| den 13 Nov. 69.

Lieber Mohr!

Ich bitte Dich dringend um einige wissenschaftliche Artikel. Da Du wahrscheinlich keine Zeit hast, rede doch mit Engels. Es ist wahrhaftig nicht recht, daß Ihr uns ohne jede Unterstützung laßt. Wir haben einen weit härteren Stand als Ihr Euch einbilden könnt; und ich bedaure sehr, daß wir uns nicht gesprochen haben. Manches was Dir jetzt tadelnswerth scheint, würdest Du dann anders beurtheilen.

 Der Volksstaat.
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Das Blatt
habe ich ganz allein zu besorgen (auch korrigire!), absolut keine Hülfe in der Redaktion! und mein Honorar (40 reichstaler monatl.) reicht knapp zur Hälfte für meine Haushaltung aus. So muß ich mich mit Stunden, Correspondenzen etc. abquälen und ruinire mich in jeder Beziehung.

Daß ich im Kampfgewühl keine Zeit zu wissenschaftlichen Arbeiten habe, wirst Du begreifen. Also schickt Artikel!

Grüße an Euch Alle

Dein
W. L.

 Siehen Marx an Engels, 12.11.1869.
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Dienstag marschire ich ins Gefängniß
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Zeugenbeschreibung und Überlieferung

Absender

Zeugenbeschreibung

Der Brief besteht aus einem Blatt mittelstarkem, weißem, vergilbtem Papier im Format 140 × 223 mm. Liebknecht hat die erste Seite vollständig beschrieben, die Rückseite blieb vermutlich leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.

Von unbekannter Hand (vermutlich von David Borisovič Rjazanov): Jahresvermerk „1869“ mit Blaustift oben rechts auf der ersten Seite.

Anmerkungen zum Brief

Marx übersendet den Brief an Engels am 18. November 1869. Engels schickt ihn am 19. November 1869 zurück.

 

Zitiervorschlag

Wilhelm Liebknecht an Karl Marx in London. Berlin, Samstag, 13. November 1869. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/M0001220. Abgerufen am 24.10.2026.

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