| Hoboken N. J.
letterbox 101

20 mai 68

Lieber freund,

Sorge will mitte nächsten monats nach Chicago gehen und wird gelegenheit haben verbindungen aller art an zu knüpfen. Wollen sie so gut sein, schnell und geeignete adressen zu kommen zu lassen. Mit unserer „Socialen Partei“ wird es vielleicht ganz gut vorwärts gehen, wenn wir unter den Englischen arbeitern angefangen haben werden.

Der correspondent für das „Demokr. Wochenblatt“ erwähnt einen briefschreiber aus N-Y; ist es nicht möglich, daß ich den mann kennen lerne? Vorsicht an zu empfehlen, halte ich nicht für überflüssig; ich bitte aber, mir gleichzeitig andeutungen über die richtung derselben zukommen zu lassen.

V. W. Weber ist glücklich beseitigt. In den Trades Unions werden wir bald fuß gefaßt haben. Die „Arbeiter-Union“ soll der name der neuen wochen-zeitung sein, welche 5 deutsche Vereine gründen wollen. Uebermorgen wird der redakteur gewählt; entweder dr Lnadsberg Landsberg, assistant | editor der Staats-Zeitung oder ich.

Ich halte mich für vorläufig unfähig dazu; doch war in der that kein anderer da.

The Commonwealth ist bis jetzt noch nicht zu mir gekommen, obgleich beim buchhändler bestellt.

Ich bitte um schleunige besorgung von adressen. Kennen sie oder erinnern sie sich an A. Kramer, schneider von London her?

Ihr
Sgfd Meyer

Sollten sie zuweilen zeitungen von mir geschickt wünschen, so bitte ich um anweisung.

 

Zitiervorschlag

Sigfrid Meyer an Karl Marx in London. Hoboken, Mittwoch, 20. Mai 1868. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital. Hg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://megadigital.bbaw.de/briefe/detail.xql?id=B00646. Abgerufen am 20.10.2021.