<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="M0000312">
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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>304</idno>Sigismund Ludwig Borkheim an Karl Marx in
                                        London. Paris, Montag, 5. August 1867</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">D 452/D I 121
                                                  Fotosign. 9676a–c</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Brief besteht aus zwei Blatt dünnem, weißem
                                                  Papier im Format 214 bzw. 216 × 273 mm.
                                                  Wasserzeichen auf beiden Blättern: „La[croix]
                                                  Fr[ères]“. Borkheim hat die ersten drei Seiten
                                                  vollständig beschrieben, die vierte Seite ist
                                                  leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte.</p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 1 op. 5 d. 1723</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005708  http://d-nb.info/gnd/127609342">Sigismund Ludwig
                                                Borkheim</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001619 http://www.geonames.org/2988507">Paris</placeName>
               <date when="1867-08-05"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
            </correspAction>
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0004076">Internationale Liga für Frieden
                                                und Freiheit/Friedens- und Freiheitsliga</term>
               <term key="M0004394">Russland</term>
               <term key="M0002035">Lektüren im
                                                Korrespondentenkreis</term>
               <term key="M0003244">Internationale Beziehungen in
                                                Europa</term>
               <term key="M0004068">Frankreich</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
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   <text><body>
         <div type="writingSession">
            <opener>
               <dateline>
                  <pb/> Paris den 5<hi rendition="#sup">ten</hi>
                                                Aug. 1867</dateline>
               <salute>Lieber Marx,</salute>
            </opener>
            <p>Hier finde ich zu meiner Überraschung in allen Kreisen die
                                        Überzeugung, daß ein Krieg mit Deutschland unvermeidlich.
                                        Auf meine Frage, was dadurch erreicht werden solle, giebt
                                        mir Niemand eine Antwort, das weiß Niemand. Die Leute
                                        sprechen, wie Menschen, die der Soldatenherrschaft verfallen
                                        sind – unwiderruflich. Die Regierung hat alle
                                        professionellen Soldaten für sich und kann machen, was sie
                                        will. Das Gefühl, wenn auch dunkel, ist da, daß nur Rußland
                                        dabei gewinnen kann; anstatt aber dahin zu arbeiten, daß <hi rendition="#u">dem</hi> Zustande abgeholfen wird,
                                        erhitzt man sich beim Absynth über ein Geschichtchen, wonach
                                        nicht prämiirte preußische Pferdeaussteller damit gedroht
                                        hätten, sie würden die nichtprämiirten Mähren nächstens zu
                                        Hunderttausenden in der Seine tränken. Daß bei der
                                        allgemeinen Geschäftsstockung, bei dem Verstecken des
                                        Baaren, bei dem stillen Tosen der Arbeiter, ein Krieg
                                        erkünstelt werden kann, um Rußland und durch es die Reaktion
                                        der Welt zu stärken, dafür finde ich kein Verständniß. Wenn
                                        man ihnen sagte, es handelt sich drum, wem die gesammelten
                                        Schätze zufallen sollen, den Russo-Tartaren und ihren
                                        westeuropäischen Freunden, oder den Arbeitern, so kann man
                                        es genießen, als verrückt ins Irrenhaus gesperrt zu werden.
                                        Wie <ref xml:id="a996a1a9-b06b-4c07-96a1-a9b06b8c075c" corresp="#f1ef83c6-1ee3-402f-af83-c61ee3c02fb4" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002894 http://d-nb.info/gnd/118504959">Attila</persName> den <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012055 http://d-nb.info/gnd/118756885">Theodosius</persName> behandelte</ref><note xml:id="f1ef83c6-1ee3-402f-af83-c61ee3c02fb4" corresp="#a996a1a9-b06b-4c07-96a1-a9b06b8c075c" type="editorial">Siehe <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/QJNW7752">Karl Friedrich Neumann: Die Völker des südlichen
                                                  Russlands in ihrer geschichtlichen Entwickelung.
                                                  Eine von dem Königlichen Institut von Frankreich
                                                  gekrönte Preisschrift. 2. Aufl. Leipzig
                                                  1855</bibl>. S. 45–53. Die <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/7D44A388">erste Auflage</bibl> dieser Schrift erschien
                                                  1847. Welche Ausgabe Borkheim benutzte, konnte
                                                  nicht ermittelt werden. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012055 http://d-nb.info/gnd/118756885">Theodosius II</persName>, der Jüngere, der schon
                                                  als Kind 402 zum Augustus ernannt wurde, hatte mit
                                                  Persien um Armenien und mit dem sich im Donauraum
                                                  bildenden Großreich der Hunnen gekämpft. Seit 430
                                                  mußte der Frieden mit hohen Tributzahlungen von
                                                  dem Hunnenkönig <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002894 http://d-nb.info/gnd/118504959">Attila</persName> erkauft werden.</note>,
                                        davon wissen die Absynth-Anbeter und Schoppenvertilger
                                        Nichts, auch wohl <pb/> nicht, daß <ref xml:id="dc213d86-dad3-4642-a13d-86dad3364216" corresp="#f8c59bd7-1d0d-4c37-859b-d71d0d8c3715" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001347">Orestes</persName> und sein Vater <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002193">Tatulus</persName>
                  </ref><note xml:id="f8c59bd7-1d0d-4c37-859b-d71d0d8c3715" corresp="#dc213d86-dad3-4642-a13d-86dad3364216" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001347">Flavius
                                                  Orestes</persName>, Sohn des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002193">Tatullus</persName>, aus
                                                  Pannonien, römischer Feldherr in der Spätphase des
                                                  weströmömischen Reichs, diente dem Hunnenkönig
                                                  <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002894 http://d-nb.info/gnd/118504959">Attila</persName>
                                                  als Sekretär und wurde in dieser Funktion mehrmals
                                                  zum oströmischen Kaiser <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012055 http://d-nb.info/gnd/118756885">Theodosius
                                                  II.</persName> gesandt. Nach Attilas Tod 453
                                                  diente er den weströmischen Kaisern, ließ 475
                                                  seinen Sohn <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0011888 http://d-nb.info/gnd/124521940">Romulus</persName>,
                                                  der später den Spottnamen Augustulus erhielt, zum
                                                  Kaiser Westroms ausrufen.
                                                  </note>,
                                                <ref xml:id="f861b8fa-25fd-4645-a1b8-fa25fdd645f1" corresp="#f810eed9-b2fc-415f-90ee-d9b2fc815fab" type="editorialNote">wie <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002158 http://d-nb.info/gnd/116962259">Neumann</persName> in den
                                                  „Völkern des südlichen Rußlands“ erzählt, im
                                                  Dienste des Attila stehende Römer waren, von dem
                                                  sie große Geschenke erhielten.</ref><note xml:id="f810eed9-b2fc-415f-90ee-d9b2fc815fab" corresp="#f861b8fa-25fd-4645-a1b8-fa25fdd645f1" type="editorial">
                     <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/QJNW7752">Karl Friedrich Neumann: Die Völker
                                                  des südlichen Russlands … 2. Aufl. Leipzig
                                                  1855</bibl>.
                                                  S. 53.</note>
                                        Und der Sohn des <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001347">Orestes</persName> wurde <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0011888 http://d-nb.info/gnd/124521940">Romulus
                                                Augustulus</persName>! Schlimmer ist, daß man es
                                        nicht lernen will. Selbst unser Freund <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009405  http://d-nb.info/gnd/139571175">Schily</persName>
                                        macht sich über meine Anschauung lustig, die er nicht gesund
                                        findet, weil ich nicht die französischen Zeitungen lese. Er
                                        nennt es eine <hi rendition="#u">billige, gefahrlose
                                                Opposition,</hi> gegen das Russenthum loszuziehen.
                                        Im vollkommenen Bewußtsein der „Billigkeit“ meiner
                                        Anschauungen, die das Erzeugniß härterer Arbeit sind, als es
                                        das Zeitungslesen ist, beruhige ich mich. Die Opinion
                                        Nationale und der <ref xml:id="a682ff07-ebbb-4335-82ff-07ebbb8335fd" corresp="#e688c9fc-1657-4303-88c9-fc1657d30343" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005689 http://d-nb.info/gnd/101921632">Prinz
                                                  Napoleon</persName>
                  </ref><note xml:id="e688c9fc-1657-4303-88c9-fc1657d30343" corresp="#a682ff07-ebbb-4335-82ff-07ebbb8335fd" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005689 http://d-nb.info/gnd/101921632">Napoléon
                                                  Jérôme Joseph Charles Paul Bonaparte</persName>
                                                  (seit 1852) prince Napoléon, genannt Plonplon
                                                  (Plon Plon).</note> predigten <hi rendition="#u">auch</hi> gegen Rußland, sagt
                                                <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009405  http://d-nb.info/gnd/139571175">Schily</persName>. Das wäre abgedroschen u.s.w. Ich
                                        darf mir das Vergnügen versagen, zu untersuchen, inwieweit
                                        der Plonplonismus mit meinen Ansichten übereinstimmt. Sollte
                                        ich, wenn <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005689 http://d-nb.info/gnd/101921632">Plonplon</persName> König v. Polen wird, zu seinem
                                        Geheimenrath avanciren, so werde ich den alten garçon Schily
                                        durch einige schöne Polinnen veranlassen müssen zu schweigen
                                        über seine Sehergabe. –</p>
            <p>
               <ref xml:id="b8d286c0-6a47-4ccc-9286-c06a476ccc74" corresp="#c18e153a-560c-4acf-8e15-3a560c4acf66" type="editorialNote">Ligue du désarmement. – Konkurrenz der
                                                  Gesellschaft de la paix, die sich unter „höheren“
                                                  Namen in Genf vereinigt, während Ligue du
                                                  désarmement von gewöhnlichen Menschenkindern wach
                                                  gerufen worden. An dieser ligue ist <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009405  http://d-nb.info/gnd/139571175">Schily</persName> stark
                                                  betheiligt</ref><note xml:id="c18e153a-560c-4acf-8e15-3a560c4acf66" corresp="#b8d286c0-6a47-4ccc-9286-c06a476ccc74" type="editorial">Unter
                                                  dem Eindruck der Kriegsgefahr in Europa während
                                                  der „Luxemburg-Krise“ konstituierten sich
                                                  Friedensorganisationen wie die „Ligue
                                                  (Internationale) du Désarmement“ und die „Ligue
                                                  (Internationale et Permanente) de la Paix“. Der
                                                  Aufruf zur Gründung der „Ligue du Désarmement“
                                                  erging von Seiten der Pariser Sektion der IAA im
                                                  Juni 1867; für Deutschland zeichnete u. a. Victor
                                                  Schily. Vom 9. bis 12. September 1867 tagte ein
                                                  internationaler Friedenskongress („Congrès
                                                  Universel de la Paix“) in Genf, in dessen Folge
                                                  die „Internationale Liga für Frieden und
                                                  Freiheit“/„Ligue Internationale de la Paix et de
                                                  la Liberté“ gegründet wurde. Das
                                                  Organisationskomitee des Kongresses hatte auch
                                                  Mitglieder der IAA zur Teilnahme eingeladen, doch
                                                  der Generalrat der IAA hatte bereits am 13. August
                                                  1867 auf Anraten von Marx beschlossen, keine
                                                  offiziellen Vertreter der IAA zum Kongress zu
                                                  entsenden. Es wurde jedoch den Mitgliedern der IAA
                                                  anheimgestellt, als Privatpersonen teilzunehmen.
                                                  (Siehe <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/LKLES7SU">Minutes of the General Council
                                                  1866/1867</bibl>. S. 585.27–586.19; Annales du
                                                  Congrès de Genève (9–12 septembre 1867). Genève
                                                  1868; <bibl type="secondary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/FN26NLQM">Volkmer: Kriegsverhütung und
                                                  Friedenssicherung durch Internationale
                                                  Organisation.</bibl> S. 246–257; <bibl type="secondary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/NLCSK4HR">Linden: The International Peace Movement.</bibl>
                                                  S. 646 ff. (Ligue de la Paix); S. 682 ff.; 694 ff.
                                                  (Genfer Friedenskongress; Ligue de la Paix et de
                                                  la Liberté); S. 743/744 (Ligue du Désarmement);
                                                  <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000365">S.
                                                  L. Borkheim an Marx,
                                                  30.9.1867</ref> und
                                                  Erl.)</note>. <ref xml:id="b992580c-c484-4ef7-9258-0cc4848ef776" corresp="#aa35e305-014f-45b3-b5e3-05014fb5b373" type="editorialNote">Ich
                                                  habe eine Antwort des anrüchigen <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009498 http://d-nb.info/gnd/118762575">Schulze-Delitzsch</persName> auf
                                                  die Einladungen von beiden
                                                  Friedens<pb/>gesellschaften gelesen.</ref><note xml:id="aa35e305-014f-45b3-b5e3-05014fb5b373" corresp="#b992580c-c484-4ef7-9258-0cc4848ef776" type="editorial">
                     <p>A[uguste] Vermorel: Le parti de la guerre en
                                                  Allemagne. In: Le Courrier français. Paris.
                                                  Nr. 49, 5. August 1867. S. 1: „La tendance de
                                                  l’ancien parti national d’outre Rhin se dessine de
                                                  plus en plus. Nous avons sous les yeux une lettre
                                                  accompagnée d’un mémoire portant la signature de
                                                  M. Schultze-Delitzsch, en réponse à une invitation
                                                  du <hi rendition="#u">Comité du congrès
                                                  international de la paix</hi> et de la Ligue
                                                  internationale du désarmement, où se trouvent
                                                  exposés les motifs qui ont déterminé ‚pour le
                                                  moment‘ le chef du parti progressiste prussien à
                                                  ne pas s’associer aux démonstrations pacifiques,
                                                  émanées des démocrates et des libéraux de toutes
                                                  les nations
                                                  civilisées. …“
                                                  .</p>
                  </note> Einen bessern Beweis, daß der Geselle
                                        ein <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005607 http://d-nb.info/gnd/11851136X">bismarkischer</persName>
                                        Gensdarm ist, giebt es nicht. Er gehört wohl wie<persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0007871 http://d-nb.info/gnd/118569848"> Lasker</persName>, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008696 https://d-nb.info/gnd/118951009">Oppenheim</persName> u. dergleichen
                                        zu den Männern einer zukünftigen bismarkischen <ref xml:id="c1421aa2-cf55-4aee-821a-a2cf55baeeac" corresp="#a9b2d1b6-9b7f-4b3b-b2d1-b69b7f4b3b71" type="editorialNote">allerneuesten Era</ref><note xml:id="a9b2d1b6-9b7f-4b3b-b2d1-b69b7f4b3b71" corresp="#c1421aa2-cf55-4aee-821a-a2cf55baeeac" type="editorial">Anspielung auf den liberalen Regierungskurs, den
                                                  Prinz <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010286 http://d-nb.info/gnd/118632884">Wilhelm von
                                                  Preußen</persName> bei seiner Einsetzung als
                                                  Prinzregent im Oktober 1858 eingeschlagen hatte,
                                                  und der in der Presse als „Neue Ära“ betitelt
                                                  wurde. Die Berufung <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005607 http://d-nb.info/gnd/11851136X">Otto
                                                  von Bismarcks</persName> zum Ministerpräsidenten
                                                  am 24. September 1862 setzte der „Neuen Ära“ ein
                                                  Ende.</note>.</p>
            <p>Ich habe <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009405  http://d-nb.info/gnd/139571175">Schily</persName> mit der Besorgung der Bücher für
                                        Sie betraut.</p>
            <p>Meine Addresse ist per <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009375 http://d-nb.info/gnd/120810883">Schabelitz</persName>, nahe dem Polytechnicum.
                                        Zürich. Grüßen Sie von mir und <ref xml:id="e4706b03-a7dd-434a-b06b-03a7dd834a88" corresp="#b2b6f0a3-1ea7-4f0d-b6f0-a31ea7bf0d65" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005707 1003392">meiner Frau</persName>
                  </ref><note xml:id="b2b6f0a3-1ea7-4f0d-b6f0-a31ea7bf0d65" corresp="#e4706b03-a7dd-434a-b06b-03a7dd834a88" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005707 1003392">Hannah
                                                  Borkheim</persName>.</note>
               <ref xml:id="c2336c36-51e7-49ec-b36c-3651e7c9eced" corresp="#eb372f2d-367b-45e5-b72f-2d367ba5e5f9" type="editorialNote">die <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008236 http://d-nb.info/gnd/118578510">liebe
                                                  Ihrige</persName>.</ref><note xml:id="eb372f2d-367b-45e5-b72f-2d367ba5e5f9" corresp="#c2336c36-51e7-49ec-b36c-3651e7c9eced" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0008236 http://d-nb.info/gnd/118578510">Jenny
                                                  Marx</persName>.</note> –</p>
            <p>
               <ref xml:id="d8a4f9c3-9305-4487-a4f9-c3930514875a" corresp="#c78d78fc-d0fd-43c6-8d78-fcd0fda3c6d6" type="editorialNote">Was ich für Genf vorhabe werde ich zu
                                                  Papier bringen und Ihnen zuschicken mit der Bitte,
                                                  mir nöthige Anmerkungen zu machen.</ref><note xml:id="c78d78fc-d0fd-43c6-8d78-fcd0fda3c6d6" corresp="#d8a4f9c3-9305-4487-a4f9-c3930514875a" type="editorial">Borkheim trat auf dem Genfer Friedenskongress mit
                                                  einer Rede auf, die er später drucken ließ: <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/BJZTG8Y6">[Sigismund Ludwig Borkheim:] Ma Perle Devant le
                                                  Congrès de Genève. Par un Diplomate Prolétaire.
                                                  Bruxelles 1867.</bibl> Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000339">Marx
                                                  an Engels, 4.9.1867</ref> und
                                                  Erl. </note>
            </p>
            <p>
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009405  http://d-nb.info/gnd/139571175">Schily</persName> möchte
                                        gerne meine Pauke sehen, <hi rendition="#u">um darauf zu
                                                antworten</hi>. Die Russen freuen sich, wie sie
                                        offen gestehen, unsrer Meinungsverschiedenheiten, die ihnen
                                        von großem Nutzen sein sollen. Ich bin natürlich nicht
                                        russischer Ansicht und verlange daher auch von Schily keinen
                                        orthodoxen Anschluß. Zusammen mit den Russen auf mich wird
                                        er <hi rendition="#u">doch</hi> nicht schießen.</p>
            <closer>
               <salute>Salaam an Engels. Auch <hi rendition="#u">er</hi> soll mir seine guten
                                                  <expan>schießbaumwollene<ex>n</ex>
                  </expan>
                                                Ladungen zugehen lassen.</salute>
               <signed>Der Ihrige</signed>
            </closer>
         </div>
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