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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>339</idno>Peter Albert Ermen an Friedrich Engels in London. Dawlish,
                    Freitag, 21. Oktober 1870</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">L 1798/L III 263</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen weißem Papier. Ermen hat die ersten drei Seiten vollständig, die
                            vierte Seite zu einem Drittel beschrieben. Schreibmaterial: schwarze
                            Tinte.</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes oben rechts auf der ersten
                            Seite: „263“; Vermerk oben links: „Peter Ermen“.</p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 9 op. 1 d. 14/14</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006579 1008450">Ermen, Peter Albert (1800-1887)</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M6011196 https://www.geonames.org/2651474">Dawlish</placeName>
               <date when="1870-10-21"/>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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            <keywords>
               <term key="M0002134">Privates - Engels (Familie, Geschäfte, Reisen)</term>
               <term key="M0002313">Gesellschaftsleben/Exilantenleben in London u. Manchester
                        (Schiller-Anstalt, Arbeiter-Bildungsverein, Albert-Club, Versammlungsabende
                        u. ä.)</term>
               <term key="M3079638">Krieg Deutschland-Frankreich</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
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   <text><body>
         <div type="writingAct">
            <opener>
               <dateline sameAs="MBDatumszeile">
                  <pb/> Dawlish 21 Oct<hi rendition="#sup">r</hi> 1870</dateline>
               <salute sameAs="MBAnrede">My dear
                    Sir</salute>
            </opener>
            <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Ohne Zweifel hat es Sie in
                    etwa befremdet auf Ihre werthen &amp; freundlichen <ref xml:id="c97aefbe-f7b0-408c-baef-bef7b0008cde" corresp="#f815691b-3478-4e50-9569-1b34783e50b9" type="editorialNote">Zeilen vom 6 v. M.</ref><note xml:id="f815691b-3478-4e50-9569-1b34783e50b9" corresp="#c97aefbe-f7b0-408c-baef-bef7b0008cde" type="editorial">Nicht
                            überlieferter Brief von <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M7589081">Engels an P. A. Ermen,
                                6.9.1870</ref>.</note> bis dahin ohne Antwort geblieben zu
                    sein, &amp; will ich Ihnen daher, nachdem ich Ihnen dafür zuvörderst bestens
                    danke, die Ursache meines langen Stillschweigens näher erklären. — Es bot
                    sich nämlich, unmittelbar nachdem ich mich an Sie um gef. Auskunft gewandt
                    hatte, hier an Ort &amp; Stelle sowohl durch Opfersammlung in der hiesigen
                    Kirche — welche an einem Sonntag £ 57. betrug — dann durch Bildung eines
                    Frauenvereins für Anfertigung von
                    Charpie
                    &amp; Kleidungstücken jeder Art für die Verwundeten &amp; Kranken in den
                    Hospitälern &amp; &amp;. örtliche Gelegenheit zu Beisteuern jeder Art dar; auch
                    ich ersah außerdem aus den Londoner Zeitungen, daß besonders von den Künstlern
                    ausgehend, der Plan gefaßt worden war eine Kunstausstellung zu veranstalten,
                    deren Zweck die Unterstützung von Wittwen <pb/> &amp; Waisen der im Kriege
                    umgekommmenen Deutschen war. Diese fand demnach im September in Old Bond S<hi rendition="#sup">t</hi> Statt &amp; bleibt bis zum 5 Novbr offen — Sobald
                    ich von dieser Ausstellung unterrichtet war, vollendete ich unter andern gleich
                    drei meiner früher schon fast fertig gemachten kleinern Oelgemälde, nahm diese
                    mit mir nach London, lies sie daselbst einrahmen &amp; übergab sie darauf vor
                    einigen Wochen dem genannten Verein zur Ausstellung &amp; Verkauf — Sie wurden
                    zusammen auf £ 24.– geschäzt.— Von mir ermuntert, machte
                        <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">m<ex>eine</ex>
               </expan>
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006573 1008441">Tochter</persName> hier sich auch an die Arbeit, &amp;
                    schickte vor mehreren Tagen ihr Drawing ebenfalls nach London an ihre <ref xml:id="f95ae76e-4e46-4824-9ae7-6e4e4678241e" corresp="#bc35ad0b-4774-419a-b5ad-0b4774e19a8d" type="editorialNote">Schwester
                            Roby</ref><note xml:id="bc35ad0b-4774-419a-b5ad-0b4774e19a8d" corresp="#f95ae76e-4e46-4824-9ae7-6e4e4678241e" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006578 1008449">Mary Ann Matilda Ermen,
                                verh. Roby</persName>.</note> &amp; befindet sich demnächst
                    gerahmt ohne Zweifel in obiger Ausstellung. Mit dieser ist auch eine Verlosung
                    verbunden wie Sie aus der Anlage ersehen werden, welche eine Liste der Prizes
                    enthält. — Vielleicht sind Sie &amp; einige Ihrer dortigen Freunde geneigt eine
                    Anzahl Tickets zu nehmen, wie auch ich es gethan habe. — Obgleich nur 1./– per
                    Ticket, hatte <pb/> man davon doch bereits, als ich noch in London war, für c<hi rendition="#sup">a</hi> £ 1000. verkauft, welche Summe seitdem ohne Zweifel
                    noch wesentlich vermehrt worden ist, denn ich befinde mich seit vorigem
                    Sonnabend wieder hier. — Miss E. schickte ihr erstes fertiges
                    Ballot
                    damals auf Einladung der Vorsteherin des dortigen Frauenvereins nach Manchester,
                    &amp; schloß sich, sowie <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006580 1008452">M<hi rendition="#sup">rs</hi> E.</persName> seitdem dem hiesigen Verein an, der mehrere Sendungen
                    an den <ref xml:id="f8066c25-d796-4a60-866c-25d7962a608d" corresp="#f8092947-bab4-4321-8929-47bab4a3215b" type="editorialNote">Bishop zu Exeter</ref><note xml:id="f8092947-bab4-4321-8929-47bab4a3215b" corresp="#f8066c25-d796-4a60-866c-25d7962a608d" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M8268535 https://d-nb.info/gnd/11952404X">Frederick
                                Temple</persName>, Bischof von Exeter (1869–1885).</note>
                    gemacht hat; von da aus wurden &amp; werden die Gegenstände nach London
                    befördert. — Soviel also zur Erklärung meines bisherigen Stillschweigens,
                    welches, wenn Sie jene befriedigend finden, gütigst entschuldigen werden. — Was
                    sagen Sie nun aber zu dem weiteren Fortgang bis diesen Augenblick hin, dieses
                    greulichen &amp; ruinösen Krieges?! <hi rendition="#u">Was</hi> wird das Ende
                    davon sein &amp; <hi rendition="#u">wann</hi>? — Hoffentlich ist es nicht mehr
                    fern; — möge
                    der Frieden, wenn kommt, ein dauernder sein aber um diese Erwartung hegen zu
                    dürfen, muß Deutschland nicht allzu hart sein, sondern mäßigen Gesinnungen &amp;
                    <pb/> Ansprüchen Raum geben. — Wird es dieses thun? Die nächste Zukunft wird
                    darüber Auskunft geben. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Die Damen in <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">m<ex>einem</ex>
               </expan> Hause
                    erwiedern Ihre freundlichen Grüße herzlichst &amp; ich verbleibe</p>
            <closer sameAs="MBUnterschrift">
               <signed>Ihr stets freundschaftl. ergebener<lb/>P. A. Ermen. </signed>
            </closer>
         </div>
      </body></text>
</TEI>