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            <titleStmt>
                <title><idno>515</idno>Wilhelm Liebknecht an Friedrich Engels in London. Leipzig,
                    Mittwoch, 13. September 1871</title>
                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                    <msIdentifier>
                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 1 d. 3004</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen grauweißem Papier. Auf der ersten Seite befindet sich das Schreiben von <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M7464058">G. Rübner an Engels vom 10.9.1871</ref>. Liebknecht hat die zweite und dritte Seite
                            vollständig, die vierte zu drei Vierteln beschrieben. Schreibmaterial:
                            schwarze Tinte. </p>
                       
                        <p>Aufdruck oben links auf der ersten Seite: „<hi rendition="#mPrint">Expedition / des / ‚ Volksstaat‘ / Leipzig. / Petersstrasse Nr.
                                18.</hi>“</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
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                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007983 http://d-nb.info/gnd/118572768">Wilhelm Liebknecht</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003610 http://www.geonames.org/2879139">Leipzig</placeName>
                    <date when="1871-09-13"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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                    <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M0459297"/>
                    <ref type="next" target="https://megadigital.bbaw.de/M2783718"/>
                </correspContext>
                <note>Zum Schreiben von <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M7464058">G.
                        Rübner an Engels, 10.9.1871</ref>.</note>
            </correspDesc>
        </profileDesc>
        
    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener>
                    <dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> den 13. Septbr.</dateline>
                    <salute sameAs="MBAnrede">Lieber Engels!</salute>
                </opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Soeben <ref xml:id="b5bf2020-9d14-48c0-bf20-209d14b8c09a" corresp="#d08bc7df-abd1-4f47-8bc7-dfabd16f47c2" type="editorialNote">Deinen Brief vom 11 d. <supplied cert="high">M.</supplied></ref><note xml:id="d08bc7df-abd1-4f47-8bc7-dfabd16f47c2" corresp="#b5bf2020-9d14-48c0-bf20-209d14b8c09a" type="editorial"><ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0459297">Engels
                                an W. Liebknecht, 11.9.1871</ref>.</note>
                    erhalten. Deine Grobheiten hättest Du an die richtige Adresse bringen können.
                    Übrigens wirst Du aus <ref xml:id="e416bfc0-3343-43ce-96bf-c0334343ce14" corresp="#fa57cec0-a235-434f-97ce-c0a235334f0c" type="editorialNote">meinem <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">gestr<ex>igen</ex></expan>
                            Brief</ref><note xml:id="fa57cec0-a235-434f-97ce-c0a235334f0c" corresp="#e416bfc0-3343-43ce-96bf-c0334343ce14" type="editorial"><ref target="https://megadigital.bbaw.de/M4082411">W.
                                Liebknecht an Engels,
                        12.9.1981</ref>.</note> auch gesehen haben, daß die
                        <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Verzög<ex>e</ex>rung</expan>
                    weder in <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Vergeßlichk<ex>eit</ex></expan> noch in Bummelei ihren Grund hatte.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Daß <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008654 https://d-nb.info/gnd/1048203719">O<ex>dger</ex></persName></expan> „100,000 Arbeiter“ hinter sich hat, und
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006981 http://d-nb.info/gnd/116701145"><expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">G<ex>ögg</ex></expan></persName> „Niemand“, kommt hier nicht in
                    Frage; es fragt sich bloß, welcher von beiden das <hi rendition="#u">bessre
                        Mitglied der <choice>
                            <sic>I.I.A.</sic>
                            <corr cert="high">I.A.A.</corr>
                        </choice></hi> ist – und da kann es keinen Augenblick zweifelhaft sein, daß
                        G<expan resp="editor" sameAs="dottet_underline"><ex>ögg</ex></expan> der im
                    kritischen Moment zur Fahne steht, ein tausendmal mehr werth ist, als O<expan resp="editor" sameAs="dottet_underline"><ex>dger</ex></expan> der im
                    kritischen Moment desertirt. Hoffentlich sind die „100,000 Arbeiter“ nicht mit
                    desertirt.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005477 http://d-nb.info/gnd/116102616"><expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">B<ex>ecker</ex></expan></persName> ist <hi rendition="#u">nicht offiziell
                        in die engere Partei aufgenommen</hi>; ich werde mir ihn stets vom Leib
                    halten, und den <pb/> Strick, der er um den Hals hat, nicht loslassen. Von
                    „Capazität“ habe ich nicht gesprochen, so viel ich mich erinnere – bloß von
                    Fähigkeit ein Blatt zu redigiren, und daß dazu keine „Capazität“ gehört, wirst
                    Du mir zugeben. Daß Becker kein „<hi rendition="#u">Verräther</hi>“ ist, dafür
                    habe ich <hi rendition="#u">Beweise</hi>,– so gute es überhaupt geben kann.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><ref xml:id="a1fe0a67-0688-4ed0-be0a-6706885ed0de" corresp="#ce1d8beb-8e95-4952-9d8b-eb8e95895275" type="editorialNote">Die Notiz betr. <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">d<ex>er</ex></expan> Geschichte <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">d<ex>er</ex></expan> Commune</ref><note xml:id="ce1d8beb-8e95-4952-9d8b-eb8e95895275" corresp="#a1fe0a67-0688-4ed0-be0a-6706885ed0de" type="editorial">Zur Notiz. In: Der Volksstaat. Leipzig. Nr. 73, 9.
                            September 1871 (<ref target="https://collections.fes.de/historische-presse/periodical/zoom/323527">Digitalisat</ref>).</note> kam auf vielfache Nachfragen hin.
                    Eine solche Arbeit ist absolut nothwendig, eben so war die Warnung vor
                    Sensationsschriften nothwendig. Inzwischen hast Du meinen gestrigen Brief
                    bekommen, in dem die Sache zur Sprache gebracht ist.–</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ueber den Grund unseres
                    Nichtkommens zur Conferenz scheint Ihr ganz im Unklaren zu sein. <hi rendition="#u">Wir dürfen Leipzig nicht verlassen</hi>, ohne <hi rendition="#u">Erlaubniß</hi> des Gerichts. Diese Erlaubniß bekommen wir
                    aber nicht für eine Reise nach London zu einer Conferenz der <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004811 https://d-nb.info/gnd/503624-0">I.A.A.</orgName>
                    <hi rendition="#u">Verschwiegen</hi>
                    <pb/>
                    <choice>
                        <sic>gen</sic>
                        <corr type="deleted"/>
                    </choice> wir aber den Reisezweck, und käme derselbe, wie 1000 gegen 1 zu
                    wetten, heraus, so würden wir sofort wieder eingesteckt und das Beweismaterial
                    gegen uns beträchtlich vermehrt. Im Spätherbst werde ich mir zu einer <hi rendition="#u">Geschäftsreise</hi> nach London in <hi rendition="#u">Privatangelegenheiten</hi> die Erlaubniß geben lassen – dann Näheres über
                    die deutschen Parteiverhältnisse.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ein neues Mandat können wir
                    nicht mehr ausstellen. Wohl oder übel mußt Du uns also vertreten.</p>
                
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><salute>Mit herzl<ex>ichen</ex> Grüßen an alle Parteigenossen in London</salute><signed>Dein<lb/>W. L.</signed>
                </closer>
            </div>
        </body></text>
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