<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="M0000528">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>
               <idno>26</idno>Louis Kugelmann an Karl Marx in London. Hannover, Freitag, 17.
                    und Samstag, 18. Januar 1868</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>RGASPI</institution>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">f. 1 op. 5 d. 1810</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Brief besteht aus einem Bogen dünnem, weißem Papier im Format 271 × 213 mm. Alle vier Seiten hat Kugelmann vollständig beschrieben, die
                            zweite und vierte Seite sind quer beschrieben. Schreibmaterial: schwarze
                            Tinte.</p>
                  <p>Von Kugelmanns Hand:
                            Anstreichungen
                            („Die Ursachen der Furunculose  ... Kaltwassercuren. –“; „Haben Sie mir
                            Instruktionen in Bezug auf Kertbeny zu geben? Kennen Sie ihn näher? –“;
                            „Die mir versprochenen ‚persönlichen Anecdota‘ hoffe ich nächstens zu
                            erfahren. –“).</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes bzw. der beschriebenen
                            Seiten mit Bleistift: „41a“ bis „41d“.</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007778 http://d-nb.info/gnd/119381311">Louis Kugelmann</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001901 http://www.geonames.org/2910831">Hannover</placeName>
               <date from="1868-01-17" to="1868-01-18" cert="high"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
            </correspAction>
            <correspContext>
               <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521"/>
            </correspContext>
            <note>Kugelmann beantwortet Marx’ Brief vom 11. Januar 1868 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">
                  <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">Marx
                            an L. Kugelmann, 11.1.1868
                        </ref>
               </ref>).</note>
            <note>Die erste Beilage („Vorgestern besuchte mich ein Ungarischer Agent (?) Herr
                    Kertbeny, von dem ich Ihnen einen Brief beilege.“) ist überliefert: siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000527">K.
                        M. Kertbeny an Marx, 17.1.1868</ref>. </note>
            <note>Die zweite Beilage („Kertbeny schickt mir eben noch eine Bibliografie seiner
                    Werke, welche anbei. –“) ist nicht überliefert.</note>
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002227">Privates - Marx</term>
               <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
               <term key="M0002469">Fotografie</term>
               <term key="M0002748">„Das Kapital“ (Arbeit an Manuskripten,
                        Veröffentlichung, Rezeption)</term>
               <term key="M0004209">Ungarn</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
   </teiHeader>
   <text><body>
         <div type="writingAct">
            <opener>
               <dateline sameAs="MBDatumszeile">
                  <pb/> Hannover, 17. Janr.
                        1868</dateline>
               <salute sameAs="MBAnrede">Mein hochverehrter, lieber
                        Freund!</salute>
            </opener>
            <p rend="MBTextOhneEinzug" style="text-align:both; ">
               <ref xml:id="b0b7ecc1-bdf0-45b0-b7ec-c1bdf095b043" corresp="#db91c82a-4b62-4c75-91c8-2a4b62ec7592" type="editorialNote">Wie
                            können Sie nur glauben, daß ich mich Ihnen gegenüber mit meiner
                            medicinischen Weisheit aufspielen will – als „Autorität“ geltend
                            machen.</ref><note xml:id="db91c82a-4b62-4c75-91c8-2a4b62ec7592" corresp="#b0b7ecc1-bdf0-45b0-b7ec-c1bdf095b043" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">Marx
                                an L. Kugelmann, 11.1.1868</ref>.</note> –
                    Es ist ja nur der Wunsch, Ihnen nützlich sein zu können u. daß ich dies nicht in
                    dem ganzen Umfange kann, wie ich möchte u. wie ich glaube, es auch verstände,
                    wenn – ja „wenn“ u. „aber“ nicht wäre, das verbittert mir alle meine sonstigen
                    Erfolge. – Daß ich Ihnen dies sage, ist eine Ungezogenheit, für die ich
                    gezüchtigt zu werden mit – Demuth – erwarte. Um Ihnen indeß zu beweisen, daß ich
                    wenigstens einige Berechtigung dadurch erworben habe über Ihre fatale Krankheit
                    mir ein Urtheil zu erlauben, daß ich darüber <hi rendition="#u">gedacht</hi>
                    habe, gestatten Sie mir folgende kurze Erklärung meiner Ideen, die ich indeß dem
                    Urtheile sachverständigerer Collegen unterordne, denn ich selbst habe nie einen
                    Carbunkel beobachtet, kenne ich nur von Anderen. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Der Furunkel ist: Entzündung
                    (circumscript) der Haut u. des Unterhautzellgewebes. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Von den anatomischen Elementen
                    der Haut interessirt uns hier nur das Corion, die Lederhaut, bekanntlich von
                    großer Unnachgiebigkeit, während das Unterhautzellgewebe sehr locker u.
                    nachgiebig ist. Entzünden sich beide Häute zu gleicher Zeit, so resultirt
                    daraus, daß das Entzündungsproduct wegen der Straffheit des Corion u. der
                    lockeren Beschaffenheit
                    der
                    subcutanen Zellgewebes eine konische Form annehmen muß, mit <pb/> der Spitze
                    nach Außen, u. daß je nach der Heftigkeit des Processes, die Basis relativ
                    größere Dimensionen annehmen muß – weil das mortificirte Bindegewebe eben wegen
                    des größeren Umfangs, sich nicht aus der kleinen, äußeren Öffnung eliminiren
                    kann.</p>
            <p>
               <table rows="3" cols="8">
                  <row>
                     <cell>
                        <hi rendition="#c">a</hi>
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                        <figure facs="Briefe/026_Zeichnung_Kugelmann.jpg" hand="#author">
                           <note type="editorial">Zeichnung von Kugelmann.</note>
                        </figure>
                     </cell>
                     <cell>-- Corion <lb/>-- Bindegewebe</cell>
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                     <cell>a – b</cell>
                     <cell>furunculöse Entzündung. –</cell>
                  </row>
                  <row>
                     <cell>
                        <hi rendition="#c">b   b   b</hi>
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               </table>
            </p>
            <p> Ja, die Ausdehnung des Processes ist durch eben erwähnten Umstand bedingt, denn,
                    der relativ langwierige Proceß der eitrigen Erreichung der Cutisschicht, welche
                    die Basis der Furunkels bedeckt, ist begleitet von ansehnlicher Exsudatbildung
                    im lockeren subcutanen Bindegewebe. – Eine außerordentliche Abkürzung der
                    localen Erkrankung läßt sich erzielen, durch Spaltung der Cutis bis ins
                    Unterhautbindegewebe. Dann kann sich der Bindegewebspropf eliminiren, welcher
                    bislang der Ausstoßung <ref xml:id="f494b101-f505-48bb-94b1-01f505e8bb1d" corresp="#d93e397f-5de2-4ca8-be39-7f5de2bca88a" type="editorialNote">
                     <unclear reason="illegible" cert="low">vorfallen</unclear>
                  </ref><note xml:id="d93e397f-5de2-4ca8-be39-7f5de2bca88a" corresp="#f494b101-f505-48bb-94b1-01f505e8bb1d" type="editorial">alternative Lesung: verfallen.</note> u. weitere Ausdehnung der Entzündung ist damit coupirt. – Dies habe ich
                    an mir selbst u. vielen Anderen häufig erprobt, namentlich, daß der Schmerz,
                    bewirkt durch Druck der Hautnerven zwischen Exsudatkonus im subcut. Bindegewebe
                    u. Lederhaut sofort beseitigt ist, weil, durch den Einstich, diese Spannung
                    aufhört. – Das also habe ich des öfteren selbst beobachtet. – Den „Anthrax“ habe
                    ich nicht die Ehre <hi rendition="#u">persönlich</hi> zu kennen, was ich indeß
                    von diesem erfahren habe giebt bei mir der Vermuthung Raum, daß <hi rendition="#u">dies ein, durch das Substrat modificirter Furunkel ist</hi>.
                    Die Modification des Substrates vermuthe ich im ungenügender <hi rendition="#u">reproductiver</hi> Ernährung. – Während <pb/> also hier ebenfalls das <hi rendition="#u">Locale</hi> Leiden Incision indicirt, ist gleichzeitig im <hi rendition="#u">Allgemeinen</hi> auf zweckmäßige Diätetik des erkrankten
                    Individuums im ausgedehntesten Sinne Rücksicht zu nehmen. –</p>
            <p rendition="#mMM">Die Ursachen der Furunculose
                    sind häufig nicht zu ermitteln. Bisweilen entsteht sie durch Überreizung der
                    Haut, zB. nach forcirten Kaltwassercuren. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Das sind die Ansichten, die ich
                    mir theils durch Beobachtung, theils durch Nachdenken gebildet habe u. wenn ich
                    irre, wird es freuen eines besseren belehrt zu werden, noch mehr, wenn Sie,
                    lieber Freund, nie wieder Gelegenheit finden, an sich selbst hierüber kritische
                    Studien zu machen. –</p>
         </div>
         <div type="writingAct">
            <opener>
               <dateline>18/1</dateline>
            </opener>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; "> Gestern wurde ich gestört
                    deshalb heute noch in Eile, daß Ihnen Herr <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003747">Carl
                        Coppel</persName>,
                    Banquier, von hier, ein Vetter von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008197 http://d-nb.info/gnd/11678296X">Bertha
                        Markheim</persName>, <ref xml:id="bc69d9e4-587e-4e17-a9d9-e4587e3e17d2" corresp="#b50ed74d-1a2d-4fc5-8ed7-4d1a2ddfc5af" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006406 http://d-nb.info/gnd/118527797">Dühring</persName>’s <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/9JXZLDB5">Schrift</bibl> über
                                <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005956 http://d-nb.info/gnd/117672963">Carey</persName>
                  </ref><note xml:id="b50ed74d-1a2d-4fc5-8ed7-4d1a2ddfc5af" corresp="#bc69d9e4-587e-4e17-a9d9-e4587e3e17d2" type="editorial">
                     <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/9JXZLDB5">E[ugen] Dühring: Die Verkleinerer Carey’s und die
                                Krisis der Nationalökonomie. 16 Briefe. Breslau 1867</bibl>.
                            (Handexemplar von Marx. <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/WAZZ3DEJ">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> IV/32</bibl>. Nr.
                            342.) Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">Marx an L. Kugelmann, 11.1.1868</ref> und
                            Erl.</note> u. <ref xml:id="dd6d7af1-bf79-47f5-ad7a-f1bf79d7f5a9" corresp="#a35386ec-9093-4830-9386-ec9093283098" type="editorialNote">2 Ihrer Photographien</ref><note xml:id="a35386ec-9093-4830-9386-ec9093283098" corresp="#dd6d7af1-bf79-47f5-ad7a-f1bf79d7f5a9" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">Marx
                                an L. Kugelmann, 11.1.1868</ref> und
                        Erl.</note> überreichen wird. Er reist morgen von hier ab. – Eine
                    Bitte, lieber Freund! Empfangen <hi rendition="#u">Sie</hi> den jungen Mann
                    freundlich u. lassen Sie sein geziertes Wesen Sie nicht irritiren; – ich weiß ja
                    wie rücksichtsvoll Sie im Allgemeinen sind. – Der junge Mann hat zunächst das
                    Verdienst <ref xml:id="a8ba501c-2297-4a7b-ba50-1c2297ca7bc3" corresp="#b0f0413e-3e27-4f06-b041-3e3e276f066c" type="editorialNote">Ihr <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Buch</bibl>
                  </ref><note xml:id="b0f0413e-3e27-4f06-b041-3e3e276f066c" corresp="#a8ba501c-2297-4a7b-ba50-1c2297ca7bc3" type="editorial">
                     <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Karl Marx: Das Kapital. Bd. 1. Buch
                                1. Hamburg 1867.</bibl> Siehe Erl. zu „1200 Seiten Manuscript“ in
                                <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000007">Marx an J. Ph. Becker, zw. 9. u.
                                15.1.1866</ref>. <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/25ETZ5BH">(MEGA<hi rendition="#sup">2</hi>
                        II/5)</bibl>.</note> zu studiren, dann hat er vielfache Beziehungen
                    von denen man eventl. Nutzen haben kann. So hat er mir bereits zugesagt, <ref xml:id="dfd33ab7-648c-4799-933a-b7648c979979" corresp="#e64d71b0-40f0-4fb5-8d71-b040f02fb5e4" type="editorialNote">eine Besprechung Ihres Buches in die „<bibl type="periodika" corresp="">Berliner Börsen-Ztg</bibl>“ zu
                            bringen</ref><note xml:id="e64d71b0-40f0-4fb5-8d71-b040f02fb5e4" corresp="#dfd33ab7-648c-4799-933a-b7648c979979" type="editorial">Eine Besprechung des „<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Kapitals</bibl>“ in
                            der „<bibl type="periodika" corresp="">Berliner
                                Börsen-Zeitung</bibl>“ konnte nicht nachgewiesen werden. Siehe <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/AE939SQE">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> I/21</bibl>. S. 1204.</note>, wenn
                    er von England zurückkommt. – Unsere Parthei ist zu klein als daß man nicht „in
                    Ehren“ jeden Anknüpfungspunct ergreifen müßte. Ich zweifle nicht, daß er ganz
                    begeistert von Ihnen heimkehrt. Auch an <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005708  http://d-nb.info/gnd/127609342">Borkheim</persName> habe ich ihn empfohlen, der mir zugesagt hat, ihn gut
                    aufzunehmen. – Dieser junge Mann hat sich durch <ref xml:id="ae48ecb0-77d7-4739-88ec-b077d7273921" corresp="#f1264183-e416-4584-a641-83e416758448" type="editorialNote">eine
                            Brochüre</ref><note xml:id="f1264183-e416-4584-a641-83e416758448" corresp="#ae48ecb0-77d7-4739-88ec-b077d7273921" type="editorial">Nicht bekannt.</note>
                    über eine schwedische Anleihe einen schwedischen Orden erworben; soll ein
                    tüchtiger Finanzmann sein, sehen wir, was er <hi rendition="#u">uns</hi>
                    vielleicht noch nützen kann. – </p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">
               <pb/>
               <ref xml:id="f084ad7f-cf96-452a-84ad-7fcf96252a53" corresp="#ec1557bd-07e8-4048-9557-bd07e8a048bf" type="editorialNote">
                     <hi rendition="#u">
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009912 http://d-nb.info/gnd/118622366">Thünen</persName>’s</hi>:
                                <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/RKVZECEZ">Der isolirte
                                Staat pp</bibl>
                  </ref><note xml:id="ec1557bd-07e8-4048-9557-bd07e8a048bf" corresp="#f084ad7f-cf96-452a-84ad-7fcf96252a53" type="editorial">
                     <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/RKVZECEZ">Johann Heinrich von
                                Thünen: Der isolirte Staat in Beziehung auf Landwirthschaft und
                                Nationalökonomie. Theil 1. 2. verm. und verb. Aufl. Rostock 1842.
                                Theil 2. Abth. 2: Der naturgemäße Arbeitslohn und dessen Verhältniß
                                zum Zinsfuß und zur Landrente. Rostock 1863</bibl>. Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">Marx
                                an L. Kugelmann, 11.1.1868</ref>, <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000545">4.2.</ref>
                            und <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000564">6.3.1868</ref>.
                        </note> hoffe ich Ihnen gegen Ende d. Mts. senden zu können. Es sind 4 <expan resp="editor" sameAs="dottet_underline">Th<ex>ei</ex>le</expan>, der erste
                    erschien 1842, der letzte 1863. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Vorgestern besuchte mich ein
                    Ungarischer Agent (?) <ref xml:id="d88342b8-e270-4885-8342-b8e270788510" corresp="#eeb4228e-55f8-4560-b422-8e55f895605b" type="editorialNote">Herr <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001540 http://d-nb.info/gnd/119127431">Kertbeny</persName>, von dem ich Ihnen einen Brief
                            beilege</ref><note xml:id="eeb4228e-55f8-4560-b422-8e55f895605b" corresp="#d88342b8-e270-4885-8342-b8e270788510" type="editorial">Siehe
                                <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000527">Karl Maria Kertbeny an Marx,
                                17.1.1868</ref>.</note>
               . Ich weiß noch
                    nicht was ich aus ihm machen soll, er sprach über alles Mögliche: Ungarische
                    Revolution, u. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007626 http://d-nb.info/gnd/118560751">Wilh. v. Kaulbach</persName>,
                    Sulinamündungen, u. <ref xml:id="a1ff2cf9-3cb8-4a4a-bf2c-f93cb8da4ac8" corresp="#a9ea430a-082b-4836-aa43-0a082b9836c2" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002595 http://d-nb.info/gnd/118593226">Petöfi</persName>
                  </ref><note xml:id="a9ea430a-082b-4836-aa43-0a082b9836c2" corresp="#a1ff2cf9-3cb8-4a4a-bf2c-f93cb8da4ac8" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002595 http://d-nb.info/gnd/118593226">Sándor Petőfi</persName>.</note>, Oberst <ref xml:id="c1b988f5-1905-40e0-b988-f51905d0e03e" corresp="#a2c0a21d-396f-4c57-80a2-1d396f5c5757" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005410 1001751">Banja</persName>
                  </ref><note xml:id="a2c0a21d-396f-4c57-80a2-1d396f5c5757" corresp="#c1b988f5-1905-40e0-b988-f51905d0e03e" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005410 1001751">János
                            Bangya</persName>.</note> u. Pferdebändigung, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008553 http://d-nb.info/gnd/118586416">Louis Napoleon</persName>, Raceneinfluß, Ballet, ungarische
                    Emigration, Cultur Asiens, 4stündige Unterhaltung mit <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005607 http://d-nb.info/gnd/11851136X">Bismark</persName> etc. Einige Brochüren von ihm bringt Ihnen <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003747">Coppel</persName> mit. </p>
            <p rendition="#mMM">– <ref xml:id="bbe99c64-1cd9-4192-a99c-641cd9c19287" corresp="#bd98111f-39ee-434a-9811-1f39ee034a48" type="editorialNote">Haben Sie mir Instruktionen in Bezug
                            auf Kertbeny zu geben?</ref><note xml:id="bd98111f-39ee-434a-9811-1f39ee034a48" corresp="#bbe99c64-1cd9-4192-a99c-641cd9c19287" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000537">Marx
                                an L. Kugelmann, 30.1.1868</ref>.</note>
                    Kennen Sie ihn näher? –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">Besten Dank im Namen <ref xml:id="c3185aed-4d2e-4c7d-985a-ed4d2e0c7d7b" corresp="#b81ee22f-c3ab-498d-9ee2-2fc3aba98d4b" type="editorialNote">meiner <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">Frau</persName>
                  </ref><note xml:id="b81ee22f-c3ab-498d-9ee2-2fc3aba98d4b" corresp="#c3185aed-4d2e-4c7d-985a-ed4d2e0c7d7b" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007777 1015601">Gertrud Kugelmann</persName>.</note> u. <ref xml:id="c2dd2b60-0a16-4956-9d2b-600a16e956c6" corresp="#f7507663-a7b8-45bd-9076-63a7b8d5bd5d" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007776 http://viaf.org/viaf/887144647720821499639">Fränzchens</persName>
                  </ref><note xml:id="f7507663-a7b8-45bd-9076-63a7b8d5bd5d" corresp="#c2dd2b60-0a16-4956-9d2b-600a16e956c6" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007776 http://viaf.org/viaf/887144647720821499639">Franzisca Kugelmann</persName>.</note> für <ref xml:id="e4f738ae-f658-4a0d-b738-aef658ba0dd9" corresp="#b33ebf8c-af18-4522-bebf-8caf18652299" type="editorialNote">gesandte Photographien</ref><note xml:id="b33ebf8c-af18-4522-bebf-8caf18652299" corresp="#e4f738ae-f658-4a0d-b738-aef658ba0dd9" type="editorial">Aufnahmen von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008235  http://d-nb.info/gnd/118728997">Jenny
                                (Tochter)</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008229 http://d-nb.info/gnd/118745913">Eleanor
                                Marx</persName> (RGASPI, Sign. f. 384, op. 1, d. 58 und 103.). Siehe
                                <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000521">Marx
                                an Kugelmann, 11.1.1868</ref>.</note>, die
                    von Neuem den Wunsch erregt haben die Originale kennen zu lernen. –</p>
            <p rendition="#mMM">Die mir versprochenen
                    „persönlichen Anecdota“ hoffe ich nächstens zu erfahren. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">In dem <ref xml:id="ff0d3326-333e-40bf-8d33-26333e70bfb5" corresp="#c3a1595a-f136-474a-a159-5af136f74a1c" type="editorialNote">
                     <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/EAFYG6GK">Aufsatze</bibl>
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006406 http://d-nb.info/gnd/118527797">Dühring</persName>s über Ihr <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/PT9GISVC">Buch</bibl>
                  </ref><note xml:id="c3a1595a-f136-474a-a159-5af136f74a1c" corresp="#ff0d3326-333e-40bf-8d33-26333e70bfb5" type="editorial">
                     <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/EAFYG6GK">[Eugen] Dühring:
                                Marx, Das Kapital, Kritik der politischen Oekonomie, 1. Band,
                                Hamburg 1867. In: Ergänzungsblätter zur Kenntniß der Gegenwart.
                                Hildburghausen. Bd. 3. H. 3. 1867. S. 182–186</bibl>. (Handexemplar
                            von Marx. <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/WAZZ3DEJ">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> IV/32</bibl>. Nr. 341). Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000506">Louis
                                Kugelmann an Marx, 3. Januar
                        1868</ref>.</note> fand ich ebenfalls als
                    hervorstechendstes Symptom – Angst –, die sich hinter die Phrase verkriecht, man
                    müsse erst sehen, wohinaus Sie wollten, was ja an u. für sich für die <hi rendition="#u">Kritik</hi> gleichgültig. – Ferner Ihre gründlichen
                    historischen Entwicklungen, Ihre scharfe Logik einfach als „Methode“
                    darzustellen, ungefähr so als wenn Jemand zum Bahnhof geht u. sich um <supplied cert="high">nach</supplied> Berlin zu kommen in den Berliner Zug setzt u.
                    dann ganz gewiß hinkömmt, was <hi rendition="#u">natürlich</hi> nicht geschehen
                    würde, wenn er den Cölner zu bestiege. –</p>
            <p rend="MBTextMitEinzug" style="text-align:both; ">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001540 http://d-nb.info/gnd/119127431">Kertbeny</persName> schickt mir eben noch <ref xml:id="c4ebb17c-3929-4898-abb1-7c39293898ac" corresp="#d6d333a2-a74e-41b5-9333-a2a74e71b51b" type="editorialNote">eine Bibliografie seiner Werke, welche
                            anbei</ref><note xml:id="d6d333a2-a74e-41b5-9333-a2a74e71b51b" corresp="#c4ebb17c-3929-4898-abb1-7c39293898ac" type="editorial">Die Beilage ist nicht überliefert.</note>. –</p>
            <closer sameAs="MBUnterschrift">
               <salute>Wie immer herzlichst</salute>
               <signed>Ihr<lb/>treu
                    ergebener<lb/>LKugelmann<lb/>Dr</signed>
            </closer>
         </div>
      </body></text>
</TEI>