| Mchr 11 Aug 67

Lieber Mohr

Inl. eine Fünfpfund Note die ich mir glücklicher Weise gestern geben ließ & die jetzt Deinen Frenchman befriedigen wird. Deßgl. Dronkes Brief. Der Kleine hat sich also mit seinen Spekulatiönchen glücklich festgeritten. Ich fürchte er wird, um von der Verbindlichkeit auf die Barned’s Actien loszukommen, den Weg durch den Bankruptcy Court nehmen müssen. Es ist sehr hart für das Kerlchen, erst der Prozeß wegen der Assekuranz, & jetzt diese Schläge. Indeß bleibt ihm seine Agentur doch wohl & damit & mit etwas weniger Hitze der Speculation kann er es bald wieder so weit bringen.

Ich habe bis Bogen 32 flüchtig durchgelesen, & werde Dir erst später darüber berichten; die vielen Illustrationen in diesem Theil verstecken, bei flüchtigem erstem Lesen den Zusammenhang etwas. Es sind aber sehr schöne Sachen drin, & das Kapital & seine Sykophanten werden Dir ewig dankbar sein.

Auf der Herreise hatte ich noch das Vergnügen daß eine Gewehrkugel, nicht 12 Zoll von meiner Brust, das Fenster zerschmetterte & durch den Wagen flog: Irgend ein volunteer hatte wohl nochmals beweisen wollen daß man ihm kein Schießgewehr anvertrauen dürfe. Dies ist der sonderbarste railway accident der mir je vorgekommen.

Lizzie hat auch eine ziemlich schlechte Rückfahrt gehabt, sie sagt sie geht nie wieder auf die See.

Beste Grüße an Deine Frau

Dein
F. E.
 

Zitiervorschlag

Friedrich Engels an Karl Marx in London. Manchester, Sonntag, 11. August 1867. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital. Hg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://megadigital.bbaw.de/briefe/detail.xql?id=M0000314. Abgerufen am 29.01.2023.