Feller/Odermann, S. 246.
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Gold[-] und Silberrechnung.

Die Bestimmung der Preise von Gold u. Silber, mit wenigen Ausnahmen auf eine gewisse Gewichtseinheit feinen Metalls. (Rauhes od. Legirtes Metall) In England z.B. verstehn sich die Preise für legirtes Metall von einer gewissen Qualität (Feinheit)

I)

1) Verschiedne Gold- u. Silbergewichte.

Deutschland: Früher die Kölnische Mark à 16 Loth à 4 Quent (Quentchen, Quintel) od. auch mit der Eintheilung des Loths in 1/2, 1/4, 1/8, 1/16. Nach Münzconvention von 1838 u. 1839 1837 u. 1838 die (Vereins) Münzmark = 233,8555 Gramm = 1/2 des bisherigen preussischen Pfundes.

Durch den in Wien 24. Jan. 1857 abgeschloßnen Vertrag ist diese Münzmark beseitigt. Als Münzgewicht festgesetzt das deutsche Zollpfund, mit 1000theiliger selbstständiger Theilung.

100 (dieser) lb. = 213,8077 (Mark)
100 Mark = 46,7711lb.
Ausserdem für Handel noch:
Wiener Mark = 280,644 Grammen
Hamburger Mark = 233,8548 Gr. 100 deutsche Münzfund Münzpfund = 213,813 Hamburger Mark.
Kronengewicht der Goldarbeiter 691/2, in Baiern 72 Kronen = 1 Mark.
Die Dukatenass (in Wien Dukatengran genannt), die sich in den deutschen Goldwagen finden, u. wovon in Leipzig 4422, in Frankfurt a.M. u. Wien 4020 = 1 Köln. Mark.|
7

England: Troypfund Gewicht à 12 oz., à 20 Pennyweights (dwts) à 24 Grains (grs).

Pfund also = 5760 Grains. 1 Troypfund = 373,246 Grammes. Gold in Barren wird nicht weiter als zu 12 grs, Silber nicht weiter als bis zu 5 dwts herab ausgewogen.

Jedoch vom 1 Nov. 1852 das Gold nach Troyounces u. Decimaltheilen gewogen.

Frankreich: Belgien, Holland (wo Kilo = Pond, Grammes = Wigtjes) Gewicht der Kilogramme zu 1000 Grammes. 1 Kil. = 4,267 Vereinsmark. 105 Ko = about 449 Vereinsmark.

U. St. wie in England, nach Troyounces, in 100tel abgetheilt. Amtlich 1 oz = 31,09815 Grammes.

2) Bezeichnung der Feinheit.

a) Deutschland: war bis auf neure Zeit (1857 bis) (bis 1857) das Probirgewicht die Mark, mit der Eintheilung in 24 Karath à 12 Grän für Gold, u. 16 Loth à 18 Grän für Silber.

Man versteht unter

24 karäthigem Gold feines Gold,
unter 21 karäthigem Gold solches welches in der Mark 21 Karath Gold u. 3 Karath Zusatz hat;
13 löthiges Silber, welches in der Mark 13 Loth Silber u. 3 Loth Kupfer.

Allgemeiner:

24 Theile legirtes Gold enthält nur 21 Th. feines Gold.
16 Theile legirtes Silber enthält nur 13 Th. reines Silber.

Seit 1857 Feingehalt der Gold[-] u. Silbermünzen in Tausendtheilen. Danach feines Gold u. Silber = 1000/1000

21 karäthiges Gold od. 14 löthiges Silber = 875/1000 etc (875/1000 = 175/200 = 35/40 = 7/8 = 21/24)

b) England: Feinheit des Goldes bestimmt nach 24 Carat à 4 Grain; des Silbers nach 12 oz. à 20 Pennyweights (dwts); u. zwar immer im Verhältniß zu dem s.g. Standard od. Münzmetall, dem Metall von der Feinheit, in welcher die englischen Gold[-] u. Silbermünzen ausgemünzt u. für welche auch die Preise von Gold u. Silber notirt werden.

Standard[-]Gold ist 22 Karat feines, d.h. es enthält 22 Karats (11/12) feines Gold u. 2 car. (1/12) Legirung (alloy).

Standard[-]Silber ist 111/10 Unzen fein, d.h. 111/10 Unzes od. 222 dwts feines Silber u. 9/10 oz od. 18 dwts Legirung od. 222/240 dwts = 37/40 fein.

Report: die Angabe um wieviel besser od. schlechter das Metall als Standard[-]Metall. Z.B. bei Gold. W. 2 Grains, = 2 grains worse, also 21 carats 2 grs. Oder Silber: B od. M. 13 dwts = better od. more als Standard[-]Silber, also: 222 + 13 = 235 dwts.  Zusatz von Marx.
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235/240 = 47/48.

c) Frankreich, Holland, Belgien, Schweiz, Lombard. Venet., U. States: Feinheit nach Millièmes bestimmt. Z.B. Münzgold u. Münzsilber = 900, d.h. 900/1000 fein  Zusatz von Marx.
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(= 9/10 od. 1/10 Legirung = 100/1000)

 Feller/Odermann, S. 251.
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3) Marktpreise für Gold u. Silber
.

Meist für feines Metall notirt, hier u. da für legirtes Metall von bestimmter Feinheit. Letztre verhalten sich im Allgemeinen zu den Preisen des feinen Metalls, wie die Grade der Feinheit selbst. Doch wegen höhrer Scheidungskosten u. mit geringren Gehalten verbundnen Schmelzungsverlusts immer eine Kleinigkeit niedriger. Ist das Metall sehr grob, so sein Werth per Mark meist etwas höher, als der Preis per Mark fein für Metall von größrer Feinheit, wegen des umsonst zufallenden Kupfers von nicht unbedeutendem Werth.



II)

1)  Feller/Odermann, S. 252.
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Ermittlung des feinen aus legirtem Metall
.

Wieviel feines Silber enthalten in 72lb 2 oz 10 dwts Silber. Report W. 71/2 dwts?

Standard Silber = 222 dwts. Dieses Silber 222 ÷ 71/2 = 2141/2 dwts.

240 : 2141/2 = 72. 2. 10 : x
x = 64lb. 6 oz. 8,6875 dwts.

2) Ermittlung des Metalls von einer gewissen Feinheit das in einem gegebnen Quantum von bestimmter Feinheit enthalten od. diesem gleichzuachten ist.

Welche Quantität Standard Gold = 5lb 3 oz 12 grs. Gold?, report B. 1 car. 1/2 gr.

Dieß Metall ist = 231/8 Karat. Es läßt sich daher mehr Gold daraus herstellen.

Man hat also:

22 : 231/8 = 5. 3. 12. 12 : x;
x = 5lb. 6 oz. 17 dwts. 13 grs. Standardgold.

3) Berechnung des Werths einer gegebnen Quantität Gold od. Silber.

Was kosten in Berlin 7,245lb Gold zu 785/100 785/1000 fein, das Pfund feines Gold zu 457 Th.

x Th = 7,245lb.
1000 = 785lb fein
1 = 457 Th.
x = 2599,107525 Th.|
8

London. Wieviel kosten 1lb 5 oz 15 dwts Gold  Zusatz von Marx.
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od. 173/4 oz. Gold
, Report M. 2 grs, Unze Standard Gold = 77s. 9d.

x £ = 173/4 oz.
22 = 221/2 oz St.
1 = 773/4s.
20 = 1£.
x = 70 l. 11s. 5d.

3) 4) Umrechnung der Gewichts- u. der Feinheitsbestimmungen.

Eine Quantität Gold wiegt in England 3lb 10 oz. 12 dwts; sein report ist W. 1 car. 21/2 grs. Wie stellt sich sein Gewicht u. Feingehalt in Frankreich?

x Ko = 46,6 oz.
12 = 373,246 Gr.
1000 = 1 Ko
x = 1,449 Ko.

Feines Gold = 24 Car. Standard Gold = 22 carat; das hier gegebne 22 car – 1car. 21/2 grs. = 20 carats 11/2 grs.

∴ 24 : 203/8 = 1000 : x
x = 849/1000 ca.



 Feller/Odermann, S. 263.
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III) Münzrechnung.

Der Münzfuß umfaßt:

  • 1) Schrot oder Bruttogewicht der Münzen. In England dienen die Troy Grains, in Frankreich, Belgien, Holland die Grammes, in Rußland die Doli zur Bezeichnung des Schrots.
  • 2) Feingehalt der Münzen. (Legirung)
  • 3) Korn = Gewicht des in einer Münze enthaltnen feinen Metalls.
  • N. b. Deutsche Münzpfund (seit 1857) = 500 Grammes.
  • Remedium: Eine gewisse Ungenauigkeit am Schrot u. Korn der Münzen ( Zusatz von Marx.
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    von Seiten der mints
    , um die Fabrikation nicht zu sehr zu vertheuern), welche gesetzlich begrenzt ist.

1)  Feller/Odermann, S. 265.
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Uebersicht der Münzen in Bezug auf ihr Gewicht
.

a) Goldmünzen, Gewicht in Grammen.
53,75 die älteren portugies. Dobraonen zu 2400 Reïs
32,25 die neuen 100 Lirestücke in Sardinien
27–28 Span. Quadrupel, die mexik. Onza, die bras. Dobra
17,33 Scudo d’oro in Rom
16,72 der neuere Eagle der U. St.
11,33 der neuere Sovrano für die Lombardei
11,11 Die deutsche Krone.
11 der oestreich. alte Sewerin od. Souveraind’or
10,75 Die portugies. Lisbonine
10,46 der toskanische Ruspone
9,56 die neue Corõa in Portugal.
833 8,33 Span. Doublonen nach Gesetz vom 15 April 1848.
7,988 Der englische Souvereign.
6–7: Die 20 Fcs u. 20 Lirestücke (6,452), die halben Imperialen in Rußland (6,428) die pr. u. sächsischen Pistolen (6,679) die dänische Pistole (6,639), spanische Pistole (6,757) 10f. Stücke in Baden (6,746), in Holland (6,727) (Circuliren noch in Holland diese 5, wie die 10f. stücke, aber nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel seit 23 Juni, 1850)
3,785 Die Oncetta in Sicilien
3,494. die meisten Dukaten, die schwedischen jedoch nur 3,482.
1,74 Der span. escudillo
1,67 Der Goldollar Golddollar der U. St.
1,6 Der türkische Irmelik zu 20 Piaster
0,896 Die portugiesische Goldkrusade.

b) Silbermünzen. Gewicht in Grammen.
30–37: (deutschen Vereins Zwei Thalerstücke; 37, 1), schwed. Species (34) holl. Ducaton (33,3)
25–30: ehem. Schweiz-Neuthaler (29–30) port. Corõa (29,6) der dän. u. norweg. Species (28,88), engl. Krone (28,27), die Conventionsspecies (28,05) Scudo in Neapel u. tosk. Francescone (27,5) span. Piaster (26,2934 Gr. nach Münzgesetz von 5 15 April 1848), südamer. Piaster, Röm. Scudo (26,9), die 5 Fcs u. 5 Lirestücke, sowie holl. 21/2f. Stücke (25)
20–23: neapolit. Ducato (22,94), die Thaler des 14 Th. Fusses (22,26), Russ. Rubel (20,57)
15–20: die Thaler im 30 Th. Fusse (18,52), die hamb. u. lübeck. 2 Courantmarkstücke (18,33), die feinen hannnov. Thaler (16,823)
10–15: die portug. Crusaden zu 480 Reïs (14,583)
dänischen Reichsthaler (14,44), Oestr. Gulden bis 1857 (14,025)
Ostind. Sicca-Rupees (12,435), die Company’s Rupees (11,66)
Süddeutsche Gulden (16,601) Holl. Gulden (10.)
Unter 10 Grammes wiegen: Brasil. Pataca (9,5) Tosk. Fiorino (6,8)
Engl. Schill. (5,6), Franc u. die ihm nachgebildete Lira Italiana (5)
Griech. Drachme (4,48).
Toskan. Lira (4,09)
Der toskan. Paolo (2,7)

2)  Feller/Odermann, S. 266.
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Feingehalt der Münzen nach ihrer gesetzlichen Ausprägung
in Tausendtheilen
.

Gold.
a) Goldmünzen.
1000 Die röm. u. tosk. Zechinen, die tosk. 80 Fiorini Stücke.
996. Die siz. Oncetta.
9897/12 Die Kremnitzer Dukaten.
9861/9 Die süddeutschen Dukaten.
983 Die holl. Dukaten.
9791/6 Die russ. Dukaten.
975 Die schwed. Dukaten.
970 Der persische Toman.
9371/2 Die badensischen Rheingold-Dukaten.
9162/3: Die engl., russ., u. neuen port., brasil., ostind. u. türkischen Ausprägungen.
9027/9: Pr. Friedrichsd’or, sächs. Augustd’or, bad. u. würtemb. 10 Guldenstücke, kurhess. Wilhelmsd’or.
900: frzs., belg., griech., röm., sardin., parm., moden., niederl., nordamerik., so wie die neusten span. u. meisten südam. Ausprägungen. die neuen deutschen Kronen.
875: die früheren span. Quadrupel.
870: Durchschnittlich die mexikanisch. Goldmünzen.
b) Silbermünzen.
993: die feinen (kleinen) Hanov. Thaler.
945 die niederländ. 21/2, 1 u. 1/2f. Stücke.
917 die neusten brasil. Münzen
9162/3 die Co’s Rupee, Fiorino, Lira (toskan.)
9023/4 Der frühere span. Piaster.
900: Die Münzen in Frankreich, Belgien, Schweiz, Span., ital. Staaten (ausser Neaples u. Toskana), meisten südamerik. Staaten , östr. Silbermünzen nach Patent vom 29 April 1852, die Hauptmünzen der deutschen Staaten des Münzvertrags vom 24 Jan. 1857
875 in Dänmark u. Norwegen
8681/18 Rußland
8331/3 Neapol. Ducato; die frühren 1 u. 1/2 Conventionsspeciesthaler.
830 Die Neuen türk. Münzen.
750 Die 1/2 Th. des 14 Th. Fusses, die Hauptmünzen des Hamburger u. Lübecker Courant, so wie die neuren schwed. Münzen (Riksmynt).|
9

In Bezug auf die Unterabtheilung der oben nach Gewicht u. Feingehalt angegebnen Münzen, 2 Systeme:

1) Sämmtliche Theilstücke der Münzeinheit haben genau selben Grad der Feinheit wie die Einheit selbst: Frankreich, Belgien, Brasilien, Griechenland, England, Italien, Spanien, Portugal, Rußland, Schweden, Holland (für die neuren Münzen), Nord- u. Südamerika.
2) Alle Theilstücke od. einzelne derselben geringhaltiger als die Einheit. Die übrigen Länder Zusatz von Marx.
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, Deutschland, Türkei, Dänmark, Oestreich etc.

Bei Vergleichung von Münzen ist Qualität und Quantität zu berücksichtigen.

Entweder:

α) Münze A u. B gleich an Gewicht u. Feinheit. Dann Werthgleiche, wie fzs. fc u. Schweizer fc.
β) Münze A u. B gleich an Gewicht, ungleich an Feinheit.: Z.B. tosk. Francescone u. neapolit. Scudo wiegen jeder 271/2 Gr. aber: Feinheit des Scudo Feinheit des Francescone Also Francesc. um 97/12% besser.
131/3 : 1411/18 = 100 : x.
γ) Münze A u. B gleich an Feinheit, ungleich an Gewicht: Z.B. Russ. Halber Imperial u.engl. Sovereign beide 22 karätig, aber 1 / 2 Imperial = 6,428 Grammes, Sovereign = 7,988 Gr. ∴ 6,428 : 7,988 = 100 : x. Also Sovereign um etwas mehr als 241/4% besser.
δ) Beide Münze sind ungleich an Gewicht u. Gehalt. Dann fragt es sich, ob die Abweichung an der Quantität die an der Qualität ausgleicht od. nicht.
Z.B. 1 Th. des 14 Rth.fusses wiegt 22,27195 Gr. ist 750 fein.
1 Thl. des 30 Rthfusses 18,5185 900. Daher: 18,5185: 22,27195 = 750 : 900. Gewichts[-] u. Feinheitsunterschied gleichen sich bis auf Geringes aus.
Anders mit den holl. 10f. Stücken u. den russ. Halben Imperalen. 10f. Stück wiegt 6,73 … u. ist fein: 9/10
Holl. Imperial 6,43 11/12.

Das genaue Resultat findet man durch einen der folgenden Ansätze:

x = 100 St. à 10f. oder x : 100 holl. f. St.
1 = 6,73 Gr. 6,43 : 6,73. Je leichter Imperial, desto mehr für 100 St. à 10f.
10 = 9 Gr. fein 11/12 : 9/10. Je feiner Imperial, desto weniger für 100 St. à 10f.
11 = 12 Gr. rauh x = 102,76.
6,43 = 1  Zusatz von Marx.
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holl.
Imperial
x = 102,76

Vergleichung der Stückzahl aus 1 Pfund feinen Metalls: führt direkt auf Vergleichung der Münzwerthe.

Z.B. es gehn 30 Th. in Preussen, 45 Gulden in Oestreich, u. 521/2 Gulden in Süddeutschland auf 1 Pfund feinen Silbers.

∴ 30 Th. = 45 G. oestr. = 521/2 G. süddeutsch.
 Zusatz von Marx.
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Oder 1 Th
 Zusatz von Marx.
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= 11/2 G. oestr.
 Zusatz von Marx.
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= 13/4 Gld. süddeutsch.

Münzeinheit ist: Goldmünze: in England, U. States, Portugal, Bremen, Brasilien, Persien. In Frankreich doppelter Standard, seit den letzten Jh. Gold Hauptzahlungsmittel.

Silbermünze: in allen übrigen Staaten.



3)  Feller/Odermann, S. 270.
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Uebersicht der Münzfüsse
.

Goldmünzfüsse.
Stück auf 1 Münzpfund fein
1722,222 Goldfcs in Frankreich. (1 Stück von 5 fcs kleinste Goldmünze.)
608,438 Milreïs in Brasilien
420,000 Thaler Louisdor in Bremen. (Nicht geprägt, der ideelle 1/5 der unter den Namen Louisdor, Pistole u.s.w. geprägten deutschen Goldmünze.)
1 Ldr Th. = 1/420 Pf. fein Gold.
332,311 Dollars in U. St.
307,558 Milreïs in Portugal.
148,860 Tomans in Persien.
68,284 Sovereigns in Great Britain.

Silbermünzfüsse.
Stück auf 1 Münzpfund fein.
501,256 Piaster in Türkei.
436,392 Piaster in Aejypten.
133,779 Lire in Toskana.
124,091 Drachmen in Griechenland.
111,111 Fcs in Frankreich, Belg., Schweiz, Lire in Sardinien, Modena, Parma.
78,416 Reichsthaler in Schweden.
52,910 Gulden in Niederlanden.
52,500 Gulden in süddeutschen Staaten.
46,765 Company’s Rupees in Ostindien.
45,000 Gulden in Oestreich.
39,554 Reichsthaler in Dänmark.
30,000 Thaler in Norddeutschland mit Ausnahme der folgenden Rubrik.
29,933 Thaler in Mecklenburg, Hamburg u. Lübeck. In den 2 letztren nicht geprägt.
27,784 Rubel in Rußland.
26,152 Ducati di Regno in Neapel.
21,131 Duros (neue Piaster) in Spanien.
20,654 Scudi in Kirchenstaat.
20,462 bisherige Piaster in Spanien.
19,777 Species in Norwegen.

4)  Feller/Odermann, S. 271.
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Berechnung der Ausmünzungsverhältnisse
.

a) Berechnung des Schrots.

Schrot = Gewicht des feinen Metalls u. des Zusatzes.

Wie groß ist das Schrot eines preussischen Thalers in Tausendtheilen des Münzpfunds, wenn 27 St. 1 Pf. wiegen?

1000/27 = 371/27 Tausendtel.

Schrot eines engl. Sovereign in Troygrän, wenn 1869£ = 40lb?

40×5760 1869 = 123171/623 Troygrän.

Wie viel Grän wiegt ein Halbimperial, welcher 135 Doli f. Gold enthält u. von der Probe 88 ist?:

x Gr. = 135 Doli fein.
88 = 96 rauh.
96 × 96 = 409,516 Grammes.
373,246 = 5760 Grains
x = 100,99 Grs. |

10

b) Berechnung des Korns.

Korn nach Einigen das Legirungs[-] od. Feinheitsverhältniß (der Feingehalt); nach Andren das Gewicht des in einer Münze enthaltnen feinen Metalls. Letzteres vorherrschende Bedeutung, hier angenommen.

Welches ist das Korn eines fzs. 20 Fcsstück, wenn 1722/9 auf 1 Kilo feines Gold gehn?:

1000/1722/9 = 525/31 Gr.  Zusatz von Marx.
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(Grammes)

Welches ist das Korn eines Rubels in Solotnik, wenn 100 St. 51/16 lb wiegen u. das Silber 831/3 fein ist?

5+1/16lb × 96 100 = 443/50 Solotnik.

1) 96 : 831/3 = 443/50 : x oder 2) x = 1 Rubel.
x = 47/32 Solotnik 100 Rubel = 51/16lb.
1 = 96 Solotnik rauh.
96 = 831/3 fein
x = 47/32 Solotnik.



c) Berechnung der Stückzahl aus einer Gewichtseinheit legirten Metalls.
(s.g. rauhen Mark.)

Wieviel norddeutsche Thaler gehn auf 1 Pfund Münzsilber, wenn 1 Th = 37,03 Tausendtel des deutschen Münzpfundes?

1000/37,03 = 27 Stück.

Wenn in 50107/110 Sovereigns 1lb Troy f. Gold enthalten ist, wieviel Stück von dieser Münze gehn auf 1lb Standardgold?

12 : 11 = 50107/110 Sov. : x
x = 4629/40 £.

Wieviel Fcs gehn auf 1 Kilo. Münzsilber à 900 Millièmes fein, wenn das Korn eines Fcs 41/2 Grammes beträgt?

x Fcs = 1000 Gr. rauh.
10 = 9 Gr. fein.
41/2 = 1 Fc
x = 200 Fcs.



d) Berechnung der Stückzahl aus einem Gewichtstheil des feinen Metalls (der s.g. feinen Mark)

Das Korn eines Yankee Eagle (nach Münzfuß vom 18 Jan. 1837) ist 232,2 Grains Troy. Wie viel Eagles gehn auf 1 Troypfund feines Gold?

5760/232,2 = 24,8 Eagles.

Wieviel norddeutsche Thaler gehn auf 1lb fein Silber, wenn 27 St. 1 Mzplb Mzpfd wiegen, das 900/1000 fein ist?

900 : 1000 = 27 Th : x
x = 30 Th.

Wieviel Sovereigns gehn α) auf 1lb Troy, β) auf 1 Münzpfund fein Gold, wenn 1£ 123171/623 Grains wiegt?

α) x = 5760 Gr. fein. β) x= 1 Münzpfund fein.
11 = 12 Grs Standard. 11 = 12 rauh.
123171/623 = 1£ 100 = 133,96lb. Troy.
1 = 5760 Grs
123171/623 = 1£
x = 50107/110£ x = 68,284£.



e) Berechnung der Feinheit.

Die Feinheit der edlen Metalle, also auch der Münzen, verschieden bezeichnet; in Karath, Loth, Tausendtheilen u.s.w.

Um die so ausgedrückte Feinheit heraus zu nehmen finden, benutzt man:

entweder das Verhältniß der Stückzahl aus der feinen zur Stückzahl aus der rauhen Gewichtseinheit,

oder das Verhältniß des Schrots zum Korn.

Z.B. α) Es gehn 30 Th. auf 1lb. feines u. 27 Th. auf 1lb rauhes Metall:

30 : 27 = 1000 : x. x = 900 od. Feinheit = 900/1000 = 9/10.

β) Oder: Das Schrot dieser Münze 371/27 u. das Korn 33 1/3 Halbgrammen, so: 371/27 : 331/3 = 1000 : x. x = 900. = 9/10.

In β) die Feinheit ausgedrückt durch 331/3/371/27 = 9/10, wo der Zähler 331/3 das Korn u. der Nenner 371/27 der Zähler die Zahl.

Oder α) = 27/30 = 9/10, wo Zähler Stückzahl der Th. aus der rauhen Mark, u. Nenner Stückzahl der Thaler aus der feinen Mark ist. Macht man zuerst den Ansatz mit diesem Bruch 9/10, so selbiger zu multipliciren mit der Zahl, durch welche man das feine Metall zu bezeichnen pflegt. Hier 1000 × 9/10 = 900.|

11

f) Berechnung des Remediums.

Die Abweichung von gesetzlichem Gewicht u. Feingehalt (in Rußland letztre nicht gestattet), welche dem Münzmeister nachgesehn wird, weil eine völlig genaue Herstellung der Münzen zu kostspielig. Man unterscheidet ein Remedium darunter u. darüber.

Daher 9 Münzzustände.

An Korn zu gut An Schrot zu gut
An Korn richtig An Schrot zu schlecht.
An Korn zu schlecht An Schrot richtig.

Meist by far ein Durchschnitts-Minus. Für die Praxis zu wissen, wieviel % eine Münze im schlimmsten Fall schlechter sein kann, als das Gesetz vorschreibt, u. wie viel Stück einer Münze auf eine feine Mark gehn, wenn das Remedium benutzt worden ist.

α) In Frankreich ist bei den Goldmünzen von 50 u. 20 Fcs ein Plus od. Minus (tolérance en dehors ou en dedans) von 2 Millièmes am Schrot u. 2 Millièmes am Feingehalt (tolérance de poids et de titre) gestattet. Um wieviel können also die 20 Fsstücke unter ihrem gesetzlichen Werth stehn?

Wenn an 900 Millièmes fein 2 Millièmes fehlen, so macht dieß 1/450 od. 0,222% aus.

Wenn ferner 155 Stück à 20 Fcs, welche eigentlich 1000 Grammes wiegen sollen, nur 998 wiegen, so giebt dieß 1/500  Zusatz von Marx.
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(= 0,002)
od. 0,2%. Mit obigem also 0,422%.

Oder:

900 : 898 (Remedium an Feingehalt)
1000 : 998 (Remedium an Gewicht) = 100 : x
x = 99,578. Verlust = 0,422%.



β) Wie viel % das Remedium auf ganze russische Rubel, wenn am Gewicht derselben, (an der Probe, d.h. dem Feingehalt, kein Remedium in Rußland gestattet) welches gesetzlich 4 Solotnik 82,56 Doli od. 466,56 Doli sein soll, 4 Doli fehlen können?

466,56 : 100 = 4 : x
x = 0,858% od. ca 6/7%.



γ) Die bei der englischen Goldmünze gesetzlich gestattete Abweichung am Gewicht 12 Grains auf 1 Troypfund u. 1/16 Carat am Feingewicht. Wieviel P.Ct. dies?

5760 : 5748 = 100 : x
22 : 2115/16
x = 99,508. Verlust: 0,492%.

δ) Nach deutschem Münzvertrag vom 24 Jan. 1857 darf die Abweichung im Gewicht des 1/1 Thalerstücks nicht mehr als 4/1000 seines Gewichts, die im Feingehalt nicht mehr als 3/1000 betragen. Wieviel P.Ct. beträgt dieß?

1000 : 996 = 100 : x. x = 99,268; daher 0,732%.
900 : 897

Mit Berücksichtigung dieses Remediums gehn daher auf 1lb feinem Silber (99,268 : 100 = 30 : x) 30,221 Th., zu welchem Resultat man auch dadurch gelangt: Je weniger schwer u. je weniger fein eine Münze, desto mehr Stück auf eine bestimmte  Feller/Odermann: Gewichtseinheit
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Münzeinheit
, as under:

996 : 1000 = 30 : x
897 : 900 = 30 : x
x = 30,221 Th.

Abgenutzte Münzen: Bei genauer Ermittlung der Anzahl Stücke, welche von einer gewissen Münze auf eine bestimmte Münzeinheit feinen Metalls geht, die Abnutzung durch Umlauf in Betracht zu ziehn.

Nach Karmarsch („Beitrag zur Technik des Münzwesens. Hannover 1856.[“]) hatten 1855 die 1786 geprägten pr. Th. durchschnittlich 13/4% an Gewicht verloren; die von 1796–1802 dagegen 13/5%, die von 1814: 11/3% u. die von 1830: 4/5%. Es würden also von 1000 solchen Thalern, vorausgesetzt daß von allen Perioden etwa gleich viel vorhanden seien, 303/16 Th. auf ein Pfund feinen Silber Silbers gerechnet werden können.

5)  Feller/Odermann, S. 281.
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Berechnung des Werths der Münzen
.

Der Gesetzliche Werth = Nenn = Nominal = Äusserer Werth.

Der Metallwerth (nach Feinheit u. Gewicht) = Sach = Real = Innerer Werth.

Der Ueberschuß des Nominalwerths über den Realwerth besteht gegenwärtig für Gold[-] u. Silbermünzen
1) in Fabrikations- od. Münzkosten
2) Präge[-] od. Schlagschatz.

Dagegen bei Münzen von Billon (d.h. von Metall, dessen Legirung 1/2 der ganzen Masse od. mehr ausmacht) so wie bei Münzen von Kupfer beträgt dieser Unterschied weit mehr als die Münzkosten. Allein bei diesen 2 Arten von Münzen sieht man vom Realwerth ganz ab, da sie nur als Ausgleichungsmittel dienen u. nur in gesetzlich beschränkten Quantitäten gegen höhere Münzen ausgetauscht werden können. Die Ploten in Schweden, u. das frühre Kupfergeld in Rußland machten hiervon Ausnahmen, indem |12 ihr Nominalwerth dem damaligen Kupferwerth ungefähr gleich sein sollte.

a) Berechnung des Realwerths der Münzen.

Münze hier nur als ein Stück edlen Metalls zu betrachten. Man sieht ab von dem diesem Metall durch Bearbeitung zu einer Münze beigelegten Werth gänzlich ab. Zieht man den Realwerth vom Nominalwerth der Münze ab, so findet man den Prägeschatz od. Schlagschatz, d.h. den Betrag, den die ausmünzende Regierung für die Fabrikation in Rechnung bringt. Dieser Prägeschatz aber nicht immer gleich  Marx’ Wort.
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profitlich
, da der Werth der Metalle selbst wechselt. Da der Ausmünzungsmodus sich aber immer gleich bleiben soll, so können für die ausmünzende Regierung (sieh Beispiel β) auch Zeiten des Verlusts an der Herstellung der Münzen eintreten.

α) Nach Hamburger Probe sollen die pr. Th. des 14 Th. Fusses durchschnittlich 11 Loth, 15 Grän fein sein. Was daher Werth von 1 Th., das Münzpfund für Silber = 295/6 Th. angenommen?

x = 1 Th.
101/2 Th. = 115/6 Loth.
16 Loth = 233,8555 Grammes  Zusatz von Marx.
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(= Kölnische Mark)
500 = 295/6 Th.
1 Th. = 30 Sgr.
x = 29,485 Sgr. Also Prägeschatz = ca 1,75%. (Nach amtlichen Mittheilungen die Fabrikationskosten der 1/1 Th. Stücke = 11/4%)

β) Welches ist Ende Januar 1859, der Metallwerth der 5 Fcsstücke, nach der gesetzlichen Ausprägung (5 1 Fcs = 41/2 Gr. f. Silber), wenn der Preis für 1 Kilo f. Silber zu 218 Fcs 89c. fest mit 24 ‰ prime notirt ist?

x = 5 Fcs.
1 = 41/2 Grammes feines Silber.
1000 = 218,89 Fcs fest.
1000 = 1024 Fcs mit prime.
x = 5,04 Fcs.

Die fz. Regierung, die ein solches Stück zu 5fcs ausgeben muß, erhält danach, wenn sie Silber zu obigem Preis einkaufen muß, nicht nur die Fabrikationskosten nicht wieder, sondern hat Verlust von 0,8%. (da: 5 : 100 : 100 = 0,04 : x) Sie hat daher schon seit längerer Zeit die Ausprägung der Silbermünzen beschränkt, die der Goldmünzen erweitert, so daß die Ausmünzung von 1851–1855 in runden Zahlen 1583 Mill. fcs in Gold, u. nur 179 Mill. fcs in Silber beträgt.



γ) Wie hoch Realwerth eines £ in engl. Geld, wenn 1869£ 40 Troylbs wiegen, u. die Unze Standardgold mit 77s. 9d. notirt ist?

x s. = 1£.
1869 = 40 lbs Troy.
1 = 12 oz.
1 = 773/4s.
x = 19, 968s.

Der Unterschied zwischen Real- u. Nominalwerth des £ = 0,16%. (19,968d. : 100 = 20 ÷ 19,968 : x) deckt die Fabrikationskosten der Goldmünzen nicht; diese werden gesetzlicher Bestimmung gemäß vom Staat getragen.

δ) Bis 1857 wurden in Preussen 35 Friedrichsd’or aus 1 Bruttomark zu 21 Karath 8 Grän fein geschlagen. Seitdem werden sie eingelöst zu dem ihnen gesetzlich beigelegten Werth von 52/3 Th. Welches der eigentliche Werth solcher Goldmünze, wenn das lb feines Gold jezt 457 Th kostet?

x = 1 St.
35 = 212/3 Karath
24 = 233,8555 Grammen
500 = 457 Th.
x = 5 Th. 15 Sgr. 5 Pf. Also bei Einziehung der Friedrichsd’or ca 22/3% verloren.

ε) Wie groß Werth of 1 Indian Co. Rupee in holl. Gulden, wenn 1 Rupee 180 Troy Grän wiegt u. 11/12 fein ist, Preis von f. Silber per Kilo. = 104f. 75cts.?

x = 1 Rupee.
1 = 180 Troy Grns Grän.
12 = 11 Troy-Gr. fein.
5760 = 373,246 Grammes.
1000 = 104,75f.
x = 1f. 12cts.

ζ) Welches ist in Frankfurt Werth eines spanischen Real (de Vellon) nach Gesetz vom 15 April 1848, wenn 175 Stück auf die kastilianische Mark à 9/10 fein gehn, unter Berücksichtigung des Remediums von 3/1000 am Feingehalt u. 46 Granos per Marco am Gewicht, die köln. Mark feines Silber à 24f. 34xr?

x xr = 1 St.
175 = (4608 ÷ 46 Granos)
1000 = (900 ÷ 2 Gr. fein)
4608 = 230,071 Grammes
233,8555 = 24 7/30 17/30 f.
1 = 60xr
∴ x = 7,37xr.|
13

i) Wieviel 1 preussischer Th. in englischem Goldgeld werth, wenn oz Standardsilber = 62d.?

x = 1 Th.
30 = 500 Grammes.
373,246 = 12 Unzen fein.
11 = 12 Standard.
1 = 62d.
x = 361/4d.  Zusatz von Marx.
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= 3s. 1/4d. = 3d. 1 farthing.



Die Ermittlung des wahren Realwerths einer Münze nicht ohne Schwierigkeit, weil die dabei zu benutzenden Gewichts- u. Feinheitsbestimmungen nicht immer sicher. Aber auch wenn diese zu Gebot stehnden Unterlagen sicher, Resultate der Rechnung verschieden, je nachdem man sich nur an die gesetzlichen Bestimmungen hält, od. Einfluß des Remediums berücksichtigt, oder die Resultate von Untersuchungen zu Grund legt. Besondre Schwierigkeit bei Ermittlung des Realwerths von Goldmünzen in Silbergeld.

Welches ist der Werth eines 20 Fußstücks in Frankfurt a.M.?

  • 1) nach gesetzlicher Ausprägung, 155 St. = 1 Kilo Münzgold à 900 Millièmes fein?
  • 2) Mit Berücksichtigung d. Remediums (tolérance en dedans) von 2/1000 am Feingehalt u. am Gewicht?
  • 3) nach d. Befund von 86,3059 Stück à 20 Fcs = 1 Münzpfund fein Gold, nach Preis von 795f. für 1 Münzpfund fein Gold od. von 15f. 55xr. für 1 deutsche Goldkrone nach gesetzlicher Prägung?
A)
1) x = 1 St. 2) x f. = 1 St. 3) 86,3059/795f = f. 12,7xr. 9f. 12,7xr.
155 = 900 Gr. fein. 155 = 998 Gr. rauh.
500 = 795f. 1000 = 898 Gr. fein.
500 = 795f.
x = 9f. 13,9xr. x = 12,7xr. 9f. 11,6xr.
B)
1) x f = 1 St. 2) x f. = 1 St. 3) x f. = 1 St.
155 = 900 Gr. fein 155 = 998 Gr. rauh 86,3059 = 50 Kr.
500 = 50 Kr. 1000 = 898 Gr. rauh 1 = 1511/12f.
1 = 15.f. 11/12 500 = 50 Kr.
1 = 1511/12
x = 9f. 14,5xr. x = 9f. 12,2. x = 9f. 13,3xr.


b) Berechnung des Tauschs[-] (Verkaufes[-]) Werths der Münzen.

Man hat es dabei α) mit dem Nominalwerth od. β) mit dem Handels- oder Courswerth zu thun.

α) Nominalwerth.

Soweit Nominalwerth einer Münze von ihrem Realwerth abweicht, heißt man erstren durch Valvation (Schätzung) entstandnen Werth – Valvationswerth u. die Vergleichung des Werths zweier Münzen unter Zugrundelegung ihres Nominalwerths, welcher sich stets aus den beiderseitigen Münzfüssen ergiebt, bildet die Ermittlung ihres Valvationswerths.

Die Regierung eines Landes kann aber auch eine fremde Münze höher od. niedriger valviren, als der Vergleichung der Münzfüsse entspricht. Solcher Werth heißt ditto u. vorzugsweis Valvationswerth.

1 Beispiel. Welches ist Werth eines Guldens des 521/2 f. Fusses in pr. Courant, wenn 30 Th. pr. ein Münzpfund feines Silber enthalten?

521/2 dividiert in 30 Th. = 4/7 Th. od. 171/7 Sgr.

2 Beispiel. Wenn England 66 Sh. aus 1lb Standard Silber prägt, wie stellt sich 1£ St. (in Silber) in Banco-Mark dar?

x = 20s.
66 = 1lb Standardsilber.
40 = 37 fein.
1 = 373,246 Grammes.
233,8555 = 273/4 M.B.
x = 12 M.B. 6,64β.

Dieser niedrige Werth rührt daher, daß die engl. Silbermünze bedeutend über ihrem Werth geprägt wird. Denn, während Preis des Standard-Silber ca 61–62d. per oz, also 61–62s. per lb ist, stellt er sich, per lb, auf 66s. für Ausmünzung.

3 Beispiel. Die Regierung der Vereinigten Staaten hatte, als noch Silber gesetzlich Zahlungsmittel, 1 pr. Th. = 673/4 cts tarifirt. Wieviel pr. Th. demnach = 1 Mark feines Silber, wenn 1$ = 4121/2 Troygrän wiegt u. 9/10 fein ist?

x Th. = 233,8555 Gr. fein.
373,246 = 5760 Troygrains Troygrän.
9 = 10 rauh.
4121/2 = 100c.
673/4 = 1 Th.
x = 14,35 Th. ca. Der pr. Th. also um 21/2% zu niedrig tarifirt.

4. Beispiel. Die fzs. Laubthaler bildeten größten Theil des circulirenden Mediums in grossem Theil von Deutschland zu Ende des 18 Jhd. Sie waren zu 2f. 45xr im 24f. Fusse gesetzlich tarifirt. Was Verhältniß dieser Tarifirung zum Realwerth, wenn 8 Laubthaler enthalten 141/3 Loth Silber?

x f tarifmässig = 100f. innren Werth.
24 = 16 Lth feines S.
141/3 = 8 Laubthaler.
1 = 23/4 f. gesetzlich.
x = 10214/43

Man tarifirte also die Laubthaler um 214/43 zu hoch u. schuf damit einen 2455/100 od. 241/2 Guldenfuss. Da: 100 : 24 = 10214/43 : 4455/100.

Die Umrechnung des Werths einer Münze in eine andre oder Münzreduktion geschieht sehr oft nach gewissen festen Verhältnissen, die theils auf der Ausprägung, theils auf der gesetzlichen Tarifirung der Münzen beruhn. (Verte): |14 So: 7f. (Süddeutsche Gulden) = 4 Th.

In Frankfurt mit Einführung der allg. deutschen Wechselordnung festgesetzt, daß es den Bezognen mit Wechseln auf diesen Platz, welche in Franken, ohne den Beisatz effectiv gezogen sind, freisteht, solche in fzs. Silbergeld od. in Gulden des 241/2 (jezt des 521/2) Guldenfusses nach dem Werth von 28xr. für 1 Fc. zu zahlen.

Dieser Werth ergiebt sich durch folgenden Ansatz:

x xr = 1 Fr.
521/2 = 241/2f.
1 = 60xr.
x = 28xr.



Solche festen Zahlen:
In Holland (beim Handel mit Rappssamen) 1£ vl. (Pfund vlämisch) = 6f. niederländisch.
Rußland: 2 Rubel Silber = 7 Rubel Banco.
Schweden 1 Species = 4 Th. Reichsmünze. 3 Spezies = 8 Th. Banco. 2 Th. Banco = 3 Th. Reichsmünze.
Havana (bei dem Wechselkurs auf London): 100£ = 444$ zahlbar in London.



β)  Feller/Odermann, S. 293.
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Kurs- od. Handelswerth
.

Unterliegt supply u. demand. Schwankt daher. Kommt im Verkehr oft nicht darauf an, daß der Tauschwerth der Münze genau = Realwerth, sondern Frage vielmehr, ob sie sich zu Zahlungen bei gewissen Gelegenheiten u. nach gewissen Gegenden mehr od. weniger eignet, so oft bessre Münzen im Verkehr schlechter gehalten als bessre schlechtre u. vice versa. Auch kann eine Regierung aus bestimmten Gründen eine Münze unter ihren Werth schätzenDevalvation; ist nicht ohne Einfluß auf den Verkehrswerth der fraglichen Münze.

Die Kurse der Münzen werden mit den Wechselkursen bekannt gemacht, u. werden nach Procenten, od. nach dem Stück od. nach dem Gewicht (al marco) ausgedrückt.

I) Münzkursnotirungen nach Procenten u. Stücken.

Berlin, Breslau, Leipzig, Hamburg: Dienen entweder zur Bestimmung von Goldsorten gen gegen Silbergeld, od. des Werths von Silbermünzen nach einem schweren in solchen nach einem leichten Münzfuß.

1 Beispiel: In Leipzig notirt man d. Ducaten mit 3 Th. fest, mit Agio von 4–6%. Wie viel Th. = 1 Ducat à 41/2 Agio?

Da 1 Ducat = 3 Th = 900 Pf., so das Agio auf 1 Ducaten à 1% = 9 Pf.
à 41/2 × 9 = 401/2 Pf.
+ 3 Th. =  Zusatz von Marx.
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3 Th. 401/2 Pf.
= 3 Th. 4 Sgr. 1/2 Pf.

2 Beispiel: Die pr. Friedrichdor, in andren deutschen Staaten Louisd’or, seltner Pistolen genannt ⦗seit der deutsche Münzverein die Krone als allgem. deutsche Goldmünze angenommen, Pistolen nur noch in Dänmark geprägt⦘ werden zu Berlin, Leipzig, Breslau, zu 5 Th. Gold fest gerechnet; das, was sie in Silbergeld über diesen festen Werth gelten, bestimmt durch ein in % ausgedrücktes Agio.

Da 100 Th. Gold = 20 Stück Ldor, so verstehn sich die Agioprocente auch für 20 Stück Ld’or.

Die pr. Friedrichsd’or stehn, weil sie die pr. Regierung zu 52/3 Th. ausgiebt u. annimmt, höher als die übrigen Fünfthalerstücke. ⦗Im Februar 1859 war der Kurs der nichtpreuss. Fünfthalerstücke 91/2%.⦘

Wie viel Thaler in Leipzig für 1 Louisdor à 97/8 Agio?

1 Louisdor = 5 Th. = 150 Gr.
Agio auf 1 Louisdor à 1% = 11/2 Gr. = 3/2.
97/8 × 3/2 = 1413/16 Gr.
+ 5 Th. = 5 Th. 1413/16 Gr.

Hamburg rechnet im Handelsverkehr hauptsächlich nach Mark à 16β Banco, im gewöhnlichen Verkehr nach wirklich geprägter Mark à 16β Courant. Die Mark Banco (das Rechnungsgeld der seit 1619 bestehnden Girobank), ist nur Rechnungsgeld, ihr Werth dadurch genau bestimmt, daß 273/4 Mk. B. = 1 Mark feinen Silbers gerechnet werden müssen.

Von der wirklich geprägten Mark Courant (Hamburger od. Lübisch Courant) gehn 34 auf 1 Mark feines Silber; demnach 273/4 M. Banco = 34 M. Courant, oder in Procenten:

273/4 M.B. : 100 M. B = 34 M. Court. : x
100 M.B. = 12258/111 M. Courant.;  Kommentar von Marx.
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od. Courant ist 2258/111% schlechter als Bco.

Gegenstand einer Kursnotirung wird Papiergeld, wenn es im Ausland emittirt, auf eine ausländische Valuta lautet od. auf inländischer Währung zwar lautend, im Inland aber ohne Einlösungs- (Auswechslungs)-Kassen ist, – inländisches Papiergeld, wenn sein Werth dem des gemünzten Geldes nicht gleichgeachtet wird.

Solche Kursnotirungen von Papiergeld sind:

Leipzig. Berlin, Breslau. Frankfurt a./M.
Wiener Banknoten in östr. Währung 95,5/8 (Th. für 150f. in östr. Währung) Wiener Banknoten wie Leipzig. Wiener Banknoten 117f. S.W. für 100f. im 20f. Fuß.
Süddeutsche Banknoten 993/4 Th. für 100 Th. in Banknoten (4 Th = 7f. fest) Polnische Banknoten 90 Th. für 100 Th. in Noten der polnischen Bank, wobei 1 Th. = 6f. polnisch.
Ausländische Kassenausweisungen. 991/4 Th. für 100 Th
Ditto ausländische Banknoten ohne Auswechslungskasse in Leipzig |

15

II)  Feller/Odermann, S. 303.
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Münzkursnotirung al marco
.

An einigen Plätzen gewisse Münzen usanzmässig so berechnet, wie in London u. Hamburg die Piaster, in Paris Fünfthalerstücke u.s.w.

Ueberall tritt diese Rechnung in der Regel für solche Münzen ein, die aus irgend einem Grund im täglichen Verkehr nicht mehr als Zahlungsmittel benutzt werden, so z.B. nicht vollwichtige Goldmünzen u.s.w.

Zu sehn, ob sich der gegebne Preis für eine Gewichtseinheit feinen od. rauhen Metalls versteht.

Im ersten Fall muß das legirte Münzmetall erst auf feines reducirt werden.

In 2t. Fall einfache Berechnung des Bruttogewichts nach dem gegebnen Preis.

Was betragen 122 Mark 131/2 Loth östr. Species à 829/1000 fein, die Mark feines Silber à 27 M.B. 12β. 12β?

1000 : 829 = 122 Mk. 131/2 Loth : x
x = 101 Mk. 13 Loth. 7 Gr. feines Silber.
101 Mk. 13 Loth. 7 Gr. feines Silber à 27 M.B. 12β = 2826 Mc. B.

Ebenso wie man den Werth einer Münze aus dem Preis des feinen Metalls findet, läßt sich umgekehrt der Preis des feinen Metalls aus dem Valvationswerth oder Kurswerth der Münzen finden. Frage entsteht z.B., ob man in gemünztem od. ungemünztem Gold Zahlung leisten oder annehmen soll?

Z.B. Wenn die Louisdor in Leipzig 91/2% stehn, wie viel ist 1lb. feines Gold werth?

x Th. = 500 Gr.
233,8555 = 24 Kar.
211/2 = 351/6 Louisdor.
20 = 1091/2 Th
x = 459,53 Th.

Hätte man in diesem Fall die Wahl mit Louisdor à 91/2% od. mit Gold à 457 Th. zu zahlen, so würde man die Louisdor vorziehn, da man auf diese Weise 459,53 Th. für 1lb. feines Gold gutgeschrieben erhält, während 1lb ungemünztes Gold nur zu 457 Th. angenommen wird.

Ferner kann man aus der oben angeführten Veranlassung den Kurs der einen Münze aus dem einer andren ermitteln.

1 Beispiel: Wie hoch müssen in Hamburg die Friedrichsdor stehn, wenn die Dukaten 1001/8β Banco notirt sind?

x = 1 Frd’or.
35 = 212/3 Kar.
231/2 = 67 Dukaten
1 = 1001/8β Bco.
16 = 1 M. Banco
x = 11 M.B. 11/16β ca.

Wären nun Friedrichsdor z.B. mit 11 M.B. 3β notirt, so würde es vortheilhafter sein, Dukaten zu kaufen.

2 Beispiel: Wenn in Paris die 20 fcsstücken (10 März, 1857) pari notirt sind, wie müßten a) Sovereigns, b) Dukaten notirt sein?

a) x = 1£ b) x Fs. = 1 Duc.
1869 = 40lb. Standard Gold. 67 = 231/2 Kar.
12 = 11 fein. 24 = 233,8555 Gr.
1 = 373,246 Gr 900 = 155 St.
900 = 155 Stück. 1 = 20f.
1 = 20 fs.
x = 25,231 fcs x = 11,772 fcs.

Da nun an demselben Tag Sovereigns mit 25fcs 20cts u. Dukaten mit 11 Fcs. 80cts. notirt waren, so würde Zahlung in 20 Fcsstück einer Zahlung in Sovereigns vorzuziehn sein, aber Zahlung in Dukaten den Vorzug vor den 20 Fcsstücken verdienen.



Ebenso lassen sich auch die Kurse einer u. derselben Münze auf verschiednen Plätzen vergleichen.

Hierzu kommt in Hamburg, wo für einige Münzen verschiedne Kursnotirungen bestehn, die Vergleichung dieser Notirungen unter sich.

Beispiel. Wenn die Louisdor in Hamburg 10 M.B. 13β notirt sind, in Frankfurt a./M 9f. 33xr, welchen Kurs giebt dieß in Leipzig?

a) x Th. = 20 Louisdor. b) x Th. = 20 Ldr.
1 = 1013/16 M. Bco. 1 = 911/20f.
273/4 = 14 Th. 7 = 4 Th.
x = 109,1. x = 1091/7

Bei derartigen Berechnungen kommen die Wechselkurse in Anwendung. Sie gehören zu den Wechselarbitragen.



III) Frage, ob vortheilhaft Gold od. Silber zu kaufen, um daraus Münzen
prägen zu lassen?

Sind zu betrachten ausser dem Marktpreis dieser Metalle, auch die Schmelzungs- Scheidungs- Transport- u. sonstigen Kosten.

Z.B. Ein Berliner Bankier ließ 1857, in der Absicht pr. Th. schlagen zu lassen, 25 Barren Silber von Hamburg kommen, u. zwar:

10 Barren wiegend 98 Mark 151/2 Loth à 979/1000 fein.
10 do. 96 43/8 972/100 972/1000
5 do. 51 113/4 969/1000.

Sie enthielten demnach an feinem Metall:

10 Barren = 96 Mark 71/8 Loth
10 = 93 91/4
5 = 50 21/8
Zusammen: 240 Mark 21/2 Loth à 273/4 M.B. (per Mark) Banco: 6664. 5.
Courtage 1/2 3. 5
Div. andre Spesen: 53. 6.
Summe: 6721 M.B.

(Verte)|

16

Nach der Einschmelzung in Berlin ergab sich ein Bruttogewicht von 245 Mk. 4 Lth. à 15 Lth 10 Grän fein, also an feinem Silber 238 Mark 7 Loth, die von der Münze zu 135/6 Th. per feine Mark angenommen, Th. 3298. 12 Sgr. betrugen. Ließ der Einkauf des Silbers Gewinn übrig?

M.B. 6721. à 151 für K. Sicht Th. 3382, 27
Provision (in Contocorrent) 1/4% = 8. 14.
Zinsen (4 Wochen) 1/3% = 11. 8.
Porto u. andre Spesen. 89. 15
Th. 3492. 4.
Ertrag: 3298. 12.
Verlust: Th. 193. 22.



IV)  Feller/Odermann, S. 308.
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Silberscheidemünzen Kupfermünzen
.

Silberscheidemünzen in Ländern, wo Gold allein gesetzliches Zahlungsmittel ist. Mit hohem Prägschatz, da sie nur als Scheidemünzen (Ausgleichungsmittel) dienen.

Billonmünzen in den Ländern, wo Silber das gesetzliche Zahlungsmittel. Es sind Münzen, deren Legirung 1/2 od. mehr ihres Gewichts ausmacht. Ditto Scheidemünzen.

1) Beispiel. In England jezt die oz Standard Silber = 62d. Um wieviel % höher wird das engl. Silbergeld ausgebracht, da 66d. aus 1 Unze St. Silber gemünzt werden?

62 : 66 = 100 : x
x = 1061/2 ca. Also ca. 61/2% über seinen Realwerth ausgebracht.



2 Beispiel. Die Unze Silber, 9/10 fein, in New York mit ca. 118 Cents bezahlt. Wieviel sind die neuen halben $, 192 Grains wiegend u. 9/10 fein, demnach werth?

x cts. = 1 Stück.
1 = 192 Grains.
480 = 118 cents
x = 47,2 cts. (47,2 : 100 = 50 : x), um ca. 6% über ihren Realwerth.

Die pr. Scheidemünze ist um 15%, die süddeutsche dtto, die östr. um 111/9% höher ausgebracht als die Hauptmünze.



Noch grösser die Unterschätzung, als bei den Billonmünzen, bei den Kupfermünzen.

Beispiel: Welches Ende März 1867 1857 der Werth eines nordamerik. Cent, wiegt 168 Troygrän, das Pfund Kupfer zu 26 cts gerechnet, u. um wie viel % kommt diese Münze über ihren Werth heraus?

a) 5760 Troygr. : 168 Troygr. = 26 cts : x b) 0,758 : 100 = 0,242 : x
x = 0,758 cts. x = 39,92 31,92%.



Ch. II. Operation of the Balance of Debt upon Exchanges.

Balance of debt … against a country … often takes place for a limited time, and to a great amount. (58) In such circumstances, the money to be drawn from it exceeds the money to be transmitted to it; the bills drawn on the debtor country therefore exceed the bills drawn on the creditor country. The merchants on ’Change in the debtor country, wanting to remit, are more numerous than those who want to draw; while those on ’Change in the creditor country, who want to draw, are more numerous than those who want to remit. In each case the supply of bills is inversely as the demand … the bills drawn on the debtor country, being more than are demanded, must be sold cheap, and the bills drawn on the creditor country, being fewer than are demanded, must be sold dear. (58)

Z.B. wenn Irland mehr in England zu zahlen als von England zu fordern hat, dann: On ’Change in Dublin there are fewer bills on London than are required, the holders therefore demand for them a greater sum of Irish money than they sell for when at par; and the buyers are obliged to give it, in order to procure them: in this instance, the exchange is said to be unfavourable to Ireland, because any given sum of Irish money will exchange for a less sum of English money than it is really worth. (59, 60)

100£ British should contain as much silver as 108l. 6s. 8d. Irish; 81/3 is therefore said to be the par with Ireland. (59 [Note]) On the other hand, in London, the persons who want to draw from Dublin, are more numerous than those who want to remit: there are more bills on Dublin to be sold, than are demanded; and the sellers therefore must give them for less than they would demand, if the buyers and sellers were equally numerous: here again the exchange is unfavourable to Ireland for the same reason. … If there were no mode of making the remittances, except in bills of exchange, the price of these bills must proportion itself exactly to the supply, and … if Dublin had to remit 2 × as much as it was to receive, the exchange must be 50% against Dublin. (60) Unter dieser Voraussetzung »it would follow as a necessary consequence, that  Hervorhebung in der Quelle.
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there must be a constant proportion between the balance of debt and the rates of exchange
… but, in fact, no such connexion. (60, 61) When the balance of debt has raised the exchange to a certain limit, it ceases to operate on the exchange … This limit … is the  Hervorhebung in der Quelle.
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expense of transmitting the precious metals from the debtor to the creditor country
(cost of carriage, price of insurance, and in some cases, a compensation for the risk incurred in violating the laws of the country, which prohibit its exportation; ausserdem, in most foreign exchanges, reasonable profits für the bullion merchants. (61)

Seit dem establishment der mail coaches, price of carriage und insurance zwischen Dublin und London von 1 to 11/2%. Nach dem Evidence (des Committee, früher citirt) (p. 3):

The Expense of transmitting money from England to Ireland:
Carriage and insurance to Holyhead, per cent 7s. 6d.
Freight to Dublin 2
9. 6.
with a commission of 5s. p. cent on Bank and Gvt. Accounts, but of 10 on smaller ones. If insured in the packet, it is an extra expense of 5 or 7sh. more. (62 note)

So lange daher Goldcirculation Niemand would give much more than 109 or 110£ Irish for a bill on London for 100£ British. ([62,] 63) For 4 years previous to the restriction, 109l. 5s. Irish was the greatest price paid in Dublin for 100l. British ⦗many persons zahlten lieber dieße few shillings more rather than be at the trouble of demanding gold at the Bank, and packing it for its journey.⦘ Seit 1728 (mit Ausnahme von 1753 worüber später) exchanges zwischen Dublin und London never rose beyond the expense of sending gold from one country to the other. (63)

The same limit which the power of procuring gold imposed upon the rates of exchange in Dublin, equally confined the exchange in London. 100£ English for an Irish Bill of 109l., with one % additional for the interest of his money, because, by sending that bill to his correspondent in Dublin, and having the amount remitted to him in gold, he might receive a sum in London equivalent to 100£ British. ([63,] 64) The exchange of London in Dublin, previous to the restriction, was generally 1% higher than Dublin on London; but 1% of this was interest, and not exchange. (64, 65 Note)

If the expense of transmitting gold from Dublin to London was increased, whenever a balance of debt was due by Dublin, the exchange might rise to the amount of that expense. (65)

In the time of Sir W. Pettythe exchange was 15% (this was all a real exchange against Ireland; for there was then no difference in the currency. The Irish. Irish £ St. contained as much silver as the English one.)

Aber diese 15% due to a system of  Hervorhebung in der Quelle.
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regulation
, which provided that the remittances from Dublin to London should pass through Barbadoes. Petty sagt:

„That to remit so many great sums out of Ireland into England, when all trade is prohibited between the said two kingdoms, must be very chargeable; for now the goods which go out of Ireland, in order to furnish the said sums in England, must, for example, go into the Barbadoes, and there be sold for sugars which, brought into England, are sold for money to pay there what Ireland owes: |43 which way being so long, tedious, and hazardous, must necessarily so raise the exchange of money, as we have seen 15 P.Ct. frequently given annis 1671 and 1672; although, in truth, exchange can never be naturally more than the land and water carriage of money between the two kingdoms, and the increase of the same upon the way, if the money be alike in both places. But men that have not had the faculty of making these transmissions with dexterity have chose rather to give 15 p.ct. exchange as aforesaid than to put themselves upon the hazard of such undertakings, and the mischief of being disappointed.“ (65, 66)

[»]It may be imagined, that in time an unfavourable balance of debt might exhaust a country of its gold, and that then the rates of exchange would be regulated exactly in proportion to the balance of debt: yet … an unfavourable balance of debt has no such effect; its operation is  Hervorhebung in der Quelle.
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to force exports, and diminish imports; but neither to raise the exchange indefinitly, nor yet exhaust the country of its
 Hervorhebung in der Quelle. Foster: circulating medium
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circulation
.« (66, 67)

 Zusatz von Marx.
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Dieß erklärt sich Foster as currency man natürlich daraus, daß, wo z.B.
»Gold the necessary medium of circulation, it must, from the nature of things, receive an artificial value in the country exactly proportionate to the balance of debt, and sufficient, in every instance, to retain it within the country.[«] (68) Thus it is, that every balance of debt carries with it the powerful and certain principle of its own destruction, not in the unfavourable exchange which it produces (whose feeble operation must be as confined as the limit by which it is restrained), but by the value which it gives to the precious metals; – a value seen only in the cheapness of commodities that ensues, and the quantity of them that is thereby forced into existence for exports; –  Hervorhebung in der Quelle.
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a quantity and a cheapness both proportionate to the balance of debt, though bearing no proportion whatever to the rates of exchange
, which continue fixed at the expense of transmitting gold, and which gold confines within that limit, not by actually going in the place of bills, but by its constant readiness to go. (68)

 Kommentar von Marx.
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Hier hat der Mann wenigstens eine Konsequenz, welche die modernen currency men nicht zu ziehn wagten:

»Under such circumstances gold would have a positive tendency to flow into the debtor country, and not to leave it; the same increase of value which it has received from the demand to retain it, will attract it from abroad, as gold, like every other commodity, will seek the best market.[«] (69)

It may be said, that though such might be the effect, if no national Bank were established, yet that so long as there is a Bank obliged to furnish gold, gold will be expected until the Bank is ruined: but the Bank, in undertaking this obligation, has not left itself without remedy. The Directors well know, that their conduct, under such circumstances, would be to reduce the amount of their notes in circulation until the drain on them was discontinued; that is,  Hervorhebung in der Quelle.
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until the circulating medium had from its scarcity attained such a value
, that exports were called into circulation sufficient to discharge the balance. Thus the Directors formerly used to adopt the same remedy which, had there been no Bank, the balance of debt would itself have produced. Since the restriction has been imposed, they seem to have changed their principles as much as they have changed their practice; for their evidence (See the Evidence 101, 102, 99) seems now to infer, that it is proper that an unfavourable balance should not render money scarce, and that  Hervorhebung in der Quelle.
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they
act as friends of the country in supplying it with a quantity of circulating medium in proportion to its scarcity. (69, 70)

 Kommentar von Marx.
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Hier haben wir also verbotenus die Anwendung des currency principle auf Banknote issues, wie Overstone etc sie predigt. Er führt diese Theorie weiter aus in folgendem:

It is evident that an unfavourable exchange, proceeding from a balance of debt, must operate as a bounty on the exports, and duty on the imports of the debtor country. When a sum of foreign money can purchase more English money than usual, it is a temptation to the foreigner to purchase commodities in England, because he purchases them just so much cheaper, as his money has increased in value, compared to that of England. The unfavourable exchange thus contains within it a tendency to redress itself, by encouraging exports to discharge the balance; but  Hervorhebung in der Quelle.
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this tendency never can be greater than the encouragement it offers to exports; and this is confined to the price of sending gold or silver from the debtor to the creditor country
. Between England and the Continent this may amount to 5 or 8%; between England and Ireland it cannot much exceed 1%. Their vicinity to each other, and the ease of communication between them, have happily confined the expense of carriage within such narrow limits. So far then as 1 or 2% the balance of debt against Ireland may be considered as tending to redress itself through the medium of exchange; but beyond that, disregarding the efforts of so inefficient an agent, it exerts its own more powerful energy, an energy always commensurate to the difficulty to be removed. The balance of debt is not redressed by the puny operations of exchange, but by the scarcity of money which ensues on the extensive demand for it, by the artificial value which money obtains within the debtor country consequent to such demand, and which is not marked in its foreign exchanges, but by the cheapness of all commodities which follows on the increased value of money; and by the exertions of industry within the country to produce these commodities, as the only means of obtaining it. Such a situation occasions the increased value of the precious metals as compared with commodities, more than the increased or diminished value of the circulating medium of one country as compared with another. (70–72)

Der Exchange hat, in time, continued in Ireland. Und in limit of amount, ditto, denn der real Exchange cannot be much above 1% against Ireland; aber it has been near 12%. In September 1803, the exchange of London on Dublin was 20; that is, 111/3% against Ireland. (72) This has for years continued progressively to increase. (73)

It may well be doubted that as this country sends annually into Ireland a loan of 2 mill. to 2,500,000l., whether so great a payment is not a least equivalent to the annual balance of debt due from Ireland. (73, 74)

Umgekehrt: the balance of payment is actually, and has been all along in favour of Ireland. Wie gezeigt durch Mr. Marshall, the Inspector General of Exports and Imports in that country. (74)|

44

Das Committee of Inquiry ist zu demselben Schluß gekommen, daß England the debtor country. Nach ihrer Rechnung:

Creditor. Debtor.
By Balance of Trade in favour of Ireland, stated according to the  Hervorhebung in der Quelle.
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current
value:
£917,299 To remittances to absentees: £2,000,000
Amount of sums transmitted to Ireland on account of loans, lotteries and public services: 1,459,590 Balance in Favour of Ireland: £376,889
£.2,376,889 (75, 76)
Nach Marshall’s Rechnung die balance in favour of Ireland near 1 Million greater als das Committee rechnet. (76)

Die Personen, wonach die Balance unfavourable to Ireland … rested their assumption solely on the fact of the unfavourable exchange. (77) An unfavourable exchange, according to them, was an infallible criterion of the state of the balance of the debt … complete begging of the question. (77, 78)

Inhalt:

  • Inhaltsverzeichnis von Friedrich Engels
  • Heft II. 1869
  • The Daily News, 20. Mai 1869
    • Notiz
      • Kaufmannsrechnung. (Continuatio)
      • John Leslie Foster, (of Lincoln’s Inn): An Essay on the Principle of Commercial Exchanges. London. 1804.
      • Ch. Lyell. Principles of Geology. 7th ed. London 1847.
      • Otto Hausner: Vergleichende Statistik von Europa (Lemberg. 1865) II. Band.
      • Michael Thomas Sadler. M.P.: Ireland; its Evils and their Remedies. 2nd ed. London. 1829