| [Gen]f den 25 Febr 1867.

Lieber Freund Marx!

Weder Du noch Dein liebwerther Stellvertreter, Gemalin-Sekretär, lassen etwas von sich hören. Und doch wäre ich, wenn Dir die Zeit zu kostbar & die Mühe zu schwer mit ein Paar Zeilen zufrieden gestellt – d.h. wenn Du mir melden kannst: „es geht mir und meiner Familie gut & sind wir Alle gesund & wohlauf.“ Ob es so ist, oder nicht, nur das möchte ich vor allen Dingen gerne wissen.

Doch ist der Zweck dieser Zeilen folgender: Ich halte es nämlich in vielen Beziehungen für zweckmäsig für dein Werk bald möglichst eine Subscriptionsagitation durch Mitwirkung aller Gesinnungsgenossen zu machen. Es würde dadurch nicht blos eine raschere und allgemeinere Verbreitung desselben bewerkstelligt, was für die Sache von großem Belang, sondern Du könntest dann auch mit zahlreichen Subscribenten in der Hand Deine Forderung an den Verlagshändler deiner Leistung entsprechender in die Höhe spannen. Ueberlege Dir diesen Plan und lasse mich dann Näheres über das Werk wissen, mir etwa einen Prospekt zu gehen, damit ich die Agitation in Szene setze. Ich habe diese Angelegenheit bei mehreren Freunden in vertraulicher Weise angeregt & begreiflicher Weise überall lebhaften Anklang gefunden. Sende mich also in den Stand zur That übergehen zu können.

Inzwischen Dir & Deiner Familie

herzliche Grüße
JohPhBecker

| Mr. Carl Marx
London

 

Zitiervorschlag

Johann Philipp Becker an Karl Marx in London. Genf, Montag, 25. Februar 1867. In: Marx-Engels-Gesamtausgabe digital. Hg. von der Internationalen Marx-Engels-Stiftung. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Berlin. URL: http://megadigital.bbaw.de/briefe/detail.xql?id=B00231. Abgerufen am 19.10.2019.