| Lieber Friedrich. —
In Eile, — wir haben unsern süddeutschen Agenten hier & sind sehr beschäftigt, — nur wenige Worte vor Abgang des Zuges.
Ich setze voraus, Du hast Siehe
H. Engels an Engels,
5.3.1870.
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Hermanns
Brief vom vorigen
Samstag gar nicht bekommen hast .
Wie Du aus meiner Depesche von heute Morgen, welche lautete:
Das Telegramm ist nicht
überliefert
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Ursache bis jetzt unbekannt, Blutung hat fast
aufgehört, Puls gut & kräftig, alle Anzeichen
günstig, brieflich Näheres.“
gesehen hast, ist schon am veflossenen Mittwoch, also heute vor 8 Tagen bei der Mutter eine Darmblutung eingetreten, welche wegen ihrer Heftigkeit, womit sie auftrat, — der Doctor war Nachts 2 Stunden bei ihr und wandte Eiswasser-Lavements an, um die Blutung zu stillen, — uns in den letzten Tagen der verflossenen Woche viel Sorge gemacht hat. — Die Blutung kehrte fast regelmäßig ein über den andern Tag zurück, | aber jedes Mal schwächer & gestern nach 5 Tagen hat Mutter auch ihre erste Kothausleerung gehabt, welche sehr wenig Blut enthielt. — Alles ist bis jetzt sehr günstig & wir haben wieder mehr Muth bekommen, wenn schon noch nicht jede Gefahr vorüber ist. —
Die Ursache dieser Blutung sitzt so hoch, daß sie sich jeder Untersuchung entzieht & kann der Doctor erst aus den künftigen Ausleerungen darauf schließen. —
Mutter selbst war anfangs sehr ängstlich & sah ihren Zustand ernst an, — jetzt nachdem sie gesehn hat, daß die Blutungen nachlassen & der Puls kräftig bleibt, hat sie sich beruhigt & ist wieder ganz vergnügt. —
Hoffen wir, daß es auf diesem guten Wege bleibt! —
Der Brief muß fort! — In Eile
herzlichstD Rudolf
Barmen
9/3. 70.
Zeugenbeschreibung und Überlieferung
Dieser Brief wird hier erstmals veröffentlicht.
Zeugenbeschreibung
Veröffentlichung nach einer Ersttranskription des RGASPI. Die Originalhandschrift konnte nicht eingesehen werden.
Zitiervorschlag
Rudolf Engels an Friedrich Engels in Manchester. Barmen, Mittwoch, 9. März 1870. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M6141542. Abgerufen am 25.10.2026.