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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>194</idno>Jenny Marx an Friedrich Engels in Manchester. London,
                    Dienstag, 12. Juli 1870</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">L 3851/F 19. Fotosign. 3209a-d</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen weißem, leicht vergilbtem Papier. Jenny
                            Marx hat die ersten drei Seiten vollständig, die vierte Seite zu drei
                            Vierteln beschrieben. Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes mit Bleistift: „F19“.</p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 6 op. 1 d. 71</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
            <listWit>
               <witness>
                  <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/MYHFKSKB">Erstveröffentlichung:
                                MEGA<hi rendition="#sup">1</hi> (1931). S.
                        338–339.</bibl>
               </witness>
            </listWit>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008236 http://d-nb.info/gnd/118578510">Jenny Marx</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
               <date when="1870-07-12"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004039 http://www.geonames.org/2643123">Manchester</placeName>
            </correspAction>
            <note>Zur
                    Datierung: Die Datierung folgt der
                    Erstveröffentlichung: „[1870 Juli 12(?)]“.</note>
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002134">Privates - Engels (Familie, Geschäfte, Reisen)</term>
               <term key="M0002227">Privates - Marx (Familie, Gesundheit, Finanzen)</term>
            </keywords>
         </textClass>
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   <text><body>
         <div type="writingAct">
            <opener>
               <dateline sameAs="MBDatumszeile">
                  <pb/> Dienstag Abend,</dateline>
               <salute sameAs="MBAnrede">Mein lieber Herr Engels,</salute>
            </opener>
            <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Eben komme ich von einer
                    neuen Untersuchungsreise heim u. eile Ihnen gleich Bericht abzustatten. <ref xml:id="d5197939-6a81-4c1f-9979-396a810c1f2f" corresp="#f483bd9b-c295-4d9f-83bd-9bc2953d9f09" type="editorialNote">Ich habe jetzt ein Haus gefunden</ref><note xml:id="f483bd9b-c295-4d9f-83bd-9bc2953d9f09" corresp="#d5197939-6a81-4c1f-9979-396a810c1f2f" type="editorial">Engels siedelte am 20. September 1870 von
                            Manchester nach London über (siehe
                                <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0483680">E. Dupont an Marx,
                            19.9.1870</ref>
                     ) und war im Vorfeld auf der Suche
                            nach einem geeigneten Haus.</note>, das uns alle entzückt wegen
                    seiner wunderschönen freien Lage. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008235  http://d-nb.info/gnd/118728997">Jenny</persName> u.
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008229 http://d-nb.info/gnd/118745913">Tussy</persName> waren eben mit u. beide finden es
                    besonders nett. Es ist natürlich wegen der Lage und innern Einrichtung etwas
                    theurer als die Shrewsbery Villa für die der Mann durchaus 55 £ haben will.
                    Unser jetziges Haus kostet 60 £. <hi rendition="#u">Es ist dicht am Primrose
                        Hill,</hi> so daß alle front Zimmer die herrlichste, freiste Aussicht u.
                    Luft haben. Dabei ringsherum in den Seitenstraßen Shops aller Art, so daß Ihre
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005864 http://viaf.org/viaf/5492147665828360670003">Frau</persName> sich alles selbst besorgen kann.
                    Nun die innre Einrichtung, <pb/> Souterrain Große, hübsche Küche mit großem
                    Heerd. Daneben ein sehr geräumiges Badezimmer mit großer Badewanne u. Cheminée,
                    backkitchen, Schränke aller Art, coalcellar u. ein <hi rendition="#u">tiefer
                        liegendes Verließ,</hi> das, obgleich es im Augenblick noch keine Bretter
                    hat, doch ein sehr guter, kühler Weinkeller werden könnte, kleiner, sehr kleiner
                    Garten, nicht größer als zum Aufhängen von Wäsche etc. Dann
                    rez
                    de chaussée 2 sehr nette Stuben durch Flügelthüren getrennt;
                    die hintere hat statt der Fenster ein besonders hübsches greenhouse oder, wenn
                    Sie wollen, Doppelfenster, was das Zimmer sehr hell u. freundlich macht. Belle
                    étage vorn heraus ein sehr schönes großes Zimmer u. daneben ein kleineres, keine
                    Flügelthüren. 2<hi rendition="#sup">te</hi> Stock 3 Bedrooms <pb/> 2 sehr
                    geräumig, das dritte etwas kleiner, alles in vollem repair. Die zwei untern
                    Stuben werden eben tapezirt. Ich glaube Sie können kaum ein bessres Haus finden
                    u. ich bin überzeugt, daß es Ihrer Frau sehr gefallen wird. Es liegt gar zu
                    heiter u. amüsant. Man braucht kaum aus dem Hause zu gehn, um im Freien zu sein
                    u. Tausende von Menschen zu sehn.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Es ist natürlich von der
                    größten Wichtigkeit, daß Sie u. Ihre <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005864 http://viaf.org/viaf/5492147665828360670003">Frau</persName> es
                    selbst sehn u. zwar so schnell als möglich, da ein so gut gelegenes Haus sicher
                    schnell abgeht. Sollte es Ihnen aber nicht zusagen, so habe ich noch 2 andre in
                    der Nähe aufgefunden, die aber nicht so freundlich gelegen sind. Es wäre am
                    besten wenn Ihre Frau gleich mitkäme u. sich selbst die Sache ansähe. Sie wissen
                    daß wir alle herzlich <pb/> froh sind, sie bei uns zu sehn. Schreiben Sie gleich
                    darüber, so daß wir wissen ob wir uns noch mehr umsehn sollen oder ob Sie kommen
                    wollen.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ich will diese Zeilen gern
                    noch heute Abend zur Post besorgen, damit Sie gleich im Lauf des Tages sich die
                    Sache überlegen können.</p>
            <closer sameAs="MBUnterschrift">
               <salute>Daher ein flüchtiges
                    Lebewohl von</salute>
               <signed>Ihrer<lb/>Jenny Marx</signed>
            </closer>
         </div>
      </body></text>
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