<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:id="M0000083">
   <teiHeader>
      <fileDesc>
         <titleStmt>
            <title>
               <idno>80</idno>Friedrich Engels an Hermann Engels in Barmen. Manchester,
                    Freitag, 6. April 1866</title>
         </titleStmt><editionStmt><p/></editionStmt>
         <publicationStmt><publisher><ref target="https://www.bbaw.de">Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften</ref></publisher><pubPlace ref="https://www.geonames.org/2950159">Berlin</pubPlace><availability><licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)</licence></availability><idno type="URLWeb">https://megadigital.bbaw.de/</idno><idno type="URLXML">https://megadigital.bbaw.de/.xml</idno></publicationStmt>
         <sourceDesc>
            <msDesc rend="manuscript">
               <msIdentifier>
                  <institution>Standort Orig. nicht bekannt; Kopie: RGASPI</institution>
                  <idno>
                     <idno type="shelfmark">f. 1 op. 1
                                d. 1958. Fotosign. 595[a]–b</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
               <physDesc>
                  <p>Der Standort der Originalhandschrift ist gegenwärtig nicht bekannt. Die
                            Veröffentlichung erfolgt nach einer Fotokopie.</p>
                  <p>Soweit aus der Kopie zu ersehen ist, besteht der Brief aus einem Bogen.
                            Engels hat die ersten zwei Seiten vollständig beschrieben, die dritte
                            zur Hälfte. Der durch einen Tintenfleck entstandene Textverlust konnte
                            rekonstruiert werden.</p>
                  <p>Von unbekannter Hand: Nummerierung der Briefes: „595“.</p>
               </physDesc>
            </msDesc>
            <listWit>
               <witness>
                  <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/D7JW8T4Y">Erstveröffentlichung: gekürzt:
                            Briefe von Friedr. Engels an Mutter und Geschwister (1921).
                            S. 142/143</bibl>.</witness>
               <witness>
                  <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/NLYXHEPM">vollständig: in russischer
                            Übersetzung: МЭС<hi rendition="#sup">1</hi> 25 (1934).
                            S. 471/472</bibl>.</witness>
               <witness>
                  <bibl corresp="https://megadigital.bbaw.de/38I66UYF">in der Sprache des Originals:
                            MEW 31 (1965). S. 511/512.</bibl>
               </witness>
            </listWit>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <profileDesc><textClass><keywords><term>letter</term></keywords></textClass>
         <correspDesc>
            <correspAction type="sent">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001917 http://d-nb.info/gnd/118530380">Friedrich Engels</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0004039 http://www.geonames.org/2643123">Manchester</placeName>
               <date when="1866-04-06"/>
            </correspAction>
            <correspAction type="received">
               <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006541 http://d-nb.info/gnd/135908663">Hermann Engels</persName>
               <placeName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003014 http://www.geonames.org/2952539">Barmen</placeName>
            </correspAction>
            <correspContext>
               <ref type="prev" target="https://megadigital.bbaw.de/M0000078"/>
               <ref type="next" target="https://megadigital.bbaw.de/M0000088"/>
            </correspContext>
            <note>Engels beantwortet den Brief von Hermann Engels vom 27. März 1866 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000078">H. Engels an Engels, 27.3.1866</ref>), Hermann Engels
                    antwortete am 9. April 1866 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000088">H. Engels an Engels,
                        9.4.1866</ref>).</note>
         </correspDesc>
         <textClass>
            <keywords>
               <term key="M0002134">Privates - Engels (Familie, Geschäfte)</term>
               <term key="M0004344">Deutscher Krieg 1866</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      
   </teiHeader>
   <text><body>
         <div type="writingSession">
            <opener>
               <dateline>
                  <pb/> Manchester 6 April
                        1866.</dateline>
               <salute>Lieber Hermann</salute>
            </opener>
            <p>
               <ref xml:id="b2ebdce7-8a43-4b61-abdc-e78a434b61da" corresp="#c2e84878-47a1-44b3-a848-7847a1c4b3f9" type="editorialNote">Besten Dank für Deinen <expan>C<ex>on</ex>to</expan>
                     <expan>C<ex>orren</ex>t</expan>
                            vom 27 März</ref><note xml:id="c2e84878-47a1-44b3-a848-7847a1c4b3f9" corresp="#b2ebdce7-8a43-4b61-abdc-e78a434b61da" type="editorial">Siehe <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000078/start_hd1_zlh_4z">H. Engels an Engels,
                                27.3.1866</ref>.</note>
                    der sich im Allgemeinen richtig zu verhalten scheint. Nur ist es schwer die
                    Zinsen nachzusehn wenn sie nicht wie in andern <expan>Cto</expan>
               <expan>Ct</expan> detaillirt sind
                    sondern man dem „Zinsen Conto“ aufs Wort glauben muß.<anchor type="verweisziel" xml:id="start_xx5_btp_pz"/> Dann aber machst Du am 31 Decbr 1865 einen
                    Übertrag zu meinen Gunsten von <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0001521 https://d-nb.info/gnd/2094219-9">
                  <expan>E<ex>rmen</ex>
                  </expan> &amp; Engels, <expan>B<ex>armen</ex>
                  </expan>
               </orgName> betragend Th 2112.21.8 während nach
                    E. &amp; E., B's <expan>Cto</expan>
               <expan>Ct</expan> derselbe Übertrag <hi rendition="#u">£ 316.18.2</hi>, &amp; à 6 <expan>r<ex>eichstaler</ex>
               </expan> 20 <hi rendition="#u">Th 2169.1.8</hi> macht. Dies kann ich nicht reimen.</p>
            <p>Es macht sich etwas unangenehm daß Ihr am 31 Dec.
                    &amp; wir am 30 Juni abschließen. Ich werde Euch also nur einmal, am
                    31 Dec. Cto Ct schicken der auf diese Weise nie genau stimmen wird, doch
                    das macht am Ende nichts aus.<anchor type="verweisziel" xml:id="stop_xx5_btp_pz"/>
            </p>
            <p>
               <anchor type="verweisziel" xml:id="start_ckr_vsp_pz"/>Um
                    unsre Buchungen klar zu halten bitte ich alle <hi rendition="#u">Geschäftssachen</hi>
               <add>von <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002994">E. &amp; E.</orgName>
               </add> bei E. &amp;
                    E., B., alle <hi rendition="#u">Privatsachen</hi> bei <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012302 1008282">F. E. &amp; Co</orgName> buchen zu
                        wollen.<anchor type="verweisziel" xml:id="stop_ckr_vsp_pz"/>
            </p>
            <p>Die Auskunft wegen dem Agenten <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0002575">Brown</persName> habe ich <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0005667 http://d-nb.info/gnd/1210585480">Fr. <expan>Bölli<ex>n</ex>g</expan>
               </persName> direct
                    gegeben, <orgName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0012373 1014639">
                  <expan>Karth<ex>aus</ex>
                  </expan>
               </orgName>
               
                schrieben in einer andren Sache an uns.</p>
            <p>Ich rathe Dir <hi rendition="#u">nicht</hi> Eure Sewings
                    in der Regel durch uns zu beziehen. <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">G. <expan>E<ex>rmen</ex>
                  </expan>
               </persName> wird stets versuchen Euch sein Garn
                    von Pendlebury zuzuschustern, &amp; das wäre sicher nicht immer in Eurem
                    Interesse. Dabei würde er sofort beantragen daß Ihr 2% Provision vergüten
                    solltet, sowie die Sache sich ausdehnt. Wenn Ihr aber sein Garn gebrauchen könnt
                    (&amp; warum nicht, da <pb/> wir es verwenden können) <supplied cert="high">s</supplied>o wendet Ihr Euch am besten an uns. Ich schicke heute <expan>p<ex>e</ex>r</expan> Post eine Probe
                        N<hi rendition="#sup">o</hi> 16 wovon er 120 <expan>B<ex>un</ex>d</expan>
               <supplied cert="high">là</supplied> 10 ℔ 7 leas auf Lager hat &amp;
                        2/ 1½<hi rendition="#sup">d</hi>
               <expan>pr<ex>o</ex>
               </expan> N<hi rendition="#sup">o</hi> 16 nehmen würde, vielleicht auch weniger.
                    Dasselbe Garn könnt Ihr auch vom Makler <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0003973">FA Schmits</persName> beziehen. Feine N<hi rendition="#sup">os</hi>
                    &amp; Cops dagegen, wo <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">G. E.</persName> kein Interesse hat, können wir Euch stets
                    liefern.</p>
            <p>Was kostet der Hochheimer? das ist die Hauptsache. Und
                    wieviel ist davon da? Statt 3 Flaschen hättest Du gleich 3 Dutzend
                    schicken sollen.</p>
            <p>Wegen Ponies will ich mich umhören. Gute starke Cobs
                    sind jetzt aber hier sehr gesucht &amp; theuer, &amp; Gelegenheitskäufe – gleich
                    ein gutes Paar zusammen – dürften lange auf sich warten lassen.</p>
            <p>
               <anchor type="verweisziel" xml:id="start_dzy_3tp_pz"/>Ihr glaubt dort auch wohl nicht an Krieg? Es wäre eine heillose Geschichte
                    wenn es dazu käme, &amp; kein Ende abzusehn. Neulich als der Kram losging
                    träumte mir irgendwo an der Mosel sei ich unter eine kolossalgroße Armee
                    gerathen. Es waren eine Art Freischärler, allerhand Kerls, die sich wichtig
                    durcheinander bewegten, &amp; von Zeit zu Zeit schrie einer: Feinde ringsum!
                    wobei dann Alles durchbrannte. Endlich gerieth ich ins Hauptquartier &amp; fand
                    da <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006579 1008450">Peter</persName> und <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006575 1030794">Gottfried Ermen</persName> als Generals en
                    chef, und <ref xml:id="dfd09319-43c8-4fdb-9093-1943c85fdbcd" corresp="#bc58b9c0-e0fc-4c5c-98b9-c0e0fcec5c9a" type="editorialNote">Anton</ref><note xml:id="bc58b9c0-e0fc-4c5c-98b9-c0e0fcec5c9a" corresp="#dfd09319-43c8-4fdb-9093-1943c85fdbcd" type="editorial">
                     <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006572 1008445">Anton Ermen</persName>. </note>
                    als Chef des Generalstabs. Ich frug diesen nun über dieses &amp; jenes, erhielt
                    aber so sonderbare Antworten daß ich ihn endlich frug er habe doch Karten von
                    der Gegend wo er sich befinde? Worauf er mich ganz überlegen ansah &amp; sagte:
                    Karten? Das machen wir hier Alles viel besser ohne Karten. <pb/> Als ich ihm nun
                    auseinandersetzen wollte daß er doch ohne Karten nicht fertig werden, nicht
                    einmal seine Leute einquartiren könne usw, antwortete er: Wenn es absolut sein
                    muß, so haben wir auch Karten, &amp; zog eine Karte von einer ganz andren
                    Gegend, jenseits Aachen &amp; <expan>Ma<ex>a</ex>stricht</expan>, mit triumphirendem Blick aus der Tasche.
                    Dies ist nicht etwa ein schlechter Witz von mir sondern ist buchstäblich so
                    vorgekommen.</p>
            <closer>
               <anchor type="verweisziel" xml:id="stop_dzy_3tp_pz"/>
               <salute>
                  <ref xml:id="f88b0849-1693-4f54-8b08-4916933f544f" corresp="#d603cc24-26c7-4a56-83cc-2426c78a5687" type="editorialNote">Herzliche Grüße an die
                    <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Mutter</persName> der ich
                    dieser Tage auch schreibe,</ref><note xml:id="d603cc24-26c7-4a56-83cc-2426c78a5687" corresp="#f88b0849-1693-4f54-8b08-4916933f544f" type="editorial">Ein Brief von Engels an
                        <persName ref="https://megadigital.bbaw.de/M0006533 https://d-nb.info/gnd/189469986">Elisabeth Engels</persName>,
                        geschrieben zwischen 6. April und 8. Juni 1866 (<ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0004951">Engels an E. Engels, zw. 6.4. u.
                            8.6.1866</ref>, siehe auch <ref target="https://megadigital.bbaw.de/M0000122/start_zp3_jbw_4z">E.
                                Engels an Engels, 8.6.1866</ref>
                        ),
                        ist nicht überliefert.</note> &amp; an alle Geschwister.</salute>
               <signed>Dein<lb/>Friedrich</signed>
            </closer>
         </div>
      </body></text>
</TEI>