Inhaltsbeschreibung und Datierung

1Das vorliegende Heft hat Marx weder datiert noch in irgendeiner Form betitelt. Angelegt hat er es für Exzerpte aus dem Opus magnum von Lewis Henry Morgan, „Ancient society“, die etwa die Hälfte der beschriebenen Seiten füllen (S. 1–98). Es folgen Exzerpte aus vier weiteren Werken: „Java; or, how to manage a colony“ von James William Bayley Money (S. 99–127), „The Aryan village in India and Ceylon“ von John Budd Phear (S. 128–155), „Fränkisches Recht und römisches Recht“ von Rudolph Sohm (S. 155–159) und „Lectures on the early history of institutions“ von Henry Sumner Maine (S. 160–197). Auf S. 198–201 exzerpierte Marx zu einem späteren Zeitpunkt, wahrscheinlich im Herbst 1882, das 1882 erschienene Werk von Edouard Hospitalier, „La physique moderne. Les principales applications de l’électricité“ (siehe das Inhaltsverzeichnis von Engels auf dem Einbanddeckel). Diese Auszüge sind bereits veröffentlicht in: MEGA² IV/31. S. 467–473. Auf S. 197 (siehe Faksimile), unter den letzten Exzerpten aus den „Lectures“ von Maine, finden sich gestrichene Notizen zu Mehrwert- und Profitratenformeln, die nach jenen Exzerpten, also frühestens im Juni 1881, oder in der Zeit, in der Marx die Auszüge aus „La physique moderne“ von Hospitalier, also wahrscheinlich im Herbst 1882, entstanden sind. (Siehe MEGA² II/14. S. 693; MEGA² IV/31. S. 876/877.) Das Inhaltsverzeichnis auf der später von fremder Hand „201a“ numerierten Innenseite des hinteren Einbanddeckels fertigte Marx an, als er die Auszüge aus den „Lectures“ von Maine bereits begonnen, aber noch nicht beendet hatte.

2Die Entstehung der hier veröffentlichten Exzerpte wird auf die Zeit zwischen Mitte Dezember 1880 und Juni 1881 datiert. Sein Notizbuch aus den Jahren 1880 bis 1881 dokumentiert, dass sich Marx spätestens Mitte Dezember 1880 vornahm, Morgans „Ancient Society“ zu lesen. Es enthält eine Liste mit bibliographischen Einträgen, die zu dieser Zeit entstanden ist und in der auch Morgans „Ancient Society“ vermerkt ist. Dass Marx kurz darauf mit deren Studium begann, belegt eine Bemerkung in seinen vorliegenden Exzerpten aus dem Buch, in der er auf die im Dezember 1880 geäußerte Forderung der französischen Anarchistin Louise Michel anspielt, bei den Kommunalwahlen im Januar 1881 in Paris „tote Kandidaten“ zu Ehren der Märtyrer der Commune aufzustellen (S. 47). Die anschließend exzerpierten Bücher von Phear und Sohm erschienen im Dezember 1880. Dass der Abschluss des Hefts im Juni 1881 erfolgte, wird durch die Notiz von Marx „Dies geschrieben Juni 1888“ (S. 192) in seinen Exzerpten aus Maine am Ende des Hefts nahegelegt. Marx irrte sich in der Jahresangabe und meinte offensichtlich 1881. Die Gründe für diese Datierung werden im Folgenden im Detail dargelegt.

Bibliographische Notizen

3Die Innenseite des vorderen Einbanddeckels (S. [0]) und die erste Seite des Hefts (S. [1a]; beide Seiten nicht von Marx paginiert) benutzte Marx für bibliographische Notizen. Zunächst notierte er auf S. [1a] unter der Überschrift „Quoted by Morgan“ Schriften, die bei Morgan genannt werden; anschließend Schriften aus weiteren Werken, die im vorliegenden Heft exzerpiert werden, sowie auch aus anderen Werken, auf die Marx bei seinen Lektüren stieß oder die er im Gedächtnis hatte. Die Innenseite des vorderen Einbanddeckels ist dagegen mit bibliographischen Notizen vor allem aus den „Lectures“ von Maine und auch aus anderen Werken gefüllt, die Marx bei seinen Exzerpten aus Maine erwähnte bzw. exzerpierte (siehe S. [0] und Faksimile). Es wäre ungewöhnlich, wenn Marx seine Einträge auf dieser Seite begonnen hätte, die er gemeinhin für spätere Ergänzungen und anderweitige Einträge nutzte. Vielmehr ist anzunehmen, dass er zumindest schon damit begonnen hatte, das Werk von Morgan zu exzerpieren, als er den Einbanddeckel für bibliographische Notizen aus Maines „Lectures“ nutzte.

4Neben den bei Morgan und Maine genannten Schriften fügte Marx seinen bibliographischen Übersichten auch an anderer Stelle gefundene thematisch verwandte Titel hinzu. Vor dem in den „Lectures“ erwähnten Werk „Oriental memoirs“ von James Forbes notierte Marx zwei Angaben aus dem Buch von H. C. Irwin, „The garden of India“ (siehe S. [1a] und Erl. dazu; siehe Faksimile), das er auch in seinem Exzerpt aus Maine erwähnt. Das Buch war in der ersten Mai-Hälfte des Jahres 1880 erschienen. Marx hatte es von Irwin selbst – „With the Author’s compliments“ – erhalten. Marx’ Exemplar, mit Marginalien von ihm, ist überliefert (siehe MEGA² IV/32. Nr. 610). Mit Blaustift sind in diesem Exemplar Irwins Verweise auf William Muirs „Memorandum on the investigation into tenant rights of Oudh“ und „Mr. Gubbinsaccount of the Mutinies in Oudh“ unterstrichen.

5Marx besaß auch die deutsche Übersetzung der „Forschungen über die Urgeschichte der Menschheit“ von Edward B. Tylor, woraus er wahrscheinlich den Titel eines anderen Werks über Mexiko von Tylor selbst übernahm und der Bibliographie zu Morgans Buch hinzufügte (siehe S. [1a]). Dort notierte Marx auch zweimal Tylors „Researches Into the Early History of Mankind“; aus der deutschen Ausgabe zitierte er später, in seinen Auszügen aus Morgan, eine bei Morgan auf Englisch angeführte Stelle (S. 60).

6Maine befasste sich in den „Lectures“ vornehmlich mit Irland. Manche der bei ihm erwähnten Werke, die Marx auf der Innenseite des Hefts notierte – wie etwa die von Edmund Spencer und Sir John Davis – waren ihm, der Engels’ Interesse für die irische Geschichte teilte, bereits vorher bekannt. Den Verweis auf John P. Prendergast (siehe S. [0] und Erl. dazu) fügte er von sich aus hinzu. Dessen Werk „The Cromwellian settlement of Ireland“ war, wie ihm Engels am 25. Januar 1870 geschrieben hatte, „wichtig wegen der vielen Auszüge aus ungedruckten Acten“. Aus anderen Quellen, die sich nicht mit absoluter Sicherheit ermitteln ließen, fügte Marx die Werke von Albert Hermann Post und Antoine-Yves Goguet hinzu. Das Werk „De l’origine des lois“ von Goguet übernahm Marx wahrscheinlich ebenfalls aus seiner deutschen Ausgabe von Tylors „Forschungen“. Auch Morgan nennt nur den Namen Goguet, ohne den Titel des Werks, und mit falscher Schreibweise (Goquet), wenn er die Stelle bei Tylor wiedergibt, in der dieser Titel zitiert wird (siehe S. [0] und 1/2).

7Nach den aus Maines „Lectures“ notierten Werken vermerkte Marx auf dem Einbanddeckel noch mehrere Werke über Indien aus Quellen, die er danach in seinen Exzerpten aus Maine erwähnte bzw. exzerpierte. Die Verweise auf Roberts Rickards und Reginald Heber übernahm er aus dem Werk von Thomas Strange über das „Hindu law“. Ein „Bishop Heber’s journal“ wird auch in Irwins Buch auf S. 112/113 genannt (siehe S. [0] und Erl. dazu), dem Marx die anderen Angaben über Indien entnahm. Aus Randbemerkungen in Marx’ Exemplar des Buches – auf S. 142 ein Verweis auf die „Brehon Laws“, auf S. 320 einer auf „the comfortable bourgeois lawyer Sir H. S. Maine“ – ergibt sich, dass Marx die Indien betreffenden Werke nach den bibliographischen Notizen zu den „Lectures“, aber vor denen aus dem Buch von Irwin auf der ersten Seite des Hefts notiert hat, die dort denen aus den „Lectures“ vorausgehen. Ferner enthalten die bibliographischen Angaben eine Reihe von Werken, die in „The History of Ireland, ancient and modern“ von Martin Haverty erwähnt werden. Auszüge aus diesem Buch fügte Marx später in seine Exzerpte aus den „Lectures“ ein (S. 173–175; vgl. die Verweise auf S. 175, 176 und 177). Die bei Haverty genannten Schriften könnte er dabei auch später in den bibliographischen Notizen ergänzt haben.

Lewis Henry Morgan: Ancient Society

8Lewis H[enry] Morgan: Ancient Society or Researches in the Lines of Human Progress From Savagery, through Barbarism to Civilization. London 1877. (S. 1–98.)

9Lewis Henry Morgan (1818–1881) war eines von dreizehn Kindern eines zu Wohlstand gekommenen Farmers und Fabrikanten in Aurora, N.Y. Nach dem Besuch einer höheren Schule und einem in zwei Jahren absolvierten Studium am Union-College in Schenectady schloss er in Aurora seine Ausbildung zum Anwalt ab. In dieser Zeit gründete er mit Freunden einen Verein, „The Order of the Iroquois“, der sich für die Sprache und Kultur, sowie insbesondere die Struktur der alten League der Irokesen interessierte, in deren einstigem Territorium Aurora lag. Der Verein unterstützte die Irokesen bei der Abwehr von Versuchen, sie auch aus den letzten ihnen im Staat New York verbliebenen Gebieten zu verdrängen. Dabei freundete er sich mit Ha-sa-ne-an-da (Ely Parker) an, einem jungen Irokesen aus dem Stamm der Seneca, der als Schüler einer Missionsschule zweisprachig aufgewachsen war. Durch Parker kam er in engeren Kontakt mit dessen Stamm. 1846 wurde er mit dem Namen Tayadaowuhkuh („der Brücken baut“) in einen Clan desselben adoptiert.

10Bei seinen Studien wurde er u. a. der bei den Seneca vorherrschenden Weise der Bezeichnung von Verwandtschaftsverhältnissen gewahr, die sich von der europäischen stark unterscheidet. Mit den 1847 unter dem Pseudonym Skenandoah in der „American Review“ veröffentlichten „Letters on the Iroquois“ und der 1851 publizierten „League of the Ho-dé-no-sau-nee, or Iroquois“, einer umfassenden und nuancierten Darstellung der komplexen Struktur dieses indianischen Stammes, die damals ihresgleichen suchte, machte er sich einen Namen als Indianer-Experte. Doch blieb sein Bemühen um die frei gewordene Stelle eines „sub-agent“ für die indianische Bevölkerung des Staates New York erfolglos. Daher stand für ihn in Rochester, N.Y., wohin er 1844 übersiedelte, fortan seine Anwaltstätigkeit im Vordergrund.

11Mit anderen Geschäftsleuten der Stadt engagierte er sich in der Metallindustrie von Michigan, und seit 1855 war er Direktor und Anwalt einer von ihm dort mitgegründeten Eisenbahngesellschaft für den Erztransport. 1861 wurde er für die Republican Party in die New York State Assembly gewählt; 1867/68 gehörte er dem Senat des Staates an. Doch kehrte er der Wissenschaft nie ganz den Rücken. Er war Mitgründer der University of Rochester sowie eines Clubs, der wissenschaftliche Interessen pflegte, des sogenannten „Pundit Club“, und trat 1856 der American Association for the Advancement of Science bei. Sobald seine Vermögensverhältnisse es ihm erlaubten, wandte er sich Ende der 1850er Jahre erneut anthropologischen Studien zu. Die Feststellung, dass das seinerzeit bei den Seneca gefundene Verwandtschaftssystem keineswegs auf diesen Stamm beschränkt war, wurde zum Ausgangspunkt für eine vergleichende Untersuchung von verschiedenen Systemen, für die er eigene Feldstudien im Westen der USA durchführte und Gelehrte, Missionare, Regierungsbeamte und andere potentielle Informanten kontaktierte, nicht nur in den USA, sondern auch in anderen Ländern. So wie für ihn die dabei festgestellte Ähnlichkeit der Systeme bei den diversen Stämmen deren einheitliche Abstammung bewies, so war für ihn das ähnliche System bei den südindischen Tamilen ein Beleg für den asiatischen Ursprung der amerikanischen Indianer, über deren noch kaum erforschte Herkunft die verschiedensten Ideen kursierten. Das von der Smithsonian Institution unterstützte Projekt resultierte in den 1871 publizierten „Systems of consanguinity and affinity of the human family“.

12Noch bevor das Buch erschienen war, begab sich Morgan auf eine Europatour. Danach begann er die Arbeit an der „Ancient society“, worin er die Verwandtschaftssysteme unter evolutionstheoretischem Aspekt betrachtete: „human progress from savagery through barbarism to civilization“. Dabei ging er davon aus, dass die Stadien dieser Entwicklung, die sich in „inventions and discoveries“ und „the growth of the idea of government“, „of the idea of the family“ und „of the idea of property“ manifestierten, im Prinzip für die gesamte „human race“ die gleichen waren und Völker, die in „savagery“ oder „barbarism“ verharrten, Aufschluss über jene frühen Stadien auch bei weiter fortgeschrittenen Völkern boten. Die gleichen Formen von „social organization“ wie bei den Irokesen, die ihm als Muster dienten, ließen sich auch bei anderen Völkern nachweisen, wie er besonders am Beispiel der Griechen und Römer zu demonstrieren suchte. Statt des Ausdrucks „Clan“ benutzte er jetzt generell den lateinischen Terminus „gens“. Nicht die Familie, die ihrerseits „from the consanguine, through intermediate forms, to the monogamian“ fortschritt, sondern die auf gemeinsamer, ursprünglich matrilinearer Abstammung basierende Gens war für ihn die Organisation, aus der die „political society“ hervorging. Mit der Sesshaftwerdung war für Morgan der Übergang vom Gemein- zum individuellen Eigentum verbunden und mit diesem der Wechsel zur patrilinearen Abstammung, zum Patriarchat. Die „Ancient society“ erschien 1877 bei Holt in New York und zugleich bei Macmillan in London sowie bei Kerr in Chicago. Sie wurde Morgans meistgelesenes Werk. Schon 1878 folgte bei Holt eine zweite Ausgabe.Zu Morgan siehe u. a.: How Morgan came to write Systems of consanguinity and affinity. Ed. by Leslie A[lvin] White. In: Papers of the Michigan Academy of Science, Arts, and Letters. Ann Arbor. Vol. 42. 1957. S. 257–268; Carl Resek: Lewis Henry Morgan: American scholar. Chicago, London, Toronto 1960; Elisabeth Tooker: Foreword. In: Lewis Henry Morgan: Ancient society. (Classics of anthropology.) Tucson 1965. S. XV–XXVIII; Thomas R[oger] Trautmann: Lewis Henry Morgan and the invention of kinship. Berkeley, Los Angeles, London 1987; Daniel Noah Moses: The promise of progress: the life and work of Lewis Henry Morgan. Columbia, London 2009. Schließen [1]

13Wann Marx das vorliegende Heft angelegt und das 560 Seiten umfassende Buch von Morgan exzerpiert hat, ist nicht unmittelbar ersichtlich. Die „Chronik“ gab als Entstehungszeit des Hefts die Zeit von „ca. Dezember [1880] – ca. März 1881“ an.Karl Marx. Chronik seines Lebens. In Einzeldaten. Zusammengestellt vom Marx-Engels-Lenin-Institut Moskau. Moskau 1934. S. 381. Zur Begründung verwiesen die Bearbeiter auf die Memoiren von Henry M. Hyndman, der damals in engerer Beziehung zu Marx stand. Hyndman schrieb: „Marx’s readiness to change his views when sufficient evidence was adduced against his own opinion was […] much greater than is commonly supposed. Thus, when Lewis H. Morgan proved to Marx’s satisfaction in his Ancient Society that the gens and not the family was the social unit of the old tribal system and ancient society generally, Marx at once abandoned his previous opinions based upon Niebuhr and others, and accepted Morgan’s views.“ (Henry Mayers Hyndman: The record of an adventurous life. New York 1911. S. 276.) Schließen [2] Die Bearbeiter der russischen Erstveröffentlichung der Morgan-Exzerpte nannten den Winter 1880/1881 als wahrscheinliche Entstehungszeit.Архив Маркса и Энгельса. [Hrsg.:] Институт Маркса–Энгельса–Ленина при ЦК ВКП(б). Под ред. М. Б. Митина. [Москва] 1941. Т. 9. S. IV. Auf S. 1–192 findet sich die die Übersetzung der Exzerpte unter dem Titel: К. Маркс: Конспект книги Льюиса Г. Моргана «Древнее общество». Schließen [3] Maximilien Rubel übernahm in seiner Bibliographie der Marx’schen Werke diese Angabe.Maximilien Rubel: Bibliographie des œuvres de Karl Marx avec en appendice un répertoire des œuvres de Friedrich Engels. Paris 1956. S. 196. Schließen [4] Sočinenija (2. izd.) und MEW setzten, in ihrem jeweiligen Bd. 19 und ohne Begründung, für Marx’ Studien zur Urgesellschaft die Zeit von „Mai 1881 bis Mitte Februar 1882“ an.Sočinenija, 2. izd., 19. S. 617; MEW. Bd. 19. S. 619. Schließen [5] Als Zeit von Marx’ Anfertigung des „ausführlichen Konspekts“ zu Morgans Buchs gaben sie in Bd. 21 einmal „1880/1881“, ein andermal „1881/1882“ an.Sočinenija, 2. izd., 21. S. 565 und 653; MEW. Bd. 21. S. 552 (Anm. 17) und 636. Schließen [6]

14Lawrence Krader wies darauf hin, dass die Exzerpte aus den „Lectures“ von Maine einen Anhaltspunkt für deren Datierung geben, bemerkte Marx doch, kurz bevor er sie beendete, sich auf eine „coercion bill in Irld“ beziehend: „Dies geschrieben Juni 1888“ (S. 192). Dass es sich bei der Jahresangabe um ein Versehen handelte, war offensichtlich. Viel sprach dafür, dass 1881 gemeint war. Aber es schien Krader ebenfalls möglich, dass 1880 gemeint sein könnte (siehe unten). Nach näherer Prüfung verwarf er diese Möglichkeit jedoch zugunsten der Ansicht, dass die Exzerpte aus den Werken von Morgan, Money, Phear, Sohm und Maine in der Zeit von „winter 1880 to summer 1881“ entstanden seien, wobei er hinsichtlich des Beginns der „Chronik“ folgte.The ethnological notebooks of Karl Marx (Studies of Morgan, Phear, Maine, Lubbock). Transcribed and ed., with an introduction, by Lawrence Krader. (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. N.F. Hrsg. vom Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis, Amsterdam. Bd. 3.) Assen 1972. S. 86–89. Schließen [7] Hans-Peter Harstick verlegte dagegen den Beginn der Morgan-Exzerpte in den „Sommer 1880“.Hans-Peter Harstick: Untersuchungen zum Marxschen Lesefeld im Bereich der Historie. In: Karl Marx über Formen vorkapitalistischer Produktion. Vergleichende Studien zur Geschichte des Grundeigentums 1879–80. Aus dem handschriftlichen Nachlaß hrsg. und eingel. von Hans-Peter Harstick. (Quellen und Studien zur Sozialgeschichte. Bd. 1.) Frankfurt, New York 1977. S. 216/217 und 256. Schließen [8] Ihm folgend, meinten auch die Bearbeiter von MEGA² Bd. I/29, dass Marx mit der Durcharbeitung von Morgans „Ancient society“ „vermutlich im Sommer 1880“ begonnen habe.MEGA² I/29. S. 586. Schließen [9] Wie schon Krader und nach diesem HarstickKrader: The ethnological notebooks of Karl Marx … S. 359 (Anm. 13); Harstick: Einleitung. In: Karl Marx über Formen vorkapitalistischer Produktion … S. 6, Fn. 11. Schließen [10] wiesen die Bearbeiter von Bd. I/29 auf eine Ungereimtheit hin. Während Kovalevskij später über Marx schrieb: „Er las viel und entlieh oft Bücher von mir, darunter […] Morgans bekanntes Werk ‚Die alte Gesellschaft‘, das ich von meinem ersten Aufenthalt in Amerika mitgebracht hatte“,Максимъ Ковалевскій: Двѣ жизни. In: Вестникъ Европы. Санктпетербургъ. Г. 44. 1909. Т. 4 (258). Кн. 7, июль. S. 11. Der Marx betreffende Teil erschien auch in deutscher Übersetzung, nach der hier zitiert wird: Maksim Kowalewskij: Erinnerungen an Karl Marx. In: Die Zukunft. Berlin. Bd. 73. 1910. S. 81. Schließen [11] benutzte Marx laut eigenem Vermerk für seine Exzerpte keine amerikanische Ausgabe, sondern die Londoner von 1877 (siehe S. 1 und Faksimile). Erst in den 1990er Jahren wurde bekannt, dass sich im Besitz der Familie Longuet ein Exemplar der zweiten New Yorker Ausgabe von 1878 mit Marginalien von Marx sowie von fremder Hand (wahrscheinlich von Paul Lafargue) befand, das offenbar aus Marx’ Besitz stammte.Siehe MEGA² IV/32. Nr. 916. Schließen [12] Vermutlich handelt es sich bei diesem um das von Kovalevskij – und zwar 1882 – aus Amerika mitgebrachte.Während Kovalevskij weder in der russischen noch in der deutschen Fassung des oben zitierten Berichts das Jahr seines Aufenthalts in Amerika angibt, nannte er in einem etwas später (1914/1915) verfassten Text das Jahr 1881. Siehe M[aksim] M[aksimovich] Kovalevsky: American impressions. In: The Russian Review. Vol. 10. 1951. S. 37: „I visited the United States of America twice – in 1881, and then again twenty years later.“ Doch hat er sich dabei offenbar geirrt. Siehe С[вятослав] С[таниславович] Бразевич: Американская действительность глазами М. М. Ковалевского. In: Социологические исследования. Москва. 2010. Но. 11 (319). S. 115–122. Laut Brazevič, der sich auf Tagebuchaufzeichnungen Kovalevskijs stützt, hielt dieser sich im Frühjahr 1882 in den USA auf. Dem entsprechen Kovalevskijs sonstige Angaben. Wie er berichtet (American impressions. S. 37), war der Besuch Teil einer „two years’ research mission abroad. After one year in Italy and six months in Spain, I decided to spend the remainig time on the other side of the ocean. I chose a most unfavorable season for the passage – early spring“. Am 8. Dezember 1881 hatte er von Barcelona aus, „où m’ont attiré les archives de l’Aragon“, Marx zum Tod seiner Frau kondoliert (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. D 2697). Am 30. Juli 1882 schrieb Lavrov an Engels: „Je viens de lire dans le dernier numéro de l’‚Academy‘ que Kovalevsky est de retour de l’Amérique.“ (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. L 3299.) Schließen [13] Auf seinem Rückweg über London traf er dort, wie Engels am 31. Juli 1882 Lavrov mitteilte, nur Eleanor Marx an, die danach zu den Longuets nach Argenteuil fuhr, wo sich zu dieser Zeit auch Marx aufhielt.Engels an Lavrov, 31. Juli 1882 (RGASPI, Sign. f. 1, op. 1, d. 4230). Schließen [14] Vermutlich nahm sie das Buch dorthin mit und Marx las es dort noch einmal.Wenn Kovalevskij Marx das Buch tatsächlich nur leihweise überlassen hätte, wäre das diesem kaum bewusst gewesen. Die Marginalien von Lafargue könnten darauf deuten, dass Marx es seinerseits, als er Ende September 1882 von Argenteuil nach London zurückfuhr, Lafargue lieh, der es wohl, als Marx bald darauf starb, behielt. Es könnte zu den Sachen in Draveil gehört haben, die nach dem Freitod von Paul und Laura Lafargue im November 1911 in den Besitz der Longuets gelangten. Siehe hierzu Jürgen Rojahn: Aus der Frühzeit der Marx-Engels-Forschung: Rjazanovs Studien in den Jahren 1907–1917 im Licht seiner Briefwechsel im IISG. In: MEGA-Studien. Berlin. 1996/1. S. 37/38. Schließen [15]

15Zwar ist ein Exemplar der Londoner Ausgabe von 1877 aus dem Besitz von Engels überliefert (siehe MEGA² IV/32. Nr. 915). Aber wie aus seinem Briefwechsel mit Karl Kautsky ersichtlich ist, erwarb er dasselbe erst 1884.Siehe Engels’ Briefe an Kautsky vom 16. Februar und 24. März 1884. Am 16. Februar informierte er Kautsky, wie schwierig der Erwerb des Buchs sei: „ich habs seit 5 Wochen bestellt, kanns aber nicht bekommen!“ Am 24. März 1884 teilte er ihm mit, er habe sein Exemplar „nur mit Mühe & antiquarisch […] erhalten“. (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. K 626 und K 628.) Schließen [16]

16Die Londoner Ausgabe von 1877 war jedoch in der Bibliothek des British Museum verfügbar, so dass Marx sie dort benutzen konnte. Es ist auch möglich, dass er sie aus Mudie’s Library entlieh.Die von dem Verleger und Buchhändler Charles Edward Mudie 1842 in London gegründete „Select Library“ war die mit Abstand größte kommerzielle Leihbibliothek der Zeit. Seit 1852 befand sie sich in der New Oxford Street, unweit des British Museum. Obwohl ältere Titel regelmäßig aussortiert und antiquarisch verkauft wurden, wuchs ihr Bestand bis Ende des 19. Jahrhunderts auf mehrere Millionen Bücher an, sowohl Sachliteratur als auch Belletristik. Für ihre Subskribenten gab die Bibliothek jeweils zum Jahresbeginn einen (danach anscheinend quartalsweise durch Addenda aktualisierten) gedruckten Katalog der ausleihbaren Werke, den „Catalogue of the principal books in circulation at Mudie’s Select Library“, heraus, spätestens seit den 1860er Jahren jeweils gesondert für englischsprachige und fremdsprachige Werke. Von diesen Katalogen, in denen die Titel nach Sachgebieten und innerhalb dieser nach den Autoren (alphabetisch) angeordnet waren, sind nur einzelne überliefert. (Siehe besonders Guinevere L. Griest: Mudie’s circulating library and the Victorian novel. Bloomington 1970.) Eleanor Marx erwähnt die Bibliothek in ihren Briefen an ihren Vater vom 7. August 1881 und vom 23. Dezember 1882 (RGASPI, Sign. f. 8, op. 1, d. 37 und 44). Auch Engels benutzte sie (siehe seinen Brief an Friedrich Adolph Sorge vom 21. November 1891 (NYPL, Friedrich Adolph Sorge correspondence, Sign. MssCol 2819). Schließen [17]

17Marx hatte den Titel dieses Werks – mit Angabe des Jahrs (1877), aber nicht des Orts der Veröffentlichung – bereits bei der Lektüre des Buchs von Kovalevskij vermerkt (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. B 156, S. 18), das er vermutlich Ende August/Anfang September 1879 von diesem selbst erhalten hatte. Erneut führte er ihn, ohne Ort und Jahr, in der „In Mudies Library“ betitelten Liste in seinem Notizbuch aus den Jahren 1880/1881 an, wo er ihn ankreuzte (siehe RGASPI, Sign. f. 1, op. 1, d. 4099). Der Katalog der „books in circulation“, aus dem er die Liste vermutlich zusammenstellte, ist nicht überliefert. Für die Zeit seiner Veröffentlichung bietet der erste der von Marx daraus notierten Titel einen Anhaltspunkt, die „History of England“ von James Franck Bright, genauer: die dabei mit übernommene Angabe „(Carried to III Period)“, die besagte, dass jetzt von der dritten Ausgabe auch der dritte Band vorlag, der in der ersten Hälfte Oktober 1880 erschien.Die erste Ausgabe dieses Werks von James Franck Bright war u. d. T. „English history for the use of public schools“ (Vol. 1–3. London 1875–1877) erschienen; erst ab der zweiten (2. ed., revised. Vol. 1–3. London 1877/1878) erschien es u. d. T. „A history of England“. Hier, d. h. in dem von Marx benutzten Katalog von „Mudie’s Library“, vermutlich: J[ames] Franck Bright: A history of England. 3. ed. Vol. 1–3. London 1880. Deren dritter Band, in dem die „Period III“ (Constitutional Monarchy. William and Mary to William IV. 1689–1837) behandelt wurde, erschien in der ersten Hälfte Oktober 1880 (New works published from October 1 to 14. In: The publishers’ circular, and General record of British and foreign literature. Containing a complete alphabetical list of all new works published in Great Britain and every work of interest published abroad. London. Vol. 43. Nr. 1034, 15. Oktober 1880. S. 873). Schließen [18] Doch machte Marx seine Notizen daraus auf den Seiten 7, 8 und 11 seines Notizbuchs nicht bereits zu dieser Zeit. Denn vermutlich schon bevor er sie begann, hatte er die Seiten 9 und 10 für andere Notizen benutzt. Auf S. 9 hatte er vier Berichte amerikanischer Behörden notiert, darunter den auf den 6. Dezember 1880 datierten „Annual report of the Secretary of the Treasury on the state of the finances for the year 1880“, und auf S. 10 u. a. ein in der Bibliographie de la France vom 11. Dezember 1880 angezeigtes Werk von François Chevremont über Jean-Paul MaratF[rançois] Chevremont: Jean-Paul Marat. Esprit politique, accompagné de sa vie scientifique, politique et privée. T. 1.2. Paris 1880. Das Buch erschien im Dezember 1880 (Bibliographie de la France, 11. Dezember 1880. S. 707/708. Nr. 11617). Schließen [19] sowie davor ein Werk von Ferdinand d’Esterno[Ferdinand] d’Esterno: À l’Empereur, l’agriculture souffrante. De la crise agricole et de son remède: le crédit agricole. Paris 1866. Schließen [20] samt Vermerken dazu, die erst in der zweiten Hälfte Dezember 1880 entstanden sein dürften. Marx hätte demnach die Liste von Titeln auf den Seiten 7, 8 und 11 nicht vor Mitte Dezember angefertigt und also wohl erst danach begonnen, Morgans Werk zu exzerpieren. Diese Annahme wird durch eine Bemerkung von Marx in seinen Exzerpten aus Morgan bestätigt, in der er auf die Forderung der französischen Anarchistin Louise Michel vom Dezember 1880 anspielt, bei den Kommunalwahlen im Januar 1881 in Paris „tote Kandidaten“ zu Ehren der Märtyrer der Commune aufzustellen (siehe S. 47 und die Erl. dazu). Ein nächstes Mal verwies Marx auf das Buch – ohne Nennung von Autor und Titel – in dem vermutlich Ende Februar/Anfang März 1881 verfassten ersten Entwurf seines Briefs an Vera Zasulič (siehe MEGA² I/25. S. 220.33–37 und unten).

18Zur Zeit der Abfassung dieses Entwurfs hatte Marx das Buch wohl – zumindest teilweise – schon exzerpiert. Wahrscheinlich hatte er es, bevor er es zu exzerpieren begann, bereits gelesen oder immerhin überflogen.

19Bei der Durcharbeitung verfuhr er dann anscheinend ähnlich wie bei dem Buch von Kovalevskij. Er las einen Teil, notierte dabei auf der ersten Seite seines Hefts ihn interessierende Titel und exzerpierte diesen Teil dann. Allerdings wich er dabei von der Abfolge der Teile im Buch ab. Er exzerpierte zunächst auf den Seiten 1–29 seines Hefts „Part I. Growth of intelligence through inventions and discoveries“, wobei er das dritte Kapitel („Ratio of human progress“) überging, „Part III. Growth of the idea of the family“ sowie „Part IV. Growth of the idea of property“ und erst danach, auf den Seiten 29–98, „Part II. Growth of the idea of government“. Nach dem zehnten Kapitel von Pt. 2 („The Institution of Grecian political society“) fügte er als Ergänzung längere Auszüge aus dem ersten Band der „Griechischen Alterthümer“ von Georg Friedrich Schoemann ein (S. 67/68, 74, 76, 79 und 80), der zu den ihm von Wilhelm Wolff hinterlassenen Büchern gehörte.Siehe Marx’ von Februar bis Dezember 1864 benutztes Notizbuch (MEGA² IV/18. S. 11.14), wo die vollständige Liste überliefert ist; und Marx an Engels, 18. November 1864 (MEGA² III/13. Br. 30). Schließen [21] Aus dem 15. Kapitel von Pt. 2 („Gentes in other tribes of the human family“) notierte er nur einzelne Sätze zu den Spuren einer Gentilorganisation bei den Kelten (Schotten und Iren), in Albanien, in Dalmatien und Kroatien und bei den Germanen. Doch fügte er zu den Germanen längere Zitate aus der „Germania“ des Tacitus und aus Cäsars „Commentarii de bello Gallico“ ein, wobei er erstere teils der lateinisch-französischen Ausgabe von Panckoucke,La Germanie. Trad. de Tacite par C[harles] L[ouis] F[leury] Panckoucke, avec un nouveau commentaire. Paris 1824. Schließen [22] teils der Ausgabe von Johann August Ernesti,C. Cornelii Taciti opera. [T. 2] Ex recensione Io. Augusti Ernesti. Lipsiae 1772. Schließen [23] die er selbst besaß, entnahm. Die Ausführungen über Asien, Afrika und Australien in 15. Kapitel, mit denen Pt. 2 endet, überging er ganz.

20Marx’ Verweis auf Morgan, ohne Nennung von dessen Namen, im ersten Entwurf des Briefs an Zasulič ist ein Beispiel einer eigenen Verarbeitung der Exzerpte, in denen es kaum Kommentare und Bemerkungen von ihm gibt. Dort schrieb Marx:

„comme le dit un auteur américain, point du tout suspect de tendances révolutionnaires, et soutenu dans ses traveaux par le gouvernement de Washington, «le système nouveau» auquel la société moderne tend, «sera une renaissance (a revival) dans une forme supérieure, (in a superior form) d’un type social archaïque».“ (MEGA² I/25. S. 220.33–37.)

21Die wiedergegebenen Zitate stammen aus der folgenden Passage in der „Ancient Society“:

„Democracy in government, brotherhood in society, equality in rights and privileges, and universal education, foreshadow the next higher plane of society to which experience, intelligence and knowledge are steadily tending. It will be a revival, in a higher form, of the liberty, equality and fraternity of the ancient gentes“ (S. 552).

22Auf S. 29 des vorliegenden Hefts exzerpierte Marx die letzte Zeile dieser Passage und auch die vorangehenden Zeilen über das Eigentum („property career“), das in Morgans Augen nicht das letzte Wort der menschlichen Zivilisation war.

23Auf S. 73 bezeichnete Marx Morgan als „Yankee Republican“ und stellte ihn den „europäischen Gelehrten“ gegenüber, welche die moderne Figur des Monarchen auf den griechischen Basileus projizierten. In Anknüpfung an Morgans Forschungen über die Gens als Grundlage der Organisation der Stämme und antiker Gesellschaften wird Marx seinerseits ähnliche Projektionen der bürgerlichen Familien-, Sozial- und Rechtsverhältnisse in seinen Exzerpten aus Maines „Lectures“ (siehe unten) und John Lubbocks „The origin of civilisation“ (siehe „Heft 1882“, S. 1/2, und Entstehung und Überlieferung zu Heft 1882) feststellen.Siehe dazu Andreas Arndt: Karl Marx. Versuch über den Zusammenhang seiner Theorie. Berlin 2012. S. 99. Schließen [24]

24Zu Morgans Auffassung vom Ursprung der Zivilisation und ihrem Zusammenhang mit der Entstehung des Eigentums und der monogamen Familie bemerkte Marx an anderer Stelle, mit Verweis auf Charles Fourier, dass die Familie alle Antagonismen der bürgerlichen Gesellschaft in Miniaturform enthält (siehe S. 16 und Erl. dazu).

25Weiterhin kommt in einigen Bemerkungen Marx’ damalige Beschäftigung mit den slawischen, insbesondere russischen Formen des agrarischen Gemeineigentums, die auch in den Entwürfen des Zasulič-Briefs behandelt werden, zum Ausdruck (S. 13).

26Von Bedeutung sind zudem seine Verweise auf die Urgemeinde. Im Anschluss eines Absatzes, in dem Morgan von den Gentes bei anderen Stämmen der Menschheit (u.a. den Germanen) berichtet, fügte Marx Zusätze aus der „Germania“ von Tacitus hinzu. Umgekehrt schrieb Marx in seinem Exemplar der Ausgabe der „Germania“ von Ernesti (siehe MEGA² IV/32. Nr. 1055) einige Kommentare zu denselben Passagen, die er dem vorliegenden Exzerpt hinzufügte und in denen er an Morgans Interpretation anknüpfte. Zu einer Stelle zum Thema Verwandtschaftsgrad und Erbschaft bei den Germanen im 20. Kapitel der „Germania“Auf S. 435 der Ausgabe von Ernesti; exzerpiert auf S. 97 des Heftes. Siehe auch Erl. dazu. Schließen [25] bemerkte er: „reminiscense of the archaic descent of the gens in the female line“. Er schloss daraus: „Hence also high esteem of women“. An anderer Stelle, ausgehend von einer Fußnote, in der aus Cäsars „De Bello Gallico“ zitiert wird,Auf S. 440/441, Fn. 3, der Ausgabe von Ernesti; exzerpiert, aus Ernesti sowie aus anderen Quellen auf S. 98 des Heftes. Siehe auch Erl. dazu. Schließen [26] interpretierte Marx das Fehlen des Ausdrucks von „familiae“ bei Cäsar als Beweis für Morgans Theorie der Gens, derzufolge – so Marx in seiner Glosse – „Familiae is always only part of a gens.“ Außerdem hat Marx eine bei Morgan exerpierte Stelle, die er schon im Brief an Engels vom 25. März 1868 zitiert und übersetzt hatte, auch in seiner Ausgabe der „Germania“ unter- und angestrichen.

27Engels fand das vorliegende Heft nach Marx’ Tod bei der Ordnung von dessen Nachlass und war auf Anhieb beeindruckt von Morgans „Ancient society“. „Über die Urzustände der Gesellschaft“, berichtete er Kautsky am 16. Februar 1884, „existirt ein entscheidendes Buch, so entscheidend wie Darwin für die Biologie, es ist natürlich wieder von Marx entdeckt worden: Morgan, Ancient Society, 1877. Marx sprach davon, aber ich hatte damals andre Sachen im Kopf und er kam nicht wieder darauf zurück, was ihm gewiß angenehm war, da er selbst das Buch bei den Deutschen einführen wollte, wie ich aus seinen sehr ausführlichen Auszügen sehe.“ Hätte er Zeit, würde er den Stoff, mit Marx’ Noten gerne für das Feuilleton des „Sozialdemokrat“ oder die „Neue Zeit“ bearbeiten. Aber daran sei nicht zu denken. (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. K 626.) Knapp sechs Wochen später hatte er seine Meinung jedoch geändert. „Wenn ich die Zeit finden kann“, teilte er Kautsky am 24. März mit, „mach ichs Dir für die N. Zeit zurecht vorausgesetzt daß Ihr Separatabzug als Broschüre machen wollt (ca. 3 Bogen würds werden) ich bin es eigentlich M. schuldig und kann seine Noten aufnehmen.“ (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. K 628.)

28Von seiner Arbeit mit Marx’ Heft zeugen die An- und Unterstreichungen mit Rotstift darin. Am Ende war die Abhandlung, deren Manuskript (dem danach noch kleine Nachträge folgten) Engels am 22. Mai 1884 an Kautsky übersandte, auf neun Bogen angewachsen und wurde daher gleich als Buch gedruckt. Dieses erschien im Verlag der Volksbuchhandlung Hottingen-Zürich, dem Parteiverlag der deutschen Sozialdemokratie während des Sozialistengesetzes, u. d. T. „Der Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats“. (Zur Entstehung des Buchs siehe MEGA² I/29. S. 606–608.)

James William Bayley Money: Java; or, How to Manage a Colony

29J[ames] W[illiam] B[ayley] Money: Java; or, How to Manage a Colony. Showing a Practical Solution of the Questions Now Affecting British India. In 2 vol. London 1861. (S. 99–127.)

30James William Bayley Money (1818–1890) wurde als Sohn eines Beamten der East India Company in Calcutta geboren. Nach Schulbesuch und Studium in England war er seit 1854 Anwalt am Supreme Court in Calcutta. 1858 reiste er mit seiner kranken Frau, die Erholung brauchte, für mehrere Wochen nach Java. Er war beeindruckt von der niederländischen Verwaltung der Kolonie, die, wie er meinte, den Briten in Indien als Vorbild dienen konnte. Dabei ging es insbesondere um das von General Johannes van den Bosch Anfang der 1830er Jahre eingeführte „cultuurstelsel“ (engl. culture system oder cultivation system).Das von Johannes van den Bosch ab 1830 in den unmittelbar unter niederländischer Herrschaft stehenden Gebieten Javas (außer der Preanger-Region) eingeführte System der Exportproduktion. Schließen [27] Das überaus positive Bild desselben, das er in seinem Buch gab, blieb in der englischsprachigen Literatur über Java bis zum Ende des Jahrhunderts vorherrschend.Siehe Ian Brown: Introduction. In: J. W. B. Money: Java, or, how to manage a colony. Vol. 1 and 2. Oxford [etc.] 1985. S. V–XIX. Nicht so einhellig war die Resonanz, die das Buch in den Niederlanden fand, wo das cultuurstelsel auf zunehmende Kritik stieß. Siehe etwa die mit einer kritischen „Voorrede“ und kritischen Kommentaren versehene niederländische Übersetzung, die noch im gleichen Jahr erschien: J. W. B. Money: Java, of hoe eene kolonie moet bestuurd worden. Uit het Engelsch vertaald en van aantekeningen voorzien door D[aniel] C[ouperus] Steyn Parvé. Dl. 1.2. Zutphen 1861. Schließen [28]

31Zwar war auch das Werk von Money bei Kovalevskij erwähnt.Ковалевскій: Общинное землевладѣніе, причины, ходъ и послѣдствія его разложенія. Часть 1. Общинное землевладѣніе въ колоніяхъ и влияніе поземельной политики на его разложеніе. Москва 1879. S. 23 und 24. Schließen [29] Aber Marx hatte es bei der Lektüre von dessen Buch nicht vermerkt. Er notierte es erst aus dem Katalog von Mudie’s Library in seinem Notizbuch (S. 11) und kreuzte es dort, wie das von Morgan, an.

32Marx exzerpierte den gesamten ersten Band, in dem Money, nach einem Überblick über die Geschichte der Kolonie, das „culture system“ darstellte. Aus dem zweiten Band, in dem Money das Rechtssystem, Armee und Marine, den Status der Europäer und das Verhältnis zu den Einheimischen behandelte, notierte er im Anschluss an die bibliographischen Notizen aus dem Buch von Morgan auf der ersten Seite des vorliegenden Hefts nur zwei Titel (S. [1a]) und exzerpierte nur einzelne Passagen.

33Die wenigen Bemerkungen von Marx deuten darauf hin, dass er sich von Moneys positiver Einschätzung der holländischen Kolonialverwaltung auf Java distanziert (siehe S. 122). Ebenso kritisch äußerte er sich zu den Briten in Indien (S. 103). Darüber hinaus zieht Marx auch in diesen Exzerpten, in dem Abschnitt, in dem Money das Landeigentum in Java beschreibt, Vergleiche zur russischen Agrarverfassung (S. 102/103).

34Für die Geschichte von Java hatte sich Marx schon in den 1850er Jahren interessiert. 1853 exzerpierte er in Heft XXII der „Londoner Hefte 1850–1853“ das Buch „History of Java“ von Thomas Stamford Raffles (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. B 65), das auch zu den Quellen von Money zählt (S. 99/100).

John Budd Phear: The Aryan Village in India and Ceylon

35John B[udd] Phear: The Aryan Village in India and Ceylon. London 1880. (S. 128–155.)

36(Seit 1877: Sir) John Budd Phear (1825–1905) wurde in Earl Stonham, Suffolk, geboren, wo sein Vater, Fellow des Pembroke College, Cambridge, „Rector“ der Kirche war. Nach dem Studium am Pembroke College wurde er 1847 zum Fellow des Clare College gewählt. Seit 1854 war er Anwalt, seit 1864 Richter am High Court in Calcutta. Neben seiner Tätigkeit als Richter war er dort – zeitweise als Präsident – in der Asiatic Society of Bengal, der Bengal Social Science Association sowie anderen Vereinen aktiv. 1876 verließ er Calcutta, 1877 wurde er zum Chief Justice von Ceylon ernannt. 1879 kehrte er zurück nach EnglandSiehe T. C. Hughes, rev. Katherine Prior: Phear, Sir John Budd (1825–1905). In: Oxford Dictionary of National Biography. Vol. 43. S. 991. Schließen [30] und veröffentlichte in der ersten Dezemberhälfte 1880 „The Aryan Village in India and Ceylon“.

37Die Forschung der vergangenen vierzig oder fünfzig Jahre – erklärte Phear in seiner „Introduction“ – habe zu der Überzeugung geführt, dass der Mensch „very many ages ago“ (S. IX) auf der Erde erschienen sei, wo er „has had his place, and has been fighting the battle of life, in the animal world for unreckonable ages of time“ (S. L). Entsprechend lang sei denn auch die Geschichte seiner sittlichen Entwicklung. Womit er zur Thematik seines Buchs kam:

„The length of the period requisite for the actual progress made, and the extreme slowness of the general rate of advance, can only be rightly understood when the persistency of every social institution that has once been established is clearly apprehended […] And of all institutions among the Aryans perhaps a certain well-defined village organization, with its associated method of land-holding, has been the most widespread and has proved itself the most enduring. In the three papers which have been put together in the present small volume, an attempt has been made to describe this organization, as it is found working, at least to a partial extent, in Bengal and Ceylon at the present day, and to offer an explanation of the manner in which it may reasonably be supposed to have grown up.“ (S. LI/LII.)
Bei dem Text, der den ersten Teil – „Modern village life in Bengal“ – des rund 300-seitigen Buchs bildet, handelt es sich um einen Artikel, den Phear 1874 in der „Calcutta Review“ publiziert hatte.J[ohn] B[udd] P[hear]: Rustic Bengal. In: Calcutta Review. Vol. 59. Nr. 117. July 1874. S. 180–214; Nr. 118. October 1874. S. 350–378. Schließen [31] Der zweite Teil – „The agricultural community in Ceylon“ – basiert auf Material, das er während seines Aufenthalts dort gesammelt hatte. Den dritten Teil – „Evolution of the Indo-Aryan social and land system“ – bildet der Text eines 1872 in Calcutta vor der „Bethune Society“ gehaltenen Vortrags.

38Marx exzerpierte alle drei Teile, am ausgiebigsten den ersten, am sparsamsten den dritten Teil.

39In seinen wenigen Kommentaren moniert Marx, der Phear einen „Esel“ (S. 136 u. a.) bzw. „asinus“ (S. 153) nennt, die Projektion Phears von westlichen Eigentumsverhältnissen auf das indische Dorfleben (S. 147).

40Marx äußerte zudem Zweifel über Phears Auffassung des Grundsteuer-Systems in Britisch-Indien. Seit den „Londoner Heften“ (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. B 65/B 66) waren ihm zwei Systeme des „land revenue“ in Britisch-Indien bekannt, das Ryotwaree-System, bei dem die Steuer direkt von den Bauern (ryots) eingezogen wird, und das Zemindar-System, bei dem der Einzug durch den Zemindar erfolgt. In einem Artikel für die „New-York Tribune“ lehnte Marx 1853 die Unterstellung einer Analogie der indischen Systeme mit der französischen und englischen vorkapitalistischen Grundrente als nicht ganz passend ab.„The Zemindaree and Ryotwar were both of them agrarian revolutions, effected by British ukases, and opposed to each other; the one aristocratic, the other democratic; the one a caricature of English landlordism, the other of French peasant-proprietorship; both pernicious, both combining the most contradictory character-both made not for the people, who cultivate the soil, nor for the holder, who owns it, but for the Government that taxes it.“ (MEGA² I/12. S. 245.) Schließen [32] Wenn Marx schon 1853 den Zemindar als „a curious sort of English landlord“ und den „ryot“ als „curious sort of French peasant“ bezeichnet hatte, äußerte er sich in den vorliegenden Exzeprten noch deutlicher und nannte den Zemindar einen „falsche[n] engl. landlord“.

41Noch einmal kam Marx 1882 auf Phear zu sprechen. In seinen Exzerpten aus Lubbocks Buch „The origin of civilisation“ verweist er in dem Abschnitt über „worship of idols“ auf auch im vorliegenden Heft (S. 138) notierte Ausführungen von Phear zur Ahnenverehrung „noch heute in Bengal“ (vgl. „Heft 1882“, S. 4).

Rudolph Sohm: Fränkisches Recht und römisches Recht

42Rudolph Sohm: Fränkisches Recht und römisches Recht. Prolegomena zur deutschen Rechtsgeschichte. Weimar 1880. (S. 155–159.)

43Wie Phears „The Aryan Village in India and Ceylon“ erschien auch Rudolph Sohms „Fränkisches Recht und römisches Recht“ im Dezember 1880.Allgemeine Bibliographie. Monatliches Verzeichniss der wichtigern neuen Erscheinungen der deutschen und ausländischen Literatur. Leipzig. 25. Jg. 1880. Nr. 12. December. S. 182. Schließen [33] Gotthard Julius Rudolph Sohm (1841–1917) stammte aus Rostock, wo sein Vater Jurist, Archivar und Bibliothekar der mecklenburgischen Ritterschaft und Landschaft war. 1860–1864 studierte er in Rostock, Berlin, Heidelberg und erneut Rostock Jura. Nach der Promotion 1864 und der Habilitation in Göttingen 1866 war er seit 1870 Professor für Kirchenrecht und deutsches Recht in Freiburg, seit 1872 in Straßburg und seit 1887 bis zu seiner Emeritierung 1917 in Leipzig. Er war an der Ausarbeitung des Bürgerlichen Gesetzbuchs beteiligt sowie 1896 an der Gründung von Friedrich Naumanns Nationalsozialem Verein, der für ein soziales Christentum eintrat.Siehe Andreas Thier: Sohm, Gotthard Julius Rudolph. In: Neue deutsche Biographie. Bd. 24. Berlin 2010. S. 539–541. Schließen [34]

44Der Name Sohms war Marx spätestens seit 1877 bekannt, als er aus dem Band „Essays in Anglo-Saxon law“ (Boston, London 1876) einen von Henry Adams über „The Anglo-Saxon courts of law“ und einen von H. Cabot Lodge über „The Anglo-Saxon land-law“ exzerpierte (siehe IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. B 139, S. 110–143). Dort wurde auch auf diverse Publikationen von Sohm verwiesen, in dem ersteren besonders auf dessen 1871 publiziertes Werk „Die fränkische Reichs- und Gerichtsverfassung“, „[a] most brilliant work“. Dieses Werk war auch in den „Lectures“ von Maine erwähnt; so heißt es hierzu gleich zu Beginn der ersten „Lecture“ (S. 3): „much light has been thrown on the early history of property by [this] remarkable work“. Marx hatte den Titel aus den „Lectures“ erneut notiert (siehe S. [0]). Sohms Abhandlung über fränkisches und römisches Recht, der er sich jetzt zuwandte, war 1880 zunächst in der „Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte“ (Germanistische Abteilung. Weimar. Bd. 1 (14). 1880. S. 1–84) erschienen und dann, im Dezember, als Buch. Marx benutzte dieses und exzerpierte aus beiden Kapiteln.

45Aus dem ersten Kapitel „Das fränkische Recht“ hielt er, außer Passagen zur Entstehung des privaten Grundeigentums und dessen Wandel in den Städten und auf dem platten Land, vornehmlich das Ergebnis der von Sohm dargestellten „Reception des westfränkischen Rechts in Deutschland“ fest, das darin bestand, dass „das salische, d. h. das westfränkische, modern ausgedrückt das französisch-fränkische Recht […] über die deutschen Stammesrechte triumphirte“ (Sohm, S. 65/66). Ausführlicher exzerpierte er das zweite Kapitel „Das römische Recht“, in dem Sohm dessen Rezeption behandelte. Abschließend notierte Marx aus dem „Schluss“ Sohms Hinweise auf die nordgermanischen Rechte sowie das friesische und angelsächsische Recht und ihre Bedeutung für die vergleichende Rechtsgeschichte, für die sie, da vom römischen wie vom fränkischen Recht weitgehend unberührt geblieben, ein Mittel seien, „um aus den gemeinsamen Grundzügen, welche sie mit den übrigen germanischen Rechten aufweisen, auf das gemeinsame Urrecht älterer Zeiten zurückzuschließen“ und „die altgermanischen Zustände, welche Cäsar und Tacitus uns schildern, zu reconstruiren“ (Sohm, S. 83).

46Auf seine Auszüge aus Sohm bezieht sich Marx auf S. 193 des vorliegenden Hefts in seinen Exzerpten aus der „XII Lecture“ von Maine, in der es um die analytische Rechtslehre und deren Theorie der Souveränität geht (siehe unten).

Henry Sumner Maine: Lectures on the Early History of Institutions

47Henry Sumner Maine: Lectures on the Early History of Institutions. London 1875. (S. 160–197.)

48Marx hatte den Titel der „Lectures“ schon bei seiner Lektüre von Kovalevskijs „Obščinnoe zemlevladenie“ notiert und dann noch einmal in seinem Notizbuch aus den Jahren 1880/1881 (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. B 156, S. 28). Abermals hatte er sie im Dezember 1880 in seinem damals benutzten Notizbuch aufgeführt in der bereits erwähnten „In Mudies Library“ betitelten Liste von Büchern (RGASPI, Sign. f. 1, op. 1, d. 4099, S. 8). In dieser Liste, die er wahrscheinlich aus einem der von jener herausgegebenen Kataloge der „books in circulation“ zusammengestellt hatte (siehe oben), hatte er einige Werke angekreuzt, die „Lectures“ von Maine jedoch nicht. Anscheinend veranlasste ihn erst deren prononcierte Würdigung in Pt. 3 des Buchs von MorganMorgan erwähnte Maine in seinem Buch dreimal: das erste Mal in einer Aufzählung verschiedener „able and acute investigators“ (S. 227); ein zweites Mal in einer Passage über von Maine „in his recent work“ erwähnte „communities of Villeins on French estates in former times“, die „may prove to be […] remains of ancient Celtic gentes“ (S. 358); und ein drittes Mal in einer Passage über die „eminent scholars“, die an der überkommenen Auffassung festhielten, nach der die patriarchalische Familie des hebräischen und lateinischen Typs die Urform der Familie war, die die früheste Form von Gesellschaft hervorgebracht hätte. „Among the latest, and holding foremost rank among them, is Sir Henry Maine, whose brilliant researches in the sources of ancient law, and in the early history of institutions, have advanced so largely our knowledge of them“ (S. 507). Schließen [35] dazu, sie zu lesen.

49(Seit 1871: Sir) Henry James Sumner Maine (1822–1888) wurde als Sohn eines Arztes in Hockliffe, Bedfordshire, geboren, besuchte die Christ Hospital’s School in Cambridge und studierte dort am Pembroke College, wobei er sich besonders in den Altertumswissenschaften und Mathematik hervortat. 1847 wurde er zum Regius Professor für Zivilrecht ernannt. 1850 erhielt er seine Zulassung als Anwalt. 1852 wurde er Reader für römisches Recht bei dem von den Anwaltskammern (Inns of Court) in London neu gebildeten Council for Legal Education. Seiner politischen Orientierung nach ein „moderate Liberal“, machte er sich einen Namen als Verfasser von Artikeln über literarische und politische Themen für diverse Blätter, besonders die 1855 von ihm mitgegründete „Saturday Review“. 1861 veröffentlichte er sein bekanntestes Buch „Ancient law“, ein Versuch, die Geschichte des Rechts der indoeuropäischen Völker zu erklären. Solch ein Versuch, erklärte er, konnte nicht, wie bei Hobbes und Locke, mit einem konstruierten präsozialen Urzustand beginnen, sondern musste ausgehen von „the simplest social forms in a state as near as possible to their rudimentary condition“, d. h. „we should penetrate as far up as we could in the history of primitive societies“ (S. 119). Die zuverlässigste Quelle war dabei „ancient law“. Die vergleichende Rechtswissenschaft führte zu der Auffassung, „which is known as the Patriarchal Theory“ (S. 122). „Men are first seen distributed in perfectly insulated groups, held together by obedience to the parent“ (S. 125). Aus der „aggregation“ dieser patriarchalischen Familien ging die Gesellschaft hervor. „[The] unit of an ancient society was the Family“ (S. 126). Soweit es um die in erster Linie interessierenden „progressive societies“ ging, ließ sich feststellen, „that social necessities and social opinion are always more or less in advance of Law“ (S. 24). Die Bewegung derselben war überall die gleiche – von einer Gesellschaft, in der „all the relations of Persons are summed up in the relations of Family“, zu einer Ordnung, in der „all these relations arise from the free agreement of Individuals“, oder, auf eine knappe Formel gebracht, „a movement from Status to Contract“ (S. 169/170). 1862 nahm Maine die ihm angebotene Position des „legal member“ des Rats des Vizekönigs von Indien in Calcutta an. Nach seiner Rückkehr nach England 1869 erhielt er den neuen Lehrstuhl für historische und vergleichende Rechtswissenschaft am Corpus Christi College der Universität Oxford, 1877 wurde er Master von Trinity Hall der Universität Cambridge und 1887 Professor für internationales Recht an dieser. Zudem gehörte er seit 1871 dem Council for India des Secretary of State an.Siehe Sir M[ountstuart] E[lphinstone] Grant Duff: Sir Henry Maine: a brief memoir of his life. With some of his Indian speeches and minutes, selected and ed. by Whitley Stokes. London 1892; George Feaver: From status to contract. A biography of Sir Henry Maine 1822–1888. London, Harlow 1969; The historical achievement of Sir Henry Maine: a centennial reappraisal. Ed. by Alan Diamond. New York [etc.] 1991; R. C. J. Cocks: Maine, Sir Henry James Sumner (1822–1888). In: Oxford Dictionary of National Biography. Vol. 36. S. 170–174. Schließen [36]

50Die „Lectures on the early history of institutions“, bei denen es sich um dreizehn Vorlesungen handelt, die er in Oxford gehalten hatte, führten in gewisser Weise sein „Ancient law“ fort, so Maine im Vorwort seines 412 Seiten umfassenden Buchs. Aber anders als das römische Recht, das er dort vorzugsweise herangezogen hatte, wirkte das altirische Recht, das sogenannte Brehon Law, auf das er sich in den ersten zehn der „Lectures“ stützte, nicht bis in die Gegenwart, sondern im Gegenteil: „after gradually losing whatever influence it once possessed in the country in which it grew up, in the end it was forcibly suppressed.“ Doch war es eben „through the arrest of its development“ bis heute von besonderem Interesse. (S. VII/VIII.)

51Marx exzerpierte alle dreizehn „Lectures“, wobei er mehrfach Auszüge aus anderen Quellen einflocht, so in „Lecture VII“ aus der „History of Ireland“ von Martin Haverty (siehe S. 173–175), in „Lecture IX“ aus dem „Latin-English dictionary“ von William Smith (siehe S. 181), das Marx schon in den Exzerpten aus Morgan benutzt hatte (siehe S. 3, 84 und 97/98), und dem „Dictionary of the English language“ von Samuel Johnson (siehe S. 174, 183) sowie in „Lecture XI“ aus dem Werk von Thomas Strange über das „Hindu law“ (S. 186–188). Aus diesem Werk sowie aus dem von Haverty hatte er auch bibliographische Informationen am Anfang des vorliegenden Hefts notiert (siehe oben). Außerdem erwähnt Marx in einem Kommentar Irwins Werk „The garden of India“ (S. 185). Umgekehrt verweist er in seinem Exemplar von Irwins Buch auf S. 320 in einer Randbemerkung auf „the comfortable bourgeois lawyer Sir H. S. Maine“ (siehe oben).

52Mit dem gleichen Attribut („comfortable“, S. 165, 172, 176, 186 und 193) sowie mit anderen ironischen („great Maine“, „der würdige Maine“ (S. 161), „Optimist Maine“ (S. 165; vgl. S. 172)) und abwertenden Ausdrücken („asinus“ bzw. „Esel“ (S. 161, 162 und 187; vgl. S. 177), „Pecksniff“Seth Pecksniff, Gestalt aus dem Roman „Martin Chuzzlewit“ (1844) von Charles Dickens; danach: Pecksniff = scheinheilig, heuchlerisch. Schließen [37] (S. 176, 187 und 189), „Philister“ (S. 165 und 189)) belegte Marx Maine häufig in seinen Exzerpten.

53Kritisch bezieht er sich auf Maines „falsche Vorstellung“ (S. 177) von den Gemeinschaften („communities“) in der alten irischen Gesellschaft vor der englischen Eroberung, wie beschrieben in den „Ancient Laws of Ireland“, GesetztabhandlungenBei Maine, S. 12: The ancient laws of Ireland have come down to us as an assemblage of law-tracts, each treating of some one subject or of a group of subjects. The volumes officially translated and published contain the two largest of these tracts, the Senchus Mor, or Great Book of the Ancient Law, and the Book of Aicill. Schließen [38], die die sogenannten „Brehon Laws“ (Richtergesetze) versammelten, im Vergleich zu indischen Gesetzbüchern, die das sogenannte „Hindoo Law“ zusammenfassten.Institutes of Hindu law; or the ordinances of Menu, according to the gloss of Cullúca, comprising the Indian system of duties religious and civil. Verbally transl. from the original Sanscrit [by William Jones]. Calcutta 1794. Schließen [39] Die „English Private family“ werde dieser Vorstellung nach „als die Basis betrachtet“ (S. 177; vgl. S. 187), wie Marx kommentiert. Er bezieht sich dabei auf Morgans Lehre von der Gens als Grundlage der auf Blutverwandschaft basierenden Gemeinschaften und schreibt: „die folgenden »Extracts« zeigen, einerseits, dass Herr Maine sich noch nicht aneignen konnte was Morgan noch nicht gedruckt hatte“ (S. 161). Marx nennt noch andere Historiker, die Maine nicht berücksichtigt hatte (S. 161 und 186), aber die ihm teilweise schon bekannt waren und denen er in seinen Exzerpten aus Morgan eine „klassische Schülergehlersamkeit“ vorwarf (siehe S. 69, 70, 71 und 73). Dort wurden der Schweizer Bachofen als „echter deutscher Schulgelehrter“ (S. 95) sowie Niebuhr, Grote, Thirlwall, Mommsen und Maine selbst dafür kritisiert, sich nicht vom patriarchalischen Familienmodell lösen zu können und daher die Verhältnisse in antiken und außereuropäischen Gemeinschaften als „artificial“ (S. 70) zu betrachten. In ähnlicher Weise bemerkte Marx in seinen Auszügen aus Maine:

54„Für Maine, der sich die English Private family after all nicht aus dem Kopf schlagen kann, erscheint diese ganz natürliche Function des Chief of gens, weiter of Tribe, natürlich grade weil er ihr Chief ist (u. theoretisch immer »gewählter«) als »artificial« u. »mere administrative authority«, während die Willkühr des modernen pater familias grade »artificial« ist, wie die Privatfamily selbst, vom archaischen Standpunkt.“ (S. 177.)

55In seinen Exzerpten verwendete Marx eine Metapher, wonach Maine mit „gefärbten Brillen“ auf die Welt blicke (S. 187). Schon im Brief an Engels vom 25. März 1868 hatte er verwundert festgestellt, wie noch immer sichtbare Spuren uralter Verhältnisse, „durch a certain judicial blindness“, manchmal „selbst von den bedeutendsten Köpfen“ nicht gesehen würden. Eine ähnliche Formulierung („les aveugles par intérêt“) findet sich im zweiten Entwurf für den Brief an Vera Zasulič (MEGA² I/25. S. 232). Auch im ersten Entwurf seines Briefs warnte Marx vor Maines Darstellung der „communautés primitives“:

56„En lisant les histoires des communautés primitives, écrites par des bourgeois, il faut être sur ses gardes. Ils ne reculent pas même devant des faux. Sir Henry Maine p.e., qui fut un collaborateur ardent du gouvernement anglais dans son oeuvre de destruction violente des communes indiennes, nous assure hypocritement que tous les nobles efforts de la part du gouvernement de soutenir ces communes, échouèrent contre la force spontanée des lois économiques!“ (MEGA² I/25. S. 230.)

57Marx lehnt zudem Maines Vorstellung von einer arischen Rasse (siehe seine Bemerkungen, S. 187 und 196, sowie seine Ausrufezeichen, S. 162 und 164) sowie auch seine Theorie und Rechtfertigung der staatlichen Souveränität ab (siehe S. 190–192). In einem längeren Kommentar skizziert Marx selbst ein Bild der Entwicklung des Staats und charakterisiert diesen u. a. als „eine excrescence of society“ (S. 191).

58Weiterhin kommt auch in den vorliegenden Exzerpten Marx’ Interesse an der russischen Wirtschaft und den Verhältnissen insbesondere in den russischen Ackerbaugemeinden sowie seine Beschäftigung mit russischen Originalquellen seit ca. 1870 zum Ausdruck (siehe S. 170, wo er sich auf „russ. Quellen“ bezieht).Auf S. 53–59 seines Notizbuchs aus den Jahren 1880/1881 listete Marx zahlreiche Bücher unter der Überschrift „Russisches in my bookstall“ auf. (RGASPI, Sign. f. 1, op. 1, d. 4099.) Schließen [40] Eine Passage, in der Maine die periodischen Teilungen des Eigentums der „Joint-Family“ als Zeichen dafür deutet, dass „property in its modern form has been established“, kommentierte Marx: „keineswegs ist dadurch »property in his its modern form« established; see Russian communes f. i.“ (S. 176.) Über das Vorhandensein der russischen Dorfgemeinde in der Gegenwart, in einer Zeit, in der „la propriété commune d’un type plus ou moins archaïque“ in Westeuropa bereits verschwunden war, dachte Marx in seinen Entwürfen des Briefs an Zasulič nach. Hier entwickelte er eine in „Zur Kritik der politischen Ökonomie“ vertretene These, „daß die Form des naturwüchsigen Gemeineigenthums“ nicht „specifisch slavisch oder gar ausschließlich russische Form sei“, sondern „die Urform, die wir bei Römern, Germanen, Celten nachweisen können“ (MEGA² II/2. S. 113, Fn. 1).Marx zitierte diese Bemerkung auch in der zweiten Ausgabe des ersten Buchs des „Kapital“ (MEGA² II/6. S. 108, Fn. 20). Am 7. November 1868 sprach sich Marx gegenüber Engels gegen eine Schrift des russischen Publizisten Schédo-Ferroti aus, der behauptet habe, „das russische Gemeinwesen sei erst entsprungen in Folge des Verbots für die Bauern sich vom Land zu entfernen. Die ganze Sache ist absolut, bis auf die kleinsten Züge, identisch mit dem urgermanischen Gemeinwesen“. Siehe D. K. Schédo-Ferroti [eigtl. Fédor Ivanovič Firks]: Études sur l’avenir de la Russie. Étude 10: Le patrimoine du peuple. Berlin 1868. (Siehe MEGA² IV/32. Nr. 1187.) Schließen [41] Auf diese grundlegende Einheitlichkeit verweist auch sein Kommentar im vorliegenden Exzerpt: „Nach Herrn Maine, first: Hindoo Joint Family, 2nd) Household Community of the Southern Slavonians, 3d) the true Village Community as found first in Russia and next in India. ⦗dies »first« u. »next« bezieht sich nur auf die relative periods worin diese things dem great Maine bekannt geworden⦘“ (S. 161).

59Marx hatte Maines Buch bereits spätestens im Februar 1881 gelesen, wobei er bibliograhische Notizen daraus angefertigt hatte (siehe oben). Der erste Entwurf für den Zasulič-Brief von Ende Februar/Anfang März 1881 dokumentiert seine Beschäftigung mit Maine zu dieser Zeit. Über die Entstehungszeit der Exzerpte aus dem Buch von Maine gibt eine Bemerkung von Marx am Ende des vorliegenden Hefts Aufschluss. Sich auf Maines Kritik an den analytischen Juristen beziehend, nach deren abstraktem Souveränitätsbegriff die Königin und das Parlament in Großbritannien „might […] establish a system of lettres de cachet“, merkt er an: „such as the English now have established by their coercion bill in Irld (Dies geschrieben Juni 1888)“ (S. 192). Bei Marx’ Jahresangabe handelte es sich offenbar um ein Versehen. Wenn die Reihenfolge der Bücher in dem vorliegenden Heft die ist, in der Marx sie exzerpierte, kann, da die vor dem von Maine exzerpierten Bücher von Phear und Sohm erst im Dezember 1880 erschienen waren, nur das Jahr 1881 gemeint gewesen sein. Bei der erwähnten „coercion bill“ für Irland dürfte es sich um „An Act for the better Protection of Person and Property in Ireland“ (44 & 45 Vict., c. 4) gehandelt haben. Das im Januar 1881 von William Edward Forster, dem Chief Secretary for Ireland in der Regierung Gladstone, eingebrachte Gesetz war nach erregten Debatten am 2. März 1881 verabschiedet worden.

60Sog. „coercion acts“, d. h. Ausnahmegesetze zur Unterdrückung von Unruhen, waren für Irland, seit dessen „Union“ mit Großbritannien 1801 vom Parlament in London, immer wieder erlassen worden. Auf ein vorangegangenes Gesetz verweisend, das zum 1. Juni 1880 ausgelaufen war, gab Krader daher zu bedenken, dass Marx auch das Jahr 1880 gemeint haben könnte, so dass die Entstehung des vorliegenden Hefts statt auf „winter 1880 to summer 1881“ auf „winter 1879 to summer 1880“ zu datieren wäre. Doch sprach er sich am Ende, wenn auch zögernd, für die spätere Datierung aus.„The choice is based on the consideration that the issues and contents of these excerpts were more directly reflected in Marx’s scientific and political work of early 1881. Moreover, the dates of publication of the works excerpted […] tend to support the later date as well.“ (L. Krader: Addenda. In: The ethnological notebooks … S. 88.) Schließen [42] Tatsächlich hätte Marx, wenn er das Jahr 1880 gemeint hätte, die „Lectures“ von Maine vor den Werken von Phear und Sohm, die beide erst im Dezember 1880 erschienen waren, exzerpiert haben müssen und das mitten im Heft, genau die für die Auszüge aus diesen erforderliche Anzahl Seiten frei lassend. Nichts deutet jedoch darauf hin, dass er die in dem Heft exzerpierten Werke nicht in der Reihenfolge exzerpiert hätte, in der sie in dem Heft erscheinen. Vielmehr entspricht derselben auch die Abfolge der bibliographischen Notizen auf der ersten Seite. Zudem richtete sich Marx’ Groll nicht gegen ein Gesetz, das ausgelaufen war,Laut T. Wemyss Reid war es deshalb ausgelaufen, weil die Regierung Disraeli es vor ihrer Abwahl im April 1880 versäumt hatte, rechtzeitig seine Verlängerung in die Wege zu leiten, und Gladstone wie auch Forster anfangs hofften, ohne einen neuen coercion act regieren zu können. Siehe T. Wemyss Reid: Life of the right honourable William Edward Forster. In 2 vol. London 1888. Vol. 2. S. 239/240. Schließen [43] sondern gegen ein System, „as the English have now established“. Schließlich erwähnte auch Engels damals, im Juli 1881, in einem Artikel „Mr. Forster’s coercion proceedings in Ireland“,[Friedrich Engels:] Bismarck and the German Working Men’s Party. In: The Labour Standard. London. Nr. 12, 23. Juli 1881 (MEGA² I/25. S. 278). Schließen [44] was zeigt, dass dieses Thema noch im Sommer 1881 Tagesgespräch war.

Anmerkungen

  • [1]Zu Morgan siehe u. a.: How Morgan came to write Systems of consanguinity and affinity. Ed. by Leslie A[lvin] White. In: Papers of the Michigan Academy of Science, Arts, and Letters. Ann Arbor. Vol. 42. 1957. S. 257–268; Carl Resek: Lewis Henry Morgan: American scholar. Chicago, London, Toronto 1960; Elisabeth Tooker: Foreword. In: Lewis Henry Morgan: Ancient society. (Classics of anthropology.) Tucson 1965. S. XV–XXVIII; Thomas R[oger] Trautmann: Lewis Henry Morgan and the invention of kinship. Berkeley, Los Angeles, London 1987; Daniel Noah Moses: The promise of progress: the life and work of Lewis Henry Morgan. Columbia, London 2009.
  • [2]Karl Marx. Chronik seines Lebens. In Einzeldaten. Zusammengestellt vom Marx-Engels-Lenin-Institut Moskau. Moskau 1934. S. 381. Zur Begründung verwiesen die Bearbeiter auf die Memoiren von Henry M. Hyndman, der damals in engerer Beziehung zu Marx stand. Hyndman schrieb: „Marx’s readiness to change his views when sufficient evidence was adduced against his own opinion was […] much greater than is commonly supposed. Thus, when Lewis H. Morgan proved to Marx’s satisfaction in his Ancient Society that the gens and not the family was the social unit of the old tribal system and ancient society generally, Marx at once abandoned his previous opinions based upon Niebuhr and others, and accepted Morgan’s views.“ (Henry Mayers Hyndman: The record of an adventurous life. New York 1911. S. 276.)
  • [3]Архив Маркса и Энгельса. [Hrsg.:] Институт Маркса–Энгельса–Ленина при ЦК ВКП(б). Под ред. М. Б. Митина. [Москва] 1941. Т. 9. S. IV. Auf S. 1–192 findet sich die die Übersetzung der Exzerpte unter dem Titel: К. Маркс: Конспект книги Льюиса Г. Моргана «Древнее общество».
  • [4]Maximilien Rubel: Bibliographie des œuvres de Karl Marx avec en appendice un répertoire des œuvres de Friedrich Engels. Paris 1956. S. 196.
  • [5]Sočinenija, 2. izd., 19. S. 617; MEW. Bd. 19. S. 619.
  • [6]Sočinenija, 2. izd., 21. S. 565 und 653; MEW. Bd. 21. S. 552 (Anm. 17) und 636.
  • [7]The ethnological notebooks of Karl Marx (Studies of Morgan, Phear, Maine, Lubbock). Transcribed and ed., with an introduction, by Lawrence Krader. (Quellen und Untersuchungen zur Geschichte der deutschen und österreichischen Arbeiterbewegung. N.F. Hrsg. vom Internationaal Instituut voor Sociale Geschiedenis, Amsterdam. Bd. 3.) Assen 1972. S. 86–89.
  • [8]Hans-Peter Harstick: Untersuchungen zum Marxschen Lesefeld im Bereich der Historie. In: Karl Marx über Formen vorkapitalistischer Produktion. Vergleichende Studien zur Geschichte des Grundeigentums 1879–80. Aus dem handschriftlichen Nachlaß hrsg. und eingel. von Hans-Peter Harstick. (Quellen und Studien zur Sozialgeschichte. Bd. 1.) Frankfurt, New York 1977. S. 216/217 und 256.
  • [9]MEGA² I/29. S. 586.
  • [10]Krader: The ethnological notebooks of Karl Marx … S. 359 (Anm. 13); Harstick: Einleitung. In: Karl Marx über Formen vorkapitalistischer Produktion … S. 6, Fn. 11.
  • [11]Максимъ Ковалевскій: Двѣ жизни. In: Вестникъ Европы. Санктпетербургъ. Г. 44. 1909. Т. 4 (258). Кн. 7, июль. S. 11. Der Marx betreffende Teil erschien auch in deutscher Übersetzung, nach der hier zitiert wird: Maksim Kowalewskij: Erinnerungen an Karl Marx. In: Die Zukunft. Berlin. Bd. 73. 1910. S. 81.
  • [12]Siehe MEGA² IV/32. Nr. 916.
  • [13]Während Kovalevskij weder in der russischen noch in der deutschen Fassung des oben zitierten Berichts das Jahr seines Aufenthalts in Amerika angibt, nannte er in einem etwas später (1914/1915) verfassten Text das Jahr 1881. Siehe M[aksim] M[aksimovich] Kovalevsky: American impressions. In: The Russian Review. Vol. 10. 1951. S. 37: „I visited the United States of America twice – in 1881, and then again twenty years later.“ Doch hat er sich dabei offenbar geirrt. Siehe С[вятослав] С[таниславович] Бразевич: Американская действительность глазами М. М. Ковалевского. In: Социологические исследования. Москва. 2010. Но. 11 (319). S. 115–122. Laut Brazevič, der sich auf Tagebuchaufzeichnungen Kovalevskijs stützt, hielt dieser sich im Frühjahr 1882 in den USA auf. Dem entsprechen Kovalevskijs sonstige Angaben. Wie er berichtet (American impressions. S. 37), war der Besuch Teil einer „two years’ research mission abroad. After one year in Italy and six months in Spain, I decided to spend the remainig time on the other side of the ocean. I chose a most unfavorable season for the passage – early spring“. Am 8. Dezember 1881 hatte er von Barcelona aus, „où m’ont attiré les archives de l’Aragon“, Marx zum Tod seiner Frau kondoliert (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. D 2697). Am 30. Juli 1882 schrieb Lavrov an Engels: „Je viens de lire dans le dernier numéro de l’‚Academy‘ que Kovalevsky est de retour de l’Amérique.“ (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. L 3299.)
  • [14]Engels an Lavrov, 31. Juli 1882 (RGASPI, Sign. f. 1, op. 1, d. 4230).
  • [15]Wenn Kovalevskij Marx das Buch tatsächlich nur leihweise überlassen hätte, wäre das diesem kaum bewusst gewesen. Die Marginalien von Lafargue könnten darauf deuten, dass Marx es seinerseits, als er Ende September 1882 von Argenteuil nach London zurückfuhr, Lafargue lieh, der es wohl, als Marx bald darauf starb, behielt. Es könnte zu den Sachen in Draveil gehört haben, die nach dem Freitod von Paul und Laura Lafargue im November 1911 in den Besitz der Longuets gelangten. Siehe hierzu Jürgen Rojahn: Aus der Frühzeit der Marx-Engels-Forschung: Rjazanovs Studien in den Jahren 1907–1917 im Licht seiner Briefwechsel im IISG. In: MEGA-Studien. Berlin. 1996/1. S. 37/38.
  • [16]Siehe Engels’ Briefe an Kautsky vom 16. Februar und 24. März 1884. Am 16. Februar informierte er Kautsky, wie schwierig der Erwerb des Buchs sei: „ich habs seit 5 Wochen bestellt, kanns aber nicht bekommen!“ Am 24. März 1884 teilte er ihm mit, er habe sein Exemplar „nur mit Mühe & antiquarisch […] erhalten“. (IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. K 626 und K 628.)
  • [17]Die von dem Verleger und Buchhändler Charles Edward Mudie 1842 in London gegründete „Select Library“ war die mit Abstand größte kommerzielle Leihbibliothek der Zeit. Seit 1852 befand sie sich in der New Oxford Street, unweit des British Museum. Obwohl ältere Titel regelmäßig aussortiert und antiquarisch verkauft wurden, wuchs ihr Bestand bis Ende des 19. Jahrhunderts auf mehrere Millionen Bücher an, sowohl Sachliteratur als auch Belletristik. Für ihre Subskribenten gab die Bibliothek jeweils zum Jahresbeginn einen (danach anscheinend quartalsweise durch Addenda aktualisierten) gedruckten Katalog der ausleihbaren Werke, den „Catalogue of the principal books in circulation at Mudie’s Select Library“, heraus, spätestens seit den 1860er Jahren jeweils gesondert für englischsprachige und fremdsprachige Werke. Von diesen Katalogen, in denen die Titel nach Sachgebieten und innerhalb dieser nach den Autoren (alphabetisch) angeordnet waren, sind nur einzelne überliefert. (Siehe besonders Guinevere L. Griest: Mudie’s circulating library and the Victorian novel. Bloomington 1970.) Eleanor Marx erwähnt die Bibliothek in ihren Briefen an ihren Vater vom 7. August 1881 und vom 23. Dezember 1882 (RGASPI, Sign. f. 8, op. 1, d. 37 und 44). Auch Engels benutzte sie (siehe seinen Brief an Friedrich Adolph Sorge vom 21. November 1891 (NYPL, Friedrich Adolph Sorge correspondence, Sign. MssCol 2819).
  • [18]Die erste Ausgabe dieses Werks von James Franck Bright war u. d. T. „English history for the use of public schools“ (Vol. 1–3. London 1875–1877) erschienen; erst ab der zweiten (2. ed., revised. Vol. 1–3. London 1877/1878) erschien es u. d. T. „A history of England“. Hier, d. h. in dem von Marx benutzten Katalog von „Mudie’s Library“, vermutlich: J[ames] Franck Bright: A history of England. 3. ed. Vol. 1–3. London 1880. Deren dritter Band, in dem die „Period III“ (Constitutional Monarchy. William and Mary to William IV. 1689–1837) behandelt wurde, erschien in der ersten Hälfte Oktober 1880 (New works published from October 1 to 14. In: The publishers’ circular, and General record of British and foreign literature. Containing a complete alphabetical list of all new works published in Great Britain and every work of interest published abroad. London. Vol. 43. Nr. 1034, 15. Oktober 1880. S. 873).
  • [19]F[rançois] Chevremont: Jean-Paul Marat. Esprit politique, accompagné de sa vie scientifique, politique et privée. T. 1.2. Paris 1880. Das Buch erschien im Dezember 1880 (Bibliographie de la France, 11. Dezember 1880. S. 707/708. Nr. 11617).
  • [20][Ferdinand] d’Esterno: À l’Empereur, l’agriculture souffrante. De la crise agricole et de son remède: le crédit agricole. Paris 1866.
  • [21]Siehe Marx’ von Februar bis Dezember 1864 benutztes Notizbuch (MEGA² IV/18. S. 11.14), wo die vollständige Liste überliefert ist; und Marx an Engels, 18. November 1864 (MEGA² III/13. Br. 30).
  • [22]La Germanie. Trad. de Tacite par C[harles] L[ouis] F[leury] Panckoucke, avec un nouveau commentaire. Paris 1824.
  • [23]C. Cornelii Taciti opera. [T. 2] Ex recensione Io. Augusti Ernesti. Lipsiae 1772.
  • [24]Siehe dazu Andreas Arndt: Karl Marx. Versuch über den Zusammenhang seiner Theorie. Berlin 2012. S. 99.
  • [25]Auf S. 435 der Ausgabe von Ernesti; exzerpiert auf S. 97 des Heftes. Siehe auch Erl. dazu.
  • [26]Auf S. 440/441, Fn. 3, der Ausgabe von Ernesti; exzerpiert, aus Ernesti sowie aus anderen Quellen auf S. 98 des Heftes. Siehe auch Erl. dazu.
  • [27]Das von Johannes van den Bosch ab 1830 in den unmittelbar unter niederländischer Herrschaft stehenden Gebieten Javas (außer der Preanger-Region) eingeführte System der Exportproduktion.
  • [28]Siehe Ian Brown: Introduction. In: J. W. B. Money: Java, or, how to manage a colony. Vol. 1 and 2. Oxford [etc.] 1985. S. V–XIX. Nicht so einhellig war die Resonanz, die das Buch in den Niederlanden fand, wo das cultuurstelsel auf zunehmende Kritik stieß. Siehe etwa die mit einer kritischen „Voorrede“ und kritischen Kommentaren versehene niederländische Übersetzung, die noch im gleichen Jahr erschien: J. W. B. Money: Java, of hoe eene kolonie moet bestuurd worden. Uit het Engelsch vertaald en van aantekeningen voorzien door D[aniel] C[ouperus] Steyn Parvé. Dl. 1.2. Zutphen 1861.
  • [29]Ковалевскій: Общинное землевладѣніе, причины, ходъ и послѣдствія его разложенія. Часть 1. Общинное землевладѣніе въ колоніяхъ и влияніе поземельной политики на его разложеніе. Москва 1879. S. 23 und 24.
  • [30]Siehe T. C. Hughes, rev. Katherine Prior: Phear, Sir John Budd (1825–1905). In: Oxford Dictionary of National Biography. Vol. 43. S. 991.
  • [31]J[ohn] B[udd] P[hear]: Rustic Bengal. In: Calcutta Review. Vol. 59. Nr. 117. July 1874. S. 180–214; Nr. 118. October 1874. S. 350–378.
  • [32]„The Zemindaree and Ryotwar were both of them agrarian revolutions, effected by British ukases, and opposed to each other; the one aristocratic, the other democratic; the one a caricature of English landlordism, the other of French peasant-proprietorship; both pernicious, both combining the most contradictory character-both made not for the people, who cultivate the soil, nor for the holder, who owns it, but for the Government that taxes it.“ (MEGA² I/12. S. 245.)
  • [33]Allgemeine Bibliographie. Monatliches Verzeichniss der wichtigern neuen Erscheinungen der deutschen und ausländischen Literatur. Leipzig. 25. Jg. 1880. Nr. 12. December. S. 182.
  • [34]Siehe Andreas Thier: Sohm, Gotthard Julius Rudolph. In: Neue deutsche Biographie. Bd. 24. Berlin 2010. S. 539–541.
  • [35]Morgan erwähnte Maine in seinem Buch dreimal: das erste Mal in einer Aufzählung verschiedener „able and acute investigators“ (S. 227); ein zweites Mal in einer Passage über von Maine „in his recent work“ erwähnte „communities of Villeins on French estates in former times“, die „may prove to be […] remains of ancient Celtic gentes“ (S. 358); und ein drittes Mal in einer Passage über die „eminent scholars“, die an der überkommenen Auffassung festhielten, nach der die patriarchalische Familie des hebräischen und lateinischen Typs die Urform der Familie war, die die früheste Form von Gesellschaft hervorgebracht hätte. „Among the latest, and holding foremost rank among them, is Sir Henry Maine, whose brilliant researches in the sources of ancient law, and in the early history of institutions, have advanced so largely our knowledge of them“ (S. 507).
  • [36]Siehe Sir M[ountstuart] E[lphinstone] Grant Duff: Sir Henry Maine: a brief memoir of his life. With some of his Indian speeches and minutes, selected and ed. by Whitley Stokes. London 1892; George Feaver: From status to contract. A biography of Sir Henry Maine 1822–1888. London, Harlow 1969; The historical achievement of Sir Henry Maine: a centennial reappraisal. Ed. by Alan Diamond. New York [etc.] 1991; R. C. J. Cocks: Maine, Sir Henry James Sumner (1822–1888). In: Oxford Dictionary of National Biography. Vol. 36. S. 170–174.
  • [37]Seth Pecksniff, Gestalt aus dem Roman „Martin Chuzzlewit“ (1844) von Charles Dickens; danach: Pecksniff = scheinheilig, heuchlerisch.
  • [38]Bei Maine, S. 12: The ancient laws of Ireland have come down to us as an assemblage of law-tracts, each treating of some one subject or of a group of subjects. The volumes officially translated and published contain the two largest of these tracts, the Senchus Mor, or Great Book of the Ancient Law, and the Book of Aicill.
  • [39]Institutes of Hindu law; or the ordinances of Menu, according to the gloss of Cullúca, comprising the Indian system of duties religious and civil. Verbally transl. from the original Sanscrit [by William Jones]. Calcutta 1794.
  • [40]Auf S. 53–59 seines Notizbuchs aus den Jahren 1880/1881 listete Marx zahlreiche Bücher unter der Überschrift „Russisches in my bookstall“ auf. (RGASPI, Sign. f. 1, op. 1, d. 4099.)
  • [41]Marx zitierte diese Bemerkung auch in der zweiten Ausgabe des ersten Buchs des „Kapital“ (MEGA² II/6. S. 108, Fn. 20). Am 7. November 1868 sprach sich Marx gegenüber Engels gegen eine Schrift des russischen Publizisten Schédo-Ferroti aus, der behauptet habe, „das russische Gemeinwesen sei erst entsprungen in Folge des Verbots für die Bauern sich vom Land zu entfernen. Die ganze Sache ist absolut, bis auf die kleinsten Züge, identisch mit dem urgermanischen Gemeinwesen“. Siehe D. K. Schédo-Ferroti [eigtl. Fédor Ivanovič Firks]: Études sur l’avenir de la Russie. Étude 10: Le patrimoine du peuple. Berlin 1868. (Siehe MEGA² IV/32. Nr. 1187.)
  • [42]„The choice is based on the consideration that the issues and contents of these excerpts were more directly reflected in Marx’s scientific and political work of early 1881. Moreover, the dates of publication of the works excerpted […] tend to support the later date as well.“ (L. Krader: Addenda. In: The ethnological notebooks … S. 88.)
  • [43]Laut T. Wemyss Reid war es deshalb ausgelaufen, weil die Regierung Disraeli es vor ihrer Abwahl im April 1880 versäumt hatte, rechtzeitig seine Verlängerung in die Wege zu leiten, und Gladstone wie auch Forster anfangs hofften, ohne einen neuen coercion act regieren zu können. Siehe T. Wemyss Reid: Life of the right honourable William Edward Forster. In 2 vol. London 1888. Vol. 2. S. 239/240.
  • [44][Friedrich Engels:] Bismarck and the German Working Men’s Party. In: The Labour Standard. London. Nr. 12, 23. Juli 1881 (MEGA² I/25. S. 278).

Zeugenbeschreibung

    • H Originalhandschrift: IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. B 162/B 146.
    • Beschreibstoff: Notizbuch, kartoniert. Außenseiten des Einbands und Rücken mit rautiertem schwarzem Papier bezogen, Innenseiten mit dem gleichen Papier, wie für die Blätter benutzt wurde, beklebt. Format: 155 x 195 mm. Auf dem vorderen Einbanddeckel Etikett im Format 110 x 85 mm aufgeklebt. Keine Vorsatzblätter. Eingeheftet 158 Blatt (= 316 Seiten) mittelstarken, gerippten, linierten weißen Papiers im Format des Einbands. Wasserzeichen: Helle Linien im Abstand von 26 mm.
    • Zustand: Gut erhalten, Papier leicht vergilbt, vorderer Einbanddeckel lose, Rücken nur noch teilweise vorhanden. Keine Textverluste.
    • Schreiber: Karl Marx, Etikett Friedrich Engels.
    • Schreibmaterial: Schwarze Tinte, leicht bräunlich verfärbt. An- und Unterstreichungen, auch mit Rotstift (4.–6., 12., 18., 21., 22., 28., 59., 60., 77., 98., 161.–164., 167., 169., 175. Seite); eine Streichung mit Blaustift (82. Seite).
    • Beschriftung: Außen- und Innenseite des vorderen Einbanddeckels, 1., 3.–261. Seite, Innenseite des hinteren Einbanddeckels (2. Seite nicht beschrieben, 202. Seite und Innenseite des hinteren Deckels nur teilweise beschrieben, 203.–261. Seite nur paginiert). Lateinische Schrift. Einzelne Passagen in griechischer Schrift.
    • Paginierung: Marx paginierte die 261 Seiten ab der dritten mit Tinte 1–260, wobei er die 144 übersprang. (Später von fremder Hand mit Bleistift die Innenseite des vorderen Einbanddeckels und die 1. Seite 0 und 1, die Innenseite des hinteren Einbanddeckels 201a paginiert.
    • Vermerke fremder Hand: Archivstempel IISG; Sign. B 146 (auf dem Etikett und auf der 1. Seite). Fotosign., mit Bleistift, auf der 101.–202. Seite: GT (jeweils bei Marx’ Seitenzahl); mit Bleistift auf der Innenseite des vorderen Einbanddeckels und der 1. Seite die Seitenzahlen 0 und 1, auf der Innenseite des hinteren Einbanddeckels: 201a.

Zitiervorschlag

Rojahn, Jürgen: Entstehung und Überlieferung zu Heft 1880 bis 1881. Exzerpte aus Werken von Lewis Henry Morgan, James William Bayley Money, John Budd Phear, Rudolph Sohm und Henry Sumner Maine sowie bibliographische Notizen unter Mitarbeit von Emanuela Conversano. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital, hg. v. der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: https://megadigital.bbaw.de/exzerpte/intro.xql?id=M3933891. Abgerufen am 05.03.2024.