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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>415</idno>Gustav W. F. Wiese an Friedrich Engels in Manchester.
                    Manchester, Freitag, 8. November 1867</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">L 6352/L IX 270
                                Fotosign. 14906&lt;a–c&gt;</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Brief besteht aus einem Bogen mittelstarkem, weißem Papier im Format
                            406 × 255 mm. Wiese hat die ersten drei Seiten vollständig beschrieben,
                            die vierte Seite ist leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
                  <p>Archivsignatur des SPD-Archivs auf der ersten Seite oben links: „II 21 J
                            16.“</p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 1 op. 5 d. 1763</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
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      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003800 http://d-nb.info/gnd/117367206">Wiese, Gustav W. F. (-)</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004039 http://www.geonames.org/2643123">Manchester</placeName>
               <date when="1867-11-08"/>
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            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
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         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002313">Gesellschaftsleben/Exilantenleben in London u.
                        Manchester (Schiller-Anstalt, Arbeiter-Bildungsverein, Albert-Club,
                        Versammlungsabende u. ä.)</term>
               <term key="M0002134">Privates - Engels (Familie, Geschäfte, Reisen)</term>
            </keywords>
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                  <pb/> Manchester den 8<hi rendition="#sup">ten</hi>
                  <lb/>November
                        1867.</dateline>
               <salute>Geehrter Herr Engels.</salute>
            </opener>
            <p>Es ist seit einiger Zeit mein eifriges Bestreben gewesen eine Stelle, womöglich
                    als Correspondent, in einem der hiesigen Handlungshäuser zu finden; jedoch war
                    ich darin bisher nicht vom Erfolge begünstigt. Ein paar gute Chancen, die sich
                    mir vor Kurzem boten, verlor ich einzig aus dem Grunde, daß ich noch keine
                    praktische Erfahrung im Geschäft hatte, während man, nach den Proben, die ich in
                    Englischer, Deutscher, Französischer und Italienischer Correspondenz ablegte,
                    zugab, daß meine Sprachkenntniße mich zu der Stelle eines Correspondenten
                    befähigten. Hiernach muß ich doch befürchten, daß mir wenig Aussicht bleibt eine
                    Stelle, wie ich sie wünsche in einem Geschäft zu finden, ehe ich mir einige
                    Geschäftskenntniß angeeignet habe. Ich verhehle mir nicht, daß diese Aufgabe,
                    eine Stelle <pb/> in einem Handlungshause zu finden, wo man mir Gelegenheit gibt
                    als Volontair meine Freistunden zu verwenden um mir einige Kenntniß vom Geschäft
                    im Allgemeinen zu erwerben, wohl eine eben so schwierige ist, als die erstere.
                    Es müßte sich schon Jemand besonders für mich interressiren, heißt es von Seiten
                    der Herren, die mir den Rath gaben mich nach einer solchen Stelle zur Übung
                    umzusehen. Ich habe nun freilich das Glück einige Leute hier zu kennen, die sich
                    für mich besonders interressiren, aber leider gehören diese nicht zu den
                    Geschäftsleuten. Wenn ich mich nun an Sie, geehrter Herr Engels, um freundlichen
                    Rath oder Aushülfe, wende, so geschieht das von meiner Seite nicht etwa aus dem
                    Grunde, daß ich mich zu der Hoffnung berechtigt fühlte, daß Sie sich besonders
                    für mich interressirten, sondern einfach aus dem festen Vertrauen, daß Sie, wie
                    gegen Ihre Landsleute überhaupt, so auch gegen mich, wohlwollend gesinnt sind
                    und, daß Sie mir zu meinem Fortkommen behülflich sein werden sofern es in Ihrer
                    Macht <pb/> liegt. Könnten Sie mir daher in Ihrem eigenen Geschäfte Gelegenheit
                    geben die Stunden von Morgens 9–11 Uhr u. von Nachmittags 3½–4½ Uhr zuzubringen,
                    um mich in geschäftlichen Arbeiten zu üben, oder mir eine solche in einem
                    anderen Hause nachweisen, so würde ich Ihnen unendlich verbunden sein. Daß Sie
                    sich, was strenge Discretion in Beziehung auf alle Ihre Interressen anbelangt,
                    vollkommen auf meine Ehrenhaftigkeit verlassen können, brauche ich Ihnen nicht
                    erst zu versichern in der Ueberzeugung, daß Sie darin keinen Zweifel setzen.</p>
            <p>Für das Wohl der <ref xml:id="e399eb54-1c5f-43be-99eb-541c5f73bedb" corresp="#c3994671-ef4b-4c89-9946-71ef4bcc89ae" type="editorialNote">Schiller-Anstalt</ref><note xml:id="c3994671-ef4b-4c89-9946-71ef4bcc89ae" corresp="#e399eb54-1c5f-43be-99eb-541c5f73bedb" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000291">S.
                                Nördlinger an Engels, 3.7.1867</ref> und <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000023">Erl.
                                zu S. Nördlinger an Engels, 26.1.1866</ref>.
                        </note> werde ich mich stets eifrig interressiren und darnach wirken,
                    selbst wenn ich mehr Bibliothekar derselben sein werde. Ueberhaupt würde ich
                    Ihnen sicher den Beweis liefern, daß Sie keinen Undankbaren verpflichtet
                    hätten.</p>
            <closer>
               <signed>Hochachtungsvoll<lb/>Ihr ergebener<lb/>Gustav W. F. Wiese </signed>
            </closer>
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