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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>290</idno>Sigismund Ludwig Borkheim an Karl Marx in London. London, Freitag,
          19. Juli 1867</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
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            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">D 448/D I 117–1 Fotosign. 9671a–c.</idno>
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               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Brief besteht aus einem Bogen mittelstarkem, blauem Papier im Format
              407 × 316 mm; vom zweiten Blatt ist rechts ein Stück Papier ungerade abgerissen
              worden, so daß die obere Breite des Bogens nur 401 mm beträgt. Wasserzeichen: „E
              Towgood 1866“ und eine Krone im Kreis mit einer allegorischen Frauengestalt. Borkheim
              hat die ersten zwei Seiten vollständig, die dritte zur Hälfte beschrieben, die vierte
              Seite ist leer. Schreibmaterial: schwarze Tinte</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: auf der ersten Seite oben links mit Tinte der Vermerk:
              „19.VII.1867.“</p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 1 op. 5 d. 1712</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
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      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005708  http://d-nb.info/gnd/127609342">Sigismund Ludwig Borkheim</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
               <date when="1867-07-19"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001374 http://d-nb.info/gnd/118578537">Karl Marx</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
            </correspAction>
            <note>Die Datierung stützt sich auf das Datum von Marx’ Brief an Ferdinand Freiligrath vom
          20. Juli 1867 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000301">Marx
            an F. Freiligrath, 20.7.1867</ref>), in dem Marx über den Erhalt
          („gestern“, d.h. am 19. Juli 1867) des Auszuges aus der Schrift „<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/Z2VXC5MP">Zwölf Streiter der Revolution</bibl>“ von
            <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009791 http://d-nb.info/gnd/118799207">Gustav Struve</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009041 http://d-nb.info/gnd/116335351">Gustav Rasch</persName> schrieb, den ihm Borkheim mit dem
          vorliegenden Brief zur Verfügung gestellt hatte.</note>
         </correspDesc>
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            <keywords>
               <term key="M0001509">Ferdinand Freiligrath – „Nationalgabe“ (1867)</term>
               <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
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         <div type="writingSession">
            <p>
               <pb/>
               <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/Z2VXC5MP">Zwölf Streiter der
            Revolution</bibl>.<lb/>Von<lb/>
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009791 http://d-nb.info/gnd/118799207">Gustav
            Struve</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009041 http://d-nb.info/gnd/116335351">Gustav
          Rasch</persName>.</p>
            <p>
               <hi rendition="#sup">____</hi>
            </p>
            <p>Berlin. Verlag von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004057">R. Wegener</persName> 1867.</p>
            <p>Seite 53. „<bibl type="periodika" corresp="">Die neue Rheinische Zeitung</bibl>, welche er
          mit Marx, Engels und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006380 http://d-nb.info/gnd/118854380">Dronke</persName> redigirte, und welche die
          sozialist.-republikanische Parteirichtung vertrat, war dem Drucke ihrer politischen Gegner
          erlegen“.</p>
            <p>Seite 57. „<persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006797 1009644">Freiligrath</persName> kehrte nach
          Deutschland zurück. Er schlug seinen Wohnsitz in Düsseldorf auf und wurde der Führer der
          dortigen demokratischen Partei und Mitredakteur der <bibl type="periodika" corresp="">neuen
            Rheinischen Zeitung</bibl>. Aus dieser Zeit stammen seine bedeutendsten politischen
          Gedichte, Freiheitslieder voll Feuer, Energie und begeisternder Kraft“.</p>
            <p>Seite 60. und 61. „Mit einer Flasche trefflichen Rheinweins weihten wir die erste Stunde
          unsrer Bekanntschaft ein. Dann sprachen wir von Deutschland, von Frankreich und der
          Zukunft. Mit Hoffnung und Zuversicht blickte <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006797 1009644">Freiligrath</persName> in die kommende Zeit. Da war nichts von der pessimistischen
          Anschauung, von dem gehässigen, neidvollen und verbitterten Wesen, wie es mir bei meinem
          Aufenthalt in Paris so oft bei Freiligraths früheren Kollegen, bei den ehemaligen Leitern
          der <bibl type="periodika" corresp="">neuen Rheinischen <pb/> Zeitung</bibl>, entgegen
          getreten war. Hätte der Kampf und das Streben für dieselben Ideen Freiligrath nicht mit
          Marx, Engels, <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006380 http://d-nb.info/gnd/118854380">Dronke</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0010335 https://d-nb.info/gnd/118634852">Wolff</persName> verbunden, so hätte sich Freiligraths
          innerstes Wesen von dem Wesen dieser Männer abgestoßen fühlen müssen. Wie hätte sonst der
          Dünkel, die Bitterkeit, die Selbstgefälligkeit und die Arroganz von Karl Marx zu dem
          humanen, herzlichen und wohlthuenden Wesen Freiligraths gepaßt! <ref xml:id="f1f52cae-2315-4d69-b52c-ae2315ed69f8" corresp="#aee591ec-3dcb-416b-a591-ec3dcb616bb8" type="editorialNote">Freiligraths Beziehungen zu Marx hatten, obschon derselbe in London lebte, auch
              schon seit mehreren Jahren gänzlich aufgehört; eine gar nicht zu entschuldigende
              Handlung Marxens, welche ich hier verschweigen will, hatte ihnen den letzten Stoß
              gegeben! Sie ist nur aus der Gehässigkeit eines Charakters wie Marx zu erklären. Als
              ich eines Tages, empört über dieselbe, Freiligrath nach den Details derselben fragte,
              überging er sie schonend.</ref><note xml:id="aee591ec-3dcb-416b-a591-ec3dcb616bb8" corresp="#f1f52cae-2315-4d69-b52c-ae2315ed69f8" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000300">Marx
                an F. Freiligrath, 20.7.1867</ref>, und <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000301">F.
                Freiligrath an Marx, 20.7.1867</ref>.</note> Mit <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006380 http://d-nb.info/gnd/118854380">Dronke</persName>, welcher ein Commissionsgeschäft in
          Liverpool hat, steht er nur noch in den geschäftlichen Beziehungen, welche die
          schweizerische Bank betreffen. Auf die Entwickelung des dichterischen Genius oder des
          Charakters Freiligraths hat diese Verbindung mit Marx, wie <ref xml:id="f8e0ccf2-2744-404d-a0cc-f22744604deb" corresp="#ab24ebf2-80c8-40cd-a4eb-f280c870cde0" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005574 http://d-nb.info/gnd/116155221">Beta</persName> in einer in der <bibl type="periodika" corresp="">Gartenlaube</bibl> enthaltenen Schilderung <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006797 1009644">des Dichters</persName>
                  </ref><note xml:id="ab24ebf2-80c8-40cd-a4eb-f280c870cde0" corresp="#f8e0ccf2-2744-404d-a0cc-f22744604deb" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003133">Heinrich
                Beta</persName> ist das Pseudonym von Heinrich Bettziech. – [<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/HBYHTTZK">Heinrich] B[ettziech]: Ferdinand
                Freiligrath (Lebensskizze mit Portrait.)</bibl>. In: Die Gartenlaube. Leipzig. 1859.
              Nr. 43. S. 618–620. Marx äußerte sich über diesen Artikel in seinem Brief an Engels
              vom 19. und 21. November 1859. (Siehe <bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/LGQY2UCG">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi> III/10</bibl>.
              Br. 60.100–113.)</note> ganz irriger Weise gemeint <pb/> hat, gar keinen Einfluß
          gehabt. Marx hat den Spiegel von Freiligraths Seele auch nicht mit dem leisesten Hauche
          getrübt. Beta wurde wohl zu diesem gar nicht zu entschuldigenden Ausspruch, der
          Freiligrath übrigens, auch mit Recht sehr verdrossen hat, durch seinen Haß gegen Marx
          hingeführt.“</p>
            <p>
               <ref xml:id="fd6820eb-af62-4317-a820-ebaf62731790" corresp="#d9d19e24-4da3-4418-919e-244da374182d" type="editorialNote">Hieran werden Sie wohl genug haben!</ref><note xml:id="d9d19e24-4da3-4418-919e-244da374182d" corresp="#fd6820eb-af62-4317-a820-ebaf62731790" type="editorial">Borkheim notierte hier einen Auszug aus dem von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009041 http://d-nb.info/gnd/116335351">Gustav Rasch</persName> verfaßten dritten Kapitel
              „Ferdinand Freiligrath“ (S. 52–69) der Schrift „<bibl type="primary" corresp="https://megadigital.bbaw.de/Z2VXC5MP">Zwölf Streiter der Revolution“, Berlin 1867</bibl>, von <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009791 http://d-nb.info/gnd/118799207">Gustav Struve</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0009041 http://d-nb.info/gnd/116335351">Gustav Rasch</persName>. Seine Exzerpte aus dieser
              Schrift siehe IISG, Marx-Engels-Nachlass, Sign. Q 6.</note>
            </p>
            <closer>
               <signed>Der Ihrige</signed>
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