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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>49</idno>Sigismund Ludwig Borkheim an Karl Marx in London. London,
                    Freitag, 4. März 1870</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">D 547/D I 215. Fotosign.
                            9951a–c</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen graublauem Papier. Borkheim hat die ersten drei Seiten vollständig
                            beschrieben, die vierte Seite ist leer. Schreibmaterial: schwarze
                            Tinte.</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes mit Bleistift: „215“.</p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 1 op. 5 d. 2093</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005708  http://d-nb.info/gnd/127609342">Sigismund Ludwig Borkheim</persName>
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               <date when="1870-03-04"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
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            <note/>
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002313">Gesellschaftsleben/Exilantenleben in London u. Manchester
                        (Schiller-Anstalt, Arbeiter-Bildungsverein, Albert-Club, Versammlungsabende
                        u. ä.)</term>
               <term key="M0002227">Privates - Marx (Familie, Gesundheit, Finanzen)</term>
               <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
               <term key="M2481952">Russische Sprache</term>
               <term key="M0004229">Panslawismus</term>
               <term key="M0004394">Russland</term>
               <term key="M0002306">Zeitungen der IAA</term>
               <term key="M0001282">Deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften in
                        Großbritannien</term>
            </keywords>
         </textClass>
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   <text><body>
         <div type="writingAct">
            <opener>
               <dateline sameAs="MBDatumszeile">
                  <pb/> 4<hi rendition="#sup">ten</hi> März
                        1870.</dateline>
               <salute sameAs="MBAnrede">Lieber Marx,</salute>
            </opener>
            <p sameAs="MBTextohneEinzug">Ich selbst bin abgebrannt. <ref xml:id="ea01137b-359b-4edd-8113-7b359b5edd1d" corresp="#f393021f-0b1f-46a5-9302-1f0b1f36a57a" type="editorialNote">Ihre Vermuthung ist richtig.</ref><note xml:id="f393021f-0b1f-46a5-9302-1f0b1f36a57a" corresp="#ea01137b-359b-4edd-8113-7b359b5edd1d" type="editorial">Es
                            ist zu vermuten, dass Borkheim einen Brief von Marx
                        beantwortet.</note> Grade bin ich mit neuer Herrichtung beschäftigt,
                    werde auch am Montag in mein neues Office einrücken, 9. Billiter Square; muß
                    also viele baare Auslagen machen. Jedoch am Montag <hi rendition="#u">oder
                        Dienstag</hi> kann ich Ihnen das Geld geben; also nicht später als Dienstag
                    Nachmittag und vielleicht schon Montag früh. Zahlen Sie mir dann nur bestimmt
                    diese £ 10. <ref xml:id="f50d2f95-5abd-4db0-8d2f-955abd6db069" corresp="#e42c5a52-165a-4ff7-ac5a-52165adff735" type="editorialNote">nach
                            Ostermesse</ref><note xml:id="e42c5a52-165a-4ff7-ac5a-52165adff735" corresp="#f50d2f95-5abd-4db0-8d2f-955abd6db069" type="editorial">Die Leipziger Oster- bzw. Jubilatemesse begann am
                            dritten Sonntag nach Ostern (Jubilate); ihre Kerndauer betrug in der
                            Regel 8 Tage.</note> zurück. Die andere Schuld im Betrage von
                    £ 45. schlage ich vor zu konsolidiren und bitte Sie mir anzugeben, <hi rendition="#u">wann</hi> Sie es zurückzahlen wollen und in welchen Theilen,
                    wenn nicht das Ganze auf einmal; also sagen wir in 3 gleichen Theilen von 6 zu
                    6 Monaten. Sobald ich Ihre Zustimmung habe, werde ich die <hi rendition="#u">Papierchen</hi> demgemäß ausschreiben.</p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">Тайга (тайга) ist in Mittel und Südsibirien Dickicht, in
                    Nordsibirien nach dem Eise zuliegende Wüsteneien; es bedeutet auch „gemeines
                    Volk“. Im <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/ZFH3GSNA">Fleroffski</bibl>, wo es auch mir aufgestoßen, ist es Dickicht.</p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">Leider habe ich zu wenig Zeit gehabt, im <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/ZFH3GSNA">Fleroffski</bibl> zu lesen.
                    Die <bibl type="periodika" corresp="">Moskauer Zeitung</bibl> ist in
                    einem Leitartikel drüber hergefallen. <unclear reason="illegible" cert="medium">Нѣкто</unclear>
                    Флеровскiй <pb/> nennt sie den Verfasser: „ein gewisser Fleroffski“; in dem
                    Sinne etwa von „ein Kerl“. Sie schimpft nur. <hi rendition="#u">Das</hi> wäre
                    Beweis für Werth des Buchs. Ich warte nun auf Ihr Urtheil.</p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">
               <ref xml:id="aef1fef3-3b64-4bbb-b1fe-f33b64abbbc8" corresp="#fbcb36e9-77f9-4f1e-8b36-e977f98f1e56" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004715 http://d-nb.info/gnd/119011220">Katkoff</persName>s
                            Angaben über <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005398 http://d-nb.info/gnd/118506102">Bakunin</persName>
                     
                     
                  </ref><note xml:id="fbcb36e9-77f9-4f1e-8b36-e977f98f1e56" corresp="#aef1fef3-3b64-4bbb-b1fe-f33b64abbbc8" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M4558910">Beilage</ref> zu <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M3021511">S. L.
                                Borkheim an Marx, 19.2.1870</ref>.</note> bestätigen
                    jedenfalls seine
                    Freibeuterneigungen,
                    die ja auch Ihnen bekannt waren. Seine Verbindung mit den Moskauern ist allein
                    bezeichnend genug. –</p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">Die <bibl type="periodika" corresp="">Zukunft</bibl> hat ¾
                    meines
                        <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/WVDERNK5">Briefs</bibl>
                    gedruckt; das letzte Viertel,
                    welches ich separat von Bordeaux einschickte, <hi rendition="#u">nicht</hi>; sie
                    sagte einfach „Schluß“. Ich habe also sofort von hier Abschrift des letzten
                    Viertels in chargirtem Briefe eingesandt und werde nun sehn. Es <hi rendition="#u">stinkt</hi> in jenem Viertel. Die „Zukunft“ bringt mir zu
                    viele <hi rendition="#u">Bankierreklamen</hi> in neuester Zeit. Erst nimmt sie
                        <hi rendition="#u">mein</hi> Geld, dann das der <hi rendition="#u">Banquiers</hi>. Pfifficusse! – Das Schweigen des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004250 http://d-nb.info/gnd/117290076">D<hi rendition="#sup">r</hi> Weiss</persName> gegen mich ist <hi rendition="#u">allein</hi> verdächtig.</p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">An <bibl type="periodika" corresp="">Athenäum</bibl>
                    und
                        <bibl type="periodika" corresp="">Spectator</bibl> habe ich diese Woche
                    Briefe gesandt. Auf Drucken rechne ich kaum, denn wo sie nicht verkauft sind,
                    wollen sie ihre Erzunwissenheit verdecken und Faulheit begünstigen. – <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/TWH37IT2">Mein nächster „Russischer
                        Brief“
                    XII</bibl>
               ,
                    dem ich noch keine Zeitung prophezeien kann, wird von mir an englische und
                    deutsche Zeitungen geschrieben, aber von ihnen unterdrückte Briefe enthalten.
                    Titel „Was europäische Zeitungen unterschlagen“. </p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">
               <pb/> Sie haben wohl
                        <ref xml:id="b5ff2a7e-a633-4625-bf2a-7ea6333625b7" corresp="#a94b7eb2-326c-470f-8b7e-b2326cf70f76" type="editorialNote">des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008571 http://d-nb.info/gnd/118587102">Njetschajeff</persName>s
                            Erguß im
                            Liebknecht</ref><note xml:id="a94b7eb2-326c-470f-8b7e-b2326cf70f76" corresp="#b5ff2a7e-a633-4625-bf2a-7ea6333625b7" type="editorial">Vermutlich in dem von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007983 http://d-nb.info/gnd/118572768">Wilhelm Liebknecht</persName> herausgegebenen „<bibl type="periodika" corresp="">Der Volksstaat</bibl>“
                            erschienen.</note> gelesen. Ich habe ihm meine
                    Bemerkungen dazu gesandt mit Übertragung ins Russische. <hi rendition="#u">Er</hi> wird doch nicht etwa auch Anstand nehmen. Dann hört Alles auf, und
                    ich sollte mir
                    einen
                    römischen Mantel kaufen, übern Kopf zusammenziehn und von der Feuersäule
                    hinunterspringen.</p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">Empfangen
                    Sie den Ausdruck unsrer aufrichtigen Beileidsbezeugungen zum Tode des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M9205550">jüngsten Enkelchens</persName>.</p>
            
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">Ich freue mich zu hören, daß Engels nun wirklich hierher übersiedeln wird.</p>
            <p sameAs="MBTextmitEinzug">Der <ref xml:id="a7f7add7-f111-4ba9-b7ad-d7f1110ba93d" corresp="#c979e122-bd6c-4f78-b9e1-22bd6c6f78f0" type="editorialNote">Londoner
                            Preßbengel</ref><note xml:id="c979e122-bd6c-4f78-b9e1-22bd6c6f78f0" corresp="#a7f7add7-f111-4ba9-b7ad-d7f1110ba93d" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002731">Arnold
                                Heinemann</persName>, Herausgeber des „<bibl type="periodika" corresp="">Hermann</bibl>“.</note>
                    des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005607 http://d-nb.info/gnd/11851136X">Bismark</persName> ist zu dumm fürs Geschäft. Ich
                    habe mir die Unterhaltung mit ihm niedergeschrieben und bei erster Gelegenheit
                    sollen Sie lesen.</p>
            <closer sameAs="MBUnterschrift">
               <salute>Grüßen Sie die Damen bestens. – Geben Sie mir <hi rendition="#u">sofort</hi> Antwort quoad Finanzen.</salute>
               <signed>Ihr<lb/>Borkheim.</signed>
            </closer>
         </div>
      </body></text>
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