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                <title><idno>694</idno>Elisabeth Engels an Friedrich Engels in London. Barmen,
                    Samstag, 11. November 1871</title>
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                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
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                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
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            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                        <institution>Standort Orig. nicht bekannt; Kopie: RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 9 op. 1 d. 9/3</idno></idno>
                    </msIdentifier>
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                        <p/>
                        <p>Soweit
                            aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen
                            weißem, schwach liniertem Papier. Elisabeth Engels hat drei Seiten
                            vollständig und die vierte Seite mit 4 Zeilen beschrieben.
                            Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                        <p>Masch.-schr. Archivnummerierung (aufgeklebter Zettel): „836a“.</p>
                        <p> Der Textverlust durch Lochung des Papiers konnten rekonstruiert
                            werden.</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Elisabeth Engels</persName>
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                    <date when="1871-11-11"/>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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                <opener>
                    <dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Barmen 11 <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Novb</expan>r 1871</dateline>
                    <salute sameAs="MBAnrede">Lieber Friedrich</salute>
                </opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Die Veranlassung zu dem
                    heutigen Brief ist eine traurige. Ich bin am Dienstag Nachmittag wieder hier
                    angekommen u. hatte schon am Tage vorher von <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006541 http://d-nb.info/gnd/135908663">Herm<ex>ann</ex></persName></expan> die Nachricht erhalten daß die <ref xml:id="f8bccdde-2868-40e6-bccd-de286820e6a1" corresp="#d4f58b8d-af25-4234-b58b-8daf25423412" type="editorialNote"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006549 1008312">Tante
                            August</persName></ref><note xml:id="d4f58b8d-af25-4234-b58b-8daf25423412" corresp="#f8bccdde-2868-40e6-bccd-de286820e6a1" type="editorial"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006549 1008312">Louise Engels</persName> geb. Krebs (1801–1874),
                            Ehefrau von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006527 http://d-nb.info/gnd/135908639">August Engels</persName>
                            (1897–1874)</note> krank sei u. ihre Kinder sehr in Sorge seien.
                    Wie ich ankam hörte ich daß sie an einer Lungenentzündung leide u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M2986651">Dr. Reinhold</persName> die Sache bedenklich finde, den
                    Mittwoch Morgen besuchte ich sie u. fand sie sehr krank, sie schien viele
                    Schmerzen zu haben denn sie jammerte immer u. war zuweilen sehr beengt im
                    athmen, der <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Dr</expan>. hatte
                    verboten mit ihr zu sprechen, sie wußte aber daß ihr Zustand sehr bedenklich
                    sei; den Abend trat eine Gehirn Lähmung ein u. etwas vor 1 Uhr Nachts ist sie
                    sehr sanft hinüber gegangen. Nun, sie hat überstanden was wir Alle noch zu
                    überstehn <pb/> haben, mögten wir Alle so gläubig u. sanft entschlafen wie sie.
                    Diesen Nachmittag wird die beerdigt, ich wollte auch hingehn um die Rede an
                    ihrem Sarge zu hören aber die Sache hat mich etwas angegriffe<supplied cert="high">n</supplied>, ich habe schlecht geschlafen u. etwas
                    Kopfschmerzen da ist es besser ich bleibe ruhig zu Hause da das Wetter kalt u.
                    feucht ist.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><ref xml:id="adfa0143-4ead-45be-ba01-434ead65be2c" corresp="#eccd8da2-b2a8-4775-8d8d-a2b2a82775d7" type="editorialNote"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007069 1011072">Griesheim</persName>s</ref><note xml:id="eccd8da2-b2a8-4775-8d8d-a2b2a82775d7" corresp="#adfa0143-4ead-45be-ba01-434ead65be2c" type="editorial">Familie von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007069 1011072">Adolf
                                Griesheim</persName>.</note> sind schon beinah drei Wochen in
                    Bonn u. scheinen zufrieden zu sein, mit dem letzten Abschluß geht es aber noch
                    etwas schwer. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007069 1011072">Adolf</persName> macht nehmlich die
                    Forderung sein Capital nur dann ausbezahlt zu bekommen wenn es ihm recht ist u.
                    die Brüder sollen dagegen die Verpflichtung übernehmen bei dem Todesfall von
                    Einem von ihnen der Wittwe gar nichts aus zu bezahlen bis er sein ganzes Capital
                    heraus hat u. dann sagt er
                    sein
                    Advokat habe ihm gerathen darauf zu bestehen so lange im
                    Geschäft zu bleiben bis sie sich über diese Punkte geeinigt hatten. <pb/> Die
                        <ref xml:id="d2938c25-0866-49d9-938c-25086689d9a0" corresp="#c7e328fa-1ce8-4c20-a328-fa1ce8cc2068" type="editorialNote">Brüder</ref><note xml:id="c7e328fa-1ce8-4c20-a328-fa1ce8cc2068" corresp="#d2938c25-0866-49d9-938c-25086689d9a0" type="editorial"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006541 http://d-nb.info/gnd/135908663">Hermann</persName>, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006534 http://d-nb.info/gnd/136846998">Emil</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006557  http://d-nb.info/gnd/13590885X">Rudolf
                                Engels</persName>.</note> hatten ihm nehmlich gesagt sie
                    wollten ihm alle Jahr 25000 Th<ex>aler</ex> auszahlen, nun stehen aber alle
                    Papiere so hoch, daß man nicht gut welche kaufen kann, dazu kommt daß im vorigen
                    Jahr wie er kündigte das Geschäft sehr schlecht war u. er schon vorher
                    wenigstens 72000 Th<ex>aler</ex> Schaden ausgerechnet hatte, dagegen ist der
                    Umschlag in diesem Jahr so groß wie noch in keinem vorher u. so mit scheint es
                    ihm vortheilhaft noch etwas darin zu bleiben. Ich weiß nicht wie ich ein solches
                    Verharren nennen soll. Die drei Brüder scheinen sehr ruhig über die Sache zu
                    denken, ich wünschte aber sehr die Sache wäre zu einem guten Schluß gekommen.
                    Ich fürchte wenn er auf seinen Kopf besteht wird noch wol das Handels Gericht
                    den Ausschlag geben müssen.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ich habe vergessen Dir zu
                    sagen daß mich der <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006527 http://d-nb.info/gnd/135908639">Onkel August</persName> gebeten hat
                    es zu übernehmen in meiner Familie die schriftliche Anzeige zu übernehmen da er
                    so sehr <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">vie<ex>l</ex></expan>
                    Unruhe u. Arbeit hat.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><pb/> Für heute leb
                    wohl, ich hoffe recht bald von Dir Nachricht zu erhalten.</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><signed>Mit treuer Liebe<lb/>Deine Mutter E.</signed> </closer>
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