| Leipzig, den 26. 7. 71.
Geehrtester Herr!
Entschuldigen Sie wenn ich
mir erlaube Sie mit diesen Zeilen und einer Bitte zu belästigen. Vor einigen
Wochen zurückgekehrt vom Militär nachdem ich den Krieg gegen das französische
Empire und dann gegen die Republik mit gemacht habe, bin ich jetzt fest
entschlossen mich in der Militairwissenschaft weiter auszubilden. Von Gemeint ist Wilhelm
Liebknecht; siehe Liebknecht
an Engels, 29.7.1871.
Schließen einem langjährigen Freunde wurde
mir Ihre werthe Person gütigst, als in dieser Sache trefflich gebildet,
empfohlen. Ich machte den Feldzug als Unteroffizier 1. Classe mit und führte
3 Wochen, nachdem wir bei Mars la toures alle unsere Offiziere, bis auf einen,
vom Batallion Battailon verlohren hatten, einen Zug bis wir andere Offiziere
bekamen; dieß – damit Sie beurtheilen können wie weit ich militairisch ich ausgebildet bin. /verte/
| Ich erlaube mir Sie zu bitten mir gute Bücher anzugeben aus denen ich für meine weitere Ausbildung lernen kann.
In der Hoffnung, daß Sie so gütig sind und meine Bitte erfüllen zeichnet Achtungsvoll
Bruno SchraderLeipzig
Johannisgasse 6–8.
E. III.
Zeugenbeschreibung und Überlieferung
Dieser Brief wird hier erstmals veröffentlicht.
Zeugenbeschreibung
Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Blatt weißem, kariertem Papier. Schrader hat eine Seite vollständig und die zweite Seite zur Hälfte beschrieben. Schreibmaterial: schwarze Tinte.
Von unbekannter Hand: Nummerierung oben auf der ersten Seite mit Bleistift: „267“.
Zitiervorschlag
Bruno Schrader an Friedrich Engels in London. Leipzig, Mittwoch, 26. Juli 1871. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M2347585. Abgerufen am 11.08.2026.