Inhaltsbeschreibung und Datierung
1Das vorliegende, mit „I)“ betitelte Heft enthält den ersten Teil von Marx’ umfangreichen Auszügen aus den zwei Bänden von Ilarion Ignat’evič Kaufmans „Теорія и практика банковаго дѣла“ („Theorie und Praxis des Bankwesens“). Seine insgesamt rund 210 Manuskriptseiten umfassenden Auszüge aus Kaufmans Werk führte Marx über zwei Hefte hinweg, deren Reihenfolge er durch entsprechende Titel (Heft I und Heft II) kenntlich machte. Er übersetzte die ausgezogenen Passagen aus dem Russischen ins Deutsche. In seinen Auszügen machte er vergleichsweise viele und mitunter ausführliche Bemerkungen zur ökonomischen Theorie. Neben seinen „Randnoten zu Dührings ‚Kritischer Geschichte der Nationalökonomie‘“ (siehe MEGA I/27), den Manuskripten zum zweiten Buch des „Kapital“ (siehe MEGA II/11) sowie einigen Briefen liegt hier eines der bedeutendsten Zeugnisse für das ökonomische Denken des späten Marx vor.
2Das vorliegende Heft entstand im März 1878. Marx notierte selbst zu Beginn „Angefangen März 1878“ (S. [0]), und da er auch das unmittelbar anschließende Heft II laut eigener Auskunft im „März 1878 begonnen“ (Heft II, S. [0]) hatte, ist das vorliegende Heft I mit Sicherheit auch im März 1878 abgeschlossen worden. Auch an Sigmund Schott schrieb Marx am 29. März 1878, er habe den ersten Band von Kaufmans „Theorie und Praxis der Banken“ „schon durchgelesen“ (RGASPI, Sign. f. 1. o. 1. d. 6857).
3Marx äußerte sich in den Exzerpten mehrfach kritisch zu Kaufman. Dass er ihn dessen ungeachtet bedeutsam fand, zeigt sich in der Seltenheit, dass ein ganzes Heft Exzerpte aus ausschließlich einem Werk enthält. Einmalig dürfte zudem sein, dass Marx gleich mehrere Inhaltsübersichten zu seinen Exzerpten aus einem Buch anfertigte (S. 83 und Heft II, S. 136–143).
4Auch regte Kaufman Marx zu vielen eigenen Bemerkungen, Kommentaren und Ausführungen an. „Mit richtigen Noten“ sind die Hefte gefüllt, bemerkte daher Engels in seinen beiden Inhaltsverzeichnissen auf den Umschlägen der Hefte I und II. Teilweise wiederholte Marx dabei einige Theoreme aus dem ersten Band des „Kapital“, teilweise entwickelte er einige frühere kredittheoretische Zusammenhänge weiter, an die er mitunter auch „neue“ Überlegungen anknüpfen ließ. Im Anschluss an das Manuskript zum dritten Buch des „Kapital“, in dem auch das zinstragende Kapital behandelt wird, entwickelt Marx im vorliegenden Heft die These, dass das Kreditsystem „nothwendig aus der kapitalistischen Produktion“ erwächst als Versuch, „auf der Basis des Privatbetriebs […] die Vortheile des Collectivbetriebs zu sichern“, d. h. „die naturwüchsig engen Grenzen des Privataustauschs“ zu erweitern. Nach einer anderen Seite hin erweitere der Kredit die „Ausbeutung der fremden Arbeit […] durch die Ausbeutung u. Aneignung de l’argent des autres“ (S. 9). „Industrieritter“ versuchen, „das zur Exploitation fremder Arbeit nöthige Kapital aus fremder Tasche hervorzuluchsen“ (S. 9/10), und „Kreditritter“ „fischen“ nach verfügbaren Leihkapitalien (und suchen die Generation solcher zu stimulieren), wozu sie zinstragende Wertpapiere („Papiercher“) oder Prospekte anbieten, die dem Publikum Profite versprechen (S. 15 u. 17). Die „Nation“ werde dabei „in profitwüthige Spekulanten u. Spieler“ (S. 19) verwandelt. Eine Grundlage der im Kreditsystem verfügbaren Deposite sind die Löhne der Arbeiter, die das Kreditsystem mit Profitaussichten anlockt. Somit verblenden die vermeintlichen „Kreditsegnungen“ laut Marx auch den Arbeiter: „Der Köder eines kleinen Zinses wird ihm v. allen Ecken vom ‚Unternehmungsgeist‘ entgegengehalten. Er beisst an, placirt sein Revenue-Zehr-Geld in Banken etc u. bringt es damit fertig nicht nur passiven, sondern activen, sozusagen freiwilligen Antheil an dem periodischen Bankerutt des ‚Unternehmungsgeistes‘ zu nehmen. – Sein Reserve-Zehr-Geld wird v. andern gegessen od. verspekulirt.“ (S. 12.)
5Marx äußerte sich im vorliegenden Heft u. a. zu den folgenden Themen: Arbeitsteilung und Versachlichung (S. 1), fixes und zirkulierendes Kapital (S. 3), ökonomische Statistik (S. 4), logischer Ursprung des Kredits (S. 8/9), Kredit als Assoziation einzelner Kapitalien (S. 9, 18/19 u. 33), Arbeiterklasse und Kredit (S. 10–12), „Verelendung“ des Arbeiters (S. 11), Kredit als Mittel, fremden Reichtum in Kapital zu verwandeln (S. 12/13), asiatische Produktionsweise (S. 15/16), Kreditritter fischen mit profitversprechenden zinstragenden Papieren nach Leihkapitalien (S. 17–19), Geldfunktionen (S. 20 u. 62), Gegensatz von Geld- und industriellem Kapital (S. 30), Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate (S. 30/31), Aktiengesellschaften und natürliche Monopole (S. 31), gesellschaftliche Produktion (S. 32), Scheckwesen (S. 43), Clearing House als System der wechselseitigen Schuldauslöschung (S. 44), Gebrauchswert und Wertbelauf der Schuldtitel (S. 44), Bankprofite (S. 50), zwei Arten einer Schuldkette (S. 58/59), Staatsintervention in einer Krise (S. 68/69), Diskont und Geldmarktbewegung (S. 74), Kredit als Verallgemeinerung der Gefahr auf Grundlage des Privatbetriebs (S. 76). Heft II enthält weitere Überlegungen von Marx, z. B. über Krisen.
Ilarion Ignat’evič Kaufman: Teorija i praktika bankovago dela
6 И. И. Каүфманъ: Теорія и практика банковаго дѣла. T. 1. Кредитъ, банки и денежное обращеніе. С.-Петербүргъ 1873. (S. 1–83.)
7 Kaufman wurde in eine jüdische Kaufmannsfamilie in Odessa (Gouvernement Cherson) geboren. Er studierte in den 1860er Jahren an der juristischen Fakultät in Charkiw, wo er auch sein Buch „Teopiя колебанiя цены“ („Theorie der Preisbildung“) veröffentlichte. Ab 1870 stand er im Dienst des Zentralen Statistischen Komitees, später, ab Mitte der 1890er Jahre, arbeitete er in der russischen Staatsbank, deren stellvertretender Direktor er 1907 wurde. Zugleich hatte er verschiedene Lehrstühle an der Universität Sankt Petersburg inne, darunter den für politische Ökonomie. Kaufman rezensierte die russische Ausgabe des ersten Bands von Marx’ „Kapital“ und äußerte Anerkennung für das Werk. Marx wiederum gab einen langen Auszug aus Kaufmans Rezension im Nachwort zur zweiten Auflage des „Kapital“ wieder und lobte Kaufman für dessen zutreffende Charakterisierung seiner „dialektischen Methode“ (MEGA II/6. S. 709).
8In der Folge schienen, wenngleich keine Briefe überliefert sind, Marx und Kaufman in Kontakt gestanden zu haben. Marx gab mehrmals an, dass Kaufman persönlich ihm seine „Theorie und Praxis des Bankwesens“ aus Sankt Petersburg zusandte.„Ich habe von Petersburg (Text russisch) von Herrn Kaufman sein dickleibiges Werk über Theorie u. Praxis der Banken erhalten, ditto seine Geschichte der Bank v. Engld etc.“ (Marx an Sigmund Schott, 29. März 1878.) „Mr. Kaufman was so kind as to send me his book on ‘theory and practice of banking’“ (Marx an Nikolaj Francevič Daniel’son, 10. April 1879). Schließen [1] Dieses Werk ist wie folgt aufgebaut: Der 928 Seiten umfassende Band 1, der theoretische Teil, enthielt Kaufmans Masterarbeit und hieß „Кредитъ, банки и денежное обращеніе“ („Kredit, Banken und Geldzirkulation“; St. Petersburg 1873). Band 2, die „Исторія банковъ“ („Geschichte der Banken“; St. Petersburg 1877), war Kaufmans Dissertation und erschien in zwei Teilbänden: Der erste Teilband enthielt nebst einer 27-seitigen Einleitung von Kaufman dessen 161 Seiten lange Teil-Übersetzung von Pietro Rotas „Storia delle banche“; der zweite auf 465 Seiten Kaufmans „Исторія банковаго дѣла въ Великобританіи и Ирландіи“ („Geschichte des Bankwesens in Großbritannien und Irland“). Insgesamt hatte Marx also rund 1600 Seiten russischen Text vor sich. Im vorliegenden Heft exzerpiert er ausschließlich aus dem ersten Band; das folgende Heft II enthält den Abschluss dieser Exzerpte aus dem ersten Band sowie die Auszüge aus der „Geschichte des Bankwesens in Großbritannien und Irland“. Aus dem ersten Teilband des zweiten Bands mit der Übersetzung von Rotas „Storia delle banche“ fertigte Marx keine Auszüge an. Er griff stattdessen im Anschluss, ab Oktober 1878, direkt zu Rotas Werken, aus denen er über fünf Hefte hinweg exzerpierte (Hefte V bis IX).
9Marx besaß die drei Bücher der „Theorie und Praxis des Bankwesens“ somit im Original (siehe MEGA IV/32. Nr. 658). Seine überlieferten Handexemplare enthalten viele Marginalien und auch weitere Äußerungen von ihm, auf die er in seinen Exzerpten ab und an verweist. Viele Seiten der Handexemplare sind allerdings verloren gegangen. Auch sind wegen Buchbinderschnitt die meisten Bemerkungen an den Seitenrändern nur teilweise erhalten und fast nicht zu rekonstruieren. Die Bemerkungen an den oberen und unteren Rändern werden, soweit entzifferbar, in den Sacherläuterungen zum Edierten Text mitgeteilt. Marx besaß zudem noch drei weitere Bücher Kaufmans: die „Teopiя колебанiя цены“ („Theorie der Preisbildung“; Charkiw 1867) (siehe MEGA IV/32. Nr. 659), die er anscheinend im Sommer 1877 las (siehe Marx an Engels, 1. August 1877), sowie außerdem zwei statistische Jahrbücher, an denen Kaufman beteiligt war (siehe MEGA IV/32. Nr. 1266 u. 1268). Auch in seinem Handexemplar der „Theorie der Preisbildung“ machte Marx zahlreiche Bemerkungen zur ökonomischen Theorie. Zur Werttheorie bemerkte er etwa S. 62: „darin liegt die Eselei! Knies verfährt als scholastischer Schulmeister, der von s. g. Begriffen od. Namen ausgeht, um daraus die Dinge herauszuklauben!“Carl Knies’ „Geld und Credit“ (Berlin 1873), auf das Marx hier verweist, hat er ebenfalls gelesen (siehe MEGA IV/32. Nr. 677). Schließen [2] Auf S. 76 fährt er fort: „Der Fehler ist überhaupt v. Werth als einer obersten Kategorie auszugehen, statt vom Konkreten, der Waare.“
10Wie bemerkt, übersetzt Marx den exzerpierten Text aus dem Russischen ins Deutsche. In Klammern schreibt er manchmal alternative Übersetzungsmöglichkeiten, aber auch Begriffe, die näher an seiner eigenen Terminologie stehen oder die den von Kaufman dargestellten Zusammenhang erläutern. Marx übersetzt ab und an recht frei und in einer Sprache, die den manchmal etwas blumigen Stil Kaufmans noch übertreibt. Dazu benutzt er des Öfteren einen süddeutschen Dialekt, womöglich pfälzisch, der offenbar ironische Distanz zum Ausdruck bringen soll. So wie Kaufman, aus Marx’ Sicht, in der „Theorie und Praxis des Bankwesens“ aus dem „Kapital“ paraphrasiert und „in seinen eignen Blechjargon“ (S. 20) übersetzt hatte, ironisiert nun Marx in seiner Übersetzung Kaufmans Ausdrucksweise.
11Im Nachwort des „Kapital“ zeigte sich Marx über Kaufmans Rezension erfreut, aber in seinen Exzerpten äußert er den Plagiatsvorwurf mehrfach (S. 16 u. 20): Kaufman habe „viel paraphrasirend u. trivialisirend“ (S. 62) aus dem „Kapital“ abgeschrieben. Wahrscheinlich begann Marx seine Exzerpte im vorliegenden Heft daher nicht mit dem Anfang von Kaufmans Buch, sondern mit einer Stelle, die ihn an das „Kapital“ erinnert hat (S. 1). Marx flechtet die entsprechenden Zitate aus seinem Buch in seinen Exzerpttext ein. So enthalten S. 1–7 des Hefts Exzerpte vom Schluss des vierten Kapitels sowie vom fünften Kapitel der „Theorie und Praxis des Bankwesens“. Denkbar wäre indes auch, dass Marx zunächst die ersten sieben Seiten des Hefts frei gelassen hatte, um dort während des Exzerpierens bibliographische Notizen zum Werk einzutragen; solche Notizen machte er dann jedenfalls in Heft 1876–1878.
12Marx’ ambivalentes Verhältnis zu Kaufman kommt auch in seinen beiden überlieferten brieflichen Einschätzungen der „Theorie und Praxis des Bankwesens“ zum Ausdruck. Zwar sei das Werk in seinem eigentlichen Metier, der Kredittheorie, wenig originell, ließ Marx Nikolaj Francevič Daniel’son wissen, aber Kaufmans Papiergeldkritik, die Marx in Heft II exzerpierte, wäre lesenswert.Marx schrieb: „from Fachstandpunkt, it is far from original in its details. The best part in it is the polemics against paper-money.“ (Marx an Nikolaj Francevič Daniel’son, 10. April 1879.) Schließen [3] Marx teilte außerdem sein Erstaunen darüber mit, „that my former intelligent critic […] had converted himself into a sort of Pindar of modern Stock-exchange swindling“. Ähnlich hatte er bereits ein Jahr früher Sigmund Schott über Kaufmans „Theorie und Praxis des Bankwesens“ auseinandergesetzt:
14Wegen seiner „Apologie“ des Bank- und Aktienwesens, gegen dessen Einführung in Russland sich Marx später in seinen Entwürfen für einen Brief an Vera Ivanovna Zasulič aussprach (siehe MEGA I/25), musste Marx in Kaufman einen politischen Gegner gesehen haben. Vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Vorstellungen über die wünschenswerte zukünftige Entwicklung Russlands erklären sich auch Marx’ abwertende Bemerkungen in den Exzerpten über die jüdische Religionszugehörigkeit des „Herrn K.“, wie Marx ihn oft nennt. Aber Marx’ Einschätzung der „Theorie und Praxis des Bankwesens“ war nicht nur negativ: Unbeabsichtigt beweise Kaufman die Notwendigkeit des Schwindels auf dem Boden der kapitalistischen Produktionsweise. Seine „Apologie“ sei daher nützlich und gegen die moralische Empörung der „Philister“ über den Spekulationsmissbrauch in Anschlag zu bringen. Marx dürfte bei den Philistern nicht zuletzt an Autoren wie Otto Glagau und Rudolph Meyer gedacht haben, deren Bücher über Korruption und Gründerschwindel in Deutschland er ebenfalls las und exzerpierte. Der Verweis auf Bethel Henry Strousberg im vorliegenden Exzerpt (S. 9) könnte darauf hindeuten, dass Marx Glagaus „Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin“ (Leipzig 1876) zu dieser Zeit, im März 1878, schon kannte.
15Den Schluss, das ein eigentlich mangelhafter Text doch etwas Richtiges ausdrücken kann, hatte Marx bereits aus Kaufmans „Theorie der Preisbildung“ gezogen: „Àpropos ‚Werth‘ macht Kaufman im ersten (sehr mangelhaften, ja absolut fehlerhaften, aber nicht uninteressanten) Kapitel der ‚Teopiя колебанiя цены‘ über den ‚Werth‘ nach Musterung sämmtlicher epigonischer Spintisirerei der gleichzeitigen deutschen, französ. und engl. Scholastiker, folgende absolut richtige Bemerkung“ (Marx an Engels, 1. August 1877). Und zwar gab Kaufman dort eine in Marx’ Augen treffende Charakterisierung „aller Vulgärökonomie“, deren „Signatur“ darin lag, von der Werttheorie abzusehen bzw. es nicht zu verstehen, die Werttheorie in einen „organischen Zusammenhang“ mit anderen ökonomischen Fragen und Kategorien zu rücken. Kaufman konnte laut Marx also seine dialektische Methode und die Bedeutung der Werttheorie verstehen, treffend gegen das Papiergeld polemisieren und (unbeabsichtigt) die Notwendigkeit des Schwindels demonstrieren.
16Neben den beiden Themenübersichten, die Marx zu seinen Kaufman-Exzerpten erstellt hat, zeugen auch die umfangreichen Randanstreichungen im vorliegenden Heft von einer mehrmaligen Durchsicht und damit der Bedeutung der Exzerpte für Marx. Die Marginalien mit Tinte sind wahrscheinlich während des Exzerpierens, diejenigen mit Blei-, Blau- und Rotstift später entstanden.
17Niederschlag fand die Beschäftigung mit Kaufman in den Manuskripten zum zweiten Buch des „Kapital“. In Manuskript VIII schrieb Marx: „Die Sucht, diesen als virtuelles Geldkapital sich aufschatzenden Mehrwerth sowohl zu Profit als zu ,Revenue‘ brauchbar zu machen, findet im Creditsystem u. den ,Papiercher‘ das Ziel seines Strebens. Das Geldkapital erhält dadurch in einer andern Form den enormsten Einfluss auf den Verlauf u. die Entwicklung des kapitalistischen Productionssystems.“ (MEGA II/11. S. 799.14–19.) Auf die „Papiercher“ zum „Profitchemachen“ kommt Marx in den vorliegenden Exzerpten immer wieder zu sprechen.
18Marx notierte den Titel des Werks auch in seiner Literaturübersicht „Russisches in my bookstall“ (Notizbuch aus den Jahren 1880 bis 1881).
Anmerkungen
- [1]„Ich habe von Petersburg (Text russisch) von Herrn Kaufman sein dickleibiges Werk über Theorie u. Praxis der Banken erhalten, ditto seine Geschichte der Bank v. Engld etc.“ (Marx an Sigmund Schott, 29. März 1878.) „Mr. Kaufman was so kind as to send me his book on ‘theory and practice of banking’“ (Marx an Nikolaj Francevič Daniel’son, 10. April 1879).
- [2]Carl Knies’ „Geld und Credit“ (Berlin 1873), auf das Marx hier verweist, hat er ebenfalls gelesen (siehe MEGA IV/32. Nr. 677).
- [3]Marx schrieb: „from Fachstandpunkt, it is far from original in its details. The best part in it is the polemics against paper-money.“ (Marx an Nikolaj Francevič Daniel’son, 10. April 1879.)
Zeugenbeschreibung
- H Originalhandschrift: IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. B 140/B 132.
- Beschreibstoff: Notizbuch mit kartoniertem Einband, Außenseiten und Rücken mit schwarzlackierter Leinwand bezogen, Innenseiten mit gleichem Papier wie Heftseiten beklebt. Format: 197 × 157 mm. Auf dem Vorderdeckel von Engels Etikett im Format 72 × 125 mm aufgeklebt. Keine Vorsatzblätter. Darin eingeheftet 38 Blatt (= 76 Seiten) mittelstarkes, glattes, weißes Papier, hellblau liniert. Format wie Einband. Als Wasserzeichen nur helle Linien im Abstand von 26 mm. Marmorierter Farbschnitt.
- Zustand: Gut erhalten, Papier leicht, das erste und letzte Blatt stark vergilbt. Blatt 11 (S. 21/22) lose. Keine Textverluste.
- Schreiber: Marx, Engels (nur Etikett).
- Schreibmaterial: Schwarze Tinte, leicht bräunlich verfärbte; An- und Unterstreichungen auch mit Blaustift (S. 1–4, 6, 8–23, 25, 27, 32–42, 44–51, 58–72, 74–78, 81, 82), Bleistift (S. 1–7, 16–25, 27-48) und Rotstift (S. 1, 2, 5–7, 22, 33, 35, 39, 43, 46, 58, 70).
- Beschriftung: Außen- und Innenseite des Vorderdeckels (teilweise), S. 1–76 vollständig, Innenseite des Hinterdeckels (teilweise). Lateinische Schrift.
- Paginierung: Marx paginierte 1–51 und 58 bis 82 (52–57 wahrscheinlich versehentlich übersprungen) mit Tinte (später von fremder Hand mit Bleistift nachgezogen).
- Vermerke fremder Hand: Archivstempel IISG, Sign. B 132; Fotosign. EG 0 - EG 83 (mit Bleistift).
Zitiervorschlag
Timm Graßmann: Entstehung und Überlieferung zu Heft I (1878). In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, Bd. IV/25, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M4816429. Abgerufen am 08.08.2026.