| Mein lieber Herr Vetter.

Mein zweiter Sohn, Heinrich, welcher sich längere Zeit bei unserem Agenten in London aufhielt, ist eben auf seiner ersten Reise nach den anderen Hauptstädten Englands begriffen und wird sich erlauben auch Ihnen guten Tag zu sagen. — Ich möchte Ihnen den jungen Reisenden aufs Wärmste empfehlen und Sie nebenbei auch freundlichst bitten, ihm zur Ausführung seines Wunsches, recht viele Weingeschäfte einzuleiten, ein wenig behülflich zu sein. —

Einstweilen meinen besten Dank für die Erfüllung meiner Bitte! —

Wir hören manchmal über Barmen, daß es Ihnen gut geht, und hoffe ich, Sie bald wieder einmal an unserem schönen Rheinstrome begrüssen zu können. —

Meine Frau läßt Ihnen die herzlichsten Grüsse sagen, ebenso die übrigen Vettern und Cousinen, — sie sind fast alle so groß wie Heinrich, eine wahre Riesenschaar gegen die kleinen Eltern. —

Mit aller Werthschätzung

Ihr aufrichtig ergebener
Carl Diehl

Mainz, 30 April 1870.

Zeugenbeschreibung und Überlieferung

Dieser Brief wird hier erstmals veröffentlicht.

Absender

Zeugenbeschreibung

Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen weißem Papier. Diehl hat die erste Seite vollständig beschrieben, die übrigen drei Seiten sind leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.

Archivsignatur des SPD-Archivs auf der ersten Seite mit Bleistift: „Ⅱ 21 L /3“.

Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes am linken Rand der ersten Seite: „33“.

 

Zitiervorschlag

Carl Diehl an Friedrich Engels in Manchester. Mainz, Samstag, 30. April 1870. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital. Hg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://megadigital.bbaw.de/briefe/detail.xql?id=M9009583. Abgerufen am 24.04.2024.