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            <titleStmt>
                <title><idno>41</idno>Louis und Gertrud Kugelmann an Karl Marx in London. Hannover,
                    Sonntag, 14. Februar 1869</title>
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                        <surname>Gavrilchenko</surname>
                        <forename>Svetlana</forename>
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                        <surname>Gioeva</surname>
                        <forename>Tatjana</forename>
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                    <persName>
                        <surname>Lindenberg</surname>
                        <forename>Thomas</forename>
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                    <persName>
                        <surname>Lura</surname>
                        <forename>Caroline</forename>
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                </respStmt>
            </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
            
            <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
            <sourceDesc>
                <msDesc rend="manuscript">
                    <msIdentifier>
                        <institution>RGASPI</institution>
                        <idno><idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 1960</idno></idno>
                    </msIdentifier>
                    <physDesc>
                        <p>Der Brief besteht aus einem Bogen dünnem, weißem Papier im Format 270 ×
                            205 mm. Prägung: „Dr. L. Kgm“. Auf allen Seiten scheint der Text der
                            Rückseite durch, was die Lesbarkeit erschwert. L. Kugelmann hat die
                            ersten drei Seiten vollständig, die vierte Seite zu zwei Dritteln
                            beschrieben (davon die zweite und vierte Seite jeweils quer). G.
                            Kugelmanns Zeilen „Lieber Herr Doctor ... Ihre Gertrud Kugelmann.“ sind
                            im unteren Viertel der vierten Seite ebenfalls quer notiert.
                            Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                        <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes bzw. der beschriebenen
                            Seiten: „58a–d“.</p>
                    </physDesc>
                </msDesc>
                <listWit>
                    <witness>
                        <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/JGYK6A2M">Erstveröffentlichung:
                            Dlubek, Skambraks: „Das Kapital“ von Karl Marx in der deutschen
                            Arbeiterbewegung (1967). S. 143–145(147).</bibl>
                    </witness>
                </listWit>
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        </fileDesc>
        <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
            <correspDesc>
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                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007778 http://d-nb.info/gnd/119381311">Louis Kugelmann</persName>
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">Gertrud Kugelmann</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001901 http://www.geonames.org/2910831">Hannover</placeName>
                    <date when="1869-02-14"/>
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                <correspAction type="received">
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
                    <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
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                    <term key="M0002227">Privates - Marx (Familie, Gesundheit, Finanzen)</term>
                    <term key="M0002469">Fotografie</term>
                    <term key="M0002748">„Das Kapital“ (Arbeit an Manuskripten, Veröffentlichung,
                        Rezeption)</term>
                    <term key="M0002718">„Das Kapital“ (Fortsetzung)</term>
                    <term key="M0002997">Journalismus/Publizistik</term>
                    <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
                    <term key="M0004027">Naturwissenschaften</term>
                    <term key="M0002134">Privates - Engels (Familie, Geschäfte, Reisen)</term>
                    <term key="M2971716">Eisenbahn</term>
                </keywords>
            </textClass>
        </profileDesc>
        
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    <text><body>
            <div type="writingAct">
                <opener><dateline sameAs="MBDatumszeile"><pb/> Hannover, 14. Februar
                        1869</dateline><salute sameAs="MBAnrede">Mein hochverehrter, lieber Freund!</salute></opener>
                <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align: justify; ">Freitag Abend war ich schon
                    in Begriff Ihnen zu schreiben, als mir einfiel, daß des Sonntags wegen, der
                    Brief doch erst Montag in Ihre Hände gelangen würde u. so unterblieb es.
                    Aufrichtig gesagt, ich fürchtete, daß Carbunculose oder drgl. wieder ihren
                    unheimlichen Besuch bei Ihnen machten. Daß dies <hi rendition="#u">nicht</hi>
                    der Fall, davon überzeugen mich Ihre Bilder, mit denen Sie mir eine wahrhaft
                    große und freudige Überraschung bereitet haben. Sie sind auf beiden Bildern
                    vorzüglich und wir danken Ihrem liebenswürdigen <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008235  http://d-nb.info/gnd/118728997">Töchterlein</persName> für diesen Besuch in effigie, dem wir bald den in
                    natura nachfolgen sehen möchten. Auf die Gefahr hin unbescheiden zu erscheinen,
                    möchte ich Sie nun noch mit der privateigenthümlichen Bitte belästigen, <hi rendition="#u">mir</hi> auch noch einen
                        <ref xml:id="c76e3334-c58a-4275-ae33-34c58a627590" corresp="#d91f2911-3761-4604-9f29-113761f60492" type="editorialNote">Abdruck von dem Bilde, welches Sie
                            meiner <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">Frau</persName> schickten, zu verehren
                                <hi rendition="#u">(auf dem Sie das Lorgnon in der Hand halten</hi>
                            u. <hi rendition="#u">Fräul. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008235  http://d-nb.info/gnd/118728997">Jenny</persName>
                                die Hände auf Ihrer Schulter</hi>
                            <hi rendition="#uu">kreuzt</hi>)</ref><note xml:id="d91f2911-3761-4604-9f29-113761f60492" corresp="#c76e3334-c58a-4275-ae33-34c58a627590" type="editorial">Nachweis und Abdruck der zwei Fotografien (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M5120920">Digitalisate siehe hier</ref>), gewidmet „Frau Dr. Kugelmann zur
                            freundlichen Erinnerung. London 11. Febr. '69 und „Meinem Freunde Dr.
                            Kugelmann. London 11. Feb. 1869“ (RGASPI. Sign. f. 1 op. 1 d. 2390 u. d.
                            2391) in: <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/VZVXHSED">Karl
                                Marx, Friedrich Engels. Sobranie fotografij. Moskva 1976</bibl>.
                            Abb. 7 und 8. S. 75–78 und Beschreibung S. 133–137. bzw. <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/KRT2P8LR">Familie Marx privat
                                (2005)</bibl>. S.
                    78/79.</note>.
                    Sowohl Ihr Bild als das Ihres lieben Töchterchens ist freundlicher und ich
                    möchte dies Photogramm gern auf meinen Schreibtisch stellen, um es stets vor mir
                    zu haben. <hi rendition="#u">Bitte suchen Sie aber einen guten Abdruck aus, auf
                        dem die Mitteltöne auch schön sind</hi>. Wenn Fräul. Jenny dann noch die
                    Freundlichkeit haben wollte auf der Rückseite Ihrem Namen, den ihrigen
                    beizufügen, dann würden sie den historischen Werth dieses Geschenkes
                    beträchtlich erhöhen.</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Da sehen Sie nun, mit welch
                    unbescheidenen, lästigen Burschen Sie zu thun haben. –</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><ref xml:id="ddecc2ec-0f31-460e-acc2-ec0f31360e01" corresp="#e6f2bb65-2b7f-4d43-b2bb-652b7f3d4399" type="editorialNote">Der <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0004996">Brief</ref> von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009271 http://d-nb.info/gnd/118604023">Ruge</persName> einl. mit vielem Dank
                            zurück</ref><note xml:id="e6f2bb65-2b7f-4d43-b2bb-652b7f3d4399" corresp="#ddecc2ec-0f31-460e-acc2-ec0f31360e01" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000934">Marx an L. Kugelmann, 11.2.1869</ref>.</note>. – Ruge’s
                    Unterscheidung zwischen „Menschen u. Zeitungsschreibern“ ist nicht übel.
                    Merkwürdig von einem solchen Manne – nach dem Studium Ihres <ref xml:id="b2e5db6b-e641-40f7-a5db-6be64150f782" corresp="#fcd17cd1-f971-45ed-917c-d1f971b5edf2" type="editorialNote"><bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Werkes</bibl></ref><note xml:id="fcd17cd1-f971-45ed-917c-d1f971b5edf2" corresp="#b2e5db6b-e641-40f7-a5db-6be64150f782" type="editorial"><bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Karl Marx: Das Kapital. Bd. 1. Buch
                                1. Hamburg 1867.</bibl> Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000007">Erl. zu Marx an
                                J. Ph. Becker, zw. 9. u. 15.1.1866</ref>: „1200 Seiten
                                Manuscript“. (<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/25ETZ5BH">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> II/5)</bibl>. </note> – der Schlußsatz,
                    daß er nicht begreift, daß der Grund, warum Franzosen u. Spanier, sobald sie
                    ihren Herrn verloren <pb/> haben, schleunigst einen wieder über sich setzen,
                    eben in den Classengegensätzen beruht. Wenn ich von der Bornirtheit deutscher
                    Professoren auch schon manches Specimen erlebt habe, so muß ich doch sagen, daß
                    die Logik des Herrn <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007281 http://d-nb.info/gnd/116681667">Held</persName> von Bonn die
                    kühnsten Vorstellungen übertrifft. – „Das Kapital“ ein Klang u. zwar ein „<hi rendition="#u">Nach</hi>klang“, mit Engels’ <ref xml:id="dd4ed57e-f3c0-45e7-8ed5-7ef3c085e764" corresp="#ef7e109f-7510-4a92-be10-9f75103a9259" type="editorialNote"><bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/UIFI5RLI">Buch</bibl></ref><note xml:id="ef7e109f-7510-4a92-be10-9f75103a9259" corresp="#dd4ed57e-f3c0-45e7-8ed5-7ef3c085e764" type="editorial"><bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/UIFI5RLI">Friedrich
                                Engels: Die Lage der arbeitenden Klasse in England. Leipzig
                                1845.</bibl></note>, das <hi rendition="#u">1845</hi> erschien
                    „in naher Verbindung“ u. deshalb ein Nachklang von 1848. – Außer der Eigenschaft
                    „Nachklang“ zu sein u. diese „nahe Verbindung“ zu haben ist es „zugleich für die
                    Gegenwart höchst interessant, weil“ – es Aufschluß über <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007873 http://d-nb.info/gnd/118569910">Lasalle</persName>’s (der längst der Vergangenheit angehört) Meister giebt.
                    – Horribel! –</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Vor einigen Monaten bat ich
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008296 http://d-nb.info/gnd/1017446180">Meißner</persName> um eine Gefälligkeit für den
                    Ihnen bekannten,
                    Maler <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002028">Hansmann</persName>
                    u. erkundigte mich zugleich, wie es mit Ihrem Buche gehe. – Er schrieb mir etwa
                    in demselben Sinne, wie Sie mir aus seiner Correspondenz mittheilen. <ref xml:id="ec5cfd59-b1c5-4850-9cfd-59b1c5b85017" corresp="#d0528d82-5a6f-41e1-928d-825a6f31e130" type="editorialNote">Was ich ihm darauf antwortete, einliegend
                            abschriftlich</ref><note xml:id="d0528d82-5a6f-41e1-928d-825a6f31e130" corresp="#ec5cfd59-b1c5-4850-9cfd-59b1c5b85017" type="editorial">Abdruck
                            nach der handschriftlichen Kopie von Gertrud Kugelmann in: <bibl type="print" corresp="https://megadigital.bbaw.de/JGYK6A2M">Dlubek, Skambraks: „Das
                                Kapital“ von Karl Marx in der deutschen Arbeiterbewegung (1967). S.
                                146-147.</bibl>
                        </note>. – Lassen Sie sich durch nichts in der Freudigkeit bei Ihrem
                    grossen Werke stören. Solche Forschungen, deren Resultate schon lange von den
                    bevorrechteten Schichten fürchtend, von der enterbten Classe hoffend geahnt
                    wurden, brechen sich stets nur allmählig Bahn, aber sie stehen als Grenzpfeiler
                    jener mächtigen Geschichtsepochen, die nach Jahrhunderten zählen, als ewige
                    Ruhmessäulen ihrer Schöpfer. – <ref xml:id="da1e2911-f26b-46e5-9e29-11f26bd6e508" corresp="#d82c21ed-d12e-419b-ac21-edd12e619bc4" type="editorialNote">Segui il tuo corso!</ref><note xml:id="d82c21ed-d12e-419b-ac21-edd12e619bc4" corresp="#da1e2911-f26b-46e5-9e29-11f26bd6e508" type="editorial">Teil der Schlußsentenz des Vorwortes im „Kapital“:
                                <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Karl Marx: Das Kapital. Bd. 1.
                                Buch 1. Hamburg 1867.</bibl> S. XII. (<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/25ETZ5BH">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> II/5.</bibl>
                            <ref target="http://telota.bbaw.de/mega/#%3Fdoc=MEGA_A2_B005-00_ETX.xml%26book=5%26part=0%26pageNr=15%26startPage=15%26endPage=15%26startLine=4%26endLine=4%26startTerm=%26endTerm=">S. 15</ref>). Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000007">Erl. zu Marx an J. Ph.
                                Becker, zw. 9. u. 15.1.1866</ref>: „1200 Seiten
                                Manuscript“. (<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/25ETZ5BH">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> II/5)</bibl>.</note> – 1786 machte
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006869 http://d-nb.info/gnd/104238135">Galvani</persName> seine Entdeckung, 1833 legten
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010194 https://d-nb.info/gnd/11862976X">Weber</persName> u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006907 http://d-nb.info/gnd/104234644">Gauß</persName> den ersten Telegraphen an, 1838 fand <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004154">Steinheil</persName> die Fähigkeit der Erde als Leiter für
                    den Strom. Wie lange dauerte es noch bis zur Verallgemeinerung der
                        elektr<ex>ischen</ex> Telegraphie, deren Nutzen gerade für die herrschenden
                    Classen doch so groß? 1763 machte <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010181 http://d-nb.info/gnd/118629484">Watt</persName> seine
                    erste große Entdeckung 1803 wurde das erste Dampfboot durch <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001800 http://d-nb.info/gnd/118694278">Fulton</persName> auf der Seine in Cours gesetzt, er fand
                    keinen Anklang in Europa u. erbaute das zweite 1807 in New York. Wie lange
                    währte es bis zur Verallgemeinerung dieser Neuerung oder gar bis zur Anwendung
                    u. Herrschaft der Eisenbahnen? – Segui il tuo corso! – </p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><pb/>
                    <ref xml:id="ab8d952f-b6bf-4a7e-8d95-2fb6bf1a7ed5" corresp="#f460730b-9f95-48d7-a073-0b9f9538d79a" type="editorialNote">Dieser Tage fällt mir: <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/TX35BHAR">Ad. Quételet: Zur
                                Naturgeschichte der Gesellschaft (deutsch v. Adler) Hamburg 1856.
                                    <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Hoffm<ex>ann</ex></expan> u. Campe)</bibl> in die
                            Hände.</ref><note xml:id="f460730b-9f95-48d7-a073-0b9f9538d79a" corresp="#ab8d952f-b6bf-4a7e-8d95-2fb6bf1a7ed5" type="editorial">Marx hatte 1865/1866 das
                            französische Original exzerpiert: <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/XQ5I9DF9">Ad[olphe] Quételet: Du système social et des lois qui
                                le régissent. Paris 1848</bibl>. (Siehe <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/5RK286TX">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> IV/18</bibl>. S. 270–272 und <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000954">Marx
                                an L. Kugelmann,
                    3.3.1869</ref>.).</note>–
                    In der Vorrede sagt der <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Verf<ex>asser</ex></expan>: „Die polit. Oeconomie ist nur ein einzelner
                    Zweig der den Menschen betreffenden Wissenschaften; sie beschränkt sich auf die
                    Untersuchung der Production, Vertheilung u. Consumtion der Reichthümer. Sie
                    prüft in absoluter Weise die meisten großen Probleme, die das materielle Leben
                    eines Volkes betreffen. <hi rendition="#u">Keine</hi> Wissenschaft hat aber bis
                    jetzt die Principien des Gleichgewichts, der Bewegung u. Erhaltung untersucht,
                    die zwischen den verschiedenen Theilen des gesellschaftlichen Systems bestehen“.
                    Was meinen Sie, wenn Sie dem <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002143 http://d-nb.info/gnd/118743171">Quételet</persName> mit
                    einigen verbindlichen Zeilen <ref xml:id="be5b0892-c09e-47b0-9b08-92c09ee7b01b" corresp="#e189677a-68e5-4c37-8967-7a68e53c3745" type="editorialNote">Ihr
                                <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Buch</bibl></ref><note xml:id="e189677a-68e5-4c37-8967-7a68e53c3745" corresp="#be5b0892-c09e-47b0-9b08-92c09ee7b01b" type="editorial"><bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Karl Marx: Das Kapital. Bd. 1. Buch
                                1. Hamburg 1867.</bibl> S. XII. <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/25ETZ5BH">(MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> II/5.</bibl>
                            <ref target="http://telota.bbaw.de/mega/#%3Fdoc=MEGA_A2_B005-00_ETX.xml%26book=5%26part=0%26pageNr=15%26startPage=15%26endPage=15%26startLine=4%26endLine=4%26startTerm=%26endTerm=">S. 15</ref>).</note> zusendeten?</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Vor einigen Tagen erhielt
                    ich im Auftrage von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007983 http://d-nb.info/gnd/118572768">Liebknecht</persName> ab Berlin
                        6 <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Ex<ex>em</ex>pl</expan>.
                    von <ref xml:id="e24a72d5-ec79-4609-8a72-d5ec790609fa" corresp="#d54083d5-049e-4bed-8083-d5049e3bed88" type="editorialNote">„<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/XK4TJ26A">Herr Vogt</bibl>“</ref><note xml:id="d54083d5-049e-4bed-8083-d5049e3bed88" corresp="#e24a72d5-ec79-4609-8a72-d5ec790609fa" type="editorial"><bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/XK4TJ26A">Karl Marx:
                                Herr Vogt. London 1860</bibl>.</note>. Auf Anfrage schreibt
                    mir Liebkn<ex>echt</ex>, es sei dies auf Ihre Veranlassung geschehen. Wünschen
                    Sie, daß etwas damit geschehe?</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Welchen Einfluß hat der Tod
                    von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007551 http://d-nb.info/gnd/124843824">Jones</persName> auf die
                    Arbeiterbewegung?</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Ich komme wiederholt auf
                    meine frühere Bemerkung zurück, daß der Mangel eines, <hi rendition="#uu">möglichst detailierten</hi> Sachregisters der täglichen Brauchbarkeit <ref xml:id="f251aead-2d5e-4666-91ae-ad2d5ed6662f" corresp="#c97281b3-8ea3-4255-b281-b38ea3e2559d" type="editorialNote">Ihres <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Buches</bibl></ref><note xml:id="c97281b3-8ea3-4255-b281-b38ea3e2559d" corresp="#f251aead-2d5e-4666-91ae-ad2d5ed6662f" type="editorial"><bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Karl Marx:
                                Das Kapital. Bd. 1. Buch 1. Hamburg 1867.</bibl> S. XII. (<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/25ETZ5BH">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> II/5.</bibl>
                            <ref target="http://telota.bbaw.de/mega/#%3Fdoc=MEGA_A2_B005-00_ETX.xml%26book=5%26part=0%26pageNr=15%26startPage=15%26endPage=15%26startLine=4%26endLine=4%26startTerm=%26endTerm=">S. 15</ref>).</note> erheblich nachtheilig ist. Haben Sie
                    Niemand der ein solches anfertigen könnte? Wenn ja, dann halte ich ein solches
                    Register für so wichtig, daß ich wünschen möchte, dasselbe separat
                    veröffentlicht zu sehen (einstweilen bis zur Vollendung des Ganzen), <ref xml:id="c403c13b-447e-4224-83c1-3b447ee22418" corresp="#b6165e70-e704-42af-965e-70e70482af6d" type="editorialNote">wenn Bd. II noch lange auf sich warten
                            läßt.</ref><note xml:id="b6165e70-e704-42af-965e-70e70482af6d" corresp="#c403c13b-447e-4224-83c1-3b447ee22418" type="editorial">Die Manuskripte für eine
                            Fortsetzung des „Kapital“, an denen Marx bis zum Ende seines Lebens
                            weiterarbeitete, wurden erst nach seinem Tod von Engels veröffentlicht.
                            Ausführlicher dazu siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0004898">hier</ref>.</note> – Denken Sie sich den Gelehrten, den
                    Politiker, den Abgeordneten, den Industriellen, den Zeitungsschreiber, den
                    Agitator, endlich jeden wissenschaftlichen Menschen, der Ihr Urtheil über eine
                    bestimmte Frage <hi rendition="#u">rasch</hi> wissen oder das Material, welches
                    Sie bieten, benutzen will. – Ich bitte Sie, verehrter Freund, dies mal in
                    ernstliche Erwägung zu ziehen. </p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; "><pb/> Sie vergaßen mir zu
                    sagen, welche Pläne Engels für
                    demnächst hat. –</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Haben Sie keine Reisepläne
                    für nächsten Sommer? –</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Zum Schluß Ihnen und den
                    lieben Ihrigen meine herzlichsten Glückwünsche zu dem neuen <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004125">Ankömmling</persName> in Paris. – Möge er zu Aller
                    Freude heranwachsen u. seines Großvaters würdig werden! <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007776 http://viaf.org/viaf/887144647720821499639">Fränzchen</persName> läßt fragen, wie der
                    „kleine Junge in Paris“ heißt? Gleichzeitig <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007810 http://d-nb.info/gnd/118568671">Lafargue</persName> meine Gratulation zur
                    „Entbindung“ von 3 Prüfungen. – Laß er sich nur von aller Agitation fern halten,
                    bis er seine Examina hinter sich hat. –</p>
                <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align: justify; ">Nun für heute, Lebewohl,
                    mein lieber Freund! Erfreuen Sie mich auch in diesem Jahre recht oft mit Ihren
                    lieben Nachrichten u. bedenken Sie, daß ich außer aller Communication mit
                    Gleichgesinnten stehe. – Möge es Ihnen u. den lieben Ihrigen stets so wohl
                    ergehen, wie es von Herzen wünscht</p>
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><signed>Ihr<lb/>treu
                    ergebener<lb/>L. Kugelmann<lb/>Dr<lb/><lb/></signed></closer>
            </div>
            <div type="writingAct" hand="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">
                    <p>Lieber Herr Doctor, meinen herzlichsten Dank für Ihre freundliche Sendung des
                    Photogramms, das mir große Freude macht. Hoffentlich wird mir bald Gelegenheit
                    mich zu überzeugen, daß das Bild Ihrer <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008235  http://d-nb.info/gnd/118728997">Tochter</persName> so ähnlich ist, wie das Ihrige Ihnen, das mir in seinem
                    Ausdruck all die schönen mit Ihnen zugebrachten Stunden wach ruft. Noch meine
                    herzlichste Gratulation zu Ihrem <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004125">Enkelchen</persName> Ihnen und lieber Frau <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008236 http://d-nb.info/gnd/118578510">Gemahlin</persName> und mit besten Grüßen</p>
                
                <closer sameAs="MBUnterschrift"><signed>Ihre Gertrud Kugelmann.</signed></closer>
            </div>
        </body></text>
</TEI>