Fr[iedrich] E[rnst] Feller, C[arl] G[ustav] Odermann: Das Ganze der kaufmännischen Arithmetik. Für Handels-, Real- und Gewerbschulen, so wie zum Selbstunterricht für Geschäftsmänner überhaupt. 7., verm. und in Folge der im Münz- und Gewichtswesen eingetretenen Veränderungen z. Th. umgearb. Aufl. Leipzig 1859.
Schließen
[
F. E.
Feller, C. G. Odermann:
Das Ganze der kaufmännischen Arithmetik]
I(?)) Überschrift von Marx. Bei Feller/Odermann, S.
323.
Schließen Einfluss v. Discont auf Wechselpari.
Kurs auf 3 Monate auf Hamburg stehe zu Paris: 1857/8 (i. e. fcs für 100 Banco Mark fest) Wie viel für kurzes Papier?
Discont stehe in Hamburg auf 5%. Macht per 100 fcs 5 im Jahr, 5/4 fc. = 1 fcs. 25 für 3 Monat.
Giebt auf 1857/8 fcs. od. 185,871/2 centimes – auf 3 Monat – fcs 2,321/2.
| fc. 185.871/2 | ||
| + 2.321/2 | ||
| fcs 188.20 | = | f. 188.20 für kurze bill auf Hamburg. Der Discont hier addirt |
Wo die feste Valuta im Ausland Discont zu addiren, wenn Cours höher sein soll, zu subtrahiren wenn er niedriger sein soll. So wäre kurz in Paris auf Hamburg = f. 188.20
| so 3 montaliches monatliches Papier | = | f. 188.20 |
| – 2.32 | ||
| fc. 185.871/2 = 1857/8. |
Ist die feste Valuta im Inland, so umgekehrt, zu subtrahiren wenn Cours höher, zu addiren, wenn er niedriger sein soll.
Z. B. kurz Amsterdam in Hamburg mit 35,95 notirt; (holländischer Gulden od. fl. hier variable, 40 Banco Mark feste Valuta im Inland)
Disconto in Amsterdam = 4% z. B. Also 1% p. 3 monat. Wie viel werth 2 Monatl. Papier?
Je länger ein Papier zu laufen hat, desto weniger ist es werth; desto mehr florins bekommt man also in Hamburg für 40 B. Mark fest.
Zu 1% f. 3 Monat, macht für 2 Monat 2/3%.
| 100 fl. giebt 2/3 fl. | 100 cts – 2/3 cts | |
| 1 fl. … 2/3 cts | 1 cts … 2/300 | |
| 35 fl. … 70/3 cts = 231/3 cts. | 95 cts 190/300 = 19/30 cts, über 1/2 ct. |
Also f. 35.95 = 231/3 + etwas über 1/2 cts. = also = 24 cts. f. 2 Monate zu 4% p. Jahr.
| Also 40 Banco Mark | = 35.95 | |
| 24 | ||
| fl. 36.19 | | |
Bei
Feller/Odermann,
S. 226.
Schließen Discontrechnung.
I(?)) Ein zu discontirendes Capital ist kein „reiner“, sondern ein „vermehrter“ Werth – vermehrt durch Zinsen od. Zinseszinsen; muss also berechnet werden nicht nach % von, sondern auf 100; geschieht jedoch in kaufmänn. Praxis das Gegentheil.
Z. B. 2060 fcs in 1 Jahr fällig zu discontiren mit 3%; nach % auf Discont. 103 : 2060 = 3 : x; x = 60% fcs; die baare Zahlung also 2000; u. 2000 sofort wieder angelegt à 3% giebt nach Ablauf eines Jahrs: 100 : 2000 = 3 : x x = 2000 × 3/100 = 60; also exactly 60, dieselbe Summe die bei Discont abgezogen.
Wird dagegen % von 100 beim Discontiren berechnet, so: 100 : 2060 = 3 : x. x = 20.60 × 3 = 61.80 = 61.8; baar bezahlt erhält er also (der den Wechsel discontirt) = 2060 – 61.8 = 1998.2;
Würde der der die rth 1998.2
[erhält] solche sofort zu 3% neu anlegen für Jahr, so erhielte er: 100 : 1998.2 = 3 : x; wo x = 59.946 also
< 61.8; Verlust für Empfänger der Zahlung =
1.854 Rt.; könnte dies nur ausgleichen,
indem er zu höherem Zinsfuss wieder ausliehe; da 1998.2 : 100 = 61.8 : x, so x (der Zinsfuss) = 31/10% circa. Ausdruck
von Marx.
Schließen Trotz diesem „Schauerlichen“
, im kaufmänn. Verkehr Rechnung von %, weil, however great the sums, die
Zeitlänge des Discount selten viel über a few months. Dagegen bei
Erwerbung v. Grundstücken etc die Rechnung auf 100 nöthig.
Je nachdem ein zu discontirendes Kapital wirklich zusammengesetzt od. zusammengesetzt vorgestellt wird aus Capital u. einfachen Zinsen od. aus Capital u. Zinseszinsen, hat man einfachen u. zusammengesetzten Discont.
I a) Bei Feller/Odermann, S.
228/229.
Schließen Einfacher Discont auf
100.
1) Aufsuchung des Disconts: Wie viel Discont von 1200 Th.
am 24 Sept. fällig, u. am 12t Juli mit 4%
discontirt?
Vom 12 Juli bis 24 Sept., den Monat zu 30 Tagen = 72 Tage; richtiger u. auch gewöhnlich , bei Discont auf 100, das Jahr zu 365 Tagen zu rechnen. Jahr zu 365 Tagen berechnet = 74 Tage. Nach letzterem also berechnet:
Hier aber zu 30 Tagen (od. Jahr zu 360 Tagen genommen, weil Rechnung einfacher)
| 1) | Tage 360 : 72 = 4 : x | 1) das Kapital 100 ist also nach 72 Tagen mit seinen Zinsen zu 4% werth = 1004/5 u. umgekehrt 1004/5, in 72 Tagen fällig = 100 baar oder geben Discont von 4/5; wieviel also |
| x = 4/5% | ||
| 2) | 1004/5 : 1200 Th. = 4/5 : x | 2) Discont von 1200? 1004/5 : x; x = etc |
| x = 911/21 rth. |
Auch das discontirte Kapital kann zur Auffindung des Discont’s gegeben sein. Z. B. Wie viel der Discont, wenn ein à 4% per 72 Tage discontirtes Capitals Capital mit 119010/21 rth. baar bezahlt wird. Der baare Werth 100 giebt 4/5 discont, wie viel geben 119010/21? 100 : 119010/21 = 4/5 : x; x = 911/21.|
2) Bei
Feller/Odermann, S. 229.
Schließen Aufsuchung des discontirten
Capitals.
Hier kann neben Zinsfuss u. Zeit entweder das zu discontirende Kapital od. der Discont gegeben sein.
a) Welchen baaren Werth haben 1200 Th., nach 72 Tagen fällig, à 4% discontirt?
Zinsen v. Kapital 100 in 72 Tagen (zu 4%) = 4/5. Wenn also 100 + 4/5 , nach 72 Tagen fällig, = 100 baar, welchen baaren Werth hat Capital v. 1200, ebenfalls nach 72 Tagen fällig?
| 1004/5 : 1200 = 100 : x |
| x = 119010/21 |
Ausserdem kann man aber auch Discont berechnen, wie sub 1) u. von dem zu discontirenden Capital abziehn.
b) Wie viel wurde für ein à 4% discontirtes Kapital bezahlt, wenn der Discont per 72 Tage = 911/21?
4/5 : 911/21 = 100 : x; x = 119010/21.
3) Bei
Feller/Odermann, S. 229/230.
Schließen Aufsuchung des zu discontirenden
Capitals.
⦗Hier kann neben Zinsfuss u. Zeit, das discontirte Capital od. der Discont gegeben sein⦘
1) Wie gross das Capital, das nach Abzug v. 4% f. 72 Tage 1190.10/21 rthl. übrig gelassen?
a) Zuerst zu berechnen, welchen Zins geben 100 in 72 Tagen à 4%:
| a) | 360 : 72 = 4 : x |
| x = 4/5%; |
also b) wenn 100 baar = 1004/5 in 72 Tagen , welchen Werth haben 119010/21 Rth. nach derselben Zeit?
| b) | 100 : 119010/21 = 1004/5 : x |
| x = 1200 Th. |
2) Wie gross ist das Capital, welches f. 72 Tage à 4% mit 911/21 rth. discontirt worden ist?
Da 100 = 4/5 Zinsen geben, so erfordern 4/5 = 1004/5 ; welches Capital erfordern 911/21 rth? 4/5 : 911/21 = 1004/5 : x. x = 1200 Capital
Als ein discontirtes Kapital ist der Baarpreis einer Waare anzusehn, wenn er dem Preise derselben Waare auf Zeit entgegengesetzt wird u. die Ermittlung des letztern aus dem erstern entspricht der Ermittlung des zu discontirenden Capitals aus dem discontirten.
4) Bei
Feller/Odermann, S. 230/231.
Schließen Aufsuchung des
Zinsfusses:
Wieviel % der Discount, wenn 1200 rth. für 72 Tage mit 911/21 rth discontirt werden?
Das gegebne zu discontirende Kapital, weil es die % für eine grosse Zeit einschliesst, ist nicht proportional zu 100, wird es erst, sobald v. dem in ihm enthaltnen Disconto befreit.
| (Th. 1200 – 911/21) : 100 rth. Kapital = 911/21 Disc. : x |
| Tage 72 : 360 [Tage] |
| x = 4%. |
5) Bei Feller/Odermann,
S. 231.
Schließen Aufsuchung der
Zeit.
Wie lang hat Capital v. 1200 noch zu laufen, das à 4% mit 911/21 discontirt worden ist?
| (1200 – 911/21 Th.) : 100 = 360 Tage : x |
| 4 Disc. : 911/21 |
| x = 72 Tage.| |
I) Bei Feller/Odermann, S.
228–231. – Marx exzerpiert hier den Abschnitt, von dem er schon
auf S. 2/3 des vorliegenden Hefts Auszüge angefertigt hat und
erweitert sie um die Berechnungen mit francs statt mit
Talern.
Schließen Einfacher Discont auf
100.
1) Aufsuchung des Disconts.
Zu discontirendes Capital = 1200 fc., zahlbar in 72 Tagen, Rate of Discont = 4%.
| Tage 360 : 72 = 4 : x; x = 4/5 (= 0.8) |
| fcs. 100.8 : 1200 = 0.8 : 911/21 fcs. |
Oder, wenn gegeben das discontirte
Capital v. 119010/21
; discontirt à 4%, per 72 Tage, dann Discont gefunden so: 100 giebt für 72 Tage
4/5 discont,
hence:
100 : 119010/21 = 4/5 : x; x = 911/21.
2) Aufsuchung des discontirten Capitals. Neben Zinsfuss
u. Zeit gegeben entweder das zu discontirende Kapital od.
der Discont.
Baarwerth v. 1200 fcs., nach 72 Tagen fällig, à 4% Discont?
100 in 72 Tagen geben 4/5 (zu 4%); also 100 + 4/5, nach 72 Tagen
fällig, baar = 100.
100 + 4/5 : 1200 = 100 : x; x = 119010/21.
Man kann auch Discont berechnen, wie sub 1) u. v. dem zu discontirenden Capital abziehn.
Ist nicht das zu discontirende Kapital
gegeben, sondern statt dessen Discont =
911/21
fcs
4/5 : 911/21 = 100 : x.
x = 119010/21.
3) Aufsuchung des zu discontirenden Capitals; gegeben,
neben Zinsfuss u. Zeit, das discontirte Capital oder der
Discont.
| Wie gross Capital, das übrig lässt 119010/21 Capital, nach Abzug v. 4% für 72 Tage? | Wie gross Capital, das f. 72 Tage à 4% mit 911/21 discontirt wurde? | |
| Tage 360 : 72 = 4 : x; x = 4/5%. fcs. 100 : 119010/21 = 1004/5 : x; x = 1200. |
4/5 : 911/21 = 1004/5 : x; x = 1200. |
4) Aufsuchung des Zinsfusses.
Wie viel % der Discount, wenn 1200 fcs. für 72 Tage mit 911/21 discontirt wurden?
| fcs (1200 – 911/21) : 100 = 911/21 Discont : x |
| Tage 72 : 360 |
| x = 4%. |
5) Aufsuchung der Zeit.
Wie lange hat ein Capital v. 1200 fcs noch zu laufen, das à 4% mit 911/21 fcs discontirt worden ist?
| fcs 1200 – 911/21 : 100 = 360 Tage : x |
| 4 fcs Discont : 911/21 fcs disct.; |
| x = 72. |
Bei Feller/Odermann, S.
231.
Schließen
I II) Einfacher Discont vom 100.
1) Aufsuchung des Disconts. (Wie bei Zinsrechnung)
x Discont v. 1200 fcs per 72 Tage à 4%?
| 360 : 72 = 4 : x | |
| 100 : 1200 | |
| x = = | x = fcs 9.6 |
Ist das discontirte Capital gegeben; z. B. Capital f. 72 Tage à 4% discontirt wird baar bezahlt mit 1190.4. Wie viel der Discont?
Zinsen v. 100 in 72 Tagen = 4/5; als Procente vom 100 berechnet, machen das Capital 100 zu einem baaren Werth [von] 991/5. Also 991/5 = 4/5 Discont, wie viel 1190.4?
991/5 : 1190.4 = 4/5 : x; x = 9.6.|
2) Aufsuchung des discontirten Capitals.
Wie viel betrug 1200 fcs nach Abzug v. 4% Discont per 72 Tage?
Discont durch 1) ermittelt = 9.6 giebt abgezogen v. 1200 = fcs 1190.4.
Oder berechnet: 360 : 72 = 4 : x; giebt 4/5% f. 72 Tage.
Also v. 100 abgezogen 4/5 = 991/5; hence:
100 : 1200 = 991/5 : x; x =
1190.4.
Wie viel betrug das discontirte Capital, wenn der à 4% per 72 Tage berechnete Discont = 9.6 fcs
4/5 : 9.6 = 991/5 : x
x =
1190.4.
3) Aufsuchung des zu discontierenden Capitals.
| Wie gross das Capital, das à 4% mit 9.6 fcs für 72 Tage discontirt worden? | Wie gross das Capital, das nach Abzug v. 4% Discont f. 72 Tage 119.4 fcs übrig gelassen hat? | |
| fcs discontiert 4 : 9.6 = 100 Capital : x | Erst Discont per 72 Tage v. 100 Capital à 4% = 4/5 fcs. | |
| Tage 72 : 360 | Dies v. 100 subtrahirt, lässt 991/5 fcs u. dann: | |
| x = 1200 fcs. | 991/5 : 1190.4 = 100 : x. x = 1200 fcs. |
4) Aufsuchung des Zinsfusses.
| Welches %, wozu 1200 fcs per 72 Tage mit 9.6 fcs discontirt wurden? | Wäre das discontirte Capital gegeben, statt des zu discontirenden, so: | |
| Capital 1200 : 100 = Discont 9.6 : x | Capit. 1190.4 + 9.6 : 100 = Disc. 9.6 : x | |
| Tage 72 : 360 | Tage 72 : 360 | |
| x = 4% | x = 4%. |
5) Aufsuchung der Zeit.
| Für x Tage ein Capital v. 1200 discontirt, wenn 9.6 fcs Discont à 4% berechnet? | Wäre statt 1200 das discontirte Capital 1190.4 gegeben so: | |
| 1200 : 100 = 360 Tage : x | 1190.4 + 9.6 : 100 = 360 Tage : x | |
| 4 Discont : 9.6 Discont | 4 dsct. : 9.6 | |
| x = 72 Tage. | x = 72 Tage. |
II III) Bei Feller/Odermann,
S. 237/238.
Schließen Zusammengesetzter
Discont.
Gemeine Arithmetik kann nur 2 Fragen lösen; Ermittlung des discontirten u. die des zu discontirenden Capitals.
Welchen baaren Werth hat am 6 Mai 1855 eine am 6 August 1857 fällige Forderung v. 2000 fcs mit 4% von Discont? also für 2 Jahre 3 Monate
| a) Discont auf 100: | [b)] Discont von 100. | |
|---|---|---|
| x fcs Cap. = 2000 | x fcs Cap. = 2000 fcs Cap. | |
| 104 = 100 f. 1 Jahr | 100 = 96 f. das 1ste Jahr | |
| 104 = 100 f. 2 | 100 = 96 f. das 2te | |
| 101 = 100 f. 3 Monate | 100 = 99 f. 3 Monat | |
| x = 1830.804 | x = 1824.768. |
Um den jetzigen baaren Werth eines später zahlbaren Werths unter Berechnung von Discont vom Discont zu ermitteln, so kann nur der zusammengesetzte Discont auf 100 in Anwendung gebracht werden, während der zusammengesetzte Discont vom 100 nur anwendbar, wie z. B. in folgendem Fall, wo Staatschuld v. 20 Mill. jährlich mit 1% so zu tilgen, dass sich dies eine % immer auf den nach erfolgter Tilgung übrigbleibenden Capitalbetrag bezieht. (Sieh p. 238)|
Bei Feller/Odermann, S.
239–241.
Schließen Terminrechnung.
Meint vom kaufmännischen Gesichtspunkt nichts als für mehre zu verschiednen Zeiten fällige Kapitalien eine mittlere, gemeinschaftliche od. Durchschnittsverfallzeit aufzufinden, zu welcher, ohne Nachtheil für Gläubiger od. Schuldner, die Zahlung dieser Capitalien auf einmal geleistet werden kann.
Bemerkung von Marx.
Schließen ⦗Oekonomisch nur wichtig f. die
Berechnung der Umschlagszeit eines
Capitals (auch des gesellschaftlichen), dessen verschiedne Bestandtheile verschiedne
Umschlagszeiten haben.⦘
Fälle möglich: I) Die Kapitalien sind unverzinslich (wobei die Kapitalien gleich od. ungleich); II) Sie sind verzinslich. (wobei Zinsfuss gleich od. ungleich)
I) Unverzinsliche Kapitalien.
1) a) Die Capitalien sind gleich;
man addirt die verschiednen Zeiten u. dividirt die Summe durch die Anzahl der Capitalien.
Z. B. die gemeinschaftliche Verfallzeit f. 6 gleiche Kapitalien von je 900 fcs, in resp. 4, 5, 7, 9, 10, 14 Monaten zahlbar?
Die Summe der Capitalien = 6 × 900 = 5400 fcs. Die Durchschnittsverfallzeit derselben = = 46 49 /6 = 81/6 Monaten.
5400 fcs in 81/6 Monaten zu 4% giebt 5400×81/6 /300 = 900×49/300 = 9/3 × 49 = 3 × 49 = 147 Zinsen
| 900 fcs | in | 4 Mon. | = | 12 |
| 900 | 〃 | 5 | = | 15 |
| 900 | 〃 | 7 | = | 21 |
| 900 | 〃 | 9 | = | 27 |
| 900 | 〃 | 10 | = | 30 |
| 900 | 〃 | 14〃 | = | 42 |
| Zusammen | = | 147 fcs |
1) b)
vier Tratten, jede v. 1800 fcs am 7 April ausgestellt, 14 Tage, 1 Monat, 7 Wochen dato u. per Ende Juni sollen in eine gemeinschaftliche Verfallszeit gebracht werden.
Erst Verfallszeit jeder Tratte zu ermitteln. Die erste fällig am 21 April, 2te am 7ten Mai, 3te am 26 Mai, 4te am 30 Juni. Um die Anzahl der Tage zu finden, die jede Tratte noch zu laufen hat, kann man ausgehn:
| vom 7t April | bis 21 April | = | 14 Tage |
| 7 Mai | = | 30 | |
| 26 Mai | = | 49 | |
| 30 Juni | = | 83 | |
| 176 Tage; dividirt durch 4 = 44 Tage vom 7 April. Also vom 7 April an gerechnet 44 Tage giebt – 21 Mai. |
| von 21 April | bis 21 April | = | 0 Tage |
| 7 Mai | = | 16 | |
| 26 Mai | = | 35 | |
| 30 Juni | = | 69 | |
| 120 Tage dividiert durch 4 = 30 Tage. vom 21 April = 21 Mai. |
| Dann vom 15 April | bis 21 April | = | 6 Tage |
| 7 Mai | = | 22 〃 | |
| 26 Mai | = | 41 〃 | |
| 30 Juni | = | 75 〃 | |
| 144 Tage 144 Tage dividirt durch 4 = 36 Tage vom 15 April – 21 Mai.| |
2) Die Kapitalien sind ungleich.
Die Berechnungsart gründet sich darauf, dass z. B. 100 fcs in 9 Monaten ebenso viel Zinsen geben wie 9 × 100 fcs in 1 Monat (bei gegebnem Zinsfuss).
Z. B. Ein Commissionair in London hat für fremde Rechnung folgende Verkäufe gemacht:
| £ | 250 | am 8 Mai | Ziel | 3 Monat |
| 〃 | 135 | 29 〃 | 〃 | 3 |
| 〃 | 220 | 23 Juni | 〃 | 2 |
| 〃 | 196 | 10 Juli | 〃 | 2 |
| 〃 | 104 | 21 〃 | 〃 | 8 Tage |
Am 24 Juli will er seinen Committenten Verkaufsrechnung mit gemeinschaftlicher Verfallszeit f. die einzelnen Verkäufe ertheilen. Wann die gemeinschaftliche Verfallszeit?
Um die Zahl der Tage zu finden, die jeder der Posten noch zu laufen hat, gerechnet vom 24 Juli (Datum der Verkaufsrechnung) oder vom 29 Juli (frühste Verfallszeit)
| a) vom 24 Juli | bis 8. August | = | 14 Tage |
| 29 〃 | = | 35 〃 | |
| 23 〃 | = | 29 | |
| 10 Septbr | = | 46 | |
| 29 Juli | = | 5. |
| b) vom 29 Juli | bis 8 Aug. | = | 9 Tage |
| 29 〃 | = | 30 | |
| 23 〃 | = | 24 | |
| 10 Sept. | = | 41 | |
| 29 Juli | = | 0 |
Nachdem also die Zahl der Tage gefunden, die jedes der Capitalien noch zu laufen, multiplicirt man jedes derselben mit der ihm zugehörigen Zeit, addirt die dadurch erhaltnen Producte u. dividirt ihre Summe durch die Summe der Capitalien. Der Quotient giebt die Zahl der Tage, nach deren Ablauf – vom Tag an gerechnet, von welchem man ausgegangen ist – die gemeinschaftliche Verfallzeit eintritt. So viel wie möglich die Capitalien u. Zeiträume, für sich jedes od. untereinander, reducirt, soweit sie durch eine u. dieselbe Zahl kürzbar.
| Giebt a) | 250 | × | 14 | = | 3500 |
| 135 | × | 35 | = | 4725 | |
| 220 | × | 29 | = | 6380 | |
| 196 | × | 46 | = | 9016 | |
| 104 | × | 5 | = | 520 | |
| 905 | in | 24,241 = 21 26 611/905, | |||
| = | about 27 Tage v. 29 24 Juli – 21 August gemeinschaftliche Verfallzeit | ||||
| b) | 250 | × | 9 | = | 2250 |
| 135 | × | 30 | = | 4050 | |
| 220 | × | 24 | = | 5280 | |
| 196 | × | 41 | = | 8036 | |
| 104 | × | 0 | = | 0 | |
| 905 | in | 19616 = 21611/905 | |||
| = | 22 Tage ca. vom 29 Juli – 21 Aug. | ||||
Die Summe der erhaltenen Producte bildet ein Capital das auf einen Tag ausgeliehn ist.
Bei
Feller/Odermann, S. 242.
Schließen II) Ungleiche Capitalien,
ungleicher Zinsfuss, ungleiche Verfallszeit; zu welchem
mittleren Zinsfuss diese Capitalien auf einmal
abtragbar?
z. B. Zu zahlen 400 fcs in 4 Monaten, 200 in 6 Monaten, 400 in 8, u. 800 in 9 Monaten u. bis dahin mit 5, 4, 31/2 u. 6% zu verzinsen.
Erst bestimmt man den mittleren Zinsfuss.
| Da die Kapitalien hier | = | 4 × (100) |
| 2 × (100) | ||
| 4 × (100) | ||
| 8 × (100) | ||
| so dividiert man sie alle durch 100 u. erhält so 4, 2, 4, 8 f. die Capitalien.| | ||
Man multiplicirt nun jedes Capital mit dem ihm zugehörigen Zinsfuss, addirt die dadurch erhaltnen Producte u. dividirt deren Summe durch die Summe der Kapitalien. Der Quotient ist der mittlere Zinsfuss.
Also:
| 4 | × | 5 | = | 20 |
| 2 | × | 4 | = | 8 |
| 4 | × | 31/2 | = | 14 |
| 8 | × | 6 | = | 48 |
| 18 | in | 90 | ||
| giebt 5% als mittleren Zinsfuss. | ||||
Jedes der bei Berechnung des mittleren Zinsfusses erhaltnen Producte multiplicirt man nun mit der ihm zugehörigen Zeit, addirt die dadurch gefundnen Producte u. dividiert sie durch die Summe der aus Capital × Zinsfuss erhaltnen Zahlen.
Also:
| 20 | × | 4 | = | 80 |
| 8 | × | 6 | = | 48 |
| 14 | × | 8 | = | 112 |
| 48 | × | 9 | = | 432 |
| 90 | in | 672 = 77/15 Monat gemeinschaftliche Verfallszeit. | ||
Dies und die folgende Rechnung: Zusatz von
Marx.
Schließen ⦗Kann zusammen geschehn.
| Capitalien | × | Zinsfuss | = | Product v. Capital mit Zinsfuss | × | mit Verfallszeit | ||
| 4 | × | 5 | = | 20 | × | in 4 | = | 80 |
| 2 | × | 4 | = | 8 | × | 6 | = | 48 |
| 4 | × | 31/2 | = | 14 | × | 8 | = | 112 |
| 8 | × | 6 | = | 6 | × | 9 | = | 432 |
| Summe der Capitalien = 18 dividirt
in 90 u. 90 dividirt in 672 = 77/15 Monate gemeinschaftl. Verfallszeit.
Giebt 5% als mittleren Zinsfuss |
||||||||
Man kann auch erst die mittlere Verfallszeit bestimmen, indem man die Capitalien
| 4 | multiplicirt mit ihren Zeiten | 4 | = | 16 |
| 2 | 6 | = | 12 | |
| 4 | 8 | = | 32 | |
| 8 | 9 | = | 72 | |
| 18 | = | 132 | ||
| 18 in 132 giebt hier 71/3 Mnt. mittlere Verfallszeit | ||||
| Die Producte der Verfallszeiten mit den Capitalien | = | 16 | jetzt multiplicirt mit zugehörigem Zinsfuss | × | 5 | = | 80 |
| 12 | × | 4 | = | 48 | |||
| 32 | × | 31/2 | = | 112 | |||
| 72 | × | 6 | = | 432 | |||
| 132 | 672 = 51/11% mittleren Zinsfuss. |
Bei der 2ten Lösung ist die
Verfallszeit kürzer (71/3 Monate) als bei der
ersten (77/15
Monate), dagegen der Zinsfuss (51/11%) grösser als
bei der ersten (wo = 5%)[.] Da
aber Zeit u. Zinsfuss in indirectem Verhältniss, so richtig beides: 1) Je grösser Zinsfuss (51/11%) gegen 5%, desto kleiner Zeit (51/11 : 5 = 77/15 : x = 71/3 Monat)
u. 2) je
kleiner die Zeit (71/3 Monat) im Vergleich zu 77/15 Monat, desto
grösser der Zinsfuss (71/3 : 77/15 = 5% : x; x = 51/11) Hence Zinsen v. 1800 fcs in
71/3 Monat à 5
1/10
1/11
% = den Zinsen v. 1800 fcs in 7
1/15
7/15
zu 5%.)|
⦗Geht man davon aus, dass jedes zu einer bestimmten Zeit zahlbare Capital, wenn es bis dahin nicht verzinst wird, als ein Werth anzusehn, der die Zinsen einschliesst, welche das Capital noch zu laufen hat – worauf sich die Berechnung des Disconts nach dem Zinsfuss auf 100 gründet – so auch die Auffindung des mittleren Zahlungstermins für mehrere zu verschiednen Zeiten fällige, bis dahin aber nicht zu verzinsende Capitalien zu modificiren wie folgt.
Z. B. 824 fcs fällig in 6 Monaten, 860 in 15 Monaten, 648 in 16 Monaten wenn Zinsfuss angenommen = 6%; diese sollen auf einmal abgetragen werden:
Man ermittelt zuerst den baaren Werth der einzelnen Capitalien.
| Die Summe der Capitalien = 824 + 860 + 648 = 2332 fcs |
| Davon abgezogen ihr nebenstehend berechneter Baarwerth = 2200 |
| Bleiben 132 f. Zinsen. |
| xxxx xxxx | |
| (12 : 6 = 6% : x; x = 3%) | |
| (103 : 824 = 100 : x =) | 800 fcs |
| (12 : 15 = 6 : x; x = 71/2%) | |
| (107 : 860 = 100 : x) x =) | 800 fcs |
| (12 : 16 = 6 : x; x = 8%) | |
| (108 : 648 = 100 : x) = | 600 fcs |
| zus. = 2200 fcs |
Wie viel Zeit gehört dazu, um diese Zinsen mit 2200 Th. à 6% zu gewinnen?
| 2200 Capital : 100 Capital = 12 Monate : x |
| 6% : 132 fcs Zinsen |
| x = 12 Monat; welches die mittlere Verfallszeit |
Nach der kaufmänn. Rechnung dagegen.
| 824 | × | 6 | = | 4944 |
| 860 | × | 15 | = | 12900 |
| 648 | × | 16 | = | 10368 |
| 2332 | in | 28212 = 1257/583 Mt | ||
Zeit hier länger; weil Kaufmann nach Satz vom 100 rechnet, also jedes später fällige, bis zum Eintritt der Verfallszeit aber nicht zu verzinsende Kapital nicht als einen Werth ansieht, der die Zinsen einschliesst, sondern als solchen mit welchem erst die Zinsen verdient werden sollen von da ab, wo derselbe fällig wird. Der Discontsatz vom 100 giebt grösseren Discont, also auch, um ihn zu verdienen, mehr Zeit erforderlich.
Der Discont auf die oben angegebnen Capitalien, zu 6% nach dem Satz vom 100: giebt auf deren Summe (2332) 141.06 Discont; wie lange nun 2332 fcs noch zu laufen, wenn der à 6% berechnete Discont = 141,06?
| 2332 | : | 100 | = | 12 Mt. | : | x |
| 6 | : | 141.06 | Discont | |||
| x = 28212/2332 = 1257/583 Mt.| | ||||||
Bei
Feller/Odermann,
S. 318.
Schließen Wechselrechnung.
Zwei Preiscolumnen (continentale Courszettel): Geld od. Gesucht („Argent“ od. „demandé“), und „Briefe“ oder „Angeboten“ („Lettres“ or „Offert“ [)]
Überschrift von
Marx. Marx nimmt hier die zu Beginn des Hefts
verfolgte Problematik wieder auf. Bei Feller/Odermann,
S. 319.
Schließen I) Einfluss von discont auf
Wechselpari.
Wenn 2 Plätze, die mit einander direct wechseln, d. h. gegenseitige Course auf einander notiren, einen u. denselben Münzfuss haben, so die Coursnotirung in der Regel für 100 (Gulden, Thaler, fcs etc) u. die veränderliche Valuta dann stets im Geld desjenigen Platzes ausgedrückt, um dessen Coursnotirung es sich handelt. Z. B. Leipzig ist in Berlin mit 997/8 Th. notirt, so heisst dies 997/8 Th. in Berlin = 100 Th. (fest) in Leipzig. Also 1/8% Verlust. Mit % Verlust od. Gewinn notirt z. B. Paris seine Course auf die inneren Plätze.
Gliederung
von Marx.
Schließen a)
Ist feste Valuta im Ausland, so Discont zu addiren,
wenn Cours höher, zu subtrahiren wenn er niedriger werden
soll.
3 Monat Papier auf Paris in Leipzig notirt 791/2; wie viel kostet 14 Tage Papier bei 5% Discont? (Feste Valuta im Ausland = 300 fcs)
Tage 90 – 14 = 76 Tage; 76 Tage à 5% = 0.838 od. 5/6 about; der Cours also = 791/2 + 5/6 = 801/3 ; Discount addirt, denn für 300 fcs in 14 Tage Papier mehr Thaler gezahlt als f. 300 fcs in 3 Monat Papier.
Bemerkung von Marx.
Schließen Wäre umgekehrt 14 Tag Papier = 801/3, so how
much für 3 Monat Papier zu 5% Discont? 14 Tage + 76 = 90. Also Discont f. 76 zu berechnen,
i. e. about 5/6; abzuziehn 801/3 – 5/6 = 791/2
, da für 300 fcs in 3 Monats
Papier weniger gezahlt wird als f. 300 fcs in 14 Tagen.
Gliederung
von Marx.
Schließen b)
Ist
feste Valuta im Inland, so umgekehrt;
Discont zu subtrahiren, wenn Curs erhöht, zu addiren wenn Curs erniedrigt werden soll. Z. B. wenn kurz Amsterdam in Hamburg notirt 35,95 (fl.) Zusatz von Marx.
Schließen (berechnet auf 40 M.Bo. fest), so, bei 4%
Discount, 2 Monat Papier zu notiren: 36,19; Zusatz von Marx.
Schließen (je länger
das
Papier zu laufen, desto weniger ist es werth; desto mehr florins also in Hamburg zu zahlen für
40 M.Bo fest)
Beispiele: 1) Augsburger 2 Mt.
Papier in Berlin 56.24 (i. e. 56 Th. 24 Sgr. für 100
Gulden Süddeutscher (Augsburger) Währung
Schließen f.S.W.) Wie viel
bezahlt für 3 Monat Papier mit 4% Discount? (Feste Valuta hier im Ausland (Augsburg) Zeitdifferenz der Sichten = 1 Monat;
Discont f. 1 Monat = 52/3 sgr. Dieser Discont abzuziehn; also Curs = 56.24 – 52/3 = 56,181/3 als Curs f. 3 Monate. (da man
weniger Thaler für 100 fl. [zahlt]
die 3 Monate zu laufen)
a) +2) 2 Mt. Papier auf Berlin steht in Bremen 1101/2, welchen Curs giebt dies für kurze Sicht bei 41/2% Discont? Zeitdifferenz hier = 60 Tage (2 Monate) (100 Thlr Gold in Bremen feste Valuta) hier im Inland (Bremen, gegen Berlin Ausland) Bei Discont v. 41/2% auf 60 Tage = 0.83 od. ca 5/6%. Man kauft mit 100 Gold fest um so weniger Berliner Thaler, je kürzer das Papier, so Discont abzuziehn. Also Cours der kurzen Sicht = 1101/2 – 5/6 = 1062/3 .
b) +3) Kurz Pariser Papier in Hamburg notirt 1901/2 ; wie bei 4% Discont 2 Monat Papier, wovon 15 Tage verflossen? (Feste Valuta im Inland Hamburg = 100 Bo Mark)
Differenz des Termins 60 – 15 = 45 Tage; dafür Discont à 4% = 0.95 od. 15/16. Je länger das Pariser Papier, desto mehr fcs gekauft mit 100 Bo Mark; also Discont zu addiren; der gesuchte Curs daher = 1901/2 + 0.95 fcs = fcs 191.45 |
4) In London kurz Amsterdam notirt f. 11.15 (11 florin, 15 Stüber) (20 Stüber = 1 fc.), 3 Monat mit 11.171/2 Sterling; wie 1 Monat zu berechnen? für 11.15 St. = f. 11.75; f. 11. u. 171/2 Stüber = f. 11.875) ⦗feste Valuta in London = 1£⦘ Differenz zwischen kurzem Kurs u. 3 monatlichen = 11.875 – 11.75 = 121/2 centimes. Dies die Differenz für 3 Monate u. Kurz; also für 3 Monate = 41/6 . Dieser Discount zu addiren, denn je länger das Papier, desto mehr florins gekauft mit £1.
| Also | 11.75 | ||
| + 41/6 | |||
| f. 11.79.1/6 | = | f. 11.155/6 St. |
5) In Bremen ist 2 Mt Londoner mit 612, kurze Sicht mit 617 (Th. Gold für 100£) notirt; welcher Discontfuss ergiebt sich daraus? (feste Valuta hier im Ausland London = 100£.)
| Differenz: | kurze Sicht | = | 617 |
| 2 Monat | = | 612 | |
| 5 |
= 5 Discont auf 617 per 2 Monat; Macht auf 12 Monat = 30 Th. auf 617 Th. (p. Jahr) 30 : 617 = x : 100; x = 3000/617, circa (nicht ganz) 5% Discounfuss Discountfuss .
6) Gesetzliche Pari zwischen Hamburg u. Petersburg
34.17 (Hamburger)
Schilling(e)
Schließen β
; wie stellt sich 3 Monat Cours auf Petersburg mit 6%?
6% p. Jahr für 3 Monat = 11/2%; beträgt auf 34.17 = 0.51. Die feste Valuta hier 1 Rubel im Ausland (für Hamburg); Discont zu subtrahiren; man giebt um so weniger Schilling f. 1 SilberRubel, je länger das Papier ist. Der 3 Monat Cours sollte also sein: 34.17β – 0.51 = 33.66 od. 332/3β. Steht aber (a. 1859) = 311/8 ; also mehr als 8% zu niedrig. Diese Differenz kann ihren Grund z. Th. in höherem als dem benutzten Zinsfuss haben, rührt aber hauptsächlich aus der russischen Depreciation her.
[Zusammenfassende Bemerkungen von
Marx]
Marx
wiederholt hier einen
Passus,
den er zuvor unter a)
exzerpierte und erweitert ihn durch eigene Bemerkungen in
Klammern.
Schließen Ist die feste
Valuta im Ausland, so Discount zu addiren, wenn Curs höher sein
soll ⦗u. er muss höher sein, wenn das Papier
kurz als wenn lang; es ist mehr werth, wenn kurz als wenn lang⦘, zu subtrahiren, wenn lang er niedriger werden soll (man giebt weniger f. langes als
kurzes Papier.)
Marx
wiederholt hier einen Passus, den er zuvor unter b)
exzerpierte.
Schließen Ist die
feste Valuta im Inland, so zu subtrahiren wenn Curs höher sein soll, zu addiren, wenn niedriger. Man erhält weniger, wenn Papier
kurz, man erhält mehr, wenn Papier
lang.⦘|
Im Folgenden bis zum Ende von S. 13
Bemerkung von Marx unter Bezugnahme auf Beispiele bei
Feller/Odermann, S. 323/324, die er kurz vorher unter 1) bis
6) exzerpierte.
Schließen 1) Feste Valuta im Ausland.
a) Kürzere Sicht zu berechnen wenn längere gegeben; man hat mehr inländisches Geld zu zahlen f. gegebne auswärtige Valuta wenn die Sicht kürzer als wenn sie länger. Also der Discount zu addiren zu den längeren Sicht paper. Der höhere Kurs hier der ungünstige für die Inländer.
3 Monat Papier zu Paris in Leipzig notirt 791/2 Thaler für 300 fcs (feste Valuta in Paris, Ausland f. Leipzig); wie viel für 14 Tage Pariser Papier bei 5% Discont?
Differenz der Fristen = Tage 90 – 14 = 76; Discont dafür zu 5% = 0.838 od. 5/6 about. Dieser Discont zu addiren zu der längeren Frist; für 14tägiges Pariser Papier mehr Thaler gezahlt als f. 3 monatliches. Als 791/2 Th. + 15/16 5/6 = 801/3 Th. Dies der Kurs für die kürzere Frist.
b) Längere Sicht zu berechnen. Man hat weniger inländisches Geld zu geben f. die längere Frist f. die gegebne ausländische Valuta. Also Discont zu subtrahiren v. der kürzerern Frist. Der niedrigere Kurs hier der günstige f. die Inländer.
Gesetzliches Pari zwischen Hamburg u. Petersburg 34.17β (β = Hamburger Schillinge) f. 1 SilberRubel ⦗die feste Valuta in Petersburgh, dem Ausland⦘. Zu berechnen f. 3 monatlich Papier zu 6% Discont?
6% p. Jahr giebt f. 3 Monate = 11/2%; beträgt auf 34.17β = 0.51. Also – unterstellt dass keine Depreciation des russ. Papiergelds – der 3 Monat Curs = 34.17 – 0.50 0.51 = 332/3β.
Man giebt um so weniger Schilling für 1 Rubel, je länger das Papier ist. Discont wird daher subtrahirt v. dem Wechselpari im gegebnen Fall.
Ad 1) a) Aus der Differenz zwischen kurzer Sicht u. Langer kann der Discontfuss berechnet werden.
Z. B.) Im Wechselkurs für Bremen mit London ist die feste Valuta im Ausland (England) = 100£; das Wechselpari (Kurze Sicht) = 617 (bremische) Thaler Gold; 2 Monatl. Papier auf London sei notirt mit 612; welchen Discontfuss ergiebt dies?
| Differenz: | Kurze Sicht | 617 |
| 2 monatl. Papier | 612 | |
| 5; |
also 5 Thaler Differenz. 5 Thaler Discont auf 617 f. 2 Monat; dies macht auf Jahr (12 Monat) = 6 × 5 Th. und 30 : 617 = x : 100; x = 3000/617 = about 5% discontfuss.|
2) Feste Valuta im Inland:
a) Kürzere Sicht zu berechnen, wenn längere gegeben; man kauft für gegebne inländische Valuta um so weniger auswärtiges Geld, je kürzer das Papier; also der Discont zu subtrahiren von der kürzeren Sicht.
2 Monat Papier auf Berlin steht in Bremen 1101/2 ; welchen Curs giebt dies f. kurze Sicht bei 41/2% Discount?
100 Thaler Gold (in Bremen, Inland) feste
Valuta.
Die Zeitdifferenz = 60 Tage. 41/2% Discont für 60 Tage = 0.83 od.
ca 5/6. Dieser
Discont abzuziehn von der
langen Frist 1101/2 – 5/6 = 1092/3 (pr.) Thaler für
die kurze Sicht.
b) Längere Sicht zu berechen berechnen . Man erhält für gegebne inländische Valuta mehr ausländisches Geld je länger die Sicht. Also Discount zu addiren zu der kürzeren Frist.
Im Wechselkurs v. Hamburg mit Paris feste Valuta in Hamburg = 100 Bo Mark; Kurz Papier auf Paris sei notirt 1901/2 ; wie, bei 4% Discont, zu notiren 2 Monate Papier, wovon 15 Tage verflossen?
Differenz der Tage: 60 – 15 = 45 T.; dafür Discont à 4% = 0.95 od. 15/16. Je länger das Papier, je mehr fcs gekauft mit 100 Mk Bo ; also Discont zu addiren; fcs 1901/2 + 0.95 = fcs 191.45 ct. Dies der gesuchte Kurs für 45 Tage.
In Wechselkurs v. London mit Amsterdam feste Valuta in
London = 1£; kurz Amsterdam notirt mit
fl. 11.15 Stüber, wie viel f. 1
monatliches Papier zu berechnen, wenn 3
Monat notirt mit 11.171/2 St.
(20 Stüber = 1
fc); 11 fl. 15 Stüber = fl. 11.75; fl.
11.171/2 Stüber = fl. 11.875.
Die Differenz zwischen 3 monatl. Papier u. kurzem = 11.875 – 11.75 = 121/2 centimes.
121/2 centimes f. 3 Monate macht Discont für einen Monat v. 41/6 ct. Diese zu addiren zu der kurzen Sicht; je länger das Papier auf Holland, desto mehr florins gekauft mit 1£; also fl 11.75 + 41/6 ct. = 11.791/6 = fl.11, Stüber 155/6.
Vergleichen wir nun die Fälle sub 1) u. 2)
1) a) u. 2) a) Kürzere Sicht zu berechnen, wenn längere gegeben. Die kürzere Sicht ist mehr werth u. kostet daher mehr als die länger längere. Dass ein Wechsel mehr od. weniger kostet, da hier Geld mit Geld verglichen, kann nur in der Geldsorte ausgedrückt werden, die als variable Valuta gilt. Ist die feste Valuta im Ausland, die variable im Inland, so drückt sich das mehr Kosten darin aus, dass für gegebne Summe ausländischen Geldes, z. B. 100 fcs mehr inländisches Geld gezahlt werden muss. Der Discount daher zu der längeren Sicht zu addiren. (1, a). Ist die feste Valuta im Inland, die variable im Inland Ausland , so drückt sich das Mehr kosten darin aus, dass f. je 100£ z. B. weniger auswärtiges Geld erhalten wird, der Discont ist daher von der längeren Sicht abzuziehn, um die kürzere zu finden.
1b) u. 2b) Kürzere Sicht gegeben, längere zu berechnen. Die längere Sicht minder werth u. kostet daher weniger als die kürzere. Ist die feste Valuta im Ausland, so drückt sich das Weniger Kosten darin aus, dass weniger inländisches Geld f. die auswärtige feste Valuta gegeben wird; also Discount abzuziehn v. der kurzen Frist. (1, b) Ist die feste Valuta im Inland, so drückt sich dasselbe fact umgekehrt darin aus, dass mehr ausländisches Geld für die feste innere Valuta gegeben wird. Also Discont zu addiren zu kurzer Frist.|
II) Bei
Feller/Odermann, S. 325.
Schließen Wechselreductionen.
Verwandlung einer Wechselsumme nach einem gegebnen Wechselkurs, sei es dass die Wechselsumme als einheimische Valuta in fremde od. als fremde Valuta in einheimische zu verwandeln ist. Zu den Wechselreductionen gehört auch die Aufsuchung des Courses, zu welchem eine solche Umwandlung stattgefunden hat.
Bei
Feller/Odermann, S. 326.
Schließen A) Directe
Wechselreductionen.
(findet nur statt f. Orte, die in directem Wechselverkehr mit einander stehn (a drittura), d. h. die ihre Course an ihren wechselseitigen Börsen notiren.)
Der folgende Berliner Courszettel gilt auch für Leipzig; der Cours v. Leipzig auf Berlin ist 100 Thaler ± f. 100 Th. fest in Berlin.
| Plätze womit Berlin direct wechselt. | Sicht. | Cours. | [Erklärung der Course] |
|---|---|---|---|
| Amsterdam | Kurze Sicht | 1423/8 | Thaler für 250 f. holländ. fest |
| do | 2 Mnt. | 1421/8 | |
| Augsburg | 2 Mnt. | 56.26 | Th. u. Silbergrosch. für 100 florins Süddeutsche Währung fest |
| Bremen | 8 Tage | 1091/4 | Th. f. 100 Th. Gold or Louisd’or à 5 rthlr fest |
| Breslau | 2 Mnt. | 991/3 | Th. in Berlin für 100 rth. in Breslau fest. |
| Frankfurt a. M. | 2 Mnt. | 56.26 | Th. u. Silbgr. f. 100 fl. S. W. fest |
| Hamburg | K. S. | 1517/8 | Th. für 300 Mk Bo fest. |
| do | 2 Mnt. | 1511/4 | |
| Leipzig | 8 Tage | 993/4 | Th. für 100 Th. in Leipzig fest |
| do | 2 Mnt. | 991/3 | |
| London | 3 Mnt. | 6.21 | Th. u. Sgr. für 1£ fest. |
| Paris | 2 Mnt. | 793/8 | Th. für 300 Fs fest |
| Petersburg | 3 Wochen | 995/8 | f. 100 Silber Rubel fest. |
| Wien | 8 Tage | 931/2 | Th. f. 150 fl. Oesterr. W. fest. |
| do | 2 Monate | 921/2 |
1) Wie gross ist der Ertrag v. fl. 1832.50 per 7. Mai auf Amsterdam, am 26 Feb. begeben; a) zum Cours v. 1423/8 für die Sicht des Wechsels? b) zum Cours v. 1425/8 für 2 Monat Papier mit 3% Discount?
a) 250 fl. : 1832.50 fl. = 1423/8 Th. : x; x = Th. 1043.6087 (= 18 Sgr.)
b) Erste Berechnung: Reduction des Curses für 2 Monat Papier für Papier am 7. Mai fällig.
2 Monate vom 26 Feb. = 26 April;
der Wechsel fällig 11 Tage später; vom Course für 3 Monate ist daher Discont per 11
Tage zu kürzen (Discont à 3 of. 120 Tage =
1.42625; f. 11 Tage = 0.13; Discont also 0.13 Th.
142.625 – 0.13 = 1421/2
Cours für Papier per 7 Mai.
250 f. : 1832.50 f. = 1421/2
: x; x = Th. 1044.525 (15 Sgr.)
Zweite Berechnung. Man betrachtet den Wechsel als 2 Monat Papier, berechnet ihn nach dem Cours dieser Sicht u. zieht den Discount f. so viel Tage ab als der Wechsel später fällig wird. Dies die exactere Methode.|
15
250 fl. : 1832.5 = 1425/8
(?) : x; x = 1045 Th. 13
Sgr.
Ab Discont per 11 Tage à 3% = 29 sgr.; lässt 1044 Th.
14 sgr.
2) Wie viel Gulden in kurzer
Sicht trassirt auf Amsterdam für 950 Th. 20 Groschen à 1423/8 (ist k.
S.)?
Th. 1423/8 : 9502/3 Th = 250
f : x; x = f. 1669.30 (cts)
3) Man erhielt f. 1669 fl. 30 cts
holländisch in Leipzig 950 Th. 20 gr.; zu welchem Cours wurden sie begeben?
fl. 1669.30 : 250 fl. = 9502/3 Th.: x; x =
1423/8
.|
[Geometrische
und Arithmetische Progression]
[Wird veröffentlicht in MEGA IV/30.] |
Zusammengesetzte Zinsrechnung.
[Wird veröffentlicht in MEGA IV/30.] |
Fr[iedrich] E[rnst] Feller, C[arl] G[ustav] Odermann: Das Ganze der kaufmännischen Arithmetik. Für Handels-, Real- und Gewerbschulen, so wie zum Selbstunterricht für Geschäftsmänner überhaupt. 7., verm. und in Folge der im Münz- und Gewichtswesen eingetretenen Veränderungen z. Th. umgearb. Aufl. Leipzig 1859.
Schließen
[
F. E.
Feller, C. G. Odermann:
Das Ganze der kaufmännischen Arithmetik]
Bei Feller/Odermann, S. 162/163.
Schließen Procentrechnung.
(Allgemeine Formel)
I)
Einfache
Aufsuchung der Procente.
Gegeben Procentsatz = %
Gegeben Werth; je nachdem er rein, vermehrt od. vermindert
| Procent | 1) von Hundert. | 1) 100 : Capital = Procentsatz : x | ||||
| 2) auf | 2) 100 + Procentsatz : Capital = Procentsatz : x | |||||
| 3) im | 3) 100 – Procentsatz : Capital = Procentsatz : x | |||||
in 2)
das
Capital, bien entendu = Capital +
Procentsatz
in 3) das Capital vermindert um
den Procentsatz.
II) Aufsuchung eines nach gewissem Procentsatz veränderten
Werths.
Gegeben ein Werth u. Procentsatz, wonach er verändert.
3 Fragen:
1) Wie viel der gegebne Werth, wenn um
gewissen % vermehrt od. vermindert?
2) Wie viel ein Werth, bevor er um gewissen % vermehrt
wurde?
3) Wie viel ein Werth, bevor er um
gewissen % vermindert?
1) 100 : Werth = 100 (+ oder – %) : x
2) Vielmehr: (100
+ %)
Schließen 100 + % : Werth = 100 : x
3) Vielmehr: (100
– %)
Schließen 100 – % : Werth = 100 : x
III) Aufsuchung des Werths wovon gewisse gegebne Procente
gerechnet worden sind.
Hier muss ausser den Procenten auch der Procentsatz gegeben sein.
Wenn der Procentsatz des Grundkapital 100, reines Kapital, od. 100 + m vermehrtes Kapital (Procente auf 100) od. 100 – m (Procente im 100) erfordert, welchen Werth erfordern die gegebnen Procente. Je nach den 3 Fällen Procente von, auf od. im 100.
In diesem Fall also.
1) Procente von 100 : gegebnen Procenten = 100 :
x
Z. B. 6 : 75 = Vielmehr: 100 : x; x = 1250
Schließen 100 : x = 1250
2) Procente v. 100 : gegebnen Procenten = 100 +
Procents. : x
Z. B. 6 : 75 = Vielmehr: 106 : x; x =
1325
Schließen 106 : x = 1325
3) Procente im 100 : gegebnen Procenten = 100 –
Procentsatz : x
Z. B. 6 : 75 = 94 :
x
[; x] = 1175.
IV) Aufsuchung des Procentsatzes.
Ob auf reines Kapital, vermehrtes, od. vermindertes gerechnet, Procentsatz bleibt immer derselbe, da die Vermehrung od. Verminderung stets um eben diesen Procentsatz gerechnet; also stets Procent von 100. Bei vermehrtem Kapital beim Ansatz dies daher auf reines Kapital zu reduciren durch Subtraction der in ihm enthaltnen Vermehrung, bei vermindertem Kapital durch Addition der in ihm enthaltnen Verminderung. Jedesmal die Frage, wie viel giebt 100, i. e. was ist der Procentsatz, wenn das gegebne Capital die berechneten Procente giebt?
1) Dem gegebnen Capital : 100 = wie die
gegebnen Procente : x
der Procentsatz = x, derselbe ob Verlust od.
Gewinn.
2) Das gegebne Capital hier vermehrtes(?) Capital um
die gegebnen Procente.
Also: Das Capital – den gegebnen
Procenten : 100 = die gegebnen Procente : x
3) Das gegebne Capital hier vermindert um die
gegebenen Procente
Also:
Capital + gegebnen Procente : 100 =
gegebne Procente : x
Im Folgenden zusammengestellt die allgemeine Form des Ansatzes in Beispielen:
Bemerkung von
Marx zur eigenen Orientierung.
Schließen (Dies auf vorhergehender
Seite)
|
I) Einfache Aufsuchung der Procente. 1) 100 : 621/2 = 7 : x; 2) 107 : 621/2 = 7 : x; 3) 93 : 621/2 = 7 : x
II) Aufsuchung eines nach gewissem Procentsatz veränderten Werths. 1) 100 : 621/2 = 107 : x; 2) 107 : 621/2 = 100 : x; 3) 93 : 621/2 = 100 : x
III) Aufsuchung des Werths von welchem gegebne Procente bei gegebnem Procentsatz gerechnet worden. 1) 7 : 621/2 = 100 : x; 2) 7 : 621/2 = 107 : x; 3) 7 : 621/2 = 93 : x
IV) Aufsuchung des Procentsatzes 1) 621/2 : 100 = 7 : x; 3) 691/2 – 7 : 100 = 7 : x; 3) 551/2 + 7 : 100 = 7 : x.
Überschrift
von Marx. Die folgenden Ausführungen von Marx, mit Ausnahme der
zu I), II), III) und IV) formulierten Überschriften, die sich
bei Feller/Odermann, S. 163 befinden.
Schließen Allgemeine Formel für
die verschiednen allgemeinen casus der
Procentrechnung.
Bemerkung von
Marx.
Schließen
Der Procentfuss (rate)
heisse pʹ; z. B. pʹ = m/100 = m%; da aber die im Zähler
ausgedrückte absolute Grösse oder Anzahl der Procente, in
den Ansätzen, von 100 getrennt erscheint (wie z. B.
in 100 : 80 = 10 : x; 10, wodurch die Höhe des
Procentfusses ausgedrückt, der Zähler von 10/100, von 100 getrennt
auftritt), so nennen wir p den Zähler
der Procentrate, aber P die Anzahl Procente, die ein gegebnes Kapital
liefert (ein von 100 also verschiednes Kapital); den in
Rechnung kommenden Werth od. Capital C.
I) Aufsuchung der Procente (P);
gegeben pʹ in C (resp. C vermehrt um P oder vermindert um P)
| 1) | 100 : C = p : x; | 2) | 100 + p : C = p : x | 3) | 100 – p : C = p : x | ||
| x = pC/100; | x = pC/100+p | x = pC/100–p |
II) Aufsuchung eines nach gegebnem pʹ veränderten Werths.
1) Wieviel beträgt C wenn pʹ vermehrt od.
vermindert?
2) Wie gross war C,
bevor um pʹ vermehrt?
3) Wie gross
war C, bevor um pʹ vermindert?
| 1) | 100 : C = 100 + p : x; | 2) | 100 + p : C = 100 : x; | 3) | 100 – p : C = 100 : x | ||
| x = C×100+p/100 | 2) | x = C×100/100+p | 3) | x = C×100/100–p |
Das x sub 1) kann sowohl + als –, Gewinn od. Verlust ausdrücken, nämlich 100 : C = 100 + p : x; 100 : C = 100 – p : x; das x bleibt dasselbe.
C soll berechnet werden, je nachdem es vermehrt od. vermindert z. B. um 3%. Kann daher auch direct berechnet werden: C + pʹ; C – pʹ, ohne Ansatz.
III) Aufsuchung des Werths wovon gegebne P gerechnet zu gegebnem
pʹ.
In 1) berechnet zu % von, in 2) auf, in 3) im 100 der Betrag, wovon P die gegebnen Procente.
| 1) | p : P = 100 : x; | 2) | p : P = 100 + p : x; | 3) | p : P = 100 – p : x | ||
| x = P×100/p; | x = P×100+p/p; | x = P×100–p/p. |
IV) Aufsuch der Procentrate.
In 1) Ist das Kapital rein, in 2) vermehrt, in 3) vermindert um den Procentsatz der gesucht wird. Gegeben P; gesucht pʹ. In 2) wird das um P vermehrte Kapital auf reines Kapital reducirt, indem P davon subtrahirt, in 3) indem P dazu addirt wird.
| 1) | C : 100 = P : x; | 2) | C – P : 100 = P : x; | 3) | C + P : 100 = P : x. | ||
| x od. pʹ = 100×P/C; | pʹ = 100×P/C–P. | pʹ = 100×P/C+P. |
Soweit C als veränderter Werth erscheint sub II) heisse es Cd.
Also. I)
| 1) 100 : C = p : x; | 2) 100 + p : C = p : x; | 3) 100 – p : C = p : x; | |||||
| x oder P = | 1) pC/100; | 2) P = pC/100+p; | 3) P = pC/100–p | x = P |
II)
| 1) 100 : C = 100 ± p : x; | 2) 100 + p : C = 100 : x; | 3) 100 – p : C = 100 : x | ||||
| 1) x = C×100+p/100; | 2) = C×100/100 + p; | 3) = C×100/100–p; | x = Cd |
III)
| 1) p : P = 100 : x; | 2) p : P = 100 + p : x; | 3) p : P = 100 – p : x. | ||||
| 1) x = P×100/p; | 2) = P×100+p/p; | 3) = P×100–p/p; | x = C |
IV)
| 1) C : 100 = P : x; | 2) C – P : 100 = P : x; | 3) C + P : 100 = P : x. | ||||
| 1) x = 100×P/C; | 2) x = 100×P/C–P; | 3) x = 100×P/C+P; | x = pʹ.| |
39
I) Aufsuchung der Procente.
| 1) | 100 : 1500 = 5 : x, | 2) | 105 : 1500 = 5 : x | 3) | 95 : 1500 = 5 : x |
| p = x = 1500 × 5/100 = 75 | x = 1500×5/105 = 719/21 | x = 1500×5/95 | |||
| x = 7818/19 |
II) C = 1500 Cd = 1500 verändert Aufsuchung eines nach gegebnem Procentfuss veränderten Werths.
| 1) | 100 : 1500 = 105 : x | 2) | 105 : 1575 = 100 : x | 3) | 95 : 1425 = 100 : x | ||
| Cd = x = 1500×105/100 | x = 1575×100/105 | x = 1425×100/95 | |||||
| x = 1575, wenn 1500 um 5% vermehrt. | 1575/105 = 15; 15 × 100 = 1500. | ||||||
| x = 1425, wenn 1500 um 5% vermindert. | x = 1500 | x = 1500 |
III) Gegeben P u. pʹ x = C Aufsuchung des Werths wenn gegebne Procente zu gegebnem Procentfuss gerechnet werden.
| 1) | 5 : 75 = 100 : x | 2) | 5 : 75 = 105 : x | 3) | 5 : 75 = 95 : x | ||
| x = 75×100/5 | x = 75×105/5 | x = 75×95/5 | |||||
| x = 1500 | x = 1575 | x = 1425 |
IV) x = pʹ gegeben C u. P. Aufsuchung des Procentfusses.
| 1) | 1500 : 100 = 75 : x | 2) | 1575 – 75 : 100 = 75 : x | 3) | 1425 + 75 : 100 = 75 : x | ||
| pʹ = x = 100×75/1500 | x = 100×75/1575–75 | x = 100×75/1425+75 | |||||
| (100/1500= 1/15; hence 1/15 × 75 = 5.) | x = 5 | x = 5 | |||||
| = 75/15 = 5% | |||||||
| IV: 1) | 1500 : 100 = 75 : x. | 2) | 1575 – 75 : 100 = 75 : x | 3) | x = 1425 + 75 : 100 = 75 : x | ||
| x = pʹ; pʹ = 5% | x = pʹ = 5% | x = pʹ = 5%| |
Procentrechnung.
I)
#e* I)°] Bei Feller/Odermann, S. 164: „1ste Frage: Aufsuchung
der Procente allein.”
Schließen
#e* 1)°] Bei
Feller/Odermann, S. 164: „a) Derreine
[d. h. unveränderte] Werth ist gegeben.”
Schließen
1) Procent vom Hundert. Wie viel betragen 7% von f. 62.30 xr (Kreuzer)?
f. 621/2 = f. 62.30 xr.
100 : 621/2 = 7 : x.
x = den gegebnen Werth × mit Procentsatz
dividirt durch 100
x = 621/2f.×7/100 = 100 × 5/8
; also Procentsatz
7×5/8 = 43/8
Procentsatz hier so oft genommen als 100 in 621/2 (dem Capital) enthalten ist.
2) Procent auf Hundert. fcs 1920.72 schliesst 6% ein; wie viel % auf 100 od. um wie viel per 100 vermehrt?
100 ist vermehrt um 6, also = 106.
Hence
proportion: 106 : 1920.72 = 6 : x; x = 1920.72×6/106 = fc.
108.72.
100 vermehrt mit Procentsatz : Kapital, wie der Procentsatz zu
x.
x =
.
War also vor Vermehrung:
| 1920.72 | |
| minus | 108.72 |
| fc. 1812.00 |
3) Procent im Hundert. fcs 239.32 ist vermindert durch Abrechnung v. 31/2%; um wie viel vermindert?
Die Procent stehen im Hundert, also davon abzuziehn. 100 – 31/2 = 961/2.
hence:
961/2 : 239.32 = 31/2 : x
x = 239.32×31/2
/961/2
= fc.
8.68
100 vermindert um Procentzahl : Kapital = Procentzahl
: x
x +
War also vor Verminderung
| 239.32 | |
| plus | 8.68 |
| 248.00 |
Note ad I 1)
Wie viel 41/6 % v. 928
fcs? 41/6 =
100 × 1/24, ist also
nur der
1/24 Theil aus 928 fcs zu berechnen = f.
928
162/3% v. 1215 Th. 18 ngr? 162/3 = 1/6 × 100; also 6
in 1215 Th. 18 ngr = 202 rthlr 18 ngr.
183/4% v. 217f. 20 xr? 183/4 = 3/16 × 100; also wird erst der
16t Theil aus f. 217
etc genommen u. dann mit 3 multiplicirt.
371/2% v. £814 12s 6d; 371/2% = 3/8 × 100; also £814 etc erst
durch 8 zu dividiren u. dann mit 3 zu multiplicirn.
ad I. 2)
Alle Procentsätze vom 100 (1) die bequemen Theil
aus 100 geben, bilden auch Theil aus 100 +
Procentsatz; man findet diesen Theil wenn man zu dem Nenner des Bruchtheils, der den Procentsatz vom 100 bildet,
den Zähler desselben Bruchs addirt.
Z. B.
61/4% vom 100 = 1/16; auf 100 = 1/16+1 = 1/17; 81/3% vom 100 = 1/12, auf 100 = 1/12+1 = 1/13; 371/2% vom 100 = 3/8, auf 100 = 3/11 etc.
ad I 3)
Alle Procentsätze, die sub 1) u. 2) bequemen
Theil aus dem Capital bilden, eben so benutzbar hier sub
3)
Nur ist vom Nenner des Bruchs,
den die Procente vom 100 bilden, der Zähler
desselben Bruchs abzuziehn.
So: 81/3% = 1/12 vom 100; 1/12–1 od. 1/11 = 81/3% im
Hundert; 371/2% =
3/8 vom 100; 3/8–3 = 3/5 = 3/8% im 100.|
II) Bei Feller/Odermann, S.
169.
Schließen Aufsuchung eines nach
gewissem Procentsatz veränderten Werths.
II) 1) Der reine Werth ist gegeben: Wie viel 978 Thlr um 3% vermehrt oder vermindert?
| 100 : 978 = 103 : x | 100 : 978 = 97 : x | |
| x = 1007 Thlr. 10 gr. | x = 948 Th. 20 |
Kann ohne Regel de Tri gemacht werden direct.
| 978 + 3% | = Th. 978 + 29.34 |
| = Th. 1007.34 rth (= 34/100 = 10 ngr.) |
| Ebenso: Th. 978 – 3% | = 978 – 29.34 |
| Th. 948.66 (66/100 = 20 gr.) |
fcs 1745.50 vermindert um 371/2%? (371/2% = 3/8 aus 100)
| 1745.50 | |
| – 3/8 aus 1745.50 = | 654.56 |
| fs 1090.94 |
II) 2) Der vermehrte Werth ist gegeben
Wie gross war Fs 1920.72 bevor um 6% vermehrt?
| 106 : 1920,72 = 100 : x | |
| x = 1812 fcs. |
Bemerkung von Marx zur eigenen
Orientierung. Schließen (cf vorgehende Seite) |
II 3.) Der verminderte Werth gegeben.
Wie gross war fs 239.32, ehe vermindert um 31/2%?
| 961/2 : 239.32 = 100 : x | |
| x = fs 248 |
Bemerkung von Marx zur eigenen
Orientierung. Schließen (cf. vorhergehende Seite) |
III) Bei Feller/Odermann, S.
172.
Schließen Aufsuchung des
Werths, von welchem gewisse gegebne Procente gerechnet worden
sind.
Neben den Procenten muss hier der Procentsatz gegeben sein, dann zu beantworten: Wenn der Procentsatz das ihm entsprechende Grundkapital erfordert (100 od. 100+% od. 100–%), welchen Werth erfordern die gegebnen Procente?
III 1) Von Welchem Betrag gerechnet worden Th.75 à 6%?
| 6 : 75 = 100 : x; x = 7500/6 = 1250 Th. | |
| od. | 6 : 100 = 75 : x |
III 2) Von welchem Betrag gerechnet 78f zu 3% auf 100?
| 3 : 78 = 103 : x. x = 2678f. | |
| od. | 3 : 103 = 78 : x |
III 3) Von welchem Betrag gerechnet Fs. 8.68 zu 31/2% im 100?
| 31/2 : 8.68 = 961/2 : x | x = 8.68×96/31/2 | = f239.32. |
Da in III 1, 2 u. 3) 100 od. 100+% od. 100–% stets das 3te Glied des Regeldetrisatzes bildet, so lässt sich die Rechnung auch direct so machen: So oft der Procentsatz (z. B. 6 in 1) in den gegebnen Procenten enthalten ist (75 in 1), so viel mal ist die Zahl 100 (so in 1.); ⦗in 2) 100+%; in 3) 100–%⦘ zu nehmen.
Also in 1) 6 enthalten in 75 = 121/2 × ; also 121/2 × 100 zu nehmen = 1200 + 1/2 [×] 100 = 1250.|
IV) Bei
Feller/Odermann, S. 173.
Schließen Aufsuchung des
Procentsatzes
Obgleich hier ein reines od. ein vermehrtes od. ein vermindertes Kapital gegeben sein kann[,] also Procentsatz vom, auf od. im 100 aufzusuchen, fallen doch die beiden letztren Aufgaben mit der erstren zusammen. Denn Procentsatz vom Hundert wird nur dadurch einer auf od. im Hundert, dass er sich auf einen nach demselben Procentsatz vermehrten od. verminderten Werth bezieht. Also bleibt der Procentsatz überall derselbe u. nur die Beschaffenheit des Kapitals bewirkt den Unterschied.
Z. b. 175 Th. sei Betrag einer eingekauften Waare. Wir können beim Kauf z. B. 4% gewinnen od. verlieren. Der Gewinn od. Verlust beträgt aber: 100 : 175 = 4 : x; x jedesmal = 4×175/100 = 1/25 × 175 = 7. 175 hier reines Kapital, also nur die Rede von % vom 100. Durch den Gewinn erhalten wir 175 [+] 7 = 182 Th., ein um 7 vermehrtes Capital; durch den Verlust 175 – 7 = 168, ein um 7 vermindertes Kapital.
Frägt man weiter: Wie viel beträgt der im Verkaufspreis von 182 Th. enthaltne Gewinn zu 4%? so ist hier v. einem vermehrten Kapital die Rede; der Procentsatz einer auf 100 u. der Ansatz daher: 104 : 182 = 4 : x = 7;
Ebenso wie viel Verlust beim Verkaufspreis v. 168; hier vermindertes Kapital; also Procentsatz im 100; giebt Ansatz: 96 : 168 = 4 : x = 7. Ein u. derselbe Procentsatz bringt hier also überall dieselben Procente u. nur die Beschaffenheit des Kapitals bedingt die Eintheilung der Procentsätze in: von, auf, im 100.
Also bei allen 3 Arten v. Procentsätzen nur die Frage: Wie viel giebt 100, wenn das gegebne Capital die berechneten Procente giebt? Da nun 100 ein reiner Kapitalwerth ist, so muss vor Bildung des Ansatzes bei Procenten auf 100 das Capital von der in ihm enthaltnen Vermehrung durch Subtraction befreit werden, bei Procenten im 100 durch Addition von der in ihm enthaltnen Verminderung.
IV 1) Wenn man an Thlr 175 Gewinn od. Verlust von 7 Thaler, wie viel % beträgt dies?
Das reine Capital 175 gegeben, also Procente vom 100.
Hence: 175 : 100 = 7 : x
x = 700/175 = 4%
IV) 2) Wenn v. B. M. 126.12 abgezogen werden B. M. 24.9, wieviel % auf 100 beträgt dies?
Das vermehrte Kapital gegeben. Also: wie
viel giebt wenn (
120 126.12 – 24.9) = M. B. 102.3 geben
24.9?
Vielmehr: (M. B. 126.12 – M. B. 24.9 sch.)
Schließen M. B. 120 126.12 – M. B. 24.9 sch. : 100 =
24 M. B. 9 sch. : 100 oder:
1023/16 : 100 = 249/16 : x
x = 24%.
Wenn in 182 Th ein Gewinn von
7 Th. enthalten, wie viel % beträgt dies?
Vielmehr:
(182 – 7)
Schließen 182 – 7 : 100 = 7 : x
x = 4%.
IV) 3) Wenn ein Capital durch Verlust von 7 Th. auf
168 Th. gebracht, wie viel % Verlust?
(168 + 7) : 100 = 7 : x
x = 4%.
|
IV 4) Oft sind die Procente nicht gradezu gegeben, müssen erst aus den gegebnen Werthen gefunden werden.
a) Wenn statt 950 Th. bezahlt werden 988 od. 912, wie viel % mehr od. weniger beträgt dies?
Im ersten Fall sind die Procente
988 – 950 = 38; im 2ten Fall 950 – 912 = 38; also in beiden Fällen 38.
Hence: 950 : 100 = 38 : x; x =
4%.
b) Wenn man statt B. M. 3463. 1β nur B. M. 3186. 14β bezahlt (β = schilling, 16β = 1 B. Mark Hamburg.) wieviel % auf 100 beträgt der Abzug?
Der Abzug = (3463.1 – 3186.14 = M. B. 276.3β[)].
Also
Ansatz:
31867/8 : 100 = 276.3/16 : x.
x = 82/3%
c) Wieviel Procent im Hundert beträgt es, wenn statt 1875f. berechnet werden 2000?
Die im 100 erfolgte Vermehrung = 2000 – 1875 = 125f. u. Ansatz zur Auffindung des Procentfusses: 2000 : 100 = 125 : x. x = 61/4%.
Die #e49 Die
BIS61/4%.°] Bei
Feller/Odermann, S. 176: „§. 239: Sehr oft wird auch, statt der
Zahl 100, die Zahl 1000 als Grundwerth angenommen und es kann
dieselbe Reihe von Fragen auf sie angewendet werden.
Hauptsächlich wird die Wechselcourtage
oder Sensarie vom 1000 (pro mille, 0\00) berechnet. Da sich
jedoch die Rechnung nach pro mille von
der Procentrechnung nur dadurch unterscheidet, dass überall das
Capital 1000 an die Stelle des Capitals 100 tritt, so
unterlassen wir es, sie durch Beispiele zu
erläutern.”
Schließen
pro mille Rechnung (0/00) natürlich selbe wie %
Rechnung.
V) Verwandlung eines Procentsatzes in den
andern.
1) Wie viel % vom 100 betragen 12% auf 100? 112 : 100 = 12 : x x = 1200/112 = 105/7 .
2) Wie viel % auf 100 betragen 5% vom 100? 95 : 100 = 5 : x. x = 500/95 = 55/19%.
3) Wie viel % im vom 100 betragen 4% vom im 100? 96 : 100 = 4 : x. x = 400/96 = 311/13 41/6 %.
ad 1) Ob man z. B. von f.364 % 12 auf 100 od. od. 105/7 vom 100 nimmt, dasselbe. = 39.
ad 2) 100 : 120 fs = 5 : x. = 6f; 1055/19 : 120 = 55/19 : x = 6f.
ad 3) 96 : 144f. = 4 : x = 6 fs.; 100 : 144 = 41/6 : x; = 6 fcs.
4) Wie viel % im 100 betragen 4% vom 100? 104 : 100 = 4 : x x = 311/13%.
100 : 250 f. = 4 : x = 4⨯250/100 = 250/25 = 10f; 962/13 : 250 = 311/13 : x = 10f.
Wo #e51 Wo
BIS 4 3\8.°]Bemerkung von Marx.
Schließen
die
Procentzahl gemischte Zahl ist, die einen Theil aus der Zahl 100 bildet, lässt
sich die Rechnung abkürzen.
z. B. zu nehmen 331/3% von 1000\999?
| 1/x × 100 = 331/3 | 100 = (331/3) x. x = 3. | Also 1/3 × 100 = 331/3 . | = 1/3 × 1000 = 333. |
Ebenso z. B. 273/11% zu nehmen; 1/x × 100 = 273/11; 100 = 273/11 x. x = 100/273/11 = 100/300/11 = 11/3. x = 11/3. Also 1/x100 = 273/11 = 1/ 11/3100 = 273/11; also 3/11 × 100 = 273/11 |
47Derartige Abkürzungen unter anderm:
| 331/3 = 1/3 × 100. | 111/9 = 1/9 × 100 | 62/3 = 1/15 × 100 | Allgemeine Formel | |||
| 662/3 = 2/3 × 100 | 222/9 = 2/9 × 100 | 131/3 = 2/15 × 100 | Z. B. | |||
| 162/3 = 1/6 × 100 | 444/9 = 4/9 × 100 | 262/3 = 4/15 × 100 | 183/4 = n. | |||
| 831/3 = 5/6 × 100 | u. s. w. | u. s. w. | die gegebne Zahl Procent. | |||
| 142/7 = 1/7 × 100 | 91/11 = 1/11 × 100 | 61/4 = 1/16 × 100 | 1/x × 100 = n. | |||
| 284/7 = 1/7 × 100 | 182/11 = 2/11 × 100 | 183/4 = 3/16 × 100 | 100. = nx. | |||
| 426/7 = 3/7 × 100 | 273/11 = 3/11 × 100 | 313/4 311/4 = 5/16 × 100 | x = 100/n. 1 | |||
| u. s. w. | u. s. w. | u. s. w. | 00/n = d. | |||
| 121/2 = 1/8 × 100 | 81/3 = 1/12 × 100 | 55/9 = 1/18 × 100. | So x = 100/n = d. | |||
| 371/2 = 3/8 × 100 | 412/3 = 5/12 × 100 | 277/9 = 5/18 × 100 | Hence: 1/x100 = 1/d × 100 | |||
| 621/2 = 5/8 × 100 | 581/3 = 7/12 × 100 | 388/9 = 7/18 × 100 | Wenn z. B. gewisser Theil aus 100 = m/n × 100, wie z. B. 2/3 etc, so immer 1/3 × 200 etc; also stets Formel 1/x | |||
| 871/2 = 7/8 × 100 | 912/3 = 11/12 × 100 | 611/9 = 11/18 × 100 | ||||
| 31/3 = 1/30 × 100 | 31/8 = 1/32 × 100 | 21/2 = 1/40 × 100 |
Überschrift von Marx. Es folgt eine
zusammenfgassende Übersicht von Marx zu seinen Exzerpten ab S.
[43].
Schließen Die verschiednen casus
der Procentrechnung zusammen.
I)
1) Procent vom 100. Z. B. wie viel 7% von f.62.50: 100 : 621/2 = 7 : x = 43/8 fl.
2) 〃 auf 100 Z. B. fs 1920.72 schliesst 6% ein. : 106 : 1920.72 = 6 : x = fs 108.72
3) 〃 im 100. Z. B. fs 239.32 vermindert durch Abrechnung v. 31/2% : 961/2 : 239.32 = 31/2 : x = fs 8.68
II) Aufsuchung eines nach gewissem Procentsatz vermehrten od.
verminderten Werths.
1) Wie viel 978 Th. um 3% vermehrt od.
vermindert?:
100 : 978 = 103 : x = Th. 1007.10
gr.
100 : 978 = 97 : x = Th. 948.20
Oder ohne Ansatz:
978 + 3% = etc
978 – 3% = etc
Vermehrte Werth gegeben 2) wie gross fs 1920.72 bevor um 6% vermehrt: 106 : 1920.72 = 100 : x = fs 1812.
Verminderter Werth gegeben 3) 〃 〃 〃 239.32 〃 um 31/2 vermindert 961/2 : 239.32 = 100 : x; x = 〃 842 248
III) Aufsuchung des Werths, wovon gegebne Procente
gerechnet worden sind.
1) Von welchem Betrag gerechnet Th. 75 à 6%? 6 : 75 = 100 : x = Th. 1250
2) Von welchem Betrag gerechnet 78f. auf 100 (zu 3%)? 3 : 78 = 103 : x = f. 2678
3) Von welchem Betrag gerechnet fs. 8.68 zu 31/2% im 100? 31/2 : 8.68 = 961/2 : x = f. 239.32
IV Aufsuchung des Procentsatzes.
1) Wenn man an Th. 175 Gewinn od. Verlust v. 7 Th. hat, wie viel % das? 175 : 100 = 7 : x = 4%
2) Wenn von B. M. 126.12β abgezogen werden B. M. 24.9β, wie viel % auf 100? 1023/16 : 100 = 249/16 : x = 24%
Hier das vermehrte Kapital gegeben: Wenn also 120 126.12 – 24.9 od. M. B. 102.3 geben 24M. 9β, wie viel geben 100?
Wenn in 182 Th. ein Gewinn v. 7 Th. enthalten, wie viel % giebt das?
Vielmehr: (182 – 7)
Schließen 182 – 7 : 100
= 7 : x = 4%
3) Wenn ein Kapital durch Verlust v. 7 Th. auf 168 gebracht, wie viel
% Verlust? Vielmehr: (168 + 7)
Schließen 168 + 7 : 100
= 7 : x = 4%
Wenn die % nicht gradezu gegeben, sondern erst aus den gegebnen Werthen zu bestimmen,
1) Wenn statt 950 Th. gezahlt werden 988 od. 912, wie viel % mehr od. weniger gezahlt? 988 – 950 = 38 u. 950 – 912 = 38. Also: 950 : 100 = 38 : x. x = 4%
2) Statt 3463.1β nur gezahlt 3186.14β, wie viel % auf 100? Abzug = 3463.1 – 3186.14 = 276.3β. Also: 31867/8 : 100 = 2763/16 : x = 82/3%
3) Statt 1875 gezahlt 2000. Wie viel % im 100? 2000 – 1875 = 125. Also: 2000 : 100 = 125 : x, x = 61/4%|
| 1/2% = 1/200. | 31/3% = 1/30 | 61/4 % = 1/16 | 162/3% = 1/6 | |||
| 1/3% = 1/300 | 31/8% = 1/32 | 62/3% = 1/15 | 183/4% = 3/16 | |||
| 5/6% = 1/120 | 4% = 1/25 | 81/3% = 1/12 | 20% = 1/5 | |||
| 11/4% = 1/80 | 41/6% = 1/24 | 10% = 1/10 | 25% = 1/4 | |||
| 21/2% = 1/40 | 5% = 1/20 | 111/9% = 1/9 | 331/3% = 1/3 | |||
| 121/2% = 1/8 | 371/2% = 3/8 | |||||
| 621/2% = 5/8. etc |
Alle diese Procentzahlen bilden zur Rechnung bequemen Theil aus 100; dann sind die v. einem gegebnen Werth zu berechnenden Procente demselben Theil dieses Werths gleich, den der Procentfuss aus 100 bildet. Z. B. 7% von 62.1/2f. Da 621/2 = 5/8 × 100, so die Procente 7 so oft zu nehmen als 621/2 so gross ist als 100, also 5/8 × u. 5/8 × 7 = 35/8 = 43/8.
Bei
Feller/Odermann, S. 178.
Schließen Anwendung von
Procentrechnung
A) Berechnung v. Provision, Courtage, Assekuranzprämie u.
andre Spesen.
Beim Einkauf der Waare vermehren die Spesen den Betrag; Einkaufsbetrag + Spesen = Fakturabetrag.
Beim Verkauf vermindern sie den Ertrag. Brutto od. Rohertrag minus Spesen = Reinertrag. Procente von 100 in beiden Fällen.
B) Bei Feller/Odermann, S.
180.
Schließen Gewinn[-] u. Verlustrechnung:
1)
a) Wie viel gewinnt od. verliert man auf einen gegebnen Werth nach einem gegebnen Procentfuss?
z. B. Waare eingekauft zu 15 Thlr; wie viel
gewonnen od. verloren mit 6% Gewinn od. 6% Verlust?
15 Th. hier
reines Kapital; also Procente vom Kapital. Also: 100 : 15 =
1 : x; x =
100/15
15/100
= 0.15; 6% = 0,15 × 6 =
0,9 Rthlr. Gewinnt od. verliert
daher Rth. 0,9
b) Wie viel beträgt der im Verkaufspreis von 15.9 Thlr enthaltne Gewinn zu 6%? 15.9 Th. hier vermehrtes Kapital, also % auf 100. Hence: 106 : 15.9 = 6 : x; = 0.9 rth
c) Wie viel beträgt der durch den Verkaufspreis v. 14.1 rth hervorgebrachte Verlust zu 6%? 14.1 rth vermindertes Kapital, also % im 100; hence: 94 : 14,1 = 6 : x. x = 0,9 rth
2) Wie ist Waare, mit 15 rth eingekauft, mit 6% Gewinn od. 6%
Verlust zu verkaufen?
6% auf 15 Thlr. = 0.9.
Also mit 6% Verlust 15.0 – 0.9 =
14.1
Und mit 6% Gewinn: 15.9 (15 + 0.9)
Im vorliegenden Fall
der zu 6% gemachte Gewinn od. Verlust = 0.9 rth. Welches ist der
Verkaufspreis?
6 : 0.9 = 100 : x; x = 0.9⨯106/6 = 15.9 = 3:2⨯106/10 = 3⨯53/10 = 15.9
6 : 0.9 = 94 : x; x = 0.9⨯94/6 = 14.9 14.1 = 3⨯47/10 = 14.1 |
3) Wie viel beträgt das Anlagekapital? (Einkauf)
a) Der auf Verkauf gemachte Gewinn od. Verlust zu 6%, beläuft sich auf 0,9 rth; wie viel kostet die Waare im Einkauf?
Der Einkaufspreis „reines“ Kapital, daher Procente vom 100: f. beide Fälle a) 6 : 0.9 = 100: x x = 0,9⨯100/6 = 15 Thlr.
b) Verkaufspreis 15.9 rth. enthält 6% Gewinn. Kaufpreis der Waare?
15.9 rth »vermehrtes« Kapital; also Procente auf 100
b) 106 : 15.9 = 100 : x. x =
15.9 × 100/106 = 15 rth
c) Verkaufspreis, bei 6% Verlust = 14,1.
Einkaufspreis?
14.1 vermindertes Kapital.
Procent im 100.
c) 94 : 14.9 14.1 = 100 : x
x = 15 rth.
4) Wie viel % beträgt der Gewinn od. Verlust?
a) Einkaufspreis 15 rth; darauf Gewinn od. Verlust 0.9 rth; wie viel % derselbe?
Das Kapital in beiden Fällen 15 rth u., da es reines ist, so handelt es sich um % vom 100: a) 15 : 100 = 0.9 : x; = 90/15 = 6%.
b) Verkaufspreis v. 15.9 enthält 0.9 Gewinn;
wieviel % derselbe?
vermehrtes Kpl. % auf 100 b)
Vielmehr:
(15.9 – 0.9)
Schließen 15.9 – 0.9 : 100 = 0.9 : x = 6% (i. e.
90/15 =
6)
c) Verkaufspreis v. 14.1 rth bringt Verlust v.
0.9; wieviel % selber?
Vermindertes Capital % im
100. c)
Vielmehr: (14.1 + 0.9)
Schließen 14.1 + 0.9 (= 15) : 100 = 0.9 : x
= 6%.
Wäre die Frage so gestellt: Für 15 rth Einkauf erhält man im Verkauf resp. 14.1; so Procentsatz ermittelt:
| 15 : 100 = 15.9 : x | 15 : 100 = 14.1 : x | |
| x = 106. | x = 94. |
106 enthält hier 6 Einheiten mehr als 100 = 6% Gewinn; od. 6 Einheiten weniger als 100 (i. e. 94), Verlust = 6%.
Beispiele.
1) a) 1 Ctr (à 100 lbs) kostet im Einkauf 30f. (1 fl. = 60 xr); man verkauft 1 lb zu 24 xr; wie viel % Gewinn od. Verlust?
| If 100 lbs (1 Ctr) kosten | 30f., |
| so 1 lb | 30/100f = 3/10 fl. = 18 kr. |
| Also 1 lb verkauft zu 24 xr, giebt 24 – 18 kr. Gewinn = 6 xr. | |
| Hence 18 : 100 = 6 : x; x = 600/18 = 600/6⨯3 = 100/3 = 331/3%. |
| Od. man gewinnt auf 18 – 6, also 1/3 des ausgelegten Capitals; |
| u. 1/3 × 100 = 331/3%. |
b) Oder man verkauft 1 lb zu 24 Kr., also 100 lb zu 2400 xr u. 2400/6 xr = 240/6 = 40f. Man gewinnt also auf 30f. 10, also 1/3.; also auf 100 – 1/3100 = 331/3%.
Oder aber 30 : 100 = 10 : x x = 100/3 = 331/3%
2) Man verkauft Waare mit 15 Rth, wobei man 10% verliert, wie ist sie zu verkaufen um 5% zu gewinnen?
90 : 15 = 105 : x. x =15⨯105/90 = 3⨯105/18 = 105/6 = 173/6. od. 171/2.
3) Man verkauft eine Waare mit 5% Gewinn zu 171/2; wie muss sie mit 8% Gewinn verkauft werden?
105 : 171/2 = 108 : x x = 35:2⨯108/105 = 35⨯54/105 = 7⨯54/21 = 54/3 = 18.
4) Wie eine Waare, die bereits mit 10% Verlust à 15 Th. verkauft ward, zu verkaufen wenn man 20% daran verlieren muss?
90 : 15 = 80 : x; x = 15⨯80/90 = 15⨯8/9 = 5⨯8/3 = 40/3 = 131/3.
B C)
Bei Feller/Odermann,
S. 186/187.
Schließen Rabattrechnung.
Rabatt streng genommen (vom italienischen rabattere) procentweis berechneter Abzug, welchen der Verkäufer dem Käufer bewilligt, entweder als Vergütung für frühere Zahlung (Discont, Sconto manchmal auch so bei Waarengeschäften genannt der Abzug; Decort eigentlich Abzug f. Waare, womit Käufer unzufrieden; ebenso Refractie Refactie Abzug für beschädigte Waare; Bonification Vergütung in gleichem Fall.) od. als besondern Vortheil. Ist jedoch der Rabatt in letzterem Sinn usanzmässig, so der Vortheil nur scheinbar, denn der Gewährende hat ihn früher zum betreffenden Werth geschlagen. Er wird vom u. auf 100 gerechnet, je nachdem die Zurechnung desselben zu dem ursprünglichen Werth erfolgt ist. Nach dem Satz |[50] auf 100 ward er früher berechnet z. B. in Amsterdam u. Hamburg. ⦗Eine Art usanzmässiger Rabatt nach dem s. g. Gutgewicht⦘
[
Im Folgenden Kommentar von Marx
unter Bezugnahme auf Feller/Odermann, S. 192. – Erstmals
veröffentlicht in: MEGA II/14. S.
155/156.
Schließen Kommentar von Marx
]
⦗Die einzige Rabbattrechnung, die anwendbar für wissenschaftliche Zwecke bei „Capital“ ist der die der Buchhändler (Verlagsbuchhändler an den Sortimentsbuchhändler [)]; er [der Rabatt] bildet nämlich den einzigen Antheil des letzteren am Profit des Producenten, meist (früher wenigstens) 10–331/3%; der Sortimentsbuchhändler hat keinen andern Ersatz für seine Unkosten, so wie für Aufwand an Zeit u. Mühe, die ihm sein Geschäft verursacht. Der Preis des Buchs nach Abzug des Rabbats Rabbatts ist sein Nettopreis. Gesetzt der Productionspreis, der bei gleicher Vertheilung des Mehrwerths auf jeden besondern Productionszweige per 100 (procentig) fällt, sei = 100 + 20, so der Productions Preis = 120; dies wäre der Bruttopreis des Buchs. Der Rabbatt der dem Sortimentsbuchhändler wird, sage von 331/3% stellt dann vor den Theil des Mehrwerths, der von jenem Productionspreis abgeht u. dem Händler (Kaufmann) zufällt; 1/3 von 20 ist 62/3. ⦗v. 25 liesse dies 171/3 181/3 f. den Producenten⦘; lässt also für das Producentenkapital 131/3; u. f. das Kaufmannkapital 62/3. ⦗ 61/3 62/3 ist die Hälfte v. 131/3 ⦘ Wie viel diese 62/3 per 100 betragen hängt vom Umsatz des Kaufmanns ab. Andrerseits die Grösse der 331/3 auf das Buch (die mit Bezug auf den Mehrwerth (gesellschaftlichen) von 20 stets = 62/3 auf 100 bleibt) hängt nicht nur v. der Quantität der Bücher ab, die er verkauft, sondern ditto v. deren Brutto (in unsrem Sinn = Productionspreis)[.] Da aber kein Grund vorhanden ⦗wohl aber viele Umstände umgekehrt, die das Kaufmännische Kapital einträglicher machen als das Productive⦘, warum das gesammte Kaufmännische Kapital weniger einbringen soll als das productive, so unter den Voraussetzungen anzusetzen dass 1/3 gesellschaftliches Kapital im Handel u. 2/3 im productiven Geschäft steckt; 1/3 : 2/3 = 1 : 2; also z. B. von 3000 1000 im Kaufmannspack, 2000 im productiven; der Gesammtmehrwerth zu mʹ = 20%
| liefern dem | productiven Kapital | 2000 Th | 400 Mehrwerth = 20% | ||
| kaufmännischen Kapital | 1000 Th. | für Kaufmann geht 1/3 ab v. den 400 Mehrwerth = 1331/3 | |||
| Bleiben also für die | 2000 Th. | 2662/3 | = | 2/3 v. 20% | |
| Kaufmann für | 1000 Th. | 1331/3 | = | 1/3 v. 20%. | |
| Summe = 400 | 20 Mehrwerth. | ||||
In der That giebt das als actuelle Profitrate für je 100 des Kapitals, ob kaufmännisch od. productiv, dieselbe Rate v. 131/3%.
| 131/3 für 100, | giebt für 1000 | Profit von 13010/3 = 1331/3, |
| u. für 2000 | das doppelte 2662/3 |
Bekömmt so der Kaufmann wie oben 1/3 des Mehrwerths umsonst, so damit
1/3 des
Mehrproducts.
So
z. B., wenn der Sortimentshändler 331/3% od. 1/3 auf den Preis eines
Buchs v. 9 Th. bekommt, so auf 3 solcher Bücher eins, das ihm nichts
kostet;
da 3 × 3 = 9 u. er jedesmal 3 Thaler einsteckt. Dasselbe also als ob er
auf je 3000 Bücher – 1000 umsonst
bekäme. Ende des
Kommentars von Marx.
Schließen ⦘
|
1) (
Bei
Feller/Odermann, S. 187/188.
Schließen
Aufsuchung der
Procente
.
Wie viel Rabatt v. 1207 rth à 3% u. 61/4% vom u. auf 100?
|
a) 12,07 × 3 = 36,21 Th. (Procent von 100 [)] Nämlich da hier Ansatz: 100 : 1207 = 3 : x, so ein für allemal der gegebne Werth durch 100 zu dividiren u. mit Procentsatz zu multipliciren, etc. |
b) 103 : 1207 = 3 : x; x = 3516/103 (auf 100) |
|
c) Rabatt von 1207 zu 61/4%; vom 100 61/4% = 1⨯100/16. Also 1207/16 = 757/16 Th. |
d) Rabbatt v. 1207 à 61/4% auf 100 61/4% vom 100 = 1/16. 61/4% auf 100 = 1/16+1 = 1/17. Also 1207 dividirt durch 17 = 71 Th. |
2) Wie viel betragen 1207 Thaler nach Abzug obiger Rabattprocente? (Aufsuchung des rabattirten Capitals; das Capital, wovon der Rabatt genommen heisst das rabattirende)
| a) | 1207 Th | b) | 103 : 1207 = 3 : x | c) | 1207 | d) | 1207 |
| – 36.21 = 3% | x = 35.16/103. | – 75.7/16 = 1/16 aus 1207 | ÷ 71 = 1/17 aus 1207 | ||||
| = 1170.79 Th. |
= 1131.9/16 |
= 1136 Th. |
3) Von welchem Capital rechnete man: 36.21 Th. à 3% u. 75.7/16 Th. à 61/4% vom 100; 3516/103 à 3% u. 71 Th. à 61/4% auf 100? (Aufsuchung des zu rabattirenden Capitals)
|
a) |
3 : 36.21 = 100 : x x = 1207 x nämlich = 36.21 × 100 : 3 = 3621 : 3 |
c) |
3 : 35.16/103 = 103 : x x = 1207. |
|
b) |
757/16 à 61/4 v. 100 giebt 61/4: 757/16 = 100 : x Da man auf das Kapital 757/16 zu 61/4% rechnete u. 61/4% = 1/16 von 100, so ist 757/16 = 1/16 des Capitals, das Kapital also = 757/16 × 16 = 1207. |
d) |
71 × 17 = 1207 Da 61/4% von 100 = 1/16 des Capitals, so 61/4 auf 100 =1/16+1= 1/17 davon. 71 also 1/17 eines Capitals, auf das 61/4 auf 100 rabattirt werden; also das Capital = 17 × 71 = 1207 |
4) Wie viel Procent vom 100 betrug es, wenn v. 17 1207 gerechnet wurden 36,21 Thlr od. 757/16 Th. Rabatt, u. ditto wie viel Procent auf 100? (Aufsuchung des Procentsatzes)
|
1207 : 100 = 36.21 : x; x = 3% |
(1207 – 35.16/103) : 100 = 3516/103 : x x = 3%. |
|
|
1207 : 100 = 757/16 : x x = 61/4%. |
(1207 – 71) : 100 = 71 : x x = 61/4% |
5) Welches sind die zu rabattirenden Capitalien, die nach Abzug v. 3% Rabatt, beziehungsweis, vom u. auf Hundert 1170,79 u. 117187/103 betrugen?
| 97 : 1170.79 = 100 : x | 100 : 117187/103 = 103 : x | |
| x = 1207 Rt. | x = 1207 Rt. |
6) Rabattierte Capitalien 1170,79 Rt. u. 1171.87/103 ; Procentsatz 3% vom u. 3% auf 100! Wie viel der Rabatt?
| 97 : 1170,79 = 3 : x | 100 : 117187/103 = 3 : x | |
| x = 36.21 rt. | x = 35.16/103 | |
Im
Folgenden eine zusammenfassende Übersicht von
Marx.
Schließen Die obigen auf Rabatt bezüglichen 1–6
zusammengestellt:
1) ( Aufsuchung der Procente allein; Rabatt von 1207 Rth. zu 3% und 61/4% von u. auf 100?
| 1) | a) 12,07 × 3 = 36,21 | b) 103 : 1207 = 3 : x; x = 3516/103 Rth. |
| c) 1207/16 = 757/16 | b) d) 1207/17 = 71 Rth. |
2) Aufsuchung eines nach einem gewissen Procentsatz veränderten Werths
Allgemeine Formel: 100 : Werth (vermehrt od. vermindert) = 100 (vermehrt d. od. vermindert um %satz) : x
Wie viel 1207 Rth. nach Abzug obiger Rabattprocente? Aufsuchung des rabattirten Capitals.
| 2) | a) 1207 – 36.21 (= 3%) = 1170.79 | b) 103 : 1207 = 100 : x; x = 117187/103 |
| c) 1207 – 757/16 (= 1/16 aus 100 1207) = 11319/16. | b) d) 1207 – 71 (= 1/17 aus 1207) = 1136. |
3) Aufsuchung des Werths, von welchem gewisse gegebne Procente gerechnet worden sind.
Aufsuchung des zu rabattirenden Capitals.
Von welchem Capital rechnete man 36,21 rthlr à 3% und 757/16 Th. à 61/4% vom Hundert? u. 3516/103 à 3% u. 71 à 4% auf Hundert?
| 3) | a) 3 : 36,21 = 100 : x; x=1207 | b) 3 : 3516/103 = 103 : x x=1207 |
| a) c) 757/16 × 16 = 1207. | b) d) 71 × 17 = 1207 |
4) Aufsuchung des Procentsatzes.
Wie viel % vom 100, wenn von 1207 Rt. gerechnet werden 36,21 rth Rabatt oder 757/16 u. wie viel % auf 100, wenn v. demselben Betrag 3516/103 od. 71 Th. Rabatt gerechnet?
| 4) | a) 1207 : 100 = 36.21 : x; x = 3% | b) Vielmehr: (1207–3516/103) Schließen 1207 – 3516/103 : 100 = 3516/103 : x |
| x = 3% | ||
| a) c) 1207 : 100 = 757/16 : x; x = 61/4% | b) d) 1207 – 71 : 100 = 71 : x | |
| x = 61/4% |
5) Welches sind die zu rabattirenden Capitalien, die nach Abzug v. 3% Rabatt resp. von u. auf Hundert 1170,79 rthlr u. 117187/103 betragen?
Hier gegeben 1) Procentsatz. 2) Die durch selben von od. auf 100 verminderten Capitalien oder die rabattirten Capitale.
| 5) | a) 97 : 1170,79 = 100 : x | b) 100 : 117187/103 = 103 : x |
| x = 1207 rtl. | x = 1207 Th. |
6) Rabattirte Capitalien 1170,79 rthl u. 117187/103 ; Procentsatz 3% von Hundert u. auf 100; wie viel beträgt der Rabatt? i. e. die Procente
| a) 97 : 1170,79 = 3 : x. | [b)] 100 : 117187/103 = 3 : x |
| x = 36,21 | x = 3516/103. |
Überschrift von Marx. Bei
Feller/Odermann, S. 192/193. Siehe Marx’ frühere Bezugnahme
auf den Buchhändlerrabatt auf S. [50] des
vorliegenden Hefts.
Schließen Buchhändler rabatt
1) Wie viel Rabatt v. 126 Rtl
12 gr.
à 81/3%? (81/3% = 1/12 aus
100) hence 126Rth. 12gr./12 = 10 Th. 16 Gr. Zusatz von
Marx. 16, nicht 15, Groschen ist richtig.
Schließen (15?)
2) Wie viel Buchhändlerrechnung v. 432f. 48 xr nach Abzug v. 61/4% Rabatt? (61/4% = 1/16 von 100)
Also 432f. 48 xr. – 1/16 (432f. 48 xr) = 27f. 3 xr.
| hence: | 432f. | 48 xr | |
| – | 27 | 3 | |
| = | 405f. | 45 xr. |
3) Wenn Buchhändlerrechnung nach Abzug v. 25% Rabatt = 148 Th. 15 gr., wie gross war sie vorher?
75 : 148,5 rth = 100 : x = 198 Th.
| Oder, da 25% = 1/4 des Capitals; | so auf 100 (d. h. das um den Procentfuss vermehrte Capital) | = | 1/4+1 | = | 1/5 des vermehrten Capitals; |
| u. im Hundert (d. h. um den Procentfuss verminderte Capital) | = | 1/4-1 | = | 1/3. |
Also 25% im gegebnen Fall = 1/3 des um den Procentfuss v. 25% verminderten Capitals, also nur 1/3 des Betrags zu addiren
| Rt 148. | 15 gr | ||
| + 49 | 15 | = | 1/3 aus 148 rthl. 15 gr. |
| 198 Th.| | |||
4) Wie gross ist Buchhändlerrechnung, wenn man à 331/3% Rabatt von 64f. 12 xr gerechnet?
331/3% = 1/3 des Capitals, so dies = 3 × 64f. 12xr = 192f. 36 xr
5) Ein Buchhändler giebt vom Thaler 5 gr Rabatt, vom Gulden 10 xr, wie viel % dies?
| 30 gr. : 100 = 5 : x; | 60 xr : 100 = 10: x | |
| x = 162/3 | x = 162/3. |
Oder 5 Gr. = 1/6 v. 1 Thaler, so 1/6 aus 100 = 162/3 u. 1/6 aus 1 fl. = 10 gr., ebenfalls aus 1/6 aus 100 = 162/3.
6) Ein Buch kostet netto 1.2 Thaler (= 1 Th. 20 Gr.), wieviel ordinär mit 331/3% Rabatt?
Also: 662/3 : 50 = 100 : x; nämlich 331/3% im 100 = 100 – 331/3 = 662/3.
Also x = 50⨯100/200:3 = 50 × 3/2 = 75 [gr.].
Zusatz von Marx.
Schließen Man hätte aber auch rechnen können: 331/3% =
1/3
des Capitals, also das rabattirte Capital 50 =
2/3
des rabattirenden Capitals; hence Hälfte von 50
= 25 das letzte Drittheil des Capitals; hence 50 + 25 = 75 das
rabattierende Capital.
7) Bei Waaren der Zahl nach verkauft, Rabatt oft gegeben durch Zugabe einer Anzahl Stücke auf gewisses Quantum. Z. B. eine Flasche Wein auf ein Dutzend zugegeben. Wie viel % a) von u. b) auf 100.
| a) | 13 : 100 = 1 : x; | b) | 12 : 100 = 1 : x |
| x = 79/13% | x = 81/3%. |
8) Einem Waarenhändler wird ein u. derselbe Artikel von 4 verschiednen Fabrikanten zu folgenden Preisen angeboten:
a) zu 16s. 8d. mit 8%, b) zu 16s. mit 61/4% Discount od. Rabatt vom Hundert; c) zu 17s. 3d. mit 121/2%, d) zu 18s. 1d. mit 162/3% auf Hundert. Welcher Preis der vortheilhafteste? (vorausgesetzt dass keine Modification in den 4 Preisbestimmungen eintritt durch Qualität der Waare u. Verkaufsziel.)
Alle Preise de prime abord vom Rabatt zu befreien, der dann bleibende niedrigste Preis ist der vortheilhafteste.
a) 162/3s. à 8%; 162/3s. =
1/6 aus
100;
1/6 aus 8% = 11/3
(6 × 11/3 = 66/3 = 8)
Also: 162/3s. – 11/3 = 151/3s. netto.
b) 16s. mit 61/4 per 100 61/4% = 1/16 aus 100; also 1/16 aus 16 = 1. Also 16s. – 1 = 15s. netto.
c) 17s. 3d. à 121/2%; 121/2% = 1/9 aus 1121/2 (nämlich 1121/2 ist die 121/2% auf 100); 1/9 aus 17s. 3d. = 1s. 11d. Also: 17s. 3d – 1s. 11d = 15s. 4d. netto.
d) 18s. 1d. à 162/3%; 162/3% auf 1162/3 (Procent auf 100) = 1/7; 1/7 aus 18s. 1d. = 2s. 7d. Also 18s. 1d minus 2s. 7d. = 15s. 6d.|
[54]
Zusatz von Marx.
Schließen Wir haben also die Nettopreise.
a) 151/3s. b) 15s. c) 15s. 4d. d)
15s. 6d.; also b)
anzunehmen.
Bei
Feller/Odermann, S. 196, Kapitel 8.
Schließen
C D) Zinsrechnung.
[
Im Folgenden Kommentar von Marx
unter Bezugnahme auf Feller/Odermann, S. 196. – Erstmals
veröffentlicht in: MEGA II/14. S.
156–158.
Schließen Kommentar von Marx
]
⦗Sieh den schönen Existenzgrund des Zinses. (p. 196)
Nämlich: Aus: Feller/Odermann, S.
196.
Schließen der
Entlehner, Schuldner kann, so lange es
in seinem BeSitz bleibt, das »Geld zu seinem Nutzen
verwenden«. »Da nun auch der Darleiher, der Verpumper, dies könnte, so hat er das
Recht von seinem Entlehner eine
Entschädigung zu fordern, welche Zins od. Interesse genannt
wird. Das dargeliehene Geld heisst Kapital.«
Zum „Nutzen verwenden“, kann heissen, 1) das Geld „verwerthen“, i. e. als Kapital „verwenden“; oder aber 2) es vernutzen, i. e. consummiren. Es ist aber noch ein dritter Fall möglich, auf den wir schliesslich kommen werden.
Nehmen wir erst 2) Der Anleiher verzehrt das Geld , aber er muss andre Mittel haben um (sonst hätte er es nicht gepumpt erhalten) es nach Ablauf des Termins zu restauriren; der „Darleiher des Geldes könnte dies auch thun“, d. h. das Geld verausgaben, nicht als Kapital, sondern für Genüsse. Hätte er das gethan, so wäre dies Geld ihm ein für alle mal im Laufe des Termins (wofür er es verleiht) alle geworden ohne Rückkehr; statt dessen erhält er es jetzt unverzehrt zurück; sein Schuldner hat also das Recht eine „Entschädigung“ dafür zu verlangen, dass er sein Geld als „Kapital“ erhalten u. es vor der Fressbegier seines Eigners gerettet hat pro tanto.
Nun zu 1) Der Pumper verwendet das Geld produktiv u. verwendet es in diesem Sinn zu „seinem Nutzen“. Der Verleiher „kann nicht dies selbe thun“, wenigstens nicht während des Termins, worin er das Geld verpumpt; denn, wenn er es könnte, würde er’s nicht verpumpen. Sein Verpumpen ist der hand greifliche Beweis, dass er selbst das Geld nicht als Kapital Nutzbringend anzuwenden weiss. Erhält er es also Ende des Termins zurück, so hat er auf nichts verzichtet, er ist grade im selben Zustand wie vorher, vielleicht nur mit dem Unterschied, dass er jetzt im Stand es Nutzbringend zu verwenden. Er hat also auf keine Entschädigung irgend einer Art ein „Recht“.
Aber, sagt man vielleicht, er könnte es selbst Nutzbringend anlegen, findet es aber mit weniger Unbequemlichkeit od. weniger Risiko verknüpft, es auf Zins zu verleihen. Hier ist schon unterstellt als selbsverständliches selbstverständliches Geschäft – das Geldverleihen auf Zins, das grade erst auf einen „Rechts“grund hin construirt(?) werden könnte. Denn die Phrase, er, der Verleiher „könnte dasselbe“ thun, passt nicht mehr. Er will nicht dasselbe thun, will faullenzen. Der Rechtsgrund käme also darin hinaus, dass weil er selbst faullenzen u. doch Mehr Geld aus seinem Geld machen will, er das „Recht“ hat eine „Entschädigung“ von dem Anleiher für eigne Faulheit u. fremde Betriebsamkeit zu verlangen, od. aber, dass er ein „Recht“ hat Zinsen v. seinem Geld zu verlangen, weil er sein Geld auf Zinsen verleiht.
Aber er läuft das Risico, sein Geld zu verlieren? Entweder ist das Risico reell od. eingebildet. Wenn „eingebildet“, so verlangt er „Entschädigung“ für die Qual, die ihm seine „Einbildung“ verursacht hat; wenn reell, so erhält er sein Geld nicht zurück, trotz des ausbedungnen Zins. In dem einen Fall erhält er faktisch weder Zins noch Kapital, u. nutzen ihm alle Rechte nicht, weil er das „Unrecht“ begangen hat sein Geld zu riskiren; in dem andern Fall kann ein nur „eingebildeter“ Verlust auch nur Recht auf eine „eingebildete“ Entschädigung geben u. in der That, wenn er sich „eingebildet“ das Geld sei so gut wie verloren, ist dessen wirkliche u. nicht eingebildete Rückkehr in seine Tasche eine überraschende Freude für den eingebildeten Schreck.
3) Ein selbstarbeitender Producent pumpt, entweder weil er in
der Noth, dringende Zahlung zu machen od. die
Anschaffung eines Productionsingredienz dringend bedarf.
Der
Anleiher Verleiher kann nicht „dasselbe“ thun. Er ist nicht in Noth, sonst
hätte er kein Geld zu verleihn; er hat keine dringende Zahlung zu
machen, sonst würde er zahlen statt zu anleihen verleihen; er braucht nicht die Anschaffung eines
Productionsmittels, sonst würde er es anschaffen mit seinem Geld,
statt dies zu verpumpen. Also kömmt der ganze Rechtsgrund
hier darauf hinaus: Wenn er sein Geld |55 verpumpt, so
könnte er – es nicht verpumpen. Und in fact dies sein einziger
Rechtsgrund. Er ist nicht gezwungen es gratis zu verpumpen. Sein
Rechtsgrund Zins zu verlangen, ist, dass er es nicht ohne Zins
hergeben will. Von Entschädigung u. solchem Quatsch hier keine Rede.
Es ist hier die
Thatsache;
er will es auf Zins verpumpen u. er kann seinen Willen
exequiren,
weil er sich in einem Umkreis ökonomisch-gesellschaftlicher
Bedingungen befinden befindet, wo Geld auf Zins verpumpen
eine ein mögliches Geschäft ist. Dass dies der Fall, ist unabhängig
v. allen Raisonnements u. Rechtsbegründungen, die der
Einzelne für sein faktisches Verleihn auf Zins anführen kann. Ende
des Kommentars von Marx.
Schließen ⦘
Einfache Zinsen, zu gewissen Zeiten (Zinsterminen) zahlt u. in bestimmter Zeit das dargeliehne Capital unverändert zurückzahlt. Zinseszinsen (zusammengesetzte Zinsen), wenn er die fällig werdenden Zinsen, statt sie an den bestimmten Zinsterminen zu zahlen, sie zum Kapital schlägt (kapitalisirt), um um das dadurch vermehrte Kapital zu verzinsen.
A) Bei
Feller/Odermann, S. 197.
Schließen Berechnung der
einfachen Zinsen
Fragen:
I) wie viel betragen die Zinsen v. gewissem Kapital in gewisser Zeit nach gegebnem Zinsfuss?
II) Wie gross ist das Kapital wovon gewisse Zinsen in gewisser Zeit nach gegebnem Zinsfuss gerechnet wurden?
III) Welches is der Zinsfuss, wozu ein gewisses Kapital ausgeliehen ist, das in einer gegebnen Zeit gewisse Zinsen geliefert hat?
IV) Welches ist die Zeit, während derer ein gewisses Kapital ausgestanden hat, wenn es nach einem gegebnen Zinsfuss gewisse Zinsen brachte?
V) Ermittlung des um die Zinsen vermehrten Kapitals
VI) Ermittlung des Kapitals od. der Zinsen, die in einem Capital u. Zinsen einschliessenden Werth enthalten
VII) Auffindung eines mittleren Zinsfusses.
Berechnung in diesen Fällen durch Regel de Tri od. Regel Multiplex, entweder mit directen od. indirecten Verhältnissen.
I) Aufsuchung der Zinsen eines Kapitals;
versteht sich bei Discontogeschäften in der Regel für 1 Jahr, manchmal f. den Monat. Ueberhaupt aber lassen sich Zinsen eines gegebnen Kapitals berechnen: 1) nach Jahren, 2) Monaten, 3) Wochen, 4) Tagen.
1) Zinsen nach Jahren.
a) Wenn für 1 Jahr die Zinsen zu berechnen, u. Zinsfuss sich auch für 1 Jahr versteht, so kommt die Zeit nicht weiter in Betracht. Wäre der Zinsfuss ein monatlicher, so durch Multiplication mit 12 auf jährlichen zu bringen.
Wie viel die jährlichen Zinsen v. 834 rth zu 3%? 100 : 834 = 3 : x x = 8.34 × 3 = Th. 25.02 od. 1% = 8.34 Th. 3% = 25.02
b) Sind die Zinsen eines Kapitals für mehre Jahre zu berechnen, so für 1 Jahr berechnet × mit Anzahl der Jahre.
Z. B. Zinsen v. 834 rth zu 3% in 7 Jahren: In 1 Jahr = Th. 8.34 in 7 Jahren = 58.38
Vereinfachung geschieht dadurch, dass man Zinsfuss mit Anzahl der Jahre multiplicirt; so z. B. 41/2% in 2 Jahren = 41/2 × 2 = 9% in 1 Jahr = 1% in 9 Jahren etc.
Fcs 485.50 à 31/2% in 4 Jahren; 31/2% in 4 Jahren = 14% in 1 Jahr,
| 1% = 4.855 | |
| × 14 | |
| Fcs 67.970 | = 67 Fcs. 79 97 ct. |
c) Bestehn Kapital, Zinsrate u. Zeit aus
Bei Feller/Odermann, S. 199:
unbequemen
Schließen unbestimmten Zahlen, so Ansatz zu machen u. zwar nach Regel multiplex, da 2 Verhältnisse, Capital u. Zeit, auf
die Zinsen einwirken. (verte)|
| Wie viel die Zinsen v. 819 Rt. à 42/3% in 13/4 Jahr? | Wie viel die Zinsen von 56f. à 61/2% in 3/4 Jahren? |
| 100 : 819 = 42/3% : x | 100 : 56 = 61/2 : x |
| 1 : 13/4 = | 1 : 3/4 |
| x = 819 ⨯ 14/3 ⨯ 7/4 = 273⨯7⨯7/100⨯2 | 56⨯13/2⨯3/4 /100 = 14⨯13:2⨯3/100 = 7⨯13⨯3/100 |
| x = 66.885 Th. | x = 7⨯13⨯3/100 = 2.73 fl. |
2)
Zinsen
nach Monaten.
Man berechnet erst für Jahr, u. dann den so vielten Theil als die Monate aus einem Jahr bilden.
a) 964 Th. zu 5% in 5 Monaten?
- 9,64 × 5 = 48.20 Th. = 5% in 1 Jahr
- 16.066 = 5% in 4 Monaten (= 1/3 Jahr.)
- 4.017 = 5% in 1 Monat
- 20.085 zu 5% in 5 Monaten.
Zinsen v. 520 Th. zu 3% in 4 Monaten?
4 Monate = 1/3 Jahr; 1/3 × 3% = 1%; also den 100sten Theil von 520 = 5.20 Th.
b) Sind Capital, Zins u. Zinsfuss unbequem so Regel multiplex
Wie viel Zinsen von 429 Th. a à 31/2% in Monat?
- Capital 100 : 429 = 31/2 : x
- Monate 12 : 19
- x = etc
1236 fcs zu 41/2% v. 16 Jan. 1854 bis 16 Dec. 1855 (11 Monate)
- fcs 1236 in 1 Jahr à 41/2% geben: 1236⨯9/2 : 100; also in 2 Jahr 12.36 × 9
- 12.36 × 9 in 2 Jahren
- 111.24 = 41/2% in 2 Jahren ; davon der 24 Theil = 1 Monat, giebt:
-
4.635 = 41/2% in 1 Monat. (=
1/24 v. 2 Jahr.) #e* Jahr.)°] Vielmehr:
Jahr.) =106,605 fr.für 1
Jahr und 11 Monate.
Schließen - 1/24 v. 2 Jahren = 1/12 v. 1 Jahr.
- Geben 1/24 v. 1 Jahr 4.635, so 24 Monat 4.635 u. 23 Monat. = 4.635 ⨯ 23 = fcs. 106.605
Die Zinsfüsse im Handel bestehn meist aus Zahlen wie 2, 3, 4, 5, 6, so:
Allgemeiner Ansatz:
- 100 Capital : gegebnem Capital = Zinsfuss : x
- 12 Monate : gegebnen Monaten
Ohne Ansatz dividirt man durch mit Zinsfuss in 12 × 100 od. 1200; so Quotient erhalten, womit man in das Product von Capital × Monaten dividirt, wenn vorher keine Abkürzungen zu machen
| So | 1% = 1200/1 = 1200; | für | 11/2% = 1200/11/2 = 800 |
| für | 2% = 1200/2 = 600; | 3% = 1200/3 = 400; | |
| 4% = 1200/4 = 300; | 5% = 1200/5 = 240; | ||
| 6% = 1200/6 = 600 200.| | |||
Wie viel die Zinsen
von 968 Th. à 4% in 7 Monaten?
- x = 968⨯7/300; nämlich f. 12 Monate: 1200/4 = 300; u. 968 × 7 (Capital mit Monaten) dividirt durch diesen Quotient
- x = 6776/300 = 22.59 Th.
Hätte man anders gerechnet:
- so: 100 : 968 = 4 : x = 38.72 in 12 Monaten.
- hence: in 1 Monat = 3.222/3
- in 7 Monaten = 22.582/3 = 22.59 Th.
Wie viel 862f. in 91/2 Monaten à 3%?
- 1200/3 = 400; nämlich f. 1 Jahr od. 12 Monate dies.
- Hence: 862⨯91/2 /400 = 862⨯19/2 /400 = 431⨯19/400 = 20.47f.
Kommt das Kapital dem Divisor gleich, so die Zinsen = der Anzahl der Monaten
| Z. B. 240 Rt. zu 5% in 11 Monaten.; | ebenso 900 Th. zu 3% in 4 Monaten? | ||
| 1200/5 = 240; also 240⨯11/240 = 11 | 1200/3 = 400; 4⨯900/400 = 400⨯9/400 = 9 Thlr. | ||
|
Ab hier
bis zum Ende der Tabelle Zusatz von
Marx. Schließen Oder hier in andern Worten |
900 Th. zu 3% in 4 Monaten | ||
| ist | = | 400 Th. zu 3% in 9 Monaten. | |
| Da stets Procentsatz zu multipliciren mit dem gegebnen Capital, wie hier 900 Th. × 4 M., so dasselbe Product wenn der eine factor wie 400 Th. × 9 Monate . | |||
c) 3) Zinsen nach Wochen
Bis zum 1 Januar 1851, wo die
allgemeine deutsche Wechselordnung
eingeführt, nur unter
den Augsburger Banquiers üblich; diese
rechneten nur einmal (Mittwochs,
seit 1 Jan. 1871 dagegen 2 ×, Montag u. Donnerstag ab) in
der Woche ab od. scontrirten
Zusatz
von Marx.
Schließen (scontrare
antreffen, scontrarsi con
uno einen antreffen; scontrare aber auch gegen etwas andres
halten, damit vergleichen, Rechnung oder sonst was;
scontro
Begegnung), theilten das Jahr daher in
52 Wochen ab, die sie scontri nannten.|
d) 4) Zinsen nach Tagen.
Im kaufmännischen Verkehr meist nach Tagen gerechnet, aber in England u. America Jahr = 365 Tage gerechnet, daher auch jeden Monat zu den Tagen, die er wirklich hat.
Sonst Jahr = 360 Tagen genommen; auch wenn die Zinsen zu ebensoviel Tagen per Monat berechnet werden als der Monat wirklich hat, so versteht sich doch der Zinsfuss immer für 360 Tage.
Von 7 Februar bis 11 Sept. 1855 sind 216 Tage; wird das Jahr zu 360 Tagen u. der Monat zu 30 Tagen gerechnet, so sinds 213 Tage; sind nämlich 7 Monate + 3 Tage; also 7 Monate zu 30 Tagen = 210; + 3 = 213
So 3 Methoden möglich, z. B. Wieviel die Zinsen v. 1832 Th zu 4% v. 7 Feb. – 11 Sept. 1855?
| a) Zinsfuss f. 365 Tage. | b) Zinsfuss für 360 Tage. | c) Zinsfuss f. 360 Tage |
| 1 Monat = so viel Tagen als er hat. | 1 Mnt = so viel Tagen als er hat. | 1 Monat = 30 Tage |
| Thlr 100 : 1832 = 4% : x | Thlr. 100 : 1832 = 4% : x | Thl. 100 : 1832 = 4% : x |
| Tage 365 : 216 | Tage 360 : 216 | Tage: 360 : 213. |
| x = 43 Th. 11 gr. | x = 43 Th. 29 Sgr. |
x = Th. 43.
16 gr. 8 Pf.
#e*Th. 43,16 Gr. 8 Pf.°]
Dieses Ergebnis bei Feller/Odermann, S. 203. Es
muß vielmehr lauten: Th. 43,
10,72 Gr., gerundet: Th. 43, 11
Gr.
Schließen |
Da sub c): 100 Capital : gegebnem Capital = Zinsfuss : x = 360 Tage: gegebnen Tagen, so erhält man: .
Nun sind die meisten der im Handel gebräuchlichen Zinsfüsse ohne Rest in 36 000 dividirbar; z. B. 36000/4 = 9000, 36000/5 = 7200, 36000/3 = 12 000, 36000/6 = 6000, 36000/11/2 = 24 000. Man erhält also die Zinsen, indem das gegebne Capital mit den Tagen multiplicirt u. dividirt das Product [durch] den Quotient (36 000) dividiert durch Zinsfuss giebt.
| 1% = 36000/1 = 36 000; | 41/2% = 36,000/41/2 = 8000; | 3% = 36000/3 = 12 000 |
| 11/2% = 36000/11/2 = 24 000; | 6% = 36000/6 = 6000; | 4% = 3600 36000 /4 = 9000 |
| 21/2% = 36000/21/2 = 14 400; | 11/4% = 36000/11/4 = 28 800; | 5% = 36000/5 = 7200; |
| 33/4% = 36000/33/4 = 9600; | 2% = 36000/2 = 18 000; | 61/4% = 36000/61/4 = 5760. |
So z. B. Zinsen v. 948 Rth. à 4% in 148 Tagen?
- 948⨯148/9000 = 316⨯148/3000 = 46768/3000
- = 15 Th. 18 gr. |
Dies Verfahren auch anwendbar, wenn der Zinsfuss nicht in 36 000 ohne Rest aufgeht.
Z. B. wie viel die Zinsen v. 1212 Th. à 31/2% in 164 Tagen?
| 31/2% = 3% + 1/2%.; hence = 4% – 1/2%; hence: | |||
| für 3% = 1212⨯164/12000 = 101⨯164/1000 = 16564/1000 | = | 16 Th. | 17 Gr. |
| + 1/2% = 1/6 aus 3% | = | 2 | 23 |
| Summe: | 19 Th. | 10 | |
Ist das Capital = dem zum Zinsfuss gehörigen Divisor, so Zinsen = Anzahl der gegebnen Tage.
Z. B. 12 000 Th. zu 3% für 86 Tage hat dieser: 36000/3 = 12 000, also x = 12000⨯86/12000 ; hence = 86. Ist nun das Capital nicht ganz so gross, so die Rechnung leicht durch Zerlegung zu machen, z. B. von 6000 fcs à 5% in 180 Tagen?
| 5% giebt Divisor 7200; | also 7200 giebt | 180 Zinsen. |
| 7200 – 6000 = 1200; | minus 1200 | = 30 Zinsen |
| Summa | 150 fcs Zinsen |
Eine Anzahl v. Tagen = dem 100sten Theil des zu dem Zinsfuss gehörigen Divisors, giebt den 100sten Theil des des Kapitals an Zinsen.
z. B. Capit. ⨯ 72 Tage/7200 (wo Zinsfuss = 5%) giebt als Zinsen: Capital ⨯ 1/100 = Capital/100. f. Zinsen
Ebenso: Capit. ⨯ 60 Tage/6000 (wo Zinsfuss = 6%) giebt Capit. × 1/100 = Capital/100 f. Zinsen.
Demnach sind die Zinsen irgend eines Capitals
| à | 1% in 360 | Tagen = 1/100 des gegebenen Kapitals od. 1%. |
| 11/4〃 in 288 | ||
| 11/2〃 in 240 | ||
| 2〃 in 180 | ||
| 21/2〃 in 144 | ||
| 3〃 in 120 | ||
| 33/4〃 in 96 | ||
| 4〃 in 90 | ||
| 41/2〃 in 80 | ||
| 5〃 in 72 | ||
| 6〃 in 60 |
Dies auch so sich ergebend: Giebt 100 in 360 Tagen 5 Zins, so in 72 Tagen, i. e. in 360/5 = 5/5 = 1%, also 1% des gegebnen Capitals. Dividirt man also die Zahl der Tage eines Jahrs (360) durch die gegebnen Tage, so erhält man eine Anzahl v. Tagen, wo der Zins des gegebnen Capitals = 1/100 derselben = 1% sind.
Ist die Anzahl der Tage > < als der Zinsfuss fordert, so geschieht die Berechnung durch Zerlegung. Z. B. x Zinsen für 835 fcs à 4% in 108 Tagen?
| für 90 Tage (= 360/4) | = | 1/100 des Capitals | = | 8.35 fcs |
| f. 19 Tage | = | about 1/5 aus 90 | = | 1.67 |
| 10.02 Zinsen |
Versteht sich Zinsfuss für 365 Tage, so diese Methode nur bei Zinsfuss v. 5% anwendbar, da nur 5 aufgeht in 36 000. 36000/5 = 7200.|
Hat man Zinsen nach Jahren, Monaten, Tagen zugleich zu berechnen, so Regel multiplex od. Zerfällungsmethode.
Z. B. x Zinsen v. 1980 à 5% in 3 Jahren, 5 Mt. 9 Tagen
| a) | Th. 100 : 1980 = 5% : x | oder b) | 19.80 × 5 |
| 1 Jahr zu 353/120 | 99,00 = 5% in 1 Jahr | ||
| x = 1980⨯5/353/120⨯100 = 198/353/120⨯2 | 297,00 = ditto in 3 J. | ||
| = 99/353/120 = 340.725 Th. | 33.00 = 4 Monate | ||
| 8,25 = 1 Mt | |||
| 1.65 = 6 Tage. | |||
| 0.825 = 3 Tage | |||
| 340.725 Thl. |
Wenn die Zinsen mehrerer Kapitalien zu berechnen, so die eines jeden einzeln berechnet u. dann die Summe gefunden; oder aber die Zinsen von dem Gesammtbetrag der Capitalien berechnet, wobei folgende Fälle zu unterscheiden:
a) Gleicher Zinsfuss u. gleiche Zeit; b) Ungleicher Zinsfuss u. gleiche Zeit; c) Gleicher Zinsfuss u. ungleiche Zeit; d) Ungleiche Zeit u. ungleicher Zinsfuss
a) Gleicher Zinsfuss u. gleiche Zeit.
Hier nur die Capitalien zu addiren u. der Zinsfuss auf gewöhnliche Art zu suchen. Z. B. x Zinsen v. 960 fcs, [430,] 500, u. 1250 à 9 Monaten à 4%.
| 960 [+ 430] + 500 + 1250 = 3140. | |
| Hence: | |
| = 94.2. | |
b) Ungleicher Zinsfuss u. gleiche Zeit.
Selber Grundsatz angewandt wie in der Gesellschaftsrechnung; nämlich:
| Die Zinsen von 100 fcs à 5% od. 100 fcs à 5% = 500 fc. à 1%.; | dazu | 100 fcs | geben 5 à 5%. | = 1/20 [v.] 100f. |
| 500 | à 1% geben ditto 5 | = 1/20 v. 100%. |
Oder aber Bei
Feller/Odermann, S. 211: z. B. die Zinsen von
100f. à 5% = den Zinsen von 5×100f. à 1%
Schließen
100/5 = 500/1
; die Zinsen so in 1%ige
verwandelt.
Eben so die Zinsen v. 100 fcs in 4 Monaten = den Zinsen v. 400 fcs in 1 Monaten.
Also die Zinsen v. 100 fcs à 4% in 3 Jahren = den Zinsen von 4 × 3 × 100 fs à 1% in 1 Jahre.
Man multiplicirt also jedes Kapital mit dem ihm zugehörigen Zinsfuss, wodurch Capitalien entstehn die zum selben Zinsfuss v. 1% ausgeliehn sind u. berechnet v. deren Summe die Zinsen f. die gegebne Zeit.
x Zinsen von 920 fcs à 4%, 760 fcs à 3%, 184 fcs à 31/2 in 11/2 Jahren?
| 920 à 4% = | 3680 fcs | à 1% | |
| 760 à 3% = | 2880 2280 ditto | ||
| 184 à 31/2 | 644 dto | ||
| 6604 fcs | à 1% | in 11/2 Jahren = 6604⨯11/2 /100 = 99.06 Zinsen | |
Berechnet man einzeln, so:
| 920 | à | 4% | in | 11/2 Jahren | = | 55.2 fcs Zinsen |
| 760 | 3 | 11/2 | 34.2 | |||
| 184 | 31/2 | 11/2 | 9.66 | |||
| 99.06 fcs wie oben |
c) Gleicher Zinsfuss u. ungleiche Zeit.
Haben die gegebenen Zeiten nicht dieselbe Benennung, so sind sie d’abord darauf zu reduciren; dann jedes Kapital multiplicirt mit der ihm zugehörigen Zeit, wodurch Kapitalien entstehen, wofür die Zinsen bei gleicher Zeit 1 Jahr , 1 Monat etc zu berechnen.
x Zinsen f. 900 fcs. in 7 Monaten, 840 in 61/2 Monaten , 650 in 3/4 Jahren u. 1245 in 20 Tagen à 5%?
| 900 in 7 Monaten | = | 6300 in 1 Monat. | |
| 840 in 61/2 | = | 5460 | |
| 650 in 9 | = | 5850 | |
| 1245 in 2/3 Monaten (= 20 Tagen) | = | 830 | |
| 18 440f. in 1 Monat à 5% | |||
| x = 18440f.⨯1/240 = 76.50; | nämlich: 100 : 18 440f. = 5 : x | ||
| 360 : 30 od. 12 : 1 | |||
| 18440⨯5/1200 = 18440/240. | |||
d) Ungleicher Zinsfuss u. ungleiche Zeit;
Erst die ungleichartig
ausgedrückten Zeiten auf selbe Benennung gebracht,
multiplicirt man jedes Kapital mit Zeit u. Zinsfuss
die ihm zugehört.
Zusatz von
Marx.
Schließen
Man erhält
so verschiedne Capitalien (durch diese Producte)
zum selben Zinsfuss à 1% auf 1 Zeit, also von
selbem Zinsfuss u. selber Zeit.
Die Summe der Producte
giebt daher Zinsen bei gleichem Zinsfuss u.
gleicher Zeit.
x Zinsen von 490 Mark Banco à 3% in 9 Monaten, von 860 à 4[%] in 11/4 Jahren , 642 à 6% in 65 Tagen u. 2000 zu 3/8% per Monat in 10 Monaten?
Zunächst alles auf Monate zu reduciren; also 11/4 Jahr = 12 + 3 Monate = 15 Monate; 65 Tage = 2 Monate (60) u. 1/6 Monate = 30/6 (5 Tage), also 21/6 Monat; ferner 3/8% per Monat für 10 Monate = 41/2% im Jahr.
Also:
| 490 Vielmehr: Mark
Banco Schließen fcs à 3% in 9 Monaten |
= | 13 230 fcs |
| 860 〃 à 4 〃 in 15 〃 | = | 51 600 |
| 642 à 6 〃 in 21/6 〃 | = | 8346 |
| 2000 à 41/2 〃 in 10 | = | 90 000 |
| Summe | = | 163 176 zu 1% in 1 Monat |
| x = 163176/12000 = Mark Banco 135.15β | | ||
| Nämlich | 100 : 163 176 = 1% : 1 Monat. |
| (360 : 30) | |
| od. 12 : 1 | |
| Also 163176/1200 |
[
Im Folgenden Kommentar von
Marx. – Erstmals veröffentlicht in: MEGA II/14.
S. 158–161.
Schließen Kommentar von Marx
]
⦗Bei Berechnung der Profitrate, die das Gesellschaftliche Kapital ergiebt wurde angenommen, 1) dass die Rate des Mehrwerths dieselbe f. die verschiednen Kapitalmassen in den verschiednen Industriezweigen, 2) und vom Umschlag abgesehn, i. e. der Umschlag des Gesellschaftskapital im Jahr = 1 gesetzt.
In der That für die verschiednen Kapitalmassen verschiedne Raten des Mehrwerths u. verschiedne Umlaufszeiten. Zunächst sind die verschiednen Umlaufszeiten auf gleiche Benennung zu reduciren, z. B. Monate. Der Bequemlichkeit wegen Jahr = 360 Tagen u. Monat = 30 Tagen anzunehmen.
Hierauf multiplicirt man jedes Kapital mit der Umlaufszeit u. der Profitrate die ihm angehört (diese ja procentig ausgedrückt, also wie Zins); diese Producte jedes dann gleich Kapital zum Zinsfuss von 1% u. selbe Zeit z. B. 1 Monat. Man berechnet dann von deren Summe die Zinsen für 1 Zeit, d. h. für 1 Jahr, 1 Monat, etc
Es sind dies nur aus den rein ökonomischen Bedingungen hervorgehnde Differenzen, nämlich verschiedne Grössen d. der in jedem jeden Geschäftszweigen angelegten Kapitalmassen, verschiedne Exploitationsraten der Arbeitskraft, verschiedne Umlaufszeiten. Aber andre Gesichtspunkte der Ausgleichung, wie Unannehmlichkeit des Geschäfts, Gefährlichkeit, Respectabilität desselben etc.
Bei Geschäftszweigen, die natürliche Monopole in der kapitalistischen Wirthschaft bilden, bewährt sich dies dadurch, dass ihre Profitrate nicht ganz in die gleiche Theilung eingeht, also ein Surplusprofit an den Fingern hängen bleibt.
Hier nun 2erlei; entweder ist dies Monopol nur temporär u. durch Entwicklung der Kapitalanlagen in besagten Geschäften brechbar, also durch die gewöhnliche kapitalistische Concurrenz; dann befestigt sich der Surplusprofit nicht zur Rente.
Oder das Gegentheil ist der Fall; dann befestigt er sich zur Rente; die aber wieder grossen Wechseln in ihrer Quantität unterworfen, z. B. die Grundrente.
Andrerseits Geschäftszweige, die natürliche Monopole
bilden, wie z. B. Eisenbahnen, da ihr Profit nicht eingeht in
die
Reglung
der allgemeinen Profitrate, d. h. nicht durch
die Concurrenz zum Niveau damit deprimirt werden
kann, so andrerseits können sie, bei gelegentlichen
mishaps, xxxxxxx
constituirt(?),
auch unter die allgemeine |[63] Profitrate
fallen; das enorme fixe Capital, das darin angelegt, schwer u.
zum Theil ganz unentziehbar; u. nur durch Expansion od.
Contraction des in jedem bes. Geschäftszweig angelegten
Theil des gesellschaftlichen Capitals kann die
Ausgleichung v. stattengehn. – Bei Berechnung der
allgemeinen Profitrate, so weit in Betracht kommen solche
Surplusprofite, ist Rechnung wie bei Gesellschaftsrechnung, wo
einzelne der Associés besondre Prämie neben
dem mit den andern gleichen Antheil
erhalten. Ende des Kommentars von
Marx.
Schließen ⦘
II) Aufsuchung des Kapitals
Bei Aufsuchung der Zinsen eines Kapitals nur directe Verhältnisse:
- Je mehr Capital, desto mehr Zinsen; je weniger Capital desto weniger Zinsen
- Je mehr Zeit, desto mehr Zinsen; je weniger Zeit, desto weniger Zinsen
Dagegen bei Aufsuchung des Kapitals, des Zinsfusses u. der Zeit, wechseln directe u. indirecte Verhältnisse mit einander ab.
Hier zunächst zu Bemerken mit Bezug auf Aufsuchung des Capitals
1) Das Capital steht zu den Zinsen in einem directen Verhältniss; d. h. je mehr Zinsen, desto mehr Capital. Hier ist aber gegebner Zinsfuss vorausgesetzt ⦗bei gegebnem Zinsfuss daher u. gegebnem Capital: Je grösser das Kapital, desto mehr Zinsen⦘
- Z. B. x Kapital, dessen jährliche Zinsen à 5% = 165 fs.? 5 : 165 = 100 : x; x = 165⨯100/5 = 3300;
- War auch direct zu erhalten. 165/5 = 33; also x = 3300 (100 ist 33 × in x enthalten wie 5 in 165.)
2) Das Capital steht zu Zinsfuss in indirectem Verhältniss; d. h. je grösser der Zinsfuss, desto kleiner kann das Capital sein; je kleiner der Zinsfuss, desto grösser muss das Capital sein.
- Z. B. x Kapital giebt à 5% dieselben Zinsen, wie 3200 fs à 4%? 5% à 4% = 3200 : x = 2560
- Das kleinere Kapital 2560 zum grösseren Zinsfuss 5%, giebt ebenso viel Zinsen wie das grössere Kapital 3200 zum kleineren Zinsfuss 4%
3) Das Kapital steht zu der Zeit in einem indirecten Verhältniss, d. h. je grösser die Zeitlänge, desto kleiner das Capital, je kürzer die Zeitlänge desto grösser das Capital.
- x Kapital bringt in 4 Jahren dieselben Zinsen, wie 1680 fcs in 3 Jahren?
- 4 J. : 3 Jahre = 1680 fs : x; x = 1260 fcs.
- Je mehr Zeit, desto weniger Kapital; 1260, das kleinre Kapital musste sich 1 Jahr länger verzinsen als das grössere Capital, um dieselben Zinsen zu liefern, wie dies in der kürzern Zeit
4) Welches Capital brachte in 4 Monaten à 5% + 64 fs Zinsen?
- 4 Mt. : 12 Monate = 100 fcs. : x (Je weniger Zeit, desto mehr Capital)
- 5 fcs Zins : 64 fcs Zins = x (Je mehr Zinsen, desto mehr Capital)
- x = 1200⨯64/20 = 120/2 × 64 = 60 × 64 = 640 × 6 = 3840 fcs
- Ohne Ansatz: in 4 Monaten 64 fcs Zinsen
- In 12 Monaten (der zu 100 gehörigen Zeit) 192 fs.
- Zu 5[%] Zinsen braucht man 100 Capital
- Zu 192 ebensoviel × 100, als 5 in 192 enthalten; i. e. 382/5 × 100 = 3840 fcs |
5) x Capital gab in 11/4 Jahren 48 Th. Zinsen , wenn man v. 1840 fs Capital in 31/2 Jahren 257 Th. 6 erhob?
- 11/4 Jahr : 31/2 Jahr = 1840 : x (Je weniger Zeit, desto mehr Capital)
- 257.6 : 48 (je weniger Zinsen, desto kleiner das Capital)
- x = 960.
6) x Kapital ergab in 5 Jahren à 4% dieselben Zinsen (hier also die Zinsen gleich), die man à 3% in 6 Jahren v. 1800 erhielt?
- 5 J. : 6 Jahre = 1800 Kapit. : x (je weniger Zeit, desto mehr Capital)
- 4% : 3% (je grösser der Zinsfuss, desto kleiner das Capital)
- 6⨯1800⨯3/5⨯4 = 6⨯360⨯3/4 = 6 ⨯ 90 ⨯ 3 = 1620.
III)
Aufsuchung
des Zinsfusses.
1) x Zinsfuss wozu Capital v. 450f. ausgeliehn, dessen jährliche Zinsen = 18f.
α)
| 450 : 100 = 18 : x |
| x = 4%. |
Betrachten wir hier den Zinsfuss, als den Massstab, wozu ein Capital (450) für eine gewisse Zeit (hier Jahr) ausgeliehn war, so das Verhältniss indirect; 450 > 100; x daher kleiner als 18; je grösser das Capital als 100 (450), desto kleiner der Zinsfuss, erheischt, damit es gewisses Quantum Zinsen (18) in gegebner Zeit liefre.
Betrachten wir dagegen den Zinsfuss als die Zinsen von 100, so das Verhältniss direct.
Und obige Proportion = Je kleiner 100 als 450 (je kleiner das Kapital 100 als das gegebne Kapital 450, das 18 in einem Jahr liefert) um so weniger Zinsen liefert 100, also um so kleiner der Zinsfuss blos als die Zinsen des Capital 100 betrachtet.
β)
| 75 : 100 = 20 : x |
| x = 26.66. |
Hier mit Bezug auf das gegebne Kapital 75, wo gefragt nach welchem Zinsfuss (Massstab seiner Verzinsung es für bestimmte Zeit ausgeliehn war) das Verhältniss indirect. Je kleiner das Capital (75) verglichen mit 100, desto grösser muss der Zinsfuss sein, damit es in gegebner Zeit 20 Zinsen liefere. Dagegen der Zinsfuss als Zinsen von 100 betrachtet, wie vorher, das Verhältniss direct. Um so grösser das Kapital 100 als 75, um so mehr Zinsen liefert es in derselben Zeit.
γ)
| 450 : 100 = 18 : x; | x = 8% |
| 1/2 J. : 1 | |
| x = 100⨯18/ 450/2 = 100⨯18/225 | |
| x = 8% |
In γ) angenommen dass [Kapital von] 450 in 1/2 Jahr 18 Zinsen liefert, während der Zinsfuss aufs Jahr zu berechnen.
Hier Zinsfuss als Massstab betrachtet, wozu 450 verzinst, ist das Verhältniss indirect. Um so kleiner die Zeit, worin das Kapital 450 ein gegebnes Quantum Zinsen liefert, um so grösser der Zinsfuss.
Dagegen Zinsfuss als Zinsen des Capitals 100 betrachtet, das Verhältniss direct. Je länger die Zeit, worin das Capital 100 aussteht, desto mehr Zinsen liefert es.|
652) x Zinsfuss, wozu ein Capital ausgeliehn werden muss, das in 9 Monaten dieselben Zinsen geben soll, die es in 11/4 Jahr zu 3% gab?
| 9 Monat : 15 Monat = 3% : x; |
| x = 5% |
9 Monat : 15 = 3 : 5; also umgekehrt der Zinsfuss = 5 : 3. Indirect: je weniger Zeit, desto grösser der Zinsfuss.
3) x Procent, wozu 960f. ausgeliehn werden muss, wenn es in derselben Zeit die nämlichen Zinsen geben soll wie 840f. à 6%?
| f960 : f840 = 6% : x |
| x = 51/4%. |
Indirect: Je größer das Kapital, desto kleiner der Zinsfuss (um gewisses Quantum Zinsen zu geben)
4) x Procent, wozu ein Capital ausgeliehn, das jetzt 120% rth. Zinsen bringt, während es früher à 5% Zinsenertrag v. 1331/3 gab?
| α) | 1331/3 : 120 = 5 : x |
| x = 41/2%. |
Direct: je weniger Zinsen, desto kleiner der Zinsfuss.
| β) | 120 : 1331/3 = 5 : x |
| x = 55/9% |
Gäbe es dagegen jetzt 1331/3 , während es früher à 5% 120% rth. gab, so wäre x (der Zinsfuss) jetzt = 55/9 : Direct: je mehr Zinsen, desto grösser der Zinsfuss
5) Zu x% ward ausgeliehn, wenn in 41/2 Jahren 850f Capital 153f. Zinsen gab.
| 850f : 153f. = 100 : x |
| 41/2 Jahr : 1 |
| x = 4% |
Indirect: je grösser Capital (850), desto kleiner kann der Zinsfuss sein.
Indirect: je mehr Zeit (11/2) Jahr desto kleiner kann der Zinsfuss sein.
6) Wenn v. 450 fs Capital in 11/2 Jahren dieselben Zinsen erhoben, die ein Capital v. 765 fcs in 9 Monaten erhoben zu 6%, zu x% ersteres Kapital ausgeliehn?
| fcs. 450 : fs 765 = 6% : x |
| Monate 18 : 9 |
| x = 51/10% |
Indirect: Je kleiner das Kapital 450 (vgl. mit dem Capital 765), desto grösser muss der Zinsfuss sein damit es dieselben Zinsen zahle. Indirectes Verhältniss.
Indirect: je mehr Zeit (18 Monat) desto kleiner kann der Zinsfuss sein.
[
Im Folgenden bis zum Ende des
Manuskriptseite Kommentar von Marx. – Erstmals
veröffentlicht in: MEGA II/14.
S. 161/162.
Schließen Kommentar von Marx
]
⦗Sind 2 Capitalien gegeben, z. B. 1600 u. 400, die zur selben Rate des Mehrwerths od. auch zur selben Profitrate sage v. 10% verwerthet werden, wovon aber 400 viermal im Jahr umschlägt, so:
| 1600 : 400 = 160 : x |
| 1 : 4 |
| x = 160% |
Je kleiner das Capital (400) desto weniger Procent giebt es bei derselben Pctrate Profitrate
(Je kürzer die Umschlagszeit v. (400) desto mehr Procente giebt)
(In fact 4 × Umschlagszeit giebt 1600 umgeschlagnes Capital[)]
Wenn nun 1600 zu grössrer Profitrate, 15% verwerthet würde u. 400 nur zu 10, so Ansatz letztes aber 4 × im Jahr umschlüge u. ersteres nur einmal, so Ansatz:
| 1600 : 400 = 240 : x |
| 1 : 4 |
| 15 : 10 |
x nach wie vor = 160% ; wäre aber das schneller umschlagende Kapital zu 15% verwerthet u. das einmal umschlagende zu 10%, so x = = 240% |
IV)
Aufsuchung
der Zeit.
1) Wie lange stand ein Kapital aus, das 54 fcs Zinsen gab, wenn ein andres gleich grosses Kapital in 31/4 Jahren 52 fcs Zinsen brachte?
| fcs 52 : 54 = 31/4 J. : x |
| x = 33/8 Jahre |
Direct: je mehr Zinsen, desto mehr Zeit; je weniger Zinsen, desto weniger Zeit. Die Zeit steht also zu den Zinsen in einem directen Verhältniss.
2) Welcher Zeitlänge bedarf es, um, bei gleichem Zinsfuss, mit 364f. Capital ebenso viel Zinsen zu gewinnen, als mit 390f. in 91/3 Monaten?
| 364f. : 390f = 91/3 Monat : x |
| x = 10 Monat |
Indirect: je weniger Kapital, desto mehr Zeit [.] die Zeit steht zu dem Kapital in einem indirecten Verhältniss; d. h. je grösser das Capital, desto weniger Zeit; je kleiner das Kapital, desto mehr Zeit.
[
Im Folgenden Kommentar von
Marx. – Erstmals veröffentlicht in: MEGA II/14.
S. 162.
Schließen Kommentar von Marx
]
Also: Das grössere Kapital accumulirt rascher als das kleinere, bei derselben Profitrate. Es accumulirt auch rascher (bei gleichem Umschlag), wenn seine Profitrate < als die des kleineren Kapitals; aber nicht mit kleinere kleinerer Profitrate in derselben Proportion worin es grösser ist.
Z. B. 10 000£ Capital 10 × grösser als 1000 Capital.; wäre die Profitrate nur 1% aber 10% für das kleinere Kapital, so gäbe
| 10 000£ jährlich 100; | 1/100 × 10 000 = 100. |
| u. 1000£ zu 10% ditto 100; | 1/10 × 1000 = 100. |
So lange aber die Profitrate v. 10 000 im gegebnen Fall grösser als 1%, d. h. grösser als die Proportion, worin es > 1000 od. worin 1000 < als 10 000, giebt es grössern Profit; u. kann daher rascher accumuliren.
#e78 3)
BISZeit.°] Bei
Feller/Odermann, S. 218/219. – Hervorhebungen – außer
alle „Indirect”, „Direct”, „kleiner”, „mehr“ „grösser“
und „weniger” – sowie die Erweiterungen „Die Zeit“ bis „mehr Zeit“ von
Marx.
Schließen 3) Wie viel Jahre
müssen 1000f. ausstehn, um à 4% ebenso viel Zinsen zu geben,
als sie à 41/2% in 2 Jahren 8 Monaten gebracht haben?
| 4% : 41/2% = 22/3 Jahre : x |
| x = 3 Jahre. |
Indirect: Je kleiner der Zinsfuss, desto mehr Zeit. Die Zeit steht zum Zinsfuss in indirectem Verhältniss; je grösser der Zinsfuss, desto weniger Zeit, je kleiner der Zinsfuss, desto mehr Zeit.
4) x Zeit haben 2650 fcs ausgestanden, wenn die Zinsen davon à 41/2% … 3971/2 fcs betragen?
| fs 2650 Kapital : 100 Kap. = 1 Jahr : x |
| 41/2 Zins : 3971/2 Zins |
| Indirect: | Je mehr Kapital, desto weniger Zeit |
| Direct: | je mehr Zinsen, desto mehr Zeit |
5) x Zeit müssen 1960 fscs ausstehen, ehe sie à 3% dieselben Zinsen bringen, wie 1260 fcs Capital à 31/2% in 91/3 Monat?
| 1960 fcs : 1260 = 91/3 : x |
| 3% : 31/2% |
| x = 7 Monat. |
(Je mehr Capital desto weniger Zeit. Indirect)
(Indirect: je kleiner der Zinsfuss, desto länger die Zeit)|
676) Capital v. 1780f. gab in 225 Tagen 44 Mk. 8β Zinsen; x Zeit müssen 1125 Mark ausstehn um 361/2 Mark Zinsen zu geben?
| Mk 1125 : 1780 Capit. = 225 Tage : x | (Indirect: je weniger Kapital, desto mehr Zeit) | |
| 441/2 Zins : 361/2 Zins | (Direct; je weniger Zinsen, desto weniger Zeit) | |
| x = 292 Tage. |
#e79
V) BIS 980)°] Bei Feller/Odermann, S.
219/220. – Hervorhebungen – außer in der Überschrift
sowie „Diskontorechnung“ und
„baaren“ – sowie der Passus „a) Erste“ bis „Zweite
Lösung“ von Marx.
Schließen V) Aufsuchung
eines um die Zinsen vermehrten Kapitals.
1) x betragen 1260 fcs in 61/2 Monaten an Capital u. Zinsen à 4%?
a) Erste Lösung.; Nach der früher entwickelten Formel:
| 100 : gegebnem Capital = Zinsfuss : x | |
| 12 Monate : n Monaten, |
weshalb: hat man: 1260⨯61/2⨯4/1200 = 1260⨯61/2 /300 = 21/5 ⨯ 61/2 = 21⨯13/10 = 27.3
Also 27.3 Zinsen für 61/2 Monaten. Dies addirt zu Kapital v. 1260 [+] 27.3 [=] 1287.3 Capital u. Zinsen.
b) Zweite Lösung. In der ersten Lösung erst die Zinsen des Capitals 1260 f. 61/2 Monate gesucht; diese dann zum Kapital addirt. Aber man kann auch berechnen erst die Zinsen, die 100 in 61/2 Monaten geben, wenn in 12 Monaten (i. e. 1 Jahr) 4[%].
| 12 : 61/2 = 4 : x |
| x = 21/6; |
also zu 4% Kapital (i. e.) 100 + Zinsen f. 61/2 Monate = 1021/6 ; danach nun die Sache für 1260 zu berechnen.
| 100 : 1260 = 1021/6 : x |
| x = 1287.3. |
2) x werth 980f. Capital à 5% an Capital u. Zinsen nach 186 Tagen?
| α) | 360 Tage : 186 = 5 : x |
| x = 27/12 | |
| + 100 = 1027/12 |
| β) | 100 : 980 = 1027/12 : x |
| x = 1005.66 | |
Daraus, u. dies der Schluss der Discontorechnung, dass 980f. zu 5% p. Jahr an Capital u. Zinsen nach 186 Tagen werth sind f.1005.66 folgt umgekehrt, dass f.1005.66 , die erst fällig sind nach 186 Tagen einen jetzigen baaren Werth von 980 haben (1005.66 – f.25.66 = 980)|
VI) Aufsuchung der Zinsen od. des Kapitals, die in
einem Zinsen u. Capital darstellenden Werth enthalten
sind.
1) Nach 7 Monaten erhält man an Capital u. Zinsen für ein à 5% ausgeliehnes Kapital 967 Th. 12 Gr. 5 Pf. zurück, wie viel betragen die in dieser Summe enthaltnen Zinsen?
Zuerst zu berechnen, wie viel à 5% die Zinsen für 100 während 7 Monaten
| Mte 12 : 7 = 5% : x. |
| x = 211/12% |
| + 100 |
| 10211/12 nach 7 Monaten. Capital (v. 100) + Zinsen. |
| 10211/12 : 967.5/12 = 211/12 : x |
| x = 25 27 5/12 Th. |
| Das in 9675/12 steckende Kapital daher = 9675/12 – 25 27 5/12 = 942 940 . |
| Sollte das ursprüngliche Kapital gefunden werden, so. |
| 100 102 11/12 : 9675/12 = 100 : x |
| x = 942 940 |
Bemerkung von
Marx.
Schließen Wenn aber das nach 7 Monate returnirte Kapital
(zu 5% ausgeliehn) von 9675/12 Th. enthält
942 940 ausgeliehnes Capital + 25. 27
5/12 Zinsen, so folgt umgekehrt,
dass zur selben Rate der Verzinsung, ein erst
nach 7 Monaten fälliger Werth von 9675/12
Th. jetzigen baaren Werth hat von 942 940
(Discontrechnung)
VII)
#e82 VII) BIS37/8%.°] Bei Feller/Odermann, S. 221/221.
– Hervorhebungen – außer in der Überschrift – und der
Passus „Z. B.“ bis „Zinsfuss v. 360“ von
Marx.
Schließen Aufsuchung eines mittleren
Zinsfusses.
1) Gleiche Capitalien u. gleiche Zeiten. Man addirt die verschiednen Zinsfüsse u. dividirt ihre Summe durch die Anzahl der gleichen Capitalien.
| Z. B. | 1) Capital 360 | à 3% |
| 2) Capital 360 | à 31/2% | |
| 3) Capital 360 | à 4% | |
| 4) Capital 360 | à 5%; | |
| dann hat man hat 4 × 360 à 3 + 31/2 + 4 + 5% | ||
| hence mittlerer Zinsfuss v. 360 = 3+31/2+4+5%/4 = 37/8%. | ||
2) #e83 2)
BISTh.°] Bei
Feller/Odermann, S. 221/222. – Hervorhebungen – außer in
der Überschrift – und Bemerkung in Klammern von
Marx.
Schließen
Ungleiche Kapitalien u. gleiche
Zeiten.
Jedes Kapital mit dem ihm zugehörigen Zinsfuss zu multipliciren ⦗z. B. 2000 Rth. à 3% fürs Jahr geben 60 Zinsen; u. 6000 à 1% geben ebenfalls 60; eben so geben 2000 Rt. à 3% f. 3 Monate 60/4 = 15, u. 6000 zu 1 Monat ebenfalls 15.⦘ u. die Summe der dadurch erhaltnen Producte durch die Summe der Capitalien zu dividiren.
Welches ist der mittlere Zinsfuss folgender auf 3 Monate ausgeliehner Capitalien, 2000 à 3%, 4000 à 4%, 6000 à 41/3% u. 1500 à 6%? Indem man jedes diese dieser Capitalien mit seinem Zinsfuss multiplicirt[,] erhält man 4 Capitalien, die alle à 1% u. für 1 Monat ausgeliehn sind;
| 2000 × 3 | = | 6 000 |
| 4000 × 4 | = | 16 000 |
| 6000 × 41/3 | = | 26 000 |
| 1500 × 6 | = | 9 000 |
| 13 500 | 57 000 |
Man hat also jetzt 13500 : 57000 = 1% : x%; x = 57000/13500 = 42/9%.|
Also die Zinsen von 13 500 à 42/9% in 3 Monaten = 1421/2 Th.
3) #e84 3)
BISTerminrechnung.°] Bei Feller/Odermann, S.
222/223. – Hervorhebungen – außer in der Überschrift –
und erste Bemerkung in Klammern von Marx.
Schließen
Ungleiche Zeiten u. gleiche
Capitalien.
Alle Zeiten auf selben selbe Benennung zu reduciren, i. e. gleichnamig zu machen, wenn sie es nicht schon sind; jedes Kapital wird mit der ihm zugehörigen Zeit multiplicirt u. dividirt die Summe der Producte durch die Summe der Zeiten
⦗Z. B. 2000 Thaler zu 3% geben in 3 Monaten 15 Thaler; u. 6000 od. 2000 Thaler × 3 (den Coefficient der Monate) zu 3% geben in 3/3 = 1 Monat ebenfalls 15 Th.⦘
Von 4 gleichen Kapitalien (z. B. 600 × 4 = 2400) ist 1ste s zu 6 Monaten à 4%, 2tes auf 5 Monate à 3%, 3tes auf 4 Monate à 41/2% u. 4tes auf 1/2 1/4 Jahr, also 6 3 Monate zu 5% ausgeliehn. Welches der mittlere Zinsfuss dieser Capitalien?
| 6 Monate | à 4% | = | 1 Monate | à 4 × 6 | = 24% |
| 5 | à 3% | = | 1 Mt | à 3 × 5 | = 15% |
| 4 | à 41/2 | = | 1 Mt | à 4 × 41/2 | = 18% |
| 6 3 | à 5 | = | 1 Monat | à 6 3 × 5 | = 30 15% |
| 18 Monate | 72.% | ||||
| Hence: 18 M. : 1 = 72% : x. x = 72/18 = 4% | |||||
| Z. B. Jedes der gleichen Capitalien = 600 fcs. | Zum mittleren Zinsfuss à 4% aber geben: | ||||
| 600 à 4% | in 6 Monaten | = 12 | 600 in 6 Monaten | 12 (per Monat 2) | |
| 600 à 3 | 5 M. | = 7.5 | 600 in 5 Monaten | 10 | |
| 600 à 41/2 | 4 M. | = 9 | 600 in 4 Monaten | 8 | |
| 600 à 5 | 3 M. | = 7.5 | 600 in 3 Monaten | 6 | |
| 2400 | 36 Zinsen | 2400 | 36 Zinsen | ||
[
Im Folgenden Kommentar von
Marx. – Erstmals veröffentlicht in: MEGA II/14.
S. 162.
Schließen Kommentar von Marx
]
Für die Berechnung von Fall
4) Ungleiche Zeiten u. ungleiche Capitalien, ist ausser dem mittleren Zinsfuss
die mittlere Verfallszeit zu berechnen, gehört in die
Terminrechnung
Diese also sowohl bei Berechnung der mittleren Profitrate für gesellschaftliches Kapital, wo die einzelnen Kapitalien ungleich gross u. ungleiche Umlaufszeit haben anzuwenden.⦘ |
B) Bei Feller/Odermann, S.
223.
Schließen Zusammengesetzte
Zinsrechnung od. Zinseszinsrechnung.
Wenn Schuldner die Zinsen nicht vom Capital zur Verfallzeit bezahlt, sondern zum Capital geschlagen u. in darauf folgendem Zeitraum mit verzinst werden. Z. B. entlehnt 100 zu 4%; macht Ende des Jahrs an Kapital u. Zinsen = 104, u. es sind also f. das 2te Jahr 104% zu verzinsen.
Die gewöhnliche Arithmetik – u. dies nur schwerfällig – kann von den hier vorkommenden 4 Fragen nur 3 lösen.
Vorher noch:
Zinseszinsen vermehren sich sehr rasch; z. B. ein
Capital zu 3% in 23.45 Jahren
verdoppet verdoppelt
sich, zu 4% in 17.673
Jahren; verdreifacht sich in 37.161 Jahren
etc. Erfolgt der Zinszuschlag
halbjährlich etc, so natürlich viel rascher.
I) Wie gross wird nach Ablauf einer gewissen Zeit, ein gegebnes Kapital mit seinen Zinsen u. Zinseszinsen? (Verwerthetes od. accumulirtes od. angewachsnes Kapital)
Die Ermittlung der Zinseszinsen für sich allein – statt der Aufsuchung der Zinsen in der einfachen Zinsrechnung – nicht findbar weder vermittelst gewöhnlicher Arithmetik noch Algebra durch besondre Rechnung; man muss vielmehr das angewachsne Capital suchen u. die Differenz zwischen diesem u. dem Stammkapital bildet die Zinseszinsen.
1) Wie gross wird ein Kapital von 850 Th. bei jährlicher Zinsenzuschreibung mit Zinseszinsen à 5% nach 5 Jahren?
| a) | Erste Lösung durch Kettenregel. | b) | 2te Lösung; durch Regel de Tri. | |||
| x Th. | = | 850 Th. Capital | 100 : 850 = 105 : x. | x = 892.5 Ende des 1t Jahrs. | ||
| 100 | = | 105 nach 1sten Jahr | 100 : 892.5 = 105 : x; | x = 937.125 Ende des 2ten Jahrs. | ||
| 100 | = | 105 nach 2t 〃 | 100 : 937.125 = 105 : x; | x = 983.9813 Ende des 3 Jahrs. | ||
| 100 | = | 105 nach 3t 〃 | 100 : 983.9813 = 105 : x; | x = 1033.1804 Ende des 4 J. | ||
| 100 | = | 105 nach 4t 〃 | 100 : 1033.1804 = 105 : x; | x = 1084.8394 Ende des 5 Jahrs. | ||
| 100 | = | 105 nach 5t | ||||
| x | = | 1084.8393 | ||||
Geschähe die Zinsenzuschreibung halbjährlich, so, nach 5 Jahren:
| x Thl = 850 Capital |
| 100 = 102.5 nach 1stem Halbjahr |
| 100 = 102.5 nach 2. |
| 100 = 102.5 nach 3 |
| bis 100 = 102.5 nach 10t; |
| Man hätte statt wie sub a) f. 5 Jahre, f. 10 Halbjahre zu rechnen u. fände x = 1088.0718 Th.| |
71
2) Wie gross das Stammkapital, das nach 5 Jahren mit jährlicher Zinseszinsenrechnung à 5% auf 1084.8394 Th. anwuchs?
| a) | durch Regel de Tri: | |||
| 105 : 1084.8393 = 100 : x | x = 1033.1803 | Ende des 5ten Jahrs war Grundkapital: | 1033.1803. | |
| 105 : 1033.1803 = 100 : x; | x = 983.9812 | Ende des 4t Jahrs | 983.9812. | |
| 105 : 983.9812 = 100 : x; | x = 937.125. | Ende des 3 Jahrs | 937.125. | |
| 105 : 937.125 = 100 : x; | x = 892.5 | Ende des 2 Jahrs | 892.5. | |
| 105 : 892 892.5 = 100 : x; | x = 850; | also Anfang des 1 Jahrs Stammkapital = | 850. | |
| b) | Durch Kettenrechnung: | |
| x = 1084.8394 | ||
| 105 : 100 | ||
| 105 : 100 | ||
| 105 : 100 | ||
| 105 : 100 | ||
| 105 : 100 | ||
| x = 1084⨯1005 /1055 | = 850 Thl.| | |
Zwischenschub
[Wird veröffentlicht in: MEGA IV/30.]
Inhalt:
-
Procentrechnung
.
(Allgemeine Formel)
- Procentrechnung.
-
Anwendung von
Procentrechnung
- A) Berechnung v. Provision, Courtage, Assekuranzprämie u.
andre Spesen.
- B)
Gewinn- u. Verlustrechnung
:
-
C)
Rabattrechnung
.
-
D) Zinsrechnung.
-
Kommentar von Marx
- A)
Berechnung der
einfachen Zinsen
- I) Aufsuchung der Zinsen eines Kapitals;
-
Kommentar von Marx
- II) Aufsuchung des Kapitals
- III)
Aufsuchung
des Zinsfusses.
-
Kommentar von Marx
- IV)
Aufsuchung
der Zeit.
-
V) Aufsuchung
eines um die Zinsen vermehrten Kapitals.
- VI) Aufsuchung der Zinsen od. des Kapitals, die in
einem Zinsen u. Capital darstellenden Werth enthalten
sind.
- VII)
Aufsuchung eines mittleren
Zinsfusses.
- I) Aufsuchung der Zinsen eines Kapitals;
- B)
Zusammengesetzte
Zinsrechnung od. Zinseszinsrechnung.
-
Kommentar von Marx
- A) Berechnung v. Provision, Courtage, Assekuranzprämie u.
andre Spesen.
Zitiervorschlag
Karl Marx: Heft IV (1878). In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, Bd. IV/25, bearb. v. Timm Graßmann, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M0012599. Abgerufen am 08.08.2026.