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            <titleStmt>
                <title><idno>120</idno>Karl Marx an Louis Kugelmann in Hannover. London, Mittwoch,
                    12. April 1871</title>
                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
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                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>IISG</institution>
                        <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                        <idno><idno type="shelfmark">C 373/C 130</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen blauem Papier. Marx hat die erste und dritte Seite vollständig
                            beschrieben, die übrigen zwei Seiten sind leer. Schreibmaterial:
                            schwarze Tinte.</p>
                        <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes oben auf der ersten Seite
                            mit Bleistift: „130“; Randanstreichungen von Passagen mit Rotstift.</p>
                    </physDesc>
                    <additional>
                        <listBibl>
                            <bibl>RGASPI f. 1 op. 1 d. 2796</bibl>
                        </listBibl>
                    </additional>
                </msDesc>
                <listWit>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/A2J245UY">Erstveröffentlichung:
                            gekürzt: Karl Marx über die Pariser Kommune. In: Die Neue Zeit (1902).
                            Bd. I, Nr. 23. S.  709/710. </bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/4L3Y4S89">vollständig: in
                            russischer Übersetzung: Письма Маркса к Кугельману (1928). S.
                            98/99.</bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/T7P7CRLH">in der Sprache des
                            Originals: Die I. Internationale in Deutschland (1964). S.
                            570/571.</bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/38I66UYF">in der Sprache des
                            Originals: МEW 33 (1966). S. 205/206.</bibl>
                    </witness>
                </listWit>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
            <correspDesc>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
                    <date when="1871-04-12"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007778 http://d-nb.info/gnd/119381311">Louis Kugelmann</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001901 http://www.geonames.org/2910831">Hannover</placeName>
                </correspAction>
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                    <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M6220384"/>
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        </profileDesc>
        
    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> London 12 April, 1871.</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Lieber
                    Kugelmann,</salute></opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Dein „Aerztliches“ war
                    sofern effektvoll, als ich meinen Dr. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M9898776"><choice>
                        <sic>Matheson</sic>
                        <corr cert="high">Maddison</corr>
                    </choice></persName> consultirt u mich vorläufig in seine Kur begeben habe. Er erklärt
                    jedoch, daß meine Lungen in der besten Ordnung sind u. d<ex>er</ex> Husten mit
                    Bronchitis etc zu thun hat. Ditto wird er auf die Leber wirken.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Gestern bekamen wir die
                    keineswegs beruhigende Nachricht, daß <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007810 http://d-nb.info/gnd/118568671">Lafargue</persName> (nicht <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007809 http://d-nb.info/gnd/118725904">Laura</persName>)
                    augenblicklich in Paris.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Wenn Du das
                    letzte Kapitel meines „<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/92FWKPPD">Achtzehnten
                        Brümaire</bibl>“ nachsiehst, wirst Du finden, daß ich als
                    nächsten Versuch der fzs. Revolution ausspreche, nicht mehr wie bisher die
                    büreaukratisch-militairische Maschinerie aus einer Hand in die andre zu
                    übertragen, sondern sie zu <hi rendition="#u">zerbrechen</hi> u. dieß ist die
                    Vorbedingung jeder wirklichen Volksrevolution auf dem
                    Continent. Dieß ist auch der Versuch unsrer heroischen Pariser
                    Parteigenossen. Welche Elasticität, welche historische Initiative, welche
                    Aufopfrungsfähigkeit
                    in diesen Parisern! Nach sechsmonatlicher Aushungerung u. Verruinirung durch
                    innern Verrath noch mehr als durch den auswärtigen Feind, erheben sie sich,
                    unter pr. Bajonetten, als ob nie ein Krieg zwischen Fkch und Dtschd existirt
                    habe u. d<ex>er</ex> Feind nicht noch vor den Thoren von Paris stehe! Die
                    Geschichte hat kein ähnliches Beispiel ähnlicher Grösse! Wenn sie unterliegen,
                    so ist nichts daran <subst>
                        <del rendition="#ow">schuld</del>
                        <add place="across">Schuld</add>
                    </subst> als ihre „Gutmüthigkeit“. Es galt gleich nach Versailles zu marschiren,
                    nachdem erst <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004211 http://d-nb.info/gnd/117703036">Vinoy</persName>, dann der reaktionaire
                    Theil der Pariser Nationalgarde <pb/> selbst das Feld geräumt hatte. Der
                    richtige Moment wurde versäumt aus Gewissensskrupel. Man wollte den <hi rendition="#u">Bürgerkrieg</hi> nicht <hi rendition="#u">eröffnen</hi>, als
                    ob der mischievous
                    avorton
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009891 http://d-nb.info/gnd/118801937">Thiers</persName> den Bürgerkrieg nicht mit seinem
                    Entwaffnungsversuch von Paris bereits eröffnet gehabt hätte! Zweiter Fehler: Das
                    Centralkomité gab seine Macht zu früh auf, um der Commune Platz zu machen.
                    Wieder aus zu „ehrenhafter“ Scrupulosität!
                    Wie dem
                    auch sei, diese jetzige Erhebung von Paris – wenn auch unterliegend vor den
                    Wölfen, Schweinen u. gemeinen Hunden der alten Gesellschaft – ist die
                    glorreichste That unsrer Partei seit der Pariser
                    Juniinsurrektion. Man vergleiche mit diesen
                    Himmelsstürmern
                    von Paris die Himmelsklaven des deutsch-preussischen heiligen
                    römischen Reichs mit seinen posthumen Maskeraden, duftend nach Kaserne, Kirche,
                    Krautjunkerthum u. vor allem Philisterthum.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">A propos. In <subst>
                        <del rendition="#ow">den</del>
                        <add place="across">der</add>
                    </subst>
                    <hi rendition="#u">officiellen Veröffentlichung</hi> der direkt aus <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008553 http://d-nb.info/gnd/118586416">L. Bonaparte</persName>’s K<ex>a</ex>sse <subst>
                        <del rendition="#ow">subsidirt</del>
                        <add place="across">Subsidirten</add>
                    </subst>, befindet sich die Notiz, daß <hi rendition="#u"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010117 http://d-nb.info/gnd/118769014">Vogt</persName></hi> 40,000 fcs. <subst>
                        <del rendition="#ow">am</del>
                        <add place="across">im</add>
                    </subst> August 1859 erhalten! Ich habe dem <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007983 http://d-nb.info/gnd/118572768">Liebknecht</persName> das fait zu weiterem Verbrauch mitgetheilt.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><ref xml:id="e3385276-e05a-404d-b852-76e05a304d25" corresp="#e56ff27b-c099-4fd9-aff2-7bc099ffd964" type="editorialNote">Du
                            kannst mir den <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/GUXJSDZ6">Haxthausen</bibl> schicken</ref><note xml:id="e56ff27b-c099-4fd9-aff2-7bc099ffd964" corresp="#e3385276-e05a-404d-b852-76e05a304d25" type="editorial">Siehe
                                    auch <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M7914526">Marx an Kugelmann, 4.2.1871</ref>.</note>, da ich in <hi rendition="#u">neuerer Zeit</hi> nicht nur aus Dtschd, sondern selbst aus
                    Petersburg verschiedne Brochüren etc unversehrt erhalte.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Dank f<ex>ür</ex>
                    <ref xml:id="a16c01f9-8bf6-4112-ac01-f98bf6211206" corresp="#e7c6b649-c46b-4960-86b6-49c46bd96053" type="editorialNote">Deine verschiednen Zeitungszusendungen</ref><note xml:id="e7c6b649-c46b-4960-86b6-49c46bd96053" corresp="#a16c01f9-8bf6-4112-ac01-f98bf6211206" type="editorial">Nicht überliefert.</note> (ich bitte um
                    mehr, da ich etwas über Dtschd schreiben will, den Reichstag etc).</p>
                
                <closer sameAs="MBUnterschrift">
                    <salute>Besten G<ex>ru</ex>ß an Frau <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">Gräfin</persName>
                        und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007776 http://viaf.org/viaf/887144647720821499639">Käutzchen</persName>.</salute>
                    <signed>D<lb/>KM </signed>
                </closer>
            </div>
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