Hannover, 8. August 1867.

Mein lieber Freund!

1Für Ihre freundlichen Zeilen besten Dank. Ich hoffe sowohl dem Congresse in Lausanne wie in Genf beizuwohnen u. freue mich ebenfalls to shake hands with you. – Ihre Auffassung des Friedenscongresses theile ich vollkommen, die bürgerlichen Schwätzer möchten das Proletariat gern mal wieder  figürlich: es dient ihm zur folie, hebt ihn hervor (DWB: Folie).
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als Folie gebrauchen
. – Die Beitrittsliste habe ich empfangen, werde mich aber um Unterschriften nicht bemühen, weil ich keine directe Parteigenossen hier habe. –

2Meine Reiseroute ist Frankfurt a/M. Friedrichshafen, Rorschach, Chur (Via mala) Andermatt, Furka, Susten, Bad Lenk, Sion, Martigny, (Chamounix) Lausanne. – Am 17. d. Mts Morgens reise ich von hier ab. – Etwaige Mittheilungen treffen mich bis zum 16. incl. hier, oder am 19. d. Mts in Chur (Hôtel Luxmanier). –

3Das verspätete Erscheinen von Marx’ Buch rührt von dessen unerwarteten Ausdehnung. M. glaubte es würden 20–25 Bogen füllen, u. jetzt werden es ca 50 Bogen (allein der erste Band), so sehr hat sich unser Freund verrechnet; für die Verspätung werden wir demnach reichlich entschädigt werden. –

4Wollen Sie mir für Lausanne und Genf ein gutes u. nicht zu theures Hôtel empfehlen, so wäre mir das lieb. Für Genf ist mir Hôtel garni de la Poste empfohlen. Auch bitte ich mir zu sagen ob ich mir in diesen beiden Städten, wegen der wahrscheinlichen Fremdenüberfüllung Logis bestellen muss u. wie lange zuvor. –

5Von der Reise aus werde ich Ihnen wohl nochmals schreiben, auch erlauben Sie mir wohl meine Briefe an Sie adressiren zu lassen. –

6Vielleicht haben Sie die Güte mir vor meiner Abreise noch mit zwei Worten zu antworten. –

7Bis mündlich

8freundschaftlich der Ihrige LKugelmann Dr Ich sehe eben auf der Karte daß das Hôtel garni de la Poste ziemlich weit von  Genf, Place du Pré l'Evêque.
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Pré l’Evêque
ist. –