| 31 August 71
Petersburg.

Geehrtes Fräulein,

Entschuldigen Sie dass ich mich an Sie wende, aber sehr traurige Nachrichten, welche auch in unsere Zeitungen gedrungen sind, veranlassen mich Sie zu bitten wenn auch nur ein Paar Worte auf Folgendes zu antworten. Heute benachrichtigen uns die Zeitungen von einer schweren Krankheit Ihres Herrn Vaters. In Folge seines schwächlichen Organismus sind die ihn Kennenden in grosser Unruhe. Würden Sie nicht so freundlich sein und mir schreiben in wie fern diese Gerüchte auf Wahrheit beruhen und in welchem Zustande sich überhaupt seine Gesundheit jetzt befindet. Indem ich hoffe dass Sie meine Bitte erfüllen werden, bitte ich noch vielmals um Entschuldigung

Mit hochachtung
N. Danielsson
Adresse Mr Stouloff, Banque d’Etat. S Peterbourg
Russie.

Zeugenbeschreibung und Überlieferung

Zeugenbeschreibung

Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen vergilbtem Papier. Daniel’son hat eine Seite nahezu vollständig beschrieben, die übrigen drei Seiten sind leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.

Archivsignatur des Moskauer Marx-Engels-Instituts (IMĖ) auf der beschriebenen Seite mit Bleistift: „Rj 951“.

Anmerkungen zum Brief

Zum Empfänger: In den russischen Veröffentlichungen wird Jenny Marx (Tochter) als Empfängerin des Briefes angegeben. Zur Bestätigung von Eleanor Marx als Empfängerin siehe Marx an J. Marx, 29.9.1871 („Tussy hat auch von den Freunden in St. Petersburg ängstlichen Brief erhalten.“).

 

Zitiervorschlag

Nikolaj Francevič Daniel’son an Eleanor Marx in London. Sankt Petersburg, Dienstag, 12. September 1871. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M0088582. Abgerufen am 01.10.2026.

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