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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>222</idno>Eugen Oswald an Karl Marx in London. London, Samstag, 30.
                    Juli 1870</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">D 3581/D VI 186. Fotosign.
                            8526a–b</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen weißem Papier. Oswald hat die ersten
                            drei Seiten vollständig, die vierte Seite etwa zur Hälfte beschrieben.
                            Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes mit Bleistift: „186“.</p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 1 op. 5 d. 2152</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008735 http://d-nb.info/gnd/117159565">Eugen Oswald</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
               <date when="1870-07-30"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002585">Internationale Arbeiter-Assoziation (IAA, A.I.T.,
                        I.W.M.A.)</term>
               <term key="M0001907">Arbeiterparteien und -vereine</term>
               <term key="M0002313">Gesellschaftsleben/Exilantenleben in London u. Manchester
                        (Schiller-Anstalt, Arbeiter-Bildungsverein, Albert-Club, Versammlungsabende
                        u. ä.)</term>
               <term key="M0001544">Ökonomie</term>
               <term key="M3079638">Krieg Deutschland-Frankreich</term>
               <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
               <term key="M0002997">Journalismus/Publizistik</term>
               <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
            </keywords>
         </textClass>
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   <text><body>
         <div type="writingAct">
            <opener>
               <dateline sameAs="MBDatumszeile">
                  <pb/> 39 Gloucester Crescent<lb/>Regent’s Park<lb/>N. W.<lb/>30
                        Juli 1870.</dateline>
               <salute sameAs="MBAnrede">Geeherter Herr</salute>
            </opener>
            <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Ihre Abwesenheit von unsrer
                    Versammlung am Donnerstag hab’ ich sehr bedauert. Indessen hielt mich für
                    berechtigt, <ref xml:id="cf77420a-8763-4a88-b742-0a87636a88da" corresp="#b28d911a-1cb1-4305-8d91-1a1cb1c305af" type="editorialNote">Ihren
                            Brief</ref><note xml:id="b28d911a-1cb1-4305-8d91-1a1cb1c305af" corresp="#cf77420a-8763-4a88-b742-0a87636a88da" type="editorial">
                     <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M6541222">Marx an E. Oswald,
                                26.7.1870</ref>.</note> den Anwesenden, worunter <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005613 http://d-nb.info/gnd/118663704">Louis Blanc</persName>, mitzutheilen; er erwecke allgemeine
                    Befriedigung.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">
               <ref xml:id="efb30d9c-c335-4621-b30d-9cc3350621c0" corresp="#c46a2a81-b983-48ed-aa2a-81b983f8edfa" type="editorialNote">Im gestrigen <bibl type="periodika" corresp="">Echo</bibl>
                            sehe ich einen <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/STBNTCT7">Abriß</bibl> Ihrer <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/ECY6UZ5N">Verkündigung</bibl>
                     .</ref><note xml:id="c46a2a81-b983-48ed-aa2a-81b983f8edfa" corresp="#efb30d9c-c335-4621-b30d-9cc3350621c0" type="editorial">Siehe Erl. in <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/AE939SQE">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> I/21</bibl>. S. 1597.</note> Ich
                    denke, Sie haben das Ganze in Form eines fliegenden Blattes in verschiedenen
                    Sprachen gedruckt, und erbiete mich in diesem Fall zu seiner Verbreitung
                    beizutragen. Es fehlt mir dazu keineswegs an Gelegenheit, und Sie können mir
                    ganz wohl fünfhundert und selbst tausend Exemplare anvertrauen.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Daß wir in ökonomischen
                    Fragen, von denen ich übrigens weit weniger verstehe als Sie, wahrscheinlich
                    ziemlich weit auseinandergehen, hat mit einem Zusammenwirken in dieser
                    hochwichtigen Sache natürlich nichts zu schaffen. </p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">
               <pb/> Ebensowenig brauchen
                    solche Meinungsverschiedenheiten einem freundlichen und achtungsvollen
                    persönlichen Zusammentreffen im Wege zu stehen. Ich verlange nicht, wie doch
                    meistens unsre Deutschen thun, daß man meiner Meinung sei; und wünsche nur
                    Reciprocität in dieser Beziehung. Ueberall suche ich mehr Berührungspunkte, als
                    Trennendes, was sich ohnehin Einem aufdrängt.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ich bitte Sie also zu
                    glauben, daß ich bereits bei Ihnen vorgesprochen hätte, um mit Ihnen über die
                    vorliegende Sache zu sprechen, wär’ ich nicht seit vierzehn Tagen unaufhörlich
                    beschäftigt bis tief in die Nacht oder vielmehr den Morgen. Ich behalte mir dies
                    vor, aber einstweilen ersuche ich Sie morgen, Sonntag, um elf Uhr sich hier
                    einzufinden, da <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/JUAX9P7Z">die
                        Adresse</bibl>
               ,
                    mit den in letzter Sitzung beliebten
                    Mo<pb/>dificationen
                    zur Verlesung, und ich hoffe zur Unterschrift kommen wird. Daß Sie die <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/ECY6UZ5N">Ihrige</bibl> bereits
                    erlassen, braucht, glaub’ ich, kein Hinderniß zur Unterzeichnung auch der
                    unsrigen zu sein, sofern diese, wie ich hoffe, Ihnen zusagt. Aber auch wenn Sie
                    dies etwa nicht zugeben, wird doch Ihre Anwesenheit uns sehr werthvoll sein,
                    namentlich eben weil Sie das Beispiel gegeben haben, und weil Sie ein
                    Gegengewicht gegen einige brave Leute agieren werden, die über patriotischen
                    Erinnerungen und Lamentationen der Vergangenheit nicht zum frischen Blick in die
                    Gegenwart und der tüchtigen Arbeit an der Zukunft kommen.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Lassen Sie mich also auf Sie
                    zählen.</p>
            <closer sameAs="MBUnterschrift">
               <signed>Mit freundlicher Hochachtung<lb/>Ihr
                    ergebener<lb/>EugOswald.</signed>
            </closer>
            <postscript>
               <p>
                  <pb/> Lassen Sie mich Ihnen ein Exemplar einer <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/YHTMHULS">Schrift über
                            Austria</bibl> zusenden, die ich vor zwei Jahren veröffentlicht, und
                        deren beide Schlußkapitel jetzt wieder ein directes Interesse haben: es wäre
                        mir lieb, wenn Sie die Zeit fänden, Sie zu lesen. </p>
            </postscript>
         </div>
      </body></text>
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