<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="M0000239">
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      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>
               <idno>231</idno>Hermann Engels an Friedrich Engels in Manchester. Barmen,
                    Donnerstag, 28. März 1867</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>Standort Orig. nicht bekannt; Kopie: RGASPI</institution>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">f. 9 op. 1
                                d. 11/21 Fotosign. 586a-b</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Standort der Originalhandschrift ist zur Zeit nicht bekannt. Die
                            Veröffentlichung erfolgt nach einer Fotokopie: RGASPI, Sign. f. 9,
                            op. 1, d. 11/21. Fotosign. 586a-b.</p>
                  <p>Soweit aus der Fotokopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem
                            Blatt. Hermann Engels hat beide Seiten vollständig beschrieben. Am
                            rechten unteren Rand der ersten Seite wurde von Hermann Engels das erste
                            Wort der Folgeseite („geschadet“) als Kustode zum Finden des
                            Textanschlusses
                            notiert.</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006541 http://d-nb.info/gnd/135908663">Hermann Engels</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003014 http://www.geonames.org/2952539">Barmen</placeName>
               <date when="1867-03-28"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004039 http://www.geonames.org/2643123">Manchester</placeName>
            </correspAction>
            <note>Vermutlich beantwortet Hermann Engels einen nicht überlieferten Brief von
                    Engels, geschrieben vor dem 28. März 1867 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0004953">Engels
                        an H. Engels, vor
                    28.3.1867</ref>).</note>
            
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002134">Privates - Engels (Familie, Geschäfte)</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
   </teiHeader>
   <text><body>
         <div type="writingSession">
            <opener>
               <dateline>
                  <pb/> Barmen, 28. März 1867.</dateline>
               <salute>Lieber Friedrich!</salute>
            </opener>
            <p>Daß Du mit Deinem <expan>C<ex>on</ex>to</expan>.
                        <expan>C<ex>or</ex>r</expan>
               <ex>en</ex>t eiltest hatte ich nicht geglaubt,
                    sonst würde ich es Dir schon 3 Wochen früher haben schicken können, umstehend
                    findest Du Alles, was dazu gehört. –</p>
            <p>
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002417">D. Croner</persName>
               
               ist
                    allerdings unser Agent für Berlin &amp; Norddeutschland, er schrieb uns schon
                    vor einiger Zeit, daß sich ein englisches Haus nach ihm bei uns erkundigen
                    würde. –</p>
            <p>Du kannst also wohl Eueren dortigen Freunden über <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002417">Croner</persName> mittheilen, daß wir ihn nur empfehlen können; er ist sehr
                    thätig &amp; scheut keine Mühe, wenn's heißt ein Geschäft abzuschließen, und
                    deshalb wird er, wenn das dortige Haus mit der Concurrenz Schritt hält, auch
                    schon ein ordentliches Geschäft erzielen, dabei ist <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002417">Croner</persName> sehr vorsichtig (wir haben selbst im
                    vorigen Jahre noch nichts bei seinen Kunden verloren) und kennt die Kundschaft.
                    Er ist verheirathet, wohnt in Berlin &amp; ist ein solider Mensch. –</p>
            <p>Wenn Du dort £ 1000.– zu viel hast, so kannst Du davon nur für unsere
                    Rechnung</p>
            <p rendition="#et">£ 200.–
                    – an <ref xml:id="c8bf3210-c1b0-4d31-bf32-10c1b05d3197" corresp="#bbe2526d-5c4b-4f30-a252-6d5c4bdf3041" type="editorialNote">
                     <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012435 1020114">E. Nathan
                                &amp; Sington</orgName>
                  </ref><note xml:id="bbe2526d-5c4b-4f30-a252-6d5c4bdf3041" corresp="#c8bf3210-c1b0-4d31-bf32-10c1b05d3197" type="editorial">Wahrscheinlich <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012435 1020114">„E. Nathan &amp; Simpson“</orgName>.
                            Siehe, z.B., Emil Engels an Engels, 5. Oktober 1859 (<bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/LGQY2UCG">MEGA<hi rendition="#sup">2</hi>
                                III/10.</bibl> Br. 21.12–13).</note> dort &amp;</p>
            <p rendition="#et">" 800.– – " <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012475 1030823">R. Funke &amp;
                            C<hi rendition="#sup">o</hi>
               </orgName> in
                    Liverpool
                </p>
            <p>zahlen, an erstere in baar &amp; an die letzteren in welcher Form Du willst;
                    Wechsel, mit Ausnahme von bankers
                    bills,
                    discontirt uns <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0011025 1009889">Funke</persName> mit 3%
                    &amp; so würden wir sie Dir natürlich auch creditiren.</p>
            <p>Deine Unterredung mit <ref xml:id="c953d280-6a4f-4d23-93d2-806a4fed2307" corresp="#d4056082-2ca7-4a8e-8560-822ca76a8ee6" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">Gottfr.</persName>
                  </ref><note xml:id="d4056082-2ca7-4a8e-8560-822ca76a8ee6" corresp="#c953d280-6a4f-4d23-93d2-806a4fed2307" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">Gottfried
                        Ermen.</persName>
                  </note> über unsere Firma &amp; Etiquettes ist
                    interessant, also die paar Bündel, die wir nach der Schweiz gesandt, bringen
                    schon diese Wirkung hervor! Das Manchester steht aus alter Einrichtung &amp;
                    Gewohnheit allerdings noch auf <hi rendition="#u">einigen</hi> von unseren
                    Etiquettes, es kommt aber nur noch bei solchen Garnsorten vor, die uns leider
                    nur äußerst sparsam bestellt werden, und so habe ich die Ueberzeugung, daß wir
                    Euch mit dem Manchester noch nichts <pb/> geschadet haben. – Sage M<hi rendition="#sup">r</hi> <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">Gottfr.</persName>, es hätte mir leid gethan, daß ihn diese Angelegenheit
                    so unangenehm berührt zu haben scheine; ich hoffe doch nicht, daß unsere
                    freundschaftlichen Beziehungen unter einander dadurch im Geringsten alterirt
                    werden könnten.</p>
            <p>Uebrigens würde ich mir erlauben einige Zeilen in den nächsten Tagen <ref xml:id="a540aca9-fd1c-432b-80ac-a9fd1c432bfa" corresp="#b848fe75-bfda-4a27-88fe-75bfda4a274f" type="editorialNote">über diesen Gegenstand</ref><note xml:id="b848fe75-bfda-4a27-88fe-75bfda4a274f" corresp="#a540aca9-fd1c-432b-80ac-a9fd1c432bfa" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">Gottfried</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006572 1008445">Anton Ermen</persName> versuchten 1867 der Barmener Firma <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001521 https://d-nb.info/gnd/2094219-9">„Ermen &amp; Engels“</orgName> zu verbieten, den
                            Namen „Ermen“ und die Ortsbezeichnung „Manchester“ weiterhin zu führen.
                            Siehe dazu die Briefe von Elisabeth Engels an Engels vom 23. April 1867,
                            vom 21. und 22. Mai 1867 und vom 17. Juni 1867, den Brief von Hermann
                            Engels an Engels vom 17. Juni 1867 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000250">E. Engels an
                                Engels, 23.4.1867</ref> „Was hat denn G. Ermen ...“, <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000270">21.
                                und 22.5.1867</ref>
                      „Was nun den Brief ...“, <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000278">17. Juni
                                1867</ref>,<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000289">H. Engels an Engels, 3.7.1867</ref> und
                            Erl.)
                            und <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/CH872CUU">Knieriem: „Gewinn unter Gottes
                                Segen“.</bibl> S. 51.</note> an ihn zu richten &amp; sei ich
                    überzeugt, daß die Sache sehr bald zu beiderseitiger Zufriedenheit geordnet sein
                    würde. –</p>
            <p>Ich für meine Person lege gar keinen Werth auf dieses Manchester; denn unsere
                    Garne haben sich dermaßen eines guten Rufs zu erfreuen, daß wir in diesem Sommer
                    noch ein großes Gebäude in unsern Fabrikhof setzen werden &amp; dann im Herbst
                    schon 21–23 000 ℔ <expan>pr<ex>o</ex>
               </expan> Woche spinnen &amp; doubliren
                    werden; jetzt können wir gar nicht so viele Knittgs machen wie bestellt werden;
                    auch sind wir überhäuft mit bereits ertheilten Knittgs Orders. –</p>
            <p>
               <ref xml:id="dbba3c4f-34c6-4bf9-ba3c-4f34c63bf995" corresp="#f41de0ce-e714-4433-9de0-cee714a43367" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Mutter</persName>
                  </ref><note xml:id="f41de0ce-e714-4433-9de0-cee714a43367" corresp="#dbba3c4f-34c6-4bf9-ba3c-4f34c63bf995" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Elisabeth Engels.</persName>
                  </note> geht's wieder gut; aber <ref xml:id="cdfdf416-994d-45fb-bdf4-16994d75fb28" corresp="#d583d1c7-199e-4ba0-83d1-c7199efba078" type="editorialNote">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006534 http://d-nb.info/gnd/136846998">Emil</persName>
                  </ref><note xml:id="d583d1c7-199e-4ba0-83d1-c7199efba078" corresp="#cdfdf416-994d-45fb-bdf4-16994d75fb28" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006534 http://d-nb.info/gnd/136846998">Emil Engels.</persName>
                  </note>
                    ist seit einigen Tagen recht krank; er hat die Rose, die sich jetzt auch über
                    den Kopf auszudehen anfängt, das Fieber hat aber schon viel nachgelassen &amp;
                    die Kopfschmerzen sind auch nicht sehr heftig, dabei hat er auch fortwährend
                    seine klare Besinnung, so daß die Rose nicht so bedenklich erscheint; obschon
                    wir Anfangs doch recht besorgt waren. –</p>
            <closer>
               <salute>Nun herzliche Grüße von Mutter, den Uebrigen hier &amp;</salute>
               <signed>von Deinem<lb/>Hermann.</signed>
            </closer>
            <postscript>
               <p>
                  <lb/>NB. Sei so gut, uns doch <hi rendition="#u">umgehend</hi> Nachricht
                        wegen der 30 Bd 36<hi rendition="#sup">r</hi> und 30 Bd 60<hi rendition="#sup">r</hi>
                  <hi rendition="#u">Sewings</hi> 2fold zukommen zu lassen; was kostet das
                        Garn? wir haben eine feste Offerte darin zu 23 d <expan>p<ex>er</ex>
                  </expan>
                        36 &amp; 60<hi rendition="#sup">r</hi> à 2/3% d zur prompten Lieferung. </p>
            </postscript>
         </div>
      </body></text>
</TEI>