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         <titleStmt>
            <title>
               <idno>132</idno>Sigismund Ludwig Borkheim an Friedrich Engels in Manchester. London,
          Donnerstag, 12. Juli 1866</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>IISG</institution>
                  <collection>Marx-Engels-Nachlass</collection>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">L 683/L II 88. Fotosign. 9849a–b</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Brief besteht aus einem Bogen mittelstarkem, weißem Papier im Format
              260 × 203 mm. Wasserzeichen: „J &amp; F H 1866“. Aufdruck der
              Firma
                <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012493 1030835">Schröder &amp; Schÿler
                &amp; C<hi rendition="#sup">o</hi>
                     </orgName> auf der ersten Seite oben. Borkheim hat
              die ersten drei Seiten vollständig beschrieben, die vierte zu einem Drittel.
              Schreibmaterial: schwarze Tinte. </p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung des Briefes: „33“, auf der ersten Seite oben
              mittig. </p>
               </physDesc>
               <additional>
                  <listBibl>
                     <bibl>RGASPI f. 1 op. 5 d. 166</bibl>
                  </listBibl>
               </additional>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
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            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005708  http://d-nb.info/gnd/127609342">Sigismund Ludwig Borkheim</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004412 http://www.geonames.org/2643743">London</placeName>
               <date when="1866-07-12"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004039 http://www.geonames.org/2643123">Manchester</placeName>
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            <correspContext>
               <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M0005026"/>
            </correspContext>
            <note>Zum Firmenaufdruck siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000005">S. L. Borkheim an Marx,
          8.1.1866.</ref>
            </note>
            <note>Borkheim beantwortet einen nicht überlieferten Brief (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0005026">Engels an Borkheim, vor 12.7.1866</ref>) von Engels, geschrieben vor dem 12. Juli 1866
          („bin ich Ihnen Antwort schuldig“).</note>
            <note>Die Beilage („Ich schicke Ihnen ...“) ist nicht überliefert. </note>
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0004344">Deutscher Krieg 1866</term>
               <term key="M0003714">Preußen</term>
               <term key="M0002264">Österreich</term>
               <term key="M0004394">Russland</term>
               <term key="M0002035">Lektüren im Korrespondentenkreis</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
   </teiHeader>
   <text><body>
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            <opener>
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                  <hi rendition="#i">
                     <hi rendition="#mPrint">65, Fenchurch Street,
              E.C. </hi>
                  </hi>
                  <lb/>
                  <hi rendition="#i">
                     <hi rendition="#mPrint">London,</hi>
                  </hi> 12
            July 1866</dateline>
               <salute>Lieber Engels,</salute>
            </opener>
            <p>Noch bin ich Ihnen Antwort schuldig auf Ihre serbischen Erklärungen, für die ich hiermit
          danke. In solche slavische Tiefen kann ich mich nicht versteigen; ich bin ganz zufrieden,
          die groben Schwierigkeiten des Russischen überwunden zu haben, lese <ref xml:id="b141e095-e822-4f68-81e0-95e822cf68b4" corresp="#afd8e4cd-cb94-4d42-98e4-cdcb948d42ea" type="editorialNote">den Karamsin</ref><note xml:id="afd8e4cd-cb94-4d42-98e4-cdcb948d42ea" corresp="#b141e095-e822-4f68-81e0-95e822cf68b4" type="editorial">
                     <p>
                        <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/94K6NIQS">Николай Михайловичъ Карамзинъ: Исторiя
                  государства Россiйскаго.</bibl>
                         Siehe
                auch <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000076/start_dbm_zf4_qz">S. L. Borkheim an Engels,
                  27.3.1866</ref>
                und Erl. </p>
                  </note> und spreche zwei Mal wöchentlich russisch mit einem Flüchtling aus
          Südrußland, dem Grafen <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004635">Slinski</persName>. Имѣю удовоlествiе
          увѣрить васъ, что иdу рѣшително впередъ.</p>
            <p>Die preußisch-österreichische Keilerei betreffend, kann ich mich für keinen Theil
          erhitzen, denn ich frage mich, was gewinnt die <hi rendition="#u">Freiheit</hi>
          dabei? <pb/> Die Zündnadelbüchsen machen das Soldatengesindel nur frecher, so daß man die
          Nadelstiche auf viele Jahre hinaus auch dort in Deutschland fühlen wird, wo man früher die
          gemüthlichen muzzleloaders und keine preußischen Gensdarmen hatte. Welch langweiliges
          Einerlei, wenn die berliner Weißbierweisen auch in München diktiren! Ich blase auf die
          hohenzollernsche Ein<hi rendition="#u">heit</hi> die <hi rendition="#u">Freiheit</hi> will
          ich! – Nun ists mir allerdings lieb, daß Deutsche sich gut schlagen, Oesterreicher,
          Preußen, Baiern, Hannoveraner – Alle, so daß wir wenigstens auf einige Zeit Nichts von der
          Unfähigkeit, Unzulänglichkeit, Schwerfälligkeit, Feigheit, Unentschiedenheit, schlapper
          Träumerei der tobacco quaffing, beer swilling, sausage twisting Germans hören, <pb/> aber
          ich bedaure tief, daß man nicht, zusammenstehend, Gelegenheit gehabt hat, der première
          nation du monde einige Bescheidenheit einzubl<hi rendition="#uu">ei</hi>en, oder племенамъ
          славянскаго семейства, die natürlich великое ist, eindrücklichst Geduld einzu<hi rendition="#uu">krupp</hi>en, – der große Schiedsrichter wird sich wohl hinter England
          und Rußland verstecken, um aus dem Schwindel zu kommen. Wenn nicht – nicht! Hoffen wir
          aber, daß es auch dann am Rhein heißen wird, „was giebts hier“? <ref xml:id="fbb47d34-9371-43d0-b47d-349371b3d08c" corresp="#f292106f-69b8-4c34-9210-6f69b89c34a6" type="editorialNote">„Deutsche Hiebe!“</ref><note xml:id="f292106f-69b8-4c34-9210-6f69b89c34a6" corresp="#fbb47d34-9371-43d0-b47d-349371b3d08c" type="editorial">
              Bezugnahme auf <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/7KS8E3JA">Moritz von Strachwitz: „Deutsche
                Hiebe“</bibl>, hier die 4. Strophe.
              
            </note> – Ich schicke Ihnen einen Bericht über eine Versammlung, die Sie belehren
          wird, auf welchen Feldern ich mich augenblicklich herumschlagen muß, um mein Blut zu
          retten. <ref xml:id="d60e6f55-d9fe-4d79-8e6f-55d9fe5d79f3" corresp="#bea6f306-c2dc-4352-a6f3-06c2dc9352a1" type="editorialNote">Empfangen Sie meinen Dank <pb/> für cheque.</ref><note xml:id="bea6f306-c2dc-4352-a6f3-06c2dc9352a1" corresp="#d60e6f55-d9fe-4d79-8e6f-55d9fe5d79f3" type="editorial">Vermutlich bedankt sich <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005708  http://d-nb.info/gnd/127609342">Borkheim</persName> für die Bezahlung des Weines (siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000124/start_mdt_z5m_qz">Engels an Marx,
                11.6.1866</ref>).</note>
          Der junge Herr <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001469">Schyler</persName> empfiehlt sich Ihnen
          bestens. Geben Sie bald wieder einmal ein Lebenszeichen von sich.</p>
            <closer>
               <signed>Der Ihrige<lb/>Borkheim.</signed>
            </closer>
         </div>
      </body></text>
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