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            <titleStmt>
                <title><idno>137</idno>Friedrich Engels an Hermann Engels in Engelskirchen.
                    Manchester, Donnerstag, 13. Mai 1869</title>
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                    <persName>
                        <surname>Gavrilchenko</surname>
                        <forename>Svetlana</forename>
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                        <surname>Gioeva</surname>
                        <forename>Tatjana</forename>
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                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
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                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
                    </persName>
                    <resp ref="https://credit.niso.org/?s=Writing+%E2%80%93+review+%26+editing">Bearbeitung</resp>
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            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>Standort Orig. nicht bekannt; Kopie: RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark"> f. 1 op. 1 d. 2451.
                            Fotosign.571a–b</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Soweit aus der s/w-Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Bogen unliniertem Papier. Engels hat alle vier Seiten vollständig
                            beschrieben. Die letzte Zeile ist auf der vierten Seite quer am linken
                            Rand notiert. </p>
                        <p>Heftlochung am oberen Rand des Bogens. Die Textverluste konnten
                            rekonstruiert werden. </p>
                        <p>Von Engels’ Hand: Vermerk auf der zweiten Seite quer am linken Rand:
                            „Beantw. 22. Mai 69“.</p>
                        <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes oben auf der ersten Seite:
                            „571“.</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
                <listWit>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/D7JW8T4Y">Erstveröffentlichung:
                            gekürzt: Briefe von Friedr. Engels an Mutter und Geschwister (1921). S.
                            144/145.</bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/NLYXHEPM">vollständig: in
                            russischer Übersetzung:  МЭС1 26 (1935). S. 13–15.</bibl>
                    </witness>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/38I66UYF">in der Sprache des
                            Originals: MEW 32 (1965). S. 605–607. </bibl>
                    </witness>
                </listWit>
            </sourceDesc>
        </fileDesc>
        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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                <correspAction type="sent">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004039 http://www.geonames.org/2643123">Manchester</placeName>
                    <date when="1869-05-13"/>
                </correspAction>
                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006541 http://d-nb.info/gnd/135908663">Hermann Engels</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004167 http://www.geonames.org/2930216">Engelskirchen</placeName>
                </correspAction>
                <correspContext>
                    
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            <textClass>
                <keywords>
                    <term key="M0002134">Privates - Engels (Familie, Geschäfte, Reisen)</term>
                    <term key="M5289031">Textilindustrie</term>
                </keywords>
            </textClass>
        </profileDesc>
        
    </teiHeader>
    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Manchester 13 Mai
                        1869</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Lieber Hermann</salute></opener>
                <p sameAs="MBTextohneEinzug">Meinen besten Glückwunsch <ref xml:id="ba0a4431-ec2f-4c09-8a44-31ec2f1c09bb" corresp="#b56f62b8-af2f-44e0-af62-b8af2f44e03c" type="editorialNote">zur
                            Vermehrung der Familie</ref><note xml:id="b56f62b8-af2f-44e0-af62-b8af2f44e03c" corresp="#ba0a4431-ec2f-4c09-8a44-31ec2f1c09bb" type="editorial"><ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000982">Siehe
                                H. Engels an Engels, 2.4.1869</ref>.</note>
                    die mich um so mehr freut als damit der Zauber endlich gebrochen ist der Euch so
                    viel Sorgen machte. You will now have to make up for lost time.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Der Conto Corrent ist soweit richtig, nur kann ich nicht
                    herausbekommen wie die Zinsen à 5% von Th 27924.29.4 betragen sollen
                    Th 1396.25.5 anstatt Th 1396.7.6. Da es sich indeß um nicht mehr als den Preis
                    einer Flasche Moselwein handelt so ist es nicht der Mühe werth viel zu
                    ändern.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Mit <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">Gottfr<ex>ied</ex></persName></expan>
                    contractlich noch keinen Schritt weiter. Die Advocaten ziehen die Sache greulich
                    in die Länge, der meinige räth mir durchaus nicht zu eilen, da G. mehr Interesse
                    habe die Sache abzuschließen als ich, was ich auch glaube, da ich, sobald ich
                    mein Geld habe, schlimmsten Falls immer wieder ein Geschäft anfangen kann &amp;
                    ihm Konkurrenz machen, dazu brauch ich nicht erst viele Proben &amp; Notizen zu
                    sammeln, die Sachen hab’ ich all’ im Kopf. Inzwischen hab’ ich ihm mein Geld aus
                    dem Geschäft zum größten <pb/> Theil schon jetzt weggenommen <supplied cert="high">&amp; in</supplied> Actien angelegt &amp; zwar so, daß ihm
                    selbst die Gelder jetzt knapp werden &amp; ich ihm selbst für c<hi rendition="#sup">a</hi> £ 2400.– Actien abgekauft habe; er hatte mich erst
                    animirt, flott Geld zu ziehen aber der Athem ist ihm ausgegangen als ich c<hi rendition="#sup">a</hi> £ 7500.– gezogen hatte &amp; so mußte er mir selbst
                    obige Actien verkaufen da er grade von der Sorte hatte die ich brauchte.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Es thut mir sehr leid daß ich mich bei der Geschichte
                    mit der Gewichtsreform bei Euch so getäuscht habe. Ich dachte eine solche Sache
                    führt man nicht ein wenn man sie nicht <hi rendition="#u">absolut</hi>
                    durchführt &amp; gültig macht für <hi rendition="#u">Alle</hi>. Damit hättet Ihr
                    Euch vom außerdeutschen Markt aber ganz ausgeschlossen, &amp; ich schloß daraus
                    daß Euch am außerdeutschen Geschäft nicht viel liege. Wäre dies nicht der Fall
                    gewesen, so würde ich, wie ich dies schon vor 2 Jahren <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007069 1011072">Adolf</persName> &amp; noch voriges Jahr der <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Mutter</persName> gegenüber erwähnte, Euch zuerst gefragt haben ob es Euch
                    convenire ins außerdeutsche Geschäft zu gehn &amp; wenn dies so, in wiefern wir
                    ein Arrangement treffen könnten. So aber mußte ich das Gegentheil annehmen &amp;
                    machte daher meinen Kram mit <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">G. <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">E<ex>rmen</ex></expan></persName> ab; &amp;
                    jetzt nachdem dies arrangirt ist schreibt mir die Mutter daß Ihr diese
                    Gewichtsreform <hi rendition="#u">nur</hi> für Deutschland gemacht habt. Dann
                    hätte ich sie <pb/> an Eurer Stelle aber gar nicht gemacht, da in Holland, der
                        Sch<supplied cert="high">we</supplied>iz, Oestreich, Italien pp Alles nur
                    kein Zollgewicht verlangt wird &amp; Ihr bei Ausdehnung Eures außerdeutschen
                    Geschäfts ebensoviel Mühe &amp; Haspelei haben werdet wie vorher.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Die <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Mutter</persName> schreibt
                    mir daß mir am 1 April dort 4000 r<ex>eichstaler</ex> gutgeschrieben sind. Damit
                    würde sich mein Conto auf c<hi rendition="#sup">a</hi> 17,000 Th. reduziren
                    wovon noch die
                    Cops
                    abgehn die billig gekauft sind &amp; bald fertig sein werden. Diese werde ich
                    Euch Anfang Juli <hi rendition="#u">in Thalern</hi> remittiren da es an der Zeit
                    ist daß ich auch endlich einmal etwas am Cours profitire. Wollt Ihr aber lieber
                    Sterling so ist mir das auch recht, vorausgesetzt daß wir dann den ganzen
                    Coursprofit den Ihr seit 1860 bei meinen Rimessen gemacht habt, &amp; auch die
                    35/–8% Disconto die Ihr mir damals angehangen, ehrlich theilen, Ihr die Hälfte
                    &amp; ich die Hälfte.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Was nun die Cops angeht, so ist von directem Bezug vom
                    Spinner keine Rede, weil diese Leute von der Spedition &amp; dem Avisiren nichts
                    wissen &amp; nichts wissen <hi rendition="#u">wollen</hi>. Die 1½% Provision bei
                    irgend einem Commissionshaus werdet Ihr zahlen müssen &amp; sie werden sich Euch
                    gut bezahlen, da hier doch Änderungen der Qualität bei den Spinnern eintreten
                    von denen Ihr nichts erfahrt &amp;c. Z. B. die 45 habe ich seit Jahren von
                        <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M4988493">Samuel Taylor <pb/> &amp; Son
                    </orgName>in
                    Oldham gekauft, nun ist aber plötzlich das früher von Euch
                    &amp; uns gebrauchte g<supplied cert="high">leic</supplied>he Garn von <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M2287235">John Wagstaffe &amp;
                        Co</orgName> in
                    Stalybridge
                    viel billiger geworden &amp; so kaufe ich dieses wieder. Die 55<hi rendition="#sup">r</hi> &amp; feineren Garne sind Alle von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M5412602">John Knowles</persName> in Bolton (früher
                    J.
                    &amp; G. Knowles) &amp; werdet Ihr auch bei diesem Garn oder
                    dem seines Bruders <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M4443639">G. Knowles &amp; Son</orgName>,
                    Bolton bleiben müssen. Willst Du nun einen Commissionär aussuchen oder soll ich
                    Dir einen vorschlagen, sobald Ihr Euch einen gewählt kann ich dem Mann Alles
                    mündlich auseinandersetzen. Die Namen der Spinner hab’ ich übrigens immer in die
                    Facturen
                    setzen lassen.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Unter meinen Papieren finde ich den Originalcontract mit
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006579 1008450">P. Ermen</persName>
                    1862 &amp; wollte ihn Euch zuschicken, finde aber daß es der ist der sich bloß
                    auf das <hi rendition="#u">hiesige</hi> Geschäft bezieht, Euch also nichts
                    nützen könnte. Ich behalte ihn also hier, falls Ihr ihn indeß je brauchen
                    solltet, weißt Du jetzt wo er ist. Die Auseinandersetzung wegen <hi rendition="#u">dort</hi> habt Ihr dort.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">G. E.</persName> sagte neulich
                    zu seinem Neffen <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006576 1008447">Heinrich</persName>: „Mit dem
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006572 1008445">Anton</persName> ist auch gar nichts mehr
                    anzufangen sein Kopf ist ganz verschlissen.“ Ich rechne der Kerl hat uns hier
                    direct &amp; indirect £ 1000.– à £ 2000.– Schaden pr Jahr gethan.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Grüße <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006536 1008276">Emma</persName> &amp;
                    die
                    Kleinen herzlich deßgleichen die <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Mutter</persName>.</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><signed>Dein<lb/>Friedrich.</signed></closer>
                <postscript>
                    <p/>
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                                <cell>/ Die Cops kosten</cell>
                                <cell><hi rendition="#u">45</hi>.</cell>
                                <cell><hi rendition="#u">55</hi>.</cell>
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                                <cell/>
                                <cell>16¾</cell>
                                <cell> 21¾<hi rendition="#sup">d</hi> /</cell>
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