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            <titleStmt>
                <title><idno>116</idno>Sigfrid Meyer an Karl Marx in London. New York, Dienstag, 20.
                    April 1869</title>
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                        <forename>Tatjana</forename>
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                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
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                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
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            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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                    <msIdentifier>
                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 1982</idno></idno>
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                    <physDesc>
                        <p>Der Brief besteht aus einem Bogen mittelstarkem, blauem Papier im Format
                            225 × 142 mm. Meyer hat die ersten drei Seiten vollständig, die vierte
                            zu drei Vierteln beschrieben. Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                        <p>Archivsignatur des Moskauer Marx-Engels-Instituts (IMĖ) auf allen
                            beschriebenen Seiten oben links:  „Rj 67a–d“.</p>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008348 1019016">Sigfrid Meyer</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002865 http://www.geonames.org/5128581">New York</placeName>
                    <date when="1869-04-20"/>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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            <textClass>
                <keywords>
                    <term key="M0002820">USA (Arbeiterorganisationen, allgemeine politische Lage,
                        Auswanderung in die USA)</term>
                </keywords>
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    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> 20 Rennwick str<lb/>care H.
                        Hellmers<lb/>New-York City<lb/>20 april 1869</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Lieber freund,</salute></opener>
                <p sameAs="MBTextohneEinzug">die arbeiter-bewegung geht hier unverkennbar rüstig
                    vorwärts. Innerhalb der Trades-Union zeigt sich das bedürfnis, eine stärkere
                    centralisation ein zu führen, um etwas durch setzen zu können. In der
                    workingmen’s
                    union, welche bestimmt ist, alle
                    Trade’s Unions der stadt und umgegend auf zu nehmen (obgleich noch weit davon
                    entfernt, alle zu umfassen) ist ein neuer plan beantragt, nach welchem die
                        selbs<ex>t</ex>ständigkeit der einzelnen Trade’s-Unions zu gunsten des
                    central-körpers beschränkt wird. – In einer außerordentlich stark besuchten
                    massen-versammlung vor 3 wochen handelte es sich darum, die drucker zu
                    unterstützen, welche eine höhere preis-skala angenommen hatten und bei dem
                    meisten anwendern ihre forderung durchgesetzt hatten, während der meister, bei
                    dem die arbeiten der stadt New-York gefertigt <pb/> werden, sich nicht gefügt
                    hatte. Alle redner betonten die nothwendigkeit, eigne kandidaten bei allen
                    wahlen durch zu bringen und beide parteien ab zu schütteln. Leider wird gerade
                    in der organisirung der politischen thätigkeit mehr gezaudert, als recht ist.
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003986 http://d-nb.info/gnd/1027247482">Sylvis</persName>, der präsident der <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001517">Nat. Lab. Union</orgName> dringt zwar bei allen anlässen auf
                    politische wirksamkeit am stimmkasten, doch ist er so verrannt in seine
                    geld-theorie, daß er der arbeiterpartei dadurch anhänger entzieht. Eine stärkere
                    hervorhebung des 8stundengesetzes mit scharfen strafen und seine ausdehnung auf
                    privat-arbeiten wäre eine viel glücklichere agitations-maßregel, als die
                    emfehlung, mehr papiergeld zu schaffen und den zinsfuß durch staatsanordnung auf
                    3% herab zu setzen. Sie werden in einem
                    schriftstück
                    der Workingmens Union, welches ich ihnen sende (es wurde in
                    der massen-versamlung der anstreicher, worüber ich bericht der <bibl type="periodika" corresp="">Sun</bibl> sende, vertheilt) eine
                    hindeutung auf solche <pb/> eingriffe in die privat-freiheit finden.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug"><persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007983 http://d-nb.info/gnd/118572768">Liebknechts</persName>
                    verherrlichungen der Amerikanischen verfassung und der Republikanischen partei
                    sollten endlich aufhören. Wenn sie ihm schreiben, deuten sie
                    ihm doch kurz an, daß die hiesigen zustände kein beweis für die vortrefflichkeit
                    einer bourgeois-republik sind. Senator <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M4171490 https://d-nb.info/gnd/1177899817">Sprague</persName>
                    sagte neulich, daß in keinem lande das volk so wenig einfluß auf die regierung
                    habe, als hier. Und was ausbeutung und bedrückung von arbeitern an betrift, so
                    macht sich frechheit und grausamkeit nirgends so breit als hier, wo der
                    einwanderer, besonders der Deutsche, ihnen gar zu leicht als beute anheim fällt.
                    Das hauptbureau zur beschaffung billiger arbeit ist das
                    arbeits-nachweisungs-bureau in Castle-Garden, dem landungsplatz der einwanderer.
                    Die Irländer sind durch ihr nationales gemeingefühl viel mehr geschützt, da sie
                    leichter beistand von ihren <pb/> landsleuten erhalten. Der deutsche kapitalist
                    hält es aber für selbstverständlich, daß ein "Grüner" so elend als möglich
                    bezahlt werde. Es wäre wohl nützlich, denke ich, wenn die deutschen auswanderer
                    vor dem bureau in Castle Garden, dessen verdienste gerade die deutschen
                    zeitungen sehr oft rühmen, gewarnt würden und ihnen der rath gegeben würde, so
                    schnell als möglich, einer deutschen gewerks-genossenschaft bei zu treten.</p>
                <p sameAs="MBTextmitEinzug">Die deutsche zeitung
                        (<bibl type="periodika" corresp="">Arbeiter-Union</bibl>), die ein dr. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006365 http://d-nb.info/gnd/116190566">Adolf Douai</persName> jetzt redigirt, soll sehr bald zu einer täglichen
                    werden. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010116 1029081">Vogt</persName>
                    wühlt gegen die jetzige leitung des blattes und fängt an, unter den leitern der
                    deutschen bewegung einfluß zu gewinnen. Besten gruß!</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><signed>Sgfrd Meyer </signed></closer>
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