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            <titleStmt>
                <title><idno>829</idno>Theodor Cuno an Friedrich Engels in London. Mailand,
                    Mittwoch, 27. Dezember 1871</title>
                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
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                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>IISG</institution>
                        <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                        <idno><idno type="shelfmark">IISG L 977/L III 20–3. Fotosign. 103341a–b </idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen weißem Papier. Cuno hat alle vier Seiten vollständig beschrieben.
                            Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                        <p>Von Engels’ Hand: Notiz in schwarzer Tinte oben auf der ersten Seite:
                            „Mailand 11. Jan 72. / Th. Cuno. /
                            Btw.
                                25/1“.</p>
                        <p>Archivnummerierung mit Bleistift oben rechts auf der ersten Seite:
                            „20–3“.</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
                <listWit>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/QB8KYVI2">Erstveröffentlichung: La
                            corrispondenza di Marx e Engels con italiani (1964). S. 119–120.</bibl>
                    </witness>
                </listWit>
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        </fileDesc>
        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006218 http://d-nb.info/gnd/1023593149">Theodor Cuno</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M5483828 https://www.geonames.org/3173435">Mailand</placeName>
                    <date when="1871-12-27"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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                <correspContext>
                    <ref type="next" target="https://megadigital.bbaw.de/M4057376"/>
                </correspContext>
                <note>Vermutlich wurde der Brief zusammen mit dem Brief Cunos vom 11. Januar 1872
                    verschickt (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0742895">Th.
                        Cuno an Engels, 11.1.1872</ref>). Das legt die
                    Emfängernotiz von Engels auf dem Briefbogen des vorliegenden Briefes nahe.
                    Engels Antwort erfolgte am 24. Januar 1872  (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M4057376">Engels
                        an Th. Cuno, 24.1.1872</ref>).</note>
                <note> </note>
                <note> </note>
            </correspDesc>
        </profileDesc>
        
    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener>
                    <dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Mailand 27/12. 71.</dateline>
                    <salute sameAs="MBAnrede">Lieber Bürger Engels!</salute>
                </opener>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ihre an mich gesandten
                    Schriften sind angelangt, nicht aber eine Antwort auf <ref xml:id="d90389b7-cc20-4fe9-8389-b7cc209fe9c3" corresp="#a9f5faa3-1eab-44c3-b5fa-a31eab04c370" type="editorialNote">meinen Brief</ref><note xml:id="a9f5faa3-1eab-44c3-b5fa-a31eab04c370" corresp="#d90389b7-cc20-4fe9-8389-b7cc209fe9c3" type="editorial">Vermutlich <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M5418434">Th.
                                Cuno an Engels, 30.11.1871</ref>.</note>,
                    ebenso wenig Karten zur Intern. Sollten diese Sachen verloren gegangen sein,
                    oder hatten Sie noch nicht Gelegenheit mir zu schreiben? Jedenfalls habe ich
                    durch die Verzögerung grosse Unannehmlichkeiten gehabt; hören Sie: Unser
                    Mazzinianischer Verein ist quasi aufgeflogen, weil ich in einigen Sitzungen die
                    ganze Hohlheit und den Ehrgeiz der <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008275 http://d-nb.info/gnd/118579754">Mazzini</persName>
                    Papageien in ein für letztere sehr unangenehmes Licht gestellt hatte, und in
                    Folge dessen sehr viele der Mitglieder sich zu unseren Theorien bekehrt hatten;
                    ich wurde desshalb von allen Seiten gedrängt Mitgliederkarten und Programme der
                    Int. herbeizuschaffen, versprach dies auch, aber immer liessen die versprochenen
                    Sachen auf sich warten, dadurch wurden die Leute misstrauisch und fingen an mich
                    zu beargwöhnen, so dass ich einsah, es würde wir nicht gelingen die Majorität im
                    Vereine zu <pb/> erlangen, und ihn dann zu einer Section umzuformen. Freilich
                    erreichte ich es, dass ein Misstrauensvotum gegen die Präsidentschaft und das
                    Comité ausgesprochen wurde,
                    zog mir
                    aber dadurch die Todfeindschaft der betreffenden Leute zu, so dass ich es
                    gerathen fand nur noch mit dem Revolver in der Tasche aus zu
                    geben. In der Sitzung am 24/12 sollte der neue Präsident
                    gewählt werden, weil der bemisstraute seine Demission gegeben, ich sah aber
                    sofort ein, dass wir in der Minorität waren, liess daher die ersten stürmischen
                    Debatten ruhig vorüberziehen um dann mit wenig Worten unseren Freunden den Stand
                    der Dinge aus ein ander zusetzen, und ihnen zu beweisen, dass wir nichts anderes
                    thun könnten als insgesammt aus zutreten und eine Section der Int. zu gründen.
                    An die Ehrenhaftigkeit und die Vernunft der Anwesenden appellirend schloss ich
                    mit einem Hoch auf die Internazionale und mit lautem
                    „Avanti“
                    und
                    „Evviva“
                    zogen wir 32 Mann hoch in eine benachbarte Osterie, um dort ein provisorisches
                    Comité zu wählen; Es wurde in dasselbe gewählt: <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M5681622">Pezza</persName>, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0671557">Testini</persName>, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M6699487">Turboli</persName>
                    und ich. Am nächsten <pb/> Sonntag wird das Statut discutirt und darauf Ihnen
                    die officielle Mittheilung gemacht. Mit meiner Ansicht uns sofort Section
                    Mailand zu nennen, konnte ich nicht durchdringen, weil die Leute hier noch zu
                    sehr unter dem Schreck der Pariser <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Com<ex>m</ex>une</expan> leiden, und fortwährend
                    fürchten eingesperrt zu werden wenn sie das Wort Internazionale aussprechen.
                    Jedenfalls werden wir für den Anfang den Namen
                    „Circolo
                    operajo di Emancipazione del proletariato“ annehmen, und der
                    erste Artikel des Statutes
                    heissen:
                    „La società accetta pienamente lo statuto dell’ Associazione Internazionale dei
                    Lavoratori.“ Ausserdem werde ich darauf dringen, dass jeder Eintretende auch
                    förmlich in die Internazionale eintrete, d. h. eine Karte bekomme nebst dem
                    Statute. Haben Sie also die Güte sobald als möglich Karten und Statuten zu
                    schicken. An dem
                    Congress zu
                    Bologna werden wir uns jedenfalls betheiligen. Sie schrieben
                    mir kürzlich hier keinen einzigen Bekannten zu haben, und trotzdem behauptet
                    einer meiner Freunde hier einen alten pensionirten <pb/> einbeinigen Hauptmann
                    zu <pb/> kennen, der eine Karte der Int. aus London besitze und auch regelmässig
                    nach London correspondire.(?) <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005398 http://d-nb.info/gnd/118506102">Bakunin</persName>, der
                    mit <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M5681622">Pezza</persName> correspondirt, schickte uns vor
                    kurzem einen Aufruf der
                    „Federation
                    Jurassienne“ worin ungeheuer über die Eigenmächtigkeit etc.
                    etc des Generalrates geklagt, und ein Congress vorbereitet wird. Haben Sie die
                    Güte mich darüber aufzuklären. Die Genueser Adresse, an die Sie die für
                    Garibaldi bestimmten Sachen schicken können folgt hier:</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><hi rendition="#c"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003998 http://viaf.org/viaf/90237116">J.
                            D. Canessa</persName> – Piazza Orechi Genova.</hi></p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">haben Sie aber die Güte,
                    doppelte Couverts zu machen, und an den Adressaten zu schreiben, dass er nur auf
                    Privatwege die Weiterbeförderung besorgen möge. Entschuldigen Sie meine wenigen
                    Zeilen durch das Unwohlsein in dem ich mich seit einiger Zeit befinde.</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><salute>Gruss und brüderlicher Handschlag
                    von</salute><signed>Ihrem<lb/>Th.Cuno</signed></closer>
                <postscript>
                    <p>Siehe <ref xml:id="df2c93c7-375a-4982-ac93-c7375ac982ea" corresp="#b486a492-c305-4013-86a4-92c305a01340" type="editorialNote">Fortsetzung</ref><note xml:id="b486a492-c305-4013-86a4-92c305a01340" corresp="#df2c93c7-375a-4982-ac93-c7375ac982ea" type="editorial"><ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0742895">Th.
                                    Cuno an Engels, 11.1.1872</ref></note>.
                        – </p>
                </postscript>
            </div>
        </body></text>
</TEI>