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            <titleStmt>
                <title><idno>126</idno>Louis Kugelmann an Karl Marx in London. Hannover, Samstag,
                    15. April 1871</title>
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                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
                    </persName>
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                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
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            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 2316</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen weißem Papier. Kugelmann hat zwei Seiten vollständig beschrieben,
                            die übrigen zwei Seiten sind leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                        <p>Papierabriss am unteren Rand der rechten Bogenhälfte (vmtl. ohne
                            Textverlust).</p>
                        <p>Von Kugelmanns Hand: Anstreichungen am linken Blattrand.</p>
                        <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung der beschriebenen Seiten mit
                            Bleistift: „94a–b“.</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
                <listWit>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/W5MKBP48">Erstveröffentlichung: in
                            russischer Übersetzung: gekürzt: Первый Интернационал и Парижская
                            Коммуна 1871-1971. Moskau 1972. S. 470/471.</bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print">In der Sprache des Originals wird der Brief hier erstmals
                            veröffentlicht.</bibl>
                    </witness>
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        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007778 http://d-nb.info/gnd/119381311">Louis Kugelmann</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001901 http://www.geonames.org/2910831">Hannover</placeName>
                    <date when="1871-04-15"/>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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                    <ref type="next" target="https://megadigital.bbaw.de/M4021858"/>
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    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Hannover, 15. April
                        1871</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Mein hochverehrter, lieber
                        Freund!</salute></opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Heute empfing ich,
                    Poststempel Berlin, einen Brief, der wörtlich folgendermaßen lautet:</p>
                <p rendition="#et">„Lieber Kugelmann! Eine von mir gehörte bezeichnende Äußerung
                    deutet an, daß „man“ auf die Wiederholung eines gewissen Besuches bei Ihnen
                    wartet.</p>
                <p rendition="#et">Ich weiß nicht, was dies zu
                    bedeuten hat, wollte Ihnen jedoch gern diese Mittheilung machen.</p>
                <p rendition="#et">Mit bestem Gruße<lb/>(gez:) <ref xml:id="ca0d282b-1898-42cc-8d28-2b1898e2cc0b" corresp="#aa4f9be5-8068-4389-8f9b-e58068d389de" type="editorialNote"><unclear reason="illegible" cert="high">JM.</unclear></ref><note xml:id="aa4f9be5-8068-4389-8f9b-e58068d389de" corresp="#ca0d282b-1898-42cc-8d28-2b1898e2cc0b" type="editorial">Von Kugelmann
                            durch Überschreibung korrigierte Initialen: Wahrscheinlich für <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008387 http://d-nb.info/gnd/11873413X">Johannes Miquel</persName>.</note>“</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Die Handschrift ist
                    unzweifelhaft die, des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008387 http://d-nb.info/gnd/11873413X">ehemaligen
                        Verehrers</persName>
                    unserer Freundin <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008197 http://d-nb.info/gnd/11678296X">Bertha</persName>.
                    Du weißt wie ich über diesen Mann denke, ich habe es Dir schriftlich u. mündlich
                    oft genug gesagt, dieses Zeichen des Interesses soll ihm aber unvergessen
                    bleiben. –</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Heute sandte ich die <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/GUXJSDZ6">Brochüre</bibl>
                    von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007253 http://d-nb.info/gnd/118547305">Haxthausen</persName> nebst einigen <bibl type="periodika" corresp="">Ffrtr Ztgn</bibl>. Letztere sollen, so
                    oft ich etwas darin finde, was ich von Interesse für Dich halte, öfter folgen.
                    –</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Das letzte Kapitel des
                        „<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/92FWKPPD">18. Brumaire</bibl>“
                    war mir wohl in der Erinnerung, ich habe aber daraus deducirt, daß Frankr. <pb/>
                    durch die, von dem weiter fortgeschrittenen industriellen Proletariat geführte
                    „revolutionäre Parcelle“ seine militärisch-büreaucratische Regierungsform
                    beseitigen muß. – Ohne diese Gemeinsamkeit kann ich mir keinen Erfolg denken, um
                    so weniger, wenn Paris allein, nicht einmal von den großen Städten unterstützt,
                    den Versuch wagt. – Die Niederlage wird die Arbeiter wieder für längere Zeit
                    seiner Führer berauben, ein nicht zu unterschätzendes Unglück. Das Proletariat
                    scheint mir einstweilen noch mehr der Aufklärung zu bedürfen, als des Kampfes
                    mit den Waffen. – Den Mißerfolg dieser oder jener Zufälligkeit zuschreiben,
                    heißt das nicht in dieselben Fehler verfallen, welche im „18. Brumaire“
                    (2. Aufl. Pag. 13, v. u. ff) so schlagend den Kleinbürgern vorgeworfen
                    werden?</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; " rendition="#mMM">Sei so gut
                    u. gieb mir <hi rendition="#u">umgehend, wenn auch nur mit</hi> 2 Worten <hi rendition="#u">Nachricht, daß dieser Brief unversehrt in Deine Hände
                        gekommen</hi>.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Herzliche Grüße Deinen
                    Damen, besonders <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008235  http://d-nb.info/gnd/118728997">Jennychen</persName>, von der ich
                    erwartete, sie würde Ihre ungerechte Kriegserklärung gegen mich revociren.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; " rendition="#mMM">Wohnt <ref xml:id="e2b4bb95-d030-4b1e-b4bb-95d030fb1e38" corresp="#daf3fcdd-c8fd-4205-b3fc-ddc8fd32051a" type="editorialNote"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Staff</persName></ref><note xml:id="daf3fcdd-c8fd-4205-b3fc-ddc8fd32051a" corresp="#e2b4bb95-d030-4b1e-b4bb-95d030fb1e38" type="editorial">Spitzname für Engels. Zur Entstehung von Engels'
                            Spitznamen siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M6495490">Jenny
                                Marx (Tochter) an Familie Kugelmann. Samstag, 19. November
                                1870</ref> („Engels—or as we have now dubbed him
                            "General Staff" ...“).</note> jetzt ganz in London?</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><signed>Stets<lb/>Dein treuer<lb/>LKugelmann.<lb/>Dr</signed></closer>
            </div>
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