<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="M0000547">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>
               <idno>45</idno>Louis und Gertrud Kugelmann an Karl Marx in London. Hannover,
                    Mittwoch, 5. Februar 1868</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>RGASPI</institution>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 1821</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Brief besteht aus einem Bogen mittelstarkem, weißem Papier im Format
                            287 × 215 mm. Die erste Seite hat Louis Kugelmann vollständig
                            beschrieben; Gertrud Kugelmann hat die zweite Seite vollständig und die
                            dritte Seite zur Hälfte beschrieben, die vierte Seite ist leer.
                            Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes bzw. der beschriebenen
                            Seiten mit Bleistift: „44a“ bis „44c“ (ausradiert).</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
            <listWit>
               <witness>
                  <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/6S3U3SQW">Erstveröffentlichung: gekürzt:
                            Hundt: Louis Kugelmann (1974). S. 287/288.</bibl>
               </witness>
            </listWit>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007778 http://d-nb.info/gnd/119381311">Kugelmann, Louis (1828-1902)</persName>
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">Kugelmann, Gertrud
                        (1839-1920)</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001901 http://www.geonames.org/2910831">Hannover</placeName>
               <date when="1868-02-05"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
            </correspAction>
            <correspContext>
               <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M0000537"/>
               <ref type="next" target="https://megadigital.bbaw.de/M0000564"/>
            </correspContext>
            <note>Die Kugelmanns beantworten Marx’ Brief vom 30. Januar 1868 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000537">Marx
                        an L. Kugelmann, 30.1.1868</ref>). </note>
            <note>Marx’ Antwort erfolgte am 6. März 1868 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000564">Marx
                        an L. Kugelmann, 6.3.1868</ref>).</note>
            <note>Die Beilagen
                    („die
                    'Zukunft' von 1 Febr (Beilage) u. von heute (Erste Beilage)“;
                    „beifolgende
                    Photographie“) sind nicht überliefert.</note>
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002585">Internationale Arbeiter-Assoziation (IAA, A.I.T.,
                        I.W.M.A.)</term>
               <term key="M0003714">Preußen</term>
               <term key="M0001907">Arbeiterparteien und -vereine</term>
               <term key="M0002306">Zeitungen der IAA</term>
               <term key="M0003389">Deutsche Sozialdemokratie</term>
               <term key="M0003608">Hannover (Königreich/Preußische Provinz)</term>
               <term key="M0002469">Fotografie</term>
               <term key="M0004665">Preußischer Landtag</term>
               <term key="M0004559">Deutsche Parlamentsangelegenheiten</term>
               <term key="M0002748">„Das Kapital“ (Arbeit an Manuskripten,
                        Veröffentlichung, Rezeption)</term>
               <term key="M0002227">Privates - Marx</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
   </teiHeader>
   <text><body>
         <div type="writingAct">
            <opener>
               <dateline sameAs="MBDatumszeile">
                  <pb/> Hannover, 5 Febr 1868</dateline>
               <salute sameAs="MBAnrede">Mein hochverehrter, lieber Freund!</salute>
            </opener>
            <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align:both; ">
               <ref xml:id="f7eef803-7a64-47c2-aef8-037a64a7c2d3" corresp="#da346356-4905-430e-b463-564905f30e86" type="editorialNote">Lassen
                            Sie sich von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005708  http://d-nb.info/gnd/127609342">Borkheim</persName> die „<bibl type="periodika" corresp="">Zukunft</bibl>“ von 1 Febr
                            (Beilage) u. von heute (Erste Beilage)
                            geben.</ref><note xml:id="da346356-4905-430e-b463-564905f30e86" corresp="#f7eef803-7a64-47c2-aef8-037a64a7c2d3" type="editorial">Die
                            Beilagen sind nicht überliefert. Es handelt sich um „Die Zukunft“. Nr.
                            7, 1. Februar 1868. Beil. Sp. 1/2 in der Rubrik „Local-Nachrichten“:
                            –s.–: „Am Donnerstag Abend fand in dem Saale des Universum in der
                            Brunnenstraße unter Vorsitz des Herrn Hörig eine Versammlung der
                            Berliner Cigarrenarbeiter statt. Es hatten sich wohl über 800 Personen
                            eingefunden, so daß der geräumige Saal bis auf den letzten Mann gefüllt
                            war. Die Veranlassung zu dieser Versammlung und zu der starken
                            Betheiligung an derselben hat der Umstand gegeben, daß die Berliner
                            Cigarren-Fabrikanten auf Veranlassung des sogenannten 'geselligen
                            Cigarren-Fabrikanten-Vereins' in der letzten Zeit den Versuch gemacht
                            haben, in die Berliner Cigarren-Fabriken eine neue Fabrikordnung mit
                            theilweise für die Arbeiter außerordentlich nachtheiligen,
                            erniedrigenden und entehrenden Bestimmungen einzuführen.Wir heben aus
                            dieser Fabrikordnung namentlich folgende Bestimmungen hervor: § 6. Der
                            Arbeiter kann, ohne die gesetzlich vorgeschriebene 14tägige
                            Kündigungsfrist inne zu halten, seine Arbeit einstellen; ebenso steht es
                            dem Arbeitgeber jeder Zeit frei, seine Arbeiter zu entlassen. § 7. Es
                            werden nur solche Cigarrenarbeiter angenommen, die einen mit dem
                            Firmastempel versehenen Entlassungsschein ihres früheren Arbeitgebers
                            beibringen, und endlich den von den Arbeitern recht drastisch als den
                            Spitzbubenparagraphen bezeichneten § 9. Das Mitbringen von Körben, das
                            Tragen von Krinolinen während der Arbeitszeit, sowie das Kämmen der
                            Haare in den Fabrikräumen ist untersagt. Dem Fabrikherrn und dessen
                            Stellvertreteter steht das Recht zu, zu jeder Tageszeit die Arbeiter,
                            resp. Arbeiterinnen visitiren zu lassen. Ein Sturm der Entrüstung hat
                            sich in Arbeiterkreisen gegen diese Bestimmungen erhoben, um so mehr als
                            man von den Arbeitern verlangte, dieselben mit ihrer Unterschrift zu
                            versehen, und im Weigerungsfalle, wie das namentlich in der Fabrik eines
                            Herrn Martinzen geschehen ist, die Arbeiter entlassen hat, eine
                            Maßregel, die um so härter ist, als Jedem der auf diese Weise
                            entlassenen Arbeiter die Aufnahme in den Fabriken der anderen zu jenem
                            'Fabrikanten-Verein' gehörigen Fabrikanten verweigert worden ist. –
                            Sämmtliche Redner in der Versammlung ergingen sich in den schärfsten
                            Ausdrücken gegen diese von den Fabrikanten unter der Maske eines
                            geselligen Vereins geschlossene Koalition und deren Maßnahmen. Alle
                            waren darin einig, daß man sich dieser Fabrikordnung nie und nimmer
                            unterwerfen dürfe, und nach längerer Debatte ... einigte man sich zu
                            folgenden Beschlüssen: 1) Es wird ein aus 7 Mitgliedern bestehendes
                            Comité gewählt [...] 2) Dies Comité hat Geldsammlungen zu veranstalten;
                            jeder Cigarrenarbeiter verpflichtet sich bis auf Weiteres zu einem
                            wöchtentlichen Beitrage von 5 Sgr.; diese Gelder sollen dazu verwandt
                            werden, einmal denjenigen, die in Folge ihrerer Unterschriftsweigerung
                            brotlos geworden sind und Berlin verlassen wollen, die Mittel zur Reise
                            zu gewähren, sodann aber Taback anzukaufen und mit der Verarbeitung
                            desselben zu Cigarren die hierbleibenden brodlosen Arbeiter zu
                            beschäftigen; durch einen öffentlichen Aufruf sollen sämmtliche Arbeiter
                            Berlins aufgefordert werden, ihren Bedarf an Rauchmaterialien aus diesem
                            eigenen Fabrikat der Cigarrenarbeiter zu entnehmen. 3) Das Comité wird
                            beauftragt, den sogenanten geselligen Cigarren-Fabrikanten-Verein wegen
                            Coalition gegen die Arbeiter bei der Staatsanwatschaft zu denunciren,
                            gleichzeitig aber denjenigen Meistern und Fabrikanten, welche dem
                            Vorgehen des Fabrikantenvereins sich nicht angeschlossen haben, den Dank
                            der Berliner Cigarrenarbeiter auszusprechen.“ </note>
               
               Unter
                    „Locales“ finden Sie Berichte über einen <ref xml:id="ac88ff5f-5a45-4e7c-88ff-5f5a456e7c4e" corresp="#ff6aa08d-d9ca-4d7e-aaa0-8dd9ca6d7e24" type="editorialNote">Strike der
                            Cigarrenarbeiter in Berlin</ref><note xml:id="ff6aa08d-d9ca-4d7e-aaa0-8dd9ca6d7e24" corresp="#ac88ff5f-5a45-4e7c-88ff-5f5a456e7c4e" type="editorial">Der Streik
                            brach im Februar 1868 aus, als Protest der Zigarrenarbeiter gegen die
                            neue Fabrikordnung, erlassen von den Berlinern Zigarrenfabrikanten.
                            Insbesondere gegen das Recht der Fabrikanten, die Arbeiter zu jedem
                            beliebigen Zeitpunkt einer Leibesvisitation zu unterziehen. Die
                            arbeitslosen Arbeiter, mit <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006841 http://d-nb.info/gnd/133290263">Friedrich Wilhelm
                                Fritzsche</persName> an der Spitze, bildeten eine eigene „Deutsche
                            Cigarrenarbeiter-Kompanie“, die von den Arbeiterorganisationen und
                            Konsumvereinen aus ganz Deutschland mit ihren Bestellungen unterstützt
                            wurde. Der Streik dauerte bis Anfang Mai, als die Fabrikordnung
                            zurückgezogen wurde. (Siehe:
                            <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/JPFBE2CU">Willy Buschak:
                                Friedrich Wilhelm Fritzsche. Nordenstedt 2015.</bibl> S. 30/31.)
                        </note>, für den auch bereits die Maschinenbauer sich interessiren u.
                    der von principieller Bedeutung zu werden scheint. Die Redaction nimmt sogar in
                    der „Politische<supplied cert="high">n</supplied> Übersicht“ des Hauptblattes
                    Notiz davon. – Ich möchte Ihnen nun zu bedenken geben, ob es nicht zweckmäßig
                    wäre, daß die <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004811 https://d-nb.info/gnd/503624-0">Internat. Associat.</orgName> den Berliner
                    Cigarrenarbeitern eine Unterstützung, <ref xml:id="e52088ed-346d-427b-a088-ed346dd27bdb" corresp="#e582cc01-88b2-4269-82cc-0188b2326933" type="editorialNote">wie früher den
                            Bronce-Arbeitern in Paris</ref><note xml:id="e582cc01-88b2-4269-82cc-0188b2326933" corresp="#e52088ed-346d-427b-a088-ed346dd27bdb" type="editorial">Gemeint ist
                            Streik der Pariser Bronzegießer von Ende Januar bis März 1867 für
                            Lohnerhöhungen, auf den die Unternehmer mit Aussperrungen reagiert
                            hatten. , Der Generalrat der Internationale hatte die streikenden mit
                            Geldsammlungen und öffentlichen Erklärungen zu unterstützen versucht.
                            Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000242">Marx
                                an Engels, 2.4.1867</ref> („Unsere
                            ‚International‘ hat einen grossen Sieg gefeiert.“ ) und Erl.) sowie die
                            entsprechenden Sitzungsprotokolle des Generalrats der IAA (<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/I7CVR5EI">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> I/20</bibl>. S. 537, 539, 541–545, 547,
                            557, 765 und 776).</note> zukommen lassen wollte. Es wäre das eine
                    mächtige Propaganda für die Intern. Associat. gegenüber den kleinlichen
                    Dimensionen des preuß. Staatssocialismus der Herren <ref xml:id="f94aa247-5a78-4b15-8aa2-475a785b15e1" corresp="#fea0985e-61c1-4b5f-a098-5e61c14b5fff" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010142 http://d-nb.info/gnd/118805894">Wagner</persName>
                  </ref><note xml:id="fea0985e-61c1-4b5f-a098-5e61c14b5fff" corresp="#f94aa247-5a78-4b15-8aa2-475a785b15e1" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010142 http://d-nb.info/gnd/118805894">Hermann
                                Wagener</persName>.</note> u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009513 http://d-nb.info/gnd/118760092">v.
                        Schweitzer</persName> u. gleichzeitig würden die Arbeiter sehen, daß der
                    Verfasser <ref xml:id="ac5fb09d-711d-4176-9fb0-9d711d0176ab" corresp="#ad59dd18-24ed-446a-99dd-1824edb46a17" type="editorialNote">des „<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Kapital</bibl>“</ref><note xml:id="ad59dd18-24ed-446a-99dd-1824edb46a17" corresp="#ac5fb09d-711d-4176-9fb0-9d711d0176ab" type="editorial">
                     <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Karl Marx: Das Kapital. Bd.
                                1. Buch 1. Hamburg 1867.</bibl> Siehe Erl. zu „1200 Seiten
                            Manuscript“ in <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000007">Marx an J. Ph. Becker, zw. 9. u.
                                15.1.1866</ref>. <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/25ETZ5BH">(MEGA<hi rendition="#sup">2</hi>
                        II/5)</bibl>.</note>, der als Secretair für Deutschland diese
                    Angelegenheit vermittelt, anderen Kalibers ist, als die „Vulgären“ bis auf <ref xml:id="ad7d33bb-f9f4-4fcb-bd33-bbf9f41fcbf9" corresp="#ae7b4a64-de27-41b3-bb4a-64de27c1b3b9" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009498 http://d-nb.info/gnd/118762575">Schulze-Delitsch</persName>
                  </ref><note xml:id="ae7b4a64-de27-41b3-bb4a-64de27c1b3b9" corresp="#ad7d33bb-f9f4-4fcb-bd33-bbf9f41fcbf9" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009498 http://d-nb.info/gnd/118762575">Hermann Schulze-Delitzsch</persName>.</note>
                    herunter.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Sie könnten dann eine geeignete,
                    die jetzige Lage kurz kritisirende Adresse beifügen, welche ihren Weg durch die
                    ganze Presse machen würde u. Sie der jetzigen Generation, sofort wieder populär
                    machte. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">
               <ref xml:id="f1177791-69a3-439e-9777-9169a3d39e6e" corresp="#cafe285d-10b3-4003-be28-5d10b310036d" type="editorialNote">
                     <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007983 http://d-nb.info/gnd/118572768">Liebknecht</persName>
                        <ex>s</ex>
                     </expan>
                     <bibl type="periodika" corresp="">Blatt</bibl>
                  </ref><note xml:id="cafe285d-10b3-4003-be28-5d10b310036d" corresp="#f1177791-69a3-439e-9777-9169a3d39e6e" type="editorial">
                     <bibl type="periodika" corresp="">Demokratisches Wochenblatt</bibl>.</note> ist vorzüglich.</p>
            <closer sameAs="MBUnterschrift">
               <signed>Wie immer<lb/>Der Ihrige<lb/>L.
                    Kugelmann<lb/>Dr</signed>
            </closer>
            <postscript>
               <p>Meinen <ref xml:id="c5341d2f-c5d3-4197-b41d-2fc5d321971a" corresp="#f744e490-bc1e-436c-84e4-90bc1ea36c5c" type="editorialNote">gestrigen Brief</ref><note xml:id="f744e490-bc1e-436c-84e4-90bc1ea36c5c" corresp="#c5341d2f-c5d3-4197-b41d-2fc5d321971a" type="editorial">
                        <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000545">L. Kugelmann an Marx,
                            4.2.1868</ref>
                     </note>
                   werden Sie erhalten
                        haben. – </p>
               <p>
                  <hi rendition="#u">Verte</hi>
               </p>
            </postscript>
         </div>
         <div type="writingAct" hand="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">
            <p>
               <pb/> Erinnern Sie sich, lieber Herr Doctor, daß <ref xml:id="d584b6ba-ef0e-4243-84b6-baef0e62432b" corresp="#e8a0c086-aa62-482f-a0c0-86aa62982f28" type="editorialNote">bei Ihrer Anwesenheit in Hannover</ref><note xml:id="e8a0c086-aa62-482f-a0c0-86aa62982f28" corresp="#d584b6ba-ef0e-4243-84b6-baef0e62432b" type="editorial">Marx besuchte Louis Kugelmann in Hannover vom 17.
                            April bis etwa 14. Mai 1867, als er sein Manuskript des „<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Kapital</bibl>“ nach
                            Hamburg brachte.</note> ein Skandal im
                    zoologischen
                    Garten die Aufmerksamkeit in Anspruch nahm und daß Sie und
                    ich, als wir hörten, daß gegen ein Mitglied des Verwaltungsraths
                    Gewaltthätigkeiten dabei vorgekommen seien, uns wegen des Herrn <ref xml:id="d09d602f-3bf9-4e29-9d60-2f3bf90e297a" corresp="#c2c71924-def2-4997-8719-24def2899721" type="editorialNote">Dr. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001323 http://d-nb.info/gnd/117280267">Schläger</persName>
                  </ref><note xml:id="c2c71924-def2-4997-8719-24def2899721" corresp="#d09d602f-3bf9-4e29-9d60-2f3bf90e297a" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001323 http://d-nb.info/gnd/117280267">Hermann Schläger</persName>.</note>, da er ein
                    solches ist, beunruhigten? Wir hatten die Freude zu hören, daß ihm kein Leides
                    zugestoßen sei und solches war auch bis jetzt noch nicht der Fall.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Obgleich <ref xml:id="bb75a480-3835-4733-b5a4-803835673365" corresp="#e4580792-d00b-4073-9807-92d00b5073ec" type="editorialNote">beifolgende Photographie von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001323 http://d-nb.info/gnd/117280267">ihm</persName>
                  </ref><note xml:id="e4580792-d00b-4073-9807-92d00b5073ec" corresp="#bb75a480-3835-4733-b5a4-803835673365" type="editorial">Das Foto von
                                <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001323 http://d-nb.info/gnd/117280267">Hermann Schläger</persName> ist nicht
                            überliefert.</note>, die ich heute bei einer Bekannten fand, aus
                    dem Jahre 1863 stammt, so darf ich dennoch die angenehme Versicherung geben, daß
                    Original noch jetzt in derselben zufriedenen Daseinsform existirt und in solcher
                    fortfährt <ref xml:id="fafefbc8-af14-413c-befb-c8af14313cdb" corresp="#ad19b66d-8187-4d8d-99b6-6d81878d8dbc" type="editorialNote">eine Zierde der Stadt Hannover und des
                            preußischen Landtages</ref><note xml:id="ad19b66d-8187-4d8d-99b6-6d81878d8dbc" corresp="#fafefbc8-af14-413c-befb-c8af14313cdb" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001323 http://d-nb.info/gnd/117280267">Hermann
                            Schläger</persName>
                     
                            war seit 1864 ehrenamtlicher Senator in Hannover und
                            von 1867 bis 1888 für die Nationalliberale Partei Mitglied des
                            Preußischen Abgeordnetenhauses.</note> zu sein. </p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">
               <pb/> Von Ihrem in Aussicht
                    stehenden Besuche, geehrter Herr Doctor, unterhalten mein <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007778 http://d-nb.info/gnd/119381311">Mann</persName> und ich uns oft und hoffen, daß derselbe sich
                    verwirklichen wird. Noch meinen herzlichsten Dank für die bereits erhaltenen
                        <ref xml:id="e7460618-9658-4caf-8606-1896588caf3c" corresp="#b0031c6f-f1ad-462b-831c-6ff1ad362baf" type="editorialNote">Bildchen Ihrer Fräulein Töchter</ref><note xml:id="b0031c6f-f1ad-462b-831c-6ff1ad362baf" corresp="#e7460618-9658-4caf-8606-1896588caf3c" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">Marx
                                an L. Kugelmann, 11.1.</ref>
                      und <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000537">30.1.1868</ref>
                     .</note>
                    und für Ihr freundliches Versprechen mir noch bessere senden zu wollen, womit
                    ich mich sehr freuen werde.</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Mit besten Grüßen an Ihre
                        liebe Familie und für Sie, geehrter Herr Doctor,</p>
            <closer sameAs="MBUnterschrift">
               <signed>Ihre<lb/>Gertrud Kugelmann.</signed>
            </closer>
         </div>
      </body></text>
</TEI>