| Karlsbad, 22. Aug. 1870.
Mein lieber Freund!
Vorgestern sind wir hier angekommen, in meiner vorjährigen Wohnung äußerst behaglich wieder installirt (wöchentliche Miethe fl. 8. sage acht Gulden Schein = ca reichstaler 4⅓.) und bedauren nur täglich u. stündlich schmerzlich Eure liebe Gesellschaft entbehren zu müssen. — Dein hartnäckiges Schweigen, lieber Marx, fängt nachgerade an mich zu beunruhigen. Bitte laßt recht bald von Euch hören. — Den lieben Deinigen, besonders dem l. Jennychen herzliche Grüße. — Was schreibt Lafargue?
In herzlicher LiebeDein
treu ergebener
L. Kglm
Dr
Dr. L. K. aus Hannover
zur Germania
Karlsbad
Nimm herzliche Grüße, lieber Mohr, von Deinem Fränzchen, dem es sehr leid thut das Du nicht hier bist.
Wie schade, daß Sie nicht hier sind! Machen Sie es noch möglich zu kommen! Mit herzlichsten Grüßen für Sie, Jennychen, Ihre Frau und Eleanor Ihre
Gertrud Kugelmann.Zeugenbeschreibung und Überlieferung
Dieser Brief wird hier erstmals veröffentlicht.
Zeugenbeschreibung
Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen weißem, leicht vergilbtem Papier. L. Kugelmann hat die erste Seite zu zwei Dritteln beschrieben, G. Kugelmann das untere Drittel der Seite; die vierte Seite ist leer, ebenso vermutlich die übrigen zwei Seiten. Schreibmaterial: schwarze Tinte.
Zitiervorschlag
Louis und Gertrud Kugelmann an Karl Marx in London. Karlsbad, Montag, 22. August 1870. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M9395614. Abgerufen am 11.08.2026.