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            <titleStmt>
                <title><idno>340</idno>Carl Klein und Friedrich Wilhelm Moll an Friedrich Engels in
                    Manchester. Solingen, Freitag, 3. Dezember 1869</title>
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                        <surname>Gavrilchenko</surname>
                        <forename>Svetlana</forename>
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                        <surname>Gioeva</surname>
                        <forename>Tatjana</forename>
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                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
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                <respStmt resp="contribution" n="project">
                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
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            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 1 d. 2582</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Der Brief besteht aus einem Bogen festem, weißem, vergilbtem Papier im
                            Format 277 × 218 mm. Klein hat die ersten drei Seiten vollständig, die
                            vierte zu drei Vierteln beschrieben. Schreibmaterial: schwarze
                            Tinte.</p>
                        <p>Stempel in blauer Tinte als Teil der Unterschrift auf der vierten Seite:
                                „<hi rendition="#mPrint">Solinger Stahl- &amp; Eisenw. /
                                GENOSSENSCHAFT. / E. &amp; S. / Eingetrag. Genossensch</hi>.“.</p>
                        <p>Archivsignatur des Moskauer Marx-Engels-Instituts (IMĖ) auf allen
                            beschriebenen Seiten oben links: „Rj 115a–d“ (Bleistift).</p>
                        <p>Von unbekannter Hand: Vermerke „FW Moll / K. Klein“ in der linken oberen
                            Ecke der ersten Seite.</p>
                        <p>Von Engels Hand: Notizen unten links auf der vierten Seite:
                            „Beantw.
                            8/2/70. / <hi rendition="#u">Th. 50.– regist<hi rendition="#sup">d</hi></hi>
                            geschickt / Zinsen dem <hi rendition="#u">Reservefonds</hi> der
                            Genossensch. gutzuschreiben.“ (schwarze Tinte, „Th. 50“ und
                            „Reservefonds“ unterstrichen).</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
                <listWit>
                      <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/7Y8ICDRE">Erstveröffentlichung: in
                            russischer Übersetzung: Письма деятелей Международного товарищества
                            рабочих К. Марксу и Ф. Энгельсу (1964). S. 109/110. [Новая и новейшая
                            история. 1964. Nr. 6. S. 104–111].</bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print">In der Sprache des Originals wird der Brief hier erstmals
                            veröffentlicht.</bibl>
                    </witness>
                </listWit>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
            <correspDesc>
                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007684 1015030">Carl Klein</persName>
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002681">Friedrich Wilhelm Moll</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002443 http://www.geonames.org/2831580">Solingen</placeName>
                    <date when="1869-12-03"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004039 http://www.geonames.org/2643123">Manchester</placeName>
                </correspAction>
                <correspContext>
                    <ref type="next" target="https://megadigital.bbaw.de/M4019118"/>
                </correspContext>
                <note><ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0001238">Engels
                        übersendet den Brief an Marx am 9. Dezember 1869</ref>
                    („Aus inl. Anfrage aus Solingen ersiehst Du …“). <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0001240">Marx
                        schickt ihn an Engels am 12. Dezember 1869 zurück</ref>
                    („Grad vor Postschluß sehe ich den Brief der Solinger neben mir liegen; also
                    vergessen, Dir gestern ihn einzulegen, geschieht hiermit.“).</note>
            </correspDesc>
            <textClass>
                <keywords>
                    <term key="M0001907">Arbeiterparteien und -vereine</term>
                    <term key="M0003380">Genossenschaften</term>
                    <term key="M0002306">Zeitungen der IAA</term>
                    <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
                    <term key="M0003389">Deutsche Sozialdemokratie</term>
                </keywords>
            </textClass>
        </profileDesc>
        
    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Solingen den 3. Dezbr.
                        1869.</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Lieber Herr
                    Engels!</salute></opener>
                <p sameAs="MBTextohneEinzug">Als <hi rendition="#u">alte Parteifreunde</hi> kommen
                    wir, Sie in einer Angelegenheit in Anspruch zu nehmen, in welcher es sich zwar
                    direkt um Geld handelt obgleich dieselbe indirekt <hi rendition="#u">ganz u. gar
                        Parteisache</hi> ist.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Es hat sich hier nämlich, vor zirka zwei Jahren,
                    (größtentheils aus den Anhängern der vormals existirenden
                    Communisten-Partei
                    bestehend) eine Produktiv-Genossenschaft für Stahl u. Eisenwaaren gebildet;
                    diese Genossenschaft, anfangs unbedeutend, hat sich jetzt durch die
                    Aufopferungen, Bemühungen u. Anstrengungen ihrer Mitglieder zu einer bedeutenden
                    Höhe emporgearbeitet, kann aber, durch die immer sich vermehrenden
                    Geschäfts-Aufträge mit ihrem, nach diesem Verhältniß geringen, ihr zu Gebote
                    stehenden <pb/> BetriebsKapital diese Aufträge schon lange nicht mehr ausführen:
                    das gesammte Mitglieder-Vermögen (größtentheils aus Häuser u. Grundeigenthum
                    bestehend u. daher nicht flüssig) im Betrage von zirka fünfzehntausend Thlr.
                    womit laut
                    unserm, unter
                    Kreuzband beifolgendem Statut Jeder haftbar ist, als <hi rendition="#u">Garantie</hi> bietend, geben wir rücklösbare
                    Obligationstiteln bis zum Gesammtbetrage von Fünftausend Thlr. aus, mit 5%
                    Zinsen.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Das obenerwähnte Mitglieder-Vermögen kann Nöthigenfalls
                    durch Hÿpotheken-Auszüge dargelegt werden. Die ObligationsTitel sind
                    eingetheilt:</p>
                <p rend="MBTextOhneEinzug">in 5, 25, 50 u. 100 Thlr.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Da wir von unserm Standpunkte aus, für die Abnahme
                    erwähnter ObligationsTitel uns <hi rendition="#u">nur</hi> an <hi rendition="#u">Parteifreunde</hi> wenden können, so wenden wir uns auch hiermit, überzeugt
                    daß Sie die Sache nach Kräften unterstützen werden, als Ihre alte Parteifreunde
                    an Sie!</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Wir sind nicht von dem Wahne beseelt, als könnten <pb/>
                    wir unter den jetztbestehenden Verhältnissen etwas Fertiges mit unsrer
                    Genossenschaft bezwecken, nein, sie soll vielmehr eine Vorschule sein, in
                    welcher wir unsre Angelegenheiten selbst zu verwalten lernen wollen, um uns für
                    den <hi rendition="#u">Zukunftsstaat</hi>, welchen zu erstreben unsre <hi rendition="#u">höchste Pflicht</hi> ist, vorzubereiten!</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Um Erkundigungen über die Wahrheit des Erwähnten
                    einziehen zu können, nennen wir Ihnen die Parteifreunde, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007340 http://d-nb.info/gnd/189444339">Hugo Hillmann</persName> in Elberfeld; <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M4545315">Gustav Weerth</persName>; <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M3691647">Hermann
                        Wahl</persName> u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M5740360">Emil
                        vom Hagen</persName>, letzte drei in Barmen, sowie bei
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005483 http://d-nb.info/gnd/116104198">Johann Philipp <supplied cert="high">Becker</supplied></persName> in Genf etz. Letzterer hat sich auch
                    im <bibl type="periodika" corresp="">Vorboten</bibl> N<hi rendition="#sup">o</hi> 10 d. J. wie Sie vielleicht gelesen, sowie in einem früher extra
                    gedruckten u. versandten Rundschreiben für uns verwandt, doch
                        <hi rendition="#u">leider</hi> mit wenig Erfolg! </p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><pb/> Ihrer baldigen, günstigen Antwort
                    entgegensehend<lb/>Zeichnet Achtungsvoll<salute>Mit Gruß und Handschlag</salute>
                    <signed>Im Namen der<lb/><hi rendition="#mPrint"><orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001655">Solinger
                                Stahl &amp; Eisen<lb/>Genossenschaft</orgName><lb/>E. &amp;
                            S.<lb/>Eingetrag.
                        Genossenschaft</hi><lb/>sowie
                        der hiesigen
                        Parteifreunde<lb/>F.
                        W. Moll<lb/>Carl Klein</signed>
                </closer>
                <postscript>
                    <p>
                        <lb/><address>
                            <addrLine>P. S. Adresse: Carl Klein</addrLine>
                            <addrLine>Goldstraße</addrLine>
                            <addrLine>in Solingen.</addrLine>
                        </address></p>
                </postscript>
            </div>
        </body></text>
</TEI>