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            <titleStmt>
                <title><idno>79</idno>Friedrich Engels an Carl Klein und Friedrich Moll in Solingen.
                    London, Freitag, 10. März 1871</title>
                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>BArch</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">SgY 31/920</idno></idno>
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                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der s/w-Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen Papier. Engels hat zwei Seiten vollständig und die dritte zu drei
                            Vierteln beschrieben; die vierte Seite blieb vermutlich
                            leer.</p>
                        <p/>
                    </physDesc>
                    <additional>
                        <listBibl>
                            <bibl>RGASPI f. 1 op. 1 d. 2779</bibl>
                        </listBibl>
                    </additional>
                </msDesc>
                <listWit>
                    <witness><bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/NLYXHEPM">Erstveröffentlichung: in
                            russischer Übersetzung: МЭС1 26 (1935). S. 96–97.</bibl>
                    </witness>
                    <witness><bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/38I66UYF">in der Sprache des Originals: МEW
                            33 (1966). S. 188–189.</bibl>
                    </witness>
                </listWit>
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        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
                    <date when="1871-03-10"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007684 1015030">Carl Klein</persName>
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002681">Friedrich Moll</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002443 http://www.geonames.org/2831580">Solingen</placeName>
                </correspAction>
            </correspDesc>
            <textClass>
                <keywords>
                    <term key="M0002585">Internationale Arbeiter-Assoziation (IAA, A.I.T.,
                        I.W.M.A.)</term>
                    <term key="M0003389">Deutsche Sozialdemokratie</term>
                </keywords>
            </textClass>
        </profileDesc>
        
    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> 122, Regents Park Road, N.W.<lb/>London, 10. März
                        1871.</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Liebe Freunde Klein &amp; Moll,</salute></opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Ihr habt Euch gewiß sehr
                    gewundert, auf <ref xml:id="c73398f9-b563-450c-b398-f9b563b50c0e" corresp="#b7661937-0e04-435e-a619-370e04635ea0" type="editorialNote">Eure Briefe vom Februar vorigen
                            Jahrs</ref><note xml:id="b7661937-0e04-435e-a619-370e04635ea0" corresp="#c73398f9-b563-450c-b398-f9b563b50c0e" type="editorial"><ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0888641">C.
                                Klein u. F. W. Moll an Engels, 28.2.1870</ref>
                            und
                                <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M8471479">F. W. Moll an Engels,
                                28.2.1870</ref>.</note> ohne Antwort zu
                    bleiben. Die Sache hatte aber verschiedne Gründe. Erstens hoffte ich von Tag zu
                    Tag in den Stand gesetzt zu werden Euch etwas Günstiges in Beziehung auf die
                        <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001655">Genossenschaft</orgName> mittheilen zu können was
                    aber nicht der Fall war &amp; auch seit Ausbruch des Kriegs nicht mehr zu
                    erwarten war. Zweitens war Euer Brief in einem solchen Zustand angekommen daß
                    ich keinen Zweifel hegen konnte daß die Post sich bemüht hatte den Inhalt zu
                    lesen, &amp; ich suchte daher eine Gelegenheit, namentlich aber seit dem Krieg,
                    dem Belagerungszustand &amp; den vielen Verhaftungen. Und endlich konnte ich
                    nicht wissen ob nicht während des Kriegs Ihr Beide zur Landwehr eingezogen
                    seid</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Jetzt findet sich
                    Gelegenheit den Brief nach Barmen zu besorgen von wo aus wohl wenig Gefahr ist,
                    &amp; so will ich sie benutzen <pb/> um <del rendition="#s">von Euch zu
                            hören<sic ana="#break-off"/></del> Euch ein Lebenszeichen zu geben &amp;
                    das versprochene <ref xml:id="be9050ca-6f0a-4278-9050-ca6f0a2278d7" corresp="#b9a945f1-4a01-4365-a945-f14a01136589" type="editorialNote">Porträt von mir
                            beizulegen</ref><note xml:id="b9a945f1-4a01-4365-a945-f14a01136589" corresp="#be9050ca-6f0a-4278-9050-ca6f0a2278d7" type="editorial">Die Beilage ist nicht
                            überliefert.</note>. Das von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009383 http://d-nb.info/gnd/138062315">Schapper</persName> der wie Ihr wißt voriges Jahr gestorben ist, habe ich
                    mir bis jetzt nicht verschaffen können, sobald ich eins bekommen kann, sollt Ihr
                    es haben.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Für die deutschen Arbeiter
                    fängt jetzt eine harte Zeit an; es scheint beschlossen zu sein daß sie das Opfer
                    abgeben sollen bei dessen Opferung die Junker &amp; die Bourgeoisie sich
                    versöhnen. Aber das macht nichts. Die Arbeiterbewegung ist auch in Deutschland
                    zu mächtig geworden als daß sie sich so einfach mit preußischen Kniffen
                    todtmachen ließe. Im Gegentheil, die Verfolgungen auf die wir uns gefaßt machen
                    müssen, werden uns vermehrte Kraft geben, &amp; wenn bei den jetzt
                    siegestrunkenen Bourgeois der Rausch verschlafen ist &amp; der Katzenjammer
                    anfängt, so wird sich auch wieder eine Gelegenheit finden wo unsre Partei
                    mitsprechen kann. Jedenfalls haben die deutschen Arbeiter durch ihre musterhafte
                    Haltung während des Kriegs bewiesen daß sie wissen worum <pb/> es sich handelt,
                    &amp; daß sie allein von allen Parteien eine richtige Einsicht in die Geschichte
                    unsrer Zeit haben, während mit den Bourgeois der Siegesrausch vollständig
                    durchgegangen ist.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ich wohne seit 5 Monaten
                    hier in London. Ob Ihr noch länger der <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004811 https://d-nb.info/gnd/503624-0">Internationalen
                        Arb. Association</orgName> anders als im Prinzip angehören könnt scheint
                    zweifelhaft
                    da man es zu
                    einem Verbrechen stempeln zu wollen scheint Mitglied dieser Association in
                    Deutschland zu sein. Jedenfalls verlaßt Euch drauf daß von
                    hier aus unter allen Umständen dafür gesorgt wird daß die Verbindung des
                    gesammten europäischen &amp; amerikanischen Proletariats wie sie seit 7 Jahren
                    angebahnt ist, nicht wieder zerfällt. Und das ist die Hauptsache.</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><salute>Mit Brudergruß &amp; Handschlag</salute><signed>Euer<lb/>F. Engels.</signed> </closer>
            </div>
        </body></text>
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