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            <titleStmt>
                <title><idno>390</idno>Theodor Koll an Karl Marx in London. London, frühestens
                    Donnerstag, 10. August 1871</title>
                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
                    </persName>
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                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
                </respStmt>
            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 2459</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen weißem Papier. Koll hat drei Seiten vollständig
                            beschrieben, die vierte Seite blieb leer. Schreibmaterial: schwarze
                            Tinte.</p>
                        <p>Archivsignatur des Moskauer Marx-Engels-Instituts (IMĖ) auf allen
                            beschriebenen Seiten mit Bleistift: „Rj 363a–c“.</p>
                        <p>Die Schreibweise wurde im nicht berichtigt.</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
            </sourceDesc>
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        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M5181444">Theodor Koll</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
                    <date when="1871-08-10"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
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                    <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M4595905"/>
                </correspContext>
                <note>Zur Datierung: Die Datierung ergibt sich aus dem vorausgegangenen Brief von
                        <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M4595905">Marx
                        an Th. Koll, 10.8.1871</ref>. Zum Vorgang siehe auch <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M2758591">F.
                        Leßner an Marx, 8.8.1871</ref> und <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M7178247">F.
                        Czilinsky und Chr. Winand an  Marx,
                    15.8.1871</ref>.</note>
            </correspDesc>
        </profileDesc>
        
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    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> 14 Duke Street<lb/>Portland
                        Place<lb/>W.</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Bürger Marx!</salute></opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; "><ref xml:id="de8bd7a4-1612-4cac-8bd7-a41612acac88" corresp="#e12de574-4bdb-4bf7-ade5-744bdbabf745" type="editorialNote">Einliegend übersende ich Ihnen einen Brief</ref><note xml:id="e12de574-4bdb-4bf7-ade5-744bdbabf745" corresp="#de8bd7a4-1612-4cac-8bd7-a41612acac88" type="editorial">Die Beilage ist nicht überliefert.</note>
                    den wir von Pest erhalten haben, woraus Sie ersehen werden das die dort sich
                    befindenden Arbeiter, obgleich der Strike beendet, dennoch in einer sehr
                    drückenden Lage sind; und das 49 von Ihnen in der Gefangenschaft schmachten, die
                    Anwesenden fremden von der Pol<ex>i</ex>zei fortgeschaft wurden und der noch
                    übrige theil aus furcht wieder anfing zu arbeiten das ferner eine anzahl von den
                    gefangenen Familien Väter sind deren Weiber und Kinder sie zu unterstützen haben
                    und ein gewißes devecit übrig blieb zu zahlen und uns daher ersuchen Ihnen jede
                    wo mögliche unterstützung zu gewähren, und zu diesen Zweck wurde auch eigentlich
                    das Geld für sie gesammelt.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><pb/>Um nun auf das
                    Geld selbst wieder zurükzukommen muß ich Ihnen mittheilen das es mir wirklich
                    außer ordentlich leid thut das es für Sie so manche unannehmlichkeiten
                    hervorgebracht hat die ich leider nicht voraussehen konte und die ich Sie bitte
                    mir zu entschuldigen, die aber, wie ich aus <ref xml:id="a6463030-5c13-4d63-8630-305c138d6365" corresp="#b2257205-5c9f-4281-a572-055c9fb2811f" type="editorialNote">Ihren
                            Schreiben</ref><note xml:id="b2257205-5c9f-4281-a572-055c9fb2811f" corresp="#a6463030-5c13-4d63-8630-305c138d6365" type="editorial"><ref target="https://megadigital.bbaw.de/M4595905">Marx
                                an Th. Koll, 10.8.1871</ref>.</note> zu sehen glaube,
                    wahrscheinlich in der vergeßenheit unsers Bürger <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002740  http://d-nb.info/gnd/11857213X">Lessners</persName> ihren ursprung haben, indem er Ihnen nicht, wie glaube,
                    die sache vollkommen mittheilte wie sie wahr; und ich muß Ihnen daher, sowohl
                    für meine wie Ihre Rechtfertigung die sache mit kurzen worten erklären.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "> Nemlich als wir das Geld
                    durch Listen auf den Werkstellen und in andern wie auch in unsern <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001969 https://d-nb.info/gnd/2058087-3">Verein</orgName> gesamelt hatten, wurde es <hi rendition="#u">mir</hi>, (mit den auftrag es so schnell und billig als möglich nach Pest
                    zu besorgen) übergeben, da ich nun aber mit diesen <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Geldschiken</expan> angelegenheiten
                    schlecht-bewandert bin so dachte ich an Sie und sagte zu Leßner, Du glaubst Du
                    das Bürger Marx mir den gefallen thun würde und dieses Geld für <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">mi<ex>c</ex>h</expan> im namen des
                    Vereins nach Pest schicken? Gewiß, sagte er, und händigte Ihn hierauf das Geld
                    und den Brief mit der <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Ad<ex>resse</ex></expan> ein. </p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><pb/> Was ich nun denke, ist
                    das <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002740  http://d-nb.info/gnd/11857213X">Leßner</persName> Ihnen dieses nicht gesagt hat und
                    Sie daher natürlicherweise glaubten es sei Ihnen vom <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001969 https://d-nb.info/gnd/2058087-3">Verein</orgName> aus zugesandt was, wie Sie aus vorhergehenden sehn nicht
                    der fall wahr, ich daher bin also dem Verein gegenüber den verantwortliche
                    dafür, und der Verein verlangt nun von mir (und zwar nicht mit unrecht) das ich
                    das geld wiederschaffe, Sie sehn nun hieraus in welcher lage ich selber dadurch
                        <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">gekomme</expan> bin und bitte
                    Sie nun mir doch dieses sobald als möglich durch ein P.O.O. zahlbar in Great
                    Portland St. zuzusenden damit die Leute im Verein es selbst <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">abschiken</expan> können an wem Sie wollen;
                    schließlich noch eine kleine bemerkung wegen Ihres austrits ich hoffe das nicht
                    etwa eine Beleidigung von mir, (die von mir unbewußter hätte geschehen könne)
                    Ihnen zu diesem schritte bewogen hat, sollte dieses jedoch der fall sein so
                    bitte mir zu Entschuldigen und hoffe das Sie nach wie vor sich an unsern Verein
                    betheiligen werden und Sie um baldige antwort, bittend verbleibe.</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift">
                    <signed>Ihr<lb/>Achtungsvoll<lb/>Theodore Koll.</signed></closer>
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                    <p>
                        <lb/>P. S.<lb/>Bitte schicken Sie mir doch den <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">einligenden</expan> wieder mit zurück </p>
                </postscript>
            </div>
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