soto (de just. et jur. l. 6. quaest 5.): da erlaubt der censo reservativo der bestehe in Verkauf einer finca por precio de un rédito annuo könne nicht unerlaubt sein der consignativo, der in der umgekehrten Operation bestehe, i. e. Verkauf eines rédito por precio de un derecho real sobre determinada finca. (l. c.) In „codex de restitutione et contractibus“ (nach Tod seines Verfassers, Juan Medina, 1546 veröffentlicht unter Auspicien des Cardinals Siliceo), geantwortet denen, die diesem Vertrag den Charakter de compra-venta leugneten, sagend dass bevor der Census constituirt no habia cosa vendible: antwortet Medina: es sei dies el derecho á percibir, con cargo á la finca acensuable, cualquiera porcion de sus productos perpétua ó temporalmente. (l. c.)
Aber auch die meisten Vertheidiger dieses Contracts, wie Medina, Mercado etc sahen ihn mit schiefen Augen, betrachteten ihn als etwas faules; viele auch v. dem polit. Gesichtspunkt aus, dass er Müssiggang befördere, Proprietäre zu Grunde richte etc.
Lopez Deza: „Gobierno [político] de la agricultura“, Schuld an falta de labradores u. Theurung der Lebensmittel sei die muchedumbre de censos; man habe sie autorisirt, um den Wucher zu vermeiden; seien schlimmer, weil sie ein gravamen sucesivo constituirten, las usuras al ménos passaban pasaban de una vez. (p. 360)
⦗Der früher citirte Juan Medina (der sie vertheidigt bevor Philipp II ihre Reduction verordnet), gesteht que con ocasion de ellos se empobrecian muchos ó se entregaban á ocio, aber meint que no habiéndolos, aquellos propietarios que los imponian por necesidad, tendrian que remediarse vendiendo sus fincas y se arruinaran arruinarian más pronto. (im citirten Buch des Medina p. 154)⦘
Nach Mateo Lopez Brabo: „De rege et regendi ratione“ sie verminderten Handel u. vermehrten ócio. (p. 360)
Pedro Fernandez Navarrete („Conservac. de monarquías[“], Barcelona 1621, discurs. 39) macht sie verantwortlich f. Verfall u. Missachtung der Agrikultur: weil, sagt er, „todos los ricos han puesto en ellos (como en hacienda holgazana) su caudal, dejanda dejando la labranza y crianza, que antiguamente se juzgaban por solas y sólidas riquezas.“ Fügt zu was die labradores gewännen verzehre „la voraz polilla de los censos u. schloss mit Forderung ihrer extincion[“]. (p. 360)
Luis Valle de la Cerda: „Desempeño del patrimonio de S. M. por medio de los Erarios públicos. Madrid 1618“ schlug vor die créacion v. Erarios públicos welche caudales nähmen á censo de 5% u. sie ausliehn á censo de 6%, damit durch diese Conkurrenz die Capitalisten el subido precio der capitales, die sie den propietarios gäben mässigen müssten, in Folge dessen (des hohen Preises des Capitals) la tierra y el cultivo verlassen. (tanto desamparados) (l. c.)
Sancho de Moncada – unter Philipp III – „Restauracion política de España“ sagt: „Los ricos y los pobres fundan ya su vivir en renta, y siendo los censos no más que un poco de papel, no tienen otro ser que el ser de los bienes en que estriban, y como faltan los bienes, faltando la labor, |79 la crianza, comercio y oficios, dan con el censo en el suelo, y así se ve la falta que tienen por ellos las rentas reales, los labradores y generalmente todo el reino, hasta que obligaron á V. M. á subirlos á 20. A algunos ha parecido que importaria subirlos más, para que viendo los réditos tan cortos, empleasen las haciendas en comercio, labranza y crianza.“ (p. 360, 61)
Alfonso de Oleo Alonso de Olea („Tract. de censione jurium. Lion, 1699, t. 7, quaest. 2, n. 8.“) will keine Auflage neuer censos ohne vorhergehende Licencia, dada con conocimiento de causa, porque tales contratos „aminoran el patrimonio de los ciudadanos, hacen á los hombres ociosos é ignorantes y disminuyen el comercio y la agricultura.“ (361)
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Il faut dire, dass vom 15ᵗ Jhdt an u. erster
Hälfte des 17ᵗᵉⁿ die Spanier in polit u. ökon.
Literatur den Engländern etc (auch meist den
Italienern) voraus u. aus verschiednen Gründen: 1) Fortlaufende Cortes, wodurch freiere
polit. Behandlung; 2) Fortlaufende Geldverfälschung durch
Fürsten; 3) alte industrielle Entwicklung in Aragon u.
Catalonien; 4) Reglementationssystem u. absolute (wenn auch
immer noch mit feudalen Schranken) höchst u. frühest aufblühend;
5) directeste Rückwirkung der neuen Welt auf seine
ökonom. Verhältnisse, raschestes Steigen der Preise in
Folge der neuen Gold[-]
u. Silberzufuhr, blasse Finanznoth zugleich u. 6) namentlich
raschester u. marquanter Verfall der Monarchie, Abnahme
der Bevölkerung, Herunterkommen der
Agrikultur etc⦘
Da solch ungünstige theils auf religiosen (wegen Wucher), theils auf
ökon. Gründen basierende Ansichten gegen die censos
consignativos unter den berühmtesten hombres des 16 u. 17ᵗ Jhdt vorherrschen, natürlich dass
die
propiedad der censos eben so übel behandelt
durch die letzten als durch die ersten Könige
des Hauses Oestreich. Ausserdem wog vor unter den
Gelehrten die Doktrin, dass wenn die
Verträge auf länger laufende Zeit (de tracto
sucesivo), gerecht in ihrem Ursprung, dazu kämen schädlich zu sein, sie
jeder Zeit durch die Richter regulirt
(moderirt) werden könnten. Nun der allgemeinen Ansicht nach
die censos consignativos in diesem Fall, perjudiciales á la
república. Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Sehr bezeichnend dass die
span. Juristen, Oekonomen etc bis an’s Ende des 18t Jhdt ihre Monarchie oft als
„Republik“ bezeichnen u. behandeln, i. e. als Staat im allgemeinen Sinn, commonwealth, wobei dies die Essenz betrifft,
die bestimmte Form gleichgültig⦘. Es
herrschte ferner unter den Juristen die opinion comun
Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗die sehr
richtig⦘ dass por causa de utilidad pública jedes
legitim erworbne Recht ohne Indemnisation
entrissen werden könne, wenn dies nicht im
einzelnen auf bestimte Personen ausnahmsweis angewandt, sondern
durch allgemeines Gesetz geschehe. Auf diese
Doktrin gründen die
Reduction der
censos: Juan Matienzo:
„Commentaria in librum quintum Recollectionis legum
Hispaniae“ lib. 5, t. 15, gloss 3. u. Luis Mexia: „Laconismus etc“ früher citirt. Auf diese Doktrin
gestützt die 2 ersten Gesetze v. 1534
u. 1563. Unter Philipp III (darauf gestützt dass
v. den vielen censos erworben durch die Capitalisten
der Verfall v. Agrikultur u. Viehzucht herrühre, u. dass
die Preise dictirt durch Philipp
II v. 14 auf 1⅐, resp. auf 1, schon zu hoch) neuer Tarif
promulgirt 1608 f. die
künftig zu errichtenden censos. Danach
die
censos redimibles 20 de capital por 1 de rédito
Maximum (= 5%), die
vitalicos de una vida á 10 por 1 (10%) u. die de
2 vidas á 12 por 1.
Philipp IV, pragmática v. 1621, dehnt dies Gesetz v. 1608 retroactiv aus auf alle censos feudados mit höherem Zins. Aehnliche Reduction der censales gleichzeitig in Aragon. Viele lugares diesen reino, u. besonders die de señorio entvölkert durch die Vertreibung der moriscos, gravirt mit diesen tributos; die wenigen vecinos die in ihnen blieben, konnten sie nicht zahlen, noch ihre señores; hence pleitos u. disturbios die oft mit concordias mit censualistas endeten. Darauf gestützt verlangen Córtes v. 1626 zu reduciren auf 5% die zu höherem Zins |80 constituirten censos. So die zu 10% (legalisirt durch den fuero) auf die Hälfte reducirt. Die pueblos, die am meisten gedrückt, neue Unruhen, zwingen viele censualistas zu neuen „freiwilligen“ Reduktion. Cortes v. 1646 reduciren réditos de los censales de las Generalidades que devengaban 6% zu 4%. Was die pueblos censatarios hierdurch ersparten, wandten sie an um capitales á censo reducido aufzunehmen, um damit die alten zu redimiren, deren réditos nicht reducirt werden konnten, weil sie Fremden gehörten. Viele censualistas, um an diesem Benefiz theilzunehmen, simularon enajenar sus censos á los extranjeros. 1676 acordirten accordirten die Cortes neue reduction (die censos auf die Generalidades, gebend el derecho de exigir la rendencion redencion den Censualisten die no consintieran la rebaja[)].
IV) Última reduccion y estado de los censos im 18ᵗ
Jhdt.
Philipp V (der des Kriegs wegen neue Subsidien v. den gedrückten pueblos brauchte, u. mit dem fact dass wegen diminucion des Products der hacienda viele Censualistas freiwillig ihre réditos vermindern mussten, damit die censatarios nicht ihre fincas aufgäben) verordnete 1705, dass in Zukunft keine neue censos auferlegt zu mehr als 3% u. dass auf diesen typus reducirt alle existirenden. (so reducirt v. 5% auf 3, Verlust v. 40%)
Fernando VI, 1750, verordnet auch auf die censos reservativos die ley u. taxa v. 1705 anzuwenden, u. auch auf alle die von Aragon, wo, trotz der 1707 verordneten Abschaffung ihrer fueros, man in diesem Punkt fortgefahren die dort bestehenden Specialgesetze zu befolgen.
Carlos III: autorisirt die redemption der censos perpétuos zu 66⅔ por 1, pudiéndose obligar á los censatarios á redimirlos ó cargar su capital sobre la finca, como censo redimible; mandó capitalizar á este mismo tipo, statt 30 por 1 wie damals costumbre, die pensiones de los censos enfitéuticos, para rebajar su importe del precio en la venta de la finca censida; verbot imponer los censos perpétuos á ménos precio que el doble de los consignativos, y otorgó al dueño del dominio útil el derecho de tanteo, siempre que fuera enajenado el directo. Consejo verordnete 1767 anzuwenden einen Theil der rentas de propios f. zu Redemption der censos, die die pueblos erdrückten, u. 1773, weil verschiedne Censualisten sich geweigert ihre censos für weniger als das Pactirte zu redimir, verordnete redimir los censos concejiles por la mitad de su capital, wenn dies unter 100,000 rs. betrug; u. auf ⅔ im andern Fall, pudiendo los pueblos obligar á los censualistas á aceptar estas redenciones, depositando su importe y suspendiendo el pago de los réditos.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗In der gz anzen ganzen Gesetzgebung über censos consignativos v. Phillip II bis Carlos III
(incl.) das Capital gezüchtigt als Feind v.
Grundeigenthum u. ackerbaulichen Verhältnissen.⦘
Die Feindschaft gegen censos immer mehr sostenido durch public opinion. Gonzalez de Socueva (Estado actual de los Censos etc. (Sevilla 1759)) behauptet u. a. auf den censo consignativo sei anwendbar la ley de Partida welches den censo enfitéutico f. erloschen erklärt. Cuando se arruina totalmente la finca censida, u. dass die censos selbst reducirt werden müssen im Mass wie sich vermindre das Product besagter finca, qualificirt als usurario jeden Pact, der der censo personal zu machen suche; solares würden nicht wieder bebaut aus Furcht vor den censos womit gravirt etc; solle auf 2% herabgesetzt werden, weil die fincas nur 2–2½% producirten.
D. Vicente Vizcaino („Discursos políticos sobre los estragos de los censos“ Madrid 1766) griff sie noch heftiger an. „Los censos, sagt er, son hijos de [la] ociosidad, y por lo tanto padres de todos los vicios“; sie seien Schuld am Steigen der loyers, weil die Vermiether v. Häusern sie auf die Bewohner schlügen. Stützt sich auf Zeugniss des Cadaster gemacht zur Zeit Ferdinand VI para la contribucion única, um zu beweisen das in den 22 Provinzen v. Leon u. Castilla die Réditos der censos damals 43,193,338 rs betrugen, repräsentirend Capital v. 1,439,777,933 rs, |81 u. damit alle diese Summen in Agrikultur, Viehzucht, Handel, verwendet, schlug er vor die existirenden censos abzuschaffen u. die Stiftung neuer zu verbieten. Schlug dazu verschiedne Mittel vor.
Tomás Anzano schrieb 1768 seine „Reflexiones políticas sobre las causas de la alteracion de precios que ha padecido Aragon en lo general de los abastos“; eine dieser Ursachen seien die censos; sein motivo visible des Verfalls dieses reino.
Nach Ignacio Asso (ebenfalls in Aragon) in seiner „Historia de la economía politica en Aragon“ (Zaragoza, 1789) schäzte ihr Capital (in Aragon) auf 102,670,781 rs, sie zehrten auf die Substanz der pueblos u. corporaciones, verbreiteten Müssiggang u. luxus u. verursachten den Untergang des reino.
Carlos IV: (mit an eye der blassen Finanznoth abzuhelfen) Um zu restauriren den Credit der vales reales (warfen 4% ab), erlaubte den censatarios jeder especie für la redencion de sus censos zu zahlen en aquellos valores; dies 1799 beschlossen, 1801 der modus operandi dabei bestimmt. Vales zugelassen zu ihrem Nominalwerth; die censualistas Redemption durch selbe zuzulassen welches immer die Contraktbedingungen; auch die cargas piadosas seien so redimirbar; dass f. die censos enfitéuticos auferlegt auf Häuser se pagara un capital doble al que correspondiera, regulado el canon á razon de 33⅓ al millar, y otra suma pro laudemio u. dass f. die censos redimibles se diera una suma igual á su capital, si era conocido, y la que resultara capitalizandolos al 3% si no lo era; u. dass f. die perpétuos u. cargas piadosas se pagara el doble del capital impuesto, y si se ignoraba cuál fuese, lo que importara la capitalizacion de las pensiones ó cargas periódicas, al mismo tipo de 3%.
Darauf zogen sich Kapitale v. den censos zurück, einer der formen Formen en que más solia usarse el crédito; 3 Jahre nachher daher nöthig zu erlauben neue censos zu errichten ohne Obligation de imponerlos en vales reales. 1805 neues reglement, worin verordnet dass nicht unterworfen der Redemption die dominios solariegos, die foros u. die prestaciones de parte alicuota de frutos etc etc
Libro X. De la propiedad territorial de la Iglesia.
Dem Pabst gegeben in dominio directo, während die Staaten dadurch seine Vasallen wurden, ihre rulers meros poseedores feudales y con obligacion de rendir homenaje y pagar tributo al Papa – die Staaten v. Aragon, Portugal, Polen, Schlesien, Dänemark, Ungarn, England, Schottland etc.
Die Gewohnheit der Fürsten die Kirche zu octroyiren, mit allen Rechten der Souveränität, Städte u. Territorien, begann im Occident mit den Karolingern u. Anfangs des 11 Jhdts, zur Zeit v. Otto I, schon allgemein u. de derecho comun; Beispiel belegt durch die Vasallen der Fürsten, die wieder subinfeudirten der Kirche die tierras, die sie selbst in feudo v. ihren señores hatten.
In
Spanien seit Wisigothen allgemein Gewohnheit, dass wer Kirche
erbaute u. sie dotirte dueño wurde de ella u. alle ihre
Produkte in oblaciones, limosnas u. rentas erhielt minus dem Theil
nöthig zur Erhaltung v. Pfaff u. Cultus. So wurden viele Kirchen gebaut v.
Spekulanten
Bemerkung von Marx.
Schließen (Gründern), á fin de
tener en ellas [una] propiedad lucrativa.
Vergebens verurtheilte diesen trafique indigno der
Concilio II de Braga (572);
kam erst recht auf mit den necesidades der reconquista.
Beständige Reklamationen der Cortes gegen
die alles überwältigende Accumulation v. Grundeigenthum u.
Reichthum in Händen der Kirche u. speciell v. regulares (Mönchs etc
Orden)|
Petitionen der Cortes v. Valladolid (1523), Toledo (1525)[,] Segovia (1532), Madrid (1528, 1534, 1579 u. 1588)
Antonio Perez, in „Norte de Principes“ (anonym, er gilt f. Verfasser) erklärt Philipp II, wenn nicht Grenze u. Mass dem Wachstum der bienes eclesiásticos gesetzt „habian de venir a ser de la Iglesia todas las casas, heredades y juros del reino, con grave perjuicio de los seglares y del real Erario.“ (379) Sprach auch in derselben Schrift gegen die excessive Zahl des eclesiásticos; wen’s wenn’s so fortginge, würde bald niemand sein der [»]labrase la tierra, ni quien defendiese la república, ni quien amparase el mismo patrimonio de la Iglesia«. (l. c.) Gegen Ueberzahl der Pfaffen u. Mönche im selben 16ᵗ Jhdt od. kurz nachher: Tomás Cerdán (v. Valencia): „Veriloquium en reglas de Estado. “ (gerichtet an Philipp III) Valencia 1604. ⦗Dieser Cerdán war abogado fiscal u. despues del Consejo schon unter Philipp II⦘
Célebre „Consulta“ des Consejo de Castilla „v. 1619“; worin alle Staatsübel considerirt, darunter auch betreffendes; Pabst solle angegangen werden stop zu setzen, representándole los grandes daños folgend v. aumento de comunidades u. religiones (relig. Gesellschaften etc), Abnahme der f. die Krone nützlichen poblacion u. beständiges Wachsthum v. Pfaffengütern que salen del estado seglar, ihn verarmend u. verunfähigend zur Tragung der öffentl. Lasten (380)
In Folge dieser consulte consulta u. a. D. Pedro Fernandez Navarrete (canonicus) billigte aquel importante documento in: „Conservacion de monarquias.“; ferner:
Jerónimo de
Zevallos, berühmter Jurist u. Politiker, in „Arte real para el buen gobierno de los reyes y principes
de sus vasallos. Toledo 1623“; sagt u. a.: Gott, bei Vertheilung
der tierra unter die tribus v. Israel habe
dem Tribus Levi nur ⅒ der frutos angewiesen; jetzt nämen nähmen Pfaffen 9/10
der propiedad u. ausserdem den Zehnten. Schaden noch vermehrt durch „las nuevas religiones de recolleccion recoleccion
Zusatz von Marx.
Schließen (i. e. Bettelmönche)
que cada dia se iban extendiendo“. ; wenn nicht Schranke solchen fundaciones gesetzt, „todo el reino seria monasterios“; 9000 conventos de varones u. mehr als 10,000
religiosos damals in Spanien nach einigen Autores; ihnen gehörten
die casas principales der ciudades; Zevallos citirte
25 solares v. Toledo, convertidos en monasterios; erklärt wenige Häuser dieser Städt seien nicht den Kirchen oder kirchlichen corporaciones gehörig,
od. ihnen tributär. Man solle ihre Zahl fixiren etc
(381, 382)
In selbem Sinn: Lopez Bravo: „De rege et regendi ratione“ (1627) wenn nicht Schranke gesetzt »no se hallaria con el tiempo, una heredad profana« (382) Ebenso gegen Uebermasse v. Pfaffen u. pfäffischem Eigenthum: Diego Saavedra in „Empresas Políticas“, etwas später geschrieben Diego de Arredondo, contador de rentas, in „Discurso sobre el restablecimiento de la monarquía“, an Philipp IV gerichtet (citirt v. Campomanes in seiner respuesta fiscal en el Expediente del obispo de Cuenca), sagte wenn nicht Einhalt gethan, werde es in 40 Jahren, ausser den Majoraten, keine finca de provecho geben, die nicht in Besitz der Kirche. Man solle ihre Erwerbungen beschränken u. einige obras pias in nützlichere Anstalten verwandeln, wie Hospitäler, Zufluchtsorte f. alte Soldaten etc Miguel Alvarez Osorio (unter Carlos II) in „Zelador general para el bien comun“ (sieh Campomanes: Apéndice á la educacion popular t. I, p. 298) schlug vor, |83 durch Verständigung mit Pabst, die Zahl der ordenandos zu reduciren u. Gesetz zu promulgiren, das den clerus verpflichtete, unter Strafe der Verbannung, innerhalb 4 Jahren los bienes raices que tenia adquiridos, zu verbannen (382, 383)
Córtes v. 1619 (Philipp III) machten zur Bedingung zu octroyiren den servicio de millones, dass so lang er daure, nicht erlaubt Stiftung neuer Klöster, auch nicht unter Titel de hospederías, misiones, residencias u. d. gl. Kurz darauf schrieb Gil Gonzales Gonzalez Dávila (unter Philipp IV): „Historia de la vida y hechos de Felipe III“) ; in seiner Zeit hätten allein der Orden v. Santo Domigo Domingo y San Francisco in Spanien 32,000 religiosos u. die Bischofthümer v. Calahorra u. Pamplona 24,000 clérigos; sagt: „Sacerdote soy; confieso que somos más de los que sean menester[“] (383)
D. Felipe Alosa: „Exhortacion al estado eclesiástico para que con voluntarios donativos soccorra socorra los ejércitos católicos de España. Madrid 1655“; ihre hacienda sei grösser als die der weltlichen; dieser sei ohne die sustancia que pedian sus cargas, sin las rentas que requerian sus empeños, sin gente para el cultivo de sus heredades y sin medios de servir al rey. Sagt u. a.: „Hoy lo vemos en poblaciones cortas, donde con la suavidad que suelen, se han entrado algunas familias religiosas, y poco á poco van adquiriendo las mejores posesiones, haciéndose señores de todo el contorno, empobreciendo á los seglares, quedando aquellos solos que necesitan para labren sus tierras, viniendo á ser criados jornaleros los hijos ó nietos de los que eran ántes verdaderos señores de las heredades que labran.“ (c. 2 l. c.) (p. 383, 84)
Auf der andern Seite: Gegen Zevallos: Don Gutiere, Marques de Careaga, in: „Por el estado eclesiástico y monarchia española“; dessen doctrinas seien: „maquiavélicas, contrarias á la teologia y los cánones, y agregado confuso de licenciosos pensamientos“; gegen alle Staatsübel verschrieb er »oraciones y ofrendas« an Gott. (384)
Ditto in diesem Sinn: Juan de Madariaga in: „Gobierno de Principes“ (1617) Gott allein hat Recht die eclesiácos eclesiásticos zu censurar; da Gott Eigenthümer u. Herr der Welt, v. ihm u. pro tanto v. der Kirche hätten Könige u. Kaiser alles was sie besässen etc. (384)
Juan Eusebio Nieremberg: „Obras y dias: manual de señores y principes. 1628“; die zeigten keinen christlichen [Geist], die Vermindrung del estado religioso verlangten, damit dem weltlichen [Stand] kein Abbruch geschehe.
1719, Vater Juan Cabrera, (Jesuit): „Crisis política determina el más florido imperio y la mejor institucion de príncipes y ministros“. In dieser Schrift f. Einschränkung der Zahl der Weltgeistlichen, aber bei Leibe nicht der Mönche. (385) rühmt als Beispiel, rühmlicher nachgeahmt zu werden als Plato’s „Republik“ u. Thomas Morus: „Utopia“ die Stadt Oxirinco, wo so viele monasterios als Häuser u. worin 30,000 religiosos (386)|
84Damals unmöglich in Spanien über dessen polit. u. ökon. Interessen zu schreiben, ohne auf die wichtige Frage über Distribution des Reichthums unter estado seglar u. el clero zu stossen. Don Jerónimo Ustariz (Pol. Oekonom aus Zeit Philipp’s V) in: „Teórica y práctica del comercio“ (Madrid 1726) begnügt sich die den Pfaffen ungünstigen Stellen aus andern zusammenzustellen.
Kühner, seit Macanaz, im 18. Jhdt die fiscales del Consejo (da im reinado v. Carlos III die Frage behandelt, die alten Gesetze gegen amortizacion wiederherzustellen) Moñino, Campomanes u. Carrasco en diferentes informes (die gedruckt wurden) u. die Uebel auseinanderzusetzen, die die Kirchgüter verursachten Staat u. Kirche. Sagte Moñino – (bei Bestreitung eines cierto papel des Bischofs v. Cuenca, que dió lugar al expediente contra este prelato prelado) dass nach dem catastro de Zaragoza) – dass nach Kadaster v. Saragossa v. 1725: 3,699 eclesiásticos hätten 803,163 reales de renta, während 24,042 seglares, die das vecindario konstituirten, nur 333,646 reales besässen. D. Francisco Carrasco, fiscal del Consejo de Hacienda, 1764, führt an, dass, segun los estados que sumistró suministró al conde de Campomanes D. Francisco Cuellar, secretario de la junta de única contribucion, auf órden del superintendente general de Hacienda, in jener Epoche die Vasallen besässen 61,196,166 medidas de tierra in ganz Spanien, ausser den provincias exentas; u. die manos muertas eclesiásticas, inclusos el clergo clero regular y el secular. 12,204,063, od. ⅙ aller appropriirten tierras ⦗dazu Zehnten v. allen übrigen⦘. Damals in dem indicirten territorio 6,322,172 habitantes seglares u. 141,840 Individuen der Kirche gewidmet, clérigos, religiosos beider Geschlechter u. ihre Diener u. die der Hospitäler u. casas de enseñanza; so dass auf jedes Individum v. diesen fiele 86⅓ medidas de tierra u. auf jedes weltliche 9⅓. Nach denselben Daten besassen die 6,322,172 Laien 29,006,238 cabezas de ganado (Stück Vieh), die 141,840 Heiligen dahingegen 2,933,277; so dass auf jeden der Laien 4⅓ Stück, auf jeden der Heiligen 20⅓. Clero besass danach ⅒ des ganzen Viehstandes v. Spanien. Von dem Produkt aller andern bienes, ausser tierras u. ganados, gehörten dem weltl. Stand 252,086,009 rs. u. den eclesiásticos u. lugares pios 164,154,489, od. annähernd 40 rs auf jeden Laien, u. 1,157 rs auf jede heilige Person. (387, 88) (Dahingegen v. allen öffltl. öffentlichen Lasten die Heiligen fast ganz emancipirt)
Ebenso wie die polit. u. philos. Doktrinen des 18ᵗ Jhdts trieben zur Expropiation der Kirche die ökonomischen Doktrinen v. Quesnay u. Ad. Smith. Nach den Physiokraten kein Fortschritt der Agrikultur, solang grosser Theil des territoire in Hand v. Clerus u. manos muertas, weil so die grössten Proprietäre del reino kein Interesse das nöthige Kapital in Agricultur zu stecken. Dann gegen die amortizacion machten sie Princip der freien Konkurrenz geltend (zu entfernen das obstacle, welche Produktion u. Distribution des Reichthums verhinderten; wenn Eigenthum in wenigen Händen concentrirt, vermindert die Zahl der konkurrirenden Producenten, |85 u. fehle stimulus die Produkte zu aumentar u. vervollkommnen) (setze man die tierras amortizadas in Circulation, so würde ihr Preis fallen, viele Capitalien sich darin anwenden etc); ferner die amortizacion scheide propiedad del cultivo etc[.] Ferner amortizacion entziehe nicht nur dem commerce grossen Theil des Reichtums, sondern verhindre auch die subdivision de la propiedad, die f. viele damals der grösste bien de los pueblos. »Una nacion de pequeños propietarios labradores con fortunas iguales ó semejantes, empuñando ya el arado, ya la espada, segun las necesidades de la patria, era el bello ideal á que aspiraban muchos filósofos cándidos del siglo XVIII, que soñaban todavia con Esparta y Atenas.[«] (504)
Cárdenas sagt, sich auf Ricardosches Gesetz der Rente stützend, der Preis der tierras regulire sich nicht nach dem Gesetz v. Nachfrage u. Zufuhr derselben, wie der jedes andren artefacto, sondern richte sich nach der Grundrente. (p. 506) »No es, sin embargo, la abundancia ó escasez de las tierras, una circunstancia del todo indiferente, por su propia indole, para regular el precio de ellas, pero suele no producir efecto sensible, porque la neutraliza y modifica la ley reguladora de la renta. Si cuando crece el consumo agricola de un país, se ponen en cultivo tierras de inferior calidad, aumentándose en su consecuencia, la renta de las de calidad superior, unas y otras deben subir de precio en venta, cualqueria cualquiera que sea el número de las inaleniables inalienables.« (506)
Er sagt, p. 150 510, dass Ende des 18ᵗ Jhdts der clérigo ⅕ des ganzen territoriums besass.
Durch Concordat v. 1737 unterworfen á tributos los
bienes que pasaran á manos muertas, ausser denen de primera fundacion. Damit
ein Theil des Uebels der amortizacion beseitigt, aber mit
dem Propagando der v. aussen importirten neuen Principien der polit. Oekonomie gewannen
die
ökon. Uebel der Amortisation viel mehr
Bedeutung in den Augen des Publicums. Ihrem Excess Zusatz von Marx.
Schließen (in civiler u. Pfaffenform) die
Verarmung des Staats, Entvölkerung, Rückgang der
Agrikultur u. Verfall des Handels zugeschrieben.
»Los hombres más ilustrados de España waren damals weder Jansenisten (die die Kirche auf ihre ursprüngl. Armuth rückführen wollten), noch viel minder Voltairianer; aber habian abrazado con entusiasmo el sistema económico de los fisiócratas franceses, u. als regalistas intransigentes, participaban hasta cierto punto de las ideas de los nuevos filósofos, en cunto cuanto á restringir la autoridad del Papa y la de los ministros de la Iglesia. A las tradiciones históricas, las decretales pontificias y las opiniones de los teólogos, por autorizados que fuesen, tenian poco valor ante una escuela que desdeñaba la historia, despreciaba las decretales y no admitia la autoridad de la teologia sino en puntos propiamente de fé.[«] (514, 515)
Im Kampf gegen kirchlichen Reichthum v. Pedro Rodriguez Campomanes (fiscal del Consejo) publicirte er: „Tratado de la regalía de amortizacion“ (ditto Jovellanos in: „Informe sobre la ley agraria“) u. verschiedne andre Schriften, sehr leidenschaftlich; namentlich auch in seiner alegacion fiscal in seinem expediente gegen den obispo de Cuenca; sagte: mit den Physiokraten: da Agrikultur das Princip d. |86 des Reichtums, Wohlstand u. Kraft des Staats verfalle mit Verfall der Agricultur u. dieser, sobald die tierras en manos muertas fallen, „porque éstas en su opolencia opulencia, solo conservaban en cultivo las mejores, destinando á dehesas todas las otras“ (p. 519)
Carlos III wagte
nichts zu thun; das wenige was Carlos IV that, geschah, mit
Einwilligung des Pabsts, zu Fiscalzwecken Bemerkung von
Marx.
Schließen ⦗Moral: dass die neuen Lehren, den neuen
Bedürfnissen entsprechend nur durch Revolution durchzusetzen; zeigt,
wie das Beispiel Turgots, so die ganze ökon. Geschichte
Spaniens⦘
G. Sartorius. Geschichte
des Hansebundes.
t. I)
Inhalt:
- I)
- II)
- III)
-
IV)
- Anhang aus Artikeln, 1850–56, erschienen im Agram „Gospodarski
list“.
- 1)
- 2)
- 3) (Von
Johann v. Vinković, Gutsbesitzer zu
Jurketinci bei Warasdin)
- 4) v. Josef Partaš
(Professor der Landwirthschaft zu Agram)
- 5) Andreas Uhernik
(Gerichtsadvokat in Križevski, im Kreutzer Komitat)
- 6) Ludwig v.
Farkaš-Vukotinović (Gutsbesitzer u. ehml.
Oberstuhlrichter des Kreutzer Comitats)
- 7) Georg
Kisseljak
Kiseljak
(Vice-Erzpriester u. Pfarrer zu Draganić im
agramer Comitat)
- 8) Momente aus dem Operate der kroat. slavon.
Vertrauensmänner in Betreff der H. C., vom Jahre
1852
- 9) Žužel, Pfarrer in
Rieka.
- 1)
- Libro VIII. De la propiedad vinculada y de la civil amortizada
y gravada despues de la Edad Media.
- Libro IX. De las cargas y menoscabos de la Propiedad.
Zitiervorschlag
Karl Marx: Heft e (1876). In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, Bd. IV/24, bearb. v. Timm Graßmann, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M1178465. Abgerufen am 08.08.2026.