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                <title><idno>134</idno>Ludwig Hupka an Karl Marx in London. Wien, Dienstag, 11. Mai
                    1869</title>
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                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
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                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
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            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 1989</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Der Brief besteht aus einem Bogen mittelstarkem, weißem Papier m Format
                            285 × 221 mm. Schwarze Tintenflecke in der Mitte der dritten und vierten
                            Seite ohne Textverlust. Hupka hat die ersten drei Seiten vollständig,
                            die vierte zu einem Drittel beschrieben. Schreibmaterial: schwarze
                            Tinte.</p>
                        <p>Archivsignatur des Moskauer Marx-Engels-Instituts (IMĖ) auf allen
                            beschriebenen Seiten oben links: „Rj 91a–d“.</p>
                    </physDesc>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003271">Ludwig Hupka</persName>
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                    <date when="1869-05-11"/>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
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            <textClass>
                <keywords>
                    <term key="M0002997">Journalismus/Publizistik</term>
                    <term key="M0002585">Internationale Arbeiter-Assoziation (IAA, A.I.T.,
                        I.W.M.A.)</term>
                    <term key="M0002820">USA (Arbeiterorganisationen, allgemeine politische Lage,
                        Auswanderung in die USA)</term>
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            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Wien, Leopoldstadt Komödiengasse 3.<lb/>am 11. May
                        1869.</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Ew.
                        Hochwohlgeboren!</salute></opener>
                <p sameAs="MBTextohneEinzug">Zu meinem größten Bedauern muß ich Sie davon
                    benachrichtigen, daß Herr <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006769 http://d-nb.info/gnd/1070235113">Peter Fox-André</persName>
                    Correspondent des <bibl type="periodika" corresp="">New York
                        Herald</bibl> einer 5tägigen Lungenentzündung
                    am
                    8. d. M. erlag.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Die Pflicht, die mir der Familie meines besten Freundes
                    gegenüber obliegt, ermahnte mich auch an seine Freunde in London, deren er mit
                    der größten Hochachtung noch in seinen lezten Stunden sich erinnerte, diese
                    traurige Kunde zu übermitteln.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Der Mann, den Sie genau kennen, hat das Schicksal
                    erfahren, welchem übrigens gewöhnlich Charactervolle nur für die Wissenschaft
                    lebenden Männer nicht entgehen, daß er arm verstarb und eine unversorgte
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M8978428">Wittwe</persName> mit 3 Kindern dem Schutze seiner
                    Freunde überließ. <pb/> Eine Wittwe, die einige 100 Meilen von ihrem Vaterlande
                    entfernt, hier ganz hülflos verbleibt, die jahrelang schon an’s Krankenbett
                    gefesselt, nur mit Mühe sich am Leben erhält, <ref xml:id="faa85a3a-0d55-45c4-a85a-3a0d5515c4a2" corresp="#ba8eccf9-0cb5-4db7-8ecc-f90cb51db7c9" type="editorialNote">nun</ref><note xml:id="ba8eccf9-0cb5-4db7-8ecc-f90cb51db7c9" corresp="#faa85a3a-0d55-45c4-a85a-3a0d5515c4a2" type="editorial">Andere Lesart:
                        nur.</note> noch, indem schon ihre Eltern abgestorben sind an die
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M7845833">Schwiegermutter</persName> verwiesen ist, welche
                    sie aber schon seit 21 Jahren verstieß, weil sie ein armes Mädchen, Herrn André
                    heirathete; und wenn sie von dieser Seite nicht erhalten werden sollte, dem
                    größten Elende preisgegeben ist.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Ich sehe es daher als Menschlichkeitspflicht an, Ew.
                    Hochwohlgeboren im Namen Ihres verstorbenen Freundes, Sie auf’s innigste zu
                    ersuchen, auf die <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M7845833">Mutter</persName> des Herrn <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006769 http://d-nb.info/gnd/1070235113">André</persName> – deren Wohnung mir leider unbekannt ist –
                    Einfluß zu nehmen, und wenn es nur irgendwelche Möglichkeit ist, sie dafür zu
                    gewinnen die <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M8978428">Wittwe</persName>
                    <pb/> zu erhalten, und ich glaube daß der so tief gewurzelte Haß durch die so
                    unglücklich gestalteten Umstände doch endlich aufhören wird.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Wie ich vernehme, soll der <bibl type="periodika" corresp="">New York
                    Herald</bibl>in solchen Fällen die Wittwen der
                    Hauptmitarbeiter nicht mit leerer Hand abziehen lassen, meine Bitte nun dahin
                    gerichtet wäre, wenn Ew. Hochwohlg. mit dem
                    Haupt-Agenten
                    des New York Herald Herrn <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M4834818 http://viaf.org/viaf/48785399">Douglas
                        A. Levien</persName>, 14 Cambridge Square Hyde Park in London darüber
                    Rücksprache pflegten – indem außerdem noch Expensen des H<ex>errn</ex> <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006769 http://d-nb.info/gnd/1070235113">André</persName> noch nicht beglichen sind – damit Lezterer
                    dies’ Alles dem <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M9206351 https://d-nb.info/gnd/132258579">Eigenthümer</persName>
                    der benannten Zeitung auf’s Herz lege, – auch möchte ich
                    bitten, wenn es möglich ist, mit Ihren Freunden eine Collecte veranstalten zu
                    wollen, damit wenigstens das Nöthiste auf kurze Zeit gedeckt sei.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Diese wichtige Angelegenheit Ihnen <pb/> auf’s wärmste
                    empfehlend, verbleibt eine baldige Antwort erwartend</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><signed>Hochachtungsvoll<lb/>Ew.
                    Hochwohlgeboren<lb/>Ergebenster<lb/>Juris D<hi rendition="#sup">r</hi> Ludwig
                    Hupka.</signed> </closer>
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