| Mainz den 23. Nov 1870.

Lieber Vetter.

Recht herzlich hat es mich gefreut durch meinen Sohn Heinrich gute Nachrichten von Dir zu empfangen und mußt Du entschuldigen wenn ich Dir nicht schon früher meinen besten Dank aussprach für die freundliche Aufnahme die Du ihm bereitet hast. — Die kriegerischen Ereignisse haben uns die ganze Zeit über sehr in Anspruch genommen und wir warten nun geduldig bis aus der blutigen Saat unter Wilhelms Pflege das in Freiheit geeinigte Deutschland hervorkeimt! — —

Wir haben durch Deine Vermittlung eine kleine Probesendung Rheinwein an den Schillerverein gemacht die hoffentlich zur Zufriedenheit ausfiel und Veranlassung zu größeren Aufträgen giebt, vorab wenn Du die Güte hast die Sache weiter zu empfehlen. Den Betrag von £3 „ 3/ haben wir heute per ultima entnommen was wohl in Ordnung geht.

Meine Frau und Kinder sagen Dir mit mir die herzlichsten Grüße, sie sind alle wohl und wir hoffen ein Gleiches von Dir!

Mit alter Anhänglichkeit
Dein Vetter
Carl Diehl

Zeugenbeschreibung und Überlieferung

Dieser Brief wird hier erstmals veröffentlicht.

Absender

Zeugenbeschreibung

Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen weißem Papier. Diehl hat die erste Seite vollständig beschrieben. Die Rückseite ist leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.

In der oberen linken Ecke Aufdruck: „Diehl Bros & Co / Mayence o/Rhine“.

Von unbekannter Hand: Nummerierung auf der ersten Seite mit Bleistift: „33-1“.

 

Zitiervorschlag

Carl Diehl an Friedrich Engels in London. Mainz, Mittwoch, 23. November 1870. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital. Hg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://megadigital.bbaw.de/briefe/detail.xql?id=M0136629. Abgerufen am 24.04.2024.