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            <titleStmt>
                <title><idno>354</idno>Louis Kugelmann an Karl Marx in London. Hannover, Sonntag,
                    30. Juli, und Dienstag, 1. August 1871</title>
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                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
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                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 2436</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen grauweißem Papier. Kugelmann hat drei Seiten
                            vollständig und die letzte Seite zu einem Drittel beschrieben.
                            Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                        <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung aller Seiten mit Bleistift:
                            „96a–d“.</p>
                        <p>Von Kugelmanns Hand: Anstreichungen am Rand.</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
                <listWit>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/VGJ7H8RT">Erstveröffentlichung: in
                            russischer Übersetzung: gekürzt:  Первый Интернационал в дни Парижской
                            Коммуны. Moskau 1942. S. 223/224.</bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print">Vollständig in der Sprache des Originals wird der Brief
                            hier erstmals veröffentlicht.</bibl>
                    </witness>
                    
                        
                    
                    
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        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007778 http://d-nb.info/gnd/119381311">Louis Kugelmann</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001901 http://www.geonames.org/2910831">Hannover</placeName>
                    <date from="1871-07-30" to="1871-08-01" cert="high"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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                    <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M2820419"/>
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    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Hannover, 30. Juli
                        1871.</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Mein hochverehrter, lieber
                        Freund!</salute></opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Wenn ich geglaubt hätte,
                    daß Dir meine Mittheilungen Freude machen, oder Dich interessiren könnten, so
                    würde ich nicht so lange geschwiegen haben. — Die hiesigen Zustände schildern
                    Dir die Zeitungen vollkommen naturgetreu, ich habe nichts hinzuzufügen. Die
                    Bourgeoisie schwelgt in einem Meere von Chauvinismus u. die andern Classen
                    laboriren genügend an der durch „unsere glorreichen Erfolge“ gesteigerten
                    Misère, um einstweilen außer Frage zu bleiben, d. h. sich bemerklich zu machen.
                    —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Wenn ich nun den Muth
                    behalten soll, Dich mit meinen Zuschriften zu belästigen, muß ich in der That,
                    bisweilen eine <hi rendition="#u">Antwort</hi> bekommen, nicht nur ein paar
                    Zeilen von Deiner Hand. Ich muß wissen, was Du über die, von mir ausgesprochenen
                    Ansichten denkst. Allerdings wünsche ich auch dadurch meine Anschauungen zu
                    klären. —</p></div>
            <div type="writingAct">
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">⅛. Daraus darfst Du aber bei
                    Leibe nicht glauben, daß ich mit Dir schmolle oder Brief von Dir beanspruche.—
                    Ich weiß wohl was Deine Thätigkeit bedeutet, ich wollte Dir nur nicht lästig
                    werden, oder Dich durch
                    Expectorationen verstimmen, die Du vielleicht mißbilligst.
                    —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Nunmehr hast Du mich aber
                    provocirt u. so mag’s denn in Gottes Namen los gehen. —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Die Entwicklung der Dinge
                    beweist mir zur Genüge, was Du neulich sagtest, daß die Niederlage der Commune
                    nicht in den allgemeinen gesellschaftlichen Verhältnissen in Frankreich
                    begründet ist. Diese Versammlung in Versailles ist Beweis genug für die
                    vollkommene Abgelebtheit der bürgerlichen Partheien. (Dasselbe gilt vom
                    deutschen Reichstag u. dem österreichischen.)</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Was ich <hi rendition="#u">nicht</hi> einsehe ist Deine weitere Behauptung, daß der Sieg der
                    Versailler durch „die Gutmüthigkeit“ des Centralcomites veranlaßt ist.— Diesen
                    suche ich vielmehr in der <hi rendition="#u">Unklarheit</hi> der leitenden
                    Personen. — Ist man sich großer Ziele <hi rendition="#u">bewußt</hi>, werden <pb n="2"/> diese nicht nur <hi rendition="#u">instinctiv</hi> <hi rendition="#uu">gefühlt</hi>, dann scheut man auch nicht vor der momentan
                    übelen Nachrede zurück, wie hier <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">z<ex>um</ex></expan>
                    <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">B<ex>eispiel</ex></expan> den
                    Bürgerkrieg angefacht zu haben.
                    Alle großen
                    gesellschaftlichen Umwälzungen resultiren in letzter Instanz aus dem <hi rendition="#u">Bürgerkriege</hi>. Andere Kriege hemmen die
                    Civilisation meist mehr, als sie diese fördern, bestimmt gilt dies von Kriegen
                    unter Nationen mit bürgerlich entwickelter Production. — Ist demnach
                    Unwissenheit des Proletariats in Bezug auf Physiologie u. Pathologie der
                    modernen Gesellschaft Ursache seiner Knechtung, so muß <hi rendition="#u">theoretische Aufklärung</hi> der nothwendige Vorläufer einer exacten u.
                    sicheren Therapie sein. — Ich weiß, daß ehe es eine exacte Medicin gab (u.
                    eigentlich gibt es eine solche noch heute nicht) man sich mit einer empirischen
                    Heilkunde behalf u. manches Gute leistete, das erst später seine theoretische
                    Erklärung fand, aber einen sicheren Grund fanden wir erst durch Einsicht in
                    Naturgesetze. —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Gäbe es nun einen Mann von
                    hinreichendem Wissen, von genügender Verstandesschärfe, voll glühender
                    Begeisterung für die größte Sache, die die Menschheit je bewegte, gäbe es eines
                    solchen Mann, der im Stande wäre „<hi rendition="#u">das Bewegungsgesetz der
                        modernen Gesellschaft zu enthüllen</hi>“ (stolzes erhabenes Wort!) hätte
                    dieser herculische Mann Selbstüberwindung genug, sich <hi rendition="#u">allen
                        Einflüssen</hi> zu entziehen, die seine Thätigkeit von diesem <hi rendition="#u">einen</hi> großen Ziele ablenken, mag dieselbe in begrenztem
                    Kreise noch so segensreich sein, er allein wäre im Stande die Schmerzen u. die
                    Leiden ganzer Generationen abzukürzen indem er ihnen eine Leuchte der
                    Wissenschaft anzündet, die ihren dunkeln Weg erhellt u. das Geschmeiß elender
                    Feinde geblendet zurückscheucht. — Und dieser <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0011201 http://d-nb.info/gnd/118639552">Hercules</persName> lebt wirklich, aber anstatt, wie es seine Aufgabe ist,
                    dem <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M3107880 https://d-nb.info/gnd/124787614">Thanatos</persName> seine edle Beute zu entreißen,
                    führt ihn eine unselige Combination von Umständen dazu die Ställe des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010554 1001403">Augias</persName> reinigen zu wollen. — <pb n="3"/> Erschöpft
                    sich diese Kraft in Detailarbeiten, wer weiß wann der andere aufstehen wird,
                    fähig ihn zu ergänzen. — Ich beneide <ref xml:id="ab71e09c-ee3d-452e-b1e0-9cee3d152edb" corresp="#bf9bd05c-53fe-4153-9bd0-5c53fef15370" type="editorialNote">Friedrich
                            den Weisen</ref><note xml:id="bf9bd05c-53fe-4153-9bd0-5c53fef15370" corresp="#ab71e09c-ee3d-452e-b1e0-9cee3d152edb" type="editorial"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M5022212 https://d-nb.info/gnd/11853579X">Friedrich III. (Sachsen)</persName> bzw. Anspielung
                            auf Friedrich Engels?</note>.—</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; " rendition="#mMM">Dir u.
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Staff</persName> meinen Dank für die Drucksachen,
                    namentlich für <ref xml:id="d975acf1-dd4e-4b35-b5ac-f1dd4eeb3599" corresp="#e8c5face-f0b7-42ae-85fa-cef0b772aed8" type="editorialNote">die
                            Adressen über den „Bürgerkrieg“</ref><note xml:id="e8c5face-f0b7-42ae-85fa-cef0b772aed8" corresp="#d975acf1-dd4e-4b35-b5ac-f1dd4eeb3599" type="editorial">Gemeint ist „Der Bürgerkrieg in Frankreich.
                            Adresse des Generalrats der Internationalen Arbeiterassoziation an alle
                            Mitglieder in Europa und den Vereinigten Staaten“ – erschienen zunächst
                            in englischer Sprache (<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/Q8PAC3PL">„The Civil War in France“</bibl>, London 1871); der
                            Erstdruck der deutschen Übersetzung durch Engels erschien als <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/SGIVMSDU">Artikelserie im
                                „Volksstaat“ vom 28. Juni bis 29. Juli 1871</bibl>.</note>. —
                    Wie stehts eigentlich im Generalrath? Über die Affaire mit <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008654 https://d-nb.info/gnd/1048203719">Odger</persName> u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008083 1017256">Lucraft</persName>, weiß ich nicht mehr, als
                    in der <bibl type="periodika" corresp="">F<ex>rank</ex>f<ex>u</ex>rt<ex>e</ex>r
                        Zeitung</bibl>
                    stand.
                        <ref xml:id="b1a90af9-bafd-489c-a90a-f9bafd189ca9" corresp="#c94b93a7-a6a5-4ca0-8b93-a7a6a53ca0be" type="editorialNote">Daß diese Herren nicht mehr im Generalrath, erseh
                            ich aus der zweiten Auflage der <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/Q8PAC3PL">Adresse</bibl></ref><note xml:id="c94b93a7-a6a5-4ca0-8b93-a7a6a53ca0be" corresp="#b1a90af9-bafd-489c-a90a-f9bafd189ca9" type="editorial">In
                            der zweiten Auflage waren in den Unterschriften der
                            Generalratsmitglieder Benjamin Lucraft und George Odger gestrichen
                            worden, die aus dem Generalrat ausgetreten waren (s. hierzu <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/NVX83Y6T">MEGA I/22</bibl>. S.
                            565–566 und 568–569; S. 972–975).</note>. —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; " rendition="#mMM"><ref xml:id="a8f17e15-16bd-433c-b17e-1516bd633c6b" corresp="#e299bad1-8f20-4fc9-99ba-d18f20bfc917" type="editorialNote">Ich sende Dir 3 NN<hi rendition="#sup">o</hi>. des
                                <bibl type="periodika" corresp="">„Volkswille“</bibl> wegen
                            des Artikels über die „Prostitution“</ref><note xml:id="e299bad1-8f20-4fc9-99ba-d18f20bfc917" corresp="#a8f17e15-16bd-433c-b17e-1516bd633c6b" type="editorial">Die Prostitution. In: Der Volkswille. Wien. Nr.
                            27–30, 32, 8. Juli 1871–12. August,1871.
                            Die Beilage ist nicht überliefert.</note>. Ich denke es freut
                    Dich, wenn Du siehst, daß Deine Arbeiten nützen. Bekommst Du dies Blatt? Sonst
                    kann ich es Dir, wenn interessant, schicken. — </p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; " rendition="#mMM">Willst Du
                    auch noch deutsche Ztgn haben? <ref xml:id="d7b36f55-465b-41d2-b36f-55465b71d200" corresp="#bbc14113-a545-4028-8141-13a545f028b8" type="editorialNote">Ich sende Dir die <bibl type="periodika" corresp="">Fftr Ztg</bibl> fast
                            vollständig</ref><note xml:id="bbc14113-a545-4028-8141-13a545f028b8" corresp="#d7b36f55-465b-41d2-b36f-55465b71d200" type="editorial">Die Beilage ist nicht
                            überliefert.</note>, weil Du mich darum ersuchtest. — Haben wir
                    bald etwas aus Deiner Feder „über Deutschland“ zu erwarten?</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; " rendition="#mMM">Vor einigen
                    Tagen hatten wir Brief von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008235  http://d-nb.info/gnd/118728997">Jennychen</persName> u. ich freue mich von ihr zu hören, daß
                    es ihr immer besser geht. Ich war hoch erfreut über sie, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007810 http://d-nb.info/gnd/118568671">Paul</persName> u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007809 http://d-nb.info/gnd/118725904">Laura</persName>,
                    derentwegen ich nicht ohne Besorgniß war, beruhigt zu werden. —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><ref xml:id="a03dd917-e2e7-4b70-bdd9-17e2e7db7068" corresp="#edf30409-b4bf-4ff0-b304-09b4bf8ff09a" type="editorialNote">Das Zettelchen an <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007983 http://d-nb.info/gnd/118572768">Liebkn.</persName>
                                sandte ich sofort</ref><note xml:id="edf30409-b4bf-4ff0-b304-09b4bf8ff09a" corresp="#a03dd917-e2e7-4b70-bdd9-17e2e7db7068" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M2820419">Marx an
                            Kugelmann, 27.7.1871</ref> und Erl.</note> „<hi rendition="#u">recommandirt gegen Empfangschein</hi>“. Letzteren noch nicht erhalten.—</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><ref xml:id="b650706e-a130-44ae-9070-6ea13044aedc" corresp="#cd61ace6-b47f-4d0d-a1ac-e6b47f0d0da5" type="editorialNote">Dank
                            für Deine Notiz über die „Tiftelei“ u. „Aufbrummung“ mit der <bibl type="periodika" corresp="">Pall-Mall
                            Gazette</bibl>.</ref><note xml:id="cd61ace6-b47f-4d0d-a1ac-e6b47f0d0da5" corresp="#b650706e-a130-44ae-9070-6ea13044aedc" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M2820419">Marx an
                                    Kugelmann, 27.7.1871</ref> und Erl.</note> Die Sache befremdete mich allerdings.— Bitte, gieb mir solche
                    Aufklärungen doch immer so früh wie möglich. Wenn man Dich darüber anzapft, kann
                    ich antworten. —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">Gertrud</persName> u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007776 http://viaf.org/viaf/887144647720821499639">Fränzchen</persName> waren
                    3 Wochen in Königswinter, sind <pb n="4"/> jetzt in Bielefeld u. werden
                    übermorgen zurückkehren.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Am 12. d. M. denke ich auf
                    4 Wochen in’s Salzkammergut u. nach Tirol zu gehen. — Während der Zeit wirst Du
                    dann keine Zeitungen von mir bekommen, wenn ich nicht vielleicht unterwegs etwas
                    für Dich finde. —</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Sage Deiner lieben <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008236 http://d-nb.info/gnd/118578510">Frau</persName> herzlichen Dank für
                    ihren
                    liebenswürdigen Brief an mich u. entschuldige mich, daß ich
                    ihr erst jetzt sage, wie sehr wir uns immer über ihre frischen, lebendigen
                    Schilderungen freuen. —</p>
                
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><salute>Adieu, mein lieber Freund!
                    Behalte lieb</salute><signed>Deinen<lb/>LKugelmann,<lb/>Dr</signed> </closer>
            </div>
        </body></text>
</TEI>