[Inhaltsverzeichnis von Engels]

November 1876.

Cardenas, Hist. de la propiedad territorial en España 1873/75. Heft I.|

[0]

[Notizen zum Heft]

Fustel de Coulanges: La Cité antique. Paris 1866.

Heft d)

Francisco de Cardenas: Ensayo sobre la Historia de la Propiedad Territorial. (t. I. 1873) t. II (1875) (Madrid) (p. 1–105)

Fortsetzung in Heft c e) (Schluss in Heft e c)|

1

1876. (begun November)

Aus:
Francisco de Cárdenas: Ensayo sobre la historia de la propiedad territorial en España. T. 1. Madrid 1873.
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D. Francisco de Cárdenas: Ensayo sobre la Historia de la Propiedad Territorial en España. Tomo I (Madrid 1873) tomo II (id. 1875)

Tomo I

[Libro I]

Alte Hebräer: (Bis zur ersten Zerstörung des Tempels durch die Assyrier): Gegen die Veräusserung des Grundbesitzes, jubileum alle 50. J., wann die veräusserten Ländereien an die Personen od. Familien denen sie gehört, zurückkehrten; u. zwar ohne Zins, od. pretium f. die faktischen ⦗in Folge der Veräusserung⦘ Besitzer (Levitico c. XXV, v. 8–13[)]. Nach Josephus (Antiquit., l. III, c. XII; pár. III) Ausnahme: Wenn Rechnung dessen was das Land den Besitzer gekostet hatte die Production überschritt, hatte ihm die Differenz vergütet zu werden. (p. 14) Ausser dem Jubileum: „el retracto gentilicio“ (Levitico)

Erbschaftsrecht od. Erbordnung. Patriarchen (Genesis c. XXI, XXV, lib. jud. c. 9) Später testamentarische Willkühr beschränkt. Söhne Erbfolger, der älteste wegen Primogenitur doppelt so viel wie die andern[.] Wenn keine Söhne, Neffen etc. (Deuteron. c. XXI, v. 15–17) Töchter ursprünglich ausgeschlossen, weil durch ihre Verheirathung das Gut der Familie entfremdet.

Bei Mangel männlicher Descendenten (i. e. Söhne) später die Töchter zugelassen. (Numeros c. XXXVII, v. 1–2) Gesetzgeber sucht zu neutralisiren den Effect der Succession durch Weiber auf Integrität des patrimonios familiares, durch Verbot der Heirath unter Personen verschiedner Tribus (Numer. c. XXXVI, vers. I etc.); ferner die Leviracion, wonach sohnlose Wittwe einem der Brüder du mari défunt sich zur Heirath anbieten muss; nur wenn v. allen refusirt, war sie frei de casarse con otro. Alle Güter des défunt, sowie die dos der Wittwe, gingen an den Bruder des défunt über, der sie heirathete; doch konnte dieser sie nicht veräussern; der erste Bub aus solcher Ehe führte den Namen des feu mari u. (mit Ausschluss seines natürlichen Vaters) erbte alle dessen Güter etc. (Deuteron. ch. XXV, vers. 5 etc) So viele Jahre conservirt, trotz der Tendenz sich durch Veräusserungen zu verlieren, das Grundeigenthum der Familien u. Stämme.

Griechen u. Römer: Die Familienreligion, unabhängig v. allgemeinen Cultus, Privatidol, Protector der Race (i. e. family) gegen alle Gefahren etc genau verknüpft mit Grundeigenthum in seiner primitiven Form.  Zusammenfassend von Marx. – Marx notierte den Titel „La cité antique“ (Paris 1866) von Fustel de Coulanges in den Notizen zum vorliegenden Heft auf S. [0]).
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Cárdenas folgt hier dem Coulanges.

Griech. Sprichwort, erwähnt v. Diodor Siculus: „die Religion lehrte den Menschen sein Haus bauen.“  Zusatz von Marx.
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(den Heerd, Feuer, Grab, Ringmauer)
Tibullus nennt I, 23, die, „Lares agri custodes“  Bemerkung von Marx.
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(diess indeed wohlfeile Feldpolizei)
⦗Ferner: Gott Terminus.⦘

Nach dem Cardenas

  • in Sparta wiegt das orientalische Element – Eigenthum des Staats an Grund u. Boden vor;
  • in Athen, das europäische Element (Familie, Individualität) but sehr restringirt durch das religiöse Element.
  • in Rom schliesslich das orientalische Element vernichtet, das europäische siegt völlig. (24)

Grundeigenthum in Griechenland: Sparta: ⦗Staat vertheilt bedeutenden Theil des Bodens zu gleichen Theilen unter den Bürgern; reservirt andre, ungetheilte Portion f. Vertheilung unter zukünftige Bürger. Auch in der vertheilten Portion behielt die Republik gewisses dominio directo, die Bürger Art v. usufructo revocable. Diess zu |2 schliessen aus der Leichtigkeit, womit Lykurg viele Jahrhunderte später ohne grosse Mühe neue Vertheilung aller Länder machen [konnte], distribuirend 900 lotes unter den ciudadanos u. 30,000 unter den habitantes v. Laconia. (Plutarch Lysias.) Verbot die Güter zu veräussern ausser in höchster Noth (Plut. Lycurg, Agis) Existirte in Locris, Leucadia (Aristoteles Polit. II, 4. 5[)]. Phidon in Corinth verordnet: unveränderlich sei Zahl der families u. ihrer patrimonios. Arist. Polit. II, 5-7. Folge des Systems der inalienability u. Gleichheit der fortunas [war das] Verbot v. dos für Weiber, existirte in Sparta (Aelion hist. divers l. VI, c. 6; Justin. 3, c. III), weil mit den dots Patrimoine einiger families über, das andre under die legale taxe gebracht. Der älteste Sohn erbte integro el lote del padre; die übrigen Söhne erhielten ihr lote v. der Republik. (Plut. Lycias, 32) Die religion doméstica Familiendeposit, übertragen erblich im Mannsstamm; älteste Sohn folgte exclusiv dem Vater in seinen functionen als Chef dieser Religion u. Director ihrer Ceremonien u. Opfer. (Arist. Pol. II, 9, 3; Plut. Agis. 5) Keine Testamente in Sparta bis nach dem peloponnesischen Krieg (auch nicht in Theben, Corinth) Plut. Agis, 7. 24.: der Ephor Epydates führt Gesetz ein zur Autorisation v. Testamenten u. Schenkungen unter Lebenden, u. andres welches die Töchter beruft zur Erbfolge ihrer Väter. Dann hören auf die Privilegien der Primogenitur (wogegen bewaffnete Erhebung der jüngeren Familiensöhne in Heraclia, Cnidos, Istros u. Marseilles. (Arist. Polit. VIII. 5.) Damit hört auch Verbot der Veräusserung der terrae auf, deren da es nutzlos [wurde], sobald sie sich zersplittern od. accumuliren konnten durch Testament od. Intestaterbrecht. Versuchte Rückkehr zur Gleichheit durch König Agis; später durch Cleomenes. (Plut.) ⦗durch neue Vertheilung der Ländereien u. Abschaffung der Schulden⦘ Ihnen gelang nicht mit Hilfe der Democratie, was Lykurg ohne selbe u. ohne Widerstand fertig gebracht; (der sentimiento de la libertad y del dominio individual habia llegado á ser mas poderoso que el influjo de las tradiciones orientales y de las formas rigoristas del culto domestico doméstico. p. 27.)[⦘]

Athen: ⦗Hier derselbe Cultus; dieselben tradiciones orientales; Staat – Herr aller terrae – vertheilt sie unter den Bürgern; diese proprietates unveräusserlich etc. Nach Solon, wer seine terra veraüssert, verliert sein Bürgerrecht. In älteren Zeiten weder Testamente noch dotes. Solon erlaubt dotes v. geringem Werth  Bemerkung von Marx.
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(diese quantitative Schranke fällt nachher)
; ferner Testamente, aber nur in favour der citizens die ohne legitime Söhne; dann Antheil der Töchter an Erbe. In Athen wie in ganz Griechenland ursprünglich nur als Verwandte angesehn mit Erbschaftsrecht die de las líneas de varon, Sohn, Bruder, Bruderssohn etc. Schon zu Demosthenes Zeit gilt als verwandt auch v. Weibsseite u. kömmt bei Fehlen des Manns somit zum Erben. Statt Primogenitur zu Demosthenes Zeit gleiches Erbrecht der Söhne, aber Aelteste erbte ausser seinem legitimen Theil noch das väterl. Haus.⦘

Rom: ⦗Erst in orientalischer Collectivform. Unterstellt dass Rom das territorium in 3 Theile theilte; den einen, gleich, unter den 30 Curien, die das Volk bildeten; andren, sehr bedeutenden, f. public cultus; dritter reservirt f. Staat unter dem Namen ager publicus. Jede der 30 Curien Collectiveigenthum an den tierras, die ihr zufielen, blieben indivisas entre los miembros de las mismas curias, ohne dass einer davon adquiriese propiedad individual y exclusiva en alguna de sus porciones. Numa Pompilius vertheilt diese Ländereien, früher indivisas, jeder Curia unter ihre Bürger; Cicero sagt in der That nur: Numa vertheilte agros, quos bello Romulus ceperat; bei Plutarch u. Dionysius Halic. (Numa) nicht diese Einschränkung. cf. Cicero de rep. II. Fact, dass das propriété indivise u. wahrscheinlich gemeinsam cultivirt durch die Glieder der Curien, ihnen als Privateigenthum vertheilt, jus quiritarium; diess noch während einiger Jahrhunderte nur angewandt auf die terres des campo romano, vertheilt unter die Curien; nur genossen |3 diess dominium durch die röm. Bürger u. die v. Latium; noch lange Zeit vorenthalten den Italienern u. Fremden.⦘

⦗der ager publicus benutzt durch Verpachten od. in usufruct geben in kleinen Portionen an die equites, f. cierta pension, u. mit absoluter Reserve des dominio directo. Diesen terrae später gleichgeachtet, obgleich nicht ganz u. gar, die ausserhalb [von] Italien Eroberten, propiedades provinciales. Die Repubilk liess sie ihren alten Besitzern, f. Zahlung de un canon cierto, od. verpachtete sie, od. verkaufte sie, hielt sich aber stets Art v. dominium directum vor. Der Besitz dieser terrae hiess nicht dominium, sondern possessio od. usufructus; die Besitzer konnten sie nicht consagrar noch alieniren nach jus quiritarium, noch transmit durch Testament, noch sie erwerben durch usucapio u. zahlten im allgemeinen als Tribut Zehnten v. Korn, Fünftel v. den übrigen frutos. Von dieser Sorte heisst est es bei Gajus: „In eo solo dominium populi romani est vel Caesaris, nos autem possessiones tantum et usumfructum usufructum habere videmur.“ (Instit. II, 7)⦘

⦗Das dominium quiritarium das einzige, ganz unabhängig v. Staat constituirt, zum ausschliesslichen Nutzen des Individuums, aber diess Individuum nicht die isolirte Person des Eigenthümers, sondern die familia ciudadana repräsentirt durch ihren chef. Die Gesetze der 12 Tafeln, die ältesten, die wir kennen, erlauben Veräusserung der heredades, mit Ausnahme des Platzes den die Familiengräber einnehmen u. mit Reserve der Servituten nöthig um den Zugang zu ihnen zu haben. Die transmission der proprietas quiritaria erheischte – die Theilung unter Brüdern [erheischte] gewisse relig. Ceremonien u. die Intervention v. priesterlichem agrimensor; – eben Verkauf ähnliche Formalitäten, in Gegenwart eines sacerdor sacerdote libripens u. die Ceremonie der mancipacion.  Zusammenfassend von Marx.
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(Das zeigt, nach Herrn Cardenas auf ursprüngliche Unveräusserbarkeit hin; kommt alles nicht vor bei Transmission der Provinzialen proprietates.)
Das quiritarium dominium geht auf ältesten Sohn über; alle andern Personen unterworfen seiner Autorität bilden selbst Eigenthum des paterfamilias.⦘

⦗Rigorose Successionsordnung; haeres suus; Weiber ursprünglich (wahrscheinlich) ausgeschlossen; od. Verwandten daher selbst ihr Recht auf Legat beschränkt in 12 Tafeln.⦘ ⦗Sors seit ältesten Zeiten Namen f. das Familieneigenthum, Consortes die Brüder od. Verwandten, die in ungetheilter Gemeinschaft das väterliche patrimoine besitzen (Festus. V. Sors; Velejus I, 10) Zeigt auf nicht getheiltes Familieneigenthum hin, an dessen Spitze ältester Sohn. Daher gens, gentiles; verschwinden im Mass wie die Brüder sich trennten, besondre families bildeten; bliebe dem Erstgebornen nur noch gewisse religiöse Autorität.⦘

⦗Neben der rigorosen Successionsordnung der 12 Tafeln – beschränkt auf Agnaten u. Gentiles – andrerseits Testamentsrecht, of quite opposite tendency⦘ ⦗Ursprünglich musste Testament gemacht werden vor dem in Curien versammelten Volke, comitia calata, unter Vorsitz des Pontifex; später erst adaptirt die weniger feierliche Form, wo der testator seinem Erben die Erbschaft verkauft (per aes et libram)⦘

⦗Die equites kommen in Besitz grossen Theils des ager publicus; mit Hilfe des Prätor gelang es ihnen diese possessiones einzuführen in commercium u. sie in verschiednen modi zu übertragen u. mit demselben Effect wie die cosas de dominio quiritario. Daher codicia der Plebejer. Bei den früheren Vertheilungen der terrae hatten sie nichts erhalten als Weiderecht auf einige derselben, die tenian la calidad de comunes. Servius Tullius octroyirte ihen ihnen Eigenthum an einem Theil dieser selben heredades; nach Errichtung der Republik erhielt jeder arme Bürger 7  Bei Cárdenas, S. 41: yugadas
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Jugen
v. der terrae, die der Krone gehört hatten, u. 298 u. c. unter die Plebejer der Mons Aventinus vertheilt, bis dahin de aprovechamiento comun. Diess alles wenig u. die Plebejer ausgeschlossen v. ager publicus, den sie erobert u. später bearbeitet hatten.⦘

⦗Unter dem Kaiserthum, statt des ager publicus, der patrimonio fiscal, bestehend aus den Privatgütern der Kaiser, herrenlosen Gütern, heimgefallnen herencias, od. den Bürgern Wegconfiscirtes. Der Staat |4 utilisirte anfangs diese Ländereien durch Verpachtung u. verlangte ausserdem v. seinen Besitzern einen Tribut; dieser wuchs so an, dass die Pächter sie aufgaben, weil ihre Cultur profitlos. Darauf diese tierras in emphyteusis gegeben, ihr Dominium getheilt zwischen Staat u. seinen Colonen. Der Emphyteut hatte den ususfruct, konnte aber nicht das predium veräussern ohne Licenz des fiscus, der dann sein Retractrecht ausüben konnte, od. verlangen als laudemium 2% vom Verkaufspreis. Die öffentlichen Dienste u. bes. die der Legionen, die den Grenzen garnisonirten, bezahlt mit Emphyteusen v. terrae deren canon  Zusatz von Marx.
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⦗heisst hier, das f. die terra Gezahlte⦘
der Militär- od. Civildienst der Euphyteuten. Auch die Kirche pflegte so ihre Schulden mit terras zu zahlen; so blieb als collectiv, unveräusserlich Eigenthum dem Staat nur das Dominium directum der terrae fiscales; das dominium utile u. immediate volvió al comercio y fué fast freies Eigenthum der Privaten.⦘

Patrimonium der Municipien: Gebäude f. Tempel, öffentliche Schauspiele etc, die alle Städte besassen, ihrer Natur nach unveräusserlich; ebenso die Güter, von deren Renten wenigstens Theil der Municipalausgaben bestritten; die Städte, die nach altem strikten Recht nicht erben konnten, befähigt dazu auf dem indirecten Weg des Fideicommiss vermittelst lex v. Trajan. Anderes späteres Gesetz erlaubt ihnen direct zu Erben ernannt zu werden u. eins von Adrian: Legate zu acceptiren. So bildete sich u. wuchs das Eigenthum der municipien,  Bei Cárdenas, S. 44: no obstante haber servido algunas veces para saciar la codicia de los emperadores
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manchmal bled durch die Kaiser
, aber mit all dem sehr bedeutend als die Barbaren es als Frucht des Siegs unter sich vertheilten.⦘

⦗Das nicht quiritarische Eigenthum der Untergebnen des Imperium sucht sich v. seinen Schranken zu befreien; vor dem 7t Jhdt (u. c.) hatten die Völker Italiens bereits die libertades u. privilegios des dominium quiritarium; dann viele Provinzen u. Städte Italien gleichgesetzt, erhielten jus italicum (civil u. politisch) zum Lohn f. ihre Dienste. Die propriétés, denen diess beneficium nicht zufiel, behielten ihren provincialen Character, waren unterworfen dem vectigal od. Tribut, der sie vom quiritarischen Eigenthum unterschied; nach dem strikten Recht waren sie nur possessiones; ihre Aleniation Alienation u. Uebermachung\comunicacion durch contract, ohne juristischen Werth vor den Tribunalen; das prätorische Recht hilft aus. Unter Schutz der gobernadores, die in den Provinzen das Prätoramt bekleideten, konnten solche proprietates in das commercium eingehn, veräussert werden, hypoticirt, verjährt, nicht civiliter, aber naturaliter. Dieser feine Unterschied u. das vectigal einziger Unterschied noch zwischen provinzialem u. quiritarischem Eigenthum; in Praxis dasselbe. Schliesslich erklärte Justinian die Gleichheit beider Sorten, so dass im Reich nur noch eine Art de dominio privado blieb. (Cod. Just. t. 25. lex un. De nudo jure quiritum tollendo.) Der Staat renuncirte auf seine Rechte als directer Herr auf die tierras provinciales, aber er dehnte aus auf Italien die Grundsteuer u. machte sie überall so schwer, dass die Eigenthümer die minder fruchtbaren Ländereien aufgegeben hatten. Um diesen Ausfall zu decken, vermehrte der Fiscus das Tribut v. den tierras die man fortfuhr zu cultiviren, u. so kam es, dass die propietarios tuvieron que abandonar tambien las mas fertiles fértiles. (Salviano, De gubernatione Dei, l. IV) Es verschwanden fast vollständig die kleinen Eigenthümer; es genügte genügten nicht, um sie herzustellen die Decrete des Kaiser Pertinax, die gratis f. 10 Jahre steuerfreie tierras anboten denen die sie cultiviren wollten. (Herodian. hist. II, 4.)

Was die mittleren Eigenthümer angeht, so zwar nun befreit vom dominium directum des Staats; fielen nun unter das unerträgliche Joch des municipium, in Zugabe zu dem der tributos fiscales. Die Erfüllung der cargos municipales hatte sich in eine wahre Sklaverei verwandelt. Die Curialen konnten ihre Habe nicht veräussern ohne Licenz des Richters, weil sie damit zu bürgen hatten, nicht nur f. ihre eigne Verwaltung, sondern auch für die ihrer Collegen u. Nachfolger |5 u. das Eingehn der Tribute, welches immer ihr Betrag. (Cod. Theodos. Cod. Just.) Wenn die rentas municipales nicht deckten die Ausgaben, hatten sie das Deficit aus ihrem eignen peculium gutzumachen; sie lebten als Gefangene der Städte, die sie verwalteten. Zudem diese chargen erblich; fielen fast nur auf die mittleren Eigenthümer y sus hijos; ⦗denn die reichsten gehörten meist zu Kategorien erimirt v. diesen Functionen; die Armen u. Kleineigenthümer schon durch ihre Insolvenz dagegen gedeckt⦘. Daher gaben viele ihre Güter auf, wurden Pfaffen, od. enrollirten sich in Armee; manche machten sich sogar zu Sklaven, in Anbetracht, wie Salvianus sagt (De gub. dei auch S. Ambrosius Epist. 40 ad Theodos.) dass diese condition weniger hart als die eines curialis. Daher Gesetze, die den Curialen u. deren Söhnen verboten estado od. Profession zu ändern (Cod. Theod. VIII, t. 4, l. 28. – Casiod. Var. II, 18. IX, 2. 4.)

Ende des quirit. Eigenthums u. Schicksal des Privaten Eigenthums unter dem Kaiserthum: Unterdess die Constitution des quiritar. Eigenthums verändert durch Geist der libertad individual, repräsentirt durch die neuen Patricier, welche die formalitäten u. jurist. Restrictionen zu unterdrücken streben, deren historischen Sinn sie nicht mehr begreifen u. die den freien Gebrauch ihrer Rechte beengen. Im Mass wie der Familiencultus modificirt od. aufgegeben vor dem öffentlichen Cultus der Stadt, verschwinden die Beziehungen des Eigenthums zur Privatreligion u. die Bande welche es an die Familie fesselten. Die Familie, sich unabhängig machend v. der Religion u. dem Eigenthum[,] verlor ihren Charakter als politisches Element des Staats. Daher auch gemildert u. alterirt die rigorosen Formen, welche die Transmission des quirit. Eigenthums erschwerten. Das Edikt des Prätors etablirte neue modos de adquirir u. protegirte mit einer exceptio das so erworbne dominium sowohl gegen Dritten als gegen Herrn\Eigenthümer durch quirit. Recht. (Gajus inst. l. II. 40 I, 54, 17, 167. II. 88. III. 166. – Dig. XXI t. 3. l. 1.2.3.)

Der Prätor konnte nicht dominium quiritarium geben; aber er gab die s. g. natürliche proprietas u. obgleich damit nicht das domin. quirit. des früheren Besitzers der veraüsserten Sache revocirt wird, doch thatsächlich alle effects dieses domin. quirit. unterdrückt. Als daher Justinian die natürl. proprietas der quirit. gleichsetzt, nur eine Klasse v. dominio privato anerkennt, allen Bürgern gemeinschaftlich, mit der traditio die alten Acquisitionsmodi unterdrückt, schrieb er nur ins Gesetz was bereits zugelassen u. sanktionirt durch die Gewohnheit.

Nach der alten Constitution war nur der Chef der Familie Eigenthümer (quiritar.), da alle andern unter seine potestas gestellten Glieder derselben für ihn erwarben. Augustus erlaubt den Söhnen das dominium absolutum an ihrem peculium castrense; noch grössere Erschütterung, als die Gesetze dem peculium castrense verschiedne peculia assimilirten; verschwindet ganz, als Justinian den filii familias das dominium aller Güter überliess welche sie selbst erworben hatten, lassend dem Vater nur die Administration od. usufructus, segun los casos.

Das Eigenthum der Weiber in den alten Zeiten unvollständig od. null. Unterworfen der patria potestas od. der manus (potestas des Gatten) od. der Tutel ihrer Agnaten, hatten sie nicht freie Verfügung über die ihnen zugehörigen Güter, sie selbst nicht wegen Incapacität, ihre tutores wegen mangelnden dominiums. So die proprietas der Weiber wie der Minorennen bis zu gewissem Punkt extra commercium, immobilisirt. Verschwindet im Mass wie die Strenge der Gesetze die das Weib der Tutel ihrer Agnaten unterwarfen. Davon zuerst eximirt: die verwittweten Mütter, die bestimmte Anzahl v. Söhnen hatten – durch die lex Julia u. ditto Papia Popea. Später concedirten die Kaiser vielen andern Weibern dasselbe Privilegium.|

6

Nachdem nun Praetor die Successionsordnung verändert, blieb solche Tutel schliesslich ohne Gegenstand, bis ausdrücklich abgeschafft durch Senatusconsultum Claudianum. Damit erhielten alle mulieres die nicht mehr potestas of somebody else freie Disposition über ihre proprietates u. es wurden grosse Güter in commercium geworfen. Die unter potestas des Gatten (manus) bekamen – wider das alte Recht – das Recht die Güter zu reklamiren (die sie bei der Heirath beigebracht) wann die Ehe durch Tod od. Scheidung aufgelöst. (Cod. Just. t. XIII[.] l. un.) Und obgleich der mari das dominium der dos behielt, wurde dessen usus beschränkt, durch das Verbot zu veräussern u. verschulden die dotal Güter bestehend in praedia italica ohne Zustimmung mulieris; später diese Prohibition ausgedehnt auf toda clase de prédios dotales, sogar auf Fälle wo die mulieres zur alienation beigestimmt hatten. (Ulp. Dig. XVI. t. t. 1.2. Cod. Just. V. t. 13. l. un. par. 15.)

Im Mass wie in der Constitution der proprietas das relig. Interesse, das polit. des Staats, u. das kollective der Familie aufhörte vorzuherrschen, das Interesse der Privatpersonen, woraus sie besteht, befriedigt. Die Testamentification verwandelte sich in allgem. Regel, die Intestat-Erbfolge in Ausnahme von u. Supplement dieser Regel ⦗war vorher grade umgekehrt⦘. Testamente hören auf legislative Acte zu sein; statt sie zu octroyer in dieser Form od. unter Intervention der öffentl. Autorität, folgten el testamento solemne ó que llevaba consigo la prueba de su autenticidad, el testamento privilegiado, en ciertos casos, el codicilo y el fideicomiso. Von den alten Zeiten hielten sich nur noch gewisse aüssere Formen u. die necesidad de la institucion de heredero, aunque esto ménos zu polit. Zweck, als um die patres zu verpflichten á instituir ó desheredar expresamente á los hijos varones que tenian bajo su potestad. (Gaj. Inst. II, 123)

Sobald – bei noch vorherrschend alter Constitution der family – Testamentfähigkeit um sich griff, blieben die Söhne (filii) die einzigen legitimen Erben, die dem Vater nicht erlaubt völlig zu prescindir, wenn er Testament machte, sei es um sie als Erben einzusetzen oder express zu enterben. Aber sobald das Interesse der natürlichen family ersetzte das Collective der Civilfamilie, Mittel ersonnen um an dem väterl. Erbe alle members der natural family theilnehmen zu machen. Der Vater nicht direct der Macht beraubt zu übergehn die emancipirten Söhne, Töchter u. Enkel, die durch das Gesetz v. der familia civil ausgeschlossen; aber, wenn sie übergangen waren, ertheilte ihnen der Prätor Besitz der Erbschaft vermittelst eines Edicts (Gaj. Inst. II, 123) Die exprese Enterbung der Söhne erheischte ursprünglich keine manifestacion de causa; aber dann annulirten die centumviri die Testamente worin Sohn ohne ihnen genügend scheinendes Motiv enterbt. Schliesslich signalisirte das Gesetz die concreten causas der Enterbung u. bestimmte als legitima die herederos suos ¼ der herencia. (Dig. De inoffic. test.)

Dasselbe Princip das die Civilfamilie mit der natürlichen zu confundiren strebte, führte auch zu bedeutenden alterations in der Erbordnung ab intestato: Zunächst vermittelst Prätor, der zwar nicht die Erbschaft, wohl aber die possessio der bienes hereditarios denen ertheilte, deren Titel die Billigkeit u. die razon natural als die besten betrachtete. Diese possessio dann gewährt den emancipirten Söhnen, zusammen (jointly) mit den heredes sui, ebenso den emancipirten Brüdern zugleich mit den agnati, u. bei Fehlen der agnati ersten Grades, den Cognaten od. mütterlichen Verwandten desselben Grads, statt den Agnaten des 2t Grads. Einmal solche possessio octroyirt [den] aus der Civilfamilie ausgetretnen Verwandten[,] folgten dem pater die verheiratete Tochter u. dem mütterlichen Grossvater der Enkel bei fehlenden Agnaten. Zugleich erklärt reciproque das Successionsrecht zwischen Mutter u. Söhnen, u. bei Mangel an Agnaten, f. den überlebenden conjux. Justinian in seinen Constitutiones fasst das alles nur zusammen, bestimmt’s etwas schärfer, geleitet, wie Prätor, durch die sentimientos de la naturaleza, consequent weggeschnitten die legal subtleties u. alten Traditiones, das Recht dem fact accommodirt, schaffte er allen Unterschied ab zwischen Erbschaft u. possessio |7 bonorum, zwischen emancipirten u. noch unter väterlicher Gewalt befindlichen Söhnen, zwischen agnati u. cognati. Er unterdrückte völlig die familia civil, substituirte ihr die natural u. rief zur Erbfolge, nach den descendenten u. ascendenten die nächsten colaterales, mit Ausschluss der Entfernteren, ohne Unterschied de líneas ni de sexo, nach dem heute in allen modernen Gesetzbüchern anerkannten ordo.

Diese Triumphe des Individualismus werden nicht fertig mit der Mobilisirung eines bedeutenden Theils des Grundeigenthums: den früher dem Cultus geheiligten [Theil] ersetzt durch die immensen proprietates der neuen Kirche; den possessions des ager publicus u. der terrae provinciales folgten die Emphyteusis der Fiscalländereien u. die proprietas municipalis, u. dem Monopol der Patricier am dominium quiritarium das dominium eminens et universale attribuirt den Kaisern (dies dient als Titel f. die unbilligsten Confiscationen u. scheusslichsten, willkührlichsten Tributauflagen)

Der Kaiser, erhoben über den Ruinen der Republik ⦗diese zugleich mit: el dominio convertido en un derecho individual, independiente de la religion privada y de la familia politica, y propio de todos los hombres libres, sin diferencia de condicion ni de sexo⦘ betrachtete als regalias propias was früher politische Privilegien od. collectivrechte der Patricier. Das Recht, das in den ersten Jahrhunderten die Ritter auf alle terras vacantes (herrenlose Länder) zu haben prätendirten, legten sich die Cäsaren nun zu. Alle Eigenthümer nun by reason ihres dominium hatten gleiche Rechte, aber alle auch gleichmässig enormen tributa unterworfen, so dass sie weniger als absolute Herren, denn als Theilnehmer mit dem Fiscus am Bodeneigenthum erschienen. Das Eigenthumsmonopol des pater familias abgeschafft; aber desswegen keine gleichere od. billigere Repartition des Eigenthums. Die kleinen Eigenthümer, unfähig die Tribute zu ertragen, gaben ihre Erbschaften auf od. verkauften sie zu Spottpreis an reiche Capitalisten. Die Plebejer enthielten sich die geringe Anzahl v. Jugera (25 jugera nach Cod. Theodos.) zu erwerben, deren Besitz verpflichtete in der Curia zu dienen; sie kultivirten als Emphyteuten die prédios fiscales, od. lebten v. den Getreidevertheilungen, die die Regierung gratis u. periodisch machte. Die Reichen waren nicht mehr v. Agrargesetzen bedroht, aber ihre haciendas preisgegeben dem Belieben des fiscus u. den Denuncianten (Delatores), deren Gier beständig gefüttert durch Gesetze welche die leichtesten Delicte mit enormen Geldstafen od. confiscation bestraften. (29 Gesetze geben Platz der Strafe der Confiscation u. darunter das das laesa majestas mit allen seinen casus) Die proprietas konnte in der That weder sicher noch frei sein unter despotischem government welches arbitrium Caesaris zum Gesetz erhob. Wo die Person des Unterthans dem Prinzen gehört, kann das Privateigenthum nicht unverletzlich sein. Nach Cicero (de officis, 1.7. ) verletzt Gesetz der menschlichen Natur, wer das Recht der apropiacion verneint; dahingegen schon Seneca (de beneficiis, VII. 4.): „Jure civili omnia regis sunt, ut tamen illa, quorum ad reges regem pertinet universa possessio, in singulos dominos descripta sunt et unaquaeque res habet possessorem suum.“⦘

La Propiedad en Europa, bajo la dominacion de los Barbaros:

Tacit. de mor. Germ. XVI, XXVI. Caesar, de bell. gall. VIII, 22.⦘

⦗Der Krieg der Barbaren gegen das röm. Reich mehr Character v. Bürgerkrieg als auswärtigem Krieg; Volksmasse der röm. Provinzen nahm keinen Theil daran od. begünstigte die Barbaren aus Hass gegen das Imperium. Diess mag auch beigetragen haben zur relativen moderation der Barbaren; Visigothen u. Burgunder nahmen nur ⅔ der Ländereien (die Burgunder liessen ausserdem den Römern ½ der terrae incultae), die Heruler u. Ostgothen nur ⅓; die Franken nahmen nur die incultas tierras der Gallier  Zusatz von Marx.
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(?)
, lassend die cultivirten ihren dominos, u. die Lombarden, ohne fixe Theilung zu machen, behielten sich nur |8 ⅓ der Früchte der cultivirten terrae vor.⦘ (terra alodial mit der Faust erobert, zahlt weder Tribut, Rente, Steuer, noch belastet mit irgend welcher servitudo; gegründet auf Eroberungsrecht.)

(Die Barbaren scheerten sich Anfangs wenig um die Städte; überliessen sie römischem Einfluss; bewohnten mit Vorliebe das Land nach ihrer alten Gewohnheit.)

Die Besiegten (proprietors) hielten das ihnen gelassne Eigenthum nach römischem Recht (dominium romanum as distinct vom dominium allodiale der Sieger); neben beiden dominium commune (Mark), ungetheilte Ländereien, Wiesen, Berge, Wälder, ⦗in Spanien gemeinsam exploitirt durch Gothen u. Römer⦘. Ausserdem, was nicht zur Categorie des dominium gehört, die tributarii, die die Güter der Erobrer zu bebauen hatten; ihre Lage ähnlich der der Colonen; ihre Zahl perhaps nicht zahlreicher als zur Zeit der Cäsaren. Und neben alle dem wächst reissend rasch das Kircheneigenthum, gemeinsames patrimonium der societas religiosa; immobilisirt zum Vortheil des Cultus.

Institution der beneficios; das beneficium verbunden mit exercise of public authority u. Justizadministration, subordinirt der Centralgewalt (König) – beneficio de la corona. Die grossen Allodialeigenthümer wenden diess Beneficiensystem ihrerseits an, bilden sich so Vasallenarmee. – Contrato de  Schreibweise so auch bei Cárdenas, S. 59.
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recomendâcion
(wodurch einer selbst ohne Land zu empfangen andren huldigt, oft noch salvamentum into the bargain zu zahlen) ⦗gab in Spanien Ursprung á algunos pueblos de behetría (p. 59[)]

Recomendacion der Personen ausgedehnt auf die der tierras (namentlich seitens kleiner u. mittlerer Eigenthümer); alod übergeben, zurückerhalten als beneficium. (heisst in Spanien contrato de incomunion) Niemals se recomendaban die propiedades ohne die Personen, wohl aber oft die Personen ohne die propiedades. Wachsthum des Kircheneigenthums durch solche precarios. (Bischöffe, Prälaten, Klöster)

So die kleinen Eigenthümer verwandelt in beneficiarios; das dominium directum im Land sich accumulirend im Clerus u. nobility; bes. im Norden v. Europa, wo am meisten ausgesetzt den Barbareneinfällen.

Von 5–10 Jhdt Gewalt das Hauptmittel Eigenthum zu schnappen, u. noch mehr es zu erhalten. „De modo que la propriedad propiedad, asi modificada etc, ayudó á la Iglesia, consolidó la aristocracia y fortaleció la monarquía.“ (62)

Aber andrerseits:

Kampf der beneficiarios mit den señores del suelo; die die zeitliche zeitlichen beneficien genossen als Bezahlung f. revocables öffentl. Amt suchten sie lebenslänglich zu machen; die welche lebenslängliche (bis zu Tod des soberano) besassen, von seinem Nachfolger bestätigt zu haben (dies wird nach u. nach Regel); einige Besitzer grosser Beneficien, um sie in erbliche zu verwandeln, wendeten Betrug an; veräusserten sie scheinbar an Dritten um sie von ihm als Alodien, mit den feierlichsten Formen zurück zu empfangen (C. M. a. 806, Capitular V, cap. VIII)

In Frankreich die unmittelbaren Vassallen Vasallen der Krone, um ihre Beneficien zu sichern, coalisiren sich mit dem majordomus des Palastes u. gaben Thron der Dynastie der Karolinger. Louis der Fromme verschwenderisch gegen seine beneficiarios. Carl der Kahle, ermüdet v. dem langen Kampf, dazu in Gefahr v. Normanneneinfall, octroyirt als allg. Regel Erbfolge f. alle beneficios f. die Erben, waffenfähig u. im Stand die übrigen Vasallenpflichten zu erfüllen. (Capitul. 877) Dieselbe Gewohnheit breitet sich anderswo aus; schliesslich autorisirt u. verallgemeinert durch Conrad II III, 1138, im Reich, folgend dem Beispiel der Gesetzgeber der andern Staaten. (Lib. Feud. l. V, t. I)

So Erblichkeit der beneficien; dadurch geschwächt das Band der grossen Vassallen Vasallen mit den Monarchen; die souveraineté in kleine Fractionen gebrochen, entsprechend eben solchen des Grundeigenthums.

Modos de trasmitir la propiedad entre vivos y por muerte: Geburt u. Grundeigenthum bestimmten bei Barbar die sociale conditio der Personen. Mit Verlust des Alods sociale Stellung meist auch zum Teufel …

Die Franco-Salier, Ripuarier, Burgunder, einige andre germanische Völker, unterscheiden sorglich, mit Bezug auf juristische Effecte, zwischen Erbgüter (alodium, bonum paternum) u. erworbnen (atractum, bonum ex conquisitu, conquestum); über die letzteren Verfügung frei; die erstern nur veräusserbar mit consent u. in Gegenwart des legitimen Erben des Verkäufers, |9 ausser wenn König od. Kirche der Erwerber war.

„todo lo que perdío de fuerza el poder supremo y de cohesion el Estado, lo ganaron las familias, las asociaciones locales y el principio de autoridad en ellas“ (p. 68)

Los feudos y sus efectos en el régimen de la propiedad:

im Mass wie sich die Erblichkeit der Beneficien verallgemeinert, constituirt sich das Feudaleigenthum. Mit der Erbschaft, das eigentliche Eigenthum (Herrschaft) am feudum, gab kaum ein Recht am Boden; vielmehr reducirt auf titulo para exigir ciertos servicios personales … Als sich mit der Erblichkeit die beneficios in feudos verwandeln, genauer bestimmt die militärischen Verpflichtungen der Vasallen, sowie ihre Dienste, sei es in dem Rath der Herrn (fiducia), sei es in seinen tribunalen (justitia), wann zu dem einen od. andern berufen; endlich ihnen neue exactiones u. gabelae auferlegt unter dem barbarischen Namen der auxilia, relevium od. relevamentum, placitum, forisfactura, tutela, maritagium. (f. placitum auch den Namen rechatum, reaccapitum.[)] Diese Pflichtigkeiten scheinen sich erst seit 16 Jhdt gebildet zu haben; kommen nicht vor in den Capitularien der Carolinger, noch früher; bis zum 11t Jhdt, manchmal bis XII, nicht objeto de la legislacion foral comun. Der Kriegsdienst leichter aludirt als diese cargas pecuniarias auf die die señores immer wachten.

Mit der Erblichkeit nicht nur mehr Stabilität der Civilicharacter der terrae, sondern auch des status der personen abhängig v. diesen terrae.

Exclusion (ursprünglich) der Weiber v. Feudalerbe; theilweise dismemberment (durch alienation) der feuda verboten, Streben nach directer od. indirecter Festsetzung der Primogenitur. (subinfeudacion parcial, como limitacion des Primogeniturrechts, u. a. in Frankreich stellenweise, Hainault, Flandern; überhaupt verschieden in verschiednen Ländern u. seculis.

Die Erblichkeit würde nicht so viel beigetragen haben zur Stabilität der socialen Klassen, wenn der alte Gebrauch fortgedauert, dass die conditio terrae eben so oft verändert als die ihres Herrn. Mit der Verewigung des Grundeigenthums in denselben Familien, fuhren die terrae fort nobel, frei od. servil zu sein, obgleich übergingen ins dominium v. einem der einen verschiednen estado civil besass. In Frankreich mansi ingenui u. mansi serviles, unabhängig v. Status ihrer Eigner; in England terrae genannt liberum tenamentum u. andre villenagium (entsprechend den nobles u. de roture rotura); aber bald in jedem der beiden Ländern Edle in Besitz v. tierras villanas u. Plebejer  Bemerkung von Marx.
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⦗i. e. nicht privilegirte freie Eigenthümer⦘
im Besitz v. feudos nobles, ohne dass sie dadurch ihren Stand änderten.

»die herencia de los feudos war herencia del poder.« (79)

In Fkch. alte Gewohnheit, dass die jüngeren Brüder, unter die sich ein feudum theilte, dem Aeltestgebornen f. ihre respective Portion huldigten; 1209 schafft König Philip August (wie verschiedne andren Herrn) das ab, verfügt dass von nun an die Theiler eines feudum volle Huldigung des señor inmediato bringen; fast gleichzeitig in Deutschland die Gewohnheit adoptirt zu theilen zwischen den Söhnen die grossen feuda die Fürstenthümer bilden.

So lange nicht erblich die beneficia, die Unveräusserlichkeit ihnen natürlich; auch noch mehr od. minder, nachdem sie erblich geworden, denn der Erwerber konnte unfähig sein die damit verbundnen Dienste zu verrichten, auch der señor sein Reversionsrecht verlieren konnte etc; anders, sobald der Militärdienst u. nach u. nach auch alle andern persönlichen Dienste in Geldleistung verwandelt; beim Veräussern gewann der señor jezt noch obendrein laudemium, begünstigt daher Veräusserung.

Subinfeudaciones in Frankreich immer erlaubt unter gewissen Bedingungen; in England nur in der ersten Zeit nach der Eroberung; Magna Charta erschwerte sie; Edward I verbot sie absolut. (dasselbe Statut, 18te Edw. I. hob das alte Verbot auf Feudalgüter zu veräussern; Käufer hatte sie zu besitzen unter unmittelbarer Dependenz nicht des Verkäufers, |10 sondern des directen Feudalherrns. Edward III dehnt diess auch auf die Krongüter aus mit starkem  Bei Cárdenas, S. 90: derecho – Vermutlich im Sinne von Steuer.
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droit
auf die Veraüsserungen.)

In England wuchs die Zahl der Colonen der Eigenthümer so, dass sie selbe nicht in ihren tierras beschäftigen konnten; diese vermietheten daher ihre eignen Dienste an fremde Herrn während des grössten Theils des Jahrs. Zwar auch das so verdiente peculium in der Gewalt ihrer Herrn; [doch es] blieb ihnen meist; die colonen accumulirten so capitales die ihnen schliessliche Unabhängigkeit verschafften. Andre Herrn fixirten die Dienste auf bestimmte Bedingungen u. Zeiten, consignirt in ein Register, woher entsprang Besitzweise por copia de escritura (copyhold); colon nur zu den enrigistrirten enregistrirten Leistungen verpflichtet u. konnte seines Besitzthums nicht beraubt werden, so lang er sie erfüllte. Endlich Gesetz zur Hilfe der Colonen: gewannen Freiheit durch jahreslangen Aufenthalt in befestigtem\gemauertem Ort. Anfang des 14t Jhdts grösste Theil der englischen Colonen verwandelt in Lohnarbeiter od. copyholders.

Die (feudalen) Monarchen hatten kein Heer, ausser dem durch die Vasallen gebildeten, die v. wegen ihrer Ländereien zu Kriegdienst verbunden. Sobald dieser Personaldienst – de dificil exaccion – sich in pekunäairen pekuniairen verwandelte, die Könige sehr froh zu substituiren den alten Feudalschaaren salarirte u. permanente Armeen, adaequater die Autorität u. Unabhängigkeit des Throns zu gründen. (p. 91)

Institution der Majorate in Frankreich, England, Deutschland. (um die durch die Auflösung des Feudalism erschlafften Bande des Eigenthums mit Staat u. Familie wieder straffer zu ziehn.) Frankreich: In den französ. Provinzen, wo röm. Recht herrschte, war das Feudalrecht viel weniger eingedrungen als in denen wo verschiedne fueros u. Gewohnheitsrecht. In ihnen jedoch gabs ein röm. Rechtsmittel – die substitutio fideicomisaria, zugelassen durch Justinian. (Novella 159) Bestand in der Einsetzung eines Erben, verpflichtet zu conserviren die Erbgüter, so dass sie bei seinem Tod an Substitut übergingen, der mit demselben gravamen nachfolgt, so dass sie bei seinem Tod in Hand andren Substituts passiren, u. diese Substitutionen sich wiederholen können bis zum 4t Descendenten, wenn er impuber stirbt y wenn llamados zu den substitutiones los de una misma familia; od. auch ohne limitatio, nach dem Willen des Testator, in jedem andern Fall. (94) So die Familiengüter mindestens f. 4 Generationen conservirt u. für länger, wenn das letzte Substitut neue Substitution zu Gunsten seiner Descendenten errichtete. Diese Substitutionen, ohne limitation der Zeit, sehr häufig in den fz. Provinzen wo röm. Recht; nicht in den Provinzen des Gewohnheitsrechts, wo fast alle propiedad feudal war. Diese Institution generalisirte sich in Frankreich im 15. u. 16. Jhdt., d. h. zur Zeit des grösseren Verfalls des Feudalismus; nun auch auf die Provinzen des Gewohnheitsrechts ausgedehnt, wo früher (der feudalen Organisation des Eigenthums wegen) solch Kunstmittel nicht nöthig. Ordonanz v. 1560 (dite d’Orleans) befahl dass Substitutiones nicht über den 2ten grado hinausgehn; ausserdem Ordonanz v. Moulins v. 1566, wonach alle früheren (vor 1560) errichteten substitutions nichtig, sobald sie über 4t Generation hinausgehn. Beide Ordonanzen zur Schwächung des Adels, der gebrochne Feudalismus sollte sich nicht wieder auf diesem Schleichweg herstellen. Die Adligen ihrerseits, die das begriffen, vereitelten den Effect aller dieser Verbote, indem sie stets neue Substitutiones errichteten, sobald die alten abgelaufen.

England: Seit der normänn. Erobrung gehörte der Krone das dominium directum u. feudale des ganzen territoriums. Die Eigenthümer hatten perpetuamente das dominium utile ihrer terrae, aber alle hatten dafür regi irgend einen Dienst zu leisten. Die feuda waren absolut od. conditional. In dem ersten Successionsrecht nach den Regeln des gemeinen Rechts, in dem 2ten entsprechend den v. señor directo |11 etablirten Bedingungen. Das gemeine Recht – grösstentheils anglo-sächsischen Ursprungs – Succession gleich f. alle Kinder, unabhängig v. Geschlecht. ⦗Doch auch schon zu angelsächs. Zeit feuda concedirt mit Obligation sie zu übermachen an bestimmte Personen u. ihre Descendenten, u. bei falto falta dieser, Rückfall an den Herrn; nebst andern bedeutenden Beschränkungen des dominio. (Sharon Turner, History of the Anglo Saxons, vol. 3, app. 4 citirt mehre solche Beispiele.)⦘ Zwei Sorten dominium entsprechen den 2 Sorten feuda; eigentlich feudales dominium (fee simple) (auch feudum antiquum); konnte subinfeudirt werden aber nicht veraüssert werden ohne consens des señor u. ging auf die natürlichen Erben des feudatario über; (diess begründet auf das feudum absolutum); das andre gebundnes dominium, (fee tail), welches faktisch sich veräusserte, aber rechtlich gewissen u. bestimmten Personen transmittirt werden musste, u. bei deren Ausgehn an den señor primitivo od. dessen Descendenten rückfallen musste. Diese letztre dominium – auf feudum conditionale begründet – heisst auch feudum novum.

Die feuda nova concedirt einer Person meist unter der Formel: para si y sus descendientes; Besitzer konnte also erst veräussern, sobald er Sohn hatte, weil vorher nicht die Bedingung erfüllt unter der ihm das dominium übermacht; aber sobald Sohn geboren, konnte er’s veraüssern zum Nachtheil der Erben, weil Vater mit Sohn eine einzige persona adquirente bildeten. Damit nie Rückfall stattfände an den señor solcher feuda, pflegte der Feudatär scheinbar zu veraüssern sobald er Succesion hatte, um wieder zu erwerben von demselben Erwerber als freies Eigenthum od. feudum simplum (fee simple)

Das feudum simple od. antiquum ging an den natürlichen Erben des Feudatärs über; aber das common law schwankte sehr über diesen Punkt seit der normännischen Eroberung. Unter den Königen der ersten Dynastie die gleiche Succession, ohne Unterschied des Geschlechts, hörte auf, mit Ausnahme einiger Provinzen. Zur Zeit v. Henry I (1100–1135) fiel schon dem Erstgebornen das feudum principale des Vaters zu. Kurz nachher erhielt er das Recht in allen Ländereien zu succediren die der Vater besass, mit der Last des Militairdiensts. (So zur Zeit Glanville’s, des ersten Collectors des Engl. Common Law) Diese alten feuda nicht veräusserbar ohne Erlaubniss des señor; aber die Gewohnheit erlaubte ihren Besitzern (reign Edward’s I 1272–1307) kleineren Theil davon (rationabilem partem de terra sua) für ihre Verwandten od. sich selbst zu veraüssern. Gebrauch diese Licenz v. señor zu kaufen; die neuen Erwerber blieben unter Dependenz der alten señores; so diese Veräusserungen Interesse der letzteren.

Weder die feuda antiqua, noch die nova, garantirten daher Stabilität u. Dauer in den families. Dazu noch: In den ersten Jahren des 13t Jhdts bei Schluss des Baronenkriegs, suchte rex Zahl u. Gewicht der mächtigen Vasallen zu vermindern durch Zertheilung aller der grossen estates die durch Confiscation od. Reversion an die Krone zurückfielen.

All das trieb auch in England zur Errichtung von Majoraten; aber in England römisches Recht kaum bekannt; man knüpfte daher, modificirend (um about dasselbe Resultat wie in Frankreich durch Anwendung des röm. Rechts zu erreichen) an das heimische Institut des feudum novum od. conditionale an, das niemals aus der Familie des feudatär gehn durfte, u. dessen uso dann sich generalisirte, namentlich nachdem es den Baronen gelungen das Recht in diesem Punkt zu modificiren, vermittelst des Statuts v. Edward I: „de donis conditionalibus“. Es wurden in diesem Statut als vinculirte feuda erklärt:

  • 1) die terras concedirt á algun matrimonio para el y sus hijos, aber mit der Klausel dass wenn beide Gatten gestorben ohne Succession sie rückfielen an den Cedenten od. dessen Erben;
  • 2) las tierras concedidas tambien á un matrimonio libre ohne solche Klausel;
  • 3) Die terrae concedirt á una sola persona y sus sucesores de su proprio propio cuerpo, durch welche Klausel die Schenkung mit der charge der Reversion sich unterschied v. der absoluten od. en feudo simple.

Die propiedades erworben in irgendeiner dieser Weisen konnten früher veräussert werden durch ihre Besitzer, womit die Art der vinculation, die man ihnen auferlegen gewollt, verschwand. Nach dem Statut v. Edward I waren dagegen exact die Clauseln der Cession zu befolgen.|

12

Diess Statut angewandt auf die kleinen feuda, worin gespalten die grossen, wiedergewonnen od. confiscirt durch die Krone seit dem Baronenkrieg; ebenso die meisten feuda, seitdem octroyirt durch die nobiles, die das Gesetz benutzten um das patrimonium ihrer families zu schützen u. deren Confiscation vorzubeugen, denn welche crimes ihre Nachfolger immer begehn mochten, die bienes, sobald vinculados, waren nicht confiscirbar.

Dennoch in England (proper) die faculdad facultad de vincular nie absolut u. mit der Wirkung ewiger Unveraüsserlichkeit der vinculirten Güter. Da das Statut de donis conditionalibus sich nur auf Concessionen v. terrae zu Gunsten lebender Personen u. ihre hijos bezog, ohne Unterschied ob sie geboren oder nicht, interpretirte die Jurisprudenz in dem Sinn de poderse fundar Majorate llamando a su disfrute eine od. mehre existirende Personen u. ihre hijos futuros, die sie veräussern konnten á su mayor edad (21 Jahr) wenn die fundation sie nicht verpflichtete á devolverlos an den Stifter od. seine Erben. Zur Stütze dieser Interpretation ein Gesetz v. Edward III verbot zu disponiren über propiedad für längere Zeit als das Leben des cesionario  Zusatz von Marx.
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⦗meint hier, der an den cedirt wird⦘
u. 20 Jahre mehr, i. e. während die Minority des 2ten Successors de los bienes enajenados. Nur in Schottland weder durch Gesetz noch Jurisprudenz restringirt la faculdad facultad de vincular; dort ewige unveraüsserliche Majorate bis auf unsre Zeit.

Aber das Statut de donis conditionalibus begleitet von andren Dispositionen die zu gewissem Punkt die ökonomischen Folgen der vinculaciones entkräfteten. Edward I selbst publicirte später Statut „Quia emptores“[,] erlaubte Veräusserung der feuda unter der Bedingung dass die Erwerber besässen in Abhängigkeit nicht von den Verkäufern, sondern vom directen señor u. zugleich vertretend subinfeudationes. Was aber am meisten afficirte die primitive Unveraüsserlichkeit der bona feudalia war andres Statut [von] Edward I (promulgirt 1285), wonach abgeschafft das Privilegium, bisher genossen durch diese bienes, nicht responsable f. die Schulden ihrer Herrn zu sein. Diess Statut erklärte, dass die commerciellen Gläubiger reclamirten konnten den Besitz der Feudalgüter ihrer Schuldner um mit deren Producten das Kapital ihrer Credite, minus der Zinsen, zu decken. Ein andres Statut desselben Jahrs verfügte dass die Hälfte de los mismos bienes subject der Exekution sein würde.

Deutschland: Die alten feuda immer verbunden mit Verpflichtung des Militairdiensts; gingen nur auf die männlichen Descendenten des feudatär über; wenn diese erloschen, rückkehrend zu señor; wenn confiscirt v. wegen Delict des Vasallen gingen sie je nach Umständen auf Descendenten, Collaterale od. auf den Señor selbst über.

Aber das liber feudorum publicirt u. angenommen; damit – es selbst geschrieben zur Epoche wo Feudaldisciplin schon sehr erschüttert, – grosse Neuerungen in Deutschland eingeführt. Zugelassen feudos impropios genannt francos, die nicht zum Militairdienst verpflichteten; los femeninos, die Weiber einnehmen konten konnten; die heredetarios hereditarios, worin die Erben dem Vasallen folgten, auch wenn sie nicht Verwandte desselben; Ebenso unter der Benennung feudos nuevos solche errichtet mit der Bedingung nicht zu revertiren an die señores nach Erlöschung der Descendenten des Feudatär, u. dann an seine Collateralverwandte überzugehn, ohne Beschränkung mit Bezug auf Grade od. Lineen; ferner die ohne licenz des señor veräusserlich waren u. por precio erwerblich; andre die nothwendig an señor rückfielen, wenn der Vasall sie ohne seine Erlaubniss veraüsserte od. Verrath od. Felonie beging, u. die, die an Pfaffen übergingen, wenn diese personas ilustres. Mit diesen Neuerungen gleichzeitig die die feuda principalia zu vertheilen unter die Söhne u. die, dass die Señores ihre Töchter u. Schwestern mit einem Theil der Rente ihrer feuda dotirten. Mit der Adoption des liber feudorum fiel zusammen erste Einführung in die Schulen, dann in die Gerichte, der ganzen Gesetzgebung des Justinian, die, seitdann stillschweigend deutsches Privatrecht bildend, sanctionirt im 15 Jhdt durch verschiedne Kaiser. Damit auch die FamilienFideikommisse eingeführt, nur f. Söhne. Es |13 war nicht nöthig, dass der Testator nante nannte die species des Fideicommiss die er errichten wollte; hinreichend zu manifestiren die Absicht sein Erb in der Familie erhalten zu wollen. Meist aber Gewohnheit, dass Testator alle künftigen Erbfolger bezeichne, disponirend, dass unter den Agnaten die Succession folge el órden de la mayor edad (in diesem Fall vorgezogen der Aelteste den Verwandten) oder der der Primogenitur (in diesem Fall der erstgeborne die bevorzugte Linie), in beiden Fällen Vorzug por su órden die erst im Titel des fundatio genannten.

(Ueber all diess: Schmier  Bemerkung von Marx.
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(Name passt f. die Schmiere)
: Jurisprudentia canonico-civilis)

Nebst den Majoraten, Verbot der Theilung der grossen Feuda die Electorate constituirten; nach diesem Beispiel unterwarfen sich der Regel der Primogenitur viele andre feudos principales, den jüngern Brüdern nur bestimmte Dotation vorbehaltend; in einigen Provinzen Integrität der feuda erhalten durch die Gewohnheit de continuar unidos los hermanos, que tenian derecho á ellos, viviendo en sus tierras, partiendo las rentas y usando todos á la vez los titulos y preeminencias inherentes á su posesion. In andern Gegenden, wenn Vater verschiedne feuda hinterliess, vertheilten sie sich integros unter den Söhnen, indem sie sich wechselseitig indemnificirten über die Werthdifferenzen selbiger.

Jurisprudenz etablierte sich auch, dass selbst in den feudos femeninos el varon der mujer vorgezogen bei Gleichheit der Umstände; ebenso ausgeschlossen v. Erbfolge die Adoptivsöhne, natürlichen u. durch kaiserl. Rescript Legitimirten. Andrerseits: in Schwaben, Franken, Rheinstaaten mussten die dotierten Töchter verzichten auf väterl. Erbe; in andern Provinzen dieser Verzicht so allgemein, dass stillschweigend präsumirt auch ohne ausdrückl. Constatirung; in Oestreich hatten die Ascendenten nicht Recht ab intestato zu succediren; in Lübeck hatte ebensowenig diess Recht der Vater mit Bezug auf seinen Sohn verstorben nach dessen Trennung v. väterl. Haus.

In den 3 Ländern, wo Feudalismus am tiefsten eingeschlagen – Frankreich, England, Deutschland – folgte so seiner Decadenz das Institut der Majorate.

Loslösung und Mobilisation des Civileigenthums in England:

1) Vor dem 18. Jahrhundert:

Handelt sich hier nur um weltliches Grundeigenthum; kirchliches folgt andern Grundsätzen.

Kaum Majorate in England errichtet, so Gesetz u. Tribunale bestrebt ihren Effect zu entkräften. Schon länger – um zu umgehn das Gesetz, welches verbot á las manos muertas Grundgüter zu erwerben – folgender Pfiff in usu: Wünschte eine geistliche Corporation solche Güter zu erwerben ohne in Strafe zu verfallen, so ella figuraba Forderung of reinvindication gegen den Veräusserer, gegründet auf einen fingirten Titel. Er seinerseits liess sich besiegen vor Gericht u. das Tribunal urtheilte der Korporation die Güter zu, als ob es sich nicht um eine neue fundation handle. Im 15 Jhdt., unter Edward IV, als civil war zwischen den Häusern York u. Lancaster, das Königreich verheerte, fiel casus vor wo jenes Verfahren angewandt um zu eludir die Unveräusserlichkeit gewisser Güter unterworfen dem Statut de donis conditionalibus u. king ging darauf ein, weil er seinerseits ebenfalls zu umgehn wünschte die Unveraüsserlichkeit – hinc die Unconfiscationsfähigkeit der Güter vinculados der rebellischen Barone. So errichtet die Praxis zu veräussern diese Güter durch die Procedur genannt „reivindicacion comun“, i. e. common recovery, bestand in der Fiktion eines Rechtsduels (pleito) zwischen dem Besitzer u. dem Erwerber. Henry VIII suchte Eigenthumsregime zu ändern wie das der Kirche. Erhielt d’abord Parlamentsgesetz erklärend für obligatorisch für die sucesores von Majoraten die Verpachtungen auf lange Zeit, ertheillt ertheilt f. lange Zeit, was in vielen Fällen gleichkam sie aller Rente für nicht kurze Zeit zu berauben. Andrer trick desselbigen  Ausdruck von Marx.
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Dickwanstes
: nach dem alten Feudalrecht die häufigste Erwerbungsart des Eigenthums v. Immeublen war sie en feudo zu nehmen; u. da die infeudaciones nicht gültig ohne die Huldigungsceremonie u. die Transmission der feudalen Güter, konnte [man] sich ohne sie nicht erwerben das dominium an terra. Aber seit langer Zeit konnte in England jene Ceremonie ersetzt werden durch eine gerichtliche Procedur called: finis (fine), die dieselben jurist. Effecte hatte. Diese transaccion setzte mit Erlaubniss des Königs (dem dafür gewisse Gebühr zu zahlen) Ende einem fingirten od. wirklichen Rechtsstreit über das |14 Eigenthum gewisser freien Güter, anerkennend u. erklärend es zu Gunsten einer der streitenden Parteien. Dieser Veräusserungsmodus, nur f. freie bona gebraucht, unter Henry VIII auch auf bienes vinculados ausgedehnt. Schon Henry VII – um die Macht des Adels zu schwächen – hatte ähnliches versucht; aber Henry VIII erst wagte offnes Statut zu diesem Behuf zu machen, – so dass die Majorate veraüsserbar in dieser Weise, mit blosser Ausnahme der durch die Krone Gestifteten u. auf welche sie das Recht der Reversion hatte. Ein andres Statut derselben Monarchen erklärte die bienes vinculados f. veraüsserlich um die Schulden ihrer Besitzer zu Gunsten des Staats zu zahlen; queen Elizabeth erlaubte sie zu bestimmen zu obras de beneficencia; die Tribunale gelangten schliesslich dazu diese procedimientos als gewöhnliche Mittel zu betrachten um das dominium der Majoratsgüter zu transmittiren, wenn in der Veraüsserung die übereinstimmten, die irgend ein Recht auf sie erworben hatten; u. so hat es die Praxis bis heute.

Seit der normännischen Eroberung verboten durch testament über die bienes libres zu verfügen; nur in Kent u. einigen kleinen Oertlichkeiten entgegengesetzte Gewohnheit. Diess Verbot Folge davon, dass unter der normänn. Herrschaft fast das ganze territorium in feuda vertheilt, diese aber nicht Eigenthümer wechseln konnten ohne die Infeudationsceremonie u. mit licenz des señor, also nicht per testament. Henry VIII hob diess Testirungsverbot auf für ⅔ der feuda gravirt mit Militairdiensten zu Gunsten der Krone, u. für die Totalität der bona, wo die feuda dem Staat nur noch fixe Rente zu zahlen hatten, sei es in Geld od. Natur. So konnte nun jeder Eigenthümer testamentarisch verfügen – ausser f. kirchliche manus morta – über alle seine liegenden Güter save ⅓ der feuda militaria; etc. ⦗Die tenure der Ländereien by copyhold war die deren genossen die das Privileg der Bauern denen ein Feudalherr einige seiner Ländereien vertheilt hatte, einschreibend diese Concession ins Register seiner Estates. Der copyholder – i. e. der Besitzer dieser Ländereien – hielt sie á voluntad seines señor, nach Feudalgewohnheit zahlend in einigen Fällen die Rente die der señor fordern wollte, in andern die durch den usus autorisirte. Bei den ersten, wenn señor mehr Rente verlangte als der Betrag der Produkte des Landes in 2 Jahren, mussten die Gerichte, auf Verlangen des Beschädigten, diese Exaction mässigen. Bei zweitem Fall, wenn der Besitzer starb, hatte sein nächster Verwandter das Recht ihm zu folgen in usufructus, zahlend dem señor bestimmte Quantität. Ein Statut der queen Victoria hat befohlen zu conmutiren in fixe Rente u. mässige Gebühr f. Translationsrecht des dominium alle willkührlichen od. auch regulären Exactions der copyholders. In demselben Statut gewisse Dispositions f. vollständige Liberation dieser Ländereien vermittelst Zahlung durch Capitalisirung der Renten u. Gebühren die die señores v. ihnen beziehn.⦘

Schon vor Henry VIII das Testirungsrecht auf bewegliche Güter frei, denn die Gewohnheit hatte abgeschafft die Beschränkung dieses Rechts durch das Recht der Frau u. der Kinder ⅔ od. die Hälfte zu erben. Ausnahme nur in Wales, Grafschaft York u. city of London, die das alte Recht beibehielten, wurde dort erst express abgeschafft im 18t Jhdt.

Um die Gesetze zu umgehn, die gewissen Personen verboten Immeubles zu erwerben od. aus andren Privatmotiven, wandte man an fideicomiss, by virtue of which einem gewisse Güter legirt mit der Verpflichtung, sie zu transmittiren an einen Dritten, der in der engl. Jurisprudenz heisst usuarius (cestui qui use)[.] Edward IV, als noch nicht erlaubt über Immöbel zu testiren, erklärte dass das Recht des usuarius auf die Producte des Fideicomiss durch Testament übertragbar sei. Richard III dehnte seine Rechte dahin aus á disponer de los bienes fideicometidos. Heinrich VII erklärte diese bona haftend für die Schulden des usuarius; Henry VIII, schliesslich, gab selbem das volle Eigenthum daran.

Aber auch nach Erleichterung der desvinculation der Majorate u. der freien testamentarischen Verfügung über alle Grundgüter, nahmen doch noch die feuda militaria den grössten Theil des territoriums ein u. existirten daher, obgleich grösstentheils in Gelddienste verwandelt, noch die drückendsten Lasten des Feudalismus. Der Besitzer jenes solcher antiquua antiqua feuda, die zum Militairdienst verpflichteten, hatte sie nicht erworben ohne der Krone eine starke Gebühr zu zahlen; konte konnte sie nicht veräussern ohne neue Gebühr zu zahlen; starb er u. liess minorennen Sohn zum Nachfolger, so haftete dessen Tutel u. grosser Theil seiner Renten dem Monarchen; hatte er Töchter, so verfügte Monarch über deren Hand an wen ihm best gefiel oder wer am meisten |15 zahlte. Alle diese Gebühren u. andre mehr verschwanden nur mit der Monarchie. Nach Restauration stellte Charles II alle durch die Revolution abgeschafften Institutionen wieder her; aber zu Gunsten seiner Cavaliere promulgirte er ein Statut welches jene Feudallasten ⦗i. e. die Privilegien der Krone auf die feuda⦘ f. immer abschaffte u. den Besitzer der alten feuda militaria von allem Dienst befreite ausser dem de las rentas fijas con que independientemente estuvieran gravados. So wurden sie in freie Eigenthümer verwandelt, weil die rente (censo), wenn hängend auf dem Immöbel, nicht zu condicion alterirte; so hörte auch das seit Henry VIII noch existirende Verbot auf über mehr als ⅔ der feudos militares zu testiren. Mit diesem Statut jedoch der Feudalism nicht abgeschafft; die unmittelbaren Kronvasallen schüttelten dadurch die Feudallasten ab; aber nicht die Feudatäre der señores particulares, die zahlreicher waren. Charles II liess bestehn die feuda genannt of „grand serjeanty“, wonach die Vasallen dem König gewisse Ehrendienste zu leisten; die genannt of „franck almonig“ (concedirt bestimmter family od. corporation zu invertir ihre Renten en limosnas á su voluntad) u. die genannt copy hold, belastet mit unbestimmten Renten zu Gunsten der señores.

In Schottland das Gesetz v. Charles II erst angewandt Mitte des 18 Jhdt, als dort die Militairlehn mit andren feudalen Institutionen abgeschafft. In Schottland, wo heute noch Majorate in perpetuum sich bilden dürfen, niemals admitted die fingirten proceduren die in England dazu dienten die bienes vinculados zu mobilisiren u. zu veräussern.

2) Seit dem 18. Jhdt:

1800 Statut Georg III, wonach Niemand über seine Güter so zu verfügen, dass seine Renten u. Producte sich für länger accumuliren als das Leben des Entaüsserers u. 20 Jahre mehr, i. e. während der Minorität der bestimmten Personen.

Guillaume IV, folgend Blackstone (II, 7, 16) abgeschafft die fingirten Proceduren (common recovery u. fine) f. desvinculazion desvinculacion u. Alienation v. Majoratsgütern; ihnen substituirt Schrift, ertheilt durch Intervention der Tribunale u. registrirt in ihren Archiven, zum selben Effect. Ditto, unter derselben reign revocirt Statut v. Henry VI, welches Weibern verbot Majorate zu veräussern, die sie erworben hatten durch Schenkung ihrer Gatten. Ferner promulgirt Statut, reformirend das alte, welches beschränkte das auf die Hälfte des Majoritäts die Haftbarkeit der Schulden contrahirt durch seinen Besitzer, u. erklärend dass von nun an das ganze Majorat responsable f. solche Schulden u., pro tanto, veräusserbar sei um sie zu tilgen.

Victoria: Statut, wodurch aufgehoben die alte Regel de jurisprudencia »dass wenn ohne expresse Restriction Eigenthum an Immöbel übertragen, diess als lebenslänglich zu verstehn« sei; vielmehr nun bestimmt, dass das so übertragne dominium perpetuum u. hereditary. Statut v. Henry VIII wegen facultät testamentlich Immöbel zu vermachen, erweitert u. ausgedehnt auf alle propiedades, welches immer ihr Ursprung u. ihre Qualität.

Trotz dieser Gesetze u. der Doctrinen der Philosophen u. Oekonomisten, bewahrt das Eigenthum in England immer noch den primitiven Character seiner aristokratischen Fixität u. Stabilität. Seine Ländereien meist feudal, except die 183 corporate towers, deren Boden dennoch meist corresponde á algun señovecino. Manche Ländereien noch in den Händen ihrer Erwerber (durch Eroberung) vom 11t Jhdt.

Das Gesetz erlaubt frei zu verfügen über alle bienes no vinculados. In ganz England u. Wales ⦗ausser County Kent⦘ kann pater einen Fremden zu seinem Erben ernennen, nur dass er dann, mit od. ohne Angabe v. Motiv, seine Söhne ausdrücklich enterben muss. Aber wenn testator nicht das Gegentheil verfügt, folgt erstgeborner Sohn in alles unbewegliche Erbe mit Ausschluss seiner minderjährigen Brüder u. Schwestern. Aber nicht zu den Immeubles gezählt: Minen, Fabriken, Wege, Canäle, städtische Gebäude, public funds u. alles was in alten Zeiten nicht infeodirt zu werden pflegte. Trotz der Gesetze die Majorate verewigt as follows: Sobald Sohn (älteste) heirathet, macht der Besitzer des Majorats Vertrag, wodurch er seine Güter desvinculirt, aber dann sie von neuem substituirt zu Gunsten des Erstgebornen |16 der neuen Ehe. So wird der Vater, der actuelle Besitzer, Nutzniesser als lebenslänglicher propietario, sein Sohn folgt im selben Character, endlich der erstgeborne Enkel folgt als Substituirter. Damit er, eh er geboren, od. während seiner Minorität, nicht beeinträchtigt werde, ist es Gewohnheit in derselben Desvinculacionurkunde eins od. mehre Individuen unter dem Titel protectores zu ernennen, ohne deren Consent der gesetzliche status der reservirten Güter nicht verändert werden kann. Diese Contracte in den families nach je 2 Generationen erneuert, so die Majorate verewigt trotz der Gesetze die sie nur f. bestimmte Zeit zulassen. Nach dem Gesetz substitutiren nur zulässig f. tierras de juro de heredad; aber Jurisprudenz liefert Mittel die Majorate, wenn auch nur indirect, auch f. Güter andrer Art zu errichten, z. B. f. propiedades temporales u. vitalicias. (geschieht vermittelst fideicommiss.)

In Schottland erlaubt das Gesetz nur über bienes muebles testamentarisch zu verfügen; u. hier gehören zu den bienes immuebles nicht nur die tierras u. edificios, sondern auch Gemälde, Maschinen, Bücher, Silber (gefässe etc) u. s. w.; so dass auf alles diess die Erbfolge durch Primogenitur sich erstreckt. Dabei unlimitierte (mit Bezug auf substituirte Personenzahl)  Ausdruck von Marx.
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Majoratsscheisse
. ⦗Aber in Schottland Cession der Immöbel unter Lebenden, wobei sich die Cedenten lebenslänglichen usufruct vorbehält.⦘

Die Veräusserungen afficiren jährlich in England im Durchschnitt nur 1/500 seines territoriums. Abgesehn v. Gesetzen u. Gewohnheiten trägt dazu bei in der Praxis die Schwierigkeiten in der Veräusserung jedes Eigenthums. Dominium geht meist durch Privatcontracte über; daher viele Eigenthümer ohne Eigenthumstitel, noch mehre mit so dunklen u. complicirten Titel, dass sie dem mindest scrupulösen Erwerber nicht genügen. Daher die Nothwendigkeit bei Verkauf jeden Immöbels eines Juristen zu bedienen; u. diess kostet mehr als dort wo der Staat sich einmischt u. beim Verkauf Gebühren erhebt. Seit kurzem hat sich ein Eigenthumsregister etablirt aber mit Kosten ohne Proportion zum Werth der veräusserten cosas.

3) Desamortisacion de la Propiedad Municipal:

Erstens seit Alters Municipalgüter; seit ihrem Ursprung pflegten die Municipalitäten die öffentlichen Bedürfnisse zu bestreiten aus den Renten ihrer Ländereien, Participation in Zehnten u. das Produkt gewisser arbitrios  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 128.
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(i. e. Voies et moyens: deniers d’octroi etc)
Seit Alters grosse Missbräuche in der Verwaltung dieser Güter; da das Gesetz ihre Veräusserung verbot, pflegten sie malvenderse y dilapidarse. 1833 1835 Neuerung in das Municipal. law eingeführt: Verbot den Municipalitätcorporations ihre Güter ausser bestimmten sehr qualificirten Casus zu verkaufen, belasten, verhypotheciren; ebenso bestimmte diess Statut, dass solche Güter nur zu fixen Renten zu verpachten u. nicht für Term v. mehr als 31 Jahren.

Ausserdem Ländereien v. gemeinem Nutzen, deren directes dominium immer irgend einem señor feudal gehört, mit der Obligation seinen Vasallen od. ténaniers tenanciers zu erlauben, dass sie ihre Weiden geniessen; leña  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 866.
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(Brennholz)
von ihren Bergen fällen, (hauen) od. sie in andrer Weise benutzen, obgleich mit bestimmten Modificationen quoad Ort, Zeit u. Object. Von diesen Nutzniessungen kommen einige zu dem terrateniente par la loi u. als Consequenz davon, dass die tierra ist feudalen Ursprungs; andre entspringen v. besondren particularen Concessionen, andre beruhn auf langjähriger Prescription, u. andre haben nur die Ortsgewohnheit zur Basis.

Zu jedem estate oder territorio señorial muss eine bestimte bestimmte Portion Land bestimmt sein, wo die Nachbarn od. tenanciers, durch das simple fact solche zu sein, ihr Arbeitsvieh weiden können. In einigen estates erstreckt sich diess Recht durch expresse Concession, Prescription od. Gewohnheit, sei es auf tenanciers die nicht v. dem respectiven Feudalherrn abhängen, sei es auf mehr Heerden als nöthig zur labourage, od. auf unbeschränkte Zeit, od. auf aprovechamientos die nicht indispensable sind um die tierras del feudo mantener labradas. Es giebt auch Orte, die auf diesen selben Ländereien Union f. Weide haben mit andren pueblos vecinos, u. schliesslich giebt es common fields, die zum Ackerbau bestimmt sind durch ihre Eigner, aber wo, sobald Ernte |17 eingebracht, sie das Recht haben ihre Heerden zu weiden, bald dieselben Eigenthümer en comun, bald alle Nachbarn del término, segun la costumbre.

Seit Henry III gehn vermindernd sich in England die tierras comunes de todas clases. Dieser Monarch erlaubte den señores to enclose and cultivate alle terrenos die gemeinschaftlich waren por ley, en la parte que no fuera indispensable para el servicio á que sus vasallos tuvieron tuvieran derecho. Edward I dehnt diese Facultät aus auf terrenos comunes durch Verjährung od. Gewohnheit, salvo siempre el derecho estricto de los vasallos. George II erlaubte Einschluss jeder Art de heredades, ohne irgend welche limitation, wenn gemacht um plantar montes und beistimme bestimme die Majorität der Interesirten Interessirten en el  Bei Cárdenas, S. 115: aprovechamiento
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aprovechiamento
. George III ertheilte igual facultad mit denselben Bedingungen, auch wenn die Einsschliessung Einschliessung geschehe um zu verpachten oder auf Zins zu geben el terreno acotado; nur dürfe es nicht überschreiten 1/12 des Gemeinlandes u. sein Ertrag zur Verbesserung desselbigen verwendet würde. Seitdem viele Ländereien enclosed in Folge besondrer Gesetze votirt durch das Parlament, u. geschieht heute auch noch ohne diess Requisit u. con arreglo al estatuto de George III.

In Folge dieser Gesetze, nicht nur enclosed, sondern distribuirt a titulo de censo ó de largo arrendamiento unter den terratenientes de cada feudo las tierras y los campos comunes propios del mismo. Bei diesen Repartitiones pflegt der Señor sich zu reserviren, als freies u. absolutes Eigenthum, ¹⁄₁₆ del terreno acotado, distribuyendo die 15 restirenden Theile entre los interesados en la comunidad, obgleich nicht zu gleichen Theilen, sondern in Proportion zur Quantität Land die jeder besitzt; also je mehr Land er hatte, desto mehr bekam er (angeblich da er ja auch um so mehr Nutzen vom Gemeinland bezogen); 1780 so getheilt durch ordre des Parlaments ungefähr 12,500,000 fanegas de tierras comunes, en la proporcion indicada á los antiguos participes de su aprovechamiento.

Opiniones der Philosophen etc des 18 Jahrhunderts:

Gegen die feud. Aristokratie Interesse der Demokratie die Rechte der patria potestas zu beschränken, die Emancipation der Kinder zu fördern u. die Theilung der väterlichen Erbschaft unter ihnen zu erleichtern. – Es erschien Robespierre so absurd, dass einer über die Erde (das Land) verfügen solle, der schon confundirt mit ihr u. selbst in Staub verwandelt. – Quesnay nicht für die kleine Agrikultur; aber er verurtheilte Regime, welches das Land gab in Hände v. Arbeitern\Cultivateurs ohne das nöthige Capital para mejorar su labranza; denuncirt als Ursache des Verkommens der Agrikultur, die miserable Lage der labradores, erdrückt v. censos, corveas u. andren gabelas feudales. – Die »supresion de la familia como entidad politica, y la relajacion de los vinculos que unen á sus individuos, para aumentar el numero de los ciudadanos independientes, fueron tambien invenciones harto peligrosas. Cuanto mayor ha sido el poder y la eficacia de la autoridad pública, tanto más limitada ha debido ser la autoridad doméstica y menos importancia ha debido tener la familia en la organizacion politica del Estado. Pero de que ni la familia romana ni la sociedad domestica del feudalismo sean compatibles con la civilizacion presente, no se sigue que se  Bei Cárdenas, S. 123: deba
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debe
anular por completo este elemento político.[«] (123)

Stand der propiedad civil in Frankreich vor der Revolution von 1789:

1) Von der propiedad civil, sujeta á vinculacion:

Frankreich getheilt in Provinzen geschriebnen Rechts u. Provinzen Gewohnheitsrechts. Unter Feudalregime schrieben sich die señores das dominium directum zu, was sehre verminderte |18 Freiheit u. Unabhängigkeit der unmittelbaren Besitzer. Die absolute Monarchie prätendirte die Erbin dieses dominium directum zu sein. Nach Galland, autor eines alten tractatus über die feuda, lehrt dass roi le seigneur universel aller tierras du royaume. Dasselbe Principe in code des Marillac von 1629 (unter Louis XIII) u. in Edit v. Louis XIV v. 1692; letztere in seinen Instructionen an den Dauphin: „die Könige [sind] absolute Herren, die naturally volle u. freie Disposition über alle Güter haben, sowohl von Kirche als Laien besessne, para usarlos come como prudentes ecónomos.“ (Oeuvres des Louis XIV, t. II, p. 93) Die Sorbonne erkannte (unter L. XIV) das Recht du roi zu disponer über die bona aller seiner súbditos. Diess señorio supremo; diente zur Rechtfertigung der taille, der exactions arbitraires, confiscations, die Rechte benamst bastardia, aubairé etc[.] König folgte also in die Rechte der alten señores, die vorher mehr od. minder Souveräne waren in ihren verschiednen lugares. Für die Vasallen war das dominium des roi minder lästig als das der Feudalherrn.

Unter der absoluten Monarchie dauert fort Distinction zwischen feudal u. alodial dominium, terra noble u. plebeja oder de roture u. ebenso die Personen unterschieden in seigneurs u. Vasallen, Edle u. Plebejer, nach der Qualität ihrer propiedades. Die tierras nobles konnten alodial od. feudal sein. Die terres de roture waren die welche die seigneurs ihren alten Colonen gegeben hatten nach Abschaffung der esclavitud, mit Verpflichtung sie aufzubrechen u. zu cultiviren.

Nach dem Gewohnheitsrecht gab es nur einen Erben, den durch das Gesetz Bezeichneten; wollte der Testator einen andern einsetzen, so wurde der betrachtet als Legatair, der sein Legat vom legitimen Erben empfangen musste, dem einzig Autorisirten sich zu bemächtigen der Erbschaft. Daher Rechtsgrundsatz in den nördlichen Provinzen dass „sólo Dios puede hacer un heredero“. Die Gewohnheiten beschränkten im Interesse der Familie das Recht testamentarischer Verfügung. Nach einigen, nur verfügbar (testament.) über ¼ der hacienda, ⅓, od. ½, das Uebrige blieb den legitimen Erben. Nach andern, nur verfügbar über Mobilia, über Immeubles erworben de extraños, u. über einen Theil der bienes troncales, verschieden nach den Örtlichkeiten. Nur die Côutumes v. Berri erlaubten zu testiren über die Güter aller Sorten u. ohne Beschränkung. – Die Ordonanz v. 1560, welche verbot Substitutionen über den 2t Grad hinaus auszudehnen, trat in einigen Provinzen erst Jahre nach ihrer Publication in Wirkung; in Flandern u. Artois erst 1611, in Franche Comté u. Roussillon erst 1747, so dass sich die Majorate in vielen Provinzen erhielten, ohne dass dazu, wie sonst geschah, ihre Erneuerung nöthig.

2) Stand des Municipaleigenthums:

Municipaleigenthum, welches durch seine Renten u. Produkte die Ausgaben der Municipaladministration zu bestreiten; Communaleigenthum zur allgemeinen Nutzung der vecinos.

Seit établissement des Feudalismus u. schon früher besassen die pueblos in Eigenthum od. Ususfruct Wälder, Wiesen, eriales (unkultivirtes Land) u. andre terrenos de uso comun. Grösserer Theil davon gegeben durch Feudalherrn, König od. Klöster al comun de sus vasallos. Andere dieser Güter hatten noch entfernteren Ursprung. In den Grenzmarken, deren Bewohner ihre Freiheit u. Habe conservirten vermittelst Zahlung gewisser tributos señoriales, musste man respectiren die propiedades die seit alters gemeinschaftlich benutzt. Einige davon leiten ihren Ursprung ebenfalls v. herencias od. legaten od. Erwerbungen á titulo oneroso bezahlt con el producto de repartos voluntarios, von multas, confiscaciones y de otros arbitrios locales [ab]. (Charles Dupin: Hist. administrative des communes de France, p. 175) Die ungebauten u. herrenloses herrenlosen terrenos wurden betrachtet als Eigenthum des señor, in Folge der alten Jurisprudenz die ihm das dominium aller Ländereien de la demarcacion señorial zuschrieb, die er od. seine Vorgänger nicht ausdrücklich veräussert. Als Ersatz f. diess Recht lasteten auf dem señor nicht wenige obligations: Zahlung u. Sold der Richter, Unterhalt der Gefängnisse u. Verurtheilten, Erhaltung der ausgesetzten (Kinder), alle andern Gerichtverwaltungskosten.

Die Comunalgüter galten für ebenso unveraüsserlich als die der Kirche. Verschiedne Gemeinden (villages), die erdrückt v. Schulden u. Steuern ihr Eigenthum veräusserten zu Spottpreisen, während der Unruhen von Henri IV, wurden 1600 durch letzteren autorisirt sie rückzukaufen zum selben Preis u. zwar mit Zahlung während Terms v. 4 Jahren. Ebenso Veräusserungen unter ähnlichen |19 Umständen unter Louis XII u. Louis XIV, durch Gemeinden der Champagne u. Picardie, revocirt 1659, mit Obligation den erhaltnen Preis zu remboursiren in Term v. 10 Jahren. Diess selbe Privileg später ausgedehnt auf viele andre pueblos. Das Gemeineigenthum Gegenstand v. Unmasse fraudes u. usurpations v. Seite der señores u. mächtiger Nachbaren. 1579 verordnete König Perquisition zu machen gegen die die entzogen hatten Titel od. Dokumente um sich der Comunalgüter zu bemächtigen u. erklärte effectlos die transactions u. Uebereinkünfte den Vasallen durch ihre señores entrissen zu gleichem Zweck. 1667 wurden alle villages autorisirt in Termin eines Monats zu rekuperiren, u. zwar ohne alle vorgängige Formalität, die veräusserten comunales inmuebles, arrendados ó acensuados desde 1620, con reembolso del precio en diez años.

Gewisse alte Gewohnheiten, gegründet auf den señorial Ursprung des grösseren Theils der Communalländereien, erlaubten ihren Umfang zu reduciren, aber nicht ohne Entschädigung f. die villages. Die señores seit alter Zeit Fähigkeit zurückzunehmen für sich ⅓ der comunales Berge u. Weiden, die sie od. ihre Vorgänge der villages por título gratuito concedirt hatten u. zwar war die Erwerbungsart (Seitens des pueblo) stets als gratuito zu unterstellen, wenn das Gegentheil nicht bewiesen werden konnte. Hatten die señores concedirt nicht das Eigenthum (dominio) sondern nur den uso comun de tales tierras, so konnten sie diesen uso reduciren auf einen Theil der Ländereien, recuperando la libre disposicion de todas las restantes. Aber da die exercise dieser droits zu grossen Missbräuchen Anlass gegeben haben würde, annulirte der König 1667 alle particiones de terrenos de propiedad comunal, verificadas en los treinta años anteriores entre los señores y los pueblos; si bien al poco tiempo se declararon subsistentes, siempre que se probase que las adquisiciones primitivas se habian verificado á título gratuito, y que las dos terceras partes del terreno público dejado al  Bei Cárdenas, S. 133: aprovechamiento
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aprovechiamento
comun, eron eran suficientes para su  Bei Cárdenas, S. 133: objeto
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sujeto
. Mit Bezug auf die Theilung der terrenos comunes, deren Eigenthum die señores conservirten, keine Neuerung, bis dass zu Anfang des 18. Jhdt der alten Gewohnheit sich substituirte die de descargar una parte de los mismos terrenos de toda servidumbre de aprovechamiento, pasando la otra parte en dominio pleno á la comunidad que ántes tuviera el uso.

Diess in Frankreich der Stand der propiedad Mitte des 18. Jhds.

Stand des Civileigenthums in Frankreich während der Revolution von 1789.

1) Vicisitudes de la propiedad privada en este período.

1749 Ludwig XV promulgirt édit fameux verbietend á las manos muertas des bien fonds (immeubles) zu erwerben. Unter L. XVI Turgot, hat unter andren Projecten das, abzuschaffen Corvées u. die meist lästigen Feudalrechte, zu regularisiren die Besteuerung v. clergé u. Adel, zu redimir las rentas feudales, ohne Prejudiz für die Eigenthumsrechte, u. im inneren freien Getreidehandel zu etabliren. Scheiterte an Volksaufständen u. Parlamentswiderstand. Indess hatte selbst Ludwig XIV unterdrückt od. bedeutend reducirt andre feudalen Rechte, sehr drückend, wie die Taille ⦗impuesto den der señor v. seinem Vasallen verlangte en uso de su soberanía. In einigen Provinzen erhob er sich v. den propiedades u. hiess talla real; andern auf die Personen u. per Kopf; u. in allen gab es Orte, Corporationen, Individuen u. Familien, durch Privilegium davon eximirt⦘, das droit de franc fief ⦗Personaltribut, abverlangt dem plebejischen Besitzer v. feudum od. terre noble⦘, de mano muerta ⦗Seignorialrecht, by virtue of which gewisse Personen reducirt á la condicion servil⦘, el de milicia, de gabela u. de ayudas ⦗contribuciones indirectas, muy gravosas, feudalen Ursprungs⦘ |20 In einigen Provinzen wurden repartirt, unter den Nachbarn der villages, die Länder gemeinschaftlicher\comunaler Benutzung, jeder Familie gleiches Loos, mit Obligation mässigen Cens zu zahlen od. auch ohne das. So 1762 Verordnung f. die villages de Trois Evechés; 1771, 1773, 1777 für die der Generalitäten v. Auch u. Pau; 1774 mit Bezug auf die pueblos des duché de Bourgogne, Maçon, Auxerrois u. die pays de Gex et de Bugey; 1777 rücksichtlich der fz. Provinzen v. Flandern; u. 1779 f. die Provinz Artois. ⦗Dalloz: Jurisprud. géner, V. Commune, n. 2, 176.⦘

Nach Ausbruch der Revolution verweigerten grosse Zahl v. Bauern u. Dorfbewohnern Zahlung der Feudalrechte, verfolgten ihre alten señores, verbrannten Schlösser, Eigenthumstitel, wilde Acte der Rache. Seit 14 Juli Unordnung allgemein. Nacht v. 4 August 1789; Respectirt dabei nur das dominium directum des seigneurs auf die praedia emphyteutica; aber wenn den colonen nicht gratis das Eigenthum daran gegeben, so die Fähigkeit es auch wider Willen des seigneur durch Abkauf des darauf lastenden Rechts zu erhalten. Die Zehnten (an Kirche) in fact den proprietors zum Geschenk gemacht u. die Nation dagegen mit Schuld an Kirche belastet. (Sieyes)

8 Avril 1791 Assemblée constituante schafft ab unter Erben ab intestato alle Ungleichheit hervorgehend aus den Provinzialgewohnheiten, Geschlechtsunterschied, Primogenitur. Robespierre erklärte sich für absolutes Verbot des Testirrechts. Aber 5 Sept. 1791 assemblée begnügt sich den Testatoren zu verbieten ihren Erben od. Legatairen Zwangsbedingungen aufzuerlegen in religiösen Dingen od. über Wahl des Standes, Profession, Geschäft. Bei Auflösung der Constituante, nach 3 Jahren Revolution, existirten jedoch die Majorate – u. das Recht sie zu errichten, noch intact.

25 Aug. 1792 unterdrückt Majorate völlig damit assemblée législative.

7 März. 1793, nachdem er Verbot der Majorate bestätigt, verbot Convent die Testamente u. auch die Schenkungen unter Lebenden en linea recta.

26 Octob. 1793 erlaubt schon convent zu verfügen über ⅒ der herencia denen, die legitime Erben in directer Linie hatten, über ⅙ denen die solche Erben in linea trasversal hatten, obgleich in beiden Fällen verbietend irgendeinen Theil einem der Erben selbst zu legiren. Dabei diesem Decret retroactive force gegeben; annullirt alle testament. disposiciones und inter vivos, gemacht von patres prejudiciell f. ihre Kinder, u. für alle testatores, en menoscabo de sus herederos presuntos, seit 14. Juli 1789. Ebenso retroactiver effect gegeben, von jenem Datum an, dem Decret v. 8 Avril 1791, welches igualaba die Erben ab intestato; u. zu dem Behuf debian rehacerse alle particiones otorgadas, gegen jenes praescript, in den 4 vorhergegangnen Jahren.

6 Jan. 1794 annullirte Convent alle testamente, deren autores vivian aún ó habian muerto seit 14. July 1789: befahl hacer, respecto á los fallecidos, neue Theilungen, wobei die Erben zu werfen á colacion alle Güter empfangen als Geschenk inter vivos von den testatores, obgleich gemacht mit ausdrücklichem Dispens de colacionarlos: er schaffte ab den alten Unterschied zwischen bienes troncales u. adquiridos; berief zur Erbfolge derer die ohne Descendenten starben, ihre Brüder (Schwestern) u. neuen (Nichte einbegriffen) carnales, con preferencia á los ascendientes y con derecho de representacion illimitada ilimitada; u. gab schliesslich retroactiven effect allen prescripciones seit 14 Juli 1789, Datum der Revolution.

Robespierre hielt bereit eine Declaration der Menschenrechte, die er in die Constitution |21 v. 1792 einschreiben wollte, wonach das Eigenthum ist das Recht jedes Bürgers „zu geniessen die Portion von Gütern, die ihm das Gesetz sichert“, i. e. ein blosser ususfructus, transitoire, unterworfen dem Willen der Gesetzgeber.

2) Desamortizacion de Propiedad Municipal:

Einer der ersten Acte der Revolution war abzuschaffen u. den pueblos selbst zuzuerkennen Menge v. propiedades u. derechos, die als Usurpations der seigneurs betrachtet wurden. So schien die Revolution in ihrer ersten Periode dem Municipaleigenthum günstig.

1790 revocirte die constituirende assemblée die facultad der seigneurs den 3t Theil der v. ihnen gratis cedirten Comunalländer einzuschliessen, u. alle Vertheilungen v. terrenos, die auf dieser Grundlage gemacht;

13 April 1791 zuerkannt den Gemeinden das absolute Eigenthum an allem unbebauten u. herrenlosen Land, lassend den seigneurs nur die propiedad der terrenos von welchen sie öffentlich u. feierlich Besitz ergriffen vor 4 Aug. 1789.

28 Aug. 1792 beschloss assemblée constituante, auszudehnen die revocation der repartimientos del tercio de los terrenos comunes, verificados sin ajustarse á la  Bei Cárdenas, S. 140: Ordenanza
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ordonanza
de 1669, á los ejecutados con sujecion á ella; ferner den pueblos auch alle unbebauten Ländereien zuzuertheilen, die, obgleich sie nie communal gewesen, von seigneurs besessen waren die ihr dominium nicht beweisen konnten mit Titeln faisant foi über possession von 40 Jahren. So der grösste Theil der existirenden unkultivirten Ländereien u. deren die erst vor kurzem aufgehört hatten es zu sein u. in Kultur übergegangen waren, zu Communaleigenthum gemacht.

Zu gleicher Zeit abgeschafft alle Ordonanzen u. Edicte, publicirt seit 1669, die verfügten od. autorisirten zu verfügen, zum Präjudiz der pueblos, über Ländereien an welchen letztere hatten algun  Bei Cárdenas, S. 140: aprovechamiento
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aprovechiamento
comun; die Municipalitäten wurden ermächtigt zu reivindicar las propiedades oder usufructos die verloren gegangen seit demselben Datum in Folge des Feudalregimes und die, welche zu irgend welcher Zeit v. den pueblos zu den seigneurs passirt u. welche diese besassen ohne justificar su adquisicion por título escrito y causa onerosa; und verordnet, schliesslich, allgemeine Revision aller Contracte, kraft welcher die seigneurs verwandelt hatten in dominium plenum, sobre porciones limitadas de tierras, la antigua servidumbre de aprovechamiento comun que ántes pesaba sobre la totalidad de las feudales.

10 June, 1793 erklärte der Convent dass alle tierras baldias revindicirt werden könnten durch die pueblos, wenn auch besessen v. seigneurs während mehr als 40 Jahren, u. obgleich diese sie erworben por cualquier título feudal ú otro que no fuera un contrato oneroso y auténtico: mit dieser declaration, mit der weitesten interpretation der Worte: „ Bei Cárdenas, S. 141: aprovechamientos
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aprovechiamentos
comunes“ u. „terrenos baldios“, u. mit dem Setzen der nobles hors de la loi, wodurch sie sich nicht vor den Gerichten vertheidigen konnten, wurde consummirt die Spoliation der alten Feudaleigenthümer.

Nachdem so die alten Feudalproprietäre beraubt im Interesse der pueblos, fand man es nöthig die pueblos im Interesse der Nation zu berauben (da ja all dieser Reichthum accumulirt in den Händen der Gemeinden, quasi improductiv gemacht, alle Inconvenienzen der amortizacion bot, nöthig sie wieder in Commerz zu werfen) Diess also die zweite Expropriation.

14 Aug. 1792: Die constituirende Versammlung decretirte in Princip el reparto, unter die Nachbarn, die bienes de aprovechamiento comun; aber diese Operation trat nicht in Wirksamkeit bis am 10 Juni 1793 der Nationalconvent bestimmte die Art de verificarla. Ein Gesetz von diesem Datum, mit Recht genannt das agrarische Gesetz der fzs. Revolution, erlaubte zu theilen im gleiche Loose alle |22 Communalländereien, mit Ausnahme der Berge, u. verordnete sie zu vertheilen unter den respectiven vecinos, si estos acordaran la division, nicht nach Familien, sondern nach Köpfen; Weiber, Kinder, Knechte, in der That alle Einwohner, mit Ausnahme der señores die ⅓ der terrenos comunes retractirt hatten, erhielten gleiche Rechte bei dieser allgemeinen Repartition.

Diese Massregel entsprach ganz den désirs der Oekonomen der Epoche mit Bezug auf Subdivision, Generalisation u. Circulation des Eigenthums. Verboten durch dasselbe Gesetz den neuen Eigenthümern ihre Parzellen vor Verlauf v. 10 Jahren zu veräussern. In Folge dieses Gesetzes, bis zu den orillas der See, vertheilten die vecinos vieler Gemeinden unter sich á título de terrenos baldios. Zuletzt solche Missbräuche wovor selbst der Convent erschrak.

Nachdem vertheilt die bienes de aprovechamiento comun, erklärte der Nationalconvent am 24. August 1793 erloschen alle dettes de la république á favor de los pueblos u. verwandelte in dette nationale einen Theil der Schuld die auf jenen lastete. Zu gleicher Zeit adjudicirte der Staat alle Municipalgüter, die nicht waren de uso comun, u. deren Vertheilung eben decretirt worden war, u. verordnete sie zu verkaufen in derselben Form wie die bienes nacionales. ⦗Dalloz, l. c. t. 6, ch.  Bei Cárdenas, S. 142: 3
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5
, art. 1 u. ch. I, par. 2⦘

Ausser den Bergen nun in Frankreich kein Zoll Boden, der nicht im Handel circuliren konnte u. sich untertheilen u. sich anschmiegen allen Bedürfnissen des Individuums.

Vicisitudes de la Propiedad Civil in Frankreich seit der Revolution von 1789

1) Estado des Privateigenthums u. rétablissement der Majorate:

die Nation tocaba por si mismo die Ungerechtigkeiten, Missbräuche u. Unterschleife denen die neuen Gesetze Vorschub leisteten.

Erste Reaction: 24 April 1795 Convent selbst suspendirt alle Proceduren angestrengt um anzuwenden, mit rückwirkender Kraft, das Gesetz v. 6 Januar 1794 über Annulation de testamentos. Nachdem dieser erste Schritt gethan u. durch die Thermidorreaction die Anhänger der Schreckensherrschaft besiegt, der retroactive Effect des genannten Gesetzes abgeschafft am 26 August 1795, ebenso der des Gesetzes v. 26 Octob. 1793, welches fixirte la legitima der Kinder u. Verwandten. Am 25 März 1800, unter Bonaparte’s Consulat, etablirt die Fähigkeit zu testiren auf weiteren Basen zu Gunsten der verletzten väterlichen Autorität u. des erschütterten Familiengeists. Den testatoren erlaubt, frei zu verfügen über 4. Theil der Erbschaft, wenn 1–3 Kinder; über 5t Theil, wenn 4 Kinder; über 6t, wenn 5 u. so successive. Die ohne Descendenten konnten über ½ ihres Vermögens testiren, wenn sie dejaran ascendenten, hermanos od. sobrinos carnales, u. über ¾, wenn sie nur dejaran tios, primos ó sobrinos, hijos de éstos. Im selben Gesetz aufgehoben das Verbot zu legiren die testamentarisch disponible Quote an irgend einen der Erben mit Recht auf die legitima.

Code civil, promulgirt 1801, combinirt die revolutionären principien v. 1789 mit röm. Recht u. Gewohnheitsrecht. »Was der Familie zusagt«,  Zusatz von Marx.
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sagt unser Cárdenas
»als entidad social, ist dass der Vater nicht ermangle der Mittel nöthig um in ihr (der Familie) Einheit u. Disciplin zu erhalten.« (145)

Concession von dem Familieninteresse war die Permission gegeben dem Vater zu testiren über seine disponible Quote zu Gunsten irgendeines seiner legitimen Erben (art. 913 u. 919) u. aumentar por lo tanto su haber, was radical zerstörte die Gleichheit zwischen den Erben, welche die Gesetze der Revolution hatten etabliren wollen, in proporcionaba á la autoridad paterna medios saludables de gobierno. Gleiches Ziel erreichten die Verfügungen, die zur Intestaterbfolge beriefen die parientes colaterales bis zum 12. Grad vor der Wittwe des Verstorbnen (art. 755); die welche in derselben Succession dem hijo legitimo viel grösseren Erbtheil gewährten als dem hijo natural que con él concurriese, u. die que, bei Mangel v. hijos legitimos, no llamaba á los naturales sino en concurrencia con los ascendientes y colaterales, cuando los hubiese. (art. 755) Weder der politische |23 status der Personen, noch ihre Verhältnisse zum Staat, vom Eigenthum abhängig gemacht, obgleich ihm subordinirt die exercise gewisser Rechte od. öffentlicher Funktionen. »Alle Eigenthümer waren gleich vor dem Gesetz, aber nicht ohne dass lange fortdauerte die Quantität des Eigenthums als Criterium de la capacidad politica.« (145) Im code (art. 896) Stiftung v. Majoraten verboten. Napoleon stellt sie her nach seiner Thronbesteigung; beginnt damit erst in den eroberten, erst jüngst einverleibten Provinzen durch: Dekret v. 6 Mars, 1806; (feudos de la Corona; Dalmatia, Istria, Friul, Belluno, Conegliano, Treviso, Basano, Vienne, Padua, Rovigo) Die Princessin Pauline, Schwester des Kaisers, u. ihr Mann, Prinz Borghese, hatten dem Königreich Italien ihr principado de Guastalla cedirt; durch Senatusconsult v. 14 August 1806 der Preis dieser Cession verordnet angewandt zu werden zu Kauf v. Gütern in Frankreich, die Majorate f. den prinzlichen Descendenten des Borghese bilden sollten. In demselben Senatusconsult reservirt sich Kaiser die faculté de conceder Familienhäuptern, die im Besitz erblichen Titels, Licenz zur Gründung v. Majorat zu Gunsten der Descendenten (Söhne) por órden de primogenitura. So das Princip der Substitutiones admis, beschäftigte er sich damit zu reformiren den article des Code Civil, der die Substitutionen verbot, durch Exceptio á favor der bienes libres que formaran la dotacion de algun título hereditario (art. 896)

1 Mars 1808 erschien Decret zur Stiftung hereditärer Titel, trasmisibles al varon primogénito, wann el padre hubiera instituido Majorat á su favor. Andres Decret vom selben Tag f. Herstellung des Adels. Dies Decret enthält zugleich weitere Bestimmungen über die Majorate etc.

17 Mars 1809: verheirathete Weiber autorisirt Majorate zu stiften mit sus bienes propios á favor de sus maridos, u. der Descendenten de ambos[,] u. erlaubt die vinculacion v. bienes die es nicht nach den früheren Decreten waren.

4 Juni 1809 1 Person erlaubt 2 od. u. mehr Majorate zu besitzen

5 Mars 1810 den Besitzern de vinculos instituidos auf fremdem territorium befohlen in gewisser Zeit die Güter die ihre Dotation bildeten zu verkaufen u. ihnen andre in Frankreich gelegne zu substituiren.

Restauration confirmirte all dies; 25 August 1817 L. XVIII verordnet, dass Niemand zum duc, marquis, conte, vicomte, od. baron ernannt werden kann, wenn er nicht vorher ewiges Majorat stiftete (mit männl. Primogenitur) wovon renta liquida respect. 30,000, 20,000 od. 10,000 fcs, je nach dem Titel. Folgten andre Ordonanzen, begünstigend diess Institut. In 20 Jahren – seit ihrer Wiederzulassung – so 440 Majorate gestiftet mit jährlicher Rente v. 3,819,434 fcs. Die Constitution v. 1830 respectirte la noblesse u. sicherte die Transmission ihrer Titel, aber ohne die Majorate zu erwähnen (art. 62)[.] Gesetz v. 29 Decembre 1831 schaffte die erbliche Pairie ab. Einer der ersten Acte des neuen gouvernements war die Unterdrückung eines Article des Code pénal, der die Usurpation jedes Adelstitels strafte mit dem Zweck dem Adel seine Prärogative zu sichern. 12 Mai 1835 verboten neue Majorate zu stiften; mit Bezug auf die existirenden bestimmt, dass wenn gestiftet mit Krongütern sie erlöschen sollen bei ihrem Rückfall an Staat; wenn mit Privatgütern gestiftet, erloschen wenn sie pasaran zum 2[t] Grad der Succession, ohne den ersten Titulär zu zählen; also wenn sie an den 3t sucesor fielen etc.

11 Mai 1849 Assemblée constituante reformirte Gesetz v. 12 Mai ’35 mit Bezug auf die Majorate gegründet mit bienes de particulares; diese Güter sofort frei, vorausgesetzt dass á la sazon kein unmittelbarer Nachfolger des 2[t] Grades existire, nacido ó concebido ántes. Bonaparte III stellt die Majorate nicht her.|

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2) Wiederherstellung der Propiedad municipal.

Durch Gesetz v. 9 Juni 1796 (Directorium u. Rath der 500) suspendirt die repartamientos repartimientos (ordonirt durch Gesetz v. 10 Juni, 1793), obgleich provisorisch die schon ausgeführten aufrecht erhalten. Unterdess ging die Veraüsserung der propios (i. e. der Güter, die die Municipalitäten zu eigen besassen) voran; auch verboten durch Gesetz von 21 Mai 1797, welches schliesslich derogirte die Gesetze v. 9 Juni u. 24 Aug. 1793 que incorporaron á la nacion, y mandaron vender todas las propiedades municipales que no debian repartirse. Das neue Gesetz erkannte die vergangnen Veräusserungen an; erlaubte neue nur mit Intervention u. specieller Approbation der gesetzgebenden Gewalt.

Durch Gesetz v. 29 Febr. 1844 alle repartimientes repartimientos der Communalgüter bestätigt, die schriftlich consummirt; die andern annullirt, es sei denn dass ihre Besitzer hätten défriché, broken up, or executirt obras importantes in dem vertheilten terreno u. sich verpflichteten dem pueblo, das das Terrain früher besass, zu zahlen un canon redimible igual á la mitad del producto, ó á lo que valiera en renta el prédio ántes de ponerlo en cultivo; u. verordnet zurückzugeben an die Gemeinden alle Güter die ihnen zugehört u. nicht vertheilt od. veräussert conform den früheren gesetzlichen Vorschriften. Die Güter, denen sich das gvt. selbst bemächtigt, um zu ihrem Verkauf zu schreiten, nach Gesetz v. 24 Aug. 1793, blieben in der Hand der Administration con el carácter de inalienables.

In diesem Zustand blieb das Municipaleigenthum, bis das kaiserl. gvt., gedrückt v. Kriegen u. Schulden, bereits seinem Ende nah, in den bienes de propios Recurse suchte, nicht mehr gewährt durch contributionen u. Anleihen. Gesetz v. 20 März 1813 befahl zu veräussern auf Rechnung des Staats alle bienes municipales, ausser den Bergen, tierras de aprovechamiento comun y la las propiedades destinadas á algun servicio público, indemnificirend die pueblos für die renta liquida die sie durch diese Expropriation verloren mit Titeln v. 5% Staatsschuld. Staatsrath berief sich dabei auf das noch rechtskräftige, Gesetz v. 1793, welches den Staat belastete mit den créditos activos y pasivos der pueblos, also auch dem Staat Ersatz geben musste de las pérdidas que tal liquidacion pudiera ocasionarle. Begann daher la venta de estos bienes, deren Preis zahlbar in 6 Terminen, aber ohne dass das gvt sich beeilte den pueblos die versprochne Indemnität zu geben.

Beim Sturz des Kaiserthums schon viele dieser propiedades verkauft, ohne dass ihre alten Besitzer entschädigt; wurden es sobald Louis XVIII auf Thron; aber die Veräusserungen dauerten fort bis Gesetz v. 26 April 1816, bestätigte die stattgehabten Veräusserungen; befahl den pueblos zurückzuerstatten alle noch nicht veräusserten Güter.

Rente der noch existirenden bienes de propios y comunes belief sich 1836 auf 6 Millions fcs, was unterstellt ein Capital von 200 Millions. (Rapport au roi sur la situation financière des Communes du Royaume, exercise de 1836 (Patria, La France ancienne et moderne, p. 2608)



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Libro II Stand des Territorialeigenthums in Spanien unter Visigothen u. Arabern.

Cap. I De los caractéres feudales de la propiedad.

Die 3 distinctiven Charactere des Feudalismus sind:

  • 1) Trennung zwischen dominium utile u. dominium directum des Bodens, indem der señor des letzteren sich die facultad vorbehält zu verlangen von dem des utile, fidelidad u. militairische u. politische Dienste;
  • 2) dem dominium directum von Land ist verknüpft grösserer od. geringerer Theil der öffentlichen Autorität über die Individuen, die darauf leben als naturales od. coloni;
  • 3) Restrictionen der Fähigkeit über beide Sorten v. dominium zu verfügen, im Interesse der families die darin succediren sollen, u. um nicht zu schmälern die Rechte des dominium directum. (156)

Die Trennung v. dominium utile u. directum ist nicht das Charakteristische; sondern dass »diese Division Ursache sei einer Art von servidumbre«, wie Godofredas sagt, »kraft deren der welcher das dominium utile acceptirte, durch diese blosse Thatsache u. ohne weitere Stipulation verpflichtet dem señor del directo Treue u. Kriegs- u. Friedensdienste zu leisten[«]. Ferner exclusiv eigen den feudos, dass in quality of propietario der fellow Theil der public authority ausübt, Gerichtsbarkeit u. imperio being inseparable attributes of a great part of landed property. (157)

Diese Sorte Eigenthum hiess in Spanien prestimonio, mandacion, encomienda, tierra, tenencia, honor od. señorio, ausser in Catalonien, Valencia u. Ribagorza, wo auch feudum, der europäische Name.

Cap. II Status des Grundeigenthums unter der Herrschaft der Visigothen.

1) Freie Ländereien u. terras tierras gravadas con servicios públicos.

Zuerst zu zeigen was waren die Gesetze u. Gewohnheiten der Visigothen zur Zeit der sarazenischen Irruption.

Visigothen nahmen sich ⅔ der cultivirten Ländereien, liessen den Spaniern ⅓ v. dem was sie besassen. Der Hass zwischen Eroberern u. Beraubten dauerte noch bei Einfall der Sarazenen. Könige suchten durch zahlreiche Verordnung die einmal eingeführte Division zu erhalten u. namentlich – aber in vain – weitere Usurpationen [von] seiten der Gothen zu verhindern. Die den Gothen vertheilten terrae tributfrei; nicht die den Spaniern gelassenen; daher auch Staatsinteresse, die heredades romanas nicht weiter beschränken zu lassen durch gothische Uebergriffe „ut nihil fisco debeat deperire.“ Gothischen reges vertheilten guten Theil ihrer Ländereien unter die Kirche, los curiales und privados de córte, und die siervos fiscales, welche die heredades produciren machten u. mit den Renten davon u. von ihren propios haberes beitragen á levantar las cargas públicas; die gothischen Capitanes u. señores machten ähnliche distributiones unter ihren Clienten u. buccelarios. (Die edlen Gothen Alodialeigenthümer u. freiste Besitzer der eroberten Ländereien.) Das Patronatsverhältniss – was bei den Germanen zwischen den auf Krieg ziehenden Banden u. ihren chefs existirte – ausgedehnt u. befestigt durch diese Landvergebung. Heisst in einem Gesetz des Fuero Juzgo (For. jud. 1. 4a tit. III, l. V) „Ille (patronus[)], cui se commendaverit, donet terram, nam patronus quem relinquit, et terram et quod ei dedit, obtineat.“ (Fuero Juzgo compilation der gothischen Gesetze in altcastilisch) Die Rechte des Patron über seinen Clienten waren exorbitant. Client konnte einen Patron f. den andern wechseln (was aber praktisch nicht so leicht) u. sein dominium über die vom patron acquirirten causas [war] unwiderruflich, so lange er unter seiner patronage blieb u. ihm nicht die Treue brach (diess leicht vom patron zu eludiren) (so mehr da Patron das Recht zu richten, strafen, peitschen seinen Clienten)|

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In den Verhältnissen zwischen patronos u. buccelarios der wahre Ursprung der späteren zwischen Herren u. Vasallen.

Ländereien der Krone vertheilt an curiales u. privados de corte: hiessen so (curiales u. privados etc) wegen der Ländereien, trugen zum aerarium bei mit gewissen censos u. andren Leistungen de frutos y caballos; waren hidalgos, obgleich Besitzer v. tributpflichtigen Ländereien. (konnten diese Ländereien veräussern, wenn der Besitzer in selbes AbgabenVerhältniss zu Krone trat); andre Ländereien gab king an fieles (konnten disponer de su hacienda sin limitacion alguna)[.] Andre Kronländereien gegeben an siervos fieles zum Cultiviren u. damit sie beitrugen al erario mit Theil ihrer Früchte; ihr status viel besser als der der übrigen serfs, u. etwas ähnlich dem der Freien. Einige v. ihnen übten wichtige öffentliche charges aus, viele besassen Sklaven, u. ihr Zeugniss zugelassen in Gericht wie das der ciudadanos. Konnten ihre Güter nur veräussern an andre siervos desselben Standes.

Trotz der Gesetze Eigenthumsverhältnisse sehr unsicher; theils wegen Impotenz des gvt. gegen Usurpatoren zu schützen; theils wegen Habsucht der principes selbst. Sichtbar dies aus den Gesetzen u. canones der concilios nationales.

2) Kirchengüter.

Kirche sorgte dass sie guten Theil am Raub, erst die arianische Kirche, deren Cultus den Gothen bekannter, und dann die katholische, seit la conversion de Recaredo. Ausserdem donaciones voluntarias der Gläubigen. Dann »disposiciones canónicas que le atribuyeron el derecho á ciertas herencias«. Endlich, nebst diesen vielen Mitteln zu erwerben, Verbot das Erworbne zu veräussern, ohne ganz bestimmte Umstände u. formalitäten. Aber: Habsucht u. Sorglosigkeit der Verwalter des Kirchenguts (Bischöfe etc) trugen bei es zu vermindern. Und unter den Laien bildet sich usus de hacer objeto de grangería el patronato de las iglesias … die Kirche utilisirte ihre Güter, indem sie selbe direkt durch ihre Sklaven bebaute, od. durch Coloni, die durch Gewohnheit bestimmten Theil des Ertrags zahlten, oder indem sie selbe temporär statt stipendium ihren Pfaffen gab. Die coloni meist liberti od. Nachkommen von liberti, die bei Emancipation v. servidumbre unter dem patrocinio der manumittirenden Kirche blieben; hatten Theil der Früchte des Landes, das sie bebauten, zu geben od. andre prästationen u. Personaldienste. Ferner manumissi durch señores particulares, aber unter Bedingung unter patrocinium einer Kirche zu bleiben, der sie für solche patronage Contribution zu leisten (pagar censo); Bischof durfte sie nicht (nach den wiederholten Vorschriften der Concile) manumittiren ohne an ihren Platz serfs v. gleichem Werth zu setzen. Concil IV von Toledo verordnete, dass nicht nur der liberto, sondern auch seine Descendenten, jeder der Reihe nach vor dem Bischof practicaran acto de reconocimiento de su estado y de su obligacion de obedecer y de contribuir á la Iglesia segun sus facultades. Der liberto, der die patronage der Kirche f. das v. andrem verliess, u. gewarnt nicht zu ihr zurückkehrte, fiel von neuem in seine frühere servidumbre … „Episcopi qui nihil ex propio suo eclesiae Christi compensaverunt … liberos ex familia ecclesiae u. facere non praesumant“ (Conc. Tolet. IV, cán. 67) „Liberti ecclesiae, quia munquam moritur eorum patrona, a patrocinio ejusdem nunquam discedant nec posteritas quidem eorum sicut priores canones decreverunt; ac ne forte libertas eorum in futura prole non pateat ipsaque posteritas naturali ingenuitate obtinens, sese ab ecclesiae patrocinio subtrahat, necesse est ut tam idem liberti quam ab eis progeniti professionem episcopo suo faciant, per quam se ex familia ecclesiae liberos effectos esse fateantur, ejusque patrocinium non relinquant, sed juxta virtutem suam obsequium ei vel obedientiam praebeant.“ (Conc. Tolet. IV can. 70) Und canon 9 des Concil. VI von Toledo wiederholt dieselbe Verordnung, u. verordnet dass dieser act de reconocimiento practicirt durch die liberti jedesmal dass neuer Prälat seine Kirchenregierung antritt, u. dass wenn nicht geleistet innerhalb eines Jahres, die liberti wieder in Sklaverei fallen.

3) Del colonato y del precario entre godos y romanos.

Theil des Bodens vertheilt unter seine civilen Alodialeigenthümer in den Händen ihrer libertos u. colonos. Die Sklaven – bei der Manumission – hatten fast immer peculium erworben durch sie während ihrer Sklaverei od. v. dem Herrn ihnen geschenkt zur Zeit ihrer Manumission; aber wenn sie nicht ganz frei wurden, wurde es auch nicht |27 ihr dominium. Zweierlei Art Manumission; die eine gab dem Sklaven den Stand des civis romanus ohne irgend welche Beschränkung der Freiheit; die andre den Stand der ingenuitas aber mit limitaciones determinadas de gabelas y servicios. (Sieh: Formules wisigothiques inédites etc par Eugene de Rozière. Paris. 1854.) Die Manumission ⦗ersichtbar aus den angeführten formulae⦘ bald so, dass der libertus unter dem Patrocinium den Manumittirenden bis zu dessen Tod blieb, bald so, dass er von Tag der Manumission an vollste Freiheit erhielt. Aus diesen Formeln sieht man auch die Gewohnheit des Patron’s dem manumisso peculium zu geben mit Bedingung, dass er ihm als ingenuus „obsequio debido“ leiste. Das Peculium – terrae u. die obsequia – gewisse Praestationes v. demselben an den Patron.

los patronos daban tierras en colonato a su clientes. Der 3te Theil der terrae, den die Gothen den indigenae (Römern) gelassen, wurde v. diessen diesen besessen als colonae, unter dem patrocinium der domini der andern ⅔. (176)

Die wisigothischen Gesetze (fuero juzgo \ for. jud.) zeigen wie beschränkt das dominium der liberti in den terrae die sie genossen; ihnen unter schweren Strafen verboten, ihre Patrone zu verlassen od. deren Nachkommen; waren in fact ⦗wenn sie terrae v. dem Herrn bei der Manumission erhalten[⦘], glebae adscripti u. usufructuarii des Bodens, während der Patron daran die unda proprietas hatte; starb der Manumissus ohne Kinder, so hatte Patron das Recht auf seine ganze Erbschaft; der manumissus, der auf der terra seines alten Herrn blieb, konnte nur über ½ ihrer Früchte (Ertrags) verfügen; die andere ½ gehörte dem Herrn. Konnten ihre terrae nicht veräussern. („Plebei glebam suam alieandi alienandi nulla umquam potestas manebit.“)

Diese possessores dieselben die die reges leges romanae, damals in Spanien vigentes, colonos u. inquilinos nannten. Die Wisigothen wandten auf die liberti an, was in Bezug auf diese u. die coloni bestimmt im Breviarium Alarici, mit einigen der Freiheit günstigen Modificationen. Wenn der libertus – civis romanus – durch seine Schuld herabstieg auf den status des latinus u. darin starb, erbte Patron od. seine Nachkommen, auch wenn jener Kinder hinterliess. Patron od. seine Kinder konnten daher revindiciren, wenn libertus Güter veräusserte um den Patron zu betrügen. Nach demselben Breviarium blieben die Colonen beständig »subjeta á la servidumbre de la tierra y se  Bei Cárdenas, S. 178: trasmitian
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transmitian
con ella«. (178)

Gab auch viele Besitzer unter dem Titel des precarium. Contract wodurch Besitzer einer tierra sie en cultivo einem andern gab, unter der Bedingung dass dieser hatte zu „percibir todos los frutos, aber dem Herrn ⅒ zu übergeben, á promover en todo su utilitad utilidad, y defender la misma tierra[“]; die Formel hier mehr feudal, als Pacht od. Abgaben (censo) vertrag. („spondeo nulla nullo unquam tempore pro easdem terras aliquam contrarietatem aut praejudicium parte vestrae afferre, sed in omnibus pro utilitatibus vestris adsurgere, et responsum ad defendendum me promito persolvere.“ (form. Wisig.) (178) Dieser Vertrag bald f. bestimmte Zeit, bald ohne Zeitbestimmung: im ersten Fall kehrt am Ende des Termins Boden zum Eigenthümer zurück; in beiden Fällen diese Reversion, wenn der Besitzer ein Jahr den Canon nicht zahlte. Die Väter des 6t Concil v. Toledo verordneten verordneten dass die clérigos u. andre Personen die Kirchengüter als stipendium disfrutaran, sie unter dem Titel des precarium besässen y otorgaran de ello la correspondiente escritura, á fin de que en ningun tiempo se invocara la larga posesion en perjuicio de la Iglesia. Unter diesem Contract, machten die kirchlichen Corporationen u. auch Individuen fructiferos vastos terrenos incultos, oft nicht in andrer Art to utilize, u. die die bei dem allgem. reparto de las tierras leer ausgegangen konnten aspirar á la ventaja de poseerlas, ya que no solian tener capital para adquirirlas en pleno dominio. (179)

4) Del servicio militar y la jurisdiccion inherentes al dominio territorial.

Zur Zeit der Wisigothen die Verpflichtung in der Miliz zu dienen, wie bei den Germanen, viel mehr personal, in Folge des  Zusatz von Marx.
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(persönl.)
status eines jeden als real [oder] in Betracht des genossenen Eigenthums. (179)

Aber nachdem die Wisigothen einmal etablirt en vasta extension de la Península, bei beständiger Wiederholung der Campagnes, bald gegen aüssern Feind, bald gegen innere Rebellion, u. die Disciplin gelockert durch den beständigen Wechsel des Souverains u. des gouverneurs, konnten viele dem pflichtmässigen Kriegsdienst eludir. Strenge Gesetze daher gegen die capitanes, die für Geld unterliessen zum Dienst zu zwingen od. den Soldaten erlaubten vor der Zeit nach Haus zu gehn; gegen die chefs u. oficiales |28 die ihre Compagnien verliessen u. gegen die condes, die in den Städten u. castillos die nöthigen Provisionen f. das Heer nicht vorräthig hielten. (For. jud. leyes t. II, l. IX) In den darauf bezüglichen strengen Verfügungen des Königs Wamba keine Spur v. [Zusammenhang] zwischen Genuss des Eigenthums u. Kriegsdienst, wohl aber so etwas in späterem Gesetz des rex Egica; bezüglich auf die siervos fiscales (die bei ihrer Emancipation v. rex Land erhalten); in den ersten Zeiten nicht zu Kriegsdienst verpflichtet, weil dieser exclusives Recht der Freigebornen; später einbegriffen mit den übrigen subditos de la corona in den strengen Militairgesetzen des Wamba; scheint nicht ausgeführt worden zu sein; Egica befahl dass in den Heeren dienten alle libertos fiscales u. ihre Nachkommen; ausgenommen die mit andern öffentlichen Aemtern Betrauten, Kranken od. sonst Verhinderten. (181)

Nach anderm wisigoth. Gesetz hatten die curiales u. privados de corte dem König mit bewaffneten Reitern zu dienen. Nach andern Gesetzen gaben die Patrone ihren Clienten Waffen u. andre Sachen, die sie verloren, wenn sie ihren Dienst verliessen; scheint daher dass die buccelarios – (wie die Clienten der deutschen Patrone u. die Vasallen der Feudalen) contrahirten Verbindlichkeiten Kriegsdienst zu leisten f. ihre señores.

Aber noch nicht betrachtet in jener Periode la jurisdiccion u. potestad pública, como fruto del dominio  Bei Cárdenas, S. 181: privado
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privata
de la tierra
; diess [Prinzip, das so viel zur] Reconstruction der Gesellschaft [beitrug, erst] viel später entwickelt. Aber schon erste Grundlagen dazu die Jurisdiction im Allgemeinen durch die Legaten des Königs unter dem Namen  Bei Cárdenas, S. 182: duques
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duces
, condes, vicarios, assertores pacis, tiufados, milenarios, centenarios, decanos y defensores, od. durch den König in Person, od. auch durch Bischöfe. Aber daneben andre Privatjurisprudenz, die der señores über ihre Sklaven u. die der Patrone über ihre Clienten. Der erste Ausfluss des Privateigenthum des señor, bekommt gewisse Verbindung mit Grundeigenthum, sobald die Sklaven glebae adscriptae wurden u. die Gewohnheit ihr Recht anerkannte nicht vom Boden getrennt zu werden auf den sie ihre Dienste leisteten. Solche Jurisdicion Jurisdiction daher mit dem Grundbesitz selbst übertragbar. Und. die manumittirten Sklaven blieben auch in der Jurisdiction ihrer Patrone.

Die wisigothischen Gesetze modificirten die römischen über die patria potestas. Sklaven, des Mords od. andrer Capitalverbrechen schuldig unterworfen dem öffentl. Gericht; aber wenn dieses die Todesstrafe nicht executirte, konnten ihre señores nach Gutdünken sie vollstrecken od. nicht. Ein señor der bei Züchtigung der Sklaven ihn ohne Absicht (hatte das zu schwören) tödtete, frei v. jeder Strafe. Gesetz drohte mit Verbannung, Penitenz, confiscation. Herren, die freiwillig ihre Sklaven verstümmelten aber straflos, wenn er nachwies, dass er widerstand od. rächte eine ofensa material desselben Sklaven; ebenso durfte er ihn züchtigen, wenn er etwas ihm od. seinen Mitsklaven stahl. Seine Jurisdiction erstreckte sich auf alle nicht capitale Verbrechen. Die wisigoth. Gesetze erkennen auch das Recht des Patrons mit azotes zu züchtigen ihre Freigelassenen, Clienten u. buccelarios; straflos wenn sie ihn dabei ohne Absicht tödteten.

Wisigoth. Gesetz schloss also die Keime des Feudalismus ein.

ch. III. Stand des Territorialen Eigenthums unter der Herrschaft der Araber.

1) Eroberung der Sarrazénen: – Stand der Mozárabes.

Jetzt durch alle Historiker anerkanntes fact, dass die Araber nicht als Verwüster nach Spanien kamen, Ausrotter der Bevölkerer Bevölkerung, Diebe allen Reichthums, wie nach dem Mährchen der alten Chronisten. Nachdem die Thore Spaniens geöffnet durch den Verrath u. die Niederlage v. Guadalete, besetzten die Mahometaner grössten Theil der Insel ohne irgend ernsten Widerstand; hielten es ganz unnöthig aufzutreten wie die german. Barbaren; liessen ihnen auch ihre Gesetze, innere Verwaltung, Cultus u. religiöse Institutionen. Diese Politik entsprach auch ihrem Gesetz (La Ley y Çunna), das verbietet die Weiber, niños, ancianos u. monges zu tödten, wenn sie sich nicht mit den Waffen vertheidigen u. befiehlt guardar el seguro concedido al enemigo, y los convenios con él estipulados. (184) Die Vorschriften des Koran um so leichter durchzuführen, als die span. Einwohner den Emiren u. Kalifen mehr beständig u. humblement sich unterwarfen als die Musulmänner |29 selbst u. ihnen á veces halfen á consolidar y mantener su gubierno. Es ging natürlich nicht ohne Blut etc ab, aber »grösser waren die calamités verursacht durch die guerres civiles unter den verschiednen asiat. u. afrik. Stämmen die sich um die Oberherrschaft stritten, als die verursacht durch die Tyrannei der Sieger od. der Besiegten«. (185) Die Spanier litten nicht mehr v. den Willkühr u. Habsucht einzelner Emire etc als die ihrer Herrschaft unterworfnen Musulmänner; z. B. beim Kampf um el Califato independiente unter den Almoraviden od. den Almohades. Die Christen nur verfolgt – kurze Zeit u. nie allgemein – wenn ihr eigner religiöser Fanatismus sie zu offensiven Demonstrationen gegen die Muhametaner trieb.

Als die Araber sich der span. territ. Territorien bemächtigten, flohen viele Eingebornen, meist Reiche u. von dem span. gothischen Adel in die Gebirge v. Asturias, Navarra u. Catalonien; aber die Masse der Bevölkerung, die Mehrheit v. Edlen u. Plebejer, curiales u. privados  Zusatz von Marx.
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(de corte)
, buccelarios, coloni, liberti, servi, blieben an ihren Wohnsitzen; die Flochtlinge Flüchtlinge wenig zahlreich, hätten sonst nicht Raum u. Lebensmittel gefunden in den engen Thälern u. escarpirten sierras wohin sie flüchteten. Die zurückblieben – mozárabes – blieben in ihrem relativen status, patroni, liberti, servi etc, da sie fortfuhren durch ihre alten Gesetze regiert zu werden; die Edlen conservirten einige Privilegien, so weit verträglich mit dem neuen polit. regime; die Mozarabes hatten ihre condes u. jueces, die das Recht nach ihren eignen Gesetzen verwalteten u. die más distinguidos unter ihnen erhielten diese Ehrenchargen. »Los Santos mártires de Zaragoza, Voto y Felix, vivian rodeados de clientes y de siervos enmedio de la opulencia, ejercian la noble profesion de las armas y se entregaban al recreo de la caza.« (186) Gemäss den arabischen Gewohnheiten, die Besiegten, die zur mahomet. Religion übergingen, in allem igualados den Musulmännern; die nicht, hatten Recht auf Schutz der Sieger u. wurden ebenso behandelt, mediante der Zahlung einer Kopfsteuer erhoben auf alle Nichtmuselmänner; diess der rescate de la noble condicion de ciudadano; hiess ta’dyl (bedeutet Gleichmachung), machte in der That den Musulmännern gleich mit Bezug auf Schutz v. Personen u. Eigenthum. So erhielten die Mozárabes, d. h. fast die totalité der römischen Gothen nicht nur ihren civilstatus mit ihren Gesetzen soweit sie ihre Privatverhältnisse betrafen, sondern auch ihre eigne Richter, sondern auch ihre eignen Richter, condes u. oficiales mit so weiter Civil- u. Criminaljurisdiction, dass sie nur für Todesstrafe el auxilio del walid od. Gouverneurs der Provinz nöthig hatten; fast freie Ausübung ihres Cultus, grossen Theil ihrer Kirchen, ihre kirchliche Hierarchie u. Territorialeintheilung, Klöster, Prälaten, ministros; nur ihnen verboten auf den Strassen ihre relig. Ceremonien zu vollziehn. Zugelassen, zusammen mit Musulmännern, zu öffentl. Aemtern, namentlich der Miliz u. denen des palacio der Emire u. Kalifen; endlich behielten die meisten den Besitz ihrer Güter mit freiheit sie zu veräussern, die viele früher nicht hatten u. ohne andre Beschränkung ausser der die das allgem. Gesetz den musulm. Eigenthümern auferlegte – pago del impuesto. (Dozy: Histoire des Musulmans en Espagne) Die Catedrale v. Cordova verkauften die Mozaraber f. 4 Millionen Realen (44 Mill. ungefähr im jetzigen Geld) den Arabern. Die meisten Vortheile, genossen durch die Mozárabes[,] gesichert durch die Verträge, die sie bei Uebergabe der Hauptstädte mit den Arabern schlossen. (Toledo z. B. capitulirt 712.) Aber auch ohne Capitulationen überall Freiheit v. Person, Eigenthum u. Cultus; nur die Höhe des Tributs variirte mit den Kriegsunfällen u. den Umständen der chefs, welche die Eroberung ausführten.

2) Repartimientos de tierras entre las tribus conquistadoras.

Nach den musulm. Gesetzen, die in einem Heer Geworbnen, ausser Zahlung f. Feldzug, hatten Recht auf ⅘ der Beute, nach Abzug des Rests für den Kalifen; gleiche Theile f. alle, Reiter doppelte Portion vergl. mit Fusstruppen. Boden gehörte nicht zur Beute (wozu auch die Gefangnen gehörten u. alles was der Feind gab um Frieden zu erhalten). Boden gleichgültig f. Nomadenstämme, wie die Araber waren als sie Mahomets Gesetze annahmen. Diess natürlich verändert, sobald sie beschlossen sich in Spanien niederzulassen. Dann Landvertheilung unter ihnen; |30 sie nahmen hauptsächlich die Ländereien verlassen durch die ausgewanderten Patricier, die der Kirche confiscirten u. die durch Waffengewalt eroberten. Aber diese erste Landvertheilung gab jedem Tribus Collectivbesitz eines bestimmten Theils des Terreno, damit sie gemeinschaftlich bebauten u. besässen. (ein Theil so vertheilt, der andre blieb dem fiscus. „Praedia et manualia vel quidquid illud est quod olim praedabiliter indivisum retemptabat in Hispania gens omnis Arabica, sorte sociis divident: (partem reliquit militibus dividendam), partem ex omni re mobili et inmovili fisco associat.“ (Chronic. Isidori v. Beja) (p. 190) Der Ausdruck gens omnis arabica bezieht sich auf die verschiednen tribus u. castas, die kamen mit Tharyk u. Muza, deren Rivalität unmittelbar nach dem Sieg sich kundzugeben anfing u. zu so viel Unheil führte. ⦗Dieser latein. Passus bezieht sich also nicht auf die ursprüngl. Theilung.⦘ Die Sklaven die á la sazon die tierras ocupadas bebauten, se mantuvieron en ellas. Ihr Loos verschieden, je nachdem die terrae, denen sie ascribirt, in Privatdominium od. in das des Staats übergingen; die ersten hatten ⅘ des Ertrags den Musulmanischen Eigenthümern zu zahlen; die 2ten gaben dem aerarium nur ⅓ der Producte.

Al-Samah scheint zuerst unter den Arabern in Spanien das individuelle Privateigenthum eingeführt zu haben, welches die Nomadenstämme Asien’s u. Afrikas nicht kannten. Diess ward nöthig, sobald der Erwerb durch den Krieg abnahm, fixe Wohnsitze, Wachsthum der Bevölkerung u. des Consums. So folgten jenen ersten Landvertheilungen viele andre. Emir Ambisah (Nachfolger des Al-Samah) (ernannt vom Kalifen) vertheilte neue terras unter den ärmeren Musulmännern, die einen unkultivirt u. herrenlos, andre aufgegeben durch Juden, die nach Palästina auswanderten, unter dem Betrüger Zonarias, der sich f. Messias ausgab. Andre Vertheilung, 743, unter Emir Hussan (Abul-Khatar), der, nachdem er mit den Berbern od. Moren, über die Meere gesetzt, die rebellischen Araber unterwarf, die, verweigernd Gehorsam dem Walid v. Afrika, sich unabhängig erklärt u. sich der Herrschaft verschiedner Städte bemächtigt hatten. Er vertheilte tierras den tribus v. Syrien u. Arabien, welche die mächtigsten waren u. unter sich rivalisirten sich der Mark Cordova zu bemächtigen, dándolas á cada una, en regiones, por su clima y productos semejantes á las de su orígen respectivo y con mayor extension. In diesen reparto gingen ein sowohl die schon in Spanien etablirten Tribus, als denen die despues ankamen, von Beledy in Arabien, Palästina, Damascus etc[.] Die arabes beledys, die schon etablirt waren, behielten alles was sie besassen, u. erhielten neue Besitzungen in Ocsonoba u. Beja, Sevilla, Niebla, Sidonia u. Algeciras, Malaga, Granada, Jaen, Cabra u. noch abgelegnern Provinzen. Der schwache reino od. señorio de Teodomiro konnte entonces seine Autonomie nicht mehr erhalten, u. hatte zu verschwinden mit Atanagildo, der es damals regierte, da die terrae v. Murcia auch unter die Araber vertheilt wurden. Dennoch hatten nichts zu beissen die letztgekommenen, da Zeit nöthig zur Fructificirung der gewonnenen Güter. Die Emire adoptirten darauf Gewohnheit seitdem befolgt durch alle Könige Spaniens; consignirte denen, die keine tierras erhielten, pensiones alimenticias auf die rentas welche das aerarium besass v. den eignen Gütern, cultivirt durch christliche Sklaven; Staat hatte an diesen Gütern das dominium directum; überliess sie den servi unter Bedingung ⅓ der Producte an ihn zu zahlen; diess Drittheil diente dazu die Dienste der letztgekommnen Erobrer zu zahlen, para constituir rentas á manera de feudos. Die servi verloren nichts dabei; ihnen Wurst, ob |31 sie ⅓ dem Staat zahlten od. dem Eigenthümer, dem der Kalif sein Recht übertrug. Aber auch manchmal Ländereien der Christen neu confiscirt unter verschiednen Vorwänden; nicht nur v. Kalifen u. Emiren; noch mehr durch subalterne gobernadores der Provinzen; die Musulmänner selbst hatten oft ebenso unter der Habsucht ihrer Führer zu leiden. Natürlich violencias in den continuos trastornos y las sangrientas guerras civiles que después ocurrieron bajo la fugaz dominacion de gobernadores codiciosos. Emir Okbah setzte alle walides ab, die sich durch Grausamkeit Musulmännern u. Christen verhasst gemacht; züchtigte streng die recaudadores u. füllte die Kerker mit malversadores der caudales públicos.

Wenige Jahre seit der Erobrung, war die ganze mozarabische Bevölkrung von dem Land verschwunden, in die villae u. Städte geflüchtet, die einzigen Orte wo die Chroniken ihrer erwähnen. Die afrik. Stämme dagegen, obgleich ersetzend ihr Nomaden- durch sesshaftes Leben, zogen vor auf dem Land zu residiren, wo sie besser als in den Städten ihre alten Gewohnheiten bewahren konnten. Die Führer, mit einigen wenigen ihrer treusten Leute, besetzten die Städte, wo sie auf die Adhäsion der Juden rechneten; aber die Majorität [von] denen die die Armeen bildeten blieben en campos vecinos al cuidado de las tierras, die ihnen zugesprochen. Die rurales christl. Eigenthümer u. colonen zogen in die Städte wo sie sich wechselseitig schützen konnten, wo ihre Richter u. die musulm. Autoritäten. Ihr Grundeigenthum dabei aufzugeben od. wenigstens nur unter erschwerenden Umständen genossen.

3) tributos y exacciones.

Die muslimes Eigenthümer zahlten als Tribut el Kharadj-al, Zagah od. Azaque, der im 10t od. 20t Theil der Bodenfrüchte bestand, nach Abzug des Samens, der Heerden u. andrer Effecte. Wenn die Ernte nicht = 5 cahices de grano, kein Zehnten davon gezahlt. Die tierras de secano contribuirten mit ⅒ u. mit 1/20 las de regadio. Die welche verkauften u. erwarben muebles od. alhajas, zahlten auch Zehnten. Die die Schätze fanden od. aufgegebne\verlassene cosas, od. despojos im Krieg nahmen, zahlten ⅕; ebensoviel die ganados. Ausserdem musste jeder Moslem beitragen zu Páscua del Ramadan mit una medida de grano genannt el azaque del alfitra. Endlich v. Silber u. Gold, v. den Minen gezogen, un cuarto de diezmo. Das Der Ertrag dieser Tribute verwandt im Palast des Kalifen, Salair seiner oficiales, alcaides, justicias u. alfaquíes, mezquitas u. fuentes públicas, Schulen u. maestros. Redemption Gefangner Mohametaner u. Almosen an die Armen que rezaran las cinco oraciones ó azalas.

Mozaraber hatten nach Zeit u. Umständen wechselnde Tribute zu zahlen. Erst die einen ⅕, andre ⅒ des Ertrags, bis Emir Al-Samah, bei Vertheilung der Ländereien unter den Mohametanern, die Auflagen f. alle pueblos gleichmachte. Sein Nachfolger Ambisah, dagegen wieder, dass die sich freiwillig ergeben ⅒, die Waffenüberwältigten dagegen ⅕ des Ertrags zu zahlen. 736 Emir Okbah egalisirt wieder die Tribute, ohne Unterschied auf origin u. andre distinciones odiosas. An einigen Ortschaften jedoch fixe Quote auf die Christen (coloni) gelegt. Ausser der Territorialabgabe zahlten die Christen u. Juden die ta’dyl (Kopfsteuer); wechselt auch etwas im Betrag; die Christen v. jedem pueblo zahlten dafür eine fixirte Summe, die sie unter sich zu vertheilen. Die recaudadores der Chalifen erhoben diese Summe vom conde od. excerptor mózarabe, der sie v. jedem Contribuenten zu erheben hatte; die der Reichen 48 dirhems, die der Mittelklasse 24, die der Arbeiter (v. ihrer Arbeit Lebenden) 12; entsprechen resp. 107,54 u. 27 rs, u. 11 × diese Summen, wenn |32 erwogen damaliger u. jetziger Geldwerth. Weiber, niños, Kranke, Blinde, monjes, Bettler u. Sklaven ausgenommen v. diesem Tribut. Aber die Contributionen, trotz der Ab- u. Zu[nahme] der Bevölkerung, blieben permanent. Emir Yusuf, however, bildete neuen Census, borrando de él á los christianos cristianos difuntos. Kalif Mohamad erschwerte 852 die tribute der Christen, wobei ihm der Bischof v. Malaga u. andre Mozaraber behilflich. Ausgenommen v. Tribut die Mozaraber, die öffentl. Funktionen im kgl. Palast od. in der Miliz dienten. Viele Mozaraber wussten sich dem theuer zu entziehn ohne davon ausgenommen zu sein; zahlte nur wer’s platterdings nicht vermeiden konnte. Der San Eulogio (cotemporary des Kalif Mohamad) gesteht das selbst zu u. dass dadurch die Einnahmen der Chalifen sehr verringert.

Die alten gothischen GrundEigenthümer, die im Land blieben, hatten nun Tribut zu zahlen, wovon sie früher eximirt; standen im übrigen unter den wisigoth. Gesetzen, wie die Araber unter ihren. Das den Sarrazenen überlassne Grundeigenthum diente para fijarlos en [el] territorio, um modificar su condicion de tribus errantes, [para] hacerles entrar en los senderos der civilization; da aber die Immigrationen zu häufig auf einander folgten, u. die letzten immer von Racen u. pueblos más barbaros als ihre Vorgänger, u. da die Kämpfe unter diesen Völkerschaften selbst u. die Erobrungskriege nicht die Errichtung v. permanenter u. regulärer Regierung erlaubten, wurde das Grundeigenthum kein so starkes sociales Band wie unter den christl. Nationen Europas.

4) Modos de adquirir, trasmitir y utilizar las propiedades.

Die Moslem propiedad regulirt durch das muhametanische Gesetz u. die Sunna, Ausdruck einer wandernden halbbarbarischen Gesellschaft; dabei unveränderlich, nicht neuen gesellschaft. Bedürfnissen sich anschmiegend. Gott der wahre Herr des Lebens u. der Habe aller Gläubigen, übt sein Recht aus durch die Kalifen, absolute Herrscher u. seine Repräsentanten en el mundo. Aber dies dominio universal hindert nicht freien Bodenbesitz, nur belastet mit Zahlung des Zehnten; kein andres Band zwischen propiedad u. Staatsregime; das Grundeigenthum einzig patrimonio de la familia, ausserhalb derer es weder Obligationen noch Rechte erzeugt. Bloss Privatsache.

Herrenlose Ländereien, nicht angeeignet u. distantes del de poblado, erworben durch blose Occupation, regándolas ó edificando en ellas, nicht reclamirbar wenn lange Zeit verlassen u. unterdess v. andern occupirt. Die propiedad transmittirt durch Kauf, Schenkung od. Erbschaft, u. konnte so communicarse comunicarse sei es dominium plenum, sei es uso u. approvechiamento aprovechiamento mehr od. weniger restringirt.

Recht der Veräusserung unbeschränkt, nur die v. Gesetz vorgeschriebnen Formalitäten zu erfüllen; fast unbeschränkt Verschenkung unter Lebenden. Unico limite – das Recht der Familie en las herencias; Mahomet verordnete que se dejasen los bienes por testamento á los padres y parientes mit generosidad; für Söhne doppelte Portion gegen Töchter; Vater u. Mutter jeder ⅙ der Erbschaft, wenn sie konkurrirten mit einem hijo; wenn dieser nicht, aunque hubiese hermanos, die Mutter ⅓ erhalte; u. in jedem Fall erbte überlebender conjux, wenn mit Kindern (hijos) die Wittwe ⅛ u. ¼ der Wittwer, u. wenn ohne hijos, sie ¼ u. Wittwer ½ . Die Sunna completirt; erklärte, dass der kranke testator nur frei verfügen kann über ⅓ seiner Güter, die 2 andern Drittel die legitima der hijos, padres, abuelos y parientes, mit Ausschuss Ausschluss v. einigen der letzteren por proceder de linea femenina od. andre incapacitirende Umstände, z. B. nicht zu bekennen der mahomedanischen Religion. Ebenso fixirte die Sunna die Erbfolgeordnung; verfügt wenn konkurriren padre, hijo, e marido, sie sich nicht wechselweis ausschliessen u. jeder nehme ihm bestimmte Portion, mit Vorzug f. die varones de linea masculina gegen die weiblicher Linie. Diese Erbfolgordnung consultirte mehr die Familienaffection als |33 die justinianische; dieser diese lässt nur Konkurrenz zu unter Verwandten gleichen Grads, ausser dem einzigen casus der repräsentation; ausschliessend conjux, fixirt Grenze der erbfähigen Parentel u. bezeichnet legitime Portion nur f. hijos u. padres; in der muselmännischen á la vez, Vater, hijos u. conjux; kein Verwandter des Grads wegen ausgeschlossen, alle Rechte auf eine cuantiosa legítima; Tradition zeigt sich nur in Vorzug der varones über mujeres. Mahomet fand in Arabien vor die Weiber als Sklaven, reducirt auf Zustand v. Sache im eigentlichen Sinn des Worts; er erhob sie zur Categorie einer Person u. octroyirte ihr viele Rechte deren sie entbehrte. Diese Erbfolge u. Testirungsgesetz entsprach einer demokratischen Gesellschaft ⦗diess viele Theilen⦘, wie es die muselmännische war, ohne Klassen od. aristokratische Hierarchie, waren alle gleich vor der willkührl. Gewalt des Kalifen, u. keine Autorität ausser der des Souverains, noch Einfluss ausser dem seiner  Bei Cárdenas, S. 202: seides
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Seiden
u. Generale.

Die arab. Eigenthümer cultivirten ihre terras durch Sclaven od. gaben sie en tenencia od. auf Pacht. Die arab. Sklaven keine servi adscripti glebae; arbeiteten auf Feld od. anderswo, je nachdem señor sie brauchte. Was die Musulmänner v. Spanien tenencia nannten, war eine Art ususfructusvertrag, wodurch se destinaba una heredad ó un conjunto de bienes temporal ó perpetuamente al provecho de una persona ó al cumplimiento de un fin piadoso. Wenn der contract alguna obra de piedad bezweckte, hiess er açadaca, pasando en toda casa todo caso den Besitz de la heredad, od. nur la parte necesaria ihrer Producte, á la persona ó corporacion favorecida, mit der Bedingung nicht zu veräussern, oder ohne dieselbe, je nach den terms der escritura. Um einen Minorennen zu begünstigen, der unfähig zu erwerben, gab man seinem Vater Güter unter diesem Titel mit der Bedingung de invertirlos en provecho del hijo.

Sehr häufig la tenencia vitalicia, in welchem Fall, wie beim ususfruct, die Güter, bei Tod dessen der sie besass, zurückkehren in Gewalt del que los dió á sus herederos. Cuando se daban casas en tenencia podio podia el otorgante continuar morando en alguna de ellas etc. (203)

Am gebräuchlichsten der contract des arrendamiento; viele Gesetze etc darüber; scheint dass die Moros sie entnahmen aus den castilianischen codigos u. compilaciones; davon auch sonst viele Spuren, zeigend dass die leyes de Moros sich sehr completirten (aus jenen Quellen) seit der Erobrung, vielleicht unter Einfluss der christlichen Monarchie u. durch die Moren die unter ihr lebten.

Drittes Buch. Königreich Leon u. Castilien im Mittelalter.

Kapitel I) Repopulation u.  Bei Cárdenas, S. 205: reconstitucion
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Reconstruction
des Grundeigenthums.

1) Erste Zeiten de la Reconquista.

Die montañas v. Asturias, Aragon, Bizcaya, Catalonien u. die tierras v. Galicia, die sich bewahrten vor der Invasion, gaben Asyl vielen Spaniern, bes. gente principal u. eclesiasticos, die auswanderten sei es beim Herannahn der arabischen Eroberer, sei es später, um sich ihrem Druck zu entziehn. Die Einwohner jener comarcas, mit dem reinforcement durch die ersten emigrados, noch nicht zahlreich genug um un reino zu bilden; bildeten aber Kern eines neuen Staats u. einer neuen Gesellschaft, nur für den Krieg organisirt. (204) Zunächst erachteten die Moslems die Handvoll Bergbewohner im Land der Eroberung kaum werth. So die unabhängigen Christen v. Asturias nie dominados, noch selbst combatidos während vieler Jahre, obgleich sie sehr in der Nähe des Walid von Jijon – Munuza – u. konnten sich so ruhig organisiren u. f. grosse Campagnen vorbereiten.

Die nobles u. caballeros, die v. Alters in den freien Territorien residirten, u. die die später zu ihnen auswanderten, bemächtigten sich der zum Widerstand besten Plätze, bauten Festungen u. Schlösser, deren dueños sie wurden, u. deren tenencia u. Vertheidigung sie andern inferiores caudillos überliessen. Diese waren dann Militair- u. Civilchefs der durch diese Festungen geschützten Ortschaften; ihre vecinos hatten |34 ihnen zu gehorchen, unter ihrem Commando gegen den gemeinschaftl. Feind zu kämpfen u. ihnen zu steuern mit dem Zehnten der frutos de sus tierras f. die Vertheidigungskosten u. gvt del territorio. Die caudillos hatten die colonos ihrerseits zu nähren, solang sie sie anwandten zu einer function im Krieg u. mussten Pfaff ernennen u. erhalten f. Gottesdienst en cada lugar. Diese Ländereien also belastet mit tributo comun, dessen Ertrag zu verwenden für die 2 Bedürfnisse, die damals das einzige Band jener entstehenden Gesellschaft – Krieg u. Religion. Die colonos vasallos hatten keineswegs sanftes Joch unter solchen adventurers, die ocupaban algun lugar, poblado ó yermo, sie mit Festungen u. Männern, die sie hüteten, versahen, ein gewisses dominium eminente sich erwarben u. als Autorität über die Einwohner constituirten u. selbst wieder abhingen von den señores de quien eran delegados. So in Bizcaya. Ebenso reconstituirte sich la propiedad, nachdem die reconquista einmal begonnen, in den territorien einverleibt denen welche der Monarchie v. Asturias zur Wiege dienten. Die christlichen Heere eroberten bald ganz entvölkerte Ländereien, bald halb entvölkerte u. halb zerstörte Orte, bald villas u. Städte in gutem Zustand u. voll bevölkert. Wenn das neue territorium, obgleich öde, zum Widerstand geeignet, es gegeben als Eigenthum oder en encomienda einem caudillo um Festungen darin zu entrichten u. es mit seinen Vasallen u. servi zu bevölkern u. vertheidigen. War der Ort theilweis entvölkert, theilweis zerstört, wieder befestigt u. wieder bevölkert nach demselben System, oder, wenn nicht zu vertheidigen, geschleift u. seine Einwohner trasladados, mit mehr od. weniger violencia, nach andern comarcas, damit sie selbe als Colonen bevölkerten od. um als Gefangne verkauft zu werden. Endlich wenn Stadt od. villa genommen, die wichtig durch su vecindario u. Reichthum u. vertheidigbar, wenn sie eingenommen durch Capitulation, worin die Besiegten Respectirung v. Leben u. Eigenthum versprochen, blieben sie in einer Lage ähnlich der der mozárabes in den pueblos dominados por los moros.

In den ersten Zeiten der reconquista der Krieg mit moros Ausrottung u. Zerstörung; den infieles kein Quartier gegeben; niedergemacht od. zu Sklaven gemacht; unvertheidigbare lugares verbrannt u. rasirt, Reste ihrer Population wie Viehheerden nach Asturias od. Galicia transportirt. Alfonso I, nach seinen ersten Chronisten, nahm mit den Waffen viele Städte u. Schlösser, zerstörte ihre Mauern, rasirte ihre Häuser, tödtete alle Mauren die er in ihnen fand, nahm mit sich die christlichen Einwohner, womit er die desiertas montañas v. Santillana y Trasmiera, Primorias, Soporta, las costas de Galicia u. andre Orte bevölkerte. (Sandoval, Historia de los cinco obispos) Diese Könige errichteten so vastos desiertos entre ambas fronteras. Nicht nur so schlecht das Schicksal der wenigen Moslems, die jene Orte bewohnten, sondern der Mozaraber, welche die Majorität der Bevölkerung bildeten; diese, wenn sie den Christen[-]Heeren halfen, ausgesetzt al rigor der moros; wenn sie neutral blieben mit den Moren niedergemacht od. als Sklaven nach fremden tierras geschleppt, mit Verlust ihrer Habe. Andernmal, in späterer Zeit, Emigrationen der Mozaraber unter Schutz der christlichen Heere, die so Entkommenen solian tomar asiento en las provincias de los cristianos, ocupando tierras por presura od. por reparto, u. dienten mit diesen terrae u. ihren Personen  Bei Cárdenas, S. 208: á la causa santa de le patria
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den christlichen erobern Eroberern
. So unter anderm bevölkert die marismas (Sümpfe) v. Galicia, Alava, Vizcaya, Araon Aragon u. Orduña.

Die Könige v. Asturias betrachteten sich in jedem Fall als Erben der gothischen Könige; betrachteten als ihnen durch Erobrungsrecht gehörig u. als absolutes Eigenthum alle terrae, die sie sie den infidels abgewannen, ausser dass die Mozaraber ihr Eigen behielten, wenn sie nichts gethan um es zu verlieren, u. wenn Capitulationsverträge zu Gunsten der Besiegten. Alle beweglichen Dinge mit Einschluss der Gefangnen, die die KriegsBeute bildeten, getheilt unter den Soldaten, nach Abzug des Theils des Königs; Territorium nicht verloost, gehörte ganz der Krone. Diess Recht nicht durch geschriebnes Recht beschränkt, wie in Aragon, wo Monarch ausdrücklich verpflichtet zu repartir unter Baronen u. grossen Vasallen die eroberten Ländereien, aber die Nothwendigkeit u. die Gewohnheit hatten denselben Effect. Um die gewonnenen tierras zu conserviren, mussten sie in Vertheidigungszustand versetzt werden; die Krone konnte keine andern Vertheidiger finden ausser denen, denen sie Participacion in diesen Ländern selbst ertheilte; ausserdem mussten sie utilisirt werden, um mit ihnen das Staatsbedürfniss vorzusehn; dazu mit arbeitsamen Colonen zu bevölkern – da nicht Sklaven genug da zu diesem Zweck –; diesen Colonen selbst sie zu überlassen, oder Personen die sie auf eigne Rechnung nahmen; um in Cultur zu setzen terrenos vastissimos vastisimos – u. so |35 Einnahmen davon zu ziehn – konnte kein andres System der Exploitation ausser dem der repartimientos die genügende Zahl Hände vereinigen.

2) Condados y presuras.

Die grossen comarcas, die eine bedeutende Stadt mit ihren villes u. aldeas, einbegriffen, gegeben an condes, nicht en propiedad, sondern für deren Vertheidigung, Administration u. Regierung. Die Krone übertrug ihen ihnen ihre Rechte auf das territorium, á disponer su poblacion, Kultivirung u. disfrute ihrer tierras yermas, Erhebung der Tribute, Ausübung der Jurisdiction. Die condes erhoben den ganzen Ertrag, gaben Theil davon an den Staat ab. Bis zur Mitte des 10 Jhdt die condes v. Castilien entfernbar nach Gutdünken der Könige, oft ihrer zwei successiv im selben Jahr. Die einen hiessen Grafen v. Castilien, zugleich andre v. verschiednen Ortschaften dieses Königreichs, von Burgos, Lantaronz, Amaya, Lara u. andern pueblos v. wenig Bedeutung. Noch im 13t Jhdt nicht alle amovibles verschwunden, noch im 14t alle lebenslänglichen. Wenn die alten Chroniken erzählen, dass der König diese u. jene Ländereien gewann u. Grafen in sie setzte, od. sie einem Vasallen zur Bevölkerung übergab, meinen sie zugleich dass er sie ihnen übergab mit dem Recht sie zu exploitiren, in der Form die in andren Ländern beneficium hiess. Der Graf od. Magnat begab sich an den Ort seiner Jurisdiction mit seinen Clienten u. siervos, besetzte die Schlösser, errictete errichtete neue wo es passte, od. baute zerstörte wieder auf, bemächtigte sich der verlassnen od. confiscirten propiedades u. vertheilte sie nach seinem Gutdünken, stiftete Klöster u. dotirte sie mit tierras u. Vasallen, vertheilte Ländereien u. octroyirte Privilegien den Orten die er restauriren od. neu bevölkern wollte u. ernannte Richter, mayordomos u. sayones, die ihm untergeordnet. »Von den alten Bewohnern erhob er die gewohnten Tribute u. Censos u. in den heredades u. tierras die er occupirte u. mit seinen siervos od. solariegos bebaute, que serian seguramente las más pingües, adquirio adquiria dominio perpétuo u. absoluto; u. von den neuen pobladores exigia los servicios y emolumentos que tenia á bien señalarles.[«] »Poblar bedeutete poner en un territorio persona que llevase á el pobladores, sei es v. eigner Familie, Clientel u. siervos, oder de gente extraña, denen als stimulo angeboten tierras, ganados, montes, aguas, libertades municipales, tributos módicos u. was das wichtigste, Protection und Sicherheit f. Personen u. Eigenthum. Was der señor zu thun war zu construir Festungen, Mauern aufrichten, Tempel errichten, Pfaffen hereinsetzen um die sacramente zu administriren, u. wenn damit der Ort ziemlich sicher gegen Sarazeneneinfälle, gute Ländereien zur Kultur geboten mit alguna ventaja en su disfrute, u. dazu ein cuerpo de santo od. reliquia venerada die ihre Protection gab dem vecindario, kamen pobladores herbei, sei es v. minder begünstigten christlichen Orten, sei es Mozaraber, die in den ciudades infieles wohnten.« (p. 211) Es gab condes pobladores nicht nur in Castilien, sondern in Galicia, Alava, Carrion, Asturias u. andren comarcas, u. innerhalb derselben erstreckte sich die Jurisdiction der einen auf das ganze Territorium, mit einem jener Namen benannt, der anern andern auf gewisse Districte od. Städte desselben.

praesuratierra adquirida en dominio alodial por ocupacion. So z. B. Bischof Odoario, während der Invasion entflohn, erhält v. rex Alfonso I das von den Sarazenen verwüstete territorium der Diocese v. Logro Lugo. In escritura v. 760 erzählt der Bischof genau was er gethan. „Nos dirigimos á Lugo con nuestras muchas familias (esto es, clientes, vasallo y siervos)[“] u. die Ländereien, die er mit diesen occupirt, tierras de presura (betrachtet er als dominio hereditario perpetuo), nicht so die mit den demás pueblos, (es dicir decir, hombres extraños á su servicio), noble u. nicht noble.

Die nicht Noblen, denen der Bischof erlaubt tierras zu poblar[,] werden seine Vasallen (jussionem ejus, et voluntatem sucesorum ejus faciamus in perpetuum) Dagegen die Noblen, die auch im kommen Kommen, erhalten als pobladores die tierras por presura con calidad hereditaria. (por mandato del principe D. Alfonso) Die einen fordern humblement alguna villa vom Odoario, die andern nehmen sie por presura; die einen obligiren sich á estar á la obediencia del señor, die andern erkennen nicht an to have contraido alguna obligacion.

Infurcion war census od. Tribut en natura od. Geld con que contribuian las tierras al señor solariego. Melgar de Suso, nach dem fuero v. 950, musste zahlen als infurcion una fanega |36 de trigo, una de cebada, cuarto orzas de vino y un tocino de veinte dineros. (p. 217, note 3)

Ebenso verfahren die condes pobladores de Leon u. Castilla. Der conde Munio Nuñez, der es v. Castilien war, pobló á Brañosera, mit seiner Frau Argilo. En la carta-puebla die er octroyirte á los vecinos 824, sagt er haber conducido á aquel lugar desierto á Valero, Felix, Zonio, Cristuebalo u. Cervello con toda su descendencia, los cuales zweifelsohne otras tantas familias de libertos ó clientes más o menos libres; dió el lugar referido, con sus montes, aguas, árboles y términos á los dichos hombres y á los demás que viniesen á poblar con ellos; mandó quel que el montazgo (Abgabe) que debian pagar los que de otras villas vinieran á pastar en los terminos de Brañosera, se diviese entre el conde y los vecinos; eximió á estos de anubda (wahrscheinlich uno servicio personal para la defensa y seguridad de los pueblos, reducido á explorar los operaciones de enemigo para precaverse de ellas.) y de guardia de castillos, mandándoles pagar al conde cuanto tributo é infurcion pudieran; y fundo una iglesia con su manso correspondiente. In diesem Dokument erscheint der Name des Königs nicht, obgleich der condado v. Castilien von Königreich Leon abhing. (217, 218)

3) Relaciones de los condes mit der Krone u. den pueblos.

Die condes contribuiren der Krone mit Theil der Tribute u. Rentas, die sie von den Vasallen empfangen u. eignen sich den ganzen Rest an; ausserdem haben sie á acudir á su (des Königs) mandado en paz y en guerra. Alle Rechte der condes bilden eine Art patrimonium, erst eventual u. unsicher; nimmt dann mit der Erblichkeit alle Eigenschaften des Eigenthums an. So el condado de Castilla, in der ersten Epoche beneficio amovible á la volundad voluntad de los reyes de Leon, ward Estado independiente y propiedad libre en Fernan-Gonzales u. seinen sucesores; ebenso andre Grafschaften, obgleich mit weniger Unabhängigkeit v. der Krone, der condes waren dueños de la tierra no entregada al dominio particular en sus propios condados, de las aguas y montes públicos, de la jurisdiccion, de las multas, de los tributos y de los vasallos; contribuirten der Krone mit den rentas acostumbradas u. mit ihren Soldaten, huldigten ihr por su señorio eminente, estando siempre á su mandado en paz y en guerra; diess dominium hörte auf durch faltas des poseedor, seinen Tod od. den des Souverains. So lang alle comtés noch amovibles verlor der conde poblador, al ser privado de su cargo para trasmitirlo á  Bei Cárdenas, S. 219: otro
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otros
, nicht die villas ó sernas de presura propia; wohl aber alle andern Rechte. Die condados nannten sich lebenslänglich, sobald der Monarch, mehr durch Gewohnheit als Gesetz, mantenia en su posesion á los que la tuvieran, solang sie treu u. ihre Pflichten erfüllten. Starb der Besitzer, so ernannte der Monarch somebody else od. auch einen Sohn des défunt. Derselbe arrivirte wenn Monarch starb, weil sein Nacfolger Nachfolger Recht der Neuwahl f. alle cargos públicos, estimandose rotos los vinculos de sus servidores con la corona, mientras no se renovasen mit neuer Huldigung; si bien prestado éste, solian los reyes confirmar la mayor parte de tales mercedes.

Wenn die condes zuerst einen Ort bevölkerten u. ihre Ländereien unter neue Colonen vertheilten, konnten sie wie die señores solariegos, f. sich u. ohne kgl. Licenz die Bedingungen festsetzen denen die pobladores sich zu unterwerfen; diess hiess establecer su fuero. Aber Intervention od. Confirmation der Krone nöthig, bei Modification des schon etablirten fuero, i. e. den tributos y cargas der pobladores. Könige suchten zu hindern, dass die señores agravasen die Lage ihrer Vasallen.

Auch die Kirche u. particulares erhielten tierras um zu poblar oder schon bevölkerte, innerhalb od. ausserhalb der circunsripsion circunscripcion der condados, por titulos y con condiciones diferentes. Da die Krone sich Recht vorbehielt die condes zu entfernen, so dass zu disponiren de cualquier parte del territorio derselben, para uso propio ó de comun provecho; gaben diess ihren Hof od. Kriegsdienern, Pfaffen od. Weltlichen die von den saraz. Provinzen auswanderten. Wurde schon |37 bevölkertes territorio gegeben, so mit den Leuten die es bebauten od. mit dem Recht von ihnen ein Theil ihrer Früchte zu beziehn; war das territorio desert u. inculte, so schloss die Concession ein á llevar á el pobladores, worüber el dueño mehr od. minder beschränkte Gewalt u. Jurisdiction habe. Ebenso wenn Kloster od. Kirche zu stiften; u. cuando se donaba ó vendia un monasterio ó  Bei Cárdenas, S. 221: iglesia
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eglesia
, se enajenaba en realidad un pueblo. Dasselbe, wenn terrenos en la frontera gegeben; pues era menester defenderlos, dazu zu construiren fortalezas y poblarlas, y para poblarlas, organizar una especie de señorio á favor del propietario. In zahlreichen Dokumenten festgesetzt, dass diese neue neuen  Bei Cárdenas, S. 221: señorios
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Señores
– um nicht den alten od. der Krone zu schaden – dass die adquirentes no habian de poblarlas mit Vasallen der Krone od. des señor donante.

So rekonstruirt sich propiedad mit Anfang der reconquista, durch die condes á quien quienes con el gobierno se encomienda la poblacion del territorio, durch señores, ohne solchen Titel, durch Kirchen u. Klöster, denen reyes u. condes vastos terrenos u. numerosos vasallos geben u. durch presuras arbitrarias de toda clase de pobladores en los lugares incultos, mit od. ohne Bestätigung der Krone.

Verschiedenste Klassen v. Eigenthümern, je nach Ursprung des Eigenthums u. Bedingungen worunter es etablirt; diese »co-participacion en el disfrute de la tierra de las diferentes clases sociales, con variedad de derechos, y esta especie de identificacion entre la condicion de las tierras y las la de las personas, era uno de los caracteres esenciales de la propiedad en aquel tiempo, nicht nur in Spanien, sondern in ganz Europa.[«] (223)

Cap. II. Propiedades alodiales y behetrias.

1) Diferentes clases de propiedades alodiales que nacieron de la reconquista.

Alles territoriale Eigenthum in den ersten Jahrhunderten der reconquista entspringt v. posesiones anteriores á la invasion, [oder] von presuras verificadas después en tierras incultas á heredades abandonadas mas ó menos zwangsweise por sus antiguos dueños, oder v. mercedes de los principes.

Die alten Eigenthümer, godo-romanos, nicht lebend in territorios sujeto á los emires, ihnen keinen Gehorsam leisteten, unterwarfen sich den Königen u. caudillos de Astúrias nur so weit es erheischte die Nothwendigkeit einen Chef zu haben que ordenase y dirigiese la guerra. Geschah wenigstens seit Alfonso I extendió sus confines; einige boten ihm nur ihre persönl. Dienste an; andre die ihrer Leute u. asalariados, u. daraus entsprangen verschiedene ordenes sociales relaciones u. verschiedne Eigenthumsklassen. Einige erhielten ihre Autonomie; andre vermischten sich mit den gewöhnlichen Vasallen, mudaron de condicion. Die tierras der ersten, nach den Ideen der Epoche, schuldeten der Krone nichts weil sie nicht v. ihr herrührten. Obgleich in den Bergen v. Asturias u. vielleicht gleichzeitig in andern Orten, Restauration einer der d. gothischen ähnlichen Monarchie versucht, geschah das erst seitdem verschiedne Jahre durch kein andres gvt in Spanien existirt ausser dem der Emire, u. erfolglos viele Jahre weiter, weil die ersten Könige v. Asturias blose Führer v. kleinen wenn auch kriegerischen Banden. Daher war das was, seit einem nicht sehr kurzen Intervall, sich in Asturias retablirte nicht mehr das alte gothische gobierno mit seinen Rechten, Garantien, Traditionen, als vielmehr ein neuer Staat od. rather un Generalquartier der christlichen Truppen od. ihre Operationsbasis, wie das was Teodomiro in Murcia etablirte u. andre Capitäne in Sobrarbe u. Cataluña. Die subditos dieses neuen Staats conservirten ihr altes Civilrecht, aber nicht die polit. Organisation einer alten Monarchie weil die neue entsprechen musste al fin principal de aquella voluntaria asociacion, que era la guerra permanente. Daher verpflichteten sich nicht die Individuen des neuen Staats ihre Güter mit schon unter dem alten Regime gehässigen Lasten zu beschweren; hence Exemption v. tributos forzosos f. die Personen u. Güter dieser primitiven Erobrer u. ihre Nachkommen, das Recht de desnaturalizarse ó desvasallarse etc[.] Immunität v. tributen hatten indess schon in dem alten Regime die edlen Gothen.|

38

Viel zahlreicher die propiedades adquiridas por adprision ó apresura. Incult damals der grösste Theil des Territoriums, Population gering; Zufälle des Kriegs rissen häufig die Bewohner de unas comarcas á otras, verpflichteten, bald cultivirte terras zu verlassen, bald wüste zu cultiviren, ocupandolas ohne irgend welche Formalität od. Ceremonie. Eigentlich König od. auch señor del lugar Herr über alles nicht appropriirte territorio; aber ihre Licenz se concedia facilmente vor od. nach der Occupation, u. aún solia otogarse otorgarse en general á todos los que iban á poblar una comarca.

2) Ursprung der Behetrias.

Ueber deren Ursprung berichtet Pedro Lopez de Ayala (14 Jhdt) in Crónica del rey D. Pedro, año II, c. 14. Presuras einer gewissen Art Ursprung dieser Institution. Die Autorität der christl. Monarchen eingeschlossen in den engen Grenzen v. Asturias, wenig gesichert auch dann noch als sie sie überschritt, in den Territorien v. Leon, Galicia u. Castilla. Abgelegne pueblos o distritos, verborgen in den Bergen, entzogen sich auf ihre Faust der Invasion, mit Hilfe ihrer mächtigsten Nachbarn; andre schüttelten das entfernte Joch des Walid ab, durch eigne Kräfte, ohne an geograph. od. andern Gründen sich stützen zu können auf die Könige v. Asturien; isolirt v. der Krone; Niemand ein Recht über sie ausser den caballeros die sie conservirt u. vertheidigt, od. befreit hatten v. den Moren. Der König, der sie nicht dem Joch der Moren entzogen, konnte nur Recht auf sie erhalten durch Incorporacion voluntaria á la corona por medio del homenaje. In den Orten wo keine castillos que mantuviesen la soberania real, sagt der Chronist, quien era dueño del campo era dueño de la tierra, es decir, dass wer arrojaba al enemigo de una comarca, era dueño de los frutos de la misma. Ritter die sich associirt, um defender od. recobrar diese lugares llanos (i. e. wo kein kgl. Schloss, Festung), los poblaban con vasallos suyos ó con otros hombres, se mantenian á su costa y repartian entre si los productos. Diese caballeros erwarben son por su presura un señorio igual al de la corona en las tierras de su conquista, ó sea el dominio alodial de las tierras no apropiadas, y cierta participacion en los frutos de los que tenian dueño. Daher sagt Lopez Ayala, dass die Könige sich nicht um sie kümmerten u. er fügt hinzu, salvo de su justicia, gilt das auch f. die späteren Zeiten, wo die kgl. Justiz sich auflegt den señores; in den früheren Zeiten, die Justiz des Königs null dort wo no solian penetrar sus armas. Wahrscheinlich sehr zahlreich die behetrias im 8 u. 9 Jhdt. Die territorien der provincias vascongadas wo die Moren nicht eindrangen od. nicht herrschten, wahrscheinlich getheilt in behetrias, einmal erloschen der ducado de Cantábria, wovon sie Theil bildeten. Jede comarca od. Distrikt hatte f. seine eigne Erhaltung zu sorgen, Herrn zu wählen od. den mächtigsten anzunehmen der sich ihnen aufdrang.

Vizcaya, in den ersten Jahrhunderten der WiederErobrung, war eine Art behetria genannt de mar á mar, oder de las que podian elegir señor entre los naturales aus jeder der spanischen Provinzen vom Mittelmeer bis zum Ocean. Zuria, einer seiner ersten señores, gewählt por el pueblo.

Die encartaciones v. Bizcaya ähnlichen Ursprung. Encartacion, nach Gesetz 12 u. 13 des Ordenamiento v. Alcalá, hiess Land dessen Bewohner jemand als erblichen Herrn anerkannte, sich verpflichtend acudirle dafür dass er sie vertheidige u. regiere, conform ihren fueros od. pactos escritos, u. mit Vorbehalt des Rechts andren señor zu wählen, wenn el actual sie (die fueros) bräche.

Die Provinz Alava, auch seit Alfonso I tuvo sus condes, die en ocasiones erblich u. quasi unabhängig v. Königthum Leon, umfasste Territorien, die seit seiner Incorporation in Kgth Leon im 12 Jhdt, bis D. Alfonso XI, hatten señores de su eleccion, nämlich gewählt durch die fijos-dalgos u. labradores naturales dieser tierra de Alava. In allen temps passés hatte kein König darin señorio, noch seine oficiales um Recht zu sprechen hinzusetzen ausser in den villas v. Vitoria u. Trevino die sein waren; u. diese tierra ohne diese villas hiessen confradía de Alava. Auch Guipúzcoa (gab Alfonso VIII erst freiwillig su tierra) hatte Recht seinen Herrn zu wählen, war organisirt en forma de behetria.|

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Die behetrias de mar á mar konnten zum Herrn nehmen, wen sie wollten; las behetrias de linaje verpflichtet Herrn v. bestimmter Linie zu nehmen u. zweierlei Sorten: die einen mussten wählen señor aus den Individuen einer einzigen Familie, die andren aus den varias familias naturales de la tierra. Alle behetrias, wie Lopez de Ayala sagt, hatten poder „tomar é mudar señor siete  Bei Cárdenas, S. 231: veces
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vez
al dia“
, i. e. so oft sie wollten. Die behetrias de linajes wurden de mar  Bei Cárdenas, S. 231: á
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en
mar, wenn die familien, denen der señorio zukam, erloschen od. sich aus den Königthum entfernten.

3) Rechte u. Obligationes inherentes á las behetrias.

Wenn behetrias den rex anerkannten, so nur wenn sie zu ihm Zuflucht nahmen gegen die Unterdrückung ihrer Herrn, wie es auch die tierras de señorio solariego thaten; wenn sie etwas f. die Krone beisteuerten, so nicht f. ihre propiedades, sondern als Anerkennung höchster souveraineté od. als Recompens f. empfangene Protection. Die Bedingungen der behetrias änderten sich im Lauf der Zeit, weil die primitiven Bewohner erloschen od. ihr Recht verloren, die alten Uebereinkünfte durch neue verdrängt wurden od. wegen der häufigen Zwiste zwischen den diviseros od. co-participes (handelt sich hier von „dominio comun“), wodurch ihre Verhältnisse unter einander u. mit den Vasallen alterirt. Der zulezt authentisch bekannte estado der behetrias daher sehr verschieden v. ihrem ursprünglichen.

Die caballeros, sagt Pedro Lopez de Ayala, die den Ort erwarben, bevölkerten ihn auf eigne Rechnung u. »theilten ihn«, d. h. sie erwarben den ganzen Theil der tierra der nicht legitim schon besessen war, hatten Antheil in den frutos der tierra die besessen war, die öffentliche Gewalt u. die frutos u. emolumentos ihrer Ausübung. Alles das war zu theilen, aber nur unter den caballeros de la las presuras, die andern Einwohner Vasallen. Schwer zu theilen die oberste Gewalt u. Vertheidigung des Orts; u. da alle gleiches Recht darauf hatten, hubo de arbitrarse el establecimiento de señores electivos, ernannt bald durch die diviseros selbst y entre si bald durch alle vecinos, mit verschiednen Bedingungen. Nachdem errichtet die Succession im señorio del lugar, war es nothwendig zu versichern die Interessen der diviseros, u. pflegte pactirt zu werden, dass der der den Ort en su guarda hatte no recibiria daño ni agravio de los otros, que estos serian proveidos de viandas por sus justos precios: que cuando el señor no defendiese o agraviase al pueblo podrian los vecinos deponerle y nombrar otro en su lugar, tomandolo [de] entre los elegibles: dass die naturales od. co-participes en la behetria alle Jahre eine gewisse Rente empfingen in Anerkennung ihres Dominiums, u. dass der señor sie v. den Vasallen eintriebe, nicht aber die diviseros selbst. Diess noch im 14. Jhdt, als Lopez de Ayala schrieb. Folgt daraus dass die chefs electifs der Behetrias durch die Vasallen participes derselben agraviados wurden, dass diese ihr Recht erhalten zu werden in denselben missbrauchten, auch die vecinos ebensowenig ihre Pflicht erfüllten sie mit den nöthigen Lebensmitteln zu versehn, dass viele der chefs selbst ihre Vasallen nicht vertheidigten od. ihnen ungerechte vexations zufügten; dass die Theilung der Renten unter den naturales (i. e. diviseros) Streit verursachte, u. dass viele derselben, um ihn zu vermeiden, sich mit dem señor vereinbart hatten, von ihm od. den Vasallen bestimmte Quantität zu beziehn; u. schliesslich, dass die Verständigung jedes einzelnen participe mit allen Vasallen f. Erhebung ihres Guthabens so schwierig, dass nöthig sie zu überlassen al que tenia mas autoridad y medios de hacerlo.

La propiedad de divisero, ursprünglich vag, unbestimmt, nur zu realisiren durch determinarse, u. wegen der ineficacia, die aus ihrer Collectivnatur folgte, konnte nicht bestimmt werden sin reducirse. Zwei Sorten Eigenthum in der behetria; das des divisero u. das der Vasallen; das erste nimmt ab im selben Grad wie das zweite sich erweitert hasta confundirse con el dominio comun. Hiezu trugen bei ersten die pastos u. pasturas, früher erwähnt; zweitens die Gesetze der Monarchen, um Frieden zu halten, immer gestört durch diese anarchische Einrichtung.

Durch pactos, Gewohnheiten u. Gesetze die propiedad primitiva des divisero daher reducirt darauf zu erhalten einen Theil der Tribute u. servicios, welche die Vasallen den behetrias leisteten. Diese verschieden in verschiednen |40 Lokalitäten, aber überall erhalten die naturales oder diviseros el yantar (la cantidad de vianda ó dinero con que debia acudir el vasallo al señor cuando éste iba al lugar; darunter begriffen Recht sich in jedem Haus aufzuhalten u. dort gewissenlos f. sich u. ihre Pferde zu empfangen; später bestimmt das Gesetz, dass diess nur 3 mal im Jahr u. jedesmal nur 3 Tage), la martiniega (un censo fiscal con que contribuian los vasallos por los fondos que poseian procedentes del señor. Im 18 Jhdt überall gezahlt in Altcastilien, bestand in 12 maravedes maravedises per Ort), la infurcion por el ganado (otro tributo predial, fast immer in Geld gezahlt, auch por razon de la tierra que se cultivaba; scheint nur andrer Name f. martiniega u. gebräuchlicher en lugares solariegos als in las los de behetria“) ), la divisa en dinero (gewisses Quantum Geld, das der Vasall dem señor gab statt der übrigen Tribute, die in Geld verwandelt. Naturaleza wahrscheinlich anderer Name hierfür; die Abgabe wechselte je nachdem der sie erhob rico-hombre, hidalgo od. escudero) u. la mañeria (Recht des Herrn die successionslosen Vasallen zu beerben; mincio od. nuncio hiess Recht des Herrn vom Erbe des Vasallen cabeza de familia Ochs, Pferd od. andres beast zu nehmen, v. denen, die er bei seinem Tod hinterlassen) Diese tribute gaben Anlass zu solchen abusos, dass el rey, wenn solche tierras nicht ihm gehörten, einmischt um remediarlos. Die Gesetze schrieben alors so genau die Praestanda u. Art ihrer Erhebung vor, wie kein andres Beispiel in der castil. Gesetzgebung.

Die propiedad del divisero übermachte sich por linaje; die divisa veräusserbar od. transmittirbar durch Act inter vivos od. durch Testament; aber nur an einen der hidalgo natural der behetria. Der señorio total de la behetria nicht veräusserbar an otro señor por la mera voluntad de sus naturales. Ebensowenig konnte der divisero renunciar la infurcion, la martiniega, noch andern Tribut, worauf er Recht, unter Strafe auf immer die behetria zu verlieren. Nur mit beneplacito des rey konnte sich behetria etabliren in Ort wo sie nicht bestand. Die behetrias mussten caput gehn, weil ihr ley comun: sie konnten nicht salir de linajes determinados sowohl was die diviseros als die Vasallen betraf; jene nicht zu ersetzen aus andern Familien, noch diese je zu erneuern.

Was die propiedad des Vasallen angeht die Possession seiner heredades u. faculté über ihre Produkte zu verfügen, mit Ausschluss des Theils f. die diviseros; hatten dem König (später) die moneda zu zahlen als Anerkennung seiner Souveraineté, in Geld; nur durch die die ein gewisses Vermögen hatten, alle 3 Jahre erneuert; Vasallen zum Kriegsdienst verpflichtet, leisteten nur diesen an gewissen Orten. Konnten ihre solares veräussern, aber nur an andern Vasallen der behetria; konnten ihre hacienda verkaufen an hidalgo  Zusatz von Marx.
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⦗of course: divisero⦘
; hatten Recht die behetria zu verlassen u. über ihre Person zu verfügen. „El hombre de behetria“, sagt fuero de Leon v. 1020, [„]puede marcharse libremente á donde quiere quiera con todos sus bienes y heredades.“

Andre Behetrias, die nicht begannen durch presuras voluntarias noch in den ersten Zeiten der reconquista; vielmehr Anwendung der Institution, nachdem sie sich verallgemeinert, auf analoge Objecte u. in Umständen ähnlich denen die sie hervorgerufen. Wenn in den ersten Jahrhunderten des Kriegs Rittercompagnien die sich gewaltsam de lugares llanos bemächtigen etc, so ebensowohl viele villas u. lugares, die ohne hinreichende Vertheidigungsmittel in schwierigen Umständen, sich überliessen als behetrias á señores poderosos por sus armas y vasallos. Ebenso freie hombres, die sich encomendaron der Protection andrer señores, erklärend sich ihre vasallos de behetría; ebenso siervos de gleba od. vasallos solariegos, die um ihre Civilcondition zu verbessern, recibieron de su señor el beneficio de uno un fuero de behetria. Durch diese Contracte verpflichteten sich die Vasallen á contribuir al señor que elegian u. seinen Nachfolgern mit gewissen Tributen u. Diensten, u. der Señor sie zu vertheidigen u. ihre Nachkommen. Manchmal überlieferten diese ihre Güter dem Herrn sich reservirend ususfructus u. sich verpflichtend Theil ihrer rentas zu steuern. Diese Compromisse dauerten so lang als der Vasall wollte; fühlte er sich beschwert durch Herrn etc, so entsagte er dessen Schutz u. |41 erhielt seine Güter wieder.

4) Decadencia u. Extinction der Behetrias.

Der Ursprung der behetrias bestand in der passageren Nothwendigkeit de la guerra y del poder público, momentanes remedium, dauerten nicht so lang wie andre Institutionen derselben Epoche. Die lugares mit der Zeit befestigt, die ursprünglich entfernten vom Centrum der Operationen der christlichen Heere mitten unter denselben mit Erweitrung der Grenzen u. Macht des reino v. Asturias; die den Schutz mächtiger Ritter gebraucht, wollten ihn entbehren, sobald der der Monarchen da war. So konnten sie nur noch fortvegetiren als altes Recht, gegründet auf Verträge u. Gewohnheiten, ohne actuelle u. gesellschaftlich anerkannte Nothwendigkeit. Mehr Schutz bedurften die individuos od. familias aisladas, nicht lebend in befestigten Orten od. nicht Mitglieder einer Municipalität, stets den Kriegszufällen der Moren ausgesetzt u. den Fehden unter den señores cristianos. Die behetrias de personas nahmen daher zu – im Mass wie las de los lugares abnahmen. Ausserdem konnten sich auch die Personen schützen indem sie sich zu vasallos solariegos derselben señores machten. Krakehl zwischen den diviseros unter sich, mit ihren Vasallen andrerseits zwangen D. Alfonso XI zu verordnen allgemeine enquête v. allen behetrias, zu versichern cuales y cúantas eran, quienes sie besassen als diviseros od. naturales, welche impuestos sie belasteten u. wie sie sich vertheilen sollten. Als diese enquête noch nicht zu Ende[,] verlangten ihre Beschleunigung die Cortes de Valladolid v. 1351, hinzufügend dass weil die behetrias causas causa v. contiendas, peleas y homicidios unter den hidalgos, der König befehlen solle sie zu vertheilen unter den naturales derselben, gebend jedem seinen Antheil als solariego, mit den Rechten u. Jurisdiction welche die Krone auf sie habe. Die caballeros de Castilla stimmten nicht zu, weil sie fürchteten es werde nicht mit igualdad geschehn. König Don Pedro antwortete, dass obgleich die justicia Theil habe der martiniegas u. andrer Rechte, sie soviel Unheil, Todtschläge, Zank verursachten, er octroyire die Petition, mandando hacer la pesquisa y el reparto con toda igualdad, atendido el estado y el derecho de cada uno. Die enquête kam wirklich zu Abschluss, consignandose en el Becerro noch in unsren Archiven; aber zur Theilung kam’s doch nicht (wegen Widerstand der caballeros)[.] Später in Cortes de Toro v. 1371 Petition erneuert; neuer Widerstand der hidalgos ⦗fürchteten v. einigen besonders mächtigen seigneurs übervortheilt zu werden⦘[.] Trotz der alten Verbote erwarben viele hidalgos, extraños der behetrias, heredades en ellas u. machten ihre Immunität v. Tributen geltend, weigerten sie beizusteuern, was bedeutend verminderte las rentas de los naturales. Dagegen reclamirten dieselben Cortes von 1351; König befahl dass diese hidalgos f. diese heredades die gewohnten Tribute zahlten. Aehnliche Uebergriffe durch Erwerbung Seitens der hombres de villas, éclesiasticos u. andre nicht hidalgos, die eximirt von vasallaje, die die andern den señores schuldeten, gaben in jenen Orten beständigen Anlass zu perturbationen. Das  Ausdruck von Marx.
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Pfaffenpack
namentlich, con motivo de la peste asoladora de 1350, machte grosse Acquisitionen, trotz der Gesetze die ihre Fähigkeit zur Erneurung v. Grundgütern beschränkten. D. Pedro, sollicier solicirt durch dieselben cortes, erklärte dass die señores die veraüsserten propiedades den neuen señores abnehmen dürften. Aber diese Gesetze umsonst; die Veräusserungen zu Gunsten v. Städtern u. andern extraños u. die iglesias dauerten fort y con ellas fueron perdiéndose los lugares de behetria. Unterdess erloschen viele linajes, die Recht auf sie hatten, u. auch Vasallen unter denen sich die heredamientos communiciren konnten. Ihre señores verwandelten in solariegos los que venian á su poder durch confiscation od. mañeria, weil ihnen dieser Eigenthumstitel besser zusagte; die señorios solariegos u. jurisdiccionales, se extendian u. acrecentaban mit nuevas mercedes reales, u. so Mitte des 15 Jhdts gab es wenige Orte wo behetrías u. weniger noch wo sie nicht vermengt mit andren realengos u. solariegos. D. Juan II, findend diese Institution affaibli u. desacreditada en la opinion, gab ihr Gnadenstoss, indem er sie nicht plötzlich unterdrückte, sondern Bedingungen unterwarf, die ihren unmittelbaren Ruin verursachten. Es wurden d’abord gravirt die pueblos de behetria mit obligation de proveer de galeotes á la armada, u. dann redimirt dieser service durch Auflage v. 9 millones maravedis.|

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D. Juan verordnete 1454, dass kein caballero, escudero, dueña, ni hijodalgo poseyera ni edificara in den pueblos de behetria casas fuertes, ni habitaciones en tales lugares declarando nulas cuantas adquisiciones se hicieran en contravencion á esta ley, confiscando los bienes adquiridos y mandando expeler de los mismos lugares á los hidalgos que en ellos moraran. (Schon zur Zeit v. König D. Pedro, segun el Becerro, viele gemischte Orte, de behetria y abadengo, od. halb behetria, halb solariego; Requero war behetria, solariego, abadengo; Riaño tenia heredamientos de estas tres clases y además de realengo.) Dieses Gesetz in fact nicht rigurös exequirt, aber die Gerichte behandelten als pecheros (steuerpflichtig) alle die seit dem Gesetz fijaron su residencia ó adquirieron bienes en ellos ellas, y das genügte damit las abandonasen todos sus vecinos hidalgos y áun aquellos que aspiraban á serlo. Seit der Zeit residirte in der behetría nur noch gente plebeya u. menesterosa, u. so verschwanden die einen v. der Karte, u. die andern verwandelten sich in lugares de señorio ó realengo.

Die behetrias individuales ó de personas verschwanden von selbst, mit der Vermehrung der Municipalitäten u. ihrer Macht, die so Zufluchtsstätte wurden f. alle Freien die Schutz zu ihrer Sicherheit brauchten; also, da die potestad señorial in solchen behetrias no duraba más tiempo als der Vasall wünschte, so v. selbst am End, sobald Personen v. esta clase estimaron no necesitar la proteccion especial de nadie, ó cuando juzgaron preferible la de los comunes. (243)

Capit. III Tierras de repartimiento y dominio de juro de heredad.

1) Repartimiento de tierras por diferentes titulos.

Zweierlei Sorten de dominio ó señorio; das nicht veräusserte oder nicht an Private übertragnerealengo ó propio del rey; das veräusserte od. durch Privatpersonen besessne (oder durch Corporationen) – hiess de señorio.

1) Die realengos: 2 Klassen. α) die v. der Krone angeeigneten u. zum Vortheil des Erario od. des público utilisirten; β) die noch kein destino determinado hatten.

Die erstern vastas Güter exploitirt auf Rechnung des rey, od. Berge u. aguas, welche die Vasallen disfrutaban onerosa ó gratis, oder Wege u. terrenos de uso público.

Die letzteren baldios eriales, worüber die Krone verfügte, nach den Bedürfnissen der Bevölkerung u. der Monarchie.

2) Die de señorio 3 Klassen: de señorio seglar, de abadengo u. de behetría. ; de abadengo, das Kirchen u. Klöstern gehörte; seglar Privaten od. corporationen; sei es der Krone entfremdetes Eigenthum, sei es älter als la conquista.

König gab solches Eigenthum para la poblacion de los yermos od. die Repopulation v. lugares devastados en premio de servicios militares, nach Erobrung de algun territorio importante, oder sin este motivo, zur Belohnung andrer Verdienste od. um fomentar el culto.

Seit 11 Jhdt namentlich führte Gewohnheit den reparto der eroberten tierras ein, verallgemeinerte sich im 13 Jhdt, wo die conquistas der reichsten Provinzen begannen; die Herrschaft über das Wiedereroberte sicherer war u. die tierras einen Werth erhielten den sie nicht hatten, als der grössere Theil der caballeros zum Heer eilte mit Absicht so rasch wie möglich zu ihren Wohnsitzen zurückzukehren u. nicht in den neuen Territorien zu residiren, die mehr exposed als andre – als Grenzorte – in die Macht des Feindes zurückzufallen.

So als Alfonso VI Toledo eroberte 1085 u. es zu bevölkern suchte con mas cristianos que los mozárabes allí avecindados, gab nicht nur heredades den Eroberern, die es wünschten, sondern berief alle, die innerhalb seiner Mauern zu wohnen wünschten, was einschloss alguna participacion en su tierra. Derselbe, 1088 um wiederzuerbauen die Städte v. Segovia, Avila u. Salamanca, encomendó su poblacion dem Grafen Ramon de Borgoña, der erliess Aufruf an alle, noble u. Plebejer des reyno, ofreciendoles |43 tierras, viñas, prados y posesiones. Kamen in der That viele, richteten Mauern wieder auf u. befestigten sie, bauten Tempel u. Häuser u. 3 Jahr später se hizo entre los vecinos de Avila neues repartamiento repartimiento de tierras. Auch muselmännsche Generale, die bes. Dienst leisteten u. huldigten, erhielten heredades u. tierras. So Alfonso VII, dem Zafadola, alcaide de Roda en la Mancha, der die Stadt dem rey 1131 übergab, u. als Vasall huldigte, empfing en cambio castillos, lugares y honores de la tierra de Toledo. Was die Repopulation neuer Orte einigermassen erschwerte, war der Widerstand der umgrenzenden pueblos aus Furcht dass viele ihrer vecinos sie verlassen würden um der neu angebotnen Vortheile theilhaft zu werden. So, nach den Chroniken, als Ferdinand II v. Leon hatte encomendado die Wiederbevölkerung v. Mirobriga einem leonesischen Ritter Don Rodrigo, und einem Nicht v. ihnen genannten die von Bletisa Aufruhr gegen den rey in Salamanca, in dessen territorium jene pueblos lagen; sie riefen die Einwohner v. Avila zur Hilfe u. unterwarfen sich nur nach Niederlage. Ebenso ein Vorwand des Aufstands der ricos-hombres gegen Alfonso X, dass er so günstige Bedingungen f. die Wiederbevölkerungen gewisser Orte gesetzt, dass die Vasallen ihre señores verliessen u. dahin strömten.

Als San Fernando seine Erobrungen ausdehnte auf die fruchtbaren campañas u. reichen Städte v. Andalusien, organisirte er zu gewissem Punkt das System der repartimientos, wonach es der gente de guerra mehr gelüstete. Er macht sie unmittelbar nach Erobrung in Jaen, Cordoba u. Baeza, heredando in letzter Stadt 300 caballeros. In Sevilla, damals einer eine der reichsten u. bevölkertesten Städte Spaniens, los encomendó seinem confesor u. vier Rittern seiner confianza, gab gewisse Häuser u. heredamientos einigen der Ritter die ihn begleiteten der Kathedalkirche Zehnten der ganzen Diöcese mit Ausschluss deren del Alxarafe y ribera de Sevilla, die er für sich selbst behielt, ausserdem einige Vasallen u. heredades mit einigen villas y aldeas. Ebenso designirte er. Ebenso designirte er que fuesen heredados in derselben Stadt 200 Cavaliere der ersten Familien des Königthums. Die partidores konnten ihr Werk während seines Lebens nicht abschliessen, geschah unter v. seinem Nachfolger Alfonso X 1253; der repartimiento begann mit der kgl. Familie; dann Prälaten; dann die órdenes militares (de Santiago, Calatrava, San Juan, del Temple ) (Häuser, Villas, Landgüter etc), viele ricos-hombres; dann mesnaderos ó servidores particulares del rey, 200 higos hijos-dalgo de linajes ilustres schon designirt durch San Fernand; auch die Municipalität v. Sevilla viele alquérias  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 83.
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(métairie, cense-ferme)
, um sie unter pobladores zu vertheilen por caballérias caballerías  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 247.
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(mesure de terre)
u. peonias  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 1041.
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(espace de terrain qu’un homme peut cultiver par jour)
u. die v. den moros verlassnen Häuser, über die noch nicht verfügt durch den repartimiento, alles unter Bedingung sie nicht zu veräussern in 5 Jahren. Otros pobladores machten dann diese neue Theilung unter den vecinos u. so erhielten neue Loose viele schon heredados caballeros u. hidalgos. Der rey concedirte alle diese alquerías por jure juro de heredad, mit der Bedingung de contribuir por ellas entsprechend den Vorschriften des fuero general u. ausserdem 1/30 des Oels (aceite) das sie produciren würden. Auch repartirt viele Juden u. Moros, sowohl in der Stadt befindliche, als mit den Eroberern kommende unter der Bedingung nur so viel zu steuern als vorher dem Kalifen.

Derselbe Alfonso X, nach Erobrung v. Murcia, gab grosse heredamientos den Pfarrkirchen, dem erwählten Bischof, Canonici, Orden de Santiago u. del Temple, der Königin, ihren Damen, caballeros f. besondre Verdienste. Ausserdem vertheilte er tierras u. casas zwischen 333 caballos u. 2200 peones, in ungleichen Loosen, grössere, mittlere, u. kleinere, je nach den Umständen jedes particeps. Gab den vecinos diese casas u. tierras mit der Bedingung sie mit ihren Weibern u. Kindern zu bevölkern, dass sie seine u. seiner Nachkommen Vasallen, sie verlören wenn sie aufhören su servicio zu leisten. Ausserdem, die die solche heredamientos erhielten por caballerías hatten zu halten caballo u. armas, u. die que por peonias, las ballestas y armas correspondientes. Schliesslich Veräusserung verboten der Güter verboten vor 5 Jahren u. selbst dann sollte kein poblador mehr als ein heredamiento vom andern empfangen.

König Sabio eroberte Jeréz de la Frontera, zur population setzte darin 40 caballeros, deren jedem er gab ein Haus, tierras cultivadas (seis aranzadas de viña, dos de huerta, quince de olivar, sis seis para majuelos y seis yugadas para sembradía sembradío) u. 200 maravedis rentas jedes Jahr. Ihnen dieselben Bedingungen auferlegt wie den vecinos v. Murcia, in Bezug auf Vasallenschaft, Residenz u. Bewaffnung, u. befahl ihnen ihre heredamientos nicht zu verkaufen ausser in grosser Noth, mit Licenz des Königs u. an andern hijo-dalgo; hier, im Unterchied Unterschied v. den andern repartimientos, die Bedingung der Integrität |44 der heredidades heredamientos zu erhalten, heredándolos als Majorat der der hijos varones den der Besitzer bezeichne u. in Defect von Söhnen, der Verwandte, den er erwählen würde; nur muste musste er hijodalgo sein u. fähig den Dienst zu leisten zu dem der  Bei Cárdenas, S. 249: causante
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Causant(?)
verpflichtet.

Die tierras de repartimiento gab der König en dominio alodial od. en mero señorio; die ersten hiessen divisas, die zweiten solariegas. De dominio alodial die propiedades adquiridas por título perpétuo u. irrevocable, u. mit Recht darüber inter vivos zu disponiren; hiessen de juro de heredad od. hereditarios. De señorio waren die worauf man nur erhielt el gobierno de los habitantes, mit Theil de frutos que señalaran el fuero oder la costumbre. Wenn das dominio alodial oder el señorio nicht perpetuell, absolut od. erblich, hatte es verschiedne Namen, die den temporären Character od. die Beschränkungen der Eigenthumsrechte bezeichnet. In den diplomen v. Castilien: tenencia, prestimonio od. prestacion, encomienda, honor u. auch feudo; bezeichnen alle eventualidad y cargas del dominio, od. participacion darin v. andren Personen.

Alle cosas konnten octroyirt werden por heredamiento, incluso el señorio, obgleich die einen sich minder häufig so gaben als die andern. Die tierras incultas y los lugares para edificar ó poblar gaben sich generalmente mit diesem Titel. Die castillos u. villas pobladas, häufiger en señorio, tenencia, encomienda, feudo od. prestimonio.

Auch das Alodialeigenthum manchmal gegeben mit Verbot od. Beschränkung des Rechts der Veräusserung u. immer mit der Bedingung de tener pobladas las tierras concedirt zu diesem Zweck. Alfonso IX, in Cortes v. Leon v. 1188, erliess allgemeines Gesetz befehlend dass Niemand, der heredad habe womit er der Krone steure es veräussern dürfe. Alfonso X sagt in las Partidas durch die heredades que pertenecian al reino besessen auf 2 Weisen: durch heredamiento u. durch tenencia; dass die durch heredamiento bevölkert werden müssten, versehn mit hombres u. allem nöthig damit König u. reino keinen Schaden erlitten, weder während Leben noch en muerte zu veräussern á quien no fuera vasallo der Krone, u. weder zu verkaufen noch vertauschen ohne Licenz des rey.

Dieselben Monarchen, die diese Gesetze erliessen, concedirten aber auch viele tierras por heredamiento mit Fakultät sie zu veräussern. Fernando I, 1043, gab die Klöster v. Cardeña den villas de Villafria u. Orbaneja mit ihren Bergen, Wässern, Einwohnern, Jurisdiction u. Veräusserungsrecht. So Alfonso VI, 1095, den pobladores von Logroño viele tierras en su término, mit Veräusserungsrecht; diess auch los vicinos vecinos heredados en el primo primer repartimiento de Toledo. Dasselbe Recht den pobladores vieler Orte gegeben v. Sancho VII de Navarra (1164), durch Alfonso VII (1140) (1133) (1129). Ebenso Alfonso VIII, San Fernando u. Alfonso X á muchos pueblos (alles para llamar pobladores á los lugares que mas carecia de ellos)

En heredad gegeben toda clase de bienes y derechos, meras tierras de labor, señorios de las villas, las rentas reales y los castillos y fortalezas, letztre zogen die Könige vor en tenencia zu geben; aber da viele gebaut auf Kosten v. particulares u. der rey nicht immer Leute fand, die sie mit titulo precario nehmen wollten[,] auch viele castillos poseidos por heredamiento.

El señorio por heredamiento immer gegeben, wenn der rey concedirte das Eigenthum den lugares poblados o para poblar con aquella expresion, oder ohne dieselbe, no reservandose der Jurisdiction, Renten, Rechte, die sein dominium constituirten, od. sich nur Kleinigkeit, wie la moneda od. leichten Tribut als Zeichen seiner soberania vorbehielt. Wenn alles das gegeben ohne Klausel de reversion, ni otra cortapisa que impidiera trasmitirlo en vida ó en muerte, como no fuese por tiempo limitado, erwarb der adquirente un señorio por heredamiento, digerase o no en la escritura que se enajenaba jure hereditario. Zu derselben Klasse die donatio v. Ferdinand I (1043) dem monasterio de Cardeña vorher erwähnt.|

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2) Condiciones del Dominio de Juro de Heredad.

Gemeinschaftliche Bedingung aller adquisiciones kommend v. der Krone – guardar fidelidad y reverencia al rey; bei Strafe der Confiscation auch für heredamiento perpetuo. Aber die falta musste grave y calificada sein. Nach den alten leyes der Cortes v. Najera, compilirt im Fuero viejo de Castilla, durfte rico-hombre dem rey sogar Krieg erklären; aber wenn der rico-hombre desterrado por hacer daño en la tierra (malfetría) konnte König alles confisciren, was er hatte. Ausser diesem Fall, wenn der König ihm su tierra nahm, konnte rico-hombre ihn verlassen u. bekriegen mit seinen eignen Vasallen, ohne dass diese desswegen der Confiscation ihrer solares u. heredamientos anheimfielen, wenn sie nur nichts der Krone Gehöriges usurpirten. Nach den leyes de la Partida, unterging Confiscation der señor de castillo por merced del rey, der ihm nicht in 30 Tagen huldigen kam, od. désaforaba desaforaba á sus vasallos, od. nicht zum Gericht des Königs kam, negándole su señorio, od. nicht zum Heer kam wenn berufen, od. nicht leistete das Tribut de moneda, geschuldet der Krone, od. Justiz seinen Vasallen verläugnete, impidiéndole al rey de hacerla por si, od. malhechores en su tierra empfing, od. die Bedingungen seiner adquisicion nicht erfüllte. Die Huldigung jedesmal zu erneuern, wenn neuer rey od. im castillo nuevo señor. Wenn der rico-hombre desterrado por traidor o aleve, seine Vasallen nicht verpflichtet ihm zu folgen, u. wenn sie es thaten u. nicht regresaban u. den rey befeindeten, verfielen sie derselben Strafe wie ihr Herr. Die Chroniken u. Dokumente voller Beispiele v. confiscationes de heredamientos por causa de infidelidad. Die Anwendung der Strafen f. letztere hing nicht nur v. mehr od. minder grosser Strenge u. Milde ab, die die Epoche erlaubte, sondern auch v. der relativen Macht der Könige.

3) Verwandlung der propiedades coartadas (limitirten) in propiedades de juro de heredad.

In den ersten Jahrhunderten der kastilan. Monarchie befand sich der größte Theil der propiedades hereditarias in der Hand v. nobles u. caballeros poderosas poderosos, die am meisten Mittel hatten sie zu behaupten u. vertheidigen. Daher schrieb im 13 Jhdt der Infant D. Juan Manuel, in seinem Libro de los Estados: „der grösste Theil der tierras der duques gehört ihnen erblich.“

Die pecheros (Tributpflichtigen) u. Plebejer wohnten meist in Häusern die sie sich selbst bauten auf dem Boden der nobles u. cultivirten deren tierras, unter so drückenden Bedingungen, dass der grösste Theil ihrer Propiedad nicht erblich genannt werden konnte. Nur als die Fortschritte der reconquista lebhafter das Bedürfniss fühlen liessen die Population zu fomentar u. den Boden auszunutzen, machten sich Konkurrenz in ihren Concessionen – um die eine vor der andern voraus zu haben u. sich zu sichern – reyes, señores, iglesias y los concejos; damals verallgemeinerte sich die Gewohnheit zu geben u. anzubieten propiedades perpetuas en heredamiento para mayor estimulo de los que vinieron vinieran á cultivarlas y defenderlas. Aber diese propiedades verschieden v. denen der nobles y caballeros; diese contribuirten á la corona keinen Tribut; jene adquiridas por pecheros, hatten dem señor, v. dem die Güter kamen algun censo od. servicio zu leisten. Für den Plebejer, der seine propiedades so in erbliche verwandelte, Vortheil darin, dass er freier über sie verfügen konnte, u. Fixation der früher willkührlichen ó mas gravosas cargas. Fijar los tributos y servicios con que habian de contribuir al señor los vecinos de un pueblo, y los derechos de estos sobre sus propiedades war das was ursprünglich hiess: darles fuero. Estar á tal fuero, pagar tal fuero, o poblar á tal fuero bedeutete hauptsächlich tener tal especie de dominio en la tierra que se poseja y satisfacer por ella al señor, wer er auch sei, bestimmte Tribute u. Dienste. Desswegen sind es die fueros u. cartas-pueblas, die anfingen die propiedad pechera in erbliche u. perpetua zu verwandeln.

Durch die blosse Limitation u. Fixirung der früher willkührlichen impuestos u. censos, erhielt das ihnen unterworfne Eigenthum bestimmten Werth, dessen es früher entbehrte. Ausser der fixirten Quantität, wurde das übrige was die heredades producirten wahres Eigenthum derer die es cultivirten u. seine Früchte sammelten; der Vasall hatte alle Rechte die dem señor nicht vorbehalten durch die escritura. Diese vorbehaltnen Rechte Anfangs extrem belastend, grosse Beschränkungen des Eigenthums, im Lauf der Zeit moderirt hasta llegar á convertirse en un ligero grávamen. Die fueros y cartas pueblas bieten zahlreiche Beispiele dieser transformation de la propiedad pecherosa pechera. Beispiele v. 950, 11t, 12 Jhdt. (aus diesen Erleichterungen geht z. Th. vorher die allergrösste Raubwillkühr hervor.)|

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Alfonso X machte numerosas pueblos u. verbesserte bedeutend die Lage der propietarios. Er berichtet u. a. in einem Diplom, wie los del concejo de Lena ihn baten um die cilleros y ralengos realengos de este lugar y de Huerna para poblarlos, ofreciendole 900 maravedis ánuos, 25 por razon de yantar al señor que tuviera la tierra, y otros 25 al merino, y como aceptó la oferta, dando á aquellos vecinos sus realengos y cilleros de Parayas, con reserva del patronato de las iglesias y de los portazgos y con exencion de facendera, mañeria, boda y otros tributos.

Die nuevas pueblas u. Privilegien de poblacion concedirt durch den weisen König  Zusatz von Marx. Bei Cárdenas, S. 262: el rey Sábio – Gemeint ist also Alfonso X.
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(Alfonso X od. XI?)
, beraubten den señores zweifelsohne einige ihrer Vasallen, gaben Vorwand zum Aufstand der ricos-hombres, stimulirten aber auch andre señores die Lage ihrer pueblos zu verbessern u. den Besitzern ihrer tierras neue Freiheiten zu octroyiren u. ihre Tribute zu reduciren u. zu fixiren. Daher Dekret vom 13 Jhdt der grösste Theil der fueros y cartas pueblas de los vasallos de señores. Viele dieser Privilegien verwandelten sich im 14 Jhdt in allgemeine Gesetze, por haber sido consignados en den Partidas damals promulgirt, u. in dem Ordenamiento de las Cortes de Alcala v. 1348. Der erste dieser codigos erlaubte den Vasallen ihre Herrn zu verlassen wann sie wollten u. ihre bienes muebles mit sich zu nehmen, was damals schon beobachtet in fast allen pueblos de la corona de Castilla, verbot zugleich ihre solares zu verkaufen; sonst hätten die Herrn Recht sie zu recouvrir ohne zu vergüten die in ihnen gemachten Verbesserungen. Der Ordenamiento de Alcala gab den solariegos das Recht nicht ihrer solares beraubt zu werden so lange sie ihre tribute an die señores zahlten, u. die faculté sie an andre Vasallen zu verkaufen, ausser wenn behetria del mismo señor od. por razon de casamiento. Aber man sieht aus den Petitionen der Cortes desselben Jahrhunderts, dass diess Verbot wenig beachtet, indem sie klagen über die Leichtigkeit womit die vasallos über ihre hacienda disponiren, andrerseits wieder die Veräusserungen protegiren. Beispiele v. einem u. dem andern in Cortes de Medina del Campo v. 1318, las de Valladolid 1325, las de Léon 1349, las de Valladolid 1351, selben von 1385 (klagen über die señores y concejos que tomaban los bienes de los vecinos que iban á morar á otros pueblos ó les oprimion oprimian con exorbitantes tributos), Cortes de Segovia v. 1386 (para impedir que los vasallos de realengo se trasladaren á lugares de señorio, obligándose á residir en ellos, bajo ciertas penas, pedian que los que tal hicieran hicieren pecharan por lo que en el ralengo realengo dejasen, y pueden volver á el exentos de toda pena)

Aus alle dem folgt, dass im 14 Jhdt faktisch die vasallos solariegos schon freie Disposition über ihre heredades, nur verboten sie an gewisse Klassen v. Personen zu veräussern u. mit Vorbehalt der bereits reducirten derechos fiscales der señores u. der Krone.

Capit. IV Propiedad coartada. – Prestimonios y encomiendos encomiendas.

1) Origen, naturaleza y objeto de los Prestimonios.

Die ältesten Dokumente, geschrieben seit conquista, v. 8, 9 u. 10 Jhdt erwähnen tierras gegeben durch reyes u. Magnaten en mandacion (in mandationem), en prestimonio (in praestimonium) u. en encomienda (in commissum)

Der prestimonio (prestacion u. préstamo in einigen Dokumenten) Titel vermittelst dessen der Vasall Stück Land erwarb innerhalb des herrschaftlichen Gebiets, um es zu kultiviren u. utilizar en su provecho, wofür er dem Herrn alguna pension od. servicio zu leisten. Ursprünglich dieser Titel der Entäusserung besonders üblich um ein Peculium zu konstituiren, wovon viviesen los siervos ó libertos u. hombres nicht ganz libres, unterworfen der Gewalt eines señor. Später tierras en prestimonio jeder Klasse v. Personen gegeben; aber auch diese dafür gewisse Dienste zu leisten, oft auch gegen Baares od. andre Leistung. Hauptbedingungen: Lebenslänglich, Reversion nach |47 Tod des prestimonista, defender y conservar las heredades, objeto de la estipulacion, reconomiciento reconocimiento del señorio á favor del que daba; die sonstigen Gegenleistungen bestimmt. Alfonso IX (Cortes de Benavente, 1202) bestimmt: wenn heredades de abadengo tenidas en prestimonio von caballero, se guardara el señorio del rey como en los demas abadengos, u. die heredades de caballero, die unter demselben Titel á personas de abadengo übergehn, unterworfen der condicion wie die andern Güter der caballeros. Eins der letzten prestimonios, erwähnt in den alten Dokumenten: Alfonso X giebt 1255 seinem Bruder Sancho, Erzbischof v. Toledo, v. lugar de Caspuenes in préstamo.

Die Kirche machte v. Anfang an meisten Gebrauch v. diesem Titel limitirter Veräusserung. Später v. den weltlichen señores aufgegeben oder durch ähnliche Titel verdrängt, nur noch angewandt in einigen Diocesen, um den clérigos Güter zu ihrem Lebensunterhalt zu reichen; hiessen dann prestameras gewisse ekklesiastische beneficios u. deren Diener prestameros, womit die alten prestimonios aufhörten.

2) Origen y naturaleza de las Encomiendas.

Die alten Diplome erwähnen viele lugares poblados mit bezeichneten Grenzen, mehr od. minderen Umfangs, gegeben durch rey an Magnaten u. grosse Vasallen, od. Kirchen, um sie zu regieren, alle Renten u. Emolumente der Krone daran zu erheben; diese circunscripciones territoriales hiessen hiessen commenda od. commisso od. mandatio, gaben sich für Lebzeit der Erwerber, od. für die des Königs, od. für so lange Zeit ihm beliebte. Bis zum 12t Jhdt. scheinen encomienda u. mandacion ähnliche od. identische Titel. Im 12. Jhdt fingen sie an ihren Character zu ändern, drückten entonces Acquisitionsmodi aus verschieden von den ursprünglichen.

War eins der Mittel der Krone ihre Diener zu belohnen u. ihre Estados zu vertheidigen. Der dueño der encomienda od. mandacion hatte señorio del territorio compredendido comprendido dentro de sus limites; war er Graf, so nante nannte er sich conde de, wenn nicht señor en des pueblo od. Ortschaft, die Namen seiner demarcacion gaben. Daher auch condes principales (für grosse comarcas) u. subalternos, die señorio in einem Theil davon hatten erbliches od. por encomienda otorgada por el rey.

Die encomienda zugleich cargo público de gobierno u. patrimonio temporal der familie a quien se conferia. In seinem territorio war der comendador oder encomendero Ausüber der ganzen Jurisdiction des Königs; ihm gingen alle censos, tributos y servicios zu, aller Kronvasallen, die in seiner comarca wohnten; nachdem er seinen Theil davon abgezogen, hatte er den Rest dem Staatsschatz zu übermachen. Die encomiendas temporär por su naturaleza, aber v. Anfang an als patrimonio der family betrachtet, das nicht ohne Grund entzogen wurde; machten sich lebenslänglich de facto, u. häufig durch Gnade des Königs ihre Transmission v. Vater auf Sohn. Manchmal, wenn Sohn minorenn, liess König sie ihm, liess sie bis zu seiner Majorität v. Verwandten desselben ausüben. Die tribute v. siervos, solariegos od. solariegos ingenuos, von denen jeder nach seinem Stand belastet, durften nicht alterirt werden. Bald hielt sich rey Theil der rentas vor, bald überliess er sie ganz dem comendador. Gegeben in encomienda nicht nur villas u. heredades, sondern auch castillos u. monasterios, da die einen u. die andern necesitaban gobierno y producian renta.

Seit dem 11t Jhdt spätestens fing Kirche an ihre bienes zu geben en encomienda á caballeros poderosos, um sie zu schützen. In jenen Zeiten nichts vor gewaltthätiger Usurpation sicher, auch nicht die cosas sagradas der Kirche, f. die dieselben Erobrer täglich ihr Blut in Schlachten vergossen; gegen die rapacité grosser u. kleiner Spitzbuben half keine Exkommunikation, [ni las] ligas de los prelados, ni las cartas de proteccion del rey. Die reyes selbst, obgleich sie die Kirchen in ihren Schutz nahmen, waren manchmal selbst die ersten sie zu plündern u. unterdrücken.

Im 11t Jhdt die Municipalitäten\concejos mit ihren justicias correspondentes noch nicht erstarkt; bischöfliche Macht nicht hinwirkend; der Arm des Königs ging nur so weit wie der Ort wo sein Hof etablirt; die lokale Gewalt residirte fast ganz in den Magnaten u. caballeros die mit sus gentes sin fortalezas u. Schlössern über das territorium zerstreut waren. An diese wandte sich daher die Kirche; gab ihnen en encomienda sus villas y heredades, por ponerlas á salvo, nur ihnen oft verdammt wenig half, da der Schützer oft selbst der Usurpator, od. auch seine Pflichten vernachlässigte. Die Kirche gab diesen señores |48 ihre encomiendas in denselben terminos, wie der König seinen Vasallen, obgleich die Bedingungen etwas bestimmter, z. B. „que sejades bono á nos é á nostra nosa iglesia en lo que acaesciere, é que guardedes é amparedes la encomienda en quanto en vos fuere“; darüber leisteten die caballeros pleito-homenaje en manos de algun hidalgo, prometiendo cumplirlo y acudir con sus personas y algunos hombres de sus mesnadas, al obispo cuando saliera con gente en servicio del rey. Hatten die Abgaben der Vasallen an die Kirche beizutreiben u. zu überliefern, ihre Vasallen zu schützen, ihr zu huldigen etc ganz wie in den cartas de feudo v. ganz Europa.

Andre Kirchen, misstrauisch gegen die señores, überlieferten sich dem rey en encomienda.

Der Dienst der comendadores nicht gratis; sie übten die ganze weltliche Gewalt der Kirche aus, erhoben die ihr zukommenden Tribute, reservirten sich davon Antheil od. percibirend an dessen Stelle la retribucion convenida. Ueber diesen Punkt verschiedne Gewohnheiten in den pueblos encomendados. Jedes hatte seine fueros y tributos, que no podia alterar el comendador, y con arreglo á ellos, se pagaba éste á si mismo sus propios servicios. Auch diese encomiendas ursprünglich temporär wie die der Krone; machten sich auf gewohnheitsmässigem Weg lebenslänglich, viele v. Vater auf Sohn transmittirt mit expresser, obgleich nicht immer freiwilliger Concession der Prälaten.

3) Abuso y fin de las encomiendas.

Generalisirt die encomiendas u. verwandelt in negocio de lucro y granjería verursachten abusos gravisimos, sowohl in ihrer Distribution seitens derer, die sie gaben, als in ihrem Gebrauch Seitens derer, die sie empfingen. Einige Prälaten gaben sie ihren Verwandten en utilidad suya y con perjuicio der Kirche; viele caballeros entrissen sie den Kirchen mit Gewalt; viele comendadores eigneten sich an od. malversaron die ihrer Hut anvertrauten Kirchengüter. Again, gaben sich Kirchen mit ihren bienes in encomienda nicht weil sie Schutz suchten, sondern als Preis de adquisiones adquisiciones más cuantiosas. Juan I, sich beziehend auf eine Petition der Cortes de Soria de 1380[,] sagt in andrem Dokument, dass caballeros „ocupaban é tomaban los logares, aldeas y vasallos de los dichos monasterios y  Bei Cárdenas, S. 276: eglesias
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iglesias
, en nombre de encomiendas, levando de ellos dineros é pan é otras cosas, e faciendoles (die vasallos) servir por sus cuerpos, así en la labor de sus heredades, como de castiellos é fortalezas que facian, e asi toda servidumbre … Por la qual razon los dichos monasterios é eglesias eran venidos en gran pobredad.“ Gesetzgebung schritt ein; ihre Vorschriften nicht beachtet. Nach ordenamiento de Alcala (1348) sollte nur König encomiendas nehmen en lugares de abadengo; Cortes v. Madrid (1329) petitioniren dass villas u. pueblos de realengo Niemanden Niemandem en encomienda gegeben. Cortes v. Burgos (1338) klagen dass ricos-hombres nähmen in encomienda las aldeas de las ciudades y villas, para no guerrear ni pechar con ellas, verlangten dass nur König comendero f. solche Orte; erhielten günstigen Bescheid, aber affectlos. 1390 verbot durch allgemein Gesetz (wieder auf Klage v. Cortes) Alfonso XI, dass die die encomiendas de abadengo hätten, sie den Kirchen u. Klöstern in Termin v. 3 Monaten restituiren müssten. Cortes v. Burgos (1512) reclamiren gegen Gewohnheit [de dar] die encomiendas en lugares realengos á los grandes señores y prelados, wodurch sich verliere el señorio u. die Jurisdiction des rey u. entständen viele gastos u. desavenencias.

Die encomiendas beider Klassen erlöschen Dank der insistencia, womit seit 15t Jhdt die Könige procuraron zu vermindern el poder de la nobleza, sie der Mittel beraubend die sie aufrecht erhielt. Dieser titulo de propiedad nur aufrecht erhalten in den órdenes militares, weil eine der Hauptgrundlagen ihrer Organisation.|

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Capit. V. Propiedades coartadas. – Mandaciones. – Tenencias. – Señorios.

1) Origen y naturaleza de las mandaciones.

So lang sich die encomiendas nur durch rey gaben para guarda del territorio y premio de servicios, confundirten sich mit den mandaciones u. tenencias. Mandaciones bald gegeben an Prälaten, zum Benefiz ihrer Kirchen od. Klöster, bald an kgl. Personen od. Magnaten, bald an einfache caballeros, Vasallen der Krone. Bald confundirt sich der Titel mit seinem Object, so dass die circunscripcion territorial, successiv so gegeben, selbst mandaciones hiessen, ebenso wie encomiendas den pueblos y territorios concedirt unter diesem Titel.

Ihrer Natur nach temporär, strebten die mandaciones v. Anfang an sich zu verewigen, namentlich wenn Kirchen u. Klöstern gegeben als Theil ihrer Dotation. Diese Tendenz begünstigt durch die Privilegien die reyes vielen religiösen établissements gaben para adquirir todo cuanto los vasallos de la corona quisieran darles, womit viele estates nich nicht mehr an den Staat zurückfielen, die so der Kirche übermacht. So viele mandaciones verwandelt in señorios hereditarios, die bis auf unsere Zeit gedauert. Einmal erblich geworden, ging die mandancion mandacion en el patrimonio particular del concesionario ein u. von ihm an andre als Eigenthum transmittirt. Die Könige selbst erwarben sie despues en este concepto, por contrato ó por herencia, u. gaben sie wie jedes andre Gut ihres Personalpatrimoniums. Alodial u. Erbgüter nicht eingeschlossen in der mandacion, wenn sie auch materiell en su comarca lagen.

Die mandaciones, die ihren alten temporären u. transitorischen Charakter behielten, nun genannt tenancias tenencias[,] u. die erblich u. perpétuas gewordenen señorios. So jezt unterschieden 3 Klassen de dominio, con jurisdiccion u. soberania real: die encomienda (lebenslänglich), tenencia (ohne bestimmte Zeit) u. señorio (perpetuell u. irrevokabel)

2) Origen y naturalezza naturaleza de las tenencias.

Könige gaben in tenencia Orte u. Villas u. besonders castillos u. fortalezas; weil letztre zur Vertheidigung des reino nöthig, sollte die Krone sich ihrer nicht permanent entsäussern entäussern. Diess gilt f. Mehrzahl der Schlösser u. Festungen. In tenencia gegeben sowohl kleine Orte, als die reichsten u. bevölkertesten Städte. Der Besitzer por tenencia de villa o castillo, übte ganze kgl. Jurisdiction im Umfang seiner demarcacion aus, erhob Tribute, multas, rentas y derechos de la corona u. disponirte mehr od. minder frei über yermos, montes, aguas u. andre bienes de uso público. Als Delegat des Königs, dem er die rentas zuzustellen, nach Bestreitung der gouvernementskosten. Empfing f. sich Theil der v. ihm erhobnen rentas od. directen Sold v. König od. gewisse tributos y derechos v. den Vasallen selbst, genannt retenencias. Grosse Betrügereien in ihrer Exaction, als Fernando IV, auf Petition der Cortes v. Valladolid v. 1299, trató de suprimirlas, befehlend dass alle solche Inhaber v. castillos directen Sold v. der Krone beziehn sollten. Diess nicht en todas partes ausgeführt, weil ähnliche Klagen in córtes v. Valladolid v. 1322. Die tenedores hatten auf ihre Rechnung zu zahlen jueces, merinos y sayones, die mit Administration der Justiz betraut, den Mayordomos y recaudadores, die die Interessen des Fiscus zu besorgen, u. den caballeros y peones mit der Vertheidigung des Orts betraut; ebenso zu repariren las murillas murallas y fortalezas u. sie mit Waffen u. den nöthigen Ustensilien zu versehn. Manchmal reichten die Renten nicht hin zu Bestreitung dieser Kosten u. dann nöthig, dass der tesoro supplire, was nicht immer mit der nöthigen regularidad geschah u. originaba por parte de los alcaides, extorsiones escandalosas ó gravisimos conflictos entre las gentes de guerra.

Die Inhaber v. tenencias der corona konnten sie nicht veräussern noch verlieren sin incurrir en delito de traicion.|

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Gesetz erlaubte nicht dass der Vasall contrahire al recibir la tenencia ohne gewisse feierliche Ceremonien. Wenn Bischöfe, Klöster, Minorenne, andre zur Vertheidigung der castillos unfähige Personen sie empfingen, konnten alcades alcaldes od. delegados für sie sie guardar. Der alcaide ó tenedor de del castillo musste von guter linaje u. nicht arm sein. Auch feierliche devolucion der castillos an die Krone vorgeschrieben; machte sich durch mandadero, dem der tenedor persönlich die entrega machen musste, unter pena de traicion. Besitzer konnte auch nur unter gewissen Formalitäten den castillo aufgeben. Der tenedor de castillo, dessen alcaide fehlte á la fidelidad debida al rey od. seine Vasallen maltraitirte, verlor sofort seine tenencia. Tenedor konnte nicht entrar en tenencian bevor dem debido homenaje al señor, u. aus mit ihr beim Tod des señor od. des concesionario. Existiren auch Dokumente v. tenancias tenencias gegeben durch Prälaten.

3) Origen, naturaleza y derechos de los señorios.

(Handelt sich v. den mandaciones die sich in señorios verwandelt, was seit 10 Jhdt begann) Diese Praktik generalisirte sich täglich mehr mit dem Anwachs des Patrimoniums der Krone durch neue Erobrungen.

Die titulos de señorio, die im X u. XI Jhdt beschränkt zu trasferir de un modo general á los señores los derechos de la corona en el territorio respetivo respectivo, im 12, 13, 14 Jhdten näher bestimmt, weil die vaga expresion der alten Concessionen Anlass gab zu gráves graves abusos y lamentables excesos, meist por parte de los señores, einigemal v. Seiten der Vasallen. (Um Leib u. Gut zu schützen gaben viele Alodialeigenthümer sich in recomendacion oder incomunion an Mächtige, um wenigstens während ihrer Lebzeit den ususfruct ihrer Güter zu haben)

Efecto del dominio del señor über alles nicht Appropriirte in seinem territorium war das dominio de las aguas que nacian ó corrian por el mismo. (Fischerei, innere Schiffarth, Benutzung des Wassers zu Mühlen etc; dann domino de los yermos, montes y tierras incultas, inherente inherentes al señorio.[)]

Wenn der König disponirte del señorio de un teritorio territorio, reservirte er dem Concessionär diese Privilegien, mandando dass keiner ohne ihn Häuser baue, die Berge benutze, die yermos aufbreche; oder umgekehrt, octroyirte den pobladores diese Rechte, so dass der señor sie nicht antasten könne.

Begründet mehr en el dominio originario über die Personas serviles, als in dem des territoriums, viele andre Privilegien, die der König u. die señores en su caso genossen; das exclusive Recht Mühlen zu halten, Oefen u. tiendas  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 1297.
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(boutiques?)
de ciertas clases, od. Wein zu verkaufen, Weinstöcke zu pflanzen u. otros comercios auszuüben. „todos los vecinos cuezan su pan en el horno del rey, págandole pagándole un pan por cada hornada“ sagt der fuero v. Logroño v. 1095, einer der liberalsten des 11 Jhdts. Es gab auch señores mit dem Recht Geld zu schlagen.

Capit. VI Propiedades coartas coartadas. – Tierras. – Honores.

Könige gaben bienes de todas clases en tierra; la tierra schloss nicht nothwendig exercise v. öffentlichen Funktionen ein (obgleich manchmal); ihr einziges u. Hauptobjekt zu mantener y pagar á los caballeros que, aceptándola, contraian la obligacion de servir en guerra; sie war el sueldo ordinario de los vasallos consagrados al servicio de las armas; hat den Namen daher, dass tierra conquistada allgemein die Remuneration solcher Dienste war; behielt ihn noch, wenn statt der tierras selbst Theil ihrer rentas od. andrer Güter der Krone sich gaben.

Seit dem 13t Jhdt tierra synonym mit Renta jeder Art, als Sold den Vasallen gegeben. Sagt daher das Gesetz Alphonso des Weisen: (Partida) „tierra es maravédis maravedis quel rey pone á los ricos homes et á los caballeros en lugares ciertos.“; esto es una participacion fija en las rentas que correspondian á la corona en pueblos determinados. Wenn eingeschlossen cosas señaladas die ausschliesslich |51 dem señorio real angehörten, z. B. alle Renten einer villa od. castillo, wovon einige nach dem Gesetz essentiell angehörig der soberania, wie la moneda y los yantares, dann nahm die tierra den Namen honor (In Aragon las honores, in Castilien los honores) tierra f. bestimmte posesion de rentas especiales, honor posesion de todas las rentas de lugares determinados.

Honor auch Name f. alle cargos publicos lucrativos, die dem rey seinen Vasallen gab, z. B. condades condados, mandaciones, encomiendas etc[.] In 10, 11, 12 Jhdt honor auch das Geschenk das dem König der señor machte, der v. ihm alguna merced en tierra ó gobierno erhielt.

Aber ursprünglich tierras (wie auch in der andern Form) eine der modos die Vasallenschaft zu constituiren propiedad territorial verdadera. Als Cid dem Alfonso VI den Eid leistete, dass er nicht Theil gehabt am Tod seines Bruders D. Sancho, erzählen die Chroniken, dass der rey ihm sagte: „Baron Rui Daz Diaz por qué me afincades tanto? que hoy me conjurades é cras me besarades la mano.“ Y el Cid respondió: „Como me ficieredes algo, que en otras tierras, soldadas dan á fijosdalgo; é asi fara á mi quien me quisiere por vasallo.“ (p. 298)

La tierra u. el honor pflegten sich zu geben sin posturas, d. h. ohne Ausdruck der Bedingungen zu denen sich der Vasall verpflichtete, weil nach dem Gesetz diese mercedes condicion implicita enthielten de servir el vasallo al señor en los términos que prescribiera el fuero ó costumbre de la tierra. Dieser Dienst hauptsächlich militärisch. D. Juan Manuel in seinem „Libro de los Estados“: sobald der Vasall geküsst dem señor die Hand u. pronuncirt die formula del vasallaje, „es tenido del servir lealmente contra todos los homes del mundo.“

Unter den sonstigen Bedingungen z. B.: wenigstens ein Jahr in seinem Dienst bleiben, wenn durch ihn armado caballero; ohne das konnte er ihn immer verlassen in bestimmten casos; sich nicht Vasall eines andern machen ohne sich v. seinem alten Herrn in der gesetzlich vorgeschriebnen Form losgemacht zu haben, devolviendole la tierra u. alles was er von ihm empfangen ausser las soldadas servidas ó devengadas.

Der Titel auf tierras war lebenslänglich, wenn nicht hinfällig gemacht wenn der Besitzer dem neuen rey leistet vasallaje con devolucion de la tierra, en el término señalado; faltas begehn wodurch castillos verloren gehn, wenn eins davon tenido en tierra; (Diese faltas sind: no hacer guerra y paz por mandado del rey; no acogerle en castillo; no dejar correr la moneda del rey; no pagar el tributo de moneda; desaforar á los vasallos; no venir al juicio del rey; denegar la justicia á los vasallos, impidiendo al rey hacerla; acoger malhechores; no guardar las posturas.) incurrir in traicion od. aleve; causar daños en la tierra, que dieran lugar al extrañamiento[.]

La tierra erlosch nach altem Recht mit Tod des Königs; aber bald Gewohnheit eine zu erneuern bei devolverla u. neue homenaje leisten; ebenso erlosch bei Tod des Vasall, aber wenn brauchbarer Sohn desselben da, meist vorgezogen; seit dem 13t Jahrhundert mehr u. mehr ältester Sohn u. selbst Kindern des muerto, ohne Unterschied auf Alter u. Geschlecht. Der repartimiento dieser tierras gab oft Gelegenheit zu bittern Klagen u. graves disturbios unter den Vasallen, weil einige viel, andre nichts erhielten. Abusos nicht nur in der distribucion y señalamiento de las tierras, sondern auch in der Manera de cobrarlas y servirlas. Viele hidalgos[,] die sie angewiesen hatten auf bestimmte Orte, schrieben sich der facultad zu de apremiar por si mismos á su exaccion, decretando embargos y sacando prendas en ellas ellos. Andre besassen zugleich tierras del rey y acostamiento de señor, so dass wenn zu Dienst gerufen, sie einem der beiden fehlten.

Im reinado v. D. Juan I zahlten sich 14 millones maravedis por tierras; u. nach der Aussage der Cortes v. Bribiesca de 1387, waren sie en gran parte perdidos, porque siendo muchos á cobrar, nunca se juntaba la gente necesaria para la guerra. Daher strenge Dispositionen getroffen durch den rey.|

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Cap. VII Propiedades coartadas. – Los feudos segun la legislacion y la historia de Castilla.

„El feudo“ – (Name selbst kommt sonst selten in Castililien Castilien vor) – war, segun las Partidas, „manera de bienfecho que da el señor á algunt home porque se torna su vasallo é le face homenaje do serlo serle leal.“ (also essentiell nicht verschieden v. tierra u. honor) Zweierlei Art: feudo de villas, castillos ó cosas raices – nicht entziehbar ausser wenn Vasall die Stipulationen nicht hielt od. gewissen Vergehen [schuldig]u. feudo de camara, bestehend in maravedis, consignirt auf tesoro, entziehbar nach Willen del rey.

Die tierra dadurch unterschieden v. feudo, dass tierra sich gab sin postura ó condiciones, weil sie nach Gesetz beständigen Dienst einschloss; feudo dagegen se otorgaba con posturas, esto es, prometiendo el vasallo servir á su costa, con cierto número de caballeros, ú hombres, ú otros servicios Señalados, y mediante la ceremonia del pleito-homenaje. (305) feudos in Castilien erblich. (306) Die legislacion sobre feudos, tomada de las leyes comunes de Europa y de las costumbres de España, recopiló D. Alfonso el Sabio. Die ältesten Dokumente erwähnen feudos constituirt in Galicien u. Castillien im 12 u. 13 Jhdt. (307) Alfonso X, mit motivo de sus pretensiones al imperio de Alemania, dió muchos [feudos] de camara de renta cierta en maravedis, á cargo del erario espagnol, á varios principes extranjeros, que de este modo se hicieron sus vasallos. D. Alfonso, pues nicht als imperator u. römischer König, sondern als rex v. Castilla, gab solche feudos de 10,000 maravedis mit den in den Gesetzen de Partida vorgeschriebnen Ceremonien dem Herzog v. Burgund u. conde de Flandes, den vizcondes v. Bearne u. Limoges, u. den condes de Eu, de Belmonte u. de Monforte.

Alfonso v. Cartagena, Schriftsteller des 15 Jhdt, feudos de Galicia. (310) (Cartagena: Doctrinal de cavalleros.)

Cap. VIII Propiedades coartadas. – Tierras censales y tributarias.

1) Tierras de siervos y de solariegos.

Zahlreiche Sklaven in Spanien, als sich die conquista vollzog, verschwanden nicht unmittelbar mit ihr; blieben unter ihren Herrn od. denen die ihren Platz einnahmen, sowohl in den lugares unterworfen dem Gesetz Mahomets als in denen die ihre Unabhängigkeit erhielten; ausgenommen die, die den Kriegstumult etc benutzten, die Auflösung der familias propietarias, um durchzubrennen, Freiheit zu gewinnen. Mahometaner brauchten die Sklaven noch mehr als ihre Vorgänger, um die vastas heredidales heredades, die sie sich repartirten, auszubeuten. Die Länder gewonnen durch Waffengewalt, v. den Kirchen, v. Emigrirten etc, daher mit ihren Sklaven unter den Eroberern vertheilt: sie hatten den Mussulmännern ⅘ de sus productos zu liefern; dagegen die siervi v. den Domänen, u. ihrer viele, die dem Staat verblieben nur ⅔. Später, als diese public Ländereien durch Loose vertheilt unter den Arabern u. Syrern (die später kamen u. sich in Spanien etablirten, blieben die sie kultivirenden Christensklaven sujetos á los nuevos propietarios, contribuyéndoles con la misma porcion de frutos, die sie früher dem fiscus zu zahlen.

In den christl. Provinzen, die nie unterworfen od. rasch wieder abgenommen dem Feind, dauerte der früher beschriebne Zustand fort; seit dem 12t Jhdt verschwinden mehr u. mehr die Personalsklaven u. finden sich fast nur noch erwähnt, die servi de gleba. Der status der meisten rührte v. ihrer Geburt her, da Sklaverei, wie nach röm. Gesetz, erblich. Einige Sklaven durch contratos ó actos voluntarios, sei es dass sie die Freiheit für Stück Brod veräusserten, sei es durch matrimonio mit persona esclava; andere in Sklaverei verfallen durch nicht gezahlte Schulden entspringend aus delitos u. Civilobligationen; viele, endlich, litten als moros gefangen gemacht en la guerra u. ihre Lage noch schlechter als die der übrigen |53 Sklaven. Jede familia servil beständig bestimmt zu einem od. mehren oficios mécanicos, die übergingen v. Väter auf Söhne. Einige davon hatten nur ihr Amt zu verrichten u. podian emplearse en utilidad propia, el tiempo que no necesitaban invertir en el; otros tenian obligacion de hacer todo el servicio que les mandaba el señor. (p. 313) Unter den bestimmt al cultivo, die einen beständig dem Boden ascribirt, die andern arbeiteten auf ihm nach Gutdünken des Herrn. Sie konnten Güter erwerben, aber nicht verfügen über sie, ausser den siervos fiscales, die ⅕ der Kirche geben durften.  Zusatz von Marx.
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Viele Personalsklaven strebten danach adscripti zu sein, um nicht veräusserbar zu sein ohne den Boden den sie kultivirten, u. pflegten diesen Vortheil zu erlangen, sei es durch Gunst des Herrn, sei es durch Heirath mit esclava adscripta. (l. c.)

Dann verwandelten sich die siervos adscriptos in wahre coloni, obgleich forzosos, die auf ihre Rechnung kultivirten, gebend dem señor una parte del fruto, grösser od. kleiner, je nach Vertrag od. Gewohnheit, u. andre Tribute u. Personaldienste. Diese Lasten u. Dienste f. die einen fixirt, f. die andern arbitrarios nach Gutdünken des señor. Daher bedeutender Unterschied in der Lage der coloni. Keine der beiden Sorten konnte über die erworbnen Güter verfügen ohne Willen des Herrn, noch sich verheirathen ohne seine Licenz u. thaten sie es mit fremder sierva, so mussten sich ihre Kinder theilen zwischen den señores beider conjuges. Ihre Manumission mit od. ohne Patronat vollzogen. Im ersten Fall blieb der serf im Dienst des Herrn, während seines Lebens, od. f. bestimmte Zeit, ohne über sein peculium zu verfügen, gebend dem Herrn Theil des Produkts des Bodens den er kultivirte, lo cual ein Recht constituirte, das der señor selbst veräussern konnte u. oft veräusserte meist zu Gunsten der Kirche. Die servi dieser durften nicht emancipirt werden ausser unter Bedingung perpetuamente unter ihrem Patronat zu bleiben, so pena de perder el peculio que tuviesen. (313)

Aus der Verwandlung einer grossen Anzahl Personalsklaven in servi de la gleba, aus der Fixation y tasa der Tribute u. Dienste vieler v. ihnen, aus der Manumissionen mit Patronat u. der Leichtigkeit womit selbst christliche Sklaven der musulmän. Provinzen das Joch ihrer señores abschüttelten, erfolgte Mittelzustand zwischen Freiheit u. servidumbre, die der Status des grössern Theils der Nichtfreien im Mittelalter. Der Einfluss des Christenthums  Zusatz von Marx.
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und die Vortheile nothwendig geboten den siervos die die feindlichen tierras verliessen od. Grenzorte bevölkern kamen, vermehrten jeden Tag die Zahl der Emancipirten. Ein blutiger u. fast permanenter Bürgerkrieg unter den musulmännischen Racen, die die Inseln bevölkerten im 9 u. 10 Jhdt., ausser dem allgemeinen Krieg mit den Christen des Nordens, boten den Sklaven häufige Gelegenheit de recobrar su libertad, bald theilnehmend mit den Feinden ihres señor, bald verschwindend während der Destruction etc der mit viva fuerza genommenen pueblos, bald sich verlierend in den Tumulten u. Revolten, die jeden Augenblick sich ereigneten in den volksreichsten ciudades u. villas. Alle diese Leute, die entweder ihren servil origen nicht verbergen konnten, od. nichts dabei gewannen ihn zu verbergen weil sie sich anders nicht zu ernähren wussten als durch Dienst bei Herrn con su persona ó su oficio, bildeten eine zahlreiche Klasse mit den schon als siervos de la glebe gleba Constituirten, woraus hervorgingen die später sogen. vasallos salariegos. Die siervos de la glebe gleba, die arbeitend auf ihre Kosten, erreichten zu taxiren ihre Tribute u. Leistungen u. die übrigen Früchte ihrer Arbeit sich anzueignen; die libertos, die unter dem Schutz ihrer Patrone ein Stück Boden unter denselben Bedingungen bearbeiteten; die flüchtigen Sklaven u. hombres libres, arm u. schutzlos, die auf dieselbe Weise ihre Subsistenz gewannen en las faenas der Agricultur[,] bildeten dann, unter dem Namen solariegos die unterste Klasse der Eigenthümer des Bodens. Alle steuerten dem señor dessen Boden sie bebauten mit Portion der Früchte, die er producirte[,] u. viele oder der grössere Theil mit Personaldiensten; die Freiheit (persönliche) ihrer aller beschränkt u. die faculté über ihre bienes zu disponiren. Diese Lasten u. Restrictionen, exorbitant u. rigorös im Anfang, wurden lentamente erleichtert u. vermindert, u. dieser langsame Fortschritt des Rechts u. der Freiheit der Colonen |54 , auf Kosten der Autorität u. des Rechts des señor, is ist das was constituye á la vez die Geschichte des Eigenthums u. der socialen Klassen des Mittelalters. (314, 15)

Nach den Partidas: solariego „era ome que es poblado en suelo de otro“ con sujecion ó pactos especiales convenidos entre ellos, ó á la costumbre general de la tierra. (315) Alle zahlten Rente für Nutzniessung des Bodens, dem Quantum nach verschieden an verschiednen lugares u. unter verschiedner Bezeichnung, bald censo, bald infurcion, bald martiniega od. theilten sich in verschiedne Portionen, die, unter diesen verschiednen Namen, alle Tributäre zu verschiednen Zeiten zahlten. In ursprünglichem Zustand des Colonats die Theilung der frutos zwischen serf u. master nicht fixirt, nach Gutdünken des letzteren. Auf diese Klasse v. solariegos spielt zweifelsohne la ley de las Cortes de Nájera an, recopilada im Fuero viejo de Castilla; wonach „el señor puede tomar el cuerpo é todo quanto en el mundo ha sin que él pueda decirse á fuero“ á los solariegos que no fueran de los poblados en Castilla del Duero hasta Castilla la Vieja. So dass nach diesem Gesetz, alle solariegos, mit Ausschluss derer des bezeichneten territoriums, no tenian fuero que tasaran tasara sus tributos y fijara sos sus derechos. (315) Man hat bezweifelt die Authenticität dieses Gesetzes wegen der geringen autoridad del código worin es sich findet u. seiner Antinomie mit vielen andern fueros municipales des 11 u. 12 Jhdts. Aber selbst wenn der Fuero antiguo ohne legale Autorität, Werk einer Privatperson u. nicht anterior des 14 Jhdt u. sein Prolog apokryph, dennoch die darin enthaltnen leyes nicht erfunden, am wenigsten diess, entlehnt dem Ordenamiento der Cortes de Nájera, que es el más antiguo de sus origenes. Dass viele municipalen fueros ihm widersprechen, thut nichts zur Sache. Das ley de Nájera, siendo general, hatte nur Anwendung als supplirend á falta de pactos ó privados convenios. In vielen fueros u. cartas-pueblas concedirt den Vasallen die faculté de mudar de señor y de solar; aber grad die häufige Repitition Repetition dieser Klausel der Beweis, dass diess nicht allgemein od. wenigstens nicht sicher. Es ereignete sich in Castilien dann etwas ähnliches wie in Aragon, wo neben bis zu gewissem Punkt freien Colonen andre existirten llamados de signo servicio über die die señores so absolute Gewalt hatten dass sie durften matarles de hambre, de sed, o de frio.

2) Libertades der solariegos.

Zwischen solchen solariegos in den alten siervos in der That wenig Unterschied; seit dem 11t Jhdt verbessert sich ihre Lage u. seit der Zeit liegen auch die meisten Dokumente vor. Fixation der Bodenabgaben u. Dienste beständiges Streben aller solariegos u. auch Object aller fueros u. cartas-pueblas womit die Herrn sie begünstigen; dann Reduction des Antheils der Herrn.

Alfonso II octroyirt 832 zu Gunsten der iglesia de Lugo una escritura de donacion de varias tierras u. unter andern los villares de Cervaria u. todo el valle de Aran, die er sagt, er „habia poblado con sus familias“ u. „la iglesia de San Juan de Parada con sus habitantes, asi de su familia, como otros vecinos o extraños, aunque partenecerian pertenecieran á los condados“ u. fügt hinzu, dass alle diese hombres no darian á la corona ningun censo, tributo, ni servicio, aber zahlen würden der Kirche los obsequios legitimos u. als censo die mitad de los frutos de los las heredades que cultivaban de la misma iglesia, si así agradare á su prelado“ (p. 317)|

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Fruminio, Bischof v. Leon, gab seiner Kirche 917 varias heredades u. darunter eine villa mit ihren habitantes, welche fortfahren sollten der Kirche dieselben obsequios zu leisten wie früher ihm, ausserdem zahlen jedes Jahr 12 panes de cebada u. bestimmtes Quantum Wein. Fernan Armentales, señor de Melgar de Suso y otras villas, señalo por infurcion á sus vecinos una fanega de trigo, otra de cebada, cuatro orzas de vino y un cerdo. Die cortes de Leon v. 1020 reducirten el censo de los que tuvieran casa en solar ajeno, á diez panes de trigo, media canatela de vino y un lomo. Der fuero v. Villavicencio, kurz nachher octroyirt, erklärte frei die siervos cristianos die se ampararan en el lugar u. gewisse oficios mecanicos ausübten u. fixirte denselben Censo de Leon mit wenig Differenz. Der fuero v. Logroño, 1095, u. andere viele die darin mit ihm übereinstimmen, nachdem sie eximirt die solariegos v. verschiednen tributos odiosos, reducirten á un sueldo anual el censo de cada casa. Der fuero de Miranda de Ebro v. 1099 ordenó pagar dem señor que mandara por el rey en la villa, dos sueldos al año por cada casa y uno por cada heredad. Viele solares y heredades de Vizcaya zahlten censo fijo al señor u. contribuirten dann con el colectivo v. 100 000 maravedis de pension, worauf schliesslich die alten Tribute reducirt. Andermal bestand el censo in einem aliquoten Theil der frutos, aber viel weniger als die señalada im 9t Jhdt durch Bischof Fruminio. In Document v. 1065 Prälat Namens Gomez carta de emancipacion, früher octroyirt durch den rey Garcia de Navarra, den Bewohnern von San Anacleto, sagend dass er sie gebe der Kirche San Martin, ihnen conservirend su fuero, segun los habia comprado al rey D. Sancho, y que consistia en pagar ⅒ der granos, ganados u. gallinas. (317, 18)

Aehnlich fast alle v. solariegos octroyirten fueros des 12 u. 13 Jhdt. Die meisten fixirten was sie censo nannten en cierto numero de sueldos ó dineros, y la infurcion u. die martiniega in bestimmtem Quantum Korn, Wein, Fleisch od. Anzahl animals. Einigen befahlen zu zahlen so viele censos als wären fracciones en que se dividieran los solares, u. reducen á uno solo el de los solares que se juntaran. Andre geben verschiedne cuotas, je nach der Anzahl de yuntas od. de aperos que tuviera el labrador, y aun habia alguno, como el de Pampliega, que eximia á los colonos de todo censo.

Verbunden mit Fixation u. Reduktion dieser Lasten, schritt die Freiheit der coloni mit Bezug auf das Praedium u. seinen Herrn vor. Allgemeines Gesetz f. die siervos de gleba war, dass sie den Boden nicht verlassen durften u. sich mit ihm transmittirten. Seit dem 10 Jhdt, um zu begünstigen u. anzuziehn coloni, eingeführt im grössten Theil der fueros u. cartas-pueblas die wichtige Neuerung de facultarles ya para mudar de señor, obgleich zu Benefiz des alten verlierend ganz od. theilweis ihre Habe, od. auch para enajenar sus heredades á otro vasallo desselben señor y cambiar su domicilio. Die die diess Recht erlangten verwandelt in colonos libres de derecho, obgleich de facto diese Freiheit ihnen theuer zu stehn kam. Aber al fin gebrochen »el vinculo que sujetaba perpétuamente el hombre á la tierra, ó por mejor dicer, á otro hombre, por medio de su propiedad, u. wurde anerkannt das Princip, dass die Descendenten der alten Sklaven tenian el derecho de emanciparse ó de elegir dueño, aunque fuese á costa de algun sacrificio.[«] (319)

Aus dem 10t Jhdt selbst einige Beispiele dieser neuen Freiheiten, zu der Schrift (vorher citirt) des Bischofs von Leon, Flaminio Fruminio, fijando el censo de sus pobladores, gab ihnen Freiheit de mudar de |56 domicilio, perdiendo el solar y la mitad de sus bienes en beneficio de la misma iglesia. Die Cortes von Leon v. 1020 octroyirten dem solariego die faculté von einem zu anderm señorio überzugehn mit der condicion de habitar la heredad solariega que hubiesen comprado; u. wollten sie sie nicht bewohnen, mussten sie residiren in cualquiera villa libre, conservando entónces tan solo die Hälfte der heredad abandonada, mit Ausschluss del solar y de huerto. Ebenso erklärten dieselben Cortes, dass die solariegos nicht verpflichtet werden könnten á comenzar sus labores ni á vender sus casas, aber sie freiwillig veräussern könten könnten, siempre que las apreciaran dos cristianos y dos judios y se ofrecieran por la tasacion al dueño del solar, para que pudiera comprarlas con preferencia á cualquiera otro. Auch die nobles u. hombres de behetria konnten die solariegos veräussern ½ ihrer heredades rústicas. Gleiches Recht erkannte den solariegos v. Castilla del Duero zu das früher citirte ley de las Cortes de Najera. Danach konnten diese despoblar sus solares y buscar otro señor, sin que al abandonarlos, er andres Recht hatte ausser ihnen zu nehmen sus bienes muebles, si les aprendia fugitivos, y recuperar sus solares, y si les prendia despues ó causaba algun daño, el rey deberia castigarles. Ausserdem, wann ein solariego v. einem señorio passirte zu tierra del rey, der señor jurisdictional de la que procedia podia occuparle ocuparle el solar, u. bevor 1 Jahr u. 1 Tag vergangen, no debia restituirlo al señor particular abandonado por el mismo solariego ó al que lo fuese divisero ó hereditario del lugar.

Diese leyes generales waren Echo u. Expression einer Menge v. fueros u. costumbres locales que otorgaban dieselbe faculté. Die fueros v. Logroño u. de Miranda z. B., vielen poblaciones communicirt, erklärten sin limitacion alguna la facultad de enajenar y aseguraron con la prescripcion, las heredades que los vecinos poseyeran tranquilamente año y dia. Der fuero v. Santa Cristina v. 1062 ermächtigte die vecinos para abandonar su casa y llevarse lo suyo dentro de ocho dias. El de Sepulveda v. 1076 erlaubte ihnen mudar de señor wann sie wollten. Die fueros des 12t Jhdts, sowohl die octroyirt by King als señores, anerkennen generaliter dieselben Freiheiten. Manche dieser fueros um zu verhindern dass die denen Ländereien repartirt wurden es unterliessen sie zu poblar, od. traficasen con ellas, zum Schaden des Gesammtinteresses, señalaban Zeitraum mehr oder minder largo, bis zu Abfluss dessen die pobladores den lugar nicht verlassen noch ihre heredades oder edificios verkaufen durften. So fuero de Escalona de 1130 etc etc, el de Murcia de 1266 (5 Jahre hier bestimmt), el del alcázar de Requena (10 Jahre) u. andre, ganz besonders aus dem 13t Jhdt. Mit diesen Beschränkungen über die Veräusserung der solares, meist verbunden das Verbot sie zu veräussern zu Gunsten v. Fremden, nobles u. infanzones, iglesias u. ordenes, od. Personen que no se someterian sometieran al fuero del lugar.

Aber obgleich solche libertaded libertades sehr verbreitet, so, während des ganzen 12 Jhdts u. noch Anfangs des 13t[,] waren sie lokale Privilegien, nur zukommend bestimmten Vasallen der respectiven Orte, d. h. denen der señores die die fueros octroyirten, weil die übrigen seguian sujetos á su ley, ausgenommen im Territorium de Leon u. in dem de Castilla del Duero, á que eran aplicables die 2 früher |57 erwähnten Gesetze. So ists, dass mit diesen fueros u. Gesetzen coincidiren andre aufrechterhaltend das alte Gesetz mit Bezug auf Gebundenheit an Scholle u. Verbot der Veräusserung der solares.

Es giebt nicht viele geschriebnen fueros die solche Verbote erhalten, weil solche Gesetze umgekehrt geschrieben um Privielgien Privilegien zu ertheilen, aber statt dessen verschiedne allgemeine Gesetze des 12t u. Anfang des 13t Jhdts; Reaction meist zu Gunst des rey (f. die ihm gehörenden coloni) u. der Pfaffen; so Alfonso IX in Cortes v. Leon v. 1188; Cortes derselben Stadt v. 1208; andre Cortes modificirten das Gesetz v. 1188, ohne aber die volle Freiheit dessen v. 1020 zurückzugeben, puesto que antes podian estos cambiar de señor, sin perder todo lo que tuviesen del antiguo, y ahora ya no podian hacerlo sino con este sacrificio.

Die Freiheit den Herrn zu wechseln ward schon betrachtet als consecuenzia consecuencia necesaria de la libertad propia de todos los hombres no sujetos á legal servidumbre: dagegen die zu veräussern se estimaba por gracia, que no debia alcanzar sino á aquellos que lo hubiesen logrado de quien podia denegarlo, por su participacion en el dominio de la cosa enajenable. Das erste Recht, auf allgem. Gesetze gegründet, weit verbreiteter als das zweite. Desswegen, zweifelsohne, los autores de las Partidas al recopilar los fueros más usados en Leon y Castilla, reconocieron á los solariegos el derecho de abandonar sus solares, pero no el de enajenarlos. Sie sagen vom solariego: „Este a tal puede salir quando quiera de la heredad, con todas las cosas muebles que hi oviere, mas no non puede enagenar aquel solar, nin demandar la mejoría que ai oviera oviere fecha, mas debe fincar al señor cuyo es; pero si á la sazon que el solariego pobló aquel logar, rescibió algunos maravedis del señor, ó ficieron alguna postura de so uno, deben ser guardadas entre ellos, en la guisa que fueron puestas.“ (p. 323) Als der rey Sabio  Zusatz von Marx. Bei Cárdenas, S. 323: el rey Sábio – Gemeint ist also Alfonso X.
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(Alfons X od. XI?)
, die Partidas promulgirte, bei ihrer ersten Erscheinung, noch nicht überall ⦗mit Bezug auf Veräusserung⦘ befolgt, aber sie sind conform mit den fueros dados in der letzten Hälfte des 13t Jhdt u. im ganzen 14t .

Die Cortes de Alcalá, v. 1348, in ihrem célebre Ordenamiento, erkannten an, dass der señor no podia tomar el solar á su vasallo mientras le pagara sus derechos, ni el vasallo venderlo sopena de confiscacion en beneficio del dueño; erklärten aber zur selben Zeit, dass der solariego welcher desamparara su solar, no podria llevarse ningunos bienes, ausser cuando se trasladara á alguna behetría propia del mismo señor ó á otro cualquier lugar von wegen Heirath, y dejando poblado el solar antiguo, para que el señor no perdiera la infurcion ni los demás derechos. Diese Cortes legten andre Restriction der Freiheit de tales vasallos auf, die sich nirgendwo [in den] antiguas cartas-pueblas findet, nämlich: cuanto un solariego adquiriese de otro ó de algun hidalgo, ó en montes no realengos ni abadengos, se tuviera como parte de su solar y como emanado de su señor, para todos los efectos del vasallaje. (324) Diese bienes sagt der Text habian de „correr al señor“, wurden also mindestens in Rechnung gezogen für die Bestimmung de la cuota de los demas tributos de los solariegos; dass estos zu leisten por ellos Huldigung u. servicios dem Señor, u. dass sie sie verlören sobald sie incurriesen en la pena de perdimientos de bienes. Das Gesetz jedenfalls sollte die Independenz der solariegos mehr beschränken, no permitiéndoles el uso del estado de hombres ingenúos ingénuos, |58 que pudiera darles la adquision adquisicion de tierras exentas y libres. Als Compensation gleichsam f. diese  Ausdruck von Marx.
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Sauerei
begünstigten die Gesetzgeber de Alcalá andrerseits die solariegos durch Fixation der causas die allein Anlass geben konnten zur Confiscation der solares u. durch die obgleich indirekte Anerkennung der Faculté sie an andre solariegos zu veräussern. Diess ein wichtiges Recht, befindlich in vielen fueros, aber nicht in den Partidas[,] u. dessen allgemeine gesetzliche Anerkennung grosser Fortschritt für die solariegos. Nach diesem Gesetz sollten sie nur verlieren ihre solares f. algunas der folgenden Ursachen: 1) wenn sie aufhörten dem señor zu zahlen die infurcion od. die übrigen derechos; 2) wenn sie venderian vendieran alguna cosa de su solar einem der nicht solariego desselben Herrn; 3) cuando despoblase el solar. In letzterem Fall musste der señor geben el solar á otro de sus vasallos naturales, y en su defecto, á quien no fuese de ellos, ó erigirlo en behetría. Diese disposiciones applicabel auf alle solariegos, seien sie de señorio particular, oder de behetria. (hier nach diesem selben Gesetz kündigte der Bauer die behetria feierlich auf dem Herrn mit dem er unzufrieden) In einigen (Privat) señorios Gewohnheit, dass der solariego ankündige seine Resolution de partirse de su señor, tocando una campana para señalar el momento desde el cual debia contarse el plazo de nueve dias, en que habian de vender su solar y llevarse lo suyo. Frey Pablos, comendador del hospital de D. Gonzalo de Carrion, en el fuero que dió á sus solariegos del lugar de Vega de doña Limpia, 1302, sagt: „Et el que quisiere desaseñorarse del nuestro señorio, que tanga la campana et que haya nueve dias á que venda el solar et á que lieve lo suyo.“ Die causas señaladas in dem Ordenamiento de Alcalá um die solariegos de sus solares zu berauben, eran las que ya venian establecidas seit dem 11t Jhdt in vielen lokalen fueros.

3) Tributos y servicios de los Solariegos.

Ausser der infurcion ó censo y de la martiniega, hatten alle Vasallen zu contribuiren mit den yantares, esto es, el hospedaje y manutencion del señor, cuando iba á posar en su casa, ó bien un tributo tasado en representacio representacion de tal servicio. Fernan Armentales, giebt als señor fuero á Melgar de Suso, eximirt de hospedaje die clérigos u. Wittwen während des ersten Jahrs der Wirthschaft; lo cual es prueba inconcusa de que los demás vasallos debian servirle contribuirle con este servicio. Fernando I, en 1062, eximió igualmente de él á los caballeros de Santa Cristina, Alfonse Alfonso VII, 1135, die Wittwen v. Balbas. Die vecinos v. Quintanilla de Osoña tenian tasado el yantar für 8 maravedis jährlich, die des concejo de Lena 50, 25 pour le seigneur u. andre 25 f. el merino, y asi en otros pueblos.

Die solariegos contribuent ebenso dem rey mit dem servicio de moneda, sagt una ley de Partida, en ellos (la behetria) „non ha el rey otro derecho ninguno si non solamiente moneda“. Tribut diess zur Anerkennung der souveraineté des rey, obgleich mit Ausnahmen durch privilegios locales; bestand nach den cortes v. Palencia v. 1286 in 10% de la cuantia ó caudal de los que posejan 10 od. mehr maravedis, excluidas las ropas, u. 5% de las haciendas menores, wenn sie nicht unter 5 maravedis; letzere letztere exempt vom impôt.

Starb das Haupt der family so zu zahlen Mincio, Nuncio ó Luctuosa an señor, i. e. ein Pferd, cabeza de ganado od. candidad cantidad de dinero, je nach den Orten. Viele Vasallen zu zahlen fonsadera, Kriegscontribution, auf die die nicht zum Krieg gingen, häufiger unter den vasallos realengos als unter den solariegos. In den ersten Jahrhunderten alle unterworfen der mañeria (wonach Herr beerbt alle die ohne Söhne sterben). In einigen Orten contribuiren die solariegos am fumage od. fumalga, tribut impronirt imponirt |59 auf jedes Haus wo se encendia fuego. Der lugar Cardeñaxemeno zahlte dafür 4½ sueldos für jedes Haus. (D. Manrique de Lara, señor de Molina, gab seinen Vasallen fuero el pedido nicht öfter als einmal per Jahr zu zahlen, vorausgesetzt dass alle beistimmten) Ausser diesen gewöhnlichen Beisteuern extraordinäre unter Namen el pedido; manchmal erhielten Vasallen durch fueros das Privilegium, nicht solche Tribute ohne ihre consentimiento [zu erheben]. In andern Orten pedido so oft wiederholt, dass es gewöhnliche Steuer ward.

Unter den Namen homicidios, rausos y calumnias empfingen die señores las multas de los delitos, gezahlt durch die Delinquenten selbst, y en su defecto por las villas de que eran ó se presumian que eran vecinos; diese aus dem deutschen Recht gezogne Gewohnheit hatte zum Zweck  Bemerkung von Marx.
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(imbécil!)
interesar á los pueblos en la conservacion de la paz pública. Eben diess so missbraucht, dass Alfonso VI zu limitiren hatten hatte die Praktik diese multas der villas, wo nicht nachweisbar durch Feuer- u. Wasserprobe oder Eid, dass sie die Residenz des autors des Verbrechens. In vielen Orten ½ der Strafe f. den señor des Ortes, ½ por el rey: in andern getheilt zwischen señor, juez, alcaldes, concejo y ofendido. Sein Quantum [variierte] nach costumbres, u. auch einige que gozaban el privilegio de no pagarlas.

Andre der cargas más pesadas de los solariegos era la del trabajo personal, bekannt unter dem Namen facendera, serna etc. Los servios siervos, al mejorar su estado, convertiéndose convirtiéndose en colonos forzosos de determinadas heredades, solian quedar obligados, sin embargo, al á servir al señor en lo que les mandara, sin más limitacion que su prudente arbitrio. Asi es que al dar Aldegastro Adegastro en 780 varias heredades al monasterio de Obona, previno que los hombres de criacion, que cedia con ellas, sirvieran al monasterio en cuanto les mandase, sin más derecho que el de ser mantenidos el tiempo que se ocuparan en su servicio. Después, cuando los colonios colonos einige Independenz gewannen, erhielten sie Fixation u. Determination de estos servicios, asi como, el alimento que habian de recibir del señor, cunando cuando los prestasen. ⦗Die solariegos die D. Pedro Ruiz dem Hospital v. Carrion gab, 1228, zahlten 20 sueldos f. jedes homicidio. Alfonso IX eximirt v. homicidio y rauso den Ort Castroverde 1197⦘ Graf Garci Fernandez, im fuero v. Castrojeriz, limitirt die persönliche Arbeit seiner Vasallen auf 1 Tag de barbechar, 1 de sembrar u. 1 Tag de segar. Fernando I, bei Geben á San Pedro de Cardeña die villas v. Villafria u. Orbaneja limitirt die Dienste der Colonen á labrar con bueyes dos veces al mes las tierras del monasterio, y á traer á éste todos los años el vino de sus viñas y la madera de sus montes. Andre fueros eximirten de toda facendera bald die neuen pobladores während des ersten Jahres ihrer Residenz, bald die welche kein Haus hatten, die neu Verheiratheten, clérigos u. Wittwen im 1t Jahr ihrer Witteschaft Wittwenschaft. Später verwandelte sich en servicio con animales de labranza, el que algunos vasallos prestaban ántes con sus personas, od. dieser verwandelte sich in bestimmte Geldleistung, vertheilt unter alle Abgabenpflichtige. (Carta de poblacion de Villaturde, 1278. Der concejo v. Lena redimió f. 900 maravedís annuos la facendera, la mañeria y otros tributos.)

Ferner kam hinzu Militärdienste, die velas u. sobrevelas, rondas u. escuchas, bestanden im guardar los castillos der pueblos ó sus avenidas, vigilando de dia y de noche en ellas ellos; trabajar in Reparation ihrer Mauern, Brücken, Wege od. Kirchen u. andre gemeinnützigen Werken que estaban á cargo de los señores. Ausserdem drückte die Vasallen das Monopol der señores auf gewisse Industrien od. Handel mit bestimmten Artikeln [der] ersten Nothwendigkeit.

Endlich, ausser vielen andern Vexationen, no casar ihre Töchter ausser á gusto y con licencia de sus Señores. Entsprang aus deren dominium über die Söhne\Kinder ihrer Colonen, der unterworfen auch die Männer ihrer Töchter. |60 fuero de Leon sagt, wer heirathet con mujer de señorio debia servir por la heredad que ésta tuviese en el; der fuero Viejo, dass die heredad libre de dueña hidalga verwandelt in tributaria wenn sie sich verheirathet mit hombre pechero. Hatte also zu servir el marido al señor de su muje mujer. So im Fuero Juzgo, übersetzt auf ordre des San Fernando, u. vielen Provinzen als Gesetz gegeben que „si el vasallo moriere e huviere fija é non fijo, la fija … finque en poder del señor é que la dé por casamiento á home convenible.“ Diese Sorte servidumbre später redimirt durch Tribut, die f. Heirathslicenz gezahlt durch die Tochter des Vasallen, hiess: ossas, bessas u. bodas. Dann vielen pueblos durch fuero Fixation u. Reduction dieses impôt gegeben, od. auch su exencion absoluta. (citirt fueros v. 1062, 1242, 1212 etc) Endlich abgeschafft v. D. Alfonso el Sabio in den Cortes v. Valladolid, 1258; aber viele Jahre noch blieb Erinnerung dieser mala costumbre in der der die reyes forzosos matrimonios de algunas mujeres mit bestimmten Personen zu befehlen, wogegen reclamirten Cortes v. Madrid v. 1339, u. die von Alcalá, 1348. Andre verschiedne Reliquien der primitiven Lage der solariegos, später verwandelt in freie Colonen. : Sie konnten nicht fiar á ningun hombre contra otro, er sei denn ein Jude, od. wenn der señor Licenz gab, u. wann sie recibian agravio no podian querellarse á sus señores mehr als einmal. Die Gesetze beschützten ihr Leben nicht wie das der Hidalgos. Alfonso XI in den Cortes v. Alcala 1348 verbot die labradores zu tödten, die sich nicht mit Waffen vertheidigten, lo cual solia hacerse nach dem was dies Gesetz sagt, para saña contra sus dueños, para espantar á los demás solariegos propios de los mismos y obligarles á dejar sus solares, acogiéndose á los del homicida. Die Cortes wagten nicht diess Verbrechen zu strafen ausser durch multa v. 6000 maravedís, excepto en las tierras que tuvieran por fuero el de matar por justicia á quien mataba sin ella.

Die Ordenanzas viejas v. Toledo – sofern einige solariegos unterliessen de labrar ihre solares, um in Pacht zu nehmen andre tierras in Orten die nicht ihren señores gehörten – verfügten dass soweit diese tierras hätten que pudieran labrarse por renta, por vallasaje ó por terrazgo, no tomaran en arrendamiento los vasallos ningunas otras, so pena de perder lo que sembraran. (330, 31)

4) De la recomendacion ó incomunion de tierras y personas.

Trotz aller Lasten u. Vexationen auf die vasallos solariegos ihr Loos vorziehbar, namentlich während der ersten 5 Jhdte der castillanischen Monarchie dem allertraurigsten der hombres libres de escasa fortuna. Wer sich nicht erwählte einen señor, stets exposed ihn wider Willen zu haben u. seine kleine Habe u. seine persönliche Freiheit zu verlieren. Diess führte zu neuer Art vasallaje, entstanden aus dem Contract de recomendacion oder incomunion. Freie Familien, arm u. schutzlos, überlieferten sus cuerpos u. andresmal ihre hacienda einem mächtigen señor, Kirche od. Kloster, mit Versprechen ihm als Vasallen zu dienen im Austausch für patronicium patrocinium, behielten sich vor, bald das Recht ernährt u. erhalten zu werden auf seine Kosten, bald lebenslängliche Pension, od. temporären ususfructus v. allem od. Theil der Güter die sie ihm übermachten; u. wenn der Patron era eclesiástico, ausser de tener á su favor la inmunidad der Kirche, erfolgten die specialen bienes y gracias espirituales geboten den Cristen Christen, die mit ihrer Habe zum Glanz des Cultus beitrugen. Führt solche Beispiele an v. 1031, 1063. Am besten dran die es fertigbrachten encomendarse al rey od. einem Prinzen der kgl. Familie. Beispiel v. 1195 (unter Alfonso IX v. Leon) Die häufigsten recomendaciones |61 der Kirche gemacht; Laien bildeten dadurch hermandad mit den monges u. nahmen theil an ihren weltlichen u. geistlichen beneficios. Beispiele v. 1170, 1240. Manchmal auch solche Contracte gemacht, um sich Ungestraftheit zu sichern f. Verbrechen u. die legitime Action der Justiz zu verspotten; viele Verbrecher übergaben sich mit ihren Gütern so dem patrocinium eines señor ó de algun pariente del agravado agraviado; manchmal der señor od. rey selbst, der sie strafen sollte. Beispiel v. 1022. Manchmal dabei express der Protection gegen Justiz proklamirt.

Die recomendaciones fielen in desuso im Mass wie die öffentliche Autorität Gewalt gewann u. verschwanden als die unmittelbare Abhängigkeit vom rey ó la vecindad en las villas y los concejos libre libres fué un estado mas seguro que el de del vasallaje solariego. Die reyes um ihre Gewalt zu vermehren u. consolidiren, die señores um die ihrige zu conserviren, traten in Konkurrenz, um Vasallen anzuziehn, jeder Vortheile bietend y procuranda procurando sie den andern zu nehmen. Meist angestrebten Vortheile waren die persönliche Freiheit u. die Reduction der Tribute; König musste darin den andern den Vorrang ablaufen. Im 14 u. 15t Jhdt verliessen sogar die solariegos ihre señores um in den villas u. ciudades realengas die den Kronvasallen angebotnen Freiheiten zu geniessen. In diesen Jahrhunderten beweisen die petitiones u. acuerdos der Cortes den heftigen Kampf zwischen Krone u. señores die meisten Vasallen zu gewinnen. Vorher war verfügt worden, dass los de realengo, que pasaran á algun señorio, sich mit Bürgschaft verpflichteten gewisse Anzahl Jahre auf die tierra del señor zu bleiben. D. Fernando IV, auf Petition der Cortes v. Valladolid, 1307, befahl dass diese Obligationes ungültig u. trotz derselben solche Vasallen nach Belieben zum realengo zurückkehren könnten. 1325 petitionirten die Cortes v. Valladolid dasselbe f. die Vasallos del abadengo, ohne dass sie ihre mobilien u. Immeubles verlören, u. fortfahren dürften zu bearbeiten od. verkaufen die sie im abadengo zurückliessen; Alfonso XI befahl, dass dem so sei, nur hätten solche Vasallen von der solche tierras procedirten, sus derechos fueros zu entrichten. Damit das Haupthinderniss der Freiheit der vasallos de abadengo weggeräumt. Cortes v. Valladolid v. 1331 klagen dass einige Herrn, verkennend das Recht ihrer Vasallen para mudar de domicilio, rückbehaltend die solares welche sie verliessen vermittelst Zahlung der infurcion, ihnen die solares wegnahmen unter Vorwand dass sie nicht in ihnen wohnten; rey D. Pedro befahl proveer en justicia wenn die Agravirten Klage erhöben. Dieselben Cortes reclamirten gegen los labradores de realengo y de abandengo abadengo die sich zu Vasallen mächtiger Herrn machten, um die pechos zu verweigern; König erklärte solche vasallaje für ungültig. Cortes v. Valladolid, 1385, verlangten remedio gegen señores die mit unerträglichen Tributen die Güter belasteten, die Vasallen verliessen um an andre Orte wohnen zu gehn, wenn sie nicht wagten sie öffentlich zu occupiren. Aber andre señores boten grössere Vortheile den Vasallen; daher Cortes de Burgos, 1430, klagten dass viele vasallos realengos in pueblos de señorio übergingen; rey erklärten, die das gethan seit letztem Jahr od. im folgenden thun würden, hätten zu zahlen für die verlassenen Güter pedidos, monedas u. alle übrigen Abgaben. So reducirte sich die Zahl der vasallos solariegos u. verbesserte sich die condicion aller propiedades tributarias, bis sie sich verwandelten in propiedades de juro de heredad, gravadas con ciertos censos ó cargas, en dinero ó frutos, únicas reliquias de su estado primitivo.

Cap. IX Vom servicio militar de los propietarios de tierras.

Vom König gegebner Grundbesitz als propiedad absoluta, en prestimonio, mandacion, encomienda etc verpflichtet jezt zum Kriegsdienst. (bei den Wisigothen war diess verbunden mit estado de subdito des Königs); in Castilien jedoch nicht strikte Pflicht der Krone tierras zu geben, wie es war Gabe v. ⅘ der dem Feind genommenen Beute; wurzelte aber bald als Gewohnheit ein; reyes gaben aber auch vielen die keinen Dienst geleistet. rey gab diese Güter – die nicht sein Privateigenthum – en heredamiento, od. en tierra od. honor. Mit der Zeit bestand der grösste Theil der tierras del reino aus solchen Gütern emanirt v. der Krone, machte zu ihrem Vasall, wurde Basis u. Fundament des Kriegsdienst, wichtigsten des Staats in dieser wesentlich kriegsführenden Gesellschaft. Dieselben Verhältnisse die die propiedad schuf zwischen Kronen u. ihren unmittelbaren |62 Vasallen, andrerseits zwischen diesen u. ihren vasallos particulares.

Mit der Zeit erhielten Sold nicht nur die die no tenian tierra, sondern auch viele die la disfrutaban.

Capitulo X. La jurisdiccion como fruto de la propiedad.

Con una poblacion escasa, aglomerada en las alturas de las montañas, al amparo de sus castillos y que apenas podia cultivar las tierras mas inmediatas á ellos, ¿que valian valor habian de tener las otras incultas ó lejanas? (342) Daher meist las mercedes de tierras con los hombres, colones colonos ó habitantes que les daban valor. (342) Los hombres que se daban con las tierras no habrian tenido tampoco valor alguno, si como colonos libres, hubiesen podido á su arbitrio trabajar ó no en ellas ó hacerlo mediante la retribucion que ellos fijasen segun el precio comun de los jornales. Dar colonos era, pues, trasmitir á otro el derecho de recoger el fruto del trabajo forzoso de ciertos hombres, prestado á voluntad del propietario, y con menor retribucion que la del trabajo libre. Este derecho supone en quien lo ejerce dominio y potestad sobre aquellos hombres, pues no de otro modo habria seguridad de hacerles producir y mantener con sus obras el valor de las tierras adquiridas. Diess führte natürlich al de mantenerles in en paz, corregirlos, defenderlos, ampararlos, obteniendo los provechos consiguientes á estos beneficios, segun las costumbres de la époque. Daher mit den tierras etc auch imperio y jurisdiccion en ellos (los colonos) y los emolumentos, entsprechend dieser Autorität, wie las multas y los impuestos debidos al soberano por razon de gobierno. Also, aus riguroser Consequenz der Nothwendigkeit de dar las tierras sin valor, con hombres que se lo prestasen, vino á ser circunstancia inherente al dominio de gran parte de ellas el ejercicio de la postestad potestad pública, más ó ménos limititada limitada, segun la participacion que en la misma tenia á bien reservarse el soberano. Er übertrug sie selten ganz, aber das unmittelbare u. lokale über die Vasallen des Bodens den er weggab, war fast immer unida al dominio de las mismas tierras, namentlich in den ersten Jahrhunderten der kastillan. Monarchie. (342, 343) Hidalgos, caballeros, iglesias, monasterios erhielten diess. (343) Grade die Jurisdiction verschieden. In einem Fall die tierra das principal u. Jurisdiction accesorio; im andern umgekehrt. Das erste, wenn gegeben villas ó heredades por juro de heredad, en tierra o en honor ó feudo; das Zweite wenn gegeben en encomienda, prestimonio (od. préstamo), en mendacion mandacion od. en señorio; ferner mit der potestad que el soberano delegaba, se entendia por tales titulos conferido el derecho á disponer de los terrenos incultos de la demarcacion respectivas respectiva. (343)

Die Könige gaben diese potestad auch den villas, betrachtet als juristische Personen; seit 11 Jhdt begannen sich zu errichten viele concejos in corporaciones independientes de todo señorio local, atribuyendose al comun de vecinos los mismos derechos y facultades que correspondian á os los señores dueños de otras villas. reyes begünstigten das schon als contrepoids gegen die wachsende Macht der nobles. Diese villas hiessen sobre sí, besassen collectiv die nicht angeeigneten tierras, montes, aguas de sus terminos, verfügten über sie wie señores particulares, ernannten ihre eignen justicias, verwandelten ihre caudales públicos vermittelst ihrer eignen Delegirten, hingen immediat v. König ab u. steuerten ihn mit ihren impôts. Ihre condition indess verschieden, je nach der grössern od. mindern autoridad deponirt en el comun de vecinos. Viele hatten señor, i. e. Delegirten des rey, der seine Person repräsentirte, é hiciese efectivos sus derechos. So  Bei Cárdenas, S. 346: Vitoria
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Victoria
, hatte señor que nombraba los merinos y sayones; aber durch fuero v. 1181 fielen diese Aemter auf seine moradores, |63 u. wollte alguno de tales ministros gewaltsam entrar in ein Haus u. etwas herausnehmen, konnte morador ohne alle multa ihn tödten. (346)

Noch mehr stieg die Zahl der villas libres im 14t Jhdt: die señores, namentlich Bischöfe, ahmten darin manchmal die reyes nach.

Ohne geschriebnen Titel übten die völligste Jurisdiction aus die duques, condes y marqueses. Alfonso X erhält u. erkennt ihnen diese Jurisdiction in ihren eignen tierras an; suprimirte die der meros infanzones od. hidalgos denen sie nicht ausdrücklich übertragen. Alfonso XI erkennt an, dass die Civiljurisdiction – durch proprietäre – erwerbbar durch Verjährung von 40 Jahren, die Criminaljurisdiction in 100 J.

Im 13t Jhdt fingen die reyes an sich ausdrücklich vorzubehalten in einigen cartas de señorio, u. namentlich en las de abadengo, el conocimiento der últimas apelaciones, u. zur selben Zeit begann der Kampf darüber zwischen Krone u. vielen señores, dem das Gesetz v. D. Juan I, 1390, Ende machte.

Capit. XI. De la facultad de enajenar las tierras.

Die restringirte Veräusserlichkeit der propiedades, die nicht heredamientos waren, begann nicht vor dem 11 Jhdt. Bis dahin nicht nur prestimonios, encomiendas, mandaciones u. tierras wegen ihre precären Qualität inalienable, sondern absolut der grösste Theil der solares der solariegos, da fast ganz allgemein el fuero llamado de mañeria. Diese Inalienability f. die meisten Sorten Eigenthum nothwendig f. diese Gesellschaft; die restricciones des Bodenbesitzes hielten sujeto el hombre al hombre, base esencial de toda disciplina. (357) Uebrigens schon in der wisigothischen Monarchie die curiales u. privados de córte, intermediäre Klasse zwischen nobles u. libertos u. siervos, ermangelten der Freiheit ihre Güter zu veräussern, damit der Staat ihre Dienste u. Emolumente die sie zu leisten nicht verlören verlöre; die libertos u. colonos hatten eben so wenig freie Verfügung über ihre Güter u. peculium. Diess wurde dann auf andre Personen (die Vasallen des Königs) angewandt, nicht f. ihre Erb[-] u. Familiengüter, die sie schon ganz frei in der Monarchie v. Asturias besassen, sondern für die v. der Krone neu erworbnen. Aber die restrictiones schwer zu erhalten bei der beständigen Gelegenheit die Erobrung neuer u. reicher Territorien bot de mejorar de estado y de fortuna. Jedesmal wenn sich  Bei Cárdenas, S. 358: nuevas pueblas
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nuevos pueblos
machten u. sich Ländereien mit vortheilhafteren als den gewöhnlichen Bedingungen vertheilten, was nothwendig um neue pobladores anzuziehn, waren die alten stimulirt ihre pobres heredades aufzugeben. In Spanien daher besondre Gründe, nacidas del estado permanente de guerra en que vivian los cristianos welche die Feudalinstitutionen weniger langlebig in Castillien machten. fuero de mañeria abgeschafft oder redimirt mit fixen tributos. Dann Verkauf der tierras solariegos erlaubt an andren Vasallen desselben Herrn mit seiner Autorität, häufig mit laudemium, fast immer mit tanteo, schliesslich erlaubt jeder Person die solares zu verkaufen que hiciese por ellos der fuero acostumbrado, mit Ausschluss an ricos-hombres, infanzones, iglesias, monasterios, die diese Obligation nicht erfüllen konnten; oft mit Verbot [an] vorbestimmtem Termin zu verkaufen, damit die ersten Adquirenten v. tierras durch repartimiento nicht damit schacherten, statt zu poblar. Diese trasformaciones nicht in stricter chronologischer Ordnung, sondern wie alles im Mittelalter die heterogensten Institutiones gemischt u. durcheinandergewirrt; aber die concessiones concesiones u. confirmaciones de tierras, mit den erwähnten Bedingungen v. mehr od. minder Freiheit, wiederholten sich más frecuentemente por el orden sucesivo indicado.

Da das Grundeigenthum Hauptband, seine Transmission wichtig f. den quien tocaba el señorio. Ricoshombres, infanzones poderosos, caballeros zahlen nichts wegen Immunität, ebenso Klöster u. Kirchen. Im Mass daher, wie die Veräusserungsverbote fielen, begannen die hacerlo á hombres poderosos u. kirchlichen Corporationen. (beginnt schon 1020) (mehr u. mehr bestätigt durch allgemeine Gesetze.[)] (u. cartas pueblas) (u. fueros)|

64

 Zusammenfassend von Marx in eigenen Worten.
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(Es war diess sowohl Interesse der Könige, wie der señores u. Bischöfe etc, die den solariegos Veräusserungsrecht einräumten, um ihre derechos nicht zu verlieren; hatten also dasselbe Interesse das Eigenthum in der Hand der Bauern\Bebauer zu halten, das die Kapitalisten haben es ihnen zu entziehn.[)]

Einerseits (wie namentlich ersichtlich aus dem Libro des Don Manuel im XIII Jhdt) die naturales (die vecindad mit dem señor en sus dominios hiess naturaleza) traten immer mehr in engeres Band mit den señores; wurden ihre Soldaten u. Vasallen: andrerseits wuchen wuchsen die rentas der Krone mit ihren conquistas y su riqueza muebla mueble con la general del Estado, lo cual introdujo y generalizó la costumbre de dar dinero y frutos en lugar de  Bei Cárdenas, S. 363: tierra
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tierras
para constituir el vasallaje. De modo que si por una parte los naturales venian á prestar casi el mismo servicio que los vasallos, y por otra podian éstos tenerse sin darles tierra de que dependiera su condicion, la propiedad territorial no era un vinculo tan necesario y entre el Estado y el individuo, ni su inalienabilidad un elemento tan indispensable de la constitucion y disciplina de los grupos sociales. Damit wurde abgeschwächt el rigor de las antiguas leyes que procuraban mantener las propiedades realengas, las de señorio y las de abadengo en sus poseedores respectivos.

Damit verloren diese Gesetze ihren politischen Character, erhaltend nur ihren économico u. fiscal. Ein Interesse dieser Art diente ihnen seit dem 15t Jhdt zur Hauptbasis. Der  Übelstand
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mal
dieser adquisiciones war in der Abnahme der tributos de las propiedades pecheras, que pasaban á poder de exentos; dem dadurch abgeholfen dass tales propiedades gravirt mit impuestos blieben, wer immer davon Besitzer wurde. Die nobles reclamirten Immunität; die Plebejer führten an dass con no poder vender ihre bienes frei, diese Theil ihres Werths verlören u. sie daher nicht tributos zahlen könnten. D. Juan II in Cortes v. Zamora, 1432, verfügte, dass die bienes pecheros que pasaran á abadengo fortfahren sollten zu steuern, pero no los que se transfiriesan transfiriesen á hidalgos. Trotzdem erwarb die Kirche neue Güter. In cortes v. Valladolid, 1447, eximirt er sie wieder v. den Steuern der neuerworbnen Güter; aber zur Zeit ihrer Adquisition sei das erarium ⅕ ihres Preises zu zahlen. Auch das hatte nicht Effect. Im 16t Jhdt brachte es die amortizacion eclesiástica weiter als je vorher.

Ursprünglich werden die Güter immer als Familiengüter geltend gemacht. Der grösste Theil der escrituras de enajenacion der ersten Jahrhunderte der Monarchie v. Castilla sind octroyirt v. den Herrn der bienes mit ihren Weibern u. hijos, wenn sie sie hatten; deren Concurrenz keine blosse Formel, sondern acto de renuncia implicito implicita del derecho que tenian para impedirlos od. impugnarlos después. „Si algo alguno de mis hijos ó de mis parientes tratare de invalidar esta donacion ó esta venta, sagen fast alle alten Schriften, sea maldito y no tenga parte en el paradiso paraiso.“ (p. 364) (Diess bester Beweis des Rechts supponirt in den familias á que no salieran de ellas los bienes de sus individuos) Ebenso bezeugen diese primitiva costumbre die fueros particulares u. las leyes generales. Das Retractrecht der Familie erhielt sich sehr strikt con grande amplitud in Vizcaya wie in Aragon u. Navarra.

Capitulo XII. De la herencia de las tierras.

Nach dem kastilischen Recht – wo germanisches  Zusatz von Marx.
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⦗nicht wisigothisches⦘
Recht prävalirte die hijos betrachtet als coparticipes en la propiedad del padre. Daher Zuflucht zur Adoption (prohijarse) um Fremde zur herencia zuzulassen; z. B. die Gatten sich wechselweis bei Abschluss der Heirath, u. so bis zu ihrem Tod der hijos kein Recht auf ihre legitima, so adoptiren. La oblacion de los hijos á las iglesias andres Mittel para que estas participaran de |65 su herencia, mit exclusion od. con mengua al ménos, del derecho de aquellos.

In Bizcaya Recht wie in Castilien der fijos hijos auf die ganze herencia der Väter u. zu gleichen Theilen; hier bis zu dem Punkt dass daher jede Confiscation de los bienes raices verboten. Später hier dem Vater das Recht zuerkannt en vida ó muerte sein bewegl. u. unbewegl. Gut irgend einem seiner hijos od. Descendenten zu geben, immer reservirend tanto de tierra poco ó mucho f. die andern hijos. Dies selbe Gesetz regierte in Aragon u. Navarra, d. h. die Provinzen die am zähsten ihre Primitiven Gewohnheiten erhielten; scheint daher dass dies Gesetz war in Spanien schon vor der Invasion der Römer. Diess urspanische Recht dann  Zusatz von Marx.
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(?)
– der freien testamentificacion paterna entro entre los hijos [–] kämpfte einerseits mit dem kaiserlich römischen Recht (Justinian), welches legitima f. die Kinder fixirte, u. dann mit dem german. Recht welches ihnen por igual die ganze väterliche Erbschaft zuwies; aus der fusion u. transaction dieser antinomischen Rechte, so dass eins od. das andre vorwiegt, gingen die verschiednen Gewohnheiten in den span. Provinzen hervor; Beweis davon liegt vor in den alten Dokumenten u. Beispiele jeder Art davon liefern die Archive des 11 u. 12 Jhdts. Z. B. zur Seite der Gewohnheiten in Castilien u. Leon, die das alte Recht der Söhne durch fictiones juris (wie der Affiliation) reducirten, aber zugleich die Grenzen der Freiheit der Väter fixirten, prevalecia in Oviedo dieselbe primitive Gewohnheit der freien testamentificacion wie in Aragon u. Bizcaya. (Fuero f. Oviedo v. Alfonso VII, 1145) Mit der Suppression der mañeria erwarben die Eigenthümer das Recht de testar u. die parientes das heredarlos, beide Rechte mit verschiednen limitaciones. Verschiedne fueros, die die mañeria abschaffen, bestimmten als Consequenz, wer anstatt der señores habe zu folgen in die Güter des Vasallen.

Die Gesetzgeber des 11 Jhdts strebten das Recht der Väter (auf Erbschaft der hijos) zu generalisiren, aber so alt die Gewohnheit dass Alfonso X nicht wagte es im Fuero real zu publiciren, ausser für den Fall wo die hijos ohne Testament stürben, declarirend, wer keine Descendenten habe, könne über das seinige verfüge wie er wolle, ohne Prejudiz however für die kgl. derechos. Vergebens señalaron die Partidas den Ascendenten ihre legitime Portion u. bestimmten die causas wodurch sie allein enterbt werden konnten; aber diess neue Recht erst zugelassen in Castilla ⦗in Castilla hatte die alte Gewohnheit vorher geherrscht (germanica[)], welche die Ascendenten ausschloss v. der Erbschaft ihrer Descendenten y attribuia atribuia los bienes troncales á los parientes de las lineas de su procedencia⦘ durch Cortes v. Toro v. 1305 1505, aber verordneten zu beobachten, wo sie existire die Gewohnheit de tornar los bienes troncales á su raiz. ⦗altes Recht de los parientes á sus bienes troncales⦘ ⦗das neue zog die parientes in Conkurrenz mit ihnen vor⦘ Das Recht der conjuges bald auf die bienes gananciales, bald auf einige Participation in ihren herencias respetivas respectivas, beschränkte auch die Succession der parientes. Der fuero v. Alfonso VIII, zu Pampliega, 1208, erklärte valid die donationes inter conjuges u. die pacta, die sie machen würden, damit der Ueberlebende den usufruct aller bienes de ambos bewahre.

All das Vorherhergehende Vorhergehende bezieht sich auf Testamentification über bienes de juro de heredad; nicht auf tierras, encomiendas, honores, mandaciones, honores, prestamonios condados, prestimonios; diese kehrten zum Staat zurück, wenn nich nicht die escritura de su enajenacion anders verfügte. Verwandelten sich auch in perpetuas propiedades indirect, wenn an Kirche, Kloster od. Corporation gegeben. Seit dem 10 Jhdt geben auch die Könige sie, wenn durch den Tod der (Particular) Inhaber vakant geworden, an deren Söhne.

Wo fuero de la mañeria, mussten die señores mit mehr razon succeder in den heredades die die Väter (Vasallen) nicht erblich besassen, sondern vitalicios od. temporales, kehrten bei deren Tod v. selbst an die señores zurück. Limitationes dieses Rechts an einigen Orten. Kommt kaum noch Erinnerung daran vor in den Dokumenten später als 13t Jhdt. Viele propiedades auch in erbliche verwandelt durch die usurpaciones erleichtert\veranlasst durch die Kriegsunfälle y la falta de gobierno; fanden auch statt (die usurpationes) auf encomiendas, tierras u. mandaciones.|

66

die Gewohnheit dass die Söhne den Vätern nachfolgten in dem was diese v. der Krone hatten, generalisirte sich täglich mehr y áun se consiguió en muchos fueros y repartimientos de tierras de conquista.

In den feudos propios erbten nur Söhne, bei ihrem Mangel los nietos por linea masculina bleibend alle verbunden zu servir al señor; die Ascendenten niemals zu dieser Erbschaft berufen. Der Bruder allein konnte optar á ella wann el feudo octroyirt worden war al padre ó al abuelo, ó el mismo habia contribuido á comprarlo con su hacienda. Wenn keine Descendenten, noch hermanos con estas circunstancias, debia revertir el feudo al señor. (gab wenige eigentliche feudos in Castilian)

Manchmal procuraban die reyes mantener la indivision der heredamientos que daban á sus vasallos; dadurch fuero od. kgl. Befehl vorgeschrieben, dass sie nicht theilbar.

Ebensowenig die tenencias theilbar, nachdem sie erblich geworden; ebenso die tierras y rentas que daba el rey en pago de servicios.

Mit der fortschreitenden Erblichkeit der tierras – die untheilbar, u. wobei die Wahl eines der Söhne zum Erben zum Streit führte – Gewohnheit adoptirt immer wo möglich den Erstgebornen vorzuziehn.

Als die tierras schon de derecho erblich geworden, wurden es auch sowohl die alten señorios als die neu ertheilten; stand nicht im Weg Unfähigkeit wegen sex etc, da schon adoptirt usus durch Delegation od. Representation die autoritad od. den service zu erfüllen u. daher Niemand unfähig para tales succesiones sucesiones. Partidas hatten erklärt dass mujeres podian en ciertos casos Jurisdiction ausüben.

Die propiedad folgte dem Gesetze, das es unter allen Klassen zu difundiren strebte, v. allen Fesseln zu befreien, die seine freie Circulation hinderten u. v. den vinculos que la unian con la cosa pública, wurde erblich in allen sus grados y manifestaciones, en provecho exclusivo de los parientes.

Es verschwanden jedoch im 16 Jhdt señorios, encomiendas, tierras; aber sie modificirten ihre inneren Bedingungen dermassen, dass weder die señorios eine wahre propiedad territorial bedeuteten, weil sie vielmehr Privilegien wurden que una consecuencia de ella, ni las encomiendas llevaban apénas consigo cargos de gobierno, ni las tierras lo eran en realidad. Das Land hörte damals auf fast exclusiv durch den propietario feudales regiert zu sein, lo cual daba á su gobierno el carácter de una federacion, si no por la fuerza que le comunicaba el monarca en union con la iglesia. »Die centralizacion monárquica hatte den Mangel de desvirtuar considerablemente los caractéres sociales de la propiedad territorial

Libro IV. De la propiedad territorial en el reino de Navara Navarra.

Capit. I Alodialgüter.

Eine (perhaps die) der zurückgebliebensten Provinzen. Die röm. Civilization war nicht eingedrungen in die alte Vasconia; die Gothen besiegten verschiedne mal seine Einwohner, ohne zu ruhiger u. perpetuirlicher herrschaft Herrschaft zu kommen. Beim Sturz der wisigothischen Monarchie fehlte es hier also zur Reconstitution der Gesellschaft an den Civilisationselementen, die die andern v. Römern u. Gothen empfangen.

Man weiss nichts davon was die vascones thaten seit ihrer letzten Rebellion, al darse die |67 Schlacht v. Guadalete bis Ende des 9t Jhdts, wo ihre Geschichte sich wieder authentisch anknüpft.

In Navarra el rey betrachtet als dueño primitivo del territorio por derecho de conquista, in welchem Character er seinen Vasallen es repartió als absolutes Eigenthum, en honor, o á censo, u. sich Theil reservirte, um sus frutos zu recibir od. damit neue Vasallen zu versorgen.

In Navarra Alodialländereien, die nicht pecho zahlten al rey od. dem señor des Orts, obgleich ihre dueños anderartig zu contribuiren hatten; heredades in deren dominium Krone sich keine Participation vorbehalten. Diese alten propiedades müssen fast völlig verschwunden sein, weil keine Erinnerung davon in den Dokumenten der reconquista, dagegen viele Zeugnisse der dura servidumbre der im allgemeinen alle tierras unterworfen. Die privilegios, fueros y cartas-pueblas der X u. XI Jhdte zeigen die traurige Lage v. Personen u. propiedades in der vorhergehenden Periode u. indice v. Abwesenheit socialer Organisation. Scheint dass die alten freien propiedades aufhörten es zu sein, sei es durch Kriegszufälle, sei es – wovon viele Spuren – dass ihre Herrn, um sie zu vertheidigen sich recommendirten an caudillos poderosos.

Ferner Alodialgüter die adquiridas por prima primera ocupacion; hiessen hier presenes; Vasallen hatten das Recht de ocupar u. labrar las tierras incultas worüber rey nicht verfügt; diess nicht wie in Argon Aragon privilegio general aber exclusives der Infanzones, sondern wie consignirt in fueros municipales aller hombres capaces de adquirir propiedad in den lugares respetivos respectivos. Durch den uso – der 10 Jahre gedauert – verlor sich diess Recht. König D. Sancho Ramirez in fuero de Arguedas 1092 sagt á los vecinos: „Rompereis y cultivareis los yermos que querais … En vuestras presenes non entredes unos sobre otros ata el cabo de diez aynos  Zusatz von Marx.
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⦗i. e. años⦘
“ (p. 387)

Diese adquisiciones betrachtet als de juro de heredad, ohne geschriebnen Contrakt, u. also solche keine Lasten auf ihnen. Aber die Freiheit dieser tierras schloss nicht nothwendig die persönliche ihrer Besitzer ein. Die dueños de presenes, wie alle andern Besitzer v. tierras, zu Kriegsdienst unter bestimmten Umständen verpflichtet; derselbe fuero de Arguedas erklärt diese allgemeine Obligation ausdrücklich, mit der de pagar los cabezas de casa ciertos tributos al señor de la villa ohne irgendwelche Ausnahme.

Als Alodial auch betrachtet die tierras die der König freiwillig gab, ohne gravamen v. censo od. Dienst, sei es als renta f. die ricos-hombres, sei es que las poblasen sus vasallos; ursprünglich zahlreich verminderten sie sich sehr, nachdem die infanzones, die sie direct adquirirt von der Krone, sie andern Besitzern in der Qualität v. tributarias übermacht.

Grösserer Theil der Alodialgüter in späteren Zeiten in Navarra, wie anderswo, die die ursprünglich censitarias censatarias, später ihre Freiheit erlangt durch mercedes speciales des rey; diese bald gegeben an particulares für bestimmte Ländereien, bald an alle vecinos de alguna villa ó comarca. (p. 387) Im 12t Jhdt diese Concessionen ausgedehnt bald auf alle vecinos de varias ciudades y villas, deren repoblacion u. Vertheidigung den Staat interessirte, bald auf gewisse sociale gerarquias, um sie zu stimuliren gewisse Orte zu bevölkern. Zu letzter Klasse z. B: im fuero del Arcos de 1175 erklärt Sancho VII dass die heredades pecheras die die infanzones in dieser villa erwürben, durch das allein infanzonas infanzones blieben u. desshalb frei v. allen censos u. tributos früher dem rey gezahlt; doch ohne Prejudiz der derechos, die der dueño superior ó directo, wenn solcher, auf die heredades haben könne.|

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Capitulo II. Vom estado de las personas mit Bezug auf die tierras.

1) Infanzones.

Ursprünglich hidalgos u. infanzones, villanos u. siervos; diese wieder in vielen Untertheilungen. Infanzon waren die ricos-hombres, die señores solariegos, die infanzones de abarca, die caballeros u. die meros infanzones.

villanos waren realengos, abadengos, solariegos, wie in Castillien; aber die solariegos wieder getheilt in collazos, encartados, caseros, de cosiment ó comida, y de soldada.

Siervos [waren] die moros des rey od. die Particular Señores, u. ausserdem viele Christen bei deren die erbliche servidumbre fortdauerte.

Ausserdem ruanos od. francos, wozu gehörten die extranjeros u. forasteros, die kein Particularband der Abhängigkeit vom rey u. doch zwischen den übrigen Vasallen lebten, mit mehr Freiheit als sie u. gewissen Privilegien. ⦗König Philipp I: „Entendiendo dass im Königreich Navarra ay muitos fueros et diversos et contrarios, dont se siguen muitos males et daynos á los del Regno … mandamos que segun las tres condiciones, que son en el Regno, es á saber, Fidalgos, Ruanos et Labradores, se han ordenados ordenado (f. jeden respective) tres Fueros: luno es clamado de Fidalgos: el otro de los Ruanos: el otro de los Labadores Labradores, et que todos los otros Fueros del Regno de Navarra sean reductos á estos, salvando á cada sus franquezas et libertades“. (dies 3 fueres fueros wurden nicht redigirt.) (389, 390) (folgt dass zur Zeit v. Felipe I die siervos keine Klasse mehr in Navarra bildeten)

Ricoshombres … … u. die infanzones poderosos denen der rey en honor villas ó castillos f. ihre Administration u. gouvernement gegeben, od. Renten equivalentes en premio de sus servicios. Sie bildeten el tribunal de Córte, wo gerichtet werden musste über die navarros; proclamirten die neuen reyes durch Schilderhebung u. nahmen Theil an ihrer Wahl, wenn kein legitimer Nachfolger; ihrer cargos u. haciendas nur beraubbar bei gewissen Vergehn; genossen en los lugares de sus honores gewisse Feudalrechte u. Prärogativen.

Señores solariegos, wie in Castilien, die dueños de villas ó heredades pobladas de collazos ó vasallos, mit mehr od. minder limitirter Jurisdiction über sie, u. v. denen sie pechos u. verschiedne Dienste erhielten.

Infanzones de abarcahombres de linaje que se ocupaban en la labranza u. tierras v. der Krone besassen mit faculté sie bis auf 3t Generation zu transmittiren u. auch sie an Infanzones ihrer Klasse zu veräussern. Caballeros … die infanzones, die erhalten órden de caballeria de manos eines rico-hombre od. caballero, se ponian á su servicio od. dem v. andrem señor para hacer [la] guerra á sus ordenes y con su sueldo. Ihre Obligationen u. Rechte wie die derselben Klasse in Castilien. Konnten Herrn verlassen wenn er sie nicht zahlte, llevandose las presas que habrian hecho; im Krankheitsfall durch Verwandten od. escudero zu repräsentiren; wenn sie delito begingen, dass ihre Würde beeinträchtigte, degradirt mit gewisser öffentl. Ceremonie durch señor.

Simples infanzones … alle übrigen hombres die durch linaje diesem Stand angehörten, obgleich keiner der früheren Klassen angehörig; Söhne v. padre u. madre infanzones, od. wenigsten v. Vater infanzon obgleich die Mutter villana, aber nicht pecho personal gezahlt hatte. Sie bildeten die mesnadas der ricos hombres u. pflegten zu erhalten de su mano los castillos die diese por juro de heredad ó en honor del rey besassen. Alle eximirt v. pecha personal, hatten auch nicht portazgo  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 1080.
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(péage)
zu zahlen f. die mercaderias que compraran ó vendieran, noch zu contribuir al reparo de las murallas y otras obras públicas. Konnten frei beneficir las minas |69 de fierro hierro die sie in ihren tierras fanden; ihre palacios Asyl f. die reos, die nicht ladrones od. traidores; hatten Privileg de hacer dehesa  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 449.
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(pâturage)
f. ihre Pferde in jedem lugar realengo u. genossen in den montes públicas públicos doppelt grosse Portion Holz vgl. mit den villanos. Angeklagt v. Diebstahl konnten sie sich durch Eid freimachen. Wenn Nacht musste pastor recibirle y alimentarle á sus expensas. Ausserdem das gehässige Privileg de no quedar obligados con los villanos al cumplimiento de sus promesas, wenn sie sie nicht gemacht por necesidad od. für Remuneration u. Diensten. F. lib. 3 etc: „Si alguno promete á otro alguna cosa et si es infanzon el que lo prometió, si non quisiere, non dara; mas si villano es é promete, deve dar, maguer ad aqueill qui prometió por cuyta ó por servicio que ovieron mestier sil prometieron develi dar.“ (392)

⦗A la cena de rey contribuya jedes pueblo mit trigo y cebada ó pan y dinero, je nach costumbre. Dos mujeres solteras zahlten por ella como un jornalero u. 2 jornaleros soviel wie ein labrador pechero, dueño de una yunta. Die cena de salvedat gezahlt an rico-hombre wenn er pasaba posaba en el lugar que tenia en honor, bestand in gewisser Quantität pan, avena, vino y carne, grösser od. kleiner nach Zahl der Häuser u. Epoche des Jahrs worin seine Visite fiel. Torta y arinzada hiess gewisse Portion Fleisch u. Wein die der villano dem rey zahlte cuando era quito suyo od. dem señor solariego wenn er unter seiner potestad stand. Peticion de cabada hiess gewisse Portion de avena die die villanos del rey ihrem señor solariego zahlen mussten wenn sie solchen hatten.⦘

2) Villanos u. solariegos.

Die villanos v. Navarra wie die von Castilla Nachkommen der alten siervos de gleba, verwandelt in tributarios durch Privatconventionen der Señores, durch die aus der Kriegsnoth entsprungnen neuen Gewohnheiten, durch kgl. mercedes od. durch gewaltsam entrissene transacciones. Ursprünglich durch Gebundenheit an die Scholle dieser Stand bestimmt (in den ersten Jahrhunderten der reconquista), später unabhängig davon durch Geburt u. Abkunft; auch wenn Mutter infanzona, aber Vater villano; alle Plebejersöhne, gehörten so al dominio de un señor dem sie Tribut zahlten. König hatte nicht wie in Castilien das Recht hidalguia zu octroyiren; rico-hombre scharf bestraft, der Sohn eines villano zum Ritter schlüge.

Durch ihre Personalqualität diese Personen Tribut- u. Dienstpflichtig, bald bestimmte u. taxirte, bald willkührliche u. unbestimmte; all das ursprünglich real (an die tierras gebunden), wurde später rein persönlich.

Gemeinschaftl. Pflicht aller Vasallen, die in einer tierra des señor lebten, ihm mit den Waffen zu dienen, Gastfreundschaft zu geben beim DurchReisen u. proporcionale bagajes y trasportes. Diese Dienste ursprünglich real f. den disfrute de tierras deren directes dominium der Herr sich vorbehalten; v. Natur unbestimmt, gaben Anlass zu Vexationen Seitens des Herrn, Widerstand Seitens der Pflichtigen; mussten regularisirt, taxirt, reducirt od. verwandelt werden, u. so verloren sie ihren persönl. Character. Zeit des Kriegsdienst fixirt; (u. sieh oben vor 2) die ⦗ ⦘)

Hierzu ⦗ ⦘ alle villanos beizutragen, aber Quote v. Weibern u. Minorennen = ½ der majorennen varones.

Wenn sie sich verheiratheten, hatte jeder conjux nach wie vor seine Ration de torta u. arinzada beizutragen, aber nur eine einzige Quote por corvea u. fonsadera. Nur eine pecha zahlte Sohn der eine heredad erwarb, obgleich er andre v. seinem Vater erbte; aber theilte der collazo sus heredades zwischen Söhnen od. Verwandten, so hatte jeder ganzes pecho zu zahlen (Weiber ½)[.] Besass einer verschiedne propiedades im territorium desselben Herrn, so zahlte er nur eine pecha, es sei denn dass eine pleiteada, d. h. speciell pactirt mit dem señor.

Andre Tribute verschieden nach Qualität des señorio wozu sie gehörten. Die vasallos realengos, ob quitos (i. e. libertados) del rey od. unmittelbar abhängig v. rico-hombre der el honor tenia en su lugar, zahlten die multas genannt homicidios u. calonias u. die pedidos, extraordinäre exactiones wenn rex Sohn\Kind? verheirathete od. besondre Kosten f. Vertheidigung des reino hatte.|

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Gab pueblos eximirt v. diesen Tributen, andre Orte wo die villanos andre zahlten.

Alle andre anderen villanos, die nicht al señorio dem König als seine unmittelbaren Vasallen gehörten od. unter unmittelbarer Abhängigkeit v. seinem locus tenens (en honor) waren solariegos; einige hiessen nur so weil sie weltlichen Herrn gehörten, andre de abadengo, weil Kirchen od. Klöstern. Letztere zahlten pecha de reconocimiento so oft der prelado seinen Herrn wechselt u. hatten andre tributos comunes, aber auch gewisse Freiheiten die die solariegos nicht kannten; ihre Söhne, gleich den realengos, zahlten nur eine pecha, solang sie die väterliche Erbschaft ungetheilt inne hatten; auch wenn sie bienes raices theilten, en tanto que no salieran de los parientes dentro del cuarto grado del tronco comun; Sancho der Gute octroyirte ihnen das Privileg testar en su últimad última enfermedad über ihre buenes bienes muebles, ihnen früher untersagt, weil señor das Recht hatte sie zu beerben, wenn sie selbe nicht früher legirt od. mandado. Endlich die heredad, die einer dieser vilanos villanos hinterliess, nicht wie die solariega á merced del señor, sino que debia ser dada al pariente más próximo del dimitente od. en su defecto á otro vasallo.

Die villanos solariegos: verschiedne Namen. Hiessen collazos, wie in Castilien, die vom señor gewisse im fuero nicht bezeichnete Quantität tierra erhalten, wird aber angenommen una yugada; die weniger besassen: encartados. Sowohl jene wie diese, wenn sie besassen mindestens seis robadas de tierra = ⅒ der yugada, u. ein Haus, hatten die derechos de vecindad; in diesem Fall hatten sie das in Navarra so hochgeschäzte Recht de ser fiador y testigo en el lugar. Die faculté zu besitzen collazos en sus heredades libres waren allen Infanzones gemein.

villanos caseros, bebauten heredades del señor; er gab Saamen u. sie Arbeitsinstrumente u. ihre Arbeit. los mismos villanos del rey konnten sein caseros de señores privados, wenn sie wohl conservaran die casas die [sie] vom rey hatten, mantuviesen en ellas fuego encendido u. zahlten die pecha correspondiente. So wurden sie unterworfen doppelter vasallaje, aber eximirt de hueste, cabalgada u. corveas in den óbras publicas.

Villanos de cosiment ó comida die dem señor Hälfte ihres Ertrags zu geben u. de soldada, die ihm die ganze Frucht ihrer Arbeit übermachen mussten. Die einen u. die andern musste ihr señor alimentiren in der durch fuero bestimmten Taxe.

Die villanos solariegos im Allgemeinen hatten zu geben dem señor ½ de la cena de rey, der Krone die andre ½; ausserdem dem rey la cena de salvedat, dem señor la torta arinzada u. beiden p. zur Hälfte die fonsaderas, homocidios homicidios, calonias od. multas. Zahlten peticion de cebada, wie die villanos realengos, theilend sie zwischen rico-hombre, der el honor des Orts hatte, su prestamero u. dem señor. Contribuirten schliesslich zu den pedidos, Hälfte für rey, der dafür aber nicht mehr verlangen durfte als v. seinen eignen collazos.

Gemeine Verpflichtung aller villanos persönlich zu arbeiten en las obras públicas u. in den heredades die auf ihre Rechnung kultivirten el rey u. den respetivos respectivos señores. Auch nicht die Weiber v. diesem Dienst entbunden; alle mussten kommen dazu mit ihren animales u. Arbeitsinstrumenten, conducidos por el sayon al paso que señalaba el fuero. Ihr einziges Stipendium war der alimento, durch den fuero allerweitläufigst taxirt[.] Die villanos realengos die zugleich gehörig zu señorio solariego mussten geben jedes Jahr 5 Arbeitstage, 3 f. rey u. 2 für señor; ausserdem die solariegos por serlo hatten zu arbeiten 1 Tag jede Woche en la heredad del señor, davon nicht ausgenommen die clérigos, como labrasen personalmente sus tierras propias.

Schliesslich mussten die villanos dar hospedaje al señor y su prestamero, wofür jedes Jahr durch Loos bestimmt in jedem Ort das Haus das diesen Dienst zu leisten, so wie den zu recibir en depósito las prendas que sacara la justicia por pena o apremio. Der vecino dem diese Last zufiel während des Jahrs v. allen übrigen eximirt, ausser la de homicidio. Gab aber señor od. rico-hombre dueño del honor del pueblo solar á alguno villano |71 damit er sich Haus baue, so musste er stets, wenn er es verlangte, ihm Logis geben; u. alumbrarle miéntras cenaba. Diese hospedaje konnte in keinem Fall 30 dias überschreiten; aber während dieser Zeit nicht nur señor mantenido, sondern alle caballerías seines Gefolges u. konnte ihm befehlen in den Bergen gewisses Quantum de leña zu schneiden, zu transportiren durch die villanos od. auf ihre Kosten.

Diess die triste condicion dieser clase zur Zeit der Redaction der Fueros de Navarra im 13 Jhdt. Die kleinliche Genauigkeit über alle Lausereien beweist, dass früher die Lage dieser Vasallen noch härter; dass wenn sie manchmal die Leistung der geschuldeten servicios verweigerten, die señores sie noch öfter mit Willkühr u. Ungerechtigkeit verlangten; u. dass diese legalen Verfügungen diktirt um End zu machen á graves conflictos u. vielleicht rebelliones temerosas. Davon bestimmte Anzeige in einer Ordenanza v. 1463, wo D. Juan II berichtet, dass unter Vorwand der Bürgerkriege jener Zeit zwischen den wilden Banden der Agramonteses u. Viamonteses, viele pecheros derribaban, verliessen od. verbrannten ihre caseríos, um andre zu fabricar u. adquirir en tierras libras libres, u. vorwendend nicht steuern zu müssen ausser als Besitzer der zerstörten fincas, verweigerten irgend was dem aerarium zu zahlen. König erklärt daher, dass die Steuer in Frage, genannt urdea, nicht nur begründet auf die cosas inmuebles, sondern ebenso sehr auf status der Person u. die bienes muebles, u. befahl dass solche pecheros trotz ihrer cautela fortführen f. die aufgegebenen caserías zu zu zahlen in gewohnter Form, u. ausserdem f. die neu erworbenen. Das wenigste was man thun musste war dann fixation, reduction od. commutation der pechos y gabelas de los villanos. Ald Als die reyes ihres bedurften für poblacion u. Vertheidigung des Staats, fanden sie kein Mittel ihren goodwill zu gewinnen ausser durch Exemtion v. den cargas más onerosas, abschaffung v. malos fueros, nach dem Ausdruck der Zeit, reduction od. suppression v. Tributen u. Diensten od. deren Verwandlung in fixe Natural- od. Geldrenten von dem was früher arbitrarias exacciones. Esto ultimo sobre todo fué como disposicion obligada de la mayor parte der fueros der 11 u. 12 Jhdte.

3) siervos y mundejares mudejares.

Siervos niedrigerer estado civil als die villanos; sehr zahlreiche in den ersten Jahrhunderten der sarrazen. Zeit; obgleich die transformacion die das Grundeigenthum mit der reconquista unterging, z. Th. begüngstigte die independencia der glebae adscripti, befreite sie sie nicht luego von der servidumbre u. gab zum Theil ihr Ursprung. Der Kampf der beiden Religionen, während 800 Jahren in der Peninsula, accelerirte emancipation der christl. siervos, weil man sie zum Krieg brauchte, schuf aber neue Klasse de los servios siervos, der moros cautivos u. ihrer Descendenten, denen das alte Gesetz explicirt wonach die Besiegten legitime Beute der Sieger.

Im 11 Jhdt gabs nicht nur siervos moros, sondern auch christl. siervos, descendientes de padres libres  Zusatz von Marx.
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(?)
u. in denen die servidumbre condicion hereditaria. Pedro I v. Aragon gab die catredal catedal de Huesca unter vielen andern Gütern einem servio siervo genannt Galindo Iñigo „mit seiner ganzen Nachkommenschaft“ etc.

Im Mass wie die antigua servidumbre verschwand, wuchs u. veralterte sich die neue. Zu ihnen gehörten im XII u. XIII Jhdt der grösste Theil der siervos. „Todos los moros é todas las moras, ó que sean ó de quien sean, son propios especiales del rey, excepto los que el infanzon hubiera hubiere traido de otra tierra.“ „Como los judios sean cosa nuestra propia“, sagte andrer fuero. »Wenn Hidalgo daher moro od. judio tödtete, unterworfen der multa de del homicidio (an rey) obgleich eximirt davon wenn der muerto ein hombre seiner eignen Klasse war. Tod des Hidalgo that dem König keinen Abbruch in seinen tributos.« (p. 399[, 400])

Dennoch nicht alle Judien Juden u. Mohren siervos der corona, sondern auch vasallos inmediatos suyos mit mehr od. minder unmittelbarer Abhängigkeit. In den ersten Zeiten der reconquista alle Kriegsgefangnen Sklaven; aber mit Ausdehnung der Erobrung u. grösserer Schwierigkeit alle Orte zu bevölkert zu halten, nöthig milder zu sein mit den Besiegten. So brachten es viele ungläubige principes u. caudillos fertig ihre dominios u. gubernios zu erhalten, indem sie sich erkannten als Vasallen u. tributarios v. christlichen Monarchen. So, in Folge v. honrosas capitulaciones bildete sich neue clase, genannt de mudejares, die ihre libertad civil behielt, exercise ihrer Religion, Gesetze u. Gewohnheiten, mit Verpflichtung Tribute zu zahlen. Aber zugleich moros esclavos, theis theils Nachkommen der alten Gefangnen, theils weil Gesetz in vielen Fällen Sclaverei als Strafe verhing, u. weil nicht alle Orten Orte ehrenvolle Kapitulationen erhielten. So allgemein die Sclaven: unter den besiegten Muselmännern |72, dass in gewöhnlicher Sprache moro und esclavo synonym, wie in ordón órden legal esclavos u. animales identische Dinge. Die Sklaverei der sarracenos behielt denselben Character wie in der Heidenzeit.

Emancipion Emancipation nur unter Bedingung der Taufe u. war selbst dann nicht obligatorisch wie in den andern Provinzen.

Sehr über den siervos des estado der mudejares; aber nicht überall derselbe, weil abhängig v. lokalen capitulaciones u. Kriegszufällen. Doch wenn höchst liberal diese Capitulationen, wurden sie nie ordentlich gehalten. Tyrannisirt, auch wenn ins Christenthum hinübergepresst. Iher Ihre Descendenten bildeten mit der Zeit die zahlreiche Klasse der moriscos, die so oft in Gefahr setzten den inneren Frieden u. die Sicherheit des Staats; fielen nicht wie so viele ihrer Brüder in servidumbre während der reconquista, aber die tiranía los envileció, y envilecidos vivieron tambien esclavizados.

Capitulo III. De las los honores de villas y tierras.

Bei Erobrung v. der infieles gaben die Könige v. Navarra ihren caballeros einen Theil in absolutes dominium, den grössern aber, bes. villas u. castillos mas poblados vertheilten sie als honor unter den ricos hombres, entsprechend ihrem Krönungseid, bevor auf Schild gehoben zu werden, de „partir el bien de cada tierra con los hombres de la tierra convenibles, á ricos hombres, á cavailleros, á infanzones et á hombres bonos de las villas, et non estrainos de otra tierra.“ Auch im Fuero general verordnet als Equivalent f. den Dienst den der rico-hombre leisten musste mit allen seinen caballeros. Nicht in Navarra, wie in Aragon Gesetz, verpflichtend die ricos-hombres á repartir al á titulo de honor entre los infanzones y caballeros, sus vasallos, welche sie en igual concepto recibian de la corona, aber Gewohnheit.

Da die Noblesse v. Navarra, minder übermächtig als die v. Aragon, erhielten sich die dueños de honores nicht tantos derechos en los montes, yermos u. andre bienes de uso público. Erst durch privilegios especiales u. dann durch Fuero general den pueblos octroyirt el disfrute de los montes, pastos, aguas y canteras mit gewissen Limitationen. Gleichsam obligatorische Klausel aller fueros die den vecinos concedia el disfrute de los pastos, maderas y leñas, ohne zu zahlen dafür herbatico, el uso de los caminos, veredas y puentas puentes ohne péage u. in vielen Fällen die Gratisbenutzung od. für cánon módico, de aguas navegables y flotables, Mühlenbau etc Oefen (aber nach dem Fuero General nicht in den lugares de señorio ⦗wohl dagegen im realengo⦘) ohne Licenz des Hern Herrn. Los pueblos podian dar las tierras incultas de sus términos á infanzones ó villanos, aber nicht wann König es verbot en uso de su derecho. Alle podian cazar en terrenos públicos, pero no perdices con redes, diess nur dem rey u. den infanzones erlaubt. Die Eisenminen gehörten den infanzones, wenn en sus tierras; Eigenthum dem König wenn in denen der villanos.

Die honores die der rey den ricos hombres gab waren ihrer Natur nach perpétuos; nur f. schweres Verbrechen verlierbar durch Urtheil des del tribunal de córte, od. seinen Dienst nicht leistete.

Die hombres de linaje in Navarra, wie in Castilien, hatten das Privilegium in Dienst andres rey überzugehn u. ihren eignen zu bekriegen, ohne dafür ihre Güter zu verlieren, wenn sie nicht hostilizaran sus villas y castillos fuera de la compañia del nuevo señor, ó que tomaran parte de los despojos de las alagardas algaradas que se hicieran en tierras del antiguo. Aber die durch ihren Willen vom reino abwesenden caballeros mussten zum Heer kommen, wenn der rey sie berief para servir en ella 9 Tage, wenn nich nicht verloren sie das Recht zu erhalten vom Souverän „alcaldes, mercados y cautenedor“ (Ausdruck des Fuero).

Capit. IV) De las tierras de señorio.

tierras gegeben en señorio an infanzones für servicios u. mit ausdrücklicher Bedingung sie zu leisten; hiess solariego, hatte aber alle essentiellen u. accidentellen Charactere des feudo; obgleich das Wort weder in solchen concesiones de tierras noch in der ganzen Gesetzgebung vorkommt. señorio de villas u. castillos mit ihren respect. territorios gegeben á hidalgos u. caballeros, die in seinen Dienst traten, mit feudaler Huldigung etc[.] d. Die unmittelbaren Vasallen des rey wurden dadurch Vasallen des nuevo señor del lugar u. dieser erwarb dominium directum u. jurisdiction des territorio mit seinen Renten u. Emolumenten etc[.] Dieser konnte |73 wieder subinfeodiren. Manchmal machte sich auch der dueño absoluto eines lugar so Feudatär des rey u. empfing sein Eigenthum v. jenem zurück. Manchmal macht sich noble extranjero so Vasall des rey, tritt in seinen Dienst, erhält dafür el señorio solariego de alguna villa ó castillo. Manchmal unterwirft sich infanzon de linaje gleicher servidumbre, mit Hofnung Hoffnung eines Tags die debida recompensa zu empfangen, bald noble caballero contrahirt los mismos compromisos á cambio, nicht v. villas ni castillos, sondern v. Rentas señaladas sobre el tesoro del rey. Die Geschichte v. Navarra bietet zahlreiche Beispiele solcher infeudaciones.

Der dem der rey concedirte el señorio solariego de un territorio wurde Herr, wie in Castilien, aller vilanos villanos die darin wohnten, ausgenommen de los que fueran collazos der Krone. Gehörten ihnen auch, wie á los de honores – weil sie beide die früher der Krone gehörigen Rechte besassen – los peajes, las leztas od. impuestos de aduana u. die andern Monopole.

(Zu. dem allg. fuero heisst’s v. den lugares, die ausschliessliches Eigenthum dieser Burschen, wo der rey keine collazos hatte; „ni por consiguiente era vecino, no podia demandar á nigun ningun hombre por su vasallo villano.“ (415)

Wenn der señor nicht unmittelbar utilisirte el dominio seiner tierras, gab er sie andren hidalgos para que las rigieran y beneficiaran como en sub-feudo, ó las dividian entre collazos para que las poblaran y cultivaran con ciertas condiciones.

Era fuero de la tierra, dass der infanzon dueño de heredad libre, der damit wahre collazos machte, auf sie dieselben Rechte hätte wie der señor de honor en sus collazos, u. wenn er mit denselben heredades villanos encartados machte, dieselben Rechte wie der señor solariego en los suyos. So, ohne specielle Concession der Krone, durch den fact u. das Gesetz, konnte der infanzon propietario adquirir autoridad u. jurisdiction u. mit seinen tierras wahren estado feudal bilden. Jeder señor solariego, welches Origin seines Titels, bezog v. seinen Vasallen eine fixe rente od. participation in den Producten, nach pact od. lokaler Gewohnheit. Machte er aber aus den villanos collazos od. encartados, jedem das Stück Land gebend, was f. das eine od. das andre nöthig, so gewann er ausserdem die pecha real, die dem vasallaje inherenten Tribute u. das Pivilegium de poder ser en el lugar fiador y testigo. Von den colonos vasallos de soldada ó siervos empfing der señor den ganzen Ertrag, da er alle Unkosten zu bestreiten.  Bemerkung von Marx. – Marx bezog sich auf diese Passage in Manuskript V zum zweiten Buch des „Kapital“ und schrieb dort: „In einer Gesellschaft wo die kapitalistische Produktionsweise herrscht, wo der Arbeiter mit eignen Produktionsmitteln nur eine mehr u. mehr dem Untergang verfallende Ausnahme bildet, scheint auch der Kapitalcharakter den Produktionsmitteln von Natur anzuhaften, ganz wie eine feudalistische Periode die erst sporadisch aufkommenden ländlichen Lohnarbeiter von Natur mit auf die Welt zu bringen scheint u. daher, z. B. im mittelaltrigen Spanien ‚vasalli de soldada‘, Lohnvasallen benamst wurden.“ (MEGA II/11. S. 567.)
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(i. e. ihr Capitalist war. schön der Ausdruck: vasallos de soldada)
(416)

Nicht bekannt die Proportion der pechas reales, mit den productos de las heredades que las devengaban; in einigen Theilen für pecha bezahlt Quantum fixirt por heredad, in andren un tanto por cada robo od. medida de tierra, was der Fuero gereral de Navarra nennt zahlen por piertega. Es gab heredades die zahlten pecha pleiteada oder pactada in Wein od. Geld, die unwandelbar blieb, obgleich sich die heredades theilten unter verschiednen Herren, während andre, wenn sie sich theilten, devangaban devengaban tantos tributos wie participes en su dominio.

Die pecha blieb exigible, auch wenn der grösste Theil des Ertrags zufällig verloren ging, nur durfte die Erndte nicht geringer sein als die Last die un villano podia lleval llevar al hombro. Nach der ersten Bestimmung erscheint der tribut personal, nach der 2ten real (da nichts zu zahlen, wenn nicht gemessen Minimalertrag) In fact, die pecha im Princip Personalcontribution des siervo  Bemerkung von Marx.
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⦗wie die Kopfsteuer der Russen seit Peter I
, der lebte in heredad del señor y con sus frutos; ihr Quantum daher nicht abhängig vom Ertrag. Aber die servios siervos verwandelten sie sich in vasallos solariegos, u. damit Namen nahmen ihre Tribute Realcharakter an. Eh diese transformation durchgeführt mixed character u. als in einem codex der fueros verschiedner Epochen compilirt, war er nothwendig widersprechend. Zudem El Fuero general v. Navarra das unförmlichste legislative Werk des Mittelalters in Spanien.

Rein real waren die pechas pleiteadas, desshalb verlangten alle villanos die ihren darin zu verwandeln. In dem Amejoramiento v. König Felipe I, liest man dass den labradores dies von der Krone verlangt, daher Auftrag dem tesorero del reino gegeben para que pleitease in Wein, Geld od. Weizen die pechas aller Vasallen die es verlangten.|

74

Capit V De las tierras pecheras.

Alle tierras, die die villanos besassen, pecheras; gingen sie an infanzones über, so verloren sie diese Qualität; der legal estado der tierras hing v. dem der Personen ab; später Ausnahmen davon, damit die derechos señoriales nicht Abbruch erlitten. Es konnte geben vallajes vasallajes ohne tierra, aber nicht merced de tierra sin vasallaje.

tierras pecheras waren die deren dominium u. Possession die villanos gewonnen hatten durch mercedes der reyes od. señores, od. durch Prescription de largo tiempo u. wofür sie die gewohnten pechas zahlten. Die villanos de realengo, de abadengo ó de señorio, aber es gab einige die sie nicht besassen v. den Herren de quienes se decian vasallos; diess der Fall mit den solariegos, die heredaded heredades v. ihren señores genossen u. pecha dem rey zahlten obgleich sie keine v. der Krone besassen. Diese doble vasallaje Ursprung in den mercedes en que el rey se reservaba ciertos tributos v. den vilanos villanos, während sie andre dem Herrn zu zahlen v. den tierras die sie kultivirten.

tierras tributarias die der collazos u. encartados, die zahlten pecha real; die der caseros u. de cosiment, weil sie mit aliquotem Theil des Ertrags beizusteuern; (nicht die de soldada, weil dem señor die ganze Ernte gehörte;) die der Juden u. Moren, die mit ähnlichen Bedingungen wie die villanos Kronländereien bebauten od. als aparceros in Privatländereien, f. Hälfte des Ertrags. Endlich tributarias die tierras der infanzones de abarca; ihre pechas rigurös durch Gesetz taxirt u. viel geringer als die der villanos.

Die heredad infanzona wurde steuerpflichtig, wenn sie in dominio eines villano überging od. su dueño, zur Strafe, estado de infanzone infanzonería verlor. (selten veräusserte infanzon ganz, ohne sich dominium directum vorzubehalten, seine tierras an vilanos villanos) Die heredades pecheras wurden infanzones nur wenn veräussert an Infanzones, was gesetzlich verboten. Die vecinos de algunas villas u. lugares erhielten fuero especial de „comprar y vender libremente á otros otras cualesquiera personas“ las tierras recien pobladas. D. Sancho Ramirez octroyirte an Argueda das Privileg, dass die Infanzones ihre tierras an labradores verkaufen konnten u. vice versa. Gleiches Benefiz gewährten die fueros de Nájera y la Guardia, usados en tantos pueblos de Navarra. El fuero de Arcos erklärt, dass Infanzon der en aquella villa, heredad v. villano erwirbt, sie infanzona mach macht, als ob er sie erworben v. andrem Infanzon. Aber als Regel diess verboten.

Die heredades pecheras konnten nicht passiren an Kirche, ni á moros de francos ó extranjeros, ohne kgl. Licenz. Die Kirche durfte ohne kgl. Licenz nicht verkaufen sus heredades pobladas de collazos, obgleich wohl die übrigen. Gesetz mit Bezug auf francos od. Ausländer erleichtert, unter Bedingung dass sie blieben (die tierras) sujetas á las mismas cargas que bajo el dominio de los naturales.

tierra pechera wurde infanzona wenn sie an señor zurückfiel, obgleich er für sie dann nur hatte la parte de un villano en pastos y roturas, aber sein Erbe od. causa habiente, nach Besitz v. Jahr u. Tag, machte sie infanzona, u. erwarb durch sie die Rechte de vecindad

Herr hatte das Recht sich jedes Jahr vom villano die heredades vorzeigen u. sie abmessen zu lassen, wenn Zwist über ihre Grenzen.

So lange die villanos mehr servi, glebae adscripti als Vasallen, konnten sie nicht ihre tierras verlassen, rompiendo el vinculo señorial. Davon zeugen die fueros u. cartas pueblos pueblas selbst, die den vecinos dies als Privilegium gewähren, i. e. den Wechsel des Domicils, mit od. ohne Verlust ihrer heredades. Als der libro de los fueros general compilirt wurde, gab es bereits keine villanos mehr stricte glebae adscriptus, aber sie hatten noch nicht die volle Freiheit erlangt sich vom dominio señorial zu emancipiren. Vermittlung damals zwischen den wechselseitigen Ansprüchen. Der villano solariego konnte sein Domicil wechseln f. andre villa ó casa v. andrem Herrn, aber dejando en su lugar otro villano casero que encendiera fuego en la casa que abandonaba, cuando el rey, rico-hombre od. señor solariego fuesen á ella para albergarse ó pedir sus derechos. Wenn der villano solariego entfloh um der Zahlung der pechas zu entgehn, konnte der Señor abverlangen von rey od. rico-hombre dass sich selber |75 exigiese v. ihm u. konnte ihn selbst greifen, wenn das nichts half. Wenn der so preso villano erklärte, er könne die pecha nicht zahlen u. gab fiador infanzon por la heredad, satisfaciendo á la vez la torta y arinzada, blieb er frei zu residiren wo er woll wollte. Der señor recuperaba dann seine tierra u. verwandelte sie in infanzona. Der villano casero des Königs konnte auch den solar realengo verlassen um andres señorio zu bewohnen, aber nicht ohne zu lassen fuego encendido en el primero y pagar la pecha integra á la corona; er dann nur eximirt v. den corveas del rey y de las huestes y cabalgadas. Nicht diess Recht v. villanos simples u. moros del rey, als ein Gesetz befahl prender y confesar confiscar sus bienes al que tratara de ausentarse y pasar al señorio de algun infanzone. Dasselbe konnte thun in solchem Fall der hidalgo, Herr v. moros od. villanos, die á heredades del rey übergehn wollten; aber damit Apprehension des vilano villano legitim musste sie executirt werden bevor el fugitivo pisara el territorio de que se amparase, porque una vez en el se hallaba en asilo seguro. Die villanos de Lugaro hatten fuero singular, wonach sie Domicil wechseln konnte konnten, ihre Möbel mitnehmen konnten u. dazu das Dach ihres Hauses, lassend nur darin un lecho sobre [las] cuatro piertegas (wahrscheinlich f. den señor der dort wollte albergarse[)]. Sie hatten auch keine pechas f. die verlassne heredad zu zahlen, noch remplacant zu stellen, noch konnten sie abgefangen werden.

Capitulo VI Del servicio militar inherente al dominio de la tierra.

Militairdienst dem König zu leisten f. jede Sorte Landeigenthum v. villanos wie allen andern.

„Los Navarros“, sagt der Fuero, „siervan al rey como buonos buenos vasaillos á buen seinor: el seinor que les faga bien como buen seinor á buenos vasaillos.“ (424) Waren alle mehr od. minder direct seine Vasallen, aber in der ursprünglichen Constitution immer vermittelt irgendwie durch dominium od. possession v. Land. Aber die Pflicht nicht gleich, variirte mit den condiciones. Die infanzones de abarca mussten in jeder campagne des rey mitziehen u. auf eigne Expens; die gewöhnlichen Hidalgos 9 Tage in jedem Krieg u. nur 3 davon auf ihre Kosten.

Für die privaten Lokalkriege zur eignen Vertheidigung – hiess salir en apellido, mussten sich mit Waffen u. Pferden alle caballeros des lugar präsentiren u. die vecinos, die Waffen hatten.

Die ricos hombres u. caballeros die tenian honores mussten f. jede 300 sueldos de rentas renta die sie einnahmen dem rey stellen una caballeria od. caveria (wie es in Navarra hiess) que era un ginete armado u. mantenido.

Die señores solariegos, ausser der Pflicht die sie als infanzones zum Kriegsdienst hatten, hatten Krieg zu führen gegen jede Klasse Feinde, mit den villas u. castillos ihres señorio, wenn el rey befahl. Dieser Dienst nicht der Zeit nach limitirt, wie f. die einfachen Infanzones, sondern so lang es nöthig, wie der der caballeros die honores v. der Krone hielten[.] Ebensowenig beschränkt die Zeit des Dienstes f. die eignen villanos y solariegos der Krone.

Von alle dem wieder lokale Abweichungen nach besondren fueros etc.

Der hidalgo, der seine seinen Kriegsdienst nicht erfüllte, verlor honores, solarigos etc; die villanos verfielen in Strafe v. 60 sueldos.

Capitulo VII De la jurisdiccion inherente al dominio de la tierra.

König Präsident des tribunal de córte; gebildet v. un alcalde mit einigen ricos-hombres, mit einem majordomus u. einem portero als auxiliares. Zu den ciudades u. villas übte rey Justiz durch alcaldes, bayles u. merinos.

Die alcaldes ernannt durch rey od. erwählt durch die pueblos, nach den Specialfueros; die merinos ebenso v. rey ernannt od. erwählt, od. durch andre merinos erwähnt (diese hiessen tenientes de merino[)]. Der merino intervenia in die juicios entre los villanos, asistiendo con él parroco al alcalde para recibir en la  Bei Cárdenas, S. 430: iglesia
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eglesia
las declaraciones de los testigos, präsentirt durch die litigantes; exekutirte die sentencias des alcalde, wenn dictirt gegen die villanos; recaudaba los derechos y pechas del rey, tomando pasada dazu in den casas der Vasallen; era juez de pesas y medidas  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 922.
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(poids et mesures)
y hacia el reclutamiento der hombres de guerra.|

76

Die sayones erwählt durch Loos durch die vecinos jeder Jurisdiction. Ihre Funktionen en los juicios die der alguaciles modernos; sie notificirten die providencias der Alcaldes, executirten die pesquisas u. citirten die Zeugen; in der Administration nahmen sie ein die pedidos del rey u. führten die villanos á prestar sus corveas in den obras públicas u. den heredades realengos. In den lugares dados en honor ernannte der rico-hombre, der sie genoss, alcaldes y merinos, ausser wenn Wahl durch privilegium den vecinos gehörte; die Execution der Urtheile gegen hidalgos y infanzones gehörte hier nicht dem merino, sondern dem rico-hombre.

In einigen Orten erlaubt den vecinos gegen die Justiz el uso discrecional de la fuerza. Der mismo Don Sancho el Sabio sagt in Fuero de la Guardia: „Si el merino ó el sayon entrare en vuestra casa y os quitare algo por fuerza, podeis matarle sin pagar por el homicidio más que tres meajas; si el señor que por mano del rey mandare en la villa, os hiziere hiciere fuerza, matadle sin pagar por ello homicidio (occidatur et proinde non pectent omicidium); y si el merino ó sayon que nombrareis fuere malo ó soberbio contra los vecinos, matenle tambien sin pena alguna.“ (431, 432)

Da offenbar diese Justiz der señores etc wie der kgl. Beamten voller Missbräuche u. Willkührlickeiten Willkührlichkeiten, suchten die pueblos sicherste Garantie f. ihre Rechte in bewaffnetem Widerstand, consignando el de usarla in ihren fueros, als eins der meist geschützten Privilegien.

Selbstwahl – statt der Ernennung durch die OberEigenthümer der tierras (unter welchem Titel immer) [–] nur wo concedirt durch fueros. Auf die dueños de honores gingen alle Rechte der Krone, also auch Justiz über.

Von der eigentlichen jurisdicion jurisdiccion señorial viele Spueren Spuren im Fuero u. alten Dokumenten. Die Adquisition eines Orts mit seinen pobladores unterstellt immer die Jurisdiction über dieselben. El señorio solariego de vasallos llevaba siempre cosigo consigo dieselbe Macht. – Als nothwendige Consequenz des Territorialeigenthums y para asegurar sus frutos, wozu die autoridad del soberano nicht stark genug war. Auch im fuero general zahlreiche Beweise im Fuero General . Wer die vecinos collazos machte, erwarb Jurisdiction über sie ohne jede Intervention der Krone. señores konnten nur gegen ihre Vasallen einschreiten auf Klage des ofendido; hatte sich nach dem fuero eines jeden zu richten.

War er nicht señor v. collazos, sondern nur v. encartados, beschränkte sich seine Justiz darauf á juzgar los pléitos pleitos que se suscitasen über die heredades dieser villanos.

Die señores die nur dueños de censos sobre casas ó heredades waren hatten nur die Jurisdiction nöthig, um compeler al pago de los réditos.

Capitulo VIII: De la facultad de enejar enajenar.

Nach der ley primitiva de la tierra, konnten konnte nur über die heredades alodiales frei verfügt werden; die andren nicht veräusserbar v. ihren unmittelbaren Besitzern, ohne Licenz des señor del lugar, sei er es mit Titel de solariego od. de dueño del honor, u. der eine wie der andre gab diese Licenz nur in Austausch für tributos onerosos. Bewiesen diess durch die fueros der cartas-pueblas die diese Licenz geben ohne solche Tribute. Die heredades die devengaban ciertas pechas konnten im allgemeinen nicht veräussert werden.

In einigen fueros u. cartas-pueblas des 11 Jhdts die Veraüsserung noch verboten, in andern u. noch mehr denen des 12t Jhdts erlaubt, als eine der meist gewünschten Freiheiten der Vasallen.

Als der Fuero General publicirt[,] hatte der grösste Theil der pueblos dies Privilegium schon erhalten, dennoch enthält er Spuren des alten Verbots. Widersprüche darin über Recht der villanos ihre Herrn zu verlassen; zeigen aber wie |77 das starre vínculo zwischen villanos u. señores nach u. nach aufgelöst.

Die monasterios, grösstentheils fundirt u. dotirt durch Krone, konnten im Beginn ohne Licenz die gegebnen Güter nicht veräussern. Aber sie erwarben nach u. nach andre Güter v. Privaten, darunter alodiale. Daher Gesetz, das ihnen freie Verfügung über ihre Alodialgüter erlaubte, aber nicht über die collazos ohne Licenz der Krone. Erst im 14t Jhdt Recht zu kaufen u. verkaufen heredades den Juden u. Mohren bewilligt durch D. Felipe II v. Navarra.

Veräusserung der tierras auch sehr beschränkt en provecho der familias de los colonos. Mit der Testamentificationsfreiheit, dem Vater concedirt, etablirte das Gesetz zahlreiche Restrictionen zu veräussern en vida die Güter die den Verwandten ab intestato zukamen. Andre Restriktionen über Verfügung nach Tod. Viele fueros octroyirten es den vecinos als neues Recht z. B. 1185. In dem Fuero General erscheint mañeria sehr reducirt, aber nicht abgeschafft.

Die mismos hijos del villano bildeten Theil der väterlichen Erbschaft; puesto que permanecian en el dominio del señor del padre; wenn daher doppeltes señorio del solariego y del dueño de honor wurden sie vertheilt; wenn 2, der erstgeborne dem señor del honor, der zweite dem solariego [zugesprochen]. Ebenso zu theilen „los cuerpos y las tierras“ de los villanos encartados, die zur Erbschaft des verstorbnen Vaters gehörten.

Mit Bezug auf Mobilien alter fuero, wie in Castilien, dass die villanos nur verfügten über sie durch Testament octroyirt vor ihrer letzten Krankheit, fielen sonst an señor. D. Sancho der Gute autorisirte den villanos der Krone u. ihren monasterios, jeder Zeit zu verfügen über ihre bienes muebles[,] u. nahm den señores de los lugares das Recht, das sie hatten sie zu beerben; Spur davon erhielt sich seitdem nur in den señorios solariegos. Ferner Spur davon in der facultad der señores para recobrar sus heredades, wann die villanos, die sie ocupirten, mit od. ohne hijos, verschwanden, se perdian, sagt el fuero. Später, in den fuero general eingerücktes Gesetz, welches v. dieser Revindication ausnahm los bienes de los villanos del rey u. die der monasterios; wenn sich villano  Bei Cárdenas, S. 439: se perdiese
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verliere
, seine Erbschaft nächstem Verwandten gegeben; wenn keine solche vorhanden, vertheilt en collazos.

Je mehr reducirt die limitationes del dominio zum Vortheil der señores, desto mehr erweitert die im Interesse der Familien der colonos errichteten. Die leyes navarras, wie die von Aragon u. Cataluña über sucesiones – suchten die Integrität der patrimonios zu erhalten, indem sie in den Söhnen u. Verwandten erbliche Rechte anerkannten, die die facultades del dominio beschränkten.

Der Vater infanzon konnte einen Sohn auf Kosten des andern begünstigen, nur dass keiner ganz enterbt; mit Ausschluss der bienes de abolorio, die den hijos zukamen durch muerte de su abuelo aún vivo. Dasselbe Gesetz bestimmt, dass wenn rico-hombre od. infanzon 2 od. mehr Söhne hätte u. heredades in 2 od. mehr reinos ó villas, er jedem das Ganze an jedem Ort geben könne ohne Rücksicht auf seine Grösse.

Diese limitation der Testirfähigkeit hatte mehr ausgesprochnen Feudalcharacter mit Bezug auf die castillos, die par excellence feudos war u. deren Sucession dieselben Regeln befolgte wie die der corona; erstgeborner folgt allein nach Tod des dueño; wenn der todt, der ältere der Söhne; wenn diese fehlten, der mayor de sus hermanos, alles um die Integrität des castillo zu erhalten. Hatte einer mehre castillos, konnte der testator sie unter seine Söhne vertheilen; wenn er starb ohne es zu thun, vertheilten sie selbe unter sich.

Den villanos verboten zu geben perpetuirlich durch contract od. testament más hacienda á un hijo que á otro; nur für imobilien ihnen diess erlaubt, u. zu dar heredad einem por causa de matrimonio, aber nur während seines Lebens[.]

Während Staat Interesse hatte die integridad der patrimonios familiares der noblesse zu erhalten, geweiht dem service public, hatten weder Krone noch nobless noblesse Vortheil v. Erhaltung der patrimonios de la clase plebeja, vielmehr entgegengesetztes.

In Navara Navarraab intestato – succedirten nicht (also wie beim Feudalrecht) die Väter den Söhnen, [sondern] die Brüder vorgezogen; sucesion por troncalidad zugelassen, varones den mujeres vorgezogen u. der Mehr- dem minderaltrigen. (wie alles diess im Feudalrecht) Sohn konnte Vater u. Mutter nur Mobilia geben u. nur inter vivos; nichts ihnen durch Testament hinterlassen.|

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Nach dem fuero general, die bienes de todo el que muriera ohne hijos, tornaran á los parientes de quienes por naturaleza procederian. Ebenso die bienes dotales der mujer die ohne Söhne starb, debian volver á aquel que huberia hubiera dado la dato dota ó an seine Erben. Wenn eine Tochter starb vor Vater od. Mutter erbte ihre legitima die Aeltere ihrer hermanas vivas. A falta de hermanos, erbte die ältere Schwester.

Der mujer[,] die starb ohne hijos od. hermanos, folgte la prima hermana, hija de la mayor de sus tias. Die hijos naturales erbten, wenn keine legitimen da, aber zu gleichen Theilen, ohne Altersvorzug.

Anders diess bei den villanos. Starb Vater, so erbten los hijos zur Hälfte mit Mutter, der ausserdem gewisse vestidos á su uso zufielen. Starb zuerst die Mutter, so konnten die Söhne älter als 7 Jahre sofort pedir al padre su herencia; wenn keine Söhne, hatten diess Recht die parientes mas cercanos der Verstorbnen[.] Wenn hermanos villanos getheilt hatten unter sich, por suertes, en grupos de dos ó mas, u. einer davon starb, die die zur Gruppe der Verstorbnen gehörten, erbten nur die Hälfte ihrer legitima; die andre vertheilten sich gleich unter allen Brüdern. Die natürlichen Söhne der villanos erbten die bienes raices v. verstorbnem Vater od. Mutter, wenn keine legitimen da[,] u. ½ der gananciales; die andre Hälfte blieb dem surviving conjux; konkurrirten sie mit legitimen Söhnen, so unter alle gleich vertheilt, obgleich die natürlichen Söhne nur ihre legitima verlangen konnten, nachdem die legitimen das ihrige reklamirt.

Die Differenzen in der Successionsordnung: zwischen hidalgos u. villanos, bienes raices u. bienes muebles, varones u. mujeres zeigen den feudalen Ursprung dieser Gesetzgebung.

Libro V: De la propiedad territorial en el reino de Aragon.

Capitulo I. Von den verschiednen estados de las tierras u. de las personas.

1) tierras alodiales.

Die tierras waren alodial u. frei, od. feudal im strikten Sinn des Worts, od. censatarias u. dieser clasificacion der tierras entsprach die der Personen.

Frei die tierras, die die mozárabes besessen u. conservirt seit der reconquista; Freiheit nicht absolut, weil sie unterworfen como vasallos naturales del rey denselben Tributen, die sie früher Emiren u. Kalifen geleistet; auch diese Freiheit nicht permanent, weil häufig Condition wechselnd, ya recomendándose, ó ya rindiendo vasallaje sus dueños á señores poderosos.

Die tierra des condado de Rivagorza blieb en poder der cristianos trotz der sarazenischen Invasion u. erhielt ihre Unabhängigkeit v. den Monarchen v. Sobrarve u. Aragon, bis die condes zu besserer Vertheidigung sich als Vasallen u. Feudatäre der Krone anerkannten; daher in diesem Estado nicht die fueros v. Aragon; regiert durch Specialgewohnheiten.

Alodial viele v. den tierras die die reyes f. sich in der reconquista gewannen u. dann ihren Vasallen gaben um sie zu vertheidigen u. poblar mit diesem u. andren Privilegien, consignirt in cartas u. fueros particulares. So D. Alfonso I pobló á Mallen con cristianos mozárabes, denen er gab fuero 1132, gab ihnen f. sich u. Descendenten alle tierras, die sie bearbeiten könnten; mit Exemption v. den tributos de lezda, peaje u. herbaje; u. Privilegium de ir en hueste contra cristianos. Aehnliche carta de poblacion gab er an Artasona, 1134, erklärend libres die heredades de caballeros y peones u. ausserdem concedirend den vecinos die tierras die sie poblar u. bearbeiten könnten frei „de todo fuero malo y censo malo“. Der conde v. Barcelona, D. Ramon Berenguer, gab fuero an Daroca, 1142, erklärend die pobladores frei mit ihren casas u. bienes, eximirt v. tributos de portazgo u. montazgo, ofreciendoles in volles Eigenthum f. sich u. Nachkommen die castillos die sie v. den Mohren gewinnen werden u. die tierras, die sie erhielten v. der corona, salvo el derecho y la fidelidad debida al soverané soberano.|

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Frei die tierras, durch blosse Occupation erworben v. Infanzones en los pueblos, wovon sie vecinos waren; fuero von D. Jaime el Conquistador in Córtes de Huesca, 1247, autorisirte infanzones die in lugares del rey residirten zu roturar las tierras incultas u. baldias que hallaran en ellos, hatten nur señal ihrer Absicht der Besitznahme zu errichten; er musste sie aber arar in 40 Tagen nachher od. jeder andre konnte sie occupiren. Diese tierras ohne pact od. Bedingung, die ihnen Abgabe od. Dienst auferlegte, erworben, also frei[.]

Aber tierras libres im Mittelalter nicht absolut eximirt v. Abgaben (generalen od. lokalen) für gastos públicos; sondern im Sinn wie in Castilien die de juro de heredad, besassen en pleno dominio, no dependian del directo u. zahlten in dieser Beziehung keine gabelas od. servicios. Aber die mehr od. minder vollständige inmunidad solcher tierras hing weniger vom Adquisitionstitel ab als v. der calidad personal de sus dueños.

Bedeutend complicirte sociale Hirarchie Hierarchie in Aragon mit Bezug auf Personenstand.

Ert Erst die 2 grossen fundamentalcategorien: infanzones einerseits, andrerseits hombres de servicio oder de signo servicio. Die Infanzones getheilt in ermunios (seit undenklicher Zeit frei v. jedem Tribut u. Dienst), u. francos por carta y gracia de señor, otorgada en fecha conocida. Die ermunios unterabgetheilt in ricos-hombres od. barones, mesnaderos, einfache caballeros u. meros infanzones.

Ricos-hombres waren die mesnaderos, denen der rey concecirt tierras en honor mit cargo bestimmte Zahl Soldaten zu halten; Mesnanderos Mesnaderos die Nachkommen v. ricos-hombres, in deren directer Ascendenz nie war vasallo de señor; wohnten mit den ricos-hombres, empfingen v. ihnen Unterhalt, aber nicht als Vasallen, sondern als Freunde u. compañeros, wie die deutschen liti u. antrustiones;

Einfache caballeros, die Investitur militar ó de caballeria empfangen, wodurch sie sich zu Vasallen eines señor gemacht, der nicht el rey, seine Söhne oder Prälat war.

Simples infanzones, die in grader Linie v. infanzones abstammten, nicht zu Rittern geschlagen, aber fähig es zu werden. Erwarben die infanzones ermunios legitim (also nicht durch fraus gegen ein Gesetz, das es verbot, heredades pecheras, so wurden diese inmunes; doch nur wenn der infanzon auf einmal die ganze heredad eines Vasallen erwarb; f. die Partialadquisitionen sujeto á pechar, u. immer f. die gustos gastos de guerra u. die Reparation v. Gräben, Thoren, Mauern der castillos)

Die infanzones francos por carta hatten nur inmunidad v. Diensten u. pechos mit Bezug auf die señores von denen sie die gracia de su libertad erhalten.

Die hombres de servicio, die eigentlich Steuerbaren, ursprünglich getheilt in 3 zahlreiche Klassen:

  • 1) die ciudadanos, Bewohner v. ciudades, u. villas equiparadas á ellas, die nicht infanzones waren; trieben sie oficios manuales od. professirten sie Advokatur, Medicin, comercio por mayor u. ähnliche artes, so hiessen sie burgueses.
  • 2) Simples villanos od. payeses [waren] die vecinos der villas u. lugares propios des rey u. der Kirche.
  • 3) Villanos de parada die alten servi glebae, die in fernen Zeiten gegen ihre Herrn rebellirt, schliesslich mit ihnen transigirt u. ihre servidumbre f. die condicion de tributarios vertauscht hatten.

Alle hombres de servicio, ausser diesen letzten villanos, sujetos á los pechos generales del rey y á los particulares de sus señores, ausserdem was sie zu leisten por razon de las heredades die sie disfrutaban.

2) de las honores.

Hatten Feudalcharacter den tierras gegeben mit den Titeln: honores od. en honor, caballerías de honor u. caballerías de mesnada; endlich die unter dem Namen de feudos concedirten.

In Aragon musste gesetzlich el rey theilen, i. e. gen geben en honor, mit den ricos-hombres, caballeros u. infanzones naturales die tierras |80 mit ihnen erobert del poder de los moros.

Fueros de Sobrarve fabulis; absichtliches Literaturfabrikat (aus dem 17 Jhdt.), aber Inhalt dieser leyes genommen aus Geschichte, tradicion u. práctica. Barone ihrerseits wieder verpflichtet jene tierras unter ihre mesnaderos u. vasallos particulares zu vertheilen. Der Privilegio general, confirmirt durch D. Pedro II 1283, befiehlt den ricos-hombres dies unter pena de perder die vom rey erhaltnen tierras. Der Theil der tierra zu assigniren bei repartition jedem caballero, hiess caballería; jenes Gesetz modificirt durch das welches 1301 promulgirt v. D. Jaime II, auf Petition der Barone, ihnen erlaubend zu reserviren 1 caballería dem der 10–20 empfing, 2 dem der 20–30, 3 dem der 30–40 erhielt, u. in gleicher Proportion für mehr, immer unter Voraussetzung, dass Dienst der Krone nicht präjudicirt; dennoch das Gesetz v. 1283 no dejó de observarse constantenemente constantemente.

Die tierras, die der rey den ricos hombres u. diese den caballeros gaben en honor, gab die rentas od. Theil der rentas, die die Krone zu beziehn; aber diese Renten repräsertirten zum Theil gewisses dominio directo originario sobre las mismas tierras (dafür gezahlt cierto tributo genannt precario in einigen Orten, novenario in andern, gezahlt in granos od. dineros f. die heredades que cultivaban los moradores) u. andrer Theil la jurisdiccion u. potestad über die habitantes de los respectivos lugares. Ausserdem f. señor, Personaltribut, genannt deveria, jährlich gezahlt durch jede family en pan, aves u. andren Früchten, nach Canellas (Rerum aragon. Comment.) Reliquie der alten condicion der villanos de parada. Andre Renten u. Tribute erhielten die señores de sus lugares unter dem Namen pechas, questias, lezdas, pedidos, censos, ejércitos, cabalgadas, monedaje, zafra, acémilas, fonsaderas y cenas. In einigen Orten Einiges davon dem rey vorbehalten z. B. die censos, waren rentas ausschliesslich territorial u. die cenas, waren tribute rein seignorial, equivalent der obligacion de albergar y mantener al señor en su tránsito por los lugares del señorio, beide häufig der Krone reservirt.

Als Frucht der Jurisdiction, die die señores über die vasallos [ausübten], die penas pecuniarias genannt calumnías, gezahlt in Substitution f. penas personales bis zu del dem was Canellas nennt „media mortificatura“ u. „fractio cutelli“ (mutilation v. Gliedern); die multas bis 60 sueldos [waren] Eigenthum der señores, weniger der Theil, der den Klagenden zukam; die homicidios gehörten der Krone, ausser wenn Delict begangen in lugar del señorio, y el muerto era vasallo de infanzon; wenn in lugar realengo y tambien por el mismo vasallo, multa getheilt zwischen señor u. König.

Endlich gehörte den dueños de caballerías de honor das dominio de todas las tierras comprendidas dentro de sus limites u. nicht cultivirt, noch appropriirt. Demgemäss verfügte dueño (der in diesem Recht wieder vom rey ableitet) de la honor de los pastos, yerbas, maderas y leñas, exigiendo por su disfrute los  Bei Cárdenas, S. 451: tributos
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derechos
de herbage u. boalage; hatte an sich od. mit Licenz der Krone das tyrannische Recht de negar el paso por los caminos á hombres, ganados y mercancias, die ihm nicht schwere Tribute zahlten; (tribut der caminantes hiess peaje, der der Heerden carnage, der Waaren lezda) u. reservirte sich schliesslich, ohne Präjudiz f. die vecinos infanzones, das Monopol der pesca, molinos, hornos. So rey D. Sancho Abarca gab dem Kloster de San Juan de la Peña die villa de Alastrue, cum lezdis, caloniis, cursibus aquarum et cum omnibus terminis u. andre varias villas cum hominibus, foeminis, aquis, montibus, herbis, pratis, paludibus, pascuis et cum |81 omnibus juribus,  Bei Cárdenas, S. 452: calonniis
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caloniis
, homicidiis. Wollte, wie in Castilien, der König moradores an verlassne Orte anziehn, so gab er ihnen dieselben Dinge, die dem kgl. patrimonio gehörten. König D. Sancho Ramirez gab fuero an Alquezar, 1069, eximirend die pobladores de vias é carnales (peages für Menschen u. Vieh) et de todas azofras malas, de lezda u. jeder prestacion f. die tierras die sie bearbeiteten, ausser dem Zehnten, den er dem señor gab. D. Alfonso I erlaubte den pobladores v. Calatayud, 1131, zu haben hornos, tiendas, molinos u. canales. Ebenso als er pobló á Mallen, 1132, mit Christen mozárabes concedirte ihnen leñas, maderas, pastos, aguas u. alle tierras, die sie bebauen konnten u. eximirte sie v. lezda, herbage u. peage.

Aber das allgemeine Gesetz einereits einerseits das des Fuero verbietend hacer hornos u. molinos de agua ohne Licenz des Herrn, andrerseits das costumbre autorisirt durch die Observancias, welches erklärte dass den Infanzones kein solches Verbot zukomme, ni la prohibicion de aprovechar yerba, leñas y aguas. (452)

Alle diese Rechte der señores de honor nicht immer ganz ihnen zukommend, sondern getheilt mit rey u. den pueblos selbst, die ausserdem belastet mit vielen servicios publicos wie in Navarra u. Galicia.

Die caballerías llamadas de honor den nobles de linaje gegeben, consignadas in tierras u. vasallos ó en rentas publicas; die caballerías genannt de mesnada gegeben den mesnaderos u. caballeros nicht in tierras, sondern in rentas señaladas, de las que formaban el dominio de la corona. (also vom eignen patrimonio del rey) (hingen mehr v. der Krone ab, gaben nicht wie die caballerias de honor mehr od. minder completo dominio de lugares)

Oft die caballerias gaben nur Theil der derechos ó rentas, grösser od. kleiner, je nach Zahl der Soldaten, die sie zu halten, ein Soldat f. cada 500 sueldos de renta.

Das dominio de las honores, wie die feudos unter Karl dem Gr., erst zeitlich, dann lebenslänglich, dann (unter dem Namen feudos) erblich. Zur Zeit wo in Europa die beneficios erblich wurden u. die feudos entstanden, wurden in Aragon las honores (f. ricos-hombres wie f. die wieder v. ihnen dotirten caballeros) perpetuas. Nach Tod v. rey Alfonso II, 1196, berief sein Sohn Pedro II die Cortes nach Doroca Daroca; diesem Burschen fehlten noch 3 Jahre f. die 20, nöthig zur Krönung, die er vollzog u. obgleich er nicht casado y armado caballero; mit dem Concurs der Cortes nahm er die honores zurück den ricoshombres, gab sie ihnen zurück nach der Gewohnheit, aber machte sie v. temporales [zu] perpetuas, wofür die so Begnadigten auf viele ihrer alten politischen Prärogative zu verzichten hatten, die pasaban á la Justicia od. welche die Krone wiedergewann. So sagt der Geschichtschreiber Abarca „empezaron los ricos-hombres á procurar estados fijos, cuidando más de sus personas y sucesores que de sus oficios y grados, y los reyes se fueron haciendo más dueños y disminuyeron las caballerías … y empezaron á formar otros ricos-hombres dichos de menasda mesnada (ó de las caballerías del rey) para tenerlos más suyos y sujetos.“ (454) Die ricos-hombres die nach den leyes v. Sobrarve den derecho propio hatten zu bilden el concejo consejo necesario del rey para administrar justicia, declarar la guerra, hacer la paz y decidir todos los asuntos importantes, siendo más bien sus compañeros que sus súbditos, concedirten dass diese Prärogativen grosstheils al Justicia, ausgelübt ausgeübt durch minorennen rey, übergingen. Die ricos hombres nun celosísimos in ihren Familien die tierras u. derechos zu erhalten, besessen unter Titel de honores, aber nicht gleich scrupulös das mit Pedro II Stipulirte zu halten. 1283, als Pedro II zur Regierung kommt, muss er ihnen schon Theil der verzichteten Prärogativen wiedergeben, durch Octroyirung des Privilegio General a manera de tabla de derechos en la cual quedaron consignados los que de antiguo pertenecian al reino.|

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⦗Unter den leyes v. Sobrarve erscheint Jura dicere regi nefas esto, nisi adhibito subditorum concilio consilio. „bellum aggredi, pacem inire, inducias agere, remve aliam magni momenti pertractare, caveto rex praeterquam seniorum annuente consensu.“ (Blancas, Rer. Aragon. comment.) (p. 455, nt.[)] Diese nobles zwingen denselben Jaime ihnen fiele an die Krone gefallen gefallenen honores wieder herauszugeben. (streichen u. a. 1325 den Ausdruck bei Verleihung der honores aus, dass sie besitzen „mientre que á el (dem rey) placera.“[)⦘]

3) De los feudos propios.

Der estado de Rivagorza (1015 der Krone v. Aragon einverleibt durch D. Sancho el Mayor, wahres feudum.) D. Juan Jaime II promulgó 1300 den fuero genannt: Quod Ricapurtia, worin erklärt Rivagorza, Sobrarve, die Valles y Litera subjekt des fuero v. Aragon, ausser in den feudos, die also innerhalb des Landes existirten. Gab auch andre feudale Orte ausser Rivagorza, z. B. Ariza u. Vervegal etc. So viel weiss man, dass d. in Rivagorza die vasallos del conde nicht hombres de servicio waren, sondern blosse Feudatäre, deren lugares u. villas jährlich sich vereinigten in „Consejo general“, worin sie die öffentl. Interessen des condado behandelten.

4) de las tierras tributarias de villanos.

Die Geschichte der alten siervos adscriptos kurz referirt in den „Observancias“; sie hätten früher gehiessen collati tendelli, seien unterworfen gewesen á servidumbre u. damals repartirt por fuerzo unter den hijos der señores; aber zu gewisser Zeit, apremiados durch ihre Lage, hätten sie sich gegen dieselben erhoben etc[.] Heisst nämlich: „Observ. l. 6. t. De privilegiis [Dominae] Infantionae, 9. Collati tendelli … erant servitude servituti subditi, ut etiam inter filios dominorum suorum, ducebantur gladio dividendi, quia quodam tempore, urgente conditione pestifera eorum, contra suos dominos insurgebant, tandem compuserunt composuerunt cum eis, communi consensu, certo tributo et conditiones super se (für sich) et suis filiis assignantes, ad quae facienda remanent adstricti, et pro hujusmodi compositioni compositione, tam ipsi quam ipsorum filii sunt vocati, eo quod cum dominis suis pacta talia paraverunt.“ (p. 461, nt. 1) Das ist alles was hier zu finden, auch nichts weiter in den alten Chronisten. Vidal de Canellas fügt nur hinzu, dass eine der Bedingungen des Vertrags fué que los vasallos prestarian fianza por sus señores wenn diese es nöthig hatten, pero que miéntras no fueran reintegrados de lo que desembolsaran por ellos, no tendrian obligacion de volver á fiarlos. Die Insurrektion war  Bei Cárdenas, S. 461: sin duda
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wahrscheinlich
in der Art der der französischen Bauern des 12 Jhdts, u. der der villanos de Navarra, u. der der vasallos de remensa v. Catalonien, in welchen die alten siervos ihr Joch abschüttelten. Auch war diess levantamiento nicht der letzte de los, die reichlich das Blut der señores in Aragon fliessen machten[,] u. durch die Geschichte v. denen[,] die im 16t Jhdten Jhdt vorkamen, kann man sich einen annähernden Begriff davon machen was sie früher gewesen sein müssen.

Villanos de parada gab es nur in den tierras alodiales deren Herrn nobles, od. infanzones, die pleno dominio hatten u. was in Aragon potestas absoluta hiess. Gehörten zu den tierras, die sie cultivirten, u. der Herr hatte dieselbe Macht über die einen wie die andern.

Einfache Vasallen, genannt de signo servicio, auf die die señores nicht absolute Gewalt hatten in den nicht allodial tierras, i. e. in die gegeben en honor (mindestens keine villanos de parada hier wenn die honores nicht erblich), in den eigentlich feudalen, in den concedirt en encomienda od. unter jedem andern Titel de dominio menos pleno; ebenso in den tierras realengas od. Kirchen u. órdenes religiosas gehörigen; in den ersten hatte die Krone darauf verzichtet (á tan omnimoda autoridad), in den andern hatte el rey gewisse Rechte wie monedage, |86 die ihn zum particeps im Ertrag machten, was absolute dominium beeinträchtigt haben würde.

Trotz der durch die Insurrection gewonnenen Vortheile die villanos de parada nicht legal fähig de adquirir u. die Rechte de la propied propiedad verdadera auszuüben. Die Observancias sagen v. ihnen dass sie „nada poseian por si, fuero fuera de lo que tuvieran en los bienes de los infanzones, y que moraban en las casas ó en las heredades de estos con el pacto de permancer permanecer siempre en ellas.“ (462) Lo que tenian en los bienes de los infanzones pflegte zu sein alguna heredad um sie zu kultiviren u. zahlen con sus frutos, die censos u. gabelas womit sie gravirt: censos malos genannt v. den Dokumenten de la epoca, weil sie die UrsprungsSpur der pestifera condicion der servidumbre zeigen. So nennt Canellas z. B. die deveria, bestehend in gewissem Quantum v. aves od. frutos. Desswegen, wenn die reyes fueros u. privilegios den pueblos gaben, pflegten sie sie auszunehmen v. den malos censos u. malas costumbres, declarando libres sus propiedades. (So in Local fueros v. 1064, 1100, 1134)

Die tierras tributarias der villanos de parada waren nicht ihr Eigenthum, sondern das der infanzones, ihrer Herren[.] Hatten v. den frutos dem Herrn so viel zu zahlen als er v. ihnen exigiren wollte; ja ihr Leben u. hacienda stets abhängig v. volundad voluntad del señor. Nach Gesetz konnte er solchen Vasallen alle ihre Güter entziehn ohne conocimiento de la causa, u. ohne dass sie sich bei abusos in Ausübung solchen Rechts beim rey beklagen durften. Observ. l. 9. t. De privileg. gen. I, 9: „Domini locorum … suis vasallis servitutis possunt … bona eis aufferre, remota omni apellatione: et in eis dominus rex non se potest in aliquo intromittere.“ (463, nt. 4) Folgt daraus, das die censos u. tributos dieser villanos arbitrarios waren. Die Gewohnheit, freilich, autorisirte die pecheros para recurrir al Justicia contra el consejo y oficiales de cualquier lugar, que exigieran más de lo debido, por razon de impuestos ó censos. (Observ. l. 9. t. De appellationibus. „Si aliqui se dicant gravatos ultra debitum in tallis seu collectis … et firmaverit de directo, de solvendi solvendo quidquid per Justitiam fuerit cognitum et pronuntiatum … non debere lite pendente, pro illo residuo seu inmoderato pignorari.“ (463, 5.); aber die pecheros, denen diess Recht zuerst zuerkannt, waren nicht vasallos de parada, sondern die nicht absoluter potestas Unterworfnen. Im 15t Jhdt dieser Recurs f. die Vasallen allgemein gemacht, aber nur f. Fall wenn neue u. exorbitante Tribute auferlegt, u. nicht ohne Reclamation der señores, die sich ausdrücklich auf ihr Recht beriefen die vasallos de signo servicio aller ihrer Habe zu berauben.

In vielen Orten, ebenso mit tierras tributarias, mudejares, Moros auf ihren tierras gelassen nach reconquista, in Zustand jedoch approximativ á servidumbre. Diese Klasse viel zahlreicher in Aragon als in Navarra. In vielen pueblos bildeten sie hier die Majorität del vecindario; in andren waren sie die einzigen moradores u. vecinos.

Die Sarrazenen betrachtet als cautivos, gehörten als solche dem rey (den Infanzones nur die, die sie aus extrañas tierras zogen) Auch den señores der lugares concedirt „de tratarlos bien ó mal, y de matarlos de hambre, sed ó frio“.

Die mudejares, die in lugares realengos lebten, konnten nicht verkaufen ihre heredades an Christen ohne der Krone ⅓ des Preises zu geben, als Entschädigung f. die censos die diese nicht v. den neuen Besitzern ziehen konnte. Diese censos ⅑ der frutos (hiessen daher novenarii ó tributarii Dominis regis) |87 Sie zahlten ausserdem ⅒ der heredades die sie besassen procedentes de cristianos, dann allgemeine tribute wie  Bei Cárdenas, S. 464: monedage
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monedaje
etc. Beabsichtigten sie sich zu entfernen v. dem Ort, den sie bewohnten, so gefangen u. bestraft f. ihr mal propósito mit Verlust aller ihrer Güter. Nur die Vasallen der Kirchen, ob Moros, Juden od. Christen, konnten frei ihre lugares verlassen. Ausserdem konnten die moros cautivos f. die Schulden ihrer Herrn genommen werden, obgleich sie sich nicht f. selbe obligirt hatten; die non cautivos nur wenn sie sich constituian sus fiadores. Ein alter glosador der fueros, die Molino citirt, commentirend la ley que castigaba los daños causados por animales cuadrúpedos, sagt dass zu diesen quadrupes auch die gefangnen moros gehören, u. dass wie der dueño eines animal das damnum verrichtet, aller responsabilité enthoben dandalo dándolo en noxa den Agravirten, so der Herr dasselbe thun konnte mit sarraceno cautivo: .

Endlich tierras tributarias bessasen besassen die ciudadanos u. simples villanos signo servicio, Vasallen sei es del rey od. v. señores ohne potestas absoluta. Waren unterworfen [der] limitirten potestad de sus señores, konnten aber verfügen über ihre Personen u. Güter con arreglo á las leyes oder pactos, die ihre Obligationen determinirten. Wenn Vasallen del rey, konnten sie ihre heredades an caballeros od. infanzones verkaufen, ohne dass comprador verpflicht verpflichtet á pechar f. diese tierras. Gehörten sie an Kirche od. monasterio, so konnten sie variar de domicilio, ohne Furcht de ser presos y embargados, como sucedia á los vasallos del rey u. der señores seglares. Die vasallos realengos konnten nicht gegeben werden [»]en encomienda á ningun noble, mesnadero ni caballero; y si bien tanto estos vasallos como los de señorio podian ser embargados por las deudas de sus señores ó por las fianzas que hubieran prestado por ellos, unos y otros libraban de esta vejacion sus bienes inmuebles.«

Aber alle Güter dieser Vasallen (de signo servicio) unterworfen den pechos y servicios reales u. señoriales wovon eximirt die infanzones. Wurden die tierras tributarias an infanzon verkauft, so verwandelten sie sich in exentas u. vice versa.

(Nicht territorial alle servicios der villanos.) Der villano, der erwarb heredad en pueblo wo er nicht vecino war, pechara auch hier como si lo fuese; danach tributo betrachtet como carga real del inmueble; ebenso territorial der impuesto genannt precario, weil er nach Canellas wuchs od. abnahm nach der riqueza des pueblos; ebenso der Zehnte (den die Christen zahlten wie die moros); el  Bei Cárdenas, S. 467: monedage
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monedaje
= 1 maravedi con que contribuirte jedes Haus v. 7 zu 7 Jahren. Die andren impuestos auf muebles.

Die Klassen der tierras hingen [in] ihrer condicion hauptsächlich ab de la personal del dueño. Allodialeigenthum konnten villanos (u. moros) nicht haben; dieselbe tierra eximirt in Händ den Händen v. Infanzon, pechera en poder del ciudadano od. villano. Die honores u. caballerías konnten nur gegeben werden, die einen an ricos-hombres, die zweiten an infanzones. Die caballerías de honor hörten auf de mesnada zu sein, wenn sie von mesnaderos an ricos-hombres übergingen, u. die de mesnada wurden de honor, wenn sie v. mesnadores mesnaderos an ricos hombres übergingen.

Capit. II. Del servicio militar de los poseedores de las tierras.

 Bemerkung von Marx zur eigenen Orientierung. Der folgende Absatz ist exzerpiert aus dem dritten Kapitel des fünften Buchs. Aus dem zweiten Kapitel „Del servicio militar de los poseedores de tierras“ des fünften Buchs fertigte Marx keine Exzerpte an.
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Zu Capitel III diess

Die ciudades gehörten zum dominium der Krone, obgleich mit den zahlreichen privilegios u. exerciones que disfrutaban sus vecinos, u. aller villas, pueblos u. depoblados despoblados die|

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Capit. III De la potestad inherente á la propiedad territorial.

nicht repartirt noch veräussert á los infanzones á titulo de donacion, venta, permuta od. caballerio caballería de honor. Hier Jurisdiction des Königs[.]

Die Institution del Justicia diente als fuero u. Gegengewicht gegen Autorität des Königs wie der nobles.

Da die körperl. Strafen nicht verhängbar ausser durch monarca, um damit die alte señorialgewalt zu vermitteln, attribuirten sich die señores, die nicht eigentliche Criminaljurisdiction besassen, das Recht die ihnen Unterworfnen ohne irgendwelche rechtliche Form „para matar de hambre, de sed ó de frio“. (p. 487)

In Aragon gaben sich die Feudalen absolutes Testirrecht, benutzten das aber grade um grosse Familiengüter zusammen zu halten.



Obgleich durch privilegios particulares abgeschafft, blieb die alte mañeria, in dem grössten Theil de los lugares poblados de vasallos christianos cristianos, todavia duró hasta el siglo XVII, mindestens f. die desdichados moros.

Der antiguo fuero de Jaca, confirmado durch rey Alfonso II, 1187, obgleich de fecha viel älter, u. wie [es] in seinem eignen Text heisst, adoptirt in vielen lugares de Castilla y Navarra, erklärte dass alle vecinos jener ciudad über heredades u. bienes verfügen konnten wie sie wollten, u. dass, wenn sie nicht verfügt, ihre nächsten Verwandten, u. bei deren defect, die pobres ihnen zu succediren.

Aehnliche Gesetzgebung in andren Orten nicht poblados al fuero de Jaca, weil viele Diplome des 11t u. 12 Jhdts dan testimonio de cierta libertad de testar en los padres.

Die Testirfreiheit ursprünglich beschränkt auf Allodialgüter. Natürlich wie immer viele lokale Ausnahmen, wo beschränkt die Testirfreiheit, legitima f. Söhne etc

Im 12 u. 13t Jhdt in Aragon, wie in Castilien, grosse Verschiedenheit in Gesetzen u. Gewohnheiten bezüglich der Erbfolge. Aber Ende der Epoche überwog die die mandaban gleiche Vertheilung unter den hijos des väterlichen Erbe, als im 14 Jhdt die nobles u. infanzones, como los del estado llano von dem König die facultad freier Testirung verlangten.

Aber damit zugleich in derselben Epoche viele andre Prätensionen, bezeichnend die Periode der aragonesischen Aristocratie, worin sie am mächtigsten war.

Die nobles, nachdem anerkannt ihr dominio perpétuo de sus honores, im Austausch f. bestimmten Theil ihrer legalen Autorität u. ihres politischen Einflusses, strebten wiederzugewinnen, was sie in letzterer Beziehung verloren hatten; die Krone ihrerseits beobachtete nicht immer treu die denselben zuerkannten Rechte. Daher langer Kampf, fortgesetzt unter den reinados v. Pedro III, Alfonso III u. Jaime II bis mit varia fortuna bis zu den Zeiten v. Felipe III. Die nobles verlangten die restitution de las honores die sie von alters besessen, u. die detentaba, nach ihrer Meinung[,] die Krone u. ferner dass ihre Privilegien besser beobachtet würden. Krone widerstand, so lange sie konnte, diesen Prätentionen, aber schliesslich hatte Pedro III anzuerkennen u. ihnen zu octroyiren el Privilegio general, worin zum erstenmal verzeichnet u. compilirt die Rechte der nobles vis-à-vis der Krone. Damit hörten aber nicht die disturbios del reino auf u. die nobles nicht zufriedengestellt; so wenige Jahre später hatte Alfonso III ihnen zu octroyiren das monstruose Privilegio de la Union, worin ihr Recht erklärt Aufstand zu machen gegen el rey, wann ihnen nicht gewährt ihre libertades u. franquezas. Sie machten bald Gebrauch v. diesem derecho perturbador. In den ersten Jahren des reinado v. Jaime II, machten sie offne Revolution, um die dineros zu erhalten, die ihnen |89 geschuldet de sus caballerías; u. ohne die Klugheit des rey, der dies der Entscheidung des der Justicia unterwarf, wäre la contiendo contienda durch Waffengewalt entschieden worden.

Da die noblesse sah dass ihr patrimonium zerstückelt wird durch herencias u. secesiones sucesiones forzosas – u. sie wussten dass dies patrimonio uno de los más solidos fundamentos de su influencia – „los barones, mesnadores mesnaderos, caballeros y infanzones congregados en las Cortés de Alagon de 1307, para conservar en buen estado sus patrimonios, los cuales se destruian fácilmente cuanto cuando se dividian entre los hijos.“ (Worte des fuero, 1. t. De testamentis nobilium p. 507, Note 1) verlangten v. Jaime II sie zu befähigen para instituir als Erbe einen einzigen Sohn, entre varios, mit der einzigen Bedingung de dar algo á los otros, segun su volundad voluntad. Jaime II hatte ihnen schon zu viel bewilligt, um das zu verweigern; so wurde, quant aux nobles, die freie Testirfreiheit unter Söhnen das einzige Gesetz. Zur selben Epoche u. mit denselben Motiven verlangte u. erlangte der kastilische Adel v. den reyes la facultad de vincular sus bienes. Sie auch „procuraba conservar en buen estado sus patrimonios, excusando su division entre hijos, que solia destruirlos“. Die einen (Aragonese) mehr independent u. individualista, se encomendó á si misma el cuidado de mantener la integridad de su patrimonio, usando de la libertad de testar. Die nobleza castillana castellana, in andern Umständen u. confiando ménos á en si misma, quiso obligar á sus sucesores con vinculos legales, á la conservacion de sus propios bienes. Aber die castilischen Majorate u. die aragonesische libertad de testar gleichzeitig u. zum selben Zweck führend.

Ebenso Aehnlichkeit im Verlauf dieser Institutionen. Die kastilischen Majorate vulgarisirten u. generalisirten sich unter allen Klassen u. hörten damit auf de cumplir su objeto político; die Testirfreiheit in Aragon ging auch bald auf alle Volksklassen über, so aufhörend Privileg der Aristokratie zu sein. 4 Jahre, nachdem die nobles octroyirt, baten die procuradores der villas in den Cortes v. Daroca, 1311, [um] dieselbe Freiheit vom rey; u. der, theils um den Werth seiner Concession an den Adel zu verringern, octroyirte dieselbe Freiheit „á los hombres de villas y villares, mit Ausnahme der Universitäten v. Teruel u. Albarracin“, die ihre speciales fuero beizubehalten hatten.

Andre Analogie. Wie in Castilla die Jurisprudenz, weit ausdehnend die Texte u. neue practicas einführend, dazu beitrug zu vulgarizar u. democratizar die Vinculaciones, so gab in Aragon die Jurisprudenz grössere Extension als die Texte der fueros erlaubten die Testirfreiheit en perjuicio de los hijos. Nach dem Text dieser fueros, die faculté des testator ging nur so weit einem Sohn fast die ganze hacienda zu überlassen u. irgendeinen Theil, ohne gesetzlich bestimmtes Minimum, allen übrigen; diess dahin interpretirt dass die Väter sogar extraños als Erben einsetzen konnten, wenn sie nur etwas ihren Söhnen überliessen, obgleich diess schon als irrig v. einigen der modernen Juristen bestritten ward. Fundados auf dieselbe Gewohnheit, opinaban der alten foristas, dass durch die neuen fueros v. Jaime II über die testamentification die früheren abgeschafft, die verboten hijos ohne causa zu enterben[,] u. Molino (Repertorium fororum) sagt, dass diese fueros zu seiner Zeit nicht mehr in uso, dass die Väter ohne Grundangabe frei ihre Söhne enterbten, con tal que les dejasen algo por razon de legitima, u. dass das einzige was sie nicht konnte konnten war praeterirlos preterirlos, no señalándoles por herencia, ninguna cosa cierta.

Für die Weiber der verschiednen Stände dagegen gesorgt, durch das was ihnen gesetzlich der conjux bei contraction der Ehe geben musste. So »la vilana villana debia recibir en dote una casa techada de doce vigas, por lo ménos, una aranzada de viña, un campo en que pudiera sembrarse una arroba de trigo, sus joyas, sus vestidos, una cama y los dos mejores animales de labranza.« (p. 509)|

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Aus:
Francisco de Cárdenas: Ensayo sobre la historia de la propiedad territorial en España. T. 2. Madrid [1875].
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Tomo II

Libro VI. Grundeigenthum im principado v. Catalonien.

Cap. I Constitution der propiedad territorial unter der Herrschaft der fränkischen reyes.

I) Repartimientos der tierras u. ihre Bedingungen.

Karl der Gr. u. Ludwig der Fromme entrissen diese Provinz den moros, führten hier das bei ihnen geltende polit., jurist. u. ökon. Princip ein. Sie hiess damals marca hispanica (dazu gehörte kleiner Theil des Grenzlandes, später Frankreich zugehörig.) In den ciudades u. einiges Ruraldistrikte einigen Ruraldistrikten setzten sie condes francos ein, verwalteten Justiz u. öffentl. Angelegenheiten; diese Institution, die schon seit der gothischen Zeit existirte u. war nicht gänzlich verschwunden während der kurzen Herrschaft der Sarazenen; neu war die Errichtung v. condados ausserhalb der ciudades, in comarcas meramente rurales, die noch zahlreicher wurden als die urbanos. Die condes hatten ihre vicarios, entweder generales (wenn sie selbe im ganzen comté vertraten) od. speciales (wenn nur in bestimmtem Distrikt)[.] Viele tierras, bes. an den Grenzen, als beneficium gegeben den leudes od. unmittelbaren Kronvasallen (vassi dominici) f. Militairdienste u. mit Verpflichtung sie in Zukunft zu leisten. Diese Vasallen hiessen in den Usages de Barcelona comitores u. barones; sie vertheilten dieselben Ländereien unter ihre Clienten od. fideles u. die Eingebornen, bald mit census, bald als beneficium u. mit den solchen Erwerbungsarten immanenten Obligationen. So gebildet die Vasallen 2t Grades, genannt in den Gesetzen ⦗Marca hispanica, l. 3 c. 8⦘ valvasores.

Ausser Franken u. eingebornen Catalonien, Cataloniern participirten an den repartimientos viele in andren Provinzen gebürtigen Spanier, die hinflohen um sich dem span. Joch zu entziehn; Karl der Gr. u. Ludwig Pius octroyirten ihnen generös, Karl der Kahle bestätigt später diese mercedes; die darüber erhaltnen Diplome zeigen vollständig die Constition Constitution des Grundeigenthums seit der reconquista. So existirt ein Rescript Caroli Magni, 2 v. Lud. Pius, 1 v. Carl dem Kahlen.

Kamen zu Karl dem Gr. 39 dieser Spanier mit Klagen über die condes, die direkt od. durch ihre Bediensteten sich ihrer Ländereien bemächtigten od. Tribute verlangten f. heredades worin sie durch Anbau tierras esteriles estériles verwandelt hatten. Karl der Gr. überliess der Verification des Thatbestands seinem Sohn Ludovicus Pius u. dem Erzbischof Juan, seinem missus dominicus, u. nach Anhörung ihres Reports, erliess 812 das erste der erwähnten Rescripte, gerichtet an 8 seiner condes, verbot darin alle Eingriffe in die v. den Spaniern kultivirten Ländereien, sie u. ihre Erben in ruhigem Besitz der tierras zu lassen, disfrutado während 30 J., so lange nicht Treue gegen die Krone gebrochen, Restitution an die dueños der ihnen ungerecht entrissenen. Daraus ersichtlich, dass diese ersten tierras den Spaniern gegeben frei v. Tribut u. jedem andern gravamen ausser fidelidad (schloss servicios positivos, namentlich Kriegsdienst ein)[.] Der fidelidad auch unterworfen die fideles, i. e. die clienten u. vasallen im Dienst ihrer patronos. In Folge verschiedner andrer Titel – namentlich dem der ocupatio od. presura – besassen tambien die Spanier viele andere tierras, Gegenstand der Gier der Magnaten; diese tierras al principio erblich in den familias ihrer ersten Besitzer.

Trotz der Autorität Karl des Gr., musste schon 2 Jahre später, 814, Ludov. Pius sein erstes Rescript erlassen, theils zur Confirmation, theils zu genauerer Bestimmung. Danach die Spanier, die sich dem Schutz der Krone unterwarfen, zu behandeln wie Francos ingénuos, eximirt v. allem Tribut u. Dienst, ausser Kriegsdienst, wenn dazu berufen durch ihre condes, wann sie auf ihre Kosten 3 Monate höchstens zu dienen jährlich: hatten guardias od. velas in den Marken od. Grenzterritorien zu leisten; hatten bagajes  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 184.
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(cheval de bat bât, sommier)
u. verederos  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 1360.
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(Porteur d’un ordre á plusieurs villes, villages etc)
zu liefern den condes, ministros reales, legados naturales od. extranjeros die passirten durch ihre tierras im Dienst des rey. Das Rescript autorisirt diese Eigenthümer sich zu Vasallen der condes |91 zu machen, wenn sie v. ihnen tierras als Beneficium erhielten, mit Verpflichtung ihnen die Dienste zu leisten wie andre hombres ihren señores; ebenso para dar á censo ihre eignen heredades an colonos del estado servil, die dann ihrer potestas unterworfen, aber sich davon losmachen konnten, wenn sie dem Herrn alles v. ihm Empfangne zurückgaben. (Marca hispanica, l. 3 c. 19)

Aber auch damit hörten die Uebergiffe u. Vergewaltigung der condes u. mächtiger Herrn nicht auf. Einige erschnappten provisiones reales, wodurch ermächtigt ihren Vasallen die v. selben kultivirten tierras libres zu nehmen, wenn sie nicht die dafür stipulirten pensiones u. tribute zahlten. Andre beraubten ihre Colonen auf eigene Faust der tierras tributarias, um sie f. sich zu behalten od. um sie neuen Vasallen mit grösserem Profit zu geben, da sie sie als wasteland fortgegeben u. sie wiedernahmen bevölkert u. fruchtbar. Ludwig Pius, 816, erliess 2tes Rescript gegen diese Anmassungen. Endlich bestätigte u. vervollständigte Karl der Kahle diese Anordnungen durch Rescript v. 844, bestätigt alles den Spaniern, unter seinem Schutz, unter Bedingung dass sie como los demás francos die vorbehaltnen Dienste (sieh oben Rescript v. Carl Magn.) leisteten. Zugleich die, die sich bedienten der verederos u. sie nicht rechtzeitig ihren Eigenthümern zurückgäben, verantwortlich gemacht; confirmirt Exemtion v. censos u. tributos, ausserdem erklärt dass die cortas ofrendas[,] die einige Vasallen ihren señores zu leisten pflegten, nicht obligatorisch; ditto die Bestimmungen über die colonos wiederholt, die jedoch bei Rückgabe des v. einem Herrn Empfangne u. [bei] Verlassen desselben andren señor zu wählen hatten; denselben Spaniern facultad eingeräumt de apropiarse y cultivar las tierras yermas, dafür dem rey die gewöhnlichen servicios leistend, und zu geniessen pastos, leñas y aguas im ganzen Principat, enstprechend entsprechend der alten Gewohnheit; endlich ihnen bestätigt sich como los demás francos zu encomendar an condes als Vasallen, aber unter Bedingung, dass wenn sie v. ihnen algun beneficio empfingen, sie ihnen dafür zu leisten: „los mismos obsequios u. servicios que nuestros hombres (sagt el rey) á los señores de quienes son vasallos.[“] (España Sagra, t. 29, apend. 11) Wie im übrigen Frankenreich also in Katalonien tierras alodiales, vertheit vertheilt durch rey seinen Vasallen, libres de todo grávamen, ausser dem Militairdienst; tierras beneficiarias, herkommend de los mismos repartimientos od. de los vasallos inmediatos der Krone; tierras tributarias od. serviles, gegeben zum Anbau den colonos mit cargas pecuniarias y personales verschiedner Art.

II) Tierras alodiales.

alodiales [waren] generalmente die tierras gegeben v. Carl. Magn. u. Ludw. Pius den francos die ihnen assistirten bei der conquista, Eingebornen Cataloniern od. eingewanderten Spaniern, die sich unter kgl. Schutz gestellt. Die Leistungen der Besitzer v. Allodialländern damals noch nicht direkt aus dem Landbesitz entspringend sondern aus der vasallaje unter Krone; statt des Landes konnte jedes andre beneficium in dasselbe Verhältniss bringen. Im Fortschritt der Zeit wird es allgemeine Rechtsregel, dass die Prästation solcher Dienste carga necessaria necesaria y directa de toda propiedad territorial.

Die escrituras des 9t u. der folgenden Jhdte erwählen erwähnen viele concessionen v. tierras libres mit der Obligation der Kriegsleistung an die cedentes Seitens der Concessionäre.

Die condes v. Barcelona pflegten zu garantiren, bald einzelnen individuos, bald á todos los vecinos de un pueblo, Besitz ihrer tierras, f. blosse Verpflichtung zum Kriegsdienst; z. B. conde Borrel, 986, confirmirt so in ihren alodios den vecinos v. Cardona, encomendándololos encomendándolos al viscount Ermesindo u. dessen sucesores, y mandandoles mandándoles que „acudieran á su llamamiento y le seguieran siguieran á cualquiera parte que fuese.“

Der im Austausch f. die libre propiedad versprochne Dienst se limitaba manchmal auf Vertheidigung des eignen Orts od. der comarca respectiva im Fall feindlicher Invasion; ohne (in diesem Fall) verpflichtet zu sein zu andern Feldzügen. |92 Unterschied in den tierras alodiales, je nach der grössern od. geringeren Freiheit des darüber ausgeübten dominium. In Rescript. v. 844 ermächtigte Karl der Kahle die Spanier sich unbebaute tierras anzueignen u. sicherte ihnen deren Eigenthum so lang sie selbe bebauten u. der Krone die gewöhnlichen Dienste leisteten. Diese Adquisitonsart Adquisitionsart hiess in Catalonien adprision (in Castilien pressura), war nicht derecho comun de todos, sondern Privileg einiger Vasallen. Die Dokumente des 9t Jhdts etc unterscheiden sie v. den tierras erworben durch Geschenk od. compra (Kauf) y cultivadas de antiguo. Das Recht der adprision im allgem. ausgeübt en las tierras de la respectiva comarca; einige grosse Vasallen disfrutaban el privilegio de adquirir alodios de este modo en todo el territorio sujeto á la corona. So der Graf Borel Borrel autorisirt Kloster de San Saturnino: „Ut faciant perprisiones ubicumque voluerint vel potuerint, longe, lataeque per universa loca eremis solitudinis aedificent, et Ecclesias faciant munificentiis in congruis locis, et adducant laboratores qui ipsas eremitates reducant ad culturam.“ (p. 11, n. 4)

Ueber diese tierras de admision scheint die Krone Art dominio eminente, sehr unbestimmtes, gehabt zu haben, was nicht Fall bei bienes de dominio propiamente alodial. Sie waren veräusserbar u. durch Erbschaft übertragbar, aber dass gewisse Beschränkung in ihrem dominio geht schon daraus hervor, dass ihre dueños pflegten die principes anzugehn que les otorgaran el privilegio de tenerlas als alodios propios. Obgleich eximirt v. allem census od. tribut, u. ihr dominio sicher nach 30 jährigem Besitz (nach dem Rescript v. Carl dem Kahlen), pflegten selbst die condes auf Verlangen der proprietäre, sie gleichzusetzen den tierras acquirirt durch Contract od. herencia.

So Emperador Lotario, 834, concedirte ciertas heredades en el Rosellon den Brüdern Rodon u. Wimar, die der Vater beider in Cultur gesetzt, erklärend er gebe sie ihnen in propiedad, damit sie sie lassen könnten ihren Nachfolgern etc („propietario jure possidere valeant … suisque  Bei Cárdenas, S. 12: haeredibus
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heredibus
, haeredetario jure conferre.“) Aus diesem u. andern Dokumenten ersichtlich, dass die reyes u. condes als Gunst einigen ihren Vasallen das Recht geben die tierras por adquision adprision (die also den andern nicht ganz gleichgültig) zu verwandeln in propiedades libres y francas. Carl der Kahle bei ähnlicher Gelegenheit (847) sagt ausdrücklich, dass [dies] geschehe, damit die so Begünstigten „pudieran desde aquel dia disponer de ellas ⦗viz. tierras por adprision⦘ á su volundad voluntad.“ (p. 12)

III) Tierras beneficarias beneficiarias.

Beneficiarias auch die, die die Spanier v. condes u. andren señores [erhielten,] nach der facultad v. Ludwig Pius ihnen eingeräumt, para recomendarse á ellos y otenir obtener sus benificios beneficios; besessen unter leyes de los francos, nach dem Praecept v. Charles des Kahlen, hatten dafür fidelidad u. Militairdienst zu leisten in der durch die capitularien der fk. Könige vorgeschriebnen Form. Erwähnt schon solche beneficios in den Diplomen des 9 u. 10 Jhdts; oft die eignen Güter als beneficien an irgendeinen señor abgetreten, um sie v. ihm als beneficium v. ihm wieder zu erhalten. (Dies geschieht selbst v. señores vis-à-vis von andern, mächtigeren, der grösseren Sicherheit wegen, weil dann unter Protection eines Mächtigeren.) Solche Beneficien mussten immer v. den Nachfolgern des señor, der sie gab (auch wenn sie ursprünglich dem Empfänger gehörten, ) neu bestätigt od. ertheilt werden. (Geschah oft auch, wenn man Kirchen Güter geraubt, liess sie sich dann später Gewissens halber als Beneficien v. ihnen zurückgeben)

Die condades condados u. gobiernos der varios distritos von Catalonien, welchen die Einkünfte u. emolementes emolumentos zur Souverainität gehörig, zufielen, erhielten sie auch als Beneficien v. Karl dem Gr. u. Ludwig Pius, so dass sie alle vicisitudes der propiedad beneficiaria durchliefen. Erst die condes amovibles, wurden verschiednemal entfernt |93 u. remplacirt, bis Karl der Kahle, 877, im Allgemeinen ihre Erblichkeit concedirte. Seitdem machte Winfried Wilfried erblich in seiner Person den condado v. Barcelona, mit denen v. Urgel, Besalú, Gerona u. Cedaña Cerdaña, die er damals besass od. später durch Erobrung gewann. Seitdem de facto die katalonischen Grafen fast unabhängig v. den Königen v. Frankreich, die nur noch so weit aus den Dokumenten sichtbar einige Immunitäten u. Privilegien v. Kirchen u. Klöstern confirmirten. Diese Unabhängigkeit erst legal anerkannt u. absolut seit der concordia v. 1258, wodurch St. Louis auf seine Rechte an den Grafschaften Barcelona, Urgel, Gerona u. Ampurias verzichtete u. Jayme I auf die seinigen in Carcasona, Agde, Narbona u. otras comarcas.

Ebenso propiedades beneficiarias viele, welche, innerhalb der Grafschaften, dieselben Grafen, der rey u. andre señores particulares unter dem Titel der dominicaturas besassen. Sie hatten an diesen, unabhängig v. dem gobernio gobernio u. der jurisdiccion local, das Recht á todos los frutos de la tierra die durch Vertrag od. Gewohnheit nicht ausdrücklich den Colonos gehörten. Sie utilisirten ihre dominicaturas durch Vergebung derselben als beneficium an ihre immediaten Vasallen, od. á censo an die colonos de condicion inferior.

Der Kriegsdienst, der auf den tierras beneficiarias, die später feudales wurden, lastete, war mehr personal, als der allgemeine v. allen Unterthanen dem rey geschuldete. Näher fixirt f. beide Sorten die Bedingungen dieser Verpflichtung erst im 11t Jhdt, in den Costumbres generales u. den Pragmáticas reales promulgadas v. den principes.

Wenn nichts in cartas de feudos stipulirt über die Zahl der hombres, womit der Vasall beistehn musste, hielt man sich an die coutume de la tierra.

III) IV) Tierras tributarias.

Tierras tributarias, serviles ó censales, servi glebae, od. Nachkommen davon. Die miserables colonos dieser tierras hiessen vasallos de remensa, ganz v. Willkühr ihrer Herrn abhängig, in Krieg wie Frieden, überhäuft überdem mit malos usos, erst Ende des 15 Jhdt durch Bauernkrieg beseitigt. Ihre obligaciones meist nur gewohnheitsmässig; nur einige allen gemeinsame schriftlich verzeichnet bei Reduction der Usajes u. Costumbres; in den Diplomen des 10 u. 11t Jhdt diese tierras nur erwähnt bei Gelegenheit der señores u. principes, die sie hie u. da aus Gnade in alodios ó feudos verwandelten. Dazu gehören viele tierras, deren colonos nicht mehr in servidumbre als D. Fernando II v. Aragonien die malos usos abschaffte.

Capitulo II) Stand der propiedad territorial unter dominacion der souverainen condes de Barcelona.

I) Servicio militar u. otras cargas de  Bei Cárdenas, S. 18: los propietarios
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la propiedad
.

Mit der Publication der Usajes, Mitte des 11t Jhdts, der schriftlichen Abfassung der alten Gewohnheiten u. der Constituciones reales promulgirt unter Mitwirkung der Cortes, fixirt sich einigermassen der Rechtszustand, den die früheren Dokumente u. Notizen als jämmerlich irregular u. confus erscheinen lassen. Mit der vollständigen Organsition Organisation des Feudalregimes im 11t Jhdt schwindet mehr u. mehr Alodialeigenthum, im Verhältniss wie sich tierras feudales u. tributarias vermehren. Trug dazu bei (zu dieser mudanza) die Nothwendigkeit de recomendarse (zur Wehr gegen Eingriffe, aber auch Edict des Karl’s des Kahlen) u. die Rechtspräsumption in Catalonien, dass alle v. Vasallen besessnen tierras innerhalb der Grenzen v. castillo ó feudo dem Herrn derselben, quant au dominio directo, zugehörig, also feudales od. censarias, wenn nicht ihre unmittelbaren Besitzer das Gegentheil bewiesen u. die allerlängste Verjährung galt nicht als Beweis. Diese autorisirte Erklärung v. Pedro Albert in seiner Compilacion de las Costumbres Generales, die Theil der Constituciones u. derechos v. Catalonien bilden. Dies zu bedenken unter Zuständen, wo schriftliche Aufzeichnung v. Contracten Ausnahme bildete. Die Alodialbesitzer, reducirt in Zahl, hatten dem rey Militairdienst zu leisten, wie die feudalen, innerhalb der Jurisdiction eines castillo, es zu vertheidigen, Festungsarbeiten, Wachen während Kriegszeit; ausserdem gabelas especiales, que eran consecuencia de vivir en lugares de particular señorio, z. B. die, die nicht caballeros, de contribuir al señor del lugar ⅓ der multas f. delitos zu zahlen; konnten (innerhalb eines señorio) so wenig wie Feudatäre u. colonos, jagen, fischen, ihr Getreide mahlen, ihr Brod backen ohne Lizenz des señor, wofür Tribut zu zahlen.

Zwischen den Feudatären grosser Unterschied theils mit Bezug auf terms des Kriegsdiensts. In Catalonien genannt soliu (im gemeinen feudalen Recht ligios, die ihre Personen u. alle ihre Güter, nicht nur die feudalen hatten einem |94 señor soumis)[,] konnten nur einen señor haben, dem sie gegen alle Feinde dienen mussten, except rex u. selbst gegen diesen, wenn er grosses Unrecht gegen den señor beging; zweites zweitens los de non soliu (huldigten nur f. die bienes de sus feudos u. nur mit den selbigen immanenten Obligationen), od. wenn er sich ausdrücklich Recht vorbehalten bezeichnete Personen nicht zu bekriegen, konnten so viel Herrn dienen als sie feudos hatten, dem den dem sie zuerst gehuldigt in Person, dem andern durch Stellvertreter (bei Kriegsdienst). Das Quantum zu leisten je nach Grösse der feudos in Catalonien sehr streitig. Nach Calicio, gestützt auf gerichtliche Urtheile, für je ochenta cuarteras de trigo producirt durch el feudo, hatte Vasall zu stellen en campaña una bestia con sus arreos correspondientes.

Sohn nicht Vasall des señor, so lang sein Vater lebte, wurde es nicht, wenn er Erbschaft ausschlug, konnte das aber nicht (musste also huldigen), ausser für motivos muy calificados; in andern Feudalländern dagegen konnte der Feudatär frei die feudos renunciar die nicht gravirt mit un servicio cierto ausser grade zur Kriegszeit ó en perjuicio de parientes á quienes correspondiera la sucesion.

II) Cargas de las tierras tributarias.

Meist besessen v. antiguos siervos u. colonos, später genannt campesinos od. payeses. Ursprünglich keine Huldigung dafür geleistet; nicht nur die besitzenden Familienhäupter, sondern auch die Söhne u. Nachkommen als vasallos betrachtet v. wegen Geburt. Trotz dem Mangel der Huldigung – nothwendigstem Charaktermal des feudo – hatten diese tierras, ausser ihren eignen zahllosen obligaciones, die feudalen into the bargain. Sie hiessen Vasallen wie die Feudatären; aber diese se hacian u. jene nacian. Die Besitzer der tributären tierras im Allgemeinen vasallos soliu, die nur einen Herrn haben u. nichts im eignen Namen besitzen konnten. Im ganzen territorium des alten Bischofthums v. Gerona, in der Hälfte des Bischofthums v. Barcelona, allende  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 77.
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(au-delà, de l’autre côté)
el Llobregat u. in dem grössten Theil del obispado de Vich, waren die Kinder der Bauernvasallen durch Geburt Vasallen des señor ihres Vaters; befreiten sich nur wenn sie Jahr u. Tag ohne Einspruch des Herrn in kgl. Ort od. fremdem señorio dienten. Im Rest des Fürstenthums waren die hijos nur unterworfen dem señorio del padre sobald sie bei dessen Tod ihm succedirten. Solches war die regla de los feudos de payeses erworben u. conservirt durch Huldigung; um so mehr die tributären tierras welchen adscritas determinadas familias.

Die Lage dieser Vasallen besserte sich nur sehr langsam; sie hatten dann zu huldigen wie die Feudatäre; aber diese konnten dann ihre solares verlassen wie der señor, indem sie ihm die bienes inmuebles zurückhändigten od. sie an andren Vasallen desselben verkauften; aber die der tierras tributarias mussten ausserdem ihre Person loskaufen od. ihre Freiheit für gewissen Preis erstehn. Diese hiessen vasallos de remensa od. redencion. D. Pedro II III (rey) verordnete 1283, dass die colonos, wo Gewohnheit dieses Freikaufs, nicht in kgl. Orte ziehn dürften, bevor sie ihn geleistet; wenn sie schon daselbst wohnten, mussten sie doch sich redimir; den übrigen Vasallen, nicht dieser costumbre unterworfen, dagegen gestattete er nach Belieben Domicil zu wechseln, rückgebend dem señor od. veraüssernd mit seiner Erlaubniss die v. ihm erhaltnen Güter. In Recht u. Praxis dauerte der persönliche Loskauf bis 1486 D. Fernando der Catolico allen Vasallen erlaubte die tierras señoriales zu verlassen u. ihre bienes muebles mitzunehmen, zahlend vorher ihren Herrn was sie ihnen schuldeten; confirmirte diesen das Recht sich der verlassnen solares zu bemächtigen u. darüber nach Gutdünken zu verfügen, 3 Monate nach deren abandono.

Die vasallos colonos hatten ihren Herrn Kriegsdienst zu leisten wie die Feudatäre. Waren ferner unterworfen den malos usos, deren in keinem Feudalregime es schlechtere gab. Vasall colono konnte sich nicht verheirathen ohne Licenz des señor; wenn Wittwer od. Wittwe, mujer no virgen ó doncella heredera de bienes raices, hatte sie dafür ⅓ ihrer Habe zu zahlen ó una fuerte suma, u. wenn doncella no heredera, geringere Summe. Die mujer adúltera verlor ihre eignen bienes, aber señor gewann ½ davon u. selbst das Ganze, wenn der Mann den aldulterio erlaubt. Die Weiber dieser Vasallen mussten als Ammen dienen f. die hijos del señor, wenn dazu requirirt; ferner firma de spoli forzada; wonach señor f. die Hochzeitslicenz seines Vasallen vor dem marido bei der Verlobten schlief od. wenn er auf dies Recht verzichtete, durfte pasar sobre el lecho conyugal, en |100 testimonio de su señorio. Heisst in der sentencia arbitral del rey Fernando inserirt in tit. 13, lib. 8, vol. II de las Constituciones: „Ni tampoe (los señores) pugan la primera nit que los lo pages pren muller, dormir ab ella ó en senyal de senyoria, la nit de las bodas, apres que la muller sera colgada en lo lit, passar sobre aquel sobre la ditta dita muller.“ (p. 26, n. 2) Ausserdem unzählig die exacciones dieser Unglücklichen. Starb einer, so nicht zu begraben bis dem Herrn die beste manta des Hauses gegeben.  Zusatz von Marx aus: Dictionnaire espagnol-français. S. 906.
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(manta = couverture de lit)
Wollte der Herr Handel treiben in einem Artikel allgemeiner Consumtion, wie Wein, Getreide, Gerste etc, so verbot er, um Konkurrenz zu vermeiden u. seinen Gewinn zu erhöhn, Detailverkauf in denselben Artikeln. Ausserdem Unmasse tributo u. gabelas, meist de origin origen servil; in einigen Orten genannt: huevos de muchuelo mochuelo, pollos de azor, pan de perro, etc, in andern pierna de carne salada, calabaza de vino, haz de paja, aro de tonel etc. Ausserdem impuestos territoriales de sus heredades, Zehnten, primicias, censos, tascas, cuartos u. andre derechos, repräsentirend od. prätendirend zu representar die Participation der señores primitivos in den productos der unter den colonos vertheilten tierras.

Sie versuchten sich v. diesem Hallunkenzustand zu befreien vor dem 15t Jhdt durch Gewalt, aber mit schlechtem Erfolg. Mitte des 15t Jhdts grosser Aufstand gegen die señores, unterstützt durch die Parteien, die damals den König bekriegten. Viel Blutvergiessen.

Dieser hartnäckige Kampf begann acudiendo los vasallos de remensa al rey D. Alfonso IV V, als er sich zu Neapel befand, verlangten v. ihm Exemtion v. 12 malos usos. Er befahl den señores vor ihm zu erscheinen, u. da sie’s nicht thaten, gestützt auf ihr Privilegium de no ser citados á juicio, ni llamados á la córte, ausserhalb des Landes, verurtheilte er sie wegen Rebellion, u. suspendirte die exaccion der 12 malos usos. Aber doña Maria, als Gouverneurin des Principado, führte diess nur aus für 6 malos usos, liess die andern bestehn.

Dies, beiden Parteien missfällig, gab origen den últimos levantamientos de los payeses de remensa gegen ihre Herren; zu Ausgang desselben trugen andre Umstände bei. Mit dieser »desastrosa guerra de clases« coincidirte die furchtbare Erhebung v. nobles u. burgeses catalanes gegen rey D. Juan II de Aragon zu Gunsten seines Sohns Don Cárlos, Fürst v. Viana, der als Erstgeborner gegen Willen seines Vaters als Thronfolger proclamirt wurde u. als solcher als Generalgouverneur del Principado (v. Catalonien) nach alter Gewohnheit. Die vasallos de remensa eilten zu seinen Fahnen (des Prinzen) herbei mit Enthusiasmus, Befreiung v. ihm erwartend; aber da, mit vielen andren, die Parteigänger des D. Carlos dieselben Barone u. caballeros mit welchen los de remensa kämpften, konnten sie ihr Ziel nicht erreichen; er beschränkte sich [darauf] die Execution der Verordnung v. Neapel zu befehlen mit den durch die reina doña Maria gemachten Beschränkungen. Darauf schloss die Königin Juana, Weib v. Juan II, die in Catalonien den Widerstand gegen die Parteigänger des Don Carlos organisirte, Verträge mit den Bauern u. befahl zu suspendiren die exaccion der noch bestehenden 6 malos usos u. versprach mit den Herrn über ihre definitive Abschaffung zu verhandeln. Mit Hilfe dieser Vasallen setzte dann der Juan II den furchtbaren Krieg [fort]; nach Tod des principe rebelde wurden die aufrührerischen Adligen noch toller, gingen soweit Juan II zu entthronen, seine Dynastie zu procribiren proscribiren u. neuen Souverän im Ausland zu suchen. Aber mit Hilfe de los de remensa eroberte der alte Monarch Stück f. Stück den grössten Theil des bis dahin v. seinen Feinden beherrschten Territoriums wieder.

D. Juan II starb bevor er diese Dienste durch die versprochnen Freiheiten belohnt. Sein Sohn u. Nachfolger Ferdinand der Katholische gab den instancias der caballeros nach, die in den Cortes v. Barcellona Barcelona, 1481, ihn durch Verweigerung des Subsidiums zwangen, die Sentenz v. Alphons IV V zu widerrufen. Er suchte sie dann später zu freiwilligem Verzicht auf die malos usos zu bereden; schlug total fehl; darauf nimmt Monarch los de remensa unter seinen Schutz, gab ihnen salvaguardia die sie eximirte v. Misshandlung durch ihre Herrn, y aún determinó armarlos caballeros, damit sie durch Erhebung zu dieser ehrenvollen condicion, f. Zahlung kleiner Summe, die sie schon unter Alfons IV V |101 por su rescate angeboten hatten, quedaran exentos por el mismo hecho, de toda servidumbre. Die señores widerstanden; die Bauern fassten neuen Muth; währender Krieg zwischen beiden Seiten beginnt v. neuem, mit grosser Verwüstung u. muertes sin cuento, ebenso in campos u. humildes aldeas, wie in ciudades u. nobles castillos. Krieg dauerte bis 1486; beide Theile ermüdet nehmen Fernando als arbiter; erklärt, dass die malos usos nicht duldbar sin pecado; schafft gänzlich ab den persönlichen Loskauf (remensa), der ab intestato Beerbung der Vasallen durch señor (intestia); die Participation desselben im dos confiscirt für adulterium (cugucia); die zwangsweise Beerbung der kinderlosen Vasallen durch señor (xorquia); den obligatorischen Ammendienst (arcia) u. die infame firma de spoli forzada mit den übrigen tributen u. Diensten, die mit den malos usos zusammenhingen od. darauf bezogen wurden. Aber f. jeden der malos usos habe jeder der ihnen unterworfnen Vasallen sesenta sueldos od. un censo auf die respectiven heredades zu zahlen = 5% v. diesem Kapital, redimible al mismo tipo, facultando á los die bereits privatim stipulirt hatten diese servidumbres in rentas perpétuas zu verwandeln, sie zu redimir en iguales términos. Verbot der señores die vasallos zu misshandeln, sei sonst responsable bürgerlich u. kriminell vor den justicias reales, ohne Abbruch dadurch an der seigneurialen Jurisdiction. Den Vasallen Eid der Treue u. Huldigung an die señores vorgeschrieben ohne dass dieser Act sie verpflichte á prestar servicios, á contribuir mit préstamos extraordinarios ni donativos forzosos, u. conservando in jedem Fall das Recht, solar u. tierra des señor unter den früher angegebnen Bedingungen zu verlassen. Liess nur bestehn – alle andern Dienste abgeschafft – censos, diezmos, primicias, tascas u. otros gravámenes reales, deren Illegalität nicht durch authentische Dokumente erweisbar, u. auch die persönlichen Dienste, wenn schriftlich reconocidos.

Bauern erneuerten  Bemerkung von Marx.
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(darüber wundert sich diess alte Weib!)
den Kampf mit Wuth, entrando por fuerza in die lugares der Krone; enthaupteten  Bemerkung von Marx.
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(bien fait!)
viele señores u. caballeros, usurpirten Fahne u. jurisdiccion des rey, überfielen, raubten, verbrannten nicht wenige castillos und Kirchen  Bemerkung von Marx.
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(bravissimo)
u. verübten andre »atentados gravísimos«. Darauf beschloss der rey [sie zu bestrafen]  Bemerkung von Marx.
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(die Bauern, denen er, weil sein Vater, die Krone verdankte, sollten sich natürlich nur so weit frei machen als es in den kgl. Kram passte, u. den faktisch v. Ferdinand begangnen Treubruch mit Dank acceptiren)
[,] verurtheilte zu Tod u. Güterconfiscation alle Rebellenhäupter, legte den andern Rebellen Strafe v. 50,000 libras terminenweis zahlbar auf, was zugleich mitzuzählen f. die rescate Summe die die Bauern Alfons IV V f. ihr rescate versprochen  Bemerkung von Marx.
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(immer eye to business.)
; verurtheilte ausserdem alle Vasallen, ob Rebellen od. loyal  Bemerkung von Marx.
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(war den letzteren Lection)
für den v. den señores verlangten Schadenersatz für daños ihren bienes zugefügt, 6000 libras zu zahlen, pro rata zu repartiren unter allen prejudicados perjudicados; befahl den señores ohne Strafe od. irgend eine Obligation die v. ihnen noch gefangen gehaltnen Rebellen zu entlassen; u. im Uebrigen gab Amnestie allen die nicht ausdrücklich als Rebellenhäupter ausgenommen waren.

Hiermit endigte der Kampf; aber die propiedad der Bauern damit nicht befreit von sus cargas esencialmente feudales. Die vasallos de remensa konnten nun freier über ihre Personen verfügen; waren verwandelt in censatarios; blieben unterworfen der herrschaftlichen Jurisdiction, konnten nicht frei über alle ihre Güter verfügen, waren zum Kriegsdienst f. ihre señores verpflichtet. Der Kampf hatte nur die scheusslichen Uebertreibungen des Feudalregimes beseitigt, liess es im Wesentlichen fortbestehn.

Capitulo III. De las restricciones del dominio territorial.

I) Von der Veraüsserlichkeit der Tierras.

 Zusammenfassend von Marx in eigenen Worten.
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Nur sehr allmählig verwandeln sich die feudos rückwärts in alodios, dann aber wird das Alodiale das Allgemeine. ⦗vorher geht die Verwandlung der alodios in feudos⦘
 Bemerkung von Marx.
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(Negation der Negation)
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102

Die Alodialgüter der Spanier – also auch die de adprision – in jeder Art veraüsserlich, aber immer nur an hombre derselben Klasse; auch nur inter vivos; nach Tod Recht des Sohns od. Verwandten, der sich anbot dieselben servicios fortzusetzen.

Die beneficiarias u. die censales natürlich nicht frei veraüsserlich durch ihre immediaten Besitzer, da nach deren Tod an den Herrn zurückfallend od. durch ihn confiscirbar wenn sie sich aus dem Staub machten. Zur Veräusserung gehörte Licenz des Herrn.

Das Verbot die feudos ohne Licenz des Herrn zu veraüssern ward mit der Zeit zur Garantie der wichtigen derechos del dominio directo – el de tanteo ó fadiga u. el de luismo (= laudemio)[.] Nach dem ersten hatte er Verkaufsrecht (unter allen Umständen Verkauf null, wenn der Erwerber hombre de calidad inferior á la del vendedor); nach dem andern (luismo) f. jede Licenz dem señor zur Veräusserung ein Tribut zu zahlen. (war en las enfiteusis de Castilla 2% vom Werth des Verkaufs, in Catalonien 33⅓ % en las traslaciones de dominio por título oneroso, 10% en las por título gratuito u. 5% vom Betrag des Kapitals in den constituciones de censo u. los contratos de hipoteca).

Nach u. nach das Veraüsserungsverbot moderirt, im Mass wie die Lage der Vasallen sich verbesserte. Erst ihnen erlaubt frei alguna parte ihrer Feudalgüter an andre Vasallen zu verkaufen, deren señores über sie nur potestad honorífica hätten od. das Recht als tales anerkannt u. en sus tierras admittirt zu sein, unter Bedingung dass das feudo nicht bestehe in castillos, sondern in campos, viñas oder andre Güter, wofür nur Huldigung geleistet u. einiger Dienst zur Kriegszeit, u. wenn die Veräusserung des dominio señorial nicht beeinträchtigte. Pedro III IV, 1359, erlaubte den Vasallen ihre feudos inter vivos zu veräussern od. por causa de muerte, vorausgesetzt dass die Erwerber habiles para poseerlos u. unbeeinträchtigt der herrschaftlichen Rechte de fadiga y laudemio; bis zu gewissem Punkt auch die Veraüsserung an personas inhabiles erlaubt, die solche dann binnen Jahresfrist verkaufen mussten á sugetos capaces de poseerlos. Schliesslich, mit Abschaffung der malos usos, erhielten die Bauern Veraüsserungsfreiheit sowohl ihrer Mobilien als Immobilien mit den früher erwähnten Beschränkungen. Sie durften nicht übermachen á person extraña la masia señorial u. sus tierras contiguas, wohl aber, ohne Licenz des señor, die bienes die sie durch ihre Industrie erworben.

Am wichtigsten, unter den Restrictionen des dominio, in Catalonien wie in Castilien, die die resultirte v. retracto de abolengo; germanische Institution, im ganzen feudalen Europa zugelassen; dauert noch in Spanien; Reliquie der Zeit wo dominio de la tierra era colectivo en las familias. Im allgemeinen konnte Vasall veraüssern mit Erlaubniss seines Herrn; war er aber de los antiguos, bei denen schon Succession regularisirt; oder de los llamados ex pacto et providentia (los instituidos á favor de una persona y sus hijos y sucesores naturales) so erheischte die Veräusserung ausserdem el consamiento consentimiento de aquellos á quienes pudiera prejudicar perjudicar, si habia de ser estable. Die ohne solche Zustimmung vollzognen, nicht  Bei Cárdenas, S. 34: nula
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null
de derecho, aber die nächsten Agnaten, que deberian suceder en el feudo, podian revocarla, devolviendo ó no al comprador el precio que hubia hubiera desembolsado, je nachdem sie diese facultad ausübten während Lebzeit des vendedor od. nach seinem Tod.

II[.] De la Trasmicion Trasmision por Herencia de las tierras.

Die facultad de disponer de los bienes alodiales war u. blieb weniger beschränkt in Catalonien als in Castilien. Freies testiren über dieselben, salvo la legitima de hijos. Diese nicht überall dieselbe in Catalonien. In einigen Orten observirt römisches Recht, älter als das justinianische, ⅓ der väterlichen u. mütterlichen Güter, gleichzuvertheilen als légitima entre todos los hijos. In andren Orten erhielt sich Wisigothisches Recht; jede Erbschaft danach in 15 Theile getheilt: 8 als légitima gleich unter den hijos zu vertheilen; mit 5 konnten sie bevortheilen welche der Söhne sie wollten; über |103 die 2 restirenden hatten sie freie zu verfügen. In Barcelona herrschte unterdess als Privileg die Novella v. Justinian, wonach légitima f. alle hijos ¼ der väterlichen Erbschaft. 1333 hob Alfonso III XI das visigothische Gesetz auf, an dessen Stelle sollte das vorjustinianische römische treten. 1585, auf Cortes v. Monzon, hob dies Gesetz wieder auf; statt dessen in ganz Catalonien zu befolgen die Specialgewohnheit v. Barcelona, ¼ der Erbschaft, sowohl als légitima für hijos wie für ascendenten.

Die Freiheit über Alodialgüter zu verfügen schritt so voran, als Compensation f. die zahlreichen Restrictionen der propiedades feudales Testirungsrecht in den feudos sehr beschränkt.

Ebenso: als in Deutschland, Italien u. andren Nationen schon erlaubt dem  Bei Cárdenas, S. 37: padre
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feudar
[das] feudum unter hijos zu theilen, blieb es in Catalonien untheilbar, wie in den ersten Zeiten des Feudalismus. Hatte er mehre feuda, so konnte er sie unter hijos theilen, ohne eins derselben zu dismembriren. Successor in Feudalgütern weder verpflichtet damit zu satisfacer die légitima der Söhne, noch die v. antecesor contrahirten Schulden zu zahlen. Starb der Vasall ohne Testament, su facultad para disponer del feudo se trasmitia al señor mit denselben Restrictionen. Männliche den weiblichen Descendenten vorgezogen.

En los ducados, marquesados u. condados, Souverain mit gewisser Abhängigkeit v. conde del Barcelona, succedirte hijo od. nieto varon primogénito u. á su falta los hermanos del difunto. Doch kommen manchmal Weiber vor, aber nie in Konkurrenz mit hermanos varones.

Bei Mangel v. Söhnen u. Descendenten zu berufen Ascendenten, ⦗während das gemeine Feudalrecht den pariente colateral vorzieht, den der señor bezeichnete, weil die ancianos nicht brauchbar f. gewisse Dienste⦘. ⦗Diess herrschte ert erst auch in Catalonien, durch costumbre modificirt u. endlich mit den malos usos ganz abgeschafft, nämlich der Gebrauch, conform dem gemeinen Feudalrecht, dass wenn Vasall keine Söhne hinterliess, Erbe an señor zurückfiel, der es irgendeinem der Verwandten des défunt zuwies.⦘ ⦗Wer keinen sucesor hatte, hiess exorc, daher exorquia od. xorquia Namen für die porcion hereditaria die dem señor zufiel.⦘ ⦗Der principe soberano seinerseits hatte xorquias de los nobles, wether whether caballeros od. burgueses; d. h. er erbte alle ihre alodios, wenn sie ohne hijos starben, diese konnten daher nur disponiren über die bienes muebles, f. ihre Verwandten, Seelen od. zu Gunsten der Kirche⦘

⦗Wohl aber konnten über ihre bienes alodios verfügen die vasallos no nobles⦘ ⦗Herr hatte gewissen Antheil dran, wenn sie ohne Testament starben.⦘ ⦗Wenn der Vasall, ohne Testament, Weib u. Söhne hinterliess, erbte señor ⅓ de todos los bienes; wenn er Söhne hinterliess u. no mujer, od. mujer y no hijos, ½; die andre ½ unter Verwandte vertheilt; wenn letztere nicht da, erbte señor ganze Erbschaft, ausgenommen was der Wittwe por derecho de viudedad gehörte.⦘ ⦗Dieselben Rechte des señor am Nachlass der vasallas.⦘

⦗Noch beschränkter ursprünglich das Testirrecht der vasallos payeses. Hatten solche keine hijos, so erbte señor in der porcion hereditaria die diesen Söhnen, wenn sie existirten[,] zugefallen wäre; u. diese waren herederos forzosos v. 8/15, ⅓ od. ¼ der Erbschaft, je nach den tiempos, Bauer konnte nicht testiren über diese legitima. Jurisprudenz legte das später so aus als nur gültig, wenn die Vasallen ohne hijos u. ohne Testament starben, u. beschränkten auch dann die legitima des señor auf ⅓⦘

Mit Verlauf der Zeit fiel in disuse die xorquias des soberano auf die nobles u. die der señores auf die Bauern mit Verschwinden der malos usos abgeschafft. Damals regularisirte sich die Succession zu Gunsten der Ascendenten ⦗bei Fehlen v. hijos u. nietos traten also padres u. abuelos in Erbschaft der feudos ein; da diese aber untheilbar, hatte señor Wahlrecht wem entre aquelleos aquellos er die Investitur ertheilen wollte.⦘ ⦗Ebeno Ebenso llamados en el mismo caso los ascendientes á suceder en los alodios, aber nicht zu gleichen Theilen, sino defiriéndose los troncales procedentes de la línea paterna, á los parientes más próximos de ella, dentro del cuarto grado, y los adquiridos por el difunto y los procedentes de su madre, á los asciendentes ascendientes y parientes de la linea materna.[⦘]

Capitulo IV. Jurisdiccion inherente á la propiedad [territorial], [sus] origenes y forma primitiva.

Bis Ende des 9t Jhdts die condes amovibles nach Gutdünken des rey.

Unter den in Catalonien etablirten Franken herrschte fränkisches Recht, unter den Spaniern das gothische Civilrecht, u. beide konnten |104 modificirt werden durch pactos que el recomendado, el beneficiario od. der colono eingegangen war mit dem Herrn von dem er tierra erhielt od. dem er huldigte.

Da die condes u. Richter in der ersten Zeit im Allgemeinen francos, schlechte Ausleger des gothischen f. die Spanier geltenden Rechts. Karl der Gr. verfügte daher, als er das Rescript seines antecesor reformirte, dass die Spanier nicht zu unterwerfen der Jurisdiction der condes (ausser f. homicidium, Brandstiftung, Nothzucht) sondern zu richten seien »segun su ley y por otros hombres«, d. h. nach sus leyes wisigodas visigodas u. durch Richter gewählt nach deren Vorschrift, durch die Streitführenden selbst, entre los hombres de su nacion, u. durch die señores unter deren Dependenz sie befindlich. Diese Señorialjurisdiction bestätigt durch Rescript v. 814 die sie ertheilte an Spanier, welche tierras gäben an Leute vom status servilis, u. den condes, welche solche (tierras) octroyirten á titulo de beneficio; ebenso durch das v. 816, erklärend, dass die die sich recommendiren würden an condes u. andre Personen die von selben ertheilten tierras besitzen würden con las condiciones que estipularan.

Die katalanischen Dokumente aus 9, 10 u. XI Jhdt zeichen zeigen hinreichend die Form worin Condes die Jurisdiction ausübte, sowohl zwischen ihren letzteren, als auch zwischen letzteren u. Fremden. Dagegen keine Dokumente über juicios unter Spaniern, die nicht direct der Civil Jurisdiction der condes unterworfen.

Im Anfang entschieden (bei Gerichten der condes) los jueces u. los pares del mallus (nach fränkischem usus) – u. diess mindestens bis 11 Jhdt – über fact u. Recht; seit dem 12 Jhdt fast alle sentencias redigirt mit Formel ähnlich der des praetor romano. Grafengericht entscheidet Rechtsfrage, u. überlässt die Constatirung des facts, worauf diese Entscheidung sich stützt, untergeordneten Richtern. Diese Neuerung kam wahrscheinlich aus Provinzen des südlichen Frankreichs, wo römisches Recht in usus geblieben.

Capitulo V. Seignorial u. kgl. Jurisdiction nach der alten legislation Cataloniens.

Aus dem geschriebnen Recht – später als mallus publicus – geht hervor, dass bis 15t Jhdt jurisdiction einverleibt dem Grundeigenthum. Usages (publicirt im 11t Jhdt), Constituciones der reyes v. Aragon, grösstentheils promulgirt durch die Cortes v. Catalonien u. die Costumbres, niedergeschrieben v. canonicus Pedro Albert u. die kraft de ley escrita im Principat gewannen, anerkennen unisono die Hauptquelle aller Jurisdiction im Grundeigenthum, suchen zugleich dies Princip mit den derechos de la soberanía, so weit es ging, auszugleichen; es war dies sehr wichtige Beschränkung der soberania.

Jeder musste erscheinen en juicio bevor seinem respectiven señor u. damit beginnen prestar Bürgschaft (fianza) genannt firma de derecho; die Quantität der fianza hing v. der Würde der Person ab; Gegenstand derselben zu garantiren die Assistenz des actor vor Gericht im Termin v. 2 Monaten u. Zahlung einer multa = ⅒ vom Werth der demanda, wenn er vencido en el pleito; in Bezug auf den demandado, asegurar die Erfüllung der Sentenz, wenn der actor (Kläger) gewann. Die condes, vizcondes u. comitores, als der unmittelbaren jurisdiction des Souverains unterworfen, debian firmarle derecho mit fianca fianza v. 100 Unzen Gold f. jedes castillo de los que poseyeran; die caballeros debian firmar ihren resp. señores 10 Unzen Gold f. cada caballeria de tierra u. jedes castillum castillo u. eine Summe proportionnel dem Werth der feudos menores que disfrutaran; die vasallos labradores ó colonos nur 5 sueldos, u. die vasallos sin  Bei Cárdenas, S. 51: tierra
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terra
, ni más vínculo con el señor que el personal del homenaje, cinco onzas de oro. Z. B. die reyes de Aragon firmaban derecho al obispo de Vich, por ciertos feudos que de él tenian.

Grenzen der Jurisdiction wechselten nach Natur der causa u. der Qualität der Personen. Die einen besassen volle jurisdiction, hohe u. niedre, con mero u. mixto imperio: die andern Civiljurisdiction, mit mixto imperio, genannt baja u. andre blose Civiljurisdiction.

Mit Bezug auf vasallo adscripticio: „Sine judicio poterit (dominus) eos ad libitum tractare, et bona ejusdem.“ (Montejudaico. In usat. Omnes homines.)

Nicht in allen Fällen hing Jurisdiction feudal v. Qualität der Person ab. In constitucion promulgirt v. Jaime II, 1311, heissts: wenn ein castillo ó lugar poblado de vasallos durch irgend welchen Titel übertragen auf niedrigere Person als die sie vorher inne gehabt. Z. B. von caballero auf simple ciudadano od. á un villano, sei solchen übertragen als nuevo dueño auch die Jurisdiction competente para conocer de todas las causas feudales de los mismos vasallos. Diese Jurisdiction also übertragen, wie heut zu Tag Realrechte auf Immöbel.|

105

Ursprünglich die Civil- u. Kriminaljurisdiction in causas no feudales waren nicht wesentliche Attribute del dominio de los feudos, hingen ab v. andern Titeln, wie Privileg u. Gewohnheit. Gewann in un lugar de feudo durch merced od. andern Titel ein señor die gewöhnliche Jurisdiction, so verschwanden alle Grenzen der eigentlichen Feudaljurisdiction u. er hatte dann alle Jurisdiction die nicht ausdrücklich ausgenommen. mercedes reales u. Verjährung trugen am meisten dazu bei á ampliar dermassen die Feudaljurisdiction u. á poner casi toda la autoridad pública en manos de los propietarios. Die señores feudales gelangten so dazu den grössten Theil der pleitos u. causas des Principado sich zu unterwerfen.

Castillo hiess jede Festung con su término jurisdiccional, worin eine poblacion lebte oft sehr zahlreich u. mit vastos terrenos en esta demarcion demarcacion territorial.

Bis zum 14t Jhdt erhalten sich noch f. Civiljurisdiction Richter erwählt durch die streitenden Parteien selbst nach Tradition aus visigoth. Gesetz, lex 13, tit. 1, lib 2. del Forum judicum (dem wisigoth. Gesetzbuch)

Capitulo VI. Predominio der kgl. Jurisdiction über die seignoriale. – Paces y treguas del señor. – Procesos de somaten.

»Los pueblos germánicos, en quienes un sentimiento de exagerado individualismo impidió durante muchos siglos organizar la autoridad pública de un modo adecuado á su fin.« (p. 59)

Die paces y treguas, allgemeine u. speciale, germanischen Ursprungs; wer davon ausgeschlossen, vogelfrei, später bei milderer Jurisprudenz, Verbannter. In Catalonien eingeführt durch die Franken, findet sich daselbst seit der reconquista. Dank diesen temporären Gottesfrieden (wo die königl. Justiz entschied, wenn den señores nicht 15 Tage nach Execution der delictes Genugthuung verschafft) drangen die ministros del rey in die tierras u. castillos der Barone, Kirchen, señores jurisdiccionales, trotz der prohibiciones comunes die solches verboten, obgleich mit der restriction zu entscheiden in solchen Fällen por la constitucion de paz del lugar, y no por la ley comun. Dadurch gewannen die vigueres vegueres (vicarii kgl. Richter f. Distrikte, die wieder in villages mit bayle eingetheilt) la facultad de declarar la guerra y hacer represalias á los dueños de castillos y jurisdicciones que ofenderian ofendieran á los vasallos del rey ó les denegaran la justicia, para lo qual cual sie konnten entrar en sus tierras u. in ihren Pfänder nehmen, obgleich sie ihren Vasallen gehörten. Bis auf die Pfaffen u. caballeros generalmente exentos de la real jurisdiccion, blieben unterworfen den vegueres en las causas de paz y tregua; so die kgl. Gewalt erweitert auf Kosten der seigneurialen.

Aber, diese Proceduren konnten nur anfangen 15 od. 30 Tage nach Vollbringung des Delicts u. unterdess pflegten ihre pruebas u. Autoren, unter Schutz der Seigneurialjurisdiction[,] zu verschwinden. Als remedium dagegen nun Procedur de via fora somatent, gegen Missthäter u. Banditen, vermittelst deren die justicias reales verfolgen u. züchtigen konnten ohne dilacion alguna los delitos graves que tenian señalada pena personal od. nicht redimirbar durch Geldcomposition, los cometidos en caminos públicos y los llamados in fraganti. Wenn solches begangen, konnte der ofendido u. jeder andre während der Execution des Verbrechens od. auf Nachricht v. demselben, lanzar el grito de somaten, den die vecinos fortsetzten, bis er zu Ohren des veguer kam. Dieser hatte unmittelbar zuzulassen summarische Information über das denuncirte fact u. dessen autor, dann Bericht zu erstatten den concelleres od. concejales del lugar um zu deliberar u. entscheiden mit ihnen, si procedia dar la voz de vía fora somatent. Wenn acuerdo bejahend, pronuncirte der viguer veguer diese Formel, repetirt durch die sayones u. agentes de la autoridad, tocando una campana designada al efecto, auf deren Klang alle alle vecinos hinzueilen zum veguer u. ihm beistehn in Verfolgung des Schuldigen. Ein vecino jedes pueblo – hiess capitan de somaten – hatte das Amt anzuführen la gente desselben y conducirla á las órdenes del veguer. Die kgl. Jurisdiction ferner definitiv erweitert durch die Apellation, die mit gewissen Ausnahmen, in letzter Instanz bis zum rey ging.

[Die Exzerpte aus Cárdenas setzte Marx in „Heft e“ (1876) fort.]

Inhalt:

  • Inhaltsverzeichnis von Engels
  • Notizen zum Heft
  • D. Francisco de Cárdenas: Ensayo sobre la Historia de la Propiedad Territorial en España. Tomo I (Madrid 1873) tomo II (id. 1875)
  • Tomo II
  • Zitiervorschlag

    Karl Marx: Heft d (1876). In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, Bd. IV/24, bearb. v. Timm Graßmann, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M8886780. Abgerufen am 08.08.2026.

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